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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst vor Spinnen



Inaktiver User
17.09.2006, 00:16
Hallo,
es gibt sicherlich viele unter Euch, die sich vor den Achtbeiner ekeln, aber bei mir geht der Ekel weiter:
Bin ich plötzlich (sei es im Büro, sei es zu Hause...) mit einer Spinne (größeres "Kaliber") konfrontiert und es ist gerade jemand da, den ich herbeischreien kann - okay.
Ist aber gerade keiner da und dies auch in absehbarer Zeit nicht, habe ich ein Problem....
Wenn ich zumindest wie einige meiner Leidensgefährtinnen beherzt zum Staubsauger oder dem Schuh greifen könnte, aber leider ist dem nicht so.
Sobald ich mich einer großen Spinne gegenüber sehe, kriege ich typische Paniksymptome: Herzrasen, Schwitzen, Schwindel, das Gefühl, gelähmt zu sein.
Vor kurzem war ich auf einer Orchideen-/Reptilien-Schau. Allein der Anblick der Glasbehälter, in denen sich die Vogelspinnen aufhielten, war für mich furchtbar. Der "Höhepunkt" der Show war, dass einer der Veranstalter eine der Vogelspinnen auf die Hand nahm und sie ins Publikum hielt - wer wollte (und sich traute) konnte das Tier anfassen. Der BLANKE HORROR!!!!! So schnell war ich noch nie eine Treppe oben!
Manchmal kann sich diese Spinnenphobie zu einem echten Problem auswachsen. Geht es einigen von Euch auch so? Hat vielleicht jemand Erfahrung mit einer Konfrontationstherapie??? (Falls ja: Mit welchem Ergebnis?)
Liebe Grüße,
Lillian

Noodie
17.09.2006, 19:35
Hallo Lillian!

Mir ging es wie dir und obwohl meine Spinnenphobie heutzutage nicht 100% weg ist hat sie sich doch deutlich verringert und ich kriege keine Panik mehr. Eine Vogelspinne wuerd ich aber immernoch nicht anfassen (aber auch nicht mehr weglaufen)! Aber was sich so in Haus und Wiese tuemmelt ist mittlerweile okay und wenn eine zu nahe meinem Schlafgemach weilt nehm ich einen Becher und trag sie damit nach draussen (denn toeten kann ich nicht).

Ich kann dir nicht genau sagen wann und wie diese ehemals starke Phobie sich zu einer einfachen Abneigung, die aber zu handhaben ist, verwandelt hat, aber ich weiss dass das hier in Indien passiert ist, wo ich seit ca 11 Jahren lebe und wo es viel mehr dieser Krabbeltierchen gibt. Ich denke das kommt einer Konfrontationstherapie nahe.

Von daher kann ich dir nur dazu raten. Sich dem auszusetzen nimmt dem Ganzen die Dramatik.

Nur zu!

LG Noodie

MaryB
17.09.2006, 20:06
Mir geht es genauso wir Dir. Wenn ich die ganzen Geschichten aufzählen wollte die ich schon mit Spinnen erlebt habe, das würde den Rahmen sprengen. Schon als Kind hatte ich eine ausgeprägte Spinnenphobie, die sich jedoch nur auf die dicken schwarzen ekligen begrenzt, ich finde nicht alle Spinnen schlimm. Heute bin ich 44 und habe 2 Jungs im Alter von 10 u. 14 Jahren. Wenn eine Monsterspinne auftaucht und mein Mann ist nicht gerade zu Hause, dann muß der Kleine mit dem Staubsauger ran. Ich kann das auch nicht selbst, ich ekle mich einfach dem Tier so nahe zu kommen.

Kann Dir aber mindestens 20 Personen im Freundes-u. Kollegenkreis nennen denen es genauso geht und es sind nicht nur Frauen.

Habe vor vielen Jahren mal eine Konfrontationstherapie angefangen. Leider hatte ich wohl den falschen Therapeuten. Er ist mit mir in den Zoo gefahren und wir haben uns einige Stunden vor ein Terrarium mit einer Vogelspinne gestellt. Leider sind Vogelspinnen aber nur mal nicht das Ziel meiner Phopie, da diese nicht unmittelbar in meinem Haus auftauchen. Es sind wirklich nur die dicken schwarzen die plötzlich in der Badwanne ( schwarze Spinne auf weißem Untergrund, ein Alptraum ) oder im Wohnzimmer auftauchen. Der Therapeut konnte mir eine solche Spinne nicht präsentieren, da er in der Stadt wohnte. Er meinte dann ich soll doch eine von zu Hause mitbringen. Der hatte Nerven, sollte ich die etwa in einem Glas im Auto transportieren? Allein der Gedanke. Der hat gar nicht verstanden worum es ging.

Letzte Woche hatte ich auch wieder so eine Begegnung der 3. Art. Hatte mir rote Weintrauben im Supermarkt gekauft. Als ich nach Hause kam, habe ich den Stöpsel in der Küchenspüle reingemacht, Wasser laufenlassen und die Weintrauben ausgepackt und ins Wasser gelegt zum waschen. Als ich mich umdrehte sah ich plötzlich eine Riesen Megaspinne auf dem Wasser rumzappeln. Die muß aus den Weintrauben gekommen sein, denn vorher wäre sie mir im Spülbecken aufgefallen. Der Gedanke daß ich sie durch den Supermarkt getragen habe und im Auto nach Hause mitgenommen habe, verursacht bei mir heute noch Gänsehaut.

Habe meinen Mann auf der Arbeit angerufen. Er arbeitet im selben Ort wo wir wohnen. Er ist mir dem Fahrrad nach Hause gekommen und hat das Monster entfernt. Das darf man gar keinem erzählen.

Nocturna
17.09.2006, 22:06
Mein Arbeitskollege hat mal die These aufgestellt, wer keine Spinnen mag, kann Mäuse leiden und umgekehrt. Als wir das im Kollegenkreis quergeprüft haben, ist sogar eine nette Übereinstimmung herausgekommen.

Ich habe auch was gegen Spinnen, laut einem Internetfragebogen war ich früher sogar halbe Spinnenphobikerin. Ich habe unbewusst Räume nach Spinnen abgecheckt beim Betreten und ich hatte einen 6. Sinn, ob sich eine solche in einem Raum befindet.

Einmal habe ich gezögert im Halbdunklen meinen Tee zu trinken, den ich mir frisch mit dem Wasserkocher aufbereitet habe. Gut so, denn es schwamm eine mitgekochte Spinne drin. Genauso wie ich einmal im Dunklen verzichtet habe einen Lichtschalter zu drücken, auf dem eine fette Spinne saß, wie sich später herausstellte. Ich hatte wirklich Antennen für die Viecher entwickelt.

Dennoch, ich habe gelernt halbwegs mit den Viechern zu leben und meine Phobie ist auf (heftige, aber ich arbeite daran) Abneigung gesunken. Der Wille ist ausschlaggebend. Als ich Sohn bekam, wäre es mir zutiefst peinlich gewesen, wenn er meine Phobie gesehen und womöglich übernommen hätte.

Also habe ich meinem Sohn von frühester Jugend an, etwas über nützliche Spinnen erzählt und hier besonders die Nützlichkeit außer Haus hervorgehoben. Sprich, ich habe ihn immer ermuntert, die Biester nach draußen zu tragen :freches grinsen:. Es hat mich mehr als einmal Überwindung gekostet, wenn er mir sein gefangenes Exemplar unter die Nase gehalten hat. Sohn ist mittlerweile 9 Jahre alt und ich bin stolz darauf, dass er bis heute keine Ahnung hat, wie sehr ich die Viecher verabscheue.

Ich arbeite weiter an mir. Seit mittlerweile 4 Wochen sitzt eine dicke (der Hausspinne nachempfundene) Plastikspinne auf meinem Schreibtisch und grüßt freundlich. Ich platziere sie immer wieder auf einen anderen Fleck, damit ich mich unbewusst an ihren Anblick gewöhne. Natürlich ist das kein Vergleich zu einer echten Spinne, aber ich möchte mir die Panik und den Fluchtreflex abgewöhnen, wenn ich etwas 8-beiniges im Augenwinkel habe. Sohn denkt übrigens, ich habe sie deswegen auf meinen Schreibtisch gesetzt, weil ich sie mag. :smirksmile:

BlackWidow
17.09.2006, 22:24
Da schau ich mal nach längerer Abwesenheit herein und finde sofort den richtigen Thread:zwinker:

-Geht es einigen von Euch auch so?-

Nein,ich habe nur Horror vor Schlangen.
Ich habe selber ein Krabbelmonsterchen.:lachen:

Noodie
17.09.2006, 22:40
Ich hab letzte Nacht von einer Black Widow getraeumt. Bringt das Glueck? Witzig dass ich jetzt eine auf deinem Avatar sehe. Zufall?

Nocturna, das ist richtig so wie du das machst! Machst deine eigene Konfrontationstherapie. Man darf der Angst nie zuviel Raum eingestehen, dann nimmt sie ueberhand.

Ich hab uebrigens mal mit dem Tee eine (zugegeben ziemlich kleine) Spinne im Mund gehabt! Hatte wohl nicht so gute Antennen wie du! Sie hat ueberlebt - und ich auch! *gg*

Gut Nacht!

Noodie

Inaktiver User
17.09.2006, 22:50
Hallo,

"Mein Arbeitskollege hat mal die These aufgestellt, wer keine Spinnen mag, kann Mäuse leiden und umgekehrt. Als wir das im Kollegenkreis quergeprüft haben, ist sogar eine nette Übereinstimmung herausgekommen."


...und umgekehrt... trifft auch auf mich zu. Ich bin zwar kein direkter Spinnen-Liebhaber. Aber ich habe keine Probleme, sie zu beseitigen.

Aber der Gedanke, einer Maus zu begegnen, ist eine absolute Horrorvorstellung. Zum Glück liegen solche Erlebnisse schon einige Jahre zurück. Aber damals habe ich auch fluchtartig das Haus verlassen und es nicht wieder betreten bis sie jemand gefangen hat.
Und schon jetzt beim Schreiben läuft es mir wieder kalt den Rücken herunter.

Mich würde nur brennend interessieren, woher so eine Phobie überhaupt kommt. Meiner Mutter und Großmutter machen z.B. solche Begegnungen mit Mäusen oder Spinnen überhaupt nichts aus.

Viele Grüße Melfeli

PeggySue
17.09.2006, 22:53
Das erste mal, dass ich freiwillig eine Spinne angefasst habe war, als sie bei meinem Baby auf der Decke saß, im Kinderwagen, alleine auf weiter Flur. Ich habe meinen ganzen Mut zusammengenommen und sie mit einem energischen Wisch von der Decke gehauen.
Ich sehe heute noch weg, wenn im Fernsehen Spinnen gezeigt werden. Ich kann auch keine Seite in einer Zeitung anfassen, auf der das Foto einer Spinne ist. Ich passe dann beim Umblättern genau auf!

Inaktiver User
17.09.2006, 23:08
Also ich habe keine Angst vor Spinnen, ganz im Gegenteil: Ich reagiere auf Mückenstiche allergisch und finde deshalb Spinnen sehr nützlich.
Nur ihre Spinnenweben möchte ich im Haus auch nicht haben, im Keller dürfen sie aber fleißig sein. :freches grinsen:

Leider hat mein 16jähriger Sohn die gleiche Panik vor Spinnen wie ihr sie beschrieben habt. Und um ihn zu beruhigen muss ich sie auch endgültig "beseitigen", denn sonst könnten sie ja wieder von draußen reinkommen. :ooooh:

Inaktiver User
18.09.2006, 07:39
Hallo Ihr Lieben,
erst einmal herzlichen Dank für die vielen Antworten! Mit derartiger Resonanz zu diesem Thema hätte ich gar nicht gerechnet!
Vorneweg: Ich passe voll in die Statistik - Mäuse und Ratten machen mir nichts aus, die fasse ich sogar an und finde ich recht putzig (naja, zumindest Mäuse).
Und mir geht´s außerdem wie PeggySue. Selbst auf Fotos oder im Fernsehen kann ich mir keine Spinnen ansehen. Ob sich das bei mir - wie bei einigen von Euch - auch mit dem Alter noch legt? (bin jetzt 30).
Ich denke, ich weiß was der Auslöser für meine ausgeprägte Phobie war: Als ich mit fünf Jahren etwa in der Badewanne saß, saß eine dicke fette Spinne auf der Armatur. Selbst meine Mutter (die bei Spinnen beherzt mit Staubsauger oder Schuh reagiert) war entsetzt, weil sie so ein Riesenvieh zuvor nie gesehen hatte.
Das Schlimmste ist ja das Erschrecken beim Anblick, wenn ich mir vorstelle, ich sitze gerade im Auto und entdecke plötzlich eine Spinne im Wagen - ich fürchte, ich würde glatt im Graben landen...
Vor einer Konfrontationstherapie graust es mir aber auch...:knatsch: - muss mal schauen, ob ich mich dazu überwinden kann.... (werde Euch auf dem Laufenden halten!)
Einen guten Start in die neue Woche,
viele Grüße,
Lillian :smile:

Nocturna
18.09.2006, 09:45
Nein,ich habe nur Horror vor Schlangen.

Da sieht man mal wieder wie irrational das ganze ist. Schlangen sind mir so was von egal, ich könnte sogar eine als Schal im Winter tragen. Ich rette auch Regenwürmer, die sich auf meiner Einfahrt befinden und trage sie zurück ins Gartenbeet. Mein Mann allerdings, tapferer Spinnenjäger, kriegt Muffensausen, wenn er bei Indianer Jones die Szene sieht, wo er in die Schlangengrube fällt.

Trotzdem, finde ich, haben es Schlangen und Mäusephobiker leichter. Wann hängt schon mal eine Schlange an der Wand oder liegt im Kellerflur herum? Auch Mäuse sind weniger häufig verbreitet als Spinnen, wenn man nicht gerade sehr ländlich wohnt.

Der Leidensdruck bei Spinnenphobiker ist definitiv höher, zumindest was die Anzahl der Begnungen angeht.

Inaktiver User
18.09.2006, 18:41
Hallo Nocturna,
da gebe ich Dir vollkommen recht - wir Spinnenphobiker "schweben nahezu ständig in Konfrontationsgefahr". :smirksmile:
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass eine Spinne, die tagelang im Treppenhaus an der Wand sitzt (hier muss ich meine Phobie einfach irgendwie überwinden und vorbei, sonst komme ich nicht aus dem Büro raus....), plötzlich an der Decke sitzt und sich just in dem Moment abzuseilen beginnt, in dem ich drunter durch laufe.:niedergeschmettert:
Aber es ist schon witzig, wie unterschiedlich die Tierchen sind, vor denen sich Leute ekeln oder eine ausgewachsene Phobie haben: Eine Freundin von mir kriegt Zustände beim Anblick von Aquarien - sie kann einfach den Anblick von Fischen nicht ertragen.

