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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alte "Affairen" oder Lieben - durch Zufall entdeckt. Wissen preisgeben?



Tunisia
14.08.2006, 15:12
Hallo zusammen,

in einer Diskussion im Freundeskreis entbrannte neulich folgende Diskussion:

Soll der/die Partner/in dem anderen sagen, dass er Kenntnis hat von einer gewesenen Liebe zu jemandem (dokumentiert durch Briefe), die von diesem anderen zwar anfänglich erwidert wurde, sehr schnell aber nicht mehr??

Der Sachverhalt: Er/sie hat durch Zufall (glauben wir das jetzt mal...) herausgefunden, dass er/sie vor 2 Jahren jemanden aus der Firma, in der er/sie gerade angefangen hatte, kennen- und auch lieben gelernt hat.

In den Briefen von ihm/ihr an sie/ihn war zu lesen, dass es eine geglaubte, große Liebe sei, die aber aus Angst des anderen vor so viel Gefühl nicht erwidert oder zumindest nicht gelebt werden konnte.

In dem Brief kam weiterhin zum Ausdruck, dass er/sie sie/ihn glühend liebt und sofort bereit wäre, ihre/seine noch recht junge Beziehung von ca. 8 Mon. hierfür zu "opfern".

Sie/er tat es nicht, zog sich zurück, weil er/sie wohl unmissverständlich gesagt hatte, dass sie/er nicht mit ihm/ihr zusammen sein kann. Obwohl er/sie sie/ihn liebt.

(Sorry, aus Neutralitätsgründen ein wenig umständlich geschrieben..).

Wie gesagt, es passiert nichts weiter, sie gehen, zumindest privat, jeder wieder seinen Weg.

Der/die Partner/in des/der so Verliebten bekommt diesen Sachverhalt wie gesagt mit, dass es mal so war und hatte auch schon damals die ganze Zeit dieses bestimmte Gefühl "da war was..." untermauert durch viele Kleinigkeiten, die das eben ausmachen und letztlich dem Bauchgefühl recht geben.

Soweit so gut - oder auch nicht.

Die Frage, die sich dem/der stellt, der das herausgefunden hat ist nun, SOLL er/sie es sagen, DASS er/sie es nun genau weiss und sich in dem Verdacht von damals bestätigt fühlt?

Zur Information: Zwischen diesem Paar kriselt es wegen einer anderen Sache, und die Beziehung scheint momentan auf "der Kippe zu stehen"...

Oder soll man seinem Partner/in, weil ja danach 1,5 recht glückliche Jahre hatte, nun trotz aufkommender Krise, dies anführen und dem Partner/in sagen: Sieh mal - habe ich gefunden, ich habe es doch immer gewusst, dass du sie/ihn liebst bzw. damals geliebt hast aber es nicht zugeben konntest und wolltest....

************

Wie gesagt, es gab ein Für und Wider - die Standpunkte waren natürlich sehr unterschiedlich, zumal einige, nicht alle, die Beteiligten kannten...

Mich interessiert mal EURE Meinung hierzu, soll man die Sache nun auf sich beruhen lassen, das Geheimnis " mit in Grab" nehmen oder - vielleicht später mal, wenn sich alles wieder beruhigt hat, das Thema "ach übrigens - habe ich neulich beim Aufräumen gefunden..." wieder auf den Tisch bringen??

Gespannte Grüße

Tunisia

Woman45
14.08.2006, 18:45
Nun, Tunisia,

ich würde meinen Mann darauf ansprechen. Ich weiß ja nicht, wie sensibel der/die Betroffene ist. Aber in mir wäre das Gefühl entstanden, nur 2te Wahl zu sein.

Und dieses Gefühl würde mir weh tun. So weh, daß es auch die aktuelle Krise beeinflussen würde.

Liebe Grüße

Inaktiver User
15.08.2006, 11:54
Offensichtlich hat das doch mit der Krise etwas zu tun. Dann muss es auch auf den Tisch und mit verarbeitet werden, wenn die Krise überwunden werden soll.
Aber es kommt darauf an, wie es angesprochen wird. Mit einem "Ätsch, ich habe endlich herausgefunden, was Du für ein A*** bist" wird man nicht weiterkommen.
Es sollte schon im Zusammenhang mit einem Bekenntnis zur Beziehung "es gemeinsam schaffen zu wollen" stehen.

So lang Dein Posting ist, Tunisia, das wichtigste steht nicht drin. Nämlich wie die beiden mit der Krise umgehen, ob sie einen tauglichen Versuch machen, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. So lange man sich so an den Äußerlichkeiten festhält, sieht man nicht das Wesentliche.

Gruß, Leonie

Inaktiver User
15.08.2006, 12:13
Das gibt es: Große Liebe, die nicht erwidert wird.

Der Zurückgewiesene kann sich neu verlieben. (Wär ja schlimm, wenn nicht!!!) Vielleicht läuft das anders als bei der großen, dramatischen Nummer.

Worüber es zu reden gilt, ist, wie es zwischen dem Paar JETZT läuft und nicht, wer wann früher in wen verliebt war. Das tut im nichts zur Sache, außer vielleicht ein paar Illustrierungen...

Inaktiver User
15.08.2006, 12:26
hi,

nein!!!

das sit korrinten-kackerei..

man reibt die schwäche der anderen unter die nase..

die sache war gewesen und ist vorbei..und basta..

wenn man in friedenszeiten darüber spricht ist ok..
aber
nicht um aufzurechnen..

leo

exit
15.08.2006, 22:03
Zitat:
Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln. Muss aber nicht.

Hahaha! Der is gut!

Nun aber ernsthaft - es kommt darauf an, ob der "Finder" es für sich verarbeiten kann, ohne die gegenwärtige Situation zu beeinflussen.

Ich hab's einmal geschluckt und bei einem anderen Partner auf den Tisch gebracht.

Mit dem Verschweigen habe ich damals jedoch meine ehrliche Liebe und das Vertrauen abgegeben. Mir war fortan so ziehmlich egal, was der Typ treibt, weil ich mir sagte, ich lass mich doch nicht blöd anlügen. - Gefühle Ade!

Diesen Weg finde ich heute falsch.

Wie weit mich das bringt, dass ich es offengelgt habe, kann ich dir in 3 Wochen sagen .... trotzdem, ich will jetzt entweder ehrlich lieben oder tschüß, denn im tiefsten innersten KANN ich persönlich nicht verdrängen, ohne Konsequenzen.

Entweder wir schaffen es das ganze gemeinsam zu verarbeiten, oder nicht. Alles andere ist für mich wertlos - das zeigte mir das "erste Mal". Das Verschweigen hat mich nur hart und kalt gemacht.

Alles Liebe für Dich!