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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Baby ist tot und ich bin allein



Blume76
07.02.2013, 17:37
Ich habe in der 15. SSW mein Baby verloren - es ist tot. Ich musste ins Krankenhaus und zweimal operiert werden. Ich war nachts allein in der Notaufnahme. Es war der Horror.

Ich kann diesen Schmerz kaum erfassen, ertragen. Darüber hier zu sprechen ist mir fast unmöglich. Ich schaffe es nicht, mich dem gerade zu stellen.

Ich sehne mich jetzt so sehr nach einem Mann, der für mich da ist, der sagt: Komm, beim nächsten Mal klappt es. Doch es geschieht nicht, sondern der Vater tut mir so weh. Wie komme ich aus diesem schrecklichen Kreislauf heraus.

Der Vater des Kindes und ich waren getrennt - so ist zumindest seine Sichtweise. Ich wurde ungeplant schwanger, obwohl wir seiner Definition nach nicht mehr zusammen waren. Es war eine komplizierte Geschichte, er hat mich von Anfang an (1 Jahr ging es) auf Distanz gehalten, mir aber trotzdem Hoffnungen gemacht, auch immer wieder gesagt, dass er mich liebt. Auch, als das Kind entstand.

Ich entschied mich für das Baby - obwohl er es nicht wollte. Ich wollte es nach gründlicher Überlegung so sehr, obwohl es Widrigkeiten gab, wir auch noch Kollegen sind, er mir ins Gesicht sagte, er wolle von mir und dem Kind nichts wissen, da er schon Kinder hat (er ist aber trotzdem Single).

Jetzt ist es gestorben.

Der Vater hat mir dann Trost in Aussicht gestellt, obwohl ich misstrauisch war. Obwohl ich Angst hatte, dass er mir wieder weh tun würde, war er plötzlich zur Stelle - er sagte u.a., er sei selbst so traurig, habe eigentlich gern die Ultraschallbilder sehen wollen.

Dann war er bei mir zu Hause und nahm mich in den Arm, tat das, wonach ich mich so sehr gesehnt hatte. Zweimal sahen wir uns. Ich hatte die Hoffnung, dass er mir Halt geben könnte. Bitte verurteilt mich nicht für diese naiven Gefühle, ich sehnte mich so danach. Wir schliefen sogar noch miteinander. Ich wollte mich als Frau fühlen, nachdem sie mir alles ausgeräumt hatten, ich spüre die Sehnsucht nach einem neuen Baby.

Dann ist alles zerplatzt. Auf Nachfrage erfuhr ich an dem Abend, dass er jetzt 4 Tage allein zum Karneval fährt, während ich hier zu Hause liege und blute. Er sagte mir ins Gesicht, wir seien kein Paar. Ich bräuchte jemanden, der eine Familie mit mir gründet, der mit mir zusammenzieht. Er könne das nicht. Ihm fehle der Mut dafür. Ende Aus. Er sei nicht beziehungsfähig. Er wolle allein leben. Ich hätte ihm mit der Nachricht der Schwangerschaft schon seinen Urlaub zerstört, und jetzt tue ich das quasi auch noch mit dem Karneval.

Und das sagte er mir alles in meiner jetzigen Verfassung, warum hat er mich nicht einfach in Ruhe gelassen und mich nicht noch berührt, gestreichelt, mit mir geschlafen.

Bitte sagt mir irgendwas Aufmunterndes, was ich tun kann, bitte macht keine Vorwürfe, wie ich so blöd sein kann, mich noch mal auf diesen Menschen einzulassen. Ich gehe hier bald mit all dem kaputt. Bin ich Schuld daran, dass es so weit kam?

Froeschle
07.02.2013, 17:58
Liebe Blume,

Oh je, du liest dich so unglaublich traurig und verzweifelt. Verständlicherweise, ich glaube ich kann zumindest zum Teil nachfühlen was du gerade durchleiden musst. Ich hatte im Dezember einen Missed Abort. Es war erst die 9. Woche, trotzdem war es wahnsinnig schlimm für mich. Du warst schon über der kritischen 12. Woche, dazu die schwierige Geschichte mit dem Vater des Kindes, also nochmal heftiger!:in den arm nehmen:
Ist denn jemand für dich da mit dem du sprechen kannst? Freundinnen, deine Familie? Ich glaube , es wäre gut, wenn du jemanden zum Reden hättest und nicht alleine wärst.

Mein Partner ist mit unserem Verlust (ein absolutes Wunschkind) auch anders umgegangen als ich mir das gewünscht hätte, ich dachte er müsste anders trauern, sollte nicht einfach normal weitermachen... Aber er schien einen anderen Umgang mit dem Verlust zu haben. Im KH war ich dann auch alleine, weil er beruflich an dem Tag weg musste und ich so schnell operiert werden sollte. Ich weiß noch wie ich Wasserfälle geheult habe auf dem Flur, allein wartend auf das Anästhesiegespräch. Um mich herum nur fremde Leute mit Bein im Gips oder 9-monats Bauch.... Später war dann meien Mutter für mich da.

Ich denke du darfst die Trauer um dein Kind zulassen, weine wenn dir danach ist. Für mich war es anfangs schwer vorstellbar, aber es kommen auch wieder bessere Zeiten. Mich überkommt es auch jetzt noch und ich trauere und bin verzweifelt, aber so schlimm wie am Anfang ist es nicht mehr. Vielleicht macht dir das ein bisschen Mut.

Der Mann scheint wirklich nicht der verlässliche Partner zu sein, den man sich als Frau wünscht. Ich weiß nicht ob es gerade nicht zuviel ist, wenn du auch noch um ihn kämpfst. Lass ihn zum Karneval ziehen und versuch dich jetzt um dich zu kümmern. Langsam, ein Tag nach dem anderen, dann sieht man weiter.
Ich glaube es muss sehr schlimm sein, wenn man denkt, dass ihm die Fehlgeburt vielleicht gerade "recht kam".

Soulskin
07.02.2013, 17:59
Liebe Blume,
erstmal :in den arm nehmen:.
Ein Baby zu verlieren ist sicher ganz furchtbar - ich habe und werde diese Erfahrung nie machen, ich kann deine Gefühle wenn auch nicht nachfühlen, so doch vielleicht erahnen.
Und hab keine Angst, Vorwürfe sind das Letzte, was ich dir machen würde - du bist in einer sehr verletzlichen Situation gerade. Du hast dein Kind verloren und noch dazu musst du dich, so denke ich, langsam von einem Lebensentwurf mit diesem Mann verabschieden.
Sicherlich hat er auch sein Päckchen zu tragen gerade, aber ich würde mir für dich wünschen, dass du ihn erstmal ganz weit von dir fernhalten kannst. Das mit dem Urlaub versauen, das finde ich echt:krank:.
Hast du denn andere Menschen in deinem Umfeld, die jetzt ein wenig für dich sorgen können? Eine gute Freundin? Deine Eltern?

Ich drück dich mal und die hier :weißekerze::weißekerze: sind für dich und das Kind.

Liebe Grüße, Soulskin

Michael_Collins
07.02.2013, 18:03
.......

Bitte sagt mir irgendwas Aufmunterndes, was ich tun kann, bitte macht keine Vorwürfe, wie ich so blöd sein kann, mich noch mal auf diesen Menschen einzulassen. Ich gehe hier bald mit all dem kaputt. Bin ich Schuld daran, dass es so weit kam?
Ich wünschte ich könnte dir helfen.
Als ich deinen Beitrag las, mußte ich schlucken und verstehe deinen Mann so gar nicht. Sein Verhalten macht mich wütend.

Du hast keinen Grund für Selbstvorwürfe und auch keine Schuld.

Ich wünsche dir von Herzen ganz viel Kraft und Stärke. Bitte fühle dich virtuell in den Arm genommen. :in den arm nehmen:

Mondschaf
07.02.2013, 18:14
Liebe Blume,

ich musste so schlucken, als ich dich gelesen habe. Bitte bitte gib dir keine Schuld an irgendwas, schon gar nicht für dein Verhalten bezüglich des Mannes. Wie soll man rational handeln, wenn einen das Leben komplett aus der Bahn wirft?

Ich wünschte so sehr, dass du liebe Menschen um dich hast, die dich auffangen können. Das Forum ist zumindest ein kleiner Anfang. Ich habe es ja selbst mehrmals erlebt, zwar nicht so weit wie du (12., 5. und 7. Woche), aber ich weiß, wie sehr man die Zuwendung von lieben Menschen in diesem Moment braucht. Das Verarbeiten der Männersache kannst du getrost nach hinten schieben, aber ich glaube, als Anlaufstelle für den Trost, den du dir wünschst, würde ich ihn nicht sehen.

Was ist mit einer Mama, deinen Freundinnen? Du solltest wirklich nicht allein sein. Es gibt in größeren Städten auch Sternenkindervereine, die einem helfen und zuhören. Kannst du dich dahin wenden?

Initiative Regenbogen, Glücklose Schwangerschaft (http://www.initiative-regenbogen.de/) als Beispiel. Lebensberatung, Trauerbegleitung, Caritas...frag doch mal in deiner Klinik nach, ob sie dir etwas für die Umgebung empfehlen können.

