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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gerücht Kündigungsfrist



Krystallica
12.08.2006, 11:52
Hallo

Kann mir jemand sagen was an dem Gerücht wahr ist, daß man z.B. Lebensversicherungen von Heute auf Morgen kündigen kann, weil dies eigentlich freiwillige Zahlungen seien. Und daß man sich nicht an die regulären Fristen der Versicherungen halten muß. Auch wenn die einem dann mit Mahnungen ect. drohen.

Gruß
Krystallica

Inaktiver User
12.08.2006, 15:19
Hallo.

Grundsätzlich kannst Du bei Lebensversicherungen gemäß der Zahlweise kündigen. Zahlst Du z.B. monatlich, kannst Du monatlich kündigen, zahlst zu z.B. jährlich, dann kannst Du jährlich kündigen.

Da man bei einer Kündigung immer eine Menge Geld verliert stellt sich aber die Frage, ob eine Kündigung oder ein Verkauf der Police der bessere Weg ist. In den meisten Fällen ist der Verkauf der finanziell bessere Weg.

Mir sind derzeit 13 Firmen bekannt, die Lebensversicherungen aufkaufen...

Lieben Gruß

justii-g

Inaktiver User
12.08.2006, 23:00
Da man bei einer Kündigung immer eine Menge Geld verliert

Dat is falsch! Das Geld verliert man beim Abschluss, nicht bei der Kündigung. meist hält man mit der Kündigung den Schaden in Grenzen.

Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Mit einem vernünftigen Taschenrechner kannst du's überprüfen

Inaktiver User
12.08.2006, 23:05
Haarspalterei !!!

Grundsätzlich hast Du recht aber im Geldbeutel spürt man den Verlust bei der Kündigung. Und Fakt ist ebenfalls, daß ein Verkauf meist besser ist als eine Kündigung.

Die Kündigung wird heute meist nur noch von Vermittlern empfohlen, die möglichst schnell einen Neuabschluß jeglicher Art tätigen wollen und den Zeitaufwand eines Verkaufes scheuen oder nicht das entsprechende Know-How haben.

Übrigens schön wieder von Dir zu hören :-)

lg. justii-g

Inaktiver User
13.08.2006, 08:28
Bei einer Kündigung bekommt man in den ersten Jahren derzeit im Regelfall nur 50% des Eingezahlten zurück. Das ist das vom BVerfG vorgegebene Minimum und ich glaube kaum, dass ein Versicherer da freiwillig drübergeht.

Deswegen ist ein Verkauf besser, weil man hier durchaus 60-70% des Eingezahlten zurückbekommt. Zwar auch nicht alles, aber der Schaden hält sich wie erwähnt in Grenzen.

Inaktiver User
13.08.2006, 11:47
Haarspalterei !!!

Grundsätzlich hast Du recht aber im Geldbeutel spürt man den Verlust bei der Kündigung. Und Fakt ist ebenfalls, daß ein Verkauf meist besser ist als eine Kündigung.

Na wenn du meinst, ich habe bei meinen bisherigen Versicherungen nicht die Kündigung im Geldbeutel gespürt, sondern die monatliche Belastung. Und die tat doppelt weh, wenn sowieso schon wenig übrig war. Trotz für damalige Verhältnisse gutem und vor allem festen Einkommen. Da gefällt mir die derzeitige Situation deutlich besser. Hab ich was übrig, fliegt's in den Topf. Und is nix übrig, geht auch nix rein. Ich habe jetzt finanziellen Handlungsfreiraum, den ich vorher nicht hatte. Und ich spare unterm Strich mehr als früher. Auch ohne festes Einkommen!
Und nun versuche einmal, eine Versicherung zu verkaufen, die erst wenige Jahre besteht. Denn die meisten Versicherungen offenbaren ihre großen Nachteile schon sehr frühteitig. Den größten, die besch... Ablaufleistung, allerdings erst, wenn es zu spät ist.


Deswegen ist ein Verkauf besser, weil man hier durchaus 60-70% des Eingezahlten zurückbekommt. Zwar auch nicht alles, aber der Schaden hält sich wie erwähnt in Grenzen.

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass man eine Versicherung verkaufen kann, die erst wenige Jahre besteht. Wobei sich die Frage stellt:

Warum schließt man überhaupt noch sowas ab, wenn sich die meisten eh schon mit Kündigung oder Verkauf auseinandersetzen?

Man kann wirklich nur alle vor solchen Halsabschneidern warnen, es gibt keinen vernünftigen Grund, eine Versicherung zum Vermögensaufbau abzuschließen!!!

Oder kennt jemand einen? Wie gesagt: vernünftige Gründe bitte :smirksmile:

Inaktiver User
14.08.2006, 10:08
Und nun versuche einmal, eine Versicherung zu verkaufen, die erst wenige Jahre besteht. Denn die meisten Versicherungen offenbaren ihre großen Nachteile schon sehr frühteitig. Den größten, die besch... Ablaufleistung, allerdings erst, wenn es zu spät ist.

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass man eine Versicherung verkaufen kann, die erst wenige Jahre besteht. Wobei sich die Frage stellt:

Warum schließt man überhaupt noch sowas ab, wenn sich die meisten eh schon mit Kündigung oder Verkauf auseinandersetzen?

Man kann wirklich nur alle vor solchen Halsabschneidern warnen, es gibt keinen vernünftigen Grund, eine Versicherung zum Vermögensaufbau abzuschließen!!!

Oder kennt jemand einen? Wie gesagt: vernünftige Gründe bitte :smirksmile:

Bei Deinen letzten Sätzen muß ich Dir in vollem Umfang Recht geben. Es gibt kaum einen vernünftigen Grund für eine Kapitallebensversicherung.... (aus Kundensicht *lächel*).

Ein Verkauf ist in der Regel ab einem Rückkaufswert von 1.000.-Euro möglich. Bei den Käufern handelt es sich i.d. Regel um institutionelle Investoren, welche den Vertrag optimiert fortführen. Bei einigen bleibt sogar der Versicherungsschutz zugunsten des früheren VN bestehen. Schließlich lässt sich die versicherte Person bei der Lebensversicherung ja nicht nach Belieben austauschen....

Die Vorteile des Verkaufs also unbestreitbar:
Mehr Erlös als bei der Kündigung
Sofort Geld auf der Hand
Keine monatliche Beitragsbelastung mehr
Weiterbestehen des Versicherungsschutzes (bei den meisten Käufern)

lg. justii-g

Inaktiver User
14.08.2006, 10:12
Bei einer Kündigung bekommt man in den ersten Jahren derzeit im Regelfall nur 50% des Eingezahlten zurück. Das ist das vom BVerfG vorgegebene Minimum und ich glaube kaum, dass ein Versicherer da freiwillig drübergeht.

Deswegen ist ein Verkauf besser, weil man hier durchaus 60-70% des Eingezahlten zurückbekommt. Zwar auch nicht alles, aber der Schaden hält sich wie erwähnt in Grenzen.


Hier mußte ich ein wenig lächeln.
Wer sich so mit der Theorie beschäftigt sollte dies auch vollständig tun. 50% vom Einbezahlten sind nämlich nicht gleich 50% vom Einbezahlten...

Während der bisher versicherten Zeit war nämlich auch Versicherungsschutz bestanden. Die Versicherung kann sich deshalb also die Risikobeiträge abziehen. Darüber hinaus sind Verwaltungskosten entstanden usw. Nach Abzug dieser Realkosten.... verbleibt das was tatsächlich als Sparbeiträge zu verbuchen ist. Und 50% davon ist deutlich weniger als 50%von dem was tatsächlich vom Konto abgebucht wurde...

Lieben Gruß

justii-g

Krystallica
15.08.2006, 16:18
Hallo

In meinem Fall ist es eigentlich so, daß ich meine BUZ kündigen möchte und wollte wissen, ob ich partout nach den Bedingungen der Versicherung gehen muß. Nämlich mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ablauf eines Jahres. Oder ist es möglich auch monatlich zu kündigen?

Einen schönen Nachmittag noch

Krystallica

Inaktiver User
15.08.2006, 20:02
"Sehr geehrte Versicherungsfuzzis,

hiermit kündige ich meine bestehende versicherung Nr. 254323635256652698323686863669898656/05 mit sofaortiger Wirkung. Geichzeitig entziehe ich Ihnen die EInzugsermächtigung.

Zahlen Sie die Rückkaufwerte auf das Ihnen bekannte Konto und benachrichtigen Sie mich über den Eingang des Schreibens.

Ich wünsche keine weiteren Vertreterbesuche

Mit unfreundlichen Grüßen,

Krystallica"

oder so ähnlich

Krystallica
15.08.2006, 20:30
@Schokosahne

Klingt ein klein wenig nach verarsche.


Krystallica

Inaktiver User
15.08.2006, 21:19
Na gut, dann ersetze die "Versicherungsfuzzis" durch "Damen und Herren", die Versicherungsnummer durch deine eigene, lass die unfreundlichen Grüße weg und grüße freundlich.

Aber so würd ich's schreiben, sofern der Entschluss zur Kündigung besteht. Die letzten Beiträge brauchst du auch nicht zurückzubuchen, da diese ziemlich sicher mit den Überschüssen verrechnet werden.

Inaktiver User
16.08.2006, 14:08
"Sehr geehrte Versicherungsfuzzis,

hiermit kündige ich meine bestehende versicherung Nr. 254323635256652698323686863669898656/05 mit sofaortiger Wirkung. Geichzeitig entziehe ich Ihnen die EInzugsermächtigung.

Zahlen Sie die Rückkaufwerte auf das Ihnen bekannte Konto und benachrichtigen Sie mich über den Eingang des Schreibens.

Ich wünsche keine weiteren Vertreterbesuche

Mit unfreundlichen Grüßen,

Krystallica"

oder so ähnlich

Aber Schokosahne...

Krystallica will offensichtlich nicht den ganzen Vertrag sondern nur die BUZ kündigen. Das hast Du vermutlich im Eifer übersehen.
Einen nennenswerten Rückkaufswert wird es deshalb vermutlich nicht geben.

Ich weiß ja inzwischen, daß Du nicht viel von Lebensversicherungen hältst aber so unkontrolliert und ohne Miteinbeziehung der persönlichen Situation und Gesundheit der VP immer gleich eine Kündigung von Lebensversicherungen zu empfehlen ist auch nicht das gelbe vom Ei. Im einen oder anderen Fall hat diese nämlich durchaus ihre Daseinsberechtigung.

Lieben Gruß

justii-g

Inaktiver User
17.08.2006, 10:03
Im einen oder anderen Fall hat diese nämlich durchaus ihre Daseinsberechtigung.


