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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treppen hoch tragen



Bernie46
05.09.2006, 09:43
Hallo zusammen,
wir haben eine Golden Retriever Hündin die keine Treppen mehr steigen kann.
Ich würde nun gerne wissen,ob man den Hund mit einem Vier Punkt Tragegeschirr komplett Treppen hoch tragen kann?
Der Hund ist 35 kg schwer und müsste mit diesem Geschirr getragen werden.
Vielleicht gibt es ja auch noch eine andere Möglichkeit?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Gruss Bernie

Inaktiver User
05.09.2006, 10:03
Hallo Bernie46,

ist dieses Tragegeschirr zum Tragen von Hunden gedacht oder ist es "nur" so ein Geschirr, welches man statt Halsband nehmen kann? Im letzteren Fall würde ich persönlich keinen Hund damit tragen, weil man ja nie wissen kann, ob die Verschlüsse halten. Außerdem musst Du die Arme ziemlich hochhalten, damit der Hund nicht mit den Pfoten überall gegenschlägt - es sei denn, Du bist über zwei Meter groß.

Wieviel Stufen sind es denn? Kannst Du sie eventuell den ganzen Weg auf dem Arm tragen (gute Muskelübung :smirksmile:)?

Ansonsten gibt es im Handel (wir haben es damals bei Fressnapf gekauft) eine sogenannte Tiertrage (Jumbo-Tiertrage, um genau zu sein - 60 cm lang und 30 cm breit mit zwei Griffen), mit der haben wir unseren Hund (Rauhhaardackel-Mix - muß getragen werden - vor allem runter) eine Zeitlang getragen. Diese Tiertrage ist aber eigentlich dafür gedacht, größere Hunde beim Treppenlaufen zu entlasten bzw. zu unterstützen, da sie unter dem Bauch angelegt wird und der Hund dann vom Halter hinten etwas hochgehoben werden kann, damit er die Hinterpfoten nicht benutzen muß und mit den Vorderpfoten die Treppen hoch- bzw. runterlaufen kann.

Ich hoffe, ich habe mich da verständlich ausgedrückt.

Pianoforte

Inaktiver User
05.09.2006, 10:10
Hallo zusammen,
wir haben eine Golden Retriever Hündin die keine Treppen mehr steigen kann.
Ich würde nun gerne wissen,ob man den Hund mit einem Vier Punkt Tragegeschirr komplett Treppen hoch tragen kann?
Der Hund ist 35 kg schwer und müsste mit diesem Geschirr getragen werden.
Vielleicht gibt es ja auch noch eine andere Möglichkeit?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Gruss Bernie

Ich denke eher, dass das nicht geht, weil die Gurte zu sehr einschneiden werden. Eher möglich wäre ein spezielles Tragetuch, was praktisch unter dem ganzen Bauch her führt. Aber ich könnte mir vorstellen, dass das sehr unhandlich ist und von einem allein sowieso kaum zu bewältigen. Nicht nur aus Gewichtsgründen, sondern weil man den Hund ja auch wegen der langen Beine sehr hoch halten muss.

Wir haben unsere Dogge damals -sie hatte allerdings zu dem Zeitpunkt nur rd. 25 kg- quer vor uns gestellt und dann mit beiden Armen um Brust und Po umfasst. Die Beine hängen dann ja frei nach unten. Ich weiss jetzt nicht, was deine Hündin hat. Wenn es Arthrose ist, hat sie wahrscheinlich ja Schmerzen, und dann dürfte dieser Griff auch nicht optimal sein.

Schade, eine wirkliche Lösung ist das für dich wohl leider nicht. :niedergeschmettert:

LG Delenn

Inaktiver User
05.09.2006, 12:02
Uffz,

schleppen geht dann bei 35 KG aber schon ganz schön ins Kreuz....

Dann ist der Hund fit und der Mensch kann sich nach 3 Wochen beim Orthopäden anmelden........

Ich kann mir das mit dem Tuch auch nicht wirklich vorstellen. Über den Rücken geschnallt ? Ob der Wauzi dann auch so stillhält ?

Die Trage wäre eine Möglichkeit, setzt aber voraus, dass ja immer 2 Menschen dabei sind.

Geschirr schneidet ein........

Treppen vermeiden ? Kleine Treppen mit einem Brett überbrücken ?

Alles nicht so optimal......

Inaktiver User
05.09.2006, 12:06
Hm, passende Tragen habe ich für meine nicht gefunden, ich nehme sie so hoch wie Delenn es beschrieb, aber es tut ihr auch (noch) nichts weh, sie ist nur genervt und gibt dann immer feuchte Küsschen...

