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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst vor Pferd nach Sturz, was soll ich tun?



Coosi
24.08.2006, 12:54
Hallo ihr Lieben,

ich stecke in einer, für mich, sehr neuen und furchtbaren Situation und hoffe ihr könnt mir helfen.

Hier also meine Geschichte:

Ich reite schon seit 15 Jahren und das mit sehr sehr großer Leidenschaft. Ich hatte auch noch nie Angst vor Pferden.
Schon seit ca. 10 Jahren habe ich Reitbeteiligungen und bin auch einmal von einem Pferd gefallen.
Bis jetzt...

Seit einem Jahr bin ich zusammen mit einer guten Freundin für den Beritt von den Pferden eines Voltigiervereins zuständig. Wir hatten drei Pferde mit denen ich auch super zurechtkam. Vor zwei Monaten haben wir dann ein viertes Pferd gekauft. Ich habe dieses Pferd auch vor dem Kauf geritten und es war alles super.
Vor fünf Wochen sollte ich den Kerl also erneut reiten. Da das Pferd sehr "quirlig" ist und extrem Lauffreudig, ging er mir durch als ich gerade aufgestiegen war. Ich hatte die Steigbügel noch nicht aufgenommen und merkte das ich den Halt verlor. Also bin ich abgesprungen bevor er mich abwerfen konnte. Hierbei hab ich mir eine doppelte Bandruptur am rechten Sprunggelenk zugezogen. Daraufhin musste ich erstmal vier Wochen zu Hause bleiben.

Am letzten Wochenende war ich das erste mal wieder im Stall. Ich sollte besagtes Pferd von der Koppel holen und merkte schon das ich tierische Angst vor ihm hatte. Reiten könnte ich ihn momentan gar nicht.
Ich habe solche Angst vor diesem Pferd und kann das für mich selbst nicht akzeptieren.
Gleich nach dem Sturz bin ich wieder geritte, allerdings auf einem anderen Pferd. Damit hatte ich kein Problem. Ich bin auch letztes Wochenende ein anderes Pferd geritten was genauso gut ging wie immer. Nur dieser besagte Schimmel bringt mich total aus der Fassung.
Jetzt ist es blöderweise so, dass meine Freundin, die sonst auch reitet, im Urlaub ist und ich den Schimmel eigentlich reiten MUSS. Aber ich kann nicht über meine Angst hinweg.

Wie kann ich diese Angst denn wieder in den Griff bekommen? Wenn ich mich so, wie ich mich momentan fühle auf ein Pferd setze, geht das bestimmt nicht lange gut. Das Pferd merkt das sofort und das kann nur schlimm Enden.

Ich hoffe ihr könnt mir vielleicht ein paar Tips geben?

Grüßle
coosi

Inaktiver User
24.08.2006, 13:02
Mach ihn vorher durch eine halbe Stunde longieren müde, da kann er schon mal ein wenig springen und bocken, dann sollte es wieder einfach gehen. Und fang in der Bahn an.

Alles Gute, bzw. Hals- und Beinbruch,
One

Coosi
24.08.2006, 14:37
Ja da hast du recht, das weiß ich.

Aber ich hab tierische Angst davor mich auf dieses Pferd zu setzen.

Neulichst als ich ihn von der Koppel geholt habe, hab ich ihm das Halfter übergestreift und er hat nur mit dem Kopf geschlagen (er ist sehr empfindlich mit seinen Ohren). Da hat mein Herz schon total das rasen angefanen...
Das macht mich verrückt. Ich versteh mich selbst nicht mehr

Inaktiver User
24.08.2006, 16:04
Oje, ich kann dich sehr gut verstehen und hoffe, dass ich dich nicht weiter runterziehe mit meinem Posting. Allerdings geht es hier um ein Kind, mein Kind. Und du bist erwachsen, kannst da hoffentlich gegensteuern.

Meine Tochter konnte noch nicht sprechen, da zog es sie schon magisch zu Pferden hin. Dabei hatten mein Mann und ich immer Angst vor Pferden. Es war überhaupt nichts zu machen, sie liebte Pferde über alles und wollte nur eines: Endlich reiten.

Mit vier Jahren durfte sie dann endlich loslegen und war fortan nicht mehr zu bremsen. Wir konnten sie kaum zurückhalten, schon in dem Alter saß sie mindestens 3 x in der Woche im Sattel und war auch sehr talentiert. Mit 5 Jahren bekam sie ihr erstes Pony und stieg ins Tuniergeschehen ein. Ein Leben ohne Pferde schien für sie überhaupt nicht denkbar. Ich wuchs mit meiner Aufgabe :erleuchtung: und gewöhnte mich langsam an die gesamte Sache.

Trotz vieler, vieler Stürze besonders vom ersten, sehr lebhaften Pony, trotz Armbrüchen und Prellungen, sie kletterte immer wieder lachend drauf und galoppierte durch die Halle. Das zweite Pony war dann schon ein anderes Kaliber, just for fun war nicht mehr. Es war eine richtige Aufgabe. Wenn wir nicht noch ein Kind hätten, dann hätte sie wirklich 7 Tage die Woche geritten, so "durfte" sie nur 5 x.