PeggySue
18.09.2006, 19:18
Ich hatte vor vielen Jahren ein ganz "tolles" Erlebnis. Mein Mann brachte einen Freund nach Hause, ich saß barfuß und schon im kurzen Nachthemd auf der Toilette. Das Badezimmer war lang und schmal, hinten quer die Wanne. Meine dämliche Katze brachte stolz eine dicke schwarze lebende Spinne an und legte sie vor mir auf den Boden. Wegen der Enge traute ich mich nicht daran vorbei zur Türe zu rennen. Ich bat meine Katze inständig das eklige Tier zu fressen, als ich glaubte sie folgt mir hatte sie aber nur ein, zwei Beine abgebissen, die Spinne lebte weiter und bewegte sich in meine Richtung. Ich rettete mich auf die Badewanne, forderte meine Katze weiterhin auf doch endlich dieses eklige Spinnentier zu fressen, sie hatte aber wohl keine Lust mehr. Ich stand dann mit dem Rücken zur Wand auf dem Badewannenrand, so weit weg wie möglich zu der Spinne, bis endlich mein Mann zurückkam und mich erlöste.
Er fand's lustig!

Noodie
18.09.2006, 19:21
Lest mal den Wikipedia Artikel (http://de.wikipedia.org/wiki/Arachnophobie) ueber Arachnophobie, der ist interessant, vor allem die Abschnitte Ursachen und Behandlung.

PeggySue
18.09.2006, 19:26
Ich kann mit meiner Spinnenphobie leben, wie so viele andere habe ich keine Angst vor anderen Tieren, ich fasse alles an, egal ob Ratten, Würmer, Schnecken oder Schlangen, aber eben keine Spinnen.:freches grinsen:

diane
18.09.2006, 20:05
Ich muss mich anschliessen,
ich hab auch eine ganz ausgeprägte spinnenphobie, für die ich mich schon manchesmal sehr geniert habe, aber es dennoch nicht verbergen konnte.

Ich könnte es zb. nie ertragen, aufzuwachen und eine spinne vor mir zu sehen etc... es ging sogar so weit, dass ich mal besuch hatte und kochte... als ich zu den zwiebeln griff, krabbelte mir eine spinne über die hand.
Ich bin damals total ausgezuckt, sosehr hab ich mich geekelt.. und bekam einen heulkrampf.

Alles sehr seltsam für den besuch:ooooh:

Einmal hab ich in meinem wohnzimmer eine ganz fette spinne gesehen...ich hab jedes eck mit dem staubsauger aufgesucht, und dann hab ich eine alte stehlampe umgedreht, da sass das tier dick und fett *seufz*
Das war das einzige mal, dass ich das tier in den staubsauger hineinesog, und es war ein fürchterliches geräusch... seitdem töte ich auch keine spinne mehr.

Ich hab mich nicht mehr als normal empfunden, such jedoch oft wenigstens mein schlafzimmer danach ab, und irgendjemanden zu finden, welcher das tier auf humanen weg ins freie bringt.

lg diane

Oma_Berta
18.09.2006, 20:57
Achtbeinige find ich schrecklich! Die letzte (und bisher auch ekligste) von Samstagmorgen (beschrieben in einem anderen Strang) hängt mir immer noch nach. Aus den Augenwinkeln beobachte ich immer noch alle Ecken und stell keinen Teller ins Spülbecken. Und bei der Erinnerung krieg ich immer noch eine Gänsehaut.
Rational weiß ich, dass die mir nichts tun. Aber allein der Gedanke, dass mir eine nachts über den Arm oder so krabbelt *schüttel*.
Sollte das jemals passieren, würde ich vielleicht sogar reflexartig draufhauen. Aber je länger ich sie anstarre, desto weniger weiß ich, was ich tun soll.

Wenn ich als Kind eine Spinne oder sonstiges Getier in meinem Zimmer entdeckt hab, hab ich nicht eher Ruhe gegeben, bis mein Vater alle Ecken seeeehr genau untersucht hat.

Im Laufe der Jahre ist es "besser" :knatsch: geworden. Ich kreische nicht mehr los. Aber einen so kühlen Kopf, sie in einem Tuch zu nehmen und rauszusetzen, werde ich niemals haben!
Ein Glas drüberstülpen und die Beseitigung jemand anderem überlassen, ja das kann ich mittlerweile.

Ich fürchte, auch tropische Länder sind kein Urlaubsziel für mich.

Oma_Berta
18.09.2006, 21:13
Nachtrag:
OT:
@Black Widow
Gegen (ungiftige) Schlangen hab ich überhaupt nichts.! Mit meinem damaligen Mann hatte ich Mitte der 80er Jahre zwei große Terrarien mit je zwei noch kleinen Tigerpythons und zwei Baby-Boas (legal, Cites-Bescheinigungen und regelmäßigem Besuch des Veterinärs - jetzt nichts über "Haltung gefährlicher Tiere" und so).

So verschieden sind doch die Aversionen. Eine große Achtbeinige würde ich NIEMALS in der Wohnung haben können. Auch nicht, wenn sie in einem verschlossenen Terrarium sitzen würde!!!!

Nocturna
19.09.2006, 09:06
Aus aktuellem Anlass, gestern ist mir ein mittleres Prachtexemplar der Hausspinne im Waschkeller begegnet.

Mein erster bewusster Gedanke (nach dem üblichen Igitt) war, hmpf, zwischen Plastikspinne und echter Spinne liegen doch noch Welten.
Mein zweiter Gedanke galt der Bricom und diesem Thread. Weil ich mich also nicht vor euch blamieren wollte (wo ich doch so angegeben habe mit meiner Plastikspinne), habe ich es zum ersten Mal in meinem Leben geschafft, so ein Vieh einzufangen und nach draußen zu bringen.

Nicht lachen, das ist wirklich ein enormer Fortschritt. Früher hätte ich zum Staubsauger gegriffen und das Ding eingesaugt, wobei es mich immer geschüttelt hat, wenn die Spinne „klong klong“ im Rohr unter meiner Hand vorbeigesaust ist.

Ich will aber nicht verhehlen, dass meine Tapferkeit nicht so weit gereicht hat, sie mit einem Lappen oder ähnlichem einzufangen. Ich habe mir mal vor kurzem ein Spinnenfanggerät aus dem Internet besorgt, das ich für diesen Zweck eingeweiht habe. Gar nicht übel das Teil, man hat doch eine halbwegs beruhigende Entfernung zum Tier und kann es unverletzt ins Freie befördern.

@Oma Berta
Du hast mich kurzfristig irritiert und ich bin extra googlen gegangen. Alle Spinnen haben 8 Beine. Aber Vorsicht beim nachgooglen, gibt viele Fotos zu sehen. :ooooh:

Oma_Berta
19.09.2006, 09:09
Guten Morgen,
ja, weiß ich. Für mich ist "Achtbeinige" einfach ein anderer Ausdruck für (Pfui) Spinne.

:ahoi:

Nocturna
19.09.2006, 09:11
Ah ok. Ich schrei immer nach meinem Mann: Iihhh ein Monster! Der weiß sofort, was gemeint ist. :smirksmile:

Inaktiver User
19.09.2006, 20:59
Aus aktuellem Anlass, gestern ist mir ein mittleres Prachtexemplar der Hausspinne im Waschkeller begegnet.... ...Weil ich mich also nicht vor euch blamieren wollte (wo ich doch so angegeben habe mit meiner Plastikspinne), habe ich es zum ersten Mal in meinem Leben geschafft, so ein Vieh einzufangen und nach draußen zu bringen....

... Ich habe mir mal vor kurzem ein Spinnenfanggerät aus dem Internet besorgt....


Ich bin beeindruckt - von solchen Aktionen bin ich - fürchte ich - noch meilenweit weg. Beim Anblick wäre ich entweder in Starre verfallen oder hätte auf dem Absatz kehrt gemacht und beschlossen, die Wäsche kann warten....:knatsch:
Aber, was bitte ist ein "Spinnenfanggerät"? Besser gesagt, wie funktioniert das? Ich habe noch nie davon gehört!

Inaktiver User
19.09.2006, 21:38
Hi, so ganz pass ich wohl nicht ins Schema.
Spinnenphobie, Mäusephobie (wobei die Erklärung folgt gleich).
Die Spinnenphobie ist schon ETWAS besser geworden. Es versetzen mich nur noch die wirklich Großen in Panik. ......ganz stolz war ich kürzlich, eine Kleinere per Glas ins Freie befördern zu können. Bei den Großen ist es so: Draußen suche ich Abstand, habe aber keine Panik, bei Freunden in der Wohnung, verlasse ich diese, aber ohne größere Panik. Bei MIR in der Wohnung, im Treppenhaus etc. ist alles zu spät. Die typischen Paniksymptome und irgendeinen Nachbarn nötige ich dann solange bis er mich rettet und von dem Vieh befreit - da gäbe es einige Storys.
Vor Mäusen an sich habe ich zwar keine Angst. Ich hatte selbst mal zwei weisse Mäuse - alles ok. Im Büro flitzen manchmal welche rum, auch ok (kommen von selber rein, gehen auch von selbst wieder raus). Aber PANIK und wirklich PANIK!!!! wenn meine inzwischen verstorbene Katze eine lebendige Maus mitgebracht und sie in der Wohnung ausgesetzt hat.
Ich frag mich immer was das ist, weil ich diese Panik einfach nicht verstehe. Ich finde Mäuse niedlich und vielleicht ist es auch nicht die Angst vor der Maus, sondern dass sich irgendwie deren Panik auf mich überträgt? Bis jetzt bin ich noch nicht wirklich dahintergekommen. ......ich war jedesmal heilfroh, wenn mein Kater sie ENDLICH (manchmal erst nach Tagen) erlegt hat und gleichzeitig tat mir das Mäuschen einfach nur noch leid. Aber vor lauter Panik war ich nicht imstande sie zu retten. Und gleichzeitig weiss ich, wäre diese Maus jetzt im Käfig, könnte ich sie streicheln, in meine Hand nehmen alles. .....sie darf nur nicht panisch in meiner Wohnung rumrennen, weil dann bin ich es die Panik hat. ....aber verstehen tue ich es nicht.
LG
Leah

PeggySue
19.09.2006, 22:59
Ah ok. Ich schrei immer nach meinem Mann: Iihhh ein Monster! Der weiß sofort, was gemeint ist. :smirksmile:ich muss nur ganz laut seinen Namen rufen, am Ton hört er schon was los ist und kommt ohne nachzufragen angerannt um mich zu retten! Ein Grund mehr ihn zu lieben!:freches grinsen:

Nocturna
20.09.2006, 09:05
Aber, was bitte ist ein "Spinnenfanggerät"? Besser gesagt, wie funktioniert das? Ich habe noch nie davon gehört!
Gib doch mal Spider Catcher in google ein, dann siehst du welches Teil ich meine. Man bekommt übrigens eine Plastikspinne zum Üben kostenlos dazu und ja, das ist genau die, welche zur Abhärtung meiner Nerven auf dem Schreibtisch (aktuell am Stifteköcher) sitzt.

Ob der Spider Catcher hochgradigen Phobikern etwas nützt, bezweifle ich, aber zumindest taugt es als Fanggerät und man kann Monsterchen verletzungsfrei nach draußen befördern.

Oma_Berta
20.09.2006, 09:23
:blumengabe: Hach Nocturna,

danke für den google-Hinweis! Schon das Vorhandensein eines solchen Gerätes wird mich sehr beruhigen!!!

Sollte ich so ein Teil nicht im Geschäft finden, bestell ich es.

Grüße
Berta

PeggySue
20.09.2006, 10:20
Ob der Spider Catcher hochgradigen Phobikern etwas nützt, bezweifle ich, aber zumindest taugt es als Fanggerät und man kann Monsterchen verletzungsfrei nach draußen befördern.
__________________
deine Zweifel sind berechtigt! Was nützt es mir, wenn ich in einem Raum einem Untier gegenüberstehe, erst den Catcher holen muss, und dann nicht weiß, wohin das blöde Tier inzwischen gekrabbelt ist? Das muss ich im Auge behalten bis ein Retter aufgetaucht ist. Ob das Tier überlebt ist mir scheißegal, bei aller Tierliebe, aber hier hört sie auf!

Lill
20.09.2006, 12:45
ich halte nicht wirklich etwas von einer konfrontationstherapie..bei manchen kann das re-traumatisierend wirken.
im übrigen denke ich auch, dass es müßig ist, nachzuforschen, warum man phobien vor was auch immer hat. es dauert viel zu lange und meistens kommt man eh nicht drauf:smirksmile:

ich arbeite u.a. mit einer form der energetischen psychologie, die dafür sorgt, dass blockaden - und das sind ängste und phobien- aufgelöst werden.
schon die ollen chinesen haben herausgefunden, dass wenn das chi - also die lebensenergie in den meridianen fließen kann, wir gesund sind...sind sie blockiert, werden wir krank.
sie haben die akupunktur erfunden und stimulieren damit bestimmte meridianpunkte um einen energiefluss möglich zu machen.
bei der psychoenergetischen behandlung benutzt man keine nadeln, sondern stimuliert die energiepunkte durch akupressur, d.h., man beklopft bestimmte meridiapunkte.
durch gleichzeitige beschäftigung mit dem problem...z.b. spinnen,-hundephobien....was auch immer, wird die blockade schnell gelöst und die phobie verschwindet.

ich bin mir nicht sicher ob ich hier den informationslink über diese methode reinstellen darf....deshalb lass ich es lieber.
falls es jemanden von euch interessiert, könnt ihr mich gerne be-pe-ennen.
auf der seite ist dann auch eine liste der therapeuten angegeben, die diese methode anwenden.
ich stehe da übrigens nicht drauf, falls jemand auf die idee kommt, zu denken, ich wolle werbung für mich machen:smirksmile::freches grinsen:


lieben gruß
lill

parfum
20.09.2006, 13:35
deine Zweifel sind berechtigt! Was nützt es mir, wenn ich in einem Raum einem Untier gegenüberstehe, erst den Catcher holen muss, und dann nicht weiß, wohin das blöde Tier inzwischen gekrabbelt ist? Das muss ich im Auge behalten bis ein Retter aufgetaucht ist. Ob das Tier überlebt ist mir scheißegal, bei aller Tierliebe, aber hier hört sie auf!

*unterkritzel*

Parfum, sonst sehr tierlieb.

Übrigens scheint das, was weiter oben beschrieben ist, zu stimmen. Ich habe kein Problem mit Mäusen. Ich könnte heulen, wenn meine Katzen eine Maus anschleppen, sie quälen und fressen. Habe auch schon Mäuse gerettet. Die kann ich problemlos auf die Hand nehmen und untersuchen. :smirksmile:

Eine Spinne muss sterben. Früher musste mein Vater ran, seit ich alleine lebe, habe ich echte Probleme. Einmal habe ich sogar den Hausmeister geholt. Ich kann nicht schlafen, wenn ich weiß, dass in meiner Wohnung eine Spinne ist. Selbst wenn sie nicht im Schlafzimmer ist, sie könnte ja nachts rüberkrabbeln und mir wer weiß wohin krabbeln (ich schlafe nackt!). Die Vorstellung, so ein Vieh eingenistet in der Gebärmutter zu haben, bringt mich fast zum Würgen. Ist krank, ich weiß. Ich bin ein idealer Kandidat für eine Therapie. *schluck*

Nicole78
20.09.2006, 15:39
Schon alleine das Lesen hier gruselt mich.

