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Vinissima
24.08.2006, 17:22
Hallöchen,

suche nach Meinungen und Tipps rund um Familienplanung.
Wo fängt man an, wo hört es auf? Zu einem Famileinglück
gehört doch eine ganz große Verantwortung. Es soll ja
auch schön werden.
Also, bin mal gespannt,.....

Eure Vinissima

Inaktiver User
25.08.2006, 09:21
Ich verstehe die Frage nicht ganz.........
aber ist auch nicht mein Thema.

Ich habe eine 2-Personenfamilie und verhüte erfolgreich.

Vinissima
25.08.2006, 09:36
Wenn du eine Familie gründen willst, planst du doch, oder?
Wie wird das berufliche und familiäre Leben zeitlich organisiert,
Finanzplanung, etc.?
LG Vinissima

Inaktiver User
25.08.2006, 09:41
Wenn du eine Familie gründen willst, planst du doch, oder?
Wie wird das berufliche und familiäre Leben zeitlich organisiert,
Finanzplanung, etc.?
LG Vinissima

Planen? Du meinst, man setzt sich hin, macht eine Projektplanug kalkuliert alles durch, benennt Projektmanager und los gets mit dem Projekt "Familie"?

Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Ausserdem gibt es zu viele Faktoren, die man nicht planen kann. Da ist eine grundsätzliche Entscheidung gefragt, wie man leben möchte und dann gehts los, würde ich sagen.

Inaktiver User
25.08.2006, 09:41
Die Menschen, die ich kenne haben da recht wenig geplant und sind da irgendwie reingestolpert - leider.

Inaktiver User
25.08.2006, 09:44
Planen? Du meinst, man setzt sich hin, macht eine Projektplanug kalkuliert alles durch, benennt Projektmanager und los gets mit dem Projekt "Familie"?

Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Ausserdem gibt es zu viele Faktoren, die man nicht planen kann. Da ist eine grundsätzliche Entscheidung gefragt, wie man leben möchte und dann gehts los, würde ich sagen.


Ich glaube auch, dass dies so läuft und finde das sehr schade.

Habe neulich noch mit Eheleuten zusammengesessen, die bis dato noch nie darüber gesprochen haben, ob ihre Kinder getauft werden oder nicht. Und ob sie konfessionell getragene Institutionen besuchen werden.
Dabei war sie im achten Monat.

Da habe ich echt nur mit dem Kopf geschüttelt - wie kann man solche Konfliktherde vorher NICHT besprechen/planen?

Inaktiver User
25.08.2006, 09:44
Die Menschen, die ich kenne haben da recht wenig geplant und sind da irgendwie reingestolpert - leider.

So schlimm find ich das gar nicht. Ich sehe bei uns, dass das wunderbar ist, wie wir das machen. Aber vielleicht haben wir auch gute Voraussetzungen?

Inaktiver User
25.08.2006, 09:44
So schlimm find ich das gar nicht. Ich sehe bei uns, dass das wunderbar ist, wie wir das machen. Aber vielleicht haben wir auch gute Voraussetzungen?


Das ist anzunehmen - vielleicht habet Ihr vorher schon eine gut abgestimmte Partnerschaft gehabt.:kuss:

Inaktiver User
25.08.2006, 09:46
Habe neulich noch mit Eheleuten zusammengesessen, die bis dato noch nie darüber gesprochen haben, ob ihre Kinder getauft werden oder nicht. Und ob sie konfessionell getragene Institutionen besuchen werden.
Dabei war sie im achten Monat.

Da habe ich echt nur mit dem Kopf geschüttelt - wie kann man solche Konfliktherde vorher NICHT besprechen/planen?

Wie? Das findest Du schlimm?

Ich habe bis heute für die Frage keine abschliessende Lösung, sehe aber auch nicht, dass das Kind getauft werden sollte, wenn wir beide nicht in der Kirche sind - wär ja auch unlogisch.

Kinder haben in den meisten Fällen ein grosses Interesse an Religion, das die Eltern zwar unterstützen können, was aber nicht in einer Gemeinde statt finden muss.

Ab 14 dürfen Kinder sich dann auch selbst entscheiden und das halte ich mittlerweile für die beste Lösung.

Inaktiver User
25.08.2006, 09:51
Ich bin da genauso orientiert wie Du.

Im konkreten Fall ist SIE gläubige Katholikin und ER griechich orthodox und leht die katholische Kirche an sich ab - ich finde dass DAS durchaus eine Rolle in der Beziehung spielen könnte.

War ja auch nur ein Beispiel für "Planlosigkeit", welches mir so aufgefallen war.

Inaktiver User
25.08.2006, 09:53
Das ist anzunehmen - vielleicht habet Ihr vorher schon eine gut abgestimmte Partnerschaft gehabt.:kuss:

Wer weiss das schon? Das zeigt die Zeit und manchmal stellt sich selbst nach vielen Jahren raus, dass man sich geirrt oder auseinander entwickelt hat.

Elwyn
25.08.2006, 09:59
Hallöchen,

suche nach Meinungen und Tipps rund um Familienplanung.
Wo fängt man an, wo hört es auf? Zu einem Famileinglück
gehört doch eine ganz große Verantwortung. Es soll ja
auch schön werden.
Also, bin mal gespannt,.....

Eure Vinissima

@Vinissima

was stellst du dir denn unter Planung vor?

Ich verstehe die Frage auch nicht, denn, über irgendetwas, mindestens mal über den Kinderwunsch, muss man ja wohl mal mit dem Partner gesprochen haben, du doch sicher auch?!

Daran schliessen sich weitere Fragen an, die hier in den verschiedensten Strängen zur Sprache gekommen sind:

Wieviele Kinder kann man sich theoretisch so vorstellen?
Wie möchten wir Beruf und Kinder vereinbaren?
Soll jemand ganz zu Hause bleiben, wer nimmt die Erziehungszeit oder arbeiten beide möglichst schnell wieder weiter?
Wie richten wir uns mit Kind ein? Brauchen wir mehr Platz?
Wer wird uns aus der Familie unterstützen?

Das kann man alles sehr gut besprechen, wenn auch nicht bis ins kleinste Detail vorausplanen.

Und dann, wenn man wirklich Kinder möchte und eins auf dem Weg ist, dann kann man sich doch einfach freuen, oder nicht?

:erleuchtung:

Vinissima
25.08.2006, 17:52
Zu den Beiträgen: Also über Kinderwunsch und Auffassung von
Kindererziehung sollte man sich schon vorher unterhalten (haben wir auch).

Liebe Evelyn, Deine Fragen zum Thema, die vorher zu klären sind finde ich sehr sinnvoll. Wir müssen da sicherlich noch ein Jahr warten, um beruflich sicher zu sein.
So einfach ist das nämlich nicht mit Familie und Job. Einerseits benötigt man die finanzielle Sicherheit anderseits sollte man auch Zeit haben für ein Kind. Planung gehört da meiner Meinung unbedingt dazu (nicht bis ins allerkleinste Detail), gerade wenn man nicht mehr ganz so jung ist. Dann ist es doch viel schöner, wenn man so unvorbereitet ins Leben stürzt.
Ich kenne einige Paare, die das schon vorher geplant haben und viel glücklicher sind als andere, die das nicht taten. Man möchte seinem Kind doch auch Zuwendung und Liebe und später einen guten Start ins Leben geben,...???

