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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Mann ist/wird eine Frau



Habakuk
20.08.2006, 20:06
wir sind seit 7 Jahren zusammen. Vor knapp 2 Jahren stellte sich heraus, daß mein Mann sich als Frau fühlt. Vorher hatten wir eine sehr erotische s/m Beziehung (zumindest von meiner Seite aus). Das Problem ist ich liebe diesen Menschen, bin aber nicht lesbisch. Kann man das noch werden...angeblich steckt ein Wenig in jedem von uns drin. Und als Frau war ich die Herrin. Ich habe nicht gemerkt, daß mein Mensch eigentlich über s/m an Frauenkleidung kommen wollte. Ich habe es als quasi "normale" Demütigung angesehen. Jetzt ist er schon lange in Behandlung, alles offiziell über die Kasse. Er will sich nicht wieder aufbauen lassen, aber er will halt sein Geschlechtsteil nicht mehr. Er mag es nicht. Er ist eine lesbische Frau. Aber zuerst steht noch die Enthaarung an. Ich war bisher ganz gelassen. Aber jetzt, wo es richtig an die Veränderung geht, bekomme ich Muffensausen. Ich habe mich schon zu einer Thera angemeldet. Wie mein Mensch ganz richtig sagt, ändert sich eigentlich nichts. Er/sie ist der selbe, oder fast. Denn die Hormone bewirken auch eine Veränderung des Denkens. Sollte hier ein Neurologe sein, würde mich näher interessieren. Ich liebe ihn/sie das steht überhaut nicht zur Debatte. Aber war ist mit Sex? Ich habe ihm zugestanden Verhältnisse mit Frauen zu haben. Er mußte mir das gleiche zugestehen. Aber er will das gar nicht. Das glaube ich ihm auch. Außerdem Transen haben es auch bei Lesben schwer. Er sagt er braucht das nicht und will das auch gar nicht. Was ich auch glaube, weil wir beide um die 50 sind und er/sie ein treuer Mensch. Das ist so einen komische Situation, ich habe noch kein Forum gefunden, es gibt/gab mal ein sehr schlecht besuchtes Transgenderforum. Aber da gab es praktisch keine Angehörigen. Ich hoffe auf die riesige Community von Brigitte. Vermutlich gibt es niemanden, mit dem ich Erfahrungen austauschen kann. Aber eine irgendwie ähnliche Situation wäre schon mal nicht schlecht.

Habakuk
20.08.2006, 22:37
keine Antwort? Ich weiß, es ist verdreht, aber andere Menschen müssen doch auch solche Erfahrungen gemacht haben. Z.B. der Mann ist schwul....oder die Frau ist eigentlich lesbisch.... es ist halt noch einen Dreher weiter. Mehr nicht.

Inaktiver User
21.08.2006, 11:07
Hallo Habakuk,
ob hier viele Deine Schwierigkeiten nachvollziehen können, weiß ich nicht.
Ich persönlich tu mich auch schwer damit, mir vorzustellen, dass der Mensch, den ich liebe, sein Geschlecht wechselt.
Ich kann nur insofern aus meiner eigenen Erfahrung berichten, dass ich vor einigen Jahren meine Liebe zu Frauen entdeckte und seither lesbisch lebe. Mein Umfeld ist damit wunderbar zurecht gekommen, niemand hat sich in irgendeiner Weise negativ geäußert.
Ich selbst habe es immer so gesehen, dass ich ja noch derselbe Mensch bin.
Wenn Du Deinen Menschen liebst, Dich nicht schockiert abwendest, ist das schon mal wunderbar. Sie hat ja immer noch die Eigenschaften, die Du vorher an ihm geliebt hast.
Was die Sexualität angeht: Ihr scheint ja beide experimentierfreudig zu sein. Vielleicht findet ihr gemeinsam eine neue Art der Sexualität, die Euch beiden gut tut.
Eine Bekannte (sie ist bi) von mir sagt: Es ist egal, welches Geschlecht jemand hat, ich verliebe mich ja nicht nur in den Körper, sondern in den ganzen Menschen.
Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

Habakuk
21.08.2006, 12:02
danke für Deine Antwort. Es ist manchmal einfach blöd, daß man sich bei diesem seltenen Thema mit niemandem austauschen kann. Du bist also lesbisch geworden und warst vorher hetero? Ich kenne das von einigen Frauen. Vielleicht werde ich auch noch etwas bi ;)

SarahMaria
21.08.2006, 20:18
Das ist so einen komische Situation, ich habe noch kein Forum gefunden, es gibt/gab mal ein sehr schlecht besuchtes Transgenderforum. Aber da gab es praktisch keine Angehörigen.

Hast du mal bei transtreff.de geschaut? Oder transgender.at, das sind ziemlich große Communitys. Zur Not wissen die vielleicht auch eine Selbsthilfegruppe in deiner Nähe.

In deiner Situation habe ich persönlich leider weniger Erfahrung.

Die Sarah

annielynn
21.08.2006, 21:03
Liebe Habakuk,

ich glaube, ich kann dich ein bisschen verstehen. Mein (Ex-) Freund ist auch transsexuell, also eine (lesbische?) Frau im Männerkörper. Mittlerweile haben wir uns etwas aus den Augen verloren, ich denke, er müsste gerade in der Phase sein, in der er beginnt, Hormone zu nehmen. Bartepilation, Kehlkopfentfernung und andere kosmetische Gesichtsoperationen hat er (sie) schon hinter sich.
Wir kennen uns schon sehr lange (17 Jahre), waren aber nur ein halbes Jahr zusammen. In der Zeit haben wir aber eine Fernbeziehung gehabt, insofern ist unsere beziehung sicher nicht sehr mit eurer vergleichbar. Auf jeden fall war ich aber auch sehr in ihn / sie verliebt.
Leider habe ich nicht gut auf seine transsexualität reagiert. Ich habe immer eher versucht, das thema totzuschweigen, weil ich einfach überfordert war. Dahinter steckte aber auch die panik, er könnte, wenn er sich vollständig seiner identität als frau zuwendet, auch einen mann als partner vorziehen. vor einer solchen ablehnung meiner person hatte ich sehr "angst". egoistisch, ich weiß. Außerdem war mir irgendwie alles zu viel. (bin 24).
Ich glaube, deshalb hat er sich dafür entschieden, seinen weg allein zu gehen... Jetzt habe ich schon eine ganze weile nichts mehr von ihm gehört, auf sms und mails antwortet er nicht.

Übrigens war es sexuell und emotional die intensivste beziehung, die ich hatte. Ich bin, im gegensatz zu dir, ganz grundsätzlich, im zweifel ob ich wirklich heterosexuell bin. ich habe auch ausgeprägte lesbische neigungen, diese aber noch nie, bis auf dieses mal, ausgelebt.

So, das ist meine situation, würde mich über einen austausch freuen.

Viele grüße
Anna

Habakuk
22.08.2006, 00:03
Hallo Anna, ich würde mich auch sehr über einen Austausch freuen!!!!!!
Ich weiß nicht wie das hier im Forom geht mit PN und so. Ich schau mal nach. Du bist die Erste, die diese Situation nachempfinden kann.

Habakuk
22.08.2006, 00:05
Danke Sarah, ich schau da mal rein. Meist sind es die Transsexuellen , die sich austauschen. Sie haben oft keine Partner und beschreiben einfach nur die Vränderung. Toll hier, so viele Antworten habe ich sonst nie bekommen. Danke!!!!!
Ich hab mal reingeschaut. es sind eigentlich nur die "Betroffenen" die sich da austauschen un Mut machen. Was ja uch gut ist. Es ist eine seltene Sache, vor allem, noch mit Mann wird Frau und dann lesbisch. Normarerweise wollen die, die ihre Geschlecht "wiedererlangen" eben einen Partner des anderen Geschlechts. Und ich weiß einfach, daß Lesben nicht auf Transen stehen. Ich komme aus Köln ;-)

Kraaf
22.08.2006, 08:58
Es ist eine seltene Sache, vor allem, noch mit Mann wird Frau und dann lesbisch. Normarerweise wollen die, die ihre Geschlecht "wiedererlangen" eben einen Partner des anderen Geschlechts.

Oh sag das nicht, Habakuk.

Ich war z.B. einmal bei zwei sehr betagten Damen zum Nachmittagstee mit Zimtplätzchen eingeladen. Die Beiden waren seit Ewigkeiten ein Paar. Als sie sich einst kennen und lieben lernten, waren beide noch Männer gewesen. :smirksmile:

Auch mit eurer eigenen Konstellation steht ihr nicht ganz alleine da. In meinem allerersten SM-Chat gab es das auch: sie dominant, er devot und wechselte dann das Geschlecht und die Kinder hatten plötzich zwei Mütter.

Alles Gute!

nettes Grüssle
Kraaf

SarahMaria
22.08.2006, 09:20
Und ich weiß einfach, daß Lesben nicht auf Transen stehen. Ich komme aus Köln ;-)

Ich komme auch aus Köln, und ich kann dir sagen, dass das nicht unbedingt stimmt. Nun bin ich nicht transsexuell, sondern Transvestit, aber mir haben schon einige eindeutige Komplimente gemacht.

Das lustigste war eine 1,60m große Lesbe die mir (1,90m) in's Ohr flüsterte, dass sie mich abschleppen würde, wenn ich nicht so groß wär...

Es ist nicht schwarz und weiß, sondern seeehr viel Grau dazwischen. Ein guter, wenn auch alter Artikel dazu: http://www.genderwunderland.de/standpunkte/ich/greiner1993.html

Die Sarah

4fruit
22.08.2006, 10:29
Hallo - hab deinen artikel gelsen und mich nun angemeldet, weil mich das nicht losgelassen hat. ich bin selbst ein mann mit familie und frau und allem drumherum und trage gern frauenkleider. ich hab mir schon oft überlegt als frau zu leben - es erscheint mir einfach angenehmer. die erfahrungen aus der therapie, die ich schon sehr lange einfach als lebensbegleitung mache, hat mir aber gezeigt, daß das leben weitergeht. Also Job, Beziehung, Freunde, Freizeit- alles hat seinen Platz gefunden gerade wenn Du nicht mehr 20 bist ( ich bin auch mitte 40). Ich habe abschreckende Beispiele, gerade nach der OP erlebt. man(n) bleibt meistens TS und wird keine Frau !
vielleicht ist es eine option für euch - für deinen mann - kleidung und makeup auszuprobieren und die weiblichkeit so zu testen. weiblichkeit ist darüber hinaus auch als mann in den alltag integrierbar.

sorry für die kritischen worte dazu, aber es war mir ein bedürfnis da ich wirklich schon die gleichen gedanken hatte.

Habakuk
22.08.2006, 11:08
weiblichkeit ist darüber hinaus auch als mann in den alltag integrierbar.

das stimmt. Aber z.B. ganz schlecht in seinem Job. Ein fast reiner Männerverein der eine Frau in der Mitte, vor allem eine die sie immer für einen Mann gehalten haben, als Verrat empfinden würden. Privat geht alles.
Er will ja keine Aufbau OP, sondern nur Schwanz und Eier ab. Hormone bekommt er schon. Ihm geht es auch gut dabei.



Ich komme auch aus Köln, und ich kann dir sagen, dass das nicht unbedingt stimmt. Nun bin ich nicht transsexuell, sondern Transvestit, aber mir haben schon einige eindeutige Komplimente gemacht.

das beruhigt mich, aber vermutlich bist Du auch nich 50....;-)

SarahMaria
23.08.2006, 09:57
das beruhigt mich, aber vermutlich bist Du auch nich 50....;-)

Nö, gerade mal die Hälfte. ;)

Die Sarah

Habakuk
23.08.2006, 19:02
@ SarahMaria

bist Du eigentlich eine Transe, willst aber Mann bleiben? Du stehst auf Frauen? Ich hab mal in denen Weblog geschaut. Ich steige nicht ganz durch. Bist Du eine lesbische Transe? Wie gehst Du normal weg? Immer als Frau? Willst Du Dich operieren lassen, oder reichen Dir die Kleider, Make-up usw.?
Oder bist Du ein ganz normaler Mann, der gerne Frauensachen trägt?

SarahMaria
23.08.2006, 23:13
Hehe. Du solltest nicht nur die Fotos anschauen ;)

Wie ich oben schon geschrieben habe, bin ich nicht transsexuell, sondern Transvestit (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Transvestit).
D.h. ich bin ein Mann und trage gerne Frauenkleidung, um die Teilzeit-Frau in mir auch äußerlich herauszulassen. Ich stehe ausschließlich auf Frauen und lebe sogar seit 4 Jahren in einer festen Beziehung. Meine Freundin weiß es auch fast von Anfang an.

Alles wissenswerte vielleicht hier, kurz und knapp: http://sarah-maria.transgender-blogs.com/text_2005_11_22.html

Wenn noch mehr Fragen sind: Nur raus damit.

Die Sarah

Habakuk
24.08.2006, 10:30
D.h. ich bin ein Mann und trage gerne Frauenkleidung, um die Teilzeit-Frau in mir auch äußerlich herauszulassen. Ich stehe ausschließlich auf Frauen und lebe sogar seit 4 Jahren in einer festen Beziehung. Meine Freundin weiß es auch fast von Anfang an.

ich kenne Transen, aber die sind meist schwul. Eigentlich nur einer den ich kenne, der es nicht ist. Vermutlich gibt es aber viel mehr Männer, die einfach nur ihren weiblichen Part auslebn wollen und hetero sind.

SarahMaria
24.08.2006, 14:35
ich kenne Transen, aber die sind meist schwul. Eigentlich nur einer den ich kenne, der es nicht ist.

Das ist immer nett, wenn man mal als Frau unterwegs ist, dann denken automatisch *alle* das du auch gleichzeitig schwul bist. In Hamburg hat mich mal ne Frau angesprochen, die meinte, dass sie dass ja alles gaaanz toll fände und ihr Bruder sei ja auch schwul...


Vermutlich gibt es aber viel mehr Männer, die einfach nur ihren weiblichen Part auslebn wollen und hetero sind.

Da kannst du Gift drauf nehmen. Die meisten verheimlichen es, da es keine Informationen und keine Lobby für sie gibt. Es ist gesellschaftlich verpönt, genauso wie es eher unüblich war homosexuell zu sein.

Die Homosexuellen haben sich aber an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen, wie die Frauen mit der Frauenbewegung. Die Männer kriegen sowas einfach nicht auf die Ketten, nicht nur beim rumtransen, sondern auch in vielen anderen Dingen. Das Problem ist, dass Mann sich dann eingestehen müsste, dass es ein Problem gibt, für das man niemand anderen beschuldigen kann.

Ich denke aber, dass gute Chancen bestehen, dass Männer in Frauenkleidern in 15-20 Jahren nicht mehr so unnormal sind, wie heute, es sei denn, die CSU kommt an die Macht. ;)

Die Sarah

P.S.: Gab's zu dem Thema eigentlich schon mal etwas in der Brigitte oder ym?

Margo1
24.08.2006, 15:43
ich kenne Transen, aber die sind meist schwul. Eigentlich nur einer den ich kenne, der es nicht ist. Vermutlich gibt es aber viel mehr Männer, die einfach nur ihren weiblichen Part auslebn wollen und hetero sind.
Der Begriff "Transe" ist eigentlich unglücklich, weil er mißverständlich ist ... Transsexuelle und Transvestiten sind zwei sehr verschiedene Paar Stiefel :smile:
Ansonsten ist es schon Fakt, daß die meisten TV's hetero sind.
Ich bin im übrigen auch der Meinung "man(n) bleibt meistens TS und wird keine Frau". Für manche Männer ist es auch einfach nur eine Flucht aus der "Männerrolle", nachher bereuen sie dann die OP.
Ich stimme aber auch SarahMaria zu, daß es "nicht schwarz und weiß, sondern seeehr viel Grau dazwischen" gibt.

Margo1
24.08.2006, 15:44
Das ist immer nett, wenn man mal als Frau unterwegs ist, dann denken automatisch *alle* das du auch gleichzeitig schwul bist. In Hamburg hat mich mal ne Frau angesprochen, die meinte, dass sie dass ja alles gaaanz toll fände und ihr Bruder sei ja auch schwul...



Da kannst du Gift drauf nehmen. Die meisten verheimlichen es, da es keine Informationen und keine Lobby für sie gibt. Es ist gesellschaftlich verpönt, genauso wie es eher unüblich war homosexuell zu sein.

Die Homosexuellen haben sich aber an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen, wie die Frauen mit der Frauenbewegung. Die Männer kriegen sowas einfach nicht auf die Ketten, nicht nur beim rumtransen, sondern auch in vielen anderen Dingen. Das Problem ist, dass Mann sich dann eingestehen müsste, dass es ein Problem gibt, für das man niemand anderen beschuldigen kann.

Ich denke aber, dass gute Chancen bestehen, dass Männer in Frauenkleidern in 15-20 Jahren nicht mehr so unnormal sind, wie heute, es sei denn, die CSU kommt an die Macht. ;)

Die Sarah

P.S.: Gab's zu dem Thema eigentlich schon mal etwas in der Brigitte oder ym?
Daß die meisten TV's und DWT's (Damenwäscheträger) ihre Neigung nur "privat" ausüben bzw. sogar vor ihrer Partnerin verheimlichen, dürfte auch daran liegen, daß der "Normalmann" nun mal in "weiblicher" Kleidung meist eher nicht so toll aussieht, vorsichtig ausgedrückt :freches grinsen:
Aus genau diesem Grunde werden die weitaus meisten "Männer in Frauenkleidern" auch immer "unnormal" bzw. ein Fall für Travestiefilme à la "Charley's Tante" oder "Rocky Horror Picture Show" bleiben :smile:

Das Thema "Transgender" ist hier natürlich eher selten, tauchte aber früher mitunter schon mal auf ... diese Threads sind aber inzwischen gelöscht wurden.
Bei "Männer in Strumpfhosen" läßt sich aber dazu auch noch ein bißchen finden :smile:

Habakuk
24.08.2006, 16:16
P.S.: Gab's zu dem Thema eigentlich schon mal etwas in der Brigitte oder ym?

gute Frage....Eine Brigitte Ausgabe die mal vornehmlich von Männern gekauft wird ;-))))
Ich kenne das aus anderen Foren. Es gibt viele heteromänner (das Eingeständnis in einem Forum ist ja schon ein Outing) die einduetig heten sind und heimlich Frauenkleider tragen. Du hast Glück mit Deiner Freundin. Viele Frauen akzeptieren das absolut nicht, weil sie es abartig usw, finden. Was war das nochmal für ein Forum *nachdenk*....da waren zwei oder drei Männer, glücklich verheiratet. Einer überlegte ob er sich dafür ein Extra Appartment anmieten sollte. So etwas ist doch Scheiße. Damit hätte ich überhaupt keine Probleme. Als ich mal Glatze trug, wurde ich auch öfters für einen Kerl gehalten, wenn ich ungeschminkt war ;-))

Für Frauen ist es viel einfacher. Ich kann auch in der Öffentlichkeit einen Anzug tragen mit Kravatte usw. Habe ich früher öfters gemacht. Das ist kein Thema. Oder Männerstiefel Lederjacken usw. Frauen dürfen das alles. Ungerecht.

Habakuk
24.08.2006, 16:24
Daß die meisten TV's und DWT's (Damenwäscheträger) ihre Neigung nur "privat" ausüben bzw. sogar vor ihrer Partnerin verheimlichen, dürfte auch daran liegen, daß der "Normalmann" nun mal in "weiblicher" Kleidung meist eher nicht so toll aussieht, vorsichtig ausgedrückt

ich denke das ist einfach eine Sache der Gewohnheit. Mein Zwischenwesen hat z.B. Beine um die ihn/sie viele Frauen beneiden würden....und sag jetzt nicht, daß viele Frauen in diesen Hüfthosen und Brauchfrei Teilen toll aussehen. Aber die tragen es trotzdem.

SarahMaria
24.08.2006, 17:24
Ich bin im übrigen auch der Meinung "man(n) bleibt meistens TS und wird keine Frau". Für manche Männer ist es auch einfach nur eine Flucht aus der "Männerrolle", nachher bereuen sie dann die OP.

Eine ähnliche Meinung habe ich auch.

Ich denke, dass ein wesentliches Problem in der gesellschaftlichen Akzeptanz liegt. Als Beispiel Iran: Transsexuelle werden geduldet, aber nur insofern, dass möglichst schnell die Geschlecht angleichende Operation durchgeführt werden muss. Homosexuelle werden nicht geduldet.

In D werden Homosexuelle und eher männlich geprägte und/oder aussehende Frauen von der breiten gesellschaftlichen Masse geduldet. Männer in feminineren Ausprägungen werden sofort in vorhandene Schubladen gesteckt; entweder sind sie schwul oder transsexuell.

Die akzeptierten Schubladen passen für viele Transvestiten nicht. Viele haben nicht den Mut oder die familiäre Unterstützung, um sich einen feuchten Kericht um diese Normung zu scheren, und versuchen sich einer der ihnen passend erscheinenden Nische anzunähern. Es gibt so sicher viele, die Transvestit sind, aber transsexuell werden.

Ich denke, dass bei breiterer Akzeptanz die familiäre Unterstützung sehr viel größer wäre. Der Leidensdruck wäre weniger und es würde nur noch bei den wirklich transsexuell veranlagten zu einer Hormonbehandlung oder gar einer OP kommen.

Im weiter oben genannten Vortrag legt Herr Greiner dar, dass die eigentlichen Ursachen, statistisch gesehen, gleichmäßig gestreut sein müssten. Bei den Transsexuellen herrscht aber das ungleiche Verhältnis von ca. 80/20 (MzF/FzM). Komisch?



Ich hoffe, wenigstens einigen BriCom-LeserInnen den Horizont ein klein wenig erweitert zu haben, damit ich das ganze meinen zukünftigen Kindern nicht verheimlichen muss, aus Angst, sie könnten dadurch einen Nachteil haben.

Die Sarah

Habakuk
25.08.2006, 19:34
Es gibt so sicher viele, die Transvestit sind, aber transsexuell werden.

das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Denn eine Geschlechtsumwandlung dauertmindestens so 2 Jahre. Besuche bei einem darauf spezialisierten Psychiater usw. sind voraussetzung. Der muß nämlich nachweisen, daß es sich NICHT um Travestie geht. Mein Mann mag z.B. seine Geschlechtsteile nicht. Auch nicht die von anderen Männern. Es ist, wenn man den offiziellen Weg geht und nicht nach Taiwan fliegt, schon recht abgesichert. Generell sollte die Akzeptanz allen nur denkbaren Rollen und Geschlechtern gegenüber größer werden. 7 Geschlechter werden ja schon angeführt. Man, Du jagst mir einen Schreck ein, mein Mann/ Frau behauptet mit Transvestiten nichts am Hut zu haben. Was ich auch übertrieben finde. Die sind ihm zu auffällig usw. Ich liebe sie ja. Aber da will er sich total von abgrenzen. Und ich glaube, so viele medizinisch betreute Geschlechtsanpassungen gibt es auch nicht. Wir mußten lange nach Spezialisten suchen. Auch für die Therapie. Da gibt es in Köln gerade mal 2. Und da die für diese Behandlung keine langen Wartezeiten haben, gehe ich davon aus, daß der Ansturm nicht so groß ist.
In meinem nächsten Leben werde ich ein SCHWULER Transvestit ;)

SarahMaria
25.08.2006, 21:38
Man, Du jagst mir einen Schreck ein, mein Mann/ Frau behauptet mit Transvestiten nichts am Hut zu haben. Was ich auch übertrieben finde. Die sind ihm zu auffällig usw. Ich liebe sie ja. Aber da will er sich total von abgrenzen.

Das gibt es leider häufiger. Die, die das volle Programm machen, werden auch manchmal ausfallend. Es sei ja eh nur ein Hobby und alle Transvestiten wären sowieso nur Fummeltrinen. Aber es gibt auch sehr nette. Im Café Scandal in D'dorf gibt's z.B. zwei nette (die Wirtin und die Kellnerin).

Transsexuelle wollen meiner Erfahrung nach meistens als volle Frau anerkannt werden. Deswegen passt für sie die Sparte Transgender oder Transvestiten nicht mehr. Sie wollen nicht zu den Anormalen gehören, sondern in die gesellschaftlich akzeptierte Kaste der Frauen aufsteigen.

Da kam es mitunter zu Verfälschungen in Wikipedia-Texten und einer Gründung des "Zentralrates der Transsexuellen"...

Wie das bei euch ist, vermag ich nicht mal im Ansatz zu sagen, deswegen meine, nicht immer zutreffenden, Verallgemeinerungen.


In meinem nächsten Leben werde ich ein SCHWULER Transvestit ;)

Aha? Hat welchen Vorteil? (da bin ich mal gespannt)

Die Sarah

Habakuk
25.08.2006, 22:29
In meinem nächsten Leben werde ich ein SCHWULER Transvestit ;)


Aha? Hat welchen Vorteil? (da bin ich mal gespannt)

ich will einen Schwanz und alles was dazu gehört und es mit Männern treiben! Ich bin irgendwie schwul. Aber so wie ich es bin, kann ich es mit meinen Freunden ausleben. Also ich würde nicht an Geschlechtsumwandlung denken. Ich finde es am schönsten, wenn mein schwuler Freund (Maskenbildner) so schminkt, daß ich aussehe wie ein Mann der so aussehen will wie eine Frau. Aber perfekt. Zwischen den Geschlechtern, meine besten Freunde sind schwul, nicht weil sie mich als Frau so gut verstehen, sondern weil wir über Kerle sprechen. Das zu den 7 Geschlechtern. Nur da helfen keine Hormone oder OPs Ich bin einfach so. Wir mögen uns, obwohl ich eine Frau bin. Ich habe einen erheblichen männlichen Anteil, aber der ist nicht auf Frauen gerichtet....so einfach ;-))))))))))))))

Edwin-Edwina. Es gibt halt auch solche Frauen. Nur kann ein Schwuler nichts mit mir anfangen (rein sexuell). Ich wollte schon immer einen schwulen Mann sein. Eine Drag-Queen!!!!. Aber Dildos und so Zeug sind zwar okay, aber nicht das wirkliche Ding......aber eígentlich keinen Mann der eine lesbische Frau wird. Verdreht bin ich selber, aber bei 7 Geschlechtern ist das schon drin. . Schon etwas kraus. Ich stehe im Prinzip auf Männer, würde ihnen aber gerne als Mann begegnen.

annielynn
25.08.2006, 23:01
Hallo Habakuk,

ich finde es sehr gut und bewundernswerit, dass du zu deinem mann stehst und ihn bei seinem weg unterstützt (obwohl du, sexuell (oder erotisch) etwas anderes bevorzugen würdest.)

Mein exfreund (ich denke, das ex ist jetzt definitiv) hat auch eine merkwürdige, aggressive Einstellung gegenüber Transen und Schwulen. Er will auch unauffällig sein und als frau akzeptiert werden. Seine geschlechtsteile mag er auch nicht, allerdings habe ich den verdacht, SCHON die von anderen männern ...;)

Übrigens fürchte ich, dass ein erfahrungsaustausch nicht sehr fruchtbar wäre weil ich wohl akzeptieren muss, dass meine Beziehung mit ihm zu ende ist und wir auch keinen kontakt haben. Wenn du allerdings bestimmte erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe, wissen möchtest, erzähl ich dir gerne und werde auch diese forumsdiskussion mit interesse weiterverfolgen....

ciaociao

Habakuk
26.08.2006, 00:07
Mein exfreund (ich denke, das ex ist jetzt definitiv) hat auch eine merkwürdige, aggressive Einstellung gegenüber Transen und Schwulen. Er will auch unauffällig sein und als frau akzeptiert werden. Seine geschlechtsteile mag er auch nicht, allerdings habe ich den verdacht, SCHON die von anderen männern ...;)

ja, das ist komisch. Meier/meine kann inzwischen mit meinen schwulen Freunden umgehen. Einfach weil es wunderbare Menschen sind. Völlig abgesehen von Geschlecht. Aber der Wille sich abzugrenzen ist übermäßig vorhanden.

Angie1
26.08.2006, 19:35
Hallo Habakuk,

hab jetzt nicht den ganzen Strang gelesen (zu lang!), aber da Du aus Köln kommst:

In Köln gibt es eine SHG, die sich im Bürgerhaus Stollwerk trifft:
http://www.txkoeln.de/gruppe/partner.htm
Wie der Link schon sagt, gibt es dort auch Treffen für Betroffene und ihre Partner. Ich war selbst schon dort und fand es recht gut. Vielleicht könnt Ihr dort ja mal zusammen hingehen.



Liebe Grüße
Angie

Habakuk
26.08.2006, 20:05
Hallo Habakuk,

hab jetzt nicht den ganzen Strang gelesen (zu lang!), aber da Du aus Köln kommst:

In Köln gibt es eine SHG, die sich im Bürgerhaus Stollwerk trifft:
http://www.txkoeln.de/gruppe/partner.htm
Wie der Link schon sagt, gibt es dort auch Treffen für Betroffene und ihre Partner. Ich war selbst schon dort und fand es recht gut. Vielleicht könnt Ihr dort ja mal zusammen hingehen.



Liebe Grüße
Angie

eingentlich total gerne, nur wohne ich seit 5 Monaten in FFM/Darmstadt ;-((((((. Das wäre toll gewesen!!!!!

Angie1
27.08.2006, 07:41
Ups... sorry, das sollte 'ne PM werden (*rotwerd*)... die Tücken der Technik...

Habakuk
27.08.2006, 12:13
das beantworte ich auch gerne öffentlich :smirksmile:

Angie1
27.08.2006, 19:41
Hallo Habakuk,

das beantworte ich auch gerne öffentlich :smirksmile:
meinst Du die PM? Warum möchtest Du diese öffentlich beantworten?