Michico
07.02.2013, 18:25
Liebe Blume,

ich weiß wie es sich anfühlt , habe es selbst 2 Mal erlebt.....das erste Mal in der 12. SSW.
Ich kenne die Trauer......dieser Dolch im Herzen.
Du wirst dein Baby immer im Herzen tragen.....du wirst es nie vergessen....aber du lernst damit umzugehen.
Es war einfach noch nicht die Zeit für dein Kind.....es war wohl noch nicht bereit für das Leben.
Du hattest keinen Einfluß darauf und auch keine Schuld.
Versuche dich zu trösten, dass dein Kind selbst entschieden hat.

Versuche dich auf dich selbst zu konzentrieren und verschwende keine Kraft an diesen Mann.
Wenn er frohen Herzens Karneval feiern kann und dich alleine mit deinem Kummer läßt, dann ist er es nicht wert!

Du wirst es schaffen....lasse die Trauer zu , weine wenn dir danach ist.

Hast du niemand mit dem du reden kannst....ich denke da auch an deinen Arzt oder eine gute Freundin.....ich weiß, dass ich mit niemandem reden konnte, der mir nahe stand. Ich war z.B. unfähig mit meiner Mutter darüber zu reden.
Am besten jemand, mit dem man nicht emotional verbunden ist.

Ich wünsche dir viel Kraft und bitte wende dich an einen guten Arzt....

Alles alles Liebe für dich !!!:in den arm nehmen::in den arm nehmen:

Blume76
07.02.2013, 18:36
Danke für die lieben Worte :in den arm nehmen:

Das tut mir so Leid für Euch, dass Ihr das auch erleben musstet. Ja, ich habe tolle Freundinnen - aber ich kann nicht mit ihnen über das Baby sprechen. Nur über das Krankenhaus, die Operationen...

Und ja: Ich fürchte auch, dass dem Vater die Fehlgeburt recht kam. Das macht das Ganze für mich so ungeheuerlich.

Ich kriege das hier mit dem direkten Antworten und Zitieren leider nicht so richtig auf die Reihe, eigentlich wollte ich jeden direkt ansprechen.

Blume76
07.02.2013, 18:36
e

Mondschaf
07.02.2013, 19:07
Blume, ich fand damals den Trost durch Frauen, die es auch erlebt haben, am hilfreichsten. Mit meiner Mutter hatte ich zwar gesprochen, aber von vielen kam der "hilfreiche Hinweis", dass es wohl besser so als behindert wäre etc. Das ist wie ein Schlag ins Gesicht. Ich rate dir wirklich, eine Trauerhilfe in Anspruch zu nehmen und wenn du in einer größeren Stadt wohnst, in so eine Selbsthilfegruppe für Sternchenmamas zu gehen. Du hast auch Anspruch auf eine Nachsorge durch eine Hebamme, erkundige dich mal! Du bist nicht allein :in den arm nehmen:

Blume76
07.02.2013, 19:12
Liebes Mondschaf,

oh ja, ich verstehe Dich, das mit dem "besser als behindert" fand ich auch ganz schlimm. Eine Freundin, die auch eine Fehlgeburt hatte, sieht das für sich so und hat das erzählt. Für mich gilt das nicht als Trost. Vielleicht hat mich das auch bislang abgeschreckt, in so eine Gruppe zu gehen, weil ich von sowas nicht noch mehr hören will...

Ich hatte mich bewusst gegen eine Nackenfaltenmessung entschieden. Ich hätte das Kind auch behindert geliebt und es mir so gewünscht, wie es ist!

Ich habe Angst, dass in so einer Gruppe dann auch Väter sitzen, das klingt jetzt vielleicht phobisch, aber ich kann mir nicht vorstellen, trauernden Paaren zu begegnen, die sich gegenseitig trösten. Sicher gibt es aber auch Müttergruppen.

Danke!

Mondschaf
07.02.2013, 19:18
Solche Sachen werden dort nicht gesagt, denn jede Frau vermisst ihr Sternchen. Ich habe es jedenfalls in all der Zeit nicht erlebt. Es wird den Kindern, die zu den Sternen gereist sind, ein Raum gegeben, wo man sie vermissen kann, wo man in Liebe über sie reden kann, das leere Gefühl in einem, aber auch negative Gefühle kann man thematisieren...kaum jemand hat Verständnis dafür, dass man zB andere Schwangere hasst, wenn man sie sieht. Aber leider kommen in der ersten Phase solche Gefühle hoch.
Dass dort auch Väter sind, kann sein, aber die meisten kommen alleine. Du kannst ja auch einfach die Hilfe der "Leiterin" in Anspruch nehmen, so als Hotline. Schon allein dieser Anruf damals, der hat mir so geholfen.

Wirklich, such dir ganz viele Anlaufstellen und nicht diesen Mann. Er fügt dir unnötig noch mehr Leid zu, als du ohnehin gerade vertragen kannst. Es geht um dich und dein Sternchen.

Blume76
07.02.2013, 20:22
Das klingt sehr, sehr gut. Das sind die Dinge, die ich mich gerade nicht traue zuzulassen, weil ich Angst habe, dass es mich allein überwältigt, wenn ich an mein Kleines denke.

Diese Wut auf Schwangere kenne ich auch, wenn ich mich auch zwinge, einmal am Tag rauszugehen und anzunehmen, dass es Kinder und Schwangere gibt - ich möchte keine Frau sein, die eines Tages nur noch einen versteinerten Blick hat, wenn sie ein Baby sieht, weil alles unverarbeitet blieb.

Es ist für mich so schwer, weil ich eben keinen Partner habe und auch nicht mehr die Jüngste bin. Ich hatte mir meinen Kinderwunsch nie eingestanden, war immer cool und lässig und dachte, man darf Männern nicht damit kommen, sonst sind sie gleich weg. So habe ich nun das Gefühl, mein Leben völlig an mir vorbeigelebt zu haben, an meinen Bedürfnissen und Wünschen. Wie sehr ich ein Baby wollte, merkte ich, als ich schwanger war. Es wird nicht leicht sein, jetzt einen neuen Partner zu finden, vor allem, weil ich mich zum ersten Mal in meinem Leben so furchtbar schwach fühle, so unattraktiv, mit dem Gefühl, als Frau versagt zu haben - und jetzt womöglich verzweifelt und bedürftig auf Männer zu wirken.

sonnenblumew78
14.02.2013, 16:53
Hallo Blume76,
vielleicht magst du auch in unseren Strang kommen mit den Sternenmamas. Kannst ja mal schauen.

Ist 76 dein Jahrgang?
Dann kann ich dir sagen, dass das noch zu spät ist mit dem richtigen Mann eine Familie zu gründen. ABER jetzt solltest du dich erst mal um dich selbst sorgen - und deinen Partner außen vor lassen. Gönn dir was schönes, tu dir gutes und hol dir Hilfe, damit es dir wieder besser geht.

Grüße Sonnenblume

Blume76
20.02.2013, 13:36
Hallo Blume76,
vielleicht magst du auch in unseren Strang kommen mit den Sternenmamas. Kannst ja mal schauen.

Ist 76 dein Jahrgang?
Dann kann ich dir sagen, dass das noch zu spät ist mit dem richtigen Mann eine Familie zu gründen. ABER jetzt solltest du dich erst mal um dich selbst sorgen - und deinen Partner außen vor lassen. Gönn dir was schönes, tu dir gutes und hol dir Hilfe, damit es dir wieder besser geht.

Grüße Sonnenblume

Liebe Sonnenblume,

danke für die Worte. Leider ist 75 mein Jahrgang... Ich werde mal in den Sternenmama-Strang kommen, ich bin doch irgendwie immer noch ziemlich verzweifelt.

Liebe Grüße, Blume

Inaktiver User
24.02.2013, 01:09
Hallo Liebes :blume:

es ist ja noch sehr frisch und denoch möchte ich dir ein paar worte sagen und bitte doch dich denke darüber nach auch wenn du evtl. erst mal sauer bist.
du setzt dich ja mit den bitten dich nicht zu kritisieren selbst in watte aber daran erkenne ich dass du allgemein sehr sehr verletzbar bist und irgendwie lese ich aus den worten dass dich ein mann verletzt und du dann trotzdem wieder mit ihm ins bett gehst.
ich habe auch ein kind verloren aber es war mein zweites kind . mein erstes war 5 jahre alt und meine fehlgebort war auch in der 16 woche und es war eine ganz extreme geschichte da ich selber fast dabei gestorben bin.
dazu kamen die bösartigkeiten meines exmannes und trotzdem habe ich ihn nicht verlassen damals. also ähnlich wie bei dir aber wir waren ja schon 6 j verheiratet und ich wurde bedroht.
nun er hat mich damasl blutig voller schmerzen vor der klinik aus dem auto geworfen vor den augen meines kindes.
zu dir.............. du bist sehr schwach und hilfebedürftig du bist als mutter noch nicht geeignet. werde stark lasse dich doch bitte von männern nicht verletzen. du hechelst der liebe hinterher.
wo ist die eigenliebe?
arbeite bitte daran.
und denke bitte jede fehlgeburt hat ihren sinn. es ist so.
heute trauer ich immer noch ja klar meine tochter wäre 20 jahre alt.
ich denke aber auch an all die jahre die gewesen wären. mit 2 kindern hätte ich nicht die kraft gehabt mich von dem mann zu lösen.
ich wäre vermutlich selber tot.

es ist tragisch und schlimm und du brauchst eine zeit. das ist klar es wird besser glaube mir. schau doch erst mal nach dir und dann findest du sicher einen mann der zu dir steht.

solche arschlöcher von männer lass bitte nicht mehr an dich ran,

lg jane

angie2
24.02.2013, 01:26
Liebe Blume,

bei der ersten Schwangerschaft haben viele eine Fehlgeburt. Es wird nur üblicherweise eben nicht bekannt.