Na gut, ich versuche mal, welche zu nennen:

- ich mag den Vermittler und will ihm über eine Beförderungsschwelle helfen
- ich warte nur noch die Stornohaftungszeit ab, dann kann ich kündigen (ich mag den Vermittler immer noch)
- ich weiß, dass ich bald sterbe und weiß nicht wohin mit meinem Geld
- Mutti arbeitet bei der Sparkasse und fliegt raus, wenn die Zahlen nicht stimmen
- mein Banker gibt mir die heißersehnte Finanzierungszusage nur, wenn eine KLV dahinter steht (dann sollte man von der Finanzierung die Finger lassen, aber anderes Thema)

Gibt's denn noch andere, sinnvollere?:ooooh:

Inaktiver User
17.08.2006, 18:30
Gibt's denn noch andere, sinnvollere?:ooooh:

Sicherlich, aber um die geht es hier nicht sondern um eine konkrete Anfrage, die (wie ich denke) ernst genommen werden will.

Schöne Grüße

justii-g

Inaktiver User
22.08.2006, 17:34
Hallo Krystallica.

Die Antwort auf Deine Frage(n) findest Du in Form der Versicherungs-Rückantwort in Deinen PN.

lg. justii/Robert

Geld
25.08.2006, 23:18
Hallo, falls jemand seine Lebens- oder Rentenversicherung kündigen will - Ich kaufe diese auf, wenn sie vor dem 1.1.2005 abgeschlossen wurde. Bitte Nachricht an mich.

Inaktiver User
25.08.2006, 23:25
Kannst du auch mal beschreiben, was dich zu diesem Schritt bewegt?

Inaktiver User
26.08.2006, 00:04
Hi Schokosahne.

Hast Du Dir die sonstigen Beiträge von "Geld" schon mal angesehen? Auch diese glänzen durch sinnige Tiefe und sind als ganz besonders hilfreich und schützenswert anzusehen :-) :-) :-)

Tztztztztz.....

Gute Nacht alle zusammen.
justii

hillary
28.08.2006, 17:09
Na gut, ich versuche mal, welche zu nennen:

- ich mag den Vermittler und will ihm über eine Beförderungsschwelle helfen
- ich warte nur noch die Stornohaftungszeit ab, dann kann ich kündigen (ich mag den Vermittler immer noch)
- ich weiß, dass ich bald sterbe und weiß nicht wohin mit meinem Geld
- Mutti arbeitet bei der Sparkasse und fliegt raus, wenn die Zahlen nicht stimmen
- mein Banker gibt mir die heißersehnte Finanzierungszusage nur, wenn eine KLV dahinter steht (dann sollte man von der Finanzierung die Finger lassen, aber anderes Thema)

Gibt's denn noch andere, sinnvollere?:ooooh:

@schokosahne herrlich,

aber bei mir trafen direkt
Punkt 1 (war mit dem Vermittler einige Jahre liiert)
und Punkt 5 (Hausfinanzierung, Bank bestand auf KLV) zu. :freches grinsen:

Aber eine Möglichkeit habt ihr vergessen, man kann sich auch freistellen lassen, reduziert zwar das Endergebnis, aber auch das momentane Loch im Portemonnaie.

Inaktiver User
28.08.2006, 19:04
Na aber das ist nun eigentlich die ungeschickteste lösung.
Wenn ich mich schon zur Erkenntnis durchgerungen habe, dass die Versicherung Unsinn ist, kann ich sie auch rausschmeißen.
So kann ich wenigstens das schon angesparte Geld mit einer besseren Anlage höher verzinst anlegen. Eine Freistellung bringt nur einen Vorteil für das nun freigesetzte geld, es kann höher verzinst mehr Kinder bekommen. Aber der Rest soll weiter schlecht liegen? Dafür fallen mir nun erst recht keine Gründe ein.

Immerhin wäre der frühere Vermittler jetzt nicht mehr sooo aktuell, zweitens sollte er schon aus der Stornohaftung raus sein.

Und für die Finanzierung spielt's auch keine Rollen, da sonst die Beitragsbefreiung nicht möglich wäre.

hillary
28.08.2006, 19:21
@schoko, wo ist derzeit Hochzins?
ich habe bis Mai recht gut mit Indien gelegen, ging binnen 14 Tagen durch "Unachtsamkeit" meines Vermittlers (ja eben dieser )
wieder gegen 0 Gewinn...

Inaktiver User
28.08.2006, 21:48
@schoko, wo ist derzeit Hochzins?
ich habe bis Mai recht gut mit Indien gelegen, ging binnen 14 Tagen durch "Unachtsamkeit" meines Vermittlers (ja eben dieser )
wieder gegen 0 Gewinn...

Indien an sich ist auch in Zukunft noch eine Empfehlung wert. Ist aber sehr volatil und relativ unsicher.
Deshalb sind solche Aktien nur als beimischung geeignet, niemals als Ausschlieslichkeit.
Dann dürfte ein gelegentlicher Absturz auch nicht so sehr ins gewicht fallen. Also investiert bleiben. Auch Indien möchte gern an der Weltspitze mitmischen.
Irgendwann werden uns die Inder und Chinesen sowieso mit Entwicklungshilfe beglücken

Inaktiver User
29.08.2006, 00:45
Stimmt Schokosahne :) Indien ist sicherlich auf die Zukunft gesehen , ähnlich wie Lateinamerika eine Empfehlung wert.

Vermeiden sollte man allerdings meiner Meinung nach ein Direktinvestment in Aktien...eher interessant sind da Fonds wie z.B. der JP - India - WKN 603261 dessen 3 Jahresperformance von rund 166 % sich durchaus sehen lassen kann.

Und hillary...ich weiß ja nicht wie lange du bereits in Indien und in welcher Form auch immer investiert warst... der o.g. Fonds hat z.B. trotz Börseneinbruch Ende Mai 06 eine p.a. Performance i.H.v. + 32 % und eine Jahresperformance 1.01.2006 bis heute, von rund 9 % hingelegt.

D.h. wenn ich mir dein Posting ansehe und sehe daß du derzeit bei 0 % Gewinn angekommen bist...dann kannst du noch nicht besonders lange in Indien investiert sein - zumindest nicht fondsmäßig.

Schokosahne hat vollkommen recht, diese Fonds oder auch Aktien , ob Indien oder die Tigerstaaten, Lateinamerika oder Osteuropa sind recht volatil :) und sollten in einem vernünftig aufgebauten Depot max. mit 10 % gewichtet sein und brauchen halt mal ab und an einen längeren Atem.

Ob da deinen Vermittler eine Schuld trifft, daß die Börse im späten Frühjahr 06 in Bombay überraschend in den Keller ging, sogar kurzzeitig ausgesetzt wurde...und deine Anlage somit erstmal auf Tauchstation ging ???? ...na ja...no risk no fun, kann ich da nur zu sagen :)

In diesem Sinne
Austernschluerfer

hillary
29.08.2006, 09:14
@austernschlürfer,
ich denk ihn trifft nicht unbedingt Schuld, bin zu lange mit ihm zusammengewesen, um nicht zu wissen was da kommen kann, aber es tut schon ein wenig schmerzen, wenn der Gewinn von 3 Jahren in Null,nichts dahinschwindet. :niedergeschmettert:
Er war ja selber etwas erschüttert...
Aber es ist genau in der Zeit passiert, als er sich von mir getrennt hat, da konnte er den Kurs ja nicht so genau beobachten :knatsch:
Na ich denk schon, daß solche Länder Chancen haben, aber ich kann auch keine großen Summen anlegen, so daß eh nur Fondsanteile und nie Aktien in Frage kommen. Insofern ist es eher Spaß am Spiel, statt zur Altersvorsorge...

Inaktiver User
29.08.2006, 12:46
Hm...hillary...du sagst du warst 3 Jahre in einem Aktienfonds - Indien investiert...wo um alles in der Welt , sprich in welchem Fonds warst du denn da investiert wenn du schreibst, daß dieser Einbruch im Frühjahr sämtliche Gewinne verzehrt hat die du bis dahin aufgebaut hattest ?

Du siehst ja in meinem obigen Beispielfonds - Indien wie die Wertentwicklung in etwa verlaufen ist im 3 Jahreszeitraum.

Kannst ihn dir ja mal auf www.onvista.de ansehen.
WKN lautet 603261

Selbst weniger gut performende Indienfonds wie z.B. der Invesco GT India haben in diesem Zeitraum knapp 100 % hinzugewonnen.

Ein grübelnder Austernschluerfer

hillary
29.08.2006, 12:55
Ich schau heut abend mal in die Unterlagen...

Inaktiver User
29.08.2006, 13:23
Fein... würde mich wirklich mal interessieren.

Austernschluerfer

hillary
30.08.2006, 11:48
so Austernschlürfer,
nur kurz die Titel
DWS Japan Opportunities
HSBC Global Investment Indian Equity
reicht dir das?
LG Hilly

Inaktiver User
31.08.2006, 10:43
So hillary, sorry dass es etwas gedauert hat mit der Antwort.

Ich habe mir die beiden Fonds gerade mal angesehen.

Dass du dieses Jahr herbe Verluste erlitten hast, liegt wahrscheinlich überwiegend an dem DWS - Japan -Smallcap Fonds der seit einigen Jahren mehr oder weniger träge vor sich hindümpelt und in diesem Jahr ca. 33 % verloren hat.
In den letzten 3 Jahren hatte er gerade mal ca. 24 % vor Kosten zugelegt.

Das liegt u.a. daran, dass japanische Nebenwerte nicht der Brüller waren seit sie im Jahr 2000 rapide in den Keller gegangen sind.

Morningstar - Rating = 1 Sternchen - also nicht so der Bringer

Der Indienfonds hingegen ist ein Spitzenfonds.
Hat zwar auch dieses Jahr im späten Frühjahr, als die Börse kurz in den Keller ging, mal verloren , müßte aber, wenn du ihn vor ca. 3 Jahren gekauft hast, immer noch dicke im Plus sein.

Auf 3 Jahressicht liegt er lt. Morningstar bei einem Plus von 154 % auf 5 Jahre bei 316 % und bei 10 Jahren bei 1.108 %

Morningstar - Rating = 4 Sternchen - nicht übel :)

Ich kenne leider die prozentuale Aufteilung deiner beiden Fonds nicht, gehe aber davon aus, dass vielleicht der Japan - Small Cap Fonds leicht übergewichtet ist ??? Kann das sein ?

Gruß Austernschluerfer

hillary
31.08.2006, 10:48
Danke austernschlürfer, es sind keine großen Summen die drin lagen/ liegen :smile: .
Als Indien so abstürzte hat er in Geldmarktfond umgeschichtet, (er verdient ja am switchen) dann hat er sich von mir getrennt und nun ....

:zahnschmerzen: er geht weder ans Telefon, noch beantwortet er mails, vielleicht liegt er ja jetzt mit der Nächsten für ein paar Wochen am Strand von Teneriffa.

Inaktiver User
31.08.2006, 14:16
Tja...das war wohl ne klassische Fehlentscheidung mit dem Umswitchen des Indien-Fonds in Geldmarkt , hätte er mal lieber den lausigen Japan-Smallcap ins Nirwana geschickt, besser erst gar nicht gekauft.

Der Indien-Fonds hat sich recht zügig wieder erholt und liegt nun auf 2006 er - Jahressicht gesehen, bereits wieder bei rund 7 % Plus.

Ist mir ein Rätsel warum er das wohl gemacht hat. An den Switching - Gebühren kanns eigentlich nicht liegen wenn er in Geldmarkt geswitcht hat, da bleibt nicht viel hängen üblicherweise. ... Für nen Teneriffa - Urlaub dürfte das eher nicht reichen :)

Gruß Austernschluerfer

hillary
31.08.2006, 14:32
@austernschlürfer,

:smile:, aber irgendwie bin ich ihm nicht böse.
Vielleicht, weil ich es eben nicht so dringend brauch.
Er hat mir Jahre vorher schon oft genug die richtigen Fonds empfohlen, davon kann ich die Ausbildung meine Kinder gut finanzieren.
Hilly

Inaktiver User
31.08.2006, 14:59
Na dann ists ja gut, hillary :) wenn du ihm nix nachträgst.
Und in Zukunft machst du dir halt selbst ein paar Gedanken dazu , wie du dein Geld anlegst. Ist gar nicht so schwer wenn man sich mal ein wenig damit beschäftigt hat und einige Grundregeln verinnerlicht.

Gruß
Austernschluerfer

hillary
31.08.2006, 15:05
Und wenn ich Hilfe brauch, frag ich hier nach. Danke:knicks:
Hilly

Inaktiver User
31.08.2006, 15:16
Rein gefühlsmäßig finde ich eine Entscheidung für Japan gar nicht sooo schlecht. Vor paar Jahren hätt ich's auch nicht getan, aber seit es in Japan wieder aufwärts geht, sind die Kurse eigentlich auch wieder im Aufwärtstrend.
Ich finde es eine sinnvolle Entscheidung, neben Asien auch Japan mit ins Depot zu nehmen.
Kenne diesen Fonds aber auch nur vom Hörensagen, angesehen hab ich ihn nicht.
Ist er denn so schlecht gelaufen?

Inaktiver User
31.08.2006, 16:29
Der Fonds hat in den letzten 3 Jahren lt. Morningstar rund 24 % erwirtschaftet.
Das haut einem angesichts des dahinter liegenden Risikos nicht wirklich vom Hocker.
Andere Japan Small Cap - Fonds hatten da etwas mehr zu bieten -

z.B. die von Aberdeen, Goldman Sachs, Parvest um nur mal einige zu nennen.

Aberdeen Global Spectrum Japan Enterpr. liegt bei ca. 117 % oder Goldman Sachs Japan Sm.Comp. bei immerhin noch ca. 77 % auf die 3 Jahre. Selbst der Parvest, den kennen zumindest die meisten Vermittler :) hats noch auf 69,5 % gebracht.

Im 5 Jahreszeitraum geht dann allerdings die Performance bei allen ziemlich in den Keller :) da liegt dann selbst der Aberdeen nur noch bei knapp 20 %.

Im Vergleich zum Indienfonds, der dann lt. Hilly auf Geldmarkt geswitcht wurde als es mal ein wenig bergab ging, verstehe ich das Vorgehen halt nicht so ganz richtig :)

Dass Japan perspektivisch nicht uninteressant ist - allein aufgrund des Aufholpotentials ist Japan interessant...ist schon klar.
Und klar ist ohne Frage auch, dass Japan , in ein gut aufgestelltes Depot gehört.

Nur hier hatten wir es ja lediglich, zumindest habe ich Hillary so verstanden, lediglich mit 2 Fonds zu tun....also nicht unbedingt das, was ich unter einem Depot verstehe.

In den letzten Jahren war Japan halt nicht so interessant wie z.B. Osteuropa, Indien, Asien ex Japan oder Brasilien, wenn wir uns schon im Bereich der Länderfonds und Emerging Markets, aufhalten.

Aber da ich die Gedanken nicht kenne die sich bei Auswahl der Fonds und deren Zusammensetzung gemacht wurden ... kann ich auch nicht mehr dazu sagen.
Austernschluerfer

Inaktiver User
31.08.2006, 20:34
Naja, mit dem Wissen von heute hätte ich vor drei Jahren auch keine Japanfonds gekauft. Eben weil man aus einer Deflation recht schlecht rauskommt.
Als aber in der letzten Zeit in Japan eine Trendwende abzusehen war und die Konjunktur nach vielen Jahren endlich wieder einsetzte, sollte ein Investment in Japan auf jeden Fall drin sein.

Aber nicht unbedingt in ein Zwei-Fonds-"Depot".

Man kann aber ziemlich sicher ohne großes Risiko in Japan investieren. Vielleicht nicht unbedingt alles in Smallcaps, ein Großteil sollte der sicherheitsbewusste Anleger in Bluechips parken.

Inaktiver User
02.09.2006, 13:46
... ein sicherheitsbewußter Anleger sollte die Aktien- oder Fondsrecherche überhaupt nicht selbst durchführen, da der Markt dafür viel zu groß und unübersichtlich und von einem Laien überhaupt nicht zu durchschauen ist.

Wofür gibt es denn qualifizierte Vermögensverwaltungen, die i.d. Regel auch nicht mehr kosten als wenn jemand in einzelne Fonds investiert, die aber die Risikoauslese, die Diversivikation etc. für den Kunden durchführen und außerdem das machen wofür der Kunden i.d. Regel überhaupt keine Zeit hat. Nämlich sicherzustellen, daß es nicht in einzelnen Fonds zu Anlage-Überschneidungen und damit zu einem erhöhten Risiken durch Anlagepolarisierung kommt.

Wer weißt denn schon ob nicht sein Europa-Fonds zum Teil in die gleichen Firmen investiert wie sein Deutschland-Fonds? Wer regelmäßig das Magazin "Impulse" liest wird über diese qualifizierten und vor allem sehr erfolgreichen Vermögensverwalter regelmäßig informiert. So schön und übersichtlich ein Zwei-Fonds-System ist, so unsicher ist es. Erst die optimale Streuung macht eine Fondsanlage sicher und erfolgreich. Wer dann die beiden Fonds noch bei unterschiedlichen "ausländischen" Fondsgesellschaften hat weiß, was es heißt eine Transaktion zu veranlassen und durchzuführen. Da vergehen schnell mal ein paar wertvolle Tage.... (mit einem schlechten Vermittler/Betreuer auch Wochen). Bei der Vermögensverwaltung sind die Wege sehr viel kürzer - aber die kümmern sich ja eh um alles, da braucht man kaum selbst eingreifen.

Schöne Grüße

justii-g / Robert

Inaktiver User
02.09.2006, 17:14
Angeber! "Impulse" ist zwar recht teuer, aber ich hol sie mir auch des öfteren.

Allerdings ist diese zeitschrift für Firmenchefs zugeschnitten und diese Vermögensverwalter wollen nicht viele Kleinanleger, sondern weniger Großanleger. Und deren Arbeit kostet Geld.

Gute Arbeit darf aber auch gutes Geld kosten. Die "Finanzberater" auf dem Markt allerdings sind zu 90% eher Schrott und haben keine Ahnung von Finanzen. Die müssen nur verkaufen. Und der Kunde, der sich mit dem Thema nicht beschäftigt, verkauft sich in die Hände dieser "Finanzberater". Also sollte jeder Anleger schon ein wenig Hintergrundwissen haben und auch wissen, woran man einen guten Fonds erkennt und woran den Schlechten. So kann man seinem "Berater" auch mal unangenehme Fragen stellen.

Inaktiver User
02.09.2006, 18:54
Ich glaube, Du hast mich mißverstanden Schokosahne.

Ich sprach nicht von Finanzberatern sondern von Vermögensverwaltern. Bei den Finanzberatern gebe ich Dir sicherlich recht. Ein Vermögensverwalter aber verkauft nichts (sagt doch schon sein Name) und berät auch keine Kunden.

Ob Impulse teuer ist, ist eine Frage des Nutzens.
Nutze ich die mir dargebotenen hochwertigen Informationen nicht - dann ist Impulse relativ teuer.
Bin ich aber im Stande diese für mich anzuwenden - dann ist Impulse sicherlich seinen Preis wert.

Sicherlich haben manche Vermögensverwalter eine realtiv hohe Einstiegsgrenze. Grundsätzlich ist aber der Zugang zu sehr guten und ausgezeichneten Vermögensverwaltern ab einem Anlagevermögen von 5.000.-Euro möglich. Das ist nicht zu hoch finde ich. Und damit ist, entgegen Deinen Ausführungen, auch der "Kleinanleger" in der Lage diese qualifizierten Kräfte für sich zu nutzen.

Sicherlich kostet diese gute Arbeit Geld. Da aber Bonifikationen etc. der einzelnen Fondsgesellschaften i.d. Regel wieder an den Anleger zurück fließen, muß eine gute Vermögensverwaltung nicht oder nicht viel teuerer sein als ein simpler Fondskauf.
Die Vorteile sind aber unbestreitbar.

Schöne Grüße

justii-g / Robert

Inaktiver User
04.09.2006, 14:40
Na ja....um 5.000 € anzulegen, bedarf es sicherlich nicht der Dienste eines renommierten Vermögensverwalters :)

Da reicht es eigentlich - wenn man denn schon die Dienste eines solchen in Anspruch nehmen will, in einen Fonds der dessen Verwaltung abbildet...wie z.B. den Lingohr - Systematic LBB Invest einzusteigen.

Damit hat man ein weltweites Spektrum abgedeckt und ist bei einem der erfolgreichsten dt. Vermögensverwalter untergebracht.

Interessant finde ich auch deine Aussage Justii-g, daß ein Vermögensverwalter nicht beraten würde :) frage mich nur auf welche Weise er dann mit seinen Mandanten kommuniziert wenns um ihr gutes Geld geht das sie von ihm verwaltet haben möchten ??? Mal ganz davon abgesehen, dass erstmal des Kunden Risikofreude und sonstige Kleinigkeiten erforscht werden müssen bevors zur Sache geht.... also reden und auch beraten muß er eigentlich schon...der Vermögensverwalter - an sich :)

Austernschluerfer

Inaktiver User
04.09.2006, 17:04
Warum eine Kopie nehmen, wenn das Original auch nicht teuerer ist?

