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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eine Wanze für jeden Mann



sabrina68
11.08.2006, 01:56
HANDY-ÜBERWACHUNG
Eine Wanze für jeden Mann
Habe gerade ein tollen Beitrag über ***
im Spiegel Online das (http://www.spiegel.de/netzwelt/telefonkultur/0,1518,431004,00.html) gelesen



möchte gerne eure Meinung dazu hören

Lena1234
11.08.2006, 07:16
Dann aber auch eine Wanze für jede Frau wenn man hier so die Geschichten mitliest :smirksmile:
Und anstatt die Handys zu orten würde ich alle verschrotten lassen. Ohne diese Dinger gäbs sicher schon mal ein Viertel weniger Seitensprünge ...

Inaktiver User
11.08.2006, 07:22
Hi,

wenn ich meinem Partner derartig misstraue, dann trenne ich mich lieber von ihm.
:pc kaputt:
Das ist ja wirklich der größte Stuss, den ich je gehört habe!

Gruß

Inaktiver User
11.08.2006, 10:40
HANDY-ÜBERWACHUNG
Eine Wanze für jeden Mann
Habe gerade ein tollen Beitrag über
im Spiegel Online das (http://www.spiegel.de/netzwelt/telefonkultur/0,1518,431004,00.html) gelesen



möchte gerne eure Meinung dazu hören
Nun, das finde ich ziemlich krank.
Menschen, die einem solchen Kontrollwahn verfallen gehören in psychologischen Behandlung.
Diese Leute möchte ich nicht als Vertrauenspersonen (Partnerschaft) um mich herum haben.

Inaktiver User
11.08.2006, 10:47
Ausnahmsweise stimme ich dem Sternchen hier mal zu.

Inaktiver User
11.08.2006, 10:51
Ausnahmsweise stimme ich dem Sternchen hier mal zu.
Wie? Ausnahmsweise? So weit liegen wir doch häufig gar nicht auseinander .........hatte ich den Eindruck
@----->------------------

Inaktiver User
11.08.2006, 10:53
Pscht...ich kann das hier jetzt nicht in vollem Umfang zugeben, ich muss an meinen schlechten Ruf denken. :freches grinsen:

Inaktiver User
11.08.2006, 11:16
HANDY-ÜBERWACHUNG
Eine Wanze für jeden Mann
Habe gerade ein tollen Beitrag über***
im Spiegel Online das (http://www.spiegel.de/netzwelt/telefonkultur/0,1518,431004,00.html) gelesen



möchte gerne eure Meinung dazu hören
Weia!
Frage mich nur, warum Leute solche Dienste in Anspruch nehmen.
Wenn man so weit ist, den Partner zu überwachen, brauchts doch eigentlich keine "Beweise" mehr.
Das Kind ist eh schon in den Brunnen gefallen, ob mit Ortung oder ohne..

Inaktiver User
11.08.2006, 11:54
Man muss sich ja auch die verschiedenen Faktoren betrachten, die nötig sind, um jemanden hier in Germany auf diese Weise zu überwachen:
1. Man muss in seinem Vertrag dem Tracking zustimmen
2. Man darf keinen D1-Vertrag haben
3. Man kann jederzeit dem zugestimmten Tracking Einhalt gebieten
4. Man muss ebenfalls Mitglied sein auf dieser Website

Polizeiliche Behörden haben hier schon wegen Datenschutz Schwierigkeiten. Wir sind ja nicht in Amerika...noch nicht.

Ypnowoman2
11.08.2006, 15:35
Dann aber auch eine Wanze für jede Frau wenn man hier so die Geschichten mitliest
Und anstatt die Handys zu orten würde ich alle verschrotten lassen. Ohne diese Dinger gäbs sicher schon mal ein Viertel weniger Seitensprünge ...


wenige Seitensprünge nicht - aber viel wenige würden entdeckt werden. Obwohl ... wenn jemand so doof ist, sich erwischen zu lassen, kriegt er es auch ohne Handy hin.

Inaktiver User
11.08.2006, 15:44
wenige Seitensprünge nicht - aber viel wenige würden entdeckt werden. Obwohl ... wenn jemand so doof ist, sich erwischen zu lassen, kriegt er es auch ohne Handy hin.
Stümmt, gegen Blödheit ist immer noch kein Mittelchen in Sicht ;-))

Inaktiver User
11.08.2006, 21:59
Ist das wirklich so einfach? Einfach einen Handyvertrag abschließen für die Katzenüberwachung und für 200 Euro Wanze frei Haus mitgeliefert bekommen? Das muss doch sehr verführerisch, unauffällig so ein Ding im Auto zu verstecken und zu schauen, ob der Freund wirklich in die Sporthalle gefahren ist oder ganz woanders hin. Nachdem auf meine Frage "Wie oft und wo trefft ihr eure Affären?" nur wenige Antworten kamen, aber fast 1.800 Klicks dürften diese Geschäfte boomen. Die Betrüger wollen nicht darüber sprechen, die Betrogenen suchen Antworten. (Ironie ein) Vielleicht ist das eine Art Demokratisierung? Überwachungsmöglichkeiten für alle, nicht nur für Leute mit Geld für einen Detektiv? (Ironie aus). Der Segen Handy (den Mann/die Frau unauffällig damit belügen und betrügen zu können) kann eben auch zum Fluch werden, was das betrifft, habe ich aufgrund eigener Erfahrung mit denen gerade kein Mitleid, obwohl ich Bespitzeln einfach widerlich finde.

Inaktiver User
12.08.2006, 08:27
(Ironie ein) Vielleicht ist das eine Art Demokratisierung? Überwachungsmöglichkeiten für alle, nicht nur für Leute mit Geld für einen Detektiv? (Ironie aus).

Was ist die mittelfristige Konsequenz?
Lauter Singles mit Paranoia oder Kontrollzwang "auf der Couch"!
SUPER!

entwederoder
26.07.2009, 22:47
Was ist die mittelfristige Konsequenz?
Lauter Singles mit Paranoia oder Kontrollzwang "auf der Couch"!
SUPER!

Alternative?
Kann all die Menschen verstehen, die all die Mittel ergreifen, die ihnen zur Verfügung stehen, um die Menschen, die ihr Vertrauen missbrauchen, zu entlarfen.
Was ist denn die Alternative?
Zu gehen, ohne sicher zu sein?
Weiter zuzuschauen?
Auf konkrete Fragen mit Hinweis auf Tatsachen weiter angelogen zu werden?
Aufgrund von n o c h nicht Beweisen, in den Sack hauen?
Hallo ihr Schlaumeier, die, die die für die Pest halten, deren Vertrauen hintergangen wird.
Wer ein reines Gewissen hat, nimmt dem anderen das Misstrauen.
Nicht jeder, der misstrauisch ist, hat eine Paranoia sondern Gründe! Und in fast allen fällen mit Recht!
Es hat alles seine Gründe und die gilt es erst mal aufzulösen.
Das können und wollen Betrüger nicht! Und selbstverständlich auch nicht erwischt werden. Auch das hat Gründe!
Also, macht hier Betrogene nicht zu armen Irren!

themir
26.07.2009, 23:35
Frage mich nur, warum Leute solche Dienste in Anspruch nehmen.




... es gibt ja auch Menschen, die Privatdetektive beauftragen, und "da" wird es auch um -noch fehlende- "Beweise" gehen ...







:blume:

Dieclou
27.07.2009, 00:01
Liebe Entwederoder,

ich finde viele Deiner Threads hier aber tatsächlich reichlich irre. Verzeih mir die offenen Worte. Willst Du nicht mal lieber einen guten Therapeuten aufsuchen, als alten Kram von vor drei Jahren hochzuholen? Sehr zielführend scheint mir Deine Art der Auseinandersetzung nicht zu sein. Du bist Opfer, weil Du es sein willst. Sonst hättest Du schon längst mal einen konstruktiveren Weg beschritten. Also heul nicht rum.

Herzlich,
Babette

-Blanka-
27.07.2009, 00:11
Entwederoder - keep cool. Der Beitrag von gyldensternchen ist satte 3 Jahre alt. :freches grinsen:

Blanka,
die nix von Überwachung und schon mal gar nix von Handys hält.

themir
27.07.2009, 08:29
Der Beitrag von gyldensternchen ist satte 3 Jahre alt. :freches grinsen:

:ooooh:





... tatsächlich :lachen: !! ...

DaisyDee
28.07.2009, 10:15
:ooooh:





... tatsächlich :lachen: !! ...

.. und ist mal Gras über die Sache gewachsen - dann kommt irgendein Kamel und frisst es wieder ab :freches grinsen: .

Es sind Ferien .. tireliiii

entwederoder
28.07.2009, 22:46
Liebe Entwederoder,

ich finde viele Deiner Threads hier aber tatsächlich reichlich irre. Verzeih mir die offenen Worte. Willst Du nicht mal lieber einen guten Therapeuten aufsuchen, als alten Kram von vor drei Jahren hochzuholen? Sehr zielführend scheint mir Deine Art der Auseinandersetzung nicht zu sein. Du bist Opfer, weil Du es sein willst. Sonst hättest Du schon längst mal einen konstruktiveren Weg beschritten. Also heul nicht rum.

Herzlich,
Babette

Liebste Babette,
warum der Thread hier nach drei Jahren auftaucht, weiß ich nicht. Als ich geantwortet habe, war er auf der ersten Seite unter (glaube) Nr. 2 der Anzeigentafel. Habe ihn mir angesehen und fand ihn aktuell und habe nicht auf das Datum gesehen (wie gesagt, schaut hin und seht, dass er nicht von mir hervorgeholt wurde. Wäre mir auch egal. Aber soviel Zeit hätte ich leider nicht. Leider.
Er war da und ich finde ihn immer noch aktuell. Geantwortet habe ich nicht gewollt auf eine spezielle Antwort (einfach nur einklinken) sondern, weil mich das Thema nach wie vor interessiert.
Und auch wenn du oder wer auch immer der Meinung ist, ich wäre bedürftig, habe ich immer noch keine wirkliche Antwort. Und ich glaube, viele, die von Hintertribenen ihre Dosis abbekommen haben , auch nicht.
Egal, halte ihn immer noch für aktuell. Aus meiner Situation ist er sicher nicht mehr aktuell.
Grundsätzlich schon!
Glaube, die Frage interessiert immer noch und auch andere.

Die Frage blieb doch immer noch offen:

"Mann/Frau" hat gefühlsmäßig allen Grund misstrauisch zu sein und rennt in der ehrlichen Auseinandersetzung gegen Wände"
Mit ehrlicher Auseinandersetzung meine ich, der der fühlt, spürt und ehrlich fragt. Er will wissen.



Was soll dieser Mensch machen

?

Toben, kreischen, um sich schlagen? Kannst du die Verzweiflung dieses Menschen nur ein bischen nachvollviehen?
(Wahrscheinlich nicht, sonst würdest du ihn nicht gleich in die Ecke therapiebedürftig stellen.)
Wobei ich auch mitbekommen habe, dass Menschen, die sich unendlich langweilen, ihre Zeit gerne bei Therapeuten verbringen. Andere müssen die Krankenkassenbeiträge bezahlen und haben vor lauter Arbeit keine Zeit für solche Scherze.
Leider meine schmerzliche Ehrfahrung mit Bekannten, die nicht arbeiten gehen und zudem noch der Meinung sind, wenn sie zuviel fressen, müssen sie auf Kassenkosten Therapien machen.
Das zum Thema Therapien.

Ich weiß ja, dass ich in diesem Forum, in dem sich sehr sehr viele Menschen die Zeit vertreiben, weil sie "hüstl" sich sozial empfinden,
als mittlerweile in tatsächlich der Minerheit befindlicher Arbeitnehmer, umzingelt bin von Freizeitbesserwissern.
Hoffe aber immer noch auf eine intelligente Antwort auf meine o.g. Frage.
Wer keine Lust auf Skrollen hat:
Wie reageirt Mann/Frau nicht über, wenn sie beschissen werden?
Anders: Wenn alles, aber auch alles darauf hindeutet beschissen zu werden?

Ironie: Geh zur Therapie und sei dann glücklich und lass dich weiter bescheißen :krone auf.

Ne Babette, bin dir nicht böse, warum auch?
Möchte nur eine konstruktive Antwort.

Und Fragen bitte nicht mit Heulen verwechseln sondern antworten!
Ich nehme dich ernst und erwarte das gleiche von dir!

ficus
28.07.2009, 23:57
Wer keine Lust auf Skrollen hat:
Wie reageirt Mann/Frau nicht über, wenn sie beschissen werden?
Anders: Wenn alles, aber auch alles darauf hindeutet beschissen zu werden?



Bei Beschiss empfehle ich Trennung. Und gut ist.

Inaktiver User
29.07.2009, 09:17
Ich bin entsetzt über die heutigen Möglichkeiten der Privatspionage und habe zu dem Thema auch etwas gegoogelt.

Ist hier eigentlich jedem/jeder klar, dass die Rechtslage hier nicht eindeutig ist und man/frau ev. klagbar wird, wenn solche Methoden ohne Einwilligung des Betreffenden angewendet werden? Seid ihr euch bewusst, dass das ev. ein kriminelles Verhalten sein kann?

Ich lese hier sehr oft, dass der Zweck angeblich die Mittel heiligt. Der Betrogene/die Betrogene hat angeblich jedes Recht zu Kontrolle.
Das sehe ich nicht so.

Ich denke mir, dass bei einer Affäre die Beziehung schon länger nicht mehr wirklich in Ordnung war und daran sind immer zwei beteiligt.
Ändert die Kontrolle etwas an der Affäre?
Hat sie dann nicht stattgefunden?
Bessert die Kontrolle die Beziehung?

Meiner Meinung nach hat Kontrolle etwas mit Macht ausüben zu tun. Man/frau will den anderen so richtig eintunken und die Schlechtigkeit so richtig vorführen. Was glaubt ihr wie das beim Betrüger/in ankommt?
Wird das ihn/sie wieder zu euch zurück führen? Ich glaube kaum.

Ein weiteres Problem ist, glaube ich, dass man ja immer nur Teilbereiche ausspioniert. d.h. Dinge aus dem Zusammenhang reißt und dann kann das eigene Kopfkino so richtig los rattern. Die eigenen Interpretationen nehmen der Wahrheit jeden Raum weg und diese Interpretationen werden dann dem Partner an den Kopf geworfen und er/sie darf sich dann in einer endlosen Schleife rechtfertigen.

Ich kenn das und hab meinen Exmann nie betrogen. Es war grundlose Eifersucht und extremer Kontrollwahn. Unter diesen Situationen hab ich sehr gelitten. Und ich denk mir - wenn jetzt wirklich eine Affäre da war bzw. ist und sich der Partner wirklich schuldig fühlt, dann ist es noch viel ärger.
Aus eigener Erfahrung sag ich euch, wenn ihr euren Partner endgültig von euch wegtreiben wollt, dann quält ihn mit Kontrollen und inquisitorischen Fragen.
Bei Kontrolle geht es um Macht und nicht um Liebe.

Und selbst wenn ihr euch entschlossen habt, diesen Mann will ich nicht mehr, er hat mir zu viel angetan, wollt ihr dann eure Beziehung wirklich so beenden? ihn noch zum Schluss kräftigst eintunken?
Das klingt auch nicht nach Liebe sondern nach Rache.
Irgendwie würdelos das Ganze.

(wie immer nur meine persönliche Meinung) :zwinker:

themir
29.07.2009, 09:43
Wer keine Lust auf Skrollen hat:
Wie reageirt Mann/Frau nicht über, wenn sie beschissen werden?
Anders: Wenn alles, aber auch alles darauf hindeutet beschissen zu werden?

... da wird eine Grenze -ein Rahmen- gesprengt. Friedlich ist "sowas" wahrscheinlich schwer regelbar ... .






:blume:

entwederoder
31.07.2009, 01:40
Ich bin entsetzt über die heutigen Möglichkeiten der Privatspionage und habe zu dem Thema auch etwas gegoogelt.

Ist hier eigentlich jedem/jeder klar, dass die Rechtslage hier nicht eindeutig ist und man/frau ev. klagbar wird, wenn solche Methoden ohne Einwilligung des Betreffenden angewendet werden? Seid ihr euch bewusst, dass das ev. ein kriminelles Verhalten sein kann?


Wie jetzt? Betrogen werden ohne Einverständnis? Betrügen ist ein krimminelles Verhalten?
Rechtlich sicher nicht.
Gegenabwehr (im Sinne von wissen wollen, was mir angetan wird) schon?
Konfus?

Ich lese hier sehr oft, dass der Zweck angeblich die Mittel heiligt. Der Betrogene/die Betrogene hat angeblich jedes Recht zu Kontrolle.
Das sehe ich nicht so.


Der/die Betrogene hat Recht auf Ehrlichkeit! Wenn die vom Betrügenden nicht da ist, muss er/sie ein Recht darauf haben! Und wenn es nicht freiwillig kommt, hat er/sie ein Recht darauf es sich zu holen ((die versagte Ehrlichkeit). Und liebe Betrügerin/liebe Betrüger, es kotzt ihn/sie an, es sich h o h l e n zu müssen, weil er es nicht freiwillig bekommt, aber für seine, vom Betrüger/in verhinderte, eigene Entscheidungsfreiheit braucht.

Ich denke mir, dass bei einer Affäre die Beziehung schon länger nicht mehr wirklich in Ordnung war und daran sind immer zwei beteiligt.


Echt niedlich. Für einen ist etwas nicht mehr in Ordnung, hält sein Maul, macht weiter auf auf glücklich, geht fremd und der andere ist mit Schuld! Na, besser, kann man seine Feigheit, sich nicht zu äußern, ja nicht selbst schön machen :schild genau:

Ändert die Kontrolle etwas an der Affäre?


An der Affäre, die der eine nicht bekannt werden lassen wollte, weil er feige ist, nichts. Aber wenn der andere weiß, daß es eine Affäre gibt, die er durch die Kontrolle, die der andere ja geheim halten wollten, weiß, ändert sich bestimmt etwas. Absolut. Das sollte ja durch die Geheimhaltung verhindert werden.

Hat sie dann nicht stattgefunden?


Hat sie. Nur warum wollte der Betrüger sie geheimhalten, wenn in der Beziehung sowieso etwas nicht gestimmt hat? Warum war er so feige, es zu einer Affäre komen zu lassen.
Warum hat er sich nicht getrennt?
Warum, muss er dem/der Betrogenen für die eigene Feigheit, das eigene Versagen, eine Mitschuld geben?

Bessert die Kontrolle die Beziehung?


Nö, aber die gibt dem, der den Betrug aufdecken konnte eine eigene Handlungsfreiheit. Nämlich das Wissen, das der/die Partnerin, lieber fremdgeht, als an der Beziehung zu arbeiten., an der wie gesagt, ja beide beteiligt sind. Sprich, ich weiß, mein Partner geht lieber fremd, als an unserer Beziehung zu arbeiten. Das weiß ich jetzt, also trenne ich mich. Aufgrund der Kontrolle habe ich diese Erkenntnis, die er/sie verhindern wollte.

Meiner Meinung nach hat Kontrolle etwas mit Macht ausüben zu tun. Man/frau will den anderen so richtig eintunken und die Schlechtigkeit so richtig vorführen. Was glaubt ihr wie das beim Betrüger/in ankommt?


Kontrolle hat sicher etwas mit Macht ausüben zu tun!
Mit dem Recht der Macht über sich selbst. Über meine eigenen Entscheidung, über das Wissen, was man mit und hinter meinem Rücken tut.
Genau, das Wisssen, was der Betrüger verhindern will. Er will verhindern, dass ich als Betrogener meine Macht über mich selbst nicht habe. Die Macht zu entscheiden, ob ich betrogen werden möchte oder nicht. Die wird mir genommen durch Hinterhältigkeit, durch Lügen, durch Betrügen.


Wird das ihn/sie wieder zu euch zurück führen? Ich glaube kaum.


Will der Betrogene zu so jemandem zurück? Ständig im Zweifel, wann man wieder hintergangen wird?

Ein weiteres Problem ist, glaube ich, dass man ja immer nur Teilbereiche ausspioniert. d.h. Dinge aus dem Zusammenhang reißt und dann kann das eigene Kopfkino so richtig los rattern. Die eigenen Interpretationen nehmen der Wahrheit jeden Raum weg und diese Interpretationen werden dann dem Partner an den Kopf geworfen und er/sie darf sich dann in einer endlosen Schleife rechtfertigen.


Das passiert nur bei Vertrauensverlust. Und den hat der Betrüger ja wohl irgendwann irgendwie verursacht, ohne ihn aufgelöst zu haben. Von nichts kommt nichts.
Die allerwenigsten Menschen leiden grundsätzlich an Verfolgungswahn.

Ich kenn das und hab meinen Exmann nie betrogen. Es war grundlose Eifersucht und extremer Kontrollwahn. Unter diesen Situationen hab ich sehr gelitten. Und ich denk mir - wenn jetzt wirklich eine Affäre da war bzw. ist und sich der Partner wirklich schuldig fühlt, dann ist es noch viel ärger.


?

Aus eigener Erfahrung sag ich euch, wenn ihr euren Partner endgültig von euch wegtreiben wollt, dann quält ihn mit Kontrollen und inquisitorischen Fragen.
Bei Kontrolle geht es um Macht und nicht um Liebe.


Ah ja. Lasst ihn/sie machen, kasteit euch! Beisst auf Steine! Hauptsache, er kann euch belügen, betrügen, hintergehen, aber haltet still.
Weil, wenn ihr das nicht tut, liebt ihr nicht. Also, wenn ihr liebt und spürt und sogar wisst, das ihr beschissen werdet, haltet still, so lange er/sie es wollen, sonst liebt ihr nicht genug!

Nicht vergessen: Wer sich nicht betrügen lassen will, soll still halten. Also haltet euch dran. Nicht sehen, nicht hören, nicht fühlen, dann ist es auch nicht so!

Und selbst wenn ihr euch entschlossen habt, diesen Mann will ich nicht mehr, er hat mir zu viel angetan, wollt ihr dann eure Beziehung wirklich so beenden? ihn noch zum Schluss kräftigst eintunken?


Nein, natürlich. Wir schließen dann für ihn/sie noch nen Bausparvertrag ab und bringen einen Rosenstock zur Einweihung. Klar, wir Betrogenen vergeben,verzeihen und sind absolut glücklich über sein Tun. Besser konnte er uns ja nicht behandeln :fg engel:


Das klingt auch nicht nach Liebe sondern nach Rache.
Irgendwie würdelos das Ganze.

[QUOTE]Na ja, keine Ahnung, was du unter Liebe und Würde verstehst. Schräg bist du schon!

(wie immer nur meine persönliche Meinung) :zwinker:

Inaktiver User
31.07.2009, 07:21
[QUOTE=Leave_me;6091040]Ich bin entsetzt über die heutigen Möglichkeiten der Privatspionage und habe zu dem Thema auch etwas gegoogelt.

Ist hier eigentlich jedem/jeder klar, dass die Rechtslage hier nicht eindeutig ist und man/frau ev. klagbar wird, wenn solche Methoden ohne Einwilligung des Betreffenden angewendet werden? Seid ihr euch bewusst, dass das ev. ein kriminelles Verhalten sein kann?



Ich lese hier sehr oft, dass der Zweck angeblich die Mittel heiligt. Der Betrogene/die Betrogene hat angeblich jedes Recht zu Kontrolle.
Das sehe ich nicht so.



Ich denke mir, dass bei einer Affäre die Beziehung schon länger nicht mehr wirklich in Ordnung war und daran sind immer zwei beteiligt.



Ändert die Kontrolle etwas an der Affäre?



Hat sie dann nicht stattgefunden?



Bessert die Kontrolle die Beziehung?



Meiner Meinung nach hat Kontrolle etwas mit Macht ausüben zu tun. Man/frau will den anderen so richtig eintunken und die Schlechtigkeit so richtig vorführen. Was glaubt ihr wie das beim Betrüger/in ankommt?



Wird das ihn/sie wieder zu euch zurück führen? Ich glaube kaum.



Ein weiteres Problem ist, glaube ich, dass man ja immer nur Teilbereiche ausspioniert. d.h. Dinge aus dem Zusammenhang reißt und dann kann das eigene Kopfkino so richtig los rattern. Die eigenen Interpretationen nehmen der Wahrheit jeden Raum weg und diese Interpretationen werden dann dem Partner an den Kopf geworfen und er/sie darf sich dann in einer endlosen Schleife rechtfertigen.



Ich kenn das und hab meinen Exmann nie betrogen. Es war grundlose Eifersucht und extremer Kontrollwahn. Unter diesen Situationen hab ich sehr gelitten. Und ich denk mir - wenn jetzt wirklich eine Affäre da war bzw. ist und sich der Partner wirklich schuldig fühlt, dann ist es noch viel ärger.



Aus eigener Erfahrung sag ich euch, wenn ihr euren Partner endgültig von euch wegtreiben wollt, dann quält ihn mit Kontrollen und inquisitorischen Fragen.
Bei Kontrolle geht es um Macht und nicht um Liebe.



Und selbst wenn ihr euch entschlossen habt, diesen Mann will ich nicht mehr, er hat mir zu viel angetan, wollt ihr dann eure Beziehung wirklich so beenden? ihn noch zum Schluss kräftigst eintunken?

Einewiekeine
was ist in dem Fall wenn sich herausstellt, es gab keine Betrug, kein Fremdgehen etc. Dann ist der Partner / die Partnerin, die sich das Recht heraus genommen hat zu kontrollieren und zu schnüffeln aus meiner Sicht die-/derjenige, der hier den Betrug verübt hat.

Ich hatte das schon. Ein Ex von mir hat - wie ich nachträglich herausgefunden habe - meine Mails, meine Aktivitäten im Internet, mein Handy etc. kontrolliert. Er ist mir nachgefahren, um zu sehen mit wem ich mich "wirklich" treffe und ob ich dann auch "wirklich" nichts anrüchiges tue.

Gefunden hat er nichts, konnte er auch nicht, denn da gab es keinen Betrug von meiner Seite. Wohl aber aus meiner Sicht von seiner. Er hat Mails, SMS etc. von mir gelesen, die nicht für ihn bestimmt waren, er hat in Dingen rumgewühlt, die ganz privat meins waren.

Zudem hat er sich, weil er ja bei den "leichten" Methoden (Internetverlauf, Mails) nichts gefunden hat, da noch weiter reingesteigert, hat angenommen, dass ich einfach nur alles gut vertuscht habe, dass er nur tiefer graben muss, um den Betrug den er sich ausgemalt hat (Bauchgefühl), beweisen zu können.

Letztendlich habe ich es zufällig bemerkt und ihn, nachdem er in einem Wutanfall die ganze Angelegenheit gestanden und mir gleichzeitig vorgeworfen hat, dass ich ihn ganz sicher die ganze Zeit betrügen würde auch wenn er keinen Beweis finden konnte, noch am selben Abend verlassen.

Kontrolle kann zu einer Spirale werden und ist - für mich - ein genauso schwerwiegender Betrug wie ein Fremdgehen.

Inaktiver User
31.07.2009, 14:37
@entwederoder

Deine Antworten als Zitate und mein Post als post von dir??
Warum machst du sowas?

Betrügen ist kein kriminelles Verhalten. Wo hab ich denn das geschrieben?
Die Kontrolle KANN kriminell werden und den Datenschutz und das Menschenrecht auf Privatsphäre und Würde der Person verletzen.

Klar kann der/die Betrogene sagen, er/sie hat ein Recht auf Ehrlichkeit. Und wenn die Beziehung an der Affäre wachsen soll, dann ist Ehrlichkeit irgendwann mal Grundvoraussetzung.

