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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Karrierefrau kontra Karrierefrauen?-Wer versteht Eva Herman



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Amelie20
20.08.2006, 16:32
Mehrfach habe ich mich in letzter Zeit gefragt: was bezweckt Eva Herman mit ihren polemischen und widersprüchlichen Thesen zu dem Thema Feminismus und Karrierefrauen, dargestellt in z.B. http://www.sueddeutsche.de/panorama/ticker/iptc-bdt-20060820-219-dpa_12452386/. Zitat: "In ihrem im September erscheinenden Buch «Das Eva-Prinzip - Für eine neue Weiblichkeit» plädiert die Autorin nach Verlagsangaben für «eine Rückkehr zur traditionellen Wahrnehmung der Geschlechter, um die Familie und damit die ganze Gesellschaft vor dem Aussterben zu bewahren». Bereits in einem Artikel für das Magazin «Cicero» hatte Herman mit provokanten Aussagen ihre Bilanz der Frauenbewegung gezogen und die Kinderlosigkeit in Deutschland mit der Emanzipation begründet."

Sie selbst war viermal verheiratet hat nur ein Kind und das auch erst mit 39 bekommen , und arbeitet trotzdem weiter als Moderatorin (was für sich genommen natürlich kein Problem ist aber in diesem Kontext merkwürdig inkonsequent erscheint). Handelt es sich um eine große Publicity Kampagne für ihr neues Buch oder ist sie etwa einer konservativen religiösen Gemeinschaft beigetreten?

Was ihr - laut ihrer Homepage - wichtig ist: u.a. Achtung vor den Menschen - hört sich ja gut an, aber mir kommen ihre Bemerkungen in letzter Zeit eher als ein Abklatsch alter, längst überwunden geglaubter Thesen vor. Dies scheinen auch viele ihrer Tagesschaukolleginnen so zu sehen, so dass sie sich von dort verabschieden musste.

Eigentlich stören mich derartige Aussagen wenig, wenn sie nicht in der Öffentlichkeit zur Zeit auf einen fruchtbaren Boden fallen würden, angesichts der z.T. rückwärtsgerichteten Strömungen.

Hat eine BriCom Leserin eine Idee?

Karin11555
20.08.2006, 17:27
Mehrfach habe ich mich in letzter Zeit gefragt: was bezweckt Eva Herman mit ihren polemischen und widersprüchlichen Thesen zu dem Thema Feminismus und Karrierefrauen,...........

Abkassieren möchte die Dame, weiter nichts!

LG Karin

Amelie20
20.08.2006, 17:36
Habe ich mir leider auch schon gedacht - sehr schade, ein derart wichtiges Thema so zu benutzen und das gerade von einer Frau wie Eva Herman, die bislang recht glaubwürdig in der Öffentlichkeit steht

Inaktiver User
20.08.2006, 17:44
Abkassieren möchte die Dame, weiter nichts!

LG Karin

Vermutlich sind in ihrem Alter die Tage als Moderatorin gezählt - da muss sie doch noch ein wenig Kohle machen, egal wie.

maxima8
20.08.2006, 20:56
Es gibt genügend Frauen, die sich bei Männern dafür bedanken, dass man sie an herausragende Positionen gelassen hat, indem sie versuchen andere Frauen klein halten. Das Thema ist wohl so alt wie diese Gesellschaft.

Eva Hermann steht in wunderbarer Tradition. Paula Müller-Otfried Vorsitz des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes hat mit aller Kraft gegen das Frauenwahlrecht gekämpft und hat sich dann in das Parlament wählen lassen.

Echtefuffzig
21.08.2006, 15:30
Vermutlich sind in ihrem Alter die Tage als Moderatorin gezählt - da muss sie doch noch ein wenig Kohle machen, egal wie.

Sehe ich auch so. Es geht hier um Geld - nicht um Ideale!

Ihr "Verfallsdatum" als Tagesschausprecherin läuft anscheinend demnächst ab.

Das meine ich keineswegs boshaft! Es ist bekannt, dass Damen spätestens um die 60 ihren Sessel bei der Tagesschau räumen müssen. (Man denke an Dagmar Berghoff seinerzeit.)

Merkwürdigerweise dürfen die männlichen Tagesschausprecher länger moderieren!!!

Soviel zum Thema Gleichberechtigung!

Gruß

Echtefuffzig

sommerwein
21.08.2006, 15:42
So helle war die Dame doch nie, ist sie wieder solo, wird an der Bluse ein Knöpfchen mehr aufgeknöpft.
Sie baut meiner Meinung nach ganz einfach auf ihre Tage ohne Moderation vor und will ihr Buch verkaufen, so einfach ist das.
Ist wie bei Günter Grass' letzem "Geständnis": Ein bisschen Provokation und die Dummies laufen in die Buchhandlung.

Inaktiver User
22.08.2006, 10:28
Also ich kann mir das nicht vorstellen, dass sie diesen Schmonzes schreibt, um ihre Rente zu sichern oder im Gespräch zu bleiben.
Da kann man auch was anderes produzieren.
Ich denke schon, dass sie sich diesen Käse zumindest im Ansatz selbst glaubt.
Vielleicht sehnt sie sich nach irgendeinem fragwürdigen Idyll und hat dabei leider die Realität ein bisschen aus den Augen verloren.

Dass Günni Grass jetzt mit seiner SS-Nummer rauskommt, halte ich für reine Strategie. So bleibt man im Gespräch. Ein kleines Skandälchen, aber eben nix, was ihn wirklich und wahrhaftig diskreditiert. War halt ne Jugendsünde, tschuldigung, heute bin ich reifer.

Wenn eine Frau, die berufliche Karriere gemacht hat, so ein Zeug schreibt, das in völligem Widerspruch zu ihrem eigenen Leben steht, sieht die Sache schon anders aus. Deshalb glaube ich nicht an einen reinen PR-Gag

Echtefuffzig
22.08.2006, 13:09
Einerseits kommt Eva die Publicity ja sehr zustatten - ihr Buch wird sich wie geschnitten Brot verkaufen. Andererseits fragt frau sich, wieso Frau Herrmann das Mutter- und Hausfrauendasein so idealisiert? Hat die Gute etwa Angst, etwas "verpasst" zu haben? Will sie damit etwa ihre "Weiblichkeit" unter Beweis stellen.."Seht her, ich habe zwar Karriere gemacht, bin aber trotzdem eine Frau wie jede andere"....?

Widersprüchlich ist dieses Verhalten allemal, das denke ich auch!

Gruß

Echtefuffzig

Palma
23.08.2006, 09:27
Ich habe am Montag Beckmann gesehen. Zu Gast waren u. a. Hellmuth Karasek und Ildikó von Kürthy. Obwohl das nicht üblich ist, dass Gäste untereinander Fragen stellen, wurde I. von Kürthy von H. Karasek gefragt, was sie zu dem Buch von Eva Herrman meine, er verstehe es nicht, warum eine Frau wie Eva Herrman so ein Buch schreibe. Aber auch I. von Kürthy zeigte sich ganz ratlos und wusste keine plausible Antwort.

Es gab auch mal so ein provokantes Buch von einem Mann. Es hieß "Mann, bist du gut" oder so ähnlich. Das Buch war wochenlang in allen Medien ein Thema. Nachdem es so ein Erfolg geworden war, hat der Autor, ein Werbefachmann, sein Geheimnis gelüftet: Er hat mit einem Freund gewettet, dass er ein Buch schreiben kann, das von heute auf morgen ein Hit wird. Die Wette hat er gewonnen. :freches grinsen:

Amelie20
28.08.2006, 18:39
Jetzt habe ich gelesen, dass die Veröffentlichung des Buches vorgezogen werden soll - und Eva Herman werbewirksam von ihrer Tagesschauposition zurückgetreten ist - ähnlich wie bei G.Grass scheint es zur Zeit eine angesagte PR-Methode zu sein zum Vorantreiben des eigenen Buches zu provozieren, mit allem, was einem vorher "heilig" war - ich hoffe, dass sich dadurch keiner verleiten lässt, diese Werke wirklich zu kaufen. Zudem verfliegt die Wirkung sehr schnell oder geht zum großen Teil in die falsche Richtung los.

Inaktiver User
01.09.2006, 11:53
"In ihrem im September erscheinenden Buch «Das Eva-Prinzip - Für eine neue Weiblichkeit» plädiert die Autorin nach Verlagsangaben für «eine Rückkehr zur traditionellen Wahrnehmung der Geschlechter, um die Familie und damit die ganze Gesellschaft vor dem Aussterben zu bewahren». Bereits in einem Artikel für das Magazin «Cicero» hatte Herman mit provokanten Aussagen ihre Bilanz der Frauenbewegung gezogen und die Kinderlosigkeit in Deutschland mit der Emanzipation begründet."

Gähn .... :schlaf gut: :schlaf gut: :schlaf gut:

Alle paar Jahre schreibt irgend eine Doofbacke so ein Buch, es wird breit diskutiert, Doofbacke kassiert ab .... :unterwerf:
Was gibts da zu diskutieren ?

Ich muß mir die Abfassung eines solchen Werkes auch mal in meine Agenda für 2008 schreiben ....
Sonst wird das nix mit meiner Mittelmeer-Yacht .... :freches grinsen:

kaffeereinke
03.09.2006, 14:59
Egal, was für Eva Hermann dahinter steht. Mich ärgert diese Diskussion als Tochter einer Mutter, die für ihre Rechte gekämpft hat zunehmend. Damit meine ich das Recht der freien Entscheidung über das eigene Leben. Man kann sich ja auch für Kindererziehung als Hausfrau entscheiden. Aber die Freiheit sich auch beruflich zu entwickeln, wie es den Männern unserer Gesellschaft freisteht, kann eine denkende, intelligente Frau doch wohl nicht ernsthaft in Frage stellen!!!

Katja_
03.09.2006, 15:37
Eva Herman: Öfter mal den Mund halten

Hamburg (dpa) - Eva Herman (47), TV-Moderatorin und umstrittene Buchautorin, würde anders leben, wenn sie nochmal von vorn anfangen könnte.

"Ich würde mir einen Mann suchen, ihn arbeiten lassen und mich um unsere fünf Kinder kümmern", sagte die zum vierten Mal verheiratete Mutter eines Sohnes der "Bild am Sonntag".
Herman, die mit ihrem in dieser Woche erscheinenden Buch "Das Eva- Prinzip" etliche deutsche Frauen gegen sich aufgebracht hat, blieb bei ihrer Position gegen den Feminismus. "Auf Grund ihrer Veranlagung" seien Männer für Hausarbeit oder Kinderbetreuung "nicht unbedingt vorgesehen", sagte sie der Zeitung.

Eine Frau sei "viel eher in der Lage, das Haus heimelig zu machen, schöne Blumen aufzustellen und Apfelkuchen zu backen". Das mache sie selbst zwar in ihrem eigenen Haushalt nicht alles allein, "aber mein Mann macht es auch nicht". Außerdem, so betonte die blonde Moderatorin, sollten "wir Frauen öfter einfach mal den Mund halten".

:freches grinsen:

Lynn65
03.09.2006, 15:55
"Öfter mal den Mund halten" sollte vor allem Eva H. Aber das ist wohl zuviel verlangt?

Ich finde es vor allem ärgerlich, wenn eine Frau, die ihre Popularität nur dadurch erlangen konnte, dass sie Nachrichten vorlesen durfte, die andere geschrieben haben, so einen Quark von sich geben kann, ohne dass mal einer sagt, das drucken oder senden wir nicht.

Von einer Zeitung wie der Bild am Sonntag erwarte ich das nicht, aber von der dpa schon eher. Weshalb müssen wir Frauen damit konfrontiert werden, dass alle Medien das zutiefst dumme Zeug von dieser Tusse nachplappern?

Lynn :smile:

Inaktiver User
04.09.2006, 20:28
Frau E.H. hat es in drei Ehen nicht geschafft, ihre Männer zu halten, ihrem Sohn den Vater zu erhalten, obwohl sie ihnen ja laut ihrem Verständnis sicherlich den Rücken gestärkt, geduldig den müden armen Jägern nach der Jagd die Patoffeln hingestellt hat und auch sonst hat sie sich bestimmt punktgenau vorbereitet, um Mann zu entspannen. Oder aber war es genau das, was ihre Männer in die Flucht geschlagen hat? Vier Ehen, dazwischen noch Partner, aus der vierten Partnerschaft ausgebrochen, wieder zurück.
Auch mit 47 Jahren könnte sie gemäß ihren eigenen Worten und Vorstellungen noch Taten folgen lassen, z.B. Fulltime-Job außer Haus und anstrengende Nebentätigkeiten aufzugeben und in die schöpfungsgewollte Rolle der Frau zu schlüpfen, endlich Herdmutter für ihren Sohn und ihren Mann zu spielen.

Nun, Frau E.H. weiß, wie die Masse Mensch und die Medien zu füttern sind. Ich bin überzeugt, es gibt genügend Frauen, die geil darauf sind, dieses bescheuerte Buch zu kaufen, damit Evachen viel Geld damit verdient.

Solche Frauen, wie E.H., die mit 40 Jahren nach der Karriere plötzlich die heile Familie entdecken, sind überflüssig wie ein Kropf.

P.

Inaktiver User
04.09.2006, 22:28
Ich denke, Petitchouchou, Du verwechselst da was:
sie hätte es gern getan, wenn sie in der Zeit in der Lage gwesen wäre - jetzt ist es für sie zu spät und sie sieht sich als Warnerin in der Wüste all der Verirrten. Sie ist die, die es durch ihr eigenes Scheitern erkannte... so schreibt sie jedenfalls in dem hier eingestellten Bild-Link. :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Ist doch gefickt eingeschädelt:ooooh:

Inaktiver User
05.09.2006, 01:37
Wer kann sich schon Hausfrauen leisten.., noch dazu mit fünf Kindern.., absurder Gedanke!

Katja_
05.09.2006, 09:48
Eva Herman könnte es immer noch tun. Vollzeitmutter und Hausfrau spielen, ihr Sohn ist erst 9 oder 10, und ein Haus mit Garten hat sie auch, da könnte sie sich richtig austoben. Aber sie tut es nicht. Warum eigentlich nicht, wo sie ihren Job als Tagesschausprecherin jetzt gekündigt hat?

Irgendwo habe ich gelesen, dass ihr Sohn ein sehr schwieriges Kind sei und sie ein schlechtes Gewissen habe und das Buch sozusagen eine Art Therapie sein sollte. Vielleicht hilft es ihr, das schlechte Gewissen zu besänftigen, aber jetzt bekommt sie ein neues Problem: Sie wird nicht mehr ernst genommen, da sie völlig unglaubwürdig ist.

Cetacea
05.09.2006, 21:45
Mitr wird viel zu viel über dieses dämliche Buch geredet. Viel zu Publicitiy für so einen Schmus. Wenn niemand drüber redete und niemand diesen Blödsinn auch noch mit seinem/ihrem sauer verdienten Geld bezahlte, stünd Frau Hermann mit Ihren vielen Ausgaben ganz alleine da und könnte sich voll und ganz auf Sohn und Mann konzentrieren.
Das müsste ihr doch sehr entgegen kommen, oder?

ceta

Inaktiver User
06.09.2006, 00:14
....Sie ist die, die es durch ihr eigenes Scheitern erkannte...

Genau.

Ich glaube auch, dass sie es ernst meint. Ganz ehrlich.
Ich vermute, dass sie einem Leistungsprinzip gehuldigt hat, um ihren Eltern alles recht zu machen und dafür Härten auf sich genommen hat, die zuviel waren. So ganz raus kommt sie aus der Nummer aber trotz des Kindes nicht, das sie nun endlich hat. Sie kann nicht einfach "Mutter" sein und aufhören zu arbeiten, sondern muss auch noch eine Buch-Karriere-Nummer draus basteln.

Armes Kind.

Inaktiver User
06.09.2006, 09:10
Armes Kind.

Das mag ja sein, nur ist das Grund genug, allen Frauen diese Situation mit stressbedingten Hormonproblemen und anderen Wunderlichkeiten zu unterstellen?

Mit diesem Rückschluss, den sie marktgerecht verkaufen will, habe ich ein Problem. Ihr Scheitern gestehe ich ihr persönlich ohne weiteres zu.

Inaktiver User
06.09.2006, 10:14
Das mag ja sein, nur ist das Grund genug, allen Frauen diese Situation mit stressbedingten Hormonproblemen und anderen Wunderlichkeiten zu unterstellen?


Vita, Missverständnis. Ich meinte ihr Kind, nicht sie selbst. Obwohl, je länger ich drüber nachdenke, desto weniger kann ich es auseinanderhalten...

Und: Kein Schicksal ist Grund genug, bescheuerte und völlig widersinnige, dem (eigenen) Leben widersprechende Theorien zu verbreiten.

Erwachsen werden muss man schon alleine.

Inaktiver User
06.09.2006, 10:18
Vita, Missverständnis. Ich meinte ihr Kind, nicht sie selbst. Obwohl, je länger ich drüber nachdenke, desto weniger kann ich es auseinanderhalten....


Aber die Haare gingen ihr nach der Trennung wegen der Vermännlichung schon selbst aus? Oder ist das auch ihrem Sohn passiert?

Leicht verwirrte Grüsse

vita

Amelie20
06.09.2006, 17:32
Problematisch sehe ich insbesondere auch, dass Frau Herman ihre Hormonprobleme (Haarausfall, Kinderwunschproblematik...) auf ihre berufliche Aktivität zurückführt, wobei dies sehr unwahrscheinlich ist und sich wohl auch durch eine gänzliche Untätigkeit zu Hause nicht gebessert hätte - die Psyche spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle wird aber gerne von konservativen Ärzten vorgeschlagen (ähnlich wie bei Migräneproblemen, ist halt das einfachste).

Inaktiver User
06.09.2006, 21:59
....wobei dies sehr unwahrscheinlich ist und sich wohl auch durch eine gänzliche Untätigkeit zu Hause nicht gebessert hätte...

Jetzt haste hier aber eine, die vom Lachkrampf geschüttelt ist.
Herrlich!

lordsofmidnight
09.09.2006, 20:50
Nun, Eva Herman ist zu Recht der Meinung, daß der Feminsmus außer mehr Gleichberechtigung für die Frauen, auch einen großen Müllhaufen hinterlassen hat, der inzwischen so groß ist, daß er nicht mehr ignoriert werden kann.
In vielen Bereichen geht die Gleichberechtigung extrem zu Lasten von Männern und Vätern. Auch die Kinder -so denn überhaupt noch welche gezeugt werden- leiden darunter daß Mama sich selbstverwirklicht.
Vor einigen Jahren wäre so eine Diskussion noch nicht möglich gewesen, heute wird sowas sogar zur PrimeTime bei S. Christiansen diskutiert. Frauen und Mütter werden sich -und das wird eindeutig der Fall sein- künftig mit weniger Rechten zufriedengeben müssen, zugunsten von Kindern, Vätern und Männern. Der Feminismus hat den Bogen überspannt und ist in einer starken Glaubwürdigkeitskrise. Wenn Alice Schwarzer Eva Herman empfiehlt "den Mund zu halten", läßt dies nur auf ein schlechtes Gewissen schließen.

Inaktiver User
09.09.2006, 21:30
Irgendwo habe ich gelesen, dass ihr Sohn ein sehr schwieriges Kind sei und sie ein schlechtes Gewissen habe und das Buch sozusagen eine Art Therapie sein sollte.

Ach ne. Wie der Günni. Die größten Steine mit maximaler Wucht auf Leute werfen, die einen ähnlichen Lebenslauf hatten.

Was immer dahinter stecken mag, zumindest rechnet es sich.

Inaktiver User
09.09.2006, 22:03
In vielen Bereichen geht die Gleichberechtigung extrem zu Lasten von Männern und Vätern. Auch die Kinder -so denn überhaupt noch welche gezeugt werden- leiden darunter daß Mama sich selbstverwirklicht.

Gott sei Dank hat die Gleichberechtigung dem konservativ orientierten Mann noch nicht die Möglichkeit genommen, sich eine adäquate Partnerin zu suchen.
Reden soll bekanntlich helfen – vor allem, wenn es um die Klärung gemeinsamer Lebensvisionen und um die Familienplanung geht. Ein Mann, der mit einer in vollem Umfang gleichberechtigten Partnerin, die ihre beruflichen Ziele verfolgt und auf Nachwuchs verzichtet, nicht leben kann, ist nicht dazu gezwungen, sein Leben mit ihr zu teilen.
Bejammernswert ist nicht der konservative Mann, der (unter dem feministischen Joch stehend) an der Verbreitung seiner Gene gehindert wird, sondern allenfalls die persönliche Unfähigkeit, sich die passende Partnerin zu suchen und für seine eigenen Ziele uns Wünsche einzustehen.


Vor einigen Jahren wäre so eine Diskussion noch nicht möglich gewesen, heute wird sowas sogar zur PrimeTime bei S. Christiansen diskutiert.

Vor einigen Jahrzehnten durften Frauen noch nicht einmal wählen – heute sind sie Kanzlerin. Willkommen in der Realität!


Frauen und Mütter werden sich -und das wird eindeutig der Fall sein- künftig mit weniger Rechten zufriedengeben müssen, zugunsten von Kindern, Vätern und Männern.

Und was, wenn wir gar nicht schwanger werden wollen? Bei deiner revolutionären Zukunftsvision hast du leider übersehen, dass wir die Kinder kriegen und euch zu Vätern machen.


Der Feminismus hat den Bogen überspannt und ist in einer starken Glaubwürdigkeitskrise. Wenn Alice Schwarzer Eva Herman empfiehlt "den Mund zu halten", läßt dies nur auf ein schlechtes Gewissen schließen.

Oder auf unreflektierten Verbaldünnschiss. Soll – zumindest gerüchteweise – keine typisch weibliche Erkrankung sein.

lordsofmidnight
09.09.2006, 23:29
Bejammernswert ist nicht der konservative Mann, der (unter dem feministischen Joch stehend) an der Verbreitung seiner Gene gehindert wird, sondern allenfalls die persönliche Unfähigkeit, sich die passende Partnerin zu suchen und für seine eigenen Ziele uns Wünsche einzustehen.

An der Verbreitung der Gene wird -sofern man den aktuellen Statistiken aus dem "Familienministerium" glauben schenkt - nicht der Mann, sondern eher die gutsituierte Frau gehindert. Die findet nämlich keinen adäquaten Partner mehr, während viele Männer freiwillig auf Vaterschaft verzichten. Du erkennst den entscheidenden Unterschied?


Vor einigen Jahrzehnten durften Frauen noch nicht einmal wählen – heute sind sie Kanzlerin. Willkommen in der Realität!

Ersteres begrüße ich sehr. Auch gegen eine weibliche Kanzlerin habe ich nix. Nur Merkel muß ich nun wirklich nicht haben. Das hat aber nichts mit ihrem Geschlecht zu tun, sondern mit ihrer Persönlichkeit.


Und was, wenn wir gar nicht schwanger werden wollen? Bei deiner revolutionären Zukunftsvision hast du leider übersehen, dass wir die Kinder kriegen und euch zu Vätern machen.

Diesen Punkt habe ich oben bereits erläutert: Es sind vornehmlich die Männer, die auf Kinder verzichten, nicht die Frauen, Tendenz steigend. Quelle liefere ich Dir gerne. Die Frage ist natürlich: Warum verzichten immer mehr Männer darauf Vater zu werden, und der Hauptgrund ist ganz eindeutig die teilweise menschenrechtswidrige Väter-Entrechtung mit anschließender jahrelanger Zahlungspflicht im Falle einer heutzutage üblichen Trennung. Das hat sich rumgesprochen, und der Arbeitsmarkt ist heute gerade für Männer nicht mehr so rosig. Folgen:
a) weniger Kinder
b) mehr Eigenverantwortung der Frau

Wenn -wie Du schreibst- die Frauen gar nicht schwanger werden wollen, ist doch alles prima: Keine Kinder = Kein Streit ums Sorgerecht bei Trennungen = kein Unterhalt = keine Jugendämter = keine schmutzigen Scheidungen = keine Abtreibungen = kein Windelnwechseln usw.
Wenn sich Frauen und Männer immer so einig wären, würde ich das sehr begrüßen. Die Frauen in den Gebärstreik, die Männer in den Zeugungsstreik.
http://www.papa-ralf.de/27090.html

Ein Haken ist jedoch an der Sache: Nicht alle machen mit.
Gerade den Migrantenfamilien sind derlei Probleme ziemlich schnuppe und da wird gezeugt und gebärt was das Zeug hält. In Hamburg sind schon 50% aller Neugeborenen aus Migrantenfamilien, Tendenz stark steigend. Größtenteils kommen diese aus moslemischen Ländern, und da ist Gleichberechtigung und Feminismus nun gar kein Thema. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, welchem Druck dann der Feminismus und die restlichen deutschen Kinder ausgesetzt sein werden? Das ist übrigens kein düsteres Zukunftsszenario, sondern Realität, genau wie Kanzlerin Merkel.

Oder auf unreflektierten Verbaldünnschiss. Soll – zumindest gerüchteweise – keine typisch weibliche Erkrankung sein.

Vielleicht in Deinem Fall schon? ;-)

Inaktiver User
09.09.2006, 23:37
Ein Haken ist jedoch an der Sache: Nicht alle machen mit.
Gerade den Migrantenfamilien sind derlei Probleme ziemlich schnuppe und da wird gezeugt und gebärt was das Zeug hält. In Hamburg sind schon 50% aller Neugeborenen aus Migrantenfamilien, Tendenz stark steigend. Größtenteils kommen diese aus moslemischen Ländern, und da ist Gleichberechtigung und Feminismus nun gar kein Thema. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, welchem Druck dann der Feminismus und die restlichen deutschen Kinder ausgesetzt sein werden? Das ist übrigens kein düsteres Zukunftsszenario, sondern Realität, genau wie Kanzlerin Merkel.

Oder auf unreflektierten Verbaldünnschiss. Soll – zumindest gerüchteweise – keine typisch weibliche Erkrankung sein.

Vielleicht in Deinem Fall schon? ;-)

Klasse und schon sind wr vom Thema Eva H. zum Rassismus der uninformierten Sorte vorgestoßen :gegen die wand:

Für zwei Bricom-Commentare finde ich das schon fast Formel Eins Niveau - Gratulation, damit hast Du für mich das unsinnigste Posting seit langem abgeschossen :nudelholz:

keinname
09.09.2006, 23:45
was die migrantenfamilien angeht, bist du fehlinformiert. die passen sich was die vermehrung anbetrifft recht schnell den deutschen verhältissen an.

im übrigen finde ich diese diskussion grotesk: die welt leidet bekanntlich an überbevölkerung. länder wie china und indien würden sich über unsere verhältnisse FREUEN.

der feminismus ist für ewig gestrige, reaktionäre, chauvinisten und andere kleingeister nur ein willkommener sündenbock. schade nur, daß gesellschaftliche entwicklung sich nur schwerlich aufhalten läßt, und kaum einer seine rechte freiwillig wieder aufgibt. das sollten die männer doch am besten wissen *sfg*

uzzi
09.09.2006, 23:55
Klasse und schon sind wr vom Thema Eva H. zum Rassismus der uninformierten Sorte vorgestoßen :gegen die wand:

Für zwei Bricom-Commentare finde ich das schon fast Formel Eins Niveau - Gratulation, damit hast Du für mich das unsinnigste Posting seit langem abgeschossen :nudelholz:


genau, sehe ich auch so:knatsch:

Inaktiver User
10.09.2006, 01:35
liebe Cetacea,

vielleicht sollte man diese ganze Aufregung über das "Eva-Prinzip" als das sehen, was es ist -

eine ziemlich hochgepuschte PR-Kampagne für eines der Bücher, die die Menschheit nicht brauchte und ohne diese bei weitem nicht den Absatz gefunden hätte, den dieses unnütze Buch ansonsten nicht gehabt hätte.

Abgesehen davon, dass ich mit Sicherheit keinen Euro dafür ausgeben werde und mein "Wissen" darüber lediglich, nahezu aufgedrängt durch die Tageszeitung erfahren habe, kann "Eva" gerne und meinetwegen ihre These unter die Leute bringen.

Ich möchte darüber auch weiterhin keine Gedanken daran verschwenden, da ich der Meinung bin, jedes Wort, jede Zeile darüber wären eine zuviel.

Viermal verheiratet, mehr als priviligiert und ansonstem dem "normalen" Leben ziemlich fern.... verursacht bei mir lediglich ein Stirnrunzeln und verblüfftes Kopfschütteln.

Liebe, vor allem alleinerziehende und existenziell allein verantwortliche Grüße einer berufstätigen Mutter.

Allegria

lordsofmidnight
10.09.2006, 09:15
Klasse und schon sind wr vom Thema Eva H. zum Rassismus der uninformierten Sorte vorgestoßen

Selten so gelacht. Wo Du hier auch nur anseitsweise Rassismus rausliest, weißt Du wohl nur selbst...

Für zwei Bricom-Commentare finde ich das schon fast Formel Eins Niveau - Gratulation, damit hast Du für mich das unsinnigste Posting seit langem abgeschossen

Na Du hast immerhin die Ehre die dümmste Antwort darauf gegeben zu haben. :lachen:

was die migrantenfamilien angeht, bist du fehlinformiert. die passen sich was die vermehrung anbetrifft recht schnell den deutschen verhältissen an.

Dies bezweifle ich.

der feminismus ist für ewig gestrige, reaktionäre, chauvinisten und andere kleingeister nur ein willkommener sündenbock. schade nur, daß gesellschaftliche entwicklung sich nur schwerlich aufhalten läßt, und kaum einer seine rechte freiwillig wieder aufgibt. das sollten die männer doch am besten wissen *sfg*

Stimmt schon. Das Problem ist, daß der Feminismus selbst konservativ und reaktionär geworden ist. Auf wen paßt besser das von Dir beschriebene Etikett einer "ewig gestrigen" wenn nicht auf einer Emanze, die ihr "Lebenswerk" gefährdet sieht, und nicht begreift, daß sich Umwelt und Bedingungen inzwischen radikal geändert haben? Wenn Eva Hermans Kritik nicht mitten ins Herz treffen würde, kämen keine Anfeindungen solcher Art, sondern man würde ihre Meinung gar nicht beachten. Stattdessen heult man auf. Ein klares Zeichen daß Herman -zumindest in Teilbereichen- doch recht hat. Der Feminismus hat sich in seinen negativen Ausprägungen als familienzerstörend entpuppt. Dies ist nicht mehr wegzudiskutieren.

Inaktiver User
10.09.2006, 10:09
Der Feminismus hat sich in seinen negativen Ausprägungen als familienzerstörend entpuppt. Dies ist nicht mehr wegzudiskutieren.

Wie niedlich.
Man kann alles simplifizieren, bis zur Unkenntlichkeit, wie wir hier sehen.

Also, Mädels, weg mit dem Feminismus.
Lasst uns wieder eifrig Kinder gebären und uns an den Herd stellen.
Damit werden die Frauen der Welt zwar nicht glücklich, aber die Herren der Schöpfung haben das gute Gefühl, dass familienzerstörende Strukturen beseitigt sind.

Und nur darauf kommt es doch schließlich an.

lordsofmidnight
10.09.2006, 10:16
Wie niedlich. Man kann alles simplifizieren, bis zur Unkenntlichkeit, wie wir hier sehen.

Stimmt, so wie Du im nächsten Absatz...

Also, Mädels, weg mit dem Feminismus. Lasst uns wieder eifrig Kinder gebären und uns an den Herd stellen. Damit werden die Frauen der Welt zwar nicht glücklich, aber die Herren der Schöpfung haben das gute Gefühl, dass familienzerstörende Strukturen beseitigt sind. Und nur darauf kommt es doch schließlich an.

WER simplifiziert hier bis zur Unkenntlichkeit? :lachen:

Und das die Frauen zurück an den Herd sollen, habe ich weder behauptet, noch bin ich dieser Meinung.

Inaktiver User
10.09.2006, 10:17
Also, Mädels, weg mit dem Feminismus.
Lasst uns wieder eifrig Kinder gebären und uns an den Herd stellen.
Damit werden die Frauen der Welt zwar nicht glücklich, aber die Herren der Schöpfung haben das gute Gefühl, dass familienzerstörende Strukturen beseitigt sind.

Und nur darauf kommt es doch schließlich an.

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Inaktiver User
10.09.2006, 10:40
Wie niedlich. Man kann alles simplifizieren, bis zur Unkenntlichkeit, wie wir hier sehen.

Stimmt, so wie Du im nächsten Absatz...

Also, Mädels, weg mit dem Feminismus. Lasst uns wieder eifrig Kinder gebären und uns an den Herd stellen. Damit werden die Frauen der Welt zwar nicht glücklich, aber die Herren der Schöpfung haben das gute Gefühl, dass familienzerstörende Strukturen beseitigt sind. Und nur darauf kommt es doch schließlich an.

WER simplifiziert hier bis zur Unkenntlichkeit? :lachen:

Und das die Frauen zurück an den Herd sollen, habe ich weder behauptet, noch bin ich dieser Meinung.

Na, das spricht natürlich unheimlich für Dich, so als Mann, weißt Du.

Hut ab!

Denk doch noch mal so eine halbe Minute über Deine zwei vorangegangenen Postings nach.
Was ist der Grund dafür, dass Väter zur Kasse gebeten werden?

Na?

Hm?

Der Feminismus? (bitte mit ganz tiefer, ganz böser Stimme sprechen!)

Oder nicht vielleicht doch eher eine Gesetzgebung, die solche Sachen wie die Hausfrauenehe immer noch fördert?

Verstehst Du denn den Unterschied?

Und dass Frauen, die ihren (Ex)Männern ein Leben lang auf der Tasche liegen, nicht UNBEDINGT die sind, die sich als Feministinnen besonders hervortun.

Aber das ist wahrscheinlich ein bisschen schwer zu verstehen.

Reina
10.09.2006, 11:09
Hi!

Ich verstehe schon was Eva meint...

Wir sollen uns mehr um die Familie und unser Zuhause kümmern und die Männer sollen arbeiten gehen...

Schöne Vorstellung!!!...das würde gehen, nur wenn alle Männer toll wären..Dann würden wir unser Mund halten und viellleicht doch nur brave süße Hausfrau sein wollen..

EVA: Ich verstehe was du meinst..du hast aber dabei etwas wichtiges vergessen..die Männer!!! Wo sind sie..??? die tollen Männer.???..die einem das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben???..wir können nicht unser Mund halten..da einige Männer einfach dämlich und Kindisch sind, und ihre Aufgabe als Ehemänner oder Partner nicht erfüllen...

Und Eva: wir Frauen müssen arbeiten gehen, weil das Einkommen unserer Ehemänner nicht reicht...

Inaktiver User
10.09.2006, 11:11
Na, das spricht natürlich unheimlich für Dich, so als Mann, weißt Du.

Hut ab!

Denk doch noch mal so eine halbe Minute über Deine zwei vorangegangenen Postings nach.
Was ist der Grund dafür, dass Väter zur Kasse gebeten werden?

Na?

Hm?

Der Feminismus? (bitte mit ganz tiefer, ganz böser Stimme sprechen!)

Oder nicht vielleicht doch eher eine Gesetzgebung, die solche Sachen wie die Hausfrauenehe immer noch fördert?

Verstehst Du denn den Unterschied?

Und dass Frauen, die ihren (Ex)Männern ein Leben lang auf der Tasche liegen, nicht UNBEDINGT die sind, die sich als Feministinnen besonders hervortun.

Aber das ist wahrscheinlich ein bisschen schwer zu verstehen.
Äh, die Story kenne ich etwas anders - allerdings lag ich damals noch in den Windeln, sozusagen :freches grinsen:.
Als 1976 die sozialliberale Koalition das Schuldprinzip aus dem Scheidungsrecht tilgen wollte, war die Sachlage die, dass die Hausfrau kein Geld bekam, wenn durch ihre Schuld die Ehe aufgelöst wurde ( SIE ging fremd, z.B. ), sie bekam Geld, wenn durch des Mannes Schuld die Ehe aufgelöst wurde ( ER ging fremd, z.B. ).
Sinnigerweise wollte die Koalition also zusammen mit dem Schuldprinzip auch die nachehelichen Unterhaltszahlungen abschaffen - Unterhaltszahlungen waren nämlich Ausdruck männlicher Schuld.

Warum tat sie es nicht ? Nun, das ist im wesentlichen den von feministischer Seite lautstark vorgetragenen Einwänden zu verdanken, dass ein Verzicht auf Unterhaltszahlungen Männer in die Lage versetzen würde, sich ihrer Frauen einfach zu entledigen, z.B., wenn sie eine Geliebte haben etc. - worauf die Koalition das Schuldprinzip eben einseitig abschaffte.

Anders gesagt, seitdem sind Männer immer Schuld bei Scheidung - was ja durchaus auch dem von feministischer Seite vorgetragenen Weltbild entspricht.
Man kann diese Haltung auch sehr schön in heutigen Scheidungsverfahren beobachten, wenn Frauen versuchen, ihre Männer aus Rache finanziell soweit wie möglich auszunehmen - und dies auch noch als nur gerechte Strafe für seine ehelichen Verfehlungen ansehen. Es nimmt ja oft sogar den absurden Zug an, dass Frauen, die in ihre Ehe keinerlei Mühe mehr investieren oder sogar aktiv versuchen, ihre Männer aus dem Familienleben herauszudrängen, dies in dem Bewußtsein tun, von ihrem Mann schlecht behandelt zu werden.

Das insgesamt der Staat dieser durch die Familiengerichte zementierten Rechtsprechung dann nicht entgegentrat, mag in der Tat daran liegen, dass er nicht gerne die Sozialhilfen für die Berufsleichen zahlen möchte, sondern die Kosten lieber auf die Männer abschieben möchte - wobei die ja eigentlich für die Verantwortungslosigkeit ihrer Frauen nichts können.

lordsofmidnight
10.09.2006, 12:13
Was ist der Grund dafür, dass Väter zur Kasse gebeten werden?
Na?Hm? Der Feminismus? (bitte mit ganz tiefer, ganz böser Stimme sprechen!) Oder nicht vielleicht doch eher eine Gesetzgebung, die solche Sachen wie die Hausfrauenehe immer noch fördert?

Die Väterabzockerei hat in erster Linie historische Gründe: Der Mutter das Kind, dem Vater die Unterhaltslast. Da hat sich nichts geändert. Und es sind gerade die Feministinnen, die diesen Zustand auf keinen Fall ändern wollen, sondern -wie eh und je- auch da hat sich nichts geändert, sowohl mehr Macht als auch mehr Geld für ihre Klientel fordern. So um 1975 stimmte das vielleicht noch, aber der Durchschnittspapa, der ein Patriachat nur aus dem Geschichtsbuch kennt, wird heute nach wie vor für ein historisches Gesamtunrecht an der Frau zur Kasse gebeten, obwohl er nix dafür kann.

Und dass Frauen, die ihren (Ex)Männern ein Leben lang auf der Tasche liegen, nicht UNBEDINGT die sind, die sich als Feministinnen besonders hervortun. Aber das ist wahrscheinlich ein bisschen schwer zu verstehen.

