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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bauträger werden?!



Inaktiver User
30.08.2006, 09:26
Hallo liebe Selbständige!

Meinem Mann wurde letzte Woche ein Angebot gemacht bei ner Neugründung von einer Bauträgerfirma mitzumachen.
Die Idee ist noch sehr unausgegoren. Mann ist im Stahlbau tätig, kennt jede Menge Leute und 2 ehemalige Kollegen (Statiker und Hochbauingenier) sind nun auf die Idee gekommen eine Bauträgerfirma zu gründen.
D.h. die Firma baut Häuser und verkauft und vermietet diese.
Doch kriegt man nur mit der Idee von der Bank soviel Kapital, wie man braucht um das erste Haus zu bauen?! Ich zweifle etwas...
Hat da jemand Tipps oder Links für mich?
Bin noch unschlüssig was ich davon halten soll :-)

LG
Nele

Igel224
30.08.2006, 11:32
Mit der Idee allein kriegst du kein Geld von der Bank.

Die Frage ist doch unter anderem: In welcher Rechtsform soll die Gründung erfolgen? Wieviel Kapital soll die Gesellschaft haben? Wer bringt was (Geld/Sachen) ein? Dann sollte da noch ein schlüssiges Konzept her. Wer von der Gesellschaftern ist wofür zuständig? Haftungsfragen klären, wenn der Bau zusammenfällt usw.

Der Besuch eines Existenzgründerseminars wäre erstmal dringenst zu empfehlen.

Ich kann nur davor warnen, das in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (da haftet jeder für alles) zu machen. Als GmbH kriegt man zwar auch nur Geld, wenn man dafür persönlich haftet, aber zumindest können andere Forderungen nicht auf das jeweilige Privatvermögen durchschlagen.
Soviel mal für das Erste.

Inaktiver User
30.08.2006, 18:54
Ich seh's eher skeptisch. Im Baubereich sind, soweit ich richtig informiert bin, die Gewinnmargen sehr gering. Wenn man hier nicht mit einer durchschlagendenn Idee an den Markt kommt, wird's schwierig.
Bei drei Freunden, die gleichzeitig sowas anfangen wollen, gibt's auch noch andere Probleme. Irgendwann kommt der Tag, wo Nummer eins was anders machen würde als zwei und drei. Und später will Nummer drei was anderes als Nummer eins machen, zwei enthält sich. Hier gibt's in Zukunft nur Reibereien mit dem Ergebnis, dass zuerst die Firma, dann die Freundschaft in die Brüche geht. Oder andersrum eben.
Deswegen würd ich mit meinem bescheidenen Wissen um die Rechtsformen hier eher eine Kommanditgesellschaft bevorzugen. Mit ganz klar abgegerenzten Haftungs- und Entscheidungsgrenzen.
Aber für solch ein Thema muss unbedingt ein Steuerberater herangezogen werden, weil's auch wichtige Punkte bezüglich der Registrierung und der Finanzierung zu besprechen gibt.

Inaktiver User
31.08.2006, 08:11
Danke schonmal!

Freunde sind die 3 eher nicht. Ehemalige Kollegen halt. Seh das doch auch etwas skeptisch... mal sehen, vielleicht verläuft sich die Idee auch wieder...

LG
Nele