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Bibi1977
25.09.2006, 12:53
Ich leider ja unter der Angst auto zu fahren. Hatte ja schon mal nen Beitrag dazu geschrieben. Nun hatte ich ja Kontakt zu meinem altem Fahrlehrer aufgenommen und grade hatte ich meine erste Fahrstunde nach 6-7 Jahren ohne Auto zu fahren.

Nun stehe ich hier grade gemischte Gefühle durch und habe niemanden zum reden da mein Mann grade arbeiten fahren ist wie ich fertig war.
Auf der einen Seite bin ich richtig stolz denn ich war auf Hauptverkehrsstraßen sogar mit Baustellen ect. Bin mindestens 50 gefahren wenn erlaubt und im dritten Gang ;-) Mein Fahrlehrer ist stolz auf mich und meint er sehe gar keine Probleme er hat nicht einmal eingreifen müssen, der Wagen ist nicht ausgegangen usw. Okay anfahren war manchmal etwas langsam und bremsen zu ruckartig aber da fehlt die Gewohnheit.

Und trotzdem bin ich nicht richtig stolz auf mich sondern heul hier gleich weil ich dat einfach nicht alleine packe. Und irgentwie habe ich Angst das es im Fahrschulwagen zwar klappt aber evt. im eigenem Wagen nicht.

Versteht mich einer und kann mich ein bisschen aufmuntern? Oder mir wenigstens etwas schreiben damit ich mich grade nicht so alleine fühle.
Versteh mich selbst nicht

Danke und lieben Gruß

Bibi

Cassy
25.09.2006, 13:03
Hallo Bibi
Ist doch schön das alles so geklappt hat.
Warum machst dir nun wieder Gedanken.
Es wird schon werden. Mit vielen kleinen Schritten kommt man auch vorwärts.
Und wie du siehst geht es doch vorwärts.
Auch wenn es wieder mal rückwärts geht ist es nicht so schlimm.
Alleine bist bestimmt nicht mit deinen Ängsten.
Ich konnte jahrelang nicht auf die Autobahn fahren.
Nun wohnen aber meine Kinder so weit weg und ich will sie ja sehen.
OK ich fahre nun aber frage mich nicht wie erledigt ich nachher bin.
Oft denke ich es gab Zeiten da habe ich mir wegen der sch..... Angst soviel verdorben das will ich nicht mehr.
Und du wirst sehen es geht.
Mache einfach weiter so und versuche nicht zurück zu schauen.
Heute ist ein schöner Tag denn ich habe denn Anfang gemacht wo ich lange schon wollte.
Und wirst sehen dein Mann freut sich wie toll mit dir und uns allen hier
Ich freue mich jedenfalls das du es so geschafft hast und schicke dir ganz viel Mut das du weiter machst.
LG Cassy

Bibi1977
25.09.2006, 13:19
Hi Cassy,

danke für deine Worte. Ja du hast recht im Grunde hat mir meine Angst seit Jahre nwas beraubt und zwar meine Freiheit. Ich habe zwei Kinder und wir fahren unwahrscheinlich gerne weiter weg in Parks ect. Dies ging bisher nur wenn mein Mann da war denn wenn ich alleine zu Hause bin trau ich mich ja nicht denn ich fahr ja kein Auto. Diese Fahrangst raubt mir meine Freiheit und engt mich ein.

Ich kann stolz auf mich sein das ich mich wirklich dazu überwunden habe wieder Fahrstunden zu nehmen. Mein Fahrlehrer sagte vorhin dazu gehört viel mehr Mut als sich aufzugeben oder aber einfach ins Auto zusetzten und es alleine zu versuchen. Denn dann scheitern die meisten. Aber ich schaff das.

Danke und Gruß Bibi

Cassy
25.09.2006, 14:48
Mein Fahrlehrer sagte vorhin dazu gehört viel mehr Mut als sich aufzugeben oder aber einfach ins Auto zusetzten und es alleine zu versuchen. Denn dann scheitern die meisten. Aber ich schaff das.




Ja das ist wahr aufgeben ist viel leichter als was durch zu halten.
Ich denke du hast das schlimmste geschafft deine Angst überwunden. Das andere ist ganz einfach Selbst vertrauen zu finden. Und das hast du mehr als du weisst.

