PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine Affäre vor langer Zeit beendet- mein Freund kommt nicht klar damit



Olivenbaum
18.09.2006, 16:41
Hallo,

als totaler Neuling versuche ich auch mal mein Glück!

Um es kurz zu fassen: ich hatte vor einiger Zeit eine Affäre mit einem guten Freund (ein paar Monate lang), habe diese aber vor nun mittlerweile fast vier Jahren beendet. Mein Freund hat es damals herausgefunden, es folgte eine schreckliche Zeit, er wollte alles genau wissen, und obwohl ich wusste, dass es Ihn schmerzt, habe ich alles gebeichtet. Wir haben uns nie getrennt, aber viel geredet, gestritten und geweint. Aber immer wieder zueinander gefunden! Die Streiterein wurden seltener und ich hatte/ habe immer wieder die Hoffnung, dass es irgendwann mal aufhört. Es hat leider nie aufgehört, und selbst jetzt kommt es alle paar Monate zu schrecklichen Streitereien, und wir wissen selber nicht, ob es besser wäre, wenn wir uns trennen. Schaffen tuen wir das aber doch nicht, er liebt mich, das weiss ich auch. Aber warum hört er dann nicht auf, mir immer noch Vorwürfe zu machen, nach dem Warum zu fragen etc.?
Meint Ihr, wir haben eine Zukunft, wenn so etwas zwischen einem steht? Wir sind gerade in der Lebensphase in der bald Hochzeit und Kinder anstehen würden und ich habe Angst, dass wir uns nur was vormachen...

Ypnowoman2
19.09.2006, 00:42
Hallo
wie laufen die Streitereien ab? Streitet euch von vorne an deswegen oder esklariert es, und er kommt irgendwann wieder mit den alten Vorwürfen raus?

Inaktiver User
19.09.2006, 08:29
Olivenbaum:
Sind es denn Streitereien, die sich wirklich aufgrund der beendeten Affaire ergeben - oder wirst Du einfach von schlechten gewissen bis heute verfolgt und projezierst dieses.
Vielleicht habt Ihr mittlerweile einige vormals unbekannte Konfliktherde.

hanna1
19.09.2006, 09:02
hallo,ja das kenne ich,ich denke jeder streit ist nur wegen meiner affaire und ich habe ein schlechtes gewissen. wenn mein mann nur komisch guckt oder ruhiger ist als sonst, dann denke ich sofort es leigt daran.
meine affaire ist offiziell seit ca. 3 monaten beendet, aber wahrscheinlich, aber wir haben immer noch heimlichen kontakt. ich denke einfach das meine affaire mein traummann ist und ich deshlab irgendwie nicht wirklich hier bin und mich verstelle und das er das unterbewusst merkt

gruß hanna

Inaktiver User
19.09.2006, 09:09
@Hanna:
Meinst Du, dass man das wirklich mit der Situation von Olivenbaum vergleichen kann - da ist die Sache seit 4 Jahren beendet.
In deinem Fall würde ich mal über Trennung nachdenken - das liest sich recht perspektivlos

Inaktiver User
19.09.2006, 09:19
Liebe Olivenbaum!
Für mich hört es sich schon so an, als ob Dein Betrug von Euch nicht wirklich aufgearbeitet worden ist.
Es kann natürlich auch sein, dass es, wie von Gyldensternchen angesprochen, längst neue Konfliktherde gibt.
Ich weiß, es ist kein Allheilmittel, aber hast Du mal daran gedacht, Dich gemeinsam mit ihm beraten zu lassen?
Oft hilft das nicht nur, die Wurzel der Probleme zu behandeln, sondern es hilft auch dabei, die gemeinsame Streitkultur zu beleuchten. Wenn Du von schrecklichen Streitereien schreibst, hört sich das für mich schon alarmierend an.
Was genau meinst Du damit?

Inaktiver User
19.09.2006, 09:20
Wenn Du von schrecklichen Streitereien schreibst, hört sich das für mich schon alarmierend an.
Was genau meinst Du damit?

DAS habe ich mich auch gefragt....

Lena1234
19.09.2006, 09:22
Hallo Olivenbaum!
Ich denke mal dass sich Männer sowieso schwerer tun mit dem verzeihen als Frauen. Wie reagierst du denn darauf wenn die Sache immer wieder zur Sprache kommt?

Inaktiver User
19.09.2006, 09:23
Fremd poppen und an Heirat und eigene Kinder denken?
Wie passt denn das zusammen?
Diese Frage stellen sich auch Betrogene.

Hier die Antwort: Es passt nicht zusammen
Zu diesem Schluss kommen irgendwann auch die Betrogenen

Selbst Schuld, Kinners

Inaktiver User
19.09.2006, 09:32
Hallo Olivenbaum!
Ich denke mal dass sich Männer sowieso schwerer tun mit dem verzeihen als Frauen. Wie reagierst du denn darauf wenn die Sache immer wieder zur Sprache kommt?
:wie?:
Das ist aber eine recht diskussionswürdige Ansicht - wie kommst Du denn darauf?

Lena1234
19.09.2006, 09:49
Da brauche ich nur in mein Umfeld zu kucken Gyldensternchen.
Wenn Frau in anderen Gefilden gewildert hatte ist der Mann meistens weg gewesen. Ich denke mal dass das so ist.

Inaktiver User
19.09.2006, 09:51
Da brauche ich nur in mein Umfeld zu kucken Gyldensternchen.
Wenn Frau in anderen Gefilden gewildert hatte ist der Mann meistens weg gewesen. Ich denke mal dass das so ist.
Aber die Tatsache, ob man nun geht oder bleibt, sagt ja erstmal nicht viel darüber aus, ob Männer schwerer verzeihen können.
Ja, es stimmt, viele Frauen bleiben bei ihrem Partner -- und verzeihen ihm trotzdem nicht.

Lena1234
19.09.2006, 09:55
Trotzdem sind Männer anders gestrickt. Ich könnte mir deshalb denken dass sie auch so ne Affäre anders verarbeiten als wir Frauen.
Man müßte mal einen Mann dazu hören ...

Inaktiver User
19.09.2006, 10:00
Hier ist einer...
Männer verzeihen sowas selten. Die sofortige Trennung ist zwar eher selten, weil dann auch noch der Trennungsschmerz dazu kommt. Dennoch...oft trennen sie sich erst im Kopf, später dann komplett. Dazu brauchen sie Zeit.
Hat der Mann das Vertrauen zum Partner erst einmal verloren, geht meist nichts mehr.

Inaktiver User
19.09.2006, 10:00
Da brauche ich nur in mein Umfeld zu kucken Gyldensternchen.
Wenn Frau in anderen Gefilden gewildert hatte ist der Mann meistens weg gewesen. Ich denke mal dass das so ist.
Legt das nicht eher den Schluss nahe, dass Frauen sich viel zu viel in der Beziehung bieten lassen?
Mit verzeihen hat dieser Umstand meiner Ansicht nach nicht viel zu tun - eher mit schlucken und verdrängen.

Inaktiver User
19.09.2006, 10:03
Viele Frauen haben ja auch einen Hau, wenn ich das mal so sagen darf. Sie poppen erst fremd rum, reden dann aber von Hochzeit und Kindern mit dem Betrogenen...weil man ja auch das Alter erreicht hat.
Sowas ist bescheuert und für den Kerl doch überhaupt nicht nachvollziehbar.

Lena1234
19.09.2006, 10:04
Mein Reden ;-)
Ich kenne ja z.B. mein Exemplar. Der wird schon zickig wenn ich mich nur mal nett mit anderen Männern unterhalte ... Und ich kenne den Ehemann von seiner Exgeliebten. Ich habe das bis jetzt besser verdaut als ihr Ehegatte. Er ist immer noch an der gleichen Stelle und hakt auf ihr rum ...

Inaktiver User
19.09.2006, 10:06
Mein Reden ;-)
Ich kenne ja z.B. mein Exemplar. Der wird schon zickig wenn ich mich nur mal nett mit anderen Männern unterhalte ... Und ich kenne den Ehemann von seiner Exgeliebten. Ich habe das bis jetzt besser verdaut als ihr Ehegatte. Er ist immer noch an der gleichen Stelle und hakt auf ihr rum ...

Das Vertrauen ist weg. Wenn ein Mann einer Frau vertraut, dann ist das etwas Besonderes...jetzt mal ohne Scheiß. Ist dieses Vertrauen dahin, geht es mit der Beziehung meist stetig bergab.
Dies wieder aufzubauen...schwierig schwierig.

Inaktiver User
19.09.2006, 10:09
Viele Frauen haben ja auch einen Hau, wenn ich das mal so sagen darf. Sie poppen erst fremd rum, reden dann aber von Hochzeit und Kindern mit dem Betrogenen...weil man ja auch das Alter erreicht hat.
Sowas ist bescheuert und für den Kerl doch überhaupt nicht nachvollziehbar.
Bislang kannte ich nur Männer, die genau DAS gelebt haben - Khan, auf so ein komisches Verhalten haben nicht nur Frauen ein Abo.

Inaktiver User
19.09.2006, 10:09
Das Vertrauen ist weg. Wenn ein Mann einer Frau vertraut, dann ist das etwas Besonderes...jetzt mal ohne Scheiß. Ist dieses Vertrauen dahin, geht es mit der Beziehung meist stetig bergab.
Dies wieder aufzubauen...schwierig schwierig.
Warum ist das so, Khan? Warum scheint es so als seien Frauen eher "gewillt" beschädigtes Vertrauen zu reparieren als Männer?

Inaktiver User
19.09.2006, 10:10
Das Vertrauen ist weg. Wenn ein Mann einer Frau vertraut, dann ist das etwas Besonderes...jetzt mal ohne Scheiß. Ist dieses Vertrauen dahin, geht es mit der Beziehung meist stetig bergab.
Dies wieder aufzubauen...schwierig schwierig.
Warum differenzierst Du da so zwischen Mann und Frau?
Ernsthafte Frage..........
Bist doch ansonsten eher de-emanzipiert :freches grinsen:
nicht-ganz-so-ernsthafter-Kommentar

Inaktiver User
19.09.2006, 10:23
Männer unterscheiden sich in der Denkweise von Frauen.
Für sie ist es nicht nur der Vertrauensverlust. Sie verlieren irgendwo auch das Gesicht, wenn sie sich nicht von der Betrügerin trennen. Was sollen denn die Anderen denken? Meine Partnerin bescheißt mich und ich verzeihe ihr? Mal einfach so?

Außerdem ist diese eine, langjährige, Partnerin wirklich etwas Besonderes. Sie genießt sein vollstes Vertrauen...das sie eigentlich nicht verdient, wie sich dann rausstellt. Sehr schwer, das als Frau wieder hinzubiegen.

Wenn Männer betrügen, ist das auch wieder etwas Anderes ;-)
Sie können wunderbar trennen zwischen der einen Frau, die man liebt und mit der man alt werden möchte...und der anderen Frau, die für eine schnelle Nummer zwischendurch immer gut ist.

Inaktiver User
19.09.2006, 10:26
+

Inaktiver User
19.09.2006, 10:26
Wenn Männer betrügen, ist das auch wieder etwas Anderes ;-)
Sie können wunderbar trennen zwischen der einen Frau, die man liebt und mit der man alt werden möchte...und der anderen Frau, die für eine schnelle Nummer zwischendurch immer gut ist.
Das können viele Frauen aber auch voneinander trennen.
Umgekehrt gibt es, denke ich, eine Menge Männer, die mehr als die pure Chemie mit ihrer Affäre verbindet.

Inaktiver User
19.09.2006, 10:27
+

Inaktiver User
19.09.2006, 10:27
Männer unterscheiden sich in der Denkweise von Frauen.
Für sie ist es nicht nur der Vertrauensverlust. Sie verlieren irgendwo auch das Gesicht, wenn sie sich nicht von der Betrügerin trennen. Was sollen denn die Anderen denken? Meine Partnerin bescheißt mich und ich verzeihe ihr? Mal einfach so?

Außerdem ist diese eine, langjährige, Partnerin wirklich etwas Besonderes. Sie genießt sein vollstes Vertrauen...das sie eigentlich nicht verdient, wie sich dann rausstellt. Sehr schwer, das als Frau wieder hinzubiegen.

Wenn Männer betrügen, ist das auch wieder etwas Anderes ;-)
Sie können wunderbar trennen zwischen der einen Frau, die man liebt und mit der man alt werden möchte...und der anderen Frau, die für eine schnelle Nummer zwischendurch immer gut ist.

Eine Frau verliert nicht ihr Gesicht?
Eine Frau vertraut ihrem Partner nicht auf besondere Weise?
Frauen trennen generell nicht zwischen Sex und Gefühlen?

Was für ein RÜBENMUMPTIZ!

Wie unterscheidest Du Dich denn dann von den islamischen Männern, die betrügende Ehefrauen steinigen (den Männer widerfährt dieses Schicksal in der Kultur nicht).

Sadness
19.09.2006, 10:35
Das Vertrauen ist weg. Wenn ein Mann einer Frau vertraut, dann ist das etwas Besonderes...jetzt mal ohne Scheiß. Ist dieses Vertrauen dahin, geht es mit der Beziehung meist stetig bergab.
Dies wieder aufzubauen...schwierig schwierig

Ach und uns Frauen fällt das leicht?
Mein Vertrauen ist auch weg und ich finde das war auch etwas ganz besonderes.
Und so leichtfertig sollte man damit nicht umgehen.

@Olivenbaum

Ich habe meinem mann seine Affären, von denen ich erst erfahren habe, als sie schon beendet waren, noch mindestens 10 Jahre vorgehalten.
Zuerst großmütig verziehen, was bin ich edel, und ihm dann regelmäßig aufs Brot geschmiert.
Und zwar immer in Situationen, die mit der eigentlichen Affäre nichts zu tun hatten.
Wenn ich in einem Streit nicht mehr weiter kam, oder meinte im Recht zu sein und habs nicht bekommen, war das meine letzte ultimative Waffe.

Inzwischen weiß ich, ich habe das dmals nicht verarbeitet, trotz Gesprächen, Streits, Tränen und Versöhnung.
Ich war so gekränkt, verletzt, fühlte mich so wertlos und unwichtig...ohne therapeutische Hilfe wäre das wohl heute noch so

Sadness
19.09.2006, 10:37
@Olivenbaum

Nochmal ich

Nur dein guter Freund oder ein gemeinsamer guter Freund?

Inaktiver User
19.09.2006, 10:37
Ich war so gekränkt, verletzt, fühlte mich so wertlos und unwichtig...ohne therapeutische Hilfe wäre das wohl heute noch so


und heute?
und was hat der Therapeut in Dir verändert?

Lena1234
19.09.2006, 10:40
Es ist doch nun mal wissenschaftlich erwiesen dass Männer ganz anders ticken. Weshalb dann nicht auch in solchen Situationen?
Ich habe mehr Männer als Frauen in meinem Bekanntenkreis und ich sehe immer wieder dass sie Probleme ganz anders anpacken als die Frauen. Das ist Fakt.

Inaktiver User
19.09.2006, 10:42
Es ist doch nun mal wissenschaftlich erwiesen dass Männer ganz anders ticken. Weshalb dann nicht auch in solchen Situationen?
Ich habe mehr Männer als Frauen in meinem Bekanntenkreis und ich sehe immer wieder dass sie Probleme ganz anders anpacken als die Frauen. Das ist Fakt.
a) kein Mensch kann sagen wieviel des Verhaltens genetisch und wieviel erziehungsgeprägt ist - ergo sind die Erkenntnisse allenfalls näherungsweise richtungsweisend
b) und was ist die Konsequenz des Schubladendenkens - Männer dürfen fremdgehen und Frauen nicht?

Sadness
19.09.2006, 10:47
Dazu muss ich ein bißchen ausholen.

Es waren zwei, einmal mit meiner besten Freundin und einmal mit meiner Schwester ( ich hab da schon so ein Herzchen von Mann an Land gezogen ) und ich war bei beiden schwanger.

Ich konnte in der Paartherapie die Entschuldigung meines Mannes annehmen, das konnte ich vorher nicht.
Mich hat das so getroffen, weil ich dachte, wie wenig wichtig bin ich für diese Menschen, das sie so mit mir umgehen und habe erkannt, das nicht ich die bin, die unwichtig ist, sondern das die anderen diejenigen sind, die hier Mist gebaut haben.
Das mein Anteil daran null war.
Ich habe in der besagten Therapiesitzung gehört, wie mein Mann gesagt hatte, er hätte sich tatsächlich keine Gedanken gemacht, was das auslösen könnte, denn er ist immer davon ausgegangen, das kommt nie im Leben raus.
Und, für mich heute ganz wichtig, es war für ihn nie eine Frage, das unsere Beziehung unantastbar war.

Der Therapeut hat mich eigentlich nur mal zum zuhören gebracht, und zwar über die Verletzung hinaus.

Lena1234
19.09.2006, 10:54
Quark. Aber guck dir doch mal an wenn Männer ein Problem haben. Was machen die meisten? Stürzen sich wie bekloppt in die Arbeit um erstmal nicht mehr darüber nachdenken zu müssen. Das sind nicht nur Einzelfälle, das ist auch erwiesen. Was macht Frau? Frau versucht das Problem zu sezieren und an allen Ecken und Enden zu durchleuchten. Bis sie meint einigermaßen damit umgehen zu können.
Warum meinst du denn gibt es in solchen Foren hauptsächlich Frauen? Sie beschäftigen sich mit dem Problem.
Die Männer findest du dann in Baumarktforen oder weiß der Geier wo. Aber ich kenne kein Forum wo sich Männer austauschen und Probleme diskutieren wenn es nicht grade um Hammer und Meißel oder andere Hobbies geht. Aber ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen ...
Ausnahmen bestätigen die Regel, aber der Gros der Männer ist so gestrickt da kannst du machen was du willst.
Und das ist kein Schulbaldendenken sondern der Unterschied zwischen Mann und Frau ist nun mal da, und da meine ich nicht nur den biologischen Gesichtspunkt.
Fremdgehen ist und bleibt Scheiße ob das nun Männlein oder Weiblein machen. Nur die Probleme die dadurch resultieren werden von beiden unterschiedlich angepackt.

Inaktiver User
19.09.2006, 10:59
Das Gros der Männer interessiert mich nicht, ebensowenig wie das Gros der Frauen - es sind die "eigenartigen", die eine Gesellschaft letztendlich in ihrer Entwicklung verändern und weiterbringen.

Ich kenne einige Männer, die vom Stereotyp abweichen - einer davon ist mein Partner, der andere mein bester Freund.
Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Mann und Frau, das ist auch gut so.

Aber es darf eben in der Konsequenz nicht mir zweierlei Maß gemessen werden.

Inaktiver User
19.09.2006, 11:03
Eine Frau verliert nicht ihr Gesicht?
Eine Frau vertraut ihrem Partner nicht auf besondere Weise?
Frauen trennen generell nicht zwischen Sex und Gefühlen?

Was für ein RÜBENMUMPTIZ!

Wie unterscheidest Du Dich denn dann von den islamischen Männern, die betrügende Ehefrauen steinigen (den Männer widerfährt dieses Schicksal in der Kultur nicht).

Schatzilein, ich rede nicht von mir...nur von Männern im Allgemeinen.
Ich betrüge nicht. Werde ich mich betrogen, trenne ich mich.
Ist doch simpel.
Ihr werdet die Kerls nie verstehen, obwohl es supereinfach wäre. Dafür müsstet ihr aber umdenken. Das ist für viele Frauen überhaupt nicht einfach. Deshalb klappt es zwischen Männern und Frauen eben nicht. Einfach, aber nicht zu ändern.

Wir Männer verstehen die Frauen auch nicht. Wir sehen aber auch keinen Sinn darin, sie verstehen zu wollen:freches grinsen:

Weißt du...wir könnten uns das ganze Gelaber hier sparen, wenn in diesem Fall ihr Weiber nicht betrügen würdet. Und wenn ihr betrügt, dann fragt hinterher nicht jemand anders, warum der Kerl euch nicht verzeiht.

In aller Regel wird er´s nie. In aller Regel führt das zum Ende der Beziehung.
Feddsch

That´s all

Lena1234
19.09.2006, 11:05
Das tut ja niemand Gyldensternchen. Ich wollte damit auch nur sagen dass der Mann von dem oben die Rede ist die Affäre ganz anders verarbeitet (oder auch nicht) als dass von seiner Partnerin erwartet wird. Da sollte sie darauf eingehen und sich nicht unbedingt nur Meinungen von Frauen dazu anhören.

Deshalb halte ich persönlich auch nix vom ganzen Emanzipationsgesülze und Gleichstellen von Mann und Frau und blablabla.
Man KANN die nun mal nicht miteinander vergleichen. Wäre schön, geht aber nicht. Heißt jetzt aber nicht dass ich Männern Seitensprünge zugestehe und Frauen nicht, damit mich hier keiner falsch versteht ;-)

Inaktiver User
19.09.2006, 11:07
a) kein Mensch kann sagen wieviel des Verhaltens genetisch und wieviel erziehungsgeprägt ist - ergo sind die Erkenntnisse allenfalls näherungsweise richtungsweisend
b) und was ist die Konsequenz des Schubladendenkens - Männer dürfen fremdgehen und Frauen nicht?

Dumpfsinn, das Ganze.
Früher hat man auch mal gedacht, man könne einen Jungen wie ein Mädchen erziehen...und hat das auch gemacht. Mit erschreckenden Folgen für die armen Würmchen.

Inaktiver User
19.09.2006, 11:07
Deshalb klappt es zwischen Männern und Frauen eben nicht.
Also ich persönlich kann mich nicht beschweren......auch nicht darüber, dass ich Männer nicht verstehe.

Inaktiver User
19.09.2006, 11:08
Dumpfsinn, das Ganze.
Früher hat man auch mal gedacht, man könne einen Jungen wie ein Mädchen erziehen...und hat das auch gemacht. Mit erschreckenden Folgen für die armen Würmchen.
Und wie erziehst Du Deine Kinder?

Inaktiver User
19.09.2006, 11:11
Ihr werdet die Kerls nie verstehen, obwohl es supereinfach wäre. Dafür müsstet ihr aber umdenken.
Klär uns auf, bitte! In welche Richtung umdenken? Seitensprünge nicht verzeihen? Es auf die männliche Art angehen?

Lena1234
19.09.2006, 11:11
Dann bist du halt eine Ausnahme Gyldensternchen. Dein Lebensmodell findet man auch schließlich nicht überall gell.

Inaktiver User
19.09.2006, 11:13
Gyldi, ich bin heute nicht auf Streit aus.
Normalerweise antworte ich auf deinen Müll ja nicht einmal. Heute habe ich es, sei dankbar dafür.
Du hast gefragt, ich habe geantwortet.

Was du zwischen meinen Zeilen zu lesen vermagst, ist schon beachtlich. Dies ist auch ein Grund für die Probleme zwischen Männern und Frauen, danke für das Beispiel. Zwischen den Zeilen steht beim Mann meist nichts geschrieben.
Was du jedenfalls in meinen Zeilen lesen konntest, habe ich nicht geschrieben und auch nicht gemeint.

Und jetzt geh wech

Inaktiver User
19.09.2006, 11:15
Dann bist du halt eine Ausnahme Gyldensternchen. Dein Lebensmodell findet man auch schließlich nicht überall gell.
Stümmt, aber ohne Ausnahmen bewegt sich kein System - mal ganz allgemein und global betrachtet.

Inaktiver User
19.09.2006, 11:17
Klär uns auf, bitte! In welche Richtung umdenken? Seitensprünge nicht verzeihen? Es auf die männliche Art angehen?

Ich bin kein Therapeut und auch kein Berater, Cherie.

Es gibt wirklich gute Bücher darüber, warum es zwischen Mann und Frau nicht klappt. Das ist nicht alles Mumpitz. Es gibt Gründe.
Männer unterscheiden sich eben nicht nur äußerlich von Frauen.

Die Frauen allerdings, die dies nicht wahrhaben wollen...die brauchen sich auch darüber kein Buch kaufen. Macht einfach so weiter wie bisher...gelegentlich macht ihr dann ein Thema hier und jammert...dann haben wir Kerls mal wieder Möglichkeit, uns dazu zu Wort zu melden, hier bei Bri.

Lena1234
19.09.2006, 11:19
@ Gyldensternchen
Als ich jung war wollte ich auch mal die Welt verbessern. Hab aber eingesehen dass man mehr davon hat wenn man sie nimmt wie sie ist ... ;-)

Inaktiver User
19.09.2006, 11:20
Gyldi, ich bin heute nicht auf Streit aus.
Normalerweise antworte ich auf deinen Müll ja nicht einmal. Heute habe ich es, sei dankbar dafür.
Du hast gefragt, ich habe geantwortet.

Was du zwischen meinen Zeilen zu lesen vermagst, ist schon beachtlich. Dies ist auch ein Grund für die Probleme zwischen Männern und Frauen, danke für das Beispiel. Zwischen den Zeilen steht beim Mann meist nichts geschrieben.
Was du jedenfalls in meinen Zeilen lesen konntest, habe ich nicht geschrieben und auch nicht gemeint.

Und jetzt geh wech

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Wenn ich irgendwann eine Entscheidungshilfe brauche um lesbisch zu werden - ich denke sofort an Dich!

Geilt Dich ja anscheinend mächtig auf, Frauen niederzumachen!

Lena1234
19.09.2006, 11:24
Hui, nun wirds spannend und ich wollte doch grade was tun.

Inaktiver User
19.09.2006, 11:24
@ Gyldensternchen
Als ich jung war wollte ich auch mal die Welt verbessern. Hab aber eingesehen dass man mehr davon hat wenn man sie nimmt wie sie ist ... ;-)

Jaaaa, als wir jung waren. Mancher ist zumindest im Kopf noch jung geblieben...oder im Herzen. Mit dem Alter kommt aber gottseidank bei Einigen die Einsicht, dass man selbst manchmal die Ansicht ändern muss. Leider nicht bei allen...aber die können dann als schlechtes Beispiel dienen.

Sadness
19.09.2006, 11:33
Ich sag euch jetzt was zwischen Khan´s Zeilen steht.

Liebe Frauen, findet euch damit ab, das Männer nicht monogam leben können, es aber von euch verlangen.
Punkt.

Erklärung gefällig ( die Theorie ist aber nicht von mir):

Mann will sein Erbgut möglichst weit streuen, aber gleichzeitig Sicherheit das die Nachkommen auch seine sind.

Also, Keule raus, ab ans Feuer in die Höhle.:nudelholz:

Inaktiver User
19.09.2006, 11:38
Jaaaa, als wir jung waren. Mancher ist zumindest im Kopf noch jung geblieben...oder im Herzen. Mit dem Alter kommt aber gottseidank bei Einigen die Einsicht, dass man selbst manchmal die Ansicht ändern muss. Leider nicht bei allen...aber die können dann als schlechtes Beispiel dienen.
Welche Ansicht sollte ich ändern?
Die über Männer - bin bislang mit meiner zu 100% gut gefahren - da sehe ich keine Veranlassung.
Die über die nicht-vorhandene Treue - habe auch noch keine negative Erfahrung mit meinem persönlichen Modell gemacht.

Olivenbaum
19.09.2006, 11:40
Hallo,

na, da habe ich ja was losgetreten ;)

Kommt drauf an, meistens gibt es schon einen Anlass, das er daran erinnert wird. Dann reden wir erst und dann eskaliert es. Im Moment fast immer soweit, dass er misch beschimpft und ich sage, dass das alles keinen Sinn mehr hat.
Therapie fände ich klasse, er will aber nicht. Sagt, dass das doch an den Tatsachen nichts ändern würde.

