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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : bloß nicht krank werden....



Inaktiver User
22.08.2006, 22:56
*** Beitrag gelöscht ***

Lena1234
23.08.2006, 08:27
Hallo Sheila!
Ich denke mal das wird dann wie in der Tierwelt gehandhabt: Die monogamen Menschen ( solls wirklich geben!) sind treu und die polygamen (der überwiegendere Teil der Menschheit) werden sich anderweitig verlustieren :smirksmile:
Schade dass es auch in der Tierwelt nur wenige monogame Tierchen gibt ...

Liebe Grüße,
Lena

Mitleser
23.08.2006, 08:39
Ja man kann schon vom Glauben an sowas wie "Treue" abfallen, wenn man hier zu viel liest. Man sollte sich aber immer vor Augen halten, dass die Bri-Com bestimmt keinen representativen Schnitt durch die Gesellschaft darstellt.

Inaktiver User
23.08.2006, 08:49
Sheila,

in diesem Forum schreiben häufig Menschen, bei denen JETZT GERADE Treue/brüche ein Thema sind. Es ist völlig logisch, dass da Bitterkeit, Desillusionierung, Schmerz, Trauer, Angst und Hilflosigkeit überwiegen - in einer Beziehung geht es aber um weit mehr als Sex, auf den bei einem Treuethema häufig alles reduziert wird.

Mach Dir die Mühe und schau in Foren, in denen Menschen sich austauschen, die chronisch zum Teil schwer krank sind. Meist gibt es dort auch Boards, in denen es um das Thema Beziehung geht. Du wirst feststellen, dass es viele Menschen mit schweren Erkrankungen und Behinderungen gibt, die in stabilen Partnerschaften leben, und zwar auch dann wenn es Phasen gibt, in denen Sex ganz unten auf der Prioritätenliste steht oder durch gesundheitliche Einschränkungen gar nicht möglich ist.

Ich habe seit fast 25 Jahren eine Autoimmunerkrankung und dennoch eine sehr lebendige, liebevolle Beziehung, und zwar seit 20 Jahren. Mit meinen 39 Jahren habe ich diverse OPs hinter mir, meinen Bauch zieren einige Narben, und es gab immer mal Phasen, in denen es mir so schlecht ging, dass an Sex gar nicht zu denken war. Für meinen Partner war ich trotzdem immer begehrenswert.

Das bedeutete aber nicht, dass wir nicht zärtlich zueinander waren und sind - Zärtlichkeit ist grosser Bestandteil unseres Alltags. Darüber hinaus sind wir nicht nur Paar und Geliebte, sondern auch beste Freunde - auch das trägt in Zeiten, in denen es schwierig ist in Sachen Gesundheit.

Wir haben miteinander über unsere gemeinsame Zeit - und übrigens auch über die schwierigen Phasen - ein enges Netz geknüpft, und das reisst nicht so ohne weiteres, wenn der Sex mal eine Weile nicht der Brüller ist.

Ich war es übrigens - die "Kranke" - die sich im Verlauf der Jahre einmal getrennt hat und in dieser Trennungsphase durchaus auch die eine oder andere sexuelle Eskapade hatte. Kranksein oder eine Behinderung haben heisst längst nicht automatisch auch bedürftig, schwach und klein sein. Krank sein heisst auch nicht, dass man nicht mehr hübsch, attraktiv und begehrenswert wäre.

Mein Liebster hat sicher einige Phasen mit mir erlebt, in denen so mancher das Handtuch geworfen hätte - wir haben diesen Phasen gemeinsam gestaltet und gemeistert. Ich habe mich in diesen Zeiten aber trotz meiner Probleme NICHT unwichtig, hässlich und klein gefühlt, oder von meinem Partner erwartet, dass er nun ganz allein unser Leben managt und 24/7 für mich da ist. Ich bin selbst für mich verantwortlich und kann jederzeit - und gut! - allein leben, erwarte also nicht von meinem Liebsten, Probleme meines Lebens stellvertretend für mich zu lösen. Natürlich möchte er für mich da sein - aber er hat ein eigenes Leben, ist nicht nur Partner, sondern auch Individuum, genau wie ich, und das vergessen wir eben auch nicht in Zeiten, in denen es mir schlecht geht.

Affären passieren nicht automatisch deshalb, weil ein Mensch krank ist und damit temporär sexuell nicht verfügbar - sie hängen mit einer Vielzahl Faktoren zusammen, über die man im übrigen auch miteinander reden KÖNNTE, wenn man das Thema nicht aus Angst tabuisierte und kriminalisierte.

