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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Traum: Mordversuch



LillyMarie
29.08.2006, 13:27
Hallo zusammen!

Ich hatte letzte Nacht auch einen erschreckenden Traum.

Ich lebte mit mehreren Menschen, die ich nicht kannte, in einem Haus. Ein anderes Mädel hatte sich von der schönen Prinzessin in einen hässlichen Schwan verwandelt, was einem anderen Herrn in dem Haus nicht passte und was er nicht verstand.

Nun war es so, dass alle das Haus an einem Abend verlassen haben, ich aber in einem Dachgeschoss-Zimmer alleine blieb und nicht mitging.
Später erzählte mir jemand, dass während alle weg waren, ein Fremder im Haus war und dass es danach aussah, dass ich umgebracht werden sollte.

Dieser Abend wiederholte sich dann, allerdings mit dem Wissen, was wir nun hatten. (Im Sinne von und jeden Morgen grüßt das Murmeltier). Jedenfall beschloss man, dass man mir eine Fernbedienung gab für eine Alarmanlage. Ich habe nicht verstanden, warum die anderen gingen, wenn sie das doch wussten und außerdem auch nicht, warum ich dort blieb, in dem DG-Zimmer, wo ich doch quasie ausgeliefert war. Ich verspürte schon da Todesängste.
Und es war, wie es kommen musste, der Fremde hatte die Alarmanlage irgendwie ausgestellt bekommen und ich kauerte hinter der Tür und versuchte sie zuzuhalten. Die Tür öffnete sich zu 3 Seiten (recht-links-oben) und dahinter war gleißendes Licht. Ich erkannte den Mann nicht, der dahinter stand und ein Messer in der Hand hielt, aber ich rief seinen Namen aus (es ist einer der Bewohner gewesen, mit dem ich gerade eine Affäre angefangen habe). Er drückte die Tür weiter auf und fuchtelte mit dem Messer rum. Als er gerade auf mich einstechen wollte, wachte ich auf.

Nachdem ich dann wieder eingeschlafen war, ging der Traum weiter. Ich war aus einem der Fenster geflohen und hatte mich auf einen Vorsprung gerettet. Als ich gerade in eines der anderen Fenster wieder einsteigen wollte (warum wieder ins Haus zurück??), gingen die Fenster auf und viele große Hunde standen agressiv bellend mit erschreckenden Zähnen davor. Ich kam nicht herein und hatte Todesangst. In dem Moment kamen viele Autos angefahren und meine Rettung wurde angekündigt. Hier hört der Traum auf.

Einzig die Person, die mich umbringen wollte, ist mir bekannt und jemand neues in meinem Leben.
Was meint ihr dazu? Und wieso wacht man eigentlich auf, wenn man im Traum kurz vor dem eigenen Tode steht? Und wieso träumt man genau an der Stelle weiter, wenn man wieder einschläft? Und wie kommt das, dass man im Traum selbst über seine idiotischen Verhaltensweisen (hier: wieder ins Haus zurück) selbstkritisch nachdenkt?

Gruß
Lilly

Noodie
29.08.2006, 18:26
Dies scheint ein Konflikt zwischen deinem Verstand (du im Dachgeschoss) und tieferliegenden, starken Gefuehlen zu sein, die (fuer dein Empfinden) drohen dich zu ueberwaeltigen.

Was spielt dieser Mann, der dich umbringen wollte, im rl fuer eine Rolle? Hast du wirklich eine Affaere mit ihm?

Ein Haus im Traum bist immer du. Dass du nicht ins Haus zurueck konntest koennte heissen, dass du nicht du selbst sein kannst mit dieser Person, oder dass du nicht mehr die sein wirst die du mal warst, wenn diese Person und/oder die Gefuehle Einfluss auf dich bekommen.

Die Wiederholung dieses Abends kann andeuten dass dies eine schon laenger andauernde Situation ist, oder dass du Verhaltensweisen stoisch wiederholst ohne kreativ und aktiv zu sein.

Der Anfang des Traumes ist auch interessant, das "Mädel hatte sich von der schönen Prinzessin in einen hässlichen Schwan verwandelt". Hast du etwas getan wofuer du dich schlecht fuehlst, wo du gegen deine ethischen oder moralischen Grundsaetze gegangen bist, und wo du nun ein Schuldgefuehl hast? Dass "ein Mann" das nicht versteht deutet auch auf einen Konflikt in dir selbst hin.

Mehr faellt mir leider nicht ein. Ich weiss dies erschoepft den Traum noch lange nicht, es sind nur Denkanstoesse. Vielleicht hat noch jemand anders Ideen?

LG Noodie

LillyMarie
29.08.2006, 18:56
Hallo Noodie!

Das ist ja mal sehr interessant.
Ich habe mich vor mehr als 3 Monaten aus einer 5 1/2 jährigen Beziehung gelöst. Dieser Mann versteht meine Trennung nicht. Ich fühle mich besser seither, aber habe natürlich auch Schuldgefühle und frage mich zwischendurch, ob mein Schritt wirklich richtig war, weil wir diesbezüglich immer mal wieder Diskussionen haben und er nicht los lässt.

Momentan stehe ich an einem Punkt in meinem Leben; eine Kreuzung und viele verschiedene Wege gehen ab, ich weiss aber nicht, in welche Richtung ich gehen soll. Es muss sich etwas bewegen, aber ich weiss nicht genau was bzw. wohin.

Diesen anderen Mann habe ich vor ca. 3 Wochen kennengelernt und es könnte wohl auf eine Affäre hinauslaufen. Er gefällt mir sehr gut. Dabei ist zu bedenken, dass dieser Mann in meinem Leben wirklich alles durcheinander hauen könnte, bzw. meinem Leben eine ganz andere Richtung geben könnte.
Wobei ich mir selbst auch nicht sicher bin, ob ich das überhaupt möchte und mich schon jetzt darauf einlassen könnte.

:ooooh: :ooooh:

Noodie, ich danke dir für deine Deutungsversuche/Denkanstösse, das ist mal wirklich interessant.

Gruß
Lilly

P.S. Ich wusste gar nicht, wie sehr das Unterbewusstsein mit solchen Dingen beschäftigt ist, selbst, wenn man tagsüber meint, es ist alles gut und locker und lustig und solche Gedanken gerne mal beiseite schiebt und sich statt dessen mit Sinn und Unsinn ablenkt.