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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Steve Irwin, der "Crocodile Hunter" ist gestorben



Noodie
04.09.2006, 10:35
Heute ist Steve Irwin, der Australische "Crocodile Hunter", Tierschützer und Umweltschützer, um 11 Uhr Australische Zeit "während der Dreharbeiten zu einer Dokumentation über Port Douglas, Queensland Great Barrier Reef von einem Stachelrochen in die Brust gestochen worden. Nach ersten Angaben soll der Stachelrochen seinen Schwanz durch Irwins Brust hindurch gebohrt haben. Steve Irwin starb an seinen Verletzungen.

Irwin hat eine eigene Tierschutzorganisation, die SIWF (Steve Irwin Wildlife Foundation) und sein Zoo führt Aufzuchtprogramme von bedrohten Tierarten durch. Dies hat ihn auf der ganzen Welt bekannt gemacht. Mit seinen TV Serien möchte er vor allem zeigen dass auch unbeliebte Tiere ein Recht auf Leben haben. So sagt er immer, dass es seine Schuld ist, wenn er von einem Tier gebissen wird, weil er ja wusste worauf er sich eingelassen hat." (von Wikipedia)

Er war erst 44 jahre alt. Er hat unter anderem verhindert dass Touristen im Norden Australiens Krokodile zum Sport abschiessen dürfen.

Wir werden dich vermissen Irwin! Deine Liebe zu Tieren war bedingungslos.

RIP :heul:

Noodie

Inaktiver User
04.09.2006, 11:04
Ich habe es auch heute Morgen gelesen. Die Sendungen waren immer toll. Er war ein richtiger "Spinner" (das ist nett gemeint), was "seine" Tiere anging ("A-MA-ZING!"), kroch ständig auf den Boden herum und hat alles angefaßt, was nicht schnell genug auf dem Baum oder im nächsten Loch verschwunden war. Jedes Tier war für ihn auf seine ganz spezielle Art schön. Diese Hingabe habe ich immer bewundert und das machte seine Sendungen auch so besonders.

Schade :niedergeschmettert:

Inaktiver User
04.09.2006, 11:14
Das habe ich heute auch in den Nachrichten gesehen.
Rest in peace, Steve!

Gilgit
04.09.2006, 11:36
Oh, das habe ich noch nicht mitbekommen..:wie?:

Klar kenn ich ihn von zahlreichen TV Dokumentationen, er war schon ein kauziger Kerl mit seinem so typischen, liebenswerten Aussie Akzent..und seinem Einsatz für die Tiere.:niedergeschmettert:

RIP Steve

Noodie
04.09.2006, 12:27
Er war ein richtiger "Spinner" (das ist nett gemeint), was "seine" Tiere anging ("A-MA-ZING!"), kroch ständig auf den Boden herum und hat alles angefaßt, was nicht schnell genug auf dem Baum oder im nächsten Loch verschwunden war. Jedes Tier war für ihn auf seine ganz spezielle Art schön. Diese Hingabe habe ich immer bewundert und das machte seine Sendungen auch so besonders.

Ja, genau! Ich erinnere mich er eine Echse oder sowas in der Hand hielt und vor die Kamera hielt ... "Isn't she BEAU-TI-FUL???" Er war so begeisterungsfaehig, hatte so viel tiefe Liebe und Respekt vor den Lebewesen ...

Ich war ganz geschockt als ich es heute morgen in den Nachrichten sah ... mir liefen die Traenen runter.

Ja, sehr schade. Seine arme Frau, wie's ihr jetzt wohl geht?

Mausilikatze
04.09.2006, 12:57
Hi,

das sind wirklich schlechte Nachrichten und es ist ein grosser Verlust fuer die Tierwelt :ooooh:

Ich fand seine Sendungen sehr abwechslungsreich und interessant. Einmal bin ich ganz erschrocken, da hat er eines seiner Kinder ueber ein Krokodilbecken gehalten. Dieses Bild sehe ich immer noch vor mir. Ich hatte schreckliche Angst, dass so ein Tier hochspringt, und das Kleine packt :knatsch:

Es tut mir sehr leid um ihn :heul:

Traurige Gruesse - Mausi :niedergeschmettert: ++

Noodie
04.09.2006, 13:01
Fuer den Stunt mit dem Baby hat er auch fast eine Strafe bekommen. Er hat sich dann oeffentlich dafuer entschuldigt und gesagt er werde so etwas nicht wieder tun.

Sie haben ihn auch mal auf dem Kieker gehabt weil er angeblich zu nahe an wilde Tiere ran ging beim filmen (also die dann veraengstigt und stoert etc). Haben sie dann aber fallen gelassen.