Grüssle
Seawasp

Inaktiver User
23.08.2006, 09:09
Ja man kann schon vom Glauben an sowas wie "Treue" abfallen, wenn man hier zu viel liest. Man sollte sich aber immer vor Augen halten, dass die Bri-Com bestimmt keinen representativen Schnitt durch die Gesellschaft darstellt.

...meinst du nicht? durchs lesen hier in diesem wahnsinnsforum alleine moechte man es vielleicht nicht glauben - aber wenn deine eigenen erfahrungen dazu kommen und du siehst, es ist menschlich, ein schwein zu sein, also sachlicher: fehler zu machen, denke ich schon, dass man sagen kann, hier wird schon ein verdammt ! realistisches menschenbild gespiegelt...

und zum thema in diesem strang: man darf trotz allem nicht den glauben an die menschlichkeit und die liebe verlieren, meine ich.... *hoff* ;)

*************************

Mechthild
23.08.2006, 09:13
Ja man kann schon vom Glauben an sowas wie "Treue" abfallen, wenn man hier zu viel liest. Man sollte sich aber immer vor Augen halten, dass die Bri-Com bestimmt keinen representativen Schnitt durch die Gesellschaft darstellt.

Geht mir genauso. Und wenn dann Leute schreiben, daß sie in ihrer Umgebung Paare kennen, die sich nicht gegenseitig betrügen sondern treu sind, findet sich garantiert jemand, der dann provokativ fragt: "Ja, woher weißt Du das? Wie kannst Du da so sicher sein?" Hier bekommt man wirklich den Eindruck, daß jeder betrügt bzw. betrogen wird und das ja auch gar nicht schlimm ist, weil ja "Loyalität wichtiger ist als körperliche Treue". Ich komme mir dann immer ganz altmodisch und engstirnig vor, weil mir aber beides wichtig ist.

Inaktiver User
23.08.2006, 09:18
@Sheila

Nee. Ich glaub nicht, dass das so ist.

Ich bin immernoch der Meinung, wenn die Leute fremdgehen, dann stimmt in der Beziehung generell was nicht. Dass es sexuell nicht stimmt, das ist nur ein Symptom dafür. Alles andere ("mein Partner mag meine Sexualpraktiken nich, mein Mann schaffts nicht, mich zu befriedigen" etc.) sind m.E. nur selbst geschaffene Alibis, um sich ein gutes Gewissen fürs Fremdgängertum zu verschaffen.
Ich habe mich auch schon gefragt, ob es in einer langen Beziehung automatisch dazu kommt, dass einer von beiden fremdgeht, wenn er die Gelegenheit dazu hat (nachdem, was man hier so liest), aber ich bin mittlerweile der Meinung: diese Leute, die trotz Beziehung fremdgehen, leben in einer Art Zweckgemeinschaft. Mit Liebe da drin hat das nix (mehr) zu tun.
Und wer behauptet: ich liebe meinen Partner zwar, aber ich muss aus diesem und jenem Grund fremdgehen, der weiß gar nicht, was Liebe ist oder er empfängt vom Partner nicht genug Liebe, die er braucht.
Den bindet was anderes an den Partner, aber NICHT LIEBE !

Cariad
23.08.2006, 09:20
Ich bin früher manchmal fremdgegangen. Seit mein Freund chronisch gesundheitlich beeinträchtigt ist, hab ich es nicht mehr getan. Das hängt zwar allenfalls indirekt zusammen, aber als gegenteilige Geschichte erzähl ich es trotzdem mal. :smirksmile:

Grüße, Cariad

Inaktiver User
23.08.2006, 09:31
@Mechthild

Mit diesem Satz, dass Loyalität wichtiger ist als körperliche Treue, komme ich auch nicht zurecht.
Bei mir schließt das eine das andere mit ein. Der Körper gehört für mich zur Liebe unbedingt dazu. Sonst ist das ja gar keine Liebe zwischen Mann und Frau, sondern dann lebt man zusammen wie in einer WG, eben "Zweckgemeinschaft" und das ist für mich beziehungstechnisch weißGott nicht das Erstrebenswerte.

Inaktiver User
23.08.2006, 10:01
*** Beitrag gelöscht ***

Mechthild
25.08.2006, 11:35
@Sheila

Nee. Ich glaub nicht, dass das so ist.