Ich wünsche Dir alles Liebe und viele Menschen im realen Leben, die Dich verstehen. :in den arm nehmen::in den arm nehmen:

LaRimbecca
24.02.2013, 10:19
zu dir.............. du bist sehr schwach und hilfebedürftig du bist als mutter noch nicht geeignet. Woran machst Du die fehlende Eignung fest? Darf man als Mutter nicht auch mal schwach und hilfebedürftig sein? Ist die Darstellung der TE nicht einfach ein Spiegelbild einer schwierigen Situation und der damit verbundenen Gefühle? Gerade wenn neben der Fehlgeburt noch eine nicht gewollte Trennung steht?


werde stark lasse dich doch bitte von männern nicht verletzen. du hechelst der liebe hinterher.
wo ist die eigenliebe?
arbeite bitte daran. Wenn man unverletzbar wird, wird man starr. Und welcher Mensch sehnt sich nicht nach Liebe?

und denke bitte jede fehlgeburt hat ihren sinn. es ist so. Die Ausschließlichkeit dieser Aussage teile ich nicht. Und wenn es eine Sinnhaftigkeit geben sollte, dann können nur die Betroffenen selbst diese entdecken.

Es tut mir leid, Jane, ich finde Dein Post sehr hart und an der TE vorbei. Eine liebe Bekannte von mir hatte vor einigen Monaten eine Totgeburt und ich bekomme ihren Schmerz mit. Wäre auch noch parallel ihre Beziehung labil oder würde in die Brüche gehen, dann wäre die Verzweiflung wohl noch größer. Ich glaube, dass gerade durch die Kürze der Zeit die TE noch gar nicht woanders stehen kann als verzweifelt und voller Trauer zu sein. Ich finde es sehr mutig, in einer On-Off-Beziehung zu der Schwangerschaft zu stehen, es ist schön zu lesen, wie Blume76 zunehmend ihre Schwangerschaft positiv sehen konnte. Ich sehe keine ungeeignete Mutter, ich sehe eine gefühlvolle Frau, die aufgrund ihrer Fehlgeburt trauert und aufgrund einer zerbrochenen und vorher schwierigen Partnerschaft.

Blume76
24.02.2013, 11:16
Woran machst Du die fehlende Eignung fest? Darf man als Mutter nicht auch mal schwach und hilfebedürftig sein? Ist die Darstellung der TE nicht einfach ein Spiegelbild einer schwierigen Situation und der damit verbundenen Gefühle? Gerade wenn neben der Fehlgeburt noch eine nicht gewollte Trennung steht?

Wenn man unverletzbar wird, wird man starr. Und welcher Mensch sehnt sich nicht nach Liebe?
Die Ausschließlichkeit dieser Aussage teile ich nicht. Und wenn es eine Sinnhaftigkeit geben sollte, dann können nur die Betroffenen selbst diese entdecken.

Es tut mir leid, Jane, ich finde Dein Post sehr hart und an der TE vorbei. Eine liebe Bekannte von mir hatte vor einigen Monaten eine Totgeburt und ich bekomme ihren Schmerz mit. Wäre auch noch parallel ihre Beziehung labil oder würde in die Brüche gehen, dann wäre die Verzweiflung wohl noch größer. Ich glaube, dass gerade durch die Kürze der Zeit die TE noch gar nicht woanders stehen kann als verzweifelt und voller Trauer zu sein. Ich finde es sehr mutig, in einer On-Off-Beziehung zu der Schwangerschaft zu stehen, es ist schön zu lesen, wie Blume76 zunehmend ihre Schwangerschaft positiv sehen konnte. Ich sehe keine ungeeignete Mutter, ich sehe eine gefühlvolle Frau, die aufgrund ihrer Fehlgeburt trauert und aufgrund einer zerbrochenen und vorher schwierigen Partnerschaft.

Liebe LaRimbecca,

ich bin so froh über Deine Worte. Ich danke Dir sehr herzlich dafür. Mich hatte das Post auch total verletzt, ich wusste gar nicht, was ich antworten sollte, was ich damit anfangen sollte.

:blumengabe::blumengabe::blumengabe::blumengabe::b lumengabe::blumengabe:

Gestern habe ich mein Baby beerdigt. Es war der wahrhaftigste Moment in meinem Leben. Ich spüre, dass seine Seele bei mir bleibt. Ich habe es noch einmal vor mir gesehen, als ich die Augen schloss. Ich spürte den Moment, in dem wir uns beide verbunden haben - beide Seelen, für immer. Das kann sicher kaum jemand glauben oder verstehen. Ich habe selbst so etwas auch noch nie erlebt.

Ich empfinde eine tiefe Dankbarkeit für diesen Moment. Zu Hause allein konnte ich dem Baby dafür danken, dass es bei mir war und mir all diese Liebe in den vier Monaten gegeben hat. Dass es bei mir war, wenn auch viel zu kurz. Ich habe ihm gesagt, dass auch ich ihm so viel geben wollte - und es nicht konnte, weil es nicht zur Welt kam.

Ich vermisse es unendlich. Und es schmerzt bis ins Herz, so etwas zu hören, dass ich nicht "bereit" dafür gewesen sein soll. Muss ich hart und berechnend sein, um ein Kind zu lieben und großzuziehen, soll ich mich jetzt "stählen" und in mir kreisen, bis ich zu alt bin um noch ein Kind zu haben? Ich finde es grausam, so zu denken. Es gibt Menschen, die ihre Kinder schlagen, quälen, missbrauchen - in "richtigen" Familien. Ich liebe mein Kind, das nie lebend auf die Welt gekommen ist, bedingungslos.

Und ich war noch nie so bereit für etwas wie für dieses Leben in mir. Ich habe trotzdem große Schuldgefühle, dem Baby nicht genügend gegeben zu haben. Und es ist so schlimm, keinen Partner zu haben, der einem einen Teil der Last abnehmen kann oder der mich auch nur einfach mal in den Arm nimmt. Auch wenn ich es schaffe, ihn aus meinem Leben nun fernzuhalten. Doch das schlimme Gefühl bleibt.

Danke, LaRimbecca, für Deine Worte.

Mondschaf
24.02.2013, 12:29
Liebe Blume,

ich sende dir eine dicke Umarmung :in den arm nehmen: Die Beerdigung ist immer noch mal so ein Schritt im Verarbeiten, den ich wichtig finde. Das Baby hat dann seinen Platz zum Trauern, und du weißt, es wird immer bei dir sein. Es prägt dein Leben und möglicherweise deinen Umgang mit Kindern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich dadurch empfänglicher für den Schmerz, den auch andere durch Fehlgeburten oder Verluste ihrer Babys hatten, geworden bin. Ich kann besser Trost spenden, mich besser einfühlen und einfach ein offenes Ohr bieten.

Und ich finde die Tatsache tröstlich, dass die vielen Sternchenbabys alle miteinander spielen können. Sie sind da. Als ich mal traurig auf der Sternenkinderwiese saß, wo mein Baby ist, kam ein Schmetterling, flog mehrmals um mich herum, setzte sich auf die Blumen, die um die runde Grabplatte standen und ging nicht weg. Es war wie ein Zeichen und hat mich so getröstet :smile: Vielleicht findest du ähnliche Zeichen. Das Leben geht weiter, aber es hat eine andere Richtung genommen. Das Baby hat Spuren hinterlassen :blumengabe:

Blume76
24.02.2013, 13:12
Liebe Blume,

ich sende dir eine dicke Umarmung :in den arm nehmen: Die Beerdigung ist immer noch mal so ein Schritt im Verarbeiten, den ich wichtig finde. Das Baby hat dann seinen Platz zum Trauern, und du weißt, es wird immer bei dir sein. Es prägt dein Leben und möglicherweise deinen Umgang mit Kindern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich dadurch empfänglicher für den Schmerz, den auch andere durch Fehlgeburten oder Verluste ihrer Babys hatten, geworden bin. Ich kann besser Trost spenden, mich besser einfühlen und einfach ein offenes Ohr bieten.

Und ich finde die Tatsache tröstlich, dass die vielen Sternchenbabys alle miteinander spielen können. Sie sind da. Als ich mal traurig auf der Sternenkinderwiese saß, wo mein Baby ist, kam ein Schmetterling, flog mehrmals um mich herum, setzte sich auf die Blumen, die um die runde Grabplatte standen und ging nicht weg. Es war wie ein Zeichen und hat mich so getröstet :smile: Vielleicht findest du ähnliche Zeichen. Das Leben geht weiter, aber es hat eine andere Richtung genommen. Das Baby hat Spuren hinterlassen :blumengabe:

Liebes Mondschaf,

ich danke Dir sehr herzlich. Ich habe es ebenso empfunden wie Du, dass die Kinder miteinander spielen. Zuerst hatte ich Angst vor einer "Sammelbestattung", fand es komisch, dass mein Kleines kein eigenes Grab bekommen sollte sondern in einer Urne mit vielen anderen Babys beerdigt wird. Und auf einem größeren Grabfeld.