Es geht mir eher darum, dass durch dieses Kontrollverhalten noch mehr Porzellan zerschlagen wird. Auch die Kontrolle ist ein Vertrauensbruch!
Das ist vielen hier nicht so wirklich klar, scheint mir.

Ich red mir gar nix schön. Vor allem hab ich das derzeit nicht nötig, da ich keine Affäre hatte und auch keine habe. Für eine Beziehung sind immer beide verantwortlich Klar ist es einfacher, die "Schuld" dem Betrüger zu geben. Dann muss man/frau nämlich nicht auf die eigenen Baustellen schauen und die eigenen Anteile am Scheitern der Beziehung nicht wahrnehmen. Ein einfacher Standpunkt. Schuld ist der Betrüger, der ist das "Schwein", der Amoralische etc...
Ich bestreite nicht, dass es notorische Fremdgeher gibt. Aber ich sage, dass nicht jeder Fremdgeher gleich ein "Verbrecher an der Menschheit" ist, wie es hier manchmal dargestellt wird.
Manche Betrogene hier stellt sich selbst auf ein moralisches Podest von dem sie ihre Häme über jeden ausschüttet, der nur eine geringfügig andere Meinung vertritt.

Was ich zum Ausdruck bringen wollte war, dass die Sachlage wahrscheinlich sehr oft nicht so einfach ist.
Hier die arme Betrogene mit dem moralischen Heiligenschein über dem Kopf und dort das "Schwein" das betrügt und hintergeht.

Zu dem Fragezeichen das du gemacht hast. Mein Mann verfolgte mich mit seiner krankhaften Eifersucht und kontrollierte auf extreme Weise. vll möchtest du dir die Mühe machen meinen Strang zu lesen? (zumindest bevor du behauptest ich sei schräg)
Ich hatte keine Affäre. Nicht weil ich so ein guter Mensch bin, nein, es hatte mich einfach nicht interessiert. Ich war eingespannt im Beruf, Kinder, Familie.. und in meinem persönlichen Elend zu Hause.
Trotzdem schaffte es mein Mann, mir ein Schuldgefühl einzureden. So als hätte ich doch etwas Verbotenes getan. Und ich denke mir, dass jemand, der wirklich eine Affäre hatte, die dann nun eh schon auf dem Tisch liegt, noch viel mehr unter Schuldgefühlen oder was weiss ich leiden müsste. Und der "liebende" Partner stochert unausgesetzt darin herum und kontrolliert und fragt und interpretiert ohne Ende. Schrecklich.

Es ist nicht Liebe, es ist dann Rache.So nach dem Motto: Schau was du mir angetan hast, jetzt büße auch kräftig dafür ich nehme meine Rache an dir und quäl dich bis du nimmer kannst.

lg, Lm

elli07
31.07.2009, 14:52
"Moralisch einwandfreies Verhalten" scheint ja jedes Mittel zu rechtfertigen, auch die Verletzung der Intimsphäre. :ooooh: Ich bin nach wie vor der Meinung, dass auch meinem Partner eine Intimsphäre zusteht, die ich zu resprektieren habe. Diesen Respekt erwarte ich auch für mich.

Was ist denn "moralisch einwandfreies Verhalten" ???? Scheint ja bereits klar definiert: wer nicht mit einem anderen im Bett war, handelt moralisch einwandfrei. Scheint ja ganz einfach :ooooh:

Ich selbst bin auch ein Opfer des fortgesetzten "Datenklaus" meines Ex-Mannes. Damals ging das noch nicht per Handy, da waren schon detailliertere technische Kenntnisse nötig..... Er hatte sie.

Gebracht hats garnix, denn es gibt immer noch Leute, die a bissle g'scheiter sind als Mann bzw. Frau selbst. Und vor allem sich nicht einschüchtern lassen von solch dämlichen Maßnahmen.

Kratzt mich eine mögliche Handy-Ortung ? Wenn ich "betrügerisch" unterwegs wäre, hätte ich mein Handy ausgeschaltet bzw. für solche Aktionen ein separates Prepaid-Handy, das der Partner nicht kennt..... :freches grinsen::freches grinsen:

Was soll also die Aufregung. Wie bei jeder Maßnahe zur "Verbrechensbekämpfung", sind die "Verbrecher" recht schnell einen Schritt voraus. :zwinker:

Sollte ich mal meinen, dieses Geschnüffel nötig zu haben, werde ich mich vorher trennen, denn dann ist wohl noch viel mehr im Argen als der befürchtete Fremdgang.

Gruß, Elli

Dieclou
31.07.2009, 15:56
Das versteht Entwederoder aber nicht. Sie will Opfer sein. Bitte. Soll sie doch.

Inaktiver User
31.07.2009, 16:19
"Moralisch einwandfreies Verhalten" scheint ja jedes Mittel zu rechtfertigen, auch die Verletzung der Intimsphäre. :ooooh: Ich bin nach wie vor der Meinung, dass auch meinem Partner eine Intimsphäre zusteht, die ich zu resprektieren habe. Diesen Respekt erwarte ich auch für mich.

Was ist denn "moralisch einwandfreies Verhalten" ???? Scheint ja bereits klar definiert: wer nicht mit einem anderen im Bett war, handelt moralisch einwandfrei. Scheint ja ganz einfach :ooooh:

Ich selbst bin auch ein Opfer des fortgesetzten "Datenklaus" meines Ex-Mannes. Damals ging das noch nicht per Handy, da waren schon detailliertere technische Kenntnisse nötig..... Er hatte sie.

Gebracht hats garnix, denn es gibt immer noch Leute, die a bissle g'scheiter sind als Mann bzw. Frau selbst. Und vor allem sich nicht einschüchtern lassen von solch dämlichen Maßnahmen.

Kratzt mich eine mögliche Handy-Ortung ? Wenn ich "betrügerisch" unterwegs wäre, hätte ich mein Handy ausgeschaltet bzw. für solche Aktionen ein separates Prepaid-Handy, das der Partner nicht kennt..... :freches grinsen::freches grinsen:

Was soll also die Aufregung. Wie bei jeder Maßnahe zur "Verbrechensbekämpfung", sind die "Verbrecher" recht schnell einen Schritt voraus. :zwinker:

Sollte ich mal meinen, dieses Geschnüffel nötig zu haben, werde ich mich vorher trennen, denn dann ist wohl noch viel mehr im Argen als der befürchtete Fremdgang.

Gruß, Elli

Danke elli, absolut meine Meinung. :smile:

entwederoder
02.08.2009, 18:23
Bei Beschiss empfehle ich Trennung. Und gut ist.

Irgendwie scheint es bei manchen immer noch nicht angekommen zu sein! Es geht darum, nicht unter ihnen gelegen zu haben, sondern jede Faser des Körpers spürt den Betrug!
Man wünscht sich, es wäre nicht so! Dies zum Thema, man schaut weg. Ne, tut man nicht. Man schaut ganz genau hin.

Ist das alles so schwer zu begreifen?

Wenn man konkret weiß, dass es so ist, kann man handeln.
Deshalb spioniert man ja. Es scheint, wirklich


schwer verständlich

für Menschen, die das noch nicht erlebt haben.

@ficus
Trockenübung oder selbst erlebt?

Inaktiver User
02.08.2009, 19:55
Irgendwie scheint es bei manchen immer noch nicht angekommen zu sein! Es geht darum, nicht unter ihnen gelegen zu haben, sondern jede Faser des Körpers spürt den Betrug!
Man wünscht sich, es wäre nicht so! Dies zum Thema, man schaut weg. Ne, tut man nicht. Man schaut ganz genau hin.

Ist das alles so schwer zu begreifen?

Wenn man konkret weiß, dass es so ist, kann man handeln.
Deshalb spioniert man ja. Es scheint, wirklich


schwer verständlich

für Menschen, die das noch nicht erlebt haben.




Hab ich ja. Genau von der anderen Seite allerdings. Mein Ex hatte da ein "Bauchgefühl" und ganz genau hingeschaut. Hat dann nichts gefunden und noch genauer hinteschaut, wieder nichts gefunden und mich dann immer und überall kontrolliert.

Gefunden hat er nichts und konnte er auch nicht - da war ganz einfach nichts!

Ich habe meine Beziehung zu ihm beendet, weil er mich "betrogen" hat. Er hat mein Vertrauen und meine Offenheit missbraucht und das alles wegen eines "Bauchgefühls" und der dann einsetztenden "Spionage".

Das ist für mich in einer Beziehung mind. so schlimm wie ein Seitensprung.

entwederoder
02.08.2009, 20:15
@entwederoder

Deine Antworten als Zitate und mein Post als post von dir??
Warum machst du sowas?

Betrügen ist kein kriminelles Verhalten. Wo hab ich denn das geschrieben?
Die Kontrolle KANN kriminell werden und den Datenschutz und das Menschenrecht auf Privatsphäre und Würde der Person verletzen.

Klar kann der/die Betrogene sagen, er/sie hat ein Recht auf Ehrlichkeit. Und wenn die Beziehung an der Affäre wachsen soll, dann ist Ehrlichkeit irgendwann mal Grundvoraussetzung.

Es geht mir eher darum, dass durch dieses Kontrollverhalten noch mehr Porzellan zerschlagen wird. Auch die Kontrolle ist ein Vertrauensbruch!
Das ist vielen hier nicht so wirklich klar, scheint mir.

Ich red mir gar nix schön. Vor allem hab ich das derzeit nicht nötig, da ich keine Affäre hatte und auch keine habe. Für eine Beziehung sind immer beide verantwortlich Klar ist es einfacher, die "Schuld" dem Betrüger zu geben. Dann muss man/frau nämlich nicht auf die eigenen Baustellen schauen und die eigenen Anteile am Scheitern der Beziehung nicht wahrnehmen. Ein einfacher Standpunkt. Schuld ist der Betrüger, der ist das "Schwein", der Amoralische etc...
Ich bestreite nicht, dass es notorische Fremdgeher gibt. Aber ich sage, dass nicht jeder Fremdgeher gleich ein "Verbrecher an der Menschheit" ist, wie es hier manchmal dargestellt wird.
Manche Betrogene hier stellt sich selbst auf ein moralisches Podest von dem sie ihre Häme über jeden ausschüttet, der nur eine geringfügig andere Meinung vertritt.

Was ich zum Ausdruck bringen wollte war, dass die Sachlage wahrscheinlich sehr oft nicht so einfach ist.
Hier die arme Betrogene mit dem moralischen Heiligenschein über dem Kopf und dort das "Schwein" das betrügt und hintergeht.

Zu dem Fragezeichen das du gemacht hast. Mein Mann verfolgte mich mit seiner krankhaften Eifersucht und kontrollierte auf extreme Weise. vll möchtest du dir die Mühe machen meinen Strang zu lesen? (zumindest bevor du behauptest ich sei schräg)
Ich hatte keine Affäre. Nicht weil ich so ein guter Mensch bin, nein, es hatte mich einfach nicht interessiert. Ich war eingespannt im Beruf, Kinder, Familie.. und in meinem persönlichen Elend zu Hause.
Trotzdem schaffte es mein Mann, mir ein Schuldgefühl einzureden. So als hätte ich doch etwas Verbotenes getan. Und ich denke mir, dass jemand, der wirklich eine Affäre hatte, die dann nun eh schon auf dem Tisch liegt, noch viel mehr unter Schuldgefühlen oder was weiss ich leiden müsste. Und der "liebende" Partner stochert unausgesetzt darin herum und kontrolliert und fragt und interpretiert ohne Ende. Schrecklich.

Es ist nicht Liebe, es ist dann Rache.So nach dem Motto: Schau was du mir angetan hast, jetzt büße auch kräftig dafür ich nehme meine Rache an dir und quäl dich bis du nimmer kannst.

lg, Lm
QUOTE=Leave_me;6099991]@entwederoder

Deine Antworten als Zitate und mein Post als post von dir??
Warum machst du sowas?


Habe es mir angeschaut. Du hast recht. Habe mir die Anleitung ausgedruck und danach gehandelt. Warum es so erscheint? Gibt bei meinem Tel und Net noch mehr Mehrwürdigkeiten, die nichts mit Bri zu tun haben. Also sei bitte nicht beunruhigt, denke andere haben es hoffentlich auseinanderhalten können. Mir ist auch aufgefallen, beim letzten Antworten, dass es sich vermischt hat, obgleich ich genauso vorgegangen bin, wie vorher. Kann mich nur bei dir endschuldigen. Mein Einfluss auf mein Tun im Net ist scheinbar kontrolliert. Paraneuia? Hoffe nicht, da auch andere Menschen in meinem persönlichen Umfeld einiges merkwürdig finden, was sie selbst miterleben!
Nochmal endschuldige.

Betrügen ist kein kriminelles Verhalten. Wo hab ich denn das geschrieben?
Die Kontrolle KANN kriminell werden und den Datenschutz und das Menschenrecht auf Privatsphäre und Würde der Person verletzen.


Stimmt. Alles, was du sagst, hat seie Richtigkeit. Nur, wenn es so quer kommt, dass der Betrüger den Betrogenen konrolliert, um zu wissen, was der weiß, wird es hakelik.
Weiß ich doch, dass es jetzt echt kompliziert wird. Klinkt auch echt nach Krankenhaus. Gibt es aber leider in Realität.

Klar kann der/die Betrogene sagen, er/sie hat ein Recht auf Ehrlichkeit. Und wenn die Beziehung an der Affäre wachsen soll, dann ist Ehrlichkeit irgendwann mal Grundvoraussetzung.


Kannst du dir vorstellen, dass es manchmal nicht mal um eine Affare geht? Stell dir einfach mal vor, beim Betrüger geht es um eine Grundeinstellung. Die heißst: Ich habe ein Leben, ich habe eine Frau, ich habe ein Heim und ich habe ein Leben daneben, das mir die Wünsche erfüllt, die mir mein Nest nicht gibt. Will mein Nest nicht aufeben, weil ich weiß, dass ich es wieder kriegen kann. Wenn doch, dann wieder von vorne, aber nie so, wie ich es mir wünsche .

Es geht mir eher darum, dass durch dieses Kontrollverhalten noch mehr Porzellan zerschlagen wird. Auch die Kontrolle ist ein Vertrauensbruch!
Das ist vielen hier nicht so wirklich klar, scheint mir.


Geb ich dir auch wieder vollkommen recht. Nur hast du keinen Ansatz gezeigt, wie man mit Hinterhältigkeit umgeht.
Versteh ja, wenn es einfach ist.
Nur versteh bitte auch, dass es manche Menschen erforderlich machen sie mit ihren eigenen Mitteln zu bekämpfen. Wäre für meine Zukunft echt dankbar, wenn du mir sagen könntest, woran ich erkenne, dass meine Beobachtungen, all das was ich sehe, richtig oder falsch ist. Nach meinen Erfahrungen, wahrscheinlich noch schwieriger.Hatte ja bis zu "dem" mit Betrug noch keine Erfahrung.

Ich red mir gar nix schön. Vor allem hab ich das derzeit nicht nötig, da ich keine Affäre hatte und auch keine habe. Für eine Beziehung sind immer beide verantwortlich

Genau, seh ich auch so. Keine Ahnung, ob deine Beziehungen das auch so gesehehen haben. Ich persönlich habe da ein absoutes Defizit.
Bin meine eingegangen für den Rest des Lebens. Habe gegeben und geben, habe verziehen und verziehen.

Klar ist es einfacher, die "Schuld" dem Betrüger zu geben.


Und genau hier fängt für mich "verkehrte WELT" an!
Dann muss man/frau nämlich nicht auf die eigenen Baustellen schauen und die eigenen Anteile am Scheitern der Beziehung nicht wahrnehmen.

Die wären? Sei bitte konkret!

Ein einfacher Standpunkt. Schuld ist der Betrüger, der ist das "Schwein", der Amoralische etc...


Wenn Moral auch was mit Maul aufmachen, sagen, was für ihn/sie nicht passt, zu tun hat, dann jaaaaaaaaaaaaa! Dann ist er sie/ das "Schwein". Liebe: gemein und geheim" Halt "Schwein". Feige, nur feige, Feige, feige, feige.
Hat keinen Standpunkt, sondern verzieht sich, betrügt und lügt. Hallo, dass kann nicht kein Ernst sein. Baustellen soll sich der Betrogene selbst suchen. Wenn er in seinem Charakter keine findet?
Ich bestreite nicht, dass es notorische Fremdgeher gibt. Aber ich sage, dass nicht jeder Fremdgeher gleich ein "Verbrecher an der Menschheit" ist


für den Betrogenen spielt nicht die "Menschheit" eine Rolle, sondern das eigene Leben. Betrüger begehen ein Verbrechen an der Seele eines einzelnen Menschen.

, wie es hier manchmal dargestellt wird.


Hallo, sind Betrüger auf Quotenfang? Deutschland sucht den "Menschen", der den meisten Menschen weh getan hat?
Manche Betrogene hier stellt sich selbst auf ein moralisches Podest von dem sie ihre Häme über jeden ausschüttet, der nur eine geringfügig andere Meinung vertritt.


Vielleicht habe ich bisher zuviel von dir gehalten. Was jetzt kommt, würgt mich ziemlich ab.
Daraus kann ich nur schließen, dass du sehr wenig wirkliches Gefühl hast bzw. dir nie wirklich weh getan worden ist. Na ja, auch mit solchen Menschen muss man leben.

Was ich zum Ausdruck bringen wollte war, dass die Sachlage wahrscheinlich sehr oft nicht so einfach ist.


Oh ha!

Hier die arme Betrogene mit dem moralischen Heiligenschein über dem Kopf und dort das "Schwein" das betrügt und hintergeht.


Irgendwie kriege ich Moral und jemandem weh tun immer noch nicht auf die Reihe.
Mir tut doch keiner weh, wenn er Moralvorstellungen verletzt! Ich habe auch keinen Heiligenschein!
Das alles ist mir sowas von egal und schnuppe.
I c h war ehrlich. I c h habe gegeben. I c h bin belogen worden. I c h habe keine Heiligenschein. I c h , habe vertraut.
Wie muss man sich verkehren, um die Welt zu verdrehn.

Zu dem Fragezeichen das du gemacht hast. Mein Mann verfolgte mich mit seiner krankhaften Eifersucht und kontrollierte auf extreme Weise. vll möchtest du dir die Mühe machen meinen Strang zu lesen? (zumindest bevor du behauptest ich sei schräg)


sorry, vielleicht hast du auch Qualen durchlebt. Habe deinen Strang n o c h nicht gelesen.

Ich hatte keine Affäre. Nicht weil ich so ein guter Mensch bin, nein, es hatte mich einfach nicht interessiert. Ich war eingespannt im Beruf, Kinder, Familie.. und in meinem persönlichen Elend zu Hause.
Trotzdem schaffte es mein Mann, mir ein Schuldgefühl einzureden. So als hätte ich doch etwas Verbotenes getan. Und ich denke mir, dass jemand, der wirklich eine Affäre hatte, die dann nun eh schon auf dem Tisch liegt, noch viel mehr unter Schuldgefühlen oder was weiss ich leiden müsste. Und der "liebende" Partner stochert unausgesetzt darin herum und kontrolliert und fragt und interpretiert ohne Ende. Schrecklich.

Es ist nicht Liebe, es ist dann Rache.So nach dem Motto: Schau was du mir angetan hast, jetzt büße auch kräftig dafür ich nehme meine Rache an dir und quäl dich bis du nimmer kannst.

lg, Lm[/QUOTE]


Wie mein ? vorher schon ausgedrückt hat, kann ich mit deinen letzen Antworten auch ncihts anfangen.
Bin neutral immer noch der Meinung, die allerwenigsten Mesnchen, sind ohne Grund misstrauisch.
Fand es trotzdem gut, dass ich dir antworten durfte.
Und hoffe, das wer auch immer mich dies lassen hat dürfen.
Meine dies zum Thema "warum tust du das"
Alle liebe dir
unterschiedliche Meinungen
sollen ja auch sein

Madiba
02.08.2009, 20:21
Ich glaube, das mit dem Zitieren solltest Du noch mal üben. Ich kann nicht auseinanderhalten, wer nun was geschrieben hat.

entwederoder
02.08.2009, 20:25
Das versteht Entwederoder aber nicht. Sie will Opfer sein. Bitte. Soll sie doch.

Süße,
endwederoder wird nie Opfer sein.
Sonst wäre sie nicht hier :lachen:
Sie wäre schon tot :freches grinsen:
Dieclou, andere wirklich zu verstehen, fällt nicht in dein Gebiet oder?
[...]

entwederoder
02.08.2009, 20:41
Hab ich ja. Genau von der anderen Seite allerdings. Mein Ex hatte da ein "Bauchgefühl" und ganz genau hingeschaut. Hat dann nichts gefunden und noch genauer hinteschaut, wieder nichts gefunden und mich dann immer und überall kontrolliert.

Gefunden hat er nichts und konnte er auch nicht - da war ganz einfach nichts!

Ich habe meine Beziehung zu ihm beendet, weil er mich "betrogen" hat. Er hat mein Vertrauen und meine Offenheit missbraucht und das alles wegen eines "Bauchgefühls" und der dann einsetztenden "Spionage".

Das ist für mich in einer Beziehung mind. so schlimm wie ein Seitensprung.

Liebe annew:
ich müsste hier viel mehr erzählen, als ich bereit bin zu tun. Es wird ständig gewarnt, sich sich zu sehr einzulassen.
Das macht es alles schwierig.
Glaube wohl, dass es alles umgekehrt gibt.
Hat jedoch mit meiner Situation wenig zu tun.
Könnte, wenn ich wollte, obwohl er meint, geheim zu sein, allerdings doof genug war, sich im Net darzustellen, Bilder veröffentlichen,.
Wozu?
Wir sind geschieden. Das zumindest it o.k.
Das, was er aus mir gemacht hat, ist nicht o.k.
Und nehme es bitte zur Kenntnis, es war so.
Und mit es ist vorbei und allles ist gut, klappt nicht.
Ich bin ein Mensch. Ich habe Gefühle.

Und Schalter umlegen, klappt n o c h nicht.
Zwischen wissen und fühlen ist immer noch eine Diskrepanz!
Damit umgehen, dauert noch länger.
Was für mich ein absolutes "No Go" ist, "beide sind Schuld".
Hy Leute, die, die betrügen, zieht doch sich immer eure treuliebenden Partner als Rechtfertigung für euer Scheißverhalten mit ins Boot!

ficus
02.08.2009, 21:15
Was für mich ein absolutes "No Go" ist, "beide sind Schuld".
Hy Leute, die, die betrügen, zieht doch sich immer eure treuliebenden Partner als Rechtfertigung für euer Scheißverhalten mit ins Boot!

Am Betrug hat hat der Betrüger schuld. Das ist klar.
Am Zustand einer Beziehung sind immer zwei "schuld".

ficus
02.08.2009, 21:27
@ficus
Trockenübung oder selbst erlebt?

Selbst erlebt.

entwederoder
02.08.2009, 22:05
Am Betrug hat hat der Betrüger schuld. Das ist klar.
Am Zustand einer Beziehung sind immer zwei "schuld".

Kann ich einfach nicht mithalten.
Unter Schuld verstehe ich immer noch etwas bewussst getan zu haben. Wenn ich bewusst ihm die sogenannte "Stange" gehalten habe, dann doch nicht, damit er sie für sich in seinen Sinne benutzt.

Diese Art der Argumention lasse ich bisher nur beim Betrüger zu.
Und keiner der Betrüger hat es bisher geschafft mir zu erklären, warum der andere, der, der betrogen wurde, Mitschuld hat.
Vielleicht bin ich ja unendlich dämlich. Vielleicht fehlt es an einem Knackpunkt. Vielleicht bin ich unendlich stur? Ich kann immer noch nicht sehen, wo der Betrogene den Betrüger genötigt hat zu betrügen, ihn gezwungen hat zu lügen?
Kann man jemanden zwingen zu lügen? zu betrügen?
Wenn ja, warum macht man das? Wie soll das gehen?
Der, der das tut und kann ist dann wirklich böse. Das sehe ich auch so. Er hat Gewalt über eine Person und möchte sie behalten.
Na gut, wenn das wirlich so sein sollte, sind die Betrüger wirklich zu bemitleiden. Nur leider habe ich da imensen Zweifel.

Immer noch,


wer in der Beziehung unzufrieden ist, soll das sagen.

Mehr fällt mir dazu echt nicht ein.

Das zum Thema Schuld und beide und Hellsehen können und machen und tun und lieben und überhaupt.
Ne, wenn einer nicht will und nichts sagt und sich trotzdem wohlfühlt, weil er nicht anderes kann, vor allem nicht für sich selbst sorgen, dann dem anderen die Schuld bzw. Mitschuld geben? Geht gar nicht.
Woran?

ficus
02.08.2009, 22:36
entwederoder,

ich sprach nicht vom Betrug, sondern vom Zustand einer Beziehung. Da dazu immer zwei gehören, sind beide auch dafür verantwortlich, wie es ihnen in dieser Beziehung geht.

entwederoder
02.08.2009, 22:49
entwederoder,

ich sprach nicht vom Betrug, sondern vom Zustand einer Beziehung. Da dazu immer zwei gehören, sind beide auch dafür verantwortlich, wie es ihnen in dieser Beziehung geht.

Bin wahrscheinlch ziehmlich zielgerichtet. Hilf mir.
Versteh immer noch nicht, was der Betrogene, der alles für die Bezieung getan hat, was er tun konnte, letztlich an "Schuld" auf sich geladen hat.
Hilf mir. Ich möchte es künftig ja besser machen!
Hilf mir, bitte hilf mir. Keine leeren Phrasen.
Sag mir bitte, was man tun soll, um zu verstehen, wenn der andere nicht verstanden werden möchte?
War meine Frage schon die Antwort per se?

Inaktiver User
02.08.2009, 22:57
Bin wahrscheinlch ziehmlich zielgerichtet. Hilf mir.
Versteh immer noch nicht, was der Betrogene, der alles für die Bezieung getan hat, was er tun konnte, letztlich an "Schuld" auf sich geladen hat.
Hilf mir. Ich möchte es künftig ja besser machen!
Hilf mir, bitte hilf mir. Keine leeren Phrasen.
Sag mir bitte, was man tun soll, um zu verstehen, wenn der andere nicht verstanden werden möchte?
War meine Frage schon die Antwort per se?

Ein Betrug hat meist einen Hintergrund. Damit meine ich jetzt einen Betrug im Sinne von Fremdegehen und den im Sinne von Kontrolle und Spionage.

ficus
02.08.2009, 23:01
Bin wahrscheinlch ziehmlich zielgerichtet. Hilf mir.
Versteh immer noch nicht, was der Betrogene, der alles für die Bezieung getan hat, was er tun konnte, letztlich an "Schuld" auf sich geladen hat.
Hilf mir. Ich möchte es künftig ja besser machen!
Hilf mir, bitte hilf mir. Keine leeren Phrasen.
Sag mir bitte, was man tun soll, um zu verstehen, wenn der andere nicht verstanden werden möchte?
War meine Frage schon die Antwort per se?

Warum sprichst du von Schuld? Kommt es darauf an, festzustellen, dass jemand schuldig war am Betrug oder am Scheitern...?
Was gibt es dir, den Betrüger schuldig zu erklären fürs Scheitern einer Beziehung, die - wie gesagt - von zweien geführt wird?
Du willst etwas besser machen? Dann lass die Schuldfrage weg und lebe Beziehung.

themir
02.08.2009, 23:51
Versteh immer noch nicht, was der Betrogene, der alles für die Bezieung getan hat, was er tun konnte, letztlich an "Schuld" auf sich geladen hat.

Hilf mir. Ich möchte es künftig ja besser machen!


