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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : mangelhaften artikel erhalten



timmilie
15.09.2006, 00:26
ich habe ein gebrauchtes notebook ersteigert, es war beschrieben mit 1,2ghz voll dsl tauglich 1stunde akkulaufzeit für 350eur
als es kam war ein zettel anbei f1 drücken! irgendwas mit der festplatte war nicht in ordnung!

das notebook kann kein dsl ohne weiteres, der akku hält nicht mal eine minute und der prozessor hat nicht mal 500mhz!
ich habe mich zwar unheimlich geärgert aber hätte es wohl heruntergeschluckt bis nun nach ca 2 wochen gar nichts mehr ging!
die festplatte ist kaputt sagte man mir in einer pc werkstatt!

ich habe das gerät privat für mehr als 350euro ersteigert!
der verkäufer hatte zwar einen passus mit fehlender gewährleistung auf seiner seite aber man muss doch irgendetwas machen könnne!?

als ich ihn angeschrieben habe bekam ich zur antwort das er keine ahnung von computern hätte und keine böse absicht, wünsche mir noch einne schöäen tag und fertig!!

was soll ich denn nun tun??

Tabac
15.09.2006, 00:43
Erstmal EBay(?) als Streitfall melden und den Verkäufer zur Rücknahme des Artikels auffordern, weil er bekannte Mängel verschwiegen hat (F1 für übergehen der SMART-Meldung der Festplatte) und Eigenschaften zugesichert hat, die das Notebook nicht erfüllt (1,2 GHz Prozessor, Akkulaufzeit). DSL-Ready ist nur 'ne Floskel, da braucht man nicht drauf rumreiten, wie auch diese durchsichtige Antwort des Verkäufers (Keine Ahnung bla bla ...)

Sollte das nicht helfen, Anzeige wegen Betrug und auf jeden Fall eine präzise, negative Bewertung. Das war ein Schrottverkauf par excellence :o(

Inaktiver User
15.09.2006, 09:22
Der Verkäufer war privat? Verkauft er viele solcher Geräte? Dann kann es ein Händler sein. Ist wichtig wegen der Gewährleistung, weil ein Gewerblicher Gewährleistung nicht ausschließen kann und auch auf Second Hand Ware 12 Monate geben muss. Private können und sollten Gewährleistung ausschließen, aber das darf nicht dazu führen, dass er die Gewährleistung für Schrott ausschließt, von dem er weiß (!), dass es Schrott ist und hinterher auf den Ausschluß mit "ätsche bätsche" verweist. Das nennt sich "arglistige Täuschung" und der Verkäufer ist dran.

Das Problem ist meist nur, dass man die arglistige Täuschung nachweisen muss, sprich..man muss als Käufer nachweisen, dass der Verkäufer wissentlich Schrott verkauft hat. Im vorliegenden Fall würde ich sagen, ist diese Beweisführung durchaus möglich, u.a. wegen dem ominösen F1 Zettel. Er wußte also, dass was mit der Festplatte ist. Hat er das nicht im Auktionstext = arglistige Täuschung. Konsequenz...er muss das Gerümpel zurücknehmen und das Geld zurückzahlen.

Inaktiver User
15.09.2006, 12:29
Hat er negative Bewertungen? Aktuelle?
Ich habe mich mal mit drei Ebayanern zusammengetan, die wie ich Müll bekommen hatten. Wir haben alle 3 schlankweg behauptet, wir würden unseren Anwalt einschalten. Das Geld kam zurück. Und das waren keine so hohen Beträge wie deiner.

In einem anderen Fall habe ich alleine durch die Erwähnung, dass ich meine Nachbarin, die Rechtsanwältin ist (ist sie wirklich), befragt habe, mein Geld ruckzuck zurückbekommen.

Wenn er so schweinchenschlau ist, dass er ja privat sei und von nichts wisse, dann musst du eben schweinchenschlauer sein.
Aber , grundsätzlich, Unwissen schützt nicht vor Strafe;: er ist für das Angebot und die Beschreibung verantwortlich.

Und wenn er wirklich nicht reagiert, dann ginge ich zur Polizei und erstattete Anzeige wegen Betruges. Das dauert ne Weile, aber er wird jedenfalls zu einer Aussage aufgefordert, die er allerdings verweigern kann. Ein Staatsanwalt entscheidet dann, ob der Fall vor Gericht kommt. Wird er vermutlich nicht tun, weil die Gerichte viel zu tun haben. Aber jedenfalls, falls du die Kohle nicht zurückbekommst, hast du dann deine Möglichkeiten ausgeschöpft. Achja, den Tipp, das auch über Ebay zu tun, hast du schon. Er könnte auch gesperrt werden.

Hoffentlich musst du dich nicht zu arg ärgern. Ich drücke die Daumen für einen guten Ausgang.

Red