Doch dann dachte ich, dass es doch schön ist, dass es nicht allein dort liegen muss - sondern mit vielen anderen Kindern spielen kann, dass es doch für ein Baby vielleicht gut und richtig so ist.

Ich wünschte so sehr, ich könnte auch schon anderen Trost spenden. Ich merke hier im Forum, dass ich leider noch gar nicht so weit bin, auch wenn ich alle anderen so gut verstehen kann und es unglaublich gut tut, zu hören, nicht allein zu sein. Doch mir fehlt noch komplett die Stärke gerade. Das Gefühl kenne ich nicht.

Es tut mir innendrin einfach so furchtbar weh, dieses kleine, hilflose Baby nicht mehr bei mir zu haben, nicht mehr für es sorgen zu dürfen, es niemals halten zu können. Es zerreißt mich fast - auch, wenn ich spüre, dass es immer in mir, in meiner Seele ist.

Inaktiver User
24.02.2013, 15:10
du lässt dich von nen kerl wie dreck behandeln und schlupfst wenn er ruft wieder in sein bett. das hat nichts mit gefühlen zu tun er wollte sex mehr nicht. und wenn du nicht lernst den unterschied zu begreifen wer dich verdient oder wer dich ausnutzt. dann wirst du wieder schwanger von einem mann der dich und dein kind nicht will.
er hat sich absolut mies verhalten und du hast keine grenze gezogen weil du dich nach liebe sehnst. aber hast nicht draus gelernt was denn liebe ist?
um liebe muss man nicht bitten und betteln oder sich verletzen lassen wenn dich einer liebt dann wird er sich anders zu dir verhalten.

auch wenns keiner versteht es ist so.

ja mehr frauen als bekannt verlieren kinder bis zum 4 ten monat. das hat die natur so eingerichtet wenn was nicht stimmt.
manchmal fehlt aber auch einfach nur das hormon progesteron. liegt hier ein mangel vor wird die schwangerschaft nicht unterstützt. bevor du wieder schwanger wirst würde ich es testen lassen. aber vorsicht vor den klassischen schulmedizinern die haben da leider keinen plan davon.

lg jane

Froeschle
24.02.2013, 16:02
du lässt dich von nen kerl wie dreck behandeln und schlupfst wenn er ruft wieder in sein bett. das hat nichts mit gefühlen zu tun er wollte sex mehr nicht. und wenn du nicht lernst den unterschied zu begreifen wer dich verdient oder wer dich ausnutzt. dann wirst du wieder schwanger von einem mann der dich und dein kind nicht will.
er hat sich absolut mies verhalten und du hast keine grenze gezogen weil du dich nach liebe sehnst. aber hast nicht draus gelernt was denn liebe ist?
um liebe muss man nicht bitten und betteln oder sich verletzen lassen wenn dich einer liebt dann wird er sich anders zu dir verhalten.

auch wenns keiner versteht es ist so.

ja mehr frauen als bekannt verlieren kinder bis zum 4 ten monat. das hat die natur so eingerichtet wenn was nicht stimmt.
manchmal fehlt aber auch einfach nur das hormon progesteron. liegt hier ein mangel vor wird die schwangerschaft nicht unterstützt. bevor du wieder schwanger wirst würde ich es testen lassen. aber vorsicht vor den klassischen schulmedizinern die haben da leider keinen plan davon.

lg jane

:ooooh::ooooh:
Mir steht gerade der Mund offen?
Geht's auch ein bisschen einfühlsamer?
Und dann auch noch so ein verkehrtes Halbwissen...:unterwerf::grmpf:

Froeschle
24.02.2013, 16:06
Jane,
ich habe gelesen, dass du auch schlimmes durchgemacht hast.
Aberw ie kannst du sowas behaupten?



und denke bitte jede fehlgeburt hat ihren sinn. es ist so.


ich denke aber auch an all die jahre die gewesen wären. mit 2 kindern hätte ich nicht die kraft gehabt mich von dem mann zu lösen.
vielleicht wäre das bei dir so gewesen. Aber deshalb machen die Fehlgeburten so vieler anderer Frauen keinen Sinn! Nein, gegen so eine Denkweise wehre ich mich! Denn solhe Aussagen sind für Betroffene kein Trost. Im Gegenteil.

fraueastwood
24.02.2013, 16:40
du lässt dich von nen kerl wie dreck behandeln und schlupfst wenn er ruft wieder in sein bett. das hat nichts mit gefühlen zu tun er wollte sex mehr nicht. und wenn du nicht lernst den unterschied zu begreifen wer dich verdient oder wer dich ausnutzt. dann wirst du wieder schwanger von einem mann der dich und dein kind nicht will.
er hat sich absolut mies verhalten und du hast keine grenze gezogen weil du dich nach liebe sehnst. aber hast nicht draus gelernt was denn liebe ist?
um liebe muss man nicht bitten und betteln oder sich verletzen lassen wenn dich einer liebt dann wird er sich anders zu dir verhalten.

auch wenns keiner versteht es ist so.

ja mehr frauen als bekannt verlieren kinder bis zum 4 ten monat. das hat die natur so eingerichtet wenn was nicht stimmt.
manchmal fehlt aber auch einfach nur das hormon progesteron. liegt hier ein mangel vor wird die schwangerschaft nicht unterstützt. bevor du wieder schwanger wirst würde ich es testen lassen. aber vorsicht vor den klassischen schulmedizinern die haben da leider keinen plan davon.

lg jane

auch auf die gefahr hin, mich hier unbeliebt zu machen:

ich seh es ähnlihc wie jane.

bei aller nachvollziehbarer traurigkeit-eine schwangerschaft in der 15. woche ist doch mehr eine illusion auf das was werden KANN......dh baby is noch wenig entwickelt, nach meinem kenntnisstand.

und der körper schafft es aus irgeneinem grund zu diesem zeitpunkt leider nicht, die schwangerschaft auszutragen.

und schwanger werden zu einem späteren zeitpunkt sollte auch drin sein. allerdings würde ich dringend davon abraten, es mit diesem Axxxloch als mann zu versuchen.
es sei denn er soll nur als samenspender fungieren

Mondschaf
24.02.2013, 17:53
Sagt mal, Frau Jane und Eastwood, ihr habt sie doch nicht alle! Ihr könnt euch mit eurer Meinung, die sowas von uneinfühlsam ist, bitte zurückhalten, wenn es um die Trauer um ein verlorenes Baby geht. Also ich bin wirklich entsetzt, was sich hier so tummelt :ooooh:

Marie-Hedwig
24.02.2013, 18:00
Wie kann man denn in einem solchen Strang solche miesen Sachen sagen? Hier trauert eine Mutter um ihr Kind! Und nein, es gibt nichts was schlimmer ist, als ein Kind zu verlieren. EGAL in welcher Woche.

Merkt Ihr nicht, dass Ihr jemanden hier den Raum der Trauer nehmt?

diane
24.02.2013, 18:12
jane und eastwood,

ich hab schon lange nicht mehr geschrieben hier im forum, aber ich finde es sehr hart was ihr schreibt.
ich habe noch nie ein kind verloren, habe eine tochter welche heuer dreissig wird, ich hätte sie auch fast verloren, nach einem autounfall den sie mit 15 hatte
und es hat lang gedauert, will jetzt nicht off topic werden

liebe blume, ich wünsch dir ganz viel kraft und dass du mit deinem schlimmen schmerz fertig werden kannst

es ist unglaublich wie gefühllos auch frauen sein können

Blume76
24.02.2013, 18:13
Ja - und diese verrohten und verkorksten Sprüche gehen hier ungefiltert durch, am besten melde ich mich hier wieder ab. Das ist ja schlimmer für mich, hier auf solche Ansichten zu stoßen, als sich wieder mit dem Kindsvater einzulassen.

Vielen Dank an Diane, Mondschaf und Marie-Hedwig :blumengabe:

diane
24.02.2013, 18:19
Tu das nicht, liebe blume

obwohl ich nicht derartiges erlebt habe, aber schlussendlich doch fast

es ist nicht wichtig, was dir jemand raten kann, ohne dich als gebärmaschine darzustellen, das find ich wirklich unter aller s...

es gibt auch andere menschen die dich verstehen, ich verstehe dich und ich würde es schade finden, wenn du dich in deiner not jetzt abmeldest
lehn dich an, leb deine trauer und deine not aus... ich werde mitlesen

alles liebe

Froeschle
24.02.2013, 18:27
Ja - und diese verrohten und verkorksten Sprüche gehen hier ungefiltert durch, am besten melde ich mich hier wieder ab.

Nein Blume, nicht deshalb.
Die meisten Frauen hier können dich gut verstehen. :in den arm nehmen:

Mondschaf
24.02.2013, 18:46
Liebe Blume, die sind das nicht wert, wirklich. Nimm einfach den Ignore-Button, da brauchst du nix davon zu lesen. Der Austausch mit anderen Betroffenen ist sehr wichtig und du hast ja einige Threads hier dazu :blumengabe:

fraueastwood
24.02.2013, 18:53
Sagt mal, Frau Jane und Eastwood, ihr habt sie doch nicht alle! Ihr könnt euch mit eurer Meinung, die sowas von uneinfühlsam ist, bitte zurückhalten, wenn es um die Trauer um ein verlorenes Baby geht. Also ich bin wirklich entsetzt, was sich hier so tummelt :ooooh:

super das man sich hier beleidigen lassen muss.
wo sind die moderatoren, die sowas verhindern??

fraueastwood
24.02.2013, 18:54
...und ein BABY ist für mich immer noch ein entbundenes kind.

