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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fehler beim Fasten?



Susanne63
20.08.2006, 19:22
Hallo,

wie haltet ihr das durch? Ich habe 2 Tage lang gefastet und wußte vor Hunger nicht mehr wohin. Da ich sehr viel Tee getrunken habe, hatte ich total dicke Füße. Nachdem ich dann auch noch auf der Waage war und feststellte, dass ich 2 Kilo zugenommen hatte, reichte es mir... Habe ich was falsch gemacht?

Inaktiver User
25.08.2006, 10:42
hatte ich auch schon- grad im sommer lagert mein körper gern wasser ein, außerdem sagt man ja, daß man am 2 bzw. 3 tag in eine "fastenskrise" gerät. da muß man halt einfach durch, wahrscheinlich gehts dir einen tag später schon wieder glänzend...
wie hast du denn gefastet? nur mit wasser und tee? ich koch mir dann immer noch aus frischem gemüse ne feine brühe, die ich meistens abends trinke- sehr vitaminreich und man fühlt sich gleich energetischer....
viel erfolg!
l.g. kasi

Lizzie64
25.08.2006, 11:38
hallo susanne,

das ist ungewöhnlich. was für tee hast du denn getrunken? und wieviel auf einmal?

hast du - wie kasi schon fragste - auch gemüsebrühe getrunken? das ist wichtig, wegen der mineralien und vitamine. vielleicht machst du einfach noch ein paar angaben.

lizziegruß

Mausilikatze
25.08.2006, 13:32
Hallo,

hast Du denn vorher auch den Darm gruendlich entleert? :wie?:

LG - Mausi :wangenkuss:++

Babsch
14.09.2006, 19:44
Ganz wichtig ist das "abführen". Dann hat man keinen Hunger mehr. Aber der Darm muss wirklich ganz leer sein :))

Shopgirl
15.09.2006, 09:15
das klingt für mich auch ganz stark nach "nicht abgeführt" !
entweder mit einem salz oder per einlauf. der darm muss leer sein, dann hast du auch keinen hunger, spätestens am 2. tag ist das durch.

dann natürlich viiiiel trinken (wasser, tee, brühe, auch mal einen saft), und gut is' :-)

ich faste gerade mal wieder und es ist einfach schön!

viele grüße
und nur mut!

Ella1975
19.09.2006, 17:29
@ Shopgirl


das klingt für mich auch ganz stark nach "nicht abgeführt" ! entweder mit einem salz oder per einlauf. der darm muss leer sein, dann hast du auch keinen hunger, spätestens am 2. tag ist das durch.
dann natürlich viiiiel trinken (wasser, tee, brühe, auch mal einen saft), und gut is' :-)


Vielleicht ne blöde Frage, aber warum "abführen"? Erledigt sich das nicht auch auf natürlichem Wege?
Ich muss mich nur immer wieder daran erinnern, genug zu trinken. Aber mit edlen Säften und Sodastreamer Wassersprudler habe ich mir Anreize in stetiger Sichtweite geschaffen.

UrsulaMaria
05.03.2014, 22:53
Das wichtigste beim diäten ist, dass man sehr sehr viel trinken sollte.
Durch das viele trinken wird der Stoffwechsel erregt und man nimmt durch normal viel essen nicht ganz so viel zu. Außerdem muss das "Abgenommene" ja auch irgendwo hin und das geht immerhin nur durch den Stoffwechsel ;)
Mein Geheimtipp, wenn man abnehmen will: Ganz viel grüner Tee.
Grüner Tee regt den Stoffwechsel an und lindert die Hungergefühle ungemein.

Inaktiver User
05.03.2014, 22:58
UrsulaMaria, du merkst aber schon, dass du mehrere Stränge aus 2006 raufgeholt hast?
Bei diesem fällt mir diese Frage auf, mit dem darm entleeren. Nein das erledeigt sich nicht auf natürlichem Wege, da muss von oben was nachgeschoben werden, damit es weitergeht. Oder eben beim Fasten dann Einlauf oder Glaubersalz.

Freundeskern
18.06.2014, 17:21
Sehr richtig! Das Abführen ist ein Muss, wenn man fastet. Denn die ganzen Giftstoffe, die im Körper enthalten sind, müssen wieder raus. Und wenn man das nicht macht, sammelt sich das ganze im Körper an. Meistens kommen dann auch unangenehme Kopfschmerzen an. Naja, der Körper muss sich zuerst an die neue Situation gewöhnen.

Quirin
21.06.2014, 22:05
So ein Unsinn.

Quirin
21.06.2014, 22:23
Mein Geheimtipp, wenn man abnehmen will: Ganz viel grüner Tee.
Grüner Tee regt den Stoffwechsel an und lindert die Hungergefühle ungemein.

Vor allem enthält grüner Tee Coffein. Zu viel davon sollte man sowieso nicht trinken, und erst recht nicht, wenn der Körper durchs Fasten geschwächt ist.

Je nach Sorte darfst Du ab etwa einem Liter Kaffee oder zwei Litern grünem Tee mit Herzrhythmusstörungen rechnen. Bei gemäßigteren Sorten ist es dann etwas mehr Flüssigkeit, vielleicht das doppelte.

Bae
21.06.2014, 22:50
Das Abführen ist ein Muss, wenn man fastet. Denn die ganzen Giftstoffe, die im Körper enthalten sind, müssen wieder raus. Und wenn man das nicht macht, sammelt sich das ganze im Körper an. Meistens kommen dann auch unangenehme Kopfschmerzen an. Naja, der Körper muss sich zuerst an die neue Situation gewöhnen.



So ein Unsinn.

Unsinn?

mal kurz darüber nachgedacht: würdest du menschlichen Kot in der Hand mit dir herumtragen, und das für mehrere Tage? Nein? - hab ich mir doch gedacht. Du würdest es eklig finden, und auch unhygienisch, und würdest jede Sekunde, wo du das tun müsstest, eine Sekunde zu viel finden.

Andererseits - wenn derselbe Kot im Fasten im Darm hängen bleibt, und das für mehrer Tage, soll das kein Problem sein? Hängenbleiben tut er, weil beim Fasten die Ausstossbewegungen des Dickdarms aufhören, weil der Magen nicht mehr gefüllt wird und so kein Impuls für Ausstossbewegungen mehr kommt - und der Dickdarm ist ein Organ, das eine Oberfläche von resorbierenden Schleimhäuten hat, im Gegensatz zu der deutlich robusteren und wasserundurchlässigeren Haut der Hand, die viel besser geschützt ist. Kot im empfindlichen und aufnahmefähigen Dickdarm drin für längere Zeit aufzubewahren, soll im Gegensatz zum Tragen auf der Hand unproblematisch sein?

Mal abgesehen davon, dass die Erfahrung klar das Gegenteil besagt, wäre ich doch SEHR gespannt auf deine Argumentation. :cool:

Meine Erfahrung beim Fasten ist auch, dass ich eher weniger trinke - und wenn, dann nur Wasser, sonst nichts - weil das ganze Verdauungssystem nichts verdauen muss und somit der Gesamt-Wasserbedarf massiv sinkt.

gruss, barbara

Ullalla
24.06.2014, 12:35
Ach, und wenn man abführt, dann werden "die ganzen Giftstoffe, die im Körper enthalten sind" abgesondert? Egal, wo diese ominösen Giftstoffe sich im Körper befinden?
Das halte ich auch für Unsinn.
Na ja, wer so was glaubt, der glaubt vermutlich auch, ein Körper müsse "entschlackt" werden, als sei er ein Hochofen.

Außerdem wußte ich garnicht, dass menschlicher Kot zu den Giftstoffen zählt.

Ich weiß allerdings auch nicht, wozu Fasten überhaupt gut sein soll.

Rose68
24.06.2014, 13:25
Jetzt wollte ich gerade was dazu sagen, aber hier kocht mir ein bißchen zu sehr die Stimmung.

Bae
24.06.2014, 18:01
Ach, und wenn man abführt, dann werden "die ganzen Giftstoffe, die im Körper enthalten sind" abgesondert? Egal, wo diese ominösen Giftstoffe sich im Körper befinden?

nicht egal wo, aber sicher mal jene, die sich im Kot befinden. Und wenn der Darm erst mal sauberer ist, hat es der Körper nachher natürlich auch leichter, weitere unnötige Reste auszuscheiden - denn er muss nicht mehr Energie darauf verwenden, dafür zu sorgen, dass Gifte vom Kot via resorbierende Schleimhaut wieder ins Blut geraten.



Na ja, wer so was glaubt, der glaubt vermutlich auch, ein Körper müsse "entschlackt" werden, als sei er ein Hochofen.

pst, ich verrat dir ein Geheimnis zum Thema Sprache:
Metapher (http://de.wikipedia.org/wiki/Metapher)

und ein paar Stichworte zum Sachlichen: Teerlunge, Staublunge, Kotsteine, Gallensteine, Nierensteine, Harnkristalle in Gelenken, Arterienverkalkungen... um ein paar der häufigsten zu nennen.




Außerdem wußte ich garnicht, dass menschlicher Kot zu den Giftstoffen zählt.

Überleg dir mal, ob du Kot essen würdest - und dann frag dich, warum nicht.



Ich weiß allerdings auch nicht, wozu Fasten überhaupt gut sein soll.

Innerliche Reinigung, viele positive gesundheitliche Auswirkungen, sowohl körperlich wie geistig.

gruss, barbara

Inaktiver User
24.06.2014, 19:00
Ach, und wenn man abführt, dann werden "die ganzen Giftstoffe, die im Körper enthalten sind" abgesondert? Egal, wo diese ominösen Giftstoffe sich im Körper befinden?
Das halte ich auch für Unsinn.
Na ja, wer so was glaubt, der glaubt vermutlich auch, ein Körper müsse "entschlackt" werden, als sei er ein Hochofen.

Außerdem wußte ich garnicht, dass menschlicher Kot zu den Giftstoffen zählt.

Ich weiß allerdings auch nicht, wozu Fasten überhaupt gut sein soll.

Ich war vor etlichen Jahren mal in einer Fastenklinik. Stell Dir vor das Abführen war dort auch Vorraussetzung. Bei wem das Glaubersalz nicht anschlug der bekam einen Einlauf. Die Ärzte haben es sich sicher nur eingebildet das das nötig sei.....:unterwerf: Seufz

Informiere Dich, wenn Dich Fasten überhaupt interessiert.

Ullalla
24.06.2014, 19:36
Ich war vor etlichen Jahren mal in einer Fastenklinik. Stell Dir vor das Abführen war dort auch Vorraussetzung. Bei wem das Glaubersalz nicht anschlug der bekam einen Einlauf. Die Ärzte haben es sich sicher nur eingebildet das das nötig sei.....:unterwerf: Seufz

Ach je, Rheuma? Hat das Fasten geholfen?
Ich bin mir nicht sicher, ob das Abführen vor einer Fastenkur nicht vor allem dazu dienen soll, dass Hungergefühl zu beseitigen und damit das Durchhaltevermögen der zahlenden Kundschaft zu erhöhen.


Informiere Dich, wenn Dich Fasten überhaupt interessiert.

Deinen Befehl, mich zu informieren, muss ich zum zum Glück nicht befolgen, da mich "Fasten" nicht wirklich interessiert.
Seufz.

Ullalla
24.06.2014, 19:42
... Außerdem wußte ich garnicht, dass menschlicher Kot zu den Giftstoffen zählt....


Überleg dir mal, ob du Kot essen würdest - und dann frag dich, warum nicht.

Es gibt vieles was ich nicht esse. Dazu muss es nicht mal giftig sein.





Innerliche Reinigung, viele positive gesundheitliche Auswirkungen, sowohl körperlich wie geistig.

Wie schön.

Inaktiver User
24.06.2014, 19:47
Naja, grundsätzlich ist es ja nicht problematisch, wenn man mehrere Tage keinen Kot absetzen kann - manche müssen zweimal am Tag, manche nur zweimal die Woche.
Warum soll das dann beim Fasten ein Problem sein?

Bilderrahmen
24.06.2014, 19:58
Fasten heißt nicht den ganzen Tag hungern,es heißt nur nach dem Sonnenuntergang etwas zu essen und den Rest des Tagen nicht

Bae
24.06.2014, 20:01
Ach je, Rheuma? Hat das Fasten geholfen?


soll auch bei Rheuma helfen.
Fasten bei Rheumatoider Arthritis | Ärztegesellschaft Heilfasten & Ernährung e. V. (http://aerztegesellschaft-heilfasten.de/informationsdienst/fachbeitraege-fastentherapie/fasten-bei-rheumatoider-arthritis/)



Ich bin mir nicht sicher, ob das Abführen vor einer Fastenkur nicht vor allem dazu dienen soll, dass Hungergefühl zu beseitigen und damit das Durchhaltevermögen der zahlenden Kundschaft zu erhöhen.

Das ist sicher auch ein Grund, aber ich mach das auch ganz allein und ohne Kosten.




Deinen Befehl, mich zu informieren, muss ich zum zum Glück nicht befolgen, da mich "Fasten" nicht wirklich interessiert.
Seufz.

Nicht wirklich? - das Interesse ist immerhin gross genug, auf diesen Thread zu klicken und hier zu schreiben. "Kein Interesse" sieht anders aus.

gruss, barbara

Inaktiver User
24.06.2014, 20:03
Deinen Befehl, mich zu informieren, muss ich zum zum Glück nicht befolgen, da mich "Fasten" nicht wirklich interessiert.


Warum schreibst Du dann zu dem Thema???? Ich kann mir doch nur eine Meinung bilden und diese einbringen, wenn ich einigermaßen informiert bin.

Übrigens nein - ich war nicht wegen Rheuma dort.

Bae
24.06.2014, 20:05
Naja, grundsätzlich ist es ja nicht problematisch, wenn man mehrere Tage keinen Kot absetzen kann - manche müssen zweimal am Tag, manche nur zweimal die Woche.
Warum soll das dann beim Fasten ein Problem sein?

Beim Fasten wird man sensibler. auch Rauchen, das üblicherweise problemlos geht für den süchtigen Raucher, ist beim Fasten extrem nicht zu empfehlen. Auch emotional kann Dünnhäutigkeit da sein. Daher empfiehlt es sich, beim Fasten mindestens einen Gang runterzuschalten oder gleich ganz aus dem Alltag auszusteigen.

Dass "kein Kot absetzen für mehrere Tage" problemlos sei, halte ich für falsch, aufgrund meiner eigenen Erfahrung. Ja ich weiss, die Schulmedizin sagt, es sei problemlos. Da bin ich nicht derselben Meinung.

gruss, barbara

Inaktiver User
24.06.2014, 20:08
Ob etwas schädlich ist oder nicht, ist wohl eher weniger meinungsabhängig.

Aber warum es ein Problem ist, wenn man ein paar Tage nicht kann, nur weil man evtl. dünnhäutiger ist, finde ich nicht wirklich plausibel.
Dass man sich damit nicht gut fühlt, wenn der Darm voll ist, ist eine andere Sache, aber das sagt ja noch nichts über Schädlichkeit aus.

Ullalla
24.06.2014, 20:32
Nicht wirklich? - das Interesse ist immerhin gross genug, auf diesen Thread zu klicken und hier zu schreiben. :kristallkugel: ?

"Kein Interesse" sieht anders aus.
Oh danke, da war ich Dir schon zwei Belehrungen wert!


Warum schreibst Du dann zu dem Thema???? Ich kann mir doch nur eine Meinung bilden und diese einbringen, wenn ich einigermaßen informiert bin.
Nur weil mich irgendetwas nicht übermäßig interessiert, heißt das ja wohl noch lange nicht, dass ich über das Thema nicht informiert bin. Ich interssiere mich z.B. nicht die Bohne für Fußball, aber ich weiß, dass derzeit die WM stattfindet und was ein Abseits ist, das weiß ich auch.

Und wenn Informiertheit die Grundvoraussetzung für einen Beitrag in der BriCom wäre - :fg engel:


Übrigens nein - ich war nicht wegen Rheuma dort.
Aha.

Inaktiver User
24.06.2014, 20:35
Fasten heißt nicht den ganzen Tag hungern,es heißt nur nach dem Sonnenuntergang etwas zu essen und den Rest des Tagen nicht

Hier geht es ganz offensichtlich um Heilfasten, nicht um das Fasten im Islam.

Bae
24.06.2014, 20:36
Ob etwas schädlich ist oder nicht, ist wohl eher weniger meinungsabhängig.


In der Tat. Aber es ist nicht davon auszugehen, dass Schulmedizin der Weisheit letzter Schluss ist, und dass deren Meinungen immer stimmen.



Aber warum es ein Problem ist, wenn man ein paar Tage nicht kann, nur weil man evtl. dünnhäutiger ist, finde ich nicht wirklich plausibel.

Man kann nicht nicht, weil man dünnhäutig ist, man kann nicht (und ist dünnhäutig, empfindlich in jeder Hinsicht, etc), weil man fastet. Und man will den Dreck loswerden, weil die Absicht beim Fasten ist, sich zu reinigen.

Es wäre ja auch kein Problem, ein paar Tage lang nicht zu duschen, oder sich ein paar Tage lang nicht die Zähne zu putzen, oder mehrere Tage hintereinander dieselben Kleider zu tragen.



Dass man sich damit nicht gut fühlt, wenn der Darm voll ist, ist eine andere Sache, aber das sagt ja noch nichts über Schädlichkeit aus.

Ich sag mir: was ich nicht in meiner Hand tragen will, weil es mich ekelt, will ich erst recht nicht in meinem Körper tragen.

Und es gibt gute Gründe dafür, warum sowas wie WCs, Abwasserkanäle, Kläranlagen und Wasserhygiene erfunden wurden... weil nämlich Leute krank wurden, wenn sie Wasser tranken, in dem aller Kot einer ganzen Stadt landete. Die Cholera 1854 in London enstand durch Fäkalien, zum Beispiel.
1854 Broad Street cholera outbreak - Wikipedia, the free encyclopedia (http://en.wikipedia.org/wiki/1854_Broad_Street_cholera_outbreak)

und was schädlich ist, wenn ich es trinke, ist auch schädlich, wenn ich es in mir trage. Auch dann, wenn es mich nicht gleich umbringt.

gruss, barbara

Inaktiver User
24.06.2014, 20:39
Also, sowas erschüttert mich einigermaßen: Du ekelst dich vor deinen eigenen Exkrementen? Also vor einem Teil deines eigenen Körpers?
Wie skurril.

Ullalla
24.06.2014, 20:51
Also, sowas erschüttert mich einigermaßen: Du ekelst dich vor deinen eigenen Exkrementen? Also vor einem Teil deines eigenen Körpers?
Wie skurril.

Ja, das empfinde ich auch so. Schließlich ist es doch völlig normal, dass der Darm einen Inhalt hat, dafür ist er doch da. Wie schrecklich, wenn man sich quasi vor sich selbst ekelt.
Vermutlich bin ich nicht spirituell genug für solche Empfindungen.

Quirin
24.06.2014, 20:53
und ein paar Stichworte zum Sachlichen: Teerlunge, Staublunge, Kotsteine, Gallensteine, Nierensteine, Harnkristalle in Gelenken, Arterienverkalkungen... um ein paar der häufigsten

Du wirst aber doch nicht behaupten wollen, dass man irgendwas davon durch Fasten oder Abführen aus dem Körper bekommt???

marella
24.06.2014, 21:15
Na ja Kot enthält vor allem Bakterien aber doch kein Gift. Gibt es da nicht sogar eine neue Therapieform wo gereinigter Kot wieder zugeführt wird. Isr so eine Art Impfung, ich habe vergessen bei was es helfen soll.

Ansonsten empfehle ich das Buch Darm mit Carme von Enders

Inaktiver User
24.06.2014, 23:15
Nur weil mich irgendetwas nicht übermäßig interessiert, heißt das ja wohl noch lange nicht, dass ich über das Thema nicht informiert bin. Ich interssiere mich z.B. nicht die Bohne für Fußball, aber ich weiß, dass derzeit die WM stattfindet und was ein Abseits ist, das weiß ich auch.

Und wenn Informiertheit die Grundvoraussetzung für einen Beitrag in der BriCom wäre - :fg engel:


Schreibst Du dann auch im Thread WM? Mich nervt es ehrlich gesagt, wenn jemand auftaucht der wenig bis gar nicht informiert ist und behauptet etwas sei Blödsinn. Ich habe dann oft den Eindruck es geht nur um's stänkern. Damit meine ich Dich jetzt nicht speziell. Es ist mir bereits öfters aufgefallen. Ich kann dieses Verhalten nicht nachvollziehen. Wenn ich nichts oder wenig darüber weiß, keinerlei Erfahrung damit habe, dann sage ich nichts dazu oder frage nach ohne zu werten.

Die meisten Fastenkuren beginnen mit einer gründlichen Darmentleerung, die nach den so genannten Entlastungstagen durchgeführt wird. Dafür gibt es gute Gründe. Zum einen verspürt man kein Hungergefühl mehr, wenn der Darm völlig entleert ist. Zum anderen ist eine Fastenkur immer eine Zeit, in der der Körper sich von Stoffwechselrückständen und Giften befreien soll, und das geschieht vorzugsweise über den Darm.
Bleiben die Stoffwechselreste zu lange im Darm, geraten Teile von ihnen zurück in die Blutbahn, von wo aus sie sich im ganzen Körper verteilen und zu Gelenkschmerzen, Hautunreinheiten und einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens führen können. Eine Darmentleerung zu Beginn einer Fastenkur ist deshalb eine geeignete Maßnahme, um einen großen Teil der angesammelten Stoffwechselschlacken loszuwerden und leicht und unbeschwert das Fasten auf sich nehmen zu können.

Quelle: Kur-und Gesundheit

Probiere es einfach mal aus wie es Dir mit und ohne leeren Darm beim Fasten geht. Vielleicht kommst Du dabei zu der Erkenntnis, dass an oben genannter Erklärung doch etwas dran sein könnte.

Bae
25.06.2014, 06:33
Also, sowas erschüttert mich einigermaßen: Du ekelst dich vor deinen eigenen Exkrementen? Also vor einem Teil deines eigenen Körpers?
Wie skurril.

Exkremente sind Dinge, die mein Körper zum Loswerden vorbereitet hat, nicht zum Behalten.

ja, ich ekle mich davor, wenn dieses Zeug allzu lange in mir drin bleibt. Und nein, ich finde es nicht skurril, Exkremente eklig zu finden, bloss weil sie noch nicht sichtbar sind. Du würdest dich ja wohl auch vor Exkrementen ekeln, wenn du die in deiner Küche, auf dem Boden im Wohnzimmer oder in deiner Handtasche finden würdest, und würdest sie so schnell wie möglich wegschaffen. Egal ob es deine eigenen sind oder fremde.


Sowieso ist das, was sich in Substanz im Verdauungstrakt befindet, nicht Teil des Körpers - das im Magen noch nicht (davon wird ja nur das Brauchbare aufgenommen), und das was übrigbleibt eh nicht.

gruss, barbara

Bae
25.06.2014, 06:44
Du wirst aber doch nicht behaupten wollen, dass man irgendwas davon durch Fasten oder Abführen aus dem Körper bekommt???

Das Nicht-Rauchen beim Fasten hilft garantiert der Lunge, sich zu reinigen, Kotsteine sind im Darm, ja die können mit der Zeit ausgestossen werden, und generell gilt: all die Energie, die der Körper nicht zum Verdauen braucht, was er ja meist ständig tun muss, kann verwendet werden, um grössere und kleinere Reparaturen im Körper zu vollführen und alles, was sich so an Mist angesammelt hat, auszustossen. Nicht alles von jetzt auf gleich, logischerweise, aber der Körper kriegt Gelegenheit, seine Selbsheilungsmechanismen auf voller Kraft laufen zu lassen, und ja, das hilft zu reinigen. im GANZEN Körper.

Fasten ist ja auch nicht etwas, was man einmal tut und nie wieder, sondern wie Duschen und Zähneputzen etwas, das man regelmässig tut, um die Gesundheit zu pflegen.

hier sind einige Dinge genannt, erschöpfend ist die Liste sicher nicht:
Heilfasten: Die wichtigsten Fakten über den Effekt von Fastenkuren - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/heilfasten-die-wichtigsten-fakten-ueber-den-effekt-von-fastenkuren-a-956624.html)

oder falls du eine Stunde Zeit hast: ein Film von Arte:
ARTE Fasten Film Comp - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=nPU65RormlY)

Der Körper ist nicht sowas wie ein Auto, das einfach weiter rostet, wenn man das Benzin rausnimmt... der Körper ist lebendig. :-) rein mechanistische Ansätze werden ihm nicht vollständig gerecht.

gruss, barbara

Bae
25.06.2014, 06:46
Na ja Kot enthält vor allem Bakterien aber doch kein Gift. Gibt es da nicht sogar eine neue Therapieform wo gereinigter Kot wieder zugeführt wird. Isr so eine Art Impfung, ich habe vergessen bei was es helfen soll.

gereinigter Kot.... aus gutem Grund. :zwinker:


Ansonsten empfehle ich das Buch Darm mit Carme von Enders

ich hab das durchgeblättert, übers Fasten hab ich dort leider nichts gesehen? - schade - eine grosse Lücke in diesem sonst informativen Buch.

gruss, barbara

Rose68
25.06.2014, 10:45
Schade, jetzt bin ich nochmal auf den Thread gegangen in der Hoffnung, dass ich mich hier übers Fasten austauschen kann, aber leider wird der Umgangston immer rauher. Ich werde trotzdem immer mal wieder reinschauen und vielleicht kommt ja mal was Informatives dabei raus.

Euch noch viel Spaß

Inaktiver User
26.06.2014, 10:08
In der Tat. Aber es ist nicht davon auszugehen, dass Schulmedizin der Weisheit letzter Schluss ist, und dass deren Meinungen immer stimmen.

Das sind alternative Ansätze aber auch nicht.

Und da es nicht um Kot in der Handtasche geht, sondern zunächst mal um ganz normale Körpervorgänge, ist mir immer noch nicht klar, wo das Problem liegt - Krankheiten natürlich wie immer außen vor gelassen.

Bae
26.06.2014, 18:36
Das sind alternative Ansätze aber auch nicht.

Stimmt.

Da fängt die Verantwortung jeder einzelnen Person gegenüber ihrem Körper an - und auch, dass alle selbst herausfinden, was einem gut tut und was nicht. Das ist ja keineswegs für alle gleich.

Allerdings neige ich dazu, Methoden zu vetrauen, die seit einer vierstelligen Zahl von Jahren praktiziert werden - das sind keine kurzen Moden, die haben sich in vielerlei Situationen bewährt. Fasten gehört eindeutig dazu.




Und da es nicht um Kot in der Handtasche geht, sondern zunächst mal um ganz normale Körpervorgänge, ist mir immer noch nicht klar, wo das Problem liegt - Krankheiten natürlich wie immer außen vor gelassen.

Probleme ähnlicher Art - bloss extremer - als wenn man sich während mehrern Tagen nicht wäscht: also eine generelle Belastung des Körpers durch schädliche Stoffe.

Das macht natürlich erst mal wenig, aber viele kleine Stressoren kumuliert über Jahre und Jahrzehnte, das belastet. Ich kann's nicht beweisen, bin aber zu der Überzeugung geraten, dass ungenügendes Ausscheiden einen grossen Teil zu vielen chronischen Krankheiten beiträgt, im Darm und anderswo. Und dass umgekehrt eine gute Darmhygiene ein gutes Mittel ist, auch ohne Fasten, um die Gesundheit lange zu erhalten und zu pflegen, sodass chronische Krankheiten gar nicht oder erst spät oder in milderer Form auftauchen, als das ohne Darmhygiene der Fall wäre.

Ähnlich wie beim Rauchen: eine einzelne Zigarette verursacht keinen Krebs. Hunderte und Tausende von Zigaretten, über Jahre udn Jahrzehnte geraucht, aber schon.

gruss, barbara

Inaktiver User
26.06.2014, 19:11
Allerdings neige ich dazu, Methoden zu vetrauen, die seit einer vierstelligen Zahl von Jahren praktiziert werden - das sind keine kurzen Moden, die haben sich in vielerlei Situationen bewährt. Fasten gehört eindeutig dazu.

Ja, ums Fasten geht es mir bei meiner Frage auch nicht, sondern um die Sinnhaftigkeit einer Darmreinigung.




Probleme ähnlicher Art - bloss extremer - als wenn man sich während mehrern Tagen nicht wäscht: also eine generelle Belastung des Körpers durch schädliche Stoffe.

Äh .. welche Belastung, weil man sich nicht wäscht?? Von der Geruchsbelästigung mal abgesehen.

Bae
26.06.2014, 20:39
Ja, ums Fasten geht es mir bei meiner Frage auch nicht, sondern um die Sinnhaftigkeit einer Darmreinigung.

Einläufe gehören seit eh und je zum Fasten und auch seit eh und je zum therapeutischen Arsenal der ganzen Menschheit.

Aus diesem Link hier:
Einlauf in Medizin und Naturheilkunde (http://www.pflegewiki.de/wiki/Einlauf_in_Medizin_und_Naturheilkunde)
gefällt mir besonders der Satz: "Die Erhaltung des physiologischen Gleichgewichtes erfordert Einsicht, Bescheidenheit, und Disziplin.":smile:

und wenn ich dieses Statement einer Ärtzin lese: "Die Darmabschnitte mit gestörter Peristaltik können chirurgisch excisiert werden, und die Darmträgheit kann durch eine Vielzahl von Pharmaceutica geregelt werden. Es gibt keinen medizinisch vertretbaren Grund für eine Einlauf-Dauer-Therapie." - muss ich sagen: im Zweifelsfall nehm ich das sicherste, harmloseste im im besten Fall günstigste Mittel, und das besteht sicher nicht darin, mir ein Stück Darm rauszuschneiden!:ooooh: - und wenn gewöhnliches Wasser mir effizient und ohne Schaden hilft, warum auf Pharmazeutika zurückgreifen?







Äh .. welche Belastung, weil man sich nicht wäscht?? Von der Geruchsbelästigung mal abgesehen.

Schweiss ist eine der Möglichkeiten, mit der sich der Körper reinigt und Stoffwechselprodukte ausscheidet. Knoblauch ist ein Klassiker, aber auch der Alkoholgeruch durch die Haut bei Alkoholikern. Wenn zuviel Zeugs auf der Haut liegt, verstopft sie dadurch, die auszuscheidenden Stoffwechselprodukte werden dabei im Körper zurück gehalten und richten langfristig Schaden an, weil die Zellen auf ihrem Müll sitzen bleiben. Gilt analog auch für Ohrenschmalz, Schleim aus der Nase und alle andern Se- und Exkrete, von denen laut Paracelsus jedes für seine ganz besondere Art von Abfällen zuständig ist; sie müssen alle korrekt arbeiten, damit die Gesundheit erhalten bleibt.

Ich halte das auch für ein Problem bei diversen Kosmetika, zB vielen Cremen und Deos: die halten den Dreck im Körper drin, der sonst ausgeschieden werden könnte. Und legen so die Basis für chronische Krankheiten.

Grundsätzlich: Dreck zeitnah und regelmässig wegschaffen halte ich für eine sinnvolle hygienische Massnahme, sowohl im Haushalt wie auch im Körper, denn Dreck verstinkt alles und zieht allerlei Ungeziefer an.

gruss, barbara

Inaktiver User
26.06.2014, 21:08
Oje ... da wird mir ehrlich gesagt zuviel Esoterik mit Halbwissen und -vermuten mit echtem Wissen vermischt.

Bae
26.06.2014, 22:07
Ich sehe nichts gegen Esoterik einzuwenden, wenn sie gut gemacht ist.

und so viel Halbwissen ist da nicht ibn dem was ich schrieb, ich hab mich gründlich in alternativer Heilkunde ausbilden lassen und weiss, wovon ich rede, theoretisch wie praktisch.

Bloss weil die Schulmedizin relativ wenig dazu zu sagen hat (sprich über die innere Reinigung des Körpers), und das meist inkompetent, heisst es nicht, dass niemand über ganzheitliche Gesundheitslehre Bescheid weiss.

gruss, barbara

Quirin
26.06.2014, 23:45
Über die Reinigung des Körpers weiß die Wissenschaft ne ganze Menge, viele Stoffwechselvorgänge und der Abbau über Niere und Leber sind bekannt.

Die postulierten Reinigungsvorgänge mancher Alternativmediziner sind häufig unbewiesene Hypothesen.

Nur weil etwas seit Jahrtausenden angewendet wird, bedeutet es übrigens nicht, dass es auch mehr als eine Placebo-Wirkung hat. Da lohnt es sich dann schon, etwas genauer hinzuschauen. Alternativmediziner machen das nur nicht gerne, weil sich dabei gerne ihre Geschäfts- und Lebensgrundlage in nichts auflöst. Wo dort hingeschaut wird, passiert nämlich meistens genau das.

Bae
27.06.2014, 06:26
Über die Reinigung des Körpers weiß die Wissenschaft ne ganze Menge, viele Stoffwechselvorgänge und der Abbau über Niere und Leber sind bekannt.

Stimmt.

Aber es wird leider kaum darüber gesprochen im schulmedizinisch-naturwissenschaftlichen Kontext, was man tun kann, um diese Abbauvorgänge zu unterstützen, sodass sie gut arbeiten und tatsächich alles abgebaut wird und rausgeschafft wird, was raus muss - und umgekehrt wird ebenso wenig darüber gesprochen, welche Faktoren diese Abbauvorgänge behindern oder blockieren.

eine Ausnahme ist: hör auf zu rauchen, du tust deiner Lunge einen Gefallen damit.



Die postulierten Reinigungsvorgänge mancher Alternativmediziner sind häufig unbewiesene Hypothesen.

richtig. Nicht zuletzt deshalb, weil dazu kaum systematisch naturwissenschaftlich geforscht wird. Es lässt sich auch nicht wirklich viel Geld damit machen und ist somit für Organisationen der Privatwirtschaft von sehr wenig Interesse. Es ist leider so, dass das aktuelle Patentwesen und die Finanzierungsysteme dafür sorgen, dass bevorzugt jene Themen beforscht werden, wo die Aussicht auf das Generieren von Profit gross ist - und nicht in erster Linie, welche simplen Methoden Menschen im Alltag gratis oder günstig helfen können.



Nur weil etwas seit Jahrtausenden angewendet wird, bedeutet es übrigens nicht, dass es auch mehr als eine Placebo-Wirkung hat. Da lohnt es sich dann schon, etwas genauer hinzuschauen. Alternativmediziner machen das nur nicht gerne, weil sich dabei gerne ihre Geschäfts- und Lebensgrundlage in nichts auflöst. Wo dort hingeschaut wird, passiert nämlich meistens genau das.

Wenn die Wirkung vorhanden ist, spielt es eine Rolle, ob sie eine materielle Quelle, eine psychische Quelle, oder eine kombiniert matierell-psychische Quelle hat?

Ein Aspekt (nicht alles!) von Alternativmedizin besteht in der Tat darin, Menschen beizubringen, den Placeboeffekt (den es ja gibt und die Wirkungen sind echt und messbar, das bestreitet auch die Schulmedizin nicht), systematisch für sich nutzbar zu machen.

Es ist ein Stück Freiheit, wenn man nicht von materiellen Gaben wie zB Medikamenten abhängig ist für sein Wohlbefinden, sondern dies für sich selbst und ganz allein generieren kann.

gruss, barbara

Quirin
27.06.2014, 11:37
Wenn die Wirkung vorhanden ist, spielt es eine Rolle, ob sie eine materielle Quelle, eine psychische Quelle, oder eine kombiniert matierell-psychische Quelle hat?

Nein, das ist egal. Und es gibt so manches Medikament, das wirkt, aber man weiß nicht, weshalb. Auch das ist ok, denn es hilft. Auch wenn das Verständnis des Wirkmechanismus wünschenswert ist, denn je mehr man weiß, desto gezielter kann man Wirkstoffe und -verfahren entwickeln.

Interessant ist dabei die Wirkung über den Placebo-Effekt hinaus, denn für den Placebo-Effekt braucht es keine teuren Mittel und keine teuren Verfahren, das bekommt man mit allem hin, auch mit Smarties.


Ein Aspekt (nicht alles!) von Alternativmedizin besteht in der Tat darin, Menschen beizubringen, den Placeboeffekt (den es ja gibt und die Wirkungen sind echt und messbar, das bestreitet auch die Schulmedizin nicht), systematisch für sich nutzbar zu machen.

Da bist Du jetzt die erste Alternativmedizinerin, die das sagt. Meine Hochachtung.

Die evidenzbasierte Medizin bestreitet den Placebo-Effekt nicht nur nicht, es ist eines ihrer ureigensten Forschungsgebiete und spielt in jeder Studie zu Medikamenten etc. die zentrale Rolle an sich. Es geht bei der Wirksamkeit in Studien ja immer genau darum, ob der Kandidat besser wirkt als ein Placebo oder nicht, deshalb sind diese Studien so aufwändig und so teuer. Man geht ja nicht so vor wie bei Erfahrungsberichten Marke „Schluck mal das und berichte mir, ob es Dir in einer Woche besser geht“, sondern darum, dass der Patient nicht weiß, was er schluckt, der Arzt auch nicht, und man zwei zufällige Gruppen hat, die eine bekommt den Kandidaten, die andere ein reines Placebo. Dann kann man im Vergleich erkennen, wie sich der Kandidat im Vergleich zum Placebo schlägt, sowohl was die Wirkung als auch was die Nebenwirkungen anbelangt.

Und diese Untersuchungen gibt es bei nur wenigen Alternativmitteln, und wo sie gemacht wurden, haben die Mittel meist nicht besser als Placebos abgeschlossen, einige auch schlechter.

Es spricht an sich nichts gegen eine Behandlung mit Placebos, wenn dadurch keine Behandlung mit wirksamen Medikamenten unterbleibt, zumindest bei heftigen Krankheiten, man darf nur dem Patienten zum einen nichts vorlügen, zum anderen soll man ihn auch nicht abzocken mit teuren Placebos (Globuli, Schüsslersalze, Bachblüten), wo es billige (z. B. Smarties) genauso tun.


Es ist ein Stück Freiheit, wenn man nicht von materiellen Gaben wie zB Medikamenten abhängig ist für sein Wohlbefinden, sondern dies für sich selbst und ganz allein generieren kann.

Ja, das ist auch z. B. das Vorgehen bei Bluthochdruck, die primäre Behandlung besteht medikamentenfrei aus Verringerung von Salzkonsum, Abbau von Übergewicht, mehr Bewegung, weniger Alkohol etc. pp. Da der Bluthochdruck u. U. schnell auf ein Normalniveau gesenkt werden muss, weil er relativ schnell zu massiven Schäden im Körper führt, fängt man aber meist mit Medikamenten an. Zudem ist halt der Abbau von Gewicht nicht so einfach, das kennen die Brigitte-Leserinnen ja sicher.

Quirin
27.06.2014, 11:53
Eine bewährte Methode sind bei Kindern Zuckerkügelchen. Denen geht es gleich besser damit.

Es gibt auch interessante Theorien zum Wirkmechansimus des Placebo-Effektes, so geht man davon aus, dass der Mensch unbewusst mit der Aktivierung der ressourcenaufwändigen Selbstheilungskräfte den günstigsten Moment abwartet, damit den Selbstheilungskräften nicht die Puste ausgeht. Das ist ein evolutionär bedingt sehr vernünftiges Verhalten. Ein bisschen vergleichbar mit dem Militärarzt, der seine Ressourcen, die nicht für alle reichen, selektiv einsetzt, um möglichst viel zu erreichen.

Wenn sich nun jemand um Dich kümmert (zweistündige Anamnese beim Homöopath), Dir Hoffnung macht (zwei Stunden opfert niemand, wenn er nicht an einen möglichen Erfolg glaubt) und eine Behandlung versucht (z. B. mit Globuli), dann sieht das Unterbewusstsein solch einen günstigen Moment gekommen und tut das seine dazu, das Ziel der Gesundung zu erreichen.

Bae
30.06.2014, 09:46
Interessant ist dabei die Wirkung über den Placebo-Effekt hinaus, denn für den Placebo-Effekt braucht es keine teuren Mittel und keine teuren Verfahren, das bekommt man mit allem hin, auch mit Smarties.

In dem Fall finde ich es vor allem interessant, den Placebo-Effekt zu nutzen, weil den kann man ja nach Belieben steuern, hin zu maximaler Wirkung und keinen unerwünschten Nebenwirkungen.




Da bist Du jetzt die erste Alternativmedizinerin, die das sagt. Meine Hochachtung.


nein, ich bin sicher nicht die erste und nicht die einzige, die das sagt. Arbeit mit Placebo ist sehr häufig verbreitet. Bloss wird es meist "Arbeit an Glaubenssätzen" genannt.




Es spricht an sich nichts gegen eine Behandlung mit Placebos, wenn dadurch keine Behandlung mit wirksamen Medikamenten unterbleibt, zumindest bei heftigen Krankheiten, man darf nur dem Patienten zum einen nichts vorlügen, zum anderen soll man ihn auch nicht abzocken mit teuren Placebos (Globuli, Schüsslersalze, Bachblüten), wo es billige (z. B. Smarties) genauso tun.

Erstens: Placebo IST wirksam. Placebo, richtig angewendet, ist extrem wirksam und ausserdem nachhaltig - oft bis für den Rest des Lebens. Denn wenn es gelingt, schädliche Glaubenssätze durch konstruktive Glaubenssätze zu ersetzen, so hat das Verhaltensänderungen zur Folge, was sich natürlich auch auf die Gesundheit auswirkt. Idealerweise kommt es zur Situation, dass gar nie ein Bedarf für Pharmaka entsteht, weil der Mensch einfach gesund bleibt. Oder dass zumindest der Bedarf an Pharmaka vermindert wird.

Schulmedizin - die wurde ja vor allem in Kriegen entwickelt, das merkt man ihr heute noch an - hat ihre Stärke, wenn ein Mensch akute Lebensbedrohung erfährt, und dort soll sie auch gerne eingesetzt werden.

In dem, was heute aber vor allem Thema ist - chronische Beschwerden, die die Lebensqualität einschränken und lästig bis beschwerlich sind, aber oft für sehr lange Zeit nicht lebensbedrohlich - da ist sie relativ hilflos und sollte genug Demut und Einsicht haben, um besseren Methoden den Vorzug zu geben - solchen, die auch tatsächlich wirken, und die nicht in ihrem Schlepptau für jede Krankheit fünf weitere iatrogene Krankheiten anschleppt.

Was Homöopathie betrifft, so ist die sowohl aufgrund der mir bekannten Studienlage als auch meiner eigenen Erfahrung wirksamer als allein Placebo - unter der Voraussetzung, dass sie richtig angewendet wird (also dass die Diagnose richtig durchgeführt wurdek etc). Bachblüten und Schüssler kenn ich nicht aus eigener Erfahrung, dazu kann ich nichts sagen.


a, das ist auch z. B. das Vorgehen bei Bluthochdruck, die primäre Behandlung besteht medikamentenfrei aus Verringerung von Salzkonsum, Abbau von Übergewicht, mehr Bewegung, weniger Alkohol etc. pp. Da der Bluthochdruck u. U. schnell auf ein Normalniveau gesenkt werden muss, weil er relativ schnell zu massiven Schäden im Körper führt, fängt man aber meist mit Medikamenten an.

... und macht bei den meisten Leuten auch mit Medikamenten weiter. Die meisten Schulmediziner sind nicht ausgebildet darin, wie man Leute tatsächlich daszu bringt, ihr Verhalten zu verändern. Die murmeln eben rasch "essen Sie weniger Salz und machen Sie mehr Sport", und das war's dann schon. Die vielen Umstände, die die Person daran hindern, dies zu tun - die ja meist schon im Vorfeld überhaupt stark daran beteiligt waren, dass es zu dieser Krankheit kam - werden selten betrachtet. Es fehlt, ganz banal, meist schon an der dazu notwendigen Zeit, weil diese Prozesse brauchen Zeit und Aufmerksamkeit fürs Detail.


Es gibt auch interessante Theorien zum Wirkmechansimus des Placebo-Effektes, so geht man davon aus, dass der Mensch unbewusst mit der Aktivierung der ressourcenaufwändigen Selbstheilungskräfte den günstigsten Moment abwartet, damit den Selbstheilungskräften nicht die Puste ausgeht.

richtig.

Die Idee beim Fasten ist ja gerade, dem Körper einen solchen günstigen Moment zur Verfügung zu stellen, und das nicht unbewusst sondern geplant und bewusst. Fasten heisst ja nicht einfach "nicht essen", sondern es heisst auch, sich zurück zu ziehen und übliche Stressoren wegzulassen. (Telefon, anspruchsvolle Kunden, aber auch Verdauungsleistung etc). So kriegt man die notwendigen Ressourcen frei, um den Körper Selbstheilung machen zu lassen.

Hat aber eigentlich weniger mit Placebo zu tun und mehr mit der aktuellen Situation und dem Energieverbrauch und körpereigenen Energiemanagement.


Wenn sich nun jemand um Dich kümmert (zweistündige Anamnese beim Homöopath), Dir Hoffnung macht (zwei Stunden opfert niemand, wenn er nicht an einen möglichen Erfolg glaubt) und eine Behandlung versucht (z. B. mit Globuli), dann sieht das Unterbewusstsein solch einen günstigen Moment gekommen und tut das seine dazu, das Ziel der Gesundung zu erreichen.

Das ist zu einfach. Wenn es tatsächlich so leicht wäre, so würden Kinder von liebevollen, aufmerksamen Eltern gar nie krank. Die werden aber auch krank!

gruss, barbara