Das Pony wurde schwer hufkrank, das Geld wurde durch die monatelangen Behandlungen knapper, unsere Tochter mußte auf anderen Ponys reiten. War alles super-belastend, ein drittes Pony konnten wir uns unmöglich leisten. Durch die Krankheit wurde das Pferd auch psychisch nervös - meine gerade mal 9jährige Tochter mußte im Sattel einiges aushalten, ausgleichen und viel Geduld aufbringen.

Als das Pony gerade mal wieder nicht lahmte, endlich wieder eingeritten war und ein wenig traben dufte, warf es unsere Tochter so heftig ab, dass die Reitkappe in zwei Teile zerbrach. Über die weiteren Einzelheiten spreche ich nicht so gerne, es war eine sehr harte Zeit für uns alle.

Unsere Tochter ist längst wieder gesund, hat nur noch ein "Andenken" an den Sturz. Aber ich wußte: Ich kann sie nie wieder auf ein Pferd lassen. Ich habe schon viele Stürze gesehen, auch bei meinem eigenen Kind. Aber sowas hab ich noch nie erlebt.

Sie geht auf kein Pferd mehr rauf. Auch nicht am Führstrick, nicht mal im Schritt. Ihre Angst ist so tiefgreifend, sie hatte monatelange Panikattacken.

Wir mußten/wollten den ganzen Reitsport aufgeben, haben die Pferde verkauft. Wie belastend das besonders für unsere Tochter war, kann sich sicherlich jeder vorstellen.

Wir haben den Weg des Verdrängens gewählt. Mittlerweile spielt sie immerhin wieder am Boden mit den ruhigen Kaltblütern unserer Freunde. Ein echter Fortschritt. Ehrlich gesagt: Ich bin froh, wenn sie nie wieder reitet. Diese Ängste möchte ich nicht noch einmal durchstehen. Ich glaube, dass meine Tochter ihre Ängste frühestens im Erwachsenenalter loswerden könnte.

Erst neulich sagte sie mir, dass sie manchmal immer noch träumt, wie sie von ihrem steigenden Pony kopfüber senkrecht in den Boden stürzte und überall Blut war.

Ich wünsche dir viel, viel Glück und kann mir vorstellen, dass dabei nur die Hilfe eines Therapeuten was bringen könnte.

LG von Basine.

Inaktiver User
25.08.2006, 08:47
Oje, Basines Antwort war ja nicht gerade sehr aufbauend ... aber klar, eine Mutter sieht das natürlich etwas anders.

Okay, Coosi, wenn die Angst so tief sitzt, dann mach eben was anderes. Ich würde (das Pferd muß ja bewegt werden) folgendes tun:

1. an der Hand spazieren gehen (nicht nur mit Halfter, sondern mit Zaumzeug!!!), eine halbe Stunde oder länger, anfangs in der Bahn, später im Gelände.

2. das Pferd longieren

Damit ist es bewegt und Du kannst Deine Vorbehalte und irrationalen Ängste kennenlernen und vermutlich auch abbauen.

Bißchen füttern, bißchen Fellpflege, Hufe aufheben, all das hilft auch.

Und wenn Du Dich drauf setzt: erstmal in der Bahn, nach dem Ablongieren, und von mir aus auch nur im Schritt. Gib Dir Zeit und überfordere Dich nicht.

Alles Gute,
One

TajMahal
25.08.2006, 08:55
Hallo Coosi,

mach eine Weile nur Bodenarbeit mit dem Pferd. Bis wieder Vertrauen aufgebaut ist. Ich hoffe soviel Zeit hast Du.
Wenigstens hast Du vor den anderen Pferden keine Angst.
Grüßle
TM

Coosi
28.08.2006, 08:33
Also Basines Antwort war ziemlich zerschmetternd.

Aber da ich ja nicht grundsätzlich Angst vor Pferden habe, sondern nur von diesem einen bestimmten, glaub ich nicht das ich ein hoffnungsloser Fall bin.

Vielen Dank an euch alle. Ich wrde die Tips beherzigen und erstmal mit Bodenarbeit, Longieren etc. anfangen. Vielleicht schaff ich es so mich wieder etwas an das Pferd zu gewöhnen und meine Angst abzulegen.

Ab Mittwoch hab ich auch wieder Unterstützung im Stall und bin nicht mehr allein für alle verantwortlich. Da fällt dann auch der Druck ab und ich kann entspannter an die Sache ran gehen.

Also nochmals vielen vielen Dank!

Inaktiver User
28.08.2006, 09:21
Ich drück dir die Daumen!

Jule21
02.09.2006, 14:25
wenn du ab mittwoch dann wieder unterstürzung hast, rede mit demjenigen und lass dich von demjenigen in der bahn erstmal führern und/oder longieren, bis du dich nicht mehr verkrampfst und wieder vertrauen fasst.
ich kenne das gefühl...bei mir hats einige monate gedauert, bis ich meinem pferd nach einem unfall wieder vertraut habe- und bis sie mir vertraut hat!

viel glück!
Jule

Inaktiver User
02.09.2006, 20:02
Bodenarbeit, bis das Vertrauen (wieder) da ist. Auch von ihm zu dir. Ihm Zeit geben, sich einzugewöhnen. Es ist ja für das Pferd auch eine Umstellung, neuer Stall, neue Umgebung, neue Stallgenossen usw.



LG
Bim

Kekole
06.09.2006, 16:31
Hallo Coosi,

Zitat Coosi

Aber da ich ja nicht grundsätzlich Angst vor Pferden habe, sondern nur von diesem einen bestimmten, glaub ich nicht das ich ein hoffnungsloser Fall bin.

Ich glaube du hast den ersten Schock auch überwunden.

Was machst du mit Kindern, die Angst vor Pferden oder einem Pferd haben?
Du zeigt ihnen durch deinen Umgang, dass von diesem Pferd nichts zu befürchten ist, wenn man bestimmte Dinge beachtet.

(Mir ist dies mal mit einem jungen Hannoveraner passiert, gerade unterm Sattel, die Bravheit in Person.
Eines Tages, wollte ich aufsitzen, ohne ihn vorher zu longieren, war noch nicht ganz oben, da macht er einen Satz, so richtig hochgewölbter Rücken, Kopf zwischen den Beinen. Ich flog hinter den Sattel und dann in hohem Bogen ins Gras, mein Glück, nur Prellungen.
Ich wollte ihn auch nicht mehr reiten. Eine Freundin hat das Pferd und mich geschnappt, hat es longiert, dann geritten.
Und dann hieß es für mich aufsitzen an der Longe, Selbstsicherheit wiedergewinnen. Später hatte ich wieder mein Vertrauen. (Und Monaco und ich sind dicke Freunde geworden.)

Es geht um Erfahrung sammeln durch zusehen, Nacharmung und verloren geglaubtes Vertrauen wieder zu gewinnen.

Die ersten Tips sind ja schon an dich gegeben worden, Bodenarbeit etc.

Bitte deine Verstärkung um Hilfe.
Schau dir an wie deine Verstärkung mit dem Pferd umgeht,
vielleicht zunächst, sie hält das Pferd und du steigst nur einmal auf und wieder ab.
Beim nächsten Termin steigern. Du bestimmst das Tempo, lass dir da Zeit.

Viel Erfolg und Mut wünscht dir
Kekole
_________________

Schon seit ca. 10 Jahren habe ich Reitbeteiligungen und bin auch einmal von einem Pferd gefallen.
Bis jetzt...
unglaublich ;)

Inaktiver User
14.09.2006, 20:30
Bei meiner Mentaltrainer-Ausbildung hab ich eine Frau kennengelernt, die überwiegend mit Pferden und Reitern arbeitet. Vielleicht wäre das ja was?

Coosi
22.09.2006, 14:11
Euch allen vielen vielen Dank.

Wir haben jetzt zusätzlich ein neues Pferd bekommen mit dem ich arbeiten kann. Ich bin hier zwar auch noch sehr schreckhaft. Aber meine Freundin und ich gehen es ganz langsam an.

Das schlimmste für mich ist immernoch das Aufsteigen. Meine Verstärkung reitet den Jungen Kerl erst ab und dann hilft sie mir beim Aufsteigen. Anfangs ist es noch schlimm. Aber sie unterstüzt mich und ist da wenn was ist. Und dann entspann ich mich etwas und es wird besser und lockerer.

Ich werds schon schaffen. Muss einfach. Ohne Pferde leben geht nicht ;-)

Inaktiver User
22.09.2006, 15:10
Mir ist so was ähnliches vor Jahren auch mal passiert. Damals war ich 12 und weil ich ein sehr ruhige und weiche Hand hatte, wurde ich gebeten einen Éndmaß-Pony-Hengst einzureiten...
Der Besitzer longierte ihn vorher immer ab und auch am Anfang bin ich nur an der Longe aufgestiegen... der Hengst stieg oft, so dass ich mich vorne und hinten am Sattel festhalten musste. Mit der Zeit machten wir Fortschritte. An dem Tag wo wir vorher nicht longierten, drehte ich mit dem Pferd ein Runde in der er nur buckelte und ich bat den Besitzer mich absteigen zu lassen, weil ich ohnehin die Steigbügel verloren hatte... stattdessen ließ er nur die Peitsche knallen... ich fiel auf den naßen Sandboden und prellte mir zum Glück nur mein Steißbein, trotzdem sehr schmerzhaft und hatte danach aber einfach Angst.
Damals entschied ich mich das Einreiten sein zu lassen, weil ich weder dem Pferd noch dem Besitzer vertraute, der mir nach meiner Entscheidung noch vorwarf ich wäre kein Pferdefreund?!
Ich denke auch heute noch, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe und Angst nicht in jedem Fall unbegründet ist. Das kann letztlich tatsächlich nur dein Gefühl dir sagen.
Herantasten in kleinen Schritten kann, ist auf jeden Fall vernünftig und auch ehrlich überlegen, wie wieviel man sich selber wirklich zutraut/ zumutet. LG Robin*

Inaktiver User
22.09.2006, 15:34
Hallo

Ich kenn diese Angst auch
Jedoch nicht vor einem Pferd
Bei mir war es etwas Anderes von dem ich böse gestürzt bin

Ich selber hab gemerkt, das bei mir , selbst nach einem
Jahr Pause - dann wieder drauf - nichts mehr ging
Jedoch bin ich mir sicher, ganz sicher, wenn man solche
Erfahrung langsam, ganz langsam verarbeitet, bekommt man
es wieder in Griff .

