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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ehemann, Liebhaber....Gefühlschaos, bin am Ende :(



Tomson
21.08.2006, 08:30
Hallo Ihr Alle,

bin neu hier und habe ein Problem....wenn nicht gleich mehrere:
zu meiner Situation: bin 30 (w) seit fast 12 Jahren mit meinem Mann zusammen (32) wovon 2 Jahre verheiratet. In unserer Beziehung gab es viele Hochs und Tiefs, ist ja normal....Hatte dennoch oft das Gefühl irgendwie nicht glücklich zu sein, obwohl ich meinen Mann liebe. Nach der Hochzeit war nur noch Sch....., er hat mich seinerseits sehr enttäuscht und mir sehr wehgetan, ich wollte die damalige Situation nicht so annehmen und habe gekämpft wie eine Löwin, und wir haben uns wieder zusammengerauft.....An sich habe ich in diesen 12 Jahren immer nur gegeben, und nicht viel zurückbekommen....Klar, mein Mann liebt mich sehr, ist lieb, gefühlvoll....aber mir fehlte trotzdem was, wobei ich nie wusste WAS ???? Bis ich "ihn" kennengelernt habe, er, der mir zeigt was "Leben" heisst, mit allem was dazu gehört, wir landeten ziemlich schnell im Bett und ich muss gestehen, es war super !!! Mehr als das, ich hatte soviel Gefühl schon lange nicht mehr erlebt....nun ja, das Ganze läuft seit Ende Januar, und obwohl mein "Lover" sich ein Leben mit mir, mit Kindern, mit Haus...und, und, und vorstellen kann (er sagt ich sei die Liebe seines Lebens und er gäbe mich niemals auf) komme ich nicht von meinem Mann los, er gehört zu meinem Leben, und das seit 12 Jahren, wir haben soviel zusammen erlebt und er ist ein Teil von mir...und dennoch sind meine Gefühle zu dem Anderen sehr stark, und er leidet, er leidet so sehr und gibt mich nicht auf, glaubt an uns, und setzt mich mit all seiner Liebe dennoch sehr unter Druck :( Voneinander los kommen wir aber irgendwie auch nicht...haben wir schon versucht ! Ich könnte jetzt noch Seiten über Seiten schreiben um Alles noch genauer zu berichten, mache ich aber nicht ;o) ihr sollt euch ja nicht langweilen, sondern mir einen kleinen Tip geben, was ich tun soll, was da läuft...ich bin am Ende, weiss nicht mehr was ist richtig, was ist falsch...

liebes Dankeschön schon mal im Voraus

Maria40
21.08.2006, 09:13
Liebe Tomson,
es ist schon erstaunlich,wie oft man sich (zum Teil jedenfalls) in Beiträgen der anderen wiederfindet und ein Deja`vu hat.
Ich hatte 18 Jahre eine Beziehung bzw. Ehe mit sehr vielen Tiefs und verschwindend geringen Hochs...ich liebte meinen Mann auch sehr und er mich auf seine Art und Weise auch. Auf der einen Seite dachte ich,in jeder Beziehung gibt es Meinungsverschiedenheiten,man muss sich halt irgendwie zusammenraufen,auf der anderen Seite war aber immer die Sehnsucht nach einer anderen Beziehung,einer Harmonischen,Liebevollen,in der sich Geben und Nehmen die Waage halten...Aber:Ich kannte ja nur die EINE Art!!
Vor 18 Monaten hat sich mein Mann getrennt,wollte nach kurzer Zeit wieder zurück...aber ich habe ihn nicht zurückgenommen...und das war das Beste,was ich tun konnte!!
Vor 11 Monaten habe ich einen Mann kennengelernt,mit dem ich ;so wie Du auch,zum ersten Mal wahre Liebe erfahren habe...ich habe mit ihm /durch ihn Gefühle erLEBT,die ich vorher nicht kannte,von denen ich nicht wusste,dass es sie überhaupt gibt!!Ich habe mit ihm festgestellt,wie schön das Leben sein kann!!Und ihm ging es gant genau so...
Und Dir geht es jetzt anscheinend auch so...also frag ich Dich...warum willst Du das wegwerfen?Geniesse es,mach was draus,...gemeinsam mit dem "Neuen"

Ich wünsche Euch alles Gute :blumengabe:



Ach so...mein"Neuer" und ich heiraten im Herbst!!

Tomson
21.08.2006, 15:25
Hallo Maria40,
und Danke für deine Antwort, tja, klingt alles zimlich einfach und dennoch komme ich von meinem Mann nicht los, wahrscheinlich sind es die vielen gemeinsamen Jahre und auch noch Gefühle, und er ist momentan soooo lieb und nett, sodass ich wieder am Zweifeln bin... :(
Der Andere hat mir heute am Telefon eröffnet, dass es wohl besser sei, er würde sich zurückziehen da er weiss wie sehr ich leide und obwohl er auch leidet und er gesagt hat er würde mich nicht aufgeben und sei immer da für mich, tut es weh....Was will ich eigentlich, beide kann ich ja nicht haben, das ist mir klar, aber was ist die richtige Entscheidung ?
Meinem Mann würde es den Boden unter den füssen weghauen, er würde alles verlieren, unsere Wohnung (da ich die normalerwise übernehmen würde), ich habe immer das Gefühl ich könnte ihm das nicht antun, da er sonst nicht wüsste wohin odr was tun....er hatte es schon nicht immer leicht im Leben, und nun....klar ist er zum grössten Teil mit Schuld, und trotzdem....Ich weiss ich rede zimlich durcheinander, aber weiss nicht mehr ein noch aus...

p.s. ich freue mich für dich, dass du den Mann hast der dir das Leben zeigt wie es ist....nämlich herrlich und lebenswert

liebe Grüsse

MaryB
21.08.2006, 18:55
Erst mal ruhig Blut. Tief durchatmen, du bist ja völlig kopflos. Das Du jetzt erst mal verliebt bist und deshalb völlig von der Rolle ist normal. Trotzdem, ihr kennt Euch seit Januar, das sind 8 Monate, laß Dir Zeit. Trenne Dich nicht so schnell von Deinem Mann. Du siehst ja, Du hängst noch sehr an ihm.

Ich habe dasselbe hinter mir. Ich habe auch einen lieben Mann, trotzdem hatte ich mich in einen anderen verliebt und zwar derart heftig, daß ich alles geschmissen habe. 9 Monate nach unserem Kennenlernen bin ich zu Hause ausgezogen, nur um danach das große Heulen zu kriegen. Von einem auf den anderen Tag war mein Mann nicht mehr um mich, und was man an seinem Partner hat merkt man erst wenn man ihn verloren hat. Da war auch meine neue Liebe kein Trost mehr.

