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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : erfahrungen mit offener küche/wohn-/essbereich



Elfengruss
24.08.2006, 17:18
hallo zusammen,

wir sind derzeit auf der suche nach einer neuen wohnung und nun hab ich eine wunderschöne entdeckt.
"nachteil" (in den augen meines mannes):
küche, wohn- und esszimmer sind EIN offener bereich mit 43qm. ansonsten gibts an zimmern nur noch das schlaf- und das kinderzimmer (das wir bald brauchen werden).
da wir aber auch beide einen arbeitsplatz zuhause benötigen (also 2 schreibtische mit computern, scanner, drucker etc.), befürchtet mein mann, dass der große wohnraum zu chaotisch werden könnte.
habt ihr erfahrungen mit solchen offenen wohnungen? mir schwebt ja eigentlich so ne art schiebevorhang vor (in festen schienen an der decke und evtl. auch am boden fixiert), der den arbeitsbereich abtrennen könnte.
um die küche vom wohnbereich zu trennen würde meiner meinung nach schon ein großer esstisch (mein traum) reichen.

momentan haben wir 4 sehr kleine zimmer - und mir gefällt eben das offene sehr gut.
hat jemand ideen?

Narnia
25.08.2006, 04:46
Hallo Elfengruss,

ich habe ca. 43 qm mit einem Raum Wohn/Esszimmer und fast offener Küche. Es wäre interessant wie das bei euch geschnitten ist?

Den klaren Vorteil sehe ich im miteinander leben, gerade auch mit Kind. Bei mir würden solche Schiebetüren viel Raum nehmen und sie sind sehr teuer!
43 qm hört sich riesig an, aber wenn man abteilt und noch einen großen Tisch reinstellt ist bald nicht mehr viel Platz. Hier haben einige den Wohnbereich abgetrennt, da wirkt alles viel viel kleiner.
Wenn das Schlafzimmer groß genug ist würde ich da Schreibtische einbauen?

Narnia

Inaktiver User
25.08.2006, 12:02
Küche, Wohn- und Arbeitszimmer zusammen in einem Raum, geht auf keinen Fall wenn man Kinder hat. Die Arbeitsplätze müsstet ihr schon woanders hinlegen, in einen Raum, wo man auch mal die Türe schließen kann.

Ansonsten stimmt's, gerade mit Kind ist so ein offener Arbeitsbereich praktisch.
Für mich wäre es dennoch nichts: ich bin so chaotisch, dass meine Küche nach dem Kochen wie ein Schlachtfeld ausssieht. Das möchte ich meinen Gästen nicht zumuten. Allerdings gibt's Leute für die ordentlicher sind als ich. Für diese ist das dann eine Lösung.


ischi

Inaktiver User
25.08.2006, 12:12
Praktisch, kommunikativ: aber das wäre nichts für mich.
Wenn gekocht wird, ziehen die Dünste (trotz Dunstabzug) durch die Räume. Ich kann das nicht leiden. Gerade bei Fisch oder Fritiertem. Auch wenn man das nicht isst: auch Blumenkohl düftet heftig. Es gibt ja auch leckere Düfte, aber ich möchte nicht noch nach Stunden dasselbe schnuppern.
Außerdem sitze ich gerne in einem aufgeräumten Esszimmer, ohne irgendwie aus einem Blickwinkel die benutzte Küche zu sehen. Ich koche nicht chaotisch, wie Ischi schreibt, sondern räume und wische immer schon zwischendurch, aber trotzdem mag ich es nicht leiden.
Ich glaube, man muss halt rausfinden, welcher Typ man ist. Ob einen Düfte und relative Unordnung stören beim Essen oder nicht.

Arbeitsbereiche abtrennen: ich brauche auch da eine Tür, sonst kann ich nicht konzentriert arbeiten.

Ich denke aber, das ist sehr individuell. Aber wenn der Gatte das schon nicht mag, würde ich die Finger davonlassen.