Eine Spinne im Tee oder auf dem Lichtschalter? üahhh ich glaube ich hätte mich vom Balkon gestürzt, hätte ich die mitgetrunken/angefasst.

Wie man diesen Ekel in den Griff bekommt wüsste ich auch nur zugern. Warum man den überhaupt hat keine Ahnung, ist total bescheuert.

Als Kind hatte ich mal ein traumatisches Erlebnis, eine Spinne ist mir über mein Bein gelaufen und ich habe geschrieen wie verrückt und mein damaliger Hund hat sie gefressen... da musste ich noch mehr schreien, konnte der arme Kerl gar nicht verstehen, wo er mich doch gerettet hat. Den habe ich bestimmt 1 Woche lang von mir fern gehalten und wenn er sich nicht geweigert hätte von mir die Zähne putzen zu lassen, hätte er eine komplette Mund- und Zahnpflege verpasst bekommen;)

Ich habe auch einen 6. Sinn für die Viecher. z. B. mitten in der Nacht aufwachen, das Licht anmachen und der Blick fällt sofort auf eine Spinne. Ist schon interessant.

Ansonsten hilft es ein „bisschen“ sich nicht zu sehr hineinzusteigern. Als ich noch zu Hause gewohnt habe, bzw. mit meinem damaligen Freund bin ich bei jedem Vieh regelrecht ausgeflippt; ist kein Spinnenvernichter da ist muss ich selbst ran und kann die mittlerweile bis zu einer bestimmten Größe bzw. Körper-/Beinumfang wegsaugen.

Was ich tun würde, wenn so eine richtig dicke schwarze Spinne in meiner Wohnung ist? Feuerwehr anrufen oder ausziehen.


Früher hätte ich zum Staubsauger gegriffen und das Ding eingesaugt, wobei es mich immer geschüttelt hat, wenn die Spinne „klong klong“ im Rohr unter meiner Hand vorbeigesaust ist.

ahhhhh das ist so furchtbar!
Notiz an mich: künftig den Staubsauger weglassen und gleich die Feuerwehr rufen.


Die Vorstellung, so ein Vieh eingenistet in der Gebärmutter zu haben

ok jetzt bin ich völlig fertig mit den Nerven. *bestellt vorsichtshalber den Kammerjäger und den Grenzschutz*

Inaktiver User
20.09.2006, 16:34
Früher mal hatte ich alle Anzeichen und Symptome von Arachnophobie. Da war ich Teenager, vielleich max. Anfang 20. Dann fand ich es ziemlich albern für eine Frau, die 1,80 groß ist, vor einer Spinne oder aufgrund einer Spinne, ein derartiges Theater zu veranstalten.

Es ging. Seither stülpe ich über Spinnen (auch über die ekligen, schwarzen, dicken, fetten) ein Glas, schiebe eine Postkarte oder sowas drunter, und lasse sie in den Garten.

Vogelspinnen hinter Glas sind mir egal, weil 1. Glas, 2. Vogelspinne. Beides unrealistisch für unser aller Problem.

Ich konnte es mit Disziplin schaffen, aber: es darf mir immer noch keine Spinne einfach so über die Finger laufen, wäre sicher mit Kreischen und Weglaufen begleitet. Damit kann ich aber auch schon leben, weil: das tun die üblicherweise nicht.

Wäre das eine Idee, zumindest mit den heimischen Krabbelviechern Frieden zu schließen?

Alles Gute, so oder so,
One

PS: Ich mag Mäuse, halte sie sogar. Aber diese Parallele finde ich nicht besonders aussagekräftig.

Inaktiver User
20.09.2006, 18:32
... ich mal wieder ;-)

Uah! *Schüttel* :ooooh:
Also, ich habe gerade etwas gegoogelt – gibt ja verschiedene Spinnenfanggeräte. Da wäre zum Einen der „Spinnen-Sauger“ (funktioniert wie ein Staubsauger, allerdings kommt das Krabbeltier hier nicht zu Schaden, sondern kann ganz fidel wie zuvor ins Freie entlassen werden). Das scheint allerdings nur was für "schmerzfreie" Fänger zu sein. Bieten die das Teil doch allen Ernstes mit dem Zusatz: „Mit Lupe ... durch die man seinen Fang genauer beäugen kann.“ an! Wenn ich mich tatsächlich überwinden könnte und das Gerät käme zum Einsatz, würde ich sicherlich anschließend keinen Wert auf eine vergrößerte Darstellung der gefangenen Spinne legen.
Der Spider Catcher schaut ja interessant aus, allerdings fürchte ich, schaffe ich es im entscheidenden Moment nicht, beherzt zu dem Teil zu greifen und die Spinne einzufangen.

Mir hat der Ausflug über Google übrigens jetzt auch erst mal gereicht (schwitzige Hände, Gänsehaut, es „krabbelt“ überall... – leider kein Witz, bei mir ist das echt so extrem). :knatsch:
Trotzdem danke für den Tipp!

Oma_Berta
20.09.2006, 19:31
Also, ich hab mir nochmal den spidercatcher angeschaut. Das Teil ist 65 cm lang. Dazugerechnet nochmal mein Arm mit 58 cm. Ich glaube (hoffe), bei dieser Entfernung Augen - Spinne könnte ich mich trauen, zuzuschnappen.
:niedergeschmettert:

Noodie
20.09.2006, 19:43
ich halte nicht wirklich etwas von einer konfrontationstherapie..

Es hilft, glaub mir. Wenn du ein paarmal aus versehen eine Spinne im Dunkeln angefasst hast (Lichtschalter oder so) und gemerkt hast dass du wie durch ein Wunder doch nicht tot umgefallen bist, das nimmt dem ganzen Drama die Schaerfe. Wirklich.

Ein bisschen zusammenreissen muss man sich natuerlich auch. Wie schon jemand hier sagte, ist doch im Grunde albern. Man sollte ihr nicht unbeschraenkt freien Lauf lassen (der Angst, mein ich, der Spinne vielleicht auch nicht :smirksmile: ).

Ich find's nicht gesund einer Phobie zuviel Raum einzugestehen. Lasst uns alle ein Beispiel an Nocturna nehmen!

Spinnen zu toeten find ich allerdings total daneben, sorry. Ich hab das frueher auch gemacht und ich find's total mies heute. Die Spinne ist unschuldig und ich komm daher und erschlag sie? Nur weil sie mir nicht gefaellt und mich ekelt? Was'n das fuer 'ne Einstellung :schild nein: Da konnt ich mir irgendwann selber nicht mehr in die Augen sehen. Also ueberwinde ich mich heute und bring sie raus. Soviel Respekt vor einem Lebewesen und Selbstdisziplin sollten wir allemal behalten.

Gruss, Noodie

Lill
20.09.2006, 20:18
[quote=Noodie]Es hilft, glaub mir. Wenn du ein paarmal aus versehen eine Spinne im Dunkeln angefasst hast (Lichtschalter oder so) und gemerkt hast dass du wie durch ein Wunder doch nicht tot umgefallen bist, das nimmt dem ganzen Drama die Schaerfe. Wirklich.



ja..ich weiss was du meinst noodie....aber bei der methode von der ich redete, brauchst du dich nicht einmal mehr dem *drama der überwindung* zu stellen:smirksmile:


lieben gruß

Noodie
20.09.2006, 21:18
Und hilft dir die Methode? Erzaehl doch mal.

Lill
20.09.2006, 21:49
ich habe keine phobie....setze diese methode aber auch bei meinen blockaden ein:smirksmile:

was genau willst du wissen?
ich hab oben ja schon so ungefähr beschrieben, wie sie funktioniert.
was ich an dieser methode sehr schätze ist, dass sie relativ einfach (also auch vom klienten selbst anwendbar) zu erlernen ist und einen schnellen effekt erzielt.
das erspart einem eine menge zeit und viel geld und man macht sich in vielen situationen von therapeuten etc unabhängig:smirksmile:

vor allen dingen man muss bei bestimmten themen nicht immer wieder zu adam und eva zurückgehen...man muss sich bei dieser methode *nur* mit dem gefühl, das einem das leben schwer macht beschäftigen.
und man muss sich nicht überwinden müssen, mit dem was einem so viel angst macht, auge in auge gegeüber zu stehen.

das klappt dann nach der behandlung völlig stressfrei:smirksmile:

wenn du den link möchtest sag bescheid...dann schick ich ich dir per pn....

Noodie
20.09.2006, 22:28
Ich dachte du hast auch eine Spinnenphobie und wollte halt wissen inwiefern die Methode dabei geholfen hat.

Also, wenn du keine Phobien hast woher weisst du dass sie bei Arachnophobie hilft?

(Hoert sich skeptischer an als ich bin. Ich mag alternative Herangehensweisen - egal fuer was.)

Lill
20.09.2006, 23:19
weil ich jeden monat mindestens einen klienten mit einer phobie in meiner praxis habe:smirksmile:

Marigold
20.09.2006, 23:36
Es ging. Seither stülpe ich über Spinnen (auch über die ekligen, schwarzen, dicken, fetten) ein Glas, schiebe eine Postkarte oder sowas drunter, und lasse sie in den Garten.Ich habe keine Spinnenphobie, aber so verfrachte ich auch unsere aus dem Haus (wegen der Spinnweben). Ach ja, Maeuse mag ich auch, also bin ich leider eine Ausnahme und kann die These Deines Arbeitskollegen nicht unterstuetzen, Nocturna.

LG, Marigold

Inaktiver User
20.09.2006, 23:54
Ich leide auch an Spinnenangst.Ich habe mal gelesen,daß Spinnenangst vor allem Menschen befällt,die eine dominante Mutter haben.Keine Ahnung,was das mit Spinnen zu tun hat...aber bei mir stimmts.Ich habe eine dominante Mutter...und je weiter ich weggezogen bin und mein eigenes Leben gehabt habe - sozusagen aus ihrem Einflußbereich raus war - ist es besser geworden mit meiner Spinnenangst.Ich hab meine Reaktion halbwegs unter Kontrolle...und bis zu einer gewissen Größe kann ich mit den Tierchen umgehen.Allerdings ab einer gewissen Größe ist es aus und vorbei.
Achja...und das mit dem 6.Sinn kann ich nur bestätigen.Ich gehe in einen Raum...und weiß,ob da eine Spinne ist oder nicht und fange an mit meinen Augen den Raum zu checken...wetten,da hockt irgendwo eine???Das hatte ich schon als Kind.Keine Ahnung,woher ich das weiß...komisch ist das.

Am schlimmsten war ein Alptraum,der immer wiederkam.Ich in einem weißgetünchten Zimmer ohne Möbel in einer Ecke.Die Türe in der anderen,gegenüberliegenden Ecke.Im Zimmer ist nichts,gar nichts...nur...ich kann zur Türe nicht raus,weil der ganze Fußboden,die Wände,die Decke mit dicken,großen,fetten,schwarzen Spinnen bedeckt ist und ich drüberlaufen müßte,damit ich bei der Türe rauskann.Ich sag Euch...fix und fertig und schweißgebadet ist noch ein Hilfsausdruck für das,wie ich wach wurde....gottseidank schon lange nicht mehr geträumt.

Lieben Gruß
Euer Marienkäferchen

PeggySue
21.09.2006, 00:01
Ich habe mal gelesen,daß Spinnenangst vor allem Menschen befällt,die eine dominante Mutter habendiese These kann ich gleich widerlegen, meine Mutter war vieles, nur nicht dominant, meine Angst vor Spinnen aber um so größer!

Inaktiver User
21.09.2006, 07:31
Und ich muss mich ebenfalls PeggySue anschließen - auch meine Mutter ist alles andere als dominant. Ich frage mich, wer solche Thesen eigentlich aufstellt?
Im Grunde ist es mir auch egal, was die Ursache für meine Phobie ist. Sie ist da und sie ist lästig und ich werde jetzt dran arbeiten.

@Marienkäferchen:
Solche Träume in der von Dir geschilderten Art und ähnlich kenne ich leider auch zu gut.:smirksmile:

Inaktiver User
21.09.2006, 08:16
Ok.Dann ist die Dominante-Mutter-Theorie widerlegt*ggg*Meine Mutter ist nicht schuld*ggg*Sieht man wieder,daß nicht alles,was man liest,stimmt*grins*Aber woher es kommt ist wohl mehr oder weniger nebensächlich wenn man damit kämpft,nicht wahr?Man kämpft damit.

Ich wünsch Euch einen schönen spinnenfreien Tag!
Euer Marienkäferchen

Marigold
21.09.2006, 15:03
Ich habe eher die Erfahrung gemacht, das aengstliche Muetter ihre Angst an ihre Kinder, besonders ihre Toechter, weitergeben. Da kenne ich einige Beispiele.

Inaktiver User
21.09.2006, 18:48
Hm...meine Mutter fürchtet sich nicht vor Spinnen....
Und nun?

*michratlosamkopfkratz*

Euer Marienkäferchen

Oma_Berta
21.09.2006, 20:03
Hm, meine Mutter (versucht immer noch dominant zu sein) hat auch keinen Ekel vor Spinnen. Sie nimmt sie in ein Staubtuch oder nen Lappen und schüttelt sie im Garten raus. :zahnschmerzen:

(aaaber als uns die Fledermäuse auf dem Dachboden um den Kopf gesaust sind und nicht sofort den Weg nach draußen gefunden haben....da war das Geschrei groß :smirksmile:).

Inaktiver User
21.09.2006, 20:06
Hahahaha! Und jetzt?!? :freches grinsen:
Nachdem unsere - schon verdächtigten - Mütter als Verursacher einer Spinnenphobie wohl ausscheiden, sollten wir uns da Väter und Geschwister genauer ansehen?! :smirksmile:

Inaktiver User
21.09.2006, 20:09
@Oma Berta:

Oh ja, ich erinnere mich auch, dass sich eine Fledermaus mal in unser Wohnzimmer verirrt hatte und nicht nur meine Mutter, auch mein Vater kurz vor einer Hysterie standen...
Ich habe dem armen Tierchen dann nach draußen verholfen, es war von dem ganzen Geschrei und Rumgewedele ganz verschreckt.
Vor Fledermäusen habe ich übrigens,genauso wenig wie vor Mäusen, Ratten, Schlangen... keine Angst. :smirksmile:

Nocturna
21.09.2006, 21:16
Fledermaus, schnuffelig.
In Hellabrunn (Münchens Tierpark) gibts eine Villa Dracula. Da fliegen einem in einem abgedunkelten Raum die Fledermause um die Köpfe.