Gott sei Dank hat mein Mann genauso gelitten wie ich und wir haben uns wieder zusammengerauft. Trotzdem hat mir dann der andere auch wieder gefehlt. Es ist ein ständiges Gefühlschaos, trotzdem mußt Du Dir im Klaren darüber sein, daß auch mit dem anderen irgendwann der Alltag kommt. Lerne ihn erst noch besser kennen und wäre dann in aller Ruhe ab.

Maria40
21.08.2006, 19:07
"... und was man an seinem Partner hat merkt man erst wenn man ihn verloren hat. "

Ja,wenn man was an ihm hat!Ich habe Tomson eher so verstanden,dass sie am meisten in ihre Ehe eingebracht hat...schien mir kein Geben UND Nehmen zu sein.
Ich finde,man sollte nicht aus falsch verstandener Liebe (Mitleid?) eine Ehe aufrecht erhalten...aber das kann nur Tomson entscheiden...

:blumengabe: @Tomson

AllyAllisen
21.08.2006, 20:57
Glaube, Du musst in Dich reinhorchen. Der "andere" soll, darf, kann nicht der Trennungsgrund sein. Ich weiß - toller Spruch, aber ich glaub halt dran! Die Frage, die ich mir stellen würde (auch derzeit stelle) ist, ob ich lieber allein leben würde, als mit meinem jetzigen Partner. Ich will und kann dem neuen weder die Verantwortung für meine gescheiterte Beziehung geben, noch will ich eine neue Beziehung damit belasten, dass ich mich wegen ihm von meinem jetzigen Partner getrennt hab. Also - für uns beide - sind wir lieber ohne den Partner und dann glücklicher?

Viel Glück!!!

Tomson
22.08.2006, 07:17
Hi,
es ist meiner Meinung nach eher so, dass ich mich in unserer Beziehung um alles kümmerte, ja sogar um ihn (fast wie eine Mutterrolle !!!) und wenn ich mal mies drauf war oder Fehler machte war niemand da, der mich auffing... Und diese Situation wurde nun so zur Gewohnheit, dass er und ich mich dran gewöhnt haben, und klar für ihn ist es toll, aber wo bleibe ich....
Mir fehlt sehr die Spontanität in unserer Ehe, resp. schon in der jahrelangen Beziehung, aber wenn ich was vorgeschlagen habe, was wir unternehmen könnten, hatte er entweder keine Lust, oder kam mit Ausreden weshalb er nicht wolle...ich habe jahrelang gesagt: ok, dann eben nicht, bleiben wir halt da. Bis dass eben der andere kam und mir wie schon gesagt zeigte was "Leben" ist, dass wir jung sind und das Lebeb einfach nur zu geniessen, und klar so naïv, dass ich denke dass Leben ist "nur" schön, bin ich ja auch nicht, aber durch ihn wurde mir klar, was mir fehlt, und wie sehr es mir fehlt... ch habe sehr viel in dieser Beziehung eingesteckt, weil der Herr nicht dieses und nicht jenes wollte, und mit dem anderen ist es einfach anders, lockerer, lebendiger... Dass sich der Alltag auch in diese "eventuelle" Beziehung einschleicht sage ich mir auch ständig und doch ist diese Beziehung (ja ich nenn' es mal so) von Anfang an sehr auf Reden und Füreinander da sein basiert, dass ich mehr mit ihm geredet habe (über wirklich alles !!!) als mit meinem Mann, einfach weil er mir zuhört, mit mir zusammen nach Auswegen sucht, mir Ratschläge gibt...usw
Nun ja, er hat mir ja gestern eröffnet dass er sich zurückziehen will, da er sieht wir ich unter dem Ganzen leide und er auch ! Er fehlt mir jetzt schon doch wie sagte er so schön: ich sehe dieses Zurückziehen als einzige Chance für uns, dass wir (besser gesagt ich) merke dass er mir fehlt und dass ich ihn will......er ist stänig in meinen Gedanken....der erste am Morgen und der letzte am Abend

Maria40
22.08.2006, 11:26
@Tomson,

Dann nimm ihn!!!!!...halt ihn fest ...und lass ihn nie wieder los!!!!!!!!!!!!!!

Alles Liebe:smirksmile:

Fender
22.08.2006, 14:03
Hallo Tomson,

das klingt wahnsinnig kompliziert... Ist es aber eigentlich gar nicht. Auf die eine oder andere Art und Weise haben das viele schon mal mitgemacht. Du schilderst, noch Gefühle für Deinen Mann zu haben.

Ich kann Dir keinen Tipp geben, aber ich kann Dir eine Frage stellen: Was für Gefühle sind das?!

Ist das Liebe?

Oder ist es vielmehr ein Gefühl von "Das habe ich ihm ja vor zwei Jahren vor dem Altar nicht versprochen!" und "Der Arme, er tut mir so leid!"
Wenn Du Dich für ihn verantwortlich fühlst... Sind das die Gefühle, wegen der Du die nächsten 20 Jahre und länger mit einem Mann zusammensein möchtest?!

Denk mal bitte in Ruhe darüber nach.

Shanee13
22.08.2006, 14:51
Ich würde nie wieder von eine in die andere Beziehung huschen wollen.
Vielleicht hilft Abstand zu beiden Männern.
Eine Affaire in eine Beziehung zu wandeln gestaltet sich manchmal schwierig.

Inaktiver User
22.08.2006, 15:06
@Tomson

warum habt Ihr denn vor 2 Jahren geheiratet wenn es schon jahrelang so schlecht war? Nach 10 Jahren so zusammen leben, muß es doch einen Grund gegeben haben. Und welcher war das?

AllyAllisen
22.08.2006, 20:10
Dennoch bleibt für mich die Frage, ob Du Dich von Deinem jetzigen Partner so unbedingt trennen willst, weil Du jetzt eben weißt, was Du vermisst, dass Du auch allein und dann lieber allein leben willst. Dir etwas eigenes aufbauen und Dein eigenes Leben leben. Klar wäre es besser, wenn Du nicht von einer Beziehung in die andere gehen würdest. Aber seien wir doch mal ehrlich, so läuft es doch häufig, wenn nicht sogar fast immer. Nun ist der andere da, also probier es auch. Nur, tue es nicht wegen ihm, sondern für Dich! Wenn es dann im Zusammenleben mit ihm nicht klappt, gibt es im Zweifel keine Reue.
Wenn Du weißt, welche Gefühle Du noch für Deinen Partner empfindest und es ist nicht nur Verantwortungsgefühlt, Mitleid etc. wäre die andere Möglichkeit, für Deine Ehe zu kämpfen. Hat er denn eine Ahnung, wie es um Dich steht? (Meine nicht die Affäre, sondern Deine Trennungsgedanken.) Meiner ist erst aufgewacht, als ich mich schließlich trennen wollte. Jetzt will er sich ändern, versucht es wirklich. Ob er das schafft und ich das noch will, ist aber ein anderes Thema.

Hör auf Dein Herz!