Horus
04.09.2006, 13:33
Vielleicht setz ich mich jetzt in die Löwengruppe (:freches grinsen: ), wenn ich das sage, aber es gab einiges, was mich an diesem Typen oder besser gesagt an seiner Art, mit Wildtieren umzugehen, gestört hat. Etwa das da:


und hat alles angefaßt, was nicht schnell genug auf dem Baum oder im nächsten Loch verschwunden war.

Sorry, aber Wildtiere fasst man nicht an, ausser, sie Berührung ginge von ihnen aus. Ganz abgesehen davon, dass jede unwillkommene Annäherung (und Berührung erst recht) für ein Wildtier gehörigen Stress bedeutet, bin ich der Ansicht, dass jedes Lebewesen, auch ein Tier, Anrecht hat auf seine Privatsphäre. Dazu gehört die Selbstbestimmung darüber, wer einen anfasst und wer nicht.

Inaktiver User
04.09.2006, 14:40
Ich fand die Art und Weise, wie er wilde Tiere "präsentiert" hat ohne jegliche Achtung für das Tier/die Art.
Seinen Unfall kann ich nur als Ergebnis seiner leichtsinnigen Art, mit Wildtieren umzugehen betrachten. Vielleicht war's auch ne Art Rache...wer weiß.

Nö, sonderlich schockiert bin ich nicht. War abzusehen und nur eine Frage der Zeit. Meiner Meinung nach hat er ziemlich verantwortungslos gehandelt (Frau, zwei kleine Kinder), und seine Selbstdarstellung ging mir mächtig auf den Keks.

Aviva
04.09.2006, 14:59
Ich hab ihn mal in einer Talkshow gesehen und da kam er als ziemlicher Jackass rueber. Mein Eindruck war, dass es ihm in erster Linie um sensationelle Mutproben ging. Das mit dem Aufzuchtprogramm im eigenen Zoo und der Tierschutzorganisation wusste ich z.B. nicht, wahrscheinlich, weil ich seine Sendungen wegen ihrer Aufmachung nicht so schaetze.
Es ist natuerlich traurig und tragisch, wenn jemand so frueh stirbt, schon gar wenn er eine junge Familie hat. Aber die Art seines Todes finde ich nicht tragisch - das war ein "bewusst provozierter Unfall".

Noodie
04.09.2006, 16:55
Ich fand die Art und Weise, wie er wilde Tiere "präsentiert" hat ohne jegliche Achtung für das Tier/die Art.

Kannst du mir ein Beispiel geben?

Inaktiver User
04.09.2006, 17:26
Heute ist Steve Irwin, der Australische "Crocodile Hunter", Tierschützer und Umweltschützer, um 11 Uhr Australische Zeit "während der Dreharbeiten zu einer Dokumentation über Port Douglas, Queensland Great Barrier Reef von einem Stachelrochen in die Brust gestochen worden. Nach ersten Angaben soll der Stachelrochen seinen Schwanz durch Irwins Brust hindurch gebohrt haben. Steve Irwin starb an seinen Verletzungen.

Irwin hat eine eigene Tierschutzorganisation, die SIWF (Steve Irwin Wildlife Foundation) und sein Zoo führt Aufzuchtprogramme von bedrohten Tierarten durch. Dies hat ihn auf der ganzen Welt bekannt gemacht. Mit seinen TV Serien möchte er vor allem zeigen dass auch unbeliebte Tiere ein Recht auf Leben haben. So sagt er immer, dass es seine Schuld ist, wenn er von einem Tier gebissen wird, weil er ja wusste worauf er sich eingelassen hat." (von Wikipedia)

Er war erst 44 jahre alt. Er hat unter anderem verhindert dass Touristen im Norden Australiens Krokodile zum Sport abschiessen dürfen.

Wir werden dich vermissen Irwin! Deine Liebe zu Tieren war bedingungslos.

RIP :heul:

Noodie

Gerade eben habe ich das auch gehört und finde es sehr schade. Er konnte einen mit seiner aufgedrehten Art schon manchmal etwas nerven, aber seine Sendungen waren sehr interessant. Er konnte die Tiere und ihre Lebensweise so nahebringen, wie selbst Zoosendungen das nicht schaffen. Vielleicht lag es daran, dass die Tiere in ihrem natürlichen Lebensbereich gezeigt wurden.

Das Geld, das er mit seinen Sendungen verdiente, wurde von ihm immer wieder in Tier- und Artenschutzprojekte investiert.

Auf Discovery und Annimal Channel liefen auch Sendungen die einen Einblick in seine privaten Tierschutzaktivitäten, seinen Zoo und seine Familie gaben. Alle gleichermassen für Tiere engagiert.

Wenn man immer mit Wildtieren umgeht, vergisst man wohl hin und wieder, wie gefährlich sie werden können, ein Moment der Unachtsamkeit und es ist passiert.

Es ist schade um ihn. Die Welt der Tier- und Artenschützer ist um eine sehr engagiertes Mitglied ärmer geworden.