Gruß
Red

Inaktiver User
25.08.2006, 12:19
Da fällt mir ein:
als Studentin hatte ich mal 'ne Wohnküche, d.h. in der Küche stand Bücherregal und Sofa. Hatte natürlich keine Dunstabzugshaube. Ergebnis: einige Bücher pappten leicht, weil die Küchendünste sich darauf gesetzt hatten.

ischi

Elfengruss
25.08.2006, 12:30
hm, der gedanke mit den gerüchen kam mir z.b. gestern abend auch wieder in den sinn, als wir rindersteaks in der pfanne gebrutzelt haben. da riecht dann halt echt der gesamte wohnbereich...
gut fände ich halt, dass man auch beim kochen/tisch decken/fernsehen sein baby immer im blick hat (laufstall/wiege). kommunikativ war auch so ein stichwort...

der arbeitsbereich müsste vermutlich tatsächlich ins schlafzimmer verlegt werden, das ist wahr. jedoch wird es damit auch wieder sehr un-kommunikativ, weil wir ja sehr viel (besonders abends) am schreibtisch sitzen. da hätten wir dann wieder nichts von unserem schönen wohn-ess-bereich :niedergeschmettert:

gar nicht so einfach, aber mal sehen...

Inaktiver User
25.08.2006, 12:59
Bei mir haben Babys entweder im Zimmer gepennt und ich hatte ein Babyphon in der Küche oder sie mussten im Wipper mit in die Küche. Laufstall gab es bei uns nie. Größer geworden bekamen sie einen kleinen Holzherd in die Küche und kochten mit. Sehr süß war das. Sie bekamen halt Rosinchen oder Nudeln für ihre kleinen Töpfe. Später wurde mitgeschnippelt.

Die Zeit, die man sie im Blick haben möchte oder muss, ist ja relativ kurz. Das merkt man vor allem, wenn sie gerade 18 geworden sind ;o).

Für die Überwachung würde ich (in Worten ich, nicht du ;O))die Wohnung also nicht ausrichten.

Grüße!

Narnia
25.08.2006, 19:44
hm, der gedanke mit den gerüchen kam mir z.b. gestern abend auch wieder in den sinn, als wir rindersteaks in der pfanne gebrutzelt haben. da riecht dann halt echt der gesamte wohnbereich...


Das dachte ich auch und hab da viel mit Freundinnen diskutiert. Es ist jedoch so dass man die Küchentür so gut wie nie zuhat und es letztendlich doch - egal wie - nach essen riecht. Da hilft nur lüften.

Ich habe übrigens keinen Dunstabzug, da die wenigsten den laufen lassen. Mein Herd steht unterm Fenster.... ist klasse. Ich für meinen Teil habe es nicht bereut diese Wohnung genommen zu haben. Sollte es mich in ein paar Jahren mal nerven kann ich immer noch Trockebauwände ziehen, glaub ich aber nicht.

narnia

Elfengruss
25.08.2006, 21:50
Das dachte ich auch und hab da viel mit Freundinnen diskutiert. Es ist jedoch so dass man die Küchentür so gut wie nie zuhat und es letztendlich doch - egal wie - nach essen riecht. Da hilft nur lüften.


hihi, die küchentür ist bei uns gar nicht eingehängt und steht irgendwo im keller.
die einbauküche ist halt so eingebaut worden, dass die tür nicht mehr in die angeln passt (hat der vormieter gemacht, aber wir finden es super so) :freches grinsen:
so gesehen haben wir das geruchsproblem auch jetzt schon, wenn auch nicht ganz so extrem.
die dunstabzugshaube läuft bei mir zwar IMMER wenn ich koche, aber ich hab den eindruck, dass die auch nicht soooo toll funktioniert (ist ne ältere und ein sehr einfaches modell).
herd unterm fenster wäre natürlich cool, obwohl man da sicher ständig schauen muss, dass man die fettspritzer streifenfrei vom fenster kriegt, oder?

naja, vermutlich werden wir erstmal in der aktuellen wohnung bleiben. die ist ja eigentlich auch sehr sehr schnucklig... das problem ist nur, dass wir sehr viele fenster haben (wir bewohnen das gesamte erdgeschoss und haben damit rundherum fenster) und damit zwar eine wunderbar helle wohnung, aber kaum stellfläche.
das stauraum-problem ist halt blöd... (auch häufigeres ausmisten hilft nicht sooo viel)
vielleicht poste ich das nochmal extra, um hier ein paar tipps zu sammeln.
danke aber schonmal für eure hilfe! das thema wird irgendwann sicher wieder aktuell für uns (spätestens wenn wir dann in weiter ferne mal ein eigenheim haben sollten)...