Tomson
23.08.2006, 07:32
Euch allen vielen Dank für sie Antworten...
Was es für Gefühle sind die ich noch für meinen Mann habe....ich denke mal sehr, sehr tiefe Verbundenheit und so eine Art Zusammengehörigkeit, und wahrscheinlich auch Liebe....(???) und weshalb wir geheiratet haben, tja wahrscheinlich weil wir dachten, dass es nach 10 Jahren mal an der Zeit wäre und weil wir dachten nur diesen Einen Partner zu wollen... Nach jahrelangem Einstecken und indirektem Unzufriedensein, ist sogar dieses Gefühl zur Gewohnheit geworden sodass man es gar nicht so richtig bemerkt, es schleicht sich über Jahre in die Beziehung und ist irgendwann fester Bestandteil dieser...ohne dass man genau weiss woher diese Unzufriedenheit kommt....daher hatte ich ich auch keine Bedenken ihn zu heiraten
Und mein Mann weiss von "ihm" denn er kennt ihn (!!!)Er war unser Nachbar (für kurze Zeit) Und er zog auch schon von für 3 Monate zu einem Freund, und als er zurückkam (nach vielen Gesprächen und Streitereien) dachte ich er würde sich ändern und auch für unsere Beziehung kämpfen.....tat er aber nicht.
Bis wie gesagt letzte Woche,, wo ich sagen muss, dass ich merkte dass er sich irgendwie bemüht....

Prijon
23.08.2006, 07:52
wo ich sagen muss, dass ich merkte dass er sich irgendwie bemüht....

Seltsame Logik. DU brichst aus und nun soll ER sich bemühen.
Was tust DU?

Prijon

Inaktiver User
23.08.2006, 15:28
Kann es sein, dass Du einfach spüren/fühlen willst bzw. mußt wie sehr Dein Mann Dich liebt? Dass Du ihn deshalb vor die Wahl stellst?

......und übrigens hast Du meine Frage von oben nicht beantwortet. Gibt es darauf keine Antwort?

AllyAllisen
24.08.2006, 09:19
Natürlich muss ER sich bemühen. Warum ist Tomson denn ausgebrochen? Sie ist und war unzufrieden in der Beziehung. Wenn er sich nicht bemüht, wird es doch nicht besser. Es heißt ja auch nicht, dass Tomson nix für die Beziehung tun würde. Aber - sie ist auf dem Weg weg und wenn er sie halten will, muss er was tun!

Tomson: Willst Du, dass er was tut? Soll er sich noch bemühen? Bist Du schon zu weit weg? Rede mit ihm! Ich glaub, dass ist die einzige Chance diese Fragen und Dein Gefühlschaos einigermaßen in den Griff zu bekommen.

Mary.poppins
24.08.2006, 10:00
Liebe Tomson,
vll. darf ich Dir einen Tip geben?
Ich war einmal in einer ähnlichen Situation, nur dass eben kein
Liebhaber im Spiel war.
Ich habe mich damals auch sehr "out of border" gefühlt, hin und hergerissen zwischen den eigenen Emotionen.
Mir ging es genauso wie Dir, dass ich (über Jahre!) den Kopf nicht
freigekriegt habe - "was fehlt dir, was vermisst du?"
Ich habe dann die Entscheidung getroffen, mich aus der Beziehung zurückzuziehen und einige Zeit für mich allein zu leben.
Ich habe eine eigene Wohnung gemietet - ohne TV, Radio.
Nur Job und allein sein.
In der Zeit habe ich seeeehr viel für mich getan - wozu ich immer schon mal Lust hatte, habe viel für mich allein *genossen*.
Hatte genug Zeit, um wieder zu mir zu finden und am Ende die Entscheidung getroffen, mich zu trennen.
Danach war ich sogar für einige Zeit total "beziehungsunfähig" und brauchte noch eine Zeit lang.
Im Nachhinein habe ich sogar festgestellt, dass mich diese Beziehung total eingeengt hat und ich nicht mehr meiner selbst war.

Mein Rat für Dich: Ziehe Dich für einige Zeit von BEIDEN zurück!
Nur so kannst Du für Dich die Entscheidung fällen.
Ich finde, BEIDE Männer müssen so einen Wunsch respektieren.

Rechne damit, dass ein Rückzug von mindestens einem halben Jahr sinnvoll ist...

Ich drück Dich mal!

liebe Grüße, Mary.Poppins

Mary.poppins
24.08.2006, 10:04
Liebe Laska,
ich gebe mal die Antwort auf Deine Frage aus meiner Sicht weiter.
manchmal ist auch eine Heirat nach so langer Zeit des Zusammenseins geprägt von "ich will ja nicht allein sein, ich
kann das nicht, ich brauche einen Partner"

Nur wenn man mit sich allein klar kommt, kann man bedingungslose Liebe geben und nehmen.

liebe Grüße, Mary.Poppins

Prijon
24.08.2006, 11:34
Hallo, Mary.Poppins,

Nur wenn man mit sich allein klar kommt, kann man bedingungslose Liebe geben und nehmen.

Heißt das im Umkehrschluss, dass die Bereitschaft zum Eingehen einer Affäre viel mehr mit einem selbst zu tun haben kann als mit dem Partner?

Fragt
Prijon

Inaktiver User
24.08.2006, 12:27
Nur wenn man mit sich allein klar kommt, kann man bedingungslose Liebe geben und nehmen.



Da bin ich aber anderer Meinung. In einer intakten Partnerschaft kann ich ohne weiteres auch von meinem Partner profitieren, dazulernen, dazugewinnen. Der richtige Partner kann vieles in mir wecken, dass mir bisher verborgen blieb. Er kann mich ergänzen und anspornen. Durch ihn kann ich rundum glücklich sein und dadurch dieses Glück auch weiter geben. Seine Nähe allein kann mich ausgeglichen und zufrieden machen.
Sollte es mir einmal schlecht gehen, psychisch und physisch, erwarte ich genauso seine Hilfe, wie ich bereit bin sie ihm zu geben.
Das Wort "bedingungslose Liebe" klingt ja sehr schön, gibt es aber wohl nur (und wenn überhaupt) in der Mutter-Kind Beziehung. Ich liebe meinen Partner über alles, aber gewisse Bedingungen knüpfe ich schon daran. Die Bedingungen, die für uns das Fortbestehen unserer Liebesbeziehung darstellen.

Lieben Gruß - Laska

Prijon
24.08.2006, 13:31
Hallo Laska,

ich sehe den Widerspruch nicht. Natürlich profitiere ich von dem Partner. Natürlich wünsche ich mir, dass er mich stützt.

Aber wenn ich mit mir selbst nicht klar komme, wie soll das dann jemand anders tun?

Prijon

Inaktiver User
24.08.2006, 15:17
Aber wenn ich mit mir selbst nicht klar komme, wie soll das dann jemand anders tun?



wenn seine Liebe mich bereichert und stützt?