Inaktiver User
04.09.2006, 18:06
Kannst du mir ein Beispiel geben?
Noodie, ich finde er hat Wildtiere als Teil seiner Selbstdarstellung benutzt. Das hat mich einfach gestört. Vielleicht ist das ja auch "Geschmackssache".

LG
Bim

http://beachpalacehotel.com.au/images/steve%20irwin%202.JPG

http://www.smh.com.au/ffximage/2006/09/04/irwinfamily_wideweb__470x379,0.jpg

http://www.gonomad.com/transports/images/mjstevo.gif

http://www.afc.gov.au/images/features/0304_crocodile.jpg

Bymyourlife
05.09.2006, 06:25
Er konnte die Tiere und ihre Lebensweise so nahebringen, wie selbst Zoosendungen das nicht schaffen
Das war das interessante an seine Sendungen.



Das Geld, das er mit seinen Sendungen verdiente, wurde von ihm immer wieder in Tier- und Artenschutzprojekte investiert.

Rechtfertigt damit auch manchesmal den etwas ungehobelten Umgang mit den "Darstellern". Er hat denen nie wehgetan, wußte mit ihnen umzugehen.


Es ist schade um ihn. Die Welt der Tier- und Artenschützer ist um eine sehr engagiertes Mitglied ärmer geworden
Sehe ich auch so. Ich bedauere seinen Tod.

Das was passierte, war einfach nur Pech. So wie er desöfteren schon verletzt wurde, hätte es auch ein Bein oder einen Arm treffen können.

Inaktiver User
05.09.2006, 07:08
Rechtfertigt damit auch manchesmal den etwas ungehobelten Umgang mit den "Darstellern". Er hat denen nie wehgetan, wußte mit ihnen umzugehen.



Seit einiger Zeit schauen wir die die nachnmittäglichen Zoosendungen und da denke ich auch manchmal, dass die Pfleger und die TÄ recht rauh mit den Tieren umgehen. Wenn sich da drei kräftige Menschen auf ein Tier werfen. Oder als die Vögel für die Impfung eingefangen wurden, das sah schon recht "roh" für mein Auge aus. Im Kölner Zoo sind auch 2 Tiere durch den Stress gestorben.

So habe ich denn meine Meinung über den rauhen Umgang mit Krokodil und Co mittlerweile revidiert.

Da fällt mir gerade ein, hat jemand gesehen, wie die Krokodile für die neue Anlage in der Wilhelma geliefert wurden. Da wurde auch gezeigt, wie sie aus Thailand versandt wurden. In einer ganz engen Kiste, im Maul ein Rundholz und das Maul mit Klebeband verklebt. Und das für die gesamte Transportzeit von 3 Tagen.

Ich glaube, als "normaler Tierliebhaber" vermenschlichen wir manches Tier und manchen Umgang. Wobei ich zugebe, dass ich da bestimmt vorneweg bin :smirksmile:

LG Delenn

Love77
05.09.2006, 07:12
Guten morgen,
[ Er war so begeisterungsfaehig, hatte so viel tiefe Liebe und Respekt vor den Lebewesen ...
[/QUOTE]
Sorry, das er Respekt vor den Tieren hatte, dem kann ich nicht zustimmen. Er brauchte den Kick dieser Tiere, der ihm dann auch zum Verhängnis wurde.

Sorry, das dieser Tag kommen wird, war ihm wohl auch selber klar. Zum Thema wie es wohl seiner Frau geht, wenn man so einen Nervenkick braucht, dann sollte man lieber solo bleiben.

So denke ich darüber.

Inaktiver User
05.09.2006, 07:23
.
Sorry, das er Respekt vor den Tieren hatte, dem kann ich nicht zustimmen. Er brauchte den Kick dieser Tiere, der ihm dann auch zum Verhängnis wurde.

Sorry, das dieser Tag kommen wird, war ihm wohl auch selber klar. Zum Thema wie es wohl seiner Frau geht, wenn man so einen Nervenkick braucht, dann sollte man lieber solo bleiben.

So denke ich darüber.

Was der Zuschauer gesehen hat war reiner Showeffekt. Australier und Amerikaner legen auf diese Art der Präsentation offenbar mehr Wert als Europäer. Er hat mit seiner Show das "leise Gruselbedürfnis" seiner Zuschauer erfüllt und damit seine Tier- und Artenschutzprojekte finanziert.

Wären seine Sendungen nicht so beliebt gewesen, hätten nicht weltweit 500 Mio ständig zugesehen. Und, manches Tierschutzprogramm hätte nicht ausgeführt werden können.

Love77
05.09.2006, 11:30
Ich kan Bim nur zustimmen :allesok:

Wieviel Geld hat er gespendet und was ging in seine Tasche??
Sein Verhalten war absolut respektlos gegenüber den Tieren!!