Inaktiver User
24.02.2013, 18:54
Aus aktuellen Anlass bitten wir um respektvollen Umgang untereinander und um Einhaltung der NUB

Teilnehmer haben sich gegenseitig mit Respekt und Rücksicht zu behandeln, Sachlichkeit in Auseinandersetzungen sowie Toleranz gegenüber der Vielfältigkeit innerhalb der Community werden vorausgesetzt.


LG von der miss

Mondschaf
24.02.2013, 18:58
Ich sehe es ein, dass man sachlich bleiben soll, aber ich habe keinerlei Verständnis für unsensibles Verhalten und das möchte ich äußern. Wie immer, bleibt der Ignorebutton, sonst reg ich mich noch auf.

Froeschle
24.02.2013, 18:59
...und ein BABY ist für mich immer noch ein entbundenes kind.

dann nenn es eben die Trauer um einen verlorenen Embryo, einen verlorenen Fötus, oder eine verlorene Chance -warum soll man darüber nicht trauern dürfen????

Und es ist was ganz anderes und verdammt hart, wenn es der eigne verlorene Embryo, der eigene verlorene Fötus, die eigene verlorene Chance auf ein Baby war....

Froeschle
24.02.2013, 19:00
Ich sehe es ein, dass man sachlich bleiben soll, aber ich habe keinerlei Verständnis für unsensibles Verhalten und das möchte ich äußern. Wie immer, bleibt der Ignorebutton, sonst reg ich mich noch auf.

So geht es mir auch. Und ich dachte, dass wir hier darauf geachtet haben den Forenregeln zu entsprechen.

Inaktiver User
24.02.2013, 19:00
Liebe Blume,

Da schließe ich mich Mondschaf an und den anderen an.
Drück ignore, hör bloß nicht auf diesen Mist.
Es gibt Dinge, die passieren einfach ohne Sinn und man muss da keinen absurden Grund hineininterpretieren.

Dir ist ein großes Unglück geschehen und du darfst trauern und hadern.
Es tut mir so leid, dass du in dieser Zeit nicht den Rückhalt bekamst, den du verdient hättest.

Ich hatte einen frühen Abgang in der fünften Woche und habe da schon den Verlust gespürt, als sich in meinem Bauch plötzlich nichts mehr tat, kein Ziehen und ziepen mehr da war.
Von der Psyche ganz zu schweigen.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.

diane
24.02.2013, 19:02
welche moderatoren soll es geben, die eine frau um ihr verlorenes baby verhindern zu versuchen?

blume, ich hoffe sehr, dass du das gefühl der trauer um dein baby zulassen wirst und kannst, es ist eins der schwerstens im leben

Inaktiver User
24.02.2013, 19:12
@ blume, auch ich hoffe, dass du, genauso wie du es hier getan hast, dir woanders in deiner Stadt, Hilfe suchst. Keiner muss in so einer Situation allein sein. Lass dir helfen. Der Verlust des eingenen Kindes, ob geboren oder ungeboren. ist mit Sicherheit einer der schlimmsten Verluste im Leben. Das sehe ich genauso wie Diane, ich habe ein geborenes Kind nach 3 Tagen verloren!

LG von der miss

viv_1980
24.02.2013, 19:15
Liebe Blume,

auch ich möchte Dir meine Anteilnahme ausdrücken. Es tut mir sehr leid, was Dir passiert ist. Und ich denke nicht, dass jemand, der noch nie in der Situation war, nachvollziehen kann, welch intensive Bindung man in der Zeit zu diesem kleinen Wesen aufbauen kann. :in den arm nehmen:

Auch mein in der 9. SSW verlorenes kleines Wunder war mein "Baby" - und ich würde mir von niemandem vorschreiben lassen, es anders zu nennen!

Und: Wer der "Meinung" ist, ein Ungeborenes in der 15. SSW habe nur rudimentär mit einem Menschen zu tun, der möge mal (idealerweise VOR dem Schreiben) kurz Google bemühen. Eigentlich wollte ich hier eine Textpassage zitieren, habe aber aus Respekt vor Blumes Gefühlen davon Abstand genommen.

Liebe Grüße von einer mitfühlenden und doch etwas verwunderten
viv

diane
24.02.2013, 19:15
Ach miss,
du auch... danke für die info <3

Froeschle
24.02.2013, 19:17
Und: Wer der "Meinung" ist, ein Ungeborenes in der 15. SSW habe nur rudimentär mit einem Menschen zu tun, der möge mal (idealerweise VOR dem Schreiben) kurz Google bemühen.

Das dachte ich auch...

Marie-Hedwig
24.02.2013, 20:53
Ja - und diese verrohten und verkorksten Sprüche gehen hier ungefiltert durch, am besten melde ich mich hier wieder ab.

Nein liebe Blume, mach das nicht. Lass Dich von solchen Menschen nicht ins Bockshorn jagen. Damit hätten sie nur erreicht was sie wollten. :blumengabe:

Komm gut in die neue Woche. Ich wünsche Dir eine gute Nacht und friedliche Träume. :wangenkuss:

Marie-Hedwig
24.02.2013, 20:56
dann nenn es eben die Trauer um einen verlorenen Embryo, einen verlorenen Fötus, oder eine verlorene Chance -warum soll man darüber nicht trauern dürfen????

Und es ist was ganz anderes und verdammt hart, wenn es der eigne verlorene Embryo, der eigene verlorene Fötus, die eigene verlorene Chance auf ein Baby war....

Fröschle, das hast Du sehr schön gesagt. :blumengabe:

Es ist die kleine Hoffnung, die in einem war und verloren ging.

Blume76
26.02.2013, 12:49
@Marie-Hedwig, Fröschle, Diane, viv_1980, Mondschaf, DaisyDuke und Miss: Es ist sehr lieb, was Ihr schreibt, Jedenfalls danke ich Euch für die große Unterstützung. Nicht gegen jemanden hier, sondern für mich und für mein Baby und meine Gefühle. Und für Eure, die Ihr das alles auch erlebt habt oder nachfühlen könnt.
:in den arm nehmen::in den arm nehmen::in den arm nehmen::in den arm nehmen::in den arm nehmen::in den arm nehmen:

Für uns ist die Fähigkeit, trauern zu dürfen und zu können, so unfassbar wichtig. Selbst wenn ich verdrängen, abschließen wollte - ich kann es nicht. Ich habe mein Baby gesehen, ich habe Bilder von ihm und es wird immer in meiner Seele sein. Bei mir. Es wird immer mein erstes Kind sein, das in mir gelebt hat.

Ich bin froh, dass ich ihm eine würdige Bestattung ermöglichen konnte - das letzte, was ich für das Kleine tun konnte, und ich hab darum gekämpft. Ich würde es mir nie verzeihen, wenn es einfach irgendwo auf dem Müll gelandet wäre. Wenn ich dieses Leben nicht anerkenne und würdige, kann ich mich auch selbst und andere nicht mehr würdigen.

Man braucht einfach die Trauer, den Schmerz - mit allem, was daran hängt, mit der gesamten Sinnlosigkeit dieses Todes. Denn ja, es IST sinnlos, dass mein Baby gestorben ist. Es ist genauso sinnlos wie jeder Tod und genauso schmerzhaft. Es mag gut gemeint sein, zu sagen: "Jede Fehlgeburt hat ihren Sinn". Doch dann hat ja auch jeder Tod seinen Sinn. Nie, niemals würde man das jemandem sagen, der gerade einen Partner, Vater, Mutter, Bekannten verloren hat. Falls es irgendeine Bedeutung hat, kann man sie nur selbst erkennen. Ich will nicht streiten. Es ist mir wichtig, die Würde hier nicht zu verlieren, dass hier jeder trauern darf, ohne gemaßregelt zu werden.

Jeden Sinn, dem ich dem Tod meines Kindes gerade geben würde, der würde für mich bedeuten, mir etwas zu eigen zu machen, was mir nicht zusteht. Wenn ich ihm einen Sinn gebe, ist es der pure Eigennutz für mein Leben - soll ich mir etwas schönreden, was nicht schön ist? Sinn finden in dem Tod meines Kindes? Vielleicht werde ich in vielen Jahren erkennen, welche Wende mein Leben genommen hat. Doch ein Sinn ist das für mich nicht.

Ich liebe mein Kind. Es ist die Würde und Liebe, die ich diesem Leben und meinem Baby entgegenbringe, in dieser gesamten Sinnlosigkeit niederzuknien, diese anzunehmen, was unfassbar weh tut. Mit all dem Schmerz, den mir niemand nehmen kann. Und meinem Baby zu sagen: Mein Kleines, ich bin furchtbar traurig. Ich weiß aber, dass es Dir gut geht, auch wenn ich momentan weine, weil ich Dich so furchtbar vermisse. Sei Dir sicher, dass ich Dich unendlich liebe und unsere Seelen immer beieinander bleiben. Ich werde Dich nie verlassen.