Ich bin immernoch der Meinung, wenn die Leute fremdgehen, dann stimmt in der Beziehung generell was nicht. Dass es sexuell nicht stimmt, das ist nur ein Symptom dafür. Alles andere ("mein Partner mag meine Sexualpraktiken nich, mein Mann schaffts nicht, mich zu befriedigen" etc.) sind m.E. nur selbst geschaffene Alibis, um sich ein gutes Gewissen fürs Fremdgängertum zu verschaffen.
Ich habe mich auch schon gefragt, ob es in einer langen Beziehung automatisch dazu kommt, dass einer von beiden fremdgeht, wenn er die Gelegenheit dazu hat (nachdem, was man hier so liest), aber ich bin mittlerweile der Meinung: diese Leute, die trotz Beziehung fremdgehen, leben in einer Art Zweckgemeinschaft. Mit Liebe da drin hat das nix (mehr) zu tun.
Und wer behauptet: ich liebe meinen Partner zwar, aber ich muss aus diesem und jenem Grund fremdgehen, der weiß gar nicht, was Liebe ist oder er empfängt vom Partner nicht genug Liebe, die er braucht.
Den bindet was anderes an den Partner, aber NICHT LIEBE !

Da bin ich ganz Deiner Meinung.

Ich wünsche mir von meinem Partner nicht nur Loyalität sondern auch körperliche Treue. Und ich bin so naiv zu glauben, daß das geht. Und ich bin nicht bereit einen Vertrauensbruch hinzunehmen. Da würde in mir was kaputtgehen und Trennung wäre der einzige Ausweg.

Jolanda1
25.08.2006, 13:39
Fällt euch auf dass hier keine Männer schreiben?
Ich denke auch anders als z.B. mein Freund.
Ich z. B. sage, dass ich es das allerallerletzte finde, wenn ich dran denke, dass alle Männer aus allen Schichten auf den Drogenstrich fahren. Darüber ist ein Buch rausgekommen, und ganz viele Familienväter tauchen da z.B. auf, Kindersitz hinten im Auto.
Die fahren dann in die sog. "Verrichtungsbox", und es ist auch ganz billig, und die Frau kann sich von dem Geld ihren nächsten Schuss finanzieren.
Aber egal wie verwerflich, entwürdigend etc. das ist, Männer machen das. Alle möglichen Männer, zu Hause die brävsten Papas.
Ich habe den Eindruck, nur Männer wissen warum, und mein freund sagt, es sei eben billiger, desshalb fahren die Männer da hin...
Ich verstehe es zwar nicht, aber bekomme die Ahnung, dass Männer anders triebgesteuert sind. Und die 2. Überlegung ist, ich gehe auch zu H&M und kaufe die Billigklamotten, obwohl ich weiss, dass die Frauen in China sich zu tode nähen.
Die Moral ist immer so eine Sache, und es bringt doch nichts, das, was geschieht, zu verwerfen. Es passiert immer und überall, aber zuviel Angst nützt ja nix. Packen wir uns lieber am eigenen Kragen und leben und lieben und- das auch-versuchen selbst, bewußt zu leben und selber gut zu sein. Da fängt ja auch das Christentum an. Und wer die Geschichte kennt, weiss, dass zuviel Moral dazu führen kann, dass man immer nur noch auf andere zeigt und Vorträge hält.

Nori
25.08.2006, 13:53
Ich war immer der meinung das meine freunde treu waren. ich hatte nie einen grund etwas anderes anzunehmen. bis zu meiner letzten Beziehung wo von anfang an ein nie gekanntes misstrauen war. ein nie gekanntes bauchgefühl, dass ich ständig ignorierte. zum schluß sollte mir mein bauchgefühl recht geben er hat mich belogen und betrogen. das hat mich so umgehauen, dass ich heut diese blöde misstrauen aufgebaut habe zu denken, dass kein mann treu ist. aber wie hier schon jemand schrieb man darf die hoffnung nicht aufgeben das es jemanden gibt, der misstrauen nicht verdient hat.

MaryB
25.08.2006, 15:21
Ja Mädels,wenn das alles für Euch so unmoralisch und verabscheuungswürdig ist, warum treibt Ihr Euch dann hier in diesem Forum rum? Hier tauschen sich nur mal die aus, die fremdgehen und diejenigen die betrogen werden. Das Handarbeitsforum ist zu lesen unter Hausfrauen.de.

Darüber hinaus hat Fremdgehen auch nicht unbedingt was mit Sex zu tun. So wie es Millionen verschiedener Menschen mit versch. Charakteren gibt, so gibt es Millionen versch. Gründe fremdzugehen.

Nichts für ungut Mädels.

Nori
25.08.2006, 15:39
applaus mary:niedergeschmettert:

Inaktiver User
25.08.2006, 16:59
Hallo!