Laska

Jalinda
24.08.2006, 15:43
Ich habe das Gefühl, das Forum wird bevölkert von Leuten, die den/die erstbeste, der/die ihnen über den Weg gelaufen ist, geheiratet haben oder mit ihm zusammengezogen sind. Anschließend haben sie Jahrzehnte nebeneinander hergelebt, ohne wirklich zusammenzupassen und merken dann in reiferem Alter, dass das doch nicht so das Wahre ist. Trennen will sich dann keiner, weil man sich ja so aneinander gewöhnt hat.

Der ganze Ansatz ist doch meiner Meinung nach zum Scheitern verurteilt: Wie soll ich in jungen Jahren, unreif und völlig ohne Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht, wissen, ob die Person wirklich zu mir passt, wenn ich gar keine Vergleichsmöglichkeiten habe? Ich weiß doch noch gar nicht, was ich brauche und was zu mir passt. Das geht völlig ins Blaue hinein. Nach welchen Kriterien werden denn solche Partner ausgesucht?

Mary.poppins
24.08.2006, 23:17
@Prijon, in gewisser Weise schon, aber nur stückchenhaft.
Dem Beginn einer Affäre läuft IMMER eine Erkenntnis voraus im Kopf desjenigen, der sich anderweitig verliebt/umschaut!

Ich würde die Beziehung auch insgesamt betrachten - entwickelt sich der eine Partner und Partner 2 nicht, entstehen Defizite - soviel ist klar - bei Stillstand oder Rückstand verkümmert das Gefühl "ich kann stolz darauf sein seine/ihre Liebe zu genießen"
In einer Beziehung darf es kein "Zurücklehnen" geben, ideal
wäre ein Gleichgewicht!

Wenn jemand bereit ist für eine Affäre ist das in meinen Augen einen Hilferuf der (sagen wir...) eigenen Seele.

Ob die Affäre später zum neuen (lebenslangen) Partner wird, sei dahingestellt. Das setzt dann eben wiederrum oben genanntes Voraus - Entwicklung und immer wieder good Vibrations.

Sehen wir das am Beispiel Tomson, ist sie diejenige, die in ihren Augen etwas vermisst hat, diejenige die sich (egal wo auch immer weiterentwickelt hat) in die Figur des "Machers" gestürzt hat.
Ihr Mann hat das offensichtlich nicht so gesehen und sich zurückgelehnt.
Was ich sagen will, ist, dass Tomson für sich erkennen muss, was sie für sich braucht.

lieben Gruß Mary Poppins

Mary.poppins
24.08.2006, 23:25
@Laska, das bedingungslos hätte ich viell. des Verständnisses halber weglassen sollen :lachen:
Mit bedingungslos habe ich eher die Gefühlsebene gemeint und
das eigene Kopfverständnis, was da z.b. sagt: ich kenne die Fehler die mein Partner hat, ich kann damit leben.

Zum Thema geben und nehmen in der Beziehung habe ich im Vortext schon meinen Senf zugegeben :smirksmile:

liebe Grüße, Mary

Mary.poppins
24.08.2006, 23:34
Liebe Jalinda,


Nach welchen Kriterien werden denn solche Partner ausgesucht?

Da spielen in meinen Augen sehr viele Faktoren eine riesengroße Rolle.
Kann ich ihn/sie riechen?
Vermittelt er/sie den Eindruck, gesunde Nachkommenschaft
zu zeugen? (auch wenn im Kopf kein Kinderwunsch da ist)
das ist einfach die Gewalt der Natur.
Manchmal gemeinsame (temporäre) Leiden oder Interessen...
uvm.
(sorry, wenn das zu rational rüberkommt...)

Die erste Verliebtheit ist sehr schnell da, passt man nicht auf
wird aus Verliebtheit Alltagstrott, Gewohnheit - der Schlendrian hält Einkehr. Und das erzeugt wieder das Gefühl der "Negativspannung".

lieben Gruß, Mary

Echtehexe
25.08.2006, 14:59
@mary.poppins - Tja, wie würdest Du das denn sehen, wenn kleine Kinder im Spiel sind??? Wie soll frau da zu sich selber finden??? Grundsätzlich ist das mit der Trennung von beiden ja nicht schlecht, aber hast Du da auch einen Tipp??? LG Echtehexe

Mary.poppins
25.08.2006, 15:14
@EchteHexe,
ich hatte damals 3 ! Bin also in den Sachen nicht ganz blauäugig.
Die Kinder waren Luft für den Vater!
Ich war damals so weit unten, dass ich es einfach nicht mehr
gepackt habe. Oder was meinst Du wie das ist - Mutter
voll berufstätig, Kinder und Haushalt - Mann hat nur sich und seine kleine Welt....
irgendwann nach ein paar Jahren kriegt man es nicht mehr wirklich auf die Reihe.
Kommt dann noch der Jobverlust ist das Drama perfekt.
Meine Kinder haben damals übrigens bei meiner Mutter gelebt, sie sind da geblieben wo wir vorher schon gelebt haben, hatten also eine richtig gute Bezugsperson (meine Mutter war selbst Erzieherin!) und verloren nicht so von heut auf morgen ihre vertraute Umgebung, da ich ja *allein* Verdiener war und ich auch wegen dem Geld dorthin musste, wo es Arbeit gibt.
Es gab also mehr Gründe.Was würdest Du tun, wenn Du allein auf Dich gestellt bist mit
den Kindern? Und hast noch einen Partner an der Backe kleben, der praktisch Dein 4.Kind darstellt?
Meine Kids sind übrigens dann nachgezogen, als ich trotz fehlendem Unterhalt des Kindesvaters das sinkende Schiff wieder aus dem Schlamm geholt habe.



lg. MaryPoppins

Mary.poppins
25.08.2006, 15:18
btw. heute sind die Kids erwachsen bzw. fast erwachsen :cool:
und wir haben ein ausgesprochen liebevolles Verhältnis miteinander.
Die (innerliche) Trennung kam, als ich im 8.Monat schwanger war mit der letzten. Mein Burn-Out kam 5 Jahre später.

Wenn ich heute vor der Alternative stände ohne meine Mutter
als große Hilfe, würde ich es versuchen wieder zu tun.
Irgendwie schafft man das, ich hätte wahrscheinlich nur einige Zeit länger gebraucht.
Das war für uns alle die Beste Lösung so.
lg. Mary

WorkingMum
29.08.2006, 16:50
Hallo Tomson,
erst mal danke für Deinen Beitrag. Ich habe mich soo sehr wiedergefunden, das ich hier unbedingt auch meine Geschichte erzählen muss. Ob es Dir hilft, weiss ich nicht, aber vielleicht zeigt es Dir, dass Du nicht alleine bist!