:blume::weißekerze:

Antilla
27.02.2013, 03:40
s. nächsten Beitrag - das Zitieren hat nicht funktioniert

Antilla
27.02.2013, 03:45
Man braucht einfach die Trauer, den Schmerz - mit allem, was daran hängt, mit der gesamten Sinnlosigkeit dieses Todes. Denn ja, es IST sinnlos, dass mein Baby gestorben ist. Es ist genauso sinnlos wie jeder Tod und genauso schmerzhaft. Es mag gut gemeint sein, zu sagen: "Jede Fehlgeburt hat ihren Sinn". Doch dann hat ja auch jeder Tod seinen Sinn. Nie, niemals würde man das jemandem sagen, der gerade einen Partner, Vater, Mutter, Bekannten verloren hat. (...) Sinn finden in dem Tod meines Kindes? Vielleicht werde ich in vielen Jahren erkennen, welche Wende mein Leben genommen hat. Doch ein Sinn ist das für mich nicht.:blume::weißekerze:

Leider gibt es auch in diesen Fällen solche fiese Bemerkungen - ich spreche aus eigener Erfahrung. Das wurde mir wiederholt nach dem Tod meines Mannes gesagt.

Ich finde es sehr schön, wie du und andere von ihren verstorbenen Babys sprechen.

Nimm dir die notwendige Zeit für die Trauer.

Der einzige Trost, der uns bleibt, ist, dass wir wenigstens diese Liebe empfinden durften. Auch wenn es noch so schmerzt, anderen ist nicht mal dies vergönnt, daher die harten Urteile und Belehrungen.

Alles Liebe!

Koalabaerin
27.02.2013, 04:06
bei aller nachvollziehbarer traurigkeit-eine schwangerschaft in der 15. woche ist doch mehr eine illusion auf das was werden KANN......dh baby is noch wenig entwickelt, nach meinem kenntnisstand.


Naja ich würde jetzt sagen, dass dann schlicht dein Kenntnisstand falsch. wobei "wenig" natürlich Definitionssache ist. Ich habe ein Baby in der 11. Woche verloren. Es wurde nicht ausgeschabt, ich habe es "geboren" (man nennt das kleine Geburt). Ich hatte Wehen. Ich habe es gesehen. Es hatte nicht nur schon Arme und Beine, es hatte perfekte kleine Finger und Zehen. Nur eben alles noch zu klein. UND mein Kind war da schon fast 2 Wochen tot bzw. nicht weiterentwickelt. Es war de facto also auf dem Stand der 9. Woche. Und trotzdem werde ich das Bild dieser fertigen kleinen Hände nie vergessen... Wäre es in der 11. Woche gewesen, wären da sogar schon Fingernägel gewesen. Das Herz schlägt schon ab der 6. Woche übrigens! In der 15. Woche (sogar schon ab der 13.) sind alle Organe fertig angelegt, ab da muss das Kind nur noch wachsen und Gewicht zulegen. Alles andere ist "da". Das Geschlecht ist erkennbar. Wenn die Schwangerschaft trotzdem nicht bestehen bleibt kann das verschiedene Ursachen haben, u.A. einfach dass die Plazenta das Kind nicht ausreichend versorgen konnte...


super das man sich hier beleidigen lassen muss.
wo sind die moderatoren, die sowas verhindern??

Ich frage mich eher, warum solche Ungeheuerlichkeiten wie deine Äußerungen nicht verhindert werden... Du bist nicht nur sensibel wie ein elefant im Porzellanladen, du hast ja offenbar auch keine Ahnung, wovon du sprichst...


...und ein BABY ist für mich immer noch ein entbundenes kind.

Das ist zum einen so mit das dämlichste und noch dazu auch nachgewiesenerweise falscheste was ich in der letzten Zeit gelesen habe. So einfach ist es nämlich nicht. Es ist jetzt ganz frisch im Übrigen auch ein Gesetz raus, was deine Meinung dazu widerlegt! Juristisch und medizinisch ist es schlicht anders als du meinst.
Aber um mal bei deiner "Logik" zu bleiben: Was ist eigentlich mit einem tot enbundenen Kind? Ist das ein Baby? Ab der wievielten Woche?

Hast du eigentlich Kinder?

Koalabaerin
27.02.2013, 04:19
Liebe Blume,

wie du lesen konntest, habe ich auch ich ein Kind verloren. In der 11. Woche.
Es ist jetzt schon über 2 Jahre her und ich habe inzwischen eine wundervolle Tochter, die ich mehr liebe als alles andere und die für mich wirklich und wahrhaftig die Erfüllung meiner Träume ist. Und dennoch habe ich erst letzte Woche wieder weinen müssen als ich über die Fehlgeburt sprach. Das bleibt irgendwie immer eine kleine Wunde glaube ich...

Und dabei war meine Situation so viel "besser" als deine. Zum einen hatte ich eben die Chance schnell wieder schwanger zu werden (und war es auch 6 Wochen später schon wieder). Zum anderen war ich eben "erst" in der 11. Woche, was mir damals zwar unheimlich weit vor kam, aber ich weiß, dass in diesem Stadium jede Woche einen enormen Unterschied macht, was die Bindung zum und Freude auf das Kind betrifft. 15. Woche ist nochmal einen ganzen Monat weiter - Horrorvorstellung!!! Es tut mir so leid für dich.

Aber auch wenn die Umstände bei dir schlimmer sind, den eigentlich Verlust kann ich dennoch nachfühlen. Hier in unserer Stadt hatte ich übrigens auch die Möglichkeit, mein Kind bestatten zu lassen. 4 mal jährlich finden hier sogenannte Schmetterlingsbeerdigungen statt für Kinder, die es nicht geschafft haben. Es sind Sammelbestattungen aller Föten, die in diesen 3 Monaten anfallen. Wir hatten einen Trauergottestdienst und ein Grab, an das ich jederzeit gehen kann (was ich seit dem auch noch mehrfach getan habe, allerding das letzte mal kurz nach der Geburt meiner Tochter. Inzwischen möchte ich es nicht mehr, aber ich habe hier ein schön hergerichtetes Kästchen mit meinem ersten Mutterpass, den US-Bildern und den Sachen, die ich schon gekauft hatte und manchmal streichle ich darüber). Ich fand es hilfreich zum Abschied nehmen, obwohl ich nicht christlich/gläubig bin. Ich finde es gut, dass du diese Möglichkeit auch hattest!

Ich finde dieses Gedicht übrigens sehr sehr schön. Ich muss noch heute beim Lesen weinen, aber es hat so viel wahres und auch tröstliches finde ich:


S T E R N E N E L T E R N



Sterneneltern heißen wir,

denn unser Kind verloren wir.

Viel zu früh ist es gegangen,

kaum dass sein Leben angefangen...

Wie alt es war? Das ist nicht wichtig!

Wie groß, wie schwer - auch das ist nichtig!

Es war unser geliebtes Kind

und bleibt´s bis wir gegangen sind...

Wisst, wir spüren stets die Schmerzen.

Die Wunde klafft in unsren Herzen.

Drum sagt nichts von den schlimmen Dingen,

die dolchstoßgleich ins Herz uns dringen:



"Warum jammert ihr denn so?

Es war doch nur ein Embryo!

Wer weiß, wozu es gut gewesen,

dass euch verließ - dies kleine Wesen...

Ihr seid noch jung, könnt andre haben

und euch an Kinderlachen laben!

So lang ist´s her, seit es geschehen -

ihr müßt nun endlich vorwärts sehen..."

Schweigt lieber, statt sowas zu sagen.

Das hilft uns nicht in Tausend Tagen,

auch wenn es von euch gut gedacht,

weil ihr euch um uns Sorgen macht...

Glaubt uns, könnt ihr´s auch nicht ermessen -

wir werden es niemals vergessen!

Es totzuschweigen schmerzt uns sehr,

vergrößert unser Leid noch mehr...

Wollt ihr uns echte Hilfe bringen,

laßt seinen Namen hell erklingen!

Laßt uns reden, helft uns trauern,

reißt mit uns ein die Schweigemauern...


Ich wünsche dir viel Kraft! Irgendwann wirst du sicher mit einem verantwortungsbewussten, liebevollen Mann ein Kind haben und eine tolle Mutter sein. Aber - wie ja auch in dem Gedicht steht - das hilft dir momentan nicht. Nimm dir einfach die Zeit zu trauern, die du brauchst. Lass dir von niemandem reinreden. Und mach dir keine Vorwürfe!

Du scheinst dich hier zu rechtfertigen, dass du überhaupt wieder Sex hattest so kurz nach so einem Verlust. Jeder verarbeitet das anders und ich kann dich verstehen. Mein Mann und ich haben auch recht bald wieder miteinander geschlafen (sobald wir medizinisch durften). Und das ändert an der Trauer gar nichts. Wir haben weiß Gott unendlich getrauert. Ich habe mich innerlich vollkommen tot gefühlt und gerade DARUM war DAS eben ein Weg für mich, mich überhaupt wieder lebendig zu fühlen und mit meinem Mann zu kommunizieren, wo Worte versagten, weil alles nur in Tränen endete... Niemand hat das Recht so etwas zu verurteilen oder zu bewerten!

weiterweg
27.02.2013, 13:34
Liebe Blume,

lass dich mal :in den arm nehmen:. Du Arme. Ich habe ähnliches durch. Ich verlor mein Kind in der 12 SSW und musste auch zweimal "ausgeschabt" werden, da er Chefarzt (!!!) einen Fehler machte. ich kann dich so gut verstehen. Der Vater des Kindes (mittlerweile mein Ex) wollte auch die Abtreibung, obwohl es ein Wunschkind war.