Mir ist das alles zu schwarz-weiss. Angefangen damit, dass auch Frauen fremd gehen. Aber wenn Frauen fremd gehen, dann tun sie es, weil sie unter der Lieblosigkeit ihres Partners leiden, keinesfalls wegen Sex. :smirksmile:

Ich tue mich sehr schwer mit manchen Postings hier. Zumal ich Sheilas Geschichte kenne. Dass Fremdgehen bzw. die Parallelbeziehung ihres letzen Freundes war die Spitze des Eisbergs. Es hat hinten und vorne nicht gepasst zwischen den beiden - das dürfte auch ihm nicht verborgen geblieben sein.

Warum sich denn dann so an der Untreue aufhängen (bitte - einmal abgesehen von der anderen Thematik, die wir ja auch hinlänglich disktuiert haben)? Die Untreue war ein Symptom, die Beziehung wäre so oder so auseinander gegangen.

Ich verstehe nicht, wie man in Beziehungen, an die man sowieso nicht glaubt, so großen Wert auf Treue legen kann. Das finde ich reichlich absurd.

Lelayna
25.08.2006, 21:48
Liebe Sheila,

ich habe Deine Geschichte damals auch gelesen (vielleicht Du auch meine Anfang des Jahres?) und ich kann Deine Gefühle, Ängste und Suche nach Austausch hier im Forum sehr gut verstehen.

Ich habe sehr lange gebraucht, um über meine Trennung und dananch den eigentlichen Vertrauensbruch und den fürchterlich-kaltblütigen Betrug an meiner Liebe und Gesundheit hinwegzukommen. Jetzt, da ich alles (und vor allem auch die kaputte Persönlichkeit meines Ex) besser verstehe und einigermaßen auseinanderhalten kann, bleibt eines übrig, von dem ich immer noch nicht weiß, wie ich damit umgehen soll:

Daß dieser Mann mir ein Virus hinterlassen hat, den ich nie wieder loswerde. Es sind zwar "nur" Feigwarzen und meine Frauenärztin sagt, es sei harmlos, aber ich muß mich damit abfinden, mein Leben lang safer sex praktizieren zu müssen. Klar sollte man das sowieso tun, aber für mich war es bisher in einer festen, treuen Beziehung irgendwann nicht mehr nötig und gewollt. Ich finde den Gedanken (abgesehen davon, daß es momentan noch nicht aktuell ist) einfach schrecklich. Ich fühle mich durch diesen Gedanken ziemlich eingeschränkt und um meine Gesundheit betrogen.

Kann das jemand nachvollziehen? Ich bin noch dabei, diese Tatsache für mich zu akzeptieren und weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich damit, wenn es so weit ist, umgehen soll.

Inaktiver User
26.08.2006, 00:47
Liebe Leute,
ich werde nicht müde, dafür einzutreten, dass ein Seitensprung/eine Affaire, oder wie man so eine Lebenssituation auch nennen will, passieren kann. Das trotz rationalem WISSEN, dass so etwas eigentlich völlig daneben ist, das ganze gelebt werden kann, ja, gelebt werden muss, gelebt werden sollte.
Weil es Leben ist. Wessen Leben ist je ein statisches Gebilde? Immer ein langer, ruhiger Fluss? Meines und das vieler anderer Menschen jedenfalls nicht.
Warum ist es für so viele andere Menschen hier nicht möglich dies zu tolerieren, möglicherweise zu akzeptieren?
Ich denke, dass es JEDEM, der in einer Beziehung lebt, passieren kann, dass er plötzlich einem Menschen gegenübersteht, der ihm als DIE wirkliche, große Liebe seines Lebens erscheint und meines Erachtens ist es kaum hinderlich, wenn man selbst und/oder der andere gebunden ist.
Ich fühle mich jedenfalls zwar hin- und hergerissen (mein Geliebter auch), zwischen Verpflichtung und Liebe, die wir für den jeweiligen Partner empfinden, aber wenn wir uns gegenüber stehen, zählt wirklich nur die absolute Gegenwart, das Jetzt und Hier. Weder die Vergangenheit noch die Zukunft, noch irgendetwas anderes.

Vielleicht ist es das, was viele Menschen verunsichert: die Konfrontation mit sich selbst und die Konfrontation mit der absoluten Gegenwart (Wer lebt heutzutage schon in der Gegenwart, sprechen nicht übervolle Terminkalender und weite Planungen in die Zukunft dagegen?) und dem Kontrollverlust.