Lena1234
19.09.2006, 11:40
@ sadness
Auf alle Fälle tun sie sich viel schwerer damit als Frauen monogam zu sein. Es sein denn Frau hat vorher ganz klar gesagt wenn du ne andere p... bin ich weg. Kurz und bündig und ohne zipp und zapp. Männer brauchen ne klare Ansage ;-)
Hm, hat aber nun nicht wirklich viel mit dem Ausgangsposting zu tun ...

Inaktiver User
19.09.2006, 11:43
Hallo,

na, da habe ich ja was losgetreten ;)

Kommt drauf an, meistens gibt es schon einen Anlass, das er daran erinnert wird. Dann reden wir erst und dann eskaliert es. Im Moment fast immer soweit, dass er misch beschimpft und ich sage, dass das alles keinen Sinn mehr hat.
Therapie fände ich klasse, er will aber nicht. Sagt, dass das doch an den Tatsachen nichts ändern würde.

Stimmt, an den Tatsachen ändert sich nichts - was ist denn seine Lösung des Dilemmas?
Oder will er sich einfach nur an Dir austoben, weil er (seiner Meinung nach) ein recht darauf hat.

Vielleicht solltest Du ihm irgendwann ein Ultimatum nennen:
Verzeih mir oder geh!

Inaktiver User
19.09.2006, 11:45
Auf alle Fälle tun sie sich viel schwerer damit als Frauen monogam zu sein.
Das hatte ich völlig vergessen - das sind also abartige Einzelfälle, wenn Frau fremdgeht.

Olivenbaum
19.09.2006, 11:45
Hallo Olivenbaum!
Ich denke mal dass sich Männer sowieso schwerer tun mit dem verzeihen als Frauen. Wie reagierst du denn darauf wenn die Sache immer wieder zur Sprache kommt?
Sicherlich reagiere ich meistens erstmal patzig, und sage, dass das ja alles nun schon so lange her ist. Das ärgert Ihn natürlich, weil es für Ihn in diesem Moment wieder present ist.
Sicherlich habe ich Angst davor, dass es sich nie ändern wird, und ich mich trennen sollte, aber zwischendurch ist es so perfekt zwischen uns, dass ich in diesen Zeiten soviel Kraft tanken kann, dass ich auch einen neuen Streit überstehe.

Lena1234
19.09.2006, 11:45
@Olivenbaum
Na da braucht er aber wirklich lange um einzusehen dass er keinen Sinn mehr sieht.
Vielleicht will er von dir hören dass es Sinn hat? So sicher scheinst du dir da ja auch nicht zu sein.

Inaktiver User
19.09.2006, 11:48
Ich sag euch jetzt was zwischen Khan´s Zeilen steht.

Liebe Frauen, findet euch damit ab, das Männer nicht monogam leben können, es aber von euch verlangen.
Punkt.

Erklärung gefällig ( die Theorie ist aber nicht von mir):

Mann will sein Erbgut möglichst weit streuen, aber gleichzeitig Sicherheit das die Nachkommen auch seine sind.

Also, Keule raus, ab ans Feuer in die Höhle.:nudelholz:

Liebelein...schreiben hier denn auch viele Männer von ihren Poppereien neben den Beziehungen...oder sind das eher Frauen?

Da frage ich mich doch, was ihr damit streuen wollt.

Im Übrigen ist es in der Natur ganz und gar nicht anders, war es nie und wird es nie sein. Treue ist ein durch unsere Gesellschaft geschaffenes künstliches Konstrukt. Früher waren es überwiegend sicher Kerls, die fremd gingen...heute, im Zeitalter der Emanzipation, nehmen sich Frauen gleichfalls dieses Recht heraus.

Ich stehe auf und zur Treue, mir ist eine Frau wirklich genug. Wenn Mann sich hier umschaut, in den verschiedenen Foren liest, sich die Aussagen der Frauen verinnerlicht, ihre Meinungen, Wünsche...dann wird Mann mich gut verstehen.
Mann versteht mich eigentlich generell gut.

Ich habe doch nie sagen wollen, dass Frauen gefälligst still halten sollen, wenn ihre Partner sie betrügen. Das wollt ihr lediglich aus meinen Worten herauslesen.
Warum aber denkt ihr, ich könnte mich nicht derart ausdrücken, wenn ich es wollte? Wenn ich eben dieser Meinung wäre?

Olivenbaum
19.09.2006, 11:49
Stimmt, an den Tatsachen ändert sich nichts - was ist denn seine Lösung des Dilemmas?
Oder will er sich einfach nur an Dir austoben, weil er (seiner Meinung nach) ein recht darauf hat.

Vielleicht solltest Du ihm irgendwann ein Ultimatum nennen:
Verzeih mir oder geh!
Hhm, schwere Frage. Den Verdacht habe ich auch oft, aber er bestreitet das. Das Problem ist, dass er nach jedem Streit sagt, aber jetzt ist alles gut. Jetzt habe ich das begriffen.
Das mit dem Ultimatum habe ich schon gemacht, bin aber doch zu schwach um dann wirklich zu gehen. Nach dem letzten Streit habe ich gesagt, dass er mich nur ganz (d.h. ohne diese Ausraster) oder gar nicht haben kann. Mal schauen, ob es geholfen hat, oder ob es in ein paar Wochen wieder los geht.

Lena1234
19.09.2006, 11:51
@Gyldensternchen
Hab ich so nicht gesagt. Es fällt Männern schwerer als Frauen monogam zu sein. Das habe ich gesagt. Ob sie dann wild inner Gegend rumpoppen oder nicht hängt von der Stärke der Männer ab ob sie nein zum Techtelmächtel sagen können oder überhaupt sagen wollen ... Und da Frauen sowieso das stärkere Geschlecht sind fällt ihnen nein sagen leichter ;-)

Inaktiver User
19.09.2006, 11:55
Im Übrigen ist es in der Natur ganz und gar nicht anders, war es nie und wird es nie sein. Treue ist ein durch unsere Gesellschaft geschaffenes künstliches Konstrukt. Früher waren es überwiegend sicher Kerls, die fremd gingen...heute, im Zeitalter der Emanzipation, nehmen sich Frauen gleichfalls dieses Recht heraus.

hört, hört - sehr richtig....

Problem ist, dass unsere Konstrukte des Zusammenlebens sich nicht gleichmässig mit diesem Auswuchs der Emanzipation verändert haben.

Inaktiver User
19.09.2006, 11:56
@Gyldensternchen
Hab ich so nicht gesagt. Es fällt Männern schwerer als Frauen monogam zu sein. Das habe ich gesagt. Ob sie dann wild inner Gegend rumpoppen oder nicht hängt von der Stärke der Männer ab ob sie nein zum Techtelmächtel sagen können oder überhaupt sagen wollen ... Und da Frauen sowieso das stärkere Geschlecht sind fällt ihnen nein sagen leichter ;-)
:wie?:
da sehe ich ganz andere Faktoren - gehört aber gerade nicht hierhin

Inaktiver User
19.09.2006, 11:57
Ich bin kein Therapeut und auch kein Berater, Cherie.

Natürlich bist Du weder Therapeut noch Berater. Ich hatte Dich lediglich nach Deiner Meinung gefragt.
Männer und Frauen unterscheiden sich. Und zwar gravierend.
Mich hätte es halt interessiert, wie ein Zusammenleben von Mann und Frau Deiner Ansicht nach trotz dieser Unterschiede einigermaßen reibungslos funktionieren kann.

Inaktiver User
19.09.2006, 11:58
Hhm, schwere Frage. Den Verdacht habe ich auch oft, aber er bestreitet das. Das Problem ist, dass er nach jedem Streit sagt, aber jetzt ist alles gut. Jetzt habe ich das begriffen.
Das mit dem Ultimatum habe ich schon gemacht, bin aber doch zu schwach um dann wirklich zu gehen. Nach dem letzten Streit habe ich gesagt, dass er mich nur ganz (d.h. ohne diese Ausraster) oder gar nicht haben kann. Mal schauen, ob es geholfen hat, oder ob es in ein paar Wochen wieder los geht.

Willst Du meine Prognose hören - lieber nicht, gell?
Ich glaube, dass die Affaire eine Art Machtinstrument in seinen Händen darstellt - und ich finde das ganz übel.

Sadness
19.09.2006, 12:01
@olivenbaum

Das ist schon so lange her, ist der am wenigsten hilfreiche Satz in so einer Geschichte.

Lange her ist relativ und wenn man dran denkt, ist das, als ob es gestern war.

Es gibt einen Therapeuten ( Jellouschek glaub ich ) der schlägt ein Versöhnungsritual vor.
Eigentlich haben wir in der Paartherapie nichts anderes gemacht.

Eine Entschuldigung annehmen, das muss man tun, Auge in Auge und zwar nachdem man gesagt hat, was an Verletzung da ist.

Erst seitdem stimmt lange her für mich wirklich.

Sadness
19.09.2006, 12:03
Ich glaube, dass die Affaire eine Art Machtinstrument in seinen Händen darstellt - und ich finde das ganz übel

Aber das weiß er wahrscheinlich noch nicht mal.