Ich habe es noch in Kopf - diese Angst wieder zu
stürzen oder noch Schlimmeres, aber ich habe auch
im Kopf es wieder anzugehen .
(Es gibt da diesen Spruch, egal von was man stürzt oder
fällt, - gleich nochmal drauf oder es nochmal tun! Also
bei mir ist dieser Spruch total daneben. Bei mir galt das nicht
Ich habe gemerkt, nach Versuchen schnell wieder drauf,
nicht nachdenken und und und... das dass nur noch mehr Panik
in mir auslöste. )
Aber ich glaube auch, bin mir sicher, das wenn man mal
richtig vor was Angst hat, dann ist die Angst immer da
wenn man das ausführt oder so. Man muss halt lernen
mit ihr umzugehen (und das kann eben dauern)

Schönes WE

Leia77
06.10.2006, 12:34
Hallöchen :smirksmile:

ich kenne das auch mit der Angst... ich habe mit 12 angefangen zu reiten.... nach knapp 10 Longe-Stunden durfte ich dann in der normalen Reitstunde mitreiten. Ich super-motiviert und mega-selbstsicher... liebte ich doch Pferde über alles :smirksmile:
2. Reitstunde ist dann eine Freundin von mir vom Pferd gestürzt und hat sich nicht mehr getraut, wieder aufzusteigen. Ich - mutig wie ich bin - habe dann das Pferd mit ihr getauscht... naja... keine 5 Minuten später lag ich im Dreck :smirksmile: und hatte mir den Arm gebrochen.... also 6 Wochen Sendepause...
naja... dann wieder zum Stall und auf einmal hatte ich Angst... nach einiger Überwindung bin ich dann wieder draufgesessen, konnte aber nur im Schritt und Trab reiten. Galopp war ein Unding. Meine Reitlehrer waren zum Glück so verständnisvoll, dass sie mir die Zeit ließen, die ich brauchte... Ich habe dann eine zeitlang immer wieder das gleich Pferd bekommen... eigentlich ein recht verrücktes Huhn :smirksmile: und siehe da, ich faßte Vertrauen in ihn, was eigentlich so niemand recht verstand, da er nicht gerade ein braves umgängliches Pferd war... und ausgerechnet auf ihm fing ich dann auch wieder da galoppieren an... und ab da war der Bann gebrochen :smile:

Laß Dir einfach die Zeit, die Du brauchst, laß Dich von niemandem drängen... und erarbeitet Euch gegenseitig Vertrauen... Warte ab... irgendwann geht ihr durch dick und dünn :smirksmile:

LG Leia

Inaktiver User
07.10.2006, 10:44
Da muss man durch und die Angst überwinden. ich hatte mal ein Pferd im beritt, von dem bin ich anfangs alle 15 Minuten geflogen und wirklich mit zitternden Knien wieder aufgestiegen. Irgendwann fassten wir Vertrauen zueinander...

Lass Dir die Zeit, die Du brauchst. Lass ihn vorher immer schön abreiten oder longieren, dann geht die Angst schneller als Du denkst...

Weihnachtsfrau
07.10.2006, 20:55
Hallo,

ich habe noch nie Angst vor einem Pferd gehabt, als Kind bin ich andauernd von Schulpferden runter gefallen und ich reite jetzt seit über 20 Jahren, außer mal einem blauen Fleck ist nie was passiert, obwohl ich Springen reite. (klopf auf Holz)

Jedes Pferd kann sich mal erschrecken, bucjel etc. Aber einen Typ Pferd reite ich definitiv nicht: Steiger.

Ich finde, Du "musst" dieses Pferd nicht reiten, wenn Du kein gutes Gefühl hast. Es gibt andere, die es vielleicht reiten möchten. Man kann nicht zu jedem Pferd einen Bezug haben, sind auch Individuen.

Liebe Grüße
Weihnachtsfrau

erdnukel
13.06.2007, 11:23
Hallo Coosi!
Also ich verstehe Dich sehr gut. Ich bin mein halbes Leben lang geritten ( ich bin 42 ) und nach einem Sturz vor 12 Jahren, habe ich dann damit aufgehört. Aber die Liebe zu den Pferden lässt mich nicht los. Meine Tochter ( 17 ) reitet auch und mein kleiner Sohn ( 8 ) ebenso. Wir haben ihnen ihren Wunsch erfüllt und für meine Tochter eine Rheinländer Rappstute und für meinen Sohn ein Shetty gekauft. Das läuft auch alles prima. Meine Familie war der Meinung, dass ich sicher meine Angst verlieren würde, wenn ich auch ein Pferd hätte. So haben wir ein Pferd für mich gesucht und auch gefunden. Einen super lieben Hafflinger. Er ist total artig und man kann sich echt auf ihn verlassen. Mein Kleiner Sohn reitet oft auf ihm-- auch im Gelände, ohne Probleme. Das Problem bin nach wie vor ich. Ich bin jeden Tag zweimal auf der Weide und kümmere mich um die Pferde, ich putze meine Haffi , aber das war es dann auch schon. Sicher war ich schonmal auf ihm drauf, aber auch genauso schnell auch wieder runter. Ich habe einfach Angst und das kotzt mich total an.Früher bin ich jedes noch so schwieriges Pferd geritten und heute traue ich mich nicht mal auf meinen kleinen Haffi. Es ist zum heulen, aber ich kann die Angst nicht überwinden. Ich sitze dann völlig verkrampft, schweißgebadet und mit zugeschnürter Kehle auf dem Pferd. Wie gerne würde ich mit meinen Kindern mitreiten, wie gerne wieder ohne Angst reiten, aber ich schaffe es einfach nicht und ich habe noch kein Rezept gegen die Angst gefunden. Ich kann Dir ja nun schreiben, bleib locker, setze dich nicht unter Druck, fasse erstmal vom Boden aus wieder Vertrauen zu dem Pferd u.s.w. Doch wenn Du von solch einer Angst wie ich befallen bist, nützen Dir all die gutgemeinten Ratschläge nicht viel. Aber wir können ja darauf hoffen, das es jemanden gibt, der uns sagen kann, wie wir unsere Angst besiegen können.
Gruß Maren

Inaktiver User
13.06.2007, 21:21
Hallo Coosi!