Natürlich „stört“ Krankheit in einem so sensiblen Gefüge. Krankheit „stört“ eigentlich immer, oder mal provokant gefragt: wer ist schon gern krank? Oder wer hat gern einen wirklich kranken Partner? Wer, egal ob mit oder ohne Affaire, würde diesen Zustand freudig begrüßen?
In meinem Fall würde die Krankheit des einen oder anderen Partners bedeuten, dass das Gleichgewicht zwischen uns beiden gestört wäre – eine zusätzliche ungeheure Belastung, denn wir lieben uns UND unsere jeweiligen Partner, wir können und wollen nicht voneinander lassen, wissen aber, dass das Ganze im normal, gesellschaftlichen Sinn völlig daneben und auch als unmoralisch bewertet wird. Aber wir lieben einander und können und wollen die Gefühle für einander (noch) nicht einfach abstellen.
Und ich weiß, das, sollte einer unserer Partner wirklich schwer krank werden, diese Beziehung nicht mehr lebbar sein wird. Aber nicht nur aus moralischen Gründen, sondern weil JEDE Beziehung Zeit braucht und die hat man nicht mehr, wenn ein Partner wirklich krank ist. Genauso wäre es, wenn einer von uns beiden gravierend erkranken würde.

Ich würde mich freuen, mit meinem Beitrag zur Meinungsbildung etwas beigetragen haben zu können …
Liebe Grüße
Carminiaa

Inaktiver User
26.08.2006, 01:19
*** Beitrag gelöscht ***

Sabbi
26.08.2006, 09:53
Liebe Sheila,

erst mal zu deinem AIDS-Test: Der überwiegende Teil derer, der sich testen lässt ist negativ.
Und zu Deiner Situation: Lass` Dir einfach Zeit. Es ist wichtig, dass Du innerlich heil wirst und dafür brauchst Du Zeit, auch wenn es ein paar Jahre dauert. Es ist wichtig, dass Du Deine Erfahrungen verarbeitetst und zu Deiner alten Kraft zurückfindest. Frage Dich immer, was Du willst, Du bist am wichtigsten in Deinem Leben.
Wenn Du Dir gegenüber eine gute und positive Einstellung hast, wirst Du gewiss auch andere nicht verletzten. Und auch eine gute Ausstrahlung haben.
Sei` gewiss, es werden die passenden Menschen in Dein Leben treten. Mir ging es auch einmal sehr schlecht und ich habe mir mein Leben Stück für Stück aufgebaut, bei sehr vielen Männer "nein" gesagt, auch nix angefangen, weil ich gespürt habe, dass es mir nicht gut tun würde.
Heute lebe ich mit gemeinsamem Kind und Kind aus vorheriger Bez. sehr gleichberechtigt und glücklich mit (einem etwas jüngeren- hatte ich auch nicht gedacht!!) Partner.

Glaube nur an Dich und lass` Dir viel Zeit!

Ich umarme Dich


SABBI

Inaktiver User
26.08.2006, 12:10
*** Beitrag gelöscht ***

Sabbi
26.08.2006, 16:23
Hallo Sheila,

danke für Deine Antwort. Jeder hat seine Art, sich zu verhalten und das ist auch gut so.
Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute.

Liebe Grüsse von SABBI

Inaktiver User
26.08.2006, 16:42
*** Beitrag gelöscht ***

Lolalo
26.08.2006, 19:18
Hallo Sheila!
Ich denke mal das wird dann wie in der Tierwelt gehandhabt: Die monogamen Menschen ( solls wirklich geben!) sind treu und die polygamen (der überwiegendere Teil der Menschheit) werden sich anderweitig verlustieren :smirksmile:
Schade dass es auch in der Tierwelt nur wenige monogame Tierchen gibt ...

Liebe Grüße,
Lena

Was heisst denn treu für Dich ?

In vielen Poly Verbindungen wird Ehrlichkeit und Offenheit hochgeschätzt. Das was man hier liest hat meist gar nichts damit zu tun.

Gruss
Lola

Lolalo
26.08.2006, 19:49
Ja Mädels,wenn das alles für Euch so unmoralisch und verabscheuungswürdig ist, warum treibt Ihr Euch dann hier in diesem Forum rum? Hier tauschen sich nur mal die aus, die fremdgehen und diejenigen die betrogen werden. Das Handarbeitsforum ist zu lesen unter Hausfrauen.de.

Darüber hinaus hat Fremdgehen auch nicht unbedingt was mit Sex zu tun. So wie es Millionen verschiedener Menschen mit versch. Charakteren gibt, so gibt es Millionen versch. Gründe fremdzugehen.

Nichts für ungut Mädels.


Und nichtsdestotrotz verbindet viele Fremdgänger das eine - Feigheit

Nichts für ungut, Mary.