Ich halte dir ganz fest die Daumen das du es schaffst.
Was meinst du denn wie stolz deine Kinder sein werden und sich freuen wenn du wieder fahren tust.
Berichte bitte wie es weiter geht freue mich so dann mit.
LG Cassy

Inaktiver User
25.09.2006, 15:34
oh je du bist ja ganz schön streng zu dir selbst. das musst du doch aber gar nicht. du stellst dich deinen ängsten und das ist so ein riesenschritt, den sich zig tausende von anderenmenschen niemelas wagen würde.

nur mut und weiter so :blumengabe:

Frida
25.09.2006, 15:39
hi bibi,

das machst Du!!!

habe mich jahrelang vorm autobahnfahren gefürchtet und als ich mich dann getrennt hatte, musste ich. wohl oder übel. am anfang herzklopfen, nix gesehen, furchtbare angst...und irgendwann hab ich mir gesagt, dass ich das hinkrieg, verdammt noch mal und es geht sehr sehr viel besser, ich fahr alles, immer mehr- autobahnfahren(bzw. das drauffahren auf die autobahn ) ist immer noch nicht meine lieblingsbeschäftigung, aber es gibt mir ein sehr gutes gefühl von unabhängigkeit und freiheit.

zu wissen, dass man nur reinsitzen muss und überall hin kann, das liebe ich!!

ganz liebe grüße

frida

Inselfreundin
27.09.2006, 13:16
Oh ja, das kenne ich! Habe meinen Führerschein erst relativ spät, mit 20, gemacht. Dann bin ich ein paar mal gefahren und hatte dann einen Unfall. Naja, es war kein richtiger Unfall, sondern einfach Unfähigkeit und falsche Einschätzung meinerseits. Ich habe das damals fabrikneue Auto (damals 4 Wochen alt) meiner Eltern um einen Pfahl gewickelt, so dass die Beifahrertür eingedrückt und natürlich der Lack ab war. Zum Glück haben meine Eltern gut reagiert, ich musste nur den Schaden selbst bezahlen (meine Eltern hatten auch keine Vollkasko). Seitdem bin ich nicht mehr auf den Fahrersitz gestiegen, habe mich einfach nicht getraut. Das ist jetzt 12 Jahre her und letztes Jahr habe ich einen kurzen Fahrversuch mit dem Auto meines Mannes gemacht, war kein wirklicher Erfolg.
Bis jetzt hatte mich das Nicht-Autofahren auch nicht eingeschränkt, da ich entweder mit meinem Mann oder öffentlich fahre, aber jetzt bin ich schwanger und mit Baby wäre Autofahren auch ganz nützlich.
Tja, ich werde mich jetzt wohl auch mal in der Fahrschule anmelden, denn mir fehlt die Routine und der Mut, es von selbst wieder zu lernen.
Ist doch eine tolle Leistung, Bibi! Jetzt musst du nur noch dranbleiben.
Viele Grüße,
Inselfreundin

Bibi1977
29.09.2006, 13:09
Huhu hier,

heute ging es weiter und ich würde am liebsten alle Brocken hinschmeißen und meinen Schein in dem müll werfen.

Es hat alles schon wieder viel besser geklappt mit anfahren und bremsen. Einmal ist der Wagen ausgegangen wat aber nicht so schlimm war. Tja und dann sollte ich auf die Schnellstraße. Da überkam mich dann die Panik. Dirk meinte ich solle Gas geben hab mich aber gar nicht so richtig getraut. So das er es dann gemacht hat und ich nachher heulend übernommen hab. Dirk meinte dann nur das ich mir meine Angst nur einrede und sie voll unbegründet ist. Und wenn ich so weitermachen wil lala Angst einreden ich es lieber sein lassen sollte. Ich weiß das er es anders meinte als er es gesagt hat. Denn so hab ich ihn früher ja kennengelernt.

Aber jetzt schieb ich hier voll die Panik und heule rum da ich meine ich pack das eh nicht. Dirk meint es fehlt mir nur die praxis und die soll ich mir erst mal nur Sonntags und Feiertags oder abends holen wenns leerer ist. Er sagt ich fahre gut und auch Leuten mit Fahrpraxis geht mal der Wagen aus ect.
Aber ich frag mich derzeit nur ob ich´s nicht wirklich sein lassen sollte. Auf der einen Seite der spaß der mir Auto fahren macht, die andere Seite die wirklich unbegründete ANgst wo ich nicht mal weiß warum.