Bin auch Reiterin seit rund 25 Jahren, hatte selber ein eigenes Pferd, das ich roh gekauft habe und mit Hilfe einer Bereiterin eingeritten und ausgebildet habe. Passiert ist mir nie etwas Dramatisches (toi toi toi).
Ich kann mich aber der Aussage von Weihnachtsfrau nur anschließen. Wenn ich so ein schlechtes Gefühl mit dem besagten jungen Pferd habe, würde ich es mit diesem erstmal sein lassen und die Anderen vorziehen, um nach dem Sturz wieder 100% Vertrauen zu dir selber aufzubauen. Du tust dem Pferd doch auch keinen Gefallen, gerade wenn er noch ein Junger ist, braucht er ja eine sichere Hand und wenn du immer noch Angst bei ihm spürst, überträgt sich das ja auch auf ihn (aber das weißt du ja sicher selber).
Ich finde, das muß man sich einfach nicht antun....
Wenn du nach einiger Zeit wieder richtig sicher bist und deinen Unfall "verdaut" hast, könntest du es dir ja nochmal vornehmen, ihn zu reiten. Aber mit so einem Gefühl..., nee.....

Liebe Gr.
Lili

Inaktiver User
13.07.2007, 06:53
@ coosi
...du hast doch schon das Richtige - und Entscheidende - getan:
du bist wieder aufgestiegen. Setz dich doch nicht jetzt unter Druck, dass du gerade dieses noch unausgeglichene Pferd reiten mußt, sondern suche jemand, der die Reitbeteiligung übernimmt und dem Pferd gewachsen ist...

Wassollichnurtun
13.07.2007, 14:15
Hallo Coosi,

ich kann deine Angst sehr gut nachvollziehen, mein Unfall ist am 05. Augutst genau 5 Jahre her und ich bekomm immer noch Schweißränder im Gesicht bei bestimmten Situationen.

Erstmal vorweg, ein Pferd kann man weder müde reiten noch kann man ein Pferd müde longieren. Pferde sind Fluchtiere und wenn sie von ner halben Stunde in der freien Wildbahn miteinander raufen müde werden würde, dann wäre es ihr Todesurteil. Sorry aber leider trichtern das Reitleherer und Vereinchnchen immer noch ihren Lehrlingen ein. Das ist absoluter Humbug.

Also hier meine Geschichte.

Vor 5 Jahren, ich hatte noch ein Pflegepferd das sehr alt war 28, er war totkrank und der Termin fürs Einschläfern stand schon fest.

Wir haben wie jedes Jahr ein gemütliches Treffen bei selbstgemachten Zwetschkekuchenessen zusammengerufen.

Dadurch das Marco zu diesem Zeitpunkt nicht mehr laufen konnte, war ich an diesem Tag relativ normal angezogen und mein größter Fehler ich hatte Buffalo Schuhe (die mit dem Hohen Absatz, die hässlichen) an. Ich bin eine Weile bei ihm gesessen habe ihn geputzt mit Leckerchen vollgestopft und bin dann zu den anderen gegangen.

Just in diesem Moment kam eine Mitteinstallerin die eh immer hyperaktiv ist und bat mich drum ihre Stute von der Koppel zu holen währen sie mistet. Ich solle die anderen 4 draußen lassen.

Also machte ich mich mit dem ersten fatalen Fehler (die Schuhe) auf den Weg.

Wie immer schaltete ich als erstes den Strom ab ( fatal, denn dieser war erst gar nicht angeschalten und somit habe ich den Strom angestellt).

Bin dann rein und hab mir die Stute geschnappt. Diese Stute ist nicht ohne, die ist genauso hyperaktiv wie ihre Besitzerin aber zu diesem Zeitpunkt bin ich schon 16 Jahre geritten und mir ist noch nie was ernsthaftes passiert, somit hatte ich auch jeglichen Respekt vor den Gefahren der Pferde verloren (dritter fataler Fehler)

ich ging also mit ihr zum Eingang währen mir die ganze Herde folgte, da die Stute schon wieder rummuckte und ständig den Kopf wegzog, begang ich den nächsten faltalen Fehler, um sie besser halten zu können, wickelte ich mir den Strick um die Hand.

Nun war es so das eine Stute vor mir stand die unbedingt auch raus wollte. Ich machte ein Zeichen das sie vom Eingang verschwinden soll, dies tat sie auch jedoch noch mit einem heftigen Tritt nach der Stute die ich an der Hand hatte.

Diese Stute machte berechtigter Weise einen Sprung nach hinten und nun wurde mir der Stromzaun zum Verhängnis. Die Stute bekam einen deftigen Schlag und rannte los wie vom Teufel verfolgt, ich konnte in diesen Schuhen nicht mithalten und außerdem konnte ich nicht weg von ihr das sich der Strick zugezogen hatte.