Da ist ein Schuldgefälle entstanden, das weg muss, dringend

Inaktiver User
19.09.2006, 12:14
Natürlich bist Du weder Therapeut noch Berater. Ich hatte Dich lediglich nach Deiner Meinung gefragt.
Männer und Frauen unterscheiden sich. Und zwar gravierend.
Mich hätte es halt interessiert, wie ein Zusammenleben von Mann und Frau Deiner Ansicht nach trotz dieser Unterschiede einigermaßen reibungslos funktionieren kann.

Das absolute Glück gibt es nur, wenn man drauf verzichten kann.
Auf jeden Topf passt ein Deckel. Den zu finden ist nicht ganz einfach, gebe ich zu.
Es gibt keine allgemein gültigen Regeln für das Zusammenleben. Es gibt keine allgemeinen Richtlinien...natürlich nicht. Wenn beide Geschlechter aber erst einmal einsehen und auch akzeptieren, dass von beiden oft grundsätzlich unterschiedlich gedacht und dementsprechend auch gehandelt wird, ist doch schon was erreicht. Männer in meinem Bekanntenkreis sehen sich immer noch alle als Versorger und Beschaffer, da hat sich auch heute noch nichts dran geändert.
Gefühle sind nach wie vor meist etwas, worüber Mann nicht gerne redet. Tränen in der Öffentlichkeit, auch wenn Mann danach ist...never ever.

Frau hat sich emanzipiert und damit vom Manne weg entwickelt. Diese Emanzipation hat sie auch den eigenen Töchtern mitgegeben.
Der Mann ist lediglich nicht mehr der Macho-Arsch, der er mal war. Ansonsten hat sich da nicht viel getan. Seine Ansichten sind meist heute noch dieselben.

Inaktiver User
19.09.2006, 12:57
Ich glaube, dass die Affaire eine Art Machtinstrument in seinen Händen darstellt - und ich finde das ganz übel

Aber das weiß er wahrscheinlich noch nicht mal.

Da ist ein Schuldgefälle entstanden, das weg muss, dringend

Ich unterstelle gar keine Absicht - das wäre ja bösartig.

Inaktiver User
19.09.2006, 13:10
mit meiner Schwester ( ich hab da schon so ein Herzchen von Mann an Land gezogen ) und ich war bei beiden schwanger.


.

Und du hast verziehen?:ooooh:
könnte ich nicht und würde ich nicht! der vertrauensmissbrauch wäre mir in der situation viel zu gross (da denke ich ev. wie ein mann)

grüsse
lara

Sadness
19.09.2006, 13:23
Liebe Lara,

verziehen habe ich jetzt nach 14 Jahren ( so lange ist das schon her ups ), damals nicht...

Konnte ich nicht und darum hätte ich mich besser getrennt, ich war eigentlich schon auf gepackten Koffern gesessen. Und bin geblieben (drei Kinder, Firma, Schulden, und.. und...und)
Uns wäre viel erspart gebleiben.

Versteh mich richtig, ich liebe meinen Mann, heute wieder, die letzten 14 Jahren habe ich ihn bestraft und mich dazu.

Inaktiver User
19.09.2006, 13:25
Versteh mich richtig, ich liebe meinen Mann, heute wieder, die letzten 14 Jahren habe ich ihn bestraft und mich dazu.

Meinst Du, dass Du Dich heute trennen würdest - in der gleichen Situation, aber mit dem Wissen um den Kampf?

Sadness
19.09.2006, 13:30
Ein ganz klares Jein:smirksmile:

Ich würde mir heute sofort Hilfe holen um verzeihen zu können, wenn ich merken würde, ich kann das nicht, würde ich mich trennen...

Ohne Verzeihen ist der Kampf aussichtslos und führt irgendwann an den Abgrund (siehe meine jetzige Geschichte)

sonnenschein07
19.09.2006, 13:40
@Olivenbaum

Ich mische mich jetzt mal ein Bisschen ein, weil ich das kenne mit dem "immer wieder davon anfangen" (ich hatte diese Woch auch ein Posting zum Thema - wie verzeiht man-).

Die Affäre meines Mannes ist jetzt ca. 1,5 Jahre her. Und es ging dabei "nur" um einen einmaligen Seitensprung.

Aber in regelmäßigen Abständen kommt das wieder hoch und wir streiten uns deswegen.

Meine Theraputin nennt das "kontraphobisches Verhalten" (kannst ja mal googlen). Ich begebe mich oder durchlebe immer und immer wieder die Situation, die mir am meisten Angst macht, stelle mich ihr in einem Streit (krame sie also sozusagen wieder hervor) um ihr den Schrecken zu nehmen. Danach bin ich erst einmal wieder befreit und es geht weiter. Bis zum nächsten Mal.

Es ist wie eine Schere: da ist der Mann, der mit dir sein restliches Leben verbringen will und sich dessen auch - objektiv gesehen - ziemlich sicher ist, dass er das will. Und dann ist da das arme Würstchen, das einen Heidenschiss davor hat noch einmal betrogen oder Verlassen zu werden.

Wenn diese Schere zu weit auseinander klafft, dann donnert es. Und zwar gewalting. Dadurch jedoch begeben sich die Scherenmesser wieder zueinander und es ist zunächst gut. Bis zum nächsten Mal.

Mal eine Frage zu deinem Freund: ist er ein eher ruhiger, introvertierter Mensch oder ist er (nach außen hin) selbstsicher, extrovertiert und tough?

Es grüßt dich, Sonne

Inaktiver User
19.09.2006, 13:49
Auch ein Erklärungsmodell - aber ich würde den Faden der Beziehung irgendwann zerschneiden.
Da wird man ja auf Dauer mürbe!

sonnenschein07
19.09.2006, 14:05
Auch ein Erklärungsmodell - aber ich würde den Faden der Beziehung irgendwann zerschneiden.
Da wird man ja auf Dauer mürbe!

Nun der Punkt dabei ist: die Affäre ist ja möglicherweise nur der Aufhänger.

Ich will hier ja gar nicht therapieren oder so. Dazu bin ich nicht ausgebildet und habe auch zu wenig Ahnung.

Und dass das auf Dauer die Beziehung vergiftet ist auch klar.

Ich bin einfach stutzig geworden, als Olivenbaum sagte: nach dem Streit ist erst einmal alles wieder ok, er gelobt Besserung, bis zum nächsten Mal. Das kam mir sehr bekannt vor. Da wird ja nichts geklärt und möglicherweise ist das auch gar nicht der Hintergrund.

Würde ich einmal ein Bisschen nachhaken und bohren.

Sonne

Inaktiver User
19.09.2006, 14:06
So etwas in der Art hatte ich ja auch schon vermutet (siehe ganz weit oben).

Cook3
19.09.2006, 14:24
Willst Du meine Prognose hören - lieber nicht, gell?
Ich glaube, dass die Affaire eine Art Machtinstrument in seinen Händen darstellt - und ich finde das ganz übel.

Doch gut, wenn man in so einem Strang alles liest.

Also Gyldi hat es schon geschrieben: Vermutlich nützt er die Affäre um die Machbalance in der Beziehung zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

Bringt er es immer dann auf, wenn er in einer eher schwächeren Position ist? Wenn ja, solltest Du mal über Euer Machtgefälle in der Beziehung nachdenken.

Cook3

sonnenschein07
19.09.2006, 14:33
Bringt er es immer dann auf, wenn er in einer eher schwächeren Position ist? Wenn ja, solltest Du mal über Euer Machtgefälle in der Beziehung nachdenken

... oder fängt er immer gerade dann an, wenn alles Tuppi-Luppi ist und du ihm deutlich signalisierst oder sagst, dass er der Mann fürs Leben ist?

Sonne

Inaktiver User
19.09.2006, 14:40
Aha, jetzt wird hier gleich der Mann therapiert, der nur durch seine Partnerin hier Erwähnung fand. Sein Verhalten findet übrigens auch nur durch die Partnerin hier Erwähnung. Könnte Frau sich vorstellen, dass die Partnerin ihn hier nicht unbedingt objektiv darstellt?

Ich liebe die durchschnittliche BriComm-Nutzerin und ihre analytischen Fähigkeiten.

sonnenschein07
19.09.2006, 14:48
Ich liebe die durchschnittliche BriComm-Nutzerin und ihre analytischen Fähigkeiten.

... Gell?

Wobei ich mich persönlich als alles andere als durchschnittlich empfinde :lachen:

@Khan

Es geht ja keineswegs darum den Mann zu therapieren, sondern ggf. einfach aus eigenen Erfahrungen zu berichten. Das soll nicht spekulativ sein, sondern sind schlicht und ergreifend: Erfahrungsberichte.

Es grüßt, Sonne

Sadness
19.09.2006, 14:58
Die die schreiben haben das Problem eben schon erkannt und sind auf der Suche nach der Ursache.

Würden beide suchen, hätten sie die Lösung vermutlich schon und würden die Bricom ( oder andere Foren ) nicht um Rat fragen.

"Sind wir heute wieder gut" :prost:

Cook3
19.09.2006, 15:00
Die Frage war ja, warum der Mann mit dieser Affäre nicht abschließen kann, für Frauen sowas aber wesentlich einfacher zu sein scheint.