Hab mir jetzt noch nicht mal ne neuen Termin geben lassen. Aber Dirk hat mir die Handynummer aufgeschrieben meinte ich solle mal Sonntag nen bisschen üben und spätestens Mittwoch ihn anrufen. Er glaubt voll an mich wie viele andere auch. Warum kann ich das beim Thema Auto fahren denn nicht selbst?

liebe Grüße eine etwas depremierte und von sich enttäusche Brigitte

Nocturna
29.09.2006, 16:20
Ich habe bisher nur still mitgelesen, aber nun muss ich auch was schreiben, nicht dass du vor lauter Angst das Handtuch wirfst.

Gibt nicht auf, Bibi. Du hattest einen kleinen Rückschlag, na und? Das ist doch menschlich und es gibt überhaupt keinen Grund, alles hinzuschmeißen. Klar wäre es für dich und dein Selbstbewusstsein schöner gewesen, wenn du Stück für Stück ein kleines Erfolgserlebnis aufzuweisen hättest.

Aber so ist das nun mal im Leben. Manchmal bemüht man sich redlich und es gibt trotzdem keinen Fortschritt, sondern es geht sogar noch rückwärts. Ist dir das noch nie früher passiert, in der Schule beim Lernen z.B.? Also mir schon und deswegen finde ich das, was dir passiert ist völlig normal.

Ich habe auch eine Nachbarin, die es auch absolut nicht mit dem Autofahren hat(te). Ich habe sie sogar mal mit meinem Auto gefahren, obwohl das Familienauto zuhause war, weil sie es sich nicht zutraute. Sie hat sich wohl sehr geschämt, obwohl es mir absolut nichts ausgemacht hat und in der Folgezeit habe ich sie immer mal wieder ganz kleine Strecken hier im Ort fahren sehen. Mittlerweile ist sie viel sicherer geworden und sie kramt schon mal das Auto freiwillig raus, wenn es draußen gerade in Strömen gießt. Ich sehe es ihr zwar an, dass sie es immer noch nicht liebt, aber sie überwindet sich doch jedes Mal wieder.

Das schaffst du auch, in ganz kleinen Schritten, mit viel Ruhe und Gelassenheit. Sei nicht so streng mit dir und freue dich auch über kleine Erfolge. Du musst ja nicht morgen auf große Fahrt aufbrechen. Es reicht vollkommen, wenn du es mal bis zum nächsten Supermarkt schaffst.

Apropos Ängste. Ich hatte eine starke Aversion gegen das Tanken, weiß der Geier warum. Ich bin bestimmt schon zig Jahre lang Auto gefahren, habe aber nie getankt, war mir immer irgendwie … unangenehm. Was glaubst du wie peinlich es war, als gestandene Frau nicht zu wissen, wie man am eigenen Auto den Tankdeckel entfernt. Ein netter (fast gar nicht grinsender) Mann hat mir helfen müssen. Seither tanke ich immer selber.

Inaktiver User
29.09.2006, 16:37
Es geht hier doch um Angst...und diese scheint tief in ihr zu sitzen. Gutes Zureden von Seiten des Fahrlehrers oder Gatten werden ihr diese bestimmt nicht nehmen.
Angst ist ein sehr schlechter Fahrer und hat auf der Straße mit anderen Verkehrsteilnehmern nichts zu suchen. Wer eine solche Angst wie Bibi hat, sollte sich nicht einfach so in den Verkehr einreihen.
Diese Angst muss ihr erst genommen werden, sei es durch Fahrpraxis auf dem Verkehrsübungsplatz (und wenn sie dort 1.000 Euronen lässt) oder durch fachliche Hilfe auf diesem Gebiet.

Ich persönlich halte in ihrem Fall absolut nichts davon, wenn man ihr auch noch gut zuredet nach dem Motto: "Du musst nur fahr´n fahr´n fahr´n, Bibi".
Kommt es zu einem Unfall durch ihre Angst und die damit einhergehende Unsicherheit, wird diese Bibi sich nie wieder ans Steuer setzen.