Ich traure ihm nicht nach.

semiramis
05.09.2006, 13:17
Um den Menschen tut es mir Leid aber ich habe seine Sendungen meist abgeschaltet, weil ich die Art des Vorführens teilweise pervers fand. Die Tiere konnten sich nicht wehren und sein, nur ein paar Monate altes Baby, auch nicht. Mir ist da ein stiller Tierfilm, indem die Wildtiere in der Natur beobachtet werden, lieber.
Sollte er das Honorar für die Tiere verwendet haben, ist das okay aber sicher läßt es sich auch auf andere Art verdienen als Schwächere(im übertragenen Sinn) mit Effekthascherei und Sensationslust vorzuführen.
LG
semi

Inaktiver User
05.09.2006, 13:23
Ich traure ihm nicht nach.


@Love, das musst du ja auch nicht.
Gottlob gibt es genügend Menschen auf der Welt, die seinen Einsatz um die Tiere zu schätzen wissen und Mitgefühl zeigen, mit ihm und mit seiner Familie.


Wieviel Geld hat er gespendet und was ging in seine Tasche??

Ich denke, ehe du solche Ausagen machst, solltest du dich vielleicht einfach einmal mit dem Lebenswerk und dem Anliegen von S. Irwin und seinen Projekten beschäftigen.

Inaktiver User
05.09.2006, 13:33
Um den Menschen tut es mir Leid aber ich habe seine Sendungen meist abgeschaltet, weil ich die Art des Vorführens teilweise pervers fand. Die Tiere konnten sich nicht wehren und sein, nur ein paar Monate altes Baby, auch nicht. Mir ist da ein stiller Tierfilm, indem die Wildtiere in der Natur beobachtet werden, lieber.
Sollte er das Honorar für die Tiere verwendet haben, ist das okay aber sicher läßt es sich auch auf andere Art verdienen als Schwächere(im übertragenen Sinn) mit Effekthascherei und Sensationslust vorzuführen.
LG
semi

@Semi, in diesem Fall sind mal ausnahmsweise nicht einer Meinung. Mir war er auch zu laut und zu aufgedreht. Trotzdem sehe ich seine Arbeit nicht als Effekthascherei und Sensationslust, sondern konzentriere mich mehr auf seine Tierschutzarbeit.
Den Film mit dem Baby habe ich nicht gesehen. Mir fällt allerdings jetzt spontan diese Familie ein, die ja auch mehrere Bildbände herausgegeben hat, wo die kleine Tochter zwischen allerlei wilden Tieren umherkriecht. Laufen konnte sie ja noch nicht. Wenn ich nicht irre, gibt es da auch mehrere Familien, die in der Wildnis mit ihren Kindern lebten.

Ich denke, diese Menschen betrachten den Umgang mit den (wilden) Tieren viel natürlicher und normaler.
Denk doch nur an deinen Hund. Wieviele Menschen, die keinen Umgang mit solch grossen Tieren haben, sterben fast vor Angst.

Dazu kommt, dass die australische und amerikanische Mentalität eine ganz andere und mehr auf Show ausgerichtet. ist. Und er hat gezeigt, was 500 Mio sehen wollten. Das brachte ihm dann wieder das Geld für seine Projekte, die lange nicht so laut vermarktet wurden.

LG Delenn

Noodie
05.09.2006, 14:08
Las gerade dass anscheinend sein Tod gefilmt wurde - sie waren ja da gewesen um zu filmen, der Kameramann hat also alles gefilmt. Anscheinend hat Steve sich diesen Schwanz von dem Stachelrochen aus der Brust gezogen .... grosses Tier, 1m "Fluegelspanne" und 100kg schwer.

Mausilikatze
05.09.2006, 14:27
Furchtbare Geschichte :ooooh:

Traurige Gruesse - Mausi :knatsch: ++

Inaktiver User
05.09.2006, 14:30
Mir ist da ein stiller Tierfilm, indem die Wildtiere in der Natur beobachtet werden, lieber.

semi, gestern kam z.B. eine wunderbare Doku auf ARD ("Planet Erde - Von Pol zu Pol"). Die war so intensiv und eindringlich, mit solch fabelhaften Bildern, dass ich auf der Couch lag und ergriffen heulen musste...

http://www.daserste.de/planeterde/regisseur.asp

Ich kann die nächste Folge am 11.09. um 21:00 nur empfehlen!

http://www.daserste.de/planeterde/folge_dyn~vorschau,yes~cm.asp (http://www.daserste.de/planeterde/folge_dyn%7Evorschau,yes%7Ecm.asp)

weitere folgen jeweils an den darauffolgenden Montagen.

Inaktiver User
05.09.2006, 15:08
Seine Art, die Tiere zu zeigen, war durchaus diskussionswürdig. In meiner Familie hieß er nur "Look at this!" und ich hab ihn irgendwie gemocht.