Aber 26 kg ist auch noch mal was anderes (wobei mir die vollkommen reichen :smirksmile:).

LG
Estrella

Inaktiver User
05.09.2006, 12:15
Bernie, um wieviele Treppen geht es denn? Ist es ein Mietshaus, oder wohnt ihr im Eigenheim?

Im Eigenheim wäre vielleicht eine Rampe möglich (Peppi sprach das ja auch schon an), hin und wieder durch einen Quersteg unterbrochen, dass die Pfoten immer Halt haben.

Wenn Geld keine so grosse Rolle spielt, vielleicht ein Treppenaufzug. Ja ich weiss... es muss niemand was sagen :ooooh:
Also ich würds machen, wenn ich die finanzielle Möglichkeit hätte. :freches grinsen:

LG Delenn

Inaktiver User
05.09.2006, 12:28
Die Trage wäre eine Möglichkeit, setzt aber voraus, dass ja immer 2 Menschen dabei sind.


@Peppi

Das Wort "Trage" ist wahrscheinlich irreführend. Die Dinger heißen aber so. Du mußt Dir das so vorstellen: es ist einfach ein rechteckiges Stück festes Tuch mit den Maßen 60 cm lang und 30 cm breit und an den Enden befindet sich jeweils ein Haltegriff. Die Innenseite dieser Trage ist mit irgendeinem, ich nenne es mal Plüschzeug gefüttert, damit es am Bauch schön weich ist. Jetzt muß man diese Trage nur unter den Bauch des Tieres platzieren und so halten (fast wie eine Einkaufstasche), daß die Griffe über dem Rücken zusammenkommen und dann kann man locker (bei 35 kg eher nicht ganz so locker) die beiden Griffe in eine Hand nehmen und den Hund etwas anheben. Es ist eigentlich nur zur Unterstützung des Hundes gedacht. Ich habe unseren Hund damit nur runtertragen können, weil sie kleiner ist als ein Retriever und auch weniger wiegt (13 kg).

Ich habe bis jetzt noch kein Bild im Netz davon gefunden. Wenn es jemanden interessiert, kann ich ja unsere fotografieren und hier einstellen.

Pianoforte

Inaktiver User
05.09.2006, 13:10
Ich habe bis jetzt noch kein Bild im Netz davon gefunden. Wenn es jemanden interessiert, kann ich ja unsere fotografieren und hier einstellen.

Pianoforte

Ich kann mir vorstellen was du meinst. Die Problematik scheint mir aber in der Beinlänge zu liegen.
Du musst den Hund ja so hoch halten, dass die Beine nicht an jeder Treppenstufe anschlagen. Zu zweit müsste das machbar sein, aber alleine denke ich eher nicht, bei einem 35 kg Hund.

Bernie46
05.09.2006, 15:00
Wir wohnen im 2. Stock in einer Eigentumswohnung.
Im Januar ziehen wir aber in unser eigenes Haus.
Da werden wir allerdings Probleme bekommen das sie die Holztreppe hochgeht,weill sie gerne nachts neben unserem Bett liegt.
Wir müssen aber jetzt diese Zeit irgendwie überbrücken.
Sie nimmt zehn mal Anlauf oder manchmal noch mehr bis sie die Treppe raufgeht.
Wenn sie dann einma läuft geht sie auch bis oben durch.
Sie scheint aber auch keine Schmerzen zu haben,eher sieht es so aus als wenn sie nicht den richtigen Tritt findet.
Der Tierarzt hatte mal Schmerzmittel gegeben um zu sehen, da sie dann ja ohne Schmerzen, die Treppe läuft aber auch da war das gleiche.

Schöne Grüsse Bernie

Inaktiver User
05.09.2006, 15:16
Vielleicht hat sie einfach nur Angst, die Treppen raufzulaufen. Ich habe so etwas schon Mal bei der '"Tier-Nanny" gesehen, weiß aber leider nicht mehr, wie sie das gelöst haben.

Wenn in eurem eigenen Haus die Treppe breit genug ist, empfiehlt sich vielleicht ein Treppenlift (das ist kein Witz, das meine ich ernst)

Vielleicht kann sie aber auch nicht mehr gut sehen und ist dadurch unsicher geworden.

Ist schwer zu sagen. Ist das denn schon lange so? Läuft sie denn mit, wenn einer direkt neben ihr geht, sie also nicht alleine hochlaufen muß?

Pianoforte

Bernie46
05.09.2006, 15:26
also wir machen das so, das wir neben dem Hund im Takt auf die Stufen treten, rauf runter, rauf runter usw. bis sie dann aufeinmal los geht.Mit Leine will sie gar nicht mit gehen, nur alleine.
Jetzt geht sie auch manchmal nicht mehr direkt runter,dann sieht es wieder so aus,als wenn sie Angst hätte das sie auf den Stufen ausrutscht.
Sie ist allerdings als Welpe einmal auf einer glatten Treppe ausgerutscht aber das ist ja schon 10 Jahre her.

Gruss Bernie

Inaktiver User
05.09.2006, 17:13
Pianoforte

danke für deine Aufklärung.... da hatte ich tatsächlich ein falsches Bild im Kopf :smile:

Ich verstehe jetzt immer noch nicht ganz, ist es ein Problem des Alters oder einer Erkrankung des Hundes, oder ist es, dass dein Hund einfach nur Angst vor Treppen hat ?

Gruß Peppi

Inaktiver User
05.09.2006, 17:33
also wir machen das so, das wir neben dem Hund im Takt auf die Stufen treten, rauf runter, rauf runter usw. bis sie dann aufeinmal los geht.Mit Leine will sie gar nicht mit gehen, nur alleine.
Jetzt geht sie auch manchmal nicht mehr direkt runter,dann sieht es wieder so aus,als wenn sie Angst hätte das sie auf den Stufen ausrutscht.
Sie ist allerdings als Welpe einmal auf einer glatten Treppe ausgerutscht aber das ist ja schon 10 Jahre her.

Gruss Bernie

@Bernie,
sind die Treppenstufen denn jetzt auch so glatt, dass sie sich nicht richtig halten kann?

Du hast die Probleme eurer späteren Holztreppe ja schon angesprochen. Da rechne ich auch mit, besonders, wenn es sich um eine offene Treppe handelt. Offene Treppen mochten unsere Hunde auch nicht laufen.

Wie sieht es denn mit ihren Augen aus? Du schreibst, dass sie jetzt auch die Treppe nicht mehr direkt nach unten geht. Kann es sein, dass sie Sehstörungen hat? Habt ihr da schon einmal etwas festgestellt?

An die Leine würde ich sie auf der Treppe auch nicht nehmen. Ich denke, dass sie sich ohne sicherer fühlt, wenn sie ihren eigenen Rhythmus finden kann.

Ein schwieriges Problem, weil ich auch noch nicht so ganz erkenne, woran es liegen könnte? Ist es eine Unsicherheit, eine Sehstörung, ein körperliches Problem mit den Hüften.

Wie lange macht sie das denn schon, dass sie die Treppe nicht gehen will/kann?

Tut mir leid, dir und deinem Hund nicht helfen zu können :niedergeschmettert:

LG Delenn

Bernie46
05.09.2006, 17:54
hi Delenn,
in den Augen kann man einen ganz feinen Grauschleier erkennen.
Sie wird im Oktober 11 Jahre alt.Es scheint nicht so als wenn sie Schmerzen hätte.
Als wir eben wieder mal vor der Treppe standen, hat sie auch wieder nur ein Beinchen auf die erste Stufe und wieder zurück,dabei wedelt sie mit dem Schwanz und schaut mich an als wenn sie sagen würde was soll ich denn tun?
Sie weint aber dann nach ein paar Versuchen,ich glaube aber nicht vor Schmerzen, sondern weil sie es eben nicht schafft anzulaufen.Das einzige was ich bemerkt habe ist, dass die Hinterläufe dabei zittern.
Das geht jetzt seit ca.3 Monaten so.
Die Treppe im neuen Haus muss ich mir noch genauer ansehen es ist so ein Stahgeländer mit Holzstufen aber offen.
Wir können sie aber auch dann nicht einfach unten lassen,sie ist es ja gewohnt immer neben unserem Bett zu liegen ( manchmal auch im Bett aber auch da kommt sie jetzt nicht mehr rein.)Sie würde dann bestimmt die ganze Nacht da unten rum weinen .
Ins Auto springt sie auch nicht mehr.
Das seltsame ist nur,wenn sie dann einmal den Anfang gefunden hat,läuft sie die ganze Treppe bis oben durch.