Der Vermögensverwalter selbst dürfte für private Anleger nur sehr selten direkt zu sprechen sein. Ansprechpartner für die Anleger ist in der Regel ein qualifizierter Außendienst oder ein Bankhaus, das die Kundenberatung übernimmt.

Der Vermögensverwalter selbst ist sozusagen die Innenabteilung und vertritt die Interessen der Anleger gegenüber Investmentfonds, Investmenthäusern, Banken, Emitenten usw. Dafür wurde er ausgebildet und dafür ist er Spezialist.

Selbst ein Fondsmanager wird nur in den seltensten Fällen selbst einen Kunden beraten. Dies ist nämlich gar nicht seine Aufgabe. Er ist unterwegs um je nach Anlagestil mit seinen Analysten die Perlen aus dem Markt zu fischen. Umsoweniger wird dies ein Vermögensverwalter tun...

Aber wen es wirklich interessiert: Wir machen 1x oder 2x im Jahr einen "Tag der offenen Tür" bei einer der erfolgreichsten Vermögensverwaltungen Deutschlands, welche eine bereits über 500jährige erfolgreiche Historie aufweisen kann.
Da kann man dann auch einmal ins "Allerheiligste" einer solchen Institution eindringen. Eventuell bekommt man dann auch einmal den einen oder anderen Vermögensverwalter persönlich zu Gesicht...

Bei Interesse bitte einfach eine kurze PN, ich werde dann darauf zurück kommen, sobald ein solcher Termin ansteht.

lg. justii-g / Robert

Inaktiver User
04.09.2006, 17:10
Na ja....um 5.000 € anzulegen, bedarf es sicherlich nicht der Dienste eines renommierten Vermögensverwalters :)

Da reicht es eigentlich - wenn man denn schon die Dienste eines solchen in Anspruch nehmen will, in einen Fonds der dessen Verwaltung abbildet...wie z.B. den Lingohr - Systematic LBB Invest einzusteigen.
Austernschluerfer

Verdienen denn die 5.000.-Euro des Arbeiters weniger Aufmerksamkeit als die 250.000.-Euro des Architekten? Jeder hat für sein Geld Arbeit geleistet.

Schließlich geht doch heute auch der Arbeiter zum Arzt und nicht mehr zum Bader... (*lach* aber wer weiß, wohin unsere Politik unser Gesundheitssystem noch bringt)

lg. justii-g / Robert

Inaktiver User
04.09.2006, 18:33
@ Justii-g :

Mit meiner Aussage war erstmal keine Wertung verbunden - ich wollte keineswegs dem sog. " kleinen Mann " ...lach ein schöner Begriff, gegenüber dem wohlhabenden Freiberufler,das Recht auf einen Vermögensverwalter höchster Güte vorenthalten. :)

Ich finde nur dass bei einer 5.000 € - Anlage nicht unbedingt ein Vermögensverwalter notwendig ist um einen angemessenen Ertrag zu erwirtschaften...das meinst du doch nicht im Ernst ??? oder ???

Mal davon abgesehen, daß sich der gute Herr Lingohr oder der Herr Erhard oder Sauren oder wer auch immer, sicherlich nicht höchstpersönlich dran machen werden, ein 5.000 € - Depot zu verwalten. :)

Wenn überhaupt, wird das ganze über mehr oder weniger standardisierte Gemeinschaftsdepots vielleicht noch unterteilt in einige Risikoklassen abgewickelt.

Dass ein Vermögensverwalter, wie du oben so schön schreibst, sich wahrscheinlich eher weniger um die alltäglichen Belange seiner Kunden kümmern kann, ist mir schon klar :) sicherlich machen das üblicherweise seine Angestellten oder Vermittler die für ihn unterwegs sind z.B. bei den Kleinanlegern :) weil - er selbst ist ja am Perlenfischen ...grins...

Sei mir nicht böse Justii-g dass ich leicht ironisch werden muß...

Ich betreibe diesen Job schon recht lange, vielleicht kommts daher dass ich dabei schon ne Menge erlebt habe .....aber glaubst du wirklich, daß der von dir o.g. Arbeiter sich ohne Anstoss eines Vertriebes oder ner Bank ...ein Schelm wer böses dabei denkt...auf die Suche nach einem Vermögensverwalter macht um seine 5.000 Mücken dort verwalten zu lassen...:)

Und glaubst du wirklich, dass das Ganze schlußendlich für ihn -
( den Kleinanleger ) -
günstiger wird, als wenn er z.B. den o.g. Fonds ( Lingohr ) über nen Diskountbroker oder ne Serviceplattform zum halben Preis einkauft ???

Diese Kleinanleger-Vermögensverwaltungsgeschichten sind doch ziemlich sicher wieder nix anderes als ein Weg um Kunden zu fischen...diese Spielchen betreiben doch Bankhäuser wie Berenberg ,Metzler, etc. incl. der dazugehörigen Vertriebe schon seit Jahren.

Ich sag nur z.B. Private Portfoliopläne und ähnliche Konstrukte.

Aber vielleicht irre ich mich ja auch :) und alles ist ganz anders.

Gruß
Austernschluerfer

Inaktiver User
04.09.2006, 19:40
Soweit ich weiß, bekommt der Vermögensverwalter einen Obolus auf den erwirtschafteten Ertrag. Was auch am meisten Sinn macht. Wenn wir jetzt mal unterstellen, dass er sich 10% des Gewinns abschöpft und der Anleger 5.000€ investiert hat, die Anlage durchschnittlich 12% bringt, hat er also 60€ verdient. Hm, gemessen an der Arbeit ist es nicht gerade so, dass ich als Vermögensverwalter über solche Kunden in Begeisterungsstürme ausbrechen würde.

Inaktiver User
04.09.2006, 20:35
Ja, ich hatte Mitte der 90er-Jahre auch mal so einen Mitarbeiter, der immer hoffte es werde einmal der große Fisch auf ihn zukommen und ihm ein sorgenfreies Leben garantieren.

Ich sagte damals immer: "Christian, so lange Du die kleinen Fische verachtest wirst Du erstens den großen Fisch nicht erkennen und zweitens nicht genügend Erfahrung haben, daß Du den großen dann wirklich beraten kannst. Und zu guter Letzt wirst Du bis dahin verhungert sein, weil Du inzwischen 2.000x die 60.-Euro verachtet hast (von 120.000.-Euro hätte er aber die Zeit ganz gut leben können oder?). Und bei den 2.000 wäre sicher der eine oder andere etwas größere auch dabei gewesen...

Wir haben heute ein freundschaftliches Verhältnis - er wartet immer noch auf den großen Fisch....

lg. justii-g / Robert

Inaktiver User
04.09.2006, 23:09
Nur dass der Vermögensverwalter damit nicht überleben kann, solange er für seine Kunden das Geld individuel nach laufzeiten bzw. persönlichen Zielen anlegt. Macht er's mit einem großen Paket, arbeitet er genau so wie ein ganz normaler Fondsmanager. Und das ist sinnvoll? Da kann ich gleich den Investmentfonds nehmen, wo ich täglich verkaufen kann. Der vermögensverwaltér würde sich bei solchen Anlagesummen sehr freuen.

Oder wo ist der Denkfehler?

Inaktiver User
05.09.2006, 00:07
Vielleicht dort wo persönliche Annahmen über Verdienste oder Einnahmen (z.B. 60.-Euro) als unanzweifelhaft deklariert werden?

Offensichtlich funktioniert es, sonst würde die Dienstleistung "Vermögensverwaltung" am Markt nicht seit langem so erfolgreich bestehen können. Oder? Denn rechnen können die Damen und Herren zweifellos noch besser als Du und ich...

Woher kommt eigentlich das Vorurteil, daß man beim Investementfonds börsentäglich verkaufen kann und in der Vermögensverwaltung nicht? Selbstverständlich ist eine börsentägliche Liquidation möglich.

Als ich in den 80er-Jahren selbst meine ersten Fondsanlagen gezeichnet habe, hätte ich mich vermutlich ähnlich angehört. Aber was damals ein Novum und Top war, ist heute vielfach überholt und verbessert worden. Die Branche schläft eben nicht...

lg. justii-g

hillary
05.09.2006, 10:13
@justii-g,

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:
ich habe 5 Jahre mit einem Mann gelebt, der nur von kleinen Fischen leben konnte. An die Großen ist er erst gar nicht gekommen. Tätigkeitsbezeichnung Finanzmakler. Studierter Volkswirt, nach der Wende zum Bankkaufmann umgeschult, keinen Job bekommen, in den Strukturvertrieb gerutscht. Wie 1000 andere in den NBL noch. Ich fands immer zum gruseln, wenn er von irgendwelchen Meetings wiederkam. Er war sich immer sicher, "Schatz nun geht es aufwärts".
Hätte ich für ostdeutsche Verhältnisse nicht einigermaßen gut verdient, wäre der verhungert.
Soviel zu Christians Motivation.

Hilly

Inaktiver User
05.09.2006, 11:43
Nochmal....die von Justii-g angesprochenen Vermögensverwalter die sich mit 5.000 € Spareinlagen und weniger durchs Leben hangeln, können nur über die Masse der Kleinanleger überleben. Sie bieten in der Regel vorgefertigte Portfolios an die vielleicht mal ab und an angepasst werden aber keine individuelle Vermögensverwaltung im klassischen Sinne. Häufig sind es auch ganz einfach nur " Fondslösungen " die als Vermögensverwaltung verkauft werden. Kann mich da gut an frühe Dachfonds von Berenberg erinnern :) zumindest das Essen war damals nicht schlecht :)

Wo liegt für dich @ Justii-g das Problem, dass ein "Kleinanleger" ganz normal über Investmentfonds an den Börsen dieser Welt einsteigt :) - zumal wenn er die Möglichkeit hat, sogar für wenig Geld in Fonds der Spitzenvermögensverwalter, wenns denn nun mal sein soll, einsteigen zu können. Ich hatte ja das Bsp. von Lingohr oben schon mal genannt. An sich ja kein schlechter Vermögensverwalter wie wir wissen :)

Ich wiederhole mich zwar ungern aber ich sags trotzdem nochmal...alles nix als ne Masche um an die Kleinanleger die vielleicht bis dato z.B von Banken betreut wurden, ranzukommen indem man ihnen den Traum vor Augen hält, von einem echten Vermögensverwalter betreut zu werden :)

In einem hast du allerdings recht Justii-g....Kleinvieh macht auf die Jahre gesehen, schlussendlich auch Mist.
An sich ja nix Verwerfliches - aber man sollte es doch nicht unter ... die "Innovation" an sich .... oder gar unter "Kundennutzen" propagieren. Ich seh da keinen besonderen Kundennutzen drin. Und innovativ...na ja...ne weitere Vertriebsidee...unter vielen, nix anderes.