Liebe Grüße
Angie

Habakuk
27.08.2006, 22:13
meinst Du die PM? Warum möchtest Du diese öffentlich beantworten?

ich hab das jetzt so verstanden, daß Du mir diese Nachricht als PN zukommen lassen würdest. Ich bin allgenein dafür, die Dinge offen auszusprechen. Wie soll Freiheit sonst aussehen? Klar habe ich Probleme. Das gebe ich auch zu. Darum will ich auch eine Thera machen. Aber Ich denke, viele die hier mitlesen, und es sind viele, sollen nicht das Gefühl bekommen, daß es etwas ist, was man geheim halten muß. Wozu? Am Arbeitsplatz vielleicht, weil der sehr Männerdominiert ist. Aber sonst? Vielleicht gibt es viel mehr Männer die einen Schlag ins Weibliche haben, wie stark auch immer. Für eine Geschlechtsanpassung wird es bei den wenigsten reichen. Aber sie sollen es ausleben. Die Geschlechstanpassung ist, wenn man sie legal und von der Krankenkasse unterstützt haben will, etwas, was ein Mann wirklich nur macht, wenn er mehr will, als Frauenkleider tragen. Ich komme etwas ins schleudern, ich bin nicht lesbisch. Aber ich vermute ich habe auch einen Anteil davon, weil ich bestimmend bin. Meine beiden Exmänner haben gesagt, ich sei in Wirklichkeit ein Mann. Durchaus liebevoll. Ich bin nicht zickig, habe keinen Sinn für Einrichtung und dafür "etwas schön zu machen". Mir fehlen ganz wichtige weibliche Eigenschaften. Ich bin eher der "aufdieschulterklopf" Typ. Nein, ich sehe nicht so aus. Ich bin immer sehr gut bei Männern angekommen, bei Lesben nie. Warum soll man um solche Dinge so ein Geheimnis machen? Es kommt vor, nicht oft, aber es kommt eben vor. Ich will allen Mut machen, die in so einer Situation sind. Ich würde ich eine SHG gehen, warum nicht? Aber ich sage es lieber vor Menschen, die erst mal OOOOOOCCHHHH sagen und betroffen sind. Die muß man bekehren, die anderen sind es schon. Auch die Männer, die gerne Frauenkleider tragen und Heten sind. Es ist nichts Schlimmes. Auch wenn ich darunter leide. Das ist aus völlig anderen Gründen, die etwas mit Veränderung und meiner Kindheit zu tun haben. Ich leide nicht an der Frauwerdung meines Mannes. Außer beim Sex, da weiß ich einfach noch nicht richtig weiter. Aber wir sind beide um die 50, das steht nicht an erster Stelle. Früher schon :lachen:
ich habe nichta anbrennen lassen. Neugierig bin ich also wirklich nicht mehr. 50-60 Männer. Das langt, um zu wissen, daß abgesehen von Liebe, mit Wasser gekocht wird. Aber wie kann ich mein Begehren auf Frauen ausweiten?. Mein männlicher Anteil reicht allemal. Aber es ist so ungewohnt :ooooh:

4fruit
28.08.2006, 11:40
...also organisieren wir uns ohne Glamour und Travestieshow.
Wenn Mann aus der TV-Pubertät raus ist ,kann er sich "normal " als Frau kleiden und kann auch in der Gesellschaft ernst genommen werden.
ODER ....?

Angie1
28.08.2006, 17:00
Hallo Habakuk,

ich hab das jetzt so verstanden, daß Du mir diese Nachricht als PN zukommen lassen würdest.
ja ich hab Dir 'ne PM zukommen lassen. Ist die angekommen?

Ich bin allgenein dafür, die Dinge offen auszusprechen. Wie soll Freiheit sonst aussehen?
Klar. Aber hier muß ich nicht unbedingt mein Innerstes ausschütten. Hier bin ich ebend *nicht* in 'nem geschlossenen Kreis, sondern *weltweit* öffentlich zu finden. Diesen Thread kann man z.B. sehr leicht mit "Google" finden.... gar kein Problem...
Es gibt Themen, wie z.B. TS, mit denen muß man mich nicht unbedingt in Verbindung bringen. Zumal ich nicht nur für mich alleine verantwortlich bin... ich hab noch Ehepartner und Kinder...

Liebe Grüße
Angie

Habakuk
28.08.2006, 22:43
ja ich hab Dir 'ne PM zukommen lassen. Ist die angekommen?

nein, blöde Technik.....


Klar. Aber hier muß ich nicht unbedingt mein Innerstes ausschütten. Hier bin ich ebend *nicht* in 'nem geschlossenen Kreis, sondern *weltweit* öffentlich zu finden. Diesen Thread kann man z.B. sehr leicht mit "Google" finden.... gar kein Problem...

kann ich verstehen. Nur was nützt Angst? Und wie soll man sonst Tolereanz erreichen? Mein Mann/Frau hat auch für 2 Frauen, 2 Kinder, 2 Hunde, 2 Katzen und drei Schildkröten zu sorgen. Soll er sich deshalb schämen? Er macht es geschickt. Okay im Job gilt er als flppiger Mann oder schwul, keine Ahnung :cool:. Er belastet seine Kollegen (fast alle männlich) nicht zu sehr. Vielleicht gilt er als Paradiesvogel. Aber er ist gut im Job. Und gelassen im Umgang mit seinen Mitmenschen. Das ist das Wichtigste. Er/ sie kann gut mit Menschen umgehen und hat Selbstbewusstsein, ohne provozieren zu wollen (das bleibt den Jüngeren vorbehalten). Und letzlich zählt seine Leistung. Er versucht nicht zu provozieren, also trägt keine Kleider, aber alles sonst ist von Miss Sixties oder einer anderen Fa. die eigentlich nur Frauenmode macht. Er macht es zugegebenerweise den Menschen leicht, sich daran zu gewöhnen. Aber was will er als bald 50 jähriger tun? Er fühlt sich wohl. Die anderen finden ihn schräg, aber nicht so sehr, daß sie ihn ausgrenzen. Er ist in einem männerdominierten Beruf tägtig. Man soll sich soviel Freiheit gönnen, wie es eben geht. Der nächste Transgender geht einen Schritt weiter. Der hat keine Familie. Das ist doch auch gut so, oder? Also die Jüngeren, die es früher ausleben können und wollen, sollen das bitte machen!!!!! Egal ob Dragqueen , Transe, schwul und tuntig...die werden total aúsgegernzt, ich weiß nicht warum oder als Hete mit Lust zum Ausleben seines weiblichen Anteils.

Angie1
29.08.2006, 16:46
Hallo Habakuk,

nein, blöde Technik.....
ja, versteh ich. Hab auch gerade 'nen Text geschrieben und durch dumme Mausklicks vernichtet... (*dummguck*). Versuch's noch mal...

kann ich verstehen. Nur was nützt Angst? Und wie soll man sonst Tolereanz erreichen?
Nein, es geht nicht um Angst, sondern darum als das wahrgenommen zu werden, was man ist... als Frau halt und nicht als irgend wie TS oder sonst was. Dazu ist's manchmal gut, wenn die Leute nicht die Vergangenheit kennen. Zum Beispiel war hier dieses Jahr ein "schwules" Sommerfest bei dem 'ne Travestiegruppe aufgetreten ist und ein Info-Transvestitenstammtisch einen Stand hatte. Als ich mich bei meinem Frauenstammtisch darüber unterhalten hatte, wurden für *beide* Gruppen die Bezeichnung "Transsexuelle" verwendet. Das heißt, die würden mich selbst auch in diesen Topf schmeißen und ich wäre nicht mehr Frau unter Frauen. Ja? (*fragendschau*). Deshalb wissen die besser über meine Vergangenheit nichts.

Schade, hatte es gerade schon ausführlich geschrieben... aber zu den ganzen Beiträgen hier wollt' ich noch sagen, daß TS ganz normale Frauen *und* Männer sind. Es gibt nicht nur MzF sondern auch ebenso viele FzM! Und sie sind sicherlich keine Travestiten, Transvestiten oder sonst welche Menschen, die ja auch ihre Daseinsberechtigung haben. Menschen, die TS sind, wollen das sein, was sie meist schon seit ihrer Kindheit wissen: Männer, bzw. Frauen. Und das hat nichts mit dem Tragen der Kleidung zu tun.

Gut. Kurz noch was zu mir: bin in etwa in Eurem Alter, seit gut 20 Jahren verheiratet und habe mehrere ältere Kinder. Wir haben also so ungefähr das "durchgemacht" was Euch vielleicht noch bevorsteht (*frechgrins*).

Liebe Grüße
Angie

Habakuk
30.08.2006, 16:26
Gut. Kurz noch was zu mir: bin in etwa in Eurem Alter, seit gut 20 Jahren verheiratet und habe mehrere ältere Kinder. Wir haben also so ungefähr das "durchgemacht" was Euch vielleicht noch bevorsteht (*frechgrins*).

das ist Klasse. Wobei ich glaube, aber auch nur glaube, daß Frauen damit toleranter mit umgehen als Männer. Ich weiß es nicht. Mir wäre es recht egal, wenn eine Freundin sich damit outen würde. Aber Männer haben da doch so eine sehr eigene Vorstellung von Männlichkeit. Ich könnte mir vorstellen, die würden auf meinen Zwischenwesen reagieren, wie auf die Schlange im Paradies :knatsch: Außerdem gibt es da fast nur Männer. Das wäre da schon ein Problem.

Angie1
30.08.2006, 17:01
Hallo Habakuk,

Wobei ich glaube, aber auch nur glaube, daß Frauen damit toleranter mit umgehen als Männer. Ich weiß es nicht. Mir wäre es recht egal, wenn eine Freundin sich damit outen würde. Aber Männer haben da doch so eine sehr eigene Vorstellung von Männlichkeit.
Meine eigene Erfahrung ist ähnlich. Meist machen sie 'nen großen Bogen um mich, wenn sie davon erfahren. Ich denke manchmal, das sind reine Kastrationsängste... die beziehen das gleich auf sich selbst...
oder sie meinen, TS wäre ansteckend (*schmunzel*)

Aber die FzM (Frau_zu_Mann) erzählen im Grunde das gleiche mit umgekehrten Vorzeichen... halt daß *Frauen* vor ihnen "zurückschrecken".

Vielleicht projiziert das ja doch jede/r auf sich selbst...

Ich könnte mir vorstellen, die würden auf meinen Zwischenwesen reagieren, wie auf die Schlange im Paradies :knatsch: Außerdem gibt es da fast nur Männer. Das wäre da schon ein Problem.
Wen bezeichnest Du als "Zwischenwesen"? Deine Partnerin?

Liebe Grüße
Angie

Milena2.
30.08.2006, 19:02
Ich finde es am schönsten, wenn mein schwuler Freund (Maskenbildner) so schminkt, daß ich aussehe wie ein Mann der so aussehen will wie eine Frau. Aber perfekt.

Habakuk, bei diesen Zeilen mußte ich an einen meiner Lieblingsfilme denken: "Victor und Victoria".
Ich wünsche euch Beiden ganz viel Kraft, Mut und auch Freude auf euren "Weg".

LG, Milena

Habakuk
30.08.2006, 20:39
Wen bezeichnest Du als "Zwischenwesen"? Deine Partnerin?

ja, sie sieht sich selber so. Eine wirklich Frau kann sie nicht werden. Aber sie fühlt sich als Frau. Darum ist sie mein Zwischenwesen. Es ist nicht beleidigend gemeint, aber ganz realistisch betrachtet. Sie will ja auch nur die Geschlechtsteile ab und keine Vagina aufgebaut bekommen. Finde ich auch okay, es gab da schon einige Selbstmorde, weil es dann eben doch nicht "gefühlsecht" ist. Wir müssen andere "Praktiken" ausprobieren ;-). Und da wir um die 50 sind, ist der Hormonstau auch nicht so groß ;-))))))))))))))))

Angie1
31.08.2006, 19:07
Hallo Habakuk,

ja, sie sieht sich selber so. Eine wirklich Frau kann sie nicht werden. Aber sie fühlt sich als Frau.
Ja, das versteh ich.

Darum ist sie mein Zwischenwesen. Es ist nicht beleidigend gemeint, aber ganz realistisch betrachtet.
Hmm... für *mich* wäre das schon recht verletzende. Ich *bin* eine Frau... was weit über das Frau-Sein-Fühlen hinausgeht. Ich bin *da* angekommen, wo ich Jahrzehnte schon hin wollte...

Sie will ja auch nur die Geschlechtsteile ab und keine Vagina aufgebaut bekommen.
Ab? (*fragendschau*) Eigentlich kommt da fast nichts ab. Wie Du's beschreibst klingt es ja recht... hmmm... naja, so wie sich 'n Nicht-TS das halt vorstellt...

Finde ich auch okay, es gab da schon einige Selbstmorde, weil es dann eben doch nicht "gefühlsecht" ist.
Die Vagina nicht "gefühlsecht"? Oder meinst Du eher die Klitoris? Das zweite fänd ich jetzt auch nicht so klasse, aber damit muß man halt rechnen... und sich deshalb umbringen? Ich denke, da war sich jemand vorher nicht darüber im Klaren, was er da macht... weiß nicht (*grübel*)... wenn *das* ein Grund ist, dann ist vorher wirklich was schief gelaufen...

Wir müssen andere "Praktiken" ausprobieren ;-). Und da wir um die 50 sind, ist der Hormonstau auch nicht so groß ;-))))))))))))))))
Ähäm... hab ich das jetzt richtig verstanden, daß Deine Frau "nur" 'ne Penisamputation und/oder Kastration möchte.... (*fragendschau*)... (*augenzwinker: vielleicht doch per PM?). Hat sie sich schon informiert, ob's da Ärzte gibt, die zu sowas bereit sind?
Wie weit ist denn Deine Frau? Hormontherapie (HRT) hab ich noch im Kopf... und *komplettes* Comming Out (CO)? Vornamensänderung, Epilation, Logopädie, Psycho-Begleitung etc?

Liebe Grüße
Angie

Habakuk
01.09.2006, 08:33
Ähäm... hab ich das jetzt richtig verstanden, daß Deine Frau "nur" 'ne Penisamputation und/oder Kastration möchte.... (*fragendschau*)... (*augenzwinker: vielleicht doch per PM?). Hat sie sich schon informiert, ob's da Ärzte gibt, die zu sowas bereit sind?
Wie weit ist denn Deine Frau? Hormontherapie (HRT) hab ich noch im Kopf... und *komplettes* Comming Out (CO)? Vornamensänderung, Epilation, Logopädie, Psycho-Begleitung etc?

das läuft ganz offiziell. Und das wird auch so gemacht, mit der Kastration, weil die Ärzte auch oft mit dem Aufbau von Vagina und Klitoris nicht zufrieden sind. Das ist wohl nicht so selten. Epilation ja, Stimmtraining, nein. Meine Frau weiß, daß sie wie ich schon sagte ein "Zwischenwesen" bleiben wird. Körperlich. Aber durch die Hormone fühlt sie sich als Frau. Es ist alles recht aufwändig, Therapie, Endokrinologe usw. Das gilt als chronische Erkrankung und wir von der Kasse bezahlt.

Angie1
01.09.2006, 15:49
Hallo Habakuk,

Und das wird auch so gemacht, mit der Kastration, weil die Ärzte auch oft mit dem Aufbau von Vagina und Klitoris nicht zufrieden sind. Das ist wohl nicht so selten.
ich denke doch, daß 'ne Kastration (schreckliches Wort) sehr selten ist und der Regelfall die "normale" geschlechtsangleichende OP (gaOP) bei MzF ist. Zumal diese gaOP auch die gesetzliche Voraussetzung für eine Personenstandsänderung (PÄ) ist.
Zum einen möchte die Mehrheit der TS von sich aus körperlich möglichst nahe an das gefühlte Geschlecht herankommen und zum anderen wird sich jede/r doch auch wünschen, den entsprechenden Personenstand zu erhalten.

Epilation ja, Stimmtraining, nein. Meine Frau weiß, daß sie wie ich schon sagte ein "Zwischenwesen" bleiben wird. Körperlich. Aber durch die Hormone fühlt sie sich als Frau.
Muß halt jede für sich selbst wissen...
Hmm... ich denke nicht, daß man sich alleine durch die Hormone zu einem Geschlecht dazugehörig fühlt. Nach den Standarts zur Behandlung von TS muß normalerweise bereits *vor* der HRT klar sein, daß man sich zum Nicht-Geburtsgeschlecht dazugehörig fühlt. Und *das* ist dann auch der Grund um die HRT zu beginnen... und eigentlich weniger wegen 'ner "psychischen" Veränderung, sondern hauptsächlich wegen der körperlichen Veränderungen.