Dies ist in der Tat so, da gebe ich Dir recht. Ich persönlich kann nicht verstehen, was irgendwie empanzipatorisch sein soll, wenn bekannte Feministinnen fordern (und auch schon durchgesetzt haben!) den Selbstbehalt für den Mann im Falle einer Trennung zu senken, damit der Unterhaltsanspruch für die Ex-Frau erhöht wird.
Wäre nicht der umgekehrte Fall wahrhaft emanzipatorisch, nämlich dann wenn die Frau sagt: Ich schaffe das selbst, da ich ein eigentständiges Wesen und nicht auf Fremdalimentation angewiesen bin? Ein wahrhaft empanzipatorische Frau müßte folglich sämtliche finanzielle Zusendungen ablehnen, da diese eben nicht emanzipatorisch wirken, sondern -im Gegenteil- Abhängigkeiten fördern. Aus der feministischen Ecke wird sowas aber strikt abgelehnt, ebenso übrigens wie die Forderung nach gleichen Pflichten auch für Frauen. Und somit ist der Feminismus zur reinen Macht- und Gelderhaltungsveranstaltung verkommen, unglaubwürdig bis in den letzten Winkel, was ich sehr bedaure.

keinname
10.09.2006, 12:21
was die migrantenfamilien angeht, bist du fehlinformiert. die passen sich was die vermehrung anbetrifft recht schnell den deutschen verhältissen an.

Dies bezweifle ich.

steht dir frei. du kannst dir aber auch die wiederholung der letzten sendung »delta« auf 3sat ansehen.


Wenn Eva Hermans Kritik nicht mitten ins Herz treffen würde, kämen keine Anfeindungen solcher Art, sondern man würde ihre Meinung gar nicht beachten.

falsch. ihre einlassungen treffen nur deshalb »mitten ins herz«, weil sie zustände romantisieren und herbeireden, die weder romantisch noch erstrebenswert geschweige denn je realität der massen waren, und für deren überwindung einiges an anstrengung, arbeit und einsicht zu erbringen war. frau herman trifft genauso »ins herz« – jemand schrieb es bereits – als würde ein schwarzer (ehemals neger, damit hier keine verwechselung auftritt) behaupten, schwarze wären per se minderwertig. das ist dummenfang mit reaktionär-sexistisch-populistischen thesen, das ganze schaumig aufgeschlagen und zum selbstgebackenen apfelkuchen serviert. … hatten wir alles schon. gottseidank verschwinden solche schmähschriften genauso schnell im orkus, wie sie gekommen sind.

Inaktiver User
10.09.2006, 12:36
Wäre nicht der umgekehrte Fall wahrhaft emanzipatorisch, nämlich dann wenn die Frau sagt: Ich schaffe das selbst, da ich ein eigentständiges Wesen und nicht auf Fremdalimentation angewiesen bin?

Ich gehe mal nur auf diesen Satz ein, da sich die anderen Sätze Deines Postings damit erledigen.

Fremdalimentation ist wirklich süß!
Sind das denn FREMDE Kinder, für die der Vater da zahlt? Ist die Frau, die für die Betreuung seiner Kinder vielleicht ihren BEruf an den Nagel gehängt hat, eine FREMDE?

Ist das wirklich Dein Denken: Fünf Minuten Spaß, für den Rest ist Mutti zuständig undzwar IN VOLLEM UMFANG und ausschließlich???

Wäre es nicht wahrhaft emanzipatorisch, wenn die Väter neben zahlen und nicht-zahlen noch eine dritte Alternative ERNSTHAFT in Erwägung zögen, nämlich dass SIE sich um den Nachwuchs kümmern?

Dann stünden Frauen gar nicht erst vor der Entscheidung Kind oder Beruf und wären viel besser in der Lage, beides unter einen Hut zu bringen.

Aber soweit denken die meisten Männer ja gar nicht, da es ja - und da können sie sich mit Frau Hermann gegenseitig die Schulter klopfen - angeblich gottgegeben ist, dass diejenigen besser für die Kinderbetreuung geeignet sind, die die Gebärmutter haben (warum auch immer).

Oh Mann, muss dieser Scheiß hier wirklich noch diskutiert werden?
Ich dachte, Ihr Jungs von heute seid ein bisschen weiter.

Inaktiver User
10.09.2006, 12:45
Wäre nicht der umgekehrte Fall wahrhaft emanzipatorisch, nämlich dann wenn die Frau sagt: Ich schaffe das selbst, da ich ein eigentständiges Wesen und nicht auf Fremdalimentation angewiesen bin? Ein wahrhaft empanzipatorische Frau müßte folglich sämtliche finanzielle Zusendungen ablehnen, da diese eben nicht emanzipatorisch wirken, sondern -im Gegenteil- Abhängigkeiten fördern. Aus der feministischen Ecke wird sowas aber strikt abgelehnt, ebenso übrigens wie die Forderung nach gleichen Pflichten auch für Frauen. Und somit ist der Feminismus zur reinen Macht- und Gelderhaltungsveranstaltung verkommen, unglaubwürdig bis in den letzten Winkel, was ich sehr bedaure.
Ja, man könnte hier noch ergänzen, dass diese Sorte von Feministin - die im übrigen die tonangebende ist - schlicht eine unheilige Allianz mit den reaktionärsten Kreisen der Frauen-an-den-Herd-Fraktionen eingegangen sind. Also solchen Politikern, denen das Schicksal von Männer egal ist, solange die das Maul halten und ackern.
Auch daran erkennbar, dass diese Feministinnen sich im Rahmen einer beiden Geschlechtern Berufs- und Familienleben ermöglichenden Familienpolitik schlicht nicht hervorgetan haben - was aber vielleicht kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass diese Feministinnen oftmals weder Mann noch Kinder hatten, und an einer Interessen ausgleichenden Politik garnicht interessiert waren - die Motivation war oft die Verarbeitung persönlicher Frustrationen, nicht mehr und nicht weniger.

lordsofmidnight
10.09.2006, 14:10
falsch. ihre einlassungen treffen nur deshalb »mitten ins herz«, weil sie zustände romantisieren und herbeireden, die weder romantisch noch erstrebenswert geschweige denn je realität der massen waren,

Nun, für Dich vielleicht nicht, aber Eva Herman sagte, daß sie größtenteils Zustimmung von Frauen erfahren hat. So ganz kaufe ich Dir das mit der "Masse" daher nicht ab. Offensichtlich gibt es viele Frauen die die Nase voll haben stets beweisen zu müssen, welch tolle Karriere sie doch gemacht haben, und diesen Gruppendruck gerne abgeben würden. Sie sollten das Recht dazu haben, ohne dafür als "von vorgestern" beschimpft zu werden.

und für deren überwindung einiges an anstrengung, arbeit und einsicht zu erbringen war. frau herman trifft genauso »ins herz« – jemand schrieb es bereits – als würde ein schwarzer (ehemals neger, damit hier keine verwechselung auftritt) behaupten, schwarze wären per se minderwertig. das ist dummenfang mit reaktionär-sexistisch-populistischen thesen, das ganze schaumig aufgeschlagen und zum selbstgebackenen apfelkuchen serviert. … hatten wir alles schon. gottseidank verschwinden solche schmähschriften genauso schnell im orkus, wie sie gekommen sind.

Was Du da alles rausliest...Hast Du das Buch denn überhaupt schon gelesen?
Aber vielleicht ist das weibliche Erstreben nach Karriere inzwischen schon reaktionär? Einen Anspruch auf dauerhafte Progressivität dafür ist jedenfalls nicht gegeben.


Fremdalimentation ist wirklich süß!
Sind das denn FREMDE Kinder, für die der Vater da zahlt? Ist die Frau, die für die Betreuung seiner Kinder vielleicht ihren BEruf an den Nagel gehängt hat, eine FREMDE?

Du solltest ersteinmal unterscheiden zwischen Ehegattenunterhalt und Kindesunterhalt. Ersterer ist z.B. in Schweden völlig unbekannt, während Deutschland zu den (weltweit wohlgemerkt) höchsten und längsten Unterhaltszahlungen verpflichtet. Was ist auch nur ansatzweise emanzipatorisch daran, wenn Frauen die Möglichkeit serviert bekommen, sich jahrzehntelang alimentieren zu lassen?
Und Du schreibst es ja selbst: "vielleicht" hat sie ihren Beruf an den Nagel gehängt, vielleicht hat sie aber auch nix gelernt und ist nun froh zu Hause mit dem Kind zu sein und trotzdem zu kassieren. Vielleicht verdiente sie auch so schlecht, daß ihre Berufstätigkeit sich kaum lohnte. In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit mit Hartz IV und 1-Euro-Jobs kann es durchaus ein erstrebenswertes Ziel sein zu Hause zu bleiben und sich um das Kind zu kümmern, während Frau dem Ex die wirtschaftliche Verantwortung in einem stets schwieriger werdenden Umfeld locker überläßt.

Ist das wirklich Dein Denken: Fünf Minuten Spaß, für den Rest ist Mutti zuständig undzwar IN VOLLEM UMFANG und ausschließlich???

Fünf Minuten nur? ;-)
Nein, natürlich sollte gerade der Papa Verantwortung übernehmen, diese wird ihm durch die aktuellen Gesetze aber -leider- oft genommen. Ein unverheirateter Vater hat beispielsweise KEINERLEI Sorgerecht, er ist nicht einmal berechtigt einen solchen Antrag zu stellen. Und es sind leider -wieder einmal- feministisch orientierte PolitikerInnen, die derlei Gesetzesänderungen blockieren.

Wäre es nicht wahrhaft emanzipatorisch, wenn die Väter neben zahlen und nicht-zahlen noch eine dritte Alternative ERNSTHAFT in Erwägung zögen, nämlich dass SIE sich um den Nachwuchs kümmern?

Na ja, klar! Volle Zustimmung!
Aber einem unverheirateten Vater wird dies ja erschwert wo es nur geht: Er hat keinerlei Mitspracherecht, ob es nun darum geht, welche Kita oder welche Schule besucht wird, noch hat er ein Auskunftsrecht beim Arzt oder im Krankenhaus. Nichts. Er ist alleine vom Wohlwollen der Mutter abhängig.
Sollte nicht erst einmal der rechtliche Rahmen geschaffen werden, damit Väter sich auch kümmern dürfen, bevor man ihnen unterstellt, sie würden nix tun?
Ich persönlich würde übrigens liebend gerne auf mein Kind aufpassen, während meine Frau draußen arbeiten geht. Was glaubst Du, wer genau dies ablehnt?

Dann stünden Frauen gar nicht erst vor der Entscheidung Kind oder Beruf und wären viel besser in der Lage, beides unter einen Hut zu bringen.

Ganz meine Meinung.

Aber soweit denken die meisten Männer ja gar nicht, da es ja - und da können sie sich mit Frau Hermann gegenseitig die Schulter klopfen - angeblich gottgegeben ist, dass diejenigen besser für die Kinderbetreuung geeignet sind, die die Gebärmutter haben (warum auch immer).

Naja, dann beklage Dich aber bitte auch bei den RichterInnen, die in strittigen Sorgerechtsfällen zu 92% das Kind der Mutter zusprechen. Warum? Und beklage Dich auch bei den vielen vielen Müttern, die nicht einsehen die finanzielle Verantwortung der Familie zu übernehmen. Ein gut verdienender Mann ist dem Großteil der Frauen jedenfalls wesentlich lieber als einer der lieber die Windeln wechselt.

Ja, man könnte hier noch ergänzen, dass diese Sorte von Feministin - die im übrigen die tonangebende ist - schlicht eine unheilige Allianz mit den reaktionärsten Kreisen der Frauen-an-den-Herd-Fraktionen eingegangen sind. Also solchen Politikern, denen das Schicksal von Männer egal ist, solange die das Maul halten und ackern.
Auch daran erkennbar, dass diese Feministinnen sich im Rahmen einer beiden Geschlechtern Berufs- und Familienleben ermöglichenden Familienpolitik schlicht nicht hervorgetan haben - was aber vielleicht kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass diese Feministinnen oftmals weder Mann noch Kinder hatten, und an einer Interessen ausgleichenden Politik garnicht interessiert waren - die Motivation war oft die Verarbeitung persönlicher Frustrationen, nicht mehr und nicht weniger.

100% Zustimmung, genau so sieht´s aus. Gibt es überhaupt eine Feministin mit Mann und Kind? Gibt es eine die selber auf der Baustelle oder im Bergwerk arbeitet, anstatt nur einzelne Frauen als emanzipatorisch zu beklatschen, die dort arbeiten? Ironischerweise werden solche Feministinnen lieber Sozialpädagoginnen anstatt Gerüstbauerin...

Leandra
10.09.2006, 14:30
Die Frage ist natürlich: Warum verzichten immer mehr Männer darauf Vater zu werden, und der Hauptgrund ist ganz eindeutig die teilweise menschenrechtswidrige Väter-Entrechtung mit anschließender jahrelanger Zahlungspflicht im Falle einer heutzutage üblichen Trennung.


Hier werden aber einige Dinge durcheinandergeschmissen., die nicht zusammenpassen., einerseits das böse Karrieresterben der Frauen andererseit hohe Unterhaltszahlung der Väter.

Gerade letztere kommt ja durch die vorherige klassische Rollenteilung zustande und nicht durch das Karrierestreben der Frau.

Ein Mann, der seine Frau dabei unterstützt trotz Kinder im beruf zu bleiben, muss diese falls es zu einer Trennung kommt, auch nicht alimentieren, weil sie für sich selber sorgen kann.

Die deutschen Unterhaltsregelungen begünstigen gerade Frauen,
die ihren Beruf aufgeben und nicht Karrierfrauen.




Warum tat sie es nicht ? Nun, dass ist im wesentlichen den von feministischer Seite lautstark vorgetragenen Einwänden zu verdanken, dass ein Verzicht auf Unterhaltszahlungen Männer in die Lage versetzen würde, sich ihrer Frauen einfach zu entledigen, z.B., wenn sie eine Geliebte haben etc. - worauf die Koalition das Schuldprinzip eben einseitig abschaffte.


Na wird da den Feministinnen nicht zuviel Macht unterstellt.
Fakt ist die jetzige Regelung ist auch für die Staatskasse wirtschaftlich praktisch, denn wenn der geschiedene Ehemann Unterhalt zahlt muss der Staat keine Sozailhilfe für die geschieden Ehefrau, die nach langer Berufspause keinen Job mehr findet .
In ländern wor Beruf und familie problemloser vereinbar, z.B. Schweden sind gibt es auch keinen Nachehelichen unterhalt.

Leandra

Inaktiver User
10.09.2006, 14:38
Ein Mann, der seine Frau dabei unterstützt trotz Kinder im beruf zu bleiben, muss diese falls es zu einer Trennung kommt, auch nicht alimentieren, weil sie für sich selber sorgen kann.

Die deutschen Unterhaltsregelungen begünstigen gerade Frauen,
die ihren Beruf aufgeben und nicht Karrierfrauen.


Mensch, Leandra! Jetzt mach doch den Männern, die sich als Scheidungsopfer fühlen, nicht das Weltbild kaputt. Aus irgendeinem Grund sind diese Sorte Männer unbedingte Fans von E.H., was nicht an den rechtlichen Folgen liegen dürfte, die sich daraus ergeben, wenn Frauen so leben, wie Evchen gern hätte, sondern weil der Satz, dass die Frauen einfach mal den Mund halten sollen, wie denkbefeiter Balsam auf ihre geschundenen Seelen wirkt.

lordsofmidnight
10.09.2006, 14:39
Ein Mann, der seine Frau dabei unterstützt trotz Kinder im beruf zu bleiben, muss diese falls es zu einer Trennung kommt, auch nicht alimentieren, weil sie für sich selber sorgen kann.

Soweit die Theorie.
Der Mann kann aber sonstwieviel Unterstützung leisten: Will die Frau gar nicht arbeiten, wird der Mann zahlen müssen. Im "Recht" ist dann wieder die klassische Rollenverteilung gegeben, wobei auch noch seltenst die Frau dazu verknackt wird einen Job anzunehmen, während ein Mann heutzutage regelmäßig und gerne mit gesteigerter Erwerbsobliegenheit und fiktivem Einkommen belegt wird. Mit anderen Worten: faktische Zwangsarbeit für den Mann, während die Frau wählen darf, ob sie arbeiten will oder nicht.
"Gleichberechtigung" at its best...

lordsofmidnight
10.09.2006, 14:48
was nicht an den rechtlichen Folgen liegen dürfte, die sich daraus ergeben, wenn Frauen so leben, wie Evchen gern hätte, sondern weil der Satz, dass die Frauen einfach mal den Mund halten sollen, wie denkbefeiter Balsam auf ihre geschundenen Seelen wirkt.

Gilt das dann auch für Alice Schwarzers Rat an Eva Herman, einfach mal den Mund zu halten, oder wird da mit zweierlei Maß gemessen?

Leandra
10.09.2006, 14:50
Ein Mann, der seine Frau dabei unterstützt trotz Kinder im beruf zu bleiben, muss diese falls es zu einer Trennung kommt, auch nicht alimentieren, weil sie für sich selber sorgen kann.

Soweit die Theorie.
Der Mann kann aber sonstwieviel Unterstützung leisten: Will die Frau gar nicht arbeiten, wird der Mann zahlen müssen. Im "Recht" ist dann wieder die klassische Rollenverteilung gegeben, wobei auch noch seltenst die Frau dazu verknackt wird einen Job anzunehmen, während ein Mann heutzutage regelmäßig und gerne mit gesteigerter Erwerbsobliegenheit und fiktivem Einkommen belegt wird. Mit anderen Worten: faktische Zwangsarbeit für den Mann, während die Frau wählen darf, ob sie arbeiten will oder nicht.
"Gleichberechtigung" at its best...

Ich wäre eher für ein modell wie in Schweden mit besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ohne nachehelichen Gattenunterhalt. Ich kenne im übrigen auch zwei Frauen, die ihren geschieden Mann alimentieren müssen, eine sogar, obwohl das Kind bei ihr lebt.

Deine Forderungen finden sich aber in Evchens Buch nicht wieder. Sie will die kalssische Rollenteilung und dann ist alles Friede-Freude-Apfelkuchen.
Nur was ist wenn so eine Ehe geschieden wird ist ja gerade das Unterhaltsproblem da.
was machen wir also. Frauen zurück an den Herd und Wiedereinführung des Schuldprinzips, wobei die "Schuld" ja nicht immer so Eindeutig wie beim Fremgehen nachweisbar ist.


Leandra

Leandra
10.09.2006, 14:56
was nicht an den rechtlichen Folgen liegen dürfte, die sich daraus ergeben, wenn Frauen so leben, wie Evchen gern hätte, sondern weil der Satz, dass die Frauen einfach mal den Mund halten sollen, wie denkbefeiter Balsam auf ihre geschundenen Seelen wirkt.

Gilt das dann auch für Alice Schwarzers Rat an Eva Herman, einfach mal den Mund zu halten, oder wird da mit zweierlei Maß gemessen?

Wo steht denn dieses Zitat.
Und war das nicht nur ein Komentar zu Eva H. Rat.
Mein Gedanke erste Gedanke, als ich diese Äußerung las war auch dass sie ihren eigenen Rat beherzigen sollte.

Außerdem wird da nicht mit zweierlei Maß gemesen. Eva. H. rät allen Frauen den Mund zu halten, also theoretisch auch mir, also kann ich mich auch angegriffen fühlen.

Alice S. gibt diesen Rat nur Frau Hermann. Ich sehe keinen Grund, sie zu verteidigen. Das muss sie schon selbt erledigen.
Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.

Leandra

Inaktiver User
10.09.2006, 14:57
Na wird da den Feministinnen nicht zuviel Macht unterstellt.
Fakt ist die jetzige Regelung ist auch für die Staatskasse wirtschaftlich praktisch, denn wenn der geschiedene Ehemann Unterhalt zahlt muss der Staat keine Sozailhilfe für die geschieden Ehefrau, die nach langer Berufspause keinen Job mehr findet .
In ländern wor Beruf und familie problemloser vereinbar, z.B. Schweden sind gibt es auch keinen Nachehelichen unterhalt.

Leandra
@Leandra:
Das Zitat war von mir - nein, ich unterstelle ihnen nicht zuviel Macht, was ich beschrieben hatte, war der historische Ablauf. Und die Feministinnen, die damals für die einseitige Abschaffung des Schuldrechtes plädierten, hätten ja genausogut für eine für den Fall der vollständigen Abschaffung des Schuldrechtes auszubauende Kinderbetreuung plädieren können, damit sich Frauen ihren Lebensunterhalt selber verdienen können. Oder sogar dafür, dass die Kinder gleiche Zeitanteile bei den Männern bleiben. Oder oder oder - es gibt ja sehr viele Möglichkeiten.

Haben sie aber alle nicht genutzt :knatsch: .... stattdessen haben sie im Prinzip Forderungen gestellt, die die reaktionärsten Säcke wahrscheinlich haben aufjubeln lassen, weil die so wunderbar ihr Frauenbild bestätigen. Frauen gehören halt alimentiert an den Herd :allesok:.

Na ja, was solls - die jetzige Koalition versucht ja gerade diese feministischen Fehlentwicklungen langsam zu korrigieren :allesok:.....

lordsofmidnight
10.09.2006, 15:02
@ leandra:

Ich wäre eher für ein modell wie in Schweden mit besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ohne nachehelichen Gattenunterhalt. Ich kenne im übrigen auch zwei Frauen, die ihren geschieden Mann alimentieren müssen, eine sogar, obwohl das Kind bei ihr lebt.

Ich kenne auch eine, die nix vom Mann bekommt, obwohl sie arbeitet. Aber das werden wohl alles Ausnahmen sein.

Deine Forderungen finden sich aber in Evchens Buch nicht wieder.

Macht doch nichts. Ich schrieb ja, daß ich ihr nur teilweise zustimme.

Sie will die kalssische Rollenteilung und dann ist alles Friede-Freude-Apfelkuchen.

Ja und? Ist das kein erlaubtes Rollenmodell? Offensichtlich gibt es doch Bedarf in dieser Richtung.

Nur was ist wenn so eine Ehe geschieden wird ist ja gerade das Unterhaltsproblem da. was machen wir also. Frauen zurück an den Herd und Wiedereinführung des Schuldprinzips, wobei die "Schuld" ja nicht immer so Eindeutig wie beim Fremgehen nachweisbar ist.

In Zeiten von mehr Eigenverantwortung sollte es doch kein Problem sein selbst für sich zu sorgen. Ich höre doch täglich, daß Frauen heute alles mindestens genauso gut können wie Männer
;-)

Leandra
10.09.2006, 15:06
@Mnn

Na ja, was solls - die jetzige Koalition versucht ja gerade diese feministischen Fehlentwicklungen langsam zu korrigieren :allesok:.....


@Mnn

na hoffentlich.



Und die Feministinnen, die damals für die einseitige Abschaffung des Schuldrechtes plädierten, hätten ja genausogut für eine für den Fall der vollständigen Abschaffung des Schuldrechtes auszubauende Kinderbetreuung plädieren können, damit sich Frauen ihren Lebensunterhalt selber verdienen können. Oder sogar dafür, dass die Kinder gleiche Zeitanteile bei den Männern bleiben. Oder oder oder - es gibt ja sehr viele Möglichkeiten.

Haben sie aber alle nicht genutzt .... stattdessen haben sie im Prinzip Forderungen gestellt, die die reaktionärsten Säcke wahrscheinlich haben aufjubeln lassen, weil die so wunderbar ihr Frauenbild bestätigen. Frauen gehören halt alimentiert an den Herd

.

Da stimme ich Dir völlig zu. Aber wenn man sich das Scheidungsrecht ansieht kann man nicht die Feministinnen verdammen und die konservativen Kräfte in den Himmel heben.

Leandra

Inaktiver User
10.09.2006, 15:07
Frauen und Mütter werden sich -und das wird eindeutig der Fall sein- künftig mit weniger Rechten zufriedengeben müssen, zugunsten von Kindern, Vätern und Männern.



Du solltest ersteinmal unterscheiden zwischen Ehegattenunterhalt und Kindesunterhalt. Ersterer ist z.B. in Schweden völlig unbekannt, während Deutschland zu den (weltweit wohlgemerkt) höchsten und längsten Unterhaltszahlungen verpflichtet. Was ist auch nur ansatzweise emanzipatorisch daran, wenn Frauen die Möglichkeit serviert bekommen, sich jahrzehntelang alimentieren zu lassen?
Und Du schreibst es ja selbst: "vielleicht" hat sie ihren Beruf an den Nagel gehängt, vielleicht hat sie aber auch nix gelernt und ist nun froh zu Hause mit dem Kind zu sein und trotzdem zu kassieren. Vielleicht verdiente sie auch so schlecht, daß ihre Berufstätigkeit sich kaum lohnte. In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit mit Hartz IV und 1-Euro-Jobs kann es durchaus ein erstrebenswertes Ziel sein zu Hause zu bleiben und sich um das Kind zu kümmern, während Frau dem Ex die wirtschaftliche Verantwortung in einem stets schwieriger werdenden Umfeld locker überläßt.
......
Ich persönlich würde übrigens liebend gerne auf mein Kind aufpassen, während meine Frau draußen arbeiten geht. Was glaubst Du, wer genau dies ablehnt?


Wie paßt das zusammen, lordsofmidnight?

So lange die Frauen zu Hause sind, sollen sie zugunsten von Männern und Kindern zurückstecken, aber wenn die Ehe scheitert, müssen sie sich selbstverständlich selbst ernähren können?

Womit? Mit drei Putzjobs? Es dürfte inzwischen bekannt sein, dass die guten Jobs nicht auf der Straße liegen und Leute, die jahrelang pausieren, sehr schlechte Karten haben.

Leandra
10.09.2006, 15:09
Sie will die kalssische Rollenteilung und dann ist alles Friede-Freude-Apfelkuchen.

Ja und? Ist das kein erlaubtes Rollenmodell? Offensichtlich gibt es doch Bedarf in dieser Richtung.



Ein erlaubtes Rollenmodell schon, aber Evchen will es uns als das einzig seeligmachende verkaufen.




Nur was ist wenn so eine Ehe geschieden wird ist ja gerade das Unterhaltsproblem da. was machen wir also. Frauen zurück an den Herd und Wiedereinführung des Schuldprinzips, wobei die "Schuld" ja nicht immer so Eindeutig wie beim Fremgehen nachweisbar ist.

In Zeiten von mehr Eigenverantwortung sollte es doch kein Problem sein selbst für sich zu sorgen. Ich höre doch täglich, daß Frauen heute alles mindestens genauso gut können wie Männer
;-)

Die Eigenverantwortung würde nach ewiger Berufspause allerdings Hartz 4 bedeuten, das kommt den Staat teuerer als wenn der Expartner zahlt.
Auch männer dürften nach einer Jahrelangen beruflichen Pause, probleme auf dem arbeitsmarkt haben.

Leandra

Inaktiver User
10.09.2006, 15:13
Aber wenn man sich das Scheidungsrecht ansieht kann man nicht die Feministinnen verdammen und die konservativen Kräfte in den Himmel heben.

Leandra
Nun, das will ich auch nicht - aber Feministinnen und Konservative haben dieselbe Motivation, beider Politik speist sich aus derselben vorgestrigen Sicht auf Geschlechterverhältnisse, insbesondere das jeweils andere Geschlecht.
Und meinetwegen könnten beide in einen Sack mit Steinen gesteckt und versenkt werden :freches grinsen: ....


Na ja, werde jetzt das schöne Wetter nutzen :ahoi:....

Inaktiver User
10.09.2006, 15:32
Ich kenne auch eine, die nix vom Mann bekommt, obwohl sie arbeitet. Aber das werden wohl alles Ausnahmen sein.

Ehegatten steht im Falle einer Scheidung dann Unterhalt zu, wenn sie im Zeitpunkt der Scheidung (und nicht später) nicht dazu in der Lage sind, durch ihr Einkommen den Lebensstandard zu halten, den sie während ihrer Ehe hatten – und zwar geschlechtsunspezifisch.

Ich verstehe nicht, warum man eine Beziehung gesetzlich legitimiert, sich durch seine Unterschrift auf der Heiratsurkunde dazu verpflichtet, sich den gesetzlichen Regelungen zu unterwerfen, um die hieraus resultierenden Rechte zu genießen und Pflichten wahrzunehmen und hinterher über die Konsequenzen jammert, wenn man die Folgen seines wissentlich und willentlich vollzogenen Handelns tragen muss.
Es bleibt jedem Paar unbenommen, auf diese gesetzliche Legitimation zu verzichten oder sich durch einen Ehevertrag davor zu schützen, im Falle einer Scheidung Unterhaltszahlungen leisten zu müssen. Logische Konsequenz aus der Tatsache, dass beide Ehegatten für die Dauer ihrer Ehe rechtliche, durch öffentliche Kassen finanzierte Vorteile genossen haben (steuerlich und somit finanziell wie rechtlich) ist, dass sie den öffentlichen Kassen ebenfalls nicht auf der Tasche liegen, wenn ihr „Projekt Ehe“ scheitert. Wer in der Ehe Zahlender und wer „Verlierer“ bleibt, ist keine öffentliche, sondern eine rein private Entscheidung. Darauf, ob der Mann arbeiten geht, oder die Frau Alleinverdienerin ist, hat in erster Linie die persönliche Einstellung und Absprache Einfluss.

Ein Kind in die Welt zu setzen oder einen Menschen zu heiraten bedeutet die gewollte Übernahme einer Verantwortung, der ich mich wissentlich und willentlich lebenslang unterwerfe, wenn ich sie eingehe. Wem die negativen Konsequenzen ein zu hoher Preis zu sein scheinen, der muss sie nicht eingehen.

Inaktiver User
10.09.2006, 15:42
Ich kenne auch eine, die nix vom Mann bekommt, obwohl sie arbeitet. Aber das werden wohl alles Ausnahmen sein.
*grübel* Warum fällt mir da der Geisterfahrerwitz ein?

Der Fairness halber: Ich finde auch, dass das Umgangs- und das Unterhaltrecht korrigiert gehören.

Das hat aber mit unserem Evchen nichts zu tun.

Inaktiver User
10.09.2006, 16:34
Wie paßt das zusammen, lordsofmidnight?

So lange die Frauen zu Hause sind, sollen sie zugunsten von Männern und Kindern zurückstecken, aber wenn die Ehe scheitert, müssen sie sich selbstverständlich selbst ernähren können?

Womit? Mit drei Putzjobs? Es dürfte inzwischen bekannt sein, dass die guten Jobs nicht auf der Straße liegen und Leute, die jahrelang pausieren, sehr schlechte Karten haben.

Das ist leider die Inkonsequenz, die solche Menschen leben und dann im Falle des Ehe-Gau ihre selbst zu gefügten Wunden lecken, indem sie anderen (Feministinnen, Ex-Frau, Gesetzgeber....) die Schuld zu geben versuchen.

Die Grundlagen schafft aber jeder selbst in der Ehe.

Inaktiver User
10.09.2006, 17:15
Das ist leider die Inkonsequenz, die solche Menschen leben und dann im Falle des Ehe-Gau ihre selbst zu gefügten Wunden lecken, indem sie anderen (Feministinnen, Ex-Frau, Gesetzgeber....) die Schuld zu geben versuchen.

Die Grundlagen schafft aber jeder selbst in der Ehe.
Nun, ich bin zwar oft mit Dir einer Meinung - diesmal aber nicht. Die Inkonsequenz besteht IMHO erstmal darin, dass Männer im Gegensatz zu Frauen praktisch keine Wahl haben. Insofern sind "die Wunden" öfter mal nicht selbst zugefügt, sondern etwas, was Männer am Anfang als Entgegenkommen gegenüber ihren Frauen angesehen haben - die WOLLEN ja zu Hause bleiben, vor allem, wenn die Kinder klein sind, es ist finanziell auch oft garnicht anders machbar -, was sich aber im Fortlauf als Falle entpuppt, aus der es keinen Ausweg gibt. Selbst Eheverträge werden ja häufig kassiert.
Die zweite Inkonsequenz besteht darin, dass Männer nicht dafür verantwortlich sind, dass Frauen ihr Berufsleben versauen - selbst wenn sie die am Anfang winkenden Erleichterungen dank der Tatsache, dass da jemand den Haushalt führt, ganz gerne in Anspruch nehmen. Sorry, aber wo bleibt da bitte schön die Eigenverantwortung von Frauen ?

Also, insgesamt könnte man Männern dann Inkonsequenz vorwerfen, wenn sie gefragt worden wären - werden sie aber nicht.

Leandra
10.09.2006, 17:53
Nun, ich bin zwar oft mit Dir einer Meinung - diesmal aber nicht. Die Inkonsequenz besteht IMHO erstmal darin, dass Männer im Gegensatz zu Frauen praktisch keine Wahl haben. Insofern sind "die Wunden" öfter mal nicht selbst zugefügt, sondern etwas, was Männer am Anfang als Entgegenkommen gegenüber ihren Frauen angesehen haben - die WOLLEN ja zu Hause bleiben, vor allem, wenn die Kinder klein sind, es ist finanziell auch oft garnicht anders machbar -, was sich aber im Fortlauf als Falle entpuppt, aus der es keinen Ausweg gibt. .


Das ist aber auch wieder zu einseitig. Es ist eine mögliche Konstellation, aber nicht die einzige.
Ich kenne z.B. Frauen, die die Elternzeit teilen wollten, der dazugehörige Vater sich aber extrem wehrte.

Unterhält man sich mit jungen Vätern über dieses Thema bekommt man oft zu hören, wie wichtig es ist, dass immerjemand für die Kinder da ist und sie nicht abgeschoben werden müssen.
Sind diese Männer alle Gehirngewaschen und wollten es gar nicht so?



Die zweite Inkonsequenz besteht darin, dass Männer nicht dafür verantwortlich sind, dass Frauen ihr Berufsleben versauen - selbst wenn sie die am Anfang winkenden Erleichterungen dank der Tatsache, dass da jemand den Haushalt führt, ganz gerne in Anspruch nehmen. Sorry, aber wo bleibt da bitte schön die Eigenverantwortung von Frauen ?
.


Mit einer längeren Auszeit versaut man sich eben dass Berufsleben.
Eine gleichberechtigete Patnerin, die ein eigenes Berufsleben will und vom patner dafür Teilung der Haus- und Erziehungsarbeit einfordert wollen viele nämlich auch nicht.
Bei doppelverdienern kann man die Hausarbeit zum Teil noch outsourcen, aber im großen und ganzen bedeutet diese Konstellation für Männer mehr Stress als eine Hausfrau zu haben die ihnen den Rücken freihält.


Leandra

lordsofmidnight
10.09.2006, 18:20
Wie paßt das zusammen, lordsofmidnight?

So lange die Frauen zu Hause sind, sollen sie zugunsten von Männern und Kindern zurückstecken, aber wenn die Ehe scheitert, müssen sie sich selbstverständlich selbst ernähren können?

Eine Selbstversorgung sollte nach einer Ehe für jede emanzpierte Frau selbstverständlich sein. Ich persönlich habe derzeit 2. Jobs mit netter 60-Stunden-Woche, verzichte also auch auf Freizeit etc, damit ich meine Familie durchbringen kann. Den einzigen Effekt den ich davon nach einer Scheidung spüren würde, wäre eine höhere Unterhaltszahlung für meinen derzeitigen Einsatz. Nach einer Geburt arbeiten Väter meist mehr als vorher. Die fragt aber wieder einmal niemand. Den Opferstatus hat die Frau gepachtet.


Ein erlaubtes Rollenmodell schon, aber Evchen will es uns als das einzig seeligmachende verkaufen.

Glaube ich nicht. Es ist nur eine Option, die niemand annehmen muß. Wem´s nicht paßt, der läßt es halt. Optionen auszusprechen muß aber erlaubt sein, genau wie die Möglichkeit so zu leben. Die allergischen Reaktionen kamen doch eher aus der -wir Frauen wollen nicht mehr zurück an den Herd Fraktion-, die wohl überrascht sind, daß doch nicht alle Frauen ihnen zustimmen.


Ehegatten steht im Falle einer Scheidung dann Unterhalt zu, wenn sie im Zeitpunkt der Scheidung (und nicht später) nicht dazu in der Lage sind, durch ihr Einkommen den Lebensstandard zu halten, den sie während ihrer Ehe hatten – und zwar geschlechtsunspezifisch.

Ach komm. In der Praxis kassieren ganz überwiegend Frauen.

Ich verstehe nicht, warum man eine Beziehung gesetzlich legitimiert, sich durch seine Unterschrift auf der Heiratsurkunde dazu verpflichtet, sich den gesetzlichen Regelungen zu unterwerfen, um die hieraus resultierenden Rechte zu genießen und Pflichten wahrzunehmen und hinterher über die Konsequenzen jammert, wenn man die Folgen seines wissentlich und willentlich vollzogenen Handelns tragen muss.

Dem könnte ich zustimmen, wenn da nicht Kinder im Spiel wären. Wie gesagt: Als unverheirateter Vater hat man so gut wie keine Rechte, als verheirateter schon. Das ist der Unterschied.


*grübel* Warum fällt mir da der Geisterfahrerwitz ein?

*grüblel* Vielleicht wegen Deiner Voreingenommenheit? ;-)

Inaktiver User
10.09.2006, 18:25
Sind diese Männer alle Gehirngewaschen und wollten es gar nicht so?
Nun, ob diese Männer da nur mit ihrer Partnerin solidarisch sein wollen - bzw. müssen, weil sie weggeschieden werden, wenn sie Muttis Arbeit für nicht sooo wertvoll halten, wie die es gerne hätte -, oder es ihre eigene Meinung ist, kann doch völlig dahingestellt bleiben.
Fakt ist, dass erstens Frauen mit Männern, die nicht bereit sind, ihren Lebensstil zu tragen, keine Kinder bekommen müssen - insbesondere dann nicht, wenn es um so wichtige Dinge wie Berufstätigkeit etc. geht.
Zweitens gebe ich Dir gerne zu, dass es Deinen Fall auch gibt - meinen aber auch.

Und beide Fälle werden vor Gericht gleich beurteilt. Insgesamt macht das keinen Sinn - nicht Männer müßten zusehen, dass sie mit ihrer Frau Berufstätigkeit teilen, die Berufstätigkeit ihrer Frau können sie nämlich nicht erzwingen. Noch können sie ihrer Frau Berufstätigkeit verbieten. Also gibt es auch keinen Grund, der Frau standardmässig Unterhalt zuzusprechen.

Sondern umgekehrt sollten Frauen, die nicht berufstätig sein wollen, einen Ehevertrag vorweisen müssen, um nach Scheidung Unterhalt zu erhalten.
Erst dann könnte man von einer freien Entscheidung der Männer sprechen - und ihnen Inkonsequenz vorwerfen, wenn sie hinterher jammern.

