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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Text redigieren - wie abgelten?



Bibigrrl
07.09.2006, 11:58
Liebe BriCom,

nicht ganz das Gleiche, aber verwandt mit den Übersetzungen: wie entlohnt man am besten das Redigieren von Texten?

Zeilenweise? Seitenweise? Stundensatz?
es ist ein langer, aber einfacher Text (Rezepte und co), und es geht eigentlich hauptsächlich um die Rechtschreibung, also sollte recht flüssig zu lesen und nicht viel Aufwand zu redigieren sein.

Was meint Ihr, wieviel sollte man da zahlen (bzw. wie es berechnen)?

[das Problem ist, dass der Text irgendwie blöd formatiert ist (Einzug) und bei den gezählten 450 Seiten auch einige Leerseiten sind, sodass wir da einige Arbeit hätten am Rumformatieren, damit wir nicht die Leerzeichen und leeren Seiten mitzählen/mitzahlen würden ... :knatsch: ]

danke vorweg für hilfreiche Tipps!

B. :buch lesen:

Inaktiver User
07.09.2006, 12:59
Eine solche Leistung würde ich zeilen- oder seitenweise anbieten.
Die Formatierung ist dabei egal, denn "Zeile" und "Seite" bezieht sich auf Normzeilen und -seiten (xx Anschläge pro Zeile, xx Zeilen pro Seite - ich habe die Zahlen gerade nicht zur Hand).

Preislich würde ich es so aufhängen, dass mich möglichst keiner damit beauftragt, weil ich mich oft über den schlechten Stil/Inhalt und immer über die neue Rechtschreibung ärgere (prohibitive Preispolitik).
:smirksmile:
Wenn ich sowas also schon machen muss, dann will ich wenigstens gut dafür bezahlt werden.

Kommt aber auch darauf an, wie lange Du dafür brauchst, Menschen sind ja nicht nur unterschiedlich geldgierig, sondern auch unterschiedlich schnell.

Bibigrrl
07.09.2006, 13:05
öhmmm, nein, der Text ist schon interessant, und wir vergeben den Auftrag (der Text ist aber von jemand anderem geschrieben), d.h. mein Interesse ist natürlich, keine unnötigen Zeilen oder Seiten zu zahlen, ohne dafür aber den Text neu formatieren zu müssen ...

und leider, ist kein deutscher Text (sonst würde ich das sowieso machen, deswegen bin ich ja auch pingelig :lachen: )

danke jedenfalls, NM!

PS: falls Du die Zahlen noch finden solltest ..........

Inaktiver User
07.09.2006, 13:37
d.h. mein Interesse ist natürlich, keine unnötigen Zeilen oder Seiten zu zahlen, ohne dafür aber den Text neu formatieren zu müssen ...
Ach so, Du bist Auftraggeberin.
Naja, da würde ich Übersetzungsbüros anmorsen, die bieten sowas an.
Text hinschicken.
Drei Angebote (die m.E. übrigens die Angabe, wieviele Zeilen/Seiten das sind, enthalten sollten) einholen und fertig.


und leider, ist kein deutscher Text (sonst würde ich das sowieso machen, deswegen bin ich ja auch pingelig )
*neugierigsei* Sondern?

Google sagt:
Normzeile 50, 53 oder 55 Zeichen inklusive Leerzeichen.
Normseite sind beim VdÜ bis zu 60 Zeichen (also 50-60) und 30 Zeilen pro Seite.
Das zu Thema Norm :lachen:

Bibigrrl
07.09.2006, 13:51
und was passiert, wenn es keine Normseiten bzw. Zeilen sind?
(ich meine, von eigenen Übersetzungen kenne ich die Zeilennormen, aber das waren immer von mir formatierte Texte ohne Einzug und dergleichen ...)

es ist ein Text in "valencià", was wiederum eine (offizielle) Form des Katalanischen ist ... und ich verstehe es zwar, aber korrigieren (noch dazu für einen Uni-Verlag) geht weitaus über mein Können - da ich aber auf Deutsch für wiss. Veröffentlichungen redigiert habe, weiß ich, dass das wichtig ist ... *soifz*


PS: Rechtschreibung korrigieren kann aber nicht soviel kosten wie Übersetzung, oder?