Lolalo
26.08.2006, 20:09
Liebe Leute,
ich werde nicht müde, dafür einzutreten, dass ein Seitensprung/eine Affaire, oder wie man so eine Lebenssituation auch nennen will, passieren kann. Das trotz rationalem WISSEN, dass so etwas eigentlich völlig daneben ist, das ganze gelebt werden kann, ja, gelebt werden muss, gelebt werden sollte.
Weil es Leben ist. Wessen Leben ist je ein statisches Gebilde? Immer ein langer, ruhiger Fluss? Meines und das vieler anderer Menschen jedenfalls nicht.
Warum ist es für so viele andere Menschen hier nicht möglich dies zu tolerieren, möglicherweise zu akzeptieren?
Ich denke, dass es JEDEM, der in einer Beziehung lebt, passieren kann, dass er plötzlich einem Menschen gegenübersteht, der ihm als DIE wirkliche, große Liebe seines Lebens erscheint und meines Erachtens ist es kaum hinderlich, wenn man selbst und/oder der andere gebunden ist.

Ja, aber was hat das eine mit dem anderen zu tun ? Natürlich kann es passieren, dass man sich in jemand anderen verliebt, obwohl man schon in einer Beziehung ist. Warum muss man aber dem einen Partner die Wahrheit vorenthalten ? Man sollte doch wenigstens Mann/Frau genug sein dem Partner die Wahrheit wissen zu lassen. Warum so feige ?



denn wir lieben uns UND unsere jeweiligen Partner

Ich denke belügen, einem Partner die Wahrheit vorzuenthalten, hat nicht viel mit Liebe zu tun.

Inaktiver User
26.08.2006, 20:45
*** Beitrag gelöscht ***

Sabbi
27.08.2006, 14:18
Hallo Sheila,

zum Thema Aids-Test: obwohl die meisten Tests negativ sind, würde ich nie sagen, Du solltest Dich mal nicht so "haben". Ich meinte es lediglich als Beruhigung für Dich, dass die meisten Tests negativ sind, was mir übrigens mein Vater (Arzt) erzählt hat. Ich habe nach meiner letzten nun schon länger zurückliegenden Beziehung (u.a. mit Gewalt) auch einen solchen Test bei meinem Vater gemacht.
Er meinte, das Problem wären die Leute, die man als Medizner kaum zum Test bewegen kann, denen er aber eben zu diesem Test raten würde, weil man als Arzt aufgrund verschiedener Symptome diese Krankheit vermutet.
Ansonsten kann ich Dich schon gut verstehen und es ist auch mutig von Dir, wie Du für Dich eintrittst und es ist auch gut, dass Du jetzt `ne Sau-Wut hast.
Auch ich habe sehr hohe moralische Prinzipien, an die ich mich im übrigen auch selbst halte und verachte diese Art von Männern genau wie Du.
Ich finde es auch sehr gut und wichtig, wenn rücksichtsloses Verhalten geächtet wird, nur so kann sich etwas (viel. auch gesellschaftlich) ändern.
Wenn Frauen (sexuell oder emotional) ausgebeutet werden und nicht aufstehen und sich wehren, wird es nicht mehr Gleichberechtigung und Respekt vor Frauen geben.
Du klingst nach einer starken Frau, nur Mut und weiter so, ich halte Dir den Daumen.



SABBI

Lelayna
27.08.2006, 19:10
Ja, aber was hat das eine mit dem anderen zu tun ? Natürlich kann es passieren, dass man sich in jemand anderen verliebt, obwohl man schon in einer Beziehung ist. Warum muss man aber dem einen Partner die Wahrheit vorenthalten ? Man sollte doch wenigstens Mann/Frau genug sein dem Partner die Wahrheit wissen zu lassen. Warum so feige ?

Ich denke belügen, einem Partner die Wahrheit vorzuenthalten, hat nicht viel mit Liebe zu tun.

Vielen Dank dafür, Lolalo
(ich würde Dir dafür jetzt gerne eine Rose reichen, aber finde seit der Umstellung die Smileys nicht mehr - wo sind sie hin??)

Genau das ist der Punkt. Es geht nicht darum, daß einige Frauen hier behaupten, es könne ihnen nicht passieren, sich innerhalb einer Beziehung in einen anderen zu verlieben, sondern daß es an einem selbst und seiner Persönlichkeit liegt, ob man daraus eine Affäre macht und damit seinen Partner immer und immer wieder belügt und betrügt oder eben keine Affäre mit dem anderen Mann aufbaut oder es dem Partner erzählt und Schluß macht weil man eine Beziehung mit dem anderen eingehen will. Genau das ist der Punkt. Nichts anderes.

Inaktiver User
27.08.2006, 20:42
*** Beitrag gelöscht ***

Lelayna
28.08.2006, 12:01
Liebe Sheila (wo sind denn nun die Rosen-Smileys?)