Kein Besuch im Tierpark ohne Villa Dracula. :smile:

Oma_Berta
21.09.2006, 21:26
Hier in B gibts nur im "Nachttierhaus" des Zoos Fledermäuse zu sehen - wenn man Glück hat. Bei meinen Eltern gibt es einen alten Wasserturm, in dem sie übertagen. Oder eben vom Dach aus starten...
Faszinierend, sie der Dämmerung fliegen zu sehen...ähm... OT...sorry

Marigold
21.09.2006, 23:39
Ich meinte eigentlich auch eher die allgemeine Angst und nicht die vor bestimmten Dingen. Also, eine ueberaengstliche Mutter hat auch ueberaengstliche Kinder.

PeggySue
21.09.2006, 23:50
Ich meinte eigentlich auch eher die allgemeine Angst und nicht die vor bestimmten Dingen. Also, eine ueberaengstliche Mutter hat auch ueberaengstliche Kinder.
stimmt nicht! meine Mutter hat zwar keine Angst vor Spinnen, ist aber sonst ein fürchterlicher Schisser, sie malt sich immer schon im Voraus aus, was alles passieren könnte, ich bin eher das Gegenteil, mir graust's vor fast gar nichts, aber vor Spinnen!:freches grinsen:

Marigold
22.09.2006, 00:02
stimmt nicht! meine Mutter hat zwar keine Angst vor Spinnen, ist aber sonst ein fürchterlicher Schisser, sie malt sich immer schon im Voraus aus, was alles passieren könnte, ich bin eher das Gegenteil, mir graust's vor fast gar nichts, aber vor Spinnen!:freches grinsen:Na, das ist ja schoen. Ich meine nicht, dass es Dir vor Spinnen graut sondern dass Deine Mutter nicht ihre Aengste auf Dich uebertragen hat.

PeggySue
22.09.2006, 00:10
Ich glaube, es gibt einfach keinen Grund der auf alle zutrifft, ich habe mir schon oft überlegt, warum gerade ich so schreckliche Angst vor diesen Achtbeinern habe, es gibt keine Erklärung. Zumindest traf bisher bei mir keine These wirklich zu.
Ich bin aber froh darüber, dass sich meine Panik inzwischen in Grenzen hält und ich auch angesichts einer Spinne noch klar denken und handeln kann. Notfalls mit Staubsauger, und damit die Spinne nicht mehr entweichen kann einen Gefrierbeutel über's Rohr und mit einem Gummiring festmachen!:erleuchtung: :freches grinsen:

Dr.Eisenbart
22.09.2006, 00:59
Hi, ich hab gerade diesen lustigen Thread gelesen. Meine Diagnose ist folgende: ihr braucht alle dringend eine Konfrontationstherapie nach Dr Eisenbart.
Als erstes klickt mal auf diese Links:

http://www.oeko-msc.de/Lycosa-tarentula_2.JPG
http://www.oeko-msc.de/LYCOSA_VENTRAL.JPG
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Thekla888.JPG

Anschliessend stellt euch vor, dass ihr nackt im Bett liegt und eine riesige, fette, dicht behaarte Vogelspinne über euren Bauch läuft.

Wenn ihr euch an den Gedanken gewöhnt habt, kauft ihr euch so eine Vogelspinne in der Zoohandlung und haltet die eine Weile in der Wohnung. Damit gewöhnt ihr euch an die Tiere und die Spinnenphobie ist Geschichte.

Wenn ihr die Angst vor Spinnen los seid, könnt ihr die Vogelspinne immer noch für einen köstlichen Scherz nutzen, zB indem ihr sie heimlich in die Handtasche der besten Freundin schmuggelt.

Nocturna
22.09.2006, 09:48
Sehr geehrter Dr Eisenbart,
wenn du nun glaubst, mich geschockt zu haben, muss ich dich enttäuschen. Ein Leser mit nur einem Beitrag, der in einem Phobie-Beitrag drei Links verteilt, die auch noch die Endung .jpg haben, kann nur Provokation im Sinn haben.
Natürlich habe ich die Bilder angeschaut.

Bild 1 war ein bisserl unangenehm. Ich denke, dass dies hauptsächlich am Blickwinkel des Betrachters liegt. Wer möchte einer Spinne schon auf den Mund schauen?

Bei Bild 2 habe ich mich belustigt, dass die Spinne in einem Glas saß und nicht auf der Hand. Derjenige wird doch wohl keine Phobie gehabt haben? Ansonsten hat die Spinne eine gewisse Ästhetik.

Bild 3 ist ganz nett. Ich finde, die vielen Haare auf der Spinne lassen sie sympathisch aussehen.

Dein Vorschlag mit der Vogelspinne trifft nicht den Kern meiner (ureigensten) Phobie. Da Vogelspinnen in Deutschland nicht vorkommen, habe ich mit denen weniger ein Problem als mit einer ordinären dicken Hausspinne.
Wenn eine Vogelspinne in meiner Wohnung sitzt, rufe ich die Polizei und komme am nächsten Tag in die Zeitung. Wenn eine Hausspinne an der Wand klebt, ist es mein ureigenstes Problem damit fertig zu werden.

Danke für deinen konstruktiven Beitrag. :knicks:

Inaktiver User
22.09.2006, 09:57
*kreisch* - Die Spinne auf dem ersten Bild sieht aus wie die Apothekerin *schlapplach*

Nein, im Ernst, Mr-Schock-mich-Eisenbart, die Bilder geben nix her. Seh ich mindestens einmal die Woche, wenn ich Lebendfutter für meine Reptilien kaufe. Wenn ich Zeit habe, bleib ich vor den Terrarien gerne stehen und beobachte die Tiere, ist gar kein Thema. (Mehr her geben allerdings die Geckos, Agamen, Anolis etc, find ich.)

Hinter Glas oder auf einem Bild sind die Spinnen eher Aliens für mich als Bedrohung. Und auf Entfernung sowieso auch zuhause. Über die Hand laufen stelle ich mir bei einer Vogelspinne zwar etwas happig vor, wegen des Pelzes, aber: die dicke fette, schwarze Hausspinne ist das noch lange nicht!

:o)
One

PS: Welche Art ist denn die dicke fette Hausspinne? Arachnus vulgaris extremis? Oder wie?

Noodie
22.09.2006, 10:39
Von Wikipedia:

Spinnentiere

Folgende Ordnungen sind enthalten:

* Skorpione (Scorpiones)
* Geißelskorpione (Uropygi)
* Zwerggeißelskorpione (Schizomida)
* Geißelspinnen (Amblypygi)
* Webspinnen (Araneae)
* Palpenläufer = Tasterläufer (Palpigradi)
* Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones)
* Walzenspinnen (Solifugae)
* Weberknechte (Opiliones)
* Kapuzenspinnen (Ricinulei)
* Milben (Acari)

wo da nun die dicke fette Hausspinne reingehoert weiss ich auch nicht. Kannst dich ja mal durch die ganzen Links und Bilder klicken. Es gibt Tausende!

OT: wer Fledermaeuse mag soll mal Indien besuchen. Hier fliegen die abends rum wie am Tag die Voegel. Meinem Ex Mann ist mal ein ca 30cm langes maennliches Exemplar beim Motorrad fahren ins Gesicht geflogen. Ihm ist nichts passiert, aber das Tier starb. Tat mir sehr leid. Es hatte eine Frucht im Mund.

Nocturna
22.09.2006, 11:11
Unsere normale, dicke, fette Hausspinne gehört zur Gattung Tegenaria (Winkelspinne) und läuft unter Tegenaria atrica.

Apropos laufen, sie zählt zu den schnellsten Spinnen mit ca 4 km/h, d.h. sie kann Blitzstarts hinlegen. Letztendlich ist das eine der Eigenschaften, auf die Phobiker reagieren. Kleine Lebewesen, die sich für ihre Körpergröße überdurchschnittlich schnell fortbewegen, empfinden wir als unangenehm.
Man stelle sich die netten Marienkäfer vor, wenn sie statt gemütlich zu krabbeln, plötzlich in Affengeschwindigkeit auftauchen und gleich wieder verschwinden würden. Ich würde mich zwar immer noch nicht fürchten, aber der Charme der Tierchen würde leiden.

Die gute Nachricht, verfolgen kann uns so eine Spinne trotz fixen Beinen nicht, sie muss beim Spurt nach kurzer Zeit ruckartig anhalten, weil die stark beanspruchte Muskulatur ihres Körpers beim schnellen Rennen die Zirkulation der Körperflüssigkeiten behindert.

Gruß von Nocturna,
die sich langsam in die Materie vertieft und noch zum Experten werden wird

P.S. Noodie, es war eine Fruchtfledermaus, die den verhängnisvollen Zusammenstoß mit deinem Mann hatte. Übrigens genau dieselben, die auch hier im Münchner Zoo in der Villa Dracula wohnen. Sie knabbern auch an Bananen und ähnlichem.

Inaktiver User
22.09.2006, 11:16
Iiiiiiiih - das ist sie. Danke, oder nicht danke, das weiß ich nicht ...

Noodie
22.09.2006, 11:35
Fruchtfledermaus, aha. Danke fuer die Info! Sie lebte erst noch und ich nahm sie mit, damit nicht eine Katze sich ueber das hilflose Tier hermacht. In der Nacht starb sie auf meiner Terasse. Ich wusste bis dahin nicht wie sehr Fledermaeus riechen, man kann fast sagen, stinken. Wirklich ganz intensiv, ans Unangenehme grenzend.

Zurueck zum Thema: was haltet ihr von Springspinnen? :freches grinsen:

parfum
22.09.2006, 11:40
Zurueck zum Thema: was haltet ihr von Springspinnen? :freches grinsen:

Gibts die in Deutschland überhaupt?

Traurig, die Story mit der Fledermaus. Ich glaub ich hätte Rotz und Wasser geheult. :niedergeschmettert:

Nocturna
22.09.2006, 12:31
Noodie, willst du uns mit immer neuen Variationen zum Thema Spinnen von unserer Phobie kurieren? :smirksmile:

Also, neugierig wie ich bin, habe ich mir die Springspinnen angeschaut.
@ Poison, die gestreifte Zebraspringspinne war Spinne des Jahres 2005 (ich verzichte auf Links mit Photos, so tapfer müsst ihr selber sein) und kommt in Deutschland vor, ebenso wie 98 andere in Mitteleuropa.

Diese (europäische) Spezies fällt nicht in mein Angst-Raster. Früher bin ich zwar vor allem davongerast, was acht Beine hatte, egal welche Größe, aber heute sind mir die 4 – 7 mm Springspinnen einfach zu klein. Ich bilde mir ein, es ist dieselbe Art, die mir manchmal auf der Terrasse beim Lesen begegnen.

P.S. Nochmal zur Fledermaus. Ich bin verblüfft, dass es überhaupt zum Zusammenstoß mit deinem Mann kam, haben Fledermäuse nicht sagenhafte Reflexe? Andererseits, essen und fliegen ist halt so eine Sache, kann auch für eine Fledermaus böse enden. Dürfen unsere Verkehrspiloten eigentlich beim Fliegen essen? :ooooh:

Nocturna
22.09.2006, 12:44
Iiiiiiiih - das ist sie. Danke, oder nicht danke, das weiß ich nicht ...
1of8, sieh einfach nur den positiven Aspekt von der Sache. So ein lateinischer Ausdruck macht unglaublich was her.

Stell dir vor, du entdeckst eine Spinne im Bad und schreist mit schriller, panikerfüllter Stimme: Iiiihh, zu Hilfe, eine Tegenaria atrica! Dein Partner wird alles stehen und liegen lassen und zu dir rennen, um dich zu retten. Wenn er dann rasenden Pulses endlich bei dir ist, kann er die Spinne entfernen. :freches grinsen:

Noodie
22.09.2006, 13:18
Traurig, die Story mit der Fledermaus. Ich glaub ich hätte Rotz und Wasser geheult. :niedergeschmettert:

Ja, ich war auch ganz traurig. :niedergeschmettert:

Nocturna, vielleicht waren beide zu schnell? Mein Ex jedenfalls fuhr immer sehr schnell.


Noodie, willst du uns mit immer neuen Variationen zum Thema Spinnen von unserer Phobie kurieren?

Jemand hat mal zu mir gesagt, die andere Seite von Angst ist Faszination. Und was Spinnen angeht, stimmt das total bei mir. Ich schaue mir liebend gerne Sendungen ueber Spinnen an, wie sie leben, Beute fangen, sich paaren etc. Bin total fasziniert davon. Auch wenn ich eine im garten sehe, beobachte ich sie gerne. Ich find manche auch wirklich schoen, auch die Netze find ich bewundernswert.

Ich mag sie nur nicht an meinem Koerper oder in meinem Bett, da ist die Grenze. Ansonsten mag ich sie, find sie auch nuetzlich (viele Muecken hier!).

Hab mal ne Sendung ueber eine Spezies gesehen, die baute Fallgruben mit Deckel! :erleuchtung: Ist echt wahr! Also sowas von interessant. Wie sie da immer aus ihrer Grube rausschaute, das war schon fast suess. :smirksmile:

Nocturna
22.09.2006, 16:17
Mit Google findet man alles, Noodie hat mich inspiriert.

Hier ein Bild von einer leeren Fallgrube.
Mädels, ihr könnt das anklicken, die Spinne ist nicht drin: Fallgrube (http://www.oeko-msc.de/CTENIZA-DOOR.JPG)

Und vorsichtig, hier ein Bild mit Spinne: Spinne mit Deckel (http://www.oeko-msc.de/NEMESIA-DOOR.JPG).

Ich muss schon zugeben, die Spinne kann exzellente Kreise schneiden.

parfum
22.09.2006, 16:45
Ich muss schon zugeben, die Spinne kann exzellente Kreise schneiden.

Die künstlerischen Fähigkeiten der Spinne interessieren mich herzlich wenig. Und die Spinne selber sicher auch nicht, oder bekommt sie Orden für ihr Talent verliehen? :smirksmile: :freches grinsen:

Die Beine, die da drunter hervorlugen, sind mir nicht so sympathisch. :knatsch:

Oma_Berta
22.09.2006, 16:45
Sehr ....schön....:heul:

Naja, interessant ist das schon.

Allseits schönes Wochenende wünscht

Berta, die sich bis Sonntag anderweitig beschäftigt.

:ahoi:

Nocturna
22.09.2006, 17:05
Die Beine, die da drunter hervorlugen, sind mir nicht so sympathisch. :knatsch:
Ooch, Parfum, na komm schon. Nur weil du dir die Beine rasierst, kannst du das von der Spinne nicht auch verlangen. :freches grinsen:

Inaktiver User
22.09.2006, 18:01
Brrrrr!