Ich bin 32 und seit 13 Jahren mit meinem Mann (33) zusammen, seit 8 Jahren sind wir verheiratet. Bei uns kommt noch hinzu, das wir ein kleines Kind haben (5 Jahre). Meine Affäre / Liebhaber / Freund (wie immer man das nennen mag) kenne ich seit 3 ½ Jahren..... Es war immer ein Auf-und Ab: ich habe mich schon 4 x von ihm (Freund) getrennt, weil ich immer wieder darauf gehofft habe, mein Mann ändert sich und ich UNS als Familie eine Chance geben wollte. Leider wurde ich immer wieder entäuscht. Er ist auch sowas wie mein „zweites Kind“ und ich fühle mich verantwortlich für ihn. Vielleicht bin ja auch ich schuld und raube ihm damit die Eigenständigkeit, aber ich arbeite ebenfalls daran ihn zur Selbständigkeit und zum Verantwortungsbewusstsein zu bekommen, werde aber immer wieder entäuscht (Er lebt sein Leben als Hobby und Langzeitstudent, ich bin Alleinverdiener, Haushalt und Kind ist ebenfalls zu 95% meine Aufgabe). Aber das ist eine andere Geschichte / Problem. Losgekommen, bin ich von meinem Freund nie richtig...

Bei meinem Freund finde ich alles was ich vermisse: Aufmerksamkeit, Zuwendung, er hört mir zur, interessiert sich für MICH, er ist in allem sehr selbständig, kann auch mal für mich mitentscheiden. Alles in allem einfach jemand zum „anlehnen“, jemand der mich unterstützten kann und will. Mit ihm macht einfach alles mehr Spass, die Welt und alles wird bunter... Ich fühle mich mit ihm lebendig, geliebt, am Leben und nicht als funktionierender Roboter der alle Verantwortung auf den eigenen Schultern tragen muss.

Wir haben es der Vernunft wegen schon so oft versucht, voneinader loszukommen, aber wir schaffen es einfach nicht. Er liebt mich sehr und verzeiht mir sozusagen immer wieder meine „Rückzieher“. Das kann auf Dauer nicht gutgehen, dass weiss ich... Aber ich komme nicht von ihm los. Er ist immer in meinen Gedanken. IMMER. Sogar in der längsten Trennungsphase (immerhin 1 ½ Jahre, wobei wir sehr sehr sporadisch bis gar keinen und wenn, dann auch nur rein freundschaftlichen E-mail Kontakt hatten), musste ich fast täglich an ihn denken, an seine Berührungen, die Nähe die er mir immer schenkte. Manchmal glaube ich, ich bin nicht normal .

Trotzallem, schaffe ich es nicht, mich von meinem Mann zu trennen, bin einfach feige, habe Angst vor den Konsequenzen (was wird aus ihm?, Streit ums Kind?, ....).
Wir waren schonmal getrennt (wegen meinem Freund), mit der Konsequenz, dass ich mich ohne meinen Mann alleine gefühlt habe. Plötzlich war jemand weg, der immer da war, niemand zum reden, zum gemeinsamen fernsehn schauen, essen, zum kalte Füsse unter die andere Bettdecke strecken.... Es war einfach EINSAM. Davor habe ich auch unheimliche Angst. Was ist wenn es wieder so wird? Damals habe ich es nicht ausgehalten, besonders als ich realisiert habe, das mein Mann in der Trennung sich langsam von mir löst.. ich habe gekämpft, wir haben uns wieder zusammen gerauft, ich habe meinen Freund verlassen, und alles war für eine kurze Periode echt gut. Aber die Sehnsucht nach meinem Freund kam unheimlich schnell wieder und mein Mann packt es nicht „seine Probleme“ anzupacken und die Situation auf Dauer zu ändern (Studium beenden, Hilfe im Haushalt, wenn er schon daheim ist und nur Hobbies nachgeht auch mal mit dem Kleinen zum Schwimmkurs o.ä. zu gehen....)

Momentaner Status ist, das wir uns wieder sehen (nicht oft – zwischen uns liegen ca. 700 km) aber so oft es irgendwie geht... Ich bin unglücklich und die Situation belastet mich. Ich will mit ihm zusammen sein, aber meinen Mann dennoch nicht verlieren, unsere kleine Familie nicht auf´s Spiel setzen...Wohl wissentlich, dass ich genau DAS mit jedem weiteren heimlichen Treffen mache.

Sorry, keine richtige Antwort auf deine Frage – nur einen weitere unglückliche Geschichte! Ich hoffe bei Dir ist inzwischen etwas Licht ins Dunkeln gekommen. Berichte doch einfach mal

Lieben Gruss
WorkingMum

Ypnowoman2
31.08.2006, 14:02
Nein, WorkingMum
du setzst deine kleine Familie nicht mit jedem heimlichen Treffen aufs Spiel, sondern jeden Tag in dem du deinen Mann nicht zu Verantwortung und Mittragen ziehst und ihm sein Leben so weiter leben lässt. DAZU gehören zwei und du spielst deinen Part brav mit.
Der andere Mann spielt keine Rolle, ihr könntet sogar richtig Schluß machen - wenn es so weiter geht, wird irgendwann jemand in deiner Nähe auftauchen, und du wirst das gleiche Problem haben.

Jalinda
01.09.2006, 09:12
Bitte erklärt mir das doch mal:

Warum muss man das ganze Leben lang mit einem Mann zusammen bleiben, für den man sich in jungen Jahren entschieden hat, nach Kriterien, die vielleicht nur willkürlich waren, da man noch nicht so reif war.

Wieso kann man nicht sagen, jetzt habe ich mehr Lebenserfahrung und kann mir einen Partner aussuchen, der wirklich zu mir passt?

Cook3
01.09.2006, 10:19
Bitte erklärt mir das doch mal:

Warum muss man das ganze Leben lang mit einem Mann zusammen bleiben, für den man sich in jungen Jahren entschieden hat, nach Kriterien, die vielleicht nur willkürlich waren, da man noch nicht so reif war.

Wieso kann man nicht sagen, jetzt habe ich mehr Lebenserfahrung und kann mir einen Partner aussuchen, der wirklich zu mir passt?

Das bleibt Dir doch unbenommen!

Es geht nur darum, sich der eigenen Verantwortung bewußt zu sein. In diesen Beziehungskisten hört man doch immer nur: er/sie hat die Verantwortung. Beide haben die Verantwortung für die aktuelle Situation. Wenn eine Frau sich in der Opferrolle gefällt, diese vielleicht sogar genießt (gibt ja auch Macht), sollte man ihr nicht den Gefallen tun, auf diese Masche hereinzufallen. letztlich ist es für sie selbst nicht gut.