Sag mir bitte, was man tun soll, um zu verstehen, wenn der andere nicht verstanden werden möchte?








... wenn der andere nicht will, dass Du bestimmte Infos bekommst und er Dich anlügt, hast Du einfach keine Chance (wenn Du ihm vertraust) ...





:blume:

entwederoder
03.08.2009, 00:12
Warum sprichst du von Schuld? Kommt es darauf an, festzustellen, dass jemand schuldig war am Betrug oder am Scheitern...?
Was gibt es dir, den Betrüger schuldig zu erklären fürs Scheitern einer Beziehung, die - wie gesagt - von zweien geführt wird?
Du willst etwas besser machen? Dann lass die Schuldfrage weg und lebe Beziehung.

Jetzt verteh ich überhaupt nichts mehr.
:pc kaputt:

Immer wird dem Betrogenen um die Ohren gehauen, er hat Schuld, Das er vom (unschuldigen gewzungenen) Betrüger betrogen wurde. Und jetzt kommt du und sagst, egal das ich als Betrogene Schuld (an was auch immer) bin und soll meine Schuld nicht mehr suchen?
Hm, fühle mich mittlerweile so schuldig, das mein Expartner mich betrogen hat (weiß zwar immer noch nicht warum, aber, wenn mann es mir ständig einredet, dass beide Schuld sind, muss ich mich ja schuldig fühlen).
Ich erkläre doch ihn mittlerweile nicht mehr für schuldig.
Woran?
Das ich nicht seinen (wie auch immer gearteten Wünschen entsprochen habe). Selbstverständlich bin ich schuld. Wer sonst? Ich war nicht so (pe....) wie er es wollte. Ich bin Schuld. Ich gebe es echt zu. Schade für die Jahre, die er seine Wünsche außerhäußig befriedigen musste. Unser Geld, ist das wenigste, was er in ...... lassen musste.
Nein, natürlich kommt es nicht darauf an, wer schuldig ist.
Upps. Könnte, ja ich sein. (Siehe vorherI.
Natürlich bin ich am Scheitern schuldig.

Wer sonst.

Keiner?

Klar, Beziehungen gehen einfach kaputt. Einfach so. Trallala, upps, Beziehung kaputt. Klar.

Auf in die nächste.

Hey ficus, unterstell einfach mal schlichtweg, du hast es mit einem Menschen zu tun, der fühlt, denkt und alles was damit zu tun hat.
Kannst du das?

entwederoder
03.08.2009, 00:50
... wenn der andere nicht will, dass Du bestimmte Infos bekommst und er Dich anlügt, hast Du einfach keine Chance (wenn Du ihm vertraust) ...





:blume:

Danke dir themir.
Von dir habe ich nicht erwartet, dass das kommt, auf was ich die ganze Zeit in einem Satz gewartet habe.
Du warst mir gegenüber oft sehr negativ.
Was du hier sagst, war das, was ich die ganze Zeit gemeint habe.

Zum Thema, der Betrogene hat Schuld.
Nö, und nochmals nö, er hat einfach keine Chance.

Liebster Themir, ich danke dir.
Das was ich die ganze Zeit meine ist, keinen Chance, keine Chance.......
tut weh, tut weh, tat weh, tat weh,
vorbei, vorbei,
gut ist, aber endlich jemand, der Worte dafür hat:
Keine Chance............

themir
03.08.2009, 01:08
Du warst mir gegenüber oft sehr negativ.








... nee, das ist wahrscheinlich Deine Empfindung - weshalb auch immer; es war nie meine Absicht :blumengabe: ...

genevieve2
03.08.2009, 07:29
Im Prinzip wäre es ganz einfach:

Ein Partner fühlt sich nicht mehr wohl in der Beziehung: Er spricht die Probleme an.

Sollten sie sich dann nicht lösen lassen, dann trennt man sich.

Dann richten sich beide ihr neues Leben ein und haben irgendwann auch wieder einen neuen Partner.

Das wäre die faire Lösung, die leider sehr selten vorkommt.

Unfair ist es, sich unwohl zu fühlen, dem Partner aber das Gefühl zu vermitteln, alles sei in Ordnung und sich heimlich-still-und-leise eine Nebenbeziehung zu besorgen, die dann die Krücke wird, an der man aus der Ehe humpelt.

Dann fühlt sich der zurückgelassene Partner nämlich wie in die Tonne getreten. Und das hat keiner verdient.

Leider ist die menschliche Feigheit so groß, daß viele ohne "Krücke" nicht gehen, weil sie beides haben wollen, das Nestchen zu hause und das Prickeln woanders.

Ich habe nie verstanden, daß man nicht einfach den Mund aufmacht, wenn einem was nicht passt.

So kann ich dem Betrogenen auch keine "Schuld" zuweisen, er wußte ja nicht, daß was nicht in Ordnung ist.

Ich hatte noch Liebesbriefchen auf dem Kopfkissen liegen, die mir mein Mann schrieb, da hatte er schon seine "Krücke"......ich kann nicht sehen, wie ich da nur etwas hätte ahnen können.

entwederoder.....meine Liebe........es bringt dir nichts, dich zu zermartern mit dem warum und weshalb.......diesen Riesenschritt habe ich mittlerweile getan, mir ist es völlig egal.

Schau auf dich, regle dein Leben, schau nicht zurück, es bringt gar nichts. Die Verletzungen sind am Anfang fürchterlich, irgendwann ziept es nur noch wie eine alte Narbe bei Wetterumschwung.

Und das Leben wird wieder richtig gut.

:blumengabe:

genevieve2

SadLisa
03.08.2009, 10:42
Hallo @genevieve2,

stimmt, Du hast darin Recht, dass angesprochen werden soll, wenn einem in der Beziehung was nicht paßt. Es ist allerdings sehr oft so, dass man nicht richtig greifen kann, was einem nicht paßt. Mir ging es so. Man fühlt, irgendwas ist schief und stimmt ganz und garnicht mehr, man kommt aber nicht drauf, was es ist. Da hilft oft nur reden. Aber wer tut das schon, wenn eigentlich alles stimmt? Man fängt erst an, wenn einer der beiden "ausgebrochen " ist. Auf welche Weise auch immer..

Und der Liebesbrief Deines (Ex?)Mannes zeigt mir, dass seinerseits noch etwas da war, dass ihn dazu veranlaßt hat. Ein innerer Kampf ( ich will ihn jetzt nicht entschuldigen ).Wenn man darüber nachdenkt, ist dieses Thema Fremdgehen sehr komplex und auch der Betrüger tut diesen Schritt nicht einfach mal eben so. Jedenfalls in den wenigsten Fällen.

Allerdings ist es richtig, dass der Betrogene der Ohnmächtige ist. Es ist sehr, sehr schlimm, wenn man nicht reagieren kann. Beim Betrügen kommt es nicht Stück für Stück, damit man sich wappnen kann, sondern es erfolgt gleich der Schlag in die Magengrube. Ich ziehe den Hut vor allen, die dies verarbeiten konnten.

ficus
03.08.2009, 10:53
Jetzt verteh ich überhaupt nichts mehr.
:pc kaputt:

Immer wird dem Betrogenen um die Ohren gehauen, er hat Schuld, ,
...
Hey ficus, unterstell einfach mal schlichtweg, du hast es mit einem Menschen zu tun, der fühlt, denkt und alles was damit zu tun hat.
Kannst du das?

Keine Ahnung, was du mit "immer" meinst. Ich unterstell dir nicht, das du am Betrug deines Partners schuldig bist.

Du denkst selbst "immer" und "nur" an Schuld, wenn es um die Aufarbeitung deiner Ex-Beziehung geht. Dass es auch andere Gründe geben könnte als schuldhaftes Fehlverhalten, kommt dir nicht ins Blickfeld.

Dieclou
03.08.2009, 10:59
Liebe Entwederoder,

mir tut es einfach sehr leid, zu sehen, wie Du Dich quälst. Du bist noch lange nicht soweit, Dich mit den Ursachen Deiner Situation auseinanderzusetzen. Aber sag mal selbst: Was nützt Dir das Wissen darum, dass ER der Betrüger ist und Du keine Chance hattest, es zu wissen? Welche Auswirkungen hat dieses Wissen darum, dass Du mit der Vergangenheit irgendwie leben musst?

Du hast weiter oben geschrieben, er habe das aus Dir gemacht. Das trifft aber nicht zu. DU bist diejenige, die keinen Schritt weiterkommt. Dich nur mit der Schuldfrage zu befassen, und damit mit ihm, und das über eine so lange Zeit, ist Deine Entscheidung. Damit gibst Du ihm aktiv die Macht über Dich.

Er hat Dich betrogen, Dir Dein Vertrauen geraubt. Das ist zweifelsohne richtig. Aber Du bist diejenige, die das nicht aufarbeiten will. Ein Betrug verletzt jeden. Aber nicht jeder wird dadurch so tief in die Prüfung des eigenen Selbst geschmissen, wie es bei Dir der Fall ist. Das passiert nur, wenn da schon vorher viel im Argen lag. Und da weiß ich selbst sehr genau, wovon ich rede. Dass Du Deinem Bauchgefühl so derart misstraut hast, dass Du lieber Beweise gesucht hast, als die Anzeichen ernst zu nehmen, spricht dafür.

Daher nochmal mein Rat, zu Deinem eigenen Besten: Geh die Auseinandersetzung konstruktiver an. Diese Wunde wird sonst niemals zur Narbe, weil sie immer und immer wieder blutig gekratzt wird. Von Dir.

Beste Grüße
Babette

Inaktiver User
03.08.2009, 16:15
Liebe entwederoder,

Einige Antworten hast du in der Zwischenzeit ja bekommen.

Zum Thema Feigheit: Ich denke, dass es hier sehr oft nicht um Feigheit geht. Die Beziehung passt nicht. Irgendetwas stimmt nicht, ohne dass man es genauer benennen könnte. Aber es gibt so vieles, was man trotzdem schön findet. Die gemeinsamen Kinder, die gemeinsamen Freunde, das ganze gemeinsame Leben, dass man sich aufgebaut hat. Der Partner ist einem trotz allem so sehr vertraut. Es gibt gemeinsame Erinnerungen.
--- und trotzdem, etwas passt nicht, und langsam wird man immer unzufriedener und fragt sich wahrscheinlich oft selber, was fehlt mir denn, ist doch eh alles super. Und dann trifft man einen anderen Menschen, der einen total fasziniert, in das lässt man sich dann einfach mal reinfallen, misstraut der Sache aber, ist es das wert? Ja? Nein?
Wenn ich es ihr/ihm sage, dann verlässt sie/er mich vielleicht, möchte ich das? oder beende ich das?
und so drehen sich die Gedanken im Kreis.
Könnte mir vorstellen, dass es auch oft so wie grad beschrieben ist. Ist er/sie da wirklich feige?
Wie redet ihr denn über jemanden, der gleich alles hinschmeisst? Lest mal die entsprechenden Threads.

Was ich sagen will, ist, dass es eben nicht immer so einfach ist mit der Rollenverteilung Betrüger = Unhold - Betrogener = Heiliger

Vll hat ja auch einfach niemand Schuld am Scheitern der Beziehung. Dinge verändern sich. Menschen verändern sich. Veränderung tut erst mal weh. Altes Vertrautes wird aufgegeben und bis das Neue da ist entsteht eine Leere.

Damit meine ich jetzt nicht, dass jede Beziehung gleich auf den "Misthaufen" geworfen werden soll. Ich hab selbst 10 Jahre an meiner Beziehung gearbeitet. Leider erfolglos.
Was ich meine ist, dass Manches eben einfach so ist wie es ist, ohne dass einer Schuld hat und ohne, dass wir gefragt werden, ob und das jetzt gefällt oder nicht.
Und um den Aufschrei - den ich vermute - gleich mal vorweg zu nehmen. Nein, ich denke nicht, dass das ein einfacher Standpunkt ist. Ganz im Gegenteil, es ist unendlich schwer, Dinge einfach auch mal als gegeben hinzunehmen. So wie die Luft, die wir atmen und wie die Zeit die vergeht, gleich ob wir das wollen oder nicht.

Liebe ändert sich, Menschen ändern sich, Umstände ändern sich. Alles ist im fluss und wir können es nur bedingt beeinflussen.

lg, Lm

Siemonie
03.08.2009, 16:51
Betrügen und Betrogenwerden ist doch hier gar nicht das Thema, und auch nicht, wer daran "schuld" ist, dass es zum Betrug kam.

Es geht doch darum, dass derjenige, der unzufrieden in der Beziehung ist (oder manchmal auch nicht), dieses nicht mit dem Partner kommuniziert, sondern den bequemeren Weg wählt und sich seine Defizite heimlich anderweitig beseitigen lässt.

Um weder das eine noch das andere lassen zu müssen, wird der Partner belogen und im Glauben gelassen, es sei alles in Ordnung. Selbst auf Nachfrage des verunsicherten Partners wird jegliche Unzufriedenheit genauso vehement abgestritten wie der erfolgte oder noch im Gange befindliche Betrug.

Ich habe volles Verständnis dafür, dass man, im Konflikt zwischen dem, was kommuniziert wird, und dem, was man fühlt, sich Gewissheit verschafft. Jeder der beiden Partner hat das Recht, über wesentliche, existenzielle Dinge in der Ehe informiert zu sein, um gegebenenfalls handeln zu können. Wenn der lügende, betrügende Teil des Paares dieses Recht des anderen missachtet, ist es für mich legitim, sich die Informationen anderweitig zu beschaffen.

ficus
03.08.2009, 17:22
Betrügen und Betrogenwerden ist doch hier gar nicht das Thema, und auch nicht, wer daran "schuld" ist, dass es zum Betrug kam.

Es geht doch darum, dass derjenige, der unzufrieden in der Beziehung ist (oder manchmal auch nicht), dieses nicht mit dem Partner kommuniziert, sondern den bequemeren Weg wählt und sich seine Defizite heimlich anderweitig beseitigen lässt.

Um weder das eine noch das andere lassen zu müssen, wird der Partner belogen und im Glauben gelassen, es sei alles in Ordnung. Selbst auf Nachfrage des verunsicherten Partners wird jegliche Unzufriedenheit genauso vehement abgestritten wie der erfolgte oder noch im Gange befindliche Betrug.

Ich habe volles Verständnis dafür, dass man, im Konflikt zwischen dem, was kommuniziert wird, und dem, was man fühlt, sich Gewissheit verschafft. Jeder der beiden Partner hat das Recht, über wesentliche, existenzielle Dinge in der Ehe informiert zu sein, um gegebenenfalls handeln zu können. Wenn der lügende, betrügende Teil des Paares dieses Recht des anderen missachtet, ist es für mich legitim, sich die Informationen anderweitig zu beschaffen.


Hallo simonie,
was du schreibst, ist voller Schuldzuweisungen. Der Betrügende kommuniziert nicht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass keinem der beiden aufgefallen sein sollte, in welch schlechtem Zustand sich die Beziehung befindet, längst bevor es zum Betrug kommt. Da dürften einige Gespräche stattgefunden haben. die Frage ist halt, ob sie gelungen sind oder ob man auch bei der Gelegenheit aneinander vorbei redete.

Ich glaube, kein Betrügender macht sich die Sache leicht. Leaveme, dieclou und andere haben darauf hingewiesen, es ist keineswegs nur schön und bequem, fremdzugehen.

Und wenn der Betrügende nicht redet, willst du dir die entsprechenden Informationen anderweitig beschaffen, ähm, wodurch? Kommt dann die "Wanze" zum Einsatz oder der Detektiv oder die Handykontrolle?

Bevor ich so etwas anfangen würde, wäre für mich längst Schluß. Ich würde mich trennen, wenn ich so misstrauisch wäre.

meikeline
03.08.2009, 17:31
Einige Antworten hast du in der Zwischenzeit ja bekommen.


entwederoder, du hast in deinen eigenen Strängen schon Hunderte von Antworten auf genau diese Fragen bekommen. Ich habe das Gefühl, du trittst immer noch auf exakt der gleichen Stelle wie vor einem Jahr. Hast du dir in der Zwischenzeit professionelle Hilfe gesucht, um deine Ehe und die Trennung zu verarbeiten?

Siemonie
03.08.2009, 18:13
Hallo simonie,
was du schreibst, ist voller Schuldzuweisungen. Der Betrügende kommuniziert nicht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass keinem der beiden aufgefallen sein sollte, in welch schlechtem Zustand sich die Beziehung befindet, längst bevor es zum Betrug kommt. Da dürften einige Gespräche stattgefunden haben. die Frage ist halt, ob sie gelungen sind oder ob man auch bei der Gelegenheit aneinander vorbei redete.

Ich glaube, kein Betrügender macht sich die Sache leicht. Leaveme, dieclou und andere haben darauf hingewiesen, es ist keineswegs nur schön und bequem, fremdzugehen.

Und wenn der Betrügende nicht redet, willst du dir die entsprechenden Informationen anderweitig beschaffen, ähm, wodurch? Kommt dann die "Wanze" zum Einsatz oder der Detektiv oder die Handykontrolle?

Bevor ich so etwas anfangen würde, wäre für mich längst Schluß. Ich würde mich trennen, wenn ich so misstrauisch wäre.

Hallo ficus,

ich bin nicht dafür, in Beziehungen von "Schuld" zu reden, demzufolge verteile ich keine Schuldzuweisungen. Das interpretierst du. Ich rede lieber von Verantwortung...

Durchaus wahrscheinlich, dass im Vorfeld eines Seitensprungs oder einer Affäre Gespräche stattgefunden haben; kaum eine Ehe oder länger dauernde Beziehung verläuft ohne Tiefs und Enttäuschungen oder Frust.

Im besten Fall versucht man gemeinsam, etwas zu ändern; im zweitbesten Fall trennt man sich einvernehmlich, wenn es keine gemeinsame Basis mehr gibt; im schlechtesten Fall lässt ein Partner dem anderen im unklaren über sein Handeln und geht heimlich fremd.... DAS entscheidende Gespräch, und darum geht es mir, findet NICHT statt. Stattdessen wird gelogen und dem Partner die Chance genommen, selbst zu entscheiden, ob er diese Ehe unter diesen Umständen weiterführen will.

Es ist ziemlich theoretisch, zu sagen, man trennt sich, wenn man "nur" misstrauisch ist. Wenn Kinder, langjährige Ehe, gemeinsames Haus etc. pp. mit "dranhängen", braucht es im allgemeinen mehr als einen mehr oder weniger deutlichen Verdacht, um solch einen gravierenden Schritt zu tun. Dazu muss man schon Gewissheit haben - und wenn die von einer Seite verweigert wird, muss man sich eben selbst helfen. Der erste "Verstoß" gegen die Fairness kommt in diesem Fall vom Lügner.

Da spielt der Betrug an sich gar keine Rolle, sondern das Verschweigen entscheidender Fakten.

Wenn meine Interessen in einer Beziehung missachtet werden, dann habe ich das Recht, mich kundig zu machen, in welcher Weise ich davon tangiert werde. Wenn ein Partner beispielsweise eine Erbkrankheit oder voreheliche Kinder oder was auch immer absichtlich verschweigen würde und auch auf Nachfrage abstreiten würde, andererseits aber Anhaltspunkte dafür vorliegen - darf man da nicht nachforschen? Und nichts anderes gilt bei einem Betrug, wenn man nicht einvernehmlich eine offene Ehe beschlossen hat.

"Wanzen" gehen mir persönlich zu weit, umfassende Kontrolle auch. Nicht aber zielgerichtetes Verifizieren handfester Verdachtsmomente.

Madiba
03.08.2009, 18:33
"Wanzen" gehen mir persönlich zu weit, umfassende Kontrolle auch. Nicht aber zielgerichtetes Verifizieren handfester Verdachtsmomente.

Nur was, wenn die "handfesten Verdachtsmomente" eben unklar bleiben?
Und das bleiben sie sehr oft.
Zählt eine Mail mit dem Inhalt "Ich vermisse Dich" zur Kategorie handfest?

Und was ist, wenn Du rein gar nichts findest?
Ist dann wieder alles in Butter?

Siemonie
03.08.2009, 18:50
Nur was, wenn die "handfesten Verdachtsmomente" eben unklar bleiben?
Und das bleiben sie sehr oft.
Zählt eine Mail mit dem Inhalt "Ich vermisse Dich" zur Kategorie handfest?

Und was ist, wenn Du rein gar nichts findest?
Ist dann wieder alles in Butter?

Wir reden hier ja nicht von paranoiden Kontrollfreaks, die sich ständig vergewissern müssen, dass ihr Partner treu ist. Das ist krankhaft und nicht zu tolerieren, sondern das ist behandlungsbedürftig und der Partner nur zu bedauern.

Nein, es geht hier doch um Frauen, die tatsächlich betrogen wurden und dies erst selbst herausfinden mussten, weil ihnen die Offenheit und Ehrlichkeit verweigert wurde.

Die nicht grundlos misstrauisch wurden, denen aber auf konkrete Nachfragen immer weitere Lügen aufgetischt wurden. Irgendwann, nach vielen Ungereimtheiten und schwer nachvollziehbaren Erklärungen und Ausflüchten verdichtet sich der Anfangsverdacht zur hochgradigen Wahrscheinlichkeit - und dann ist der Punkt erreicht, dass man Gewissheit braucht, um handeln zu können.

Madiba
03.08.2009, 18:57
Wir reden hier ja nicht von paranoiden Kontrollfreaks, die sich ständig vergewissern müssen, dass ihr Partner treu ist. Das ist krankhaft und nicht zu tolerieren, sondern das ist behandlungsbedürftig und der Partner nur zu bedauern.

Nein, es geht hier doch um Frauen, die tatsächlich betrogen wurden und dies erst selbst herausfinden mussten, weil ihnen die Offenheit und Ehrlichkeit verweigert wurde.

Die nicht grundlos misstrauisch wurden, denen aber auf konkrete Nachfragen immer weitere Lügen aufgetischt wurden. Irgendwann, nach vielen Ungereimtheiten und schwer nachvollziehbaren Erklärungen und Ausflüchten verdichtet sich der Anfangsverdacht zur hochgradigen Wahrscheinlichkeit - und dann ist der Punkt erreicht, dass man Gewissheit braucht, um handeln zu können.
Und dann braucht es das noch? :blumengabe:
Ist die Beziehung, wenn es soweit ist, nicht eh schon in der Tonne?

Dieclou
03.08.2009, 19:10
Liebe Siemonie,

was den Durst anbelangt, sagen Ärzte, dass man nicht erst trinken soll, wenn er kommt, also der Durst, sondern dass das bereits ein Zeichen dafür ist, dass der Körper austrocknet. So ähnlich verhält es sich mit der Kommunikation in der Ehe. Sie muss immer da sein, nicht erst dann, wenn einer unzufrieden ist - damit keiner unzufrieden ist, oder der Zustand im Anfangsstadium aufgefangen werden kann.

Im Prinzip steht der Satz "wer unzufrieden ist, muss was sagen" für alles, was ich meine. Denn er sagt:

1. Kommunikation ist im Ideal- wie Normallfall überflüssig, kommunizieren muss man nur, wenn es eine Krise gibt. Das heißt im Umkehrschluss: Wer kommuniziert, räumt ein, dass es eine Krise gibt. Das ist im Bewusstsein vieler Menschen verankert und ein gewichtiger Grund dafür, dass im Zweifelsfall eben keine Kommunikation eintritt. Wer aber Krisenkommunikation betreiben will, muss generell in Kommunikation einigermaßen geübt sein. Die Folgen des Ausbleibens sind vielfältig: Derjenige, der spürt, dass etwas nicht stimmt, aber das für sich vielleicht gar nicht so benennen kann, ist unsicher, hat keine Ahnung, wie der Partner reagieren wird und wo der Partner und damit die Ehe eigentlich stehen. Also hält er die Klappe.

Der Partner wiederum reagiert mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mit einer großen Abwehr und Unverständnis, weil er sich persönlich angegriffen fühlt, weil doch alles super ist, und der Partner der einzige, der ein Problem hat, weil doch am Ende die Gesamtrechnung (Haus+Kinder+Vertrautheit) die Nachteile deutlich überwiegt. Und solange das so ist: Lieber deckeln, bloß nicht am Sprengstoff rühren. Der könnte ja hochgehen. Ich finde, das liest man hier sehr oft, auch und gerade in den Geschichten von Betrogenen/Verlassenen.

Und jetzt, meine liebe Siemonie, schreib mir doch bitte mal auf, wie Du Dir unter diesen Bedingungen einen Dialog vorstellst, wenn zu den Grundproblemen auch noch eine dritte Person hinzukommt, die Krise also nicht nur in aller Deutlichkeit herausgearbeitet, sondern noch verschärft wird?! Wie sieht es Deiner Meinung nach aus, das ENTSCHEIDENDE Gespräch? Ist da die Trennungsdrohung enthalten? Droht man damit nicht erst, wenn man die Trennung tatsächlich einkalkuliert? Und könnte es an der Stelle nicht vielleicht schon ein klitzekleines bisschen zu spät sein?

2. Der Satz determiniert eine Bringeschuld. Das klingt in meinen Augen wenig liebevoll. Bei Menschen, die mir wichtig sind, will ich einfach WISSEN (und zwar als grundsätzliches Wissen), dass es ihnen gut geht. Weil ich gerne aktiv vermeiden möchte, dass der andere sich mit mir nicht wohl fühlt. Das schließt den Satz aber aus. Es ist mir unbegreiflich, wieso der in so vielen Ehen, wo der Partner doch mindestens einer der wichtigsten Menschen sein sollte, trotzdem steht.

Im Prinizip, und das sage ich mit aller Deutlichkeit, kann man einer Ehefrau, die ernsthaft glaubt, solange keiner was sagt, ist alles okay, und wenn auch alle anderen Ehen an Sexlosigkeit scheitern, ihr Mann ist der einzige, der seine Libido mit Anfang 40 an den Nagel hängt, nur herzlich den Seitensprung des Partners wünschen. Das ist nämlich oftmals die einzige Botschaft, die ausreicht, um der Dame klarzumachen, dass das Leben ein bisschen anders abläuft, als sie es sich in ihrem Reihenhausidyll ausmalt. Es gibt viele Schreiberinnen hier, die den Seitensprung nach vielen Schmerzen auch als Chance begriffen haben - und die sehr offen einräumen können, dass es tatsächlich der einzige Weg war, zur Kenntnis zu nehmen, dass da etwas gewaltig schief läuft.

Man kann sich aber auch ewig an dem im Prinzip kinderleicht zu konstatierenden Fakt aufhalten, dass der Partner mit dem Seitensprung Vertrauen gebrochen hat. Aber jemand, der trotz des nicht zu übersehenden Ausmaßes der Unstimmigkeiten weiter als bis zu diesem Fakt gar nicht schauen will, der hätte auch ohne Seitensprung nicht begriffen, wie vieles in der Ehe schief läuft. Da hätte der andere quasseln können, so viel er will.

Beste Grüße
Babette

Siemonie
03.08.2009, 19:43
Drücke ich mich wirklich so undeutlich und unverständlich aus?

Mir geht es nicht ums Fremdgehen, nicht um Illusionen und Wunschvorstellungen des einen oder des anderen Partners, nicht um Gründe oder Nicht-Gründe einer Affäre - es geht mir um nichts mehr und nichts weniger als um die Lüge.

Jeder Fall liegt anders, die Gründe, die zum Fremdgehen führen, sind so vielfältig wie die beteiligten Individueen. Von daher verbietet es sich schon, zu verallgemeinern.

Aber - warum wird der Betrug verschwiegen und der Partner angelogen, mit der (beabsichtigten!) Folge, dass dieser im unklaren bleibt und nicht reagieren kann? Warum die Lüge, wenn man doch glaubt, für die Affäre oder den Seitensprung berechtigte Gründe zu haben? Sieht so der Umgang mit einem Menschen aus, dessen Wohl einem doch am Herzen liegen sollte?