Ich kann dich nur damit versuchen zu trösten, dir immer wieder zu sagen: DU findest bald einen neuen Partner, der mit dir eine Familie aus tiefsten Herzen gründen will und der dich unterstützt und nicht abstößt, wenn es Probleme gibt. Ich weiß nicht wie alt du bist, aber du kannst immer noch Kinder kriegen. Eine Freundin von mir hatte drei Fehlgeburten, nun hat sie zwei gesunde Söhne bekommen. Ich habe nach der Fehlgeburt reletiv schnell gesagt: So jetzt geht es weiter. Es hat mich komischerweise kaum runtergezogen, weil ich mir sofort gesagt habe: Es gibt einen Versuch Nr. 2.

Ich drücke dich!

Inaktiver User
27.02.2013, 16:15
@Marie-Hedwig, Fröschle, Diane, viv_1980, Mondschaf, DaisyDuke und Miss: Es ist sehr lieb, was Ihr schreibt, Jedenfalls danke ich Euch für die große Unterstützung. Nicht gegen jemanden hier, sondern für mich und für mein Baby und meine Gefühle. Und für Eure, die Ihr das alles auch erlebt habt oder nachfühlen könnt.
:in den arm nehmen::in den arm nehmen::in den arm nehmen::in den arm nehmen::in den arm nehmen::in den arm nehmen:

:blume::weißekerze:

Ich kann eigentlich nicht nachfühlen, wie es ist, eine Fehlgeburt zu haben. Mein Kind ist in der 41. Schwangerschaftswoche mit 4020 Gramm zur Welt gekommen. Er hatte einen sehr schweren Herzfehler und ist nach 3 Tagen gestorben! Das einzige was mich in der Zeit am Leben erhalten hat, war meine kleine damals 19 Monate alte Tochter. Sie brauchte mich, für sie musste ich stark sein!Wir haben ihn im Familiengrab beerdigt. Das war eine schwere Zeit, ist aber nun schon 23 Jahre her. Ein Jahr später habe ich einen gesunden Sohn zur Welt gebracht, um den haben wir uns immer doppelt soviel Sorgen gemacht, aus Angst ihn zu verlieren! Verarbeitet habe ich den Tod meines Sohnes erst, als meine jetzt erwachsene Tochter vor 1,5 Jahren einen schweren Verkehrsunfall hatte und im Koma lag, da kamen die Verlustängst wieder hoch, es ging mir sehr schlecht, ich habe mir professionelle Hilfe gesucht und dort ist erst rausgekommen, dass ich den Tod von damals nicht verarbeitet hatte. Die Therapeutin hat mir sehr geholfen. Jetzt geht es uns allen wieder gut.

LG von der miss

Inaktiver User
03.03.2013, 19:12
Hallo Blume,
ich bin eigentlich nicht der Typ für solche Foren und werde wahrscheinlich nicht lange aktiv dabei sein. Aber im Moment habe ich nach 3 Fehlgeburten im letzten Jahr wieder eine recht schwierige Phase, so dass ich, wie häufig, Hilfe in den Foren dieser Seite suche. Hilfe insofern als ich einfach lese und damit unter Gleichgesinnten sind. Die Trauer muss so häufig stumm und unterdrückt stattfinden, weil man die Einzige ist, weil man so neidisch auf Schwangere und ganz junge Mütter ist und weil man darüber nicht reden kann. Deshalb ist mir zwischenzeitlich, wie ein paar Anderen hier, der Atem gestockt. Ich kann auch absolut GAR nicht verstehen, wie man dir in deiner Situation mit erhobenem Zeigefinger entgegentreten kann. Du bist hier, weil du im reellen Leben im Moment kein Ventil für deinen Schmerz hast, so geht es zumindest mir. Selbst wenn man deinem Post sekptisch gegenübersteht, ist hier kein Platz für Kritik. Oje, aber für dich, Blume, hoffe ich, dass die hitzige Diskussion jetzt nicht wieder aufflammt. Das musste ich unbedingt loswerden, weil mich der Verlauf dieses Strangs gerade echt so sauer gemacht hat, dass ich heulen musste ... ja gut-ääääh, ich hab wie gesagt auch einen schlechten Tag.

Nachts alleine in der Notaufnahme zu sitzen und in einigermaßen fortgeschrittener Woche (bei mir war es die 13.) zu erfahren, dass das Kind nicht mehr lebt, war das schlimmste, traumatischste Erlebnis meines Lebens, und ich bin seitdem (Dez. 2011) ein anderer Mensch. Die Behauptungen, ein Embryo sei kein Baby muss ich zwanghaft überhören, weil es darum sowas von absolut nicht geht und eine solche Kategorisierung so wenig mit dem Schmerz, den man empfindet, zu tun hat.

Ich möchte dir für alles, was du durchmachen musstest, mein herzliches Beileid aussprechen! Und dem komletten Sternenkindmama-Strang übrigens auch, ich verfolge Euch schon lange und schaue immer mal rein.

Viel Kraft uns allen!

Mena

Inaktiver User
03.03.2013, 19:16
und dir, Miss ...
DIR AUCH!

Blume76
04.03.2013, 19:19
Hallo Blume,
ich bin eigentlich nicht der Typ für solche Foren und werde wahrscheinlich nicht lange aktiv dabei sein. Aber im Moment habe ich nach 3 Fehlgeburten im letzten Jahr wieder eine recht schwierige Phase, so dass ich, wie häufig, Hilfe in den Foren dieser Seite suche. Hilfe insofern als ich einfach lese und damit unter Gleichgesinnten sind. Die Trauer muss so häufig stumm und unterdrückt stattfinden, weil man die Einzige ist, weil man so neidisch auf Schwangere und ganz junge Mütter ist und weil man darüber nicht reden kann. Deshalb ist mir zwischenzeitlich, wie ein paar Anderen hier, der Atem gestockt. Ich kann auch absolut GAR nicht verstehen, wie man dir in deiner Situation mit erhobenem Zeigefinger entgegentreten kann. Du bist hier, weil du im reellen Leben im Moment kein Ventil für deinen Schmerz hast, so geht es zumindest mir. Selbst wenn man deinem Post sekptisch gegenübersteht, ist hier kein Platz für Kritik. Oje, aber für dich, Blume, hoffe ich, dass die hitzige Diskussion jetzt nicht wieder aufflammt. Das musste ich unbedingt loswerden, weil mich der Verlauf dieses Strangs gerade echt so sauer gemacht hat, dass ich heulen musste ... ja gut-ääääh, ich hab wie gesagt auch einen schlechten Tag.

Nachts alleine in der Notaufnahme zu sitzen und in einigermaßen fortgeschrittener Woche (bei mir war es die 13.) zu erfahren, dass das Kind nicht mehr lebt, war das schlimmste, traumatischste Erlebnis meines Lebens, und ich bin seitdem (Dez. 2011) ein anderer Mensch. Die Behauptungen, ein Embryo sei kein Baby muss ich zwanghaft überhören, weil es darum sowas von absolut nicht geht und eine solche Kategorisierung so wenig mit dem Schmerz, den man empfindet, zu tun hat.

Ich möchte dir für alles, was du durchmachen musstest, mein herzliches Beileid aussprechen! Und dem komletten Sternenkindmama-Strang übrigens auch, ich verfolge Euch schon lange und schaue immer mal rein.

Viel Kraft uns allen!

Mena

Liebe Mena,

ich drücke Dich auch erst mal :in den arm nehmen:

Es tut mir so Leid, dass Du das schon dreimal erleben musstest. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man das aushält. Darf ich Dich fragen, wie Du das bewältigst - wie Du etzt mit Deiner Trauer umgehst? Natürlich nur, wenn Du es erzählen möchtest. Hast Du einen Ort für Dein Sternchen, kannst Du irgendwo hingehen - hat Dein Partner Verständnis?

Ich habe auch das Gefühl, nicht mehr dieselbe zu sein, ich kenne mich gar nicht mehr wieder, es ist, als sei ein Teil von mir einfach weg, vermutlich ist es dieser furchtbare Verlust und dieser Schock, kann das sein? Gleichzeitig versuche ich langsam wieder zu funktionieren, das klappt auch ab und zu ganz gut, aber dann kommt mir alles so furchtbar sinnlos vor und die Sonne und der beginnende Frühling und ja - dieses ganzen Kinder, Babys, Mütter um mich rum, ich könnte schreien, wenn ich dann so durch die Stadt irre. Auch wenn ich weiß, dass die Menschen nichts dafür können. Ich weiß manchmal gar nicht mehr wohin mit mir und diese verdammte Einsamkeit abends, nachts wenn die Gedanken kommen und der Tag vorbei ist, ist so schwer zu ertragen.

Blume

Blume76
04.03.2013, 19:23
Leider gibt es auch in diesen Fällen solche fiese Bemerkungen - ich spreche aus eigener Erfahrung. Das wurde mir wiederholt nach dem Tod meines Mannes gesagt.

