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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Flieder aus Garten entfernen



muggl
22.09.2006, 11:25
Hallo!

Hoffe, Ihr haltet mich nicht für eine Gartensünderin... :zwinker:

... Aber es geht darum, dass ein Fliederbusch von einer sehr ungünstigen Stelle im Garten möglichst endgültig entfernt werden soll. Er wird dort nicht glücklich und wir mit ihm auch nicht. :smirksmile: (Viel zu eng, wenig Platz und Licht, nah am Gebäuden)

Habt Ihr Tipps & Tricks wie man dabei am besten vorgeht?
Er wurde schon immer klein gehalten, zurückgeschnitten und jetzt sogar ziemlich radikal. Nun treibt er natürlich rundrum aus und es bildet sich schon fast ein 'Fliederbodendecker', überall kommen kleine Flieders raus :ooooh:.

Muss das Wurzelwerk ausgegraben werden? Gibt es Alternativen? Hilft vielleicht, immerzu alle Triebe wegschneiden, bis er 'tot' :niedergeschmettert: ist?
Wie gesagt, die Stelle ist sehr ungünstig und eng. Das komplette Erdreich nach Wurzeln zu durchbuddeln wäre schon verheerend. Bzw. ist es überhaupt möglich...?

Freue mich über Erfahrungen und Tipps!

Danke Euch,

Muggl

Yeti
22.09.2006, 12:31
Flieder ist ein Wurzelunkraut und wie du richtig erkannt hast, ist er schwer zu bekämpfen. Du kannst ihn wachsen lassen und dann, wenn er genügend Blattmasse hat, er sprießt wie ein junger Gott, mit Round up behandeln (ooohhh, wie gemein). Dann kannst du nur hoffen, daß er aufgibt.

*schnief* Der arme Flieder ...

:heul:

muggl
22.09.2006, 15:14
*schnief* Der arme Flieder ... :heul:


Na, Du hast ihn 'Unkraut' genannt! :zwinker:

Danke, Yeti, für die Info!
"Round up"? Ist das eine Art 'Vernichter'? Urg... Tötet das dann alles? *apokalypse ausmal* :unterwerf:
Werd Round up mal googeln.

Grüße!!

Muggl

muggl
22.09.2006, 15:33
P.S.: Oke, habe inzwischen immerhin mitbekommen, dass Round up "ein selektiv wirkendes Herbizid ist, das nur über direkten Kontakt mit der Pflanze über die Blätter aufgenommen und in die Wurzeln geleitet wird, so dass die Pflanze abstirbt. Es 'verseucht' dabei nicht den Boden." - Genau das wird von anderen "Experten" aber bestritten, als Schönrederei z.B. der Herstellerfirma. :knatsch:

Klingt jedenfalls gruselig ... *seufz*
Brutal, brutal.

Ich bin sonst übrigens wirklich eine Pflanzenfreundin! Ich mag sie und sie mögen mich. :unterwerf:

Yeti
22.09.2006, 16:20
Die Pflanzen strecken sifch bis die Zellwände platzen. Der Vorteil ist, daß der Wirkstoff durch die gesmte Pflanze transportiert wird.

Himbeersirup ist Round up gewiß nicht. Die Gegner sollten bedenken, daß bei den strengen Pflanzenschutzmittelbestimmungen hierzulande kaum ein stark schädigendes Mittel zugelassen wird.

Fleisch essen ist da viel gefährlicher. :ooooh: :freches grinsen:

Tabea
22.09.2006, 16:28
Ich habe einem Efeu den Garaus gemacht, indem ich einen Kupfernagel hineingekloppt habe. Ist vielleicht einen Versuch wert...
Viel Erfolg!
Tabea

muggl
22.09.2006, 17:52
... , indem ich einen Kupfernagel hineingekloppt habe. ...

Und allein das hat ihn hinweggerafft? Wow.
Für massive Stücke mit Stamm bestimmt eine interessante Idee.

So viele kleine Ausleger wie da inzwischen rauskommen, bräuchte ich sehr viele, sehr kleine Nägel... Hihi, vielleicht sollte ich ihn tackern!! :lachen:

Stimmt, Yeti, eine zweite Elfenbeinküste werde ich schon nicht anrichten, wenn das Zeug immerhin zugelassen ist... :knatsch:

Danke!

Grüße
Muggl

Waldmeisterin
29.09.2006, 12:06
Ja - mit Kupfernagel in den Stamm kann man auch größere Bäume morden. Das kümmert aber die "Stockausschläge" nix. Das ist der schon beschriebene Nachwuchs aus dem bewurzelten Überrest.