Tippmaus1973
30.08.2006, 10:44
Vielleicht passt unsere Situation zu Deiner Frage: :smile:


Mein Schatz und ich (beide 33) haben beschlossen, dass ich Ende des Jahres die Pille absetze. Mein Schatz hat bereits einen Sohn (8) aus erster Ehe, für den er selbstverständlich Kindesunterhalt zahlt.

Wir sind beide berufstätig, ich bin schon über 15 Jahre in der Firma.

Geplant haben wir das so; wenn ich schwanger werde, möchte ich gerne 2 Jahre zu Hause bleiben und werde 2 Jahre das Elterngeld beziehen. Erst dann möchte ich wieder arbeiten gehen, wenn möglich KEINE ganzen Tage mehr, da ich etwas von meinem Kind haben möchte und es nicht von 7 h bis 16.30 h in den Kindergarten stecken möchte.
Ich würde es glaube ich nichts übers Herz bringen, unser Kind bereits mit 1 Jahr in den Kindergarten zu geben.

Der nächste Punkt, was die Planung angeht ist unsere kleine Eigentumswohnung (66 m²) 2 ZKB.
Die möchten wir jetzt nicht SOFORT verkaufen, also werden wir dort vorerst wohnen bleiben, auch mit Kind. Nach was größerem wollen wir uns dann umsehen, wenn ich nach 2 Jahren wieder arbeiten gehe. Ich denke das ist eine vernünftige Lösung, da die Wohnung bereits abbezahlt ist.


Es müssen mit Kind aber ein paar Veränderungen in der Wohnung vorgenommen werden. Im Schlafzimmer kommt das Kinderbett mit hinein. Im Wohnzimmer kaufen wir uns eine Schlafcouch. Wenn der Sohn von meinem Schatz alle 2 Wochen am Wochenende bei uns ist, dann kann er auf dem Sofa im Wohnzimmer schlafen.
Wickelaufsatz kommt mit ins große Badezimmer. Im Flur kommt noch ein zusätzlicher größerer Schrank für Klamotten. Der Kinderwagen ist das einzige Problem. Wir haben keinen Keller und auch keinen Hausflur. Die ETW hat einen eigenen Eingang mit einem kleinen Vorflur. Da müsste der Kinderwagen untergebracht werden.

Wir fahren beide einen Kleinwagen und werden uns aber auch vorerst kein größeres Auto kaufen.
In dem Auto von meinem Schatz würde nicht mal der Kinderwagen im Kofferraum passen, aber in meinem. Reicht doch. :smirksmile:
Ich kenne einen der hat einen Audi Kombi und meint sein Auto wäre mit Kind zu klein. :ooooh: :gegen die wand:

Ich denke das ist Planung. Ich mache mir da schon Gedanken drum, wie das alles so laufen wird, auch finanziell...
Bei uns besteht allerdings auch die "Gefahr" das wir Zwillinge bekommen könnten, dann wäre die Wohnung wohl sofort zu klein. Alles kann man eben nicht planen.

Einfacher wäre es wirklich es würde einfach passieren. Umso älter man ist umso mehr macht man sich auch Gedanken. Mit Anfang 20 sieht man das glaube ich noch alles lockerer

Ist Deine Frage damit beantwortet? :smile:

Inaktiver User
30.08.2006, 10:51
Mönsch!
Endlich mal wieder Leute, die das Projekt "Kind" würdig angehen - *seufz*!
@------->-------------

Vinissima
30.08.2006, 17:17
Liebe Tippmaus,
ähnliche Gedanken hatte ich auch schon. Ich denke so wie du
und dein Partner sich Gedanken machen kann ja nicht viel
schiefgehen. Bin hier wohl nicht der einzigste Planer, der sich
vorher Gedanken macht. Viel Glück

Liebe Grüsse
Vinissima

Zoidberga
31.08.2006, 11:58
Ich dachte mal, ich würde ähnlich viel planen, aber man kann eben nicht alles planen ... Nachdem wir dreieinhalb Jahre probiert haben und ich erst mit Hilfe der modernen Medizin schwanger wurde, haben wir jegliche Pläne aufgegeben. Natürlich sollte ein Mindestmaß vorher abgesprochen werden, aber nicht zu viel, das setzt einen nur unter Druck.

Jetzt bin ich zwar schon im fünften Monat, lasse aber noch alles auf mich zu kommen. Anschaffungen werden erst später getätigt, nach so langer Zeit überwiegt vor allem zu Anfang die Angst, es könne noch etwas passieren. Ich wundere mich ehrlich gesagt immer darüber, dass Kinderwagen schon im dritten Monat angeschafft werden und Kinderzimmer bereits im fünften Monat komplett eingerichtet sind. Wichtiger erscheinen mir ehrlich gesagt, Dinge wie, wer steckt beruflich zurück? Wie organisieren wir unsere Zeit mit Kindern? Ist der Vater jenseits schöner Lippenbekenntnisse dazu bereit, nicht nur Geld zu verdienen, sondern auch Windeln zu wechseln und nachts aufzustehen? Alles Praktische, was Anschaffungen betrifft, kann man, wie ich finde, immer noch relativ kurzfristig organisieren. Und vieles kann man vorher zwar toll planen, aber die Realität mit den Kindern wirft die Pläne dann oft genug doch um.

Levine
31.08.2006, 12:13
Hallo Tippmaus,
Du sprichtst davon, daß Du 2 Jahre Elterngeld beziehen möchtest, ich dachte, daß man ab 1.1.07 nur noch ein Jahr Elterngeld bekommt. (Oder hab ich da was falsch verstanden)

juri
31.08.2006, 12:28
Hallo!

Die "Planung" für unser Kind war mehr eine schleichende. Im Laufe unseres Zusammenlebens kam das Thema Kind immer wieder zur Sprache. Alleine schon deshalb, weil mein Mann eine Tochter aus 1. Ehe hat.

Mehr so nebenher kristallisierte sich eine vorstellbare Zukunft mit einem gemeinsamen Kind heraus. Als ich dann die Pille absetzte waren die Rahmenbedingungen geklärt. Alles andere ließen wir auf uns zukommen und es hat sich alles gut gefügt. Unsere Tochter ist inzwischen 15.

LG juri

Tippmaus1973
31.08.2006, 12:50
Hallo Tippmaus,
Du sprichtst davon, daß Du 2 Jahre Elterngeld beziehen möchtest, ich dachte, daß man ab 1.1.07 nur noch ein Jahr Elterngeld bekommt. (Oder hab ich da was falsch verstanden)

Das ist wohl richtig. Aber ich habe gehört das man es auch für 2 Jahre beziehen kann, dann bekommt man halt statt 67 % vom Nettogehalt pro Monat,
für 2 Jahre nur 33,5 % vom Nettogehalt im Monat. :smile:

Inaktiver User
31.08.2006, 14:11
Das ist wohl richtig. Aber ich habe gehört das man es auch für 2 Jahre beziehen kann, dann bekommt man halt statt 67 % vom Nettogehalt pro Monat,
für 2 Jahre nur 33,5 % vom Nettogehalt im Monat. :smile:

Dazu müsste das Kind aber nach dem 31.12. geboren werden, was kaum klappen dürfte, wenn sie jetzt im 5. Monat ist oder hab ich eine Rechenschwäche.

Eine Kollegin hat Geburtstermin Mitte Dezember und bekommt die 300 Euro Elterngeld wie sie sagt für die Mindestzeit (waren das 6 Monate?), danach bekommt man es nur bei sehr kleinem Familieneinkommen und es entfällt somit.

Ab 1.1. geborene haben Eltern, die das Elterngeld, wie es in der Planung ist, bekommen werden.

Tippmaus1973
31.08.2006, 14:54
Dazu müsste das Kind aber nach dem 31.12. geboren werden, was kaum klappen dürfte, wenn sie jetzt im 5. Monat ist oder hab ich eine Rechenschwäche.


Vita da hast Du was falsch verstanden.

Zoidberga ist im 5. Monat, NICHT ICH. :smirksmile:
Mein Schatz und ich haben das mit dem Elterngeld für 2 Jahre so vor, wenn wir Ende des Jahres anfangen zu üben! :smirksmile:

Inaktiver User
31.08.2006, 15:15
Vita da hast Du was falsch verstanden.

Zoidberga ist im 5. Monat, NICHT ICH. :smirksmile:
Mein Schatz und ich haben das mit dem Elterngeld für 2 Jahre so vor, wenn wir Ende des Jahres anfangen zu üben! :smirksmile:

Ich ahnte doch, dass es nicht an meinen Rechenkünsten liegen kann... :freches grinsen:

Danke für die Klarstellung und eine gute Zeit

vita

Zoidberga
04.09.2006, 16:04
Und Zoidberga hofft trotzdem auch auf das Elterngeld :freches grinsen:

Errechneter Termin ist nämlich der 5.2. (fragt mich jetzt bloß nicht, warum dann 5. Monat, nach den Ärzten dauert eine Schwangerschaft doch 10 Monate, ich bin in der 18. Woche, alles sehr verwirrend mit dieser Rechnerei ...).
Jedenfalls meinte eine Freundin schon, ich solle mich den gesamten Dezember hinlegen, damit sie bloß nicht vor dem 1.1. kommen :zwinker:

Tippmaus1973
04.09.2006, 16:10
DAS wäre wirklich ärgerlich.:schild genau:

Inaktiver User
05.09.2006, 08:12
Ich habe ja nichts gegen straight geplante Projekte - aber solche Motivatinen finde ich ziemlich abartig und bestätigt ein paar derbe Vorurteile, die ich über Familienplanung entwickelt habe.

Zoidberga
05.09.2006, 13:49
Wessen Motivation, Gyldensternchen? Meine? Würdest Du das in diesem Fall eventuell etwas näher erläutern?

Inaktiver User
05.09.2006, 14:00
Wessen Motivation, Gyldensternchen? Meine? Würdest Du das in diesem Fall eventuell etwas näher erläutern?

Es kam bei mir so an, als würde man Kinder (bzw. deren Geburtstermin) aktiv genau so steuern, dass man auch ja noch jeden Zuschuß vom Staat mitnehmen kann.
Wer auch immer.........

So etwas finde ich abartig.

Zoidberga
05.09.2006, 14:07
Liebes Gyldensternchen,

ich habe dreieinhalb zermürbende Jahre auf diese Schwangerschaft gewartet (und das auch in einem Posting hier geschrieben) und bin nach langen Behandlungen durch einen Kryotransfer schwanger geworden. Kannst Du dir vorstellen, dass man angesichts eines endlich positiven Tests keine Sekunde lang an staatliche Zuschüsse denkt? Zumal wir komplette Selbstzahler sind und ohnehin schon einige 1000 ausgegeben haben.

Da der errechnete Termin nun aber zufällig im neuen Jahr liegt, hoffe ich sehr wohl auf das Elterngeld. Ich bin nämlich außerdem noch selbständig, dh. mir gewährt kein AG Mutterschutz und niemand hält mir eine Stelle frei, ich kann nur darauf hoffen, dass mich die Auftraggeber nach dem Babyjahr nicht vergessen haben. Dass mir in dieser Situation ein Elterngeld durchaus passend kommt, ist, denke ich nur allzu verständlich.

Ich wäre an Deiner Stelle nicht ganz so schnell mit Wörter wie "abartig", wenn Du so gar nichts von der Situation des anderen weißt.

Liebe Grüße

Zoidberga

Tippmaus1973
05.09.2006, 14:17
Zoidberga :wangenkuss:

Gyldensternchen, sei froh, wenn Du kein Zuschuss nötig hast. Andere müssen jeden Cent zweimal umdrehen.

Ist es Dir lieber man setzt ein Kind nach dem anderen in die Welt, wenn man es sich gar nicht leisten kann und von Sozialhilfe lebt?!
Ich denke da ist ein bißchen "Planung" doch von Vorteil.

Inaktiver User
05.09.2006, 14:54
Zoidberga :wangenkuss:

Gyldensternchen, sei froh, wenn Du kein Zuschuss nötig hast. Andere müssen jeden Cent zweimal umdrehen.

Ist es Dir lieber man setzt ein Kind nach dem anderen in die Welt, wenn man es sich gar nicht leisten kann und von Sozialhilfe lebt?!
Ich denke da ist ein bißchen "Planung" doch von Vorteil.

:wie?:
Das ist doch eine Milchmädchenrechnung - Kinder kosten immer Geld (und zwar nicht wenig).
Wer das finanzielle Risiko nicht eingehen mag, muss es doch nicht tun.

Mit Vorsatz eine terminierte Zielveranstaltung aus Zeugung/Geburt zu machen habe ich angeprangert - das finde ich in höchstem Maße unethisch und nichts weiter.

Zoidberga
05.09.2006, 15:26
Naja, das finanzielle Risiko lässt aber eben ein wenig abfedern.

Ich fände es auch daneben, wenn man Kinder bekommt, um Zuschüsse zu bekommen, das wäre dann tatsächlich eine Milchmädchenrechnung, kann aber nichts Schlimmes daran sehen, wenn jemand sowieso Kinder plant und die Planung um ein paar Monate nach hinten verschiebt, wegen des Elterngeldes.

Übrigens würdest Du dich wundern, wie viele eine "terminierte Zielveranstaltung" aus Zeugung/Geburt machen (bzw. es versuchen). Und das aus den unterschiedlichsten Gründen, sei es, damit es noch vor der Hochzeit passiert oder möglichst in den Flitterwochen oder passend zum Geburtstag eines Eltern- oder Großelternteils oder so, dass es beruflich genau zwischen zwei Projekte/Fortbildungen passt oder damit es ein bestimmtes Sternzeichen wird oder oder oder. Ich persönlich kann damit auch nicht viel anfangen, aber solange das Kind überhaupt gewollt ist, finde ich es auch nicht besonders tragisch.

Inaktiver User
05.09.2006, 15:54
Na gut - wenn´s Kind an sich geplant/gewollt/geliebt ist, meinetwegen.
Ich wundere mich nicht mehr, staunen habe ich auch schon aufgegeben.

Naja, das finanzielle Risiko lässt aber eben ein wenig abfedern.


Als Projektmanager gesprochen (mein Tagwerk):
Projektaufzeit:
durchschnittlich bis zum 18-20 Lebensjahr, mit oder ohne Studium auch länger (emotional: lebenslänglich)
Projektkosten:
zwischen 100T€ bis 200T€ (ohne Studium - das alleine macht noch mal bis etwa 50T€)

*Arroganzbutton an*
In diesem Gesamtrahmen denkt man wirklich aktiv über die paar pisseligen zusätzlichen Kröten vom Staat nach?`
*Arroganzbutton aus*
Betriebswirtschaftlich betrachtet ist das echt ........pillepalle.

Laborschnecke
05.09.2006, 15:59
Das Zauberwort ist da "zusätzlich", denke ich. Gerade wenn man sonst gar kein eigenes Geld hätte.
Für mich ist das Elterngeld auch keine Motivation, weil es mein Problem (trotz Alters kaum Berufserfahrung) einfach nicht löst.
Ich habe auch immer gedacht, dass das für andere kaum ein Problem löst. Aber dem scheint ja nicht so zu sein.

Inaktiver User
05.09.2006, 16:02
Ich will auch nicht ausschliessen, dass das eine Frage der Perspektive ist.

Je enger der eigene finanzielle Spielraum ist, desto mehr macht die Bezuschussung am Gesamtetat aus.
Wenn ich auch schon am rande des Existenzminimums lebe und wenig Perspektive habe das zu ändern - macht mich ein Kind nicht noch ärmer.
Sondern vielleicht wenigstens emotional reicher.

Inaktiver User
05.09.2006, 16:15
Ich habe auch immer gedacht, dass das für andere kaum ein Problem löst. Aber dem scheint ja nicht so zu sein.

Ich habe diese Idee von Anfang an begrüßt.

Ohne Elterngeld bei der jetzigen Regelung wäre mein Gehalt erst mal weg gewesen und gegen 300 Euro "eingetauscht" worden. Das ist recht wenig und mir auch zu wenig.

Mit dem Elterngeld haben wir immer noch eine Einschränkung für eine gewisse Zeit. Sie ist aber wesentlich geringer, da ich einen Grossteil meines Gehalts weiter bekomme.

Das ist gerade für die erste Zeit eine gute Sache und danach arbeite ich wieder und damit ist die Einkommenseinbuße nicht so gross.

Mir ist das schon wichtig, wenn ich auch keinen Geburtstermin wegen einer Gesetzesänderung planen würde...

Inaktiver User
05.09.2006, 16:17
Ich will auch nicht ausschliessen, dass das eine Frage der Perspektive ist.

Je enger der eigene finanzielle Spielraum ist, desto mehr macht die Bezuschussung am Gesamtetat aus.
Wenn ich auch schon am rande des Existenzminimums lebe und wenig Perspektive habe das zu ändern - macht mich ein Kind nicht noch ärmer.
Sondern vielleicht wenigstens emotional reicher.

Menschen am Rande des Existenzminimums haben bei der alten (bisherigen) Regelung mehr bekommen und vor allem länger. Mit dem Elterngeld werden vor allem gut verdienende Paare bevorzugt, da man wohl von denen langfristig die bessere "Brutpflege" erwartet.

Laborschnecke
05.09.2006, 16:18
@Vita
Wie gesagt, ich habe mir immer eher Gedanken um den Wiedereinstieg gemacht.

Inaktiver User
05.09.2006, 16:19
Menschen am Rande des Existenzminimums haben bei der alten (bisherigen) Regelung mehr bekommen und vor allem länger. Mit dem Elterngeld werden vor allem gut verdienende Paare bevorzugt, da man wohl von denen langfristig die bessere "Brutpflege" erwartet.
Wie meinst Du das jetzt - verstehe ich nicht ganz.
Was willst Du damit sagen?
Und wie ist die Regelung?

Lelle09
05.09.2006, 17:06
Ich möchte jetzt hier auch mal meinen Senf abgeben zum Thema Familienplanung. Denn das habe ich auch mal gemacht, schön geplant, und es hätte ja alles soooo fein gepasst.

Das erste Kind, dann das Studium, dann ein Jahr einarbeiten und dann geht das Kind schon in die Schule, dann das zweite Kind so dass ich mit dem Erstklässler Kind und dem neuen Baby daheim bin, und danach dann wieder Arbeiten. Das war der Plan.

Aber dann kam alles gaaaaaaanz anders. So viel zur Planung also. Man kann ja immer planen, ist ja auch gut so, aber man sollte sich nicht zu sehr auf den Plan versteifen, denn da gibt es im Leben (zum Glück) noch so viele überraschenden Dinge auf die man nie gekommen wäre, hätte man sie nicht selbst erlebt.

Glaubt mir, das Leben hat noch jede Menge Überraschungen für euch parat, gute und böse, aber das Leben geht eher selten nach Plan.

Bonita33
05.09.2006, 17:17
Wie meinst Du das jetzt - verstehe ich nicht ganz.
Was willst Du damit sagen?
Und wie ist die Regelung?

Hallo Gyldensternchen,

die Regelung ist die, das man 67 % des Nettoeinkommens bekommt und das bis zu 1.800 Euro im Monat, wenn der Verdienst vorher entsprechend war.
Die Zweite Möglichkeit, wie Tippmaus es schrieb, das ganze auf 2 Jahre verteilt, sprich 67 % durch 2.
Bei jemandem der also gut verdient hat können das 1.800 Euro x 12 = 21.600 Euro sein plus 2 Monate, sofern der Vater / andere Elternteil auch den Job für das Kind ruhen läßt.

Und das ist als "Starthilfe" zumindest für Frauen, die vorher auch berufstätig waren doch ok.

LG Bonita

Inaktiver User
05.09.2006, 17:17
@Vita
Wie gesagt, ich habe mir immer eher Gedanken um den Wiedereinstieg gemacht.

Der hängt damit doch zusammen.

Nach der derzeitigen Regelung bekamen schlecht verdienende ich glaube drei Jahre lang monatlich 300 €

Für gut verdienende endet das ganze meist nach kurzer Zeit, weil das Familieneinkommen sehr hoch ist. Ausserdem wurden bisher Kinderbetreuungskosten nicht in der Steuererklärung ausreichend berücksichtigt.

Nach der neuen wird der Anreiz gegeben, das Famileingehalt weiter auf gewohnter Höhe zu halten und beim Wiedereinstieg werden bei zwei verdienenden Elternteilen die Betreuungskosten übernommen - jedenfalls käme es in unserer Gegend gut hin.

Das nenne ich Anreize schaffen.

Zoidberga
05.09.2006, 18:42
Vita und Bonita, so sehe ich das auch, als Anreiz, mehr nicht.

Ich persönlich finde die Aussicht anstatt ein Jahr lang überhaupt gar nichts zu verdienen, 67% zu bekommen, durchaus beruhigend. Kinder habe ich (wir) so oder so gewollt, das hat damit nichts zu tun, aber ich denke gerade beim ersten Kind hat man in der Anfangszeit so viel um die Ohren, dass es ein bisschen entspannend ist, wenn wenigstens das geregelt ist. Die Fragen des Wiedereinstiegs und der Kinderbetreuung sind natürlich mit oder ohne Elterngeld dieselben, bloß das erste Jahr wird abgefedert.

Bonita33
05.09.2006, 19:10
Vita und Bonita, so sehe ich das auch, als Anreiz, mehr nicht.

Ich persönlich finde die Aussicht anstatt ein Jahr lang überhaupt gar nichts zu verdienen, 67% zu bekommen, durchaus beruhigend. Kinder habe ich (wir) so oder so gewollt, das hat damit nichts zu tun, aber ich denke gerade beim ersten Kind hat man in der Anfangszeit so viel um die Ohren, dass es ein bisschen entspannend ist, wenn wenigstens das geregelt ist. Die Fragen des Wiedereinstiegs und der Kinderbetreuung sind natürlich mit oder ohne Elterngeld dieselben, bloß das erste Jahr wird abgefedert.

Sehe ich genauso und ich kann mir auch nicht vorstellen, das man deshalb "leichtfertiger" ein Kind in die Welt setzt. Wer nur ein Jahr weit denkt, der muß in Bezug auf Kinder schon sehr kurzsichtig sein :smirksmile:
Beim Wiedereinstieg und der Kinderbetreuung fehlt mir noch der Schritt der Politik, nach einem Jahr wieder arbeiten ist ja ok (solange das Kind gesund ist), aber der Anspruch auf einen KiGa Platz ist (wenn ich mich richtig erinnere) doch erst ab 3 Jahren? Das müsste in dem Zusammenhang ja eigentlich nachgebessert werden.

Zoidberga, ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute für deine Schwangerschaft :blumengabe:

Indiac
05.09.2006, 19:19
Da muss ich mich ja gleich wieder als Rabenmutter fuehlen!
Ich wusste ja gar nicht, dass man sich vor einer Schwangerschaft schon sooo furchtbar viele Gedanken machen muss...
Gott sei Dank habe ich nix geplant. Es hat sich immer irgendwie ergeben, wir sind auch finanziell immer durch gekommen. Mit einem Kind, ihr Lieben, gibt es IMMER mal wieder finanzielle Engpaesse!!! Es passiert so viel ungeplantes! Das Leben plant uns! Nicht umgekehrt!
Aber, um Eure Plaene noch ein wenig zu schueren: Was macht ihr denn nach dem Kindergarten? Die Schule endet mittags! Hortplaetze sind selten! Ganztagsschulen in der Diskussion und nicht unkritisch! Und dann gehts erst los: Wann macht ihr mit Eurem Kind Hausaufgaben? Wie bezahlt ihr die 100 Euro fuer den Ranzen und die etwa 130 Euro fuer die Erstausstattung am ersten Schultag?
Nach 10 Jahren Mutterschaft rate ich Euch allen: lasst es doch bitte auf Euch zu kommen! Und mit geplanten Geburtstagen aus finanziellen Gruenden hab ich auch so meine ethischen Probleme...

Liebe Gruesse,
indiac

Tippmaus1973
06.09.2006, 08:26
Da muss ich mich ja gleich wieder als Rabenmutter fuehlen!
Ich wusste ja gar nicht, dass man sich vor einer Schwangerschaft schon sooo furchtbar viele Gedanken machen muss...
Gott sei Dank habe ich nix geplant. Es hat sich immer irgendwie ergeben, wir sind auch finanziell immer durch gekommen. Mit einem Kind, ihr Lieben, gibt es IMMER mal wieder finanzielle Engpaesse!!! Es passiert so viel ungeplantes! Das Leben plant uns! Nicht umgekehrt!
Aber, um Eure Plaene noch ein wenig zu schueren: Was macht ihr denn nach dem Kindergarten? Die Schule endet mittags! Hortplaetze sind selten! Ganztagsschulen in der Diskussion und nicht unkritisch! Und dann gehts erst los: Wann macht ihr mit Eurem Kind Hausaufgaben? Wie bezahlt ihr die 100 Euro fuer den Ranzen und die etwa 130 Euro fuer die Erstausstattung am ersten Schultag?
Nach 10 Jahren Mutterschaft rate ich Euch allen: lasst es doch bitte auf Euch zu kommen! Und mit geplanten Geburtstagen aus finanziellen Gruenden hab ich auch so meine ethischen Probleme...

Liebe Gruesse,
indiac


Ganz ehrlich, ich würde es auch viel schöner finden, wenn es einfach so passieren würde.
Dann würde man sich nicht so viele Gedanken machen, aber das habe ich schon immer gemacht, egal um was es geht. :smile:

Bonita33
06.09.2006, 08:31
Da muss ich mich ja gleich wieder als Rabenmutter fuehlen!
Ich wusste ja gar nicht, dass man sich vor einer Schwangerschaft schon sooo furchtbar viele Gedanken machen muss...
Gott sei Dank habe ich nix geplant. Es hat sich immer irgendwie ergeben, wir sind auch finanziell immer durch gekommen. Mit einem Kind, ihr Lieben, gibt es IMMER mal wieder finanzielle Engpaesse!!! Es passiert so viel ungeplantes! Das Leben plant uns! Nicht umgekehrt!
Aber, um Eure Plaene noch ein wenig zu schueren: Was macht ihr denn nach dem Kindergarten? Die Schule endet mittags! Hortplaetze sind selten! Ganztagsschulen in der Diskussion und nicht unkritisch! Und dann gehts erst los: Wann macht ihr mit Eurem Kind Hausaufgaben? Wie bezahlt ihr die 100 Euro fuer den Ranzen und die etwa 130 Euro fuer die Erstausstattung am ersten Schultag?
Nach 10 Jahren Mutterschaft rate ich Euch allen: lasst es doch bitte auf Euch zu kommen! Und mit geplanten Geburtstagen aus finanziellen Gruenden hab ich auch so meine ethischen Probleme...

Liebe Gruesse,
indiac

Wieso mußt du dich als Rabenmutter fühlen? Menschen sind halt verschieden, die einen "machen einfach", die nächsten versuchen zu planen. Weder das eine noch das andere muß das richtige sein, aber das muß doch jeder für sich rausfinden...