Es ist alles recht aufwändig, Therapie, Endokrinologe usw.
Ja.

Das gilt als chronische Erkrankung und wir von der Kasse bezahlt.
Naja... soooo viel wird nun auch nicht übernommen. Nicht, daß die Meinung aufkommt "die" kriegen *alles* hinterhergeschmissen...
Ich selbst habe bislang die HRT, 'ne Therapie und 20 Stunden Logopädie bekommen... alles mit Zuzahlung. Selbst habe ich bislang in die TS ca. 5.000 Euro "investiert". In ein paar Wochen steht die gaOP an (Wartezeit insgesamt 18 Monate!).

Liebe Grüße
Angie

Habakuk
01.09.2006, 18:17
Zumal diese gaOP auch die gesetzliche Voraussetzung für eine Personenstandsänderung (PÄ) ist.

dann wäre unsere Ehe ungültig. Das wollen wir nicht. Dann könnten wir nur die Homoehe machen. Und das würde zu weiteren Problemen führen. Es gibt ja noch 2 Kinder und eine Frau die versorgt werden wollen. Ich denke es ist so ganz realistisch.



Hmm... ich denke nicht, daß man sich alleine durch die Hormone zu einem Geschlecht dazugehörig fühlt. Nach den Standarts zur Behandlung von TS muß normalerweise bereits *vor* der HRT klar sein, daß man sich zum Nicht-Geburtsgeschlecht dazugehörig fühlt. Und *das* ist dann auch der Grund um die HRT zu beginnen... und eigentlich weniger wegen 'ner "psychischen" Veränderung, sondern hauptsächlich wegen der körperlichen Veränderungen.

es findet aber eine psychische Veränderung statt. Außerdem ist meine Frau dadurch sehr gut drauf. Es geht ihr viel weniger um das Äußere, liegt vielleicht am Alter. Sie fühlt sich wie eine Frau. Und das Gefühl macht sie glücklich. Sie ist sowieso nicht der Typ Partykracher.


Naja... soooo viel wird nun auch nicht übernommen. Nicht, daß die Meinung aufkommt "die" kriegen *alles* hinterhergeschmissen...
Ich selbst habe bislang die HRT, 'ne Therapie und 20 Stunden Logopädie bekommen... alles mit Zuzahlung. Selbst habe ich bislang in die TS ca. 5.000 Euro "investiert". In ein paar Wochen steht die gaOP an (Wartezeit insgesamt 18 Monate!).

wir mussten bisher noch nichts dazuzahlen. Aber ich weiß nicht wie das bei der OP ist, die Haarentfernung zahlt die Kasse. Es kommt vielleicht auch an, bei welchen Therapeuten man ist. Das ist eben einer der wenigen Spezialisten in D.

Habakuk
01.09.2006, 21:10
Vielleicht könnten mal ein paar Normalos sagen, wie sie auf so eine Situation reagieren würden...Partner verlassen? Dazu stehen?

Habakuk
01.09.2006, 23:21
ich finde es komisch, daß es keiner von den LesereInnen irgendwie in Betracht zieht. Das habe ich vorher auch nicht. Man merkt es nicht vorher, außer man kennt es. Und wer von den anwesenden Frauen/Männern kennt es schon?

Bobbys
02.09.2006, 08:27
Interessanter Thread.
@Habakuk
Gute Frage, die sicherlich sehr schwer zu beantworten ist, wenn man noch nie in einer solchen Situation war.
Hatte vor einiger Zeit die Umwandlung eines Mannes zu einer Frau miterlebt. Hatte sie kennengelernt als sie gerade dabei war sich zu outen. Es war eine sehr schöne Erfahrung für mich. Mittlerweile lebt sie voll als Frau, alle Operationen sind abgeschlossen. Die Freundschaft hat sich leider verflüchtigt was ich sehr schade finde.

Ich habe daraus gelernt toleranter zu sein. Kann schlecht sagen wie ich reagieren würde, wenn mein Partner sich outen würde. Aber ich denke ich würde zu ihm halten. Er ist ja trotzdem der gleiche Mensch wie vorher.

Wünsche euch für die bevorstehende Veränderung alles Gute, viel Liebe und vor allem viel Verständnis.

Angie1
02.09.2006, 14:16
Hallo Habakuk,

dann wäre unsere Ehe ungültig. Das wollen wir nicht. Dann könnten wir nur die Homoehe machen. Und das würde zu weiteren Problemen führen. Es gibt ja noch 2 Kinder und eine Frau die versorgt werden wollen. Ich denke es ist so ganz realistisch.
ein bischen anders. In Deutschland gibt's nach dem TSG zwei verschiedene "Wege". Einmal die reine Vornamensänderung (§1 TSG) (VÄ); das habe *ich* z.B. gemacht... und dann gibt's nach §8 noch die Personenstandsänderung(PÄ). Dazu braucht man besondere Voraussetzungen: unter Anderem muß die gaOP stattgefunden haben und man darf nicht verheiratet sein. Wer vorher verheiratet ist, muß sich zuerst scheiden lassen, und kann nach der PÄ mit der alten Partnerin eine Eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen.

Aber Du mußt das Rechtliche vom Medizinischen trennen. Man kann durchaus die gaOP haben und nimmt dann trotzdem nur die VÄ wahr, so wie's bei uns sein wird.

es findet aber eine psychische Veränderung statt. Außerdem ist meine Frau dadurch sehr gut drauf. Es geht ihr viel weniger um das Äußere, liegt vielleicht am Alter. Sie fühlt sich wie eine Frau. Und das Gefühl macht sie glücklich. Sie ist sowieso nicht der Typ Partykracher.
Wie gesagt... das "sich als Frau fühlen" *darf* einfach nicht durch die Hormone kommen, das muß vorher da gewesen sein. Sonst könnte man ja auch das "Problem" der TS sehr einfach lösen: Hormone absetzen...

wir mussten bisher noch nichts dazuzahlen. Aber ich weiß nicht wie das bei der OP ist, die Haarentfernung zahlt die Kasse. Es kommt vielleicht auch an, bei welchen Therapeuten man ist. Das ist eben einer der wenigen Spezialisten in D.
hmm... Deine Frau zahlt sicherlich zu den Medikamenten dazu und die Praxisgebühr... und bei der gaOP fallen die Zuzahlungen entsprechend des Krankenhausaufenthaltes an.
Ich selbst mußte bei der Logopädie 10% der Gesamtkosten zuzahlen. Und die Epi habe ich gänzlich selbst bezahlt. Weil es durchaus nicht üblich ist, daß die Krankenkassen die Epi übernehmen. Frag mal 'ne Frau mit Damenbart, ob die 'ne Epi von der Krankenkasse bezahlt bekommt... und frag mal in "TS-Kreisen", wer da die Epi bezahlt bekommen hat. Kaum jemand. Es ist mittlerweile wirklich 'ne Ausnahme. ...

Liebe Grüße
Angie

annielynn
02.09.2006, 15:10
Hallo,

mich würde mal interessieren, was bei der logopädie passiert? Stimme höher und weiblicher trainieren? Geht man täglich hin, und kann sich dann irgendwann entschließen, im normalen Leben so zu sprechen? Durch hormone allein wird also die stimme nicht höher?
Meine Exfreundin ist dabei, ihr coming out zu machen und es fällt ihr sehr schwer. Sie wohnt noch bei ihren eltern, die ihre TS nicht akzeptieren, genau wie die meisten früheren "FReunde" auch nicht. Jetzt verkriecht sie sich bei sich zu hause. Das tut mir sehr leid, aber ich will das nicht so zeigen, weil mitleid hilft ja nicht. Habt ihr eine Idee, wie ich ihr helfen könnte? Außer zu signalisieren, dass ich sie als Frau akzeptiere?

Sie nimmt seit einigen monaten hormone, folgt darauf eigentlich immer die gaOP? und in welchem zeitlichen abstand in der regel? Wann passiert die Vornamensänderung? mit dieser op? Das wird wirklich sehr schwierig für sie, weil wir in ner ziemlichen kleinstadt leben:(
Sie hatte, in ihrer zeit als mann, immer sehr viel lust auf sex mit mir (w) gezeigt. (nicht unbedingt penetration).
War das vielleicht einfach eine art trieb, der mit den männlichen hormonen zusammenhing? Oder kann ich daraus schließen, dass sie bi oder lesbisch ist? (lesbisch glaub ich jetzt eher weniger).

Super, dass ich endlich mal jemanden dazu befragen kann. Danke fürs antworten.
@habakuk:
ich könnte es verstehen, wenn du deine partnerin verlassen würdest. (soll jetzt nicht falsch rüberkommen, ich finds mutig und stark wenn du bei ihr bleibst). ich glaube, dass der grund für unsere trennung, ihre / seine TS war. Ich möchte einfach so gern noch kinder... und wahrscheinlich eher mit einem mann zusammenleben. Außerdem hab ich befürchtet, dass ich im moment dazu da bin, sie in der schwierigen zeit zu stützen und sie, wenn es geschafft ist, dann doch mit einem mann zusammenleben will. (vielleicht weil sie sich dann noch mehr frau fühlt...)

Liebe grüße und ein schönes wochenende an alle mutigen und starken Strangschreiber!
Anna

Angie1
02.09.2006, 17:47
Hallo Anna,

mich würde mal interessieren, was bei der logopädie passiert? Stimme höher und weiblicher trainieren? Geht man täglich hin, und kann sich dann irgendwann entschließen, im normalen Leben so zu sprechen? Durch hormone allein wird also die stimme nicht höher?
ja, die Stimme weiblicher und evtl. höher zu trainieren. Das kann man auch selbst ohne Logopädie trainieren...
nein, man bekommt nicht so arg viele Stunden. Ich hatte selbst 2 x 10 Stunden und evtl. nehm ich die gleiche Stundenzahl noch mal.
Die Stimme verändert sich durch die Hormone bei MzF *nicht! Allerdings bei FzM... die kriegen nämlich recht bald nach Beginn der HRT 'nen Stimmbruch, der dann auch nicht mehr weg geht.

Meine Exfreundin ist dabei, ihr coming out zu machen und es fällt ihr sehr schwer. Sie wohnt noch bei ihren eltern, die ihre TS nicht akzeptieren, genau wie die meisten früheren "FReunde" auch nicht. Jetzt verkriecht sie sich bei sich zu hause. Das tut mir sehr leid, aber ich will das nicht so zeigen, weil mitleid hilft ja nicht. Habt ihr eine Idee, wie ich ihr helfen könnte? Außer zu signalisieren, dass ich sie als Frau akzeptiere?
Hmmm... der traditionell erste Weg würde zu 'nem Psychologen führen. War sie schon dort? So'n CO will wirklich sehr überlegt sein... lebt sie denn schon als Frau...?

Sie nimmt seit einigen monaten hormone, folgt darauf eigentlich immer die gaOP? und in welchem zeitlichen abstand in der regel? Wann passiert die Vornamensänderung? mit dieser op?
Eine *offizielle* Hormontherapie oder "irgendwie" selbst-besorgte Hormone?
Nein, die gaOP ist kein Muß!!! Im Gegenteil, ich würde sie nur optional sehen...
Die gaOP kann dann erfolgen, wenn die Krankenkasse eine Kostenzusage erteilt hat.
Die VÄ hat nichts mit der gaOP zu tun. Sie kann dann beantragt werden, wenn man sich sicher ist, daß man 2 positive (!!) Gutachten bekommt!!!!

Google doch mal nach dem Transsexuellengesetz...

§ 1 Voraussetzungen.
(1) Die Vornamen einer Person, die sich auf Grund ihrer transsexuellen Prägung nicht mehr dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen, sondern dem anderen Geschlecht als zugehörig empfindet und seit mindestens drei Jahren unter dem Zwang steht, ihren Vorstellungen entsprechend zu leben, sind auf ihren Antrag vom Gericht zu ändern, wenn
[...]
2. mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, daß sich ihr Zugehörigkeitsempfinden zum anderen Geschlecht nicht mehr ändern wird

§ 4 Gerichtliches Verfahren.
(1) Auf das gerichtliche Verfahren sind die Vorschriften des Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit anzuwenden, soweit in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist.
(2) Das Gericht hört den Antragsteller persönlich an.
(3) Das Gericht darf einem Antrag nach nur § 1 stattgeben, nachdem es die Gutachten von zwei Sachverständigen eingeholt hat, die auf Grund ihrer Ausbildung und ihrer beruflichen Erfahrung mit den besonderen Problemen des Transsexualismus ausreichend vertraut sind. Die Sachverständigen müssen unabhängig voneinander tätig werden; in ihren Gutachten haben sie auch dazu Stellung zu nehmen, ob sich nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft das Zugehörigkeitsempfinden des Antragstellers mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr ändern wird.

War das vielleicht einfach eine art trieb, der mit den männlichen hormonen zusammenhing? Oder kann ich daraus schließen, dass sie bi oder lesbisch ist? (lesbisch glaub ich jetzt eher weniger).
Mußt sie halt fragen... jeder Mensch ist anders...

Liebe Grüße
Angie

annielynn
02.09.2006, 18:05
Liebe Angie,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Meine Exfreundin ist schon seit ca. zweieinhalb Jahren in psychologischer Behandlung. Anfangs wegen (oder offiziell wegen) Panikattacken. Sie durchschreitet gerade den offiziellen Weg,
Hormontherapie mit ärztlicher Aufsicht, Bartepilation vor circa einem Jahr. Ich habe sie noch nicht direkt gefragt, ob sie eine gaOP anstrebt. Die Vornamensänderung wäre aber, nachdem was ich verstanden habe, schon möglich.
Es war und ist ein sehr schwerer Weg für sie (wie wahrscheinlich für jeden, der das durchmachen muss), weil ihr umfeld gar nicht tolerant ist, die Eltern äußern sich eher etwas abfällig. Dazu kommt, dass sie früher, vielleicht zur kompensation, ein betont dominantes und "typisch männliches" Verhalten an den Tag gelegt hat. Da ist jetzt die Kluft sehr groß.
Im moment weint sie ständig und ist nur in ihrem zimmer, macht keinen Sport mehr, geht nicht mehr aus und trifft keine freunde mehr (obwohl ihr all das früher großen Spaß gemacht hat). Vielleicht geht sie so einem coming out aus dem wege.
Sie ist sehr pessimistisch was ihre zukunft betrifft, und denkt, ein ARbeitgeber würde sie NIE einstellen. Ich finde das alles sehr traurig und würde ihr gerne helfen, aber ich weiß nicht wie, sie geht nicht aktiv auf mich zu.

Hast du denn das alles schon hinter dir, angie?

Habakuk
02.09.2006, 18:30
Man kann durchaus die gaOP haben und nimmt dann trotzdem nur die VÄ wahr, so wie's bei uns sein wird.

das weiß ich auch Name ja, aber nicht den Personenstand.

Habakuk
02.09.2006, 18:32
Deine Frau zahlt sicherlich zu den Medikamenten dazu und die Praxisgebühr... und bei der gaOP fallen die Zuzahlungen entsprechend des Krankenhausaufenthaltes an.

ja, aber nur genauso wie ich auch. Wobei ich meine "Pille" ja voll bezahlen muß.

Angie1
02.09.2006, 20:20
Hallo Anna,

Hast du denn das alles schon hinter dir, angie?
ich lebe seit gut 2,5 Jahren "als Frau" und seit ca. 1 Jahr ist die Vornamensänderung rechtskräftig. Die gaOP steht für November an. Da ich weiterhin verheiratet bleiben werde (seit 21 Jahren), wird es jedoch keine PÄ geben (obwohl da für dieses Jahr noch 'ne Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ansteht).