Nein, definitiv nein...wie sie hier ihre Angst schildert, sollte sie nicht auf öffentlichen Straßen fahren. Da gibt es ganz andere Möglichkeiten.

Bibi1977
29.09.2006, 16:46
@Khan,

danke für deine ehrlichen Worte. Allerdings habe ich Angst vor dem normalen Stadtverkehr bzw. vor dem Verkehr generell da ich immer meine es passiert was, ich kann nicht schnell genug reagieren. bin zu langsam die anderen Hupen usw. Da nützt mir leider auch der Verkehrsbungsplatz nichts da dort doch weniger los ist als im normalen Straßenverkehr. Und auch ne Therapie nicht denn da lerne ich leider auch nur was ich für Ängste habe aber nicht wie ich die beseitigen kann. Es ist ja nicht so das ich nicht fahren kann. Und Dirk meinte auch das wenn die Angst mal kommt beim fahren sollte ich einfach an den Rand durchatmen und weiter. Ich habe ja heute auch gemerkt das es schon besser ging bis halt die Schnellstraße kam/eine für mich neue Situation. Manchmal mach ich mich verrückter als nötig. ich glaube das ist mein eigentliches Problem ;-) Was kann man den dagegen machen?

Inaktiver User
29.09.2006, 16:58
Ich würd ja jetzt sagen, wirf mal was Beruhigendes ein...aber das in Verbindung mit einer Teilnahme am Straßenverkehr.....

Du brauchst Praxis, Bibi. Aber ich bin dagegen dir jetzt dazu zu raten, dich mit einem Fahrzeug in den Stadtverkehr zu stürzen.
Ich kenne diese überängstlichen Fahrer, sehe wie fahrig sie sind, wie sehr sie schwitzen...sehe auch, dass sie eigentlich mit der Situation überfordert sind. Wenn die zu einer plötzlichen schnellen Reaktion gezwungen wären...das ging sicher nicht gut aus.

Es gibt doch sicher mehr Leute wie dich, die Angst vor dem Fahren haben. Die muss man ja nicht unbedingt hier bei Brigitte suchen. Versuche es doch mal bei Google.

Inaktiver User
29.09.2006, 17:01
Versuch es doch mal hier:
Link (http://www.med1.de/Forum/Psychologie/77697/1/) oder hier (http://www.onlineberatung-therapie.de/stoerung/angst/angst.html)

Das Internet ist voll davon, sehe ich gerade.

Bibi1977
29.09.2006, 17:07
Erst mal danke für die beiden Links. Werde mir die nachher mal anschauen. Wie drück ich mich jetzt am besten aus? Ich habe meinen Schein ohne Angst gemacht und bis auf die Autobahnsituation heute morgen merkt man mir das beim fahren auch nicht an. Ich fahre gerne aber diese Angst ist in mir drin und hat mich bisher am fahren gehindert da ich mich vorhher schon wahnsinnig gemacht habe was alles passieren könnte. Und somit gar nicht erst ans Steuer gesetzt habe. Mein Fahrlehrer Dirk sagte das ich immer noch gut fahre und es halt diese innerliche Angst ist die mich hindert dies täglich zu tun. Und die müsste ich irgentwie ausschalten können da sie ja unreal ist. Klar kann mal was passieren, muss aber nicht. Nur wenn man nicht fährt weiß man es nicht. Ich brauche wirklich Erfahrungen/Praxis und ich üb jetzt erst mal wenn´s leer ist.

Trotzdem vielen lieben Dank

Nocturna
29.09.2006, 17:10
Das klingt so, als ob es ein unverantwortliches Risiko wäre, Bibi auf die Straße zu lassen, was ich übertrieben finde. Außerdem wäre zu klären, wo Bibis Zielsetzung denn nun genau liegt. Wenn Bibi in der Lage sein möchte, ihre Kids von der Schule abzuholen, wenn einer mal unter heftigen Bauchschmerzen leidet, dann sehe ich da null Problem. Für den Fall, dass sich Bibi auf Ferienfahrten in unbekannte Gegenden stürzen will, dann würde ich auch raten, noch ein wenig länger mit begleitetem Fahren zu üben.