Inaktiver User
22.09.2006, 20:11
Ups! Ihr wart aber fleißig mit Schreiben während meiner Abwesenheit....
@Nocturna: Interessant, was Du alles herausgefunden hast. Habe mir Deine Fotos mal angesehen (by the way: danke für die Vorwarnung, ich hab´ das zweite Foto auch ziemlich schnell wieder weggeklickt:smirksmile:). Bin froh, dass solche Tierchen in unseren Regionen nicht vertreten sind....

Zu den Fledermäusen: Ich war vor einigen Jahren mal im Frankfurter Zoo - dort gibt es auch ein sehr schönes Nachttierhaus. Man kann sogar beim Füttern der Fledermäuse zuschauen.

Einen Raum mit Spinnen hatten sie dort auch. Ich kann mich noch an eine sog. "Rote Chile-Spinne", gehört glaub´ ich mit zu den Vogelspinnen (wer mutig ist, mag googeln :smile:) als besonders ekliges Exemplar erinnern.

Auch von mir einen schönen Start ins Wochenende!

Marigold
22.09.2006, 20:22
@Nocturna. Dein Spruch mit der Handwaesche gefaellt mit.:freches grinsen:

Ich finde es interessant, was Ihr alles ueber Spinnen wisst. Ist schon seltsam, dass diejenigen am meisten darueber wissen, die sich vor ihnen ekeln.

Nocturna
22.09.2006, 20:48
Ich kann mich noch an eine sog. "Rote Chile-Spinne", gehört glaub´ ich mit zu den Vogelspinnen (wer mutig ist, mag googeln :smile:) als besonders ekliges Exemplar erinnern.
Die Rote-Chile-Spinne hat sich ein bisserl geziert bei google. Ich habe sie dann, glaube ich, unter ihrem lateinischen Namen Grammostola rosea, entdeckt und stimmt, sie gehört zu den Vogelspinnen.

Um sicher zu gehen, ob wir von derselben Spinne reden müsstest du mal einen Blick aufs Bild werfen. Nein, du musst natürlich nicht, ich wollte es dir aber nur anbieten. :smirksmile: Spinne auf der Hand Foto (http://www.geocities.com/Heartland/Bluffs/8276/3gcala2a.jpg)

Es gibt sie übrigens in vielen Farbnuancen und sie verändert sich farbmäßig mit jeder Häutung. Ist übrigens eine friedliche Spinne, geeignet für Anfänger, kostet nur 19 Euro und ist die einzige Vogelspinne, der man auch Auslauf geben und auf die Hand nehmen kann.

„Äh, Frau Nachbar, dürfte ich mal in ihrem Wäschekorb nachsehen, ich vermisse seit ein paar Stunden meine Grammostola rosea…“

Edit: Nein, Marigold. Ich wusste das vorher noch nicht und lerne gerade dazu, mit google ist das nicht wirklich ein Problem. Ich sehe es als Abhärtungstraining an, mich über die Spinnen weiterzubilden.
Allerdings müsste ich mal eine Pause einlegen. Als ich mich heute beim Bügeln mein Duschhandtuch am nackten Fuß gekitzelt hat, bin ich fast 30 cm hoch gehüpft. :ooooh:

diane
23.09.2006, 01:32
welch ein graus, ich könnte nie eine spinne auf meiner handoberfläche aushalten, geschweige, es würde mir eine drüberkrabbeln und ich wache davon auf.:ooooh:

Dieses spinnenfanggerät ist mir einfach zu stressig, ich müsste es mal hervorkramen, bis dahin ist das tier schon wieder ganz woanders.

Natürlich empfinde ich es von mir als total *emotionaler schwäche* aber es ist mir egal, ich bin halt so:niedergeschmettert:

Ich kann damit leben, aber will es auch nicht provozieren und wenn ich echt nicht anders kann, dann halt der staubsauger, obwohl ich das geräusch nicht hören kann.

Aber ich töte auch fliegen und gelsen

nichts für ungut

Inaktiver User
23.09.2006, 09:57
„Äh, Frau Nachbar, dürfte ich mal in ihrem Wäschekorb nachsehen, ich vermisse seit ein paar Stunden meine Grammostola rosea…“


Hahaha!:freches grinsen: :freches grinsen:
Man stelle sich das Gesicht der Nachbarin vor, sobald sie darüber informiert ist, um WAS es sich bei einer Grammostola rosea handelt! hihi!

Ich war "mutig" und habe mir das Foto angesehen (habe auch nur zwei Anläufe dazu gebraucht *räusper*). Ja, äh, lassen wir das.

Habe heute morgen festgestellt, dass sich vor dem Schlafzimmerfenster in der rechten oberen Ecke ein großes Spinnweben befindet (durch den Tau und gegen die aufgehende Sonne war es sehr schön sichtbar) - sind ja eigentlich kleine Kunstwerke.
Die "Bewohnerin" geht gerade noch so. Sie hat einen etwa daumengroßen Körper und die Beine sehen irgendwie "eckig" aus, diese Spinnen sieht man im Herbst frühmorgens oder spät abends oft an Sträuchern und Taxus-Gewächsen.
Da ich ein Fliegennetz vor dem Fenster habe und sich das Spinnweben außerhalb des Gitters befindet, lasse ich die Spinne in Ruhe.

cestlavie
27.09.2006, 06:27
hi,

hm, schon lustig, dass viele menschen hausspinnen fuerchten aber nicht pferde.
angst an sich ist was ueberaus gesundes, ohne der kein mensch lange ueberleben wuerde (die angst vom auto ueberfahren zu werden macht, dass wir nach rechts und links schauen vor dem ueberqueren der strasse). schwieriger wirds nur, wenn statt der gesunden angst die befuerchtung hinzukommt mit einer bestimmten situation nicht umgehen zu koennen, dem ganzen physisch und/oder psychisch voellig hilflos ausgeliefert zu sein.
meinst du wirklich, das es nichts gibt was du gegen so ein insekt unternhmen koentest,im ernsfall sozusagen? allerdings so super suess find ich spinnen auch nicht, muss man ja auch nicht. nur schade wenn sie in gewisser weise die lebensqualitaet beeintraechtigen. deshalb vielleicht doch noch mal mit ner konfrontation versuchen, muss ja nicht unbedingt mit nem therapeuten sein, sondern mal im keller vorbeischauen.:smirksmile:
viel erfolg

Nocturna
27.09.2006, 08:57
Angst vor Pferden? Hab ich schon mal gehört davon, aber gegen große Tiere habe ich absolut nichts, ob Elefant, Giraffe oder Kamel, da würde ich mich eher mal draufsetzen wollen.

Ja, die Konfrontationstheorie. Ich mache Fortschritte. Neulich im Sport war eine Tegenaria atrica (aufmerksame Leser dieses Threads wissen Bescheid :smirksmile: ) mit im Raum. Ich habe es geschafft, sie neutral zu behandeln. Erstens war sie weit weg, zweitens war ich ja nicht allein mit ihr. Und gestern hätte ich mich beinahe mit meiner Putzfee gestritten, wer die Spinne im Keller mit dem neuen Spinnenfanggerät fangen darf. Sie wollte das Teil testen, ich wollte meine Nervenstärke unter Beweis stellen (geht viel einfacher, wenn man moralische Unterstützung hat und nicht allein ist).

Trotzdem bin ich abends auf Patrouille und schließe alle Fenster, weil unsere 8-beinigen Freunde im Herbst ins Haus kommen, um sich ihre Füße zu wärmen.

Inaktiver User
27.09.2006, 09:18
*lach* Nocturna - genial, Deine Tegenaria atrica-Erfahrung *lautlach*

c'estlavie ... Angst vor Pferden wäre in meinem speziellen Fall äußerst blöd. Ich habe nämlich immer mindestens eines. Würde mein Leben arg verkomplizieren *zwinka*. Außerdem tun die freundlichen Grasfresser keiner Fliege was zuleide. Und hinterhältig an der Wand sitzen sie nie, zumindest meiner Erfahrung nach ...

Hm. Jetzt, wo ich weiß, wer sie ist, ist weit und breit keine Tegenaria atrica zu sehen - freu ich mich drüber jetzt, oder freu ich mich nicht?

Tegenerische Grüße von
One

cestlavie
27.09.2006, 16:10
"Außerdem tun die freundlichen Grasfresser keiner Fliege was zuleide. Und hinterhältig an der Wand sitzen sie nie, zumindest meiner Erfahrung nach ..."

Stimmt, hinterhaeltig an der Wand sitzen sie nie. Trotzdem ist ein Pferdekuss in der Realitaet schmerzhafter als die Begegnung mit einer Hausspinne. Diese tun zwar moeglichst jeder Fliege was zuleide, seltend aber sind Menschen in Spinnennetzen gefangen.

Inaktiver User
27.09.2006, 16:30
War ich aber schon mal fast, c'est la vie.

Lustige Geschichte, eigentlich: vor 4 Jahren hatte ich eine wunderschöne Zebraspinne im Garten, mit ihrem kunstvollen Netz. Als Reptilienhalterin verfüge ich ja immer über Heimchen/Grillen, da hab ich ihr immer mal eins davon im Netz placiert. Damit sie nicht verhungert, ist ja noch selten.

So. Eines Tages war sie weg. Ich war traurig. Aber nicht lange. Am nächsten Morgen (ich war ausnahmsweise schwerst verkatert), wollte ich nach dem Kaffee ins Vorzimmer laufen, Schuhe anziehen, ins Büro. Gut 5 cm vor ihrem Netz hab ich zum Glück gestoppt. Sie hatte ihr Quartier aus Dankbarkeit (oder so) im Türrahmen zwischen Wohn- und Vorzimmer aufgeschlagen. Die obere Hälfte des Rahmens war zugesponnen.

Nachmittags hat sie mein Freund vorsichtig samt ihrem Netz abgenommen und wieder in den Garten verfrachtet. Da war sie sauer - ich sah sie nie wieder.

:o)
One

Inaktiver User
27.09.2006, 16:31
Nachtrag: mein Pferd küßt sehr sanft, aber äußerst feucht *lach*

Inaktiver User
27.09.2006, 19:10
Ich dachte mir, wenn Ihr hier alle so mutig seid, tu´ ich auch mal so und habe "Tegenaria atrica" gegoogelt.... ICHHASSEDIESEVIECHER!!!!! Genau die finden sich immer dann bei mir ein, wenn ich MUTTERSEELENALLEIN bin! Niemals könnte ich ein solches Exemplar fangen (ich könnte aber auch nicht draufhauen). Das ist genau die Art Spinne, bei der ich wie angewurzelt stehen/sitzen/liegen bleibe und hoffe, dass von irgendwo Erlösung naht.
Aber, ich arbeite dran... Immerhin habe ich mir nun schon mal die Bilder angucken können - war wahrlich kein Vergnügen und jetzt kribbelt und juckt es mich, als hätte jemand von Flöhen gesprochen... - aber es ging! *stolz*:smirksmile:
Angst vor Pferden, Katzen, Hunden kann ich überhaupt nicht nachvollziehen! Gerade Pferde sind doch so liebenswerte Geschöpfe. Bei dieser Gelegenheit: Gruß an 1of8: Du Glückliche (Pferdehalterin)! *aucheinshabenwill!* :schild genau:

Nocturna
27.09.2006, 21:31
Lillian, du bist tapfer, ich gratuliere! Du bist nicht wirklich allein. Das nächste Mal, wenn du einer Tegenaria begegnest, denk an die Bricom, wir stehen moralisch hinter dir.

Es ist wirklich ein echter Anfang, den Mut zu haben, sich seiner Angst zu stellen. Und ganz ehrlich, was ist ein besserer Einstieg als sich seine Lieblingsspinne per google zu betrachten? Mach jetzt keinen Rückzug, einmal Spinne angucken pro Tag geht schon und härtet ab, nicht lockerlassen.

Layla
27.09.2006, 21:40
Hallo, habt Ihr es schon mal mit der Klopftechnik versucht - Klopfen sie sich frei von Dr. Franke - es soll funktionieren - meine Spinnenphobie hält sich in Grenzen - ich liebe diese Tiere nicht - aber ich habe auch keine Angst vor ihnen - also macht Euch mal über EFT schlau - vielleicht hilft es Euch weiter - machts gut - layla

Lill
28.09.2006, 10:19
Hallo, habt Ihr es schon mal mit der Klopftechnik versucht - Klopfen sie sich frei von Dr. Franke - es soll funktionieren - meine Spinnenphobie hält sich in Grenzen - ich liebe diese Tiere nicht - aber ich habe auch keine Angst vor ihnen - also macht Euch mal über EFT schlau - vielleicht hilft es Euch weiter - machts gut - layla


na davon red ich doch die ganze zeit...:smirksmile::freches grinsen:

Inaktiver User
29.09.2006, 18:13
So!
Habe mir gerade meine täglich Dosis "Tegenaria" diverse gegönnt.... Die "domestica" und die "atrica" kann ich mir inzwischen auf dem Bildschirm ansehen (furchtbar sind allerdings Nahaufnahmen oder Aufnahmen, auf denen die Spinne auf den Betrachter zugekrabbelt kommt). Die "Tegenaria gigantea" sieht schon ziemlich abartig aus und ich hoffe, ich begegne ihr niemals in natura. Bei dieser Gelegenheit bin ich auch noch auf die Spinnengattung "Dysdera" gestoßen (mit weißem Hinterleib), sieht auch reichlich eklig aus...
Ist wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit, bis ich die lateinischen Namen runterrattern kann...:smirksmile:
Habe gestern abend, als ich mein Fahrrad in den Keller gebracht habe, übrigens beim Licht anschalten in ein Spinnweben gegriffen. Der anfängliche Schreck wich bald der Erleichterung: handelte es sich doch "nur" um einen Weberknecht...
Viele Grüße,
Lillian

Swissgirl
29.09.2006, 18:28
Hallo

Ich hatte extreme Schlangenphobie. Wegen eine bevorstehenden Reise in den Süden liess ich mich Kinesiologisch behandeln. In nur einer Sitzung konnte sie es mir "löschen".
Direkt nach der Sitzung konnte ich an eine Schlange denken, ohne dass sich meinen Magen zusammenkrampfte. Ich kann jetzt sogar im Fernsehen Schlangen ansehen! Oder durchs Reptilienhaus gehen!
Früher hätte ich danach tagelang Schauer gehabt und Albträume nachts.

Geblieben ist einzig ein leichter Ekel. Sie werden nie meine Lieblingstiere werden und in meinen Haushalt wird nie eine kommen. Solche Wunder konnte die Therapie doch nicht bringen :smirksmile: Aber ich konnte ohne Panik reisen - einfach SUPER!