Lieben Gruß
Bonita

Zoidberga
06.09.2006, 13:50
Erst mal danke für die guten Wünsche, Bonita. :blumengabe:

Ich glaube, bei diesem Thema wird es keinen Konsens geben. Entweder es wird einem vorgeworfen, planlos Kinder in die Welt zu setzen, ohne vorher darüber nachzudenken, wie man mit ihnen leben wird oder es wird einem vorgeworfen, eiskalt zu planen, was man nicht planen kann (oder soll) und daher völlig falsch mit dem Kinderkriegen umzugehen. Wie man's macht, ist's verkehrt - Wahrscheinlich gar nicht falsch, wenn man sich daran schon im Planungsstadium gewöhnt, denn ist das Kind erst mal da, dann hat man ja gar keine Chance mehr, es irgendwem recht zu machen, da bleibt nur noch die Wahl zwischen Hausmütterchen und Rabenmutter :zwinker: (obwohl, vielleicht passt der hier besser: :grmpf:)

Schlussendlich ist es so, wie Bonita schreibt: Menschen sind unterschiedlich, die einen eher Planer (egal worum es geht), die anderen eher "Aufsichzukommenlasser" - Beide Modelle können super funktionieren oder total in die Hose gehen.

Ich persönlich habe ja auf die harte Tour erfahren, dass sich gerade beim Kinderwunsch vieles nicht planen lässt. Ich kann auch nicht so ganz nachvollziehen, wenn werdende (oder planende) Mütter 100%ige Vorstellungen haben, wie sie mit Kind absolut alles bis ins kleinste Detail machen werden. Das kann gar nicht funktionieren. Nichtsdestotrotz finde ich persönlich, dass, gerade weil es mit Kindern so viel Ungeplantes gibt, man einen gewissen groben Rahmen planen kann und sollte.

Indiac
06.09.2006, 14:41
Wie man's macht, ist's verkehrt - Wahrscheinlich gar nicht falsch, wenn man sich daran schon im Planungsstadium gewöhnt, denn ist das Kind erst mal da, dann hat man ja gar keine Chance mehr, es irgendwem recht zu machen, da bleibt nur noch die Wahl zwischen Hausmütterchen und Rabenmutter :zwinker: (obwohl, vielleicht passt der hier besser: :grmpf:)
.

Da gebe ich Dir recht!:freches grinsen:

Nach Eurem Marathon wuensche ich Dir jetzt eine ruhige Schwangerschaft und alles Gute:kuss:

Lieben Gruss,
indiac

Laborschnecke
06.09.2006, 15:29
Der hängt damit doch zusammen.

Nach der derzeitigen Regelung bekamen schlecht verdienende ich glaube drei Jahre lang monatlich 300 €

Für gut verdienende endet das ganze meist nach kurzer Zeit, weil das Familieneinkommen sehr hoch ist. Ausserdem wurden bisher Kinderbetreuungskosten nicht in der Steuererklärung ausreichend berücksichtigt.

Nach der neuen wird der Anreiz gegeben, das Famileingehalt weiter auf gewohnter Höhe zu halten und beim Wiedereinstieg werden bei zwei verdienenden Elternteilen die Betreuungskosten übernommen - jedenfalls käme es in unserer Gegend gut hin.

Das nenne ich Anreize schaffen.
So meinte ich das nicht. Ich meinte eher, dass man auch nach einem Jahr Probleme hat, wieder einsteigen zu können- von wollen war ich naiverweise ausgegangen. In meinem Fall lebe ich von Befristung zu Befristung. Nach einem Jahr ist der letzte Vertrag garantiert ausgelaufen...

Wie sicher ist eigentlich, dass in Zukunft Betreuungskosten übernommen werden?

Inaktiver User
06.09.2006, 15:33
So meinte ich das nicht. Ich meinte eher, dass man auch nach einem Jahr Probleme hat, wieder einsteigen zu können- von wollen war ich naiverweise ausgegangen. In meinem Fall lebe ich von Befristung zu Befristung. Nach einem Jahr ist der letzte Vertrag garantiert ausgelaufen...

Das geht wahrscheinlich den meisten so, die z.B. im Uniumfeld arbeiten. Ich kenne eine Menge Frauen und auch Männer, die genau das erlebt haben, allerdings trotz Befristung weiter beschäftigt wurden. Man hangelt sich so durch und irgendwann könnte es mal klappen mit festem Vertrag....


Wie sicher ist eigentlich, dass in Zukunft Betreuungskosten übernommen werden?

Soweit ich weiss, ist das im Steuerrecht eingebaut und wird so für die nächste Steuererklärung wirksam. Ich hab aber noch nicht weiter gebohrt, da das noch so weit weg scheint.

Müsste man mal recherchieren. Bundesministerium Finanzen oder Familie oder sogar beide müssten dazu etwas auf ihren Seiten zu finden haben. Kannst ja mal nachschauen.

Laborschnecke
06.09.2006, 15:34
@vita,
das werde ich tun. DAS finde ich nämlich auch sinnvoll.

Inaktiver User
06.09.2006, 15:37
Wie sicher ist eigentlich, dass in Zukunft Betreuungskosten übernommen werden?

Für wen sollen denn noch Betreuungskosten übernommen werden und wie soll sich das insgesamt finanzieren?

Lediglich 40% der Haushalte kommen für ALLES an Versorgungsleistungen auf
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Betreuungskosten für Kinder aus der Solidargemeinschaft finanziert werden können wird kleiner, je mehr die Renten- und Krankenversorgungslöcher wachsen.

Schön ist das nicht - aber bittere Realität zu der ich mir alle sarkastischen Gedankengänge in meinem Kopf verkneife.


Wenn ich mir aussuchen dürfte, für wen ich eine Solidarpatenschaft übernähme (anstelle stattlich abgeführter Abgaben) - MEINE Wahl wäre klar eine wie auch immer geartete Familienstruktur.

Indiac
06.09.2006, 15:41
Für wen sollen denn noch Betreuungskosten übernommen werden und wie soll sich das insgesamt finanzieren?
.

Ich lebe grad in einem Land, in dem sich wahrscheinlich mal alle herzlich lachend auf die Schenkel klopfen wuerden bei dieser Frage...
Wir sind ganz schoen verwoehnt worden in Deutschland!
Fuer Kinder muss man "leider Gottes" nun mal ein Leben lang selbst aufkommen.
Das einzige, was hilft, ist eine gute Familie im Nacken!

Zoidberga
06.09.2006, 15:42
Laut Rundbrief meiner Steuerberaterin kann man ab nächstem Jahr 4000 Euro Betreuungskosten jährlich absetzen.

Und Laborschnecke: Das mit dem Wiedereinstieg (und im Uniumfeld mit den Kack-Befristungen) ist eben auch durchs Elterngeld nicht geklärt, das sind eigentlich zwei Baustellen, die allerdings beide beackert werden sollten und die Betreuungsmöglichkeiten kommen dann noch als dritte Baustelle dazu.