Er ist so gestorben, wie er gelebt hat. Und trotzdem tut es mir leid, vor allem für seine Frau und die 2 Kinder.

traurig,
One

semiramis
05.09.2006, 15:50
Delenn, wenn Du den Film mit seinem Kind(Säugling)gesehen hättest, würdest Du meine Ablehnung verstehen. Das war einfach menschen-und-tierverachtend und unwürdig. Es war die pure,in meinen Augen widerliche Sensationslust, wie er das Krokodingsbums mit dem Minimenschlein lockte und dann im letzten Moment den Kleinen in die Höhe schwenkte.Was hat das bitte mit Schutz und Fürsorge für Wildtiere zu tun? Da sind wir diesmal wirklich geteilter Meinung. Macht aber nix.:smirksmile:

LG
Semi

semiramis
05.09.2006, 15:52
Danke Bim,das ist schon eher mein Fall!

LG
semi

Inaktiver User
05.09.2006, 16:48
Vorab: ich finde auch, ein Baby hat im Krokodilgehege nicht arg viel Existenzberechtigung.

Aber: für Steve Irwin war offenbar das Risiko kalkulierbar und ... es ist dem Baby auch nichts passiert.

Ich weiß, eine grenzwertige Aussage. Ich denke bloß, er hat einfach seine Erfahrung (richtig) eingeschätzt.

Denkt mal da dran: Letztens hat mir eine Mutter (eine Freundin von mir), als ich auf einem Pferd saß (nicht mein Pferd), ihr Baby raufgereicht und mich gebeten, im Viereck kurz mal einen sanften ausgesessenen Trab mit dem kleinen Mann zu reiten. Ich habe es gemacht, weil: kalkulierbares Risiko (das Restrisiko bleibt immer).

Einer Nicht-Reiterin-Mutter stockt wahrscheinlich der Atem. Versteh ich. Diese Mutter kennt mich und meine Art, mit Pferden umzugehen und vertraute mir ihr Kind, das sie 40 Wochen in sich rumgetragen hat, an.

Auch das ist grenzwertig. Ich hätte es nicht getan, hätte ich den Hauch einer Vorahnung gehabt, daß es schiefgehen würde. Hatte ich nicht. Aber 2 Runden am Hufschlag ein Baby, das ich zwecks Stoßdämpfung an meinen Busen drückte, ein Pferd, das willig und entspannt Trab an der Geschwindigkeitsuntergrenze lief, und: der kleine Mann hat vor Freude gequietscht und gegluckst - Hoppe hoppe Reiter in echt halt.

Selbst ich als Nichtmutter fand das bezaubernd und dankte der höheren Macht, die uns unfallfrei dieses Vergnügen beschert hat.

Vielleicht dachte Steve Irwin ähnlich?

LG,
One

Inaktiver User
05.09.2006, 16:55
Aber: für Steve Irwin war offenbar das Risiko kalkulierbar und ... es ist dem Baby auch nichts passiert.

Der Stachelrochen war für Irwin sicherlich auch ein kalkulierbares Risiko. Und es ging schief. Wäre gleiches seinerzeit mit seinem Kind geschehen, hätte es nicht geheißen, ups, Pech gehabt, da wäre dann von Verantwortungslosigkeit, Nachlässigkeit, Machtrausch, Fehleinschätzung, Größenwahnsinn usw. die Rede gewesen.

Nur weil es seinerzeit gut ging mit dem Kind, hat es dennoch keine Legitimation, auch keine nachträgliche. Wildtiere sind nun einmal keine domestizierten Haustiere (wozu ich auch Pferde zähle), die zwar auch noch ein Risiko bergen, aber eben ein ungleich geringeres Risiko.

Es erinnert mich an meine Schwägerin, die vor einigen Jahren Schulbusse fuhr und ihre damals 1,5 jährige Tochter notgedrungen im Kindersitz mit nahm und auf dem Beifahrersitz statt weiter hinten anschnallte: "Bei meiner Tochter kann ich es verantworten, falls ein Unfall geschieht, bei einem fremden Kind nicht."

Inaktiver User
05.09.2006, 16:59
Der Stachelrochen war für Irwin sicherlich auch ein kalkulierbares Risiko. Und es ging schief.

Hast Recht, Poison. Keinerlei Widerrede von meiner Seite.

Grüßle,
One

Inaktiver User
05.09.2006, 17:10
Vielleicht dachte Steve Irwin ähnlich?

LG,
One

One, genau so sehe ich das auch.

Oben habe ich ja schon einmal Tippi angesprochen. Von diesem Kind, das in Afrika unter Wildtieren gross wurde, gibt es ja mehrere Bildbände. Ich denke, dass sowohl sie als auch ihre Eltern ganz anders an die Tiere herangehen, als wir , die wir diese Tiere höchstens aus dem Zoo kennen.