Aber ganz ehrlich, ich bezweifele, dass viele Männer übrigbleiben, die sowas unterschreiben würden :freches grinsen: .....

keinname
10.09.2006, 18:47
Eine Selbstversorgung sollte nach einer Ehe für jede emanzpierte Frau selbstverständlich sein.

moment, war nicht die emanzipation und berufstätigkeit von frauen eben noch reaktionär?


Ich persönlich habe derzeit 2. Jobs mit netter 60-Stunden-Woche, verzichte also auch auf Freizeit etc, damit ich meine Familie durchbringen kann.

ist doch prima. genauso stellt die frau herman sich das vor.
und solange du hier posten kannst, wirds so schlimm nicht sein.


In der Praxis kassieren ganz überwiegend Frauen.

na logisch, jemand muß ja das geld für den apfelkuchen und die kerzchen verdienen. das ist deine biologisch angestammte rolle.



du solltest dir bei gelegenheit ein schlüssiges weltbild zulegen.

lordsofmidnight
10.09.2006, 19:16
moment, war nicht die emanzipation und berufstätigkeit von frauen eben noch reaktionär?

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Das zu klären ist ja gerade Diskussionsgegenstand, gerade implizit beim Buch von E.H.


na logisch, jemand muß ja das geld für den apfelkuchen und die kerzchen verdienen. das ist deine biologisch angestammte rolle.

DAS ist definitiv reaktionär.

du solltest dir bei gelegenheit ein schlüssiges weltbild zulegen.

ROFL ROFL
Ein "schlüssiges Weltbild"....
LOL
Kein Weltbild ist und wird jemals schlüssig sein, auch Deines nicht.

Inaktiver User
10.09.2006, 20:25
Eine Selbstversorgung sollte nach einer Ehe für jede emanzpierte Frau selbstverständlich sein. Ich persönlich habe derzeit 2. Jobs mit netter 60-Stunden-Woche, verzichte also auch auf Freizeit etc, damit ich meine Familie durchbringen kann.
Ist eine Selbstversorgung durch Jobs, die man nach jahrelanger Berufsferne noch bekommt, denn deiner Meinung nach möglich? Oder solltest du gar ein Betroffener sein, der nach mehrjähriger Pause nur noch schlechtbezahlte Arbeit bekommt und deswegen in zwei Jobs 60 Wochenstunden arbeiten muss?




Nach einer Geburt arbeiten Väter meist mehr als vorher. Die fragt aber wieder einmal niemand. Den Opferstatus hat die Frau gepachtet.
Interessant, dass du die Geburt eines Kindes als etwas siehst, was nur "Opfer" nach sich zieht. Spätestens nach der Stillphase könnte auch der Vater zu Hause bleiben. Falls er will und die Unterbrechung nicht als Karrierekiller sieht.

Ich verstehe nicht, warum du einerseits die Thesen von Frau Hermann gut findest, andererseits aber die daraus folgenden Konsequenzen verdammst.

Inaktiver User
10.09.2006, 20:45
Nun ja, ich finde es auf jeden Fall irgendwo konsequent, dass eine Frau wie Herman, die praktisch die feministische Musterkarriere durchlaufen hat, zum Schluss zu ihren reaktionären Wurzeln zurückkehrt - ich glaube ja, dass die Wut, mit der die Dame niedergemacht wird, gerade dadurch ausgelöst wird, dass sie da einen sehr unerwünschten Spiegel abgibt, in dem sich ach so moderne Frauen nicht gerne wiedererkennen wollen.

Gibt auch einen klugen Artikel (http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,435825,00.html) von Henryk M. Broder .... eigentlich zum Schmunzeln :zwinker:.....

Inaktiver User
10.09.2006, 21:01
Nun ja, ich finde es auf jeden Fall irgendwo konsequent, dass eine Frau wie Herman, die praktisch die feministische Musterkarriere durchlaufen hat, zum Schluss zu ihren reaktionären Wurzeln zurückkehrt - ich glaube ja, dass die Wut, mit der die Dame niedergemacht wird, gerade dadurch ausgelöst wird, dass sie da einen sehr unerwünschten Spiegel abgibt, in dem sich ach so moderne Frauen nicht gerne wiedererkennen wollen.

Ich bezeichne mich mal als "moderne Frau". Habe ein Kind in der Grundschule, arbeite voll und kann mich beim besten Willen nicht in Hermans Thesen wiedererkennen. Was solll sie mit dem, was sie von sich gibt spiegeln? Meine Hormone spielen nicht verrückt, weil ich mit meinem Leben nicht klarkomme, meine Beziehung ist nicht von Ängsten geprägt und leidet darunter, dass ich nicht schweige oder es uns an einem Heim mangelt, in dem wir uns wohlfühlen und mein Partner leidet auch nicht daruter, dass wir in dieser Situation leben.

Was sie vergisst zu erwähnen und wohl auch nie erlebt hat, ist partnerschaftliches Verhalten in einer (wie ich es gerne nenne) erwachsenen Beziehung, in der zwei Menschen gemeinsam mit Kind und Beruf leben.

Sie scheint von einem Extrem zum anderen pendeln zu wollen und kommt doch nirgens an. Aus ihren Thesen, die ich letztens in der ersten Lesung zu ihrem Buch auch noch live hören durfte, spricht eine Unzufriedenheit, die fast an Depression grenzt und für mich etwas sehr persönliches ist, dass aber nicht auf viele Frauen zu übertragen ist.

Sie diffamiert, unterstellt und schliesst von ihrem eigenen privilegierten Leben, das wohl nicht zufrieden stellt, auf andere. Da liegt für mich der Aufreger.

Ein Spiegel sieht anders aus.


Gibt auch einen klugen Artikel (http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,435825,00.html) von Henryk M. Broder .... eigentlich zum Schmunzeln :zwinker:.....

Broders Kommentar als "klug" zu bezeichnen, geht für mich fehl. Ich halte ihn hierbei weder für kompetend noch für den Mann, der dazu etwas hätte schreiben sollen. Seine Themen sind andere, wie man auch in zwei angeblich aufgeschnappten Sätzen zu Beginn seines Textes lesen kann und sein Umgang mit Frauen bekannt.

Geschmunzelt habe ich dabei nicht.

Inaktiver User
10.09.2006, 21:01
Nun ja, ich finde es auf jeden Fall irgendwo konsequent, dass eine Frau wie Herman, die praktisch die feministische Musterkarriere durchlaufen hat, zum Schluss zu ihren reaktionären Wurzeln zurückkehrt
Für mich hat das Ganze einfach was von Midlife-Crisis. Frau stellt fest, dass das Gras auf Nachbars Weide vermeintlich grüner ist, dass sie nun aber zu alt ist, um durchzustarten.

Meine Mutter hat in dem Alter kein Buch geschrieben, aber uns Kindern stattdessen die Ohren vollgesülzt, welche Chancen und Gelegenheiten ihr dadurch entgangen sind, dass sie uns hatte.

Und ich arme Sau kann niemanden die Ohren vollheulen, weil ich sowohl Beruf als auch Kind und Mann habe. Eigentlich bin ich das Opfer, weil mir durch meine Situation die Gelegenheit genommen wird, mich öffentlich zu artikulieren.

lordsofmidnight
10.09.2006, 21:03
Ist eine Selbstversorgung durch Jobs, die man nach jahrelanger Berufsferne noch bekommt, denn deiner Meinung nach möglich?

Kommt immer auf den Individualfall an. In anderen Staaten funktioniert es jedenfalls.

Oder solltest du gar ein Betroffener sein, der nach mehrjähriger Pause nur noch schlechtbezahlte Arbeit bekommt und deswegen in zwei Jobs 60 Wochenstunden arbeiten muss?

Nein, das trifft nicht zu.


Interessant, dass du die Geburt eines Kindes als etwas siehst, was nur "Opfer" nach sich zieht.

Falsch gelesen. Die Geburt eines Kindes ist eben kein Opfer, folglich gibt es auch keinen Grund dies mit einer Geldrente an die Frau zu belohnen.


Spätestens nach der Stillphase könnte auch der Vater zu Hause bleiben. Falls er will und die Unterbrechung nicht als Karrierekiller sieht.

Kann er eben oft nicht, da der Mann meist mehr Einkommen hat.

Ich verstehe nicht, warum du einerseits die Thesen von Frau Hermann gut findest, andererseits aber die daraus folgenden Konsequenzen verdammst.

Nochmals:
Ich finde nicht alles gut, was sie gesagt hat. Gerade ihr:
"Frauen sollen öfters mal den Mund halten" ist wohl eher in die Rubrik "Verkaufsfördernde Maßnahme" einzustufen. Quatsch also.
Was mir zugegebenermaßen durchaus (Schaden-)Freude bereitet ist die Tatsache, daß die ach so modernen Kariere-Feministinnen nun gequält aufheulen. Wenn A. Schwarzer E.H. ebenfalls den Mund verbieten will, frage ich mich, warum sie jahrzehntelang dafür gekämpft hat, daß Frauen was sagen dürfen, nun aber ihrer eigenen Klientel sagt: "Schnauze halten, deine Meinung ist Mist, ich habe die Meinungshoheit gepachtet."
Meinetwegen kann eine Frau Hausfrau sein oder berufstätig, ist mir völlig wurst. Sollte sie mit sich selber und/oder -wenn vorhanden- mit dem Partner vereinbarn. Darum ging es E.H. aber nur vordergründig. Der Hauptaspekt war ja daß die Kinder unter den Freiheitsbestrebungen der Mütter leiden. Und da hört der Spaß eben auf. Vielleicht sollte man einfach mal akzeptieren, daß es zunehmend schwieriger ist Karriere zu machen, und diese Karriere zudem immer mehr Zeit in Anspruch nehmen wird. Wenn dann Kinder im Spiel sind, leiden die Kinder folgerichtig darunter, da Mama keine Zeit hat. Das hat sie, m.E. nach zurecht, thematisiert. Ihre Schlußfolgerungen daraus halte ich aber für zu kurz, denn warum sollte nur die Frau diesen Part übernehmen? Ich sehe keinen Grund warum da der Mann nicht voll in die Pflicht genommen werden sollte. Dazu müssen jedoch einige Gesetze geändert werden, damit das auch klappt.

Inaktiver User
10.09.2006, 21:05
ich glaube ja, dass die Wut, mit der die Dame niedergemacht wird, gerade dadurch ausgelöst wird, dass sie da einen sehr unerwünschten Spiegel abgibt, in dem sich ach so moderne Frauen nicht gerne wiedererkennen wollen.

Natürlich siehst du Wut. Beispielsweise von Frauen, die nicht arbeiten, um sich selbst verwirklichen zu können, sondern um sich und ihre Familie überhaupt (mit) ernähren zu können. Ebenfalls von solchen, die ungewollt kinderlos sind oder nach einer Trennung alleine zu Rande kommen müssen.

Mich ganz persönlich machen die Thesen, die mir da präsentiert werden, nicht wütend. Ich habe nur ein mildes Lächeln für eine Frau übrig, die einen Lebensstil predigt, den sie selbst nie gelebt hat, die nicht dazu in der Lage ist, über den Tellerrand zu blicken und zu erkennen, dass die gesellschaftliche Realität nicht den Luxus bietet, der zur Umsetzung ihrer Vorstellungen und ihres Lebensstils notwendig ist und die, während sie heimisches Glück propagiert, ihre Karriere an zig anderen Fronten voran treibt. So viel Inkonsequenz und gelebte Unglaubwürdigkeit kann ich nicht ernst nehmen.
Menschen, die mir erklären wollen, wie ich zu leben habe, um ihren Vorstellungen oder (gesellschaftlichen) Idealen zu entsprechen, fand ich schon immer sehr amüsant.
Einen Spiegel kann ich beim besten Willen nicht erkennen – vor allem deshalb, weil ich für meine Ideale einstehe und sie in aller Konsequenz verfolge. Das haben die meisten Frauen Frau Herman wohl voraus. Und irgendwie tut mir letztere auch leid, weil sie nun öffentlich eingestanden hat, den Großteil ihres Lebens den falschen Weg gegangen zu sein. Diesen Vorwurf werde ich mir hoffentlich nie machen müssen.

lordsofmidnight
10.09.2006, 21:28
Ich habe nur ein mildes Lächeln für eine Frau übrig, die einen Lebensstil predigt, den sie selbst nie gelebt hat, die nicht dazu in der Lage ist, über den Tellerrand zu blicken und zu erkennen, dass die gesellschaftliche Realität nicht den Luxus bietet, der zur Umsetzung ihrer Vorstellungen und ihres Lebensstils notwendig ist und die, während sie heimisches Glück propagiert, ihre Karriere an zig anderen Fronten voran treibt. So viel Inkonsequenz und gelebte Unglaubwürdigkeit kann ich nicht ernst nehmen.

@ rezeptfrei:

Demnach müßtest Du auch sämtliche Feministinnen für unglaubwürdig befinden, schließlich hat -soweit sie mir bekannt sind- keine von den bekannten Figuren Mann und Kinder, geschweige denn einen Job irgendwo am Fließband, sondern sind meist der Selbstverwirklichung anheim gefallen indem sie auf Kinder verzichteten. Auch ein körperlich anstrengender Beruf wurde von diesen Damen weit umgangen.
Ebenso wäre dann Familienministerin v.d.Leyen unglaubwürdig, die zwar 7 Kinder hat und dabei Ärztin ist, und dennoch mit der Vereinbarkeit von Job und Beruf hausieren geht, wobei sie allerdings verschweigt, daß sie aus einem Luxus-Elternhaus gekommen ist, und aktuell über 2 Hausangestellte verfügt.

Inaktiver User
10.09.2006, 21:42
Demnach müßtest Du auch sämtliche Feministinnen für unglaubwürdig befinden, schließlich hat -soweit sie mir bekannt sind- keine von den bekannten Figuren Mann und Kinder, geschweige denn einen Job irgendwo am Fließband
Ist es für dich vorstellbar, dass die Feministinnen dahingehend erzogen wurden, zu heiraten und Kinder zu haben und dass ihre Leistung darin bestand, diese Vorstellung zu überwinden?

Ebenso wäre dann Familienministerin v.d.Leyen unglaubwürdig, die zwar 7 Kinder hat und dabei Ärztin ist, und dennoch mit der Vereinbarkeit von Job und Beruf hausieren geht, wobei sie allerdings verschweigt, daß sie aus einem Luxus-Elternhaus gekommen ist, und aktuell über 2 Hausangestellte verfügt.
Zeig mir eine einzige Primärquelle, in der sie das verschweigt.

Inaktiver User
10.09.2006, 21:45
Demnach müßtest Du auch sämtliche Feministinnen für unglaubwürdig befinden, schließlich hat -soweit sie mir bekannt sind- keine von den bekannten Figuren Mann und Kinder, geschweige denn einen Job irgendwo am Fließband, sondern sind meist der Selbstverwirklichung anheim gefallen indem sie auf Kinder verzichteten. Auch ein körperlich anstrengender Beruf wurde von diesen Damen weit umgangen.

Ich habe eine Abneigung gegen Extreme – egal, in welche Richtung sie gehen. Ebenso gegen Menschen, die mir ihre persönlichen Ideale und Lebensvorstellungen aufzwingen wollen.
Meine beste Freundin ist übrigens Hausfrau und Mutter. Für sie stand sehr früh fest, dass sie diesen Weg gehen will und sie hat kurz nach dem Abschluss ihrer Ausbildung geheiratet, ihren Beruf aufgegeben und Kinder bekommen. Sie geht in ihrer Aufgabe auf, hat bewundernswert ausgeglichene und zufrieden wirkende Kinder und sie hat für das, was sie leistet und Zustande gebracht hat, meinen vollsten Respekt. Ich hingegen weiß, dass ich – wäre ich an ihrer Stelle – spätestens nach ein paar Wochen die Wände hochgehen würde und weder eine zufriedene Ehefrau, noch eine ausgeglichene Mutter abgeben würde, auf die Kinder unstreitig einen Anspruch haben. Eine solche Aufgabe, die zweifelsohne anspruchs- und verantwortungsvoll ist, kann nur dann erfolgreich erfüllt werden, wenn man sich bewusst für sie entscheidet. Der Vorwurf, die falschen Prioritäten zu setzen, wird aus keiner Vollblutkarrieristin eine akzeptable Mutter machen.

lordsofmidnight
10.09.2006, 22:04
Ist es für dich vorstellbar, dass die Feministinnen dahingehend erzogen wurden, zu heiraten und Kinder zu haben und dass ihre Leistung darin bestand, diese Vorstellung zu überwinden?

Na klar.
Für mich stellt sich dann allerdings die Frage warum sie das nicht privat machen konnten, sondern -auch heute noch- anderen Frauen ihre Lebensentwürfe überstülpen möchten?
Warum werden außerdem Männer durch die Meinung der Feministinnen benachteiligt, indem -um nur ein Beispiel zu nennen-bei vielen Stellenausschreibungen Frauen bevorzugt werden?
Wenn Feministinnen privat gerne auf Kinder verzichten und anders leben: Kein Problem, aber was haben andere damit zu tun?

Zeig mir eine einzige Primärquelle, in der sie das verschweigt.

Nette Fangfrage... Wie soll ich eine Quelle zeigen, in der sie es NICHT sagt?
Sie sagt es halt nicht aus freien Stücken, sondern höchstens -eher gequält- auf Nachfrage. Mir persönlich reicht dies um sie für unglaubwürdig zu halten.

Inaktiver User
10.09.2006, 22:39
Na klar.
Für mich stellt sich dann allerdings die Frage warum sie das nicht privat machen konnten, sondern -auch heute noch- anderen Frauen ihre Lebensentwürfe überstülpen möchten?
Tun sie das? Oder zeigen sie Frauen lediglich die Wahlmöglichkeiten auf?

Warum werden außerdem Männer durch die Meinung der Feministinnen benachteiligt, indem -um nur ein Beispiel zu nennen-bei vielen Stellenausschreibungen Frauen bevorzugt werden?
Bei welchen?

Sie sagt es halt nicht aus freien Stücken, sondern höchstens -eher gequält- auf Nachfrage. Mir persönlich reicht dies um sie für unglaubwürdig zu halten.
Kannst du das wenigstens belegen?

Und noch was:
Wie sieht die Frau deiner Träume aus?

lordsofmidnight
10.09.2006, 22:45
Tun sie das? Oder zeigen sie Frauen lediglich die Wahlmöglichkeiten auf?

Nun, das macht doch Eva Herman auch nur, oder etwa nicht?
Mit dem gewichtigen Unterschied, daß das Handeln von Feministinnen inzwischen krasse Benachteiligungen für Männer und Kinder entwickelte.


Bei welchen?

Bei allen im öffentlichen Dienst z.B.
Aber auch bei vielen anderen Stellenangeboten aus der Privatwirtschaft.
Und das Frauenbeauftragte jemals ein Mann geworden ist, wäre mir auch nicht bekannt.


Kannst du das wenigstens belegen?

Nochmals:
Eine Quelle zu nennen, wo sie etwas verschweigt, ist nun einmal nicht möglich. Wenn Du´s nicht glaubst, zeig mir doch mal ´ne Quelle wo sie zugibt 2 Hausangestellte zu haben...

lordsofmidnight
10.09.2006, 22:47
oops, vergessen...

Und noch was: Wie sieht die Frau deiner Träume aus?

DAS wäre dann doch zu privat :freches grinsen:

Inaktiver User
10.09.2006, 23:09
Nun, das macht doch Eva Herman auch nur, oder etwa nicht?
Mit dem gewichtigen Unterschied, daß das Handeln von Feministinnen inzwischen krasse Benachteiligungen für Männer und Kinder entwickelte.
Stimmt definitiv nicht. Hausfrauen misshandeln ihre Kinder signifikant öfter als Berufstätige. Und wenn Männer sich während der Ehe partnerschaftlich verhalten, müssen sie nach einer Scheidung nicht bluten.

Bei allen im öffentlichen Dienst z.B.
Aber auch bei vielen anderen Stellenangeboten aus der Privatwirtschaft.
LOL. Wohl schon länger keine Stellenanzeigen mehr gelesen?

Eine Quelle zu nennen, wo sie etwas verschweigt, ist nun einmal nicht möglich. Wenn Du´s nicht glaubst, zeig mir doch mal ´ne Quelle wo sie zugibt 2 Hausangestellte zu haben...
Gerne (http://www.insm.de/Presse/Interviews/Interviews/Interview_mit_Dr._Ursula_von_der_Leyen.html;jsessi onid=323A859DF9087A06B4A0633D4EE74364)

Inaktiver User
10.09.2006, 23:12
Tun sie das? Oder zeigen sie Frauen lediglich die Wahlmöglichkeiten auf?

Nun, das macht doch Eva Herman auch nur, oder etwa nicht?
Mit dem gewichtigen Unterschied, daß das Handeln von Feministinnen inzwischen krasse Benachteiligungen für Männer und Kinder entwickelte.

Deine Wahrnehmung der Hermanschen Thesen, scheint eine andere, als die derer, die sich diesen Ideen gegenüber ablehnend geäussert haben. Das ist kein Problem, denn da kann jeder für sich entscheiden. Die Benachteiligung von Männern und Kindern kann ich allerdings nirgens erkennen. Alle bisher von Dir genannten Beispiele beruhen auf einem vorher gelebten Familienkonstrukt, dass die nach der Trennung empfundene Benachteiligung hervorrief. Das Problem ist wohl eher der Mann, der viel redet, jammert und sich doch nicht bewegen will.



Bei welchen?

Bei allen im öffentlichen Dienst z.B.
Aber auch bei vielen anderen Stellenangeboten aus der Privatwirtschaft.
Und das Frauenbeauftragte jemals ein Mann geworden ist, wäre mir auch nicht bekannt.

Der ÖD hat diese Formulierung so lange in seinen Stellenanzeigen zu haben, bis der Anteil der Frauen in den Dienststellen dem der Männer entspricht. Bei niedrig dotierten Stellen würden sie oft auch gern den Männeranteil erhöhen, kommen aber nicht dazu, weil sich Männer eher für die Stellen in den höheren Bereichen begeistern und dort ist der Frauenanteil immer noch gering.

Einen männlichen Frauenbeauftragten halte ich für etwas überaus dümmliches, denn wieso sollte man es den Frauen aus der Hand nehmen, ihre Interessen zu vertreten? Das leuchtet mir beim besten Willen nicht ein. Das wäre so, als ob man als Lobbyisten für die pharmazeutische Industrie einen Naturheilkundler einzusetzen verlangt. Auf diese nette Idee käme auch keiner.

Inaktiver User
10.09.2006, 23:13
Und noch was: Wie sieht die Frau deiner Träume aus?

DAS wäre dann doch zu privat :freches grinsen:

Mich interessiert nur, ob das, wovon du träumst, überhaupt annähernd exisitieren könnte, also so eine art gefügige, liebevolle, selbstständige eierlegende Wollmilchsau oder so.

Inaktiver User
10.09.2006, 23:17
Mich interessiert nur, ob das, wovon du träumst, überhaupt annähernd exisitieren könnte, also so eine art gefügige, liebevolle, selbstständige eierlegende Wollmilchsau oder so.

Ist schon eine schöne Idee: die Frau steigt aus ihrem Beruf aus, widmet sich dem heimischen Herd und nach diversen Jahren Berufslosigkeit nach der Trennung macht sie es wie Superman - ab in die Telefonzelle, den Karrieredress übergeworfen und sich mal zügig selbst versorgt, ohne dem Exgatten auf der gequälten Tasche zu liegen.

Ich seh sie schon vor mir und ich liebe diese Telefonszene :freches grinsen:

Inaktiver User
11.09.2006, 00:07
Ist schon eine schöne Idee: die Frau steigt aus ihrem Beruf aus, widmet sich dem heimischen Herd und nach diversen Jahren Berufslosigkeit nach der Trennung macht sie es wie Superman - ab in die Telefonzelle, den Karrieredress übergeworfen und sich mal zügig selbst versorgt, ohne dem Exgatten auf der gequälten Tasche zu liegen.

Ich seh sie schon vor mir und ich liebe diese Telefonszene :freches grinsen:
Nun, Du kannst gerne weiter alle Argumente ignorieren, überzeugender wird das Bild von der armen Mutti, die im Glauben an das Gute im Ehemann, vor allem seiner guten Zahlungsverpflichtung, in stiller Einfalt und edler Größe ihr Schicksal vertrauensvoll in dessen Hände legt, dadurch aber auch nicht.

Aber das hier sehen wir gleich:

Sie scheint von einem Extrem zum anderen pendeln zu wollen und kommt doch nirgens an. Aus ihren Thesen, die ich letztens in der ersten Lesung zu ihrem Buch auch noch live hören durfte, spricht eine Unzufriedenheit, die fast an Depression grenzt und für mich etwas sehr persönliches ist, dass aber nicht auf viele Frauen zu übertragen ist.

Weiss ja nicht, wie es Euch geht, aber ich habe dieses depressive Pendeln als etwas typisch Weibliches kennen und schätzen gelernt.
Vielleicht ward ihr einfach noch nicht oft genug mit Frauen verbandelt, dass ihr den reichen Erfahrungshintergrund von Broder und Konsorten sammeln konntet :freches grinsen: ?

Inaktiver User
11.09.2006, 00:58
Weiss ja nicht, wie es Euch geht, aber ich habe dieses depressive Pendeln als etwas typisch Weibliches kennen und schätzen gelernt.
Vielleicht ward ihr einfach noch nicht oft genug mit Frauen verbandelt, dass ihr den reichen Erfahrungshintergrund von Broder und Konsorten sammeln konntet [/COLOR] :freches grinsen: ?


Ach, die Weisheit alter Männer - wow, das wird mir natürlich immer abgehen.

Inaktiver User
11.09.2006, 01:16
gelöscht

Inaktiver User
11.09.2006, 01:16
Wau, das stimmt.

:ahoi:, mnn

lordsofmidnight
11.09.2006, 07:09
Stimmt definitiv nicht. Hausfrauen misshandeln ihre Kinder signifikant öfter als Berufstätige. Und wenn Männer sich während der Ehe partnerschaftlich verhalten, müssen sie nach einer Scheidung nicht bluten.

Ach so: Frauen müssen also rein in den Beruf damit sie zu Hause nicht ihre Kinder quälen. Sag mal, was ist denn das für eine abstruse Argumentation?
Und mit dem "partnerschaftlichen Verhalten" ist das auch so eine Sache: Was macht Mann denn, wenn die Frau das gar nicht will?
Dann ist er nach ´ne Scheidung wieder der Dumme...


LOL. Wohl schon länger keine Stellenanzeigen mehr gelesen?

Spar Dir dein LOL. Du weißt, daß es so ist.



Deine Wahrnehmung der Hermanschen Thesen, scheint eine andere, als die derer, die sich diesen Ideen gegenüber ablehnend geäussert haben. Das ist kein Problem, denn da kann jeder für sich entscheiden.

Richtig.

Die Benachteiligung von Männern und Kindern kann ich allerdings nirgens erkennen. Alle bisher von Dir genannten Beispiele beruhen auf einem vorher gelebten Familienkonstrukt, dass die nach der Trennung empfundene Benachteiligung hervorrief. Das Problem ist wohl eher der Mann, der viel redet, jammert und sich doch nicht bewegen will.

Wenn Mütter aufgrund ihrer Berufstätigkeit zuwenig Zeit für die Kinder haben, ist das eben Benachteiligung. Was denn sonst?
Und warum ist hier wieder der Mann das Problem?


Der ÖD hat diese Formulierung so lange in seinen Stellenanzeigen zu haben, bis der Anteil der Frauen in den Dienststellen dem der Männer entspricht.

Ja, warum eigentlich?
In (öffentlichen) Schulen und Kindergärten ist der Frauenanteil weit über 90% mit der Folge, daß gerade Jungs unter dieser Weiblichkeit leiden und entsprechend mangelhafte Leistungen zeigen. Sieh Dir mal die Pisa-Studie an. Da gibt´s auch keine Quote für Männer, sie wurde -erst kürzlich- ausdrücklich von weiblichen Kultusministerinnen abgelehnt.
Sowas nenne ich Machtspiele auf dem Rücken von Kindern, nichts anderes.


Einen männlichen Frauenbeauftragten halte ich für etwas überaus dümmliches, denn wieso sollte man es den Frauen aus der Hand nehmen, ihre Interessen zu vertreten? Das leuchtet mir beim besten Willen nicht ein. Das wäre so, als ob man als Lobbyisten für die pharmazeutische Industrie einen Naturheilkundler einzusetzen verlangt. Auf diese nette Idee käme auch keiner.

Na, dann spräche ja auch nichts dafür für jede existierende Frauenbeauftragte eine Planstelle für einen Männerbeauftragten zu schaffen. Wir bekommen dann den Staatsbankrott noch schneller hin.
Besser wäre allerdings diesen ganzen Schmonzens abzuschaffen.
Um es mal auf den Punkt zu bringen: Die Benachteiligung der Frau existiert heute im Prinzip nicht mehr. Ergo werden auch keine staatlich bezahlten Beauftragten dafür mehr benötigt.

Inaktiver User
11.09.2006, 08:01
Der ÖD hat diese Formulierung so lange in seinen Stellenanzeigen zu haben, bis der Anteil der Frauen in den Dienststellen dem der Männer entspricht.

Ja, warum eigentlich?
In (öffentlichen) Schulen und Kindergärten ist der Frauenanteil weit über 90% mit der Folge, daß gerade Jungs unter dieser Weiblichkeit leiden und entsprechend mangelhafte Leistungen zeigen. Sieh Dir mal die Pisa-Studie an. Da gibt´s auch keine Quote für Männer, sie wurde -erst kürzlich- ausdrücklich von weiblichen Kultusministerinnen abgelehnt.
Sowas nenne ich Machtspiele auf dem Rücken von Kindern, nichts anderes.

Und woran liegt das wohl? Daran, dass so viele Männer Kindergärtner und Grundschullehrer werden wollen und abgelehnt werden?

lordsofmidnight
11.09.2006, 08:10
Und woran liegt das wohl? Daran, dass so viele Männer Kindergärtner und Grundschullehrer werden wollen und abgelehnt werden?

Nö, sicherlich auch am mangelndes Verständnis von Männern für diesen Beruf. Warum werden da keine Männer-Förderprogramme aufgelegt, die für Frauen in Männerberufen längst selbstverständlich sind? Wenn man diesen Zustand als gottgegeben ansehen würde, wären Frauen entsprechend immer noch am Herd und nicht draußen im Beruf.

Inaktiver User
11.09.2006, 08:42
Wenn Mütter aufgrund ihrer Berufstätigkeit zuwenig Zeit für die Kinder haben, ist das eben Benachteiligung. Was denn sonst?
Und warum ist hier wieder der Mann das Problem?

Der Mann ist in dem Moment das Problem, wo zwei Menschen ein Kind haben und man den Müttern erzählen will, dass sie zu wenig Zeit hätten. Davon abgesehen, dass ich nicht weiss, wer in der Lage ist, die Menge der benötigten Zeit zu quantifizieren. Dich halte ich in diesem Punkt nicht für kompeten, denn wenn ich sehe, wie Du Dir widersprichst. Das eine Mal muss Schweden als Vorbild für Unterhalt und ähnliches herhalten und jetzt vermeidest Du es, dort zu schauen, wie Eltern und Kinder diesen Unterhalt durch einen anderen Lebensstil vermeiden.

Dort sind Frauen voll berufstätig, dort gibt es Kindergärten, die die Kinder auch über Nacht betreuen, dort sind Frauen in Führungspositionen und Kinder ohne "Verluste" ganztags fremdbetreut. Oder meinst Du die Schwedin, die nach der Trennung keinen Unterhalt und nach dem Tod des Partners keine Witwenrente bezieht, hat die Zeit mit ihren Kindern zu Hause verbastelt? Nein, sie war, wie auch der Vater dieser Kinder berufstätig.

So lange sich Männer der Teilhabe an ihren Kindern und der Mitwirkung am Haushalt entziehen, werden sie zahlen müssen, wenn die Beziehung, wie es in 50 % der Fälle in D geschieht, in die Brüche geht, da unter diesen Bedingungen nur für die wenigsten eine Berufstätigkeit möglich ist, die die Frau ernähren kann.


Ja, warum eigentlich?
In (öffentlichen) Schulen und Kindergärten ist der Frauenanteil weit über 90% mit der Folge, daß gerade Jungs unter dieser Weiblichkeit leiden und entsprechend mangelhafte Leistungen zeigen. Sieh Dir mal die Pisa-Studie an. Da gibt´s auch keine Quote für Männer, sie wurde -erst kürzlich- ausdrücklich von weiblichen Kultusministerinnen abgelehnt.
Sowas nenne ich Machtspiele auf dem Rücken von Kindern, nichts anderes.

Liest Du eigentlich, was andere schreiben? Es gibt zu wenig Frauen in höheren Positionen. Als Schreibkraft, Erzieher oder Grundschullehrer hast Du so wenig männliche Bewerber, dass sie keine Quote benötigen, weil sie einen Platz finden. Sie existieren allerdings kaum.

Beispiel Schule: Ab Realschule steigt der Anteil der männlichen Lehrer massiv an. In Leitungsfunktionen sind sie überrepräsentiert. Das sollte zu denken geben und führt Deine Ideen ad absurdum.

Ich bin schon lange für männliche Erzieher im Vorschul- und Hortbereich und würde sie auch gerne an der Grundschule sehen. Ich war lange im Elternrat, der die Bewerbungen der Kita zur Kenntnis bekam. Einmal in den ganzen Jahren ein männlicher Bewerber, der genommen wurde und dann lieber in einen anderen Bereich ging, weil ihm Verdienst und Aufstiegschancen zu gering waren. Das ist die Realität und da braucht man keine Quote, da braucht man Männer, die mit Kindern arbeiten wollen, obwohl sie den Verdienst haben, den dieser Beruf mit sich bringt.



Na, dann spräche ja auch nichts dafür für jede existierende Frauenbeauftragte eine Planstelle für einen Männerbeauftragten zu schaffen. Wir bekommen dann den Staatsbankrott noch schneller hin.
Besser wäre allerdings diesen ganzen Schmonzens abzuschaffen.
Um es mal auf den Punkt zu bringen: Die Benachteiligung der Frau existiert heute im Prinzip nicht mehr. Ergo werden auch keine staatlich bezahlten Beauftragten dafür mehr benötigt.

Wenn es Benachteiligung von Männern im Beruf gäbe, wäre es bestimmt sinnvoll, einen Männerbeauftragten einzusetzen.

Die Benachteiligung von Frauen gerade bei höher dotierten Stellen und auch was den Aufstieg angeht, kannst Du an der Zahl der Frauen in Führungspositionen nachsehen. Gerade der öffentliche Dienst hat hier die Aufgabe dafür zu sorgen, dass Chancengleichheit entsteht.

Den Staatsbankrott wird die Funktion der Frauenbeauftragten nicht zur Folge haben.

Schade, dass Du so uninformiert bist. So muss man Allgemeinplätze für Dich aufrollen, die Du leicht selbst ergründen könntest. Aber ist wohl schön, eine Meinung zu haben, selbst wenn sie in sich nicht mal stimmig ist.

vita

keinname
11.09.2006, 08:42
mädelz, don't feed the troll!

Inaktiver User
11.09.2006, 08:46
Und woran liegt das wohl? Daran, dass so viele Männer Kindergärtner und Grundschullehrer werden wollen und abgelehnt werden?

Nö, sicherlich auch am mangelndes Verständnis von Männern für diesen Beruf. Warum werden da keine Männer-Förderprogramme aufgelegt, die für Frauen in Männerberufen längst selbstverständlich sind? Wenn man diesen Zustand als gottgegeben ansehen würde, wären Frauen entsprechend immer noch am Herd und nicht draußen im Beruf.

Es gibt diese Programme. Sie werden durch das Bundesministerium gefördert und gerade in den letzten Wochen wurde über eins berichtet, dessen Plakatwerbung selbst Dir in der nächsten Zeit auffallen dürfte.

Mensch, informier Dich doch mal, bevor Du so etwas verbreitest.

Inaktiver User
11.09.2006, 09:06
Dort sind Frauen voll berufstätig, dort gibt es Kindergärten, die die Kinder auch über Nacht betreuen, dort sind Frauen in Führungspositionen und Kinder ohne "Verluste" ganztags fremdbetreut. Oder meinst Du die Schwedin, die nach der Trennung keinen Unterhalt und nach dem Tod des Partners keine Witwenrente bezieht, hat die Zeit mit ihren Kindern zu Hause verbastelt? Nein, sie war, wie auch der Vater dieser Kinder berufstätig.
Ja, und dass die Verhältnisse in Schweden und Frankreich so sind, wie sie sind, haben die dortigen Feministinnen erreicht - während es die deutschen Damen schlicht verbockt haben, indem sie die falschen Forderungen stellten, z.B. nach Ehegattenunterhalt, statt Ausbau von Kinderbetreuung, um nur eines zu nennen.
Weswegen sich jetzt eine Herman hinstellt und rumjammert, dass sie viel lieber einen ( gutverdienenden ? ) Ehemann hätte "arbeiten schicken" sollen !



So lange sich Männer der Teilhabe an ihren Kindern und der Mitwirkung am Haushalt entziehen, werden sie zahlen müssen, wenn die Beziehung, wie es in 50 % der Fälle in D geschieht, in die Brüche geht, da unter diesen Bedingungen nur für die wenigsten eine Berufstätigkeit möglich ist, die die Frau ernähren kann.
Nun, sie zahlen da ja für eine Politik, die sie selber nicht gemacht haben, nicht wahr.
Ausserdem widerspricht Dir doch keiner, sicher kann man nur das einen mit dem anderen zusammen reformieren. Das gilt übrigens in beide Richtungen, deswegen sind ja auch z.B. Forderungen nach einer Förderung der männlichen Beteiligung an der Erziehung durch Elterngeld so lächerlich, solange z.B. sich diese Forderung nicht auch in einer geänderten Rechtsprechung im Umgangsrecht niederschlägt - mann bekommt schon den Eindruck, dass da Frauen mal wieder alle Rechte, aber keine Pflichten wollen.

Und wer spricht denn von vollständiger Eigenfinanzierung ? Ein nicht überobligatorisches Dazuverdienen würde doch erstmal reichen. Selbst das gibt es aber nicht.

Inaktiver User
11.09.2006, 09:16
Ja, und dass die Verhältnisse in Schweden und Frankreich so sind, wie sie sind, haben die dortigen Feministinnen erreicht - während es die deutschen Damen schlicht verbockt haben, indem sie die falschen Forderungen stellten, z.B. nach Ehegattenunterhalt, statt Ausbau von Kinderbetreuung, um nur eines zu nennen.

Meinen Segen hätte eine solche Regelung in jedem Fall. Ich bin der Meinung, dass die Zeit auch in Deutschland reif ist, Ehegattensplitting, Witwenrente, Kostenlose Mitversicherung von Ehegatten und Unterhalt zu überdenken und zur Ausnahme zu machen. Aber das kennst Du ja von mir.