Könntest du mir das mal beantworten? Nochmal - es geht nicht ums Fremdgehen, sondern ausschließlich ums Verschweigen desselben.

Catiana
03.08.2009, 19:52
Aber - warum wird der Betrug verschwiegen und der Partner angelogen, mit der (beabsichtigten!) Folge, dass dieser im unklaren bleibt und nicht reagieren kann? Warum die Lüge, wenn man doch glaubt, für die Affäre oder den Seitensprung berechtigte Gründe zu haben? Sieht so der Umgang mit einem Menschen aus, dessen Wohl einem doch am Herzen liegen sollte?



Macht es wirklich Sinn, einen Betrug zu beichten? Wenn es wirklich nur ein einmaliger Ausrutscher war, ist es mit Sicherheit für die Partnerschaft besser, es nicht zu beichten. Ich könnte mir vorstellen, dass eine solche Beichte der Beziehung mehr schadet als nützt.

Dieclou
03.08.2009, 20:16
Na, das steht doch da: Weil es anstrengend ist, im verwilderten, weil ungenutzten Kommunikationsfeld mit der Machete einen Weg freizuhauen. Wenn es da aber wenigstens schon einen Trampelpfad geben würde....

Das ist meine These: Da, wo über Seitensprünge gelogen wird, war die Kommunikation auch vorher schon nicht gut.

Das macht das Lügen nicht moralisch legitim, keineswegs. Und natürlich gibt es Menschen, bei denen ist das Lügen eine grundsätzliche Charakterdisposition. Aber bei einem Mindestmaß an Nähe fällt auch das nicht erst nach 10 oder 20 Jahren auf.

Daher die Schlussfolgerung: Wer schnüffeln muss, will sich nur einfach nicht eingestehen, dass seine Beziehung ein kommunikatives Desaster ist. Dass diese Tatsache allein dann kein Trennungsgrund ist, sondern eine vermeintlich "harte" Ursache her muss, bestätigt meine These eher, als dass es sie widerlegt.

ficus
03.08.2009, 20:41
Drücke ich mich wirklich so undeutlich und unverständlich aus?

Mir geht es nicht ums Fremdgehen, nicht um Illusionen und Wunschvorstellungen des einen oder des anderen Partners, nicht um Gründe oder Nicht-Gründe einer Affäre - es geht mir um nichts mehr und nichts weniger als um die Lüge.

Jeder Fall liegt anders, die Gründe, die zum Fremdgehen führen, sind so vielfältig wie die beteiligten Individueen. Von daher verbietet es sich schon, zu verallgemeinern.

Aber - warum wird der Betrug verschwiegen und der Partner angelogen, mit der (beabsichtigten!) Folge, dass dieser im unklaren bleibt und nicht reagieren kann? Warum die Lüge, wenn man doch glaubt, für die Affäre oder den Seitensprung berechtigte Gründe zu haben? Sieht so der Umgang mit einem Menschen aus, dessen Wohl einem doch am Herzen liegen sollte?

Könntest du mir das mal beantworten? Nochmal - es geht nicht ums Fremdgehen, sondern ausschließlich ums Verschweigen desselben.

Wo fängt für dich die Lüge in einer Beziehung an?

Ist es z.B. Lüge, zu sagen, ich liebe dich, obwohl man nur wegen Kinder, Haus und Vertrautheit zusammen ist?

Wieviel Unwahrhaftigkeit gibt es in Partnerschaften, die nach außen gut zu funktionieren scheinen, weil die beiden ach so viel verbindet, doch schaut man genauer hin, ist die Beziehung hohl und marode.

Und wer lügt in solchen Fällen?

Es kostet Überwindung da genauer hinzusehen, weil oft viel auf dem Spiel steht, deshalb lügen und betrügen zahlreiche Partner innerhalb ihrer Beziehung ohne nach außen fremdzugehen.

Wenn es dann tatsächlich zum Fremdgang kommt, ist das oft ein wichtiger Schritt zur Wahrheit. Erst dann merken viele, was los ist. Oft ist es dann zu spät. Auf jeden Fall ist es zu spät, wenn jetzt nach Schuld oder Verantwortung gesucht wird. Die hatte man all die Jahre einer Beziehung hindurch. Wenn man nicht merkt oder nicht merken will, was los ist, braucht man sich auch nicht wundern, wenn es zu Ende geht.

Betrug kennt viele Formen. Ihn auf den Seitensprung zu begrenzen, ist recht einseitig und schützt vor einer tieferen Auseinandersetzung mit der Beziehunsggeschichte.

ficus
03.08.2009, 20:47
Das ist meine These: Da, wo über Seitensprünge gelogen wird, war die Kommunikation auch vorher schon nicht gut.



yupp:allesok:

Inaktiver User
03.08.2009, 21:27
Die nicht grundlos misstrauisch wurden, denen aber auf konkrete Nachfragen immer weitere Lügen aufgetischt wurden. Irgendwann, nach vielen Ungereimtheiten und schwer nachvollziehbaren Erklärungen und Ausflüchten verdichtet sich der Anfangsverdacht zur hochgradigen Wahrscheinlichkeit - und dann ist der Punkt erreicht, dass man Gewissheit braucht, um handeln zu können.
Simonie,

wenn du weißt, dass dein Misstrauen einen Grund hat und dass du belogen wirst, hast du bereits den Beweis in der Hand, den du durch die Spionage zu bekommen erhoffst.

Mein Ex glaubte auch, dass sein Misstrauen in mich total gerechtfertigt war. Und er war sich sicher, dass ich ihn belogen hatte. Er fand Ungereimtheiten- und er spionierte mich aus.

Blöd für ihn war, dass er nichts, absolut gar nichts gefunden hat. Blöd für mich war, dass gegen meinen Willen mein Innerstes nach Außen gekrempelt wurde. Ich weiß nicht, ob du eine Vorstellung davon hast, wie sich das anfühlt.

Ich hab ihn nie betrogen- das weiß er jetzt auch. Bringt ihm nur nichts mehr, weil er menschlich bei mir auf ganzer Linie verloren hat und ich Verachtung für das empfinde, was er getan hat.

Und nun erzähl mir bitte nichts von Fällen, in denen der Verdacht wirklich begründet ist. Davon ging mein Ex bei mir auch aus. Er fand sich weder krank, noch hat er sich im Unrecht gesehen.

Bei solch einem Spiel kann es meiner Meinung nach keine Gewinner geben. Aber vielleicht muss die Erfahrung ja der ein oder andere erst selbst machen, um das erkennen zu können.

Inaktiver User
03.08.2009, 21:29
Simonie,

wenn du weißt, dass dein Misstrauen einen Grund hat und dass du belogen wirst, hast du bereits den Beweis in der Hand, den du durch die Spionage zu bekommen erhoffst.

Mein Ex glaubte auch, dass sein Misstrauen in mich total gerechtfertigt war. Und er war sich sicher, dass ich ihn belogen hatte. Er fand Ungereimtheiten- und er spionierte mich aus.

Blöd für ihn war, dass er nichts, absolut gar nichts gefunden hat. Blöd für mich war, dass gegen meinen Willen mein Innerstes nach Außen gekrempelt wurde. Ich weiß nicht, ob du eine Vorstellung davon hast, wie sich das anfühlt.

Ich hab ihn nie betrogen- das weiß er jetzt auch. Bringt ihm nur nichts mehr, weil er menschlich bei mir auf ganzer Linie verloren hat und ich Verachtung für das empfinde, was er getan hat.

Und nun erzähl mir bitte nichts von Fällen, in denen der Verdacht wirklich begründet ist. Davon ging mein Ex bei mir auch aus. Er fand sich weder krank, noch hat er sich im Unrecht gesehen.

Bei solch einem Spiel kann es meiner Meinung nach keine Gewinner geben. Aber vielleicht muss die Erfahrung ja der ein oder andere erst selbst machen, um das erkennen zu können.

Leider musste ich da ähnliche Erfahrungen machen wie Du. :knatsch::blumengabe:

genevieve2
03.08.2009, 22:45
Ich finde, alles was Babette schreibt hat Hand und Fuß, und ich würde es blind unterschreiben, wenn ich nicht meine eigenen Erlebnisse gehabt hätte.

Einen zärtlichen Ehemann, der zwar viel arbeitete, aber wenn er da war, zugewandt, liebevoll und engagiert war. Wir haben unheimlich viel zusammen gelacht, haben gemeinsame Aktivitäten gehabt, im Bett war viel Phantasie bis zum letzten Tag.

Er war ein engagierter Vater ebenfalls bis zum letzten Tag.

Und auf einmal - wie Jekyll and Hyde - war alles vorbei.....er wurde eiskalt, sagte, er hätte mich nie geliebt, die andere sei seine große Liebe......es traf mich komplett unvorbereitet. Die Kinder waren ebenfalls fassungslos, weil ihnen die gleiche eiskalte Haltung entgegengebracht wurde.

Da kann man wirklich nichts machen, das "hätte man nicht kommen sehen KÖNNEN", weil es nicht mal den Ansatz eines Indizes gab.

Aber selbst wenn es das gegeben hätte - und hier komme ich zum Ausgangsthema zurück - ich hätte nicht geschnüffelt oder Handys gefilzt. Nicht aus moralischen Gründen, ich bin eine pragmatische Katholikin, ich verzeihe mir Unmoralitäten recht schnell...Selbst-Absolution liegt mir im Blut:smile:....einfach, weil ich dieses "Was du nicht willst, das man dir tu......." tief in mir drin verankert habe. Und die Vorstellung, daß einer hinter mir herspioniert, erweckt einen solchen Ekel in mir, das finde ich würdelos.

Ich habe ja damals noch einige Wochen um diesen Eisklotz gekämpft, heute würde ich sagen: Egal warum, egal wer "schuld" ist.....wenn ich betrogen werde, ist die Beziehung zu Ende, unwiderruflich. Weil ich denke, wenn da einmal der Riss da ist, ist das entweder gar nicht zu kitten oder nur mit einer solchen Kraftanstrengung, die Jahre meines Lebens kosten würde. Und diese Jahre schenke ich keinem.....das sind nämlich meine Jahre.

genevieve2

Siemonie
03.08.2009, 23:02
Simonie,

wenn du weißt, dass dein Misstrauen einen Grund hat und dass du belogen wirst, hast du bereits den Beweis in der Hand, den du durch die Spionage zu bekommen erhoffst.

Ich rede eben nicht von Wissen, sondern von Befürchtung, Verdacht, Vermutung. Die letzte Gewissheit fehlt, weil der Partner wirklich alles daran setzt, diese Befürchtungen zu zerstreuen.

Warum tut er das? Warum lügt er, wenn er sich doch zum Seitensprung berechtigt fühlt, weil der betrogene Partner seinen Ansprüchen nicht genügt, sich fehlverhalten hat oder was auch immer, also quasi die Ursache für den Betrug selbst zu verantworten hat? Ich warte immer noch auf eine klare Antwort, weshalb ihr genau diese Lüge ständig relativiert, meistens mit dem Hinweis auf vermeintlich vorausgegangene Verfehlungen des Betrogenen.


Mein Ex glaubte auch, dass sein Misstrauen in mich total gerechtfertigt war. Und er war sich sicher, dass ich ihn belogen hatte. Er fand Ungereimtheiten- und er spionierte mich aus.

Blöd für ihn war, dass er nichts, absolut gar nichts gefunden hat. Blöd für mich war, dass gegen meinen Willen mein Innerstes nach Außen gekrempelt wurde. Ich weiß nicht, ob du eine Vorstellung davon hast, wie sich das anfühlt.

Ich weiß nicht, ob du eine Vorstellung davon hast, wie es sich anfühlt, wenn man erfährt, dass man jahrelang betrogen und belogen wurde? Wenn man auf Treue und Ehrlichkeit vertraut hat, bei Ungereimtheiten das Gespräch gesucht hat und im Vertrauen auf menschlichen Anstand geglaubt hat, was einem gesagt wurde? Und dann feststellt, dass einem glatt ins Gesicht gelogen wurde, ohne dass man eine Chance hatte, die Wahrheit zu erfahren...

Muss man seinem Partner das antun? Und ich meine wiederum nicht den Betrug, sondern das Lügen und Leugnen...DAS hat niemand verdient, selbst wenn der Betrogene selbst die Ursachen für den Betrug gesetzt haben sollte. Immerhin war sich der andere darüber im klaren und konnte reagieren. Diese Möglichkeit wird aber dem Belogenen verwehrt.


Und nun erzähl mir bitte nichts von Fällen, in denen der Verdacht wirklich begründet ist. Davon ging mein Ex bei mir auch aus. Er fand sich weder krank, noch hat er sich im Unrecht gesehen.

Die Bri-Com ist voll von diesen Fällen, in denen der Verdacht begründet war....


Bei solch einem Spiel kann es meiner Meinung nach keine Gewinner geben. Aber vielleicht muss die Erfahrung ja der ein oder andere erst selbst machen, um das erkennen zu können.

Nein, Gewinner gibt es keine. Es gibt nur solche, die agieren und solche, denen es verwehrt wird, darauf zu reagieren, weil man sie im unklaren lässt.

Inaktiver User
03.08.2009, 23:21
Ich rede eben nicht von Wissen, sondern von Befürchtung, Verdacht, Vermutung. Die letzte Gewissheit fehlt, weil der Partner wirklich alles daran setzt, diese Befürchtungen zu zerstreuen.


Wenn ich mich wirklich unwohl, betrogen und nicht ernst genommen fühle, dann sollte das doch ausreichen.



Warum tut er das? Warum lügt er, wenn er sich doch zum Seitensprung berechtigt fühlt, weil der betrogene Partner seinen Ansprüchen nicht genügt, sich fehlverhalten hat oder was auch immer, also quasi die Ursache für den Betrug selbst zu verantworten hat? Ich warte immer noch auf eine klare Antwort, weshalb ihr genau diese Lüge ständig relativiert, meistens mit dem Hinweis auf vermeintlich vorausgegangene Verfehlungen des Betrogenen.


Ein "warum" wird man durch Schnüffeln nicht rausbekommen. Ich relativiere ganz sicher nicht den Betrug und sage auch nicht, dass die Betrogenen an allem schuld sind. Wenn allerdings eine vermeindlich Betrogene anfängt zu schnüffeln, dann hört eben mein Verständnis auf.



Ich weiß nicht, ob du eine Vorstellung davon hast, wie es sich anfühlt, wenn man erfährt, dass man jahrelang betrogen und belogen wurde? Wenn man auf Treue und Ehrlichkeit vertraut hat, bei Ungereimtheiten das Gespräch gesucht hat und im Vertrauen auf menschlichen Anstand geglaubt hat, was einem gesagt wurde? Und dann feststellt, dass einem glatt ins Gesicht gelogen wurde, ohne dass man eine Chance hatte, die Wahrheit zu erfahren...


Ich weiss nicht, ob Du eine Vorstellung davon hast, wie es ich anfühlt, wenn man erfährt, dass man ausspioniert, verfolgt und gefilzt wurde. Wenn man auf Treue und Ehrlichkeit vertraut hat, immer offen war und einem gesagt wurde, man würde vertrauen. Und dann feststellt, dass Mailaccounts geknackt, private Post geöffnet, Sms gelesen wurde, dass man bei Treffen mit Freunden verfolgt wurde... ohne eine Grund dafür zu liefern..



Muss man seinem Partner das antun? Und ich meine wiederum nicht den Betrug, sondern das Lügen und Leugnen...DAS hat niemand verdient, selbst wenn der Betrogene selbst die Ursachen für den Betrug gesetzt haben sollte. Immerhin war sich der andere darüber im klaren und konnte reagieren. Diese Möglichkeit wird aber dem Belogenen verwehrt.


Muss man seinem Partner das antun? Ich hatte auch keine Möglichkeit mich gegen das Schnüffeln und das Verfolgen zu wehren. Mein Ex hat mein ganzes Privatleben systematisch durchforscht. Noch so private Mails, die ich mit Freundinnen geschrieben habe, in denen sie mir private Dinge verraten haben etc. hat er einfach gelesen.




Die Bri-Com ist voll von diesen Fällen, in denen der Verdacht begründet war....


Und selbst wenn es in 80% der Fälle so wäre, ich finde Schnüffeln einen eben so gravierenden Vertrauensmissbrauch.



Nein, Gewinner gibt es keine. Es gibt nur solche, die agieren und solche, denen es verwehrt wird, darauf zu reagieren, weil man sie im unklaren lässt.

Wie Du meinst. Ich werde def. nie schnüffeln, weil ich weiss wie schlimm das als Betroffene sein kann.

Dieclou
03.08.2009, 23:31
Siemonie, niemand hat geschrieben, dass es eine Berechtigung dafür gibt, fremdzugehen oder zu lügen. Ich finde jedoch, dass es oft eine ähnliche Dynamik gibt, die zu dieser Situation führt, die man - deren Kenntnis vorausgesetzt - durchbrechen kann. Aber das wolltest Du nicht diskutieren und das finde ich okay.

Der Punkt ist aber, dass ein mittiger Mensch NIEMANDEM mehr traut, als seinem Bauchgefühl. Ein solcher Mensch geht, wenn sein Bauchgefühl ihm beständig morst, dass etwas nicht stimmt und der "Partner" einem das Gefühl gibt, nicht ernstgenommen zu werden. Die brauchen keinen "harten" Grund, für diese Menschen ist das ein harter Grund. Ich erinnere mich an einen Thread, gar nicht so lange her, da beschrieb die TE eine völlig desaströse Ehe, mit Vernachlässigung, psychischer und auch physischer Gewalt. DAS wäre für einen mittigen Menschen bereits Grund genug, eine solche Ehe zu beenden. Und sie suchte nach Beweisen für seine Untreue....

Ein nicht-mittiger kämpft permanent gegen sein Bauchgefühl, muss sich selbst beweisen, dass etwas, das leider verkorkst ist, doch gut werden kann. DAS ist das Problem. Und das, was einen nicht-mittigen Menschen in einer solchen Beziehung hält, immer auf der Suche nach Beweisen, aber doch mehr in der Hoffnung, nichts zu finden. Ich gehöre leider auch nicht zu diesen mittigen Menschen. Aber mir ist zumindest klar, dass meine Energie besser bei Bemühungen eingesetzt ist, diese Mitte zu erreichen.

Liebe Siemonie, im Grunde genommen konnte der Mann Dich nur so hintergehen, weil Du Dir selbst nicht traust und Dich - oder zumindest Dein Bauchgefühl - für ein bisschen blöd hältst. Und dieses Selbstbild ist das größte Problem an der Sache.

@ genevieve

Ich würde niemals behaupten, dass Ausnahmen nicht die Regel bestätigen..... Wollte Dir auf keinen Fall zu Nahe treten! :blumengabe:

ficus
03.08.2009, 23:39
Ich rede eben nicht von Wissen, sondern von Befürchtung, Verdacht, Vermutung. Die letzte Gewissheit fehlt, weil der Partner wirklich alles daran setzt, diese Befürchtungen zu zerstreuen.

Wenn du das befürchtest oder den Verdacht hegst, dann ist es doch vorbei - oder nicht? Egal ob der Partner da was zu zerstreuen sucht...

Warum tut er das? Warum lügt er, wenn er sich doch zum Seitensprung berechtigt fühlt, weil der betrogene Partner seinen Ansprüchen nicht genügt, sich fehlverhalten hat oder was auch immer, also quasi die Ursache für den Betrug selbst zu verantworten hat? Ich warte immer noch auf eine klare Antwort, weshalb ihr genau diese Lüge ständig relativiert, meistens mit dem Hinweis auf vermeintlich vorausgegangene Verfehlungen des Betrogenen.

Wer relativiert hier irgendeine Lüge? Warum beschäftigst du dich mit den Lügen deines Ex-Partners? Das ist ein Energiefresser ersten Ranges und hindert dich auf dem Weg in ein neues Leben.


Ich weiß nicht, ob du eine Vorstellung davon hast, wie es sich anfühlt, wenn man erfährt, dass man jahrelang betrogen und belogen wurde?

Das muss schrecklich sein, keine Frage. Aber wie lange liegt das nun zurück? Und wie lange soll/darf es deinen Geist besetzen?

Wenn man auf Treue und Ehrlichkeit vertraut hat, bei Ungereimtheiten das Gespräch gesucht hat und im Vertrauen auf menschlichen Anstand geglaubt hat, was einem gesagt wurde? Und dann feststellt, dass einem glatt ins Gesicht gelogen wurde, ohne dass man eine Chance hatte, die Wahrheit zu erfahren...

Was wäre passiert, wenn du von ihm die ganze Wahrheit erfahren hättest? Hätte es dann noch eine Chance gegeben? War es nicht schon längst vorbei? Oder wäre es nicht sofort vorbei gewesen, wenn du die Wahrheit erfahren hättest? So oder so: es ging nicht mehr.

Muss man seinem Partner das antun? Und ich meine wiederum nicht den Betrug, sondern das Lügen und Leugnen...

Warum unterscheidest du zwischen dem Betrug und dem Lügen und Leugnen? Besteht nicht ein Betrug gerade darin, dass man leugnet, was geschehen ist? Wenn er vorher zu dir gekommen wäre und ganz ehrlich gesagt hätte, du, ich betrüge dich jetzt und ich leugne es auch überhaupt nicht, damit es nicht so schlimm für dich ist.... Wäre dir damit geholfen?

DAS hat niemand verdient, selbst wenn der Betrogene selbst die Ursachen für den Betrug gesetzt haben sollte. Immerhin war sich der andere darüber im klaren und konnte reagieren. Diese Möglichkeit wird aber dem Belogenen verwehrt.

Warum wurde dem Belogenen die Möglichkeit zu Reaktion verwehrt? Er oder sie kann sich doch trennen. Nicht wegen des Betrugs, sondern weil die Beziehung am Ende ist, schon längst bevor "das" passiert ist.



:blumengabe:

themir
03.08.2009, 23:44
Liebe Siemonie, im Grunde genommen konnte der Mann Dich nur so hintergehen, weil Du Dir selbst nicht traust und Dich - oder zumindest Dein Bauchgefühl - für ein bisschen blöd hältst. Und dieses Selbstbild ist das größte Problem an der Sache.


:ooooh:

:wie?:

ficus
03.08.2009, 23:51
....

Liebe Siemonie, im Grunde genommen konnte der Mann Dich nur so hintergehen, weil Du Dir selbst nicht traust und Dich - oder zumindest Dein Bauchgefühl - für ein bisschen blöd hältst. Und dieses Selbstbild ist das größte Problem an der Sache.



Interessanter Gedanke!

themir
04.08.2009, 00:12
Zitat von Ficus

Warum beschäftigst du dich mit den Lügen deines Ex-Partners?
... was stellst Du denn für merkwürdige Fragen :smirksmile: ... ??




So oder so: es ging nicht mehr.
... warst Du dabei :smile: ... ??





Wenn er vorher zu dir gekommen wäre und ganz ehrlich gesagt hätte, du, ich betrüge dich jetzt und ich leugne es auch überhaupt nicht, damit es nicht so schlimm für dich ist.... Wäre dir damit geholfen?
... "damit" bestünde für den anderen eher die Möglichkeit zur "Handlungsfreiheit" :smirksmile: ...






Warum wurde dem Belogenen die Möglichkeit zu Reaktion verwehrt? Er oder sie kann sich doch trennen. Nicht wegen des Betrugs, sondern weil die Beziehung am Ende ist, schon längst bevor "das" passiert ist.
:wie?:
... aaalso, ich frag mich schon auch, wieso anscheinend einfach niemand auf die Idee kommt, dass es auch Menschen gibt - die einfach Möglichkeiten wahrnehmen :smirksmile: ...

... vielleicht finden die Trennungen nicht statt, weil die Beziehung eben nicht am Ende ist - und sich jemand da einfach ein (heimliches) "Extrabonbon" nebenbei gönnte :smirksmile: ...


... es wird wahrscheinlich (u.a.) gelogen, um sich selbst zu schützen - denn das, was sich so mancher vielleicht gönnt, wär sonst nicht unbedingt so möglich :smirksmile: ...











:blume:

ficus
04.08.2009, 00:21
[QUOTE=themir;6110858]Zitat von Ficus

Warum beschäftigst du dich mit den Lügen deines Ex-Partners?
... was stellst Du denn für merkwürdige Fragen :smirksmile: ... ??

Was ist an der Frage merkwürdig? Die beiden sind getrennt. Das Leben geht nach vorne weiter.

So oder so: es ging nicht mehr.
... warst Du dabei :smile: ... ??

Nö. Meinst du, dass da noch was drin lag?


Wenn er vorher zu dir gekommen wäre und ganz ehrlich gesagt hätte, du, ich betrüge dich jetzt und ich leugne es auch überhaupt nicht, damit es nicht so schlimm für dich ist.... Wäre dir damit geholfen?
... "damit" bestünde für den anderen eher die Möglichkeit zur "Handlungsfreiheit" :smirksmile: ...

Was für eine Handlungsfreiheit? Die Beziehung gleich zu beenden? Braucht es dazu den aufgedeckten Betrug oder reicht nicht das was dieclou mit dem Bauchgefühl meinte? Wenn es nicht mehr stimmt, merkt man das und muss sich kein Wissen mehr beschaffen und die Lügen und Betrügereien des Partners auch noch beweisen. Was für einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn bringt das?


Warum wurde dem Belogenen die Möglichkeit zu Reaktion verwehrt? Er oder sie kann sich doch trennen. Nicht wegen des Betrugs, sondern weil die Beziehung am Ende ist, schon längst bevor "das" passiert ist.
:wie?:
... aaalso, ich frag mich schon auch, wieso anscheinend einfach niemand auf die Idee kommt, dass es auch Menschen gibt - die einfach Möglichkeiten wahrnehmen :smirksmile: ...

... vielleicht finden die Trennungen nicht statt, weil die Beziehung eben nicht am Ende ist - und sich jemand da einfach ein (heimliches) "Extrabonbon" nebenbei gönnte :smirksmile: ...

[B]Extrabonbon? So viel Spaß macht es nun auch wieder nicht, Extrabonbons zu lutschen. Die meisten wollen keine Extras, sondern einfach nur eine Beziehung, in der es einem gut geht.



:blumengabe:

Madiba
04.08.2009, 00:33
Bevor ich schlafen gehe, gebe ich einen wirklich nicht bösegemeinten Hinweis..
*klick (http://bfriends.brigitte.de/foren/testforum/106697-zitieren-mit-zitat-von.html)*

Gute Nacht :zauberer:

genevieve2
04.08.2009, 07:40
Dieclou.....
du bist mir überhaupt nicht zu nahe getreten.:blumengabe:

Wenn ich so eine Geschichte lesen würde, die ich erlebt habe, ich würde sie zunächst auch mal nicht glauben.


LG
genevieve2

themir
04.08.2009, 09:18
Wenn es nicht mehr stimmt, merkt man das, und muss sich kein Wissen mehr beschaffen und die Lügen und Betrügereien des Partners auch noch beweisen. Was für einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn bringt das?


Ficus, und genau da sind wir wieder bei den Lügen.
Lügen sind zerstörerisch, auch für das Innere eines Menschen. ... Was, wenn der andere dann anfängt über Deine vorsichtigen Anfragen zu spötteln - und Dich als spinnert hinstellt :smirksmile: ... ?
U.U. könnte es gut sein, dass Du dann nämlich erst mal an Deiner eigenen Wahrnehmung zweifelst, und Du bist -erstmal- "ruhiggestellt" worden (sozusagen mundtot gemacht worden) :smirksmile: ... . -> ... Wenn Du dann weiter angelogen wirst, könnte es für Dich sehr verwirrend werden -speziell, wenn "es auffliegt" ... .