Ich finde es sehr schön, wie du und andere von ihren verstorbenen Babys sprechen.

Nimm dir die notwendige Zeit für die Trauer.


Der einzige Trost, der uns bleibt, ist, dass wir wenigstens diese Liebe empfinden durften. Auch wenn es noch so schmerzt, anderen ist nicht mal dies vergönnt, daher die harten Urteile und Belehrungen.

Alles Liebe!

Liebe Antilla,

das ist ja grausam. Ich bin wirklich sprachlos, dass Leute so drauf sind ist schon heftig... Es tut mir Leid, dass Dein Mann gestorben ist.

Ich wünsche Dir viel Kraft - und vor allem weiterhin ganz viel Liebe.

Blume

Mondschaf
04.03.2013, 20:17
Ich habe auch das Gefühl, nicht mehr dieselbe zu sein, ich kenne mich gar nicht mehr wieder, es ist, als sei ein Teil von mir einfach weg, vermutlich ist es dieser furchtbare Verlust und dieser Schock, kann das sein? Gleichzeitig versuche ich langsam wieder zu funktionieren, das klappt auch ab und zu ganz gut, aber dann kommt mir alles so furchtbar sinnlos vor und die Sonne und der beginnende Frühling und ja - dieses ganzen Kinder, Babys, Mütter um mich rum, ich könnte schreien, wenn ich dann so durch die Stadt irre. Auch wenn ich weiß, dass die Menschen nichts dafür können. Ich weiß manchmal gar nicht mehr wohin mit mir und diese verdammte Einsamkeit abends, nachts wenn die Gedanken kommen und der Tag vorbei ist, ist so schwer zu ertragen.

Liebe Blume,

wie sollst du die selbe sein, nachdem dir das passiert ist? Dein Leben ist aus der Bahn geraten, das zu akzeptieren, hilft zumindest soweit, dass du dir nicht wie eine Seltsame vorkommst. Ablenkung durch Aktivität, das hat mir damals auch geholfen und das Gedankenkreisel zumindest zeitweise gestoppt. Allerdings kamen die Gedanken später wieder, so lange, bis ich es einigermaßen verarbeitet hatte. Das dauerte 5 Monate, dann ging's langsam wieder. Aber da hat jeder sein eigenes Tempo, setz dich nicht unter Druck :in den arm nehmen: Das mit den Müttern und Schwangeren, das ging mir auch so. Ich habe dann bewusst vorbei geguckt, ging nicht anders.

lisa1984
05.03.2013, 16:48
Hallo Liebes :blume:

es ist ja noch sehr frisch und denoch möchte ich dir ein paar worte sagen und bitte doch dich denke darüber nach auch wenn du evtl. erst mal sauer bist.
du setzt dich ja mit den bitten dich nicht zu kritisieren selbst in watte aber daran erkenne ich dass du allgemein sehr sehr verletzbar bist und irgendwie lese ich aus den worten dass dich ein mann verletzt und du dann trotzdem wieder mit ihm ins bett gehst.
ich habe auch ein kind verloren aber es war mein zweites kind . mein erstes war 5 jahre alt und meine fehlgebort war auch in der 16 woche und es war eine ganz extreme geschichte da ich selber fast dabei gestorben bin.
dazu kamen die bösartigkeiten meines exmannes und trotzdem habe ich ihn nicht verlassen damals. also ähnlich wie bei dir aber wir waren ja schon 6 j verheiratet und ich wurde bedroht.
nun er hat mich damasl blutig voller schmerzen vor der klinik aus dem auto geworfen vor den augen meines kindes.
zu dir.............. du bist sehr schwach und hilfebedürftig du bist als mutter noch nicht geeignet. werde stark lasse dich doch bitte von männern nicht verletzen. du hechelst der liebe hinterher.
wo ist die eigenliebe?
arbeite bitte daran.
und denke bitte jede fehlgeburt hat ihren sinn. es ist so.
heute trauer ich immer noch ja klar meine tochter wäre 20 jahre alt.
ich denke aber auch an all die jahre die gewesen wären. mit 2 kindern hätte ich nicht die kraft gehabt mich von dem mann zu lösen.
ich wäre vermutlich selber tot.

es ist tragisch und schlimm und du brauchst eine zeit. das ist klar es wird besser glaube mir. schau doch erst mal nach dir und dann findest du sicher einen mann der zu dir steht.

solche arschlöcher von männer lass bitte nicht mehr an dich ran,

lg jane

Also so einen [...] habe ich selten gelesen. Bitte nicht "falsch" verstehen!
Immer wird das in solche Worte verpackt. "nicht böse sein, aber..."
Was heißt hier nicht böse sein?
Blume ist am Ende. Sie hat eine fürchterliche Zeit hinter sich und noch vor sich. Und dann meinst du auf ihr herum trampeln zu müssen? Meinst du das hat die arme Frau noch nötig?
Anstatt sie aufzubauen und was sinnvolles vorzuschlagen, [...] du irgendwas von deiner eigenen Vergangenheit, die ja an dieser Stelle völlig unwichtig ist. Das hilft Blume mal kein bißchen weiter. Hier finde ich sollte man Trost und Verständnis spenden und nicht irgendwelche Äußerungen die Blume noch mehr aufwühlen und durcheinander bringen!
Nur weil du eine harte Zeit hinter dir hast und du dich scheinbar sehr gut da aufrappeln konntest, musst du das nicht auch von anderen voraussetzen. Jeder verarbeitet Schmerz, Trauer und Einsamkeit anders.
Und DAS sollte man immer vor Augen haben, bevor man jmd. so derart anfährt.

@Blume: fühl dich von mir ganz herzlich gedrückt. Ich verstehe diesen Schmerz zu diesem Mann. Natürlich ist es schlimm allein zu sein. Aber du wirst dich daran gewöhnen, eine Zukunft ohne diesen Mann zu leben. Du darfst nur nicht den Kontakt weiterhin aufrecht erhalten. Sonst machst du dir nur Hoffnungen. Jetzt hätte er dir helfen müssen. Aber er hat deinen Kummer knallhart ausgenutzt. Es tut mir auch leid um dein armes Baby.
Ich wünsche dir alles Gute.

lisa1984
05.03.2013, 16:56
auch auf die gefahr hin, mich hier unbeliebt zu machen:

ich seh es ähnlihc wie jane.

bei aller nachvollziehbarer traurigkeit-eine schwangerschaft in der 15. woche ist doch mehr eine illusion auf das was werden KANN......dh baby is noch wenig entwickelt, nach meinem kenntnisstand.

und der körper schafft es aus irgeneinem grund zu diesem zeitpunkt leider nicht, die schwangerschaft auszutragen.

und schwanger werden zu einem späteren zeitpunkt sollte auch drin sein. allerdings würde ich dringend davon abraten, es mit diesem Axxxloch als mann zu versuchen.
es sei denn er soll nur als samenspender fungieren


Also wenn ihr beide das sagt dann muss es ja so sein! Keine Frau hier hat ab sofort das Recht zu trauern bei einer Fehlgeburt. Wenn es zwei [...]" von sich geben, dann muss das ja so sein. Ihr scheint ja zu wissen, was das angemessene Maß an Schmerzempfinden ist. schön das ihr ja von solchen Fehlern nicht betroffen seid. Wollen wir mal hoffen, das ihr nie in so eine schreckliche Lage kommt. Ach was rede ich da... kommt ihr ja nicht.. sobald was mit dem ding im bauch nicht stimmt wird es ausgetoßen. Stimmts? ist bei euch scheinbar so. Das glaube ich euch sogar aufs Wort.

Blume76
08.03.2013, 11:31
Liebe Blume,

wie sollst du die selbe sein, nachdem dir das passiert ist? Dein Leben ist aus der Bahn geraten, das zu akzeptieren, hilft zumindest soweit, dass du dir nicht wie eine Seltsame vorkommst. Ablenkung durch Aktivität, das hat mir damals auch geholfen und das Gedankenkreisel zumindest zeitweise gestoppt. Allerdings kamen die Gedanken später wieder, so lange, bis ich es einigermaßen verarbeitet hatte. Das dauerte 5 Monate, dann ging's langsam wieder. Aber da hat jeder sein eigenes Tempo, setz dich nicht unter Druck :in den arm nehmen: Das mit den Müttern und Schwangeren, das ging mir auch so. Ich habe dann bewusst vorbei geguckt, ging nicht anders.


So geht es mir auch... Dann mach ich was, räume rum, denke plötzlich, das leben wäre wieder normal. Und dann kommt dieser tiefe, furchtbare Schmerz und ich weiß nicht, ertrage ich es überhaupt ihn zuzulassen oder soll ich versuchen ihn zu vertreiben... Mit weiterer Ablenkung. Doch er kommt sowieso wieder.

Pamina017
31.03.2013, 18:36
ein ganz kleiner Trost: Jetzt gibt es einen Engel mehr im Himmel.
Und dieser kleine engel wird ganz fest auf dich aufpassen. er wird
dir jetzt viel Liebe schicken, weil du ihm die 8-9 Monate Zeit
gegeben hast, dorthin zu kommen. Er wird versuchen dich zu trösten,
du wirst diesen kleinen engel in deiner Nähe spüren.
Pamina017