Nun, sie zahlen da ja für eine Politik, die sie selber nicht gemacht haben, nicht wahr.
Ausserdem widerspricht Dir doch keiner, sicher kann man nur das einen mit dem anderen zusammen reformieren. Das gilt übrigens in beide Richtungen, deswegen sind ja auch z.B. Forderungen nach einer Förderung der männlichen Beteiligung an der Erziehung durch Elterngeld so lächerlich, solange z.B. sich diese Forderung nicht auch in einer geänderten Rechtsprechung im Umgangsrecht niederschlägt - mann bekommt schon den Eindruck, dass da Frauen mal wieder alle Rechte, aber keine Pflichten wollen.

Und wer spricht denn von vollständiger Eigenfinanzierung ? Ein nicht überobligatorisches Dazuverdienen würde doch erstmal reichen. Selbst das gibt es aber nicht.

Wer wenn nicht Männer, waren die Entscheidungsträger in der Politik der 70er Jahre? Wer hat heute immer noch ein stimmmässiges Übergewicht in allen Gremien?

Es sind Männer und sie sind in Politik, Rechtsprechung und Wirtschaft nach wie vor die Entscheidungsträger. Ich sehe da eher die Hoffnung, dass sich mit ihrem Festhalten an vielen alten Positionen auch die Situation nicht änderm möge. Das schlimme ist allerdings, dass sie das eine zementieren während sie eine echte Weiterentwicklung verhindern. Einen Gefallen tut man damit niemandem.

Wenn man fordert, dass sich das Umgangsrecht ändern solle, sollte man von Männern auch in den Familien eine aktive Teilhabe mit höherer Frauenerwerbstmöglichkeit fordern. So lange Männer in der Ehe etwas anderes leben, als sie es nach der Trennung fordern, wird das nichts werden.

Inaktiver User
11.09.2006, 09:31
Also, schön, dass Du erstmal dem hier

Und wer spricht denn von vollständiger Eigenfinanzierung ? Ein nicht überobligatorisches Dazuverdienen würde doch erstmal reichen. Selbst das gibt es aber nicht.

nicht widersprichst. Mehr darf mann in einem Frauenforum nicht erwarten :unterwerf: ....


Und, äh, irgendwie habe ich den Eindruck, dass wir Dinge unterschiedlich wahrnehmen.

Wer wenn nicht Männer, waren die Entscheidungsträger in der Politik der 70er Jahre? Wer hat heute immer noch ein stimmmässiges Übergewicht in allen Gremien?

Meine ich es nur, oder hat nicht sogar die Bundesfamilienministerin die Unterrepräsentanz von Männern in der Familienpolitik beklagt ? Alle wichtigen Positionen in diesem Bereich, inkl. vieler Positionen in Bereich der Bildung etc., sind doch schon lange in feministischer Hand.

Auch etwas, was die gute Herman anspricht, um dann darauf hinzuweisen, dass die falschen Forderungen dieser Damen das Leben vieler Frauen zu einer zermürbenden Qual gemacht haben. Du weisst, Ehegattenunterhalt statt Kindesbetreuung usf. :zwinker: ....



Und hierzu

So lange Männer in der Ehe etwas anderes leben, als sie es nach der Trennung fordern, wird das nichts werden.

hatte ich meine Meinung schon gesagt, die Beweislastumkehr, die hinter diesen Worten steckt, sorgt dafür, dass ( manche ! ) Männer in Scheidungsverfahren auf das Übelste abgezockt werden, von Frauen, die keinerlei Unrechtsbewußtsein mehr haben. Es wäre kein Problem, wenn die Frauen mit dem Typen erst dann Kinder bekommen, wenn sie sich schriftlich haben geben lassen, dass er willens ist, sie zu versorgen ....

lordsofmidnight
11.09.2006, 09:38
Der Mann ist in dem Moment das Problem, wo zwei Menschen ein Kind haben und man den Müttern erzählen will, dass sie zu wenig Zeit hätten.

Wenn es Realität ist, daß die Mutter zuwenig Zeit für die Kinder hat, ist ganz bestimmt nicht der Mann das Problem, jedenfalls nicht ausschließlich. Da wäre es doch wohl eher an der Zeit, daß sich beide zusammensetzen. In dieser Hinsicht ist Deine eineitige Problematisierung des Mannes schlicht falsch.

Davon abgesehen, dass ich nicht weiss, wer in der Lage ist, die Menge der benötigten Zeit zu quantifizieren. Dich halte ich in diesem Punkt nicht für kompeten,

Danke für die Blumen, aber ich habe bestimmt nicht den Anspruch Dir meine Kompetenz aufzuzeigen. Möglicherweise ist dies ohnehin vergebens bei Dir.

denn wenn ich sehe, wie Du Dir widersprichst. Das eine Mal muss Schweden als Vorbild für Unterhalt und ähnliches herhalten und jetzt vermeidest Du es, dort zu schauen, wie Eltern und Kinder diesen Unterhalt durch einen anderen Lebensstil vermeiden. Dort sind Frauen voll berufstätig, dort gibt es Kindergärten, die die Kinder auch über Nacht betreuen, dort sind Frauen in Führungspositionen und Kinder ohne "Verluste" ganztags fremdbetreut.

Sag doch gleich, daß Du aus egozentrischen weiblichen Selbstverwirklichungsgründen die Kinder in Fremdbetreuung stecken willst. Was ist so schwer daran zu begreifen, daß für Kinder eben eine Mama und ein Papa mit viel Zeit am sinnvollsten ist?

So lange sich Männer der Teilhabe an ihren Kindern und der Mitwirkung am Haushalt entziehen, werden sie zahlen müssen, wenn die Beziehung, wie es in 50 % der Fälle in D geschieht, in die Brüche geht, da unter diesen Bedingungen nur für die wenigsten eine Berufstätigkeit möglich ist, die die Frau ernähren kann.

Halten wir also fest:
Ein in Vollzeit arbeitender Vater soll nach Feierabend noch im Haushalt mithelfen (was bei einer nicht berufstätigen Mutter ,meiner Meinung nach, allein ihre Sache wäre). Macht er es nicht, soll er nach einer Trennung zahlen. Aha. Und wofür bittesehr?
Sorry, aber Dein Männerbild doch extrem von Vorurteilen geprägt. Siehst Du Männer nur als Arbeits- und Zahlesel an?


Liest Du eigentlich, was andere schreiben? Es gibt zu wenig Frauen in höheren Positionen.

Richtig. Und woran liegt das Deiner Meinung nach? Wieder am Mann?

Als Schreibkraft, Erzieher oder Grundschullehrer hast Du so wenig männliche Bewerber, dass sie keine Quote benötigen, weil sie einen Platz finden. Sie existieren allerdings kaum.

Du bestätigst mich, ohne es zu merken:
Mit Deinem Argument würden Frauen noch wie in den 50ern zu Hause und nicht im Beruf draußen sein. Die vereinzelten Frauen die damals eine Stelle suchten brauchten auch keine Quote. Du argumentierst wie die damaligen Patriachaten.
Übrigens: Wenn es zuwenige männliche Bewerber gibt, sollte man dann nicht alles dafür tun, daß sich daran was ändert? Auch, und gerade im Sinne der Kinder? Auch Du willst offensichtlich kein Stückchen der -zugegebenermaßen- hart erkämpften Frauen-Macht abgeben, auch wenn Jungs in den Bildungseinrichtungen darunter leiden. So eine Einstellung ist definitiv Geschlechter-Machtkampf ohne Rücksicht auf (kindliche) Verluste. Beschämend und bezeichnend für den moralischen Bankrott des Feminismus.

Beispiel Schule: Ab Realschule steigt der Anteil der männlichen Lehrer massiv an. In Leitungsfunktionen sind sie überrepräsentiert. Das sollte zu denken geben und führt Deine Ideen ad absurdum.

Nö. Ab Realschule ist der Kuchen nämlich schon längst gegessen, und die Jungs haben durch die weibliche Übermacht längst Schaden erlitten. Da nützt es nix mehr, wenn der Rektor oder deren Vertreter Männer sind. Inzwischen gibt es schon Kinder von alleinerziehenden Müttern, die bis zu, 12. Lebensjahr keinerlei männliche Bezugspersonen haben.

Ich bin schon lange für männliche Erzieher im Vorschul- und Hortbereich und würde sie auch gerne an der Grundschule sehen. Ich war lange im Elternrat, der die Bewerbungen der Kita zur Kenntnis bekam. Einmal in den ganzen Jahren ein männlicher Bewerber, der genommen wurde und dann lieber in einen anderen Bereich ging, weil ihm Verdienst und Aufstiegschancen zu gering waren. Das ist die Realität und da braucht man keine Quote, da braucht man Männer, die mit Kindern arbeiten wollen, obwohl sie den Verdienst haben, den dieser Beruf mit sich bringt.

Damit zementierst Du den Status Quo, jedenfalls wenn´s um die Männer geht. Ich bin in der freien Wirtschaft tätig. Bei der Besetzung des Postens für die kaufmännische Leitung (hatte vorher eine kompetente Frau, die sich hochgearbeitet hat und dann in Rente ging) kamen genau 112 Bewertungen. Eine einzige kam von einer Frau. Warum beklagst Du Dich angesichts dessen über mangelnden Frauenanteil in Führungspositionen, während Du gleichzeitig die Erfahrung gemacht hast, daß kaum jemand Erzieher werden will. Sorry, aber diese Argumentation ist einseitig und paßt nicht. Wenn es eine Unterbesetzung gibt, müssen entweder beide Geschlechter gefördert werden, oder keins.

Wenn es Benachteiligung von Männern im Beruf gäbe, wäre es bestimmt sinnvoll, einen Männerbeauftragten einzusetzen.

Nun, die Benachteiligung von Männern im Beruf ist doch offensichtlich. Längst ist z.B. erwiesen daß 24 von 25 der schmutzigsten und gefährlichsten Berufe reine Männersache sind.
Wo bleiben also die Männerbeauftragten?
Wo bleiben die weiblichen Rufe nach Quote bei Möbelpackern, Stahlwerkern, Maurern und Bergleuten? Auch bei Gerüstbauern und Kanalarbeitern ist der Ruf nach weiblicher Quote noch nie zu hören gewesen. Es wird also reine Rosinenpickerei betrieben und stattdessen Frauen in Führungspositionen gefordert, während die schmutzigen und gefährlichen Jobs ganz easy den Männern überlassen werden. Unglaubwürdiger geht´s nicht mehr.


Die Benachteiligung von Frauen gerade bei höher dotierten Stellen und auch was den Aufstieg angeht, kannst Du an der Zahl der Frauen in Führungspositionen nachsehen. Gerade der öffentliche Dienst hat hier die Aufgabe dafür zu sorgen, dass Chancengleichheit entsteht.

Die Zahl der Frauen in Führungspositionen ist gering, stimmt. Die Frage ist doch: Woran liegt das? Und warum gibt es keine Chancengleichheit bei (öffentlichen) Berufen wie Müllmann/Müllfrau? Ich kann´s Dir sagen: Weil Frauen wie Du nur Chancengleichheit in netten, sauberen und ungefährlichen Berufen fordern. Konsequenterweise müßtest Du auch fordern daß die Frauenquote bei Kampfeinsätzen im Kongo oder in Afghanistan
mind. 50% beträgt.

Schade, dass Du so uninformiert bist. So muss man Allgemeinplätze für Dich aufrollen, die Du leicht selbst ergründen könntest. Aber ist wohl schön, eine Meinung zu haben, selbst wenn sie in sich nicht mal stimmig ist.

Deine persönlichen Angriffe spar Dir bitte. Wenn Du nicht mit mir diskutieren willst, laß es halt.

lordsofmidnight
11.09.2006, 09:45
Es gibt diese Programme. Sie werden durch das Bundesministerium gefördert und gerade in den letzten Wochen wurde über eins berichtet, dessen Plakatwerbung selbst Dir in der nächsten Zeit auffallen dürfte.


`ne Plakatwerbung: WOW, ich bin begeistert. Wie wäre es stattdessen mit einer gesetzlich verbrieften Quote?

Das Bundesministerium für alle außer Männer ist ohnehin nicht ernst zu nehmen, es gibt dort nicht eine einzige Abteilung die sich mit Männerfragen beschäftigt.

Inaktiver User
11.09.2006, 09:46
Ich stimme Dir zu, dass es Abzocke von Seiten der Frauen gibt. Genauso finden wir Unterhaltsverweigerer, Männer, die selbstständig sind und sich arm rechnen - klappt hervorragend, weiss ich aus dem näheren Umfeld -, Männer, die Deals mit ihrem Chef machen und schwarz nebenbei arbeiten, Frauen, die auf Unterhalt verzichten, Frauen, die Unterhalt an ihre Männer zahlen... . Das alles gibt es und noch vieles mehr. Ich sehe aber nicht, dass eine Änderung alle Probleme beseitigen würde, denn gerade im Familienrecht, wo es oft so viele Verletzungen zu bearbeiten gäbe, die nicht justiziabel sind, wird es kaum ohne Opfer abgehen.

Diese gibt es übrigens auch z.B. in Frankreich, was ich mal in einem längeren Bericht über Scheidungsopfer im franz. Fernsehen anschauen durfte. Dort ging es um Erwachsene und Kinder, die unter den dortigen Gegebenheiten leiden und keinen Schutz durch ein Rechtssystem erhalten, das wieder andere Prioritäten setzt, als das unsrige.

Dass es Unterrepräsentanz von Männern im Familien-, Erziehungs- und auch Sozialbereich gibt und gab ist klar. In diesem Bereich werden Gesetzesinitiativen entwickelt und in die Gremien zur Abstimmung eingebracht. Dort werden keine Beschlüsse über Änderungen in der Rechtssprechung getroffen, die gesetzeswirksam sind. Dafür muss man zunächst Mehrheiten schaffen und die bestanden und bestehen immer noch zu einem grossen Anteil aus Männern.

In den 70er Jahren war der Bundestag nahezu frauenfrei, wie Du gern nachschauen kannst. Da war nicht viel mit Feministinnenmacht.

Und jeder Frau zu unterstellen, sie sei Feministin, ist eine These, die mindestens das Etikett "zweifelhaft" verdient.

Inaktiver User
11.09.2006, 09:48
`ne Plakatwerbung: WOW, ich bin begeistert. Wie wäre es stattdessen mit einer gesetzlich verbrieften Quote?

Das Bundesministerium für alle außer Männer ist ohnehin nicht ernst zu nehmen, es gibt dort nicht eine einzige Abteilung die sich mit Männerfragen beschäftigt.

Vielleicht informierst Du Dich zur Abwechselung mal, bevor Du Dich mit solchen Sprüchen blamierst - wissen schadet oft nicht.

Aber manchen reicht eine Meinung.:wie?:

lordsofmidnight
11.09.2006, 10:04
Ich stimme Dir zu, dass es Abzocke von Seiten der Frauen gibt. Genauso finden wir Unterhaltsverweigerer, Männer, die selbstständig sind und sich arm rechnen - klappt hervorragend, weiss ich aus dem näheren Umfeld -, Männer, die Deals mit ihrem Chef machen und schwarz nebenbei arbeiten, Frauen, die auf Unterhalt verzichten, Frauen, die Unterhalt an ihre Männer zahlen... .

Abzocker(innen) gibt´s auf beiden Seiten, keine Frage.
Tatsache ist aber auch: Die Quote der männlichen Unterhaltszahler ist wesentlich höher als die der weiblichen.

Der Selbstbehalt für einen Unterhaltspflichtigen liegt, wenn er arbeitet je nach Bundesland bei 890 Euro. Dafür muß dieser Wohnung und Leben finanzieren, außerdem den Kindesumgang. Arbeitet er nicht bleiben ca. 770 Euro. Ich kann jeden nichtzahlenden Vater verstehen, der getrennt lebt, weil seine Ex sich einen neuen gesucht und das Kind -natürlich- mitgenommen hat. Warum sollte der auch nur 1 cent zahlen? Warum sollte ein Vater zahlen, der seine Kinder nicht sehen darf? Warum, wenn eine Mutter einfach mal aus Bock die Scheidung einreicht, weil ihr Männe nicht mehr gut genug ist? Warum, wenn er per Gesetz kein Umgangsrecht hat obwohl er der Papa ist und das Kind liebt? Warum, wenn Mama schlicht keinen Bock hat selbst zu arbeiten?
Fragen über Fragen...

Bei einem unterhaltspflichtigen Vater wird übrigens ganz genau hingeschaut, und der Unterhalt auf den Cent genau ausgerechnet, während die Unterhaltsempfängerin problemlos für den Kindesuntehalt 10 Flaschen Schnaps und 2 Stangen Zigaretten kaufen kann, auch wenn sie dafür die Kita-Beiträge schuldig bleibt. Das ist Fakt. Juckt meist nicht einmal das Jugendamt, selbst wenn es bekannt wird.

Das alles gibt es und noch vieles mehr. Ich sehe aber nicht, dass eine Änderung alle Probleme beseitigen würde, denn gerade im Familienrecht, wo es oft so viele Verletzungen zu bearbeiten gäbe, die nicht justiziabel sind, wird es kaum ohne Opfer abgehen.

Nun, es wäre viel geholfen wenn in strittigen Fällen Männer öfters das Sorgerecht zugesprochen bekämen, und folglich Mütter arbeiten und zahlen müßten. Dann bekämen wir hier gleich Unterhalts-Gesetzesänderungen ;-)


Dass es Unterrepräsentanz von Männern im Familien-, Erziehungs- und auch Sozialbereich gibt und gab ist klar. In diesem Bereich werden Gesetzesinitiativen entwickelt und in die Gremien zur Abstimmung eingebracht. Dort werden keine Beschlüsse über Änderungen in der Rechtssprechung getroffen, die gesetzeswirksam sind. Dafür muss man zunächst Mehrheiten schaffen und die bestanden und bestehen immer noch zu einem grossen Anteil aus Männern.

Sämtliche Ausschüsse in Familienpolitischen Fragen sind mit Frauen weit überrepräsentiert. Sämtliche Gesetzesvorlagen in diesem Bereich werden weit überwiegend von Frauen aufgelegt.

In den 70er Jahren war der Bundestag nahezu frauenfrei, wie Du gern nachschauen kannst. Da war nicht viel mit Feministinnenmacht.

Ich begrüße ja durchaus, daß Frauen da sitzen. Ist doch gut. Nur sollten sie diese Macht nicht zum Geschlechterkampf mißbrauchen.

Und jeder Frau zu unterstellen, sie sei Feministin, ist eine These, die mindestens das Etikett "zweifelhaft" verdient

Wer macht das denn?

lordsofmidnight
11.09.2006, 10:08
Vielleicht informierst Du Dich zur Abwechselung mal, bevor Du Dich mit solchen Sprüchen blamierst - wissen schadet oft nicht.

Habe ich gemacht
Ich hatte kürzlich das Bundesministerium für alle außer Männer angeschrieben. Es wurde mir bestätigt, daß es dort keine männerpolitische Abteilung gibt, die sich ausschließlich mit Männern beschäftigt.

Das Info-Defizit liegt also bei Dir.

Inaktiver User
11.09.2006, 10:26
Vielleicht informierst Du Dich zur Abwechselung mal, bevor Du Dich mit solchen Sprüchen blamierst - wissen schadet oft nicht.

Habe ich gemacht
Ich hatte kürzlich das Bundesministerium für alle außer Männer angeschrieben. Es wurde mir bestätigt, daß es dort keine männerpolitische Abteilung gibt, die sich ausschließlich mit Männern beschäftigt.

Das Info-Defizit liegt also bei Dir.

Männer sind Jungs, also Kinder und werden gesondert betrachtet.

Männer sind Familie und werden mit Aufmerksamkeit bedacht.

Männer sind Senioren und werden dort erfasst.

Weiterhin werden sie im Bereich Zivildienst, Freiwillige Dienste und Gleichstellung behandelt.

Wo Dein Problem mir diesem Ministerium liegt, ist mir immer noch nicht klar, du wirkst aber so quengelig, dass ich es vielleicht noch erfahren werde?! :smirksmile:

Inaktiver User
11.09.2006, 10:32
Mnn,

Du glaubst wirklich, dass eine Frau 4 Ehen hinter sich bringen muss, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass sie besser zu "ihren Wurzeln" zurückkehrt???

Wie naiv muss man sein, um den Aussagen von Frau E.H. und ihrer späten Erleuchtung Glauben zu schenken. Mit 47 Jahren ist FRAU noch nicht am Ende ihres Lebens angelangt und ihrer Verwirklichung - zurück an den Herd - stünde nichts im Wege. Statt eigener Kinder könnte sie noch Kinder adoptieren, ein paar Pflegschaften von Kindern übernehmen, dann würde sie wenigstens noch eine gute Tat begehen und auch ihren eigenen Worten gerecht werden.

Von dem Verkauf ihres provokanten Buches wird sie genug Einnahmen haben und außerdem hat sie ja einen Mann, der für sie aufkommen muss. Aber mal gespannt, ob diese 4. Ehe - und wie lange - endlich hält.
P.

lordsofmidnight
11.09.2006, 10:40
Männer sind Jungs, also Kinder und werden gesondert betrachtet.
Männer sind Familie und werden mit Aufmerksamkeit bedacht.
Männer sind Senioren und werden dort erfasst.

Netter Versuch...
Frauen werden aber, im Gegensatz zu Männern, dort ganz explitzit gesondert betrachtet. Das ist der entscheidende Unterschied.

Weiterhin werden sie im Bereich Zivildienst, Freiwillige Dienste und Gleichstellung behandelt.

Und wo ist die weibliche und männliche Gleichstellung im Zivildienst (und Wehrpflicht), na?

Wo Dein Problem mir diesem Ministerium liegt, ist mir immer noch nicht klar, du wirkst aber so quengelig, dass ich es vielleicht noch erfahren werde?!

Nun, ich würde es sehr hilfreich finden, wenn sich das Ministerium erst einmal auch dem Namen nach für Männer zuständig befände. Es gab ja massive Proteste, daß Männer nicht im Namen des Ministeriums vorkommen, diese wurden aber erfolgreich abgeblockt. Man will also -auch ganz offiziell- nicht für Männer zuständig sein. Ich stelle mir gerade vor, wenn das Wörtchen "Frau" rausgestrichen würde...

Zudem ist z.B. der VAMV regelmäßig dort eingeladen und darf sogar an Beratungen über Gesetze mitwirken, während der Väteraufbruch für Kinder -trotz stark steigender Mitgliedszahlen- vom Ministerium weiterhin beharrlich ignoriert wird.
Probleme von Vätern scheinen die Damen und Herren im Ministerium nicht wirklich zu jucken.

Weiterhin wäre es doch wohl begrüßenswert wenn es dort -wie z.B. in Österreich- eine männerpolitische (oder sogar väterpolitische) (Grundsatz-) Abteilung geben würde.

Und zuguterletzt:
Wenn es eine Bundeskanzlerin gibt, warum wird nicht einmal ein Familienminster (also männlichen Geschlechts) in Erwägung gezogen? Wäre doch mal ganz nett.

Inaktiver User
11.09.2006, 10:49
mich ärgert das buch der dame ebenfalls enorm. noch mehr verwundert mich die grosse resonanz. dass man das überhaupt ernst nimmt? ich glaube tatsächlich sie ist so dumm wie der titel des buches und meint es ernst. ich wünsche ihr von herzen vier kinder,als alleinerziehende versteht sich, da ihr von ihr betüteleter mann sich nach einer jüngeren umgeschaut hat, und/oder sonst was, der gründe eines scheiterns der ehe sind vielfältig, und dazu HARTZ IV empfängerin zu werden. schön oder? ob ihr dann auch noch heimgestltendes einfällt? oder würde sie dann endlich aufwachen? was ist mit all den vielen frauen, die "keinen abkriegen"? was hat sie da für vorschläge und lebensgestaltende ideen?
die frau ist dumm und blöd wie brot.
wer kauft eigentlich so einen schwachsinn? die männer? die sich mit argumenten wappnen wollen?
eine verwunderte und entnervte
artistwoman

Inaktiver User
11.09.2006, 10:49
@Vita:


Ich stimme Dir zu, dass es Abzocke von Seiten der Frauen gibt. Genauso finden wir .... denn gerade im Familienrecht, wo es oft so viele Verletzungen zu bearbeiten gäbe, die nicht justiziabel sind, wird es kaum ohne Opfer abgehen.
Nun, ich bin da durchaus Deiner Meinung - genau deswegen darf man auch nicht durch Hinweis darauf, dass es schwarze Schafe gibt, allen Schafen ihre Rechte verwehren, nicht wahr. Und genau das passiert, wenn mit Hinweis darauf, dass sich einige Männer ja nicht am Familienleben beteiligen, Zahlungsverpflichtung für alle Männer gefordert wird.
Es würde aber auch dann passieren, wenn durch Hinweis darauf, dass ja einige Frauen abzocken, allen Frauen Unterhalt verwehrt würde - aber letzteres ist ja auch nicht der Fall, ersteres sehr wohl !
Es hat in meinen Augen auch nichts mit nicht in allen Fällen herstellbarer Einzelfallgerechtigkeit zu tun - in meinen Augen werden da schlicht elementare Rechtsgrundsätze mit Füßen getreten.
Ausserdem nehme ich es Dir irgendwie nicht ab, dass Du das nicht genauso siehst, vielleicht nochmal überschlafen :schlaf gut:....



Dass es Unterrepräsentanz von Männern im Familien-, Erziehungs- und auch Sozialbereich gibt und gab ist klar. In diesem Bereich werden Gesetzesinitiativen entwickelt und in die Gremien zur Abstimmung eingebracht. Dort werden keine Beschlüsse über Änderungen in der Rechtssprechung getroffen, die gesetzeswirksam sind. Dafür muss man zunächst Mehrheiten schaffen und die bestanden und bestehen immer noch zu einem grossen Anteil aus Männern.

In den 70er Jahren war der Bundestag nahezu frauenfrei, wie Du gern nachschauen kannst. Da war nicht viel mit Feministinnenmacht.

Und jeder Frau zu unterstellen, sie sei Feministin, ist eine These, die mindestens das Etikett "zweifelhaft" verdient.
Meiner Meinung nach stimmen feministische Forderungen so häufig mit den schwärzesten Vorstellungen irgendwelcher Reaktionäre überein, dass es für Feministinnen nie ein Problem war, ihre familienpolitischen Vorstellungen durchzubekommen - "halts Maul und acker", sagte ich ja schon.


@Petitchouchou:
Ich glaube wirklich, dass der deutsche Feminismus seine Wurzeln gerade in diesem autoritären und miefigen Familienbrei der fünfziger/sechziger Jahre hat, ja. Und dem ist er in Deutschland nie wirklich entwachsen, weswegen es jetzt Frauen wie Herman gibt.

Ist das so abwegig und naiv :knatsch: ? Könntest Du Dir eine französische Herman vorstellen ? Also, da habe ich Probleme mit :freches grinsen:.

:ahoi:, mnn

lordsofmidnight
11.09.2006, 10:55
Frankreich ist im Familienrecht viel moderner.
Da ist es auch z.B. nicht möglich daß eine Frau einfach mit dem Kind abhaut, dem Vater entzieht und straffrei bleibt, so wie hier. Da wird ihr wg. Kindeswohlgefährung gleich das Sorgerecht entzogen. Macht sie es erneut, gibt es Gefängnis für solche eine Rabenmutter. So sollte es sein.

Inaktiver User
11.09.2006, 11:11
Zudem ist z.B. der VAMV regelmäßig dort eingeladen und darf sogar an Beratungen über Gesetze mitwirken, während der Väteraufbruch für Kinder -trotz stark steigender Mitgliedszahlen- vom Ministerium weiterhin beharrlich ignoriert wird.
Probleme von Vätern scheinen die Damen und Herren im Ministerium nicht wirklich zu jucken.

Weiterhin wäre es doch wohl begrüßenswert wenn es dort -wie z.B. in Österreich- eine männerpolitische (oder sogar väterpolitische) (Grundsatz-) Abteilung geben würde.

Und zuguterletzt:
Wenn es eine Bundeskanzlerin gibt, warum wird nicht einmal ein Familienminster (also männlichen Geschlechts) in Erwägung gezogen? Wäre doch mal ganz nett.

Ah, daher weht der Wind. Danke für die Aufklärung.

Da ich mit dem "Väteraufbruch" seit Jahren beeindruckende Erfahrungen sammeln durfte, sehe ich unser Gespräch als beendet. Ich ahnte es bereits, als ich dieses uninformierte und kindliche Argumentationsverhalten las, das ich immer wieder in diesem Zusammehang erleben durfte und bin erstaunt, wie sich das doch immer wieder gleicht.

Hab eine gute Zeit hier oder sonstwo

vita

PS: der VAMV ist auch eine Vertretung der Väter, wohingegen der "Väteraufbruch" eine reine Männerveranstaltung ist - Regierungsvertreter mögen es wohl etwas ausgewogener, als Ihr Euch immer wieder zu präsentieren in der Lage seid.

lordsofmidnight
11.09.2006, 11:24
Da ich mit dem "Väteraufbruch" seit Jahren beeindruckende Erfahrungen sammeln durfte, sehe ich unser Gespräch als beendet.

Was hat Dir der Väteraufbruch denn getan? Ich bin übrigens dort kein Mitglied, bin in keiner einzigen Männergruppe oder Männerverband etc. und habe auch keinen persönlichen Kontakt zu irgendwelchen Mitgliedern oder Funktionären, sondern bin rein privat unterwegs. Nur zu Deiner Info.

Ich ahnte es bereits, als ich dieses uninformierte und kindliche Argumentationsverhalten las, das ich immer wieder in diesem Zusammehang erleben durfte und bin erstaunt, wie sich das doch immer wieder gleicht.

Nun, da Du hier keinerlei Antworten auf meine sehr konkreten Fragen gibst, ist klar, daß Du keine Antworten hast.
Insofern ist das Gespräch natürlich beendet, da Du ja ohnehin keine Antworten auf Sachfragen gibst, sondern Dich in persönlichen Schmähungen übst.

PS: der VAMV ist auch eine Vertretung der Väter, wohingegen der "Väteraufbruch" eine reine Männerveranstaltung ist - Regierungsvertreter mögen es wohl etwas ausgewogener, als Ihr Euch immer wieder zu präsentieren in der Lage seid.

Wieder falsch!
Im VAMV sind Frauen weit überrepräsentiert (85/15 sofern ich weiß), im Väteraufbruch sind Männer überrepräsentiert, jedoch auch viele (Zweit-)Frauen aktiv. Wüßte nicht warum Du damit ein Problem hast.
"Ausgewogen" bedeutet dann wohl auch die ausdrückliche Zustimmung des VAMV zum menschen- und kinderrechtswidrigen §1626a BGB, wonach unverheiratete Väter kein Sorgerecht haben, oder wie?

Inaktiver User
11.09.2006, 11:36
Also, ich will mich ja in Eure Debatte nicht einmischen, aber vor einiger Zeit habe ich mal mit dem Gedanken gespielt, dem VAFK beizutreten, und es dann doch nicht getan, weil IMHO die Forderungen, die er stellt, derart ohne großes politisches Bild daherkommen, dass eine direkte Umsetzung der Forderungen oft auf eine Art Renaissance des Schuldrechtes hinauslaufen würden. Bloss dass diesmal immer die Frauen Schuld wären :heul:.... auf Dauer ist das Spielchen aber einfach langweilig. Ausserdem kann ich das meiner Tochter nicht antun, auch wenn ich meiner Frau manchmal ...

Und dass der VAMV eine Vertretung der Männer ist, ist auf dem Papier so .... auf dem, welches die Kleider ersetzt ....

Ich wüßte aber auch in Deutschland keine gute Alternative. Vielleicht ISUV :knatsch: ? Wenn man/frau denn schon jemandem Geld spenden will ...

Inaktiver User
11.09.2006, 11:39
Ich bin in der freien Wirtschaft tätig.

Wie viele Leute mit einer familienbedingten mehrjährigen Berufsunterbrechung hast du denn schon eingestellt? Darf man davon ausgehen, dass du bei Stellenbesetzungen von Führungspositionen bevorzugt Menschen aussuchst, die wegen familiärer Verpflichtungen ca. zehn oder mehr Jahre gar nicht oder nur Teilzeit gearbeitet haben?

lordsofmidnight
11.09.2006, 11:41
vielleicht hier?


www.familienpartei.de

lordsofmidnight
11.09.2006, 11:42
Wie viele Leute mit einer familienbedingten mehrjährigen Berufsunterbrechung hast du denn schon eingestellt? Darf man davon ausgehen, dass du bei Stellenbesetzungen von Führungspositionen bevorzugt Menschen aussuchst, die wegen familiärer Verpflichtungen ca. zehn oder mehr Jahre gar nicht oder nur Teilzeit gearbeitet haben?

Falsch gelesen?
Ich habe geschrieben, daß ich in der freien Wirtschaft meinen Lebensunterhalt verdiene, nicht, daß ich dort Leute einstelle.

Inaktiver User
11.09.2006, 11:44
Also, ich will mich ja in Eure Debatte nicht einmischen, aber vor einiger Zeit habe ich mal mit dem Gedanken gespielt, dem VAFK beizutreten, und es dann doch nicht getan, weil IMHO die Forderungen, die er stellt, derart ohne großes politisches Bild daherkommen, dass eine direkte Umsetzung der Forderungen oft auf eine Art Renaissance des Schuldrechtes hinauslaufen würden. Bloss dass diesmal immer die Frauen Schuld wären :heul:.... auf Dauer ist das Spielchen aber einfach langweilig. Ausserdem kann ich das meiner Tochter nicht antun, auch wenn ich meiner Frau manchmal ...

Das und das überaus aggressive Auftreten, das in deren Foren manchmal bis hin zur Anstiftung von Straftaten geht, halten mich davon ab, in der Organisation etwas Positives zu sehen.


Und dass der VAMV eine Vertretung der Männer ist, ist auf dem Papier so .... auf dem, welches die Kleider ersetzt ....

Ich wüßte aber auch in Deutschland keine gute Alternative. Vielleicht ISUV :knatsch: ? Wenn man/frau denn schon jemandem Geld spenden will ...

Da ich niemandem in dem Bereich Geld spenden will, stehe ich nicht vor dem Problem.

Ich sehe, dass vieles in dem Zusammenhang mit Trennungsfamilien in Deutschland schief läuft und denke, dass man kaum drum herum kommen wird, hier Änderungen anzugehen.

Meine Ideen dazu kennst Du, ob sich dafür jemand der Entscheidungsträger begeistert, wird sich zeigen. Angesprochen wird das bereits und das auch öffentlich. Ich denke, dass der Weg beschritten wird, hoffe aber immer wieder, dass es mit etwas mehr Mut und Tempo geschieht.

Wir werden es erleben.

Inaktiver User
11.09.2006, 11:50
Falsch gelesen?
Ich habe geschrieben, daß ich in der freien Wirtschaft meinen Lebensunterhalt verdiene, nicht, daß ich dort Leute einstelle.

Anders herum gefragt: würdest du solche Leute bevorzugt einstellen, wenn du Personalverantwortung hättest? Aus Gründen ihrer sozialen Kompetenz beispielsweise?
Welche Bewertungen würdest du bei einer Einstellung zu Grunde legen?

Ich nehme doch an, dass du diese Fragen beantworten wirst.

Inaktiver User
11.09.2006, 12:16
Das und das überaus aggressive Auftreten, das in deren Foren manchmal bis hin zur Anstiftung von Straftaten geht, halten mich davon ab, in der Organisation etwas Positives zu sehen.
Nun ja, die handeln ja oft in dem Bewußtsein, dass sie sich nur wehren - in Fällen von Kindesentfremdung z.B. ja auch durchaus verständlich, lordsofmidnight hat ja schon beschrieben, wie es aussehen müßte, wenn es da rechtens zuginge.
Und was ich über das Unterhaltsrecht denke, habe ich auch schon geschrieben .... ich halte es z.B. für nicht gerechtfertigt, dass Unterhaltsverweigerer - EU, wohlgemerkt - kriminalisiert werden. Wenigstens eine Mitarbeit ihrer Frauen sollte drin sein.


Aber um aufs Thema zurückzukommen - wer versteht Herman, ihr erinnert Euch.
Also, ich halte diese Frau ja eigentlich für eine urdeutsche Feministin :freches grinsen: ....

Aber ich glaube, meine Meinung teilen wohl nicht viele :zahnschmerzen: ?

Grüsse, mnn


PS.
@lordsofmidnight:
Übrigens, danke für den Link, aber eigentlich will ich auch nix spenden ....

lordsofmidnight
11.09.2006, 12:55
Anders herum gefragt: würdest du solche Leute bevorzugt einstellen, wenn du Personalverantwortung hättest? Aus Gründen ihrer sozialen Kompetenz beispielsweise?
Welche Bewertungen würdest du bei einer Einstellung zu Grunde legen?

Ich nehme doch an, dass du diese Fragen beantworten wirst.

Na klar.

Ich würde -sofern ich Personalverantwortung hätte- Frauen, die einige Jahre aus dem Beruf wären nicht bevorzugt einstellen. Gleichberechtigt -z.B. in Form einer Anrechnung ihrer Erziehungsjahre auf die Berufserfahrung- sehr gerne, schließlich hat die Mutter ja zu Hause gezeigt, daß sie in der Lage ist Verantwortung für andere zu übernehmen. Aber bevorzugt: Nein. Dies wäre ungerecht gegenüber diejenigen, die im Job geblieben sind.

Ist diese Antwort ausreichend für Dich?

Inaktiver User
11.09.2006, 13:27
Nun ja, die handeln ja oft in dem Bewußtsein, dass sie sich nur wehren - in Fällen von Kindesentfremdung z.B. ja auch durchaus verständlich, lordsofmidnight hat ja schon beschrieben, wie es aussehen müßte, wenn es da rechtens zuginge.

Es wäre schön einfach, wenn immer jemand eindeutig Schuld hätte und man sich wehren müsse. Ich kenne aber keine Beziehung, in der man wirklich eindeutig Schuld verteilen könnte. Und auch nachehelich ist es doch immer ein furchtbares, wenn auch ungewolltes Zusammenspiel der Expartner, das sich in den Aktionen Luft macht.

Klar, kann ich sagen, der Ex ist ein schrecklicher Vater, weil er sich nicht so um die Kinder kümmert, wie ich es erwarte, Termine absagt, nicht dafür sorgt, dass seine Kinder gut versorgt sind. Und klar kann der Ex sagen, sie bekommt ihr Leben nicht so hin, dass sie es allein finanzieren kann, nach den Jahren, wo sie zu Hause war, geht aus, während die Kinder bei ihren Eltern sind, bereichert sich am Kindesunterhalt, lebt mit einem neuen zusammen und lässt den Kindern keine Wahl.... und vieles mehr.

Die Vorwürfe sind von beiden Seiten so oft gemacht, dass man sie kaum noch hören mag. Das meiste dürfte aber mit verletzten Gefühlen zu tun haben und sehr subjektiv wahrgenommen werden.

Auch Kindesentfremdungen haben eine Geschichte, die mit Misstrauen und Gewalterfahrung zu tun hat. Vor allem aber ist sie das Resultat einer gestörten Kommunikation.

Diese bekommt man durch Gesetzesänderungen nicht hin, da hilft nur Mediation.