Und auch für Dich, Indiac eine Dankeschön-:blumengabe:

Inaktiver User
06.09.2006, 15:43
Für wen sollen denn noch Betreuungskosten übernommen werden und wie soll sich das insgesamt finanzieren?

Für ausserhäusige Betreuung von Kindern arbeitender Eltern, sollen die Kosten steuerlich angerechnet werden. Das ist eine Reaktion auf mehrere Urteile des BVG, die bislang von mehreren verschiedenen Bundesregierungen ignoriert wurden und nun endlich im Ansatz angegangen werden.

Wird auch Zeit!

Inaktiver User
06.09.2006, 15:44
Ich lebe grad in einem Land, in dem sich wahrscheinlich mal alle herzlich lachend auf die Schenkel klopfen wuerden bei dieser Frage...
Wir sind ganz schoen verwoehnt worden in Deutschland!
Fuer Kinder muss man "leider Gottes" nun mal ein Leben lang selbst aufkommen.
Das einzige, was hilft, ist eine gute Familie im Nacken!

Prinzipiell sehe ich das auch so (habe auch schon im Ausland gelebt) ..........

Vinissima
21.09.2006, 23:28
Liebe Tippmaus,
das mit dem Elterngeld ist ja schön, aber was ist mit dem Verdienstausfall in den nächsten 24 Jahren? Studium, usw.
Ich möchte meinem Kind nicht ein solchen Spruch drücken, wie ich ihn bekam: "Wir unterstützen Dich bei Deinem Stidium, aber ich habe keine Lust mein Boot zu verkaufen, damit Du studieren kannst (Kohle für Boot kam von Opa!).", man muss doch irgendwie den Spagat zwischen Arbeit und Kinderbetreuung hinkriegen?

Inaktiver User
22.09.2006, 06:20
Liebe Tippmaus,
das mit dem Elterngeld ist ja schön, aber was ist mit dem Verdienstausfall in den nächsten 24 Jahren? Studium, usw.
Ich möchte meinem Kind nicht ein solchen Spruch drücken, wie ich ihn bekam: "Wir unterstützen Dich bei Deinem Stidium, aber ich habe keine Lust mein Boot zu verkaufen, damit Du studieren kannst (Kohle für Boot kam von Opa!).", man muss doch irgendwie den Spagat zwischen Arbeit und Kinderbetreuung hinkriegen?

Welchen Verdienstausfall hast Du denn in den nächsten 24 Jahren?

Mein Sohn wird demnächst 9 und ich kann nicht sagen, dass ich einen grossen Ausfall zu verzeichnen hätte. Es ist hin zu kriegen. Ich weiss gar nicht, wo diese Panik herkommt.

Tippmaus1973
22.09.2006, 08:49
Liebe Tippmaus,
das mit dem Elterngeld ist ja schön, aber was ist mit dem Verdienstausfall in den nächsten 24 Jahren? Studium, usw.
Ich möchte meinem Kind nicht ein solchen Spruch drücken, wie ich ihn bekam: "Wir unterstützen Dich bei Deinem Stidium, aber ich habe keine Lust mein Boot zu verkaufen, damit Du studieren kannst (Kohle für Boot kam von Opa!).", man muss doch irgendwie den Spagat zwischen Arbeit und Kinderbetreuung hinkriegen?

Es geht mir doch erstmal nur darum, dass die ersten 2 Jahre mein komplettes Gehalt wegfallen würde, darum finde ich das mit dem Elterngeld einen grossen Vorteil. :schild genau:

Ich kann ja auch nicht wissen was in 10 Jahren ist, vielleicht ist mein Mann oder ich dann arbeitslos oder berufsunfähig.

Bonita33
22.09.2006, 09:14
Liebe Tippmaus,
das mit dem Elterngeld ist ja schön, aber was ist mit dem Verdienstausfall in den nächsten 24 Jahren? Studium, usw.
Ich möchte meinem Kind nicht ein solchen Spruch drücken, wie ich ihn bekam: "Wir unterstützen Dich bei Deinem Stidium, aber ich habe keine Lust mein Boot zu verkaufen, damit Du studieren kannst (Kohle für Boot kam von Opa!).", man muss doch irgendwie den Spagat zwischen Arbeit und Kinderbetreuung hinkriegen?

Hallo,
wie kommst du denn auf so einen Verdienstausfall? Nach spätestens 3 Jahren kann man doch wieder arbeiten gehen...:wie?: (Sonderfälle wie Krankheit ausgenommen).

Inaktiver User
22.09.2006, 09:39
Hallo,
wie kommst du denn auf so einen Verdienstausfall? Nach spätestens 3 Jahren kann man doch wieder arbeiten gehen...:wie?: (Sonderfälle wie Krankheit ausgenommen).

Die drei Jahre sind übrigens eine deutsche Erfindung. In den anderen Industrienationen diskutiert niemand über diese imaginäre Schallgrenze, ab der frau wieder arbeiten kann.... unser Tribut an die Kinderbetreuungssituation in Deutschland.

Bonita33
22.09.2006, 10:11
Die drei Jahre sind übrigens eine deutsche Erfindung. In den anderen Industrienationen diskutiert niemand über diese imaginäre Schallgrenze, ab der frau wieder arbeiten kann.... unser Tribut an die Kinderbetreuungssituation in Deutschland.

Schon klar Vita :smile: Ich bin jetzt nur einfach mal von den gesetzlichen 3 Jahren ausgegangen...

:blumengabe:

Inaktiver User
22.09.2006, 10:30
Schon klar Vita :smile: Ich bin jetzt nur einfach mal von den gesetzlichen 3 Jahren ausgegangen...

:blumengabe:

Merci - :prost:

Vinissima
22.09.2006, 22:03
Hallo ihr lieben,

zunächst einmal dankeschön fürs fleissige schreiben. Nur irgendwie ist mir das ganze etwas zu kurz gedacht. Die meisten machen sich Gedanken über die ersten paar Jahre mit Kind. Was ist wenn die erst mal 13-14 sind? Es wird schwierig und auch teuer.
Also ich für meinen Teil habe eine berufliche Planung die mir noch Optionen für die nächsten 20 Jahre offen hält. Ich möchte einfach vorrausschauender denken.
Genauso wie ich das beruflich sehe, kann man sich auch Gedanken machen, wenn man eine Familie gründet. Alles planen kann man natürlich nicht (Krankheit, etc..). So ein gewisser Grundrahmen sollte zumindest vorhanden sein und zwar von beiden Seiten.
Nur eine Frage ist für mich bisher schwierig zu klären? Zieht der Partner wirklich genauso mit? Diese Vertrauensbasis ist doch die erste Grundlage. Wie erreicht man die?