Inaktiver User
07.09.2006, 14:26
Man kann jeden Text in Normzeilen/seiten umbrechen oder umrechnen (wenn man es kann :smile):.
Lediglich bei Lyrik würde ich nicht umbrechen, aber um Lyrik geht's hier ja auch nicht.


PS: Rechtschreibung korrigieren kann aber nicht soviel kosten wie Übersetzung, oder?
Wieso nicht?
Kommt eben drauf an, welche Sprache.
""valencià", was wiederum eine (offizielle) Form des Katalanischen" ist", klingt selten und damit teurer als British English.

Wo ist eigentlich Dein Problem?
Du holst einfach drei Angebote ein, dann weisst Du, was der Markt für diese Leistung verlangt.
Wenn Du sechs einholst weisst Du dasselbe, nur genauer :freches grinsen:

Schau doch einfach, ob Du vor Ort wen findest.

Sugarnova
07.09.2006, 15:11
Redigier mal eine Probeseite und rechne das dann noch. Da hast du den TATSÄCHLICHEN Aufwand. Bei Übersetzungen gibt es ja auch Staffelungen, oder (Fachtexte vs. allgemeinsprachliche Texte).

Bibigrrl
07.09.2006, 15:29
Lieber NM: ich habe ja schon wen (das Problem ist nicht, hier jemanden zu finden, da ja die lokale Sprache), aber es ging darum, wieviel ich dafür zahlen würde ...
Wenn ICH den Text redigieren würde, würde ich jedenfalls dafür nicht das gleiche Zeilenhonorar wie für eine hochspezialisierte Übersetzung verlangen - da ist überhaupt keine Gemeinsamkeit für mich zu sehen, vom Aufwand her.

Liebe Sugarnova: ich kann leider selbst die Probeseite nicht redigieren ... aber dem Kandidaten habe ich ein Probekapitel geschickt, auf dass ER den Aufwand einschätzen kann.

danke jedenfalls für Eure Tipps!

zu Stundensatz oder Zeilenhonorar: hat jemand dazu Erfahrung/Vorschläge? ich kenne wie gesagt nur die für Übersetzungen (redigiert habe ich in Arbeitsverhältnissen, ohne Stundensatz), aber die erscheinen mir dafür zu hoch gegriffen.

Lanya65
07.09.2006, 16:18
Halloooo,
ich mach unter anderem so was als Freiberuflerin, und die gängigen Sätze pro Stunde bewegen sich zwischen Freundschaftspreis-Niveau (25 Euro) und sinnvollen Stundensätzen von 60 Euro.
Grüße, Lanya

kriztina
11.09.2006, 13:32
Ich würd auch sagen, wenn Du die Arbeitsweise selbst kennst, kannst Du ja von Deiner Erfahrung her kalkulieren. Sprich: Wenn Du einen vergleichbaren Text auf Deutsch redigierst dürftest Du dafür m.E. änhlich viel verlangen wie ein Muttersprachler, der einen Text in seiner Muttersprache redigiert. Dann würde ich aber auf alle Fälle in die Überlegung mit einbeziehen wie gut die Übersetzung ist. Es gibt nämlich katastrophale 1:1 Übersetzungen, die einfach nicht lesbar sind, man teilweise sogar nicht versteht, was gemeint ist. Und bis Du sowas dann in eine angenehme Sprache gebracht hast - puh! (Kenn ich aus eigener Erfahrung.)
Ich würd dann auch pro Seite kalkulieren (vgl. die hier schon genannten Textmengen für Manuskriptseiten). Mach Dir notfalls einen Ausdruck, wenn Du die Textmenge spricht Leerseiten nicht einschätzen kannst. Bzw. mit Copy/Paste dürfte der gesamte Text doch in nullkommanichts in jedes beliebige Format zu bringen sein ...?
kriz

robertas
05.10.2006, 15:50
Hallo,
ich könnte einen Auftrag bekommen, zwei wissenschaftliche Texte (gesamt 150 Seiten) zu redigieren: RS, GR. Stilistik.
Welcher Stundensatz ist dafür üblich? Oder rechnet man besser seitenweise ab? Wer weiß Bescheid? Danke für eure Tipps, Roberta