Ansonsten bleibe ich dabei: im Familienrecht wird es niemals "rechtens" zugehen. Dazu ist es zu persönlich und viele Kämpfe werden zu unterschwellig ausgetragen.

Ausserdem ist es auch in Ländern mit anderst gestricktem Familienrecht nicht möglich, alle Fälle von Unrecht auszuräumen. Es sind nur dann wieder andere, die es trifft.

lordsofmidnight
11.09.2006, 13:38
Ausserdem ist es auch in Ländern mit anderst gestricktem Familienrecht nicht möglich, alle Fälle von Unrecht auszuräumen.

Gesetzesänderungen können durchaus die Situation für alle Beteiligten verbessern. In manchen Ländern wie z.B. Dänemark und -soweit ich weiß auch in Frankreich- gibt es eine nachehelige Sorgepflicht für beide Elterteile. Dann kann sich niemand mehr rausreden. Und dann verlieren auch die leidigen Themen Unterhalt und Umgang viel von ihrer Sprengkraft, weil Unterhalt gegeneinander aufgerechnet wird, und beide Elternteile ein verbrieftes Sorgerecht haben. Zudem hat das Kind stets eine Mama und einen Papa die sich kümmern müssen. Da kann der Mann eben nicht einfach so abhauen und die Frau mit dem Kind im Stich lassen. Umgekehrt kann die Frau auch nicht einfach den Umgang des Kindes mit dem Papa boykottieren.

Inaktiver User
11.09.2006, 14:19
@Vita:
Sorry, aber Deine moralischen Relativierungen teile ich nicht - "Schuld" interessiert mich überhaupt nicht und sollte auch nicht wieder Teil irgendeiner Scheidungsrechtsprechung werden.

Was der Gesetzgeber aber sehr wohl entscheiden darf, das ist die Frage, was eigentlich schützenswert ist und wie dieses Schützenswerte geschützt werden soll.
Die Vater-Kind-Beziehung ist schützenswert, erfährt aber in Deutschland keinen angemessenen Schutz, sondern ist im Gegenteil der Willkür von Müttern mehr oder weniger ausgeliefert. Dagegen wehren sich einige dieser Männer vom VAFK und zwar völlig zu Recht.
Das Mutti, während die Kleinen in der Schule sind, sich die Nägel lackiert, ist dagegen nicht schützenswert. Das wird aber über die Massen auf Kosten der Väter geschützt.
Auch dagegen wehren sich manche vom VAFK.

Rachegedanken von Frauen, auch ihre Kommunikationsschwierigkeiten mit Männern, spielen keine Rolle - sie sind völlig unwichtig.

Ansonsten ist es so, dass unsere Rechsprechung in Deutschland überhaupt erst die Rosenkriege verursacht - natürlich könnte man das ändern. Wer hat ein Interesse daran, das zu verhindern ?

Also, wie gesagt, wenn moralische Relativierungen Deine Gründe dafür sind sind, weswegen Du denn VAFK ablehnst, hast Du in meinen Augen sehr schlechte Gründe.
Es sind auf jeden Fall nicht meine Gründe ....

Grüsse, mnn

Inaktiver User
11.09.2006, 14:24
Ausserdem finde ich meine These, dass Herman die typische urdeutsche Feministin darstellt, eigentlich richtig pfiffig :erleuchtung: - während dieser Unterhalts-/Kinderkram doch irgendwann etwas langweilig wird :schlaf gut: .

lordsofmidnight
11.09.2006, 14:35
Ansonsten ist es so, dass unsere Rechsprechung in Deutschland überhaupt erst die Rosenkriege verursacht - natürlich könnte man das ändern. Wer hat ein Interesse daran, das zu verhindern ?

All diejenigen, die davon leben:
Scheidungsanwälte, Gutachter, Richter, Ideologen, Jugendämter...
Die Scheidungsindustrie eben, die davon profitieren, daß Paare sich streiten und trennen.

Ich selber hatte sowas auch mal erlebt:
Hatte Streß mit meiner Frau. Die ist hin zur "öffentlichen Rechtsberatung." Heraus kam ein an mich adressierter Schrieb mit abstrusesten Behauptungen und Drohungen der Anwältin.
Hätte ich nicht durchschaut, daß diese Beratungsstellen -inoffiziell- nur dazu da sind, um Anwälten Mandanten zu verschaffen (und folgerichtig den Brief einfach weggeworfen und mit meiner Frau geredet hätte), würde es jetzt 1 Scheidung und 1 getrenntes Kind mehr geben.
Dies muß man aber erst einmal durchsschauen, was ich am Anfang auch nicht konnte. Sobald man sich den Scheidungsschergen anvertraut, ist der Ofen aus. Dann läuft die Maschinerie an, und raus kommt eine zerstörte Familie.
Der Anwaltszwang bei Scheidungen ist ähnlich strukturiert.

Inaktiver User
11.09.2006, 15:59
Ja, habe vor einem Jahr mal einen ähnlichen Brief empfangen - hinzu kamen noch finanzielle Forderungen unverschämtester Art. Auf jeden Fall sind aber, denke ich, die Hauptnutzniesserinnen der Rosenkriege momentan die Frauen, ganz einfach ...

Übrigens, als ich von Deiner 60-Stunden-Woche gelesen habe, fiel mir ein Fall einer Berlinerin (?) ein, von dem ich mal in der Zeitung gelesen habe.
Die hatte ihren Mann verklagt, seine Stundenzahl zu erhöhen, damit er ihr Unterhalt zahlen kann. Hatte er nämlich, in Voraussicht der anstehenden Scheidung, von seinem Arbeitgeber herabsetzen lassen, um sich vermehrt um seine Familie kümmern zu können - wodurch eben diese Familie nicht mehr über die Runden kam, was ein zusätzlicher Scheidungsgrund für die Frau war.

Der Mann bekam Recht - seine Frau musste selber arbeiten gehen. Ist halt eine Frage des Timings ....

Inaktiver User
11.09.2006, 16:03
Der Mann bekam Recht - seine Frau musste selber arbeiten gehen. Ist halt eine Frage des Timings ....

Das wurde hier in der Bricom immer wieder gesagt. Wenn man erst nach der Trennung drauf kommt, dass eine sich selbst versorgende Ehefrau etwas gutes gewesen wäre, ist es zu spät.

lordsofmidnight
11.09.2006, 16:34
Übrigens, als ich von Deiner 60-Stunden-Woche gelesen habe, fiel mir ein Fall einer Berlinerin (?) ein, von dem ich mal in der Zeitung gelesen habe.
Die hatte ihren Mann verklagt, seine Stundenzahl zu erhöhen, damit er ihr Unterhalt zahlen kann. Hatte er nämlich, in Voraussicht der anstehenden Scheidung, von seinem Arbeitgeber herabsetzen lassen, um sich vermehrt um seine Familie kümmern zu können - wodurch eben diese Familie nicht mehr über die Runden kam, was ein zusätzlicher Scheidungsgrund für die Frau war....

Eigentlich sollte gar kein Ehemann mehr als einen Halbtagsjob annehmen. Schließlich gilt: Je höher der Verdienst - desto höher das eheprägende Einkommen - desto höher die Unterhaltsbelastung nach einer -heutzutage üblichen- Trennung. Ein kluger Papa sorgt vor und läßt Mama schön mitarbeiten. Ist die Trennung absehbar hilft nur schnell die Stundenzahl herabsetzen, so wie der kluge Mann in Deinem Beispiel.

Wie ich heute las gibt es zu diesem Thema wieder einmal ein Skandal-Urteil:
Eine nicht erwerbsverpflichtete Unterhaltsempfängerin kann sich 400 Euro dazuverdienen ohne das dadurch der Unterhaltsanspruch an den Mann sinkt.
Macht der Unterhaltszahler ebendies, darf er davon die Hälfte an die Unterhaltsempfängerin abdrücken. Wo leben wir eingentlich?

Inaktiver User
11.09.2006, 16:47
@Vita:


Das wurde hier in der Bricom immer wieder gesagt. Wenn man erst nach der Trennung drauf kommt, dass eine sich selbst versorgende Ehefrau etwas gutes gewesen wäre, ist es zu spät.
Ja, aber sage mal, wo leben wir denn, dass mann das nur dadurch hinbekommt, dass man halbtags arbeitet - da muss doch der Hinweis "Geh endlich arbeiten, das ist gut !" ausreichen, wenn die Kinder ansonsten zu angemessenen Kosten versorgt sind/werden können.

*kopfschüttel* ....


@lordsofmidnight:
Ja, solche Urteile gibt es in Massen - aber vor einiger Zeit hat das Verfassungsgericht auch die Praxis beendet, arbeitslose Männer in die Karpaten zu schicken, um Geld zu verdienen, wenn das den Umgang mit ihrer Familie/Kindern verhindert. Vorher war immer alles zumutbar .... insofern, es gibt auch Lichtblicke.

Leandra
11.09.2006, 16:49
Frankreich ist im Familienrecht viel moderner.
Da ist es auch z.B. nicht möglich daß eine Frau einfach mit dem Kind abhaut, dem Vater entzieht und straffrei bleibt, so wie hier. Da wird ihr wg. Kindeswohlgefährung gleich das Sorgerecht entzogen. Macht sie es erneut, gibt es Gefängnis für solche eine Rabenmutter. So sollte es sein.


Tja und in Frankreich ist s aber auch üblich dass Mütter berufstätig sind und Kinder früh fremdbetreut werden, was du ja allerdings ablehnst.



Sag doch gleich, daß Du aus egozentrischen weiblichen Selbstverwirklichungsgründen die Kinder in Fremdbetreuung stecken willst. Was ist so schwer daran zu begreifen, daß für Kinder eben eine Mama und ein Papa mit viel Zeit am sinnvollsten ist?


Die Französinnen sind also genaugenommen egozentrische sich selbt verwirklichende Weiber, aber sie haben das modernere Familienrecht. Besteht da vielleicht ein zusammenhang?

Deine Argumentation geht sehr in die Richtung "wasch mir den Pelz" aber mach mich nicht nass.
Frauen sollen gefälligts für Kinder ihren Beruf aufgeben, aber wenn die Ehe danebengeht zusehen wo sie bleiben und sich mit Putzjobs über Wasser halten.
Modernes Familienrecht und klassisches Familienbild funktionieren nicht wirklich zusammen.

lordsofmidnight
11.09.2006, 17:48
Tja und in Frankreich ist s aber auch üblich dass Mütter berufstätig sind und Kinder früh fremdbetreut werden, was du ja allerdings ablehnst.

Den Zusammenhang zwischen rechtlicher Besserstellung von Kind und Vater in Frankreich mit dem Zusammenhang von Fremdbetreuung mußt Du mir schon näher erläutern.


Zitat:
Zitat von lordsofmidnight
Sag doch gleich, daß Du aus egozentrischen weiblichen Selbstverwirklichungsgründen die Kinder in Fremdbetreuung stecken willst. Was ist so schwer daran zu begreifen, daß für Kinder eben eine Mama und ein Papa mit viel Zeit am sinnvollsten ist?



Die Französinnen sind also genaugenommen egozentrische sich selbt verwirklichende Weiber, aber sie haben das modernere Familienrecht. Besteht da vielleicht ein zusammenhang?

Deine Gedankensprünge kann ich nicht nachvollziehen (hey, ich bin ein Mann, also bitte schön langsam, ok?) ;-)
Ich würde mir ein modernes Familienrecht wünschen, ganz recht. Deutschland ist da sogar mittlerweile hinter Albanien zurückgefallen. Seit 30 Jahren hat sich kaum was getan und das alte Familienrecht ist restlos gescheitert.

Deine Argumentation geht sehr in die Richtung "wasch mir den Pelz" aber mach mich nicht nass. Frauen sollen gefälligts für Kinder ihren Beruf aufgeben, aber wenn die Ehe danebengeht zusehen wo sie bleiben und sich mit Putzjobs über Wasser halten.
Modernes Familienrecht und klassisches Familienbild funktionieren nicht wirklich zusammen.

Falsch. Ich spreche mich eindeutig dafür aus, den Vater wesentlich mehr in die Familienarbeit einzubeziehen, kann ruhig auch ein verpflichtendes Erziehungsjahr (oder mehr) aufgedrückt bekommen. Dann muß Mama auch keine Putzjobs mehr annehmen, nach einer Trennung. Auch sollte dem Vater wesentlich öfter das Sorgerecht zugestanden werden.

baju
11.09.2006, 22:28
Offener Brief an Eva Hermann!
Seine Fehler (wenn es denn welche waren) zu erkennen ist eine Sache.
Diese Einsicht anderen als das einzig wahre Zukunftsmodell verkaufen zu wollen, eine andere. Zumindest sollte doch das Zukunftsrezept authentisch vorgelebt werden, wenn man ernst genommen werden möchte.
Ich antworte Ihnen als Frau im Besonderen und als Mensch im Allgemeinen:

Unsere tief greifende Angst ist nicht,
dass wir den Anforderungen nicht gewachsen sind.
Unsere tief greifende Angst ist,
dass unsere Kraft jedes Maß übersteigt.

Unser Licht, nicht unser Dunkel ist es,
was uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns, wie kann ich es wagen,
brillant, hinreißend, talentiert und fabelhaft zu sein?
Doch in der Tat,
wie kannst du es wagen es nicht zu sein?

Du bist ein Kind Gottes,
wenn du dich klein machst,
erweist du der Welt keinen Dienst.
Es ist nichts Erleuchtetes daran zu schrumpfen,
damit sich andere Leute
in deiner Gegenwart nicht unsicher fühlen.

Wenn wir unser eigenes Licht strahlen lassen,
geben wir unbewusst jedem anderen Menschen
die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer eigenen Angst gefreit haben,
befreit unsere Gegenwart auch andere.

v. Marianne Williamson-A Return to Love

Frau Hermann, Sie haben allen Frauen, die sich unermüdlich für unser aller Rechte einsetzen,
einen Tritt verpasst.
Ich frage Sie, warum haben Sie das getan?
baju

lordsofmidnight
12.09.2006, 07:02
Frau Hermann, Sie haben allen Frauen, die sich unermüdlich für unser aller Rechte einsetzen, einen Tritt verpasst.
Ich frage Sie, warum haben Sie das getan?

Ich kann natürlich nicht für E.H. sprechen, aber es ist doch offensichtlich, daß E.H. die "Befreiung der modernen Frau" durch die Möglichkeit der (Voll-)Erwerbstätigkeit und die Verachtung der "Nur"-Hausfrau inzwischen als familienzerstörend erkannt hat. Vielleicht gerade weil sie diese Erfahrungen selber gemacht hat.

Inaktiver User
12.09.2006, 08:51
Och nö, ich möcht' nimmer :heul: ....

@lordsofmidnight:
Lass uns beide doch einfach zum Islam übertreten, da ist alles noch viel einfacher :erleuchtung:.

Wir Männer brauchen doch wieder die klare Vorstellung von Frauen, die diese von Männern haben, sowas wie das schon öfters bemühte "Halts Maul, krieg Kinder und acker !" - mit allem anderen ist man/frau intellektuell, wenn man mal ehrlich ist, überfordert und verwickelt sich sowieso nur in Vagheiten und Widersprüche. Hä, was meinst Du :zwinker: ?

Nur so nebenbei, in den guten alten Zeiten, als die bürgerliche Ehe erfunden wurde, inkl. Hausmutti, war die Zahl der Ehescheidungen genauso hoch wie heute.

lordsofmidnight
12.09.2006, 09:25
Lass uns beide doch einfach zum Islam übertreten, da ist alles noch viel einfacher .

Nee, da reizt mich nun gar nix dran. Kannst alleine übertreten ;-)
Andererseits sind dort die Familienstrukturen wesentlich gefestigter als bei uns.

Wir Männer brauchen doch wieder die klare Vorstellung von Frauen, die diese von Männern haben, sowas wie das schon öfters bemühte "Halts Maul, krieg Kinder und acker !" - mit allem anderen ist man/frau intellektuell, wenn man mal ehrlich ist, überfordert und verwickelt sich sowieso nur in Vagheiten und Widersprüche. Hä, was meinst Du ?

Glaube ich nicht. Klare Vorstellungen sind meist kaum flexibel und werden einer Partnerschaft i.d.R. nicht gerecht. Der Traum des Ur-Alt-Patriachen als mächtiger Herrscher ist ebenso ausgeträumt wie der Traum der ach so modernen Frau, die auf Kosten von Kind und Mann ihre egozentrische Selbstverwirklichung im Beruf durchboxen wollte. Beide Rollenmodelle sind klar gescheitert.

Was nötig ist, ist einfach erklärt:
Eine Rückbesinnung an die guten Tugenden des Patriachats gepaart mit den guten Errungenschaften der Frauenbewegung.
Das muß kein Widerspruch sein, funktioniert jedoch nur wenn Frau und Mann rücksichtsvoll miteinander umgehen und sämtliche Ideologien über Bord werfen.

Vor allem sollte in erster Linie an die Kinder gedacht werden, was heute kaum noch der Fall ist. Jeder versucht rauszuholen was eben rauszuholen ist, egal ob das Kind darunter leidet.
Jedem der auch nur einen einigermaßen funktionierenden Menschenverstand hat, sollte klar sein, daß es für das Kind i.d.R. am besten ist, wenn es Mutter und Vater um sich hat.

Nur so nebenbei, in den guten alten Zeiten, als die bürgerliche Ehe erfunden wurde, inkl. Hausmutti, war die Zahl der Ehescheidungen genauso hoch wie heute.

Dies bezweifle ich. Die Scheidungsquote steigt doch ständig an. Eine Quote von 50% in Großstädten gab´s damals nicht. Eine hohe Scheidungsquote muß aber nicht zwangsläufig negativ sein, denn früher war eine Scheidung ja kaum möglich, selbst wenn der Mann die Frau verprügelt hat. Insofern ist die Möglichkeit der Scheidung natürlich schon ein Fortschritt, gerade für Frauen. Notwendig wäre jedoch die negativen Folgen einer Scheidung zu verhindern bzw. abzufedern.

Inaktiver User
12.09.2006, 09:34
... Beide Rollenmodelle sind klar gescheitert.

Was nötig ist, ist einfach erklärt:
Eine Rückbesinnung an die guten Tugenden des Patriachats gepaart mit den guten Errungenschaften der Frauenbewegung.
Das muß kein Widerspruch sein, funktioniert jedoch nur wenn Frau und Mann rücksichtsvoll miteinander umgehen und sämtliche Ideologien über Bord werfen.

Vor allem sollte in erster Linie an die Kinder gedacht werden, was heute kaum noch der Fall ist. Jeder versucht rauszuholen was eben rauszuholen ist, egal ob das Kind darunter leidet.

Woher weisst Du das?


Jedem der auch nur einen einigermaßen funktionierenden Menschenverstand hat, sollte klar sein, daß es für das Kind i.d.R. am besten ist, wenn es Mutter und Vater um sich hat.

Warum vereinbarst Du dieses Modell dann nicht einfach mit Deiner Frau, kümmerst Dich mehr um die Kinder und arbeitest weniger?

Inaktiver User
12.09.2006, 09:46
Woher weisst Du das?



Warum vereinbarst Du dieses Modell dann nicht einfach mit Deiner Frau, kümmerst Dich mehr um die Kinder und arbeitest weniger?

Vermutlich, weil das für Männer eine Umstellung wäre, die sie nicht gern leisten. In den letzten 40 Jahren haben sich die Frauen bewegt. Die Männer waren zum Teil verbal sehr engagiert. Zum überwiegenden Teil ignorierten sie aber weitestgehend, was geschah, selbst wenn die Veränderungen in ihrer nächsten Umgebung statt fanden.

Leider geht diese Strategie nicht auf, sodass man dann dann lieber die "guten Tugenden des Patriachats gepaart mit den guten Errungenschaften der Frauenbewegung" paaren möchte, was scheinbar ausformuliert bedeutet, sie steckt zurück, so weit, wie es ihm gut tut, weil er mit den Kindern argumentiert, um die er sich nicht zu sehr kümmern will. Ist aber die Beziehung im Eimer, soll sie die Folgen dieses Familienkonstrukts für ihn auffangen.

Eine Frau, die sich auf so etwas einlässt, ist vermutlich katholisch und hofft auf einen Gotteslohn, wenn sie das Ding vom Eis hat.

Da kann ich nur den Kopf schütteln und mich freuen, dass es auch anders möglich ist, zu leben, zu arbeiten und zu lieben.

vita

lordsofmidnight
12.09.2006, 09:47
Woher weisst Du das?

Es reicht doch ein Blick in diverse Scheidungs- Mütter- und Väterforen um zu erkennen, daß das derzeitige Scheidungs(un)recht zu Schlammschlachten geradezu einlädt.


Warum vereinbarst Du dieses Modell dann nicht einfach mit Deiner Frau, kümmerst Dich mehr um die Kinder und arbeitest weniger?

Würde ich sehr gerne machen. Scheitert am Widerstand meiner Frau, die definitiv keine Lust hat auch nur einen 400-Euro-Job anzunehmen.

lordsofmidnight
12.09.2006, 10:05
Vermutlich, weil das für Männer eine Umstellung wäre, die sie nicht gern leisten.

Sicher?
Ersteinmal sollte doch der rechtliche Rahmen für Väter so ausgeweitet werden, daß sie auch die Möglichkeit haben sich zu kümmern. Einerseits den Vätern aktiv grundlegende Rechte zu verwehren, andererseits sich darüber zu beklagen, sie würden nichts tun, ist einfach nur verlogen.


In den letzten 40 Jahren haben sich die Frauen bewegt.

Sich bewegen allein reicht aber nicht. Die Richtung muß auch die richtige sein.

Die Männer waren zum Teil verbal sehr engagiert. Zum überwiegenden Teil ignorierten sie aber weitestgehend, was geschah, selbst wenn die Veränderungen in ihrer nächsten Umgebung statt fanden.

Nun, ich behaupte einfach mal, (was ich aus eigener Erfahrung auch bestätigen kann), daß die Mehrheit der Frauen sich einen Versorger wünscht, der auch über die entsprechenden (Finanz-)Mittel verfügt. Da haben sich die Frauen in den letzten 40 Jahren also nicht bewegt. Dies wäre jedoch nötig gewesen.
Von einem Mann zu verlangen, er solle sowohl Haupt-Ernährer als auch Hausmann sein, und zudem noch aktiv bei der Kindererziehung mitwirken, ist einfach nur weibliches Wunschdenken, ohne Realitätsbezug.

Leider geht diese Strategie nicht auf, sodass man dann dann lieber die "guten Tugenden des Patriachats gepaart mit den guten Errungenschaften der Frauenbewegung" paaren möchte, was scheinbar ausformuliert bedeutet, sie steckt zurück, so weit, wie es ihm gut tut, weil er mit den Kindern argumentiert, um die er sich nicht zu sehr kümmern will. Ist aber die Beziehung im Eimer, soll sie die Folgen dieses Familienkonstrukts für ihn auffangen.

Warum so gehässig? Es geht doch gar nicht darum, die Frauen irgendwie hinterlistig wieder zum Patriachat zu verführen.

Eine gute Seite des Patriachats war sicherlich, daß der Mann seine Rolle ausfüllte. Heute wird er oft ersetzt: finanziell durch den Staat, im Bereich Erziehung durch gekaufte Betreuung, und selbst beim Sex ist es möglich geworden ihn durch einen Lover zu ersetzen.
Eine gute Seite der Frauenbewegung war sicherlich, daß Frauen die Wahl haben, ob sie Hausarbeit oder Erwerbsarbeit vorziehen.
Warum sollte also nicht eine Verbindung möglich sein, die dem Mann wieder eine wichtigere Rolle bei der Erziehung zuteil werdenläßt, während die Frau die Möglichkeit hat in Teilzeit zu arbeiten?

Eine Frau, die sich auf so etwas einlässt, ist vermutlich katholisch und hofft auf einen Gotteslohn, wenn sie das Ding vom Eis hat.
Da kann ich nur den Kopf schütteln und mich freuen, dass es auch anders möglich ist, zu leben, zu arbeiten und zu lieben.

Ich glaube, Du hast einfach noch nicht begriffen, daß heute niemand wieder die Frauen ausschließlich an den Herd zurückschicken will. Schade!

Inaktiver User
12.09.2006, 10:13
Würde ich sehr gerne machen. Scheitert am Widerstand meiner Frau, die definitiv keine Lust hat auch nur einen 400-Euro-Job anzunehmen.

Dafür kannst Du Dich bei den Vertretern des Frau gehört zu Kind und Haushalt-Mythoses bedanken. Wozu Du evtl. ja auch selbst gehörst, jedenfalls erscheint es ein bisserl so. Die Feministinen können da jedenfalls nix für.

Finde ich übrigens interessant, dass bei Euch die Frau einseitig über die gemeinsame Lebensgestaltung entscheidet? Und Du machst mit, obwohl Du damit gar nicht einverstanden bist? Was zwingt Dich dazu?

Das ist garnicht zu persönlich gemeint. Mich interessiert schon lange, wieso Frauen und Männer ihr selbstgewähltes traditionelles Rollenmodell mit der Entscheidung des Partners begründen. Männer so wie Du, Frauen damit, dass der Mann mehr verdient und aufgrund seiner Karriere nicht könne. Mir scheint es meist eher so, das die Menschen im innern Frau Hermans Rolenbild
für richtig erachten und eigentlich danach leben wollen. Nur zugeben wollen sie es nicht. Du unterstützt hier ja auch Frau Hermans Position, und willst andererseits offenbar das Deine Frau mehr arbeitet damit Du Dich mehr um die Kinder kümmern kannst.

Inaktiver User
12.09.2006, 10:17
Eine Frau, die sich auf so etwas einlässt, ist vermutlich katholisch und hofft auf einen Gotteslohn, wenn sie das Ding vom Eis hat.

Da kann ich nur den Kopf schütteln und mich freuen, dass es auch anders möglich ist, zu leben, zu arbeiten und zu lieben.

vita

:kuss:

Palma
12.09.2006, 10:21
Ich kann natürlich nicht für E.H. sprechen, aber es ist doch offensichtlich, daß E.H. die "Befreiung der modernen Frau" durch die Möglichkeit der (Voll-)Erwerbstätigkeit und die Verachtung der "Nur"-Hausfrau inzwischen als familienzerstörend erkannt hat. Vielleicht gerade weil sie diese Erfahrungen selber gemacht hat.
Das Unverständliche an Eva Hermans Position ist ja, dass sie diese familienzerstörenden Erfahrungen nicht nur gemacht hat, sondern auch weiterhin macht und gar nichts unternimmt, um diesen schlimmen Zustand zu beenden. Ihr Sohn, der mit sieben Jahren immer noch im Bett seiner Mutter schlief (und sie es völlig normal findet), würde sich darüber sicher sehr freuen.

Inaktiver User
12.09.2006, 10:26
Du unterstützt hier ja auch Frau Hermans Position, und willst andererseits offenbar das Deine Frau mehr arbeitet damit Du Dich mehr um die Kinder kümmern kannst.

Ich vermute, der Herr Lord weiß eigentlich gar nicht so richtig.
Er gehört zu den Männern, die mit der Vielschichtigkeit der heutigen Lebensmodelle einfach nicht zurecht kommen.
Dieses Denken teilt er ja mit vielen Männern.
Karriere? Selbstverständlich.
Aber bitte nicht, wenn Mann das Gefühl hat, dass zuhause jemand Forderungen stellt.
Kinder? Selbstverständlich.
Aber bitte nicht, wenn von der Kindsmutter eingefordert wird, auch die negativen Begleiterscheinungen mitzutragen.
Ehe? Selbstverständlich.
Aber bitte zu seinen Bedingungen.
Emanzipation? Selbstverständlich.
Aber bitte nicht so, dass dem Mann dadurch Unannehmlichkeiten entstehen.

lordsofmidnight
12.09.2006, 10:28
Dafür kannst Du Dich bei den Vertretern des Frau gehört zu Kind und Haushalt-Mythoses bedanken. Wozu Du evtl. ja auch selbst gehörst, jedenfalls erscheint es ein bisserl so. Die Feministinen können da jedenfalls nix für.

Im Gegenteil. Gerade Feminstinnen sind dafür verantwortlich. Meine Frau hat nämlich auch ein hohes Anspruchsdenken.
So eine Denkweise kommt ganz bestimmt nicht vom "bescheidenen katholischen Heimchen am Herd", sondern vom Anspruchs-Feminismus der den Frauen eingebläut hat, daß der Mann ohnehin nur zur Ausbeutung taugt, während die Frau das Recht hat zu machen wozu sie gerade Lust hat.


Finde ich übrigens interessant, dass bei Euch die Frau einseitig über die gemeinsame Lebensgestaltung entscheidet? Und Du machst mit, obwohl Du damit gar nicht einverstanden bist? Was zwingt Dich dazu?

Die rechtliche Lage und die Liebe zu meinem Kind. Was bleibt mir bei einer Trennung? Ich bekomme dann weder Kind noch Unterhalt sondern die jahrzehntelange Funktion als Zahlesel zugewiesen. Da bleibe ich -auch wenn´s wehtut- lieber bei der Stange, genau wie tausende andere schweigsame Väter auch.


Das ist garnicht zu persönlich gemeint. Mich interessiert schon lange, wieso Frauen und Männer ihr selbstgewähltes traditionelles Rollenmodell mit der Entscheidung des Partners begründen. Männer so wie Du, Frauen damit, dass der Mann mehr verdient und aufgrund seiner Karriere nicht könne. Mir scheint es meist eher so, das die Menschen im innern Frau Hermans Rolenbild
für richtig erachten und eigentlich danach leben wollen. Nur zugeben wollen sie es nicht. Du unterstützt hier ja auch Frau Hermans Position, und willst andererseits offenbar das Deine Frau mehr arbeitet damit Du Dich mehr um die Kinder kümmern kannst.

Nein, ich unterstütze Fr. Hermans Rollenmodell nicht unbedingt, bin jedoch der Meinung eine Frau solle das Recht haben so zu leben, ohne daß sie dafür verbale Prügel von Feministinnen bekommt, die meinen anderen vorzuschreiben wie sie zu leben haben.

Inaktiver User
12.09.2006, 10:29
Eine Frau, die sich auf so etwas einlässt, ist vermutlich katholisch und hofft auf einen Gotteslohn, wenn sie das Ding vom Eis hat.
Vielleicht wird Frauen nichts anderes übrig bleiben, als sich darauf einzulassen - weil das nämlich die Gleichberechtigung ist ?

Nur mal so als Szenario ausgemalt:

Im Musterland Schweden sind die Scheidungsraten noch einiges höher, die Kinder verbleiben nach der Scheidung auch eher bei den Müttern, die müssen weiterhin für ihren eigenen Lebensunterhalt strampeln, weil sie keinen EU erhalten und sind beruflich auch nicht dort angekommen, wo sie sich hinsehnen, in die Vorstandsetagen nämlich. Sondern genauso weit entfernt davon.

Gleichberechtigung besteht also für Frauen darin, einen schlecht bezahlten Halbtagsjob zu haben, von dem frau halbwegs leben kann.
Für Männer darin, so lange Kinder mit diversen Frauen zu zeugen, dass sie die noch gerade unterhalten können.

Übrigens scheint dies auch das von der Natur favorisierte Modell zu sein - die lange Ehe ist ja eine reine Künstlichkeit, die es so nie gab.
Selbst "Liebe" scheint ja eine biologische Verfallsdauer zu haben, normalerweise ist vier Jahre nach der Geburt eines Kindes Schluss mit der Zuwendungsbereitschaft des Mannes ( und der Frau ), die sich übrigens auch und gerade im Materiellen äussert - und wenn es auch keine wirtschaftlichen Gründe mehr gibt, Ehen aufrechtzuerhalten, weil Frauen unabhängig sein können und müssen, hat man eben die schwedischen Scheidungszahlen.

Und dass Kinder Eltern brauchen, ist klar, aber wieso brauchen sie Eltern, die zusammen sind ? Doch nur, um die Vorbildfunktion für die Gestaltung ihrer eigenen Ehe zu erhalten - wenn es aber keine dauerhaften Ehen mehr gibt, braucht es auch keine Vorbildfunktionen.
Kinder brauchen halt dann einfach nur ihre Elternteile ...

Inaktiver User
12.09.2006, 10:32
Sicher?
Ersteinmal sollte doch der rechtliche Rahmen für Väter so ausgeweitet werden, daß sie auch die Möglichkeit haben sich zu kümmern. Einerseits den Vätern aktiv grundlegende Rechte zu verwehren, andererseits sich darüber zu beklagen, sie würden nichts tun, ist einfach nur verlogen.


*amkopfkratz*
Welche rechtliche Rahmenbedingung behindert Dich in einer Partnerschaft Dich mehr um die Kinder zu kümmern?

Ist es nicht eher eine indirekte Unterstützung des Gesetzgebers für geteilte Erwerbs und Erziehungsarbeit, dass er Dir droht Dich zum Zahlemann und Zahlepapa zu machen, wenn Du mit Deiner Frau kein für die verschiedenen Lebensbereiche möglichst paritätisches Modell aushandelst?

Mir erscheint es schon so, dass da von Männern und Frauen zahlreiche kaum stichhaltige Gründe gefunden werden, um nicht selbst Verantwortung für die Rollenaufteilung übernehmen zu müssen. Villeicht hat auch Mnn recht, und wir sind mit der damit verbundenen Freiheit, was ja immer auch einen Sicherheitsverlust bedeutet, intellektuel überfordert.

Inaktiver User
12.09.2006, 10:35
Nachtrag, bin heut ein bisserl lahm:

Es reicht doch ein Blick in diverse Scheidungs- Mütter- und Väterforen um zu erkennen, daß das derzeitige Scheidungs(un)recht zu Schlammschlachten geradezu einlädt.


Das ist wohl kaum repräsentativ dafür, wie Eltern in Deutschland generell mit ihren Kindern umgehen.

lordsofmidnight
12.09.2006, 10:37
*amkopfkratz*
Welche rechtliche Rahmenbedingung behindert Dich in einer Partnerschaft Dich mehr um die Kinder zu kümmern?

Ist es nicht eher eine indirekte Unterstützung des Gesetzgebers für geteilte Erwerbs und Erziehungsarbeit, dass er Dir droht Dich zum Zahlemann und Zahlepapa zu machen, wenn Du mit Deiner Frau kein für die verschiedenen Lebensbereiche möglichst paritätisches Modell aushandelst?

Mir erscheint es schon so, dass da von Männern und Frauen zahlreiche kaum stichhaltige Gründe gefunden werden, um nicht selbst Verantwortung für die Rollenaufteilung übernehmen zu müssen. Villeicht hat auch Mnn recht, und wir sind mit der damit verbundenen Freiheit, was ja immer auch einen Sicherheitsverlust bedeutet, intellektuel überfordert.

Nicht in meiner. Aber frag mal die hunderttausenden von nicht verheirateten Vätern, die in Deutschland keinerlei Rechte haben.
Deutschland ist vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte schon oft erfolgreich von Vätern deswegen verklagt worden. Trotzdem wird von feministischer Seite alles getan um diesen Zustand beizubehalten. Schlimm sowas.

Inaktiver User
12.09.2006, 10:47
Nicht in meiner. Aber frag mal die hunderttausenden von nicht verheirateten Vätern, die in Deutschland keinerlei Rechte haben.
Deutschland ist vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte schon oft erfolgreich von Vätern deswegen verklagt worden. Trotzdem wird von feministischer Seite alles getan um diesen Zustand beizubehalten. Schlimm sowas.
Ich glaube, niemand kann leugnen, dass dem so ist - die Damenwelt mag keine Trennungen in Freundschaft, weil sie nicht katholisch genug ist :freches grinsen:....schlimm, dieser Werteverfall :heul:...

Inaktiver User
12.09.2006, 10:50
Im Gegenteil. Gerade Feminstinnen sind dafür verantwortlich. Meine Frau hat nämlich auch ein hohes Anspruchsdenken.

Das Problem liegt erstmal in Deiner Frau, nicht im Feminismus. Genausogut könnte allegemein ihr Elternhaus dafèr verantwortlich sein, oder ihr Vater der sie so oft Prinzesschen genannt hat, bis sie geglaubt hat sie wàre eine.
Finde ich übrigens interessant, dass bei Euch die Frau einseitig über die gemeinsame Lebensgestaltung entscheidet? Und Du machst mit, obwohl Du damit gar nicht einverstanden bist? Was zwingt Dich dazu?

Die rechtliche Lage und die Liebe zu meinem Kind. Was bleibt mir bei einer Trennung? Ich bekomme dann weder Kind noch Unterhalt sondern die jahrzehntelange Funktion als Zahlesel zugewiesen. Da bleibe ich -auch wenn´s wehtut- lieber bei der Stange, genau wie tausende andere schweigsame Väter auch.[/QUOTE]

Oh je, die Männer, die schweigsamen Erdulder. Meiner Meinung nach ist eine der grössten Erungenschaften des Feminismus, dass er die Frauen aus der Erdulderrolle geholt hat, und sie sich damit ein bisschen mehr zu echten Freiheit bewegen. Die Männer haben diesen Zug echt verpasst und erdulden munter weiter. Die armen Huscherl, die. Aber auch dafür kann der Feminismus nix, weil die Mànner mit und ohne ihn schweigsam Erdulden würden.

Lordsof, welche rechtliche Lage? Bitte schreibe mir mal konkret, wie der Gesetzgeber verhindert, dass Deine Frau arbeitet und wie er Dich von Deinem Kind fernhält.

lordsofmidnight
12.09.2006, 11:02
Das Problem liegt erstmal in Deiner Frau, nicht im Feminismus. Genausogut könnte allegemein ihr Elternhaus dafèr verantwortlich sein, oder ihr Vater der sie so oft Prinzesschen genannt hat, bis sie geglaubt hat sie wàre eine.

Nein, sie hatte quasi keinen Vater. Abschieben auf ihn fällt also schon einmal flach.


Oh je, die Männer, die schweigsamen Erdulder. Meiner Meinung nach ist eine der grössten Erungenschaften des Feminismus, dass er die Frauen aus der Erdulderrolle geholt hat, und sie sich damit ein bisschen mehr zu echten Freiheit bewegen. Die Männer haben diesen Zug echt verpasst und erdulden munter weiter. Die armen Huscherl, die. Aber auch dafür kann der Feminismus nix, weil die Mànner mit und ohne ihn schweigsam Erdulden würden.

Wie gesagt, der Feminismus leider gleichzeitig für die Entrechnung der Väter gesorgt. Wenn die rechtliche Lage für Väter besser wäre als z.Zt., würden die Väter natürlich mehr das Maul aufmachen. Die Feministinnen wissen das, und blockieren entsprechend jegliche Besserstellung für Väter.
Übrigens zeigen Bezeichnungen wie "Huscherl", daß Du Männer nicht als Mitmenschen auf Augenhöhe wahrnimmst.


Lordsof, welche rechtliche Lage? Bitte schreibe mir mal konkret, wie der Gesetzgeber verhindert, dass Deine Frau arbeitet und wie er Dich von Deinem Kind fernhält.