Es geht auch um das Bedürfnis, in einer Beziehung zu wissen, was überhaupt losist - wenn man verunsichert ist/wird ... .
Lügen (man könnte es auch Vertrauensbrüche nennen) sind einfach schädlich ... .







Extrabonbon? So viel Spaß macht es nun auch wieder nicht, Extrabonbons zu lutschen. Die meisten wollen keine Extras, sondern einfach nur eine Beziehung, in der es einem gut geht.

Du willst wahrscheinlich nur eine Beziehung.
Es gibt allerdings auch Menschen, die wollen nicht nur eine, und wenn es nicht offen gelebt werden kann, jonglieren sie halt mit zweien - oder was auch immer :smirksmile: ... .










... und ich frag mich auch öfter, wer denn diese ganze "Bordell-/Rotlichtwelt" -wo anscheinend das Geschäft gut läuft, nutzt ...
-> ... vielleicht ist das eine Welt, die den Frauen (wenn sie dort nicht arbeiten) fast vollkommen verschlossen bleibt :smirksmile: ...

... vielleicht würden wir von einer Ohnmacht in die nächste plumpsen, wenn alles für uns offen liegen würde; es geht wohl manchmal nur um die schnelle sexuelle Befriedigung mit "etwas Neuem" (einem anderen "Objekt" als zuhause -> ... welche Frau würde das denn toll finden :wie?: ... ) ... :blumengabe: ...









:blume:

Inaktiver User
04.08.2009, 09:32
Ich rede eben nicht von Wissen, sondern von Befürchtung, Verdacht, Vermutung. Die letzte Gewissheit fehlt, weil der Partner wirklich alles daran setzt, diese Befürchtungen zu zerstreuen.
Ich habe auch versucht, die Befürchtungen zu zerstreuen- weil nämlich absolut nichts dran war.

Hältst du in meinem konkreten Fall das Schnüffeln auch für gerechtfertigt?

Inaktiver User
04.08.2009, 10:23
Betrügen und Betrogenwerden ist doch hier gar nicht das Thema, und auch nicht, wer daran "schuld" ist, dass es zum Betrug kam.

Es geht doch darum, dass derjenige, der unzufrieden in der Beziehung ist (oder manchmal auch nicht), dieses nicht mit dem Partner kommuniziert, sondern den bequemeren Weg wählt und sich seine Defizite heimlich anderweitig beseitigen lässt.

Um weder das eine noch das andere lassen zu müssen, wird der Partner belogen und im Glauben gelassen, es sei alles in Ordnung. Selbst auf Nachfrage des verunsicherten Partners wird jegliche Unzufriedenheit genauso vehement abgestritten wie der erfolgte oder noch im Gange befindliche Betrug.

Ich habe volles Verständnis dafür, dass man, im Konflikt zwischen dem, was kommuniziert wird, und dem, was man fühlt, sich Gewissheit verschafft. Jeder der beiden Partner hat das Recht, über wesentliche, existenzielle Dinge in der Ehe informiert zu sein, um gegebenenfalls handeln zu können. Wenn der lügende, betrügende Teil des Paares dieses Recht des anderen missachtet, ist es für mich legitim, sich die Informationen anderweitig zu beschaffen.

Das folgt dem Prinzip "der Zweck heiligt die Mittel". Und genau das finde ich nicht. Wird irgendetwas besser dadurch, dass der oder die "Betrogene" nun selbst einen Vertrauensbruch begeht?

Dieclou
04.08.2009, 10:24
@ themir

Das meine ich: Dein Partner gibt Dir das Gefühl spinnert zu sein - und Du bist geneigt, Deinem Partner mehr zu glauben, als Deinem Bauchgefühl und Dich selbst spinnert zu fühlen???

Da hakt es. Das sagt sehr, sehr viel über ein Selbstwertgefühl aus. Wenn ich mir selbst ständig misstraue, dann brauche ich natürlich den harten Beweis. Aber dieses ständige Misstrauen ist das eigentliche Problem - es wirkt sich mutmaßlich auch auf die Partnerwahl, das Näheverhalten und die Beziehungsgestaltung aus. Mit den oben beschriebenen Konsequenzen.

ficus
04.08.2009, 10:48
Ficus, und genau da sind wir wieder bei den Lügen.
Lügen sind zerstörerisch, auch für das Innere eines Menschen. ... Was, wenn der andere dann anfängt über Deine vorsichtigen Anfragen zu spötteln - und Dich als spinnert hinstellt :smirksmile: ... ?
U.U. könnte es gut sein, dass Du dann nämlich erst mal an Deiner eigenen Wahrnehmung zweifelst, und Du bist -erstmal- "ruhiggestellt" worden (sozusagen mundtot gemacht worden) :smirksmile: ... . -> ... Wenn Du dann weiter angelogen wirst, könnte es für Dich sehr verwirrend werden -speziell, wenn "es auffliegt" ... .

Es geht auch um das Bedürfnis, in einer Beziehung zu wissen, was überhaupt losist - wenn man verunsichert ist/wird ... .
Lügen (man könnte es auch Vertrauensbrüche nennen) sind einfach schädlich ... .

Du willst wahrscheinlich nur eine Beziehung.
Es gibt allerdings auch Menschen, die wollen nicht nur eine, und wenn es nicht offen gelebt werden kann, jonglieren sie halt mit zweien - oder was auch immer :smirksmile: ... .

... und ich frag mich auch öfter, wer denn diese ganze "Bordell-/Rotlichtwelt" -wo anscheinend das Geschäft gut läuft, nutzt ...
-> ... vielleicht ist das eine Welt, die den Frauen (wenn sie dort nicht arbeiten) fast vollkommen verschlossen bleibt :smirksmile: ...

... vielleicht würden wir von einer Ohnmacht in die nächste plumpsen, wenn alles für uns offen liegen würde; es geht wohl manchmal nur um die schnelle sexuelle Befriedigung mit "etwas Neuem" (einem anderen "Objekt" als zuhause -> ... welche Frau würde das denn toll finden :wie?: ... ) ... :blumengabe: ...

:blume:

Themir,
natürlich zerstören Lügen das Vertrauen. Niemand will es schön reden, wenn in Beziehungen gelogen wird.

Ich bzweifle nur, ob durch die "ganze Wahrheit" alle Probleme gelöst werden. Wer erträgt die Wahrheit, wenn sie wirklich ehrlich und ungeschminkt ist? Das können nur Menschen, die in sich selbst gefestigt sind. Meistens hängen noch ein paar andere wichtige Dinge an einer Beziehung dran, so dass es nicht immer einfach ist, das Lügen gänzlich zu vermeiden. Das soll keine Entschuldigung sein, ich will nur sagen, auch diejenigen, die sich über Lügen in der Beziehung so beschweren, sind nicht davor gefeit, es zu tun.... Und auch sie haben womöglich schon öfter gelogen, nur halt auf weniger offenkundige und verurteilenswerte Weise als das bei einem Betrug der Fall ist.

Ich glaube den Beteuerungen jedenfalls nicht, dass man selbst immer anständig und ehrlich war und der Partner das fiese Schwein gewesen ist.

Wer wissen will, was in einer Beziehung los ist, sollte auf sein eigenes Herz hören, das sagt ihm alles. Zusätzliches Wissen braucht es da nicht. Und Schnüffeleien schon gar nicht.

Und ich glaube nicht, dass es bei Männern nur um schnellen Sex geht. Vor solchen Wünschen sind auch Frauen nicht durch ihr Geschlecht geschützt.

themir
04.08.2009, 12:35
@ themir

Das meine ich: Dein Partner gibt Dir das Gefühl spinnert zu sein - und Du bist geneigt, Deinem Partner mehr zu glauben, als Deinem Bauchgefühl und Dich selbst spinnert zu fühlen???

Da hakt es. Das sagt sehr, sehr viel über ein Selbstwertgefühl aus. Wenn ich mir selbst ständig misstraue, dann brauche ich natürlich den harten Beweis. Aber dieses ständige Misstrauen ist das eigentliche Problem - es wirkt sich mutmaßlich auch auf die Partnerwahl, das Näheverhalten und die Beziehungsgestaltung aus. Mit den oben beschriebenen Konsequenzen.


Themir,
natürlich zerstören Lügen das Vertrauen. Niemand will es schön reden, wenn in Beziehungen gelogen wird.

Ich bzweifle nur, ob durch die "ganze Wahrheit" alle Probleme gelöst werden. Wer erträgt die Wahrheit, wenn sie wirklich ehrlich und ungeschminkt ist? Das können nur Menschen, die in sich selbst gefestigt sind. Meistens hängen noch ein paar andere wichtige Dinge an einer Beziehung dran, so dass es nicht immer einfach ist, das Lügen gänzlich zu vermeiden. Das soll keine Entschuldigung sein, ich will nur sagen, auch diejenigen, die sich über Lügen in der Beziehung so beschweren, sind nicht davor gefeit, es zu tun.... Und auch sie haben womöglich schon öfter gelogen, nur halt auf weniger offenkundige und verurteilenswerte Weise als das bei einem Betrug der Fall ist.

Ich glaube den Beteuerungen jedenfalls nicht, dass man selbst immer anständig und ehrlich war und der Partner das fiese Schwein gewesen ist.

Wer wissen will, was in einer Beziehung los ist, sollte auf sein eigenes Herz hören, das sagt ihm alles. Zusätzliches Wissen braucht es da nicht. Und Schnüffeleien schon gar nicht.

Und ich glaube nicht, dass es bei Männern nur um schnellen Sex geht. Vor solchen Wünschen sind auch Frauen nicht durch ihr Geschlecht geschützt.



:lachen: ... na, wo bin ich denn hier hinein geraten ... ?

... Im Grunde genommen ist jedes weitere Wort von mir -glaub ich- sinnlos :freches grinsen: ... .









:blume:

ficus
04.08.2009, 13:18
:lachen: ... na, wo bin ich denn hier hinein geraten ... ?

... Im Grunde genommen ist jedes weitere Wort von mir -glaub ich- sinnlos :freches grinsen: ... .

:blume:

Na dann, auch ohne Worte können Beziehungen scheitern...

Inaktiver User
04.08.2009, 13:20
Liebe Siemonie,

was den Durst anbelangt, sagen Ärzte, dass man nicht erst trinken soll, wenn er kommt, also der Durst, sondern dass das bereits ein Zeichen dafür ist, dass der Körper austrocknet. So ähnlich verhält es sich mit der Kommunikation in der Ehe. Sie muss immer da sein, nicht erst dann, wenn einer unzufrieden ist - damit keiner unzufrieden ist, oder der Zustand im Anfangsstadium aufgefangen werden kann.

Im Prinzip steht der Satz "wer unzufrieden ist, muss was sagen" für alles, was ich meine. Denn er sagt:

1. Kommunikation ist im Ideal- wie Normallfall überflüssig, kommunizieren muss man nur, wenn es eine Krise gibt. Das heißt im Umkehrschluss: Wer kommuniziert, räumt ein, dass es eine Krise gibt. Das ist im Bewusstsein vieler Menschen verankert und ein gewichtiger Grund dafür, dass im Zweifelsfall eben keine Kommunikation eintritt. Wer aber Krisenkommunikation betreiben will, muss generell in Kommunikation einigermaßen geübt sein. Die Folgen des Ausbleibens sind vielfältig: Derjenige, der spürt, dass etwas nicht stimmt, aber das für sich vielleicht gar nicht so benennen kann, ist unsicher, hat keine Ahnung, wie der Partner reagieren wird und wo der Partner und damit die Ehe eigentlich stehen. Also hält er die Klappe.

Der Partner wiederum reagiert mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mit einer großen Abwehr und Unverständnis, weil er sich persönlich angegriffen fühlt, weil doch alles super ist, und der Partner der einzige, der ein Problem hat, weil doch am Ende die Gesamtrechnung (Haus+Kinder+Vertrautheit) die Nachteile deutlich überwiegt. Und solange das so ist: Lieber deckeln, bloß nicht am Sprengstoff rühren. Der könnte ja hochgehen. Ich finde, das liest man hier sehr oft, auch und gerade in den Geschichten von Betrogenen/Verlassenen.

Und jetzt, meine liebe Siemonie, schreib mir doch bitte mal auf, wie Du Dir unter diesen Bedingungen einen Dialog vorstellst, wenn zu den Grundproblemen auch noch eine dritte Person hinzukommt, die Krise also nicht nur in aller Deutlichkeit herausgearbeitet, sondern noch verschärft wird?! Wie sieht es Deiner Meinung nach aus, das ENTSCHEIDENDE Gespräch? Ist da die Trennungsdrohung enthalten? Droht man damit nicht erst, wenn man die Trennung tatsächlich einkalkuliert? Und könnte es an der Stelle nicht vielleicht schon ein klitzekleines bisschen zu spät sein?

2. Der Satz determiniert eine Bringeschuld. Das klingt in meinen Augen wenig liebevoll. Bei Menschen, die mir wichtig sind, will ich einfach WISSEN (und zwar als grundsätzliches Wissen), dass es ihnen gut geht. Weil ich gerne aktiv vermeiden möchte, dass der andere sich mit mir nicht wohl fühlt. Das schließt den Satz aber aus. Es ist mir unbegreiflich, wieso der in so vielen Ehen, wo der Partner doch mindestens einer der wichtigsten Menschen sein sollte, trotzdem steht.

Im Prinizip, und das sage ich mit aller Deutlichkeit, kann man einer Ehefrau, die ernsthaft glaubt, solange keiner was sagt, ist alles okay, und wenn auch alle anderen Ehen an Sexlosigkeit scheitern, ihr Mann ist der einzige, der seine Libido mit Anfang 40 an den Nagel hängt, nur herzlich den Seitensprung des Partners wünschen. Das ist nämlich oftmals die einzige Botschaft, die ausreicht, um der Dame klarzumachen, dass das Leben ein bisschen anders abläuft, als sie es sich in ihrem Reihenhausidyll ausmalt. Es gibt viele Schreiberinnen hier, die den Seitensprung nach vielen Schmerzen auch als Chance begriffen haben - und die sehr offen einräumen können, dass es tatsächlich der einzige Weg war, zur Kenntnis zu nehmen, dass da etwas gewaltig schief läuft.

Man kann sich aber auch ewig an dem im Prinzip kinderleicht zu konstatierenden Fakt aufhalten, dass der Partner mit dem Seitensprung Vertrauen gebrochen hat. Aber jemand, der trotz des nicht zu übersehenden Ausmaßes der Unstimmigkeiten weiter als bis zu diesem Fakt gar nicht schauen will, der hätte auch ohne Seitensprung nicht begriffen, wie vieles in der Ehe schief läuft. Da hätte der andere quasseln können, so viel er will.

Beste Grüße
Babette

@Babette :blumengabe::blumengabe::blumengabe:

Inaktiver User
04.08.2009, 14:09
Drücke ich mich wirklich so undeutlich und unverständlich aus?

Mir geht es nicht ums Fremdgehen, nicht um Illusionen und Wunschvorstellungen des einen oder des anderen Partners, nicht um Gründe oder Nicht-Gründe einer Affäre - es geht mir um nichts mehr und nichts weniger als um die Lüge.

Jeder Fall liegt anders, die Gründe, die zum Fremdgehen führen, sind so vielfältig wie die beteiligten Individueen. Von daher verbietet es sich schon, zu verallgemeinern.

Aber - warum wird der Betrug verschwiegen und der Partner angelogen, mit der (beabsichtigten!) Folge, dass dieser im unklaren bleibt und nicht reagieren kann? Warum die Lüge, wenn man doch glaubt, für die Affäre oder den Seitensprung berechtigte Gründe zu haben? Sieht so der Umgang mit einem Menschen aus, dessen Wohl einem doch am Herzen liegen sollte?

Könntest du mir das mal beantworten? Nochmal - es geht nicht ums Fremdgehen, sondern ausschließlich ums Verschweigen desselben.

Hallo Simonie,

Wo beginnt die Lüge? Wo endet die Wahrheit?
Ist das Verschweigen schon Lüge? Oder erst die bewusste Ansage, nein da ist nichts, wenn der Fremdgehende direkt darauf angesprochen wird?

Was ist eine so genannte "faustdicke" Lüge? Was ist eine "Notlüge"?

Kann es denn nicht auch zum Thema Notlüge unterschiedliche Interpretationen geben?

Wie stellst du dir das Gespräch vor? Angenommen er sagt: Du ich geh jetzt und treffe die xy und wir werden v....
Oder: Gestern hab ich die z getroffen und wir haben gev....
Das wär doch wohl die volle Breitseite, oder etwa nicht? Würdest du das wirklich wollen? Wie ginge es dir mit solchen Aussagen?

Ich verstehe auch nicht, warum immer wieder behauptet wird, dass dem Partner durch das Verschweigen, die Möglichkeit zu reagieren genommen wird. Wenn sie/er spürt, dass etwas nicht in Ordnung ist - so lese ich es ja hier immer wieder, diese Bauchgefühl wird ja sehr häufig als Grund und Rechtfertigung für das Nachspionieren gennannt, dann reagiert man ja bereits auf dieses schlechte Gefühl. Auch die Spionage ist eine Reaktion.
Was hindert den/die Betroffene/n anders zu reagieren?
Warum ist Gewissheit so sehr wichtig?

In einer Beziehung, in der gleich aus welchem Grund Misstrauen und hinter her spionieren an der Tagesordnung ist, würd ich nie mehr leben wollen - ganz gleichgültig, ob dieses Misstrauen nun berechtigt wäre oder nicht.
Meine Frage ist daher: Ist die Beziehung erst dann gefährdet, wenn der "Betrug" Gewissheit ist? Ist sie es nicht schon lange vorher?
Ist wirklich "alles in Ordnung" solange nur keine Gewissheit besteht?

oder spürt der/die Spionierende ganz genau, dass vieles im Argen liegt und "freut" sich fast, dass der Partner ja fremd geht, weil er/sie dann sofort die Gesamtschuld - so es denn überhaupt eine Schuld gibt - auf den Fremdgehenden abwälzen kann.

"freut" ist absichtlich in Gänsefüßchen gesetzt. Klar freut sich niemand wirklich, aber ich hoffe, es ist trotzdem klar, was ich damit ausdrücken möchte.

Inaktiver User
04.08.2009, 14:13
Wo fängt für dich die Lüge in einer Beziehung an?

Ist es z.B. Lüge, zu sagen, ich liebe dich, obwohl man nur wegen Kinder, Haus und Vertrautheit zusammen ist?

Wieviel Unwahrhaftigkeit gibt es in Partnerschaften, die nach außen gut zu funktionieren scheinen, weil die beiden ach so viel verbindet, doch schaut man genauer hin, ist die Beziehung hohl und marode.

Und wer lügt in solchen Fällen?

Es kostet Überwindung da genauer hinzusehen, weil oft viel auf dem Spiel steht, deshalb lügen und betrügen zahlreiche Partner innerhalb ihrer Beziehung ohne nach außen fremdzugehen.

Wenn es dann tatsächlich zum Fremdgang kommt, ist das oft ein wichtiger Schritt zur Wahrheit. Erst dann merken viele, was los ist. Oft ist es dann zu spät. Auf jeden Fall ist es zu spät, wenn jetzt nach Schuld oder Verantwortung gesucht wird. Die hatte man all die Jahre einer Beziehung hindurch. Wenn man nicht merkt oder nicht merken will, was los ist, braucht man sich auch nicht wundern, wenn es zu Ende geht.

Betrug kennt viele Formen. Ihn auf den Seitensprung zu begrenzen, ist recht einseitig und schützt vor einer tieferen Auseinandersetzung mit der Beziehunsggeschichte.

Dem ist nichts hinzuzufügen. :blumengabe:

unchained
06.08.2009, 21:09
Hallo Simonie,

Wo beginnt die Lüge? Wo endet die Wahrheit?
Ist das Verschweigen schon Lüge? Oder erst die bewusste Ansage, nein da ist nichts, wenn der Fremdgehende direkt darauf angesprochen wird?

Was ist eine so genannte "faustdicke" Lüge? Was ist eine "Notlüge"?

Kann es denn nicht auch zum Thema Notlüge unterschiedliche Interpretationen geben?

Wie stellst du dir das Gespräch vor? Angenommen er sagt: Du ich geh jetzt und treffe die xy und wir werden v....
Oder: Gestern hab ich die z getroffen und wir haben gev....
Das wär doch wohl die volle Breitseite, oder etwa nicht? Würdest du das wirklich wollen? Wie ginge es dir mit solchen Aussagen?

Ich verstehe auch nicht, warum immer wieder behauptet wird, dass dem Partner durch das Verschweigen, die Möglichkeit zu reagieren genommen wird. Wenn sie/er spürt, dass etwas nicht in Ordnung ist - so lese ich es ja hier immer wieder, diese Bauchgefühl wird ja sehr häufig als Grund und Rechtfertigung für das Nachspionieren gennannt, dann reagiert man ja bereits auf dieses schlechte Gefühl. Auch die Spionage ist eine Reaktion.
Was hindert den/die Betroffene/n anders zu reagieren?
Warum ist Gewissheit so sehr wichtig?

In einer Beziehung, in der gleich aus welchem Grund Misstrauen und hinter her spionieren an der Tagesordnung ist, würd ich nie mehr leben wollen - ganz gleichgültig, ob dieses Misstrauen nun berechtigt wäre oder nicht.
Meine Frage ist daher: Ist die Beziehung erst dann gefährdet, wenn der "Betrug" Gewissheit ist? Ist sie es nicht schon lange vorher?
Ist wirklich "alles in Ordnung" solange nur keine Gewissheit besteht?

oder spürt der/die Spionierende ganz genau, dass vieles im Argen liegt und "freut" sich fast, dass der Partner ja fremd geht, weil er/sie dann sofort die Gesamtschuld - so es denn überhaupt eine Schuld gibt - auf den Fremdgehenden abwälzen kann.

"freut" ist absichtlich in Gänsefüßchen gesetzt. Klar freut sich niemand wirklich, aber ich hoffe, es ist trotzdem klar, was ich damit ausdrücken möchte.


Liebe Siemonie,

finde ich alles absolut okay, was du schreibst, aaaaber:; warum muss man (oder in meinem Fall Mann!) dann Schleichwege suchen, sich selbst veleugnen, eine eigentlich ganz gute Partenrschaft verraten??? Warum muss man seinen Partner (den man(n) nach eigener Aussage liebt) verscheißern? Warum muss mann nur sich selbst sehen? Niemand anderes? Naj, alles etwas hohl, m. E. nach. Ausreden und Entschuldigungen (kann´s ja sogar verstehen). Nur, und das ist ganz klar, der Tatbestand steht in keiner Relation zum Folgegeschehen....es ist einfach nur doof, nochmal doof und noch viel döfer!

Siemonie
06.08.2009, 21:21
Liebe Siemonie,

finde ich alles absolut okay, was du schreibst, aaaaber:; warum muss man (oder in meinem Fall Mann!) dann Schleichwege suchen, sich selbst veleugnen, eine eigentlich ganz gute Partenrschaft verraten??? Warum muss man seinen Partner (den man(n) nach eigener Aussage liebt) verscheißern? Warum muss mann nur sich selbst sehen? Niemand anderes? Naj, alles etwas hohl, m. E. nach. Ausreden und Entschuldigungen (kann´s ja sogar verstehen). Nur, und das ist ganz klar, der Tatbestand steht in keiner Relation zum Folgegeschehen....es ist einfach nur doof, nochmal doof und noch viel döfer!

Liebe unchained :blumengabe:

ich glaube, du verwechselst mich mit @leave_me....

Ich stimme allem zu, was du nach deinem "aaaaaber" geschrieben hast... :zwinker:

parata
06.08.2009, 22:08
Im Beruf fragt man sich, wie man eine Kollegin mal ganz schnell los wird und mobbt, im Krieg erschießt man seinen vermeintlichen Gegner, den Partner der gerade langweilig ist betrügt man.
Und was passiert wirklich? Man verletzt sich selber, seine Gefühle, seine Sehnsucht nach Sicherheit und man vergisst seine Fähigkeit menschlich zu sein.
Wer eine Partnerschaft nicht mehr will, hat die Möglichkeit des Gesprächs und es kommt vor, dass man Partnerschaften verlassen muss, da sie nicht mehr funktionieren. Wer aber meint er müsse sich erst "anderswo" probieren, möglichst Ersatz haben bevor das warme Nest verlassen wird, ist ein charakterloses Schwein, eigennützig, kalt. Der denkt ausschließlich an sich. Nur an sich.

Das muss man natürlich als Betroffener erkennen und das hinterläßt tiefe Spuren, sehr tiefe. Partnerschaften sind immer noch, wenn sie nicht aus niederen Gründen eingegangen worden sind, Häfen, Hoffnungen, Zuhause. Wer liebt und geliebt werden möchte kennt die Wertigkeit dieser Liebe. Wer verletzt nicht! Wer betrügt, ohne Rücksicht auf die Gründe, verletzt schwer. So einfach und doch so kompliziert.

Jeder, absolut jeder ist auch einmal auf der schlecht gehenden Seite. Dann gleich fallengelassen zu werden ist das schrecklichste, das schlimmste was einem im Leben passieren kann. Wer will das für sich? Keiner! Also gehe ich auch so nicht mit meiner Partnerin um. Fertig.
Wenn es doch so passiert ist es im Grunde gelaufen. Zerschlagenes Porzellan ist nicht mehr zu kitten. Rechtzeitig reden ist wichtig, aber wenn es zu spät ist, ist es zu spät. Dann ist der Partner jeden Kampf nicht wirklich wert.

Wer so bequem handelt, getreu dem Motto die Nächste bitte, der hatte keine Gefühle für seinen Partner. Und ehrlich, auch der außerhalb einer Beziehung vollzogene Sex ist mies. Willst Du den Körper berühren der gerade woanders lag?

Wenn etwas fehlt oder vermeintlich fehlt kann ich darüber sprechen. Und zwar rechtzeitig. Und der Partner ist nicht ausschließlich dazu da alle Träume zu erfüllen. Und einige bleiben dann vielleicht unerfüllt. Was ist denn der Partner? Erfüllungsgehilfe, einseitig betrachtet. Nein, da sind z w e i Menschen im Spiel und die haben
b e i d e ein Recht auf Glück und wenn man sich zusammentut muss man es zusammen erarbeiten. Das heißt, zwei Wünsche, zwei Sehnsüchte, zwei Phantasien, schauen was zusammen geht.

entwederoder
07.08.2009, 16:44
Keine Ahnung, was du mit "immer" meinst. Ich unterstell dir nicht, das du am Betrug deines Partners schuldig bist.

Du denkst selbst "immer" und "nur" an Schuld, wenn es um die Aufarbeitung deiner Ex-Beziehung geht. Dass es auch andere Gründe geben könnte als schuldhaftes Fehlverhalten, kommt dir nicht ins Blickfeld.

Auch das kommt mir ins Blickfeld.

Natürlich, da habe ich sehr viel Fantasie.
Nur ist es nicht sehr unfair von Ex mich meiner Fantasie zu überlassen? Jedes Gespräch zu vermeiden?
Hä? Läuft da irgendetwas wie, du kannst nicht hellsehen, ich halte mich (weil ich ein Problem mit mir selbst habe) bedeckt?
Letztlich zu kapitulieren und nicht mal zu wissen wovor?

Jetzt bin ich aber echt gespannt, was deiner Meinung nach
"andere Gründe" sind?