Meine Meinung ist ähnlich wie die von Khan: Vertrauensverlust ist für einen Mann absolut schwerwiegend - Männer sind schließlich wesentlich romantischer als Frauen.
Frauen sehen eine Ehe (Beziehung) wesentlich rationaler, gerade auch unter wirtschaftlichen und Status-Aspekten.

Cook3

sonnenschein07
19.09.2006, 15:03
"Sind wir heute wieder gut" :prost:

Sadness, du sagst es :krone auf:

Inaktiver User
19.09.2006, 15:04
Frauen sehen eine Ehe (Beziehung) wesentlich rationaler, gerade auch unter wirtschaftlichen und Status-Aspekten.

Wie gut, dass ich Eheprostitution nicht nötig habe.

Aber wenn es so wäre ........
Warum sind diese Frauen dann so kleinlich mit der Treue?
DANN könnte es mir soch wurscht sein, wo der Ernährer den Treib austobt - solange er die Versorgungsbasis nicht gefährdet.

sonnenschein07
19.09.2006, 15:09
Meine Meinung ist ähnlich wie die von Khan: Vertrauensverlust ist für einen Mann absolut schwerwiegend - Männer sind schließlich wesentlich romantischer als Frauen.
Frauen sehen eine Ehe (Beziehung) wesentlich rationaler, gerade auch unter wirtschaftlichen und Status-AspektenCook3

Also, da kann ich nur sagen: Bullshit!

Ich sehe meine Ehe weder unter wirtschaftlichen noch unter Status-Aspekten.

Es geht um einen Vertrauensbruch und wie schwer der wirkt und wie lange der nachwirkt hat auch immer mit der Vorgeschichte des Betrogenen zu tun.

Durch diesen plötzlichen Wegfall von Sicherheit/Vertrautheit/Geborgenheit/Begehren ... oder was auch immer, kommen meines Erachtens sehr, sehr viele alte Verletzungen, die erst einmal objektiv mit der Sache gar nichts zu tun haben, an die Oberfläche.

Das ist es was uns mehr oder weniger leiden lässt.

Und das ist ja wohl erst einmal völlig unabhängig davon, ob ich Männlein oder Weiblein bin.

Sadness
19.09.2006, 15:18
Vertrauensverlust ist für einen Mann absolut schwerwiegend - Männer sind schließlich wesentlich romantischer als Frauen.
Frauen sehen eine Ehe (Beziehung) wesentlich rationaler, gerade auch unter wirtschaftlichen und Status-Aspekten.

Ich wußte es, ich bin nur unromantisch und scharf auf die Kohle meines Mannes...
Kein Wunder das mich der betrügt, belügt und mein Vertrauen übelst beschädigt.

Da hätte ich doch nur mal ab und zu ein Teelicht anzünden müssen...

sonnenschein07
19.09.2006, 15:26
Ich wußte es, ich bin nur unromantisch und scharf auf die Kohle meines Mannes...
Kein Wunder das mich der betrügt, belügt und mein Vertrauen übelst beschädigt.

Da hätte ich doch nur mal ab und zu ein Teelicht anzünden müssen...

:allesok: :allesok: :allesok: :allesok: :allesok: :allesok:

Cook3
19.09.2006, 15:27
Sadness,

Solange Du das Verhalten Deines Partners mitträgst, ist unter dem Strich die Bilanz für Dich positiv. Wenn dieses Positivum nicht auf den immateriellen Werten beruht, dann vermutlich doch auf den materiellen. Darunter fällst sicher auch der globale Begriff der wirtschaftlichen Sicherheit.

Cook3

Inaktiver User
19.09.2006, 15:31
Darunter fällst sicher auch der globale Begriff der wirtschaftlichen Sicherheit.


Das bietet aber doch keine Partnerschaft mehr, oder irre ich mich?

sonnenschein07
19.09.2006, 15:34
Solange Du das Verhalten Deines Partners mitträgst, ist unter dem Strich die Bilanz für Dich positiv. Wenn dieses Positivum nicht auf den immateriellen Werten beruht, dann vermutlich doch auf den materiellen. Darunter fällst sicher auch der globale Begriff der wirtschaftlichen Sicherheit.
Cook3

Also, mit Verlaub, es ist doch keneswegs so, dass einer der betrogenen Partner das Verhalten des Betrügers mitträgt. Liest du das etwa aus den Postings heraus?

Ich weiß ja nicht wie es bei dir ist Cook, aber mein Partner hat noch andere Eigenschaften, die mich haben NICHT gehen lassen. Und dabei geht´s nicht um Kohle.

Die Bilanz ist unter dem Strich in der Tat positiv und dabei geht es tatsächlich um immaterielle Werte.

sonnenschein07
19.09.2006, 15:36
@Gyldensternchen

Also, ich weiß nicht wie du das siehst. Aber diese Standpunkte in Sachen materielle Sicherheit sind mir einfach zu doof und zeugen doch eher von einem sehr schlichten Gemüt!

Inaktiver User
19.09.2006, 15:40
@Gyldensternchen

Also, ich weiß nicht wie du das siehst. Aber diese Standpunkte in Sachen materielle Sicherheit sind mir einfach zu doof und zeugen doch eher von einem sehr schlichten Gemüt!
Das würde ich so nicht unterschreiben wollen - meine Ansicht dazu ist deutlich komplexer.
Meine Partnerschaft fusst mit Sicherheit auch auf gewissen materiellen Gegebenheiten - wir haben ein finanzielles Gleichgewicht und spielen beruflich in etwa der gleichen Liga.
Das ist mir aus verschiedenen materiellen und anderen Gründen wichtig.
Das gibt mir aber keine Sicherheit - wenn er weg ist, ist seine Kohle ja auch weg.

Andere Menschen leben andere Modelle - zum Teil auch aus guten Gründen.

Cook3
19.09.2006, 15:41
Das bietet aber doch keine Partnerschaft mehr, oder irre ich mich?

Ich denke, der Wunschtraum ist wirtschaftliche Sicherheit und einen Partner, den man dominieren kann.

Kluge Frauen machen das diplomatisch und damit sehr effektiv, dumme ganz offen.

Nicht zu vergessen, daß es auch noch Ausnahmen gibt. Nicht richtig selten, aber die Mehrheit ist das, meiner Erfahrung nach, nicht.

@Sonnenschein,

Du bist eine Frau, klar daß Dir das nicht gefällt. Ich meine die Tatsache, daß es offen ausgesprochen wird.

Interessant, daß Du nicht den Ausnahmestatus für Dich reklamierst.

Cook3

Inaktiver User
19.09.2006, 15:44
Ich denke, der Wunschtraum ist wirtschaftliche Sicherheit und einen Partner, den man dominieren kann.


Das ist doch der Wunschtraum von Männern, oder?
Wirtschaftliche Sicherheit gibt es nicht - für niemanden!

Sadness
19.09.2006, 15:49
Sadness,

Solange Du das Verhalten Deines Partners mitträgst, ist unter dem Strich die Bilanz für Dich positiv. Wenn dieses Positivum nicht auf den immateriellen Werten beruht, dann vermutlich doch auf den materiellen. Darunter fällst sicher auch der globale Begriff der wirtschaftlichen Sicherheit.

Cook3

Falsch,

Bei uns bin ich diejenige die die Kohle hat

Sadness
19.09.2006, 15:57
@Cook 3

Abgesehen von aller Polemik, hat deine Aussage sicher einen wahren Kern...wir machen eine Rechnung auf und wenn dort in der Summe ein Plus rauskommt, sind wir bereit an der Beziehung festzuhalten.
Da spielt sicher alles zusammen materielle und immaterielle
Werte...

Cook3
19.09.2006, 15:59
Ich meine es gilt für beide Geschlechter.
Und richtig, es ist eine Illusion. Daher ja auch oft der Ärger, wenn man auf das falsche Pferd gesetzt hat.

@Sonnenschein,

als Frau würde ich hier hier auch nicht posten: "Ich blieb wegen seine Kohle bei ihm." Das muß jeder mit sich selbst ausmachen. Nur sollte man nicht dauern auch verlangen, daß die Gegenseite das nicht wahrnimmt bzw. ausspricht.
Frauen können Männer ja gerne für durchgehend dumm halten. Aber zu propagieren, daß die Männer genauso über sich selbst denken sollen, geht ein bißchen zu weit.

Cook3

Cook3
19.09.2006, 16:06
@Cook 3

Abgesehen von aller Polemik, hat deine Aussage sicher einen wahren Kern...wir machen eine Rechnung auf und wenn dort in der Summe ein Plus rauskommt, sind wir bereit an der Beziehung festzuhalten.
Da spielt sicher alles zusammen materielle und immaterielle
Werte...

... und das sollte beiden Seiten bewußt und diskussionswürdig sein.
Dieses rationale Denken ist ja nichts Schlechtes. Da halte ich die Vorspiegelung von nicht vorhanden Gefühlen für wesentlich schlimmer.

Cook3

AnnaNym
19.09.2006, 16:18
Ich denke, der Wunschtraum ist wirtschaftliche Sicherheit und einen Partner, den man dominieren kann.

Kluge Frauen machen das diplomatisch und damit sehr effektiv, dumme ganz offen.

Nicht zu vergessen, daß es auch noch Ausnahmen gibt. Nicht richtig selten, aber die Mehrheit ist das, meiner Erfahrung nach, nicht.