@ Schokosahne....zum Thema Obulus für den klassischen Vermögensverwalter...in der Regel ist es so, dass er erstmal generell z.B. 0,5 bis 1 % von der Anlagesumme erhält und je nach Vereinbarung einen weiteren Prozentsatz " X " vom Gewinn - insofern dieser über einer gewissen Benchmark liegt.

Transaktionsgebühren für Käufe oder Verkäufe gehen zu Lasten des Kunden. Ansonsten gibts häufig auch noch weitere Individualvereinbarungen in Abhängigkeit vom Depotvolumen.

Dein ausschließlich auf Overhead vom Gewinn ausgelegter Vorschlag würde in etlichen Fällen wahrscheinlich schlußendlich dazu führen, dass ein Vermögensverwalter unter erhöhtem Risiko, versuchen würde, möglichst hohe Gewinne zu erzielen um daraus entsprechende Entlohnung für sich entnehmen zu können.

In der Fonds-Vermögensverwaltung über Fondsservicebanken z.B. bei etlichen altgedienten Kollegen ...von uns will ich ja hier gar nicht reden :) die heutzutage über Fondsservicebanken arbeiten, sieht es so oder ähnlich aus :

Der Kunde ( ab 50.000€ Einlage ) zahlt je nach persönlichem Aufwand ( dazu zählt z.B. auch mtl. Reporting, Portfolioalarm, etc. ) eine jährliche Verwaltungsgebühr von 0,5 bis 1 % .

Die Transaktionskosten entfallen oder liegen je nach Depotstruktur und Größenordnung bei 0,5 % und die Fonds werden ohne Ausgabenaufschlag - eingekauft.

Overheads je nach gesetzter Benchmark nach individueller Vereinbarung.

Bei kleineren Depots bis 25.000 € entfallen die Transaktionskosten gänzlich.
Ebenso liegen die Verwaltungskosten nur noch bei 0,5 %.
Ausgabenaufschläge generell bei 2 %. - vergleichbar einer Direktbank.
Hier werden häufig , je nach Anlegervorstellungen
" standardisierte Portfolios " die sich recht leicht überwachen lassen, eingesetzt.

Sparpläne kosten generell 2 % Ausgabenaufschlag - dafür liegen aber die mtl. Mindestraten auch nur bei 25 € selbst bei
" Nobelfonds " . Verwaltungsgebühren bei 0,1 % p.a.

Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
05.09.2006, 13:53
@Austernschluerfer

Hallo.
Ich habe grundsätzlich kein Problem mit Investmentfonds. Im Gegenteil bin ich sogar ein Fan von Investmentfonds.

Diese bieten schon eine gute Diversivikation (Risikominderung durch Streuung). Ein gewisses Restrisiko bleibt bei Anlagen in Produktivkapital allerdings immer erhalten.

Es ist am Markt zu erkennen, daß Investmentfonds die Marktschwankungen von z.B. Einzelaktien zum Teil schon recht gut auffangen können und so eine gleichmäßigere Performance hinlegen können.

Selbst eine standartisierte Vermögendsverwaltung kann hier leicht nochmals mehr Ruhe und Gleichmäßigkeit in die Anlage bringen. Umso mehr eine individuelle Vermögensverwaltung.

Darüber hinaus bringt die hier mögliche nochmalige Streuung in verschiedene Investmentfonds (nicht nur zwei oder drei), in unterschiedliche Anlageansätze, in verschiedene Investmenthäuser noch weitere Vorteile.

Auch deshalb weil nach der Statistik kein Spitzenfonds (wie Du sie nennst) es in verschiedenen Testzeiträumen (3, 5, 10 oder 20 Jahre) ein zweites Mal geschafft hat an die Spitze zu kommen. Wenn ich mir als Selbst-Auswähler also heute einen Fonds auswähle, der im letzten 5-Jahreszeitraum der Spitzenreiter war, dann habe ich quasi zwei sichere "Garantien": Zum Einen den Fakt, daß ich Fondsanteile zum hohen Preis einkaufe und zum Zweiten den Sachverhalt, daß es dieser im nächsten 5-Jahreszeitraum voraussichtlich nicht wieder schaffen wird der Spitzenreiter zu sein.

Das kann also nicht die Lösung sein. Wenn ich aber als Selbst-Sucher einen Fonds des einen Investmenthauses in einen Fonds eines anderen Investmenthauses austauschen möchte, dann kostet mich das Geld. Selbst beim Discountbroker (welchen ich für einen Laien im Übrigen für nicht geeignet halte). Wenn jedoch die Vermögensverwaltung dies tut, dann kostet dies den Anleger bei den meisten Vermögensverwaltungen keinen Cent. Soviel zu den höheren Kosten...

Zu guter Letzt habe ich bisher nur wenige Investementfonds gesehen, die beim Auszahlplan (z.B. als Rente) den "negativen cost-average-effekt" nutzen. Hier wird i.d. Regel die Auszahlung eines festen Betrages vorgesehen, was beim Anleger effektiv zur Kapitalvernichtung führt. In der Vermögensverwaltung wird dieser "negative cost-average-effekt" jedoch regelmäßig empfohlen und genutzt. Ein unbestreitbarer Vorteil !

lg. justii-g

Inaktiver User
05.09.2006, 15:49
Na ja Justii-g...was soll ich dazu sagen...ich könnte dir jetzt mal ganz spontan ne ganze Latte von Fonds nennen die über die unterschiedlichsten Laufzeiten hinweg, hervorragend gelaufen sind....sprich sich in der Spitzenklasse ihres jeweiligen Marktsegments getummelt haben...aber das wäre jetzt müßig...denn du kennst die wahrscheinlich ebenfalls.

Aber mal davon abgesehen...welcher Vermögensverwalter garantiert dir, dass er in der Lage ist, jederzeit die optimalsten Fonds oder Aktien am Markt auszuselektieren.... das optimalste aller Portfolios dauerhaft zu sichern.
Das ist einfach ein Märchen...auch diese Jungs sind keine Übermenschen...und sie wären auch nicht so vermessen, dies zu behaupten, dass sie es könnten.

Zum Fondswechsel...von einer KAG zur nächsten...das kostet den Anleger, insofern er vorab richtig gewählt hat :) ...ich meine seinen Anlageberater...keinen roten Heller... Mal ganz davon abgesehen, es auch nicht unbedingt notwendig ist, ständig die Fonds auszuwechseln...vorausgesetzt man hat im Vorfeld gut gewählt und der/die Fonds laufen nicht aus dem Ruder.

Zum Thema ...negativer Cost Average Effekt...da mußt du was Grundlegendes falsch verstanden haben, Justii-G.

Ein negativer Cost Average Effekt entsteht z.B. immer dann, wenn ein Anleger sich z.B. über einen Auszahlplan eine fest definierte mtl. Rate..z.B. 100 € aus einem schwankungsintensiven Fondsdepot auszahlen lässt.

Warum entsteht dieser Effekt ? Na weil z.B. Aktienfonds nun mal die Eigenschaft haben zu schwanken. Ins Positive wie auch ins Negative.

Bsp. Depot geht in den Keller was ja ab und an mal vorkommt:

Um die 100 € mtl. Rate dem Fondsdepot zu entnehmen muß unser Anleger jedesmal Fondsanteile in Höhe von X...sagen wir der Einfachheit halber mal im September ....10 Stück verkaufen. Also 10 Euro pro Anteil.

Geht nun sein Aktienfondsdepot in den Keller...sprich die Anteilspreise fallen auf z.B. 9 Euro...dann muß er um die 100 € im Oktober zu entnehmen bereits...na ??? Anteile entnehmen....genau :) Passiert dies über längere Zeiträume hinweg...minimiert er ruckzuck bei gleichen Entnahmen sein Depot.

Das nennt man Negativen Cost Average Effekt und ich bezweifle ganz stark :) dass ein Vermögensverwalter diesen eher unangenehmen Effekt gerne nutzen würde. Auf alle Fälle hätte der dann bald keine Kunden mehr :)

Wir hatten das Thema Auszahlungspläne aus Fondsdepots ( 2 Kontenmodell ) übrigens hier schon mal ausgiebigst durchdiskutiert.

Es gibt auch einen positiven Cost Average Effekt :) der macht sich bei Fondssparplänen ab und an mal erfreulich positiv bemerkbar...aber das ist ne andere Geschichte. Er entsteht durch das sog. antizyklische Kaufen.

Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
05.09.2006, 16:27
*gggg* hab ich vielleicht ein bisserl mißverständlich ausgedrückt das mit dem "negativen cost-average-effekt" aber grundsätzlich verstehen wir uns hier...

Ich kann deine Meinung in Sachen Investementfonds auch ganz gut verstehen, aber ich gehe davon aus, daß nicht alle hier Anwesenden so fachkundig sind wie du. Und diese sollen aus den in Deutschland zugelassenen (wenn ich recht tippe um die 5.000) Investmentfonds genau die herausfinden die für die Zukunft Spitze sind - während du dieses Können den Experten absprichst.

Sicher, diese Experten sind auch nicht unfehlbar - aber umso mehr ist doch der Laie gefährdet oder?

Ihr stellt die richtige Fonds-Auswahl hier als sooooo einfach dar und daß man das leicht selbst kann... Ich erinnere mich gut an diese selbsternannten Experten der Jahre vor 2001. Damals konnte auch jeder alles selbst - und jeder hatte ein Daytrading-Depot bei einer Direkt- oder Onlinebank oder zumindest ein Depot bei einem Direktbroker.

Dann, als man sich vom Schock der plötzlichen Geldvernichtung psychisch einigermaßen erholt hatte, war man plötzlich nicht mehr Schuld sondern die Bank hätte einen schließlich warnen können. Jetzt gings ans Banken verklagen und die Gerichte wurden bemüht.

Merkt ihr denn nicht, daß ihr den Laien hier dieses Verhalten geradezu einredet und diese genau auf den Weg führt wie diese am einfachsten wieder in diese Situation kommen.

Juhuuu.... ich habe alles selbst gemacht und mir 40.-Euro im Jahr gespart aber nach 5 Jahren habe ich dann nur noch 45% meines Anfangskapitals gehabt. Super!
Kommt nicht wieder? Dann empfehle ich die Lektüre von Kostolany. In über 80 Jahren Börsendasein hat dieser solche Experten immer wieder erlebt. Es kommt wieder. Garantiert!