Ficus: gib mir bitte die Möglichkeit, meinen Horizont zu erweitern, indem zu mir "andere Gründe" in Wort und Sprache, hier und jetzt,
nennst.
Lass mich nicht hängen, bitte!

entwederoder
07.08.2009, 18:12
Liebe entwederoder,

Einige Antworten hast du in der Zwischenzeit ja bekommen.

Zum Thema Feigheit: Ich denke, dass es hier sehr oft nicht um Feigheit geht. Die Beziehung passt nicht. Irgendetwas stimmt nicht, ohne dass man es genauer benennen könnte. Aber es gibt so vieles, was man trotzdem schön findet. Die gemeinsamen Kinder, die gemeinsamen Freunde, das ganze gemeinsame Leben, dass man sich aufgebaut hat. Der Partner ist einem trotz allem so sehr vertraut. Es gibt gemeinsame Erinnerungen.
--- und trotzdem, etwas passt nicht, und langsam wird man immer unzufriedener und fragt sich wahrscheinlich oft selber, was fehlt mir denn, ist doch eh alles super. Und dann trifft man einen anderen Menschen, der einen total fasziniert, in das lässt man sich dann einfach mal reinfallen, misstraut der Sache aber, ist es das wert? Ja? Nein?
Wenn ich es ihr/ihm sage, dann verlässt sie/er mich vielleicht, möchte ich das? oder beende ich das?
und so drehen sich die Gedanken im Kreis.
Könnte mir vorstellen, dass es auch oft so wie grad beschrieben ist. Ist er/sie da wirklich feige?
Wie redet ihr denn über jemanden, der gleich alles hinschmeisst? Lest mal die entsprechenden Threads.

Was ich sagen will, ist, dass es eben nicht immer so einfach ist mit der Rollenverteilung Betrüger = Unhold - Betrogener = Heiliger

Vll hat ja auch einfach niemand Schuld am Scheitern der Beziehung. Dinge verändern sich. Menschen verändern sich. Veränderung tut erst mal weh. Altes Vertrautes wird aufgegeben und bis das Neue da ist entsteht eine Leere.

Damit meine ich jetzt nicht, dass jede Beziehung gleich auf den "Misthaufen" geworfen werden soll. Ich hab selbst 10 Jahre an meiner Beziehung gearbeitet. Leider erfolglos.
Was ich meine ist, dass Manches eben einfach so ist wie es ist, ohne dass einer Schuld hat und ohne, dass wir gefragt werden, ob und das jetzt gefällt oder nicht.
Und um den Aufschrei - den ich vermute - gleich mal vorweg zu nehmen. Nein, ich denke nicht, dass das ein einfacher Standpunkt ist. Ganz im Gegenteil, es ist unendlich schwer, Dinge einfach auch mal als gegeben hinzunehmen. So wie die Luft, die wir atmen und wie die Zeit die vergeht, gleich ob wir das wollen oder nicht.

Liebe ändert sich, Menschen ändern sich, Umstände ändern sich. Alles ist im fluss und wir können es nur bedingt beeinflussen.

lg, Lm

Hallo Leave_me!
Wenn ich das lese, drückt sich bei mir der Eindruck auf, dass sehr viel Verständnis besteht, dafür, dass der eine geht, ohne dem anderen davon Bescheid zu sagen (Angst?).

Zaghafte Versuche, den anderen für seine Fantasien, seine Wünsche zu instruieren. Weiter geht es nicht. Nur mal zaghaft angedeutet. Wenn der andere nicht sofort anspringt, wird die Suche nach "Ähnlichem" veranstaltet. Sollte man Ergebnisse haben, fühlt Mann sich im Recht. Natürlich mit "biete Diskretion und erwarte sie auch".
Weitere ermüdende Mitteilungen erspare ich mir.

Als gegeben kann man eine Trennung hinnehmen!

Glaub mir, es erfordert noch mehr Kraft sich zu trennen, wenn man schlecht behandelt wird, weil der "Partner" im Zwiespalt ist und einen zwangsläufig schlecht behandelt, um eine Entscheidung herbeizuführen, weil er "zwiegespalten" ist.

Hintergangen zu werden, kann man nicht als gegeben hinnehmen.

Hintergehen ist kein Schicksal des a n d e r e n !

Hintergehen ist ein feiges hinterhältiges Verhalten des Betrügers, der nicht bereit ist aufzugeben. Der sogar weiß, dass der Partner an ihm nichts verliert und bleibt.

Nein, selbstverständlich kann sich Liebe ändern, entfernen. Der der Hindergangen wird, für den wird die Beziehung mit den Jahren fester, der Gehalt, das Vertrauen erhöht sich.

Denke, der andere, sieht das und bekommt Angst.
Vermute, dass er nie Liebe empfungen hat. Ist allerdings eine Vermutung. Keine Ahnung, wie sich das wandelt.
In erhöhtem, außerhäußig wahrgenommenem Sexualität (Huren, Freizeithuren, viel Geld darf es ja nicht Kosten).

Ich rede davon, dass der "Partner" sich nicht anderweitig verliebt!
Die Personen, die ich meine, wissen ja nicht mal, was Liebe wirklich ist.
Ich rede davon, dass der "Partner" meiner Meinung nach überhaupt nicht wissen kann, was sich einlassen bedeutet, was Beziehung bedeutet. Ich rede davon, dass der "Partner" nebenbei andere Menschen für seine sexuellen Fantasien benutzt, wie er den "Partner" für seine Existenz benutzt.

Und er ist/war sehr gut darin. Fürchte, er ist es immer noch.
Fürchte das nicht nur für mich selbst.
Fürchte nur, dass es viel mehr gibt, die auf diese Weise ihr Leben gestalten, als man sich vorstellen kann.

Einiges, vieles hat mit Feigheit zu tun. Nicht verlieren wollen, was man hat, aber auch nichts versäumen wollen und natürlich nicht, mit Verlusten.

Keine Ahnung, ob zwischenzeitlich rübergekommen ist, dass es sich bei meinem Problem, nicht um ein Problem handelt, was mit Verlieben zu tun hat.

Es geht darum, dass in den meisten Fällen, Männer sich vom Internet bestätigt fühlen, dass Frauen alles mitmachen. Wenn sie sowieso (unabhängig ihres Bildungsgrades) Frauen als verfügbar halten, sie zwischen Internet, dem Stammtisch und der Realität nicht unterscheiden können und wollen.
Wie sagte "Ex"andere machen es auch".

Gewissen, feige zu sein, wird mit der Allgemeinheit "unschuldig".

Inaktiver User
07.08.2009, 18:14
Liebe entwederoder,

Ich gebe zu, dass ich nicht alle deine post im forum in den diversen strängen gelesen habe. Ich kenne dich nicht wirklich und du mich nicht.

Du schreibst, dass dein Mann unfair und gemein zu dir ist.
Okay, nehmen wir das mal als Fakt.
Wer ist unfair und gemein? Dein Mann. Das ist also sein Problem, nicht deines.

Hier im forum steht sehr oft: Schau auf dich, bleib dir etc...
Ich hab diese Ausdrücke am Anfang hier gehasst, dachte mir: so ein .....

Aber die Leute haben recht. Er ist gemein und unfair. Dann soll das auch gefälligst er verantworten. Mach nicht sein Problem zu deinem. Ich denk mir solange du das tust, wirst du nicht los kommen von ihm, sondern in negativer Energie an ihn gebunden bleiben. So wars bei mir auch.

Loslassen ist schwer, dahinter steht nicht nur das Aufgeben, der eigenen bisher geleisteten Beziehungsarbeit, sondern auch Angst vor dem neuen Leben ganz ohne ihn.

Versuch es mal so zu sehen: Durch die negativen Gedanken und Gefühle hältst du ein Bindung an ihn aufrecht. eine positive Bindung ist gleich aus welchen Gründen nicht mehr möglich, also behält frau die negative Bindung. Besser eine negative Bindung als gar keine, so in diesem Sinne mein ich das.
Lässt du los, dann gibt es keine Bindung mehr und dein neues Leben kann beginnen. Das macht Angst, das gibt sehr viele Umstellungen im Leben aber es ist auch sehr schön.

lg,Lm

Inaktiver User
07.08.2009, 18:22
Hallo Leave_me!
Wenn ich das lese, drückt sich bei mir der Eindruck auf, dass sehr viel Verständnis besteht, dafür, dass der eine geht, ohne dem anderen davon Bescheid zu sagen (Angst?).

Zaghafte Versuche, den anderen für seine Fantasien, seine Wünsche zu instruieren. Weiter geht es nicht. Nur mal zaghaft angedeutet. Wenn der andere nicht sofort anspringt, wird die Suche nach "Ähnlichem" veranstaltet. Sollte man Ergebnisse haben, fühlt Mann sich im Recht. Natürlich mit "biete Diskretion und erwarte sie auch".
Weitere ermüdende Mitteilungen erspare ich mir.

Als gegeben kann man eine Trennung hinnehmen!

Glaub mir, es erfordert noch mehr Kraft sich zu trennen, wenn man schlecht behandelt wird, weil der "Partner" im Zwiespalt ist und einen zwangsläufig schlecht behandelt, um eine Entscheidung herbeizuführen, weil er "zwiegespalten" ist.

Hintergangen zu werden, kann man nicht als gegeben hinnehmen.

Hintergehen ist kein Schicksal des a n d e r e n !

Hintergehen ist ein feiges hinterhältiges Verhalten des Betrügers, der nicht bereit ist aufzugeben. Der sogar weiß, dass der Partner an ihm nichts verliert und bleibt.

Nein, selbstverständlich kann sich Liebe ändern, entfernen. Der der Hindergangen wird, für den wird die Beziehung mit den Jahren fester, der Gehalt, das Vertrauen erhöht sich.

Denke, der andere, sieht das und bekommt Angst.
Vermute, dass er nie Liebe empfungen hat. Ist allerdings eine Vermutung. Keine Ahnung, wie sich das wandelt.
In erhöhtem, außerhäußig wahrgenommenem Sexualität (Huren, Freizeithuren, viel Geld darf es ja nicht Kosten).

Ich rede davon, dass der "Partner" sich nicht anderweitig verliebt!
Die Personen, die ich meine, wissen ja nicht mal, was Liebe wirklich ist.
Ich rede davon, dass der "Partner" meiner Meinung nach überhaupt nicht wissen kann, was sich einlassen bedeutet, was Beziehung bedeutet. Ich rede davon, dass der "Partner" nebenbei andere Menschen für seine sexuellen Fantasien benutzt, wie er den "Partner" für seine Existenz benutzt.

Und er ist/war sehr gut darin. Fürchte, er ist es immer noch.
Fürchte das nicht nur für mich selbst.
Fürchte nur, dass es viel mehr gibt, die auf diese Weise ihr Leben gestalten, als man sich vorstellen kann.

Einiges, vieles hat mit Feigheit zu tun. Nicht verlieren wollen, was man hat, aber auch nichts versäumen wollen und natürlich nicht, mit Verlusten.

Keine Ahnung, ob zwischenzeitlich rübergekommen ist, dass es sich bei meinem Problem, nicht um ein Problem handelt, was mit Verlieben zu tun hat.

Es geht darum, dass in den meisten Fällen, Männer sich vom Internet bestätigt fühlen, dass Frauen alles mitmachen. Wenn sie sowieso (unabhängig ihres Bildungsgrades) Frauen als verfügbar halten, sie zwischen Internet, dem Stammtisch und der Realität nicht unterscheiden können und wollen.
Wie sagte "Ex"andere machen es auch".

Gewissen, feige zu sein, wird mit der Allgemeinheit "unschuldig".

Danke für dieses post. ich hab es jetzt ein paar mal durch gelesen und komme zu keinem Schluss. ich möchte noch weiter drüber nachdenken.

lg, Lm

entwederoder
07.08.2009, 18:54
Danke dir Leave_me.

Wenn ich mich vielleicht manchmal unkorrekt ausgedrück habe, hoffe ich doch,
dass mein Grundproblem einigermaßen verständlich geworden ist.
Weißt du, im Grunde glaube ich ja, dass er mich lieb gehabt hat.
Aber nicht zwischen Mann und Frau.
Der Part seiner Mutter war besetzt. Seine Sexpartner hat er sich über
Anzeigen und Internet besorgt.
Ich glaube, ich habe da irgendwo eine Zwischennische ausgefüllt.
Deshalb sage ich ja, es ist anders.
Ich kenne meinen Part nicht, den ich erfüllt habe.
Keine Ahnung.
Möchte so gerne verstehen, damit ich "aufräumen kann".

entwederoder
07.08.2009, 18:59
Weißt du,
ich denke, es ist eigendlich ganz einfach. Nur ich
bin "befangen" und komm nicht drauf.
Es genügt manchmal ein Wort ein Satz für die "Erleuchtung".
Und dann geht es ganz schnell.

Dieclou
07.08.2009, 22:31
Liebe Entwederoder,

ich denke, dass Du den entscheidenden Satz schon geschrieben hast: Er konnte nicht lieben, er konnte sich nicht einlassen. Ich denke, nein, ich weiß, aus eigener Erfahrung, dass so ein Mensch das auch ausstrahlt. Indem er die "Partnerin" niemals so richtig an sich heran lässt. Indem es viele Fassaden gibt. Würde er seine Partnerin an sich heranlassen, würden die Fassaden ja auffliegen. Dein Ex ist schwach. Er muss die Fassaden bauen, weil er das, was dahinter steckt, selber schwach findet. Aber jemand, der mittig ist, der in sich ruht, der hat einen Blick für solche Fassaden.

Ich habe die Tage eine Geschichte abgeschlossen mit einem Mann, bei dem mein Bauchgefühl die ganze Zeit gemorst hat: Hier stimmt was nicht. Das waren zum Teil sogar Magenschmerzen. Ich habe aber vor allem entlastende Indizien gesucht (und - wie ich meinte - auch gefunden). Die vielen Dinge, die für seine Lügen sprachen, habe ich ignoriert. Deshalb ist trotzdem er der Lügner. Aber ich habe mittlerweile auch verstanden, dass ich diese "harten Fälle" für meinen Selbstwert knacken muss. Das hält mich darin, deshalb verletzen mich diese Geschichten so tief.

Liebe Entwederoder, solange ich Beziehungen als Heilmittel für vorangegangene Enttäuschungen suche und gleichzeitig keine Nähe zulasse, weil ich verletzt werden könnte, solange werde ich in diesen Geschichten stecken. Ich habe angefangen, kleine Schritte, nein, eher Schrittchen da raus zu machen. Ich kann Dir nur nochmal raten: Wenn Du jemals glücklich werden willst mit einem echten Partner - schau auf Dich. Dort liegt die Lösung. Nicht in einem Satz. Aber in Dingen, die vermutlich schon viel, viel älter sind, als Deine Ehe.

LG
Babette

entwederoder
09.08.2009, 19:29
Liebe Entwederoder,

ich denke, dass Du den entscheidenden Satz schon geschrieben hast: Er konnte nicht lieben, er konnte sich nicht einlassen. Ich denke, nein, ich weiß, aus eigener Erfahrung, dass so ein Mensch das auch ausstrahlt. Indem er die "Partnerin" niemals so richtig an sich heran lässt. Indem es viele Fassaden gibt. Würde er seine Partnerin an sich heranlassen, würden die Fassaden ja auffliegen. Dein Ex ist schwach. Er muss die Fassaden bauen, weil er das, was dahinter steckt, selber schwach findet. Aber jemand, der mittig ist, der in sich ruht, der hat einen Blick für solche Fassaden.

Ich habe die Tage eine Geschichte abgeschlossen mit einem Mann, bei dem mein Bauchgefühl die ganze Zeit gemorst hat: Hier stimmt was nicht. Das waren zum Teil sogar Magenschmerzen. Ich habe aber vor allem entlastende Indizien gesucht (und - wie ich meinte - auch gefunden). Die vielen Dinge, die für seine Lügen sprachen, habe ich ignoriert. Deshalb ist trotzdem er der Lügner. Aber ich habe mittlerweile auch verstanden, dass ich diese "harten Fälle" für meinen Selbstwert knacken muss. Das hält mich darin, deshalb verletzen mich diese Geschichten so tief.

Liebe Entwederoder, solange ich Beziehungen als Heilmittel für vorangegangene Enttäuschungen suche und gleichzeitig keine Nähe zulasse, weil ich verletzt werden könnte, solange werde ich in diesen Geschichten stecken. Ich habe angefangen, kleine Schritte, nein, eher Schrittchen da raus zu machen. Ich kann Dir nur nochmal raten: Wenn Du jemals glücklich werden willst mit einem echten Partner - schau auf Dich. Dort liegt die Lösung. Nicht in einem Satz. Aber in Dingen, die vermutlich schon viel, viel älter sind, als Deine Ehe.

LG
Babette

Oh je, wie übel ist das denn hier. Ich schreibe mir die Finger wieder mal wund. Wenn ich in meinen Text etwas einfügen möchte, kriege ich die Löschtaste. In Word kann ich auf "nicht überschreiben gehen", wo ist das hier und warum wird einfach überschrieben?

Also nochmals noch neuem, obwohl sich zwischenzeitlich dadurch natürliche Aggressivität (die nichts mit dir zu tun hat Babette :wangenkuss: mischt mit gewollt anworten).

Möchte gerne etwas zu deinem letzten Satz sagen.
Die Sachen, die mich belastet haben, bevor ich mich mit ihm verbandelt habe, dachte ich, hätte ich ihm glargemacht. Es wurde über Beziehung geredet, über Kinder kriegen, über sexuelle Wünsche und Einstellungen. Er hat mir gesagt und vermittelt, dass wir gleichlautend wären. Nach vier Jahren haben wir geheiratet. Drei Jahre nach der Hochzeit habe ich entdeckt, dass er Anzeigen aufgibt, um Sex mit anderen zu haben. Habe ihm verziehen, obwohl er mir nie die Texte seiner Anzeigen gesagt hat.
Bin sehr sicher, dass er die ganzen 20 Jahre weiter gemacht hat, obwohl ich anfangs sehr Misstrauisch war und mir dann gesagt habe, o.k., er hat aufgehört. Ich habe trotz des Misstrauens ja auch nichts mehr mitbekommen.

Übrigens, wie lange bleibt man misstrauisch, wenn man tatsächlich nichts mehr merkwürdiges findet, erahnt usw. ?
Gibt man nicht irgendwann das Misstrauen auf und meint, der "Partner" hintergeht einen nicht mehr?

O.K. gebe zu, er hat immer wieder solche Existenzprobleme reingebracht, die es mir neben Arbeit, Kinderwunsch und einfach unser Leben auf die Reihe kriegen und nicht versagen, mir den Blick (vermutlich) für die Tatsachen genommen hat.

Manipulierter Realitätsverlust mangels eigener fehlender familiärer Kontakte (?). Mangels Menschen, die von außen mit interessierten wohlwollenden liebenden Augen auf mich geblickt haben?

Haut mich, aber ich denke immer noch, dass man füreinander da sein sollte.
Er hat auch mal geäußert, dass er kein schlechter Mensch wäre. Später kam hinzu, dass ich zu hohe Erwartungen habe, dass meine Moral zum kotzen ist, dass ich alles auf einmal möchte, dass ich lästig bin und letzlich ins Kloster gehöre.

Babette, ich möchte einfach nicht zu einem egoistischen, selbstherrlichen Monster mutieren.
Kannst du mir sagen, wo die Grenze ist zwischen Vertrauen und wo Vertrauensmissbrauch anfängt?
Ich will doch gar nicht allen Menschen gegenüber misstrauisch sein.

Dein Satz, er konte nicht lieben, er konnte sich nicht einlassen.
Denke du hast sehr sehr recht. Habe letzlich auch gesagt, er wäre beziehungsunfähig. Habe das tatsächlich auch so gespürt.
Habe viel gesagt, was sich im Nachhinein als so erwiesen hat.

Lerne, Gott sei Dank, auch wieder neue, andere Menschen, Männer kennen. Gibt sehr viele liebe, gibt auch gleich von Anfang an welche, die unangenehm sind. Aber auch bei den Lieben, ist so ein merkwürdiges Gefühl.

Liegt es an mir? Oder lass ich einfach zuviel oder überhaupt Achtsamkeit walten?
Komme ich mir langsam näher, als Egomanen an mich rankommen?

Werde ich komisch im Sinne von seltsam? Außenseiterdasein?
Behandlungsbedürftig im Sinne von: Lass dich ein und du wirst schon sehn, was aus dir wird?

Dieclou
10.08.2009, 22:05
Oh je, wie übel ist das denn hier. Ich schreibe mir die Finger wieder mal wund. Wenn ich in meinen Text etwas einfügen möchte, kriege ich die Löschtaste. In Word kann ich auf "nicht überschreiben gehen", wo ist das hier und warum wird einfach überschrieben?

Also nochmals noch neuem, obwohl sich zwischenzeitlich dadurch natürliche Aggressivität (die nichts mit dir zu tun hat Babette :wangenkuss: mischt mit gewollt anworten).

Möchte gerne etwas zu deinem letzten Satz sagen.
Die Sachen, die mich belastet haben, bevor ich mich mit ihm verbandelt habe, dachte ich, hätte ich ihm glargemacht.
Und? Damit hast Du sie doch nicht gelöst, oder?

Es wurde über Beziehung geredet, über Kinder kriegen, über sexuelle Wünsche und Einstellungen. Er hat mir gesagt und vermittelt, dass wir gleichlautend wären. Nach vier Jahren haben wir geheiratet.
Kann doch sein, dass der Mann selbst zerrissen war - einerseits das Gefühl, nicht allein sein zu können/wollen, eine Familie gründen zu wollen; andererseits eventuell das Gefühl, dass er aber auch nicht so genau weiß, was er will, oder er wusste schon, dass er einen Hang zu extremen Sexpraktiken hat, von dem er dachte, der veschwindet einfach so. Er muss das nicht aus rationalem Kalkül gemacht haben. Aber er hat seine Zweifel vor Dir geheimgehalten und damit von Anfang an Distanz geschaffen. Hat er Dir jemals seine konkreten Bedürfnisse mitgeteilt? Wann er Nähe braucht, oder ähnliches?

Ich wette, dass Du diese Distanz gespürt hast und darauf ist Dein Bauchgefühl immer so angesprungen. Die direkte Auseinandersetzung hast Du dann aber auch nicht gesucht. Sondern nach be- oder entlastenden Indizien. Und damit hat die Geschichte so lange gedauert.

Drei Jahre nach der Hochzeit habe ich entdeckt, dass er Anzeigen aufgibt, um Sex mit anderen zu haben. Habe ihm verziehen, obwohl er mir nie die Texte seiner Anzeigen gesagt hat.
Bin sehr sicher, dass er die ganzen 20 Jahre weiter gemacht hat, obwohl ich anfangs sehr Misstrauisch war und mir dann gesagt habe, o.k., er hat aufgehört. Ich habe trotz des Misstrauens ja auch nichts mehr mitbekommen.

Übrigens, wie lange bleibt man misstrauisch, wenn man tatsächlich nichts mehr merkwürdiges findet, erahnt usw. ?
Gibt man nicht irgendwann das Misstrauen auf und meint, der "Partner" hintergeht einen nicht mehr?

O.K. gebe zu, er hat immer wieder solche Existenzprobleme reingebracht, die es mir neben Arbeit, Kinderwunsch und einfach unser Leben auf die Reihe kriegen und nicht versagen, mir den Blick (vermutlich) für die Tatsachen genommen hat.

Manipulierter Realitätsverlust mangels eigener fehlender familiärer Kontakte (?). Mangels Menschen, die von außen mit interessierten wohlwollenden liebenden Augen auf mich geblickt haben?

Haut mich, aber ich denke immer noch, dass man füreinander da sein sollte.
Er hat auch mal geäußert, dass er kein schlechter Mensch wäre. Später kam hinzu, dass ich zu hohe Erwartungen habe, dass meine Moral zum kotzen ist, dass ich alles auf einmal möchte, dass ich lästig bin und letzlich ins Kloster gehöre.

Das wird aber genau das sein, was er von Anfang an empfunden hat. Neben dem Bedürfnis nach Stabilität, das er bei Dir erfüllt gesehen hat.

Babette, ich möchte einfach nicht zu einem egoistischen, selbstherrlichen Monster mutieren. Musst Du auch gar nicht. Aber Du musst wissen, wo Du selber stehst, was Du selber willst. Das sind die Maßstäbe, an denen Du Dein Gegenüber messen musst. Und das musst Du durchsetzen. Nicht auf Kosten anderer. Aber wenn Du merkst, dass Dir jemand Deine Bedürfnisse nicht erfüllen kann, ist er eben nicht der Richtige. Ich denke aber, dass Du Deine Bedürfnisse gar nicht kennst. Dass Du an der Stelle von Egoismus sprichst, erinnert mich stark an meine eigene Familie. Da ist es so, dass Verantwortungen für Lebensglück verquickt werden. Einer opfert sich für den anderen auf und erwartet dann, dass andere sich gleichsam um sein Wohlbefinden kümmern. Jedes "Ich möchte...." wird mit Egoismus gebrandmarkt. Aber dieses Muster ist krank. Es macht krank.

Kannst du mir sagen, wo die Grenze ist zwischen Vertrauen und wo Vertrauensmissbrauch anfängt?
Ich will doch gar nicht allen Menschen gegenüber misstrauisch sein.

Dein Satz, er konte nicht lieben, er konnte sich nicht einlassen.
Denke du hast sehr sehr recht. Habe letzlich auch gesagt, er wäre beziehungsunfähig. Habe das tatsächlich auch so gespürt.

Das, denke ich, ist sehr, sehr wichtig. Gegangen bist Du nämlich trotzdem nicht.

Habe viel gesagt, was sich im Nachhinein als so erwiesen hat.

Lerne, Gott sei Dank, auch wieder neue, andere Menschen, Männer kennen. Gibt sehr viele liebe, gibt auch gleich von Anfang an welche, die unangenehm sind. Aber auch bei den Lieben, ist so ein merkwürdiges Gefühl.

Liegt es an mir? Oder lass ich einfach zuviel oder überhaupt Achtsamkeit walten?
Komme ich mir langsam näher, als Egomanen an mich rankommen?

Werde ich komisch im Sinne von seltsam? Außenseiterdasein?
Behandlungsbedürftig im Sinne von: Lass dich ein und du wirst schon sehn, was aus dir wird?

Liebe Entwederoder, ich weiß nicht, was in Deinem Leben alles passiert ist, vor Deiner Ehe. Aber der Mann hatte einen Zweck. An den bist Du nicht zufällig geraten. Er hat Dich mit einer Nähefassade abgespeist, die Du akzeptiert hast. Eventuell hast Du in Deinem Leben mal gelernt, dass man für Liebe eine Leistung bringen muss. Dass man Nähe nur bekommt, wenn man sie irgendwie verdient hat. Du hast Dich in dieser Ehe aufgeopfert und hast das, was Du wolltest, nicht bekommen. Ist es nicht eher das, was an Dir nagt? Du beziehst sein Verhalten auf Dich. Du warst es nicht wert, dass er treu ist, dass er nah bei Dir ist. Im Prinzip hast Du Dir damit Dein eigenes Selbstbild bestätigt. Und deshalb kommst Du davon nicht los. Bei mir jedenfalls finden sich solche Tendenzen. Vielleicht ist bei Dir auch alles ganz anders. Aber aus allem was Du schreibst, klingt genau das heraus.

Wenn Du diese Dinge für Dich auflöst, wird der Mann für Dein Weiterleben unwichtig werden. Vorher nicht.

Liebe Entwederoder, bitte, schau da hin. Tu es für Dich. Du hast was besseres verdient, als Dich so zu quälen. Jeder Mensch, egal was er tut, hat was besseres verdient, als das. Schaffen musst Du Dir das aber selbst.