So kam es das ich nach kurzer Zeit unter ihr landete und sie schlief mich mit, ich höre heute noch das knacken meines Sprunggelenkes und wie es zermatscht wird. Gott sei Dank löste sich der Panikhaken.

So da lag ich nun, hatte eigentlich noch keine Schmerzen aber mein Fuß war nach hinten um 180 Grad verdreht. Da wurde mir klar der ist durch. Ich fing vor Angst an zu schreien und endlich kamen welche vom Stall.

Erst im Krankenhaus bin ich wieder zu mir gekommen und da sah ich mein Fuß, er wurde nur noch von der Haut zusammengehalten.

Ich hatte einen Weber C bekam 16 Schrauben und zwei Metallblatten und ein Drahtgestell. Fast ein Jahr Krücken laufen mit der Angst mit 21 Jahren ein Krüppel zu bleiben und immer humpeln zu müssen oder immer Schmerzen haben zu müssen.

Gott habe ich Pferd gehasst, ich habe mich nicht mal von Marco verabschiedet ich wollte nichts mehr mit ihnen zu tun haben.

Das hielt aber nicht lange an und ich vermisste die Pferde und das reiten. Aber das ging ja nicht, also hieß erst gesund werden und dann schauen.

Als ich wieder gesund war (nach hartem Training und neuem laufen lernen, heute fast nie Schmerzen und kein Hinkefuß) stand ich wieder im Stall. Der SB bot mir seine neue Schwarzwälder Fuchs Stute an mich um sie zu kümmern.

Aber da ging es schon los. Ich hatte Angst als sie aus der Box kam, ich traute mich nicht zu reiten und und und.

Mir ging es richtig schlecht in der Zeit, ich wollte so gerne aber hatte eine innere Blockade.

Mein Freund riet mir, die Reiterei zu lassen, denn die Angst war bei jedem Pferd nicht nur bei der Stute die mich über den Haufen gerannt hatte.

Somit habe ich mir gesagt ich kaufe mir ein älteres Pferd dem ich voll und ganz vertrauen kann oder ich höre auf zu reiten.

Tja und so kam ich zu meinen großen (ich wahrsten Sinne des Wortes) Grande M. Ich habe ihn vor drei Jahren gekauft, er war 18 Jahre alt und Bombensicher.

Wir beide haben vollstes vertrauen zueinander (auch wenn er als mal seine Bocksprünge lässt oder auch schon mal rückwärts auf einen Abhang zugelaufen ist, so bomensicher ist er dann doch nicht, er ärgert mich nur unheimlich gerne) gehören wir beide zusammen.

Durch ihn habe ich die Angst verloren und habe wieder Spaß an der Reiterei gefunden. Hierzu muss ich aber sagen es ist nur bei ihm so, der Stute, die bei mir auf der Hassliste Nummer 1 steht, der geh ich vollkommen aus dem Weg.

In der Gruppe in der Grande steht, sind zwei Stuten und er, eine davon ist relativ dominat und wenn die Laune hat, steh ich als wie ein unbeholfenes Kind vor dem Koppeleingang und trau mich nicht mein Pferd rauszuholen.

Reiten tu ich nur ganz selten fremde Pferde und wenn ich mal ein fremdes Pferd reite bin ich immer zum Absprung bereit und vertraue dem Pferd kein bisschen.

Also wie du siehst ich bin nicht ganz geheilt, aber eins habe ich zurückbekommen, den Respekt den ich verloren habe und der mich mein Leben oder ein Leben im Rollstuhl hätte kosten können.

LG und gute Besserung.

Wassollichnurtun
13.07.2007, 14:15
Hallo Coosi,

ich kann deine Angst sehr gut nachvollziehen, mein Unfall ist am 05. Augutst genau 5 Jahre her und ich bekomm immer noch Schweißränder im Gesicht bei bestimmten Situationen.

Erstmal vorweg, ein Pferd kann man weder müde reiten noch kann man ein Pferd müde longieren. Pferde sind Fluchtiere und wenn sie von ner halben Stunde in der freien Wildbahn miteinander raufen müde werden würde, dann wäre es ihr Todesurteil. Sorry aber leider trichtern das Reitleherer und Vereinchnchen immer noch ihren Lehrlingen ein. Das ist absoluter Humbug.

Also hier meine Geschichte.

Vor 5 Jahren, ich hatte noch ein Pflegepferd das sehr alt war 28, er war totkrank und der Termin fürs Einschläfern stand schon fest.

Wir haben wie jedes Jahr ein gemütliches Treffen bei selbstgemachten Zwetschkekuchenessen zusammengerufen.

Dadurch das Marco zu diesem Zeitpunkt nicht mehr laufen konnte, war ich an diesem Tag relativ normal angezogen und mein größter Fehler ich hatte Buffalo Schuhe (die mit dem Hohen Absatz, die hässlichen) an. Ich bin eine Weile bei ihm gesessen habe ihn geputzt mit Leckerchen vollgestopft und bin dann zu den anderen gegangen.

Just in diesem Moment kam eine Mitteinstallerin die eh immer hyperaktiv ist und bat mich drum ihre Stute von der Koppel zu holen währen sie mistet. Ich solle die anderen 4 draußen lassen.

Also machte ich mich mit dem ersten fatalen Fehler (die Schuhe) auf den Weg.