Inaktiver User
29.09.2006, 18:46
Hallo Swissgirl,
das klingt interessant und ermutigend!
Wie ist diese Sitzung denn abgelaufen? Muss ich mir das vorstellen, wie bei einer Hypnose?
Und hattest Du danach noch weitere Behandlungen oder ist es bei dem einen Mal geblieben?
Grüße,
Lillian

Swissgirl
30.09.2006, 16:42
Hi Lilian
Nein, Hypnose ist es überhaupt nicht.
Zuerst bereitet die Kinesiologin dich vor, sie "erdet" dich quasi. Das geschieht durch Meridian ausstreichen, Tropfen einnahme, Klopfen z.b. auf Stirne.
Dann stellt sie dir, bzw. deinem Unterbewusstsein, gewisse Fragen welche man mit Ja oder Nein beantworten kann. Die Antwort gibt dein Arm: Wenn sie drückt und er runter geht heisst es "nein", wenn du die Kraft hast ihn oben zu halten heisst es "ja" (dies kann mit dem Verstand nicht beeinflusst werden, alleine das Unterbewusstsein gibt antwort).
So tastet sie sich langsam an den Ursprung der Phobie heran.
Dann bekam ich eine farbige Brille an und musste gewisse Augenbewegungen machen, dann Augen zu und durchatmen.

Es ist also eine Kombination aus Meridianausstreichen, Farbtherapie, Mitteleinnahme, Klopftechnik etc.

Wies genau funktionniert hab ich nicht begriffen.. Es wirkt in der ersten Therapie schon sehr seltsam (vor allem wenn man leicht skeptisch hingeht wie ich :smirksmile: ). Aber es funktionniert.
Mein Mann hat so seine Angst vor Feuer kuriert (es ging auf ein Trauma von einem brennenden Waldrand aus der Kindheit zurück). Er benützt heute wieder Feuerzeug!

Ich gehe übrigens regelmässig zur Kinesiologin. Hilft auch bei Hemmungen, Blockaden, Unsicherheiten...

Liäbs Grüessli

Oma_Berta
30.09.2006, 17:47
Nu hab ich immer ein leeres Wasserglas neben meinem Bett stehen. Sollte mir also irgend eine Achtbeinige (wie auch immer ihr Name sein mag) übers Bett oder sonstwo langachtln, werd ich sie...brrrr....mit nem Stück Zeitung...brrr....einfangen, zur Not nackich den Hausflur runterspazieren und sie in der Hecke vorm Haus aussetzen in der Hoffung, dass sie sich bei Frau K....unter mir ein neues Zuhause sucht....
:knatsch:

Lilith
30.09.2006, 23:51
Oma_Berta! :allesok:

Bist Du also inzwischen wieder vom Schrank runter? :zwinker:

LG - Lilith

Oma_Berta
01.10.2006, 06:59
Jepp! Ich eigne mich nicht als Kantenhocker.:smirksmile:
Und ich sehe ja hier, ich bin nicht allein!

Galinda
04.10.2006, 15:24
Hallo Spinnenphobiker,

ich schmunzle mich gerade durch den Thread und habe festgestellt, dass ich in guter Gesellschaft bin, dachte immer, ich sei so hysterisch, aber wenn ich Eure postings so lese, dann bin ich also nicht allein mit meiner extremem Spinnenangst.

Wir wohnen in einem Haus mit relativ viel Holz runderherum, da nisten sich ziemlich viele Spinnen ein. Wenn ich dann bei Anblick einer großen Schwarzen hysterisch kreische, nimmt mein LAB das "liebe" Vieh in die Hand und trägt es ins Freie, bei dem Gedanken wird mir schon ganz anders. Weberknecht und kleine Spinnen machen mir zum Glück nichts aus. Die Idee mit der Gummispinne hatte ich auch schon, aber bis jetzt noch nicht die Tat umgesetzt, wird demnächst passieren. Ich versuche nämlich gerade, meine Angst in den Griff zu bekommen, ja aber...! Kinesiologie hört sich für mich sehr gut an, das werde ich auch mal probieren.

Ich mache zur Zeit gerade eine Ausbildung und da muss ich auch eine Psychotherapie machen und meine Psychologin hat mir auch gesagt, dass Spinnenangst etwas mit der Mutter zu tun hat. Man empfindet seine Mutter als entweder dominant, lieblos, manipulativ, einengend. Das war bei mir der Fall, darum ist diese Erklärung für mich plausibel, scheint aber auf andere nicht zuzutreffen.

Servus,
Galinda

Nocturna
04.10.2006, 15:43
Willkommen in Anti-Fanclub der 8-beinigen Geschöpfe.

Die Theorie, dass die Spinnenphobie mütterliche Ursachen hat, muss ich von meiner Seite aus verneinen, zumindest ist mir nicht derartiges bewusst. Aber wie schauts denn mit der anderen Theorie, wer Spinnen fürchtet, hat nichts gegen Mäuse, aus?

Ich bin in der letzten Zeit von Begegnungen mit der Tegenaria atrica verschont geblieben, kann also nicht sagen, ob sich diesbezüglich etwas verbessert hat. Die kleine Minispinne heute Morgen im Wohnzimmer hat nicht mal mich von Hocker gerissen, die zählt nicht.

Meine Plastik-Tegenaria steckt nach wie vor an meinem Stifteköcher und ich habe ihr jetzt einen Namen gegeben, Emma (ähm, hoffentlich heißt jetzt keine von euch ….). Ich habe mich mittlerweile ganz gut an sie gewöhnt. Hat ja auch eine gewisse Eleganz, so eine schwarze Plastikspinne an meinem Lochmetall-Stifteköcher, man muss das einfach auch mal von designerischen Standpunkt aus betrachten. :smirksmile:

Der Schreckfaktor ist deutlich gesunken, bis gar nicht mehr vorhanden, zumindest was die Plastikvariante angeht. Nach 8 oder mehr Wochen täglicher Präsenz auf meinen Schreibtisch ist mir Emma einfach egal, bzw gehört zur Deko. Definitiv ein Fortschritt, denn früher habe ich sie durchaus ungnädig beäugt.

Falls du mit der Kinesiologie Erfolg haben solltest, sag Bescheid. Mit der Konfrontationsmethode kommt man sicher auch ans Ziel, aber wenn es einfacher geht ….

Inaktiver User
04.10.2006, 15:51
*lach* schön langsam fühle ich mich hier pudelwohl.

Aber - jetzt kommts!!! Ich warte schon seit Tagen auf eine Tegenaria atrica, und - was ist? Nix!!!! Keine kommt, keine latscht auf mich zu, keine will mich erschrecken.

Ist das zu fassen? Da will frau Grenzerfahrungen wagen, und die Spinnen sind derart unkooperativ!

Gestern hab ich aus privaten Gründen einen Terrazoo besucht (meine Geckos besuchen), ging zu den Vogelspinnen. Pah! Also, die sind ja echt ... knuffig? Ich hatte nie was gegen die, aber jetzt find ich sie schon niedlich - hinterm Glas!

:o)
One

Inaktiver User
05.10.2006, 08:38
Wie heißt es so schön und so richtig: "Hüte Dich vor Deinen Wünschen, denn sie könnten in Erfüllung gehen" ...

Heute morgen saß ich am Gäste-WC aus einem morgendlichen menschlichen Bedürfnis heraus und in ca. 50 cm Entfernung am Waschbecken saß ein barockes Prachtexemplar einer Tegenaria atrica.

Nach einem leichten Schauer, der über meinen Rücken zog, faßte ich mir ein Herz und besah sie genauer - ging, da sie einfach saß und keine Anstalten machte, mich in dieser etwas wehrlosen Haltung anzugreifen.

Sie putzte sich einfach nur mit den Klauen (oder wie heißen die ganz vorderen, weiteren Paar Extremitäten? Also, die die nicht zu den 8 Beinen zählen? Werde über Spinnen-Anatomie mich mal informieren) und tat sonst nix.

Ich betätigte die Spülung, wusch mir aber natülich nicht die Hände, sondern holte meine bewährten Spinnenfang-Mittel (Trinkglas und Postkarte), beförderte sie unfall-los da rein und setzte sie vor die Tür.

Wach war ich dann aber! *lach*

One

Nocturna
05.10.2006, 09:46
Haha, 1of8, so ist das mit den Wünschen. Ich habe wirklich Respekt vor meinen Wünschen und achte darauf, nie leichtsinnig welche zu äußern, sei es im Zorn oder auch bei guter Laune. Denn mein Schicksal will es, dass so ziemlich alle meiner Wünsche in Erfüllung gehen. Dass diese Wunscherfüllung dann manchmal ungewollte Wege beschreitet, darüber könnte ich lange schreiben.

Zurück zur Spinne. Wirklich ich bin beeindruckt! 50 cm ist eine Entfernung, die mir für unsere Prachtspinnen doch etwas bedenklich nah vorkommt. Deine Fangmethode nötigt mir auch Respekt ab. Ich wäre in Affengeschwindigkeit in den Keller gesaust um mein Spinnenfanggerät zu holen, notfalls auch mit heruntergelassener Hose.

Die kurzen Beinchen vorne sind die Kieferklauen, wie mir google verraten hat. Übrigens, hast du ein Männlein oder Weiblein gesehen? Wir könnten das ja mal wissenschaftlich betrachten. :smirksmile:

Inaktiver User
05.10.2006, 10:28
*ggg* - es war ein Männchen, liebe Nocturna, wie ich jetzt nach ausgiebiger Recherche herausgefunden habe.

Also ein Tegenarius, quasi.

Kieferklauen, aha. Sehr beeindruckend. Ich glaube, ich werd mal schauen, irgendwo hier im Haus gibts sicher eine Lupe. Wir treten, so scheint es mir, ins nächste Stadium ein: Forschung.

:o)
One

Inaktiver User
05.10.2006, 10:30
PS: Nocturna *flüster* - auch bei mir gehen im Prinzip alle Wünsche in Erfüllung - wie ja heute morgen wieder erlebt!

*gacker*
One

Nocturna
05.10.2006, 11:33
Also ein Tegenarius, quasi.

Haha, weglach, ein Tegenarius. :lachen:

Alles noch aktzeptabel. Nur wenn der Tegenarius eine Tegenaria trifft und daraus viele Tegenarii werden, dann wirds kritisch. :freches grinsen:

Inaktiver User
05.10.2006, 11:35
Naja, vielleicht haben wir Glück und Tegenaria frißt Tegenarius, weil erstere nicht in Paarungslaune ist.

Dann isses nix mit den Tegenarii!

Inaktiver User
19.04.2007, 15:51
Ich weiß ja wirklich nicht, ob das überhaupt noch jemanden hier interessiert, aber ich darf bekanntgeben, daß seit 3 Tagen ein noch nicht ganz ausgewachsenes Exemplar einer

Tegenaria atrica

im Waschbecken am Gästeklo sitzt.

Ich versuche, ihr beizubringen, mir mit den Klauen zu winken. Noch klappt das nicht.

Erziehungstipps?

:o))))
One

Inaktiver User
19.04.2007, 18:34
Hi one,

ist das ein Exemplar aus Deinem ersten "Zuchtversuch"??? :freches grinsen:

Inaktiver User
19.04.2007, 19:11
Nein, ich hab nicht gezüchtet, ich hab sie alle bloß in Ruhe gelassen!

Aber dieses Tegenarialein atrica-halbpräpubertär-Dingens hat echt keine Ahnung, daß die mich im Gästewaschbecken durchaus in Aufruhr versetzt!

Inaktiver User
20.04.2007, 17:31
Aber dieses Tegenarialein atrica-halbpräpubertär-Dingens hat echt keine Ahnung, daß die mich im Gästewaschbecken durchaus in Aufruhr versetzt!
:ooooh: Kann ich durchaus nachvollziehen. :freches grinsen:
Wie gedenkst Du Dir die weitere Vorgehensweise? Darf die jetzt bei Dir im Gäste-WC wohnen??

Nocturna
20.04.2007, 18:57
Spidercatcher! :smile: Google doch mal im Web danach.

Meine Spinnenphobie hat nach diesem Thread tatsächlich etwas nachgelassen, nachdem ich mich gezwungen habe, mich mit dem Thema und allen dazugehörigen Bildern zu beschäftigen. Natürlich werden Spinne und ich nie dicke Freunde werden, aber ich kann die kleineren und nicht so häßlichen Exemplare mittlerweile schon fast mit wissenschaftlichen Interesse begutachten.

Allerdings bin ich von einer Masterspinne der Sorte Tegenaria im Haus auch bisher verschont geblieben. Ich habe aber eine im Garten, die ist dermaßen blitzschnell, dass ich sie nur aus den Augenwinkeln davonhuschen sehe. Aber allein ihr Schatten ist riesig! Ich schätze, so ein Exemplar im Haus könnte meine mühsam errungenen Fortschritt ins Wanken bringen. :smirksmile:

P.S. Meine Plastikspinne sitzt immer noch auf meinem Stifteköcher am Schreibtisch. Hab mich schon so sehr an sie gewöhnt, dass ich sie gar nicht mehr bewusst wahrnehme. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.

Lillian2207
24.04.2007, 13:04
Hallo Ihr lieben "verbündeten",

bin eigentlich wegen anderen Ängsten hier auf die Seite gekommen und dann begegne ich diesem Strang in dem ich meinen alten Urängste gegenüber stehe! *uahhhhhh* Spinnen!!!! *brechwürg*

Ich kann einiges erzählen, die beste Story gleich vorweg: ich komme mit meinem Motorrad nach Hause, parke in der Garage, gehe ins Haus, ziehe in der Küche meine LEDERJACKE aus und stehe einer schreienden Mutter gegenüber, die brüllt, ich solle stehen bleiben und gleichzeitig nach einem Otto-Katalog greift. Jetzt könnt Ihr natürlich glauben, dass ich natürlich nicht stehen bleibe und wie von der Tarantel gestochen (passender Ausdruck!) durch das ganz Haus renne und mich schüttel und schreie! Das Ende vom Lied war, dass meine Mutter und ich den ganzen Nachmittag damit verbracht haben, das TIER (es war riesig) was vorher auf meiner Schulter (!) saß, wieder zu finden und zu killen! Ich muß dazu sagen, das 1. bei uns im Haus Spinnen immer gekillt werden, mit Vorliebe durch den Weitwurf eines besagten Kataloges, der schwer genug ist alles platt zu machen, und 2. ich natürlich eine solche Phobie entwickelt habe, wenn ich mit einer Mutter aufwachse, die bei der kleinsten Spinne schon auf dem Schrank sitzt und schreit was das Zeug hält!