Liebe Grüße, fühl Dich fest gedrückt, :in den arm nehmen:
Babette

entwederoder
11.08.2009, 18:51
Liebe Entwederoder, ich weiß nicht, was in Deinem Leben alles passiert ist, vor Deiner Ehe. Aber der Mann hatte einen Zweck. An den bist Du nicht zufällig geraten. Er hat Dich mit einer Nähefassade abgespeist, die Du akzeptiert hast. Eventuell hast Du in Deinem Leben mal gelernt, dass man für Liebe eine Leistung bringen muss. Dass man Nähe nur bekommt, wenn man sie irgendwie verdient hat. Du hast Dich in dieser Ehe aufgeopfert und hast das, was Du wolltest, nicht bekommen. Ist es nicht eher das, was an Dir nagt? Du beziehst sein Verhalten auf Dich. Du warst es nicht wert, dass er treu ist, dass er nah bei Dir ist. Im Prinzip hast Du Dir damit Dein eigenes Selbstbild bestätigt. Und deshalb kommst Du davon nicht los. Bei mir jedenfalls finden sich solche Tendenzen. Vielleicht ist bei Dir auch alles ganz anders. Aber aus allem was Du schreibst, klingt genau das heraus.

Wenn Du diese Dinge für Dich auflöst, wird der Mann für Dein Weiterleben unwichtig werden. Vorher nicht.

Liebe Entwederoder, bitte, schau da hin. Tu es für Dich. Du hast was besseres verdient, als Dich so zu quälen. Jeder Mensch, egal was er tut, hat was besseres verdient, als das. Schaffen musst Du Dir das aber selbst.

Liebe Grüße, fühl Dich fest gedrückt, :in den arm nehmen:
Babette

Liebe Babette,
Danke dir. Hier war schon einer der Sätze, die mir helfen "er hat mich mit seiner "Nähefassade" abgegespeist.
Alles, was du weiter geäußert hast stimmt absolut.
Glaube es stimmt, gelernt zu haben, dass man für Liebe Leistung bringen muss. Das man sich Nähe verdienen muss (evtl. preußisches Gedankengut :freches grinsen:).
Jetzt fängt es aber an für mich kompliziert zu werden.
Sehe es bei mir so, das ich alles gegeben habe, um geliebt zu werden. Wohl wahr und das nagst auch enorm an mir.

Was mir jetzt aber total unklar ist, und das meine ich wirklich :schild genau: (Überwindung), warum habe ich nicht gewollt, falsch: warum habe ich mich damit zufrieden geben, dass der andere von mir nicht genauso geliebt werden wollte?
Habe das jetzt nochmals gelesen und formuliere es jetzt anders: Warum habe ich es zugelassen, dass der andere so tun konnte, als hätte er mich genauso lieb.
Hm, schwierig, warum war ich so genügsam, und habe "ihn" geliebt, obwohl er keine Leistung gebracht hat (uff, vielleicht habe ich mich richtig ausgedrückt).
Das nagt tatsächlich an mir, ich habe fast mein Leben dafür gegeben (Witzig ist auch, das sich jetzt Männer für mich interessieren, die ähnlich wie Ex sind, haben nichts, können nichts, wollen nur!).

Versuche auch immer noch aus seinem Verhalten Rückschlüsse auf mich zu ziehen. Quasie, mich über ihn kennenzulernen.

Kennst du einen anderen Weg?

Danke dir sehr :kuss:, dass du mir geantwortest hast und das einfühlsam und nicht mit einem blöden Kommentar.

ficus
12.08.2009, 14:20
Auch das kommt mir ins Blickfeld.

Natürlich, da habe ich sehr viel Fantasie.
Nur ist es nicht sehr unfair von Ex mich meiner Fantasie zu überlassen? Jedes Gespräch zu vermeiden?
Hä? Läuft da irgendetwas wie, du kannst nicht hellsehen, ich halte mich (weil ich ein Problem mit mir selbst habe) bedeckt?
Letztlich zu kapitulieren und nicht mal zu wissen wovor?

Jetzt bin ich aber echt gespannt, was deiner Meinung nach
"andere Gründe" sind?

Ficus: gib mir bitte die Möglichkeit, meinen Horizont zu erweitern, indem zu mir "andere Gründe" in Wort und Sprache, hier und jetzt,
nennst.
Lass mich nicht hängen, bitte!

Gerne, entwederoder.

Andere (nicht schuldhafte) Gründe fürs Scheitern können sein:

- unterschiedliche Erwartungen an eine Partnerschaft, die letztlich nicht zu vereinbaren sind

- Prägungen aus der Zeit vor der Partnerschaft, die oft bis in die Kindheit zurürckreichen, die sich als nicht vereinbar mit den Prägungen des Partners herausstellen

- Veränderung in der Lebenseinstellung und in der Sicht auf die Welt, die während der Partnerschaft stattfinden, aber vom Partner nicht mitvollzogen werden (können)

- Missverständnisse über die "Liebe"

- und noch vieles mehr...

Inaktiver User
12.08.2009, 15:08
Macht es wirklich Sinn, einen Betrug zu beichten? Wenn es wirklich nur ein einmaliger Ausrutscher war, ist es mit Sicherheit für die Partnerschaft besser, es nicht zu beichten. Ich könnte mir vorstellen, dass eine solche Beichte der Beziehung mehr schadet als nützt.


Hallo,

ja es macht Sinn weil wenn es anders rauskommt ?

In einem Konzert triftt man einen Kollegen, stellt Ihm seine Lebespartnerin ( Seit zwei Jahren ) vor, er sagt am nächchsten Tag auf Arbeit.

Gedächtnissprotokoll :

Sorry das ich dich so doof anspreche aber führt Ihr eine " offene Beziehung " ?
Wenn man dann nein sagt bekommt das Gespräch eine rasante Wende ". Sein Bruder erzählte Ihm sowas, der ONS war auch sein Bruder.
So erlebt keine Theorie. Ihre Beichte war Tränenreich und ich noch 3 Jahre mit Ihr zusammen dann war Schluss weil Ihr
dieser " einmalige Ausrutscher " noch mal passiert ist .

Und nun ? wenn ich nun Denken würde eine Wanze für jede Frau, hätte ich heute nicht die Beziehung die ich habe.

Wie lange habe ich gebraucht für diese einfache Erkenntnis
-> 3 Jahre ich finde zu lange aber dafür spielen in meiner anhaltenden Beziehung die EX en keine Rolle mehr.

Grüsse Rocco

Dieclou
12.08.2009, 15:53
Liebe Entwederoder,

ich denke, dass es ein paar Gründe geben wird. Woher soll jemand, der keine richtige Nähe kennt, wissen, dass er keine richtige Nähe lebt? Und dann denke ich, dass jemand, der so lebt, wie wir in der Kindheit gelebt haben, Schuldgefühle bekommt, wenn er an sich denkt, seine Bedürfnisse verfolgt und verwirklicht. Trotzdem haben wir Bedürfnisse. Also ist es ein Mechanismus, dieses Dilemma zu umgehen, indem wir uns in die Probleme, die Bedürfnisse anderer stürzen, uns selbst zurücknehmen, in der Hoffnung, dass derjenige sich in dem selben Maße um ins kümmert. Was er aber natürlich nicht tut. Es lebt ja nicht jeder so wie wir. Zum Glück. Gesund ist die Haltung, die wir erlernt haben, jedenfalls nicht. Und dann ziehen wir, die wir minimalistische Anforderungen stellen, eben auch Menschen an, die nix geben. Weil wir das nicht erkennen und diese Typen aussortieren.

Nein, ich kenne keinen anderen Weg als den über uns selbst. Das ist hart und tut schweinesauweh. Ohne Therapie würde ich das nicht schaffen. Ich hätte niemals durchschaut, welche Ausmaße das alles in meinem Leben hat, wo ich es mir selber schwer mache, und mit wie viel Härte und Druck ich gegen mich selber vorgehe. Schon das Wissen darum hat so viel verändert. Das möchte ich nicht mehr rückgängig machen. Gleichwohl es schwer ist, Verhaltensmuster, die ich in den letzten drei Jahrzehnten erworben habe, zu verändern. Trotzdem fühle ich mich mitunter seltsam euphorisch, regelrecht frei.

Jedenfalls denke ich, dass Du Dir jetzt die richtigen Fragen stellst. Sie lauten: Was sagt das alles über mich aus? und: Warum habe ich mich damit zufriedengegeben? Ich würde Dir sehr wünschen, dass Du diesen Weg weitergehen kannst. Das ist nämlich jener welcher rausführt.

LG
Babette

entwederoder
12.08.2009, 17:43
Gerne, entwederoder.

Andere (nicht schuldhafte) Gründe fürs Scheitern können sein:

- unterschiedliche Erwartungen an eine Partnerschaft, die letztlich nicht zu vereinbaren sind

- Prägungen aus der Zeit vor der Partnerschaft, die oft bis in die Kindheit zurürckreichen, die sich als nicht vereinbar mit den Prägungen des Partners herausstellen

- Veränderung in der Lebenseinstellung und in der Sicht auf die Welt, die während der Partnerschaft stattfinden, aber vom Partner nicht mitvollzogen werden (können)

- Missverständnisse über die "Liebe"

- und noch vieles mehr...

Womit ich immer noch nicht klarkomme ist, warum "nicht schuldhaft?", wenn gelogen wird, hintergangen wird und letzlich betrogen wird?
Verstehe alles, was du versuchtst zu erklären!
Ich habe ihn nicht nur einmal gebeten mit mir zu reden! Mir zu sagen, was seiner meiner nach nicht richtig läuft.
Wie ´kann es Missverständnisse geben, wenn einer sich weigert, zu reden? Entstehen Missverständnisse nicht, wenn man n i c h t komunizieren will.
Warum will jemand Missverständisse aufkommen lassen? Warum verweigert sich der andere jeglichem Gespräch?
In meinen Augen nur feige, weil dann Dinge auf den Tisch kämen, die man gerne für sich behalten möchte. Weil man so bleiben möchte, wie man ist.
Da gab es keine Missverständnisse! Für ihn war alles klar.

Womit könnte ich sonst jegliche Gesprächsverweigerung erklären?

Die ständige Flucht?

Alles, was du sagst, mag richtig sein!

Wer bei deinen Ausführungen jedoch aus und vor gelassen wird, ist der Partner. Der Mensch, der daneben lebt. Der scheinbar zusehen soll, bis der andere in seiner Entwicklung fertig ist.

Bei allem Verständnis für Menschen, die Beziehungen eingehen in der Meinung, sich in ihnen zum vollständigen Mänchen zu entwickeln.
Soll der andere stillstehen, zusehen, wie sich "Partner" zu eigenen Lasten entwickelt? Soll Demütigungen, vermeintliche Missverständisse, extreme Grobheiten, weil sie der Entwicklung des Partners dienen, hinnehmen?

Nur zum Thema, es wurde sich ausgetauscht, die Beziehung in diesem Sinne eingegangen!
Wenn, der andere dieses Basis verlässt, hat er es zu sagen und nicht den Partner als "Experimentierfeld" für sein Ego zu benutzen!

Leider ist das immer und immer wieder so!

Warum wird mal wohl im Laufe der Jahre immer misstrauischer?
Es lebe der Egoismus, und immer nur der eigene!

Liebe?

Pepkuss, war echt geil. Alles eine Frage der Interpretation.

Jedem seine Sicht auf sich selbst!

entwederoder
12.08.2009, 18:02
Liebe Entwederoder,

ich denke, dass es ein paar Gründe geben wird. Woher soll jemand, der keine richtige Nähe kennt, wissen, dass er keine richtige Nähe lebt? Und dann denke ich, dass jemand, der so lebt, wie wir in der Kindheit gelebt haben, Schuldgefühle bekommt, wenn er an sich denkt, seine Bedürfnisse verfolgt und verwirklicht. Trotzdem haben wir Bedürfnisse. Also ist es ein Mechanismus, dieses Dilemma zu umgehen, indem wir uns in die Probleme, die Bedürfnisse anderer stürzen, uns selbst zurücknehmen, in der Hoffnung, dass derjenige sich in dem selben Maße um ins kümmert. Was er aber natürlich nicht tut. Es lebt ja nicht jeder so wie wir. Zum Glück. Gesund ist die Haltung, die wir erlernt haben, jedenfalls nicht. Und dann ziehen wir, die wir minimalistische Anforderungen stellen, eben auch Menschen an, die nix geben. Weil wir das nicht erkennen und diese Typen aussortieren.

Nein, ich kenne keinen anderen Weg als den über uns selbst. Das ist hart und tut schweinesauweh. Ohne Therapie würde ich das nicht schaffen. Ich hätte niemals durchschaut, welche Ausmaße das alles in meinem Leben hat, wo ich es mir selber schwer mache, und mit wie viel Härte und Druck ich gegen mich selber vorgehe. Schon das Wissen darum hat so viel verändert. Das möchte ich nicht mehr rückgängig machen. Gleichwohl es schwer ist, Verhaltensmuster, die ich in den letzten drei Jahrzehnten erworben habe, zu verändern. Trotzdem fühle ich mich mitunter seltsam euphorisch, regelrecht frei.

Jedenfalls denke ich, dass Du Dir jetzt die richtigen Fragen stellst. Sie lauten: Was sagt das alles über mich aus? und: Warum habe ich mich damit zufriedengegeben? Ich würde Dir sehr wünschen, dass Du diesen Weg weitergehen kannst. Das ist nämlich jener welcher rausführt.

LG
Babette

Liebe Babette,
warum ich mich damit zufrieden gegeben habe, weiß ich und wusste es von Anfang an. Ob ich so erzogen wurde, weiß ich nicht, aber ich lebe nach dem Stil, geben ohne zu nehmen gibt es nicht. Um Liebe zu bekommen, muss man Liebe geben. Um nehmen zu dürfen, muss man geben.
Selbstverständlich bin ich enttäuscht, wenn ich gebe und nicht bekomme. Das passiert in meinem Leben ständig. Aber bei "Nebensächlichkeiten".
Nicht in 20 Jahren Beziehung. Das tut soooooooooooooooo weh.
Komme mir zwischenzeitlich wie eine ausgenutzte taube blöde naive blindwüdig nach Liebe hechelnde Nuss vor.
Frage mich trotzdem, wie der andere drauf sein muss, zu nehmen ohne zu geben?
Na ja, Pepkuss (Ähnlichkeiten mit meinem Ex wären rein zufällig und jede Userin kennt ihn aus eigenen Erfahrungen) ist ja der Meinung,
alles eine Frage der Interpretation!

sila55
12.08.2009, 18:39
Zitat entwederoder:
Wie ´kann es Missverständnisse geben, wenn einer sich weigert, zu reden? Entstehen Missverständnisse nicht, wenn man n i c h t komunizieren will. Warum will jemand Missverständisse aufkommen lassen? Warum verweigert sich der andere jeglichem Gespräch?In meinen Augen nur feige, weil dann Dinge auf den Tisch kämen, die man gerne für sich behalten möchte. Weil man so bleiben möchte, wie man ist.
Da gab es keine Missverständnisse! Für ihn war alles klar.

Liebe entwederoder,

es ist nicht schön, wenn jemand schweigt, obwohl es viel zu reden gäbe. Aber letztlich ist das nicht zu ändern. Ich kann dir wie diclou nur raten, bei dir zu bleiben und nicht zu rätseln, warum sich dein Mann so und nicht anders verhält oder verhalten hat.
Das ist seine Sache. Für dich geht es darum, wieder Tritt zu fassen und einen Neuanfang hinzubekommen.

Viele Grüße
Sila

entwederoder
12.08.2009, 20:04
Zitat entwederoder:
Wie ´kann es Missverständnisse geben, wenn einer sich weigert, zu reden? Entstehen Missverständnisse nicht, wenn man n i c h t komunizieren will. Warum will jemand Missverständisse aufkommen lassen? Warum verweigert sich der andere jeglichem Gespräch?In meinen Augen nur feige, weil dann Dinge auf den Tisch kämen, die man gerne für sich behalten möchte. Weil man so bleiben möchte, wie man ist.
Da gab es keine Missverständnisse! Für ihn war alles klar.

Liebe entwederoder,

es ist nicht schön, wenn jemand schweigt, obwohl es viel zu reden gäbe. Aber letztlich ist das nicht zu ändern. Ich kann dir wie diclou nur raten, bei dir zu bleiben und nicht zu rätseln, warum sich dein Mann so und nicht anders verhält oder verhalten hat.
Das ist seine Sache. Für dich geht es darum, wieder Tritt zu fassen und einen Neuanfang hinzubekommen.

Viele Grüße
Sila

Lieben Dank sila 55,

wie er mit sich zurechtkommt, sehe ich auch als seine Sache.
Anderseits suche ich leider immer noch danach, wo ich mich verlassen habe. Wo und wie fing es an, dass ich im wahrsten Worte blind wurde. Es nagt an mir.
Würde gerne bei mir bleiben, wenn ich wüsste, wo ich mich verloren habe und warum.
Freilich lebe ich jetzt mein Leben und das für mich und mit mir.
Es macht mir aber enorm Angst, wieder eine "Beziehung" eingehen zu möchten und nicht zu wissen, darf ich wirklich bzw. dürfte ich wirklich.?
Wo, und wann würde ich wieder so weit gehen blind zu sein?
Das Leben wird immer kürzer, um die gleichen Fehler (oder ähnliche) zu machen!
Möchte gerne Vertrauen dürfen, aber nicht um den Preis, verkauft wieder zu werden.
Vieleicht, braucht es auch noch etliches an Jahren, nur wer weiß, wie viele es noch hat?
Werde schon wieder hektisch! Endschuldigung.

sila55
12.08.2009, 20:35
Lieben Dank sila 55,

wie er mit sich zurechtkommt, sehe ich auch als seine Sache.
Anderseits suche ich leider immer noch danach, wo ich mich verlassen habe. Wo und wie fing es an, dass ich im wahrsten Worte blind wurde. Es nagt an mir.
Würde gerne bei mir bleiben, wenn ich wüsste, wo ich mich verloren habe und warum.
Freilich lebe ich jetzt mein Leben und das für mich und mit mir.
Es macht mir aber enorm Angst, wieder eine "Beziehung" eingehen zu möchten und nicht zu wissen, darf ich wirklich bzw. dürfte ich wirklich.?
Wo, und wann würde ich wieder so weit gehen blind zu sein?
Das Leben wird immer kürzer, um die gleichen Fehler (oder ähnliche) zu machen!
Möchte gerne Vertrauen dürfen, aber nicht um den Preis, verkauft wieder zu werden.
Vieleicht, braucht es auch noch etliches an Jahren, nur wer weiß, wie viele er noch hat?
Werde schon wieder hektisch! Endschuldigung.

Nur ruhig, liebe entwederoder, jede Veränderung im Leben kommt zum richtigen Zeitpunkt und es ist für nichts zu spät.

Kann die Angst vor einer neuen Beziehung verstehen. In dem Masse, wie du bei dir bist, wirst du nicht mehr getäuscht werden können.

Ich kann dir nicht sagen, an welcher Stelle du blind geworden bist. Vielleicht hast dir zu lange etwas vorgemacht und nicht wahrhaben wollen, dass es zwischen euch nicht mehr gut lief.

Dein Mann hat im Gespräch aus irgendeinem Grund keinen Sinn mehr gesehen und sich zurückgezogen.

Schau nach vorne, dein Leben liegt vor dir. Ich bin sicher, dass du durch die ganze Geschichte etwas gelernt hast. Aber das wird sich erst zeigen, wenn es so weit ist und du nach vorne gehst.

Schönen Gruß
sila

Dieclou
13.08.2009, 00:08
Liebe Entwederoder,

hast Du denn das Gefühl, dass Du vor dieser Beziehung bei Dir warst?
LG
Babette

entwederoder
13.08.2009, 18:20
Liebe Entwederoder,

hast Du denn das Gefühl, dass Du vor dieser Beziehung bei Dir warst?
LG
Babette

Hallo Babette,
erstmal bin ich entsetzt, dass hier ein User nach dem anderen gesperrt wird. Keine Ahnung warum? Aber auch ohne zu wissen, finde ich es beängstigend!

Und ja, ich war so nahe bei mir, dass ich bei allem, was ich bis zu dem Zeitpunkt erlebt hatte, keine neue Beziehung eingehen wollte.
Ich war davon überzeugt, dass es für mich nicht den richtigen Partner gibt.

Er hat mich glauben lassen, dass er es wäre. Damals haben wir noch sehr viel miteinander geredet.
Ich hatte Vertrauen gefasst und mich geöffnet.

Hatte meine Grundangst vor dem Mann an sich in Vertrauen zu ihm als Menschen umorientiert und vermeintliche "Entgleisungen", wie

"zieh dir erst mal was geiles an, bevor wir Sex haben"

, als ich pur gerne Sex mit ihm gehabt hätte, (obgleich ich damals sicher auch ohne Reizwäsche reizvoll für jeden gewesen wäre, der mich lieb gehabt hätte, da ich, wie mir immer bestätigt wird und wurde, sehr lecker aussehe und die Maße 90x60x90 hatte)
hingenommen.

Zugegeben, ich wollte schwanger werden! Dachte, wir möchten es beide.
Damals hatte ich ein merkwürdiges Gefühl. Habe neckische Sachen angezogen und kam mir wie vergewaltigt vor. Fand es fürchterlich.
Heute weiß ich, dass er dazumal schon nach Sexgeschichten inseriert (und den Telefonanrufen, die aufgelegt haben, wenn ich dran war) auch gehabt hatte.
Wir waren da schon verheiratet und er hat noch nicht gearbeitet (merkwürdig, warum fällt mir gerade auf, dass immer, wenn er enorm mies mir gegenüber war, nicht gearbeitet hat? Nach unserer Trennung war er wieder arbeitslos. Uff, denke das Schicksal hat es mit mir diesmal echt gut gemeint!).

Und auf deine Frage, damals war ich mir näher als jetzt.

Damals war ich noch jung und die Beziehung, die mir damals das Herz gebrochen hat, ging zumindest so zu Ende, dass zumindest einige Zeit lang noch eine Wertschätzung da war. Bis der Kontakt völlig abgebrochen ist.

?

Inaktiver User
13.08.2009, 18:29
Lieben Dank sila 55,

wie er mit sich zurechtkommt, sehe ich auch als seine Sache.
Anderseits suche ich leider immer noch danach, wo ich mich verlassen habe. Wo und wie fing es an, dass ich im wahrsten Worte blind wurde. Es nagt an mir.
Würde gerne bei mir bleiben, wenn ich wüsste, wo ich mich verloren habe und warum.
Freilich lebe ich jetzt mein Leben und das für mich und mit mir.
Es macht mir aber enorm Angst, wieder eine "Beziehung" eingehen zu möchten und nicht zu wissen, darf ich wirklich bzw. dürfte ich wirklich.?
Wo, und wann würde ich wieder so weit gehen blind zu sein?
Das Leben wird immer kürzer, um die gleichen Fehler (oder ähnliche) zu machen!
Möchte gerne Vertrauen dürfen, aber nicht um den Preis, verkauft wieder zu werden.
Vieleicht, braucht es auch noch etliches an Jahren, nur wer weiß, wie viele es noch hat?
Werde schon wieder hektisch! Endschuldigung.

Liebe entwederoder,

Genau diese Frage hat mir auch lange zu schaffen gemacht. Warum habe ich mir das alles gefallen lassen? Wann , wo und wie fing es an?

Heue denke ich mir, dass es die kleinen und kleinsten Schritte in die falsche Richtung waren. Jeder Schritt so klein, dass er für sich allein betrachtet nicht der Rede wert ist. Aber nach 16 Jahren (bei dir 20 Jahre) stellt man dann plötzlich fest, wie sehr sich diese kleinen Schritte summiert haben und welch weiten Weg man in Summe zurück gelegt hat.

Ich hab mir oft gedacht: Ach was, soll ich jetzt deshalb, wegen dieser Kleinigkeit, eine Diskussion oder vll sogar Streit beginnen?
Und so kommt Kleinigkeit zu Kleinigkeit. Und irgendwann mal ist aus den vielen Kleinigkeiten ein riesiger Berg geworden. Stell dir vor du trägst 20 Jahre lang tägliche einen oder mehrere kleine Kieselsteine auf einen Haufen zusammen. Wie groß ist dieser Steinhaufen nach vielen Jahren!

Und so verändern wir uns, bzw. verbiegen wir uns jeden Tag ein allerkleinstes Stückchen mehr.

Verzeih dir selbst.

lg, Lm

entwederoder
13.08.2009, 19:24
Liebe Entwederoder,

hast Du denn das Gefühl, dass Du vor dieser Beziehung bei Dir warst?
LG
Babette

Hatte eben einen langen Beitrag geschrieben. Im Eifer meiner Gefühle wahrscheinlich (?) antworten vergessen einzugeben (musss wohl so sein!).

Deshalb jetzt sehr viel kürzer: schon.

Zwar damals noch lange nicht fertig, aber doch sehr zielgerichtet in meinem Leben. Und zwar leisten, um zu genießen.

Er hat mir vermittelt, dass er die gleichen Ziele hat! :zauberer::aetsch:
Leider nur sprachlich. Nur wie heißt es so schön "die Hoffnung stirbt zuletzt".

Und ja, vor dieser Beziehung, hatte ich zwei festere Beziehungen, die eine war sehr jung, zu jung (ich 16, er 18), die nächste (ich 19 er 21). An der letzte habe ich sehr lange gelitten. Habe mich befreit und bin mit 27 diese eingegangen. Hat ja auch lange gehalten :freches grinsen:.
Wäre nicht so gewesen, wenn ich Kontaktanzeigen lesen würde bzw. mich später in Kontaktbören informiert hätte :freches grinsen:

Jetzt bin ich leider bei beidem sehr bei mir!
Leider könnte ich kotzen, wenn ich immer und immer wieder lese: bin gebunden und möchte es auch bleiben!
Schau mir das alles wahrscheinlich mit einem gewissen bzw. sehr sicher unter einen bestimmten Aspekt an, da ich ja tatsächlich nicht wirklich suche. Ist eher Bestätigung, was ich mit Mitte 20 schon geahnt hatte, leider der Hoffnung erlegen war.

Leider macht, dass Wissen, was ich mittlerweile weiß, was er in der Beziehung nebenbei getan hat, alles was ich als bisher gut befunden habe kaputt.
Er war der Meinung, es gab auch gute Zeiten. Welche? Die, für ihn, als er unverfroren sein Leben ausgelebt hat während ich naiv für uns gesorgt habe?
Dammet. Weiß ja, hilft nichts.

Trotzdem, dieses Gefühl (es war zwar nur Illusion) kennengelernt zu haben, dass man geliebt wird, macht süchtig.

Würde es wirklich gerne in tatsächlich und ehrlich erleben :Sonne:.

sila55
13.08.2009, 19:52
Er war der Meinung, es gab auch gute Zeiten. Welche? Die, für ihn, als er unverfroren sein Leben ausgelebt hat während ich naiv für uns gesorgt habe?
Dammet. Weiß ja, hilft nichts.


Gab es deiner Meinung nach nichts, was an eurer Beziehung gut war? War aus deiner rückblickenden Sicht alles eine Illusion?

Du hast "naiv" für euch gesorgt? Damit stellst du nicht selbst als die Dumme in eurer Beziehung dar, die sich bloß ausnutzen ließ. Das ist für deinen Partner auch nicht unbedingt prickelnd, wenn du dir diese Rolle selbst zuschreibst. Wenn du es so wahrnimmst, war sicherlich nichts Gutes aus deiner Sicht.

Er hat vermutlich an was anderes gedacht, als er sagte, es gab auch gute Zeiten. Ich denke, die gibt es in jeder Beziehung. Irgendwann fing ja alles an und man wäre nicht zueinandergekommen, wenn man nicht irgendeinen "Gewinn" davon gehabt hätte.