Ich weiß haargenau, wie Du Dich fühlst und ich wünsche Dir, daß es Dir bald ganz, ganz gut geht, daß der Test negativ ausfällt, daß Du (und ich hoffentlich auch ganz bald) nicht mehr voller Haß an diesen Ar... denken wirst, sondern irgendwann gar nicht mehr.

Ich habe genau dieselben Gedanken wie Du und obwohl ich mir wünsche, daß mein Haß endlich weg ist, weiß ich nicht, wie ich das machen soll. Es wird wohl die Zeit zeigen.

Alles Liebe,
Lelayna

Inaktiver User
28.08.2006, 12:54
Ehrlich gesagt bereitet mir Euer Hass und die Haltung, die dahinter steht, deutlich mehr Probleme, als das Verhalten der Männer, die sich angeblich dafür verantwortlich zeichnen.

Sabbi
28.08.2006, 14:15
Hallo Morcheeba,
ich finde, da irrst Du Dich. Der "Hass" bzw. die Abneigung ist so lange okay, wie er keine "Auswirkungen" hat, also zum Beispiel konkrete Pläne geschmiedet werden, um dem Ex zu schaden. Das wäre natürlich strafbar.
Die Gedanken sind frei und der "Hass" Ausdruck einer gesunden, aber beanspruchten Psyche, wer nach solchen Erfahrungen nicht wütend wird läuft ernsthaft Gefahr (auch psychosomatisch) krank zu werden.
Man kann nicht immer gleich "verzeihen und noch die 2. Wange hinhalten", ich finde,da kommt es dann zu einem Ungleichgewicht.
Irgendwann wird Sheila der Mann egal sein. Wenn sie durch den Test Sicherheit hat und spätestens dann,wenn sie wieder einen netten Partner hat, mit dem sie ganz andere Erfahrungen machen wird.

SABBI

Inaktiver User
28.08.2006, 14:49
Ich irre mich nicht. Es macht mir Angst.

Du verwechselst Hass mit Wut.

Lolalo
28.08.2006, 16:25
Ich schliesse mich der Meinung an:

... der "Hass" Ausdruck einer gesunden, aber beanspruchten Psyche, wer nach solchen Erfahrungen nicht wütend wird läuft ernsthaft Gefahr (auch psychosomatisch) krank zu werden. Man kann nicht immer gleich "verzeihen und noch die 2. Wange hinhalten", ich finde,da kommt es dann zu einem Ungleichgewicht. Irgendwann wird Sheila der Mann egal sein.

Ich denke Sheila's Reaktion ist eine ganz normale und natürliche. Wirklich gefährlich wird's dann erst wenn die Wut oder Hass sich jahrelang festsetzt und kein fortkommen in Sicht ist.

Inaktiver User
28.08.2006, 17:15
*** Beitrag gelöscht ***

Ypnowoman2
28.08.2006, 17:29
Irgendwie habe ich mich irgendwo da oben angesprochen gefühlt, nur eben diesen Thread erst jetzt ganz gelesen.
"Loyalität ist wichtiger als körperliche Treue" bedeutet meiner Meinung nach noch lange nicht dass Mann/Frau fröhlich durch fremden Betten poppen darf, sondern dass das Körperliche nur ein Teil einer Beziehung ausmacht, und es wäre für mich unfair, eine ganze - womöglich langjährige und mit Kinder gesegnete - Beziehung nur daran zu messen. Genau das wird aber meiner Meinung nach gemacht, wenn man direkt nach einem Seitensprung den Partner einfach so rausschmeißt. Hat er die ganze andere gute Seiten verloren, wofür man ihn bis jetzt geliebt hat, nur weil er mit jemand anderen Körperkontakt (und im Grunde genommen ist es nichts anderes) gehabt hat? Loyalität heisst in guten wie in schlechten Zeiten zusammen zu halten, zusammen sich die Fehler ansehen und die Reparaturen angehen, die notwendig sind, um das Vertrauen zueinander wieder zu gelangen, weil man es will. Weil beide es wollen. Fehler macht jeder von uns, und keiner kann in voraus wissen wie er in bestimmten Situationen reagieren würde, weil eben Situationen gibt, auf die man selber nie darauf käme.
Für mich, mich persönlich, gibt es andere Gründe die mir die Fortsetzung einer Beziehung unmöglich machen würden, als reine körperliche Untreue. Aber das ist immer Auslegungssache, und wenn ich manchmal in diesem Forum lese, habe ich den Eindruck, meine Grenzen sind recht eng angelegt. Trotz meiner damaligen körperlichen Untreue.

Inaktiver User
28.08.2006, 18:07
*** Beitrag gelöscht ***

Ypnowoman2
28.08.2006, 18:14
Zur Loyalität gehört sich Gedanken über die Gesundheit des Partners zu machen, da stimme ich dir voll zu.