Noodie
05.09.2006, 17:55
Er hat sich dafuer doch auch entschuldigt und gesagt dass er so etwas nicht wieder tun wird. Hat er dann ja auch nicht. Ist das nicht genug? Ich find's bloed immer auf diesem einen Ereignis rumzureiten.

Auf CNN diskutieren sie auch gerade die neue "Generation der Tiershowstars" die eine Mischung aus Information und Gefahr praesentieren. Es gibt ja noch etliche die aehnliche Shows machen, Jeff Corwin zB. Die Frage wurde aufgeworfen, machen sie das um bekannt zu werden oder verlangt das moderne Publikum diesen Nervenkitzel und macht so erst solche Shows moeglich.

Auch die Frage ob sie zu weit gehen, den Tieren zu nahe kommen und damit nicht nur die Tiere stoeren sondern auch sich selbst in Lebensgefahr bringen - was die Tiere ja aber auch dem Publikum naeher bringt auf eine Art wie es frueher nicht moeglich war. Und ob das gut ist .... etc. Na, eins ist jedenfalls klar: Steve IST einem Tier zu nahe gekommen!

Im Zirkus wird ja auch eine aehnliche Mischung aus Nervenkitzel und Entertainment praesentiert, da wird das aber nicht kritisiert. Der Loewenbaendiger hat frueher doch auch grosse Anerkennung bekommen, er war ein Entertainer. Da ist es mir doch lieber was Steve Irwin und andere machen, die dafuer sorgen dass die Tiere in ihrem natuerlichen Habitat bleiben.

Inaktiver User
05.09.2006, 18:43
Im Zirkus wird ja auch eine aehnliche Mischung aus Nervenkitzel und Entertainment praesentiert, da wird das aber nicht kritisiert. Der Loewenbaendiger hat frueher doch auch grosse Anerkennung bekommen, er war ein Entertainer. Da ist es mir doch lieber was Steve Irwin und andere machen, die dafuer sorgen dass die Tiere in ihrem natuerlichen Habitat bleiben.

Aus der Neuzeit möchte ich noch an Siegfried und Roy erinnern, deren Vorstellungen mit wilden Tieren auf Jahre ausverkauft waren. Da sass das Publikum ungeschützt vor der Bühne. Dass die teilweise in der Hand gehaltene Leine einen Tiger im Falle eines Falles aufgehalten hätte, ist nicht anzunehmen.

Ich finde auch, dass man diesen einen Fall gewaltig aufbauscht. Wie heisst es in Köln so treffend: Mer kann och mit Rievkooche Wind mache :freches grinsen:
(für Nichtkölner: Man kann auch mit Reibekuchen Wind machen)
will sagen: Man kann auch aus jeder Mücke einen Elefanten machen.

LG Delenn

Noodie
05.09.2006, 19:06
Der ist doch auch schlimm verletzt worden von einem seiner Tiger, oder?

Inaktiver User
05.09.2006, 19:25
Der ist doch auch schlimm verletzt worden von einem seiner Tiger, oder?

Ja, er wurde auf der Bühne von seinem Tiger angegriffen.

Er ist immer noch schwerbehindert und sitzt im Rollstuhl. Gesund werden wird er wohl nie wieder.

semiramis
05.09.2006, 19:39
@Noodie
Also ich reite nicht darauf herum und finde es auch nicht blöd, es war nun mal Realität und die Entschuldigung kam erst als man ihm Strafen ,leider nur, androhte. Wie ich schon schrieb, der Kurze konnte noch nicht sagen "nein Papi" und das Krokodil hätte sicher gern diesen angebotenen Happen gehabt.
Nebenbei gesagt, fand ich die Siegfried und Roy Show auch abartig.In den Zirkus bin ich als Kind schon nur unter Protest gegangen und ich denke nicht, dass ich irgendwo ne'Macke habe.
Kinder und Tiere sind unter Anderen, leider immer noch die schwächsten Glieder in unserer Gesellschaft und man sollte sie vor solchen Auswüchsen zum Nervenkitzel anderer bewahren.

LG
semi

Noodie
10.09.2006, 15:42
Er wurde heute kremiert. Die Asche wird in seinem Zoo beigesetzt.

Hier etwas zum Thema ob er die Tiere zu sehr gestoert hat:

von BBC:

"While his documentaries were undoubtedly sensational and highly entertaining, his aim was also to enlighten viewers about the animals he interacted with, their behaviour when threatened, and their means of defence.

He was willing to "tease" or provoke animals so that viewers could see what happens when a crocodile or snake goes into attack mode."