Viel schlimmer war aber später meine Entscheidung als Mensch, der Angst vor Spinnen hat, in einer Souterrainwohnung zu ziehen. War echt kein guter Plan, denn die Wiese reichte direkt bis an meine Wohn- und Schlafzimmerfester. Da half anscheinend kein Fliegennetz, denn ich bin irgendwann Nachts wegen einer Bewegung auf meinem Arm aufgewacht, schlage im Halbschlaf noch danach und denke: Mach doch mal lieber das Licht an... und da, in meinem heiligen Bett kämpfte eine riesen Spinne (mit einem Körper so groß wie ein Toffee) mit ihren Beinen und versuchte wieder auf die selbigen zu kommen. Ich bin ausgeflippt. Habe dann mitten in der Nacht meinen Vater angerufen, der ist auch gleich gekommen und hat das Horrorteil aus meinem Bett entfernt (und die zwei Beine, die ich mit meinem Schlag vom Körper getrennt hatte und auch noch zuckten)*ohmeingottwieschrecklich*

Aber das beste war in meiner letzten Firma, wo ich morgens um sieben durch die Tür trat und direkt neben der Eingangstür an der Treppe zum Keller ein Exemplar saß, das seines gleichen suchte! So groß wie meine Hand (kein Witz), der Körper so groß wie.... ach noch viel größer, irgendwie dreieckig und mit zwei riesigen Kieferzangen, glotze die mich an. Ich bin direkt in den ersten Stock gerannt, habe dort die Männer der Schöpfung angesprochen und sie gebeten das Monster zu entfernen... natürlich erntete ich erst mal nur Spott und zwei der Herren begleiteten mich nach unten..... um gleich wieder zurück in Ihr Büro zu gehen ohne die Spinne zu entfernen! Ha, von wegen "jaja typisch Frau", es hat sich keiner an das Viech getraut!

So, jetzt wohne ich in einer Dachgeschosswohnung, auf meinem Balkon sehe ich hin und wieder was achtbeiniges, aber die schieße ich dann mit meiner Fliegenklatsche in einem riesiegen Bogen über das Geländer, kommen meist auch nicht zurück! Toi, Toi, Toi!!!!! Ich würde so gerne diese Angst endlich überwinden und den armen Tieren gedulig gegeübertreten, schaffe ich aber nicht. Ich gerate immer in Panik und kann mich dann nur mit einer toten Spinne anfreuden, anders weiß ich mir nicht zu helfen! Es tut mir ja auch leid, aber meine Angst ist größer! Vielleicht kommt es auch daher, dass mein Vater früher immer versucht hat die Spinnen zu retten, mir einmal seine Hand mit dem gefangenen Tier unter die Nase hielt um mich zu ärgern, und just in dem Moment das Tier einen Weg aus der Hand fand und in meine Richtung sprang! Na viele Dank!

Euch einen Spinnenfreien Tag (und mir auch!!!!)
Lieben Gruß Lillian2207

Inaktiver User
24.04.2007, 13:54
*lach* - es war doch an der Zeit, diesen Thread wiederzubeleben!

Also, mein Tegenaria-Kind war drei Tage hintereinander im Gästewaschbecken, und ich wollte schon das Ende der Zivilisation einläuten, weil ich mir die Hände nach dem WC-Gang nicht mehr waschen konnte (wenn doch die Spinne da sitzt!). Meinen Liebsten habe ich auch gebeten, das Tier dort zu lassen. Der hat sich bloß gewundert, denn er nervt keine Spinne.

Also. Spinne am Morgen brachte weder Kummer und Sorgen, und ein morgendlicher Adrenalinschub ist auch recht belebend - aber nun ist sie weg, und ich inspiziere das Klo durchaus gründlich, bevor ich mich da niederlasse. Weg ist sie.

Die Unterscheidung zwischen Männern und Weibern dieser Spezies hab ich leider schon vergessen, aber ich werde mich wieder kundig machen.

Insgesamt habe ich einen gezwungen-unbefangenen (was issn das?) Umgang mit diesen Tieren und hoffe, noch weiter ----oooohhhhmmmmm- geistig zu wachsen.

*gg*
One

Inaktiver User
24.04.2007, 13:57
Nocturna, diese tegenaria-artigen im Garten sind eine andere Spezies. Ich kann es jetzt nicht belegen (auf Nachfrage bewaffne ich mich notfalls mit Digicam und versuche, das ganze durch Feldversuch zu untermauern), aber ich kenne diese Dinger.

Die lasse ich schon ewig in Ruhe, die haben auch eine ganz andere Art, sich zu bewegen, sind irgendwie noch kompakter und werden nicht ganz so groß. Insgesamt sind sie viel schneller und auch paranoid - sie flüchten, wenn Du raschelst.

Eine anständige Tegenaria atrica reagiert auf diese Dinge gerade mal damit, daß sie ihren Körper ein wenig absenkt oder anhebt. *grusel*

... ich kann mich soooo leise bewegen *lach*

Lillian2207
24.04.2007, 14:08
Mensch One, das ist wirklich beneidenswert!
Ich kann nicht glauben, dass ich irgendwann da mal hinkommen werde! Ich habe wirklich kein Problem (bis auf leichtes gruseln) mir Fotos von Spinnen oder Vogelspinnen in einem Glaskasten anzugucken, aber das ist es auch schon. Ich war einmal im Kölner Aquarium, wo es auch Reptilien und Kleingetiers gibt, war auch ganz gespannt auf die Vogelspinnen und komme um die Ecke.... und lese ein super interessantes Schild: Chinesische Seidenspinne! Gucke nach oben und da, zwischen zwei Bambusstangen, sitzt eine riesige, langbeinige Ekelspinne, in einem riesigen Netz und glotzt mich an! Und das so, ohne Glasscheibe oder "Käfig"!!! Kannst Du glaube, wie schnell ich wieder aus dem Aquarium war? Mein Freund konnte nicht so schnell laufen wie ich. Stunden danach hatte ich noch Gänsehaut und Schüttelanfälle! :knatsch:

Ihr seit hier alle schon so mutig! Wie soll ich jemals dahin kommen? Ich glaube, ich verschmähe auch weiterhin solche Urlaubsziele wie Thailand etc. weil ich mich wegen den Spinnen nie trauen würde!!!!!

Dabei würde ich Thailand so gerne bereisen :heul:

Inaktiver User
24.04.2007, 14:17
Lilian, ich war vor *grusel* 34 Jahren das erste Mal in Thailand, und da gab es noch viel mehr Ecken, die es jetzt nicht mehr gibt. Ich habe ganz Thailand bereist, und keine einzige Spinne hat mich in Panik versetzt. (Ich fahre aber jetzt nichtmehr dahin, denn ich habe mich in das touristisch kaum erschlossene Thailand von damals verliebt, das es jetzt nicht mehr gibt).

Also: Ich bin eine gestandene Frau, Unternehmerin, werde morgen 40 (was alleine schon einen Nervenzusammenbruch bedingen sollte) - und ich habe gefunden, es ist nervig, wenn eine Frau von knapp 1,80 Meter vor ein paar Gramm Spinne schreiend davonläuft.

Das war alles - oder besser gesagt: Der Beginn meines Lernprozesses!

Lillian2207
24.04.2007, 15:19
Liebe One,

ich bin auch 1,79 m groß und ich schäme mich gar nicht, wenn ich wegen einem 5cm großen Tier davon laufe :smirksmile: Habs ja nicht anders gelernt! Aber ich finde diese doofen Sprüche so läßtig: Ach die tut doch nichts, sind doch nützliche Tiere, die hat mehr Angst als Du.... blablabla! Als ob ich das nicht wüßte, als ob man eine so tief verwurzelte Angst einfach so abtun könnte....

Ich werde im Juli 35 Jahre und bin noch kein bisschen entspannter geworden, auch wenn hier im Strang viele schreiben, dass die Gelassenheit mit dem Alter gekommen wäre! Ich warte erfolglos darauf! Naja, zu mindest muß die Spinne jetzt eine gewisse Größe haben um mich in Panik zu versetzen, kleine (bis 2,9999 cm) gehen noch einigermaßen und Weberknechte kann ich auch noch ertragen, sind aber auch nicht meine BESTEN Freunde... :smile:

Du bist sicher, dass Dir in Thailand keine Spinne begegnet ist??? Dann könnte ich es ja doch mal wagen :schild genau:

diane
24.04.2007, 21:31
Lillian,
wenn ich deine erlebnisse lese, da läuft es mir echt den rücken runter.
Ich glaub, wenn mir das erlebnis das du im bett gehabt hast , selbst gehabt hätte... schüttel:ooooh:

Komischerweise kann ich aber auch keine spinne töten. Es würde mich zusehr grausen, die *bestandteile* zu entsorgen.

Ich untersuche regelmäßig jedes eck in meiner wohnung...ja ok die weberknechte sind mir jetzt schon egal, aber entsorgen kann ich sie auch nicht.

ich war auch schon öfter in thailand, aber da hab ich auch nie eine spinne gesichtet, obwohl ich dort auch sehr ohne komfort gelebt habe, also nur in einer hütte ohne glasfenster etc...

ich hatte dort in meiner hütte einen geckko hinter dem bad-spiegel sitzen, der war mir weitaus sympathischer:freches grinsen:

Ja stimmt, so wie Palme schreibt, hat sich thailand sehr verändert, war auch das erste mal in den achtziger jahren dort.

Ich kann aber auch mit meiner spinnen phobie leben, solang ich keine bei mir in der wohnung hab, und ich kämpfe auch garnicht dagegen an, weil ich eben so bin wie ich bin

spinnenfreundliche grüsse und alles lieber dir liebe lillian

Lillian2207
25.04.2007, 11:37
Hallo liebe Diane,

ist es nicht komisch, das Menschen die eine Phobie haben, immer wieder damit konfrontiert werden? Ist ja so, als würde man es gerade wegen der Angst davor regelrecht "anziehen"! Ich kann noch einiges erzählen, was mir im Zusammenleben mit den Achtbeinern so passiert ist. Aber noch viel schlimmer trifft es immer wieder meine Mutter. Die hat noch viel mehr Angst, wir alle in der Familie kennen den ganz bestimmten "Spinnenschrei", ein Glück nur, dass der Freund meine Mutter keine Angst vor den Tieren hat und sie immer rettet. Aber es ist sowas von ekelig, wenn der Freund meiner Mutter hin geht und ganz lässig die Spinne an einer ihrer Beine packt und sie rausbefördert. Alle anderen sieben Beine wehren sich aus Leibeskräften, bewegen sich so furchtbar zackig, das ich brechen könnte. Wie konnte man nur solche Tiere erfinden....

Als ich mal im Garten die Setzlinge eingepflanzt habe und einen beherzten Griff in den Sack mit Blumenerde gemacht habe, hole ich die Hand raus und auf meinem Handrücken sitzt eine Spinne, die so groß wie eben mein Handrücken war. Das einzige was mir dazu einfiel, war ein Heulkrampf, der ungefähr den ganzen Nachmittag dauerte und ich meine Hand über 10 Minuten unter fließend Wasser gehalten habe und mit einer Wurzelbürste die Haut fast blutig gerubbelt habe!

Tja, es sind aber nicht nur die Spinnen, alles was so komische Beine hat, ekelt mich ein bisschen. So habe ich auf Sardinien mal eine Portion Spaghetti bestellt und bekommen habe ich Nudeln mit einem krebsartigen Ding, dass mit seinem Rücken auf den Nudeln lag und seine Beine zusammengezogen hatte, eben so wie eine Spinne es tut, wenn sie stirbt!!!! Ich bin ganz locker und ohne mich zu outen auf Toilette gegangen, habe auf dem Weg dem Kellner gesagt, er solle meinen Teller abräumen und habe mich auf dem Klo übergeben! Kein Witz! Es geht einfach nicht, es macht mich krank!!! Deswegen auch die Dachgeschoßwohnung und keine Kellerwohnung mehr!
Und ich kille die Tiere immer, weil ich so Angst habe, sie könnten unter irgendein Möbelstück verschwinden und ich würde sie dann nie wieder finden! DAS geht gar nicht!

*gruselige* Grüße, von den ganzen Erinnerungen haben ich jetzt Gänsehaut :freches grinsen:

Lillian2207

Inaktiver User
25.04.2007, 12:49
Ich HASSE diese dicken dunkelbraunen oder schwarzen Hausspinnen mit den dicken Beinen!

Und weil es mich so graust, will ich sie auch nicht einfangen, nein, niemals, SIE oder ICH!! Leider ekelt es mich derart, dass ich sie weder mit dem Staubsauger einsaugen kann (schüttel) geschweige denn erschlagen (würg). Ich hab für mich die perfekte Methode entwickelt, die deswegen gut funktioniert, weil die Dinger bei mir nur im Keller vorkommen: Aus sicherer Entfernung sprühe ich sie mit einer halben Flasche Vorwasch/Fleckenspray ein - das hat noch keine überlebt.

Inaktiver User
25.04.2007, 13:04
Ich sehe schon, wir "geläuterten" Ex-Spinnenphobiker haben da noch eine Menge Aufklärungsarbeit vor uns!

*gacker*

Lillian2207
25.04.2007, 13:28
...Also davon mal abgesehen, dass es nicht nett ist, die Tierchen zu töten (Entschuldigung an alle Spinnen- und militanten Tierschützern) sind meine Beweggründe einfach Angst und unbegrenzter Ekel! Aber Mädels, ich habe mal gehört, dass wenn man Spinnen einsaugt, sie Ihren Weg wieder nach draussen finden, UNBESCHADET! Und dann geht der Spuk von vorne los! Also Staubsauger geht gar nicht....

Als ich vor einigen Jahren mal in Griechenland war, hatten meine Freundin und ich ein Tier im Zimmer, dass ich nicht so richtig definieren konnte. Es hatte unmengen von Beinen und war turbo behaart. Wir beiden Weicheier hatte überhaupt keinen Mut irgendwas mit dem Viech zu tun, haben uns dann des Deosprays bedient und danach ein Glas drüber gestülpt (und das muß man sich so vorstellen, auf einem Bein bin ich auf das Tier zugezittert, habe mit halb zusammengekniffenen Augen und zum Sprung bereit, schreiend das Glas darüber geworfen, mehr im Weitwurf als alles andere und habe mich benommen, als würde das Monster mich mit einem Schießeisen bedrohen!). Am nächsten Tag war unter dem Glas nichts mehr übrig, nur noch Schaum (?)! Ich habe daraufhin das Deo gewechselt!

Nocturna
25.04.2007, 14:00
Du hast Recht, 1of8. Da kommen ja mal wieder ein paar ganz krasse Fälle zutage.

Ladies, ich verstehe euer Problem gut, ich bin schließlich weit davon entfernt kuriert zu sein. Aber wie stellt ihr euch eure Zukunft vor? Wollt ihr euer ganzes Leben lang hysterisch kreischend vor Spinnen wegrennen oder panikartig reagieren? Jedes Mal, wenn ihr irgendwann einen Raum betretet einen kurzen unbewussten Check der Wände machen und mit unfehlbarem Spürsinn genau den schwarzen Fleck an der Wand finden und sei er noch so winzig?

Wenn das für euch ok ist, ihr mit diesem System gut zurecht kommt und immer eine hilfreiche Hand zur Stelle ist, die euch Spinne entsorgt, kann man so ohne weiteres bis ans Ende der Tage leben. Wenn ihr das nicht wollt, dann ist es möglich etwas dagegen zu tun. Es wird euch allerdings nicht zufliegen. Spinnenangst ist Arbeit. Arbeit an euch selbst.

