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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Versicherungsmakler?



LaFleur
18.09.2006, 20:41
Was ist eigentlich von Versicherungsmaklern zu halten? die nicht fuer eine Versicherungsgesellschaft arbeiten, sondern angeblich das beste fuer mich massgeschneidert herausfinden?

Kann man hier eine *einigermassen* serioese Beratung erwarten?

Oder am besten gleich die Haende davon lassen? Oder oder oder...???

;-)
La Fleur

Mathilde
18.09.2006, 21:16
Das kommt auf den Makler an! Es gíbt wie überall sonne und solche....

Mathilde

Inaktiver User
19.09.2006, 10:37
Hallo LaFleur.

Es gibt nur zwei Adressen für Versicherungen:

1) Den gerichtlich zugelassenen Versicherungsberater (Rechtsstand wie Rechtsanwalt oder Notar), welcher gegen Honorar arbeitet und Empfehlungen ausspricht aber in keinem Fall Versicherungen vermittelt ("Honorarberater" die beides tun, sind keine echten Honorarberater sondern schmücken sich meist zu Unrecht mit diesem Titel). Der gerichtlich zugelassene Versicherungsberater hat den Überblick über den gesamten Versicherungsmarkt. Den echten Versicherungsberater (davon gibts etwa 20 Stück in Deutschland) findest Du unter http://www.bvvb.de

2) Den guten Versicherungsmakler. Dieser sollte im Idealfall das selbe tun wie ein Versicherungsberater allerdings ohne Honorar-Forderung. Seinen Verdienst bezieht über die Courtage der Versicherer. Dies kann ein Nachteil sein, weil einzelne schwarze Schafe nicht den Kundenvorteil sondern den Courtagevorteil im Auge haben könnten. Dafür besteht aber auch die Möglichkeit, daß ein gute Versicherungsmakler von den Versicherungen besonders Leistungsstarke Sondertarife zur Verfügung gestellt bekommen, welche selbst einem Versicherungsberater nicht bekannt sind und welche auch nach der Beratung durch den Versicherungsberater nur durch einen Makler zur Verfügun gestellt werden können.

Selbst wenn Du Dich also für den Gang zum Versicherungsberater entscheidest, sollte der zweite Gang (damit Du die Empfehlungen des Versicherungsberaters auch in die Tat umsetzen kannst) immer zum unabhängigen Versicherungsmakler sein.

Alle anderen Möglichkeiten sind Augenwischerei auf der Suche nach optimalen Produkten. Oder glaubst Du, daß der Generalagent der Pfefferminzia, bei der Du eine gute Autoversicherung hast, Dich zur Orangia-Versicherung schickt nur weil seine Privathaftpflicht vielleicht nicht so gut ist?
Sicherlich nicht: Er wird Dir seine schlechte PHV als eine gute verkaufen...

Bei anderen Ausschließlichkeitsvermittlern (wie sie sich auch immer nennen mögen) oder Strukturvertriebsvermittlern (die zwar meist mehrere Produkte anbieten könnten) verhält sich die Sachlage ebenso...

Schöne Grüße und viel Erfolg bei der Suche nach dem richtigen Vermittler und den richtigen Produkten.

justii-g

Inaktiver User
25.09.2006, 08:30
Die picken natürlich nur die Gesellschaften raus, von denen für die am meisten abspringt. Nie wieder! Heute kann man doch ganz leicht den Vergleich selbst anstellen.

Inaktiver User
26.09.2006, 01:09
Heute kann man doch ganz leicht den Vergleich selbst anstellen.

Ein weitreichender Irrtum.

Einen Beitragsvergleich kann heute jeder selbst durchführen.
Ein Bedingungsvergleich ist in vielen Versicherungssparten schon für den Fachmann nicht einfach, geschweige denn für den Laien.

Nehmen wir z.B. die Kfz-Versicherung von 178 gängigen Versicherungsgesellschaften. Ein Beitragsvergleich - kein Problem!
Und jetzt nehmen wir nur die günstigsten 10 Gesellschaften und Du sagst mir die 5 gravierendsten Bedingungsunterschiede zwischen diesen 10 Gesellschaften:
-
-
-
-
-
Da bin ich aber mal gespannt. Und dann machen wir uns an die restlichen Versicherungssparten. Ok? Aber vorher bitte die nächsten Wochen Urlaub nehmen...



Die picken natürlich nur die Gesellschaften raus, von denen für die am meisten abspringt.

Eine wirklich gute Privathaftpflicht ohne Selbstbeteiligung (Versicherungssumme 10 Millionen Euro) kostet eine Familie heute unter 60.-Euro. Die Provisionsunterschiede zwischen den einzelnen Gesellschaften macht maximal 4% bis 5% des Nettobeitrages aus. Rechne doch mal anhand Deiner Privathaftpflicht aus, ob sich hier ein falscher Rat wirklich so sehr finanziell rentieren würde wie dies in Deiner Phantasie der Fall ist...

Und das bei vollem Haftungsrisiko?
*ggggg* Da ist wohl die Phantasie etwas mit Dir durchgegangen *gggg* Sicherlich gibt es hier oder da mal ein schwarzes Schaf (wie überall), aber dies zu generalisieren ist einfach Quatsch. Aber aufgrund dieser Phantasien haben die Ausschließlichkeitsvermittler auch so viel Angst vor den Maklern:
http://user564.terra-hosting.de/Luegen1.pdf
http://user564.terra-hosting.de/AnonymeDrohung.wav

Eine gute Nacht und schöne Träume...

justii

Tomek
26.09.2006, 21:43
Wobei es Versicherungsberater gibt, deren Ehefrau als Maklerin arbeitet....

Inaktiver User
26.09.2006, 22:04
Wobei es Versicherungsberater gibt, deren Ehefrau als Maklerin arbeitet....

Hallo.

Ich kenne einige dieser gerichtlich bestellten Versicherungsberater südlich der Linie Nürnberg-Ludwigshafen und Du siehst mich verwundert... Welche wären dies?