Die Attitüde der Frauen, einen Mann umerziehen zu wollen, ist Schwachsinn. Der wird allerdings noch getopt, wenn es nicht gelingt: dann ist er an allem schuld.
Mit anderen Worten: sie heiraten einen Mann, den sie so nicht wollen und bemühen sich, ihn zu ändern. Wenn das nicht gelingt (vielleicht weil er so charakterstark ist), nimmt sie sich das Recht

1. gehen, was in Ordnung ist
2. ihm alle Verantwortung zuzuschieben, was nur dazu dienen soll, sich selbst aus der Verantwortung zu stehlen.

Wenn jemand (in diesem Fall die Frau) 12 Jahre mit einem anderen Menschen zusammenlebt, muß ihr klar sein, daß Veränderungen des Partners mehr oder weniger auch durch sie selbst veranlasst sind.

Das Ganze gilt natürlich für beide Seiten.

Cook3

WorkingMum
01.09.2006, 12:48
@Ypnowoman2,
klar weiss ich dass dazu immer zwei gehören und ich den Zustand mehr oder weniger „toleriere“. Aber ich habe schon sooo viel versucht: von ignorieren, reden + diskutieren, schreien, nörgeln, betteln, jammeren, weinen...alles dabei. Es sit ja nicht so das ich dem ganzen völlig passiv gegenüberstehe, aber immer nur rummeckern macht irgendwann auch müde. Es verbessert sich immer wieder sehr kurzfristig und dann fällt er recht schnell in seine Verhaltensmuster zurück. Ich müsste es einfach nur akzeptieren das er so ist, um glücklich zu sein. Und das kann ich nicht, denn so ist das nicht der Mann für den ich mich ursprünglich mal entscheiden habe. Damals hatte er noch Ziele und einen gewissen Ehrgeiz...

@Eva,
dieses Chaos kenne ich nur zu gut. Mann nimmt sich vor sich abzulenken aber es geht einfach nicht, ständig hat man diese backflashs und das Gefühl mit ihm oder seinen Geruch in der Nase... Raten kann ich Dir nichts, bin ja bisher immer wieder „rückfällig“ geworden. Was aber immer ein wenig geholfen hat, war es sich auf die Gemeinsamkeiten die man mit dem eigenen Mann hat zurückzubesinnen und diese zu pflegen. Ansonsten, wenn Du jemanden zum reden brauchst, kannst Du mich auch gerne anmailen. Mir geht es manchmal so das ich fast platze und kurz davor bin jemanden etwas zu erzählen....
Lieben Gruß
WorkingMum

Cook3
01.09.2006, 13:28
@Ypnowoman2,
klar weiss ich dass dazu immer zwei gehören und ich den Zustand mehr oder weniger „toleriere“. Aber ich habe schon sooo viel versucht: von ignorieren, reden + diskutieren, schreien, nörgeln, betteln, jammeren, weinen...alles dabei. Es sit ja nicht so das ich dem ganzen völlig passiv gegenüberstehe, aber immer nur rummeckern macht irgendwann auch müde. Es verbessert sich immer wieder sehr kurzfristig und dann fällt er recht schnell in seine Verhaltensmuster zurück. Ich müsste es einfach nur akzeptieren das er so ist, um glücklich zu sein. Und das kann ich nicht, denn so ist das nicht der Mann für den ich mich ursprünglich mal entscheiden habe. Damals hatte er noch Ziele und einen gewissen Ehrgeiz...

Wer hat ihm das in den letzten 13 Jahren wohl ausgetrieben?

Cook3

Jalinda
01.09.2006, 13:33
Cook3,

genau das ist der Punkt: Man liest hier zuhauf Postings von Frauen: Wir reden immer wieder darüber, dann ändert er sich kurzzeitig, macht aber alles nur "angestrengt" mit, dann verfällt er wieder in seine alten Muster.

Die Männer müssen kinderlieb sein, viel über ihre Gefühle sprechen wollen, Bollywoodfilme mögen, sollen keinen Alkohol trinken usw.

Warum suchen sich diese Frauen nicht von vorneherein Partner, die so sind, sondern doktern Jahrzehnte an ihren Männern rum und sind zu Tode betrübt? Es gibt bestimmt solche Männer, aber die zu finden, erfordert eben eine langwierige Suche. Die meisten Frauen hier jedoch haben den erst besten geheiratet, der ihnen mit 20 vor die Füße getappst ist und trauen sich dann nicht mehr von ihm weg.

Maria40
01.09.2006, 13:34
@cook,
was soll denn das für eine Aussage sein...kennst Du WorkingMum oder deren Mann??

Das,was Du manchmal von Dir gibst,ist oft nicht provokant,sondern einfach nur beleidigend...habe ich bei Deinen Postings schon öfter gedacht...und deshalb dieser Kommentar!:zahnschmerzen:

Maria40
01.09.2006, 13:41
@Jalinda,
wie überheblich und selbstgerecht,was Du schreibst...

Es gibt vielfältige Gründe,warum man in einer unbefriedigenden Situation oder einer unglücklichen Ehe verharrt...wenn Du es selbst noch nicht erlebt hast,hast Du keinen Schimmer,worüber Frauen wie Tomson oder WorkingMum überhaupt sprechen...!!

Jalinda
01.09.2006, 13:53
Jaja, und alle, die eine andere Meinung als diese armen Frauen vertreten, sind provokant und überheblich...

Du passt genau in das beschriebene Bild!

Cook3
01.09.2006, 13:54
@Jalinda,
wie überheblich und selbstgerecht,was Du schreibst...

Es gibt vielfältige Gründe,warum man in einer unbefriedigenden Situation oder einer unglücklichen Ehe verharrt...wenn Du es selbst noch nicht erlebt hast,hast Du keinen Schimmer,worüber Frauen wie Tomson oder WorkingMum überhaupt sprechen...!!



Maria,

leider verstehst Du nicht mal im Ansatz um was es mir geht.

Gerade weil ich es weiß und daraus auch gelernt habe (nämlich, daß ich auch meinen Anteil Verantwortung in einer Beziehung habe), schreibe ich so. Wobei ich das feinsinnig in eine Frage gekleidet habe.

Es tut mir leid, wenn Du selbstverständliche Fragen ausklammerst bzw. sogar als Beleidigung empfindest, weil sie dem Gegenüber unbequem sein könnten. Wem soll mit einem solchen Verhalten eigentlich geholfen werden?

Ihr könnt Euch hier seitenlang im Kreis drehen und über den bösen Partner jammern - Tango tanzt man immer zu zweit. Das Leben wird es Euch lehren, so lange, bis es begriffen wurde. Und bis zu diesem Zeitpunkt werden sich diese Situationen auch immerwieder wiederholen.

Cook3

Maria40
01.09.2006, 14:00
@sowohl Jalinda,als auch cook,
ich muss Euch enttäuschen...ich habe "gelernt" und mich von meinem "bösen Partner" getrennt!!

Cook3
01.09.2006, 14:15
Ich sage es doch, nicht mal im Ansatz verstanden!