Inaktiver User
23.09.2006, 16:30
Liebe Sabbi,


Verletzen darf ich damit aber natürlich niemanden....Habe nach dem A....einen sehr viel jüngeren Mann kennen gelernt, er war hier, ich bei ihm in Berlin und wir waren in Urlaub. Nun habe ich erkannt, ich brauchte ihn, um mich von meinem Schmerz abzulenken, sein Interesse, seine Zärtlichkeit. Nun geht es mir wieder viel besser und ich weiß, ich will diesen Mann nicht ernsthaft, wegen der Distanz von 600 km und aus anderen Gründen auch. Ich dachte, er sieht es auch "locker", kämpft nun aber wie ein Löwe, dass es mit uns weiter geht. Fühle mich da mies, da er wohl denkt, es könnte passen, ich aber nicht will. Ich merkte es bewusst zum ersten Mal, als er mir am Telefon sagte, dass er in seinem Freundeskreis bekannt gegeben habe, wir seien fest zusammen. Abgesehen davon, dass er dies erzählte, ohne mit mir darüber vorher gesprochen zu haben. Ich wusste da einfach: ich will nicht. Seine letzte Beziehung ging auseinander, weil er mehrfach fremd ging. Nein, ich will so einen Mann nicht.

Sheila


Hallo Sheila,

wenn Du das so genau weisst und auch, daß er aber ganz anders denkt, warum bist Du dann nicht fair und sagst es ihm? So belügst Du ihn ganz bewusst und das ist auch nicht die feine Art...

Gruß,
Scarlett

Inaktiver User
23.09.2006, 23:15
Natürlich „stört“ Krankheit in einem so sensiblen Gefüge. Krankheit „stört“ eigentlich immer, oder mal provokant gefragt: wer ist schon gern krank? Oder wer hat gern einen wirklich kranken Partner? Wer, egal ob mit oder ohne Affaire, würde diesen Zustand freudig begrüßen?
In meinem Fall würde die Krankheit des einen oder anderen Partners bedeuten, dass das Gleichgewicht zwischen uns beiden gestört wäre – eine zusätzliche ungeheure Belastung, denn wir lieben uns UND unsere jeweiligen Partner, wir können und wollen nicht voneinander lassen, wissen aber, dass das Ganze im normal, gesellschaftlichen Sinn völlig daneben und auch als unmoralisch bewertet wird. Aber wir lieben einander und können und wollen die Gefühle für einander (noch) nicht einfach abstellen.
Und ich weiß, das, sollte einer unserer Partner wirklich schwer krank werden, diese Beziehung nicht mehr lebbar sein wird. Aber nicht nur aus moralischen Gründen, sondern weil JEDE Beziehung Zeit braucht und die hat man nicht mehr, wenn ein Partner wirklich krank ist. Genauso wäre es, wenn einer von uns beiden gravierend erkranken würde.

Ich würde mich freuen, mit meinem Beitrag zur Meinungsbildung etwas beigetragen haben zu können …
Liebe Grüße
Carminiaa

Würdest du dich dann von deinem kranken Partner oder dem gesunden trennen? Mir wird das in deinem Posting nicht ganz klar.

ich

Inaktiver User
23.09.2006, 23:27
Wenn schon Beziehungen zwischen gesunden Menschen sexuell nicht halten, man sich "ausleben will" und lustig durch die Gegend ge....wird, wie soll man sich denn dann noch auf einen Partner verlassen können, wenn man vielleicht ernsthaft krank wird, einen Unfall hat - sprich, allein deshalb schon nicht mehr wild durchs Bett hüpfen kann oder will?

Nach dem, was ich hier seit meiner Anmeldung vor ca. 9 Monaten lese, scheint das mit ca. 99 %iger Sicherheit zu bedeuten:

Partner geht, oder Partner geht zumindest fremd. Die Triebe über alles! Wir müssen uns schließlich ausleben!

Schade.

Sheila

Wenn die Beziehung überwiegend auf Sex basiert wird das wahrscheinlich so sein.

Ich gehe von meiner Beziehung aus. Wir haben uns unser Leben gemeinsam aufgebaut, sind lange Jahre zusammen und haben uns gemeinsam entwickelt. Sex gehört zu unserer Beziehung dazu, ist wichtig und super. Aber er ist nicht der einzige und wichtigste Grund warum wir zusammen sind. Müsste er wegfallen gäbe es da noch eine ganze Menge mehr zwischen uns was uns verbindet.

Die Beziehung ändert sich natürlich durch eine Krankheit aber das bedeutet nicht, dass alles aus ist. Gemeinsam kann man einen neuen, anderen Weg finden.

ich