Ist doch wohl logisch:
Wem wird denn in aller Regelmäßigkeit das Kind nach einer Trennung zugesprochen, dem Vater oder der Mutter, na?
Und wer darf regelmäßig Unterhalt zahlen, na?
Kleiner Tip, es ist nicht die Mutter. Kommst Du jetzt drauf?

Inaktiver User
12.09.2006, 11:03
Nicht in meiner. Aber frag mal die hunderttausenden von nicht verheirateten Vätern, die in Deutschland keinerlei Rechte haben.
Deutschland ist vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte schon oft erfolgreich von Vätern deswegen verklagt worden. Trotzdem wird von feministischer Seite alles getan um diesen Zustand beizubehalten. Schlimm sowas.

Gelten für Deine Partnerschaft andere rechtliche Rahmenbedingungen als für andere Männer?

Vor Gericht kommen die Fälle dich erst nach einer Trennung, Scheidung, und die Situation ist vor allem dann für Männer schlimm, wenn sie sich vorher vor allem gearbeitet haben und sich kaum um die Kinder gekümmert haben. Wenn sie es also so gemacht haben wie Du. Von dem her spricht Deine Argumentation doch nicht für, sondern total gegen das traditionelle Rollenmodell.

Eigentlich ging es ja eh um die Rollenaufteilung vor der Scheidung/ Trennung. Und Du behauptest, die rechtlichen Rahmenbedingungen würden Dich daran hindern, weniger zu Arbeiten und Dich mehr um Dein Kind zu kümmern. Und ich würde sehr gerne wissen wo und wie du behindert wirst.

Also - nun hast Du ja geschrieben, dass Du persönlich nun doch nicht rechtlich behindert wirst. Was also ist es dann, was Dich daran hindert, mit Deiner Frau ein Modell auszuhandeln, dass nicht nur Ihr sondern auch Dir entspricht. Warum lässt Du Dir ihre Vorstellungen gegen Deinen erklärten Willen aufzwingen?

Nachtrag: "Huscherl" war natürlich ironisch, denn die "Grossen Erdulder" nehme ich allerdings tatsächlich nicht so ganz ernst, kenne ich aber letztlich auch nur aus der Generation 50+

Eva39
12.09.2006, 11:03
Vielleicht sollte man den Spieß mal umdrehen ...? Dies ist ein bewusst provokanter (aber nicht unrealistischer) Beitrag!

Was ich selbst erlebt habe:

Mann heiratet eine selbstbewusste Frau mit gutem Job, bekommt mit ihr zwei Kinder. Sobald die Kinder aus dem gröbsten raus sind, gibt er - ohne das vorher mit seiner Frau zu diskutieren - seinen Job auf, macht einen auf "Hausmann" (in diesem Fall versteht Mann unter Hausmann seine bloße Anwesenheit!). Sie hat keine andere Wahl, wenn sie die Familie retten will, als selbst die Ernährerrolle zu übernehmen. Sie erhöht ihre Arbeitszeit von 3 auf 5 Tage/Woche. Sie sieht die Kinder kaum noch, weil die Fahrt zum Arbeitsplatz täglich etwa 2 1/2 Stunden Zeit benötigt. Mnn hat in diesem Strang von "aus der Familie herausdrängen" geschrieben. Diese Formulierung könnte man auch hier verwenden ... Die beiden trennen sich.

Die Kinder leben bei der Mutter, sie hat außerdem ein völlig renovierungs bedürftiges Haus in absolutem Chaos übernommen. Er (immer noch ohne Arbeit) kommt sogar auf die "geniale" Idee, sich bei der Mutter als "Kinderbetreuung" (mit bloßem Anwesenheitscharakter in ihrer Wohnung) engagieren zu lassen, sich seinen Umgang bezahlen zu lassen!!

Ein Marketingexperte würde dazu sagen: Geniale Idee: Vater-sein vermarkten!!

Die Mutter ist übrigens nicht auf seinen Vorschlag eingegangen ...

Vielleicht die männliche Version des Eva-Prinzips, ein Adam-Prinzip ...?!

Wie wär`s denn mit so einem Lebensmodell?

Liebe Grüße

Eva (nicht Hermann)

Inaktiver User
12.09.2006, 11:17
Lordsof, welche rechtliche Lage? Bitte schreibe mir mal konkret, wie der Gesetzgeber verhindert, dass Deine Frau arbeitet und wie er Dich von Deinem Kind fernhält.

Ist doch wohl logisch:
Wem wird denn in aller Regelmäßigkeit das Kind nach einer Trennung zugesprochen, dem Vater oder der Mutter, na?
Und wer darf regelmäßig Unterhalt zahlen, na?
Kleiner Tip, es ist nicht die Mutter. Kommst Du jetzt drauf?

*schonwiederamkopfkratz*

Und dieser Gefahr begegnet man also am besten, indem Mann 60 Stunden die Woche arbeitet und dafür kaum ums Kind kümmert???

In diesem Fall wird doch nun wirklich umgekehrt ein Schuh draus.

Oder glaubst Du allen ernstes, Du wirst zu Unterhaltszahlungen verpflichtet und die Frau bekommt das Kind, wenn Du Hausmann bist und Deine Frau 60 Stunden arbeitet?

lordsofmidnight
12.09.2006, 11:17
Gelten für Deine Partnerschaft andere rechtliche Rahmenbedingungen als für andere Männer?

Ja, natürlich.
Als verheirateter Vater habe ich ein Sorgerecht, ein unverheirateter Vater nicht. Immerhin.

Vor Gericht kommen die Fälle dich erst nach einer Trennung, Scheidung, und die Situation ist vor allem dann fèr Mànner schlimm, wenn sie sich vorher vor allem gearbeitet haben und sich kaum um die Kinder gekümmert haben.

In strittigen Fällen bekommt die Frau zu ca. 92% das Sorgerecht. Selbst Väter die sich gekümmert haben, stehen nach einer Scheidung oft als Zahlesel ohne Kind da. Viele Richter(innen) sprechen der Mutter automatisch das Kind zu, da kann der Vater sich gekümmert haben wie er will, es nützt ihm nix. Ein Vater ohne Trauschein kann sogar vorher völlig alleinerziehend gewesen sein. Sagt die Mutter auf einmal:" Ich hab das alleinige Sorgerecht", kann Papa einpacken. Wenn ich als verheirateter Vater geschieden bin, darf ich mein Kind höchstwahrscheinlich alle 14 Tage 1 Wochenende sehen und bis zum umfallen malochen.
Wunderbar...

Wenn sie es also so gmacht haben wie Du. Vondem her spricht Deine Argumentation och nicht für, sondern totl ggen das traditionelle Rollenmodell.

Nochmals: Ich bin kein Anhänger des traditionellen Rollenmodells, bin aber der Meinung, daß es möglich sein muß so zu leben, auch wenn es einigen selbsternannten progressiven Feministinnen es nicht paßt.

Eigentlich ging es ja eh um die Rollenaufteilung vor der Scheidung/ Trennung. Und Du behauptest, die rechtlichen Rahmenbedingungen würden Dich daran hindern, weniger zu Arbeiten und Dich mehr um Dein Kind zu kümmern. Und ich würde sehr gerne wissen wo und wie du behindert wirst.

Hab ich doch schon geschrieben:
Meine Frau weigert sich außerhalb zu arbeiten. Was soll ich da machen? Etwa sie unter Aufsicht zur Arbeit schicken? Wenn ich nicht spure, kommt irgendwann die Scheidung, mit noch viel schlimmeren Folgen für mich. Sie hat mich am Kanthaken. Soweit hat es die Frauenbewegung gebracht: Papa malocht und hält die Schnauze, während Mama machen kann was sie will. Rechtlich abgesichert durch Kindeswegnahme und Unterhaltspflicht im Scheidungsfall. Und dann beklagt frau auch noch mann würde sich nicht bewegen, na herzlichen Glückwunsch!


Also - nun hast Du ja geschrieben, dass Du persönlich nun doch nicht rechtlich behindert wirst. Was also ist es dann, was Dich daran hindert, mit Deiner Frau ein Modell auszuhandeln, dass nicht nur Ihr sondern auch Dir entspricht. Warum lässt Du Dir ihre Vorstellungen gegen Deinen erklärten Willen aufzwingen?

Siehe vorigen Absatz. Hast Du irgendeine Alternative?

lordsofmidnight
12.09.2006, 11:20
Und dieser Gefahr begegnet man also am besten, indem Mann 60 Stunden die Woche arbeitet und dafür kaum ums Kind kümmert???

Falsch gedacht: Von den 60 Stunden arbeite ich 20 Stunden zu Hause, und zwar nur wenn das Kind schläft oder am Wochenende. Eine Vernachlässigung des Kindes ist also nicht gegeben.


Oder glaubst Du allen ernstes, Du wirst zu Unterhaltszahlungen verpflichtet und die Frau bekommt das Kind, wenn Du Hausmann bist und Deine Frau 60 Stunden arbeitet?

Nö, natürlich nicht. Aber meine Frau würde nie 60 Stunden arbeiten. Das ist der Knackpunkt. Hausmann ist also für mich nicht drin.

Inaktiver User
12.09.2006, 11:22
Oh, meine Güte - arbeite einfach nicht sechzig Stunden und sag' Deiner Frau, dass ab jetzt das Geld für ihre Versorgung fehlt, ganz einfach.

Inaktiver User
12.09.2006, 11:29
Hab ich doch schon geschrieben:
Meine Frau weigert sich außerhalb zu arbeiten. Was soll ich da machen? Etwa sie unter Aufsicht zur Arbeit schicken? Wenn ich nicht spure, kommt irgendwann die Scheidung, mit noch viel schlimmeren Folgen für mich. Sie hat mich am Kanthaken. Soweit hat es die Frauenbewegung gebracht: Papa malocht und hält die Schnauze, während Mama machen kann was sie will. Rechtlich abgesichert durch Kindeswegnahme und Unterhaltspflicht im Scheidungsfall. Und dann beklagt frau auch noch mann würde sich nicht bewegen, na herzlichen Glückwunsch!


Tut mir leid, ich kann beim besten Willen nur erkennen, dass Du ein grosses privates Problem hast, das dann auch privat gelöst werden muss, wenn Deine Frau nur bei Dir bleibt wenn Du genug Stunden ausser Haus und bei der Arbeit bist. Das kann der Gesetzgeber auch nicht ändern, und wäre ohne Feminismus noch schlimmer.

Was glaubst Du denn, wie die Rechtslage ohne den Feminismus aussähe? Du glaubst ohne Femminismus bekämmen die Männer die Kinder? Du glaubst die Frau, die ohne Feminismus ja erst recht Hausfrau und nicht Verdienerin wäre, die würde dann vom Gericht verdonnert Unterhalt zu zahlen? Die Vorstellung das der Mann ohne Feminismus eine grössere Wahlfreiheit an Lebensmodellen hätte erscheint mir grotesk. Das Gegenteil ist der Fall. Muss aber nun auf privater Ebene selbst ausgehandelt werden. Und das wollen offenbar viele nicht.

lordsofmidnight
12.09.2006, 11:29
Oh, meine Güte - arbeite einfach nicht sechzig Stunden und sag' Deiner Frau, dass ab jetzt das Geld für ihre Versorgung fehlt, ganz einfach.

Jo, gaaanz einfach....
Ich hatte mal das Haushaltsgeld gekürzt. Da ist sie zur "öffentlichen Rechtsberatung" gegangen und es kam ein Brief von einer Anwältin, daß sie einen Anspruch auf Haushaltsgeld hat.
Komplett mit Klageandrohung und völlig erfundenen Vorwürfen...nett...

lordsofmidnight
12.09.2006, 11:41
Tut mir leid, ich kann beim besten Willen nur erkennen, das Du ein grosses privates Problem hast, das dann auch privat gelöst werden muss, wenn Deine Frau nur bei Dir bleibt wenn Du genug Stunden ausser Haus bei der Arbeit bist. Das kann der Gesetzgeber auch nicht ändern, und wäre ohne Feminismus noch schlimmer.

Natürlich könnte der Gesetzgeber da was ändern. Gerade er. Er könnte z.B. die Dauer und die Höhe der Unterhaltszahlungen begrenzen. Er könnte dem Vater eine faire Chance auf Erhalt des Kindes nach einer Scheidung, oder auch auf garantiertes gemeinsames Sorgerecht geben.


Was glaubst Du denn, wie die Rechtslage ohne den Feminismus aussähe? Du glaubst ohne Femminismus bekämmen die Männer die Kinder?

Der Feminismus ist maßgeblich daran beteiligt, daß den Müttern heutzutage meist die Kinder zugesprochen bekommen, ja.

Du glaubst die Frau, die ohne Feminismus ja erst recht Hausfrau und nicht Verdienerin wäre, die würde dann vom Gericht verdonnert Unterhalt zu zahlen?

Wir brauchen überhaupt keinen Feminismus, sondern einen gesunden Humanismus. Dann sähe die Sache schon anders aus.

Die Vorstellung das der Mann ohne Feminismus eine grössere Wahlfreiheit an Lebensmodellen hätte erscheint mir krotesk.

Nur auf den ersten Blick. Der Feminismus ist ja inzwischen gar nicht mehr daran interessiert Frauen die Wahl zwischen Beruf und Haushalt zu ermöglichen (siehe die Reaktionen auf E.H.), sondern möglichst viel für Frauen herauszuholen, rechtlich und finanziell.
Die Möglichkeit der Wahlfreiheit an Lebensmodellen für Männer ist dem Feminismus doch stets herzlich egal.

Inaktiver User
12.09.2006, 11:43
Reden wir über was unterschiedliches - Du kannst nicht Deiner Frau das Haushaltsgeld kürzen, wenn Du sechzig Stunden arbeitest.
Du musst sie da schon unter Zugzwang setzen, also, nur soviel arbeiten, dass Du gerade mal den Unterhaltsverpflichtungen für Deine Kinder nachkommen kannst und Dir ansonsten ein schönes Leben mit denselben machen.

Die Sache ist nämlich die, dass Du für den Unterhalt Deiner Frau nicht gesteigert erwerbspflichtig bist, nur für den Kindesunterhalt, so ist zumindest mein Wissensstand - übrigens habe ich auch so ein Herzchen wie Du an der Backe ...

lordsofmidnight
12.09.2006, 11:50
Reden wir über was unterschiedliches - Du kannst nicht Deiner Frau das Haushaltsgeld kürzen, wenn Du sechzig Stunden arbeitest. Du musst sie da schon unter Zugzwang setzen, also, nur soviel arbeiten, dass Du gerade mal den Unterhaltsverpflichtungen für Deine Kinder nachkommen kannst und Dir ansonsten ein schönes Leben mit denselben machen.

Wenn´s so einfach wäre.
Angenommen ich würde meinen Nebenjob canceln und im Hauptjob nur soviel arbeiten, daß meine Frau im Trennungsfall keinen EU bekommt. Und dann? Sehe ich mein Kind trotzdem nur alle 14 Tage, und lebe auf Sozialhilfeniveau.

Inaktiver User
12.09.2006, 12:01
Deine Frau wird sich, wenn sie die zynische ( feministische ) Einstellung zu Deiner Person hat, die aus Deinen Worten spricht, sowieso irgendwann trennen.
Hast Du bis dahin sechzig Stunden in der Woche gearbeitet, wirst Du Dein Kind erst recht bestenfalls alle vierzehn Tage sehen. Hast Du das nicht, hast Du wenigstens eine Chance, es häufiger zu sehen. Siehst Du es nicht häufiger, kannst Du dann immer noch einen Nebenjob annehmen, von dem Deine Frau dann nicht profitiert, sondern dann arbeitest Du für Dich.

Nun ja, ich weiss, das moderne Familienrecht - das wir in der Tat den Feministinnen und ihrer natürlichen Allianz mit reaktionären Familienpolitikern zu verdanken haben, da hast Du völlig recht -, bringt einen in Situationen, in denen das Perverseste oft das zu sein scheint, was zu tun angebracht ist.

Aber ich habe ein bißchen das Gefühl, Du steckst den Kopf in den Sand ....

Trotzdem viele Grüße,
mnn

Eustachia
12.09.2006, 12:02
"katholisches Heimschen am Herd"..."...möglichst viel für Frauen herausholen..." ... also was ich hier lese, bestätigt die Meinung von Frau Prof. Dr. G. Höhler: die Diskussion um Frau Hermann zeigt, wie sensibilisiert die Gesellschaft immer noch ist, wie wenig wirklich "emanzipiert" im Sinne von unabhängig ( wie auch, mit Gefühlen füreinander und kleinen Kindern ist man das nie so recht, ganz unabhängig vom wirtschaftlichen Status) und daher beschäftigt uns das Thema so sehr.

Ich gebe zu, in den 70ern eine Frau gewesen zu sein, die es toll fand, sich einen Mann "leisten" zu können, der gerne kochte und Kinder hütete. Ich zahlte ihm dafür gerne das Studium durch meine Arbeit als Lehrerin - warb doch der Staat so sehr für den Beruf seinerzeit - und fand es toll, wenn er mich nach der Schule mit dem Baby auf dem Arm und Kochlöffel in der Hand mit Küßchen empfing.

Ehlich gesagt genoß ich es noch mehr, nach dem 2. Kind zuhause bleiben zu können, als er mit dem Studium fertig war und diese Zeit - Zeit zu haben für Kinder, keinen Chef, der einem auf die Finger sieht, das Leben echt gestalten zu können mit dem Schönsten und Liebsten, das es gibt, nämlich einer Familie - war wunderschön .

Dennoch bin ich wieder gerne in den Dienst, als die Kinder größer waren und mein Mann war froh, konnte er doch so ohne Zahlungen an mich sein neues Leben mit neuer Frau beginnen.
Zahlen muss ja nur, wer eine Frau hat, die nicht arbeitet...irgendwie haben die Männer doch diese Gesetze auch gemacht - wieso wird sich hier darüber bloß so beschwert???

lordsofmidnight
12.09.2006, 13:20
Deine Frau wird sich, wenn sie die zynische ( feministische ) Einstellung zu Deiner Person hat, die aus Deinen Worten spricht, sowieso irgendwann trennen.

Möglich, ja.
Sie ist eigentlich überhaupt nicht frauenbewegt, hat jedoch das Anspruchsdenken sehr verinnerlicht. Leider war dies vor der Hochzeit noch nicht erkennbar.


Hast Du bis dahin sechzig Stunden in der Woche gearbeitet, wirst Du Dein Kind erst recht bestenfalls alle vierzehn Tage sehen. Hast Du das nicht, hast Du wenigstens eine Chance, es häufiger zu sehen. Siehst Du es nicht häufiger, kannst Du dann immer noch einen Nebenjob annehmen, von dem Deine Frau dann nicht profitiert, sondern dann arbeitest Du für Dich.

Nein, das ist nicht möglich, da ein Nebenjob natürlich auf den Unterhalt angerechnet wird, mir also max. 50% davon übrigbleibt.


Aber ich habe ein bißchen das Gefühl, Du steckst den Kopf in den Sand ....

Die Situation ist prinzipiell aussichtslos. Es hängt stets das Damoklesschwert über mir, und es trägt den Namen Zahlesel und Wochenendpapa. Ich kann da keinen Lichtblick erkennen.


"katholisches Heimschen am Herd"..."...möglichst viel für Frauen herausholen..." ... also was ich hier lese, bestätigt die Meinung von Frau Prof. Dr. G. Höhler: die Diskussion um Frau Hermann zeigt, wie sensibilisiert die Gesellschaft immer noch ist, wie wenig wirklich "emanzipiert" im Sinne von unabhängig ( wie auch, mit Gefühlen füreinander und kleinen Kindern ist man das nie so recht, ganz unabhängig vom wirtschaftlichen Status) und daher beschäftigt uns das Thema so sehr.

Hat Frau Höhler sich denn auch schon einmal wirklich konkret Gedanken über wahre Gleichberechtigung und auch Pflichten gemacht, ich glaube eher nicht. So wie ich sie in Erinnerung habe, vertritt sie doch eher die alte Schule.


irgendwie haben die Männer doch diese Gesetze auch gemacht - wieso wird sich hier darüber bloß so beschwert???

In der von Dir rührig beschriebenen Zeit (70ern) paßte so ein Scheidungsgesetz ja auch prima rein, und da saßen dann auch bestimmt 90% Männer im Bundestag. Die Frage ist doch: Warum blockieren Frauen heutzutage entsprechende Änderungen? Egal wo man ansetzt, es gibt sofort heftigste Proteste, und zwar von Frauen die um ihre Pfründe fürchten. Egal ob es um die Schließung eines Frauenhauses geht, um die Begrenzung von Unterhaltsansprüchen oder um die Umsetzung der Kinderrechtskonvention: Sofort gibt es schärfsten Protest von Frauenverbänden, Frauenpolitiker(innen) etc. Da bewegt sich absolut nichts. Jede geplante Änderung wird mit dem Argument der Frauenfeindlichkeit sofort gekillt.


Väterprobleme haben den Gesetzgeber in der Vergangenheit in keiner Weise animiert was zu ändern, sie sind ihm schlicht egal. Viele Väter haben ihre Situation analysiert und entsprechende Maßnahmen getroffen, die alle nur ein Ziel haben: das Unrechtssystem an seinem Nerv zu treffen, dem Geld.

Zeugungsstreik, Veweigerung von Unterhaltszahlungen, Auswandern, auf Sozialhilfe gehen, Schwarz arbeiten, Untertauchen, Vasektomie usw. Manche schädigen sogar absichtlich den Staat indem sie Gerichte und Jugendämter und Unterhaltsempfängerinnen vorsätzlich Arbeit, Aufwand und Kosten verursachen, um sich auf diese Weise zu rächen. Alles Reaktionen auf die längsten und höchsten Unterhaltszahlungen weltweit.

100WasserWeib
12.09.2006, 13:30
[QUOTE=Amelie20]Mehrfach habe ich mich in letzter Zeit gefragt: was bezweckt Eva Herman mit ihren polemischen und widersprüchlichen Thesen zu dem Thema Feminismus und Karrierefrauen, dargestellt in z.B.

100WasserWeib
12.09.2006, 13:32
Eva Herrmann hat es gecheckt! JaJa! Wer zuletzt lacht lacht am Besten! Die Frau hat recht, 100%! Offenbar, seid IHR alle noch zu jung, um den ÜberBlick zu geniessen!

Eva39
12.09.2006, 13:47
Wie alt bist Du? 100? Oder was bedeutet die "100" vor dem WasserWeib?

Vielleicht sind die Menschen einfach nur "anders" oder "anders" älter geworden als Du?

Inaktiver User
12.09.2006, 14:10
Deine Frau wird sich, wenn sie die zynische ( feministische ) Einstellung zu Deiner Person hat, die aus Deinen Worten spricht, sowieso irgendwann trennen.

Möglich, ja.
Sie ist eigentlich überhaupt nicht frauenbewegt, hat jedoch das Anspruchsdenken sehr verinnerlicht. Leider war dies vor der Hochzeit noch nicht erkennbar.
Wir alle lernen Frauen kennen, die Himmel und Hölle in Bewegung setzen würden, um nur ja berufstätig zu sein, die erste Herman - das gibt sich dann allerdings oft relativ schnell, weil sie keine Lust haben und doch lieber zu Hause bleiben, das ist dann die zweite Herman. Hinterher, wenn es um Unterhaltszahlungen geht, entdecken sie, dass ihre Männer dran schuld waren, weil die nicht einmal in der Woche so geputzt haben, wie sie es wollten - das ist dann die dritte Herman.




Hast Du bis dahin sechzig Stunden in der Woche gearbeitet, wirst Du Dein Kind erst recht bestenfalls alle vierzehn Tage sehen. Hast Du das nicht, hast Du wenigstens eine Chance, es häufiger zu sehen. Siehst Du es nicht häufiger, kannst Du dann immer noch einen Nebenjob annehmen, von dem Deine Frau dann nicht profitiert, sondern dann arbeitest Du für Dich.

Nein, das ist nicht möglich, da ein Nebenjob natürlich auf den Unterhalt angerechnet wird, mir also max. 50% davon übrigbleibt.
Nein, das ist nach meinem Wissensstand nicht richtig - Dein Kind nimmt natürlich an allen Einkommenssteigerungen teil, es sei denn, Du liegst über dem Regelsatz. Ich glaube, alles darüber darfst Du in einen Sparvertrag zugunsten Deines Kindes einfliessen lassen. Dass Du natürlich keine Gewähr dafür hast, dass Deine Frau den Kindesunterhalt auch tatsächlich für das Kind ausgibt, ist eine andere Sache.
Was den EU angeht, so nimmt Deine Frau nur an solchen Einkommenssteigerungen teil, die aus der normalen Gehaltsentwicklung und Beförderung in dem Job resultieren, der eheprägend war. Ein Nebenjob, der nach der Scheidung aufgenommen wurde, fällt da nicht drunter - anders gesagt, kannst Du keinen EU zahlen, ändert sich das auch nicht dadurch, dass Du einen Nebenjob aufnimmst.

Aber ich lege dafür nicht meine Hand ins Feuer....



Aber ich habe ein bißchen das Gefühl, Du steckst den Kopf in den Sand ....

Die Situation ist prinzipiell aussichtslos. Es hängt stets das Damoklesschwert über mir, und es trägt den Namen Zahlesel und Wochenendpapa. Ich kann da keinen Lichtblick erkennen.

Das ist Quatsch - man kann aus jeder Situation heraus sich überlegen, wie man in Zukunft leben will. Sich bejammern wollen, hilft da nicht wirklich ...

:ahoi:, mnn

lordsofmidnight
12.09.2006, 14:19
Nein, das ist nach meinem Wissensstand nicht richtig - Dein Kind nimmt natürlich an allen Einkommenssteigerungen teil, es sei denn, Du liegst über dem Regelsatz. Ich glaube, alles darüber darfst Du in einen Sparvertrag zugunsten Deines Kindes einfliessen lassen. Dass Du natürlich keine Gewähr dafür hast, dass Deine Frau den Kindesunterhalt auch tatsächlich für das Kind ausgibt, ist eine andere Sache.
Was den EU angeht, so nimmt Deine Frau nur an solchen Einkommenssteigerungen teil, die aus der normalen Gehaltsentwicklung und Beförderung in dem Job resultieren, der eheprägend war. Ein Nebenjob, der nach der Scheidung aufgenommen wurde, fällt da nicht drunter - anders gesagt, kannst Du keinen EU zahlen, ändert sich das auch nicht dadurch, dass Du einen Nebenjob aufnimmst. Aber ich lege dafür nicht meine Hand ins Feuer....


Doch, natürlich.
Ein weiteres Einkommen begründet erhöhte Unterhaltsansprüche, und zwar sowohl für den EU, also auch für den KU.


Das ist Quatsch - man kann aus jeder Situation heraus sich überlegen, wie man in Zukunft leben will. Sich bejammern wollen, hilft da nicht wirklich ...

Es ist keine Jammerei, sondern eine korrekte Zustandsbeschreibung. Klar kann man die aktuelle Situation ändern, was aber nichts nutzt, wenn die künftige Situation noch bescheidener ist.
Wenn Du irgendwelche Ideen hast, her damit.

Inaktiver User
12.09.2006, 14:44
Nein, das ist nach meinem Wissensstand nicht richtig - Dein Kind nimmt natürlich an allen Einkommenssteigerungen teil, es sei denn, Du liegst über dem Regelsatz. Ich glaube, alles darüber darfst Du in einen Sparvertrag zugunsten Deines Kindes einfliessen lassen. Dass Du natürlich keine Gewähr dafür hast, dass Deine Frau den Kindesunterhalt auch tatsächlich für das Kind ausgibt, ist eine andere Sache.
Was den EU angeht, so nimmt Deine Frau nur an solchen Einkommenssteigerungen teil, die aus der normalen Gehaltsentwicklung und Beförderung in dem Job resultieren, der eheprägend war. Ein Nebenjob, der nach der Scheidung aufgenommen wurde, fällt da nicht drunter - anders gesagt, kannst Du keinen EU zahlen, ändert sich das auch nicht dadurch, dass Du einen Nebenjob aufnimmst. Aber ich lege dafür nicht meine Hand ins Feuer....


Doch, natürlich.
Ein weiteres Einkommen begründet erhöhte Unterhaltsansprüche, und zwar sowohl für den EU, also auch für den KU.


Das ist Quatsch - man kann aus jeder Situation heraus sich überlegen, wie man in Zukunft leben will. Sich bejammern wollen, hilft da nicht wirklich ...

Es ist keine Jammerei, sondern eine korrekte Zustandsbeschreibung. Klar kann man die aktuelle Situation ändern, was aber nichts nutzt, wenn die künftige Situation noch bescheidener ist.
Wenn Du irgendwelche Ideen hast, her damit.

Nun, dann weisst Du mehr als mein Anwalt aus dem letzten Jahr - der hatte mir das nämlich so gesagt :zwinker:. Aber vielleicht gibt es da auch Abweichungen zwischen den Bundesländern ?

Ansonsten hatte ich Dir ja schon gesagt, was ich machen würde - schmeiss Deinen Nebenjob hin und sag' Deiner Frau, dass Du sie nicht mehr mit Geld, sondern durch Deine Gegenwart versorgst :freches grinsen: .... je früher sie arbeiten muss, desto eher sind ihre Einkünfte eheprägend.

Übrigens verstehe ich eigentlich nicht, um mal auf das Thema zurückzukommen, wieso Du so ein Fan von Herman bist - ohne den Rückhalt in der Rechtsprechung, die Du so beklagst, würde die doch nie auf die Idee kommen, ihren Mann arbeiten zu schicken, um selber Apfelkuchen zu backen :knatsch: ....

Also, ich versteh' Dich nicht :cool: ...

Na ja, was solls ... muss noch was tun :ahoi:, mnn

lordsofmidnight
12.09.2006, 14:51
Nun, dann weisst Du mehr als mein Anwalt aus dem letzten Jahr - der hatte mir das nämlich so gesagt . Aber vielleicht gibt es da auch Abweichungen zwischen den Bundesländern ?

Es gibt sogar ein aktuelles Gerichtsurteil, nachdem sich der Unterhaltszahler einen 400-Euro-Job auf den Unterhalt anrechnen lassen muß, während die Unterhaltsempfängerin einen 400-Euro-Job ohne Anrechnung dazuverdienen darf.

Ansonsten hatte ich Dir ja schon gesagt, was ich machen würde - schmeiss Deinen Nebenjob hin und sag' Deiner Frau, dass Du sie nicht mehr mit Geld, sondern durch Deine Gegenwart versorgst .... je früher sie arbeiten muss, desto eher sind ihre Einkünfte eheprägend.

Ja, stimmt wohl.


Übrigens verstehe ich eigentlich nicht, um mal auf das Thema zurückzukommen, wieso Du so ein Fan von Herman bist - ohne den Rückhalt in der Rechtsprechung, die Du so beklagst, würde die doch nie auf die Idee kommen, ihren Mann arbeiten zu schicken, um selber Apfelkuchen zu backen ....

Ich bin überhaupt kein Fan von E.H., halte sie sogar für ziemlich bieder. Ich find´s eben nicht i.O., daß ihr der Mund verboten werden soll. Führende Figuren der Frauenbewegung fordern echt den Rausschmiss von E.H., weil sie was gesagt hat, was denen nicht paßt - geht´s noch?

Inaktiver User
12.09.2006, 15:05
Mal eine Programmempfehlung:

Lebenslüge Feminismus ? (http://www.daserste.de/maischberger/)

ARD, 12. Sep., also heute, um 23:00 ( Maischberger )

Sogar ein sehr fähiger Mann, Prof. Gerhard Amendt, dabei, mit der These "Der Feminismus hat den Dialog zwischen Mann und Frau zerstört."

:ahoi:, mnn

Eva39
12.09.2006, 15:11
Vielleicht etwas provokant:

http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?p=1127541#post1127541

VitoD
12.09.2006, 22:12
Also bitte nicht gleich alle über mich herfallen, weil das mein erstes Posting hier ist. Ich weiss gar nicht, wie genau ich auf dies Forum gestoßen bin lol, aber der Thread war irgendwie interessant.

Ich finde, dass beide Seiten viel zu sehr polarisieren und sich mit Schmutz bewerfen. Also respektvollen Umgang sehe ich hier nicht, wenn einige User, andere durch möchtegern zynismus überrumpeln und der Lächerlichkeit preisgeben wollen. Damit erreicht man nur das Gegenteil. Man verliert die eigene Glaubwürdigkeit.

Ich stehe Eva Hermans Thesen auch kritisch gegenüber. In einigen Punkten hat sie sicher recht, in anderen wieder nicht.

Jede Art von "ismus" ist an sich negativ. Das schließt Feminismus nicht aus, denn gerade Hardcore Emanzen haben in der Vergangenheit bewiesen, dass ihnen an echter Gleichberechtigung nicht gelegen ist, eben weil der "Mann" ja schon von Geburt an Täter ist. Aber: Wo sind die Lösungen?

Ich bin männlich, 25 Jahre alt, und werde nicht das Risiko eingehen, Kinder in die Welt zu setzen, die mir beim aktuell geltenden Familienrecht, im Falle einer Scheidung, mit großer Wahrscheinlichkeit genommen werden (ScheidungsrichterInnen, sind ja eher pro Mutter. Das ist Fakt). Die Unterhaltszahlungen wären natürlich auch ein Übel, aber das schlimmste wäre der "Verlust" der Kinder. Ja, so unglaublich es auch scheinen mag: Männer haben auch Gefühle und die Selbstmordrate bei Vätern, die ihre Kinder durch Scheidung "verloren" haben, ist nicht gerade gering.

Aber was rede ich, es geht vor allem darum, dass alle Seiten aufhören zu polarisieren.

Ihr Frauen müsst euch um die Zukunft sowieso keine Sorgen machen. Selbst wenn irgendwann die ganze Männerzunft in den Zeugungstreik geht, so wie ich, werden die technischen Mittelchen und die Genetik den Mann als "Samenspender" sowieso überflüssig machen. Dann werden die Menschen halt geklont und von vornherein das Geschlecht, natürlich weiblich, festgelegt. Ich weiss nicht, ob ich über diese Vision, die realistisch ist, lachen oder weinen soll. Aber ich denke, der ein oder anderen Emanze, wäre der Gedanke an eine Männerfreie Welt wohl gar nicht unangenehm :) Damit mein ich jetzt natürlich nur die Selbstsüchtigen Hardcore Emanzen, die sowieso nie einen abbekommen haben. Es soll ja schließlich noch Frauen geben, die mit Männern auskommen können, gibt es die hier? *wink*

Inaktiver User
13.09.2006, 08:39
Also respektvollen Umgang sehe ich hier nicht, wenn einige User, andere durch möchtegern zynismus überrumpeln und der Lächerlichkeit preisgeben wollen.
Also, ich finde, lordsofmidnight hat sich aber ganz gut gewehrt - ausserdem ist das hier ein unglaublich friedlicher Fred, so im Verhältnis gesehen :lachen:.


Amendt, in der Sendung gestern, war übrigens ganz klar das Kompetenzcenter - ich habe es noch nie von einem 68'er bestätigt bekommen, aber ich hatte, hab' ich ja auch mal in einem anderen Thread gesagt, immer das Gefühl, dass mann bei den Emanzen die Spreu vom Weizen trennen muss.
Amendt's Unterscheidung in diskussionsbereite, Politik betreibende Frauenbewegung und frustrationsverarbeitenden, Opferhaltungen begründenden Feminismus hat mich in meinen Ansichten da wirklich bestätigt.

Schöne Grüße,
mnn

Amelie20
13.09.2006, 10:00
hierzu ein Zitat einer der Mütter des Feminismus Simone de Beauvoir:

"Viele Frauen (nicht Feministinnen!) akzeptieren die untergeordnete Rolle, um den Anstrengungen aus dem Wege zu gehen, die mit der Gestaltung eines authentischen Lebens verbunden sind"

Also: die Problematik des sich gemütlich Einrichtens ist schon ganz früh bekannt gewesen, hat schon immer existiert und hat mit wirklichem, gleichberechtigten Feminismus im ursprünglichen Sinne nichts zu tun, sondern ist gerade das Gegenteil davon, wurde nämlich als Anlass gesehen, etwas dagegen zu tun.

Leider haben spätere Generationen diese Argumentation ins Gegenteil verkehrt - allerdings findet sich diese Umkehrung ins Gegenteil in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen.

Amelie20
13.09.2006, 10:19
E.H. sehnt sich also gerade wieder in die von LOM beklagte Situation, die er bei seiner Frau vorfindet: der Mann soll arbeiten gehen, sie versorgt die Kinder und nach der Trennung steht man(n) vor dem Dilemma (in der Märchenwelt von Frau Herman gibt es natürlich keine Trennung, weil sie einen so guten Apfelkuschen bäckt ;-) allerdings kann man sich auch daran überessen ;-)

Die Aufgabe von betroffenen Männern wie LOM liegt also eher darin, den wirklichen Femininismus zu unterstützen und seine Frau zu einer gleichberechtigten Partnerin in Rechten und Pflichten zu machen als sich über Feministinnen zu beklagten oder Frau Hermann mit ihren Märchenthesen zu unterstützen, die letztendlich Männern die Unterhaltszahlungen aufbürden (von Apfelkuchenverkaufen lässt es sich schlecht leben, den hat dann ja jeder schon zuhause;-)

Amelie20
13.09.2006, 10:24
Im überigen ist die Einbeziehung der Frauen auch für die Kinder das Beste: die werden dadurch nämlich wesentlich lebenstauglicher und haben zB als Mädchen keine falschen Vorbilder von Märchenprinzen, die sie später einmal versorgen -

lordsofmidnight
13.09.2006, 10:46
"Viele Frauen (nicht Feministinnen!) akzeptieren die untergeordnete Rolle, um den Anstrengungen aus dem Wege zu gehen, die mit der Gestaltung eines authentischen Lebens verbunden sind"

LOL
Und daran hat sich bis heute kaum was geändert.


Also: die Problematik des sich gemütlich Einrichtens ist schon ganz früh bekannt gewesen, hat schon immer existiert und hat mit wirklichem, gleichberechtigten Feminismus im ursprünglichen Sinne nichts zu tun, sondern ist gerade das Gegenteil davon, wurde nämlich als Anlass gesehen, etwas dagegen zu tun.
Leider haben spätere Generationen diese Argumentation ins Gegenteil verkehrt - allerdings findet sich diese Umkehrung ins Gegenteil in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen.

Stimmt. Nachdem die Feministinnen, völlig berechtigt natürlich, grundlegende Rechte (Wahlrecht für Frauen etc.) durchgeboxt hatten, ist ihnen seitdem etwas die Geschäftsgrundlage abhanden gekommen. Die Gleichheit ist de facto da.
Nun hat der Feminismus den entscheidenden Fehler gemacht: Er fordert stets mehr Rechte (und Geld) für das weibliche Geschlecht, und zwar auf Kosten des Mannes, der Kinder und der Gesellschaft, um nicht in der Versenkung zu verschwinden. Die Folgen sind verheerend.