Cook3

Inaktiver User
01.09.2006, 14:49
Erst mal ruhig Blut. Tief durchatmen, du bist ja völlig kopflos. Das Du jetzt erst mal verliebt bist und deshalb völlig von der Rolle ist normal. Trotzdem, ihr kennt Euch seit Januar, das sind 8 Monate, laß Dir Zeit. Trenne Dich nicht so schnell von Deinem Mann. Du siehst ja, Du hängst noch sehr an ihm.

Ich habe dasselbe hinter mir. Ich habe auch einen lieben Mann, trotzdem hatte ich mich in einen anderen verliebt und zwar derart heftig, daß ich alles geschmissen habe. 9 Monate nach unserem Kennenlernen bin ich zu Hause ausgezogen, nur um danach das große Heulen zu kriegen. Von einem auf den anderen Tag war mein Mann nicht mehr um mich, und was man an seinem Partner hat merkt man erst wenn man ihn verloren hat. Da war auch meine neue Liebe kein Trost mehr.

Gott sei Dank hat mein Mann genauso gelitten wie ich und wir haben uns wieder zusammengerauft. Trotzdem hat mir dann der andere auch wieder gefehlt. Es ist ein ständiges Gefühlschaos, trotzdem mußt Du Dir im Klaren darüber sein, daß auch mit dem anderen irgendwann der Alltag kommt. Lerne ihn erst noch besser kennen und wäre dann in aller Ruhe ab.

"...dass mit dem anderen der Alltag kommt..." - Verläuft also in jeder Beziehung der ALLTAG gleich ? Abtörnend und frustrierend ?
Kann es nicht vielleicht auch sein, dass mit dem anderen auch der Alltag viel schöner ist ?

Wenn du nicht ohne deinen Mann sein kannst, aber auch wieder dann nicht ohne den Geliebten und andersrum - vielleicht liebst du keinen der beiden so richtig ?

Inaktiver User
01.09.2006, 14:57
Ich habe das Gefühl, das Forum wird bevölkert von Leuten, die den/die erstbeste, der/die ihnen über den Weg gelaufen ist, geheiratet haben oder mit ihm zusammengezogen sind. Anschließend haben sie Jahrzehnte nebeneinander hergelebt, ohne wirklich zusammenzupassen und merken dann in reiferem Alter, dass das doch nicht so das Wahre ist. Trennen will sich dann keiner, weil man sich ja so aneinander gewöhnt hat.

Der ganze Ansatz ist doch meiner Meinung nach zum Scheitern verurteilt: Wie soll ich in jungen Jahren, unreif und völlig ohne Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht, wissen, ob die Person wirklich zu mir passt, wenn ich gar keine Vergleichsmöglichkeiten habe? Ich weiß doch noch gar nicht, was ich brauche und was zu mir passt. Das geht völlig ins Blaue hinein. Nach welchen Kriterien werden denn solche Partner ausgesucht?

Da bin ich ganz deiner Meinung.

Und ich finde es immer wieder schlimm, dass Ehen auf Krampf weiter aufrecht erhalten werden.
Lieber ein ganzes Leben unglücklich (vielleicht finden sich manche ja auch in diesem Zustand sehr wohl, denn dieses "Unglück" ist ihnen ja bekannt, da sind sie zu Hause), statt mal sein ganzes Leben zu verändern.
Noch schlimmer finde ich, wenn man sogar noch zu einer Therapie gehen muss, damit man mit dem Partner wieder zusammen leben kann.
Ja, ja...ich weiß - an einer Trennung hängt noch so viel anderes dran...Also weiter ausharren und jammern.

Ypnowoman2
01.09.2006, 15:29
Florett
du besuchst eine weiterführende Schule, die dir Spass macht und genau die Ausbildung bietet die du für dein Leben, so wie du es dir vorstellst, brauchst. Du bist schon ziemlich weit damit. Du bist eine gute Schülerin, nur in 2 Fächern hast du Probleme. Was machst du? Suchst du dir Hilfe oder schmeisst du die Schule?

Ypnowoman2
01.09.2006, 15:36
@Ypnowoman2,
klar weiss ich dass dazu immer zwei gehören und ich den Zustand mehr oder weniger „toleriere“. Aber ich habe schon sooo viel versucht: von ignorieren, reden + diskutieren, schreien, nörgeln, betteln, jammeren, weinen...alles dabei. Es sit ja nicht so das ich dem ganzen völlig passiv gegenüberstehe, aber immer nur rummeckern macht irgendwann auch müde. Es verbessert sich immer wieder sehr kurzfristig und dann fällt er recht schnell in seine Verhaltensmuster zurück. Ich müsste es einfach nur akzeptieren das er so ist, um glücklich zu sein. Und das kann ich nicht, denn so ist das nicht der Mann für den ich mich ursprünglich mal entscheiden habe. Damals hatte er noch Ziele und einen gewissen Ehrgeiz...


Nein, Mum
schau dir an was ich unterstrichen habe. Es ist nicht alles dabei - die Konsequenz fehlt. Und wenn er sie bei dir nicht spürt, wird er auch nicht ernst nehmen was du ihm sagst - egal ob leise oder laut. Du sollst nicht meckern - du musst ihm nur sagen was sein Verhalten bei dir für Konsequenzen hat, und es dann durchziehen. Und ich rede hier nicht von Scheidung oder Trennung, es geht auch ohne, wenn du es wirklich willst. Ich sage es dir gleich, es ist nervenaufreibend. Aber besser als das, was du jetzt hast. Und dauerhafter, wenn du es durchziehst.

WorkingMum
01.09.2006, 17:57
Ypnowoman,
was soll ich den für Konsequenzen ziehen? Ihm sein Spielzeug wegnehmen? ;-)
Er ist "erwachsen", so jemanden kann man schlecht bestrafen. Habe schon versucht, seine Wäsche nicht mehr mitzwaschen u.ä. Irgendwann wirkt das aber lächerlich auf mich und ich habe keine Lust ihn zu "erziehen". Und noch was, ich habe ihm inzwischen eine Deadline gesetzt (bis wann er Ergebnisse im Studium zeigen muss), komme mir zwar doof vor dies ständig zu kontrollieren und ich habe auch nicht wirklich den Eindruck das er es Ernst nimmt (die ersten zwei Woche schon) inzwischen schon wieder soo gut wie gar nicht. Aber ich habe für mich selbst entschieden diesmal hart zu bleiben - und werde auch meine Androhung wahr machen (nicht Scheidung, nur die Studiengebühren ca. 1200,- Euro pro Semester! nicht mehr zahlen).

Mit dem zu jung heiraten, muss ich Euch allen Recht geben. Wenn man jung ist findet man das alles herrlich romantisch. Zurückblickend würde ich jetzt nicht mehr so jung und unerfahren heiraten. Zu dem Zeitpunkt ist man noch nicht wirklich "gewachsen" und kennt die eigene Richtung die man einschlagen möchte noch gar nicht. Aber wie heisst es so schön: "Hinterher ist man immer schlauer!"