Für manche Paare ist diese Basis definitiv zu schmal, bzw. man macht sich Illusionen darüber. Aber dass da gar nichts Gutes gewesen sein soll, das finde ich eine ziemlich harte Aussage.

entwederoder
13.08.2009, 19:59
Liebe entwederoder,

Genau diese Frage hat mir auch lange zu schaffen gemacht. Warum habe ich mir das alles gefallen lassen? Wann , wo und wie fing es an?

Heue denke ich mir, dass es die kleinen und kleinsten Schritte in die falsche Richtung waren. Jeder Schritt so klein, dass er für sich allein betrachtet nicht der Rede wert ist. Aber nach 16 Jahren (bei dir 20 Jahre) stellt man dann plötzlich fest, wie sehr sich diese kleinen Schritte summiert haben und welch weiten Weg man in Summe zurück gelegt hat.

Ich hab mir oft gedacht: Ach was, soll ich jetzt deshalb, wegen dieser Kleinigkeit, eine Diskussion oder vll sogar Streit beginnen?
Und so kommt Kleinigkeit zu Kleinigkeit. Und irgendwann mal ist aus den vielen Kleinigkeiten ein riesiger Berg geworden. Stell dir vor du trägst 20 Jahre lang tägliche einen oder mehrere kleine Kieselsteine auf einen Haufen zusammen. Wie groß ist dieser Steinhaufen nach vielen Jahren!

Und so verändern wir uns, bzw. verbiegen wir uns jeden Tag ein allerkleinstes Stückchen mehr.

Verzeih dir selbst.

lg, Lm

Deiner Aussage kann ich nur uneingeschränkt zustimmen :kuss:
Ist es in Beziehungsarbeit aber nicht sehr schwierig, bei sich zu bleiben und andererseits nicht sofort überzureagieren?
vor allem, wenn es dem Partner, meist ja Männern, absolut an Sensibilität fehlt?
Ich weiß, frau muss spüren. Frau muss, Frau uss müssen........
Keine Ahnung, bin es so leid. Unendlich leid.
Deine Erkenntnis halte ich für absolut für Frauen richtig. Wie kommst du damit zurecht?

entwederoder
13.08.2009, 20:57
Gab es deiner Meinung nach nichts, was an eurer Beziehung gut war? War aus deiner rückblickenden Sicht alles eine Illusion?

Du hast "naiv" für euch gesorgt? Damit stellst du nicht selbst als die Dumme in eurer Beziehung dar, die sich bloß ausnutzen ließ. Das ist für deinen Partner auch nicht unbedingt prickelnd, wenn du dir diese Rolle selbst zuschreibst. Wenn du es so wahrnimmst, war sicherlich nichts Gutes aus deiner Sicht.

Er hat vermutlich an was anderes gedacht, als er sagte, es gab auch gute Zeiten. Ich denke, die gibt es in jeder Beziehung. Irgendwann fing ja alles an und man wäre nicht zueinandergekommen, wenn man nicht irgendeinen "Gewinn" davon gehabt hätte.

Für manche Paare ist diese Basis definitiv zu schmal, bzw. man macht sich Illusionen darüber. Aber dass da gar nichts Gutes gewesen sein soll, das finde ich eine ziemlich harte Aussage.

Weiß nicht, ob du das Lied von Wolfsheim kennt "Kein zurück".
Eine Arbeitskollegin, die eher zur guten Vertrauten geworden ist, hat zu mir gesagt, es ist traurig, das alles, was evtl. mal gut war im nachhinein schlecht geworden ist.
Und es ist war. Alles was ich heute weiß, alles was ich weiß (und wie er selbst gesagt hat, ich wüsste nicht mal die Hälfte), macht alles, was ich jemals für gut empfunden habe, einfach falsch. Das, was ich in meinem Sinne erlebt habe, war nie so, wie es real war.

Keine Ahnung, wie es dir gehen würde, wenn dir dein Mann morgens über den Kopf streichelt, dir einen Kuss gibt, während du elend und krank im Bett liegst und Monate später entdecktst du im Internet Bilder (genau von diesem Tag), wie er f..... Du hast dich an diesem Tag nur gefragt, warum kommt er so spät nach Hause, obwohl er weiß, dass du krank bist und ihn gerne bei dir hättest.
Am nächsten Tag, fragst du ihn warum er so spät gekommen ist und über die nicht übersehbaren Anzeichen nach an seinem Körper und er ist nur aggressiv, macht dich runter, demütigt dich.
Wie gesagt, die Bilder habe ich erst Monate später gesehen.
Es wird alles schlecht. Die ganzen Jahre, nicht nur der einzelne Tag.

sila55
13.08.2009, 21:57
Ok, dann ist das wohl so.
Hak ihn und diese Geschichte ab.
Beschäftige dich nicht mehr damit.
Es vergiftet deine Psyche.
Gönne dir gute Erfahrungen.
Es gibt sie.

sila55
13.08.2009, 22:09
Keine Ahnung, wie es dir gehen würde, wenn dir dein Mann morgens über den Kopf streichelt, dir einen Kuss gibt, während du elend und krank im Bett liegst und Monate später entdecktst du im Internet Bilder (genau von diesem Tag), wie er f..... Du hast dich an diesem Tag nur gefragt, warum kommt er so spät nach Hause, obwohl er weiß, dass du krank bist und ihn gerne bei dir hättest.
Am nächsten Tag, fragst du ihn warum er so spät gekommen ist und über die nicht übersehbaren Anzeichen nach an seinem Körper und er ist nur aggressiv, macht dich runter, demütigt dich.
Wie gesagt, die Bilder habe ich erst Monate später gesehen.
Es wird alles schlecht. Die ganzen Jahre, nicht nur der einzelne Tag.

Dazu noch ein paar Fragen:
- wie hast du das im Internet "entdeckt"?
- wer hat das dort reingestellt?
- hatte er angekündigt, dass er am Abend bald nach Hause kommen werde?
- worin bestanden die nicht übersehbaren Anzeichen an seinem Körper?

Inaktiver User
14.08.2009, 09:29
Deiner Aussage kann ich nur uneingeschränkt zustimmen :kuss:
Ist es in Beziehungsarbeit aber nicht sehr schwierig, bei sich zu bleiben und andererseits nicht sofort überzureagieren?
vor allem, wenn es dem Partner, meist ja Männern, absolut an Sensibilität fehlt?
Ich weiß, frau muss spüren. Frau muss, Frau uss müssen........
Keine Ahnung, bin es so leid. Unendlich leid.
Deine Erkenntnis halte ich für absolut für Frauen richtig. Wie kommst du damit zurecht?

Das ist mir am Anfang auch sehr schwer gefallen. Ich hatte in dieser Beziehung ein Selbstbild, das mit der Wirklichkeit in nichts übereinstimmte. Dieses Selbstbildnis war mir aber sehr lieb geworden und gehörte zu meiner Identität dazu. Aber ich hab mich selbst damit angelogen. Daher hab ich auch so sehr nach dem Begriff der Lüge gefragt in einem anderen Thread.
Wer kann uns noch mehr anlügen als wir uns selbst? Warum hab ich das gemacht, mich selbst so anzulügen?
Um zu überleben, um in dieser destruktiven Beziehung, in der ich lebte, eine Überlebenschance zu haben, UND sie nicht beenden zu müssen.

Beides sind doch zutiefst menschliche Gründe. Deshalb kann ich mir heute selber verzeihen. Mit der Beendigung der Beziehung hab ich mir mein Selbst zurück geholt und das einzig Richtige für meine Kinder getan. Das war nicht leicht und ich bin stolz auf mich.

Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern aber die Zukunft ist unser, solange wir die Vergangenheit dort sein lassen wo sie hin gehört.
Es ist vorbei! Und die Zukunft beginnt in der Gegenwart - JETZT.

Wunden lecken ist gut, das braucht jeder mal aber man kann sie auch offen halten. Willst du das wirklich?

Dein Mann war beziehungsunfähig, gemein, hinterhältig, was weiss ich noch alles, mag alles sein....
Er hat dich verletzt. Du bist also berechtigt Schmerz zu empfinden.
Aber irgendwann mal, wenn du dazu bereit bist, lass den Schmerz los, er hat nicht dich schlecht gemacht durch sein Benehmen sondern sich selber.

Die Zukunft beginnt in uns selbst und jetzt.

lg, Lm

entwederoder
15.08.2009, 13:31
Dazu noch ein paar Fragen:
- wie hast du das im Internet "entdeckt"?
- wer hat das dort reingestellt?
- hatte er angekündigt, dass er am Abend bald nach Hause kommen werde?
- worin bestanden die nicht übersehbaren Anzeichen an seinem Körper?

Verstehe nicht, was deine Fragen mit den Tatsachen zu tun haben?
Warum ist das wichtig?

entwederoder
15.08.2009, 13:59
Das ist mir am Anfang auch sehr schwer gefallen. Ich hatte in dieser Beziehung ein Selbstbild, das mit der Wirklichkeit in nichts übereinstimmte. Dieses Selbstbildnis war mir aber sehr lieb geworden und gehörte zu meiner Identität dazu. Aber ich hab mich selbst damit angelogen. Daher hab ich auch so sehr nach dem Begriff der Lüge gefragt in einem anderen Thread.
Wer kann uns noch mehr anlügen als wir uns selbst? Warum hab ich das gemacht, mich selbst so anzulügen?
Um zu überleben, um in dieser destruktiven Beziehung, in der ich lebte, eine Überlebenschance zu haben, UND sie nicht beenden zu müssen.

Beides sind doch zutiefst menschliche Gründe. Deshalb kann ich mir heute selber verzeihen. Mit der Beendigung der Beziehung hab ich mir mein Selbst zurück geholt und das einzig Richtige für meine Kinder getan. Das war nicht leicht und ich bin stolz auf mich.

Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern aber die Zukunft ist unser, solange wir die Vergangenheit dort sein lassen wo sie hin gehört.
Es ist vorbei! Und die Zukunft beginnt in der Gegenwart - JETZT.

Wunden lecken ist gut, das braucht jeder mal aber man kann sie auch offen halten. Willst du das wirklich?

Dein Mann war beziehungsunfähig, gemein, hinterhältig, was weiss ich noch alles, mag alles sein....
Er hat dich verletzt. Du bist also berechtigt Schmerz zu empfinden.
Aber irgendwann mal, wenn du dazu bereit bist, lass den Schmerz los, er hat nicht dich schlecht gemacht durch sein Benehmen sondern sich selber.

Die Zukunft beginnt in uns selbst und jetzt.

lg, Lm

Liebe Lm,
du hast sicher mit allem Recht, was zu mir als Hilfe auf den Weg gibst.
Danke dir :wangenkuss:
Vielleicht bin ich ja "nur" in meinen Grundfesten total erschüttert und brauche noch sehr sehr viel Zeit.
Irgendwo in meinem Bauch habe ich jedoch ein sehr ungutes Gefühl.
Zusammengefasst: Beziehungsunfähigkeit, Hinterhältigkeit, Kälte, Schweigen, gehen!
Empfinde nur ich sowas als "merkwürdig, krank, unheimlichlich, beängstigend" ?

Inaktiver User
17.08.2009, 08:14
Liebe Lm,
du hast sicher mit allem Recht, was zu mir als Hilfe auf den Weg gibst.
Danke dir :wangenkuss:
Vielleicht bin ich ja "nur" in meinen Grundfesten total erschüttert und brauche noch sehr sehr viel Zeit.
Irgendwo in meinem Bauch habe ich jedoch ein sehr ungutes Gefühl.
Zusammengefasst: Beziehungsunfähigkeit, Hinterhältigkeit, Kälte, Schweigen, gehen!
Empfinde nur ich sowas als "merkwürdig, krank, unheimlichlich, beängstigend" ?

Liebe entwederoder,

merkst du, wie du deine Gefühle von ihm abhängig machst?
Er ist ....... und du fühlst..... als Reaktion darauf.
Wie gesagt, du bist berechtigt, das alles zu fühlen. Wenn wir verletzt werden, dann dürfen wir uns auch verletzt fühlen. Das ist ja das Schlimme, dass uns Frauen immer wieder eingeredet wird, wir hätten alles hinzunehmen und es geht uns doch gut, also worüber regen wir uns auf etc...
Aufgefallen ist mir das" beängstigend".
Wovor hast du genau Angst? Vor ihm? Vor dir? Vor der Situation? Vor der Veränderung? Vor der Erkenntnis unangenehmer Wahrheiten? Vor dem Leben ohne ihn? Vor .... ? Vor ...?

"Angst essen Seele auf" Dieses Zitat gehört zwar woanders hin, aber es passt, denk ich mir. Die Angst nimmt dir Kraft, die Angst lässt dein Leben grau erscheinen, die Angst nimmt sehr viel Energie.

Was ist so beängstigend für dich?

lg, Lm

entwederoder
19.08.2009, 21:18
Liebe entwederoder,

merkst du, wie du deine Gefühle von ihm abhängig machst?
Er ist ....... und du fühlst..... als Reaktion darauf.
Wie gesagt, du bist berechtigt, das alles zu fühlen. Wenn wir verletzt werden, dann dürfen wir uns auch verletzt fühlen. Das ist ja das Schlimme, dass uns Frauen immer wieder eingeredet wird, wir hätten alles hinzunehmen und es geht uns doch gut, also worüber regen wir uns auf etc...
Aufgefallen ist mir das" beängstigend".
Wovor hast du genau Angst? Vor ihm? Vor dir? Vor der Situation? Vor der Veränderung? Vor der Erkenntnis unangenehmer Wahrheiten? Vor dem Leben ohne ihn? Vor .... ? Vor ...?

"Angst essen Seele auf" Dieses Zitat gehört zwar woanders hin, aber es passt, denk ich mir. Die Angst nimmt dir Kraft, die Angst lässt dein Leben grau erscheinen, die Angst nimmt sehr viel Energie.

Was ist so beängstigend für dich?

lg, Lm

Die Frage ist relativ einfach zu beantworten.
Nachdem ich herausgefunden habe, dass er über Jahr hinter meinem Rücken agiert hat und zudem mich als "Abwehr" benutzt hat, über die auf mich gelaufenen Anmeldedaten "gehaust" hat.
Und all das zeigt mir, dass da absolut keine Hemmschwelle vorhanden war. Er hat agiert in der Wahrnehmung, die Folgen muss er nicht tragen.

"Ich habe nicht "das" getan, was du denkst!
Keine Ahnung, du siehst doch, dass der PV "fremdbestimmt" wird.
Damit habe ich "nichts" zu tun.
Stell dich nicht so an, andere stellen sich auch nicht so an! (sehr verkürzt).

Und ja "Angst essen Seele auf".
Die Angst besteht aus dem was er in der Vergangenheit getan hat. Er hat dies gewolt und bewusst

und f e i g e, wie er ist, alles zu meinen Lasten getan.

Ich glaube nicht, wie der gestrickst ist
(übrigens, suche ich hier das Entfernen von überschreiben!)
dass der seine "Taten und Einstellungen" auf den künftig genutzten PC übernommen hat.

Er hat sich ja auch von seinen dazumal " gleichgesinnten und pc-mäßig versierten" Mitmenschen Hilfe geholt.

Und ja, liebe lm, nicht nur die Angst vor dem was er getan hat, mit Energie.
Energie nimmt auch, dass ich Ziele hatte, die ich alleine nicht verfolen kann, weil sie keinen Sinn mehr machen.

Was macht es für einen Sinn, sich den A.. aufzureißen, um gemeinsam zu genießen zu wollen
un der andere hat andere Ziele..... und genießt den Aufwand so nebenbei?
(denk dir das d, es nervt, diese Überschreibungen)

Ja und ich sehe, dass ich meine Gefühle von ihm "manchmal" abhängig mache. Zum Glück immer weniger.

Was mich im Moment allerdings ziemlich nervt ist, da Bri mir dir Möglickeit nimmt, meine Antworten zu verfeinern.
Möchte vieles besser sagen, ohne alles nochmals schreiben zu müssen.

Hallo leave_me,
danke dir dass du dich überhaupt mit mir abgibst.
Habe gestern auch wieder Menschen kennengelernt, die ich für wertvoll halte.
Macht einfach Hoffnung :Sonne:

Menschen, die arbeiten gehen, die für sich selbst sorgen, die ihre Hormone im Griff haben, einfach Menschen, die Gesellschaftstauglich sind.
War eine schöne Erfahrung!

entwederoder
19.08.2009, 22:00
Die Frage ist relativ einfach zu beantworten.
Nachdem ich herausgefunden habe, dass er über Jahr hinter meinem Rücken agiert hat und zudem mich als "Abwehr" benutzt hat, über die auf mich gelaufenen Anmeldedaten "gehaust" hat.
Und all das zeigt mir, dass da absolut keine Hemmschwelle vorhanden war. Er hat agiert in der Wahrnehmung, die Folgen muss er nicht tragen.

"Ich habe nicht "das" getan, was du denkst!
Keine Ahnung, du siehst doch, dass der PV "fremdbestimmt" wird.
Damit habe ich "nichts" zu tun.
Stell dich nicht so an, andere stellen sich auch nicht so an! (sehr verkürzt).

Und ja "Angst essen Seele auf".
Die Angst besteht aus dem was er in der Vergangenheit getan hat. Er hat dies gewolt und bewusst

und f e i g e, wie er ist, alles zu meinen Lasten getan.

Ich glaube nicht, wie der gestrickst ist
(übrigens, suche ich hier das Entfernen von überschreiben!)
dass der seine "Taten und Einstellungen" auf den künftig genutzten PC übernommen hat.

Er hat sich ja auch von seinen dazumal " gleichgesinnten und pc-mäßig versierten" Mitmenschen Hilfe geholt.

Und ja, liebe lm, nicht nur die Angst vor dem was er getan hat, mit Energie.
Energie nimmt auch, dass ich Ziele hatte, die ich alleine nicht verfolen kann, weil sie keinen Sinn mehr machen.

Was macht es für einen Sinn, sich den A.. aufzureißen, um gemeinsam zu genießen zu wollen
un der andere hat andere Ziele..... und genießt den Aufwand so nebenbei?
(denk dir das d, es nervt, diese Überschreibungen)

Ja und ich sehe, dass ich meine Gefühle von ihm "manchmal" abhängig mache. Zum Glück immer weniger.

Was mich im Moment allerdings ziemlich nervt ist, da Bri mir dir Möglickeit nimmt, meine Antworten zu verfeinern.
Möchte vieles besser sagen, ohne alles nochmals schreiben zu müssen.

Hallo leave_me,
danke dir dass du dich überhaupt mit mir abgibst.
Habe gestern auch wieder Menschen kennengelernt, die ich für wertvoll halte.
Macht einfach Hoffnung :Sonne:

Menschen, die arbeiten gehen, die für sich selbst sorgen, die ihre Hormone im Griff haben, einfach Menschen, die Gesellschaftstauglich sind.
War eine schöne Erfahrung!

Wollte nicht allgemein.

Inaktiver User
20.08.2009, 11:12
Liebe entwederoder,

dein post wirkt sehr verwirrend auf mich.

ich weiss nicht genau, was dein Mann alles getan hat. Aber ich kann dir von mir erzählen, vll hilft es dir ja.

Mein Mann hat auch aktiv die Beziehung gestört und zerstört. Und irgendwann saß ich dann da und musste mir vor Augen halten, dass er mich schon lange nicht mehr liebt und ich nur zu blöd war, das rechtzeitig einzusehen. Da hatte ich dann plötzlich zwei Probleme - also ganz viele, aber zwei Hauptprobleme.

- Warum ist mir das nicht früher aufgefallen? Warum war ich so blind?
Was stimmt nicht mit mir, dass ich mir das alles so lange gefallen ließ und es nicht mal richtig wahr genommen hab?

- Wie kann ein Mensch, mein Ex, nur so sein? Wie kann ein Mann sich nur so verändern? Oder war er schon immer so? Das hat eine Fassungslosigkeit in mir ausgelöst, die schlimm war.

Heute trenne ich das. Sein Benehmen auch das mir gegenüber ist sein Problem, das muss er verantworten, nicht ich.

Mir selbst hab ich verziehen, meine Fehlleistungen, mein verzögertes Handeln. Ich bin eben auch nur ein Mensch mit Fehlern, wüschen und Träumen, die mich jahrelang in die falsche Richtung gezogen haben.

Hintergangen werde ist schlimm, sehr schlimm. Aber irgendwann sollte man es als Tatsache akzeptieren. Es hilft ja nix. Die Tatsachen ändern sich nicht dadurch, das unsereins sie nicht wahrnehmen will oder kann.

Aber leicht ist das nicht, das weiss ich. Die Tatsachen zu akzeptieren war bei mir gleichbedeutend damit, mein Selbstbildnis der letzten Jahre zu verlieren. Und dann steht man plötzlich mit nichts an Identität da.
Trotzdem war das der Zeitpunkt ab dem es bei mir aufwärtsging.

Ich drück dich mal ganz fest, mach die Augen zu und spring ins kalte Wasser. Es geht!

lg, Lm

entwederoder
21.08.2009, 15:45
Liebe entwederoder,

dein post wirkt sehr verwirrend auf mich.

ich weiss nicht genau, was dein Mann alles getan hat. Aber ich kann dir von mir erzählen, vll hilft es dir ja.

Mein Mann hat auch aktiv die Beziehung gestört und zerstört. Und irgendwann saß ich dann da und musste mir vor Augen halten, dass er mich schon lange nicht mehr liebt und ich nur zu blöd war, das rechtzeitig einzusehen. Da hatte ich dann plötzlich zwei Probleme - also ganz viele, aber zwei Hauptprobleme.

- Warum ist mir das nicht früher aufgefallen? Warum war ich so blind?
Was stimmt nicht mit mir, dass ich mir das alles so lange gefallen ließ und es nicht mal richtig wahr genommen hab?

- Wie kann ein Mensch, mein Ex, nur so sein? Wie kann ein Mann sich nur so verändern? Oder war er schon immer so? Das hat eine Fassungslosigkeit in mir ausgelöst, die schlimm war.

Heute trenne ich das. Sein Benehmen auch das mir gegenüber ist sein Problem, das muss er verantworten, nicht ich.

Mir selbst hab ich verziehen, meine Fehlleistungen, mein verzögertes Handeln. Ich bin eben auch nur ein Mensch mit Fehlern, wüschen und Träumen, die mich jahrelang in die falsche Richtung gezogen haben.

Hintergangen werde ist schlimm, sehr schlimm. Aber irgendwann sollte man es als Tatsache akzeptieren. Es hilft ja nix. Die Tatsachen ändern sich nicht dadurch, das unsereins sie nicht wahrnehmen will oder kann.

Aber leicht ist das nicht, das weiss ich. Die Tatsachen zu akzeptieren war bei mir gleichbedeutend damit, mein Selbstbildnis der letzten Jahre zu verlieren. Und dann steht man plötzlich mit nichts an Identität da.
Trotzdem war das der Zeitpunkt ab dem es bei mir aufwärtsging.

Ich drück dich mal ganz fest, mach die Augen zu und spring ins kalte Wasser. Es geht!

lg, Lm

Nachdem wieder "angeblich" Text zu kurz war:
QUOTE=Leave_me;6164959]Liebe entwederoder,

dein post wirkt sehr verwirrend auf mich.


Kann ich sehr gut verstehen. Ist auch schwierig, nicht zu viel zu sagen, um Idetifiaktionen mit lebenden oder ... wie auch immer zu vermeiden. Andererseits quillt die Gefühlswelt auch über. Bitte nicht böse sein :blumengabe:

ich weiss nicht genau, was dein Mann alles getan hat.


Siehst du, und genau, da fängt es an. Keine Ahnung, wann, wie und mit wem, denke auch mit angebl. Freundinnen, er mich hintergangen hat. Was mich zu seinem mir gegenüber tatsächlich extrem miesen Verhalten (schubsen, schlagen, psychisch quälen) verunsichert, ist, dass ich nicht weiß, wie, wo und mit was ich benutzt wurde. Ich verbreche mir den Kopf, wenn meist Frauen mich ansprechen und sagen, sie würden mich kennen? Erinnert mich immer wieder daran, dass er von Frauen angesprochen wurde in meinem Beisein und "tatsächlich" davonn gerannt ist. Ich hinterher und Frage? Nö, kenn ich nicht, keine Ahnung. Grrrrrrrrrrrrrrrr

Aber ich kann dir von mir erzählen, vll hilft es dir ja.

Mein Mann hat auch aktiv die Beziehung gestört und zerstört. Und irgendwann saß ich dann da und musste mir vor Augen halten, dass er mich schon lange nicht mehr liebt und ich nur zu blöd war, das rechtzeitig einzusehen. Da hatte ich dann plötzlich zwei Probleme - also ganz viele, aber zwei Hauptprobleme.

- Warum ist mir das nicht früher aufgefallen? Warum war ich so blind?
Was stimmt nicht mit mir, dass ich mir das alles so lange gefallen ließ und es nicht mal richtig wahr genommen hab?

- Wie kann ein Mensch, mein Ex, nur so sein? Wie kann ein Mann sich nur so verändern? Oder war er schon immer so? Das hat eine Fassungslosigkeit in mir ausgelöst, die schlimm war.


So sehe ist das jetzt auch. Für die Beziehung und für mein Umfeld. Wem darf ich in meinem Umfeld vertrauen? Bei ihm weiß ich, dass es ein Fehler war. Wer verarscht mich in meinem Umfeld noch?

Heute trenne ich das. Sein Benehmen auch das mir gegenüber ist sein Problem, das muss er verantworten, nicht ich.


Meiner hatte Helfer, sonst hätte er mich nicht so verarschen können. Seine Familie sowieso.
Hey, ich konnte noch ein "n" einfügen, ohne das die Buchstaben danach gelöscht wurden.
Wunder?
Na ja, vielleicht egal. Glaube, dass er sich so hochgejubelt und sicher fand, dass er echt abgestürzt ist :freches grinsen:

Mir selbst hab ich verziehen, meine Fehlleistungen, mein verzögertes Handeln. Ich bin eben auch nur ein Mensch mit Fehlern, wüschen und Träumen, die mich jahrelang in die falsche Richtung gezogen haben.


:knicks:

Hintergangen werde ist schlimm, sehr schlimm. Aber irgendwann sollte man es als Tatsache akzeptieren. Es hilft ja nix. Die Tatsachen ändern sich nicht dadurch, das unsereins sie nicht wahrnehmen will oder kann.


Nehme an, dass ich mich noch nicht so wichtig nehme, um mich selbst zu lieben. Wahrscheinlich fehlt mir immer noch die eigene Identität. Empfinde ich oft selbst als Wirrwarr an Gefühlen.
Wollen, hoffen, wünschen? Schwierig!

Aber leicht ist das nicht, das weiss ich. Die Tatsachen zu akzeptieren war bei mir gleichbedeutend damit, mein Selbstbildnis der letzten Jahre zu verlieren. Und dann steht man plötzlich mit nichts an Identität da.
Trotzdem war das der Zeitpunkt ab dem es bei mir aufwärtsging.


Schön, zu lesen, wie andere Frauen zu sich selbst finden. Macht Hoffnung :liebe:


Ich drück dich mal ganz fest, mach die Augen zu und spring ins kalte Wasser. Es geht!


Wenn ich nur endlich dieses blöde Gefühl loswerden könnte, das ich für irgendwelche Drecksgeschichten benutzt worden bin und evtl. noch werde.
Keine Ahnung, Verfolgungswahn? Verbindung herstellen, wo keine mehr ist.
Dieses Gefühl als Deckung für einen kranken Menschen gedient zu