Vielleicht geht sie so einem coming out aus dem wege.
Irgentwie entspricht der Weg nicht dem "Standart". Sie hat noch kein CO, aber Epi und HRT? Üblicherweise gibt's das erst *nach* 'nem "Alltagstest". Hmm... aber das machen natürlich nicht alle so... obwohl ich das besser finde... erst die "Lebbarkeit" zu testen...

und denkt, ein ARbeitgeber würde sie NIE einstellen.
Wie alt ist Deine Freundin denn? Wie ist Ihr "Passing", d.h. geht sie in der Öffentlichkeit als Frau "durch"? Hat sie Kontakt zu anderen TS? (brauch man nicht, hab ich auch nicht wirklich; ist aber manchmal ganz gut)

Liebe Grüße
Geli

annielynn
02.09.2006, 20:58
Hallo Geli,

das war dann ja sich auch ein sehr schwerer Weg für dich.
Würdest du sagen, dass du schon immer eine Frau warst? Ist vielleicht etwas persönlich, musst du auch nicht drauf antworten. TS bringt doch einen großen Leidensdruck, wie hast du den denn dein bisheriges leben ausgehalten?
Meine Freundin ist ein schwieriger Charakter, sie hat psychische Probleme, immer Angst, abgelehnt und ausgelacht zu werden, Angstzustände usw. Ich hab mir gedacht, dass das mit der TS eng zusammenhängt, weiß es aber nicht genau.
Sie ist jetzt 27, und lebt schon seit der Pubertät als eine Art "zwischenwesen". Sie hat seit circa 6 jahren nach und nach gesichtsops machen lassen (stirn und nase kleiner zum beispiel). Diese Veränderungen gingen allerdings sehr langsam und waren dadurch für die anderen nicht schockierend und fielen auch nicht sehr auf. Sie hatte immer lange, sehr gepflegte haare, ihre Kleidung war auch immer schon geschlechtsunspezifisch, rel. enge jeans und enge pullis, aber nie eindeutig weiblich.
Außerdem hat sie sich früher in der gothicszene bewegt, da sind ja männer, die sich weiblich geben und z.b. auch schminken ganz normal.
Sie wurde also schon seit längerem als eine art "Sonderfall" von ihrer umgebung akzeptiert. Wenn es jetzt aber drum geht, dass sie eine echte FRAU ist, und nichts sonst, gibt es für die anderen und sie anscheinend probleme.
Sie hat Angst, ausgelacht zu werden und lehnt, glaub ich, jeden kontakt mit ts ab, weil sie glaube ich nicht in eine schublade gesteckt werden will...
Sie ist vom gesicht, haut und haaren sehr weiblich. Allerdings ist sie über 1,80 und nicht zierlich, das heißt breite schultern und große hände. (aber sehr dünn). Ich finde, sie sieht wunderschön aus:)
Und dann ist da noch die stimme, die einen natürlich am meisten irritiert (immer noch tief).
Ich glaube, es wäre gut für sie in eine andere, große Stadt zu ziehen (berlin z.b., da ist es doch bestimmt viel einfacher) , aber das möchte sie auf keinen fall. ich fürchte einfach, dass sie hier immer nur "der exot" bleibt, über den die leute reden....Wie siehst du das mit dem wohnort?


Viele Grüße
Anna

Inaktiver User
02.09.2006, 21:33
Nur eine Idee: Wenn es Foren gibt, in denen Transsexuelle sich austauschen, bitte doch dort einmal darum, ob jemand den Kontakt zu seiner/ihrer (Ex-)Partnerin herstellen könnte - eine kurze Anfrage (wie hier von Dir im Forum) und Deine E-Mail-Adresse weiterleiten z.B.

Habakuk
02.09.2006, 22:27
Nur eine Idee: Wenn es Foren gibt, in denen Transsexuelle sich austauschen, bitte doch dort einmal darum, ob jemand den Kontakt zu seiner/ihrer (Ex-)Partnerin herstellen könnte - eine kurze Anfrage (wie hier von Dir im Forum) und Deine E-Mail-Adresse weiterleiten z.B.

es gibt ein Forum, aber das ist scheintot.


ich lebe seit gut 2,5 Jahren "als Frau" und seit ca. 1 Jahr ist die Vornamensänderung rechtskräftig. Die gaOP steht für November an. Da ich weiterhin verheiratet bleiben werde (seit 21 Jahren), wird es jedoch keine PÄ geben (obwohl da für dieses Jahr noch 'ne Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ansteht).

was hast Du für einen Job? Erfolgreich bisher als Mann und jetzt erfolgreich als Frau? Würde mich mal sehr interessieren. Man kann sich ab einem gewissen Alter, wenn man sich eben als "Mann" etabliert hat, einfach nicht leisten plötzlich als Frau anzutanzen. Vor allem nicht in einem Männerorientierten, technischen oder IT JOb.

Angie1
03.09.2006, 09:01
Hallo Habakuk,

es gibt ein Forum, aber das ist scheintot.
doch, es gibt Foren. Einige sind aber abgeschottet... die sehen nach Außen nach nichts aus... die Menschen tauschen halt sehr intime Dinge aus und möchten das *nicht* in der Öffentlichkeit tun!

was hast Du für einen Job?
Ich arbeite bei einer Versicherung.

Man kann sich ab einem gewissen Alter, wenn man sich eben als "Mann" etabliert hat, einfach nicht leisten plötzlich als Frau anzutanzen.
Es zählt der Einzelfall und ob man anders überhaupt noch klar kommt, im Leben...

Vor allem nicht in einem Männerorientierten, technischen oder IT JOb.
(*schmunzel*) Gerade im IT-Bereich gibt's mMn recht viele TS... 'ne Freundin von mir ist die einzigste Frau in ihrem Betrieb ;-)

Hallo Anna,

das war dann ja sich auch ein sehr schwerer Weg für dich.
Ja und nein. Er war notwendig. Allerdings habe ich keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht... nie angepöbel, ausgelacht oder sonstwas. Ich habe das Glück als *Frau* gesehen zu werden; oft auch schon *vor* dem Wechsel.

Würdest du sagen, dass du schon immer eine Frau warst?
Ja. Auch wenn's niemand nachvollziehen kann...

TS bringt doch einen großen Leidensdruck, wie hast du den denn dein bisheriges leben ausgehalten?
Ich empfinde jeden Lebensabschnitt als wichtig. Eins kommt nur aus dem anderen. Hätt' ich 'nen früheren Wechsel gehabt, hätt' ich nicht nur *keine* inder, sondern er wäre vielleicht total daneben gegangen. "was-wäre-wenn-Überlegungen" sind meist... hmmm.... überflüssig (*augenzwinker*)

...immer Angst, abgelehnt und ausgelacht zu werden
Aber sie muß doch auch positive* Erlebnisse haben, so wie Du sie beschreibst...

...nach und nach gesichtsops machen lassen
Wer hat denn sowas bezahlt? Gesichts-OP's finde ich schon recht ungewöhnlich...

Wenn die Stimme so schrecklich ist... und vor OP's nicht zurückschreckt: Warum keine Stimm-OP?

Ich finde, sie sieht wunderschön aus:)
Hach... (*seufz*)...

Wie siehst du das mit dem wohnort?
Es gibt überall Schnarchnasen. Warum ist Euer Ort denn soooo ungeeignet?

Liebe Grüße
Geli

annielynn
03.09.2006, 15:51
Hallo,

"Aber sie muß doch auch positive* Erlebnisse haben, so wie Du sie beschreibst..."

Ich weiß nicht so recht, sie lebt ziemlich abgeschottet. Als wir noch ein Paar waren, war ihre TS nie Thema, ich habe es gewusst und akzeptiert und das wars. Im Moment habe ich nur ab und zu kontakt zu ihr und will sie, wenn wir uns sehen, nicht so ausfragen und drängen mit mir über das thema zu reden.

"Wer hat denn sowas bezahlt? Gesichts-OP's finde ich schon recht ungewöhnlich..."

Weiß nicht genau. Ich denke, sie selbst, mit gespartem geld.
Sie hatte früher ein sehr markantes Gesicht, das "passing wäre also wohl eher schlecht gewesen.

"Wenn die Stimme so schrecklich ist... und vor OP's nicht zurückschreckt: Warum keine Stimm-OP?"

die stimme ist schön, halt männlich, sehr tief. Ich meinte, sie würde so nicht als frau durchgehen. Sie macht logopädie, redet aber noch wie ein mann. Vielleicht hat sie eine Stimm-OP vor.

"Es gibt überall Schnarchnasen. Warum ist Euer Ort denn soooo ungeeignet?"

Nicht schrecklich, nur kennen sich alle schon immer. Ich stelle mir schwierig vor, dass sie hier irgendwann mal als Frau akzeptiert wird. Auch, dass sie in der nähe ihrer eltern wohnt, kann ich mir schwierig vorstellen, die gehen damit wirklich nicht sehr tolerant um...

hmmm, na ja. Vielleicht muss einfach zeit vergehen und viele psychologen-gespräche damit sie glücklich werden kann.
Danke Angie, für deine optimistischen Kommentare. Ich werde ihr versuchen mut machen, wenn sich eine gelegenheit ergibt...

Viele grüße
Anna

ps.das mit dem zitieren müssen wir wohl nochmal üben, das heißt ich....:)

Angie1
03.09.2006, 17:09
Hallo Anna,

Weiß nicht genau. Ich denke, sie selbst, mit gespartem geld.
Sie hatte früher ein sehr markantes Gesicht, das "passing wäre also wohl eher schlecht gewesen.
Hmmm... ist wirklich nicht der übliche Weg (*kopfkratz*). Sich halt zu verweiblichen... mit Hormonen und sogar Gesichts-OP's *bevor* überhaupt 'n CO stattgefunden hat. Was ist, wenn das CO *nie* stattfindet? Die Hormone kann man absetzen und wieder massiv dagegenarbeiten... aber die OP's?

Hat sie denn schon die Vornamensänderung in Erwägung gezogen?

Hach.... das tut mir immer richtig leid, solche Schicksale zu hören... wenn das Leben halt ins Stocken gerät...

die stimme ist schön, halt männlich, sehr tief. Ich meinte, sie würde so nicht als frau durchgehen. Sie macht logopädie, redet aber noch wie ein mann. Vielleicht hat sie eine Stimm-OP vor.
Ist die Betonung denn weiblich? Ich finde 'ne tiefe Stimme, die aber weiblich klingt schon recht interessant... so a la Marlene Dietrich.

Ich finde das auch immer recht blöd, wenn mich andere hören, somit sich 'nen Mann vorstellen und dann *mich* sehen (*kicher*). Ich muß auch beruflich sehr viel telefonieren, was nicht wirklich toll ist mit meiner Stimme. Aber es ist wirklich schwer, da was dran zu machen... ohne OP....

Nicht schrecklich, nur kennen sich alle schon immer. Ich stelle mir schwierig vor, dass sie hier irgendwann mal als Frau akzeptiert wird.
Naja... klasse ist's nicht. Aber ähnlich wie hier: gleiche Nachbarn, Bekannte und Arbeitskollegen. Wie gesagt: nicht schön, aber es geht...

ps.das mit dem zitieren müssen wir wohl nochmal üben, das heißt ich....:)
(*schmunzel*) Du mußt dem, was Du zitieren willst ein quote voranstellen und mit 'nem /quote abschließen. Wichtig ist, daß die sowohl das quote als auch das /quote in eckige Klammern packst
Man kann das schlecht zeigen, weil es das Forensystem sofort in 'n Zitat umsetzt ;-)

Liebe Grüße
Angie

annielynn
03.09.2006, 20:58
(*schmunzel*) Du mußt dem, was Du zitieren willst ein quote voranstellen und mit 'nem /quote abschließen. Wichtig ist, daß die sowohl das quote als auch das /quote in eckige Klammern packst

hallo geli, das erstmal zum üben:)

die OPs meiner Freundin waren nicht unbedingt die folge der entscheidung als frau zu leben. Sie fand sich eher so unattraktiv "als Person" und dachte, wenn sie sich erst "schöner" findet, kann sie vielleicht auch so glücklich werden. Sie waren also eher so eine aktion "auf eigene faust".
man muss dazu sagen, dass sie sich keine stupsnase und hohe wangenknochen hat operieren lassen, sie sieht nicht "typisch weiblich" aus, eher ebenmäßig, geschlechtsneutral.
Aber die wenigsten frauen sehen ja auch wirklich *typisch* weiblich aus.
Aber stimmt schon, durch die ops hat sie sich von einem eindeutigen leben als mann verabschiedet, man muss aber sagen, dass sie nicht *künstlich* aussieht, ist sehr gut gemacht.

Ich denke, sie hat einfach auch ein kein sehr gutes ego, sie ist nach meiner meinung vom typ kein sehr starker charakter. Du scheinst ja ganz gestärkt zu sein und dich arrangiert haben , trotz anscheinend nicht *optimalem Umfeld*(kommst gut klar im job, sagst, "jede lebensphase ist wichtig" ect.)


Hat sie denn schon die Vornamensänderung in Erwägung gezogen?

weiß nicht genau, darüber hab ich noch nicht mit ihr geredet, werd sie bei gelegenheit mal fragen. Wär das gut, das heißt, sollte man das so schnell es geht tun. Oh, ich denke, davor graut es ihr auch.


Ist die Betonung denn weiblich? Ich finde 'ne tiefe Stimme, die aber weiblich klingt schon recht interessant... so a la Marlene Dietrich.

Normalerweise nicht, aber wenn wir richtig ins quatschen kommen und viel lachen, dann verfällt sie schon manchmal in den weiblichen tonfall. aber die stimme ist schon wirklich sehr tief. Obwohl, meine ist auch nicht viel höher;)

(Ich glaub, deshalb hat sie sich mit mir immer recht wohl gefühlt, weil ich auch nicht so dem typischen Frauenbild entspreche, rel. groß, nicht zierlich, tiefe stimme ect.)


Hach.... das tut mir immer richtig leid, solche Schicksale zu hören... wenn das Leben halt ins Stocken gerät...

Das stimmt:( ich hoffe auch so, dass es ihr bald gut geht. Ich dachte immer, ihr wirds schon besser gehen, wenn sie erst die hormonbehandlung beginnt und epilation hinter sich hat ect. Aber nichts da :( Mich macht das richtig traurig, sie so zu sehen...

Mmmmhhh....

Einen schönen Sonntag abend noch für dich und deine familie (und natürlich auch für alle anderen Strangleser)
lg Anna

Habakuk
03.09.2006, 22:31
Das stimmt:( ich hoffe auch so, dass es ihr bald gut geht. Ich dachte immer, ihr wirds schon besser gehen, wenn sie erst die hormonbehandlung beginnt und epilation hinter sich hat ect. Aber nichts da :( Mich macht das richtig traurig, sie so zu sehen...

meiner Frau geht es besser. Sie braucht die Äußerlichkeiten kaum. Er ist etwas, was von Innen kommt. Und nichts mit Make-Up perücken und Röcken zu tun hat.

annielynn
04.09.2006, 14:37
meiner Frau geht es besser. Sie braucht die Äußerlichkeiten kaum. Er ist etwas, was von Innen kommt. Und nichts mit Make-Up perücken und Röcken zu tun hat.

hallo habakuk,

das ist schön. Vielleicht kommt das auch ein bisschen mit dem Alter, dass man immer mehr für sich selbst lebt statt für andere und einem Äußerlichkeiten generell nicht mehr so wichtig sind.
Hat aber bestimmt auch mit Charakterstärke zu tun.

Viel Glück weiterhin
Anna

Angie1
04.09.2006, 16:46
Hallo Anna,


eher ebenmäßig, geschlechtsneutral.
Aber die wenigsten frauen sehen ja auch wirklich *typisch* weiblich aus.
Aber stimmt schon, durch die ops hat sie sich von einem eindeutigen leben als mann verabschiedet, man muss aber sagen, dass sie nicht *künstlich* aussieht, ist sehr gut gemacht.
ich kann die OP's aber nachvollziehen. Die Reihenfolge ist halt komisch, aber auch *das* kann ich nachvollziehen.

Ich denke, sie hat einfach auch ein kein sehr gutes ego, sie ist nach meiner meinung vom typ kein sehr starker charakter. Du scheinst ja ganz gestärkt zu sein und dich arrangiert haben , trotz anscheinend nicht *optimalem Umfeld*(kommst gut klar im job, sagst, "jede lebensphase ist wichtig" ect.)
Ich muß sagen, daß ich durch den Wechsel mehr Selbstwertgefühl bekommen habe und auch sicherer im Umgang mit Menschen geworden bin.

Ich denke, daß nicht nur TS "sich arrangieren" bedeutet, sondern das ganze leben... immer wieder. Wenn ich *mich* betrachte, dann ist die TS überhaupt kein Problem. *Wenn* ein Problem da ist, dann kommt es woanders her. Viele meinen, daß wenn sie ihr Problem mit der TS lösen, *alle* ihrer 1000 Probleme gelöst haben, weil sie meinen, alles geht von der TS aus. Wenn sie dann den ganzen Weg hinter sich haben, merken sie... ups, da sind ja *noch* 999 Probleme!
[Vornamensänderung]

Wär das gut, das heißt, sollte man das so schnell es geht tun. Oh, ich denke, davor graut es ihr auch.
Ich fand das *sehr* wichtig mit Papieren zu leben, die zum Aussehen passen! Ich konnte bis dahin nicht mal meine EC-Karte benutzen ("Ich glaube, sie haben mir irrtümlich die Karte ihres Mannes gegeben"). Das war nicht 'ne wirklich tolle Zeit. Außerdem geht's ohne VÄ auch auf dem Arbeitsplatz nicht wirklich gut ;- (

Normalerweise nicht, aber wenn wir richtig ins quatschen kommen und viel lachen, dann verfällt sie schon manchmal in den weiblichen tonfall. aber die stimme ist schon wirklich sehr tief. Obwohl, meine ist auch nicht viel höher;)
Könnt ihr dann nicht zusammen üben (*schmunzel*)... So wie *Du* die Sätze im Gegensatz zu Deiner Freundin betonst?

Ich dachte immer, ihr wirds schon besser gehen, wenn sie erst die hormonbehandlung beginnt und epilation hinter sich hat ect. Aber nichts da :( Mich macht das richtig traurig, sie so zu sehen...
Wie gesagt, damit löst man vielleicht höchstens das TS-Problem und nicht die vielen anderen. Außerdem muß man sich im Klaren sein, daß man als transsexuelle Frau noch immer seine Chromosomen behält. Man ist keine geborene Frau und hat 'ne andere Sozialisierung und 'ne andere Vergangenheit wie jede andere Frau.
Ich denk da immer an meine Vorteile... "Best of both worlds"... und... naja... welche Frau weiß schon, was Männer sich erzählen, wenn sie unter sich sind (*augenzwinker*) und was sonst so in ihrer Welt geschieht, wenn sie sich "unter sich" fühlen?

Hallo Habakuk,

Er ist etwas, was von Innen kommt. Und nichts mit Make-Up perücken und Röcken zu tun hat.
(*beifallklatsch*) klasse!
Genau *das* ist TS... wenn sich 'n geborener Mann als Frau fühlt... zum weiblichen Geschlecht dazugehörig. Das ist das Geschlecht, das sich im Kopf befindet. Das hat mit Äußerlichkeiten erst mal gar nichts zu tun... Allerdings möchte man ja, daß das auch die Umwelt so sieht... und deshalb dieser ganze "Aufwand" mit HRT, OP's usw.

Liebe Grüße
Angie

Habakuk
05.09.2006, 00:28
Allerdings möchte man ja, daß das auch die Umwelt so sieht... und deshalb dieser ganze "Aufwand" mit HRT, OP's usw.

meine Frau freut sich zwar, wenn der Metzger sie mit Frau XY anspricht, aber es ihr nicht so wichtig. Die Umwelt hat sie jahrzehntelang als Mann gesehen, der sie nicht war. Sie fühlt sich jetzt wohl, im Job ein Exot....zuhause eine Frau. Und alles nur Freuenklamotten. Es ist sicher anders, wenn man 20 ist. Dann würde ich auch total OP machen usw. Aber meine Frau wird immer ihren männlichen Anteil behalten. Fast 50 Jahre so einer Sozialisation lassen sich nicht ausradieren. Und sie genießt es auch, intellektuell auf beiden Ebenen spielen zu können. Auch im Job. Das wäre nicht mehr möglich, wenn sie ien TS wäre. So ist sie ein Paradiesvogel (nicht extrem, aber eben nicht mit Krwatte und Anzug), vermutlich männlich, weil es ja schon immer so war, der mit beiden Gehirnhälften gleich gut denken kann ;-))))

_Beate_
06.09.2006, 05:28
Diese Seite habe ich heute Nacht beim surfen im Netz entdeckt. Vielleicht interessiert es ja die eine oder andere: Klick! (http://anna-lena-le.privat.t-online.de/index.htm)

Lieber Gruß,

Beate

annielynn
06.09.2006, 19:31
Hallo,

danke beate, diesen Link fand ich sehr interessant, besonders, den Beitrag von "Angie", der Lebensgefährtin.

Tja, meine Freundin zieht sich wohl im moment etwas von mir zurück, mit der Begründung "ich muss erstmal selbst damit klarkommen, das ist schon schwierig genug" und bleibt einfach den ganzen tag in ihrem zimmer sitzen :(

Ein super Tip, Angie, mit dem zusammen Stimme über, hab ich ihr noch nicht vorgeschlagen, werd ich wohl auch erstmal nicht (s.o.)

Allen einen schönen Abend.

Liebe Grüße
Anna

stachelmaus
06.01.2007, 14:48
Kurze Frage an die, die sich dazu äußern möchten:

Warum denken alle hier im Thread, dass nach der Umwandlung und damit meine ich bereits vor der OP ein Leben als Frau ohne TS nicht möglich ist. Ich erlebe selbst eine Umwandlung als Partnerin mit und möchte dieses leidige Thema irgendwann einmal nicht mehr hören und meiner Partnerin geht es ganz genauso.

Das mit dem Lebenslauf kriegt man schon irgendwie hin, das ist nicht das Problem. Problematisch sind die Menschen um einen herum, die von dem vorherigen männlichen Leben wissen. Das aus deren Köpfen herauszubekommen und nicht immer die Zeit davor mit der Zeit danach zu vergleichen, ist wohl das Schwierigste. Aber all jene, die meine Partnerin als Frau kennenlernen, werden immer nur eine Frau in ihr sehen und nicht den Mann.

Klar, die eigene Reflektion ist meist mangelhaft. Oft sind es die Betroffenen selbst, die sich all zu kritisch bewerten und immer noch das andere Geschlecht im Verborgenen sehen. Das ist halt der schwierigste Teil an dem Wandel.

Also noch mal, die TS ist doch nur ein vorübergehender Zustand, oder sehe ich das falsch???

Brangwenia
25.02.2007, 18:28
Kurze Frage an die, die sich dazu äußern möchten:

Warum denken alle hier im Thread, dass nach der Umwandlung und damit meine ich bereits vor der OP ein Leben als Frau ohne TS nicht möglich ist. Ich erlebe selbst eine Umwandlung als Partnerin mit und möchte dieses leidige Thema irgendwann einmal nicht mehr hören und meiner Partnerin geht es ganz genauso.

Es wird auch irgendwann kein Thema mehr sein, das jedenfalls kann ich als Ehefrau einer transsexuellen Frau sagen.
Wie überall kehrt der Alltag ein, die Routine oder wie immer man das nennen will.


Das mit dem Lebenslauf kriegt man schon irgendwie hin, das ist nicht das Problem. Problematisch sind die Menschen um einen herum, die von dem vorherigen männlichen Leben wissen. Das aus deren Köpfen herauszubekommen und nicht immer die Zeit davor mit der Zeit danach zu vergleichen, ist wohl das Schwierigste. Aber all jene, die meine Partnerin als Frau kennenlernen, werden immer nur eine Frau in ihr sehen und nicht den Mann.

Nach erfolgter Vornamensänderung, werden die Zeugnisse geändert und da braucht es dann kein *kriegt man schon irgendwie hin* ... es geht alles seinen regulären und amtlichen Gang, der das Offenbarungsverbot beinhaltet.

Zu den Menschen die von einer anderen (männlichen) Vergangenheit wissen, mit Gewalt oder bewusst wirst Du das nie aus deren Köpfen herausbekommen, auch hier erfolgt eine Art des Vergessens, die andere Vergangenheit rückt irgendwann in den Hintergrund - aber sie ignorieren oder gar verleugnen zu wollen, ist für mein Empfinden der gänzlich falsche Weg. Zu sich selbst und seiner Vergangenheit stehen, das bringt nach eigenen Erfahrungswerten mehr - nämlich Ruhe.
Es liegt wohl in der Natur des Menschen zu vergleichen, so wirst Du mit Sicherheit oft Stimmen hören, die sagen: als Mann hat sie mir aber besser gefallen oder wie konnte sie nur sowas tun - aber das ist die persönliche Meinung derer die sie äussern. Willst Du die Sicht den Menschen verwehren?


Klar, die eigene Reflektion ist meist mangelhaft. Oft sind es die Betroffenen selbst, die sich all zu kritisch bewerten und immer noch das andere Geschlecht im Verborgenen sehen. Das ist halt der schwierigste Teil an dem Wandel.

Es ist nicht das andere Geschlecht, das sie sehen, sondern sie möchten lediglich in der breiten *Masse* der Frauen untergehen, als Frau gesehen, wahrgenommen werden und nicht als: ey... Du warst doch mal ein Mann.
Somit erfolgt von sich selbst aus diese kritische Bewertung der Optik, weil Menschen nunmal Augentierchen sind, d.h. der erste Eindruck ist entscheidend. Da wird unterteilt in Mann oder Frau.
Ist dieser erste Eindruck nicht 100%ig sicher , dann wird *nachgeforscht* , was ist an dieser Frau nicht stimmig und genau dem möchten Transsexuelle entkommen mit ihrer kritischen Betrachtungsweise. Während bei Frauen die Körpergrösse schon optisch zu Buche schlägt, das Menschen dann zwei oder dreimal hinschauen lässt, so entfällt dies bei Männern mit ehemals weiblicher Vergangenheit. Hier verändert sich, nach den ersten Hormongaben, nicht nur das Äussere auf sehr drastische Art und Weise (Bartwuchs, Stimmbruch) und nach wenigen Monaten ist von der Frau nichts mehr zu bemerken, geschweige denn wird sie als *ehemalige* Frau von der Gesellschaft wahrgenommen, sondern nurmehr als Mann. Hier tun sich transidentische Frauen, wie schon oben erwähnt, bedeutend schwerer (Körpergrösse, Stimme, leicht maskuline Züge etc.)


Also noch mal, die TS ist doch nur ein vorübergehender Zustand, oder sehe ich das falsch???

Von vielen *Betroffenen* wird ihre Transsexualität als Zustand empfunden , sie sind *unterwegs* von Mann ,hin zu Frau oder eben umgekehrt.
Die Person, gleich ob nun MzF oder FzM ist und bleibt transsexuell, weil sich Gene nicht ändern lassen. Es erfolgt *nur* eine Angleichung an das Wunschgeschlecht, nicht mehr und nicht weniger, somit auch keine Umwandlung, denn ein Geschlecht lässt sich nicht umwandeln, sondern nur angleichen. Offiziell ist dieser Mensch nach erfolgter VÄ, GAOP und PÄ nur Frau/Mann, bleibt aber nach wie vor transsexuell oder transidentisch, da das ganze eigentlich eine Identitässtörung ist.

Inaktiver User
15.04.2007, 19:24
Hi zusammen,

ich stehe hier gerade vor dem Problem meiner Frau zu erklären, warum ich (ein Mann) eine Frau sein möchte.
Ich weiß es, wie bringe ich es nur rüber, ohne als perverses Monster dazustehn?

Grüße
Laura:blumengabe:

Inaktiver User
16.04.2007, 17:06
Ich weiß es, wie bringe ich es nur rüber, ohne als perverses Monster dazustehn?


Mit Ehrlichkeit und viel Feingefühl und der Beschreibung, wie es zu diesem Sinneswandel im Laufe der Zeit kam.

Angie1
18.04.2007, 18:34
Hallo Laura,

ich stehe hier gerade vor dem Problem meiner Frau zu erklären, warum ich (ein Mann) eine Frau sein möchte.
hmm... das klingt noch sehr unsicher... bist Du jetzt 'ne Frau oder...? Wie alt bist Du? Kinder? Viele Fragen....

Ich weiß es, wie bringe ich es nur rüber, ohne als perverses Monster dazustehn?
zuerst darfst Du Dich nicht als solches fühlen ;-)

Liebe Grüße
Angie

tanjakrienen
24.04.2007, 10:20
Natürlich hat Transsexualität nichts mit "Liebe unter dem Regenbogen" zu tun. Auch sonst wurde hier nicht unbedingt viel Richtiges gesagt, deshalb -
http://www.campodecriptana.de/blog/2007/04/09/726.html

maxima8
26.04.2007, 10:03
Natürlich hat Transsexualität nichts mit "Liebe unter dem Regenbogen" zu tun. Auch sonst wurde hier nicht unbedingt viel Richtiges gesagt, deshalb -

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Margo1
26.04.2007, 17:44
Natürlich hat Transsexualität nichts mit "Liebe unter dem Regenbogen" zu tun. Auch sonst wurde hier nicht unbedingt viel Richtiges gesagt, deshalb -
http://www.campodecriptana.de/blog/2007/04/09/726.html
Grundsätzlich finde ich es auch sehr bedenklich, Transsexualität nicht nur mit dem "Crossdressing" von Transvestiten, DWT und schwulen "Dragqueens", sondern sogar mit (vorrangig männlicher) Homosexualität generell zu vermengen, wie es inzwischen doch oft üblich ist und insbesondere auf den CSDs auf unangemessene und für meinen Geschmack auch ziemlich peinliche Weise demonstriert wird.
Da es jedoch auch "fließende Übergänge" und außerdem durchaus auch (mehr oder weniger) zweifelhafte Fälle von "Transsexualität" gibt, macht es aber, wie ich finde, schon Sinn, über diesen Themenkomplex in einem gemeinsamen (aus naheliegenden Gründen "lesbisch geprägten") Unterforum in der BriCom zu diskutieren, wobei ich es allerdings unter dem Titel "Homo- und Bisexualität, Transgender und Transsexuelle" und ohne den "Regenbogen" passender finden würde :smile:

tanjakrienen
26.04.2007, 18:37
Ich denke, dass auf den CSDs so gut wie keine wirklichen Transsexuellen zu sehen sind, und wenn, entspricht ihr Charakter wohl kaum dem einer Frau. Nein, ich habe unter dem Regenbogen nichts zu suchen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass dort eine Frau einen Partner findet. Niemanden meiner Lover fand ich dort, auch nicht meinen Ehemann. Es ist ausgesprochen falsch uns darunter einzuordnen und zudem rufschädigend.

Traindenuit
30.04.2007, 01:11
"Ich denke, dass auf den CSDs so gut wie keine wirklichen Transsexuellen zu sehen sind, und wenn, entspricht ihr Charakter wohl kaum dem einer Frau."

Was ist denn der Charakter einer Frau?

Inaktiver User
30.04.2007, 09:26
Ich weiß es, wie bringe ich es nur rüber, ohne als perverses Monster dazustehn?



Hi,
vielleicht lädst Du sie zu einem netten Videoabend ein mit dem Film: Eine Frage der Liebe.

Da wird genau dieses Thema behandelt. Und es ist ein super Einstieg in eine Diskussion. :smirksmile:

Grüße
nathaliethor

tanjakrienen
01.05.2007, 08:54
Es geht nicht um Video-Einführungen, sondern um Fakten. Wer es nicht schafft wie eine Frau zu reden, zu lieben, in etwa auszusehen und den Körper nicht verändert, wird wohl kaum über einen Hybridzustand hinwegkommen, ja personifiziert ihn. Wer zudem sich selbst als "Transgender" oder "Transe" bezeichnet, bleibt da, wo er ist. Sollte mich nicht stören, wenn sie nur von sich reden - leider färbt es auf andere ab.

Wer es kennt, wird das Milieu meiden.

Inaktiver User
01.05.2007, 12:33
Es geht nicht um Video-Einführungen, sondern um Fakten. Wer es nicht schafft wie eine Frau zu reden, zu lieben, in etwa auszusehen und den Körper nicht verändert, wird wohl kaum über einen Hybridzustand hinwegkommen, ja personifiziert ihn. Wer zudem sich selbst als "Transgender" oder "Transe" bezeichnet, bleibt da, wo er ist. Sollte mich nicht stören, wenn sie nur von sich reden - leider färbt es auf andere ab.

Wer es kennt, wird das Milieu meiden.

Bist Du eine Frau? Das Foto auf Deiner Seite lässt dies leider nicht sehr klar erkennen...

nathaliethor

Angie1
01.05.2007, 17:03
Hallo Nathaliethor,

Bist Du eine Frau? Das Foto auf Deiner Seite lässt dies leider nicht sehr klar erkennen...
warum kann man auf dem Foto nichts erkennen? Ich finde es doch recht eindeutig, oder?

Liebe Grüße
Angie

tanjakrienen
02.05.2007, 11:58
Das Eingangsfoto und die anderen sind nur eindeutig, sondern hübsch. Dass ich dadurch infrage gestellt werden soll, zeigt wieder, wie das Milieu mit seinen Tuntenerscheinungen ausgerechnet diejenigen mies macht, die - wie wenige - vorzeigbar sind. Außerdem: in zwei Wochen werde ich 50. :zwinker:

holger
02.05.2007, 12:52
Ist es den so schlimm wenn ein mann aufregende damen Wäsche trägt.

tanjakrienen
02.05.2007, 17:14
Nein, das ist nicht "schlimm", sofern er damit nicht exhibitionistsich und aggressiv hausieren geht. Es wird nur schlimm, ja sogar sehr schlimm, wenn er behauptet, dies sei Ausdruck seiner "weiblichen Seele" und wolle von jetzt ab Chantal genannt werden und sei eine Frau (ohne dass er etwas ändert), obwohl er in Wirklichkeit dies nur als sexuellen selbsterotisierenden Gründen macht.

Inaktiver User
02.05.2007, 17:25
Ich finde, Deine Argumentation hinkt.
Selbst wenn es Leute gibt, die nur aus "sexuellen selbsterotisierenden Gründen" Damenunterwäsche tragen, so what?
Ändert das was an der Ernsthaftigkeit, die bei anderen dahintersteckt?
Beeinträchtigen die einen die anderen?
Nein, ich glaube nicht.

maxima8
02.05.2007, 20:06
Das Eingangsfoto und die anderen sind nur eindeutig, sondern hübsch. Dass ich dadurch infrage gestellt werden soll, zeigt wieder, wie das Milieu mit seinen Tuntenerscheinungen ausgerechnet diejenigen mies macht, die - wie wenige - vorzeigbar sind. Außerdem: in zwei Wochen werde ich 50. :zwinker:
Was für ein gequirrlter Unsinn. Wo ist denn hier das Milieu? Was hier in der Kritik steht, ist Deine aggressive, exhibitionistische Eigenpropaganda in Verbindung mit Deiner fanatischen rechten Gesinnung, die Andersartiges als krankhaft diskriminiert.
Es kann jeder so viel Damenunterwäsche tragen wie er will. Und wenn er es als Ausdruck seiner weiblichen Seele betrachtet damit auf dem CSD herum zu wedeln, ist das ganz allein seine Sache. Toleranz lebt von Vielfalt.
Andere lassen die Unversehrtheit ihres Körpers vom Chirurgen zermetzeln, um ihre weibliche Seele frei zu legen. Das ist auch ihre Angelegenheit.
Die körperliche Zerstümmelung als das Maß aller Dinge anzupreisen und anderen aufzwingen zu wollen, halte ich für pervers.

Und überhaupt, was spricht gegen *sexuell seltbserotisierende Gründe*? (Wenn man mal davon absieht, dass es schon wieder so eine pseudointellektuelle Phrase ist, denn ich kenne kein "intellektuell selbsterotisierend" oder *geschirrspülungs selbsterotisierend*) Ich denke, dass die Zeiten des Masturbationsverdammnis vorbei sind. Und Selbsterotisierend ist mir immer noch lieber, als wenn man andere benutzt die das nicht wollen.

tanjakrienen
03.05.2007, 07:45
Es ist wirklich zu simpel hier. Ein letztes Mal: es geht um notwendige Differenzierungen! Wer glaubt, es sei fortschrittlich alles zu generalisieren, der macht dasselbe wie ein Reaktionär, der auch alles in einen Topf wirft - nur unter umgekehrten Vorzeichen.

Nicht ich bin "rechts", sondern die, die verallgemeinern und mich als Trassexuelle beleidigen. Hakenkreuz und sexuelle Minderheiten standen sich - das habe ich anderswo beschrieben - zumindest in historischen Bezügen sehr nah. Ich kann den Regenbogen nicht ohne das Hakenkreuz denken, wie ja auch die aggressiven Debatten hier zeigen.

Inaktiver User
03.05.2007, 07:50
"Ist es den so schlimm wenn ein mann aufregende damen Wäsche trägt."
...
Das wäre irgendwie nichts für mich. Ich bin vermutlich in meiner Normalität Pervers.

Inaktiver User
03.05.2007, 07:50
Du kannst so sein wie Du willst. Mir persönlich muss das ja nicht gefallen.
Nur lass doch andere so sein, wie es ihnen gefällt.
Dir mag das zu simpel sein.
Ich sehe die Notwendigkeit zu differenzieren eben nicht.

tanjakrienen
03.05.2007, 15:41
Das heißt, für dich sind Transsexuelle nichts als Tunten. Alles gleich! Ja prima, endlich sagt es mal jemand. Danke!

maxima8
03.05.2007, 21:04
Das heißt, für dich sind Transsexuelle nichts als Tunten. Alles gleich! Ja prima, endlich sagt es mal jemand. Danke!
Entweder Du warst in den ersten drei Schuljahren – Lesen lernen – verhindert, oder Du bist so auf Dich fixiert, dass Dich nicht im geringsten interessiert, was andere schreiben. Nirgendwo steht hier, dass Transsexuelle Tunten sind. Kein Mensch hat es gesagt. Du darfst also gerne wieder aus Deiner Ohnmacht erwachen.

Inaktiver User
04.05.2007, 07:35
Danke Maxima! :blumengabe:

Inaktiver User
04.05.2007, 08:26
"Was für ein gequirrlter Unsinn. Wo ist denn hier das Milieu? Was hier in der Kritik steht, ist Deine aggressive, exhibitionistische Eigenpropaganda in Verbindung mit Deiner fanatischen rechten Gesinnung, die Andersartiges als krankhaft diskriminiert."
...
Ich bin wohl zu doof, diesen Satz zu verstehen.

maxima8
04.05.2007, 08:59
"
...
Ich bin wohl zu doof, diesen Satz zu verstehen.
Wo Du recht hast, hast Du recht.

Inaktiver User
04.05.2007, 09:03
Schön daß es Menschen wie Dich gibt. Endlich eine Bestätigung.
Du bist das leuchtende Beispiel überragender Intelligenz und Unvoreingenommenheit.

maxima8
04.05.2007, 09:44
Schön daß es Menschen wie Dich gibt. Endlich eine Bestätigung.
Du bist das leuchtende Beispiel überragender Intelligenz und Unvoreingenommenheit.
Du hast ja so recht, aber da ich das schon weiß, und es den Rest der Menschheit nicht interessiert, darfst Du Dich wieder dem sinnfindenden Studium von Sätzen mit Nebensatz widmen.

Inaktiver User
04.05.2007, 09:48
Das ist doch eher Dein Metier.

Inaktiver User
04.05.2007, 22:47
Hallo Angie,

Danke, aber es ist gar nicht so leicht, sich nicht als solches zu fühlen, wenn ich mir die Einträge so durchlese. Ich finde das Zitat von Peter Ustinov gar nicht so übel.

Grüße
Laura

tanjakrienen
06.05.2007, 09:18
Wo die Gleichsetzung zu finden ist? Na, überall! Wer mir widerspricht hat entweder nicht verstanden um was es geht, oder will gleichsetzen. So habe ich mich keinem Wort gesagt, dass jemand nicht als Tunte herum laufen dürfen sollte, nichts anders ist mein Thema, als dass dieses nichts mit Transsexualität zu tun hat, und das manche, die sich als TS bezeichnen, weil sie nicht konsequent leben, ebenfalls damit nicht mit ihnen gleichzusetzen sind. Transsexualität ist der konsequente Weg ins "andere" Geschlecht, alles andere sind abweichende Verhaltensweisen, die ich eingehend beschrieb.

"Muschelchen" schreib eindeutig, dass sie nicht differenzieren wolle.

Inaktiver User
06.05.2007, 10:19
"Muschelchen" schreib eindeutig, dass sie nicht differenzieren wolle.
Nein, Du wolltest nur meinen Beitrag nicht verstehen.

Angie1
06.05.2007, 11:20
Hallo Laura,

Hallo Angie,

Danke, aber es ist gar nicht so leicht, sich nicht als solches zu fühlen, wenn ich mir die Einträge so durchlese. Ich finde das Zitat von Peter Ustinov gar nicht so übel.

Grüße
Laura
Warum? Weil hier so 'ne lustige Diskussion abgeht? Die Beteiligten scheinen sich ja wohl schon zu kennen... zumindest ist die Diskussion sehr einsam, oder?

Im Grunde hat diese Diskussion über Transvestiten, Tunten & Co. schon seine Berechtigung. mMn verursachen gerade *diese* ein recht falsches Bild in der Bevölkerungen bzgl. Transsexualität (TS). Aber wenn jemand TS ist, und im "Gegengeschlecht" lebt, dann sollte das aber *keine* Rolle mehr spielen, was *andere* Machen. Sprich: Einer *Frau* kann es schlichtweg *egal* sein, ob Männer Spaß daran haben, als Frauen "verkleidet" sich unter die Mitmenschen zu mischen. Wenn diese sich dann lächerlich machen, dann fällt es nicht auf die *Frau* zurück...

Laß Dich also von Deinem Weg nicht wegen solchen Diskussionen hier abbringen... hör' auf Dich!

Liebe Grüße
Angie

tanjakrienen
07.05.2007, 11:47
Einer Transsexuellen kann es aber nicht egal sein, ob eine Tunte sich Transsexuelle nennt. Das muss doch mal verstanden werden. Eine Kinderpflegerin ist doch keine Pädagogik-Dozentin.

maxima8
07.05.2007, 12:12
Einer Transsexuellen kann es aber nicht egal sein, ob eine Tunte sich Transsexuelle nennt. Das muss doch mal verstanden werden. Eine Kinderpflegerin ist doch keine Pädagogik-Dozentin.
Dann aber bitte schön ganz genau. Nach dieser Logik darf sich eine Transsexuelle MzF auch nicht Frau nennen sondern kann sich lediglich als transsexueller Mann bezeichnen. Wenn Du Tunten verweigerst, sich als Transsexuelle zu bezeichnen und ihnen damit das Recht absprichst zu ihrer gegengeschlechtlichen Identität zu stehen, dann darf man Dich – mit dem gleichen Recht und unter Berufung auf Deine Logik – als Mann bezeichnen.

Angie1
07.05.2007, 18:05
Einer Transsexuellen kann es aber nicht egal sein, ob eine Tunte sich Transsexuelle nennt.

Nach dieser Logik darf sich eine Transsexuelle MzF auch nicht Frau nennen sondern kann sich lediglich als transsexueller Mann bezeichnen. Wenn Du Tunten verweigerst, sich als Transsexuelle zu bezeichnen und ihnen damit das Recht absprichst zu ihrer gegengeschlechtlichen Identität zu stehen, dann darf man Dich – mit dem gleichen Recht und unter Berufung auf Deine Logik – als Mann bezeichnen.

Ähäm... geht's eigentlich nur noch um's Prinzip?
Ich denke schon, daß alle diese Begriffe, die genannt sind, hinter 'ner Gruppe von Menschen stehen. Und ich denke, daß es da schon Unterschiede zwischen TS, TV, Tunten und sonst was gibt. Eine Tunte ist nun mal keine TS. Und wenn sie 'ne "gegengeschlechtliche Identität" hat, wie Du schreibst, dann ist sie schlichtweg TS.
Ein TV (Transvestit) wird auch *nie* danach streben, nach dem TSG (Transsexuellengesetz) eine Vornamensänderung zu bekommen. Warum auch? Es ist doch ein Mann! Die Transsexuellen jedoch ist eine Frau!

Aber diesen Kuddelmuddel wird man doch der Allgemeinheit *nie* erklären und begreiflich machen können. Deshalb gibt's für TS, die den "Wechsel" hinter sich haben nur die Möglichkeit, als Frau(MzF), bzw. als Mann(FzM) "unterzugehen". Man wird dann nicht mehr in den Kuddelmuddel-Topf mit reingeschmissen und das Begriffswirrwar kann einem völlig schnuppe sein.

Warum messianisch tätig sein wollen?

Liebe Grüße
Angie

Traindenuit
07.05.2007, 20:18
Das Transexuellengesetz sollte einfach keine Daseinsberechtigung mehr haben weil das Geschlecht vor dem Gesetz völlig irrelevant sein sollte. Das heisst frauen könnten und sollten auch Bundeswehr oder Zivildienst leisten, die Ehe könnte allen offen sein.
Ich weiss, so einfach ist das nicht, es gibt Fälle, wo der Staat zwangslaüfig unterscheidet, wie Mutterschutz zum Beispiel. Aber diese betreffen die Transexuellen Frauen nicht.

Ich habe übrigens noch nie gehört, dass sich Transmänner darüber aufregen wenn Frauen Cowboyhüte tragen, ohne sich zuvor den Busen amputieren zu lassen.

maxima8
07.05.2007, 20:45
Warum messianisch tätig sein wollen?

Liebe Grüße
Angie
Das frage ich mich auch. Obgleich ich messianisch nicht unbedingt für den angemessenen Terminus halten würde. Wenn man selbst etwas tut, was man bei anderen kritisiert trifft der Terminus pharisäerhaft besser zu. Da Du gerne vorschreiben möchtest, wie sich wer zu nennen hat und im gleichen Text Prinzipienreiterei und messianisches Ambitionen anprangerst, wirst Du Dich da mit Sicherheit erfreut wiedererkennen.