E.H. sehnt sich also gerade wieder in die von LOM beklagte Situation, die er bei seiner Frau vorfindet: der Mann soll arbeiten gehen, sie versorgt die Kinder und nach der Trennung steht man(n) vor dem Dilemma (in der Märchenwelt von Frau Herman gibt es natürlich keine Trennung, weil sie einen so guten Apfelkuschen bäckt ;-) allerdings kann man sich auch daran überessen ;-)

In der Tat wäre mir persönlich eine derart emanzipierte Frau lieber.
E.H. hat -ebenso wie die Politiker- den entscheidenden Vorteil, daß es in deren abgehobener Welt kein Problem ist mit den Nachtrennungsfolgen zurechtzukommen. Unterhalt und Umgang werden nämlich durch die ausreichenden Finanzmittel i.d.R. problemlos gelöst. Bei den normal verdienenden Bevölkerungsschichten gibt es jedoch weder den Papa mit der dicken Unterhalts-Brieftasche noch Luxusweibchen die es sich leisten können ohne Berufstätigkeit den ganzen Tag für das Kind da zu sein.




Die Aufgabe von betroffenen Männern wie LOM liegt also eher darin, den wirklichen Femininismus zu unterstützen

Würde ich ja gerne, aber wo gibt es denn Vertreterinnen eines auf Ausgleich und wirklicher Gleichberechtigung interessierten Feminismus? So wie ich das erkenne sind die Schwanz-Ab-Radikalfeministinnen vorherrschend.


und seine Frau zu einer gleichberechtigten Partnerin in Rechten und Pflichten zu machen als sich über Feministinnen zu beklagten oder Frau Hermann mit ihren Märchenthesen zu unterstützen, die letztendlich Männern die Unterhaltszahlungen aufbürden (von Apfelkuchenverkaufen lässt es sich schlecht leben, den hat dann ja jeder schon zuhause;-)

Zum x-ten mal:
Ich unterstütze E.H. nicht in ihren Aussagen. Ich wehre mich jedoch entschieden dagegen, daß sie mit einem feministischen Sprechverbot, incl. Forderung nach Entlassung aus dem Job darin gehindert werden soll ihre Meinung kundzutun. Solche Strafmaßnahmen erinnern mich eher an Stasi-Methoden.
Und jetzt will ich erst einmal ein Stück Apfelkuchen. Mit Guß, ohne Sahne ;-)

Inaktiver User
13.09.2006, 11:40
Nun hat der Feminismus den entscheidenden Fehler gemacht: Er fordert stets mehr Rechte (und Geld) für das weibliche Geschlecht, und zwar auf Kosten des Mannes, der Kinder und der Gesellschaft, um nicht in der Versenkung zu verschwinden. Die Folgen sind verheerend.

Nicht jede Frau die etwas von Männern fordert und Ansprüche stellt ist deshalb eine Feministin. Meist im Gegenteil.

Wo und was fordern Feministinnen auf Kosten der Kinder?

Was sind die verheerenden Folgen?


Würde ich ja gerne, aber wo gibt es denn Vertreterinnen eines auf Ausgleich und wirklicher Gleichberechtigung interessierten Feminismus? So wie ich das erkenne sind die Schwanz-Ab-Radikalfeministinnen vorherrschend.

Ich sehe eher, dass die Nichtfeminstinnen vorherrschend sind. Schwanz-Ab Radikalfeministinnen habe ich im echten Leben noch keine kennen gelernt. Emanzipierte Frauen gibt es zu Glück ein paar, allerdings recht rar, (je nachdem wo man lebt vermutlich).


Zum x-ten mal:
Ich unterstütze E.H. nicht in ihren Aussagen. Ich wehre mich jedoch entschieden dagegen, daß sie mit einem feministischen Sprechverbot, incl. Forderung nach Entlassung aus dem Job darin gehindert werden soll ihre Meinung kundzutun. Solche Strafmaßnahmen erinnern mich eher an Stasi-Methoden.

Niemand verbietet E.H. den Mund, und mit Stasimethoden schon gar nicht. E.H. sagte in etwa "Frauen sollen aufgrund ihres Geschlechts lieber öfter mal die Klappe halten", worauf sie die lakonische Antwort bekam: "Fang doch selber damit an, geh mit gutem Beispiel voran."

Durch Entlassung aus ihrem Job würde sie auch nicht gehindert ihre Meinung kund zu tun, da sie in ihrem Job ihre Meinung eh nicht kund tun darf. Ihre Pause ist wohl freiwillig.

Ella1975
13.09.2006, 13:10
Der Thread ist lang, daher wird es auch schwierig, auf Einzelnes noch einzugehen.
Dennoch: Ich glaube nicht, dass es Frau Hermann nur ums Geld geht. Ihre Meinung wird ja von bestimmten politischen Richtungen unterstützt, vielleicht unterstützen diese auch Eva. Nur ist das eben alles schon dagewesen und hat sich erwiesenermaßen gesellschaftlich nicht bewährt. Man schaue nur in islamisch-geprägte Gesellschaften: Spitzenleistungen in der Wirtschaft bringen die nicht hervor, solange die 50% ihrer Bevölkerung wegsperren.

Übrigens kommt von Hermann alles so näselnd, zornig und genervt rüber. Daher empfinde ich ihre Äußerungen schlicht nur als anbiedernd, sexistisch, resentimentbeladen und hasserfüllt.

Heil Eva!

lordsofmidnight
13.09.2006, 13:17
]Wo und was fordern Feministinen auf Kosten der Kinder?
Was sind die verheerenden Folgen? [/I]

Nun, eine umfassende Aufstellung würde hier sicherlich den Rahmen sprengen. Bist Du daran interessiert, schreibe mir eine mail und ich schick Dir mehr.

Ganz konkret:
Es sind Feministen die verhindern, daß Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention (sofern ich richtig informiert bin als einziges Land weltweit) vorbehaltlos unterschreibt. Gleiches gilt für die UN-Menschenrechtskonvention.
Eine derartige Unterzeichnung hätte nämlich zur Folge, daß ALLE Väter (auch die unverheirateten) ein Recht auf ungestörten Umgang mit ihren eigenen Kindern hätten. Und Kinder eben ein Recht auf ihren Papa. Genau das verhindern feministische Politiker(innen) seit Jahrzehnten. Die Macht über das Kind soll schließlich bei der Frau bleiben, koste es was es wolle. Selbst wenn Kinder darunter leiden ist es den -oft kinderlosen- Radikalfeministinnen offensichlich schlicht wurscht.
Aktuell ist der Papa aber in Deutschland faktisch entrechtet und von der Zustimmung der Mutter abhängig. Die verheerenden Folgen sind, daß Kinder alleinerziehend aufwachsen, teilweise ohne jeglichen Kontakt zu Männern bis in die schulisch Mittelstufe.
Die möglichen Folgen sind längst aktenkundig: PAS, Verhaltensauffälligkeit, psychische Leiden, wenig Selbstbewußtsein etc. pp. Die Kinderpsychologischen Praxen sind voll von Kindern alleinerziehender Mütter. Die einfache Tatsache, daß ein Papa wichtig für die Entwicklung des Kindes ist, wird negiert. Stattdessen wird er aus den Familien gedrängt und zum quasi rechtlosen Zahlesel degradiert.

Übrigens: Die letzte Kindschaftsrechtsreform ist nicht etwa zurückzuführen auf das Klagen über die Leiden von Kindern, Vätern und Familien. Es war schlicht internationaler Druck der Deutschland gezwungen hat sich einen Zentimeter zu bewegen. Sogar Clinton und Bush haben bei ihren Staatsbesuchen BK Schröder in Bezug auf mangelnde Kinderrechte in die Mangel genommen. Auf internationaler Ebene hat Deutschland längst den Ruf eines "Kinderrechts-Schurkenstaates", den die Menschen- und Kinderrechte in dieser Beziehung nicht interessieren.

Beispiel: Der Fall Görgülü:
http://www.vafk.de/themen/Tagebuch/Tagebuch.htm

Er hat Deutschland erfolgreich vor dem Menschengerichtshof verklagt, weil ihm sein Kind weggenommen wurde. Trotzdem weigert sich die -feministische- Leiterin des zuständigen Jugendamtes eindeutige Urteile umzusetzen und ihm das Kind zu geben. Seit 7 oder 8 Jahren hat sich der Mann erfolgreich durch alle Instanzen geklagt. Vor einiger Zeit hat das -feministisch- geprägte OLG Naumburg sinngemäß geäußert, daß Urteile des Menschengerichtshofs in Deutschland nicht bindend wären, sondern nur eine Empfehlung, ebenso wie ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts.
Auch hier: Feministische Machtspiele auf dem Rücken des Kindes und des Vaters.


Niemand verbietet E.H. den Mund,

Wie ist denn dann Alice Schwarzers Zitat: E.H. sollte einfach mal den Mund halten" einzuordnen, bitteschön?

und mit Stasimethoden schon gar nicht.

Wer Berufsverbot für jemand fordert, der eine andere Meinung vertritt, muß sich schon fragen, was ihn damit von Stasimethoden unterscheidet. Gerade Feministinnen sollten einer Frau schon Meinungsfreiheit zugestehen.

Amelie20
13.09.2006, 13:23
Hallo LOM,

bitte verwende doch den Ausdruck "Feministin" nicht so pauschal sondern berücksichtige, was ich oben schon ausgeführt habe. Sonst entsteht nämlich ein völlig falscher Eindruck. Die Politiker, die du kritisierst, benenne doch einfach mit Namen oder der entsprechenden Partei, dann wird die Diskussion wesentlich konkreter, kürzer und zielführender.
ich gehe davon aus, dass auch du nicht nur alte Vorurteile verbreiten möchtest, sondern eventuell in der Diskussion neue Ideen sammelst.

Danke!!

Ella1975
13.09.2006, 13:24
Sag mal, Herr lordsofmidnight, dich möchte ich das Gleiche fragen wie Frau Hermann:

Was haben dir die bösen Frauen eigentlich getan?

lordsofmidnight
13.09.2006, 13:29
bitte verwende doch den Ausdruck "Feministin" nicht so pauschal

Nun gut, dann werde ich eben Radikal-Feministin schreiben, damit sich die "Normal-Feministinnen" nicht auf den Schlips getreten fühlen, kein Problem.

sondern berücksichtige, was ich oben schon ausgeführt habe. Sonst entsteht nämlich ein völlig falscher Eindruck. Die Politiker, die du kritisierst, benenne doch einfach mit Namen oder der entsprechenden Partei, dann wird die Diskussion wesentlich konkreter, kürzer und zielführender.

Namen werde ich öffentlich nicht nennen, schließlich habe ich keine Lust möglicherweise verklagt zu werden. Wer Namen gerne hätte, schreibt mir einfach ´ne mail.




Sag mal, Herr lordsofmidnight, dich möchte ich das Gleiche fragen wie Frau Hermann:

Was haben dir die bösen Frauen eigentlich getan

Frauen im allgemeinen gar nichts. Bei den Radikal-Feministinnen sieht´s allerdings schon anders aus.
Und was hast Du gegen Männer?

Amelie20
13.09.2006, 13:34
LOM: es sind, wie oben bereits ausgeführt, auch nicht die Radikal-Feministinnen, die du meinst, sondern schlicht Frauen/Politiker, die es sich bequem machen wollen (denke an deine Frau).

lordsofmidnight
13.09.2006, 13:40
LOM: es sind, wie oben bereits ausgeführt, auch nicht die Radikal-Feministinnen, die du meinst, sondern schlicht Frauen/Politiker, die es sich bequem machen wollen (denke an deine Frau).

Dies ist nur eine Teilbeleuchtung des Aspektes.
Der 68er "Marsch durch die Institutionen" (auch durch die Gerichtsbarkeit) hat inzwischen dazu geführt, daß in Politik, dem Verfassungsgereicht und Verbänden inzwischen einflußreiche, feministisch orientierte Frauen und Männer sitzen, dessen ideologisches Ziel es ist, möglichst viel für Frauen herauszuholen, während Kinder zweitrangig, Familen drittrangig und Männer/Väter schlicht als überflüssig angesehen werden.

Amelie20
13.09.2006, 13:51
Ein Einfluss der Alt-68 er ist nicht zu verneinen, allerdings sind es für mich dabei auch häufig keine Feministinnen im eigentlichen Sinne.

lordsofmidnight
13.09.2006, 13:53
sondern?

Jo68
13.09.2006, 14:11
Yep, Lord, genau so ist es. Deswegen ist Deutschland ja auch das Paradies für berufstätige Mütter, es wimmelt nur so von tollen Betreuungsangeboten für Kinder und von super flexiblen Arbeitsmodellen, damit die Frauen Kinder und Karriere miteinander verbinden können, alleinerziehende Mütter schwimmen im Geld, Rentnerinnen sowieso, dazu besetzen die Frauen viel mehr Führungsposten, sowohl in Politik als auch in der freien Wirtschaft, von den Massen von Uniprofessorinnen ganz zu schweigen, außerdem verdienen die Frauen im Durchschnitt mehr als die Männer und sie haben auch noch eigene Parkplätze. Der Feminismus hat auf ganzer Linie gesiegt!

Stimmt - Deutschland wird seit Jahren heimlich von Frauen regiert und die Männer haben überhaupt nix mehr zu sagen, wahrscheinlich werden im Augenblick gerade irgendwo heimlich Spermabanken angelegt, in denen natürlich nur das Sperma ohne Y-Chromosom aufbewahrt wird, damit wir in Zukunft die Jungs ganz aus dem Land schmeißen können. Ja, ich bin mir sicher, so läuft es!

Ja, dieser Beitrag ist ironisch gemeint und nein, ich erwarte keine Antwort darauf.

Eva39
13.09.2006, 14:16
Yep, Lord, genau so ist es. Deswegen ist Deutschland ja auch das Paradies für berufstätige Mütter, es wimmelt nur so von tollen Betreuungsangeboten für Kinder und von super flexiblen Arbeitsmodellen, damit die Frauen Kinder und Karriere miteinander verbinden können, alleinerziehende Mütter schwimmen im Geld, Rentnerinnen sowieso, dazu besetzen die Frauen viel mehr Führungsposten, sowohl in Politik als auch in der freien Wirtschaft, von den Massen von Uniprofessorinnen ganz zu schweigen, außerdem verdienen die Frauen im Durchschnitt mehr als die Männer und sie haben auch noch eigene Parkplätze. Der Feminismus hat auf ganzer Linie gesiegt!

Stimmt - Deutschland wird seit Jahren heimlich von Frauen regiert und die Männer haben überhaupt nix mehr zu sagen, wahrscheinlich werden im Augenblick gerade irgendwo heimlich Spermabanken angelegt, in denen natürlich nur das Sperma ohne Y-Chromosom aufbewahrt wird, damit wir in Zukunft die Jungs ganz aus dem Land schmeißen können. Ja, ich bin mir sicher, so läuft es!

Ja, dieser Beitrag ist ironisch gemeint und nein, ich erwarte keine Antwort darauf.

Von mir bekommst Du eine Antwort und zwar eine kurze knackige: Ich bin völlig Deiner Meinung (ebenfalls ironisch gemeint)!!!

lordsofmidnight
13.09.2006, 14:21
Yep, Lord, genau so ist es. Deswegen ist Deutschland ja auch das Paradies für berufstätige Mütter, es wimmelt nur so von tollen Betreuungsangeboten für Kinder und von super flexiblen Arbeitsmodellen, damit die Frauen Kinder und Karriere miteinander verbinden können, alleinerziehende Mütter schwimmen im Geld, Rentnerinnen sowieso, dazu besetzen die Frauen viel mehr Führungsposten, sowohl in Politik als auch in der freien Wirtschaft, von den Massen von Uniprofessorinnen ganz zu schweigen, außerdem verdienen die Frauen im Durchschnitt mehr als die Männer und sie haben auch noch eigene Parkplätze. Der Feminismus hat auf ganzer Linie gesiegt!

Stimmt - Deutschland wird seit Jahren heimlich von Frauen regiert und die Männer haben überhaupt nix mehr zu sagen, wahrscheinlich werden im Augenblick gerade irgendwo heimlich Spermabanken angelegt, in denen natürlich nur das Sperma ohne Y-Chromosom aufbewahrt wird, damit wir in Zukunft die Jungs ganz aus dem Land schmeißen können. Ja, ich bin mir sicher, so läuft es!

Ja, dieser Beitrag ist ironisch gemeint und nein, ich erwarte keine Antwort darauf.


Ich geb´ Dir aber trotzdem eine:

Schade, daß Du keine Stellung zu den von mir genannten Punkten zu bieten hast, sondern Dich in Ironie flüchtest, und Dinge schreibst, die ich nie behauptet habe. Damit ist keine fruchtbare Diskussion möglich.


Übrigens: In der Straßenverkehrsordnung ist nicht untersagt, daß auch Männer auf Frauenparkplätzen parken. Daher parke ich da auch immer, ist so nah am Ausgang ;-)

Jo68
13.09.2006, 14:42
Ich habe mich sehr wohl auf einen Punkt von Dir bezogen, Lord, nämlich darauf: "Der 68er "Marsch durch die Institutionen" (auch durch die Gerichtsbarkeit) hat inzwischen dazu geführt, daß in Politik, dem Verfassungsgereicht und Verbänden inzwischen einflußreiche, feministisch orientierte Frauen und Männer sitzen, dessen ideologisches Ziel es ist, möglichst viel für Frauen herauszuholen, während Kinder zweitrangig, Familen drittrangig und Männer/Väter schlicht als überflüssig angesehen werden."

Auf eine weitere Diskussion zum Thema Feminismus in Deutschland etc. habe ich schlicht keine Lust, dazu gibt's hier schon X Stränge.

lordsofmidnight
13.09.2006, 14:44
Ich habe mich sehr wohl auf einen Punkt von Dir bezogen, Lord, nämlich darauf: "Der 68er "Marsch durch die Institutionen" (auch durch die Gerichtsbarkeit) hat inzwischen dazu geführt, daß in Politik, dem Verfassungsgereicht und Verbänden inzwischen einflußreiche, feministisch orientierte Frauen und Männer sitzen, dessen ideologisches Ziel es ist, möglichst viel für Frauen herauszuholen, während Kinder zweitrangig, Familen drittrangig und Männer/Väter schlicht als überflüssig angesehen werden."

Auf eine weitere Diskussion zum Thema Feminismus in Deutschland etc. habe ich schlicht keine Lust, dazu gibt's hier schon X Stränge.

Na dann läßt Du es eben...

Inaktiver User
13.09.2006, 15:36
Yep, Lord, genau so ist es. Deswegen ist Deutschland ja auch das Paradies für berufstätige Mütter, es wimmelt nur so von tollen Betreuungsangeboten für Kinder und von super flexiblen Arbeitsmodellen, damit die Frauen Kinder und Karriere miteinander verbinden können, alleinerziehende Mütter schwimmen im Geld, Rentnerinnen sowieso, dazu besetzen die Frauen viel mehr Führungsposten, sowohl in Politik als auch in der freien Wirtschaft, von den Massen von Uniprofessorinnen ganz zu schweigen, außerdem verdienen die Frauen im Durchschnitt mehr als die Männer und sie haben auch noch eigene Parkplätze. Der Feminismus hat auf ganzer Linie gesiegt!

Stimmt - Deutschland wird seit Jahren heimlich von Frauen regiert und die Männer haben überhaupt nix mehr zu sagen, wahrscheinlich werden im Augenblick gerade irgendwo heimlich Spermabanken angelegt, in denen natürlich nur das Sperma ohne Y-Chromosom aufbewahrt wird, damit wir in Zukunft die Jungs ganz aus dem Land schmeißen können. Ja, ich bin mir sicher, so läuft es!

Ja, dieser Beitrag ist ironisch gemeint und nein, ich erwarte keine Antwort darauf.
Es gibt genau einen einzigen Bereich, in dem der Feminismus Erfolg hatte, und das ist die unglaubliche Erweiterung der Machtfülle von Frauen in der traditionellen Familienform.

Und die macht, beste Jo, immer noch den wichtigeren Teil des Lebens der meisten Menschen aus - den Rest, den Du erwähnt hast, darfst Du mal locker dagegen aufwiegen.

Jo68
13.09.2006, 15:44
Siehst Du, bester Mnn, das ist einer der Gründe, warum ich keine Lust mehr auf solche Diskussionen habe, weil persönliche Eindrücke, Wertungen und Einschätzungen als "so ist es und nicht anders" dargestellt werden. Was für wen wie schwer wiegt, entscheidet nämlich immer noch jeder selbst.

Aber jetzt bin ich wirklich raus - Ich muss nämlich arbeiten, da ich keinen Mann habe (oder will), der mich finanziert, sondern einen der sich mit mir Arbeit, Haushalt und Kinder 50/50 teilt.

lordsofmidnight
13.09.2006, 15:57
... da ich keinen Mann habe (oder will), der mich finanziert, sondern einen der sich mit mir Arbeit, Haushalt und Kinder 50/50 teilt

Diesen Spruch habe ich schon 100x in diversen Foren gelesen. Und wenn ich dann auf die Straße gehe, sehe ich lauter Frauen, die genau das ablehnen und viel lieber einen Versorger hätten.

xanidae
13.09.2006, 16:20
... da ich keinen Mann habe (oder will), der mich finanziert, sondern einen der sich mit mir Arbeit, Haushalt und Kinder 50/50 teilt

Diesen Spruch habe ich schon 100x in diversen Foren gelesen. Und wenn ich dann auf die Straße gehe, sehe ich lauter Frauen, die genau das ablehnen und viel lieber einen Versorger hätten.

:freches grinsen: und ich gehe auf die straße und sehe lauter männer, die von ihren frauen erwarten, dass sie zuhause bleiben, die pantoffeln vorwärmen und den cognac bereithalten. zuvor haben sie die kinder nach einem gesunden abendessen zu bett gebracht und sich in ihr satinnachthemd geworfen und erwarten den gatten in freudiger eregung.

ja ja ja.

und außerdem nehmen die ganzen feministinnen den männern den arbeitsplatz weg! jawoll. :erleuchtung:

Inaktiver User
13.09.2006, 16:26
:freches grinsen: und ich gehe auf die straße und sehe lauter männer, die von ihren frauen erwarten, dass sie zuhause bleiben, die pantoffeln vorwärmen und den cognac bereithalten. zuvor haben sie die kinder nach einem gesunden abendessen zu bett gebracht und sich in ihr satinnachthemd geworfen und erwarten den gatten in freudiger eregung.

ja ja ja.

und außerdem nehmen die ganzen feministinnen den männern den arbeitsplatz weg! jawoll. :erleuchtung:
Aber da gibt es doch Umfragen drüber - insofern sind Retourkutschen doch durchschaubar.
Junge Männer wollen eher selten heutzutage noch Alleinverdiener sein ( hat ja auch echte Nachteile, die Rolle ), junge Frauen wollen viel häufiger den Haushalt führen, Tendenz steigend.

Insofern frage ich mich schon lange, wo sind eigentlich die ganzen Frauen, die meinen Arbeitsplatz gefährden :wie?: ? Ich seh' sie nicht. Oder meinst Du die Frauen in China ?

lordsofmidnight
13.09.2006, 16:44
und ich gehe auf die straße und sehe lauter männer, die von ihren frauen erwarten, dass sie zuhause bleiben, die pantoffeln vorwärmen und den cognac bereithalten. zuvor haben sie die kinder nach einem gesunden abendessen zu bett gebracht und sich in ihr satinnachthemd geworfen und erwarten den gatten in freudiger eregung.

lordsofmidnight
13.09.2006, 16:44
und ich gehe auf die straße und sehe lauter männer, die von ihren frauen erwarten, dass sie zuhause bleiben, die pantoffeln vorwärmen und den cognac bereithalten. zuvor haben sie die kinder nach einem gesunden abendessen zu bett gebracht und sich in ihr satinnachthemd geworfen und erwarten den gatten in freudiger eregung.

Tja, die wahrhaft emanzipierten Frauen und Männer treiben sich offensichtlich nur in den Foren rum, nicht auf der Straße :kuss:

xanidae
13.09.2006, 16:52
ernste antwort.
ich kenne nur eine frau, die nicht arbeiten will. alle anderen wollen arbeiten und tun das auch. manche haben kinder und sind glücklich mit der teilzeitlösung. andere mütter unglücklich mit dieser, weil das kind die karriere ruinierte. andere bekommen keine kinder, weil sie sonst ihren arbeitsplatz verlieren würden - der arbeitgeber hat unmissverständlich klar gemacht, dass er auf dieser position keine mutter dulden wird und es keine teilzeitlösungen geben wird. wenige arbeiten vollzeit, aber nur weil sie gute kinderbetreuung in form von oma und nanny haben.
andere wiederum würden sofort die stunden erhöhen, wenn sie eine zeitlich adäquate kinderbetreuung hätten.

die männer zu diesen frauen gehen alle normal ihrer arbeit nach. einer (!) hat ein halbesjahr 4 tage in der woche gearbeitet. keiner hat erziehungsurlaub genommen oder nimmt frei wenn das kind krank ist. zu riskant, der chef duldet das nicht, usw. usf. sind die begründungen dafür.

alles nur interne statistik.

aber es gibt wohl eine statistik, die besagt, dass gerade junge väter mehr überstunden machen.

xanidae
13.09.2006, 16:53
und ich gehe auf die straße und sehe lauter männer, die von ihren frauen erwarten, dass sie zuhause bleiben, die pantoffeln vorwärmen und den cognac bereithalten. zuvor haben sie die kinder nach einem gesunden abendessen zu bett gebracht und sich in ihr satinnachthemd geworfen und erwarten den gatten in freudiger eregung.

Tja, die wahrhaft emanzipierten Frauen und Männer treiben sich offensichtlich nur in den Foren rum, nicht auf der Straße :kuss:

siehste! geht doch. :smirksmile:

Ella1975
13.09.2006, 19:22
@ lordsofmidnight


Was haben dir die bösen Frauen eigentlich getan [/I]

Frauen im allgemeinen gar nichts. Bei den Radikal-Feministinnen sieht´s allerdings schon anders aus.
Und was hast Du gegen Männer?

Mann ist nicht gleich Mann :freches grinsen:

Ich verstehe nicht, dass du dich in einem Frauenforum über diverse Grade und Eigenschaften von Feministinnen aufregst. Ich käme nicht auf die Idee, in ein von Männern dominiertes Forum zu gehen, um mich dort über Machos oder Hanswürste aufzuregen.

Liebe Damen hier im Forum: Keiner der Herren würde mich in dem Fall so ernst nehmen wie ihr hier diesen Lord! :wie?:

Hallo Lord, akzeptiere doch einfach, dass es erfolgreiche Frauen gibt!
Und was können Radikalfeministinnen dir denn anhaben?

Inaktiver User
13.09.2006, 19:30
Ella,
vermutlich liegt es daran, dass der Lord den Fehler macht, seine privaten Probleme, die er mit seiner Frau hat, zu politisieren. Dabei wirft er mit so vielen haltlosen Verallgemeinerungen um sich, dass den meisten hier schon längst die Lust vergangen ist, sich an der Diskussion (?) zu beteiligen.

Vyras
13.09.2006, 19:40
vermutlich liegt es daran, dass der Lord den Fehler macht, seine privaten Probleme, die er mit seiner Frau hat, zu politisieren.
Also dass ist eine Unterstellung der übelsten Sorte. Dass ist so ähnlich, wie wenn ein Mann die missliebigen Argumente einer Frau mit dem Spruch "Overstressed and underfucked..." abtut.

Ich persönlich habe kein persönliches Problem mit irgegendeiner Frau, weder mit meiner Freundin, noch mit meiner Mutter, noch mit irgendeiner Kollegin und trotzdem sehe ich vieles von der Feminismuskritik von LOM hier ähnlich.

Ella1975
13.09.2006, 19:45
@ Vyras



Ich persönlich habe kein persönliches Problem mit irgegendeiner Frau, weder mit meiner Freundin, noch mit meiner Mutter, noch mit irgendeiner Kollegin und trotzdem sehe ich vieles von der Feminismuskritik von LOM hier ähnlich.

Ach, ihr wollt hier doch nur herumzicken...

Der Feminismus ist die einzige wahre Lehre und als solche unanfechtbar.

Merkt euch das!:krone auf:

Vyras
13.09.2006, 19:53
Der Feminismus ist die einzige wahre Lehre und als solche unanfechtbar.

Merkt euch das!:krone auf:
Flucht in die Ironie?

lordsofmidnight
13.09.2006, 20:01
Ich verstehe nicht, dass du dich in einem Frauenforum über diverse Grade und Eigenschaften von Feministinnen aufregst.

Wieso? Gerade hier ist es doch notwendig für Veränderungen zugunsten von Kindern und Vätern zu werben - oder?
Ein "Closed Shop" nützt keinem. Ich bin dafür, daß Frauen sich in einem Männerforum mit Männern auseinandersetzen, um für ihre Positionen zu werben, und umgekehrt. Oft wissen Männer gar nichts von Frauenproblemen, und umgekehrt.

Ich käme nicht auf die Idee, in ein von Männern dominiertes Forum zu gehen, um mich dort über Machos oder Hanswürste aufzuregen.

Die gibt es doch dort gar nicht. Alles gute Jungs!
:lachen:

Liebe Damen hier im Forum: Keiner der Herren würde mich in dem Fall so ernst nehmen wie ihr hier diesen Lord!

Dann könnte es auch an mangelnden Argumenten Deinerseits liegen :kuss:

Hallo Lord, akzeptiere doch einfach, dass es erfolgreiche Frauen gibt!

Das ist eine ziemlich einseitige Betrachtungsweise. "Erfolgreich" definiere ich jedenfalls nicht als ausschließlich beruflich erfolgreich.
Erfolgreich ist für mich eigentlich gleichzusetzen mit Zufriedenheit, egal ob die Frau nun Kinder betreut, eine Bank leitet, Bundeskanzlerin oder arbeitslos ist. Ist eine Frau nun beruflich erfolgreich: so what, soll sie doch, ich gönn ihr´s.


Und was können Radikalfeministinnen dir denn anhaben?

Als nicht geschiedener bin ich glücklicherweise bisher einigermaßen verschont geblieben. Sobald meine Frau die Scheidung einreichen würde, sähe das schon schlimmer aus.
Stichworte: Sorgerecht, Unterhaltszahlungen etc.


vermutlich liegt es daran, dass der Lord den Fehler macht, seine privaten Probleme, die er mit seiner Frau hat, zu politisieren.

Oh, das ist ja mal eine Aussage!
Haben nicht vor über 30 Jahren die Frauen exakt das gleiche gemacht? Ihre private Rechtlosigkeit politisiert? Ungerechtigkeiten klar ausgesprochen? Mit der Forderung dies zu ändern? Hält dieser Ruf nach Gleichberechtigung und Änderung der Zustände nicht bis heute an?
Aber ich darf nicht Mißstände nennen, nur weil ich ein Mann bin?


Dabei wirft er mit so vielen haltlosen Verallgemeinerungen um sich, dass den meisten hier schon längst die Lust vergangen ist, sich an der Diskussion (?) zu beteiligen.

Auf den Trick mit persönlichen Angriffen auf Sachargumente zu reagieren, und so die Diskussion zu sprengen falle ich nicht mehr rein. Wenn Dir meine Meinungen nicht passen, argumentiere dagegen, oder lasse es.

Inaktiver User
13.09.2006, 20:29
Haben nicht vor über 30 Jahren die Frauen exakt das gleiche gemacht? Ihre private Rechtlosigkeit politisiert? Ungerechtigkeiten klar ausgesprochen? Mit der Forderung dies zu ändern? Hält dieser Ruf nach Gleichberechtigung und Änderung der Zustände nicht bis heute an?
Aber ich darf nicht Mißstände nennen, nur weil ich ein Mann bin?

Doch, doch, natürlich. Nur die Frauen damals waren nicht ne Handvoll, sondern Tausende, Abertausende, Millionen.

Außerdem haben sich die Frauen damals nicht anonym in einem Forum ausgemehrt, sondern sind politisch aktiv geworden: in der Presse, in Fernsehshows, etc. Und Frauen haben ihren Kopf dafür hingehalten.

Ein anonymes Forum ist wie ein Stammtisch in der Kneipe: Viel verbales, folgenloses Getöse.

Aber keine Sorge, ich will dich nicht verjagen. Du erhöhst den Unterhaltungswert ungemein. Ich frage mich nur, warum du dich mit der Problematik doch ganz gut auszukennen scheinst, wo du doch nach eigener Aussage nicht geschieden bist.

lordsofmidnight
13.09.2006, 20:45
Doch, doch, natürlich. Nur die Frauen damals waren nicht ne Handvoll, sondern Tausende, Abertausende, Millionen.

Versteh ich jetzt nicht: Nur weil ich in keinem Männerverband etc. Mitglied bin, habe ich nicht das gleiche Recht, was sich damals die vielen Frauen herausgenommen haben?

Außerdem haben sich die Frauen damals nicht anonym in einem Forum ausgemehrt, sondern sind politisch aktiv geworden: in der Presse, in Fernsehshows, etc.

Nun, das könnte auch damit zusammenhängen, daß es 1975 kein Internet-Forum gab...
Klein-Erna aus Castrop-Rauxel wird da auch nicht aufgetreten sein, genauso wenig wie Klein-lordsofmidnight.
Das es im Männerbereich keine derartigen Protest-Strukturen gibt, ist nicht mein Verschulden, und die Ungerechtigkeiten gegenüber Männern werden dadurch auch nicht geringer.


Und Frauen haben ihren Kopf dafür hingehalten.

So wie ich heute hier in diesem Forum? :lachen:
Vielleicht sind ja durchaus Parallelen da zwischen den konservativen Patriarchen damals und den Hardcore-Feministinnen heute?

Ein anonymes Forum ist wie ein Stammtisch in der Kneipe: Viel verbales, folgenloses Getöse.

Muß nicht zwangsläufig so sein, sondern ist natürlich auch von der Qualität der Beiträge abhängig. An der Anzahl der Beiträge, die Du geschrieben hast, kann man durchaus erkennen, daß Du "regelmäßige Kneipengängerin" bist, trotz "verbalem, folgenlosem Getöse" am Stammtisch :smirksmile:

Aber keine Sorge, ich will dich nicht verjagen.

Ich bin forenerfahren (hat aber nix mit Frauen/Männern) zu tun. Weg bin ich nur wenn´s langweilig wird.

Du erhöhst den Unterhaltungswert ungemein.

Na bestens!
Clowns waren ja seit jeher stets Männer
:lachen:

Ich frage mich nur, warum du dich mit der Problematik doch ganz gut auszukennen scheinst, wo du doch nach eigener Aussage nicht geschieden bist.

Tja, das ist eine lange Geschichte, die ich hier lieber nicht ausbreite. Ich selber hätte mich vielleicht schon scheiden lassen, aber da sind eben 2 Hindernisse, die mich davon abhalten.
a) meine süße Tocher (2 Jahre)
b) die Nachtrennungsfolgen (Sorgerecht, Unterhaltsknechtschaft...)

Inaktiver User
13.09.2006, 20:57
Versteh ich jetzt nicht: Nur weil ich in keinem Männerverband etc. Mitglied bin, habe ich nicht das gleiche Recht, was sich damals die vielen Frauen herausgenommen haben?
Doch, doch. Es ist nur so, dass ein paar Einzelkämpfer nichts bewirken.

Das es im Männerbereich keine derartigen Protest-Strukturen gibt, ist nicht mein Verschulden, und die Ungerechtigkeiten gegenüber Männern werden dadurch auch nicht geringer.
Dann bau doch solche Proteststrukturen auf!

So wie ich heute hier in diesem Forum? :lachen:
Vielleicht sind ja durchaus Parallelen da zwischen den konservativen Patriarchen damals und den Hardcore-Feministinnen heute?
Welcher Patriarch hält den Kopf derartig hin wie unsere Alice?

Muß nicht zwangsläufig so sein, sondern ist natürlich auch von der Qualität der Beiträge abhängig. An der Anzahl der Beiträge, die Du geschrieben hast, kann man durchaus erkennen, daß Du "regelmäßige Kneipengängerin" bist, trotz "verbalem, folgenlosem Getöse" am Stammtisch :smirksmile:
Genau. Ich liebe Stammtische, aber einer muss schließlich beim Kind bleiben...

Ich bin forenerfahren (hat aber nix mit Frauen/Männern) zu tun.
Sondern?

Tja, das ist eine lange Geschichte, die ich hier lieber nicht ausbreite. Ich selber hätte mich vielleicht schon scheiden lassen, aber da sind eben 2 Hindernisse, die mich davon abhalten.
a) meine süße Tocher (2 Jahre)
b) die Nachtrennungsfolgen (Sorgerecht, Unterhaltsknechtschaft...)
Also da hast du doch wirklich geld- und goldwerte Tipps von uns bekommen. Schick deine Frau arbeiten und mach einen auf Hausmann und zack! biste aus dem Schneider.

lordsofmidnight
13.09.2006, 21:08
Doch, doch. Es ist nur so, dass ein paar Einzelkämpfer nichts bewirken.Dann bau doch solche Proteststrukturen auf!

Hm, in einem Frauenforum werde ich von einer feministisch orientierten? Frau aufgefordert Proteststrukturen aufzubauen um mehr Rechte für Männer zu fordern, während diese neuen Rechte sich ggf. sogar gegen Frauen richten würden?


Welcher Patriarch hält den Kopf derartig hin wie unsere Alice?

Dieter Bohlen? Heiner Lauterbach? Der Papst? :smirksmile:

Nimm´s mir nicht übel, aber A.S. ist einfach nur peinlich.



Genau. Ich liebe Stammtische, aber einer muss schließlich beim Kind bleiben...

Mit dem Kind in die Kneipe, soweit kommt das noch...


Sondern?

Neugier scheint doch eine weibliche Eigenschaft zu sein. :freches grinsen:


Also da hast du doch wirklich geld- und goldwerte Tipps von uns bekommen. Schick deine Frau arbeiten und mach einen auf Hausmann und zack! biste aus dem Schneider.

Kann ich ja nicht, das wäre dann ja "Gewalt gegen Frauen". Außerdem hat sie ja gar keinen Bock außerhalb zu arbeiten.

Vyras
13.09.2006, 21:18
Dann bau doch solche Proteststrukturen auf!
Geile Idee. Dass da noch keiner von uns Männern drauf gekommen ist. Mache ich gleich morgen nach Feierabend. Und dann geht's los...


Welcher Patriarch hält den Kopf derartig hin wie unsere Alice?
Es geht hier niemandem um Patriarchismus, falls du das noch nicht gemerkt hast.

Vyras
13.09.2006, 21:32
[...] während diese neuen Rechte sich ggf. sogar gegen Frauen richten würden?
Bitte nicht. Die Männerbewegung darf nicht denselben Fehler machen, wie die Frauenbewegung vor ~35 Jahren. Die Frauenbewegung hatte es sich da ziemlich einfach gemacht und das große Feindbild "Mann/Männlichkeit" aufgebaut. Gegen ein so aufgebautes und immer wieder erneuertes Feindbild kann man eben gut ankämpfen, wenn man um des Kämpfens willen kämpft.