Mir persönlich wurde es jetzt, bin immerhin 43, zu blöd. Den Anfang hat mein Kind gemacht. Niemals würde ich vor meinem Sohn (bald 10) zugeben, eine Spinnenphobie zu haben. Ich bin einigermaßen stolz drauf, dass er bis heute keine Ahnung hat und das, wo Kinder relativ feine Antennen haben. Ich habe ihn immer sehr gelobt, wenn er die Spinnen zur Rettung außer Haus getragen hat und eisern Fassung bewahrt, wenn er sie mir im Glas gezeigt hat.

Ich habe also bereits 10 Jahre hysterische Anfälle beim Anblick einer Spinne unterdrückt. Vor kurzem habe ich nächste Steigerung gemacht. Ich sah mir die Bilder der Spinnen an, die mich besonders ekeln. Das sind die ganz normalen Hausspinnen, Tegenaria atrica, wie wir hier im Forum herausgefunden haben. Google anwerfen und los geht die Abhärtung. Es gibt sogar ein Filmchen im Web, wie schnell sich eine Tegenaria bewegen kann. Huch.

Habt ihr wirklich schon mal ERNSTHAFT probiert, euch damit zu beschäftigen und euch nicht euren Ängsten zu beugen? Ich habe es kürzlich getan und es wird besser, ganz sicher. Die Plastik-Tegenaria auf meinem Schreibtisch, so lächerlich es klingt, tut allein durch ihr Vorhandensein im Unterbewussten ihren Job. Früher habe ich sie mit leichtem Schaudern betrachtet, jetzt, nach ein paar Monaten, gehört sie mit zum Inventar. Akutell habe ich sie gerade vom Stifteköcher auf das Ziffernblatt meiner Wanduhr gehängt. Eine ganz neue Perspektive und ich muss mich erst wieder daran gewöhnen. Dabei sieht sie nicht unelegant aus, schwarze Spinne auf gebürstetem Edelstahl, fast schon nobel.

Ich werde Spinnen nie lieben und sie immer mit leichtem Grausen betrachten. Ich will es aber unter Kontrolle haben, nicht hilflos sein und nicht völlig abgedreht reagieren. Es ist wohl wie in der Schule, mit regelmäßigem Üben und Wiederauffrischen schafft man auch die größten Hürden. Zumindest erzähle ich das immer meinem Sohn. :freches grinsen:

P.S. Alles Gute zum Geburtstag, 1of8. :blumengabe:

Lillian2207
25.04.2007, 14:29
Von mir auch alles Liebe zum Geburtstag liebe One!!!

Komischer Weise habe ich mich noch nie wirklich mit der Möglichkeit beschäftigt, mich von meiner Angst zu befreien! Ich finde es super toll, Nocturna, wie du Deine Angst angehst und wie Du mit Deinem Kind umgehst. Hätte ich diese Vorausschau von meiner Mutter erfahren, hätte ich jetzt keine Probleme!

Erst richtig ist mir mein Problem aufgefallen, als ich vor ca 2 Jahren mit meinem damaligen Freund nach Hause kam und ins Treppenhaus getreten bin, eine kleine Bewegung vor der Treppe erregte meine Aufmerksamkeit und genau da saß so ein Vieh, das Du eben beschrieben hast: Tegenaria atrica (die ich mir ganz brav und mit viel Mut schon gegoogelt habe)! Von meinem Geschrei ist meine Vermieterin ins Treppenhaus getreten, sie ist aber in ungefähr 10 Meter Entfernung von uns stehen geblieben und hat gemeint wir sollten die Spinne doch entfernen. Wie witzig! Klar! Gar kein Problem. Als mein Freund auf die Spinne zu ging, hat die den Turbo angeschmissen und ist von einer Ecke in die nächste geflitzt. Mein Freund hat sie dann wie ein Maus gejagt und sie nicht bekommen, daraufhin ist meine Panik nur noch größer geworden. Die Aussage meiner Vermieterin, wir sollten sie lieber fangen, sonst säße die morgen zwischen unserer Bundwäsche im Keller, hat mir meine Panik auch nicht reduziert, IM GEGENTEIL und nach weiterer Jagt (mein Freund wollte das Tier eben nicht töten sondern unbeschadet in den Garten bringen, der Depp) habe ich mich dann mal gefragt, was ich gemacht hätte, wäre ich mit meiner Vermieterin alleine gewesen?! Das Ende vom Lied war, das mein Freund die Spinne irgendwie zu stark in die Ecke gedrückt hat, sie sich daraufhin zusammengezogen hat und so getan hat als wäre sie tot, er sie in die Hand nahm und ich wieder meinen alten Erinnerung mit meinem Vater ausgesetzt wurde, sie wieder in meine Richtung von seiner Hand sprang. Da war ich kurz vor einer Ohnmacht!

Aber Du hast Recht, liebe Nocturna, irgendwann muß ich meiner Angst ein Ende setzen.... darf ich damit vielleicht noch einige Jahrzehnte warten??? *Uahhh* wie um himmels willen soll ich das anstellen? Nagut, eine Plastikspinne könnte ich mir noch vorstellen, aber ich glaube, die würde mich nicht auf die richtigen Exemplare vorbereiten! Uuuuund mich wirklich in eine Therapie zu begegen wo ich vielleicht vor einem Tisch sitze mit einem Glas und einer Spinne darauf.... naja, da würde ich genau einmal hingehen und dann nie wieder.
Hypnose könnte ich mir noch vorstellen... ist doch schmerzfreier :freches grinsen:

Nocturna
25.04.2007, 16:48
*Uahhh* wie um himmels willen soll ich das anstellen? Nagut, eine Plastikspinne könnte ich mir noch vorstellen, aber ich glaube, die würde mich nicht auf die richtigen Exemplare vorbereiten! Uuuuund mich wirklich in eine Therapie zu begegen wo ich vielleicht vor einem Tisch sitze mit einem Glas und einer Spinne darauf.... naja, da würde ich genau einmal hingehen und dann nie wieder.
Hypnose könnte ich mir noch vorstellen... ist doch schmerzfreier :freches grinsen:
Lillian, warum immer gleich die große Lösung? Hypnose, Therapie sind die großen Kanonen. Warum nicht die kleine Kanone? Es sind ja auch nur kleine „Spatzen“ auf die wir schießen müssen.

Wie wärs, wenn du dir ein paar schöne Bilder der Tegenaria ausdruckst und sie jeden Morgen, vor oder nach dem Frühstück :smirksmile: , betrachtest. Dazu noch genaue Infos im Web ergoogeln, wie Tegenaria lebt und wohnt, Unterschied Männlein – Weiblein, Nachkommen, Ernährung, ihre Angewohnheiten, ihre Besonderheiten, usw. Das auch noch regelmäßig durchlesen, bis du Experte deiner Lieblingsspinne bist.

Wenn dir dann das nächste Mal eine solche siehst, solltest du, wenn du fleißig warst, unterscheiden können, ob eine Spinnenfrau oder ein Spinnenmann vor dir sitzt, wie alt sie ist und was sie dort macht. Ist sie auf Nahrungs- oder Partnersuche, hat sie sich verirrt und wartet vielleicht auf deine Rettung?

Probiers doch einfach mal, du hast nichts zu verlieren und im idealen Fall winkt dir mehr Gelassenheit, wenn du mal ein spontanes Rendez-vous mit Spinne hast.

Inaktiver User
25.04.2007, 17:03
Lillian, warum immer gleich die große Lösung? Hypnose, Therapie sind die großen Kanonen. Warum nicht die kleine Kanone? Es sind ja auch nur kleine „Spatzen“ auf die wir schießen müssen.

Wie wärs, wenn du dir ein paar schöne Bilder der Tegenaria ausdruckst und sie jeden Morgen, vor oder nach dem Frühstück :smirksmile: , betrachtest. Dazu noch genaue Infos im Web ergoogeln, wie Tegenaria lebt und wohnt, Unterschied Männlein – Weiblein, Nachkommen, Ernährung, ihre Angewohnheiten, ihre Besonderheiten, usw. Das auch noch regelmäßig durchlesen, bis du Experte deiner Lieblingsspinne bist.

Wenn dir dann das nächste Mal eine solche siehst, solltest du, wenn du fleißig warst, unterscheiden können, ob eine Spinnenfrau oder ein Spinnenmann vor dir sitzt, wie alt sie ist und was sie dort macht. Ist sie auf Nahrungs- oder Partnersuche, hat sie sich verirrt und wartet vielleicht auf deine Rettung?

Probiers doch einfach mal, du hast nichts zu verlieren und im idealen Fall winkt dir mehr Gelassenheit, wenn du mal ein spontanes Rendez-vous mit Spinne hast.

Lillian, dieses Konzept hat Erfolgsgarantie! Genauso hab ich mir das auch angeeignet, obwohl ich jetzt die Männer nicht mehr von den Weibern unterscheiden kann - der Winter ist für diese Dinge schlecht geeignet - aber sie sind für mich Hausbewohner wie verirrte Bienen oder Wespen.

Bei letzteren habe ich auch ein "Gelassenheitsprogramm" durch, ich bin nämlich hochallergisch auf deren Gift. Sie werden trotzdem vorsichtig gerettet.

Lillian2207
26.04.2007, 12:29
Wie wärs, wenn du dir ein paar schöne Bilder der Tegenaria ausdruckst und sie jeden Morgen, vor oder nach dem Frühstück :smirksmile: , betrachtest.

Oh Oh ich weiß nicht, vielleicht nicht gerade vor oder nach dem Frühstück, vielleicht an einem Tag wo ich nicht vor habe überhaupt was zu essen!?
Spinnen UND Essen? :schild nein:


Dazu noch genaue Infos im Web ergoogeln, wie Tegenaria lebt und wohnt, Unterschied Männlein – Weiblein, Nachkommen, Ernährung, ihre Angewohnheiten, ihre Besonderheiten, usw. Das auch noch regelmäßig durchlesen, bis du Experte deiner Lieblingsspinne bist

Lieblingsspinne? Boah, davon bin ich noch Lichtjahre entfernt :knatsch:
Aber ich will ja auch kooperativ sein und nicht alles gleich verwerfen: ich werde mal mit einem kleinerem Exemplar anfangen als gleich dem Super Gau! Wie wärs mit so einer "knuffigen" Kreuzspinne, ich glaube die werden nicht sooooo groß oder?


Ist sie auf Nahrungs- oder Partnersuche, hat sie sich verirrt und wartet vielleicht auf deine Rettung?

Bei deinem Satz fiel mir spontan ein: Rettung? Da kann die lange drauf warten! Aber ich erinnere mich an diesen Spider Catcher von dem Du gesprochen hast! Den habe ich noch nicht gegoogelt! Das mach ich jetzt mal...
:schild genau: ...vielleicht ist das eine Rettung für das Tier UND mich!

LG von Lillian2207, die zitternd vor Google sitzt und hofft, dass bei der Eingabe: Spider Catcher, nur das Gerät angezeigt wird und nicht die Tiere dazu.....

Nocturna
26.04.2007, 16:28
Grins, wenn ich mich nicht täusche, ist etwas Spinne zu sehen auf diesen Verkaufsseiten.

Ich kann den Spidercatcher empfehlen. Ich habe mich tatsächlich überwunden und damit eine Tegenaria aus meinem Wäschekeller entfernt. Auch für sonstiges Krabbelgetier geeignet.

Du bekommst übrigens eine Plastikspinne zum Üben dazu. Das ist genau die, die zurzeit an meiner Uhr hängt zur Abhärtung. :smirksmile:

Inaktiver User
25.05.2007, 20:37
Ich muss beichten: :knatsch:
Ich habe eine Tegenaria auf dem Gewissen - das Letzte, was sie in diesem Leben wahrgenommen haben dürfte, war der Sog des Staubsaugers, bevor sie in den staubigen Tiefen des Staubsaugerbeutels verschwand.
Lange bin ich nicht mehr mit Spinnen in natura konfrontiert worden, schon gar nicht mit diesen Exemplaren. Angesichts eines Sperrmülltermins musste jedoch der Keller ausgemistet werden *schüttel*. Während ich im Keller "mutig" mit Handschuhen und Fliegenklatsche ausgerüstet die Kartons und Möbelstücke auseinandernahm, konnte ich zu meiner grenzenlosen Erleichterung keine lebende, dicke, fette, schwarze, behaarte (:smirksmile:) Spinne entdecken - Gott sei Dank begegneten mir nur Weberknechte, Kellerasseln u. ä. harmlose Kreaturen.
Heute morgen - ich war gerade am Wachwerden - was muss ich gegenüber an der Wand sehen? Eine Tegenaria!!!:ooooh: Ausgewachsenes Riiiiiiesenexemplar!!!:ooooh: - tja, so schnell war ich selten morgens wach!
Da ich sonst keine Spinnen in meiner (DG-)Wohnung habe, gehe ich mal davon aus, die haben wir aus dem Keller mit hochgeschleppt. An wem oder welchem Kleidungsstück sie hing, will ich gar nicht wissen!
Jedenfalls: Ich habe es versucht, konnte mich jedoch nicht überwinden, ein Glas drüberzustülpen und das Exemplar nach draußen zu befördern.:knatsch: Ich habe es wirklich probiert - es ging einfach nicht.
Weil ich sonst keinem Tier was zuleide tun kann, schäme ich mich mal wieder: Was kann die Spinne dafür, dass ich mich vor ihr fürchte?
Eure geknickte Lillian.:niedergeschmettert:

Nocturna
26.05.2007, 14:44
Jedenfalls: Ich habe es versucht, konnte mich jedoch nicht überwinden, ein Glas drüberzustülpen und das Exemplar nach draußen zu befördern.:knatsch: Ich habe es wirklich probiert - es ging einfach nicht.

Liebe Lillian, du legst einfach zu hohe Maßstäbe an. Auch wenn man willens ist gegen seine Abneigung zu handeln, muss man doch nicht gleich auf Armlänge mit der Spinne turteln.

Ich bin mittlerweile relaxter, was Spinnen angeht. Aber dennoch, eine Tegenaria per Glas nach draußen zu befördern, wäre mir zuviel der Selbstbeherrschung. :smirksmile:

Ich glaube aber durchaus, dass du mit einem verlängertem Arm, diesen Spidercatcher beispielsweise, so eine Spinne nach draußen befördern könntest.

Sei nicht so streng zu dir und leg dir geeignete Hilfsmittel zu, mit denen du tapfer, aber auf Distanz bleiben kannst.

Inaktiver User
28.05.2007, 17:19
@Nocturna:
Vielen Dank für Deine aufmunternden Worte. Ich denke, ich werde mir auch tatsächlich diesen Spidercatcher zulegen. Immerhin habe ich kleinere Fortschritte gemacht: So kann ich mittlerweile Fotos von Spinnen in Büchern oder im Internet betrachten ohne gleich Schweißausbrüche zu bekommen. Bei Filmen funktioniert es noch nicht so gut. Aber ich hoffe, dass kommt noch.
LG, Lillian