@Sonnenschein,

Du bist eine Frau, klar daß Dir das nicht gefällt. Ich meine die Tatsache, daß es offen ausgesprochen wird.

Interessant, daß Du nicht den Ausnahmestatus für Dich reklamierst.

Cook3

Uups, schluck. Meine Güte, bist du desillusioniert. Hast du deine Frau betrogen? Hat sie sich daraufhin getrennt und du bleibst einsam und finanziell blutend zurück, oder woher kommt deine destruktive Einstellung?

Bei mir war der Grund des Nicht-Trennens damals zunächst einmal die gemeinsamen drei Kinder, denen ich eine kaputte Familie mit nervigen Besuchswochenenden und Hasstiraden auf die betrogene und verlassene Ex-Frau (die doch glatt Ehegattenunterhalt mit drei Kindern zwischen 3 und 10 Jahren forderte, wo er doch sein Geld für seine zweite Jugend brauchte), nicht zumuten wollte (habe ich in aller Deutlichkeit beim Bruder meines Mannes gesehen), der Gedanke, dass diese Frau dann meine Kinder miterziehen würde und letztendlich meinen Gefühlen für meinen Mann, der ein echter Frauenversteher ist. Auch wollte ich nicht, dass sie sich dann ins gemachte Nest setzt. Sie hat danach einen anderen Mann herumbekommen und ist mit ihrem Kind zu ihm in sein großes Haus gezogen.

Bemüht hat sich mein Mann damals nicht um mich. Hat sich wohl auf meinen Druck hin, ihn sonst zu verlassen, von der anderen getrennt, mir aber gesagt, dass er sie neben mir eben auch liebt und ich dankbar sein sollte, über seine Entscheidung gegen sie. Er wollte uns halt beide. :-(

Ich gebe zu, dass ich meinen Mann seitdem auch um einiges rationaler sehe, als vor dem Ereignis. Mein großer Held ist er seitdem irgendwie nicht mehr. :-S

sonnenschein07
19.09.2006, 16:26
@Sonnenschein,

Du bist eine Frau, klar daß Dir das nicht gefällt. Ich meine die Tatsache, daß es offen ausgesprochen wird.

Interessant, daß Du nicht den Ausnahmestatus für Dich reklamierst.

Cook3

Also, ich kenne Frauen, die gar kein "eigenes" Geld haben, Frauen, die mehr Geld haben als ihre Männer und Paare, bei denen das so ziemlich gleich ist. Da gibt es wohl verschiedene Lebensmodelle.

Mein Mann hat 3 Jahre gegen die Insolvenz seines Unternehmens angekämpft. Da hat er über weite Strecken auf ein eigenes Gehalt verzichtet, um seine Mitarbeiter bezahlen zu können.

Wäre es den Bach hinunter gegangen, wären wir nicht nur pleite, sondern hätten auch noch über viele Jahre mit den Schulden zu tun gehabt.

Da wäre es doch in der Situation (nach seiner Affäre) viel schlauer von mir gewesen das Weite zu suchen. Hab ich aber nicht!

Also, mir musst du wirklich nix von materieller Sicherheit erzählen.

Es grüßt, Sonne

Sadness
19.09.2006, 16:30
Bemüht hat sich mein Mann damals nicht um mich. Hat sich wohl auf meinen Druck hin, ihn sonst zu verlassen, von der anderen getrennt, mir aber gesagt, dass er sie neben mir eben auch liebt und ich dankbar sein sollte, über seine Entscheidung gegen sie. Er wollte uns halt beide. :-(

Dankbar, ja gehts noch. *kopfschüttel*

Inaktiver User
19.09.2006, 16:32
Bemüht hat sich mein Mann damals nicht um mich. Hat sich wohl auf meinen Druck hin, ihn sonst zu verlassen, von der anderen getrennt, mir aber gesagt, dass er sie neben mir eben auch liebt und ich dankbar sein sollte, über seine Entscheidung gegen sie. Er wollte uns halt beide. :-(


*öhm*
Dankbar sollst Du sein?
Hast Du keinen Stolz? Du glaubst, dass eine solche Aktion GUT für die Kinder ist - ich bin so gross geworden, das ist SCHEISSE!
Verstehe ich nicht - den FRED hätte ich bis zum Mars geschossen!

sonnenschein07
19.09.2006, 16:36
Bemüht hat sich mein Mann damals nicht um mich. Hat sich wohl auf meinen Druck hin, ihn sonst zu verlassen, von der anderen getrennt, mir aber gesagt, dass er sie neben mir eben auch liebt und ich dankbar sein sollte, über seine Entscheidung gegen sie. Er wollte uns halt beide. :-(


Mann, oh Mann!! :zahnschmerzen:

Bei dem, was ich hier zum Teil lese, habe ich - bei allem Elend - manchmal den Eindruck, ich führe eine absolute Bilderbuchehe.

AnnaNym
19.09.2006, 20:02
*öhm*
Dankbar sollst Du sein?
Hast Du keinen Stolz? Du glaubst, dass eine solche Aktion GUT für die Kinder ist - ich bin so gross geworden, das ist SCHEISSE!
Verstehe ich nicht - den FRED hätte ich bis zum Mars geschossen!

Tja, ich habe damals erst einmal einen Kurzzeittherapie Psychologen gebraucht, um wieder klar zu kommen. Ich hatte überhaupt kein Selbstbewusstsein mehr und hatte mir in den Jahren meiner Ehe einiges gefallen lassen. Zuhause galt in meiner Kindheit: Es gibt keinen Streit und auch mein christlicher Glaube hatte mir das vermeintlich verboten. Das hatte ich verinnerlicht. Mein Mann ist ganz anders groß geworden, sein Vater ist ein Macho, der gerne herumbrüllte und Kommandos gibt. Ich konnte nie aushalten, wenn mein Mann ausflippte und habe immer klein beigegeben. Wir haben uns 12 Jahre lang nie wirklich gestritten, weil ich immer die Wogen geglättet habe und alles getan habe, damit er sich wohl fühlte. Er konnte machen, was er wollte und ging daher auch davon aus, dass er seine Zweitfrau behalten konnte. Die war aus anderem Holz als ich: Frech und mit der Klappe vorneweg.
Meine Güte, was hat er sich in den Jahren davor alles schon herausgenommen.

Seitdem hat sich einiges getan. Ich habe gelernt, Wut bei mir zuzugelassen, bin selber ausgeflippt, habe das Türschloss ausgewechselt und mein Mann verstand die Welt nicht mehr. Wir haben dann eine Ehetherapie gemacht. Herausgekommen ist für mich, dass ich nicht meinen Mann, wohl aber mich ändern kann. Ich habe gelernt, dass ich freiwillig bei ihm bin, und richte mir mein Leben jetzt mehr nach meinen Zielen ein. Ich wollte immer studieren - jetzt tue ich es. Ich habe ihn zur Mithilfe im Hausarbeit und zur Betreuung unserer drei Kinder zwangsverpflichtet und lasse mir nicht mehr gefallen, dass er mich, oder die Kinder anbrüllt. Auf der anderen Seite nimmt er mich seitdem ernst und bemüht sich jetzt sehr um mich.

Er hat sich ganz schön geändert in den letzten Jahren, ist zuhause viel aufmerksamer und liebevoller geworden und kümmert sich jetzt auch sehr liebevoll um seine Kinder (herumbrüllen tut er dafür manchmal bei anderen: Im Straßenverkehr, im Supermarkt, ... >:-( ).

Der Stachel ist geblieben, dass er sich damals bei ihr für die Trennung bald unter Tränen entschuldigt hat und mich da und in den folgenden Wochen nur anknurrte, dass ich doch dankbar dafür sein sollte. Heute sagt er immer noch, er habe das damals eben für sich gebraucht, um mit ihr Schluss zu machen. Ich sehe ihn jetzt mit anderen Augen, abgeklärter und desillusioniert.

Inaktiver User
19.09.2006, 20:05
AnnaNym: gibt es auch glückliche Momente für Dich?
Das klingt alles so traurig (und macht mich furchtbar wütend).

Prijon
19.09.2006, 21:47
Moin,

Es gibt einen Therapeuten ( Jellouschek glaub ich ) der schlägt ein Versöhnungsritual vor.


Um mal wieder nach gaaaaaaaaaaaanz vorne zurückzugehen, zu Olivenbaum nämlich (en Rest finde ich aber auch ganz spannend)

Es war Jellouschek, der das empfohlen hat.

Olivenbaum schreibt, Heirat und Kinderkriegen stünden an. Ich würde ihr sehr empfehlen, mal über das Ritual "Hochzeit" oder auch Verlobung mit dem Mann ihrer Träume nachzudenken. Vielleicht kann man sich ja darauf einigen, dass es eine Verlobung gibt. Von OLIVENBAUM als Versprechen dafür: Der isses nun. Den will ich haben. Und keinen anderen. Von IHM: Die isses, die will ich haben. Sch...egal, was vorher gewesen ist.

Wenn Ihr Euch das bei einer Verlobung versprecht und dann schaut, ob das über Monate trägt - dann ist das aus meiner Sicht eine gute Basis.

Prijon

Prijon
19.09.2006, 21:47
+

morle26
19.09.2006, 22:38
Warum ist es etwas besonderes wenn ein Mann einer Frau vertraut? Andersherum vielleicht nicht?

