PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : grr - abends werde ich immer schwach!



Sehnsuchtsvolle
03.09.2006, 23:24
Ich will nicht mehr rauchen, es stinkt, es ist ungesund, ich merke mittlerweile, dass es meine Gesundheit beeinträchtigt, aber ich schaffe es nicht, konsequent zu sein!
Heute war ich zum Brunch eingeladen, der bis zum späten Nachmittag andauerte. Ich war frisch geduscht, gestylt und fühlte mich großartig und gut riechend. Als die ersten Leute sich eine Zigarette anzündeten, empfand ich das sogar als unangenehm und ich hatte keine Probleme damit, nicht zu rauchen. ABER, abends dann überkommt mich eine unbändige Lust, der ich nicht widerstehen kann. Auch jetzt sitze ich hier am Rechner und rauche, warum? Wieso empfinde ich das Rauchen anderer den ganzen Tag über als unangenehm, aber fange abends selber damit an? Liegt es am sinkenden Nikotinspiegel, könnten Nikotinpflaster hilfreich sein (habe ich nie ausprobiert)?
Hat noch jemand diese Erfahrungen gemacht und möchte mal berichten? Ich komme mir gerade vor wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde.

Inaktiver User
06.09.2006, 21:13
liebe sehnsuchtsvolle,

mir persönlich haben nikotinpflaster gut über den entzug geholfen. daher empfehle ich sie immer gern. ich will da niemandem etwas vormachen, schwer ist es leider trotzdem genug. jedoch ist die gefahr, diverse tobsuchtsanfälle zu erleiden, deutlich geringer :cool:

in der zeit des kalten entzugs habe ich (sofern möglich) alle situationen, die mich in versuch führten, gemieden. kein latte macchiato mehr :heul:, privat nur selten am pc, kein tanzengehen (weil dort sonst alk-gefahr und alk verlockt zum rauchen). so in der art halt. wurde alles für eine zeit eingestellt!

die sucht zeigt sich nicht bei jedem raucher auf die gleiche art und weise. bei einem starken raucher melden die sensoren im gehirn bereits 30 minuten nach der letzten zigarette einen niedrigen nikotinpegel. wenn du es recht locker bis zum abend ohne zigarette aushältst, so hast du glück. andererseits wäre es doch viel schöner, wenn du gar nicht mehr rauchen müsstest, oder?

ich könnte mir vorstellen, dass du das rauchen tagsüber nicht magst, weil du schon den anderen dabei zuschauen musst. du schaust quasi in einen spiegel und bekommst veranschaulicht, wie es aussieht/wirkt, wenn du selbst rauchst. abends (allein?) fehlt dir das und du kannst völlig frei "vor dich hin rauchen". vielleicht bist du tagsüber auch total aktiv, kommst erst abends zur ruhe und verbindest diese ruhe schon gedanklich mit einer zigarette? ich möchte gar nicht wissen, wieviele zigaretten in dieser welt aus langweile geraucht werden. nur mal so als idee. du selbst wirst am besten beurteilen können, warum du in welcher situation rauchst.

wenn du aufhören möchtest (was mich natürlich sehr freuen würde :smile:), dann kann ich dir nur empfehlen, dies sehr gut vorzubereiten. schau dir an, an welchem punkt du bist und wohin du eigentlich möchtest. analysiere für dich selbst, wann du am meisten in versuchung geführt wirst und überlege dir alternativen hierfür. mach dir genau klar, warum du eigentlich aufhören möchtest. schreib es dir am besten auf, damit du dir diese liste(n) in schwachen momenten anschauen kannst. denn zuweilen ist es wichtig, sich sofort in erinnerung rufen zu können, warum man den ganzen sch*** eigentlich durchmacht.

mir haben zb die folgenden formulierungen geholfen:
warum ich aufhöre:
-ich möchte nur eines natürlichen todes sterben
-ich möchte x euro im jahr sparen
-ich möchte meinen tagesablauf frei bestimmen können
-ich möchte nicht, dass ich oder meine wohnung nach rauch riechen
-ich möchte stolz auf mich sein!

natürlich mag für jeden etwas anderes wichtig sein. am besten einfach aufschreiben und verinnerlichen :buch lesen:

lg
luci

Sehnsuchtsvolle
07.09.2006, 21:01
Vielen Dank für deinen Beitrag, Luci! Stimmt schon, wenn ich abends rauche, sehe ich mich nicht, vielleicht sollte ich (nein, ganz ernst gemeint) einfach mal vor dem Spiegel rauchen bzw. mich dazu zwingen, es immer davor zu tun. Das Rauchen abends ist wirklich stark mit der Entspannung gekoppelt oder mit Geselligkeit bzw. Alk. Tagsüber rauche ich zwar auch mal, aber dies zu lassen, stört mich nur wenig.
In noch einem Punkt hast du Recht: Ich müsste wahrscheinlich wirklich mal eine Zeit auf den PC, das Telefonieren und andere verlockende Situationen verzichten, um die ersten Tage des Entzugs durchzuhalten. Wie viele Tage/Wochen hat es bei dir gedauert, bis du wieder all die Dinge tun konntest, ohne rauchen zu wollen? Woraruf sollte ich mich einstellen?

Inaktiver User
08.09.2006, 11:23
Tipp aus www.rauchfrei-online.de (büdde nicht löschen, ist keine kommerzielle Seite!!!): Leg einen Kippenfriedhof an.

Sammle einen Aschenbecher voller Kippen und Asche in einem Marmeladenglas. Wenn du Bock auf eine Zigarette bekommst, einmal aufschrauben und dran riechen...

Ich hatte ein Dreivierteljahr aufgehört, hab dann wieder angefangen :nudelholz::nudelholz::nudelholz::nudelholz:
:nudelholz::nudelholz:
und rauche nun schon wieder ein Dreivierteljahr.

Watt`n Scheiß!
Immerhin: Ich kucke immer öfter zu rfo. Vielleicht wird`s ja doch noch mal was.

Farinabina
14.09.2006, 21:03
jaja, mir geht es ebenso und ich weiß nicht wie ich es ändern soll. Oft liegen Tagen zwischen meinen Rauchattaken, - aber PC, Telefon und ein Bier oder Wein und schon qualme ich.

farinabina