Wie immer schaltete ich als erstes den Strom ab ( fatal, denn dieser war erst gar nicht angeschalten und somit habe ich den Strom angestellt).

Bin dann rein und hab mir die Stute geschnappt. Diese Stute ist nicht ohne, die ist genauso hyperaktiv wie ihre Besitzerin aber zu diesem Zeitpunkt bin ich schon 16 Jahre geritten und mir ist noch nie was ernsthaftes passiert, somit hatte ich auch jeglichen Respekt vor den Gefahren der Pferde verloren (dritter fataler Fehler)

ich ging also mit ihr zum Eingang währen mir die ganze Herde folgte, da die Stute schon wieder rummuckte und ständig den Kopf wegzog, begang ich den nächsten faltalen Fehler, um sie besser halten zu können, wickelte ich mir den Strick um die Hand.

Nun war es so das eine Stute vor mir stand die unbedingt auch raus wollte. Ich machte ein Zeichen das sie vom Eingang verschwinden soll, dies tat sie auch jedoch noch mit einem heftigen Tritt nach der Stute die ich an der Hand hatte.

Diese Stute machte berechtigter Weise einen Sprung nach hinten und nun wurde mir der Stromzaun zum Verhängnis. Die Stute bekam einen deftigen Schlag und rannte los wie vom Teufel verfolgt, ich konnte in diesen Schuhen nicht mithalten und außerdem konnte ich nicht weg von ihr das sich der Strick zugezogen hatte.

So kam es das ich nach kurzer Zeit unter ihr landete und sie schlief mich mit, ich höre heute noch das knacken meines Sprunggelenkes und wie es zermatscht wird. Gott sei Dank löste sich der Panikhaken.

So da lag ich nun, hatte eigentlich noch keine Schmerzen aber mein Fuß war nach hinten um 180 Grad verdreht. Da wurde mir klar der ist durch. Ich fing vor Angst an zu schreien und endlich kamen welche vom Stall.

Erst im Krankenhaus bin ich wieder zu mir gekommen und da sah ich mein Fuß, er wurde nur noch von der Haut zusammengehalten.

Ich hatte einen Weber C bekam 16 Schrauben und zwei Metallblatten und ein Drahtgestell. Fast ein Jahr Krücken laufen mit der Angst mit 21 Jahren ein Krüppel zu bleiben und immer humpeln zu müssen oder immer Schmerzen haben zu müssen.

Gott habe ich Pferd gehasst, ich habe mich nicht mal von Marco verabschiedet ich wollte nichts mehr mit ihnen zu tun haben.

Das hielt aber nicht lange an und ich vermisste die Pferde und das reiten. Aber das ging ja nicht, also hieß erst gesund werden und dann schauen.

Als ich wieder gesund war (nach hartem Training und neuem laufen lernen, heute fast nie Schmerzen und kein Hinkefuß) stand ich wieder im Stall. Der SB bot mir seine neue Schwarzwälder Fuchs Stute an mich um sie zu kümmern.

Aber da ging es schon los. Ich hatte Angst als sie aus der Box kam, ich traute mich nicht zu reiten und und und.

Mir ging es richtig schlecht in der Zeit, ich wollte so gerne aber hatte eine innere Blockade.

Mein Freund riet mir, die Reiterei zu lassen, denn die Angst war bei jedem Pferd nicht nur bei der Stute die mich über den Haufen gerannt hatte.

Somit habe ich mir gesagt ich kaufe mir ein älteres Pferd dem ich voll und ganz vertrauen kann oder ich höre auf zu reiten.

Tja und so kam ich zu meinen großen (ich wahrsten Sinne des Wortes) Grande M. Ich habe ihn vor drei Jahren gekauft, er war 18 Jahre alt und Bombensicher.

Wir beide haben vollstes vertrauen zueinander (auch wenn er als mal seine Bocksprünge lässt oder auch schon mal rückwärts auf einen Abhang zugelaufen ist, so bomensicher ist er dann doch nicht, er ärgert mich nur unheimlich gerne) gehören wir beide zusammen.

Durch ihn habe ich die Angst verloren und habe wieder Spaß an der Reiterei gefunden. Hierzu muss ich aber sagen es ist nur bei ihm so, der Stute, die bei mir auf der Hassliste Nummer 1 steht, der geh ich vollkommen aus dem Weg.

In der Gruppe in der Grande steht, sind zwei Stuten und er, eine davon ist relativ dominat und wenn die Laune hat, steh ich als wie ein unbeholfenes Kind vor dem Koppeleingang und trau mich nicht mein Pferd rauszuholen.

Reiten tu ich nur ganz selten fremde Pferde und wenn ich mal ein fremdes Pferd reite bin ich immer zum Absprung bereit und vertraue dem Pferd kein bisschen.

Also wie du siehst ich bin nicht ganz geheilt, aber eins habe ich zurückbekommen, den Respekt den ich verloren habe und der mich mein Leben oder ein Leben im Rollstuhl hätte kosten können.

LG und gute Besserung.

Inaktiver User
13.07.2007, 14:21
Tut mir leid, daß Du solche schlimmen Erfahrungen machen mußtest, wassollichnurtun.

Doch: diese 3 Fehler (der allerschlimmste war Strick ums Handgelenk wickeln) ... die solltest Du nicht der Stute anlasten. Ich weiß, wenn man lange mit Pferden zu tun hat, wird man unaufmerksam.