Uebersetzung:

"Waehrend seine Dokumentationen zweifellos sensationell und sehr unterhaltsam waren, war sein Ziel auch die Zuschauer ueber die Tiere mit denen er arbeitete aufzuklaeren, ueber ihr Verhalten wenn sie sich angegriffen fuehlen, und ihre Art sich zu verteidigen.

Er war bereit sie zu "reizen" oder zu provozieren damit der Zuschauer sehen kann was passiert wenn ein Krokodil oder eine Schlange angreift."

semiramis
10.09.2006, 16:50
Muss man dazu ein Baby benutzen ???

Ich will mit der Diskussion nicht wieder anfangen aber auch dieser Artikel (Danke für die Übersetzung)kann mich nicht überzeugen. Im Gegenteil er macht mich wütender. Wir wußten auch vorher daß die meisten seiner vorgeführten Tiere sehr gefährlich sind, letztendlich ist sein Tod der unwiderbringliche Beweis dafür.
LG
semi :niedergeschmettert:

Inaktiver User
10.09.2006, 17:12
Im Fassungslos-Forum ist zu dem Thema Steve Irwin (http://www.brigitte.de/foren/showpost.html?p=1121508&postcount=73)
ein interessanter Beitrag von Frangipani für alle, die es interessiert.

LG Delenn

Noodie
11.09.2006, 10:36
Weisst du semi, als ich die ersten Programme mit ihm sah, da hatte er einmal so eine Echse oder so auf der Hand. Und er redete ueber das Tier mit "she", nicht mit "it" (ueblich im Englischen bei Tieren "it", also "es", zu benutzen. "He" und "she" wird eher fuer Haustiere benutzt), und er war so begeistert von ihrer Schoenheit ... ein Mensch der so ueber Tiere redet hat schon mein Herz gewonnen.

Das mit dem Kind fand ich auch nicht gut, war dann aber okay fuer mich als er sich entschuldigte.

Noodie
12.09.2006, 15:35
Das gibt's doch nicht! :gegen die wand:

"Zehn getötete Stachelrochen an australischer Küste entdeckt

Die Fans des von einem Stachelrochen getöteten australischen "Krokodiljägers" Steve Irwin nehmen anscheinend blutige Rache: Seit dem Tod des Fernsehstars seien an den Küsten von Queensland zehn Stachelrochen tot aufgefunden worden, teilte ein Umweltschützer mit. Allen Tieren seien ihre tödlichen Schwänze herausgeschnitten worden. Der Geschäftsführer von Irwins Stiftung "Wildlife Warrior", Michael Hornby, sagte, die Tötungen könnten Vergeltung sein. Sie seien allerdings ein Schlag ins Gesicht von allem, an was Irwin geglaubt habe.

"Stachelrochen sind wundervolle Tiere und spielen eine wichtige Rolle in der Natur", sagte Hornby (London: HRN.L - Nachrichten) . Das letzte, was Irwin gewollt hätte, seien Racheaktionen an ihnen. Nach Behördenangaben soll nach den Tätern gefahndet werden, wenn Beweise für grausames Verhalten gefunden würden."

Und was heisst bitte schoen "wenn Beweise für grausames Verhalten gefunden würden"?

Skanes
12.09.2006, 15:43
Ich habe auch gerade von den Vergeltungsschlägen bei spiegel online gelesen! Nicht zu fassen!

... und die Beweise für ein grausames Verhalten sind ja wohl mehr als eindeutig!

Aviva
12.09.2006, 19:02
:gegen die wand:

Das zeigt aber auch, dass ich als Nicht-Fan nicht die einzige war, die den Eindruck hatte, dass der Tierschutz-Aspekt in seinen Sendungen nur eine untergeordnete Rolle spielte. Wenn jetzt seine gluehendsten Verehrer Wildtiere massakrieren, wo es ihm doch angeblich nur um Artenschutz ging...

Irgendwo hab ich gelesen, dass diese Rochen normalerweise Menschen nicht angreifen wuerden, sie wurden halt von ihm gereizt. :unterwerf:

Absurd, das alles...

Noodie
12.09.2006, 19:43
Ich hab gelesen dass das Video zeigte dass er sie ueberhaupt nicht gereizt hat. bbc Webseite, glaub ich.

Und das was diese Fanatiker da jetzt getan haben ihm anzuhaengen find ich echt total daneben!

Aviva
12.09.2006, 20:01
Ich moechte ihm das nicht anhaengen, allerdings frage ich mich schon, ob seine Mutproben tatsaechlich dazu geeignet waren, den Tierschutzgedanken unters Volk zu bringen. Was bleibt den Zuschauern davon im Gedaechtnis? Doch wohl eher die draufgaengerische Art, der Nervenkitzel und die reisserische Aufmachung.