Prijon
19.09.2006, 22:40
:wie?:
Verstehe die Frage gerade nicht....

Inaktiver User
20.09.2006, 01:55
Das mit dem Ultimatum habe ich schon gemacht, bin aber doch zu schwach um dann wirklich zu gehen. Nach dem letzten Streit habe ich gesagt, dass er mich nur ganz (d.h. ohne diese Ausraster) oder gar nicht haben kann. Mal schauen, ob es geholfen hat, oder ob es in ein paar Wochen wieder los geht.
Überleg dir das noch mal. Ultimaten sollte man wirklich nur stellen, wenn man bereit ist, sie durchzuziehen.
Ich bin so eine Unversöhnliche wie dein Mann, war voller Urvertrauen in schwieriger Situation und war total geplättet und überfordert mit dieser Fremdvö...geschichte.
Denke dir eher mal ein Ultimatum mit einer Beratung aus.
Entweder wir gehen da hin und bereinigen das, oder ich will so nicht mehr weitermachen.
Mein Mann kriegt von mir im schlimmsten Fall zwar immer noch so diesen alten Blödsinn zu hören, weiss aber, dass es dann der viele Rest aussenrum ist, der mich eigentlich aus der Spur bringt.
Ich habe mich größtenteils aus meiner Opferecke gebracht, indem ich ihn vor die Tür gesetzt habe. Und nach zwei Wochen eingesehen habe, dass ich das Ziel erreicht habe.

sonnenschein07
20.09.2006, 06:07
:wie?:
Verstehe die Frage gerade nicht....

Da ging es wohl um diese Aussage.



Die Frage war ja, warum der Mann mit dieser Affäre nicht abschließen kann, für Frauen sowas aber wesentlich einfacher zu sein scheint.

Meine Meinung ist ähnlich wie die von Khan: Vertrauensverlust ist für einen Mann absolut schwerwiegend - Männer sind schließlich wesentlich romantischer als Frauen.
Frauen sehen eine Ehe (Beziehung) wesentlich rationaler, gerade auch unter wirtschaftlichen und Status-Aspekten.

Cook3


Gruß, Sonne

Nimwen
20.09.2006, 10:49
Die Frage war ja, warum der Mann mit dieser Affäre nicht abschließen kann, für Frauen sowas aber wesentlich einfacher zu sein scheint.


Da bin ich mir aber nicht so sicher, dass hier nur der Mann nicht abschließen kann. Es kommt mir eher so vor, als könnten beide nicht damit abschließen. Schließlich hat sie ja wohl dauernd das Gefühl, dass er ihr etwas vorwirft. Wo kommt das her? Entweder wirft er ihr tatsächlich was vor oder sie denkt es oder beides.

Übrigens, ich - als Frau - habe eine Affäre nicht toleriert und täte es auch nicht. Bei mir war es konkreter keine Affäre, sondern ein Hin- und Hergespringe mit der Ex. Auch als Frau fühle ich mich durchaus verletzt, mein Vertrauen ist dahin. Auf dieser Basis gibt es keine Beziehung für mich.

Würde ich eine Affäre haben, könnte ich mir selbst das wohl auch nicht verzeihen und hätte ein Dauer-Schlechtes-Gewissen. Also, um es kurz zu sagen: Ich glaube, beide haben ein echtes Problem, diese Sache von vor Jahren mal auszublenden.

Warum viele Frauen anscheinend eine oder viele Affäre(n) oder schlechte Behandlung von seiten des Mannes verzeihen, kann ich nicht nachvollziehen. Aber vielleicht liegts daran, dass ich zu den armen Würmchen gehöre, die nicht geschlechtsspezifisch erzogen wurden...

:freches grinsen:

Viele Grüße
Nimwen

sonnenschein07
20.09.2006, 11:14
Warum viele Frauen anscheinend eine oder viele Affäre(n) oder schlechte Behandlung von seiten des Mannes verzeihen, kann ich nicht nachvollziehen. Aber vielleicht liegts daran, dass ich zu den armen Würmchen gehöre, die nicht geschlechtsspezifisch erzogen wurden...

:freches grinsen:



@Nimwen
zunächst auch einmal ein :freches grinsen: (weil wir ja nun wissen, dass das bei Männern so gaaaaaaannnnzzz, gaaaaaaannnnzzz anders ist als bei Frauen)

Ich denke schon, dass die Hintergründe da eine gewaltige Rolle spielen.

Es gibt in Beziehungen Extremsituationen, die ggf. zu einer Affäre führen, es gibt die ewig notorischen Fremdgänger und einfach Typen, die Frauen grundsätzlich schlecht behandeln (oder die Frauen die Männer).

Und ich meine, man kann die Person des Betrogenen da auch nicht ganz außen vor lassen. Auch die hat eine Vergangenheit, die sie zu der einen oder anderen Handlung (und sei es: dabeibleiben) bewegen.

Ich kann das nicht so sehen (hab ich ja auch nicht): einmal betrogen und ich bin weg. Das ist mir zu einfach!

Nimwen
20.09.2006, 11:38
Hallo,

ok, das stimmt. Es mag durchaus so einmal-Aktionen geben, die man in einer langjährigen, vertrauten Beziehung irgendwie verarbeiten kann (von beiden Seiten aus).

Ich dachte jetzt eher an diese notorischen Sachen, oder Betrügereien und Lügen in der ersten Beziehungsphase, weil ersteres hier doch recht häufig ein Thema ist und letzteres zum Glück bisher das einzige ist, was ich selbst erlebt hab.

In einer langen Beziehung bei einmaligem Fremdgehen mit gewissen Umständen usw.... würd ich wohl auch noch mal drüber nachdenken. Allerdings glaube ich (und hoffe ich!), dass auch Männer das tun würden.

LG
Nimwen

AnnaNym
20.09.2006, 12:02
AnnaNym: gibt es auch glückliche Momente für Dich?
Das klingt alles so traurig (und macht mich furchtbar wütend).

Vielen Dank für dein Mitgefühl. :-)
Doch, es gibt auch glückliche Momente. Mein Mann ist ja nicht nur Macho, sondern auch ein Frauenversteher. :-S :-)
Er hat viel Humor und bringt mich immer wieder auch zum Lachen, aber Fehler einzugestehen, ist nicht seine Sache. Das macht mich dann eben auch unheimlich traurig, wenn ich mich mit der Geschichte beschäftige.

sonnenschein07
20.09.2006, 15:13
@Olivenbaum

Gibt es Dich noch?

Gruß Sonne

Olivenbaum
20.09.2006, 18:29
Klar gibts mich noch, hab nur leider neben der Arbeit erst abends Zeit und brauch ein bischen Ruhe zum Chaten ;)
Bei mir wars übrigens so, erster Freund, seit mehr als zehn Jahren zusammen und zur falschen Zeit am falschen Ort, wenn man das so sagen kann.
Hatte ein sehr gutes Verhältnis mit meiner Affäre, bevor das alles passiert ist. Da hatte er auch schon ewig eine Freundin und ich habe mich halt sicher gefühlt und mir eingeredet er sei halt nur ein Freund.
Fremdgehen konnte ich nie verstehen, und mir hätte ich das sowieso nicht zugetraut. Tja, und dann kam doch alles anders. Bin auf diese Erfahrung wahrlich nicht stolz, aber ich kann es nun mal nicht ändern. Gerne hätte ich einfach einen guten Freund behalten und alles wäre beim Alten geblieben. Wobei ich schon oft spekuliere, ob das "Alte" denn soviel besser war. Wir gehen jetzt einfach anders miteinander um als früher.

Sadness
20.09.2006, 18:43
Also kannte auch dein Freund deine Affäre?

Inaktiver User
20.09.2006, 21:06
Warum viele Frauen anscheinend eine oder viele Affäre(n) oder schlechte Behandlung von seiten des Mannes verzeihen, kann ich nicht nachvollziehen. Aber vielleicht liegts daran, dass ich zu den armen Würmchen gehöre, die nicht geschlechtsspezifisch erzogen wurden...


Das kann ich auch nicht nachvollziehen. Interessant, wie unterschiedlich die Reaktionen Dritter (egal welchen Geschlechts) auf einen Betrogenen und eine Betrogene sind. Mein Mann und ich wurden beide betrogen, in vergangenen Beziehungen. Daraufhin trennten wir uns von unseren damaligen Partnern. Während ihm von seinen Leuten auf die Schulter geklopft wurde ("Klasse, dass du dir das nicht bieten lässt!"), versuchten mir die meisten ein schlechtes Gewissen oder Naivität einzureden ("Wegen eines Ausrutschers wirft man keine Beziehung weg" - "Du hast wirklich geglaubt, Männer können treu sein? Süß ..." - "Du musst vieles falsch gemacht haben, sonst wäre er nicht fremdgegangen!"). Eine betrogene Frau braucht DIESEN Müll ebenso wenig wie ein betrogener Mann!

Es spricht Bände, welches Männer- und Frauenbild durch diese zum Teil erschreckenden Reaktionen offenbart wird.

Inaktiver User
21.09.2006, 08:16
Es spricht Bände, welches Männer- und Frauenbild durch diese zum Teil erschreckenden Reaktionen offenbart wird.

Mich macht das sehr wütend, weil es mir den Stellenwert der Frau in der Gesellschaft verdeutlicht.