Liebe Grüsse
WorkingMum

Ypnowoman2
01.09.2006, 20:38
Och, Mum,
es geht doch nicht um Spielzeug weg nehmen oder bestrafen, ich bitte dich. Und auch nicht um umerziehen.
Eher die Richtung die du angeschlagen hast: keine Gebühren mehr zahlen, weil sie von DEINEM Geld kommen. Das ist aber nicht im Sinne von Bestrafung zu sehen, sondern als die Konsequenz die du ziehst - für dich! - aus seinem Verhalten. Ihr seid beide erwachsen, und ihr trägt beide die Verantwortung für eures eigenes Leben. Das ihm zeigen und durchziehen - das meine ich mit Konsequenz.

Inaktiver User
01.09.2006, 23:02
Ja. Hinterher ist man immer schlauer. Und weil man so schlau geworden ist, sollte man die nötigen Konsequenzen ziehen und sich nicht auf immer und ewig mit seinem "Unglück" verbünden.

dilo
01.09.2006, 23:16
ich würde mit dem ehemann reden,ich würde ihm sagen dass ich nicht mehr kann,d.h. nicht mehr geben kann sondern nehmen möchte.für 12 jahre finde ich dass man ihm das schuldig ist.und man sollte etwas an sich denken,und das tun was das richtige ist für ein(egoistisch sein um glücklich zu werden?):freches grinsen:

Cook3
02.09.2006, 07:15
ich würde mit dem ehemann reden,ich würde ihm sagen dass ich nicht mehr kann,d.h. nicht mehr geben kann sondern nehmen möchte.für 12 jahre finde ich dass man ihm das schuldig ist.und man sollte etwas an sich denken,und das tun was das richtige ist für ein(egoistisch sein um glücklich zu werden?):freches grinsen:

Dilo,

da gebe ich Dir recht. Wäre es aber nicht besser, von Beginn an egoistisch zu sein und dann eine gute Chance zu haben, mit dem Partner gemeinsam glücklich zu sein?

Cook3

Soda
02.09.2006, 18:23
Maria,

leider verstehst Du nicht mal im Ansatz um was es mir geht.

Gerade weil ich es weiß und daraus auch gelernt habe (nämlich, daß ich auch meinen Anteil Verantwortung in einer Beziehung habe), schreibe ich so. Wobei ich das feinsinnig in eine Frage gekleidet habe.

aber ganz unfeinsinnig hast du vergessen, dass du dich als cook3 nicht bei antworten an jalinda (o.ä.) angesprochen fühlen solltest, nä :unterwerf:

Cook3
02.09.2006, 19:20
aber ganz unfeinsinnig hast du vergessen, dass du dich als cook3 nicht bei antworten an jalinda (o.ä.) angesprochen fühlen solltest, nä :unterwerf:

Wann sich jemand in einem öffentlichen Forum durch ein öffentliches Statement angesprochen fühlt, wirst Du schon demjenigen überlassen müssen. Oder wie willst Du sonst eine Diskussion in Gang bringen? :unterwerf:

Cook3

Soda
02.09.2006, 19:34
jaja, cook...

die maria schreibt der jalinda, wie überheblich sie finde, was diese schreibe, und du antwortest (mit zitat eben dieser zeilen), du würdest doch aus diesen und jenen gründen so schreiben - kann ja jede/r selbst nachlesen.

aber du kannst gerne weiter "diskutieren", vielleicht hilfts ja der TE.

:ahoi: )

Tomson
20.09.2006, 08:57
Hi an alle,
erst mal bin ich erstaunt über die vielen Antworten, bezw.Meinungen!!!
Wollte nur mal kurz die momentane Lage beschreiben...
Also, mein Mann hat sich innerhalb der letzen Wochen sehr verändert, d.h. er ist sehr aufmerksam, lieb, nett, zuvorkommend, locker, gut drauf.....usw, dennoch (und vielleicht halten mich nun viele für bescheuert!!!) kann ich sein Verhalten nicht geniessen, da ich, wenn mein Mann mir zu nahe kommt, an den andern denken muss... !?!? Von dem andern Mann komme ich irgendwie absolut nicht los, genausowenig wie er von mir!! Er macht micht "nur" mit seiner Stimme schon so durcheinande, dass ich alles vergessen könnte...aber ich reisse mich im Moment zusammen! Wir reden oft stundenlang am Telefon, und ich weiss dass ich ihn sehr vermissen würde, falls kein Kontakt mehr sein sollte, er ist mir in kurzer Zeit sehr, sehr wichtig geworden, als Mensch, und für ihn bin ich seine grosse Liebe, er wünscht sich ein Kind von mir, und einfach ein gemeinsames Leben... Ich bin jedesmal hin und weg wenn ich mit ihm rede, geschweige denn ihn sehe!!! Er hat einen Effekt auf mich, der mich selbst überrascht :) Nun ja, mein Mann ist sozusagen im Moment genau so, wie ich ihm lange vorgehalten habe, dass er sein soll, also wieso geniesse ich es nicht, wieso kann ich nicht von dem andern Mann lassen?

Trilana
20.09.2006, 11:18
>> Nun ja, mein Mann ist sozusagen im Moment genau so, wie ich ihm lange vorgehalten habe, dass er sein soll, also wieso geniesse ich es nicht,<<

Ich denke darauf kann ich dir eine Antwoort geben, wiel es bei meinem Ex ganz ähnlich war. Ich konnte es erstens nicht geniessen, weil natürlich der andere in meinem Kopf und auhc in meinem Herzen war und zweitens, weil ich immer das Gefühl bei meinem Ex hatte, es ist aufgesetzt, dass ist nicht er, das ist geschauspielert und das hält nicht lange an. Es fühlte sich unecht und unwirklich an, aufgesetzt eben, nur damit er mich nicht verliert. Es war unehrlich von ihm,, weil er sich für mich verbogen hat und das merkt man eben.

Liebe grüße
Trilana

Jogni
27.09.2006, 00:27
Wir haben auch sehr zeitig (mit 20) geheiratet, inzwischen die Silberhochzeit geschafft. Wir wissen bestimmt, was wir aneinander haben, weil ganz viel Wochenendbeziehung, Trennung und bestimmt nicht zu viel aufeinander gehockt.
Als ich etwas zweifelte, war ich knapp zwei Wochen mit einer Freundin im Urlaub (Single ohne Kinder). Danach fand ich Familienurlaube gar nicht mehr so schlimm. Da bin ich nämlich die Chefin.
Und trotz alledem habe auch ich so einen Mann (Bekannter von ganz früher), an den ich gerne denke, der bei mir so ein Kopfkino auslöst ... das ist schön, aber keine ernsthafte Gefährdung einer >25jährigen Ehe.