Oder ist das einfach eine Vermutung?

lg. justii

Tomek
27.09.2006, 21:49
Nicht so weit im Süden, Justii

Inaktiver User
27.09.2006, 23:19
Nicht so weit im Süden, Justii

ahaaaa....
Gut daß ich auch ein Büro in Hamburg und in Ahaus habe. Da muß ich mich mal weiter oben auf der Landkarte umhören.

Bei solchen Sachen bin ich schon immer wieder mal neugierig.

lg. justii

sani30
21.10.2006, 21:06
Herrlich.
Justii, ganz nebenbei bemerkt, Du weißt wovon Du sprichst.
Ich finde das genial..... !!!!
Ohne Schmarrn..... !!!!

Du setzt Dich mit der Materie auseinander und weißt ganz genau, dass das was Du schreibst den Fakten entspricht.

Das nenne ich Qualifizierung.......

Nicht jeder der früher mal LKW gefahren ist, oder Brötchen verkauft hat ist qualifiziert genug Versicherungen zu verkaufen.

Es gibt sooooo viele schwarze Schafe, die da "draußen" rumlaufen. Und genau die, machen diese Branche kaputt. Jeder "Verbraucher" sieht der Versicherungsmaterie skeptisch entgegen. Und warum ist das so? Weil es genug Müll gibt, die verkaufen wollen und nur ihr Geld/ Prov. sehen.

Anders, so empfinde ich es jedenfalls, ist es bei den Maklern. (Achtung aber auch hier.......den Begriff Makler kann jeder annehmen...... !!!!) Die sind in der Regel tatsächlich unabhängig...... Aber man sollte bei der Wahl auch darauf achten ob es ein Wald und Wiesenmakler ist, oder ob er einer Genossenschaft angehört.

Gehört nämlich der Makler einer Genossenschaft an, dann kann er nicht so leicht verkaufen wie er es gern hätte. Hier sind u.a. Beratungsprotokolle zu führen und alles muss 1000 % Ordnung haben. Dies wird auch immer wieder aufs Neue geprüft.....

Ein "richtiger" Makler, darf z.B. keine null-acht-fünfzehn Angestellte einstellen, weil die nämlich im Falle der Abwesenheit desgleichen "qualifiziert" genug sein MUSS um den Laden ordentlich weiter zu führen.....

Ein ordentlicher Makler schaut nicht darauf ob er z.B. für eine KFZ 3 oder 8 % Courtage einheimst. Ein ordentlicher Makler achtet darauf, dass der Kunde gut beraten und AUFGEKLÄRT ist......

Und ob man gut beraten ist, merkt der Kunde ganz einfach im Gespräch..... Man merkt doch ob das Gegenüber nur verkaufen will oder ob es eine anständige Beratung ist......

So seh ich das........

Inaktiver User
23.10.2006, 07:32
Schönen Dank für die Blumen *lalala...*
Schönen Dank wie lieb von Dir... *lalalala...*

Hihihi... Brötchen backen tu ich nur für meine Familie und Lkw gefahren bin ich bei der Bundeswehr ;-) Oh Gott, ist das lang her. Darf ich gar nicht weiter darüber nachdenken...

lg. justii

scorpion69
26.10.2006, 11:06
Doch leider gibt es genügend Makler welche nicht nach den Richtlinien beraten. Komischer Weise bekommen die Makler die höchsten Provisionen auf dem Markt und leben nicht nur von den überhöten Sach Courtagen. Wichtig ist einen Vertreter seines Vertrauens zu gewinne ob Makler oder Ausschlieslichkeit und ob die PHV jetzt ein paar Euro mehr oder weniger kostet ist doch unwichtig wenn mir mein Vertreter meine Fragen beantworten kann und mir auch hilft wenn etwas nicht reibungslos läuft.

Inaktiver User
26.10.2006, 11:29
Ich bin Kunde bei MLP und bisher ganz zufrieden. Ist sicher auch immer vom Makler persönlich abhängig, ob man da gut aufgehoben ist oder nicht - schwarze Schafe gibt es übrall...

Inaktiver User
26.10.2006, 11:32
Was hilft es mir wenn mein Versicherungsvertreter (Ausschließlichkeit) meine Fragen beantworten kann und mir hilft, wenn etwas nicht reibungslos läuft, wenn die Versicherungsbedingungen nicht passen. Zahlt er mir dann meinen Schaden? Sicher nicht!
Ich will damit nicht sagen, daß bei allen Ausschließlichkeitsvermittlern die Bedingungen nicht stimmen. Aber wenn Sie nicht stimmen, dann kann er dem Kunden nicht weiterhelfen, denn zum Wettbewerber wird er ihn kaum schicken. Und da beginnt spätestens das Problem...

Sicher bekommen Makler u.U. höhere Courtagen. Du verschweigst aber dabei, daß viele Generalagenten (o.ä.) zu ihren geringeren Provisionen ein gutes Festgehalt oder Bürozuschüsse (oder wie immer man das tarnen möchte) bekommen, das diesen Courtagevorteil des Maklers bei weitem wieder zunichte macht.

Wenn schon, dann wollen wir doch mit offenen Karten spielen oder? Dabei tun sich Ausschließlichkeitsvermittler ja eh schwer. Ich möchte in diesem Zusammenhang nochmal an diese beiden Dokumente erinnern:
http://user564.terra-hosting.de/Luegen1.pdf
http://user564.terra-hosting.de/AnonymeDrohung.wav

Schöne Grüße

justii
PS: Nach welchen Richtlinien berätst Du, auf die Du Dich gegebenenfalls berufen kannst?

