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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wandelröschen schneiden



Skipperin
14.09.2006, 20:23
Mein Wandelröschen ist extrem gewachsen diesen Sommer. Wann und wie schneide ich das zurück?
Wenn es ins Winterquartier kommt oder erst im Frühjahr?

Yeti
18.09.2006, 10:58
Genieße die Pracht noch bis vor dem Frost!

Lantana camara (bot. Name) sind recht robust. Im Winter verlieren sie sowieso alle Blätter. Im Frühling zeigen sie als letztes ihre neuen Blätter. Darum nicht aufgeben! Oft kommen sie erst Ende April, je nach Überwinterungsstandort.

Starker Rückschnitt möglich.

Früchte eßbar. Kerne nicht mitessen!

Zehpferdchen
18.09.2006, 13:31
Hallo,

wenn man die abgeblühten Stengel gleich entfernt, hat man Freude an mehr Blüten.
Man kann die ausufernden Zweige eines Wandelröschens zwischendurch kappen, es treibt wieder aus und ist blühfreudiger (auch wenn ich mich als unerfahrene Balkongärtnerin erstmal gescheut habe, die knospenden Enden abzuschneiden) und ausserdem "wuchert" es nicht mehr so ausladend, sondern wächst buschiger.

Bevor ich es zum Überwintern in einer dunklen Treppenhausecke hereingeholt habe, wurde es stark zurückgeschnitten und alle paar Wochen mal ein bisschen gegossen. Ist ihm gut bekommen und es hat dieses Jahr wieder sehr schön und ausdauernd geblüht :smile:

Viele Grüße,
zehpferdchen

Skipperin
19.09.2006, 16:11
ach ich dachte, es liegt an meiner "Pflege", dass sie letztes Jahr alle Blätter verloren hatte.
Ich habs schon einmal überwintert, da war es noch klein, jetzt ist ein Busch von nem halben Meter Durchmesser drausgeworden.

TajMahal
20.09.2006, 17:43
Hallo,

schön dass es schon einen Strang für Wandelröschen gibt.

Ich habe meine zwei gestutzt und die Abschnitte zum Wurzeln ins Wasser gestellt. Allerdings wurzeln sie nicht.
Die zweite Pflanze ist aus solchen bewurzelten Abschnitten gewachsen. Also müsste es prinzipell funktionieren.

Hat jemand eine Ahnung was ich falsch mache?

Grüßle
TM

PS: Früchte essbar? Ich habe gelesen die Pflanze sei in allen Teilen giftig!?

Yeti
21.09.2006, 09:29
Stecklingskiste mit Aussaaterde vorbereiten!
Wüchsige Kopfstecklinge mit höchstens zwei Blattpaaren stecken!
Nach dem Bewurzeln in Töpfe mit Blumenerde pflanzen!

Momentan sind die Pflanzen sehr verhärtet. Besser im vegetativen Wachstumsstadium Stecklinge schneiden.

Lantana camara
http://www.botanikus.de/?load=/Gift/wandel.html

Du hast recht. Scheinbar sind sie wirklich giftig.
Mein Freund ist Tamil-Deutscher. Er hat es mir vorgemacht. Die Früchte schmecken wirklich lecker und ich lebe noch. Allerdings hab ich bisher nur einzelne Beeren gegessen und die Kerne ausgespuckt. Probleme hatte ich nie bekommen. :smile:
Ich frag ihn nochmal.
Lies aber auch ganz unten! Einige Völker verwenden Lantana als Medizin und als Aromamittel.

:wie?:

TajMahal
21.09.2006, 09:45
Danke Dir, versuch ich´s mal so.
Die Beeren hab ich noch nie gesehen, sobald die Blüten abgefallen sind entferne ich die grünen "Knubbel" damit die Blüte wieder angeregt wird.

Da wird´s wohl wie bei allem auf die Dosierung ankommen :smirksmile:

Grüßle
TM

Skipperin
21.09.2006, 13:05
Yeti, ich hoffe es hat niemand gegessen ausser dir :

Wandelröschen sind giftig.
Vergiftungssymptome ähneln einer Tollkirschenvergiftung (http://www.botanikus.de/Gift/toll.html).
Somit sind gerade Kinder gefährdet, die von den Beeren essen.
Die Giftstoffe sind in der Lage die Leber zu schädigen, den Gallenabfluss zu stören sowie Enzyme in der Leber und im Blut zu verändern. Dies hat Gelbsucht und durch Licht hervorgerufene Entzündungen der Haut (phototoxische Wirkung) zur Folge. Auch Pupillenerweiterung, Durchfall, Erbrechen, unkontrollierte Muskelreaktionen und Verfärbung der Haut wurden beobachtet.
Tiergiftig:

Das Wandelröschen ist giftig für Rinder und Kühe, Schafe, Hunde und Katzen sowie für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster. Die Giftstoffe wirken phototoxisch auf die Tiere und lösen damit Vergiftungen im Zusammenhang mit Sonnenbestrahlung aus. Vergiftungssymptome sind Hautausschläge, eine Blockierung des Ausscheidens von Gallenfarbstoffen, dadurch kommt es zur Gelbfärbung der Schleimhäute, zu Gelbsucht und Leberschädigung. Die Tiere leiden unter blutigem Durchfall oder Verstopfung, Bewegungsstörungen und Lichtempfindlichkeit. Nehmen Rinder über 5 Tage mindestens 22,5 g pro Kilo Körpergewicht der frischen Pflanze zu sich, verenden sie.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Bei uns nicht verwendet.


:zahnschmerzen:

Yeti
22.09.2006, 13:57
Das Wandelröschen ist giftig für Rinder und Kühe, Schafe, Hunde und Katzen sowie für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster.

Einem Yeti schadet es scheinbar nicht. :smile:

Nein, Scherz beiseite! Ich werde das meinem Freund mal unter die Nase reiben.

Skipperin
26.09.2006, 11:12
:erleuchtung:

ich möchte mir ja keine Sorgen um dich machen müssen.

:freches grinsen:

Yeti
26.09.2006, 12:01
Mußt du nicht. Ich lebe und mir geht es prima. Ich hatte nich mal Visionen. Nein, ich bin nicht auf dem Staubsauger geritten bzw. auf einem Besen durch die Luft geflogen.

... obwohl gestern abend ja auf Pro7 die Hexe bei Hans im Glück ... die ist auf dem Besen durch die Luft ... und sogar der Drachen ist geflogen ... und auch der Teufel, der aussah wie Ingo Appelt, der flog auf dem fliegenden Teppich und zum Schluß waren Hansi und Hexi ein Paar und lebten glücklich beim Meister mit seinem Muhpuckl ...

... und ich habe gestern keine einzige Lantanenbeere gegessen ... :wie?:


Was mich wohl sehr interessiert, ist diese:


bei Vergiftungserscheinungen gibt der Arzt einem fast immer Atropin, also den Wirkstoff der Tollkirsche. Was aber gibt er einem, wenn man zuviel Tollkirschen gegessen hat?

Nochnefrage:
alle Solanaceaen sind giftig. Warum aber kippen wir nicht von Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, Eierfrucht etc. tot um? :ooooh:

Nachteule1
26.09.2006, 23:45
Yeti, wir sind hier nicht im Quizforum :freches grinsen: :freches grinsen: .

Stell Deine Frage doch mal da......, vielleicht kennen wir ja da die Lösung :smirksmile: .

Die Ul

Yeti
27.09.2006, 11:11
:freches grinsen: