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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Apfelbaum



Anais32
20.08.2006, 17:15
Hallo,

wir haben einen kleinen Apfelbaum (ca. 1,50m hoch) im Topf geschenkt bekommen. Da unsere Freunde wissen, dass wir irgendwann im nächsten Jahr umziehen werden, sagten sie uns, sie häten extra gefragt - wir könnten den Baum sogar 2 - 3 Jahr noch im Topf halten und dann erst an unserem festen Domizil einpflanzen.

Nun aber die Frage: wo stellt man so einen kleinen Apfelbaum im Topf hin? Noch ist auch unten ein Müllsack als Wasserschutz dran - muss der ab? Im Moment steht der Baum bei uns im Hausflur aber schon nach 3 Wochen lässt er die Blätter hängen - zu wenig Licht oder zu warm? (Kann ja eigentlich nicht sein - draußen ist es noch wärmer).

Wo überwintern wir den - draußen? Im Topf doch wohl nicht, oder? Und wo steht er am besten im Moment bzw. nach dem Winter?

Für Tips wäre ich sehr dankbar, da uns der Baum seeeeeehr am Herzen liegt!

Danke im voraus und lieben Gruß
Anais

Yeti
21.08.2006, 08:38
Natürlich so schnell wie möglich im Garten einpflanzen.!
Vorher gut wässern.
Danach gut wässern.

Nächstes Jahr fachmännisch ausgraben und in den neuen Garten setzen!

Anais32
21.08.2006, 13:24
Hallo,

also doch einpflanzen. Sonnig/nicht so sonnig? Braucht der bestimmte Erde?

Danke!

Anais

Sunnyboy
21.08.2006, 14:39
Hi ,

Wir haben unseren damals eher sonnig , eingepflanzt . Ist da den kein infokärtchen darauf ? da steht wo der stehen muss .

LG SB

Ila
21.08.2006, 15:07
Der kann schon noch im topf bleiben - je nach unterlage (wird aber in dem fall eh schwachwüchsig sein) sogar für immer. ist jedenfalls besser, falls ihr noch nicht genau wisst, wann ihr umziehen werdet und der baum seinen endgültigen standort kriegt; pflanzzeit bei apfelbäumen ist im prinzip von herbst bis frühling - wenn der boden offen ist! also bei längerer frostperiode ein problem, ebenso schlecht die zeit zwischen mitte märz und ende september. das gilt aber nur eingeschränkt für bäume im topf - die könnte man notfalls sogar im sommer pflanzen (mit mulde+gießring+ausreichender bewässerung); und generell kannst du mit dem topfbaum einfach die für euch+den baum günstigste zeit abwarten. dazu kommt noch, dass bei einem eingewurzelten baum rechtzeitig und ggf öfters die flachen wurzeln abgestochen werden müssen, damit er den wechsel einigermaßen gut verkraftet (stress ist das immer). ein weiteres: bei einem umzug hat man eh so viel um die ohren, dass eine aufwändige umpflanz-aktion + anschließend nötige besondere pflege eine zusätzliche belastung darstellt. fazit: ich würde den baum im topf lassen - vielleicht im oktober/nov in einen geringfügig größeren umtopfen. erde: lehmig-humos (also keine blumentopf-erde), am besten in einem gartenbau/baumschulbetrieb holen; die gefahr beim topf-obst ist nämlich, dass sich die hauptwurzel "ringelt" - nicht weiter schlimm, aber der baum wird dann freilaufend (:smirksmile: ) nicht besonders windfest.

standort: eher luftfeucht, natürlich keine nordlage (bzw nur dann, wenn trotzdem genügend sonne hinkommt), aber auch nicht an einen südhang.

Ja und vor allem: raus mit ihm an die frische Luft!!! und zwar ganzjährig. wenn die Möglichkeit besteht: Topf in die erde eingraben (das ist was anderes als ohne topf). ansonsten: gut mit noppenfolie + sackleinen umwickeln oder, so vorhanden, in einen noch größeren topf (maurerkübel?) stellen und den zwischenraum mit laub oder zeitungspapier füllen. gießen, aber nicht ersäufen - schwierig könnte das bei langem frost werden. Aber apfelbäume sind keine mimosen

susanne
23.08.2006, 00:09
Hallo, Ila,
von Deinem Beitrag "profitiere" ich auch. *g*
Vor einiger Zeit habe ich mir einen Apfelbaum im Topf gekauft. Lt. Hinweiskarte kann er im Topf bleiben. Auspflanzen will ich ihn eigentlich nicht, weil ich derzeit keinen geeigneten Platz dafür habe. Er steht jedoch im Freien.
Allerdings hat mich nun eine Bekannte mit der Bemerkung verunsichert, dass ein zweiter Apfelbaum notwendig sei, weil der Baum sonst keine Früchte tragen würde.
Ich nehme jedoch an, dass sich dies eher auf ausgepflanzte Apfelbäume bezieht oder evtl. eine veraltete Ansicht ist??
Dazu kannst Du sicherlich auch etwas sagen.
Vielen Dank
Susanne

Ila
23.08.2006, 08:59
Ob es selbstfruchtbare Apfelbäume gibt, weiß ich nicht - es ist eigentlich vernachlässigbar, weil eigentlich meistens ein anderer irgendwo in der nähe ist - vielleicht nicht im zentrum von Brasilia, aber dort wärs ihm möglicherweise eh zu heiß.
Es hat also nichts mit "ausgepflanzt oder nicht" zu tun sondern mit deiner Umgebung: Auf dem Dachgarten mitten in der City einer Großstadt würde ich zumindest dort nachfragen, wo er gekauft wurde. Gärtnerwissen hat eine ziemlich lange halbwertszeit, d.h. es gibt natürlich immer neue Erkenntnisse und neue Züchtungen, aber das Grundprinzip basiert auf z.T. jahrtausende alten erfahrungen

Narnia
23.08.2006, 09:57
Hallo Ihr,

ich habe 2 "Apfelbüsche" allerdings sind das Sorten die sich nicht gegenseitig bestäuben. Relinda soll seeeehr unempfindlich sein und Elster.

Mir wurde gesagt sie brauchen beide keinen Bestäuber, allerdings ist der Ertrag höher wenn man den richtigen Bestäuber dazupflanzt. Ich habe gelesen dass Äpfel feuchte Luft bevorzugen und meine an der "wunderschönen" Metalltreppe gepflanzt. Sehen tut sie da kaum einer weil der Hopfen so schön gewuchert hat dass man so nimmer viel aus weiterer Entfernung sieht.
Wenn man einen Apfel nah am Haus/einer Wand pflanzt kann man die dünneren Äste noch an einem Spalier in Form bringen. Der Wand zuwachsende Äste sollte man abschneiden.

Mal schaun obs wird.

Narnia

susanne
23.08.2006, 13:32
Vielen Dank für die Antworten.
Mittlerweile habe ich erfahren, dass im Garten neben uns ein Apfelbaum steht. Und da ringsherum weitere Gärten vorhanden sind, gehe ich davon aus, dass hier und da auch einer steht. Insofern ist wohl für Befruchtung gesorgt.
Ob meiner tatsächlich Früchte tragen wird? Jedenfalls hat er sich bislang gut "gemacht".
Ich lass´mich einfach überraschen.
Susanne