Beate44
26.08.2006, 13:25
Ich hab jahrelang ein offenes Erdgeschoss gehabt, in dem Wohn-, Ess- und Arbeitsbereich zusammen waren. Getrennt war nur Toilette und Speisekammer. Die Schlafräume waren allesamt im Obergeschoss.

Mit einer modernen Dunstabzugshaube kannst du Blumenkohl und Fisch kochen ohne dass du das im gesamten Haus riechst. Die älteren Modelle sind da aber wirklich nicht so toll.

Wohnbereich von der Küche abtrennen durch einen großen Esstisch finde ich auch gut, den Arbeitsplatz habe ich mehr in Küchennähe weg vom Wohnbereich gewählt, weil es mir in Fernsehernähe zu laut war.

Den herkömmlichen PC-Arbeitsplatz habe ich inzwischen durch ein Laptop ersetzt, dass in eine Dockingstation eingesetzt wird und dadurch automatisch an Bildschirm und Tastatur angeschlossen ist. Auch der Drucker und der Scanner könnten da dran, aber hier hab ich mich für einen W-Lan-Drucker entschieden, der ganz woanderes steht und von allen Familienmitgliedern benutzt werden kann. Wenn es unten zu laut wird verkrümelt man sich mit dem Laptop ins Schlafzimmer.

Räumlich abgeteilt habe ich den Schreibtisch mit einem Reumteiler vom schwedischen Möbelhaus plus große Pflanze.

Gruß

Beate

Avocado
27.08.2006, 00:25
Huhu,
der größte Raum in unserer Wohnung ist die Küche und das ist ein sehr oft und sehr gern benutzter Raum zum Kochen, essen, Kaffee trinken, Besuch bewirten, Spieleabende machen und auch arbeiten. Ich wollte das nie wieder anders haben!

In der Mitte der Küche erhebt sich eine große "Kochinsel" mit Herd und Backofen, die den Raum unterteilt. Auf der einen Seite des Raumes sind dann die Kochutensilien untergebracht, Arbeitsflächen, Spüle, Spülmaschine und so weiter, auf der anderen Seite steht ein großer Tisch, eine Kommode für Frühstückssachen und Spiele und der Kühlschrankturm (fast 2m hoch) steht auch da. An dem Tisch sitzt ich dann morgens mit meiner Kaffeetasse und dem Klapptop und fang schon mal mit der Arbeit an (bin selbständig und kann viel von zuhause aus erledigen). Einen ständigen Arbeitsplatz wollte ich da allerdings nicht haben - die Küchendämpfe sind sicher nicht das Richtige für empfindliche Rechner. Und die Papierstapel müßte ich auch nicht dauernd sehen ... mein "richtiges" Büro ist 2 Zimmer weiter :smile:.

Eine Dunstabzugshaube haben wir nicht, dafür sind in der "Küchenhälfte" auf beiden Längsseiten Fenster, da kann man gut lüften. Eine Küchentür geht auf den Flur, die haben wir gleich ausgehängt, weil sie eh nur gestört hätte, und die Tür zum "Wohnraum" ist eigentlich immer auf (man siehts aber nicht, weil der Kühlschrank davor steht). Ich würde sie auch aushängen, aber wenn Besuch da ist, der nicht morgens von nassen Hundeküssen geweckt werden möchte, ist es besser, man kann sie schließen (Besuchsbett ist im "Wohnraum").
"Wohnraum" steht deshalb in Anführungszeichen, weil es ein eher kleiner Raum ist, in dem sich nicht sehr viel befindet als ein Futon (das eben erwähnte Besuchsbett und ansonsten unser Sofa), Fernseher, Anlage, DVD-Regal und ein Haufen Pflanzen.

Ursprünglich war das Wohnzimmer in dem großen Raum, in dem jetzt die Küche ist. Aber wir als extreme Küchenhocker wollten lieber eine Küche, in der man Platz hat und nehmen deshalb das kleine Wohnzimmer gern in Kauf.

So eine Schlauchküche, wo einer alleine vor sich hin wurschtelt, und der Rest der Familie ist ausgeschlossen, würde ich nicht haben wollen. Ich hab schon immer Wohnküchen bewohnt - war bei meinen Eltern so und hat sich durch meine weitere Wohhnbiografie gezogen. Alleine kochen ist grauenvoll. Wenn man beim Kochen, Spülen, Kaffeekochen und anderen Aktivitäten Gesellschaft hat, ist das doch viel schöner!

Edelherb
30.08.2006, 16:07
Wir wohnen momentan in einer (fast) offenen Küche zum Wohn- und Esszimmer hin. Ich hatte Bedenken wegen der Gerüche, die sich aber nicht bewahrheitet haben. Wir arbeiten viel mit Dunstabzugshaube und haben dann noch meist zusätzlich das Fenster weit offen, da riecht man das Essen kaum. Frittiert - selten genug - wird allerdings nur draußen.

Arbeitsplatz finde ich heute das größere Problem. Mein Freund arbeitet normalerweise am Esstisch. Und dann kam es vor, dass entweder ich in der Küche gewerkelt habe, wobei ich gerne Radio höre, und er arbeiten wollte, was nur ging, wenn einer von uns beiden Kopfhörer anzog (er, weil er auch manchmal Musik zur Arbeit hört). Oder andersrum: Mein Freund schaut einen Film und ich will die Zeitung lesen, sitze mit dem Teil am Esstisch und fühle mich gestört. Wiederum waren zwar Kopfhörer der Kompromiss, aber ich bin sehr froh, dass wir demnächst in eine Wohnung ziehen, die eine separate Küche hat. Mit kleinem Esstisch.:jubel:

Das bietet einfach mehr Rückzugsmöglichkeiten. Nur ein großer Wohnbereich, dazu Schlaf- und Kinderzimmer, da wäre ich irgendwann entsetzlich genervt.

Grüße,
Edelherb

Rosengarten
03.09.2006, 14:05
Hallo,
ich lebe seit etwa 8 Jahren in einer Wohnung, wo die Küche und das Wohnzimmer zusammen in einem sehr großen Raum sind.

Meine nächste Wohnung hat eine Küche und ein extra Wohnzimmer. Mein Problem: mein Mann guckt Sonntag nachmittags gerne Fernsehen (z.B. Autorennen) und ich würde gerne mit meiner Freundin in der Küche Kaffee trinken, Kuchen essen, quatschen usw. Das geht schlecht, zumal der Mann ja auch nicht jeden Mist mit anhören muß. Deswegen bin ich dann häufig ins Schlafzimmer ausgewichen, das ist gottseidank auch sehr groß und dort stand mein SChreibtisch, die Ecke habe ich dann auch wohnlicher eingerichtet mit einem Sessel dabei und kleinem Tischchen und so.

Mittlerweile haben wir das Glück, daß unser Sohn unters Dach
gezogen ist, so daß ich sein ehemaliges Kinderzimmer eingerichtet habe als "Damensalon". Dort steht jetzt mein Computer, ein hübsches kleines Sofa, zusätzlicher Fernseher. Das Zimmer
habe ich sehr weiblich eingerichtet mit Rosentapete, Teppich mit Röschen, hübschen Blumen und Blumenbildern.

Ein Zimmer für alles klappt bei uns jedenfalls nicht, bei uns hat es auch häufiger zu Streitigkeiten geführt, der eine bekommt Besuch, der andere will Fernseh gucken, einer will arbeiten und der andere macht Krach in der Küche, einer Musik hören, der andere ein Nickerchen auf dem Sofa ....

Mit meinem "Damensalon" bin ich jetzt außerordentlich zufrieden, mein Mann guckt z.B. gerade jetzt mit Sohn einen DVD-Spielfilm, der über alle Lautsprecher geht und ich bin hier in meinem Salon, sitze vorm Computer und habe nebenbei meine Lieblingsmusik angemacht.
LG
Rosengarten