Inaktiver User
24.09.2006, 16:22
...Nur eine Frage ist für mich bisher schwierig zu klären? Zieht der Partner wirklich genauso mit? Diese Vertrauensbasis ist doch die erste Grundlage. Wie erreicht man die?

ich (31, single, kinderlos) bin nun wahrlich kein experte auf diesem gebiet, aber den faktor "zeit", also im sinne von "gemeinsam verbrachter zeit" halte ich schon für entscheidend. ich glaube nicht, dass man die vertrauensbasis planen kann. sie entwickelt sich....oder sie entwickelt sich eben nicht. und vom partner enttäuscht werden (egal in welcher hinsicht), kann man auch noch nach 30 jahren. kinderplanung ist halt auch ein risiko, weil sich eben nicht alles durchplanen lässt.

wenn ich in den letzten 10 jahren einiges etwas lockerer angegangen wäre (und damit meine ich nun nicht den moment der zeugung :smirksmile:), so hätte ich bestimmt auch schon 1-2 kinder "vorzuweisen". leider bin ich jedoch -zumindest diesbezüglich- mit zu einer großen vernunft ausgestattet (gewesen). jetzt bin ich 31 und die kinderplanung in weite ferne gerückt. klar, kann es noch passieren, dass ich mal mutter werde. dann aber auch nur, wenn ich eben nicht mehr so vernünftig denke und plane. natürlich möchte ich mich nicht vom nächstbesten schwängern lassen, soviel ist klar, aber ich wäre auch nicht mehr bereit, 5 jahre in eine beziehung zu investieren, um dann anschließend kinderlos aus ihr herauszugehen. warum ewig warten, am ende bleibt einem vll gar nichts mehr...außer der bio-uhr, die dann aber irgendwann wirklich mal kurz vorm explodieren ist, weil sie schon jahre so laut tickt.

so, jetzt bin ich wieder mal deprimiert :niedergeschmettert: ...ich weiß schon, warum ich so selten in das forum 30+ reinschaue :smirksmile:

lg
luci

Indiac
25.09.2006, 06:57
Also ich für meinen Teil habe eine berufliche Planung die mir noch Optionen für die nächsten 20 Jahre offen hält. Ich möchte einfach vorrausschauender denken.

Ja herzlichen Glueckwunsch! In welchem Land lebst Du denn? Falls Du in Deutschland lebst, frage ich mich, wer kann denn da bitte die beruflichen Optionen noch fuer die naechsten 20 Jahre "planen"???
Das geht doch wohl ein bisschen an der Realitaet vorbei, oder?

Inaktiver User
25.09.2006, 08:37
Ja herzlichen Glueckwunsch! In welchem Land lebst Du denn? Falls Du in Deutschland lebst, frage ich mich, wer kann denn da bitte die beruflichen Optionen noch fuer die naechsten 20 Jahre "planen"???
Das geht doch wohl ein bisschen an der Realitaet vorbei, oder?

Das ging mir auch durch den Kopf, als ich das las.

Ich kann, wenn es gut geht, für 5 Jahre beruflich planen. Ob sich meine Planung allerdings mit den Veränderungen in der Firma, Abteilung, der Branche und dem Arbeitsmarkt decken, wissen die Götter. Da bleibt mir nur, flexibel zu reagieren, wenn es völlig anders kommt.

Hinzu kommt, bei einer Überlegung zur Familienplanung, dass mir z.B. niemand sagen kann, ob ich Gesund bleibe, ob ich am Leben bleibe, wie es meinem Partner bis dahin gehen wird und vieles mehr.

Eine Planung für ein Kind für so viele Jahre hinzubekommen, dürfte niemandem gelingen. Ich bleibe dabei: man muss es wagen und dann kann es gut gelingen. Der Rest ergibt sich, wenn man einigermaßen gute Grundvoraussetzungen hat.

Alles andere ist für mich ein Akt der Selbstüberschätzung.

Indiac
26.09.2006, 10:19
Eine Planung für ein Kind für so viele Jahre hinzubekommen, dürfte niemandem gelingen. Ich bleibe dabei: man muss es wagen und dann kann es gut gelingen. Der Rest ergibt sich, wenn man einigermaßen gute Grundvoraussetzungen hat.

Alles andere ist für mich ein Akt der Selbstüberschätzung.

:schild genau:

... aber Du bist ja auch schon laenger Mutter:smirksmile:
Wahrscheinlich sind wir was den "planbaren" Bereich unseres Lebens angeht bereits ein wenig desillusioniert:freches grinsen:

Inaktiver User
26.09.2006, 10:25
:schild genau:

... aber Du bist ja auch schon laenger Mutter:smirksmile:
Wahrscheinlich sind wir was den "planbaren" Bereich unseres Lebens angeht bereits ein wenig desillusioniert:freches grinsen:

Das mag sein. Ich habe aber auch noch nie in meinem Leben so weit geplant. Ich habe immer versucht so zu leben, dass es mir möglichst viele Bereiche öffnet. Das hat sich im Bereich der Berufswahl, Wohnort und Hobbys als sehr gute Herangehensweise erwiesen. Das Kind hat dann einfach mitgelebt und dazu muss ich nicht wissen, wo ich arbeiten oder leben werde, wenn das Kind in Richtung Abitur geht.

Da würde ich mich heute nicht mal auf ein bestimmtes Land festlegen, wobei ich schon davon ausgehe, dass wir hier bei Haus und Hof und den Menschen, die wir kennen und mögen bleiben - aber wer weiss.

Indiac
26.09.2006, 10:32
Vita, da scheinen wir uns aehnlich zu sein. Ich hatte grooossse Plaene, in der Pubertaet. Gleich mit Anfang des Studiums taten sich jedoch so viele andere Wege auf, mit denen ich nie gerechnet, erst recht nicht geplant haette.
Und ich finde es grossartig! Mein Kind ist ebenso in mein Leben gekommen, wie viele andere Ueberraschungen und das ist gut so! Das wir nun in Indien leben, er wundervolle Erfahrungen an einer internationalen Schule machen kann - ich waere bei Planungen nicht mal auf die Idee gekommen!!!
Wir wissen nicht mal, wo wir naechstes Jahr sind. Aber eines wissen wir sehr sicher:
ES WIRD NICHT LANGWEILIG!!!:freches grinsen:

Inaktiver User
26.09.2006, 10:44
ES WIRD NICHT LANGWEILIG!!!:freches grinsen:

Liebe Indiac,

da kann ich Dir nur zustimmen und hoffe, es bleibt so positiv
und fühlt sich dabei weiter gut an, denn ich mag es nicht anders.

:prost:

Vinissima
06.10.2006, 21:16
Hallo Mädels,

mit beruflicher Planung für die nächsten Jahre meinte ich Folgendes: Ich erhalte meine Fertig- und Fähigkeiten und
bin flexibel, dass ich in vielen unterschiedlichen Bereichen
arbeiten kann, falls mal was schief geht. Es hat noch andere
Vorteile: Ich kann mir aussuchen für wen ich arbeite und
auch oft wann ich arbeite.
Das verstehe ich unter Planung. Für mich wird es immer Arbeit
geben. Momentan habe ich eine unbefristete Halbtagsstelle
(Staat) und den Rest verdiene ich mir als Freiberufler.
Wenn man eine Familie gründet sollte man halt schauen beruflich gut dazustehen.
Eure Kommentare fand ich sehr interessant

Grüße Vinissima