Wichtig wäre, wenn Du Dir vor Augen halten könntest, daß, wäre nicht diese extreme Verkettung passiert, Du diese Stute ohne jedwede Vorkommnisse von der Koppel hättest führen können.

Versteh mich nicht falsch, ich will da jetzt nicht groß reden. Ich kenne es von mir, daß einem die dümmsten Ideen kommen können. Aber die Tiere sind da nicht schuld, eher unsere Schludrigkeit.

Alles Gute,
One

Wassollichnurtun
13.07.2007, 15:45
Hallo 1of8, ich muss mal meinen Namen ändern, den habe ich mir damals zugelegt als es mir hundsmiserabel ging *lol*

Eigentlich weiß ich das ich an vielem selber Schuld bin, mir sind meine Fehler ja auch klar, nur das schlimme ist das diese Stute schon mehre Leute umgerannt hat weil sie einfach so hippelig ist. Zwar ist keinem nur Ansatzweise sowas passiert wie mir, aber es zeigt mir, das dieses Pferd eine Gefahr ist.

Immer dieses um den Menschen rumspringen das ist eine Unart von Pferden die ich echt nicht leiden kann. Klar es liegt an der Erziehung, Grande läuft immer brav ein Stück hinter mir und das seitlich, so das wenn er sich mal erschrickt nicht auf mich draufspringt.

Diese Stute ist einfach sowas von verzogen und die Besi (eigentlich kann ich sie echt gut leiden) ist vom Charakter her wie ihr Pferd- oder umgekehrt. Hippelig immer nervös, immer auf dem Sprung. Daher halte ich mich von der Stute fern.

Der SB frag mich als ob ich mitgehe alle Pferde reinholen, wenn er dann sagt das es sich um Jessys Gruppe handelt kann er gar nicht so schnell gucken wie ich über alle Berge bin :-)

Auch immer dieses rausgiften aus der Box nervt mich ultra an, man denkt an nichts böses läuft die Stallgasse entlang und schwup an man die Zähne in der Jacke hängen. OHA dieses Pferd ist sowas von .....

Aber was das Unachtsame angeht hast du Recht das war mein Fehler der sicherlich nie mehr vorkommt.

Hier könnt ihr ein Bild von mir und meinem Schatz Grande finden, da waren wir auf einem Sternenritt.

Einfach auf Reitclub-Gernsbach.de, dann auf Bilder, dann auf Reiterfrühstück und dann auf Bilder 2006. Etwas runterscrollen und da kommen dann Bilder wo wir schon mal in der großen Gruppe dort ankommen und Grande und ich sind gut zu erkennen weil er auf einem Bild an der Schnapsflasche riecht.

Übrigens die Stute ist die gleich auf dem nächsten Bild nebendran, auf dem Bild kommt erst unser SB, dann ein normaler Einstaller und dann die Stute mit ihrer Besi. Sieht eigentlich relativ brav aus.

Inaktiver User
13.07.2007, 18:09
Naja ... stimmt alles, eigentlich. Und uneigentlich ...

Ich fang früher an, okay? Meine Tiere (alle!) spiegeln mich. Ich bin eine sehr pragmatische, zielgerichtete Person.

Vor 7 Monaten mittlerweile kaufte ich mir ein junges Pferd. Mit pragmatisch und zielgerichtet ging da gar nix. Behutsamkeit war angesagt.

War für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Bisher hatte ich immer Pferde, die mehr konnten als ich, nun ist das anders. Der Cavaletti-Kurs letztes WE zeigte mir das: Pferd tat so quasi: "Ich kenn mich zwar nicht aus, ich stolpere da halt drüber, und mal sehen ..."

Macht auch irgendwie Spaß, und hat zu meiner "Menschwerdung" wieder etwas beigetragen. Im Sinne von ... Weiterlernen. Ich hoffe, ich hebe das nicht zu sehr auf die Meta-Ebene für Dich.

Was ich gut und wichtig finde, ist NHT, der Vorteil ist, daß das Ding jetzt einen Namen hat und gelehrt wird. Vorher hatte ich das aus dem Bauch gemacht. Hat mir mit dem jungen Pferd viel geholfen. Ich hatte das roh bekommen, und von führen und Beine-geben und dergleichen war nix zu sehen.

Nun ist es anders.

Aber: Das was Du schriebst, klar, die Stute spiegelt ihre nervöse Halterin. Ist ganz normal!

Ich mag Wallache lieber, immer schon.

Deine Unachtsamkeit kann ich besser verstehen, als Du wahrscheinlich glaubst. Ich bin die, die manchmal (früher: immer!) noch auf dem Pferd sitzend den Bauchgurt löst, und dann erst abspringt. Ebenso ein Kardinalfehler! Machte ich zwar nur bei Pferden, wo ich dachte, es ist ok (war auch immer ok), aber das ist eigentlich nicht entschuldbar!

Ich reite mittlerweile seit fast 30 Jahren (mit kleinen Pausen), ich hatte fast immer ein eigenes Pferd. Es ist wichtig, finde ich, die Grenzen auch mal zu übertreten, aber ... Du siehst, es kann auch ins Auge gehen.

Ich will auf keinen Fall schulmeisterisch rüberkommen, und die Bilder sehe ich mir nachher sehr gerne an!

Ich finde, es ist sehr, sehr schön, daß Du nach wie vor reitest und das überwinden konntest.

LG,
One