Und auch dann soll der Laie immer noch eine objektive Fondsauswahl treffen? Sorry, aber das ist Dampfplauderei!
Der Laie ist schon ohne Crash bei einer Schwankung von 15% oft nicht mehr in der Lage rationell seine Anlage zu managen. Erfreulich, wenn Du das dann noch kannst...

Wieviel % warst Du Ende 2001 im Minus?

Inaktiver User
05.09.2006, 22:33
Ok. Lieben Gruß und eine gute Nacht

Inaktiver User
05.09.2006, 22:35
So nun ist mir der Text entfleucht :) werde mich morgen dazu äußern.
Gruß
Austernschluerfer

Inaktiver User
06.09.2006, 16:30
Also @ Justii-g :

Ich als " Übervorsichtiger " wie Schokosahne mich ab und an gerne mal durch die Blume wissen lässt :) werde sicherlich nicht jemand, der ein größeres Geldvermögen investieren will, dazu raten, dies via Investmentfonds selbst in die Hand zu nehmen.

Erstens geht so was meistens schief da die geeigneten Grundlagen und Instrumentarien fehlen ( z.B. die entsprechenden Portfolioselektionprogramme für gezielte Diversifikation ) und zweitens würde ich mich ja arbeitslos machen :)

Allerdings traue ich dem Normalanleger durchaus zu, selbst einen Sparplan ins Leben zu rufen oder auch eine kleiner Summe selbst in die ihm entsprechenden Fonds zu investieren.

Informationen zu Investmentfonds gibts ja - angefangen von Finanztest bis hin zu Capital, diversen Fonds-Journalen, jede Menge.

Es ist übrigens nicht unbedingt Sinn der Sache ständig dem best -performenden Fonds ( wenns den überhaupt gibt ) hinterherzuhecheln...wichtig ist viel mehr den Fonds rauszufinden der dauerhaft ein optimales Chance/Risikoverhältnis zu bieten hat.

Diesen oder diese Fonds dann bezüglich negativer Abweichungen zu beobachten, schafft ein Normalanleger schon. Muß er sich nur einmal im Monat den Finanztest kaufen, seine Fonds und deren lang- und mittelfristige Bewertung ansehen.

Ich hatte das Chance/Risikoverhältnis in einem anderen Posting ja mal am Bsp. des DWS I und des Sauren Global Opportunitites dargestellt.

Könnte man genauso gut auch anhand anderer Fonds, tun.

Schlußendlich aber geht es bei den Fragen hier im Forum in der Regel ja auch nicht um größere Summen die anzulegen wären, sondern eher um Anfragen zu Sparplänen oder kleineren Depots oder Spar-Zielen die irgendwann mal erreicht werden sollen.

Somit kann man den einen oder anderen Rat zur Auswahl eines geeigneten Fonds, solange man bei den erzielbaren Performance-Werten nicht übertreibt :) als kleine Hilfestellung schon mal geben, denke ich.

Du fragst mich :) wie es bei uns in den Jahren 2001/02 gelaufen ist..bzw. wie tief unsere Depots gefallen sind :)

Hm...an sich rede ich ja nicht gerne öffentlich drüber was wir so treiben ...aber ich will deiner berechtigten Frage auch nicht ausweichen .

Da wir unsere Depots bekannterweise nach mathematischen Grundlagen - Markowitzscher Prägung aufstellen, können wir recht genau vorgeben, wie groß die Schwankungsbreite eines Gesamtportfolios maximal ausfallen darf...vor allem im negativen Bereich.

In der Regel ist es so, dass wir bei langlaufenden Risikogruppe 4 Depots ( von 5 möglichen Risikogruppen ) - das entspricht in etwa einer Aktienquote von 75 bis 80 % - eine max. Schwankung von - 15 % nach unten zulassen.

Abgesichert wird dies durch Portfolioalarm...vergleichbar einem Stopp-Loss . Der erste S.L. sitzt bei -10 % der zweite bei -15 %

Wird der erste S.L. erreicht, besprechen wir mit dem Kunden das weitere Vorgehen.( Einschätzungen der aktuellen Lage, etc. )

Wird allerdings die - 15 % - Marke erreicht, switchen wir die entsprechenen Fonds in Geldmarkt und warten auf bessere Zeiten :)

Da wir bei solchem Vorgehen, keine Transaktionsgebühren oder Ausgabenaufschläge erheben, ists für die Kunden kostenneutral.

Somit kannst du dir ja ungefähr denken, wie sich die Depots in den Jahren 01/02 entwickelt haben.

2001 gings runter bis auf knapp - 14 % - im Jahr 2002 warens aufgrund der noch recht hohen Cash- Renten und Immoquote nur noch ca. - 10 % - außerdem liefen die Renten damals ganz gut.

Seit 2003 bis heute, liegen wir wieder bei den Risiko 4 Depots bei rund 18 % p.a. nach Kosten.

Bei den konservativen Depots ( ca. 35 % Aktien ) hat sich damals nicht viel verändert, da gabs Einbrüche von max. 6 %.

Zu den von dir angesprochenen Vermögensverwaltern aus Impulse..ich geh mal davon aus, du meinst Impulse 3/2006

Zu den Ergebnissen: leider wurde ja wieder mal nur ein Optimal-Zeitraum 2003 bis 2005 ausgewählt bezüglich der Ergebnisse der einzelnen Portfolios.

Hätte mich mal interessiert wie die spekulativen Depots über längere Zeiträume hin abgeschnitten haben :) z.B. von 1/2000 einschließlich 12/2005 oder gar bis heute.

Der Gerling z.B. hat dieses Jahr bisher ein Minus von 0,5 % zu verzeichnen.

Habe mich mal gerade schnell noch über die Jahre 2001 und 2002 diesbezüglich schlau gemacht :) da hat er jeweils ca. 26 % verloren.

Wenn ich mir dann noch dazu " Sharpe Ratio " ansehe auf 6 Jahre ...na ja....dann wirds mir echt schwummrig :) - 3,03...ich denke du weißt was das bedeutet.
Wenn ich mir den Chart mit Beginn 2000 ansehe - da wurde er wohl aufgelegt...na dann sind wir heute immer noch recht ordentlich im Minus :) würde ich mal sagen.

Der Sauren, ebenfalls zum 01.01.2000 aufgelegt ist hingegen satt im Plus wenn ich mich nicht irre.

Sharpe Ratio des Sauren Gl. Opportunities = Minus 0,11

Dies mal auf die Schnelle zu den besten Vermögensverwaltern lt. Impulse :) grins...immer alles relativ zu sehen was man so in manchen Tests zu lesen bekommt.

Und noch was zum Thema Vermögensverwaltung : Diese Gerling Vermögensverwaltung ist nix anderes als ein Dachfonds wie ihn Sauren und andere auch anbieten.

Fürst Fugger und Co. werde ich mir später mal antun wenns mich überkommen sollte :)

Die Angaben zu den Dachfonds von Sauren in Impulse sind übrigens, bezogen auf die Mindestanlagesumme falsch.

Sauren- Fonds können über Fondsservicebanken oder auch Direktbanken bereits ab 1.000 € gekauft werden.
Selbst Sparplänchen ab 50 € mtl. kann man darüber abschließen wenns denn sein muß.


In diesem Sinne
Austernschluerfer

Inaktiver User
11.09.2006, 01:18
nochmal zum Umgang mit KLV und Co.

Die beste Möglichkeit ist natürlich, gar nicht erst abzuschließen.

Wenn das Kind aber schon im Brunnen liegt, gibt es außer Beitragsfreistellung, Kündigung und Verkauf noch eine andere Möglichkeit der Trennung. Diese ist oft die lukrativste von allen. Guckst Du hier:

lv-doktor


mfg
homodingsda

Inaktiver User
11.09.2006, 11:14
Na wenn das mal nicht ein Windei ist!
Hast du dir mal die Bedingungen durchgelesen? Mal so, wie ich's verstanden habe:
Bei Kündigung einer LV durch den LV-Doktor: 87,50€.
Vorab Prüfungsgebühren: 99,00€.

Also 186,50€, wenn ich mit meiner Police zum Doktor fahre, um mich heilen zu lassen. Ob was rauskommt, ist allerdings ungewiss. Ist der Finanzierer aber so nett und es stellt sich bei der Prüfung heraus, dass eine Kündigung durch den RA eher keinen Mehrertrag einbringt, begrenzt sich der Betrag auf 99€. Aber macht er das auch?

Sollte es dann soweit sein, und der Versicherer spuckt das Geld aus, wird wie folgt aufgeteilt: der vorhandene Rückkaufwert, den der Kunde sowieso bei Kündigung bekommen hätte, behält er auch selbst. Der Mehrertrag, erwirtschaftet durch ein Anschreiben und ggf. eine Klage, was auch beim Verbraucherschutz bzw. Bund der Versicherten kostenlos durchführbar ist, wird 50:50 geteilt.

Also mal angenommen, ich habe 2001eine LV abgeschlossen, in die monatlich 50€ geflossen sind, habe ich 3.000€ einbezahlt. Mein Rückkaufwert beträgt aber nur 1.000€. Nun gehe ich zum Doc und lass mir helfen, mehr als diese 1.000€ rauszubekommen. Zahle zu Beginn 186,50€ und erwarte ein positives Ergebnis. Im Optimum dürfte ich davon ausgehen, dass meine eingezahlten Beiträge wieder rauskommen. Mehr wird's wahrscheinlich nicht sein, da die Versicherung auch gewisse Kosten geltend machen darf. Also kommt ein Mehrertrag von 2.000€ raus, der mit dem Finanzierer zu teilen ist. Also mein Ergebnis: 1.813,50€.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Verkauf (sofern überhaupt möglich) da nicht mehr eingebracht hätte. Geh ich aber zum BdV und bitte dort um Hilfe, machen die das Gleiche, beschränken sich aber auf den Mitgliedsbeitrag des BdV.

Und lies dir bitte mal genau durch, was für Entschädigungen die bei einer Kündigung haben wollen.

Ich sage: Finger wech!!!

Inaktiver User
11.09.2006, 13:31
Also liebe Schokosahne,

kann es sein, dass Du etwas überkritisch, um nicht zu sagen notorisch misstrauisch bist? Diejenigen die hinter jedem Busch einen Räuber vermuten, werden diesen auch wahrscheinlich treffen - Resonanzgesetz.

