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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diabetes bei einer Katze



RedNoseRudy
22.11.2012, 19:12
Hallo alle miteinander,

meine Katze hat Diabetes. Ich bin total durch den Wind. Ich soll erst auf ein spezielles Diabetes-Futter von der Ärztin umstellen, ggf. muss ich auch Insulin spritzen. Wer kennt die angeblich angenehme Alternative (für beide, also für mich und meine Katze), die "Spritzpistole"? Nach einer langen Cortisonbehandlung wg angeblicher Allergie besteht die Hoffnung, dass die Diagnose Diabetes nur vorübergehend ist. Sind die Diabetes-Futter, die es frei verkäuflich und preisgünstiger gibt, auch gut? Ich muss mit meinem Geld rechnen.

Wer hat Erfahrungen mit Diabetes bei Katzen und mag sie mit mir teilen? Ich freue mich auf jede hilfreiche Antwort. DANKE!

Islabonita
23.11.2012, 07:01
Hallo du,

ja, man ist erst einmal geschockt, kenn ich. Wir hatten auch einen Diabetiker-Kater. Das Spritzen ist halb so wild, es hat mich einige Überwindung gekostet, war aber ok. Wir haben unseren Katzer meist gespritzt, wenn er gefressen hat, dann war er abgelenkt.

Was natürlich nicht ganz einfach ist, ist die zeitliche Gebundenheit. Wir leben zu zweit und da ließ sich das ganz gut handhaben. Für Urlaubszeiten hatten wir jemanden, der auch spritzen konnte.

Unangenehm war das Blutabnehmen zur Kontrolle, weil der Kater sehr schlecht durchblutete Ohren hatte. Wir haben die dann immer mit einem warmen feuchten Tuch gerubbelt, dann ging es etwas besser. Bei uns war das übrigens auch nur vorübergehend, so ca. ein Jahr, dann hat er das nicht mehr gebraucht.

Alles in allem: es war machbar und nicht so schlimm wie anfangs befürchtet.

marion387
26.11.2012, 15:18
Hallo RedNoseRudy,

willkommen im Club der Diabetes-Paniker!
Die Sorgen kenne ich noch zu gut, mein Kater hatte auch 1,5 Jahre Diabetes.
Und es war ein schwarzer Kater, bei dem ich ums Verrecken nicht zwischendurch den Blutzucker messen konnte.

Wir hatten damals einen geregelten Tagesablauf:
Morgens und abends hatte er 3 Stunden Zeit, genügend zu futtern - anfangs habe ich die Futtermenge gewogen, später nach Augenmass bestimmt, ob es genug war, dann gab es die Insulinspritze und das Futter blieb stehen, falls er unterzuckert. Mittags habe ich ihm sicherheitshalber noch einmal frisches Futter hingestellt und natürlich auf Erbrechen und Durchfall geachtet. Auch eine Möglichkeit der Unterzuckerung. Fürs Erbrechen hatte ich für den Notfall immer MCP-Tropfen da und bei Durchfall war eine Behandlung wegen Pankreatitis angesagt.

Das spezielle Diabetes-Futter mochte er nicht, deswegen habe ich handelsübliches zuckerfreies gefüttert. Beliebt war z.B. Animonda, Vet-Concept, Catzfinefood, Cat & Clean, BritCare etc.
Trockenfutter mit Getreideanteil stand auch immer zur freien Verfügung herum und auch viel frisches Wasser.

Das Spritzen selber ist eigentlich nur Übungssache, da gewöhnen sich beide Seiten recht schnell daran.

Alles Gute Euch beiden!