Der Fahrlehrer hat Bibis Ängste unterschätzt und sie zu früh auf die Schnellstraße losgelassen, sein Fehler. Es wäre geschickter gewesen, weiter am Aufbau eines gesunden Selbstvertrauens zu arbeiten.
Bibi ist doch die Erste, die merkt, wenn es irgendwo problematisch wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich kamikazemäßig auf die Highways stürzt. Was sie aber bestimmt demnächst zutrauen kann, sind kleinere Fahrten in gewohnter Umgebung. Und natürlich kann sie auf Verkehrsübungsplätzen oder großen leeren Parkplätzen Selbstvertrauen gewinnen.

Nur eines sollte sie nicht tun, nämlich aufhören.

Inaktiver User
29.09.2006, 17:10
Ich bin kein Psychologe, würde aber aus der Ferne einfach mal auf eine Angststörung tippen. Sowas müsste dann auch behandelt werden.
Deine Art der unbegründeten Angst ist vielleicht nicht einfach nur durch Fahrpraxis zu nehmen. Jedenfalls ist das Internet voll von Informationen, wie ich eben sah. Was du letztendlich damit anfangen kannst und ob überhaupt...das weiß ich natürlich nicht.

Inaktiver User
29.09.2006, 17:14
Das klingt so, als ob es ein unverantwortliches Risiko wäre, Bibi auf die Straße zu lassen, was ich übertrieben finde. Außerdem wäre zu klären, wo Bibis Zielsetzung denn nun genau liegt. Wenn Bibi in der Lage sein möchte, ihre Kids von der Schule abzuholen, wenn einer mal unter heftigen Bauchschmerzen leidet, dann sehe ich da null Problem. Für den Fall, dass sich Bibi auf Ferienfahrten in unbekannte Gegenden stürzen will, dann würde ich auch raten, noch ein wenig länger mit begleitetem Fahren zu üben.

Der Fahrlehrer hat Bibis Ängste unterschätzt und sie zu früh auf die Schnellstraße losgelassen, sein Fehler. Es wäre geschickter gewesen, weiter am Aufbau eines gesunden Selbstvertrauens zu arbeiten.
Bibi ist doch die Erste, die merkt, wenn es irgendwo problematisch wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich kamikazemäßig auf die Highways stürzt. Was sie aber bestimmt demnächst zutrauen kann, sind kleinere Fahrten in gewohnter Umgebung. Und natürlich kann sie auf Verkehrsübungsplätzen oder großen leeren Parkplätzen Selbstvertrauen gewinnen.

Nur eines sollte sie nicht tun, nämlich aufhören.

Das ist wieder sowas von typisch...
Natürlich ist es unverantwortlich, sie mit dieser großen Angst auf die Straße zu lassen. Das regt mich massiv auf.
Wenn sie Angst hat, ist sie unkonzentriert, ist nervös, macht Fehler. Ich mag Unrecht haben, doch ich möchte ängstliche Menschen nicht hinter dem Steuer eines Fahrzeuges sehen, das am Straßenverkehr teilnimmt. Da könnte wer weiß was passieren.

So, wie sie ihre Angst schildert, ihre Panik, ihre Weinanfälle...das ist keine mangelnde Fahrpraxis.

Bibi1977
29.09.2006, 17:25
Du magst Recht haben, auf der anderen Seite schau ich mir mal die ganzen Raser an die fahren als wären sie alleine auf der Straße. Ich glaube die sind noch ne viel größere Gefahr. Es ist ja nicht so das ich nen Verkehrshinderniss bin denn ich kann ja fahren. Es ist nun mal "nur" eine Angst in mir die mich gehindert hat / hindert zu fahren wie alle anderen es auch tun. Und Fehler kann jeder machen auch Leute die ihren Schein schon 30 Jahre haben. Oder auch Fahrlehrer ect. Dann dürfte gar keiner Auto fahren.

Nocturna
29.09.2006, 17:28
Was ist typisch? Dass ich deiner Argumentation zwar folgen kann, aber nicht zustimme? Oder typisch Frau oder typisch ich?

Ich kann nur nach dem urteilen, was ich in diesem Thread gelesen habe. Und ich glaube, dass es Bibi sehr wohl schaffen wird, und zwar ohne Gefährdung des übrigen Straßenverkehrs, wenn ihr Fahrlehrer behutsam und nicht im Hauruck-Verfahren mit ihr übt.