Inaktiver User
26.10.2006, 16:13
Doch leider gibt es genügend Makler welche nicht nach den Richtlinien beraten. Komischer Weise bekommen die Makler die höchsten Provisionen auf dem Markt und leben nicht nur von den überhöten Sach Courtagen. Wichtig ist einen Vertreter seines Vertrauens zu gewinne ob Makler oder Ausschlieslichkeit und ob die PHV jetzt ein paar Euro mehr oder weniger kostet ist doch unwichtig wenn mir mein Vertreter meine Fragen beantworten kann und mir auch hilft wenn etwas nicht reibungslos läuft.

Also ich mag die einfache und unkomplizierte Weltsicht von Scorpion69 :) kann mich gar nicht sattlesen ....

Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
26.10.2006, 17:04
Also ich mag die einfache und unkomplizierte Weltsicht von Scorpion69 :) kann mich gar nicht sattlesen ....

Gruß Austernschluerfer

*loooool*

Ja, da muß ich fast zustimmen :-)

scorpion69
27.10.2006, 10:56
ich würde gerne von justi erfahren welcher normale Makler für sich eigene Versicherungsbedingungen gestrickt bekommt. Auch ein Makler kocht nur mit Wasser. Und inzwischen bieten viele Gesellschaften ihrem Ausschlieslichkeits Vertreter sogenannte Ventillösungen an um Risiken die sie selber so nicht zeichnen woanders unter zu bringen. Also kann auch hier auf den Kunden richtig eingegangen werden.

Inaktiver User
27.10.2006, 11:05
Und inzwischen bieten viele Gesellschaften ihrem Ausschlieslichkeits Vertreter sogenannte Ventillösungen an um Risiken die sie selber so nicht zeichnen woanders unter zu bringen. Also kann auch hier auf den Kunden richtig eingegangen werden.

Mit einer Ventil-Lösung? *ggggg*
"Lieber Kunde, ich kommt vom Beitrag nicht an die Konkurenz heran. Damit ich aber nicht aus dem Rennen bin, habe ich für Dich eine Notlösung. Ein leistungsgemindertes und damit günstigeres Produkt bei einer Partnergesellschaft."

Wer will denn schon eine Notlösung haben? Ich meine, außer dem Ausschließlichkeitsaußendienst, damit der Kunde ja nicht aus den Fingern gelassen werden muß...

Sorry, aber wenn das Dein Ei des Columbus für diese Fall ist...

Schönen Tag.

justii

Inaktiver User
27.10.2006, 11:13
ich würde gerne von justi erfahren welcher normale Makler für sich eigene Versicherungsbedingungen gestrickt bekommt.

Im Prinzip sehr viele. Und wenn nicht alleine, dann über einen Makler-Pool oder Verband. Unsereins versucht halt nicht, den Kunden durch ein Ventil zu drücken sondern Gesellschaften, die nicht leistungsbereit sind, bleiben einfach im Filter hängen und kommen gar nicht zum Kunden.

Gesellschaften, die also angeboten werden wollen, müssen Leistung zeigen.

Der Unterschied kann so vielleicht deutlicher erklärt werden:
=> Gesellschaft & Ausschließlichkeitsvermittler: Der unkundige Bürger ist Kunde. Vermittler und Gesellschaft sitzen in einem Boot.

=> Gesellschaft & Versicherungsmakler: Der kundige Makler ist der Kunde. Erst wenn dieser anhand seines Fachwissens überzeugt ist, "kauft" er das Produkt und empfiehlt es weiter. Der Makler sitzt mit seinen Mandanten im Boot.

Aber wie gesagt. Verbesserte Bedingungen gegenüber den Standard- oder Normalbedingungen der Gesellschaften sind in vielen Fällen aus dem Makler-Alltag gar nicht mehr wegzudenken.

Liebe Grüße

justii

scorpion69
27.10.2006, 11:18
Verbesserte Bedingungen müßen genehmigt werden und dieses lassen für Makler nur sehr wenige Gesellschaften machen. Ventillösungen sind nicht wegen der Prämie sonder des Bedingungswerkes. Doch scheinen sich manche Makler gerne beschwindeln zu lassen.

Inaktiver User
27.10.2006, 11:37
Verbesserte Bedingungen müßen genehmigt werden und dieses lassen für Makler nur sehr wenige Gesellschaften machen. Ventillösungen sind nicht wegen der Prämie sonder des Bedingungswerkes. Doch scheinen sich manche Makler gerne beschwindeln zu lassen.

Selbst wenns so wäre, wärs immer noch besser als den Kunden zu beschwindeln oder?

Immerhin haftet der Makler für seine Aussagen. Und der Ausschließlichkeitsvermittler?

Da jedoch offensichtlich bei Ausschließlichkeitsvermittlern mehr Gerüchte denn Wissen über den Maklerstand vorhanden ist, rate ich auch hier dazu, zunächst einmal Bildung nachzuholen. Verwunderlich ist das nicht, da es kaum Makler gibt, die sich danach zum Ausschließlichkeitsvermittler zurück entwickeln.

Bei Maklern ist es ja oft gerade umgekehrt. Sie haben in vielen Fällen eine Ausbildung bei einer Versicherung gemacht und können deshalb die Ausschließlichkeit ganz gut beurteilen.

Schöne Grüße

justii

scorpion69
27.10.2006, 11:41
Was meinst Du wieviel Pseudo Makler sich bei uns bewerben weil sie nicht weiter wissen und wieviel angebote von Makler ich schon gesehen habe welche ganz neben der Kappe waren.

Inaktiver User
27.10.2006, 12:57
Was meinst Du wieviel Pseudo Makler sich bei uns bewerben weil sie nicht weiter wissen und wieviel angebote von Makler ich schon gesehen habe welche ganz neben der Kappe waren.

achja....
Wenn sie nicht weiterwissen? dann sollten sie bei ihrem Maklerbetreuer fragen...

Wenn sie finanzielle nicht weiter wissen, dann wundert mich das doch, nachdem Du oben schilderst, daß Makler so horrende Provisionen erhalten (laut deinen Schilderungen viel mehr als Ausschließlichkeits-Außendienst), die der Kunde dann wieder bezahlen muß...