Aber gut, Tierschutz dieser Art ist Big Business, da braucht es offensichtlich Schock- und Knalleffekte, Kitsch und Traenendruese. Schliesslich konkurriert man um knappe Spendengelder. Ist in anderen Charity-Bereichen nicht unbedingt anders. Aber heiligt der Zweck hier grundsaetzlich die Mittel?

Noodie
12.09.2006, 20:35
Toeten war ihm sicherlich fern.

Aviva
12.09.2006, 20:58
???

Habe ich irgendwo etwas Gegenteiliges behauptet?!

Er hat Wildtiere bewusst gestoert oder provoziert. Er ist mit ihnen haeufig so umgegangen, wie man es mit Haustieren tut. Das finde ich nicht gut und fuer mich grenzt das an Tierquaelerei. Eben weil es wilde Tiere sind und bleiben.

Aber wir haben offensichtlich eine unterschiedliche Auffassung von Tierliebe und Tierschutz.

frangipani
13.09.2006, 09:15
ZumThema tote Stingrays - Idioten und Rednecks gibt es halt ueberall auf der Welt, auch in Australien. Schon ganz schoen traurig ...

Noodie - du lebst doch in Indien, oder? Naechsten Mittwoch wird die oeffentliche Trauerfeier, die im Zoo stattfindet, in Australien, den USA und Asien live uebertragen. Mrs Irwin hat sich gegen das Football Stadion in Brisbane entschieden - was ich auch angemessen finde.
Statt dessen halt im Zoo und statt Eintritt gehen die Kartenerloese an seine Stiftung Wildlife Warrior.

Ich weiss zwar, dass hier in AUS, wie in den USA, diese "Let's celebrate his life" Feiern normal sind, nicht nur bei Promis, aber die Ankuendigung, dass seine Tochter sprechen soll, da schaudert es mich doch schon leicht...

http://www.wildlifewarriors.org.au/

Gruss aus Sydney
frangipani

Noodie
13.09.2006, 09:32
???

Habe ich irgendwo etwas Gegenteiliges behauptet?!

Er hat Wildtiere bewusst gestoert oder provoziert. Er ist mit ihnen haeufig so umgegangen, wie man es mit Haustieren tut. Das finde ich nicht gut und fuer mich grenzt das an Tierquaelerei. Eben weil es wilde Tiere sind und bleiben.

Aber wir haben offensichtlich eine unterschiedliche Auffassung von Tierliebe und Tierschutz.

Die Diskussion hatten wir doch schon. Du hast ein Anrecht auf deine Meinung aber ich sehe den Zusammenhang zwischen dem was du schreibst und dem Vandalieren einiger Idioten, was nicht im Sinne Irwin's ist, nicht.

frangipani, ja ich leb in Indien. Ich muss mal schauen auf welchem Sender das sein wird.

Was ist mit der Tochter? Warum findest du es komisch dass sie sprechen wird?

LG Noodie

frangipani
13.09.2006, 10:41
Hi Noodie

nicht komisch - vielleicht nur ungewohnt und wahrscheinlich auch ein bisschen ruehrend (ich nehm mich da ja nicht aus, von der Stimmung hier etwas angesteckt zu werden) , wenn eine 8jaehrige vor 3000 oder so Menschen redet.

Ich finde ich sie ansonsten ein bisschen *kuenstlich* - aber das kann auch nur sein, weil sie noch so jung ist, und das eher Koketterie mit der Kamera ist.

guts naechtle,
frangipani

semiramis
13.09.2006, 11:53
???

Er hat Wildtiere bewusst gestoert oder provoziert. Er ist mit ihnen haeufig so umgegangen, wie man es mit Haustieren tut. Das finde ich nicht gut und fuer mich grenzt das an Tierquaelerei. Eben weil es wilde Tiere sind und bleiben..

Ich denke Aviva hat es auf den Punkt gebracht, besser konnte man es nicht ausdrücken.

Inaktiver User
13.09.2006, 19:12
Hi Noodie

nicht komisch - vielleicht nur ungewohnt und wahrscheinlich auch ein bisschen ruehrend (ich nehm mich da ja nicht aus, von der Stimmung hier etwas angesteckt zu werden) , wenn eine 8jaehrige vor 3000 oder so Menschen redet.

Ich finde ich sie ansonsten ein bisschen *kuenstlich* - aber das kann auch nur sein, weil sie noch so jung ist, und das eher Koketterie mit der Kamera ist.

guts naechtle,
frangipani

Dieser Tage las ich irgendwo, dass die Kleine auch schon ihre eigene Tiersendung bekommen soll (oder sogar schon hat). Ist ihr Vater nicht in einer Drehpause zu dieser Sendung verunglückt.

Ich denke mal, dass seine Tochter dann auch selbst schon medienerfahren ist. Sie ist ja mit dem ganzen Medienrummel aufgewachsen und ich kann mir vorstellen, dass es ihr Wunsch ist, auf der Trauerfeier zu sprechen.