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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rentenversicherung umgehen



kassiopaya
14.10.2012, 16:01
Ich bin als Yogalehrerin bis 400 Euro bei der Rentenversicherung von den Beiträgen befreit. Nun würde ich gerne mehr Kurse anbieten und etwa 500-700 Euro einnehmen. Dies würde dazu führen,daß ich bei der Rentenversicherung den Regelsatz von um die 500 Euro, bzw. nach Antrag 20% abführen müsste. Es gibt die Regelung, daß man, wenn man eine Person sozialversicherungspflichtig einstellt, jedoch NICHT an die RV einzahlen muß. Was käme dann hier an Kosten auf mich zu,sofern ich z.B. meinen Partner, Mutter oder sonstiges einstellen würde? Wie funktioniert dies dann? Den Hinweis hatte ich im Internet gesehen, kann mir aber die Umsetzung schlecht vorstellen. Zudem wüsste ich gerne welche Beiträge dann hier zu entrichten wären.
Danke im Voraus!

Promethea71
15.10.2012, 08:51
Grundsätzlich ist das richtig, was du gehört hast, wenn du einen Angestellten hast, der mehr als 400, -Euro verdient, entfällt für dich die Rentenversicherungspflicht. Das würde für dich in etwa bedeuteten, dass du dem jenigen 405,- Euro plus etwa 25 % Sozialversicherungsabgaben zahlst, sein Netto würde (wenn es sein einziges Einkommen auf Lohnsteuerkarte ist) um seinen Anteil an der Sozialversicherung (Midizone) gekürzt, Lohnsteuer würde keine anfallen. Und dazu kommen noch Kosten für die Lohnabrechnung. Also etwa 525,- Euro Gesamtkosten.

Ob sich das lohnt ist nur im Gesamtpaket zu beurteilen, zum einen ob es für dich nicht doch langfristig lohnt in der Rentenversicherung zu sein (wie sorgst du sonst für dein Alter vor, hast du vorher schonmal in die RV eingezahlt). Und wen du einstellst. Für den jenigen kann es zB den Vorteil haben, eine preisgünstige Krankenversicherung zu haben.


Nur bei der Einstellung von Familienangehörigen kann es schwierig werden, weil die RV da durchaus genau prüft, wie das Arbeitsverhältnis ausgestaltet ist und ob es tatsächlich durchgeführt wird. Und der Angestellt muss einen genau bei dieser Tätigkeit, die man selbständig ausübt unterstützen. Die Prüfung kann durchaus erst nach einigen Jahren durchgeführt werde mit der Konsequenz, dass du dann teuer nachzahlst.


Vielleicht wäre es insgesamt besser, wenn du dir eine andere Yogalehrerin suchst, ihre Aufträge übernimmst und sie dafür einstellst. Das kann eine win-win-Situation für beide sein, s.o. Thema Krankenversicherung. +