Merkst Du's denn wirklich nicht?

Zum Rest möchte ich hier nichts sagen, denn behaupten kann hier zunächst mal jeder alles :-)

lg. justii

Inaktiver User
27.10.2006, 13:55
Keep cool, Justii.... der gute Skorpion-soixante neuf...grins ....will doch nur das übliche Spielchen der "Ausschließlichen" spielen...Makler ankacken und selbst nix im Köfferchen haben ausser seinen 3 überteuerten Haustarifchen....kennen wir doch nun schon seit Jahren ...
Schlimm ist daran eigentlich nur, dass die Jungs das auch noch glauben, was ihnen da von ihren Obermuftis erzählt wird.

In diesem Sinne
Austernschluerfer

Inaktiver User
27.10.2006, 14:03
Ja, da hast Du wohl recht.
Aber wenn ich mir das so durch alle Einträge ansehe, was das Stechtierchen so von sich gibt, und mir vorstelle, daß 100.000ende davon die Landen unsicher machen, und genug das auch noch glauben, dann schwappt's eben manchmal über :-)

Reschpekt übrigens: gleich drei Sprachen in einem Satz *lächel*
Das schafft eben nur der Austernschluerfer...

lg. justii

Inaktiver User
27.10.2006, 14:09
Lol...

Austernschluerfer

scorpion69
27.10.2006, 14:15
Neben meiner Türe ist das Büro der Maklerbetreuer und im anderen Gebäudeteil die Sachbearbeiter welche die Anträge der Makler policieren tut mir wirklich leid wenn meine Mitarbeiter solche Fragen stellen würden und so unqualifiziert verkaufen wie der grossteil der Makler dann hätten sie ein echtes Problem. Sicher gibt es bei den Maklern genau so gute Fachleute wie bei den Ausschlieslichkeitsvertretern aber leider halt noch mehr Pseudo Fachleute. Z.B. Verträge ohne S.B. im KV Bereich für Selbständige, oder Privat R.S. welcher für Arbeitnehmer ist den Selbständigen verkaufen oder die komplette Altersversorgung über Aktienfonds. Oder Finanzierungen ohne das Tagegeld zu überprüfen. Sorry hier hört die angebliche optimale Beratung doch auf oder ????

Inaktiver User
27.10.2006, 14:22
...und das Fachwissen* und die Rechtschreibung lernen sie von Dir.
Ok. Du hast mich überzeugt :-)


*Ich meine so Sachen wie den Unterschied zwischen (Einbruch-)Diebstahl und Raub...

sani30
27.10.2006, 15:19
Hallo zusammen,
ich klink mich hier jetzt mal ein.

Es gibt solche und solche. Bei der Ausschließlichkeit und bei den Maklern. Ich arbeite bei einem Verbandsmakler und krieg hier ab und an haarsträubende Geschichten mit. Sei es von der Ausschließlichkeit oder sei es von anderen welche sich "Makler" nennen.

Ich hatte vor kurzen einen Kunden da. Wir haben 3 KFZ berechnet die vorher über die Ausschließlichkeit versichert waren. Erbrachte Ersparnis für diesen Kunden knapp 500,00 EUR (!!!) für seine KFZ.
Vorher lief zwar alles über einen VR, nun sind sie halt alle "verstreut". Dem Kunden, wie aber auch mir blieb der Mund offen. Und das ist leider kein Einzelfall.

So ist es leider nicht nur in der KFZ-Sparte sondern in allen anderen Sparten auch.

Mag sein, dass Makler vielleicht höhere Courtagen bekommen, dass kann ich nicht beurteilen, aber trotzdessen bleibt der gesamte Verwaltungsaufwand doch beim Makler hängen. Bei der Ausschließlichkeit wird ein Antrag weitergeleitet zum Sachbearbeiter und gut ist. Ausschließlichkeit hat seinen Vertrag gemacht und klopft dann alle 5 Jahre mal an um den Vertrag wieder zu verlängern. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass es bestimmt auch Ausnahmen gibt.....

Anderes Beispiel: Mein Vater hatte LW-Schaden, welcher von seinem Ausschließlichkeits- VR abgelehnt wurde. Der zuständige "Vertreter" kümmerte sich nicht, war nicht mal vor Ort und somit sollte mein Vater auf den Kosten sitzen bleiben. Bis sich mein Chef eingeschaltet hat. Fakt: LW-Schaden wurde voll bezahlt. Kann es sowas geben?

Oder sei es seine Unfallpolice. Mein Vater lief über Gefahrengruppe B und war seit Monaten Rentner. Der "Agent" kannte meinen Vater persönlich, sprach ihn aber nie auf die Umstellungsmöglichkeit des Vertrages an. Schlimmer noch, er kam zu Besuch und wollte den Vertrag um weitere 5 Jahre verlängern. Zu unveränderten Konditionen. Da haut es doch einen normaldenkenden den Vogel raus. (Sorry für die Ausdrucksweise)

Bei dem Müll was da draußen so rumläuft (nochmal sorry für die Ausdrucksweise) wundert es mich nicht, wenn der Kunde draußen immer skeptischer und verhaltener gegenüber dem Thema Versicherung wird.

Fakt ist, tatsächlich steht der Makler auf der Seite des Mandanten um seine Interessen zu wahren und zu vertreten. Sei es in Schadenangelegenheiten oder in allen anderen Bereichen. Bei der Ausschließlichkeit habe ich das bisher noch nicht feststellen können.

Das ist meine ganz persönliche Meinung und ich möchte nochmals erwähnen, dass ich mir nicht anmaße alle unter einen Kam zu scheren.

Aber die tagtägliche Arbeit hier lässt mich doch wissen wovon ich spreche.

So nun wünsch ich allen noch ein erfolgreiches Jahresendgeschäft, grins, ob Makler oder Ausschließlichkeit.

LG Sani

Inaktiver User
27.10.2006, 16:12
Ein hervorragendes Schlusswort zu einer unseligen Debatte :)

Austernschluerfer

scorpion69
29.10.2006, 12:29
schade das wir über richtig oder falsche schreibweisen diskutieren.
Ich finde es eher schade wenn sich hier jemand als Fachmann oder Frau ausgibt und nicht einmal weis das Raub je nach Bedingungswerk als späterer Einschluß zu Einbruch Diebstahl gemacht wurde. Und das deshalb Raub ( laut Polizei sprachgebrauch, Überfall mit Bedrohung ) nur mit einer begrenzten summe in der hausratversicherung läuft. Es ist wirklich schade wenn ihr euch als allwissend hinstellt. Kein mensch kann alles wissen und überall gibt es verschiedene gedanken welche richtig sein können.

Inaktiver User
29.10.2006, 13:19
.... hat er doch in einem anderen forumseintrag eben behauptet daß er alles weiß und wir anderen immer nur vermuten *gggg* nachdem er sich hier selbst widerspricht, brauche ich das nicht tun :-)

aber ich stimme austernschlürfer zu bezüglich dem guten schlußwort von sani30 vollkommen zu.

sani30
30.10.2006, 20:44
Lieber scorpion69, gerade fühle ich mich von Dir besonders angesprochen. :-)

Nur laß Dir sagen, dass ich mich hier weder als "Fachfrau" betitelt habe, noch versucht habe mich mit meiner arroganten Schreibweise hervorzuheben.

Ich bin eigentlich ganz normal und sprech nur davon, was ich weiß und wie ich es Tag für Tag erlebe. Halt nicht im perfekten Versicherungsdeutsch, dass muss ich ehrlich zugeben ( dafür lieben mich unsere Mandanten übrigens), sondern ich versuche es mit meinen eigenen Worten dar zu legen.

Das heißt aber noch lange nicht, dass ich keine Ahnung habe, wie der Begriff Raub definiert wird......lool....:-)

Und schlimm?

Und ich wage sogar zu behaupten, dass "Raub" nicht nur mit einer begrenzten Summe mitversichert gilt...... so wie Du es darstellst.

Wie Du selbst schreibst, kein Mensch kann alles wissen und überall gibt es verschiedene Gedanken welche richtig sein können.

Wieso akzeptierst Du dann nicht auch die Meinung anderer? Wieso musst Du zu jedem Beitrag was dazuschreiben und dagegen reden?

Du schreibst z.B., dass neben Deiner Türe, dass Büro des Maklerbetreuers ist, der teilweise den ganzen Mist der Makler bearbeiten muss, wo z.B. für einem Selbständigen ein RS verkauft wird zu den Konditionen eines Nicht-Selbständigen......

Entschuldige bitte die Nachfrage, aber was ist denn das für ein Maklerbetreuer? Auf solche gravierenden Fehler muss man doch auch als Maklerbetreuer hinweisen, damit das für die Zukunft ein für alle mal geklärt ist. Da kann man doch nicht allein nur die Schuld auf den "Pseudo-Makler" schieben....... !?!?! Oder bearbeitet ihr solche Anträge immer nur mit einem Grinsen und lasst Euch überraschen was als nächstes kommen mag....... !?!?!?

Weißt, ich bin bin nicht die KV und LV Leuchte. Dagegen hab ich mich nun schon jahrelang gewehrt, aber letztendlich meinte mein Chef auch da müsste ich langsam mal ran. Dann kam zu uns ein Maklerbetreuer, der mir eine 3-Tages-Schulung verpasst hat, was z. B. Riester und das ganze trockene Zeug angeht. Der Maklerbetreuer hat sich die Zeit genommen um der Frau sowieso alles zu erklären, damit die Anträge korrekt rein kommen und die Kunden mit der Beratung zufrieden sein können und keinerlei Beanstandung bringen können und sich rundum korrekt beraten fühlen konnten.....

Und die Frau sowieso schaltet nun auch diese Anträge .......

Zurück zum Thema..... Greif doch nicht immer nur an, sondern nehm halt einfach mal andere Meinungen auf.......

Soweit ich das mit meiner "Unerfahrenheit" beurteilen kann, haben Justii und Austernschlurfer echt was drauf, was das Fachwissen angeht.......

Und ich für meinen Teil, nehm das echt gerne auf, weil ich dadurch auch noch was lernen kann.......

So, und nun zurück zum erfolgreichen Jahresendgeschäft.......

LG Sani

Prijon
31.10.2006, 00:24
Mmmh,

bei mir/uns ist das so gemixt (Ergebnis langer Erfahrungen)

- Risikolebensversicherungen nimmt man nur einmal in Anspruch, wenn überhaupt - die haben wir bei einem Direktversicherer.

- Gebäude, Haftpflicht, Hausrat sind bei einem Anbieter (=Agenten) vor Ort gebündelt, der bis zu einem 5-stelligen Betrag selbst regulieren darf (da nehm ich dann immer gleich einen Scheck mit). Die Prämienhöhe kontrolliere ich gelegentlich online, der Anbieter liegt im unteren Mittelfeld

Fahrzeuge sind beim Versicherungsmakler meines Vertrauens versichert. Habe vor ein paar Wochen ein neues zugelassen - auf seinen Rat hin bei einer Gesellschaft, die Zweitwagen für unter 100% aufnimmt - steht zwar im Moment nicht an, meine Söhne sind aber bald soweit. Fand ich gut, dass er auch daran gedacht hat. Hätte ich nämlich nicht.

Prijon

Inaktiver User
31.10.2006, 05:40
Mmmh,

bei mir/uns ist das so gemixt (Ergebnis langer Erfahrungen)

- Risikolebensversicherungen nimmt man nur einmal in Anspruch, wenn überhaupt - die haben wir bei einem Direktversicherer.

- Gebäude, Haftpflicht, Hausrat sind bei einem Anbieter (=Agenten) vor Ort gebündelt, der bis zu einem 5-stelligen Betrag selbst regulieren darf (da nehm ich dann immer gleich einen Scheck mit). Die Prämienhöhe kontrolliere ich gelegentlich online, der Anbieter liegt im unteren Mittelfeld

Fahrzeuge sind beim Versicherungsmakler meines Vertrauens versichert. Habe vor ein paar Wochen ein neues zugelassen - auf seinen Rat hin bei einer Gesellschaft, die Zweitwagen für unter 100% aufnimmt - steht zwar im Moment nicht an, meine Söhne sind aber bald soweit. Fand ich gut, dass er auch daran gedacht hat. Hätte ich nämlich nicht.

Prijon

Hört sich doch gut an....

Da kann man echt nur gratulieren. Auch für die Entscheidung die Risikoleben beim Direktversicherer zu machen. Hier gibts nämlich weder nach dem Abschluß noch im "Schadensfall" Beratungsbedarf vor Ort. Warum also den Berater fürs ganze Leben teuer mitbezahlen.... Super Entscheidung.

lg. justii

Inaktiver User
31.10.2006, 05:43
uiiii.... sani30

dankeschööööön *strahldichan*
und beim rest bin ich ganz deiner meinung...

hihi... so justii, und jetzt mal langsam wach werden, dann stimmt auch wieder die groß- und kleinschreibung ;-)

carnivore
08.12.2006, 03:13
Sorry, ich lagge etwas. :smile:


Nicht jeder der früher mal LKW gefahren ist, oder Brötchen verkauft hat ist qualifiziert genug Versicherungen zu verkaufen.

[...]

Anders, so empfinde ich es jedenfalls, ist es bei den Maklern. (Achtung aber auch hier.......den Begriff Makler kann jeder annehmen...... !!!!)

Eben das kann zum Problem werden.

Während zumindest seriöse Versicherungsunternehmen niemandem einen Agenturvertrag geben, der keinen einschlägigen Berufsabschluss hat (mindestens den BWV-Schein), kann sich jeder, der bis gestern noch LKW gefahren ist oder Brötchen verkauft hat heute schon "Versicherungsmakler" nennen und als solcher tätig werden.

Er muss nur in der Lage sein beim Gewerbeamt das ganze als Gewerbe anzumelden, einen Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 34 c GewO auszufüllen und sich mittels Tintenstrahldrucker ein paar Visitenkarten drucken zu können.

Dann sucht er sich einen Pool oder er fängt erstmal mit ein paar Mini-Unternehmen an.

Dann geht es mit den üblichen "Argumente" auf Kundenfang:

"Ich bin unabhängig." (Klar, er lebt von Luft und Sonnenschein.)

"Das ist ja alles viel zu teuer, was Sie hier haben." (Logisch.)

"Die Bedingungen sind auch viiiieeelll besser." (Klar.)

"Bei mir gibts das alles billiger." (Juhu!)

"Und dann habe ich hier noch eine Fondspolice von einem angolanischen Lebensversicherer. 800% Rendite als Prognose!" (sabber)


Ein ordentlicher Makler schaut nicht darauf ob er z.B. für eine KFZ 3 oder 8 % Courtage einheimst. Ein ordentlicher Makler achtet darauf, dass der Kunde gut beraten und AUFGEKLÄRT ist......

Es ist noch garnicht solange her, da haben "ordentliche" Makler Kunden, die mit einem KFZ bei ihnen angetrabt kamen, jedoch im Bezug auf Leben, Unfall oder KV wenig bis garnicht "abschlussgeneigt" waren zum Ausschließlichkeitsvertreter geschickt, weil sie wegen der paar Pimperlinge und dem potentiellen Schadens- bzw. Ausfallrisiko den Tarifrechner garnicht erst angeschmissen haben.

Seitdem das Lebengeschäft eingebrochen und der Markt ein bisschen enger geworden ist, machen die meisten auch wieder generell Kraft und kleines Privat-Sachgeschäft.


Und ob man gut beraten ist, merkt der Kunde ganz einfach im Gespräch..... Man merkt doch ob das Gegenüber nur verkaufen will oder ob es eine anständige Beratung ist...

Nun, das trifft sowohl auf den Makler, als auch auf den Ausschließlichkeitsvertreter zu.

Ich habe genug "Patienten" von beiden hier auf der Couch. :smile:

cu

carnivore
--
oderint dum metuant

carnivore
08.12.2006, 03:36
Mit einer Ventil-Lösung? *ggggg*
"Lieber Kunde, ich kommt vom Beitrag nicht an die Konkurenz heran. Damit ich aber nicht aus dem Rennen bin, habe ich für Dich eine Notlösung. Ein leistungsgemindertes und damit günstigeres Produkt bei einer Partnergesellschaft."

Wer will denn schon eine Notlösung haben? Ich meine, außer dem Ausschließlichkeitsaußendienst, damit der Kunde ja nicht aus den Fingern gelassen werden muß...

Sorry, aber wenn das Dein Ei des Columbus für diese Fall ist...

Du hast offensichtlich keine Ahnung, was eine "Ventillösung" ist, denn das was Du da beschreibst, das ist es definitiv nicht. :aetsch:

Nehmen wir mal an, der Kunde K mit einem Risiko zum Ausschließlichkeitsvertreter A, das aber dessen Gesellschaft nicht zeichnet. K ist aber nun ein guter Kunde, will auch eigentlich nirgendwo anders hin und der A will nicht, dass sich ein Makler ranhängt, der erstmal das Sachgeschäft zum Billigheimer bringt und beim Lebenbestand des Kunden ein fröhliches Umdecken beginnt (Der Makler muss ja auch von was Leben und 40 %o sind 40 %o, ne?).

Der A geht also zu seiner Gesellschaft, schildert den Sachverhalt und dann wird auf dem Markt nachgeschaut, welcher, wenn es geht "befreundete", Mitbewerber zeichnet dieses Risiko. Ist dann einer gefunden der passt und das Risiko zeichnet, dann wird das bei dem gemacht. Der A erhält zwar die Abschlussprovision, aber keine Bewertung für seinen Geschäftsplan. Das ist zwar bitter, aber verschmerzbar. :freches grinsen:

Da ist nichts mit "leistungsgemindert". Es kann sogar sein, dass das letztendlich die Gesellschaft ist, die der Makler aus dem Hut "zaubern" wollte.

cu

carnivore
--
oderint dum metuant

carnivore
08.12.2006, 04:09
Selbst wenns so wäre, wärs immer noch besser als den Kunden zu beschwindeln oder?

Ja.


Immerhin haftet der Makler für seine Aussagen. Und der Ausschließlichkeitsvermittler?

Für dessen Aussagen haftet das Versicherungsunternehmen, mit dem er einen Agenturvertrag hat. Das Versicherungsunternehmen gilt hier nicht als Dritter, sondern muss für seinen Vermittler einstehen.

Das war einfach! :freches grinsen:


Da jedoch offensichtlich bei Ausschließlichkeitsvermittlern mehr Gerüchte denn Wissen über den Maklerstand vorhanden ist, rate ich auch hier dazu, zunächst einmal Bildung nachzuholen.

:schild genau:


Verwunderlich ist das nicht, da es kaum Makler gibt, die sich danach zum Ausschließlichkeitsvermittler zurück entwickeln.

Stimmt, ich kenne zwei, die sind lieber Strukkis geworden. :freches grinsen:


Bei Maklern ist es ja oft gerade umgekehrt. Sie haben in vielen Fällen eine Ausbildung bei einer Versicherung gemacht und können deshalb die Ausschließlichkeit ganz gut beurteilen.

Ja, da kenne ich auch einen. Dem war, nach dem ihm der zweite Ausschließlichkeitsvertrag wegen "überragendem Engagement" gepaart mit "Wahnsinnskompetenz" gekündigt worden war und ihm selbst die Strukkis nahe gelegt haben, sich doch anderweitig zu orientieren, der Schritt zum Makler gaaanz leicht gefallen...

Nee, Du, ich kenne beides und kann Dir sagen, dass es auf beiden Seiten kompetente und kundenorientierte Leute gibt. Angesichts des hohen Informationsgrades auf der Kundenseite und des immer schärfer werdenden Verdrängungswettbewerbes in der Branche unterscheiden sich die Tarife der einzelnen Unternehmen weder vom Preis noch vom Bedingungswerk her noch großartig. Wenn nicht hin und wieder mal ein Wettbewerber mit einem Kampfpreis in den Markt dringt, dann bewegt sich kaum noch was. Das konnte man diesen Herbst gut bei den Krafttarifen beobachten: Die mit dem blauen Adler haben einen Bombentarif auf den Markt geworfen, die Mitbewerber haben kurz gestutzt und dann ging ab Mitte Oktober das große Hauen und Stechen los. :cool:

cu

carnivore
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oderint dum metuant

carnivore
08.12.2006, 04:21
Dann kam zu uns ein Maklerbetreuer, der mir eine 3-Tages-Schulung verpasst hat, was z. B. Riester und das ganze trockene Zeug angeht. Der Maklerbetreuer hat sich die Zeit genommen um der Frau sowieso alles zu erklären, damit die Anträge korrekt rein kommen und die Kunden mit der Beratung zufrieden sein können und keinerlei Beanstandung bringen können und sich rundum korrekt beraten fühlen konnten.....

Und die Frau sowieso schaltet nun auch diese Anträge .......

Sorry, aber "Riester und das ganze trockene Zeug" in drei (3) Tagen und "die Kunden können mit der Beratung zufrieden sein und keinerlei Beanstandungen bringen"?!?!? :ooooh:

Also entweder bist Du Cyborg oder Du lernst unheimlich "schnell"... :smirksmile:

cu

carnivore
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oderint dum metuant

Inaktiver User
08.12.2006, 12:37
Nee, Du, ich kenne beides und kann Dir sagen, dass es auf beiden Seiten kompetente und kundenorientierte Leute gibt.

carnivore
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oderint dum metuant

Da widerspreche ich Dir ja gar nicht. Sicher gibt es auf beiden Seiten kompetente und kundenorientierte Berater. Trotzdem spricht das Geschäftsmodell "Ausschließlichkeitsvermittler" dagegen. Wenn es etwas besseres auf dem Markt gibt, dann darf/kann/wird er dies seinem Kunden i.d. Regel nicht verraten und diesen zur Konkurenz schicken sondern er wird trotz des bedingungsmäßigen Nachteiles dem Kunden sein Produkt verkaufen. Wenn er dies nicht tut und seine Gesellschaft würde davon erfahren, daß er Kunden zum Wettbewerber schickt, dann könnte er sich alsbald seine Kündigung abholen. Da brauchen wir nicht darüber zu diskutieren oder?



Angesichts des hohen Informationsgrades auf der Kundenseite und des immer schärfer werdenden Verdrängungswettbewerbes in der Branche unterscheiden sich die Tarife der einzelnen Unternehmen weder vom Preis noch vom Bedingungswerk her noch großartig.
cu

carnivore
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oderint dum metuant

Psychonomics bringt am laufenden Band Studien auf den Markt, daß die Kunden eben noch viel zu wenig informiert sind. Eventuell solltest Du auch mal einen Blick in AssCompact werfen. Dort werden diese meist kurz und bündig präsentiert. Der Kunde kann und will auch gar kein Fachmann werden.

Daß sich die Tarife nicht mehr unterscheiden ist eine Aussage, die mich nur Kopfschütteln lässt. Da werde ich auch nichts mehr dazu sagen, da diese nur darauf schließen lässt, daß Du nur wenige Tarife kennst...

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
12.12.2006, 09:45
Ich stimme Mathilde zu - es gibt solche und solche. Auch die Zugehörigkeit desselben Finanzdienstleistungsunternehmens garantiert nicht, dass die Makler die gleiche Kompetenz haben und gleich "gut" oder "schlecht" sind. Es ist individuell. Einfach mal anfragen und sich dann vom Gefühl leiten lassen... :-)

Monschum
31.12.2006, 17:31
Hallole,
die meisten meiner Versicherungen habe ich inzwischen bei einem Versicherungsmaklerbüro. Es kommt mir absolut seriös vor und mir wurde im Schadensfall auch perfekt geraten.
Ganz im Gegensatz zu dem Versicherungsvertreter der HM (Leider ein Verwandter und ich tue es bestimmt auch nie, nie wieder), der sich immer wieder rauswindet und mir Dinger vom Pferd erzählt.

Sobald der Vertrag der Hausratsversicherung ausläuft (habe nur für ein Jahr abgeschlossen) werde ich wechseln.
Der Makler sucht schon die für mich beste Versicherung aus.
Ich denke, man muss zwar auch hier ein bisschen kontrollieren, aber ein wenig Vertrauen ist dann doch wesentlich entspannender, als überall Betrug zu wittern.

Ich wünsche euch einen guten Jahreswechsel und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr
mon

Putorius
01.01.2007, 03:16
Versicherungsmakler sind schon ganz brauchbar.
Dumm wird's nur, wenn der Makler die eigenen Interessen vor die seiner Kunden schiebt.
Seriös ist so ein Begriff, der aus der emotionalen Schiene kommt.
Was ist ein seriöser Berater? Hat der einenm Anzug an? Spricht der eine verständliche Sprache fließend? Oder ist es einfach nur ein Verwandter? Es soll tatsächlich Leute geben, die sich in einem Frauenforum einschleichen und den Ladys Wunderdinge erzählen. Es gibt tatsächlich Versicherungen, die nur für Frauen zurechtgeschnitten sind. So ganz nebenbei bekommt man die ganze Produktpalette an Frauenversicherungen, die es gibt. Hier ne Frauenfondspolice, dort ne Frauen-Kfz-versicherung.
Und für die Kinders noch ne nette Biene Maja.
Wer extra was für Frauen anbietet, kommt über die emotionale Schiene. Hat mit ordentlicher Beratung nicht sooo viel am Hut. Man sollte schon die emotionalen Beweggründe von rationalen Überlegungen trennen.
Sieht man schon recht deutlich an manchen Feststellungen, wenn's um Thema Riester geht. Offenbar gibt es Möglichkeiten, die besser bezahlt werden als ein ordentlicher Riester-Fondssparplan.
Da wird schnell mal eine oberflächliche Aussage von ZDF (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,2022314,00.htm) herbeigezogen und fehlinterpretiert oder man erfindet einfach Kosten, die so gar nicht vorhanden sind. Hauptsache, die besser bezahlten Produkte werden vermittelt.
Solche Raffzähne kann man einfach nur dadurch einbremsen, indem man sich selbst so intensiv mit dem Thema beschäftigt, dass solche "Berater" schon im ersten oder zweiten Termin ihre Fratze loswerden.
Ohne eigenes Verständniss ist nun mal Betrug Tür und Tor geöffnet.
Es geht hier nicht darum, eine Beratung überflüssig erscheinen zu lassen, sondern nur um das Grundverständnis, sich nicht bescheißen zu lassen. Leider wird einem das von diesen "Beratern" immer wieder ausgeredet. Weil die sich ja um alles kümmern.
Stimmt, um deren Einnahmen auf jeden Fall.
Soviel zum Thema Makler. Man sollte einen guten von einem schlechten Rat schon unterscheiden können.

Prosit Neujahr :prost:

Inaktiver User
02.01.2007, 13:08
Zitat Putorius:

"Wer extra was für Frauen anbietet, kommt über die emotionale Schiene. Hat mit ordentlicher Beratung nicht sooo viel am Hut. Man sollte schon die emotionalen Beweggründe von rationalen Überlegungen trennen."

@ Putorius: ich gehe mal davon aus, dass du mit diesem Satz und Teilen dieses Postings den Justii meinst.

Ich finde deine Behauptung, dass jemand der Konzepte, die auf die speziellen Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sind anbietet, deswegen der "Unredlichkeit" zu bezichtigen, ganz schön dreist.

Selbstverständlich gibt es spezielle Konzeptionen sowohl im Sachbereich, als auch im Bereich Leben/Rente/BU oder Investment, die frauenspezifischen Bedürfnissen angepasst sind oder auch vom Berater entsprechend angepasst werden können.

Dass du davon vielleicht keinen Schimmer hast, sondern hier lediglich versuchst zu polemisieren, macht deine Aussage auch nicht besser.

Informiere dich halt erstmal ein wenig ( gilt auch für den Bereich - Gesamt-Kosten bei Fonds ) bevor du hier derartige Dinge vom Stapel lässt.

Gleiches gilt übrigens auch für deine Vermutung, dass die "elitären Berater" die Riesterrente schlecht reden weil sie damit weniger verdienen als z.B. mit klassischen Vorsorgeprodukten...

Ich für meinen Teil kann dazu einfach nur sagen... für uns ist Riester kein Geschäft - weil wir einfach die Klientel für die Riester eventuell in Frage kommen könnte, gar nicht haben.

Das hat nix mit elitär zu tun, sondern ist schlicht und ergreifend eine Frage der Mandantschaft und unserer langjährigen geschäftspolitischen Ausrichtung.... die sich von wenigen Ausnahmen abgesehen ( z.B. Deckung biometrischer Risiken und BAV ) im Investmentbereich abspielt.

In diesem Sinne
Austernschluerfer

Inaktiver User
02.01.2007, 13:21
Hallo.

Ich werde mich dazu nicht äußern *lach* denn ich denke,
daß er diesen Eintrag ganz schnell selbst wieder löschen wird.
Ganz schnell!

Lg. justii

Inaktiver User
02.01.2007, 16:53
Ok, gesperrt ist auch in Ordnung.

Vielen Dank.

justii