Es scheint ein enormes Bedürfnis zu geben anderen vorschreiben zu wolllen, wie diese sich bezeichnen dürfen oder sollen.

Es ist nun einmal so, dass es Tunten gibt, die eine gegengeschlechtliche Identität haben und trotzdem ganz offensiv und bewusst als Tunte leben. Es kann Euch doch wirklich gleichgültig sein, wie sich die Menschen zuordnen. Ich käme nicht auf die Idee einem tanssexuellen Mann, der mit männlichem Erscheinungsbild herum läuft, und sich als lesbisch bezeichnet, diese Identität absprechen zu wollen.

Inaktiver User
08.05.2007, 07:57
[ editiert ]

maxima8
08.05.2007, 20:43
[ editiert ]

Inaktiver User
08.05.2007, 21:07
Ich fordere alle Beteiligten auf, die Diskussion auf sachlicher Ebene weiterzuführen.
Sollten User an persönlichen Auseinandersetzungen interessiert sein, stehen diesen die Gästebücher und die PN-Funktion zur Verfügung.

Danke, und ...

Angie1
09.05.2007, 16:42
Hallo Maxima,

Da Du gerne vorschreiben möchtest, wie sich wer zu nennen hat....[...]...Es scheint ein enormes Bedürfnis zu geben anderen vorschreiben zu wolllen, wie diese sich bezeichnen dürfen oder sollen.

hab ich wirklich jemandem *vorschreiben* wollen, *wie* er sich zu nennen hat? Ehrlich gesagt, kenne ich keine Tunten; aber hier mal die Definition aus wikipedia:

"Als Tunte werden sowohl in manchen heterosexuellen als auch homosexuellen Kreisen oft solche Schwule bezeichnet, die durch ein besonders affektiertes Verhalten auffallen. Dort wird das Wort oft mit Begriffen wie Travestie, Transvestit oder Transgender gleichgesetzt und zum Teil als Schimpfwort benutzt. Besonders in der Selbstbezeichnung unter Schwulen muss es jedoch nicht negativ gemeint sein."

Naja... ebend keine "gegengeschlechtliche Identität"... dazu sagt wikipedia:

"Transsexualität oder Transsexualismus ist laut ICD-10, der „Internationalen Klassifizierung von Krankheiten” der Weltgesundheitsorganisation (WHO), eine Form der Geschlechtsidentitätsstörung (vergleiche auch Transgender als nicht-klinischen Begriff). Sie liegt vor, wenn ein Mensch körperlich eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht angehört, sich jedoch als Angehöriger des anderen Geschlechts empfindet und danach strebt, auch körperlich diesem Geschlecht soweit als möglich angeglichen zu werden."

Aber eigentlich ist mir egal, wer sich wie bezeichnet... (*augenzwinker*)

Liebe Grüße
Angie

maxima8
11.05.2007, 02:08
Tja, in Wikipedia steht auch, dass Lesben mit kurzen Haaren Kampflesben sind.
Schwachsinn, auch wenn er sich in Wikipedia manifestiert, bleibt Schwachsinn. Ich wette, in 3000 Jahren werden die [ editiert ] dieser Welt rumrennen und Wikipedia als von Gott verfasstes Werk preisen.
Wikipedia ist eine populistische Zusammenfassung, der Meinung derjenigen, die sich die Mühe machen da was rein zu setzen. Punkt. Wenn sich eine Tunte als Tunte bezeichnet und eine gegengeschlechtliche Identität hat, interessiert es mich doch nicht die Bohne, was Wikipedia dazu meint. Noch dazu wenn ich lese, was dort für ein Blödsinn angesammelt wird.
Und die Definition von Transgender oder Transsexuell spricht ja in keiner Weise gegen die Bezeichnung Tunte.

Inaktiver User
12.07.2007, 21:33
Hallo Angie,

hast recht, die Diskussion macht einsam. Je öfter ich die Beiträge hier lese, desto sicherer bin ich, hier nicht mehr richtig zu sein.
Ich bin nativer Mann, fühle mich als Frau und kann den Kommentaren nichts mehr abgewinnen. Sorry.
Danke für Deine Hilfe. Sie war gut und ich fühle mich besser und sicherer. Ich gehe weiter.

Liebe Grüße

Laura Ganthe

Inaktiver User
20.07.2007, 13:12
Das ist so einen komische Situation, ich habe noch kein Forum gefunden, es gibt/gab mal ein sehr schlecht besuchtes Transgenderforum. Aber da gab es praktisch keine Angehörigen. Ich hoffe auf die riesige Community von Brigitte. Vermutlich gibt es niemanden, mit dem ich Erfahrungen austauschen kann. Aber eine irgendwie ähnliche Situation wäre schon mal nicht schlecht.

Hallo Habakuk,

es gibt eine ganze Reihe Foren zu dem Thema, in einigen schreibe ich selbst. Zudem bin ich seit Anfang des Jahres aktiv beim CSD in Konstanz e.V. und dort offizieller Ansprechpartner für Transgender (jeder Ausprägung) beim CSD in Konstanz e.V. Folgerichtig waren auch bei unserem CSD letztes Wochenende Transgender und Transsexuelle mit dabei, unter anderem die "Freunde transidentischer Menschen Ulm e.V." und der "Seehasentratsch" aus Markdorf.

Ich selber bin "nur Transgender", manche würden sagen Transvestit oder Crossdresser, manche sehen in mir auch jemand transsexuellen ohne Operation...ich selbst sehe mich eigentlich zwischen den Geschlechtern/Geschlechterrollen, also als jemand, der "uneindeutige Geschlechtsdarstellungen im Alltag lebt".

Melde Dich also ruhig einfach mal bei mir, wenn Du nach wie vor auf der Suche nach Foren oder auch realen Kontakten zu anderen Betroffenen bist.

Inaktiver User
20.07.2007, 13:24
Ich bin, im gegensatz zu dir, ganz grundsätzlich, im zweifel ob ich wirklich heterosexuell bin. ich habe auch ausgeprägte lesbische neigungen, diese aber noch nie, bis auf dieses mal, ausgelebt.

So, das ist meine situation, würde mich über einen austausch freuen.


Über welches der Themen möchtest Du Dich denn genau austauschen? :ooooh: :zwinker:

Melde Dich einfach mal, ich kann Dir gegebenenfalls auch zu Kontakten in die Gay-Community (bzw. Homo-Community) verhelfen.

Inaktiver User
20.07.2007, 13:32
Normarerweise wollen die, die ihre Geschlecht "wiedererlangen" eben einen Partner des anderen Geschlechts. Und ich weiß einfach, daß Lesben nicht auf Transen stehen. Ich komme aus Köln ;-)

Wieviele Betroffene hast Du dazu befragt um zu diesen Feststellungen zu kommen?? :ooooh: :zwinker:

Viele Transsexuelle "wechseln des Geschlecht" und behalten dabei ihre sexuelle Orientierung bei. Das eine hat nicht zwingend mit dem anderen zu tun. Ebenso kann man(n) keine pauschalen Aussagen über Lesben machen, denn auch Lesben sind so unterschiedlich wie heterosexuelle Frauen und alle anderen Menschengruppen auch. :ooooh: :zwinker:

Inaktiver User
20.07.2007, 19:39
Es ist nicht schwarz und weiß, sondern seeehr viel Grau dazwischen. Ein guter, wenn auch alter Artikel dazu: http://www.genderwunderland.de/standpunkte/ich/greiner1993.html

Ich habe dazu kürzlich auch einen lesenswerten Artikel im Internet gefunden: "entweder oder und der rest":

http://www.alhambra.de/zeitung/feb02/transgender.htm

Zwei Auszüge:

"...Der Begriff "Transgender" steht dabei für verschiedene Arten des unkonventionellen Umgangs mit Körper und Geschlechtsidentität. Im Gegensatz zu Begriffen wie Transsexualität, Transvestismus, Hermaphroditismus oder Geschlechtsidentitätsstörung stammt er nicht aus der Medizin, sondern aus der politischen Bewegung und verspricht, frei von pathologisierenden Konnotationen zu sein. Die Tatsache, daß sich bislang noch keine eindeutige Bedeutung des Begriffs Transgender durchgesetzt hat, wird von den Transgenderisten als positiv bewertet. Durch seine Offenheit ermöglicht er eine Identitätspolitik, die ohne feste Zuschreibungen auskommt. Im weitesten Sinne geht es um alle, die nicht eindeutig in die Kategorien von Mann oder Frau einzuordnen sind: prä-, post- und überhaupt nicht operierte Transsexuelle - und zwar sowohl von Frau-zu- Mann als auch umgekehrt -, Transvestiten, Cross- dresser, Personen mit uneindeutigen Genitalien, auch Intersexen genannt, und jene, die uneindeutige Geschlechtsdarstellungen im Alltag leben. Insgesamt wird mit dem Ausdruck Transgender die Eindeutigkeit geschlechtlicher Identifikation aufgegeben und anstelle eines zweigeschlechtlichen Systems mit klar zuzuordnenden Geschlechtskörpern und -rollen eine Bandbreite von Möglichkeiten, Geschlecht und Körper zu leben, eröffnet. Als kleinster gemeinsamen Nenner der verschiedenen Verwendungen kann der mit dem Begriff verbundene politische Anspruch bezeichnet werden. Immer geht es darum, das Recht auf abweichende und damit potentiell subversive Arten, Geschlecht und Körper zu leben, durchzusetzen..."

"...Wer wäre ich, wenn nicht immer schon an mir in die eine oder andere Richtung rumgefrickelt worden wäre, wenn ich niemals in Geschlechtsrollen hineingezerrt oder gelockt worden wäre; wenn ich nie gesehen hätte, wie andere für entsprechendes Danebenbenehmen gestraft wurden; wenn ich selber nie an all dem beteiligt gewesen wäre?..."

tanjakrienen
14.09.2007, 17:50
Enden wird der Unsinn hier -
[...]

maxima8
16.09.2007, 20:37
Enden wird der Unsinn hier -

Wieder mal der Versuch einer Verkaufsveranstaltung.

tanjakrienen
24.09.2007, 09:22
Und hier ein neuer Artikel aus der taz zum Thema -
http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/22/930.html

Traindenuit
24.09.2007, 10:59
liebe Tanja,

Ich habe deinen Artikel gelesen. Ich kann verstehen, dass du dir wünscht, die gesetzliche Annerkennung von Transexualität sollte von einer operativen Geschlechtsumwandlung/anpassung abhängig gemacht werden. Warum sollte allen Transidenten die so eine Operation ablehen, eine Passänderung gewährt werden, während konsequente Transexuelle dafür entgültig auf ihre Fruchtbarkeit verzichten. Das kann ich nachvollziehen.

Schade finde ich nur, das dieses Engagement für eine andere Rechtsprechung von so viel Intoleranz begleitet wird. Du bist eine Frau, lebst als Frau, warum kommt dieses Frausein ins Wanken, nur weil andere Menschen sich amüsieren und ihre Phantasien ausleben? Ein Mann oder eine Frau, die mit den Attributen des anderen Geschlechts spielen, haben nun einmal ain grosses erotisierendes Potential; sollen sie sich das jetzt selbst verbieten?

Ich kann auch deine Bemerkungen zur männlichen Hingabefähigkeit nicht ganz teilen. Auch ein Mann, der sich selbst als Mann versteht und als Mann glücklich ist, kann zur vollkommenen Hingabe fähig sein. Bestimmt nicht alle, wie du selbst auch beobachtet hast, viele haben genau diese Angst vor der männlichen Lust wie du sie beschreibst, aber eben nicht alle.

Wie kann es sein, dass man als Mann ganz angestrengt an "männlichen" Verhaltensweisen festhalten muss, wenn diese Verhaltensweisen so natürlich und angeboren sind? Wie kommt es, dass es für Frauen oft (nicht immer) eine Qual ist , dem weiblichen Bild zu enstprechen, wenn dieses ja ach so natürlich sein soll? Wäre es dass, dann ginge es doch ganz einfach.

Wir sind eben Menschen und unser Sexualverhalten ist nicht so eindeutig festgelegt wie bei Tieren - wäre es das, dann würde es
ja nie jemand in Frage stellen.

tanjakrienen
24.09.2007, 16:00
Du musst das richtig lesen. Wer als schrille Tunte durch die Gasse laufen will, soll das machen - aber er ist keine Frau und benötigt auch keine dementsprechende Papiere. Alles ist gesagt.

maxima8
24.09.2007, 18:56
Du musst das richtig lesen. Wer als schrille Tunte durch die Gasse laufen will, soll das machen - aber er ist keine Frau und benötigt auch keine dementsprechende Papiere. Alles ist gesagt.
Ich finde, wer eine Nulltoleranz für andere zulässt, sollte auch für sich nicht in Anspruch nehmen toleriert zu werden.
Männern, die mit männlich chauvinistischer Sozialisation aufgewachsen sind und diese nicht ablegen, hätten damit auch keinen Anspruch auf einen weiblichen Pass. Schließlich kann ja nicht jeder einfach behaupten er sei einer Frau, nur, weil er sich körperlich ein wenig ummodelieren hat lassen.

marisather
27.10.2007, 16:14
ich finde es toll das ihr beide euch so gut versthet und würde gleichfalls denen das es gut währe eine terapie für paare mitzumachen

Inaktiver User
27.12.2007, 12:41
Wir sind eben Menschen und unser Sexualverhalten ist nicht so eindeutig festgelegt wie bei Tieren - wäre es das, dann würde es
ja nie jemand in Frage stellen.

Ich finde Deinen ganzen Beitrag sehr schön und passend geschrieben und möchte den letzten Absatz, als eine Art Fazit, noch mal aufgreifen.

Auch bei Tieren gibt es geschlechtsuntypisches Verhalten, aber das wäre ein anderes/neues Thema.

Eigentlich ist nichts eindeutig festgelegt, weder das körperliche Geschlecht (es gibt auch Menschen, die mit beiden Geschlechtsorganen auf die Welt kommen), noch das emotionale Geschlecht oder die sexuelle Orientierung und vor allem hängen diese drei Dinge nicht wirklich fest zusammen, es gibt nur bestimmte Konstellationen besonders häufig, vermutlich weil sie biologisch (für die Fortpflanzung) besonders günstig/vorteilhaft sind.

Es gibt eigentlich niemandem, der irgendeinem typischen "Bild" vollständig entspricht, jede(r) fällt in irgend einer Weise aus "der Rolle", dem vermeintlich "typischen Rollenbild"...egal, ob eine Frau ungewöhnlich groß ist, besonders breite Schultern oder eine besonders tiefe Stimme hat oder ob ein Mann besonders klein ist, eine auffällig hohe Stimme hat oder ob jemand schwul, lesbisch oder bisexuell ist. Zu jedem Beispiel für vermeintlich "Geschlechtstypisches"/"Typisches" findet man(n) in der eigenen Umwelt auch immer entsprechende "Gegenbeispiele", man(n) muß nur aufmerksam sein und genau hinschauen... :freches grinsen: :smirksmile:

Hier noch ein interessanter Beitrag zum Thema:

entweder oder und der rest (http://www.alhambra.de/zeitung/feb02/transgender.htm)

Ein Auszug:

"...Wer wäre ich, wenn nicht immer schon an mir in die eine oder andere Richtung rumgefrickelt worden wäre, wenn ich niemals in Geschlechtsrollen hineingezerrt oder gelockt worden wäre; wenn ich nie gesehen hätte, wie andere für entsprechendes Danebenbenehmen gestraft wurden; wenn ich selber nie an all dem beteiligt gewesen wäre?..."