Die Männerbewegung tut gut daran ihre Interessen nicht gegen die Frauen vertreten. Ich fände es hochgradig ärgerlich, wenn die Männerbewegung auch zu so einer neid- und frustgetriebenen Rundumschlagsmaschine werden würde, wie die feministische Bewegung es war und ist.

Karin11555
13.09.2006, 21:48
Vor einiger Zeit gab es in einem Forum hier mal eine zig-Seiten lange Debatte mit Papa-Ralf.

Irgendjemand erinnert hier stark an den.

lordsofmidnight
13.09.2006, 21:55
Ich bin´s aber nicht.

Papa-Ralf ist ein armer Kerl.
Oder was sonst soll man zu einem Papa sagen, der so eine Signatur hat:

Darf kein liebevoller Vater meiner Tochter (9 ) mehr sein. Das "deutsche Kindeswohl" bestimmt es - gegen den Willen des Kindes - seit Juni 2002 anders

Inaktiver User
13.09.2006, 22:37
LOM,
es ehrt dich, dass du dich als Nichtbetroffener derartig ausgiebig mit der HP eines fremden Mannes befasst...

lordsofmidnight
13.09.2006, 22:43
Kleine -aber keineswegs unwichtige- Korrektur:

es ehrt dich, dass du dich als bislang Nichtbetroffener derartig ausgiebig mit der HP eines fremden Mannes befasst...

Inaktiver User
14.09.2006, 09:07
Flucht in die Ironie?


Wovor sollte man hier flüchten. Ihr seid sehr schön zu lesen, ihr Frustrierten.

Was geht Euch ab? Nichts, schlicht und ergreifend gar nichts.

Ihr habt im Beruf die besseren Chancen. Habt keine Nachteile durch Kinderphasen, kommt in Führungspositionen, habt die höheren Gehälter bei gleicher Ausbildung.

Die Medizinische Forschung, auf die LOM weiter oben anspielte, ist bislang ausschliesslich auf Männer ausgerichtet. Für Frauen und vor allem für Kinder wird oftmals eine Medikamentierung angenommen, die nicht erforscht ist und teilweise zu fatalen Fehlern führt. Ähnliches wird bei Bestrahlungen und vielem mehr getan, weil es keine Forschung für Kinder und Frauen gibt, die die WHO seit Jahren massiv anmahnt.

Ihr habt kein Problem mit Betreuungsplätzen für die Kinder, da der Grossteil der Mütter dies für Euch regelt.

Ihr benötigt keine solche Förderung, wie sie Frauen immer noch in Deutschland, das im Gegensatz zu skandinavischen Ländern ein Frauen-Entwicklungsland ist, erhalten sollen.

Was also soll das Gejammer?

Es geht um Unterhalt und die Kinder, die Euch nach der Trennung kaum sehen? Dann lebt Partnerschaften, die dieser möglichen Entwicklung vorgreifen. Heiratet, teilt Arbeit, Kinder und Beruf partnerschaftlich, trennt Euch mit ähnlicher Arbeitsteilung wie in der Ehe oder am besten bleibt verheiratet.

Alles andere ist Gejammer derer, die befürchten, dass ihr falsches Handeln Konsequenzen haben wird.

Inaktiver User
14.09.2006, 09:32
Was also soll das Gejammer?
Na, wir wollen halt mehr, nö.



Es geht um Unterhalt und die Kinder, die Euch nach der Trennung kaum sehen? Dann lebt Partnerschaften, die dieser möglichen Entwicklung vorgreifen. Heiratet, teilt Arbeit, Kinder und Beruf partnerschaftlich, trennt Euch mit ähnlicher Arbeitsteilung wie in der Ehe oder am besten bleibt verheiratet.

Alles andere ist Gejammer derer, die befürchten, dass ihr falsches Handeln Konsequenzen haben wird. Nein, das ist der falsche Ansatz. Kein Unterhalt, oder bestenfalls Übergangsunterhalt, für die Frau, umfangreiches, nicht durch Frauen torpedierbares Umgangsrecht, Beteiligung der Frau an der finanziellen Verantwortung für die Kinder, das sind wirklich basics, die müssen wuppen, ohne dass mann sich dahingegehend erpressen lassen muss, eine Partnerschaft nach Vorstellung irgendwelcher weltfremden Feministinnen zu leben, die überhaupt nicht wissen, was Kinder und Partnerschaft sind - und welchen Schwierigkeiten Männer/Frauen dabei eigentlich ausgesetzt sind.

Grüße, mnn

Vyras
14.09.2006, 09:34
Wovor sollte man hier flüchten. Ihr seid sehr schön zu lesen, ihr Frustrierten.
Warum zitierst du mich, wenn du mich nicht meinst?



Ihr habt im Beruf die besseren Chancen. Habt keine Nachteile durch Kinderphasen, kommt in Führungspositionen, habt die höheren Gehälter bei gleicher Ausbildung.
Einfach mal behauptet.




Ihr habt kein Problem mit Betreuungsplätzen für die Kinder, da der Grossteil der Mütter dies für Euch regelt.
Ich wüsste nicht inwiefern die Mutter meiner zukünftigen Kinder mehr Probleme mit Betreuungsplätzen haben sollte als ich.



Ihr benötigt keine solche Förderung, wie sie Frauen immer noch in Deutschland, das im Gegensatz zu skandinavischen Ländern ein Frauen-Entwicklungsland ist, erhalten sollen.
Ich habe mal eine Zeit lang in einem skandinavischan Land gelebt, und trage mich mit dem Gedanken dort auch wieder hinzugehen zwecks Familiengründung. Hier in D ist mir das einfach zu riskant.


Was also soll das Gejammer?
Was für Gejammer?



Es geht um Unterhalt und die Kinder, die Euch nach der Trennung kaum sehen?
Nein, es geht um die Degradation zum Zahlesel. Wenn in D eine Mutter vom Vater fordert "Verschwinde aus unserem Leben, das einzige Lebenszeichen, was ich von dir will, ist der monatliche Eintrag auf meinem Kontoauszug.", dann bekommt sie diese Forderung in erschreckend vielen Fällen durch.

Um das Geld geht es nicht. Wenn ich ein Kind zeuge, bin ich mir darüber bewusst, dass das "Geld kostet". Aber man bekommt ja auch etwas dafür. Der Umgang mit Kindern ist ja eine Form von Lebensqualität. Und dieser Umgang wird vielen Vätern verwehrt und sie werden auf ihre bloße Funktion als Zahlesel reduziert. Viele Väter würden gerne Verantwortung für ihre Kinder übernehmen, die über das bloße Zahlen hinausgeht, wenn man sie den ließe.



Dann lebt Partnerschaften, die dieser möglichen Entwicklung vorgreifen. Heiratet, teilt Arbeit, Kinder und Beruf partnerschaftlich, trennt Euch mit ähnlicher Arbeitsteilung wie in der Ehe oder am besten bleibt verheiratet.
Wenn das denn so einfach wäre. Erstens gehören immer zwei dazu und zweitens sind es ja nicht die Männer allein, die diese "ideale Partnerschaft" vermasseln. Dieses "Wenn ihr Männer einfach nur alles richtig machen würdet, wäre alles gut." ist mir zu billig.



Alles andere ist Gejammer derer, die befürchten, dass ihr falsches Handeln Konsequenzen haben wird.
Worin lag das falsche Handeln meines Kollegen, dessen Frau nach 15 Jahren Ehe samt der drei Kinder zu einem Lover abgehauen ist und dem Mann nur Schulden und Unterhaltsforderungen zurückgelassen hat? Nee is klar, der hätte einfach nur eine "Partnerschaft leben müssen, die dieser Entwicklung vorgreift." So ein Depp, dass der da dran nicht gedacht hat.

lordsofmidnight
14.09.2006, 09:53
Wovor sollte man hier flüchten. Ihr seid sehr schön zu lesen, ihr Frustrierten.

Ironisch gemeint?


Was geht Euch ab? Nichts, schlicht und ergreifend gar nichts.
Ihr habt im Beruf die besseren Chancen. Habt keine Nachteile durch Kinderphasen, kommt in Führungspositionen, habt die höheren Gehälter bei gleicher Ausbildung.

Im Beruf konnte ich bisher in keiner Weise feststellen, daß Frauen irgendwie benachteiligt würden.
Zudem: Frauen bekommen zwar weniger Gehalt, haben dafür aber die wesentlich saubereren und körperlich weniger anstrengenden Jobs, bekommen weitaus mehr Sozialleistungen, eine längere Rentenbezugsdauer (und meist auch Witwenrente), "Entschädigungen" für Trennungen durch Unterhaltszahlungen, keine Nachteile durch Wehr/Ersatzdienst, eine umfassende staatlich finanzierte Infrastruktur exklusiv für Frauen usw. usw. Alles übrigens vorwiegend durch Männer finanziert.

Natürlich ist es richtig, daß Frauen seltener in Führungspositionen kommen. Warum ist das der Fall? Ganz klar: Ein Kind + Teilzeit qualifiziert meist nicht für einen Führungsjob. Der Teilzeit-Führungsposition ist i.d.R. ein Konstrukt was nur auf dem Papier und in wenigen Modellversuchen existiert, und für einen Betrieb meist nachteilig ist.
Weitere gewichtige Gründe für den Mangel von Frauen in Führungspositionen dürften aber auch in der Einstellung von Frauen liegen. In den heutzutage üblichen Frauenzeitschriften wird da meist die gutaussehende und gutgekleidete Business-Ladys mit viel Zeit gezeigt. Die Wirklichkeit in den Betrieben sieht aber ganz anders aus: Streß, viel Verantwortung, Mobbing, Überstunden und Druck bestimmen das Bild. Bei uns im Betrieb haben viele Frauen daraus die Konsequenz gezogen und das "Downgrading" begonnen: auf max. 30 Stunden runter, keine Führungsposition. Stattdessen Wellness in der Freizeit, Yoga und Tai Chi. Sie sind eben nicht -wie Männer-in der Pflicht eine Familie zu ernähren und können es sich daher dieses Downgrading leisten. Der Anteil der Frauen in Führungspositionen wird sich daher erst dann signifikant erhöhen, wenn Frauen auch privat die Hauptverantwortung für das Monatseinkommen übernehmen. Dies ist aber aktuell nur selten der Fall. Ich habe den Eindruck viele Frauen träumen von diesen "Jobs", wie sie in diesen Rosamunde-Pilcher-Filmen (die mit den schönen Landschaften) zu sehen sind: Freiberuflich (z.B. Ärztin) mit viel viel Zeit für die Patienten, und noch mehr Zeit für die Lösung derer und eigener privater Probleme. Finanziell bestens versorgt, eigenes großes Haus mit Personal, Lifestyle-Kombi und Golden Retriever. Wohlerzogene Kinder und nette Großeltern nicht zu vergessen. Das gibt´s aber nur im Film.

Nochwas zu den Führungspositionen:
Das es größtenteils Männer sind, die dort sitzen, nützt 99% der männlichen Normalbürger auch nichts. Ihnen ist es (so wie mir auch) meist völlig egal, ob bei Siemens oder der Deutschen Bank ein Mann oder eine Frau im Aufsichtsrat sitzt. Trotzdem wird gerade diesem männlichen Normalbürger mittels Frauenbevorzugung bei der Stellenvergabe die lange Nase gezeigt. Das ist echte Männer-Diskriminierung, staatlich unterstützt.

Ihr habt kein Problem mit Betreuungsplätzen für die Kinder, da der Grossteil der Mütter dies für Euch regelt.

Und wer zahlt sowohl die Betreuungsplätze als auch die Mütter?
Richtig, der Mann der auswärts arbeitet.


Ihr benötigt keine solche Förderung, wie sie Frauen immer noch in Deutschland, das im Gegensatz zu skandinavischen Ländern ein Frauen-Entwicklungsland ist, erhalten sollen.

Im Prinzip bin ich dafür sämtliche geschlechtsspezifische Förderung einzustellen. Da aber z.Zt. fast ausschließlich Frauen gefördert werden, wäre ich schon dafür, die Förderung 50/50 zu verteilen.


Es geht um Unterhalt und die Kinder, die Euch nach der Trennung kaum sehen? Dann lebt Partnerschaften, die dieser möglichen Entwicklung vorgreifen. Heiratet, teilt Arbeit, Kinder und Beruf partnerschaftlich, trennt Euch mit ähnlicher Arbeitsteilung wie in der Ehe oder am besten bleibt verheiratet.

Dazu braucht MANN aber auch eine Frau die dazu bereit ist. Meine ist dazu nicht bereit, möchte lieber zu Hause sein, und mir die Verantwortung für das Einkommen überlassen. Sie ist -wie viele andere auch- zu bequem sich dem Druck der Erwerbswelt zu stellen, und möchte sich lieber um das Kind kümmern.

Inaktiver User
14.09.2006, 10:08
Eine 50:50 Förderung?

Wieso soll man eine Gruppe (Männer) fördern, wenn sie in fast allen Lebensbereichen bevorzugt werden?

Das ist Unfug und wenn Du Dich etwas mit Arbeitsmarktstatistiken auseinandersetzt, wirst Du sehen, dass Dein Blick ein sehr verstellter ist und nicht mit dem übereinstimmt, was Frauen und Männer unterscheidet.

Aber ich nehme an, es ist ohnehin unsinnig, mit Dir zu argumentieren zu wollen, da Du nicht einmal Deine eigenen Argumente kennst - siehe WHO und besonderes Einsetzen für die Gesundheit von Frauen und Kinder oder auch der Blick in die Arbeitswelt oder Deine Sicht auf muslimische Frauen und Strukturen.

Du bist nicht einmal in der Lage, beim Thema zu bleiben, sondern vergleichst verschiedenes miteinander, sodass am Ende alles in Dein Zerrbild passt, das sich vor allem durch Häme auszeichnet.

Ich denke, das reicht für mich, denn eine ernst zu nehmende Diskussion ist nur möglich, wenn zumindest zu erkennen ist, dass eine Basis da ist, auf der man diskutieren kann. Bei Dir sehe ich nur viel Text und wenig Inhalt.

Schade, dass Du so viel tippst und so wenig Substanz lieferst.

Vyras
14.09.2006, 10:21
Schade, dass Du so viel tippst und so wenig Substanz lieferst.
Meinst du damit dich selbst? Wo ist denn die Substanz in deinem Posting?

lordsofmidnight
14.09.2006, 10:26
Eine 50:50 Förderung?

Ja, was spricht dagegen, wenn es doch krasse Benachteilungen von Männern in unserer Gesellschaft gibt? Haben die kein Recht Gleichberechtigung zu fordern?

Wieso soll man eine Gruppe (Männer) fördern, wenn sie in fast allen Lebensbereichen bevorzugt werden?

Wie ich Dir oben dargestellt habe, sind es doch die Frauen die in allen Lebensbereichen bevorzugt werden.


Das ist Unfug und wenn Du Dich etwas mit Arbeitsmarktstatistiken auseinandersetzt, wirst Du sehen, dass Dein Blick ein sehr verstellter ist und nicht mit dem übereinstimmt, was Frauen und Männer unterscheidet.

Na dann kläre mich doch mal über die Wahrheit auf. Die WHO hat übrigens längst festgestellt, daß 24 der 25 sog. "Todesberufe" mit hoher körperlicher Anstrengung und daraus resultierender geringerer Lebenserwartung ausschließlich Männersache sind.


Aber ich nehme an, es ist ohnehin unsinnig, mit Dir zu argumentieren zu wollen, da Du nicht einmal Deine eigenen Argumente kennst - siehe WHO und besonderes Einsetzen für die Gesundheit von Frauen und Kinder oder auch der Blick in die Arbeitswelt oder Deine Sicht auf muslimische Frauen und Strukturen.

Du machst den Fehler, den viele Frauen machen, wenn der Boden argumentativ warm wird: Du flüchtest Dich in persönliche Angriffe.
Benachteilungen von Männern kannst Du übrigens nicht dadurch auffangen, daß es Benachteilungen von Frauen gibt. Irgendwie habe ich bei Dir den Eindruck, Du möchtest gar nicht über die Benachteilungen von Männern diskutieren, sondern weichst aus indem Du sagt: "Es gibt keine Benachteilung von Männern, also bitte laßt uns ganz schnell wieder über die Benachteilung von Frauen diskutieren."


Du bist nicht einmal in der Lage, beim Thema zu bleiben, sondern vergleichst verschiedenes miteinander, sodass am Ende alles in Dein Zerrbild passt, das sich vor allem durch Häme auszeichnet. Ich denke, das reicht für mich, denn eine ernst zu nehmende Diskussion ist nur möglich, wenn zumindest zu erkennen ist, dass eine Basis da ist, auf der man diskutieren kann. Bei Dir sehe ich nur viel Text und wenig Inhalt.Schade, dass Du so viel tippst und so wenig Substanz lieferst.

Nö. Dann widerlege doch meine genannten Sachargumente. Dazu nimmst Du ja gar nicht Stellung.

xanidae
14.09.2006, 10:35
Weitere gewichtige Gründe für den Mangel von Frauen in Führungspositionen dürften aber auch in der Einstellung von Frauen liegen. In den heutzutage üblichen Frauenzeitschriften wird da meist die gutaussehende und gutgekleidete Business-Ladys mit viel Zeit gezeigt. Die Wirklichkeit in den Betrieben sieht aber ganz anders aus: Streß, viel Verantwortung, Mobbing, Überstunden und Druck bestimmen das Bild. Bei uns im Betrieb haben viele Frauen daraus die Konsequenz gezogen und das "Downgrading" begonnen: auf max. 30 Stunden runter, keine Führungsposition.

von welchen 'berufen' sprichst du?

ich kenne keine frau in leitungsposition, der das möglich ist. da sind eher 50 stunden pro woche normal, überstunden und fahrtzeit noch nicht eingerechnet. da wird auch ganz klar gesagt, sobald du deine stunden - warum auch immer - kürzt, bist du draußen. egal ob mann oder frau.
für einige meiner freundinnen der grund keine kinder zu bekommen. sie haben nicht ihr studium unter studienregelzeit beendet und diverse fortbildungen gemacht, sich den buckel krum geschuftet, um dann zuhause zu sitzen.

dank der fehlenden kinderbetreuungsmöglichkeiten ist einer der elternteile immer aus dem geschäft. denn einer muss sich ja ums kind kümmern.

die frauen aus meiner krabbelgruppe, die teilzeit arbeiten, arbeiten oft mehr als vorgesehen, weil sich das so einschleicht. wer pünktlich geht, wird gemobbt und so werden aus 25 stunden 30 und aus 30 38. ein guter deal für den arbeitgeber, weil er ja nur die geringere stundenzahl bezahlen muss.

lordsofmidnight
14.09.2006, 10:38
ich kenne keine frau in leitungsposition, der das möglich ist. da sind eher 50 stunden pro woche normal, überstunden und fahrtzeit noch nicht eingerechnet. da wird auch ganz klar gesagt, sobald du deine stunden - warum auch immer - kürzt, bist du draußen.

Genau das sag ich doch.
Die Frauen die bei uns im Betrieb (Büro) ausgestiegen sind, hatten vorher Führungspositionen und haben jetzt auf 30-Stunden-Woche abgebaut, und keine Führungsposition mehr inne.

xanidae
14.09.2006, 10:43
ich kenne keine frau in leitungsposition, der das möglich ist. da sind eher 50 stunden pro woche normal, überstunden und fahrtzeit noch nicht eingerechnet. da wird auch ganz klar gesagt, sobald du deine stunden - warum auch immer - kürzt, bist du draußen.

Genau das sag ich doch.
Die Frauen die bei uns im Betrieb (Büro) ausgestiegen sind, hatten vorher Führungspositionen und haben jetzt auf 30-Stunden-Woche abgebaut, und keine Führungsposition mehr inne.

sie haben also freiwillig gekürzt.
ok. ist doch in ordnung, kann doch jeder mann auch machen.
wer aber in der leitungsposition bleiben will, der nimmt die 50 stunden weiter in kauf.
wobei -ich wiederhole mich- ich keinen betrieb kenne in dem 30 stunden auch wirklich 30 stunden sind.

und die versorgernummer zieht bei mir nicht. entweder der partner geht arbeiten oder der lebensstandard sinkt. die frage ist, was ist mir wichtiger 'ein hoher lebensstandard' oder 'mehr zeit für die familie'.

lordsofmidnight
14.09.2006, 10:53
sie haben also freiwillig gekürzt.

Genau. Ihnen ist der Streß zuviel geworden, kann ich auch verstehen. Auch hier wieder eine Option für Frauen, die Männer meist nicht nutzen können, denn die wenigsten Frauen haben Verständnis dafür wenn der Mann sagt: "Schatz, ich arbeite jetzt weniger."


ok. ist doch in ordnung, kann doch jeder mann auch machen.
wer aber in der leitungsposition bleiben will, der nimmt die 50 stunden weiter in kauf.

Genau.


wobei -ich wiederhole mich- ich keinen betrieb kenne in dem 30 stunden auch wirklich 30 stunden sind.

Dies ist bei meiner Arbeitsstelle anders. Kommt wohl auch auf den jeweiligen Betrieb an.

und die versorgernummer zieht bei mir nicht. entweder der partner geht arbeiten oder der lebensstandard sinkt. die frage ist, was ist mir wichtiger 'ein hoher lebensstandard' oder 'mehr zeit für die familie'.

Was meinst Du mit "Versorgernummer"?

Inaktiver User
14.09.2006, 11:06
Nun, ich hatte oben schon erwähnt, es könnte doch durchaus sein, dass Gleichberechtigung darauf hinausläuft, dass Frauen sich eben in schlecht bezahlten Halbtagsjobs abplagen müssen, weil sie immer noch hauptsächlich die Kinder versorgen (wollen) - diesen Thread (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=33650) fand ich vom Thema her interessant, aber er war leider eingeschlafen.

Und da helfen auch nicht so Albernheiten, wie das heutzutage oft gelesene Erlangen sozialer Kompetenzen bei der Familienpflege, mit dem Firmen Mütter schmackhaft gemacht werden sollen - derartige Kompetenzen erlangt man immer noch am besten im Job selbst, nirgendwo sonst, was auch jeder weiss.

Ich sehe einfach nicht den Vorteil, den Männer dadurch erlangen, dass sie vermehrt Kinderbetreuung übernehmen - es reicht doch völlig, auch im Scheidungsfall ein umfangreiches, sicheres Umgangsrecht zu erhalten.

Manchmal hab' ich echt den Verdacht, dass manche Feministinnen so einer albernen Vorstellung nachhängen, wenn im Privaten der Leidensdruck von Männern nur ordentlich erhöht würde, würden die im Gesellschaftlichen schon nachgeben und Platz machen :knatsch: - das scheint die Schiene zu sein, auf der auch einige Frauen hier argumentieren.

Aber so geht das doch nicht :heul: ....

xanidae
14.09.2006, 11:09
Ich sehe einfach nicht den Vorteil, den Männer dadurch erlangen, dass sie vermehrt Kinderbetreuung übernehmen

und welchen vorteil erlangen die frauen, dass sie ihn übernehmen? und welchen vorteil erlangen die männer dadurch, dass frauen die kinderbetreuung übernehmen?

xanidae
14.09.2006, 11:11
Was meinst Du mit "Versorgernummer"?

dass die männer nur deshalb soviel arbeiten, weil sie eine familie ernähren müssen.
in meiner privatstatistik ist nur eine familie in der das so läuft - weil die frau keine ausbildung und keine lust hat zu arbeiten.
bei allen arbeiten beide partner, weil es finanziell gar nicht anders geht.

lordsofmidnight
14.09.2006, 11:17
dass die männer nur deshalb soviel arbeiten, weil sie eine familie ernähren müssen.

Warum denn sonst? Weil´s so geil ist in der Firma?

in meiner privatstatistik ist nur eine familie in der das so läuft - weil die frau keine ausbildung und keine lust hat zu arbeiten.
bei allen arbeiten beide partner, weil es finanziell gar nicht anders geht.

Weder bei mir, noch bei meinen Eltern oder bei meinen Schwiegereltern arbeitet die Frau mit. Und ich wohne nicht etwa auf dem Land. In allen 3 Familien kümmert sich die Frau um die Kinder (oder hat sich gekümmert)
In keiner einzigen mir bekannten Famile hat die Frau das Haupterwerbseinkommen. In keiner einzigen mir bekannten Familie ist die Frau überhaupt bereit dazu dies zu leisten.

Inaktiver User
14.09.2006, 11:25
@xanidae:

und welchen vorteil erlangen die frauen, dass sie ihn übernehmen?

Keine Ahnung, musst Du sie schon selbst fragen.
Auf der Hand liegt: Die Freude am Umgang mit den Kindern, die finanzielle Absicherung, ohne Arbeiten gehen zu müssen etc.

Auf jeden Fall kann ich lordsofmidnights private Statistik für meinen Bekanntenkreis bestätigen. Und es ist häufig so, dass die Frauen, die Karriere gemacht haben, kinderlos sind.


und welchen vorteil erlangen die männer dadurch, dass frauen die kinderbetreuung übernehmen?

Gar keinen. Männer würden im Zweifelsfall eben die Kinderbetreuung während der Arbeitszeit an andere als ihre Frauen delegieren. Auf jeden Fall haben sie den Nachteil, ihre Frau mitfinanzieren zu müssen.

Mal so naiv dahergequatscht...

jottenn
14.09.2006, 11:52
Frau Hermann ist ja bei Johannes B. Kerner ziemlich auseinander genommen worden und das mit Recht.
Frauen sind uns Männern in fast jeder Beziehung überlegen und eine emanzipierte Frau ist für jeden Mann ein großes Plus.
Frauen und Kinder geht auch in diesem Staat (auch wenn vieles besser sein müßte) nur sollten wir uns mit den Frauen solidarisch erklären und auch etwas dafür tun...

Karin11555
14.09.2006, 11:56
Gar keinen. Männer würden im Zweifelsfall eben die Kinderbetreuung während der Arbeitszeit an andere als ihre Frauen delegieren. Auf jeden Fall haben sie den Nachteil, ihre Frau mitfinanzieren zu müssen.



Die Betreuung müsssen sie doch auch finanzieren, oder?

Ella1975
14.09.2006, 13:04
Gerade hier ist es doch notwendig für Veränderungen zugunsten von Kindern und Vätern zu werben - oder?


Nee, fange erst mal bei dir bzw. fangt bei euch selber an.



Als nicht geschiedener bin ich glücklicherweise bisher einigermaßen verschont geblieben. Sobald meine Frau die Scheidung einreichen würde, sähe das schon schlimmer aus.
Stichworte: Sorgerecht, Unterhaltszahlungen etc.


Wenn dir die Gesetzgebung nicht gefällt, ist das deine Sache. Aber wie können wir dir helfen?



Auf den Trick mit persönlichen Angriffen auf Sachargumente zu reagieren, und so die Diskussion zu sprengen falle ich nicht mehr rein. Wenn Dir meine Meinungen nicht passen, argumentiere dagegen, oder lasse es.

Dein Dagegenquatschen fällt unter die Rubrik "Regressive Feminismuskritik". Die Ursachen solchen Verhaltens wurden schon vor Jahren als "narzisstische Kränkung" diagnostiziert und ad acta gelegt. Geh in ein Thread, das sich damit beschäftigt. Hier ist es destruktiv.

Der Feminismus ist die einzige wahre Lehre und als solche unanfechtbar.
Amen

Inaktiver User
14.09.2006, 13:19
Natürlich ist es richtig, daß Frauen seltener in Führungspositionen kommen. Warum ist das der Fall? Ganz klar: Ein Kind + Teilzeit qualifiziert meist nicht für einen Führungsjob. Der Teilzeit-Führungsposition ist i.d.R. ein Konstrukt was nur auf dem Papier und in wenigen Modellversuchen existiert, und für einen Betrieb meist nachteilig ist.
Weitere gewichtige Gründe für den Mangel von Frauen in Führungspositionen dürften aber auch in der Einstellung von Frauen liegen. In den heutzutage üblichen Frauenzeitschriften wird da meist die gutaussehende und gutgekleidete Business-Ladys mit viel Zeit gezeigt. Die Wirklichkeit in den Betrieben sieht aber ganz anders aus: Streß, viel Verantwortung, Mobbing, Überstunden und Druck bestimmen das Bild. Bei uns im Betrieb haben viele Frauen daraus die Konsequenz gezogen und das "Downgrading" begonnen: auf max. 30 Stunden runter, keine Führungsposition. Stattdessen Wellness in der Freizeit, Yoga und Tai Chi. Sie sind eben nicht -wie Männer-in der Pflicht eine Familie zu ernähren und können es sich daher dieses Downgrading leisten. Der Anteil der Frauen in Führungspositionen wird sich daher erst dann signifikant erhöhen, wenn Frauen auch privat die Hauptverantwortung für das Monatseinkommen übernehmen. Dies ist aber aktuell nur selten der Fall. Ich habe den Eindruck viele Frauen träumen von diesen "Jobs", wie sie in diesen Rosamunde-Pilcher-Filmen (die mit den schönen Landschaften) zu sehen sind: Freiberuflich (z.B. Ärztin) mit viel viel Zeit für die Patienten, und noch mehr Zeit für die Lösung derer und eigener privater Probleme. Finanziell bestens versorgt, eigenes großes Haus mit Personal, Lifestyle-Kombi und Golden Retriever. Wohlerzogene Kinder und nette Großeltern nicht zu vergessen. Das gibt´s aber nur im Film.


Das stimmt :freches grinsen: und sollte fairerweise auch gesehen werden.

xanidae
14.09.2006, 13:20
Weder bei mir, noch bei meinen Eltern oder bei meinen Schwiegereltern arbeitet die Frau mit. Und ich wohne nicht etwa auf dem Land. In allen 3 Familien kümmert sich die Frau um die Kinder (oder hat sich gekümmert)
In keiner einzigen mir bekannten Famile hat die Frau das Haupterwerbseinkommen. In keiner einzigen mir bekannten Familie ist die Frau überhaupt bereit dazu dies zu leisten.

das finde ich sehr interessant.

woran liegt das? an der wahrnehmung? an der gegend? am alter?
an der 'gesinnung' (mutter gehört zum kind)?

meine eltern haben beide gearbeitet und nur kurze phasen gleichzeitig. einer war immer hauptversorger. allerdings hat meine mutter die kleinkindzeit und die pflege der großeltern übernommen.
bei meinen schwiegereltern hat meine schwiegermutter in den phasen gearbeitet, wo es kein kleinkind und keine pflegebedürftige verwandte gab.


In keiner einzigen mir bekannten Famile hat die Frau das Haupterwerbseinkommen. In keiner einzigen mir bekannten Familie ist die Frau überhaupt bereit dazu dies zu leisten.

auch ich kenne keine familie, wo die frau hauptversorgerin sein darf. die männer sind nicht bereit ihre arbeit, auch nur teilweise, aufzugeben (auch wenn die frau mehr verdient).
ergebnis: die hälfte dieser paare hat keine kinder.

was aber bei allen paaren mit kindern gleich ist: alle können keine 3 jahre elternzeit bezahlen. d. h. die frauen steigen spätestens nach 1,5 jahren pause wieder ein.

Inaktiver User
14.09.2006, 13:25
Die Betreuung müsssen sie doch auch finanzieren, oder?

Na, die ist aber viel billiger.

Inaktiver User
14.09.2006, 13:25
In keiner einzigen mir bekannten Famile hat die Frau das Haupterwerbseinkommen. In keiner einzigen mir bekannten Familie ist die Frau überhaupt bereit dazu dies zu leisten.

Ich kenne mindestens zwei Familien mit Kindern in meinem Bekanntenkreis, in denen die Frau das Haupterwerbseinkommen erzielt. Die Männer sind Freiberufler mit unregelmäßigem Einkommen.

lordsofmidnight
14.09.2006, 13:31
Nee, fange erst mal bei dir bzw. fangt bei euch selber an.

Hab ich ja zu Hause versucht. Hat aber nicht gefruchtet.
Und das Schreiben hier werde ich mir von Dir nicht verbieten lassen, ok?


Wenn dir die Gesetzgebung nicht gefällt, ist das deine Sache. Aber wie können wir dir helfen?

Wieso sollte ich hier Hilfe von Dir beantragen? Oder hast Du Einfluß auf die Gesetzgebung?



Dein Dagegenquatschen fällt unter die Rubrik "Regressive Feminismuskritik". Die Ursachen solchen Verhaltens wurden schon vor Jahren als "narzisstische Kränkung" diagnostiziert und ad acta gelegt. Geh in ein Thread, das sich damit beschäftigt. Hier ist es destruktiv.

Nö, ist doch so schön kuschelig hier, trotz Deiner völlig falschen und unsinnigen Fern-Diagnose...


Der Feminismus ist die einzige wahre Lehre und als solche unanfechtbar.

Eine völlig unangreifbare Lehre also, uiuiui. Da bin ich aber gaaanz beeindruckt...:lachen:


das finde ich sehr interessant.
woran liegt das? an der wahrnehmung? an der gegend? am alter?
an der 'gesinnung' (mutter gehört zum kind)?

Eine Mischung aus allem würde ich sagen:
Vater als Ernährer, Mutter als Kinderbetreuein, soziale Schicht, Tradition, Bequemlichkeit in den Rollen (auf beiden Seiten)

auch ich kenne keine familie, wo die frau hauptversorgerin sein darf. die männer sind nicht bereit ihre arbeit, auch nur teilweise, aufzugeben (auch wenn die frau mehr verdient).
ergebnis: die hälfte dieser paare hat keine kinder.

Nicht Hauptversorgerin sein darf, oder nicht Hauptversorgerin sein will?

was aber bei allen paaren mit kindern gleich ist: alle können keine 3 jahre elternzeit bezahlen. d. h. die frauen steigen spätestens nach 1,5 jahren pause wieder ein.

Da bin ich wohl der Dumme. Um meiner Frau die vollen 3 Jahre Kindererziehung zu ermöglichen, hab ich mir noch einen Nebenjob geholt :wie?:

xanidae
14.09.2006, 13:40
Da bin ich wohl der Dumme. Um meiner Frau die vollen 3 Jahre Kindererziehung zu ermöglichen, hab ich mir noch einen Nebenjob geholt :wie?:

ja. denn das kanns ja wohl nicht sein. ich würde nie etwas von meinem mann verlangen, das ich nicht selbst bereit wäre zu tun.
ich kann deine haltung nun etwas besser verstehen und nachvollziehen. es macht mich traurig, dass wieder ein kind so wenig von seinem vater hat. hier durch die 'partnerschaft' bedingt, bei uns durch den job (mein mann ist ohne nebenjob 60stunden pro woche fern von der familie) und in anderen fälle auch durch die allgemeine arbeitspolitik.



Nicht Hauptversorgerin sein darf, oder nicht Hauptversorgerin sein will?

sein will und könnte, der mann aber dafür mind. in teilzeit nach dem mutterschutz gehen müßte, dazu aber nicht bereit ist, weil das ja seiner karriere schadet. andererseits aber das gleiche von seiner frau verlangen.

Karin11555
14.09.2006, 13:42
Na, die ist aber viel billiger.

Dann rechne mal die Putzfrau und die Haushälterin dazu!

xanidae
14.09.2006, 13:48
Dann rechne mal die Putzfrau und die Haushälterin dazu!

also mit offizieller anmeldung wird das ganz schön teuer.

trotzdem würde ein mann wohl für das gehalt nicht diese arbeit machen. er würde sich lieber todesmutig in flammen stürzen oder so.

lordsofmidnight
14.09.2006, 13:49
ja. denn das kanns ja wohl nicht sein. ich würde nie etwas von meinem mann verlangen, das ich nicht selbst bereit wäre zu tun.

Dann gehörst Du wohl zu den vernünftigen Frauen, Glückwunsch :kuss:

ich kann deine haltung nun etwas besser verstehen und nachvollziehen. es macht mich traurig, dass wieder ein kind so wenig von seinem vater hat. hier durch die 'partnerschaft' bedingt, bei uns durch den job (mein mann ist ohne nebenjob 60stunden pro woche fern von der familie) und in anderen fälle auch durch die allgemeine arbeitspolitik.

Ich übe meinen Nebenjob glücklicherweise zu Hause aus, immer dann wenn das Kind schläft oder am Wochenende.


sein will und könnte, der mann aber dafür mind. in teilzeit nach dem mutterschutz gehen müßte, dazu aber nicht bereit ist, weil das ja seiner karriere schadet. andererseits aber das gleiche von seiner frau verlangen.


Finde ich unfair von ihm. Ich persönlich würde dies ganz klar machen.

xanidae
14.09.2006, 13:53
Finde ich unfair von ihm. Ich persönlich würde dies ganz klar machen.

finden die frauen auch - ergebnis = keine kinder.

Inaktiver User
14.09.2006, 13:55
Dann rechne mal die Putzfrau und die Haushälterin dazu!
Das bisschen Arbeit kann mann selber machen, denk' ich ja...bzw., wo man es sich ja sogar mit seiner arbeitenden Frau teilen könnte.

Aber soo teuer ist das übrigens auch nicht .....

VitoD
14.09.2006, 14:02
Ich verstehe diese Diskussionen und die öffentliche Meinung so:

Der Mann ist per Definition NICHT Diskrimierbar.

So einfach ist das :) Ich wurde zwar zur Bundeswehr gegangen und wurde nicht gefragt, aber das ist schon ok. Ich bin Mann. Ich muss das aushalten. Ich muss mich auch darauf verlassen, dass meine Ehe immer halten wird, damit alles schön ist. Und wenn es doch mal hart auf hart kommt, muss ich die Situation dann halt wegstecken und hoffen, dass mir meine Frau dann noch eiiinigermaßen wohlgesonnen ist. Bin ja Mann. Muss das aushalten. Wusstet ihr übrigens, dass immer mehr Jungen in der Schule benachteiligt werden?

Hab letztens einen witzigen Vergleich gesehen, der die Situation für Männer in der heutige Familienrechtssprechung schön verdeutlicht :)

Zitat:

Würde ich die rechtliche Situation für Väter auf die Unfallstatistik übertragen, würde das so aussehen:
1) Ca. 45% aller Fahrer (Männer) werden im Laufe ihres Lebens einen Unfall (Scheidung) haben.
2) Ca. 95% dieser Unfälle enden tödlich (oder mit lebenslanger Behinderung) für den Fahrer.
Und wenn die Unfallstatistik so aussähe, würde ich tatsächlich nicht mehr Auto fahren!

Find ich lustig und vor allem so treffend. Jetzt kommt bestimmt eine Frau und sagt: Igitt igitt, wie kannst du so ein Thema nur so geschmacklos miteinander in Verbindung setzen. Du gefühlskaltes Monster. Böse Böse :)

Meinen männlichen Mitschreibern möchte ich sagen, dass ihr alle totaaaaal im Unrecht seid. Wir sind schließlich MÄNNER. Wir lieben das Risiko, ein kurzes Leben und den Tod. Bin mal gespannt wieviele junge Deutsche Männer jetzt im Libanon verheizt werden. Wenigstens der Krieg als letzte echte Männerdomäne ist uns noch geblieben :)