Round up ist ein hochwirksames Herbizid. Auch wenn es den Boden wirklich nicht verseuchen sollte - Gift ist Gift. Wer das nicht will dem bleibt die Möglichkeit einer gründlichen Stockrodung. Vielleicht mühsam. Aber wenn man's sorgfältig macht ist dann wirklich Ruhe. Und außerdem kann man dann gleich neue Pflanzen/neues Saatgut in den umgegrabenen Boden einbringen.

Asphaltblume
30.09.2006, 21:03
Ich weiß nicht, ob es Raundup war - aber ein Nachbar hat versucht, seinen Flieder mit einem Pflanzenvernichtungsmittel an der Ausbreitung zu hindern.
Jahr 1: Fliederlaub wurde häßlich und braun, auch an den Ablegern. Nachbar sägte Flieder ab, zurück blieb ein Stumpf.
Jahr 2: Aus und um den Stumpf kamen noch ein paar kümmerliche neue Triebe mit kränklichen, gelblichbleichen Blättern.
Jahr 3: Wieder kränkliche Triebe mit gelblichbleichen Blättern, aber nicht mehr ganz so gelblich.

Naja, das ist jetzt so ungefähr 6 Jahre her, inzwischen sieht der Flieder wieder ziemlich gesund aus, blüht sogar wieder, und der Nachbar schneidet nur noch verbissen jedes Jahr die Wurzelbrut weg.

Yeti
01.10.2006, 18:41
Flieder ist ein Wurzelunkraut

... hatte ich ja eingangs gesagt ...

:smirksmile:

muggl
02.10.2006, 15:57
ohweh :knatsch:
:smirksmile:

"Stockrodung" bedeutet für Laien 'komplett abscheiden und auch ausbuddeln'?

Asphaltblume
02.10.2006, 20:43
Ja, vor allem das Komplettausbuddeln.

muggl
03.10.2006, 09:44
Huhu kurz nochmal!

Hinsichtlich "Roundup" et al. sind wir so verblieben, dass wir es besser einen Fachmann (Landschaftsgärtner) machen lassen, falls wir es überhaupt verwenden.

Drauflosbuddeln ist an der Stelle etwas heikel, weil dort unter der Erde empfindliche Leitungen verlaufen. Mal sehen, ob man die vorher identifizieren und freilegen kann.

Das mit dem Kupfernagel war mir neu und muss ich mir merken! Geht das bei allen Pflanzen/Bäumen mit Stamm? Wie ist es mit Büschen und Sträuchern (nicht Flieder, sowas für größere Hecken und Böschungen)?

Danke für Eure Tipps! :yeah:

Grüße!

Muggl

Asphaltblume
03.10.2006, 11:49
Wo willst du deine Hecke denn nageln? :wie?:
Im Ernst, so wie ich das tückische Baummeuchelverfahren kenne, muss man den Kupfernagel in den Stamm schlagen, damit das Gehölz vergiftet wird, und für eine Hecke bräuchte man viele viele kleine Nägelchen.

muggl
03.10.2006, 15:24
Sag ich ja: tackern! :freches grinsen:

Ich hab mich/Euch das gefragt, weil unsere Nachbarn zB eine riesige Aktion vorhaben, mit Bagger durch den halben Block (sprich durch Nachbars Gärten) und in einem einzigartigen Vernichtungsfeldzug :zwinker: ihre gesamte Böschung (mit div. Büschen, Baumähnlichem etc.) herausreißen und im Großen abtransportieren, wieder durch Nachbars Gärten. Da dachte ich, ob man das nicht anders haben könnte... Aber klar, dass das in dem Gestüp kaum klappt.

Für meine Allgemeinbildung: Durch das Kupfer geht der Baum durch und durch ein, als hätte man ihn mit einem Herbizid vergiftet?

Gruß!

Muggl

Asphaltblume
03.10.2006, 15:32
Ich hab eben mal gegoogelt, und anscheinend ist das eine Legende, auf diese Art kann man keinen Baum töten. Hier kannst du was über einen Versuch der Staatsschule für Gartenbau an der Uni Hohenheim dazu nachlesen:
http://www.zeit.de/archiv/1999/20/199920.stimmts_kupferna.xml

muggl
14.10.2006, 11:54
Ich hab eben mal gegoogelt, und anscheinend ist das eine Legende, auf diese Art kann man keinen Baum töten.


:erleuchtung:

Danke für den Link. Interessant! Denke auch, das Bäume doch allerhand aushalten.
Hatte hier im Strang jemand erzählt, dass es funktionierte? :zwinker: (Aber da wars ein Efeu, genau. Das sollte man nach Hohenheim melden... :lachen: )
Ich hab schon fantasiert, warum in D dann nicht mehr der berühmten fiesen Nachbarn nachts über den Zaun klettern und hämmern... :smirksmile:.