Gruss Bernie

Inaktiver User
05.09.2006, 18:54
hi Delenn,
in den Augen kann man einen ganz feinen Grauschleier erkennen.
Sie wird im Oktober 11 Jahre alt.Es scheint nicht so als wenn sie Schmerzen hätte.
Als wir eben wieder mal vor der Treppe standen, hat sie auch wieder nur ein Beinchen auf die erste Stufe und wieder zurück,dabei wedelt sie mit dem Schwanz und schaut mich an als wenn sie sagen würde was soll ich denn tun?
Sie weint aber dann nach ein paar Versuchen,ich glaube aber nicht vor Schmerzen, sondern weil sie es eben nicht schafft anzulaufen.Das einzige was ich bemerkt habe ist, dass die Hinterläufe dabei zittern.
Das geht jetzt seit ca.3 Monaten so.
Die Treppe im neuen Haus muss ich mir noch genauer ansehen es ist so ein Stahgeländer mit Holzstufen aber offen.
Wir können sie aber auch dann nicht einfach unten lassen,sie ist es ja gewohnt immer neben unserem Bett zu liegen ( manchmal auch im Bett aber auch da kommt sie jetzt nicht mehr rein.)Sie würde dann bestimmt die ganze Nacht da unten rum weinen .
Ins Auto springt sie auch nicht mehr.
Das seltsame ist nur,wenn sie dann einmal den Anfang gefunden hat,läuft sie die ganze Treppe bis oben durch.

Gruss Bernie

@Bernie, wollt ihr denn die Augen einmal kontrolliern lassen?

Kann es vielleicht auch eine Muskellähmung sein, oder eine Sache der Nerven in den Hinterläufen.
Obwohl ich mir auch vorstellen kann, dass das zittern durch die Aufregung kommt.

Möglicherweise ist es aber wirklich -was ja auch altermässig passen könnte- eine Arthrose.
Dafür würde sprechen, dass sie -einmal angeworfen- die Treppe durchläuft.
Ich gehe da jetzt auch einmal von mir aus. Die ersten Schritte nach dem aufstehen kosten oft eine ziemliche Überwindung. Ist man einmal in Gang, geht es auch relativ schmerzlos weiter.

Was meint der TA zu dieser Möglichkeit? Gibst du ihr evtl. auch schon etwas für die Gelenke? Wie gesagt, viele ältere Tiere leiden darunter. Oft merkt der Besitzer kaum etwas davon, er bemerkt nur evtl. eine etwas eingeschränkte Bewegungsfreude. Schmerz lassen viele Tiere sich nicht anmerken.
Mir spricht eigentlich für den Arthrosegedanken, dass sie auch nicht mehr ins Auto springen mag.

Vielleicht spricht die einfach die Möglichkeit von Altersbeschwerden noch einmal mit deinem TA durch. Ich hoffe mit dir, dass ihr der Ursache auf den Grund gehen könnt und euer Hund wieder leichter die Treppe laufen mag.

LG Delenn

Bernie46
05.09.2006, 19:17
ach,wenn ich es doch nur wüsste und sie sprechen könnte.
Ich tippe auf eine Blockade im Kopf.
Nächstes Jahr braucht sie dann nur noch eine zu gehen,muss mir nur noch was überlgen das sie nicht durch die Stufen sehen kann,sonst glaube ich nicht das sie da rauf geht.
Wenn wir Richtung Wasser gehen zieht sie wie ein junger Hüpfer,danach ist sie natürlich kaputt,ist ja auch schon älter.
Der tierarzt hatte ihr ja extra Schmerzmittel gegeben um zu sehen ob sie dann die treppe läuft.Wenn sie dann direkt hoch gegangen wäre,wäre das ja ein Zeichen gewesen das sie sonst schmerzen hat und deswegen nicht hoch geht.
Das mit den Augen haben wohl viele ältere Hunde aber da kann man wohl nichts drann machen.
Gruss Bernie

Inaktiver User
06.09.2006, 00:33
Pianoforte

...danke für deine Aufklärung....

Gern geschehen!

Inaktiver User
06.09.2006, 08:52
Die Frage ist wohl, WARUM sie keine Treppen steigt.

Schmerzen scheinen nicht der Grund.

Ab und zu schafft sie es - sie KANN es also grundsätzlich.

Ins Auto springt sie nicht mehr - möglicherweise also eine Kombination aus Alterserscheinungen und Angst?

Wie wäre es mit einer Rampe?

Unser Hund läuft eine Holztreppe mit nichts als Luft zwischen den Stufen problemlos hoch und runter, aber auch er hat, vor allem beim runterlaufen, ab und zu Probleme, den "Ansatz" zu finden. Ich weiss aber DASS er´s kann, also mache ich kein Gewese darum, sondern gehe einfach runter, mache, was ich machen wollte, und irgendwann kommt er dann. Auf diese Art und Weise versuche ich zu vermeiden, dass ich seine Angst möglicherweise verstärke - ich verhalte mich wie sonst auch, und bisher hat das immer geklappt.

