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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reisekranker Wau



LaVerne
15.08.2006, 16:40
Meine Huendin vertraegt Autofahrten von bis zu einer Stunde recht gut und ohne Probleme, aber bisher wurde ihr bei allem, was darueber hinausging ziemlich schlecht – und das trotz regelmaessigen Pausen, bei der wir mit ihr ein bisschen herumgelaufen sind und ihr was zu trinken gegeben haben. Beim letzten Mal hat sie ins Auto gekotzt und beim anschliessenden Spaziergang hatte sie Durchfall – auf der Rueckreise lag sie voellig apathisch auf ihrer Decke und hat den Rest des Tages so gut wie nichts zu sich genommen und wirklich 15 Stunden lang geschlafen. Danach war sie wieder fit.

Wir planen aber jetzt eine knapp 3-stuendige Reise zu Freunden und da wir unsere Huendin mitnehmen duerfen, ueberlegen wir jetzt schon, was wir tun koennen, damit ihr nicht schlecht wird. Was nuetzt es dem Tier, wenn sie bei uns ist, es ihr aber fuer den Rest des Tages grottenschlecht geht? :knatsch: (mal ganz abgesehen davon, dass Hundedurchfall nicht nur erbaermlich stinkt, sondern sich auch mit einer Plastiktuete nicht von der Strasse entfernen laesst..:peinlich: ) Gibt es irgendwelche Mittelchen fuer Hunde, die Reisekrankheit verhindern? :wie?:

Ueber eure Vorschlaege freue ich mich
Viele Gruesse
LaV

Noodie
15.08.2006, 18:21
Das gibt es sicher. Aber ich nehme an dass dein TA das verschreiben muss.

Inaktiver User
16.08.2006, 12:28
Kann man ein Tier ans Autofahren gewöhnen?

http://www.zooplus.de/bilder/1/frischluftgitter_1.jpg
Hundewelpen oder auch ältere Tiere gewöhnt man am besten ans Auto, indem man sie damit zunächst vertraut macht. Während der ersten kurzen Testfahrt sind Streicheleinheiten und beruhigende Worte besonders tröstlich. Nach jeder Testfahrt sollte das Tier eine Belohnung bekommen. Bei Hunden kann dies ein Spaziergang oder eine "Spielstunde" sein. Die weiteren Fahrten werden dann immer etwas länger. Wenn Sie sich genügend Zeit nehmen, ihr Tier schrittweise und stressfrei an das Auto zu gewöhnen, werden Sie bald einen begeisterten Beifahrer haben.

Was tun, wenn sich das Tier weiterhin unwohl fühlt?

Besonders sensible Tieren benötigen zu Beginn des "Fahrtrainings" ein leichtes Medikament. Ihr Tierarzt wird ein geeignetes Arzneimittel - es gibt auch pflanzliche oder homöopathische Substanzen - verordnen. Bei letzteren kommt es auf den homöopathischen Tiertyp an. Je nach individuellem Typus und Verhalten kommen folgende Mittel in Frage: Apomorphinum muriaticum, Borax, Cocculus, Hyoscyamus, Nux vomica, Passiflora incarnata, Petroleum, Tabacum. Unter den Pflanzen ist Ingwer besonders empfehlenswert, der in Apotheken in Kapselform erhältlich ist. Derartige Substanzen haben den Vorteil, dass sie keine betäubenden bzw. schläfrig machenden Nebenwirkungen haben. Sobald sich Ihr Tier an das Autofahren gewöhnt hat, können Sie auf diese kleinen Helfer meist ganz verzichten.

Was ist bei einer Autofahrt generell zu beachten?

Gehen Sie mit Ihrem Hund auf eine längere Urlaubsreise, so sollte die Fahrt durch häufige Pausen zum Wassertrinken und Gassigehen unterbrochen werden. Sorgen Sie außerdem für eine gute Belüftung und vermeiden Sie Hitzestaus. Die genannten Maßnahmen kommen schließlich auch Ihnen selbst zugute!

Artikel von Dr. med. vet. Ruth Wissler
Foto: Privat

hi, habt ihr es mit viel streicheln und futter (in unserem fall war es trockenes brötchen) im auto probiert? wie sieht es mit eurem reisetempo aus? als wir schneller fuhren mußte unsere spucken...kann ich gut verstehen :smirksmile: . ansonsten schwören z.b. beim fliegen einige auf bachblüten. aber wie noodie schreibt, konsultiere mal deinen vet-doc. lg andalusia

Inaktiver User
21.08.2006, 14:15
Mein Tierheim-Hund hat sich auch ewig nicht ans Autofahren gewöhnt, ich mußte aber konsequent mit ihm täglich fahren, teils ganz kurze Strecken, teils ins Tierheim, weil er anfangs an Durchfall litt und die ihn dort beobachten und kurieren wollten (habe allerdings nach 2 erfolglosen Wochen selber ein bewährtes Mittel genommen, und weg war es). Ok, ich habe einen Pickup und der ist leicht auszukärchern, aber leid tat er mir schon.

Geratene und nicht helfende Medikamente: Nausyn, Paspertin. Was half: Training, Training, Training und Änderung meiner Fahrweise (ist auch billiger, was Strafmandate betrifft). Geduld.

Alles Liebe,
One

LaVerne
22.08.2006, 10:16
Tja, die Fahrweise - ich versuche meinem Mann auch immer zu erklaeren, er solle doch bitte etwas weniger schnell fahren (er will wahrscheinlich die fahrt dem Hund zuliebe schnell hinter sich bringen), aber wenn ich ihm damit komme ist er in seiner Autofahrerwuerde verletzt. ;-)

Inaktiver User
22.08.2006, 17:25
Weniger schnell ist nicht so das Problem, eine sanftere Kurven-Fahrweise wäre nötig (Ironiebutton on: Eine normale Kurvenfahrweise verkürzt nicht den Penis. Ironiebutton off).

LG,
One