Klar, es kann die eine oder andere Situation kommen, die nicht astrein läuft. Aber wer ohne Fehler fährt, der hebe die Hand. Bibi ist sich, denke ich, ihrer Defizite bewusst und sie kann vorerst ihr unangenehme Situationen meiden (Schnellstraßen, Autobahnen, usw).

Auch wenn Bibi defensiv (höflich umschrieben für ängstlich, etwas unsicher)fährt, dann ist sie mir allemal lieber als irgendwelche Raser, Promillefahrer, Handytelefonierer, Drängler, Senioren, die halb taub und blind sind, usw.

Inaktiver User
29.09.2006, 18:02
Typisch ist, dass es hier immer wieder zu solchen Ratschlägen kommt. Der "Berater" muss ja auch nicht die Konsequenzen tragen. Respekt vor dem Stadtverkehr ist eine Sache, Bibis Angst eine ganz andere.

Ist mir jetzt auch wurscht. Ich habe meinen Senf dazu gegeben, mache mich jetzt mit dem Auto auf ins Wochenende und wünsche ein schönes Selbiges.

ReginaM
29.09.2006, 19:13
So, wie sie ihre Angst schildert, ihre Panik, ihre Weinanfälle...das ist keine mangelnde Fahrpraxis.

Das ging mir auch durch den Kopf!

Bibi, du schreibst: Und auch ne Therapie nicht denn da lerne ich leider auch nur was ich für Ängste habe aber nicht wie ich die beseitigen kann.

Ich würde mal sagen, je mehr du über die Hintergründe deiner Angst weißt - und da sind garantiert Hintergründe - desto leichter wird es für dich, damit umzugehen.

Inaktiver User
04.10.2006, 11:29
also für mich klingt das einfach nur danach, dass du, wenn du mit anderen auto fährst die verantwortung für dein tun an die anderen abgibst: fahrlehrer, beifahrer. das geht aber nicht und es bringt dich schon gar nicht weiter, wenn dir ständig jemand reinquatscht.

überprüfe dich mal selbst, wenn du mit deinem mann auto fährst und es kommt zu einer situation bei der du unsicher wirst, wie reagierst du? du fragst deinen mann, richtig? das geht nciht, du musst selbst die entscheidungen beim auto fahren treffen und deine eigenen erfahrungen machen.

also noch mal mein rat: nimm das auto, mach den tank voll und fahre einen ganzen tag lang von morgens bis abends OHNE einen beifahrer, ganz alleine. dann MUSST du entscheidungen treffen und du wirst erkennen, dass es auch ohne tipps von anderen geht. fahr erst einmal in ruhigere gegenden, dann mit mehr verkehr und dann auf die autobahn. fahr einfach mal 100 - 200 km. fahr in eine unbekannt stadt usw....es wird gehen, wenn du auf dich alleine gestellt bist, weil es gehen muss. nur mut, auto fahren ist kinderleicht, wenn man sich darauf einlässt. :smile:

Nordfrau
28.10.2006, 20:03
Liebe Bibi, mach ruhig weiter mit dem Autofahren. Aber lass dir Zeit, heb Dir die Schnellstrasse für später auf, wenn Du Deine Sicherheit wiederrgefunden hast. Ich finde es prima, dass Du dagegen angehst und wieder Fahrstunden nimmst. Ich red hier so rum.... Dabei geht es mir ja auch so, bin aber noch nicht so weit wie Du. Nach dem Unfall meines Mannes vor drei Jahren habe ich aufgehört mit Autofahren, obwohl ich bis dahin begeisterte Fahrerin war. Irgendeine blöde Angst. Und die grösste Angst habe ich beim Anfahren am Berg. Besonders, wenn der Hintermann direkt an der Stossstange hängt. Panik! Aber die hatte ich als überzeugte Flachländerin auch in meinen besten Zeiten (und ich war eine klasse Fahrerin, Khan). In die Therapie gehe ich deshalb nicht gleich. Dein Beispiel gibt mir Mut. Ohne selbst zu fahren, fühle ich mich so eingeengt. Ich werde es auch wieder versuchen. Wir können ja langsam fahren, anhalten, wenn die Angst kommt, na und?
Liebe Grüsse