Nun ist er aber erst knapp 7 Jahre alt - wie es sein wird, wenn er mal 11 ist, weiss ich nicht. Wir werden aber, wenn wir feststellen, dass er nicht mehr ins Auto hüpft und die Treppe ein Problem darstellt, definitiv mit Rampen arbeiten. Die gibt es für den Einstieg in Autos (Fressnapf), und für unsere Holztreppe werden wir dann eben unseren Schreiner bemühen, so dass die Rampe auch halbwegs nett ausschaut.

Könnte es denn sein, dass Ihr ihre Angst / ihr Unwohlsein durch Euer Verhalten verstärkt? Und gäbe es keine Möglichkeit, im neuen Haus eine solche Rampe zu installieren?

Grüssle
Seawasp

Inaktiver User
06.09.2006, 11:40
Vermutlich anderer Grund als bei deinem Hund, aber folgende Anekdote fällt mir gerade ein:

Unser Aussie war gerade ein halbes Jahr alt, als wir das erste Mal mit ihm in Urlaub fuhren. Das Ferienhaus war klassisch aufgeteilt: Oben die Schlafräume, unten die Wohnräume. Das kennt unser Hund nicht, denn bei uns ist der gesamte Lebensraum unten. Oben befinden sich lediglich Büro und Gästezimmer - für ihn NoMansLand, er darf da nicht hin bzw. hat es auch nie versucht.

Hund weigerte sich im Urlaub nach oben zu gehen, selbst die tollsten Leckereien halfen nicht. Er hatte solche Angst, dass er sich im letzten Loch versteckte und blieb traurig unten stehen, wenn wir alle nach oben gingen. Natürlich hielten wir es nicht aus und so mußte Papa jeden Abend den kleinen Schisser hochschleppen und morgens wieder runterschleppen. Papa war mächtig genervt :freches grinsen: .

Als wir nach einigen Tagen nach St. Peter-Ording fuhren, machte ich mir schon vorher so meine Gedanken, ob Hundi wohl die Treppen über den Deich gehen wird oder wir uns blamieren müssen und mit unserem Star-Aussie auf den Arm vorbei an Dackeln und Rehpinschern trotten.

Nö, kein Stück. Als wäre es das Normalste von der Welt lief unser Filou die Treppen rauf und runter. Mein Mann weigerte sich fortan ihn die Treppen im Ferienhaus hoch und runter zu schleppen. Allerdings ging der Hund dennoch nicht da lang, sondern schlief unten. Muß ich erwähnen, dass ich ihn nur einige Stunden abends alleine ließ :ooooh: ?

Heute geht er alle Treppen, glaube ich zumindest. Aber wenn er mal vor völlig unvorhersehbaren Dingen Schiss hat (Telefonzelle zB, obwohl er das in der Hundeschule noch sehr gut beherrschte), dann versuche ich so cool wie möglich zu bleiben und überhaupt kein Gewese drum zu machen. Bei einer Treppe und einem großen, schweren Hund aber natürlich schon ein Problem.

Viel Glück!

Inaktiver User
06.09.2006, 12:09
Ich tippe auf die Augen.....

Vielleicht ist er einfach so unsicher geworden, weil er nicht mehr deutlich sieht......

Muss ja einen Grund haben, warum die Angst relativ plötzlich auftaucht........

Bernie46
06.09.2006, 15:24
Hi,
@Basine Zufälle gibts,genau in St. Peter Ording ist sie mit ca.11 Monaten auf einer langen dunklen Treppe ausgerutscht.

Wir haben natürlich auch schon versucht,einfach die Treppen hoch zu gehen und so zu tun als wäre alles in Ordnung.
Ich bin dann eine Etage höher stehen ( ein paar Minuten)geblieben und habe beobachtet was sie macht.Nichts,sie steht vor der Treppe und versucht nicht mal sie hoch zu gehen.Nur wenn ich sie dann animiere geht das Spiel los sie wedelt ja sogar dabei mit dem Schwanz,Angst hat sie ja dann scheinbar auch nicht.
Wenn es denn die Augen sein sollten,weiss ich allerdings auch nicht mehr weiter.Ich sehe schon kommen das ich im neuen Haus unten schlafen muss, weil ich mir das geweine nicht anhören kann,weil sie nicht die Treppe hoch geht.
Eine Rampe für eine Holzwendeltreppe? ich werde auf jeden Fall versuchen die Stufen so zu bearbeiten, mit einem Teppich vielleicht, damit sie nicht zwischen die Stufen sehen kann.

Gruss Bernie

Inaktiver User
06.09.2006, 16:43
Das halte ich für eine gute Idee.......

Es wird ihr sicherlich die Überwindung die Treppe zu steigen, erleichtern......