Ein Windei ist die Sache gewiss nicht. Das läuft schon eine ganze Weile erfolgreich - für alle Beteiligten. Und dass Dienstleistung Geld kostet, ist - glaube ich - keine neue Erkenntnis. Aber Du scheinst auch den Dienstleistern keinen Lohn für ihre Arbeit zu gönnen. Da plädiere ich eher für die Sichtweise "leben und leben lassen". Im Grunde haben wir hier eine echte win-win-Situation. Für 186,50 EUR gibt es in Deinem Beispiel die Chance auf den beinahe 10-fach höheren Ertrag. Wenn das nicht gut ist, dann weiss ich 's nicht. Wenn Du das Beispiel mal mit einem LV-Beitrag von 100 oder 150 EUR durchspielst, dann sieht die Sache noch besser aus, da ja die Fixkosten gleich bleiben. Und auch solche Beiträge sind keineswegs selten.

Der Beitrag für den BdV beträgt auch 40 EUR - jährlich. Natürlich kann man mal schnell beitreten und die LV-Sache abwickeln lassen und ein Jahr später wieder kündigen (für die Hardcoresparfüchse). Allerdings würde ich das dann unter dem Stichwort ausnutzen betrachten. Und so haben sich die BdV-Verantwortlichen das auch sicher nicht gedacht.

Und zum Thema Verkauf. Ein Verkauf hätte in Deinem Beispiel sicher nicht mehr eingebracht. Selbst wenn sich ein Aufkäufer findet, der einen Vertrag mit 1.000 EUR Rückkaufswert überhaupt ankauft, dann zahlt er in der Praxis nicht mehr als 5-10% über dem RKW. Auch wenn in der Werbung höhere Prozentzahlen herumgeistern. Hast Du den Vertrag beim falschen Versicherer, gibt es möglichereise gar kein Angebot.

Vielleicht finden wir ja noch eine Möglichkeit, die gar nichts kostet. Möglicherweise würde Dich das dann richtig zufrieden stellen. Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn Du in diesem Fall genau weil das Angebot kostenlos ist, auch wieder "Beschiss" vermutest. Denn jeder weiß ja: was nix kostet, taugt auch nix.

Im übrigen wollte ich mit meinem Posting nur eine weitere Möglichkeit aufzeigen. Jeder soll die Attraktivität des Angebots für sich selbst beurteilen. Dass Du jedoch wegen der relativ geringen Kosten ein "Finger weg" vergibst, halte ich für maßlos übertrieben.

Inaktiver User
11.09.2006, 15:02
Na ja... Schokosahne hat schon recht... es ist nicht alles Gold was glänzt .... sagt ein guter alter Sinnspruch - in diesem Fall scheints mir eher sogar recht matt...das Gold...

Denn wie immer mal wieder, ist in Sachen " Verbraucherschutz " der sog. " Freie Berater " nebst angeschlossenem " Carpediem - Maklerpool" mit von der Partie... auf der Suche nach " Leads " für die angeschlossene Vermittlerschar.

Die einen kündigen gegen Entgelt die Rentenversicherungen und sammeln die Daten, die anderen schließen was Neues ab...

Tja....

Inaktiver User
11.09.2006, 15:15
Lieber Austernschlürfer,

spekulieren geht offenbar vor informieren. Erstens bin ich nicht Mitglied beim freien Berater und zweitens bin ich nicht auf der Suche nach leads. Das sollten auch meine weiteren Postings eigentlich nahelegen. Wenn ich das wäre, hätte ich einen kodierten Link eingestellt oder gebeten, sich bei Interesse an mich zu wenden. Ich habe den direkten Link auf den LV-Doktor eingestellt.

Da haben wir offenbar noch jemanden, der hinter jedem Busch einen Räuber vermutet. Suum quique.

Inaktiver User
11.09.2006, 15:32
Lieber homodingsda :)

Ich sagte nicht, dass du da dran beteiligt wärest, sondern dass der sog. "freie Berater" incl. seines o.g. angeschlossenen Pools dies so handhaben würde.
Und das wirst du ja wohl nicht so ganz von der Hand weisen können, denke ich mal.
Gibt ... zum Pool ... übrigens nen interessanten Artikel im Versicherungsjournal , datierend vom 22.8.06

Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
11.09.2006, 15:51
Lieber Austernschlürfer,

dann sei Dir verziehen. Allerdings legte Deine Wortwahl nahe, dass Du mich zu den Leadjägern zählst.

Ich nehme an, dass der Artikel im Versicherungsjournal ein Veriss ist. Nun ja, es gibt Manschen, die schlecht über den Papst reden. So gibt es auch Menschen, die schlecht über Carpediem, über mich oder über Dich reden. Eigene Erfahrung ist eben durch nichts zu ersetzen.

Ach ja, bei Carpediem selbst gibt's keine Leads.

Inaktiver User
11.09.2006, 16:18
Lieber homodingsda.... nicht unbedingt ein Verriss im Versicherungsjournal sondern eine kritische Berichterstattung.

Es geht eigentlich darum, dass die bisherige Pool-GmbH in eine AG umgewandelt wurde und etliche der angeschlossenen Vermittler anscheinend nicht so ganz begeistert sind bezüglich der neuen Fakten, die für sie nun urplötzlich geschaffen wurden.

Aber das würde jetzt zu weit und am Thema vorbei führen dies jetzt näher hier auszuführen.

Zu den Leads....

Also wenn mich meine alten Augen nicht trügen...:) dann habe ich sogar mal gelesen, welchen Preis die einzelnen spartenbezogenen Leads haben...

Aber seis drum...Leads zu kreieren ist ja per se nix Verwerfliches....das machen ja andere auch.

Nur erweckt der sog. " Freie Berater " erstmal für den unbedarften Interessenten den Anschein einer ...ich sags mal so - neutralen Institution.

Dass dahinter schlussendlich nix anderes steckt als ein weiterer Maklerpool dessen Mitglieder vom Verkauf leben wie wir alle :) das bemerkt er...der unbedarfte Verbraucher ... erst auf den 2. oder 3. Blick...spätestens dann wenn er auf der Homepage eines angeschlossenen Pool - Mitglieds landet.

Ganz geschickt gemacht, auch die verschiedenen Untergruppierungen wie z.B. die aus deinem Link zum " LV - Doc."

Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
11.09.2006, 16:34
Du hast natürlich recht. Die ganze Wirtschaft lebt letztlich vom Verkauf von Waren und Dienstleistungen. Nix Verkauf = nix Wirtschaft = zurück ins Neandertal.

Die Sache mit dem freien Berater finde ich noch insofern vorzeigbar, als dass die Kooperationspartner zumindest auf die Carpediem-Produktpalette zugreifen können, also der Kunde im Regelfall Produkte angeboten bekommt, die das obere Ende der Poduktqualität darstellen. Allemal ist dieser Weg besser, als wenn der Kunde an einen Allerweltsvermittler gerät, oder einen Strukki, oder einen Ausschließlichkeitsvermittler.

Da ich den Macher der Carpediem, Hern Shahin, persönlich kenne, kann ich sagen, dass dort nach menschlichem Ermessen auf Seriosität Wert gelegt wird. Inwiefern das der einzelne Koop dann in die Praxis umsetzt.....Das hat aber nichts mit der CD an sich zu tun, sondern mit dem Ehrenkodex des einzelnen Vermittlers.

Inaktiver User
11.09.2006, 16:58
Lieber homodingsda....hätte mich ehrlich gesagt auch schwer gewundert, wenn du nicht in irgendeiner Art und Weise mit Herrn Shahin verbunden wärest bei so viel Engagement das du hier an den Tag legst :)

Mal davon abgesehen, dass lt. Cash 2004 , der heutige Maklerpool "Carpe diem" im Jahr 91 noch ein klassischer Strukturvertrieb war, hast du natürlich recht, dass in der Regel ein Interessent in Sachen - Versicherungen oder Kapitalanlagen - bei einem Makler besser aufgehoben ist als bei nem Strukki oder Einfirmenvertreter.

Nur ....Carpe Diem hat auch nicht das Ei des Kolumbus in Sachen ....Produktqualität.... neu erfunden.

Da gibt es andere Pools oder auch in einigen Bereichen, Assekurateure, die da auch nicht ganz schlecht sind, mußt du wissen.

Und ... nota bene ... vor allem nicht derartig massiv der Maklerschaft auf den Geist gehen wie das Carpe Diem eine geraume Zeit über praktiziert hat.

Für uns wäre allein aufgrund des " Alleinwissensanspruchs " und des nahezu sektenartig anmutenden Verhaltens, dieser Pool nie in die engere Wahl gekommen.

Ich kenne auch keinen einzigen Kollegen, der dies je in Erwägung gezogen hätte.

In diesem Sinne carpe noctem :)
Austernschluerfer

Inaktiver User
11.09.2006, 17:16
natürlich hat CD das Rad nicht neu erfunden. Sie können auch nur Produkte anbieten, die der Markt hergibt. Allerdings ist die Komplettheit des Angebots schon beeindruckend. Ich kenne keinen anderen Pool, der das bietet. Aber CD ist auch für mich nur einer von mehreren Pools, an die ich angedockt bin.

Dass Assekuradeure gute Angebote haben, ist klar. Denn im gewerblichen oder privaten Sachgeschäft ist CD auch nicht tätig. Deshalb muß man zwangsläufig andere Pools und weitere Anlaufstellen unterhalten.

Die Werbefrequenz bei der sich der Einzele genervt fühlt, ist naturgemäß individuell und wer ein neues Angebot hat, der muß halt trommeln.

Dass CD einen Allwissenheitsanspruch erhebt, wäre mir neu. Dass das manchmal so wirkt, hat vermutlich damit zu tun, dass Herr Shahin gerne Klartext redet. Da fühlen sich einige Marktteilnehmer schnell auf den Schlips getreten.

Ich schlage vor, dass wir dieses Thema jetzt beenden, da diejenigen User, die nicht aus der Branche kommen, vermutlich nicht uneingeschränkt folgen können und die Diskussion womöglich auch als langweilig empfinden.

Inaktiver User
11.09.2006, 17:48
Gute Idee, homodingsda :) .... damit aufzuhören meine ich....

Weil....sonst fange ich am Ende noch an ein Interview mit Herrn Shahin aus " experten.de " zu zitieren in dem er sich u.a. dazu äußert, wie er Makler sieht, die seinen Pool nicht ausschließlich, sondern nur mal ab und an mal produktbezogen, nutzen.

Übrigens CD war bis vor ca. einem Jahr glaube ich, auch im Sachgeschäft tätig, hat diese Bestände dann allerdings verkauft.

Aber das weißt du ja sicherlich alles auch selbst.


Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
11.09.2006, 18:49
Also liebe Schokosahne,

kann es sein, dass Du etwas überkritisch, um nicht zu sagen notorisch misstrauisch bist? Diejenigen die hinter jedem Busch einen Räuber vermuten, werden diesen auch wahrscheinlich treffen - Resonanzgesetz.

...


Im übrigen wollte ich mit meinem Posting nur eine weitere Möglichkeit aufzeigen. Jeder soll die Attraktivität des Angebots für sich selbst beurteilen. Dass Du jedoch wegen der relativ geringen Kosten ein "Finger weg" vergibst, halte ich für maßlos übertrieben.

Um es ganz kurz zu machen, gute Arbeit soll auch gutes Geld bringen. Aber wenn einer aus der betrügerischen Tat eines versicherungsunternehmens derartig Kapital schlagen will, finde ich es ein wenig unverschämt.
Als Alternative dazu habe ich den BdV angeführt, die diese Möglichkeit mit dem Verbraucherschutz erst einmal ermöglicht haben. Und wir wollen nicht vergessen, dass es Gelder sind, die dem Versicherungsnehmer zustehen, weil zu Unrecht einbehalten. Hier von einer 50%-igen Provision zu reden, ist schon gigantisch.
es wird nichts anderes getan, als was auch eine rechtsschutzversicherung tut. Zuerst wird geprüft, ob Aussicht auf Erfolg besteht. Besteht diese, gibt's das O.K. zur Klage. Der Anwalt klagt und boxt den Spaß durch. Verliert man, gibt's in beiden Fällen kein Geld, kostet aber auch nix. Gewinnt man, gibt's in dem einen Fall Geld, in dem anderen deutlich weniger.
Oder aber der Weg über den BdV, die haben sogar etwas mehr Power in den Verhandlungen.

Für mich ist das einfach nur Bauernfängerei. Die Strolche nutzen nur das aus, was Andere erst ermöglicht haben.

Übrigens haben mich nicht die niedlichen 186,...€ zum Finger wech bewegt, sondern das gesamtbild, bestehend aus 186,--- €, 50% des Mehrertrags und der mehr als fragwürdigen Regelung beim Vertragsrücktritt. Lies es dir mal durch!

Inaktiver User
11.09.2006, 19:47
Liebe Schokosahne,

da ich das ganze hier in meiner Freizeit mache und mir diese auch lieb und teuer ist, fehlt mir sowohl die Zeit als auch die Lust, mich in langen Argumentationen zu ergehen.

Nehmt meinen Tipp einfach als das, was er sein sollte. Ein Tipp. Nicht mehr und nicht weniger. Wer diese Möglichkeit für ungeeignet oder unverschämt hält, der möge es einfach lassen. Vielleicht gibt es aber auch andere User, die den Tipp durchaus wertvoll finden. Dann wäre der Sinn meines Postings erfüllt.

Inaktiver User
11.09.2006, 21:55
Und da du hier in deiner Freizeit schreibst, wie viele andere auch, hast du vielleicht nicht auf das geachtet, auf das ich geachtet habe.

Und für eben diese Leute, die deinen Tipp lesen, habe ich meine Meinung geschrieben.
Ohne deinen Tip wäre sicher niemals die Idee gekommen, beim BdV anzuklingeln.
Ist doch gut, was soll's?

Inaktiver User
16.09.2006, 13:22
also homodingsda

hier muß ich der schokosahne mal total recht geben.
auch wenn "das ding schon einige zeit gut läuft" ist die ableitung daraus, daß es sich um kein windei handelt einfach fahrlässig.

zumal schon auf der internetseite ganz massiv für das magazin "der freie berater" geworben bzw. dieses als beleg für das vorgehen herangezogen wird.

der unkundige wird sich dadurch beeindrucken lassen, der fachmann wird sich durch ein "fingiert-unabhängiges" dem vertrieb von finanzprodukten vorgeschaltetes pseudo-verbraucherschutzmagazin nicht blenden lassen.... (siehe hierzu http://www.brigitte.de/foren/showpost.html?p=1045332&postcount=31) oder er wird mitmachen und damit früher oder später auf der nase landen. ich möchte hier nochmal auf den artikel aus dem versicherungsjournal verweisen, zu dem ebenfalls ein leserbrief von mir veröfftenlicht wurde: http://www.versicherungsjournal.de/mehr.php?Nummer=91228

vielleicht erwähnenswert, daß der kunde evtl. auch mit auf der nase landen kann... ich stimme hier schokosahne und den anderen voll zu: FINGER WEG!

lg. justii

Inaktiver User
19.09.2006, 12:39
Tja, der " homodingsda " ist ja anscheinend wieder flugs in der Versenkung verschwunden - man kann nur hoffen, dass sein urplötzliches Auftauchen wenigstens dazu geführt hat, dass vielleicht einige der hier postenden
" Versicherungs-Experten " endlich mal gerafft haben, was es mit dem sog. " Freien Berater " nebst seiner diversen Anhängsel, gemeinhin so auf sich hat.

In diesem Sinne
Der Austernschluerfer

Inaktiver User
26.09.2006, 01:16
und *entsetztschau* Schokosahne ist ihm unbemerkt gefolgt :-(
Ich meine, die hat sich auch abgemeldet. Oder hab ich da was falsch gesehen?

lg. justii

Inaktiver User
26.09.2006, 11:40
Ja, irgendwie ist der Schokosahne auch verschollen, stimmt...

Austernschluerfer

Chico
26.09.2006, 16:11
Zur Information:

Schokosahne hat "sich selbst" gelöscht.

Inaktiver User
26.09.2006, 16:39
Zur Information:
Schokosahne hat "sich selbst" gelöscht.

hihi... sowas soll passieren.
ich hab mich auch schon mal verschluckt - aber nachdem ich fest gehustet hab bin ich jetzt wieder da *lächel*

scorpion69
03.10.2006, 21:26
Wie kann man jemanden Tips zur Kündigung seiner BUZ geben dieses ist mir sehr unklar es gibt eine Handvoll Versicherungen welche wirklich gut sind eine der wichtigsten ist die BUZ und bei manchem Themen sollte die eine oder andere Person einfach keine Tips geben denn man kann damit sehr viel kaput machen und nicht nur etwas Geld und leider kapieren manche Möchtegern Berater gar nicht den Sinn und Zweck einer Versicherung. Bevor man eine BUZ kündigt sollte man sich eine Berechnung machen und erst dann entscheiden was man tut

Inaktiver User
04.10.2006, 21:14
Wie kann man jemanden Tips zur Kündigung seiner BUZ geben dieses ist mir sehr unklar es gibt eine Handvoll Versicherungen welche wirklich gut sind eine der wichtigsten ist die BUZ und bei manchem Themen sollte die eine oder andere Person einfach keine Tips geben denn man kann damit sehr viel kaput machen und nicht nur etwas Geld und leider kapieren manche Möchtegern Berater gar nicht den Sinn und Zweck einer Versicherung. Bevor man eine BUZ kündigt sollte man sich eine Berechnung machen und erst dann entscheiden was man tut

Ohne Punkt und Komma *lachmichweg*
Es gibt einen ehernen Beratergrundsatz: "Rede nie schneller als Dein Gegenüber denken kann." Ich denke, das gilt übersetzt auch hier. Welche Berechnung willst Du Dir eigentlich machen?

lg. justii

sani30
21.10.2006, 20:29
Ähhh, sorry, aber wenn ich mich entschließe eine LV abzuschließen, dann doch wohl auf Dauer. Die mtl. Belastungen sind einem dann doch klar.

Eine Kündigung ist, nach meinem Wissen, immer möglich es ist halt die Monatsfrist zu beachten. Anders als bei Sachverträgen oder KFZ.

Ich bin jetzt tatsächlich nicht der KV und LV Experte.

Aber grundsätzlich verliere ich bei einer vorzeitigen Kündigung einen sehr großen Haufen Geld. Man sieht doch was man einbezahlt hat, und man sieht, was man dann tatsächlich ausbezahlt bekommt.......wenn überhaupt.


Dann lieber Beitragsfrei stellen.......... oder verkaufen..... !!!

Inaktiver User
23.10.2006, 07:25
Ähhh, sorry, aber wenn ich mich entschließe eine LV abzuschließen, dann doch wohl auf Dauer. Die mtl. Belastungen sind einem dann doch klar.

Eine Kündigung ist, nach meinem Wissen, immer möglich es ist halt die Monatsfrist zu beachten. Anders als bei Sachverträgen oder KFZ.

Ich bin jetzt tatsächlich nicht der KV und LV Experte.

Aber grundsätzlich verliere ich bei einer vorzeitigen Kündigung einen sehr großen Haufen Geld. Man sieht doch was man einbezahlt hat, und man sieht, was man dann tatsächlich ausbezahlt bekommt.......wenn überhaupt.


Dann lieber Beitragsfrei stellen.......... oder verkaufen..... !!!

Das kommt darauf an, worüber Du hier redest.

Vernünftige Versicherungen:
Bei einer selbständigen BU-Versicherung verlierst Du i.d. Regel kein Geld durch eine Kündigung. Ebenso verlierst Du kein Geld, wenn Du eine BUZ aus einem Gesamtvertrag heraus kündigst.
Deine Auskunft hierzu ist also komplett falsch, denn zunächst ging es hier um die Kündigung einer BZU.

Bei einer Risiko-Lebensversicherung verlierst Du bei der Kündigung ebenfalls kein Geld.


Unvernünftige Produkte:
Sicherlich schließt die Masse eine Kapital-Lebensversicherung in dem Wissen einer langfristigen Verpflichtung ab und ist sich der Belastung auch bewußt. Allerdings weiß keiner, was im Leben so alles auf einen zukommen kann. Deine Ausführung ist also Theorie und weicht laut der Statistik meilenweit von der Praxis ab. Nicht umsonst werden mehr Lebensversicherungen vorzeitig gekündigt als neu abgeschlossen werden... Zumindest bei den Kapital-Lebensversicherungen!

Wer um Himmels willen schließt in der heutigen Zeit eigentlich noch eine Kapital-Lebensversicherung ab. Da macht jeder auf "Aufgeklärter Verbraucher" und dann lässt man sich so ein Ding aufschwatzen, das zumeist überflüssig ist wie ein Kropf? tztztztz..... In 99% aller Fälle ist die Kapital-Lebensversicherung das falsche Produkt für den Kunden/Bürger. Vermittler, die diese Verträge weiterhin verklopfen vernichten Kunden-Geld und letztendlich auch Kunden-Nerven. .....hohe Provisionen locken halt...

lg. justii

sani30
27.10.2006, 08:49
Guten Morgen,
.....grins, ich sag ja, ich bin nicht der KV und LV Experte. Sträube mich jetzt schon seit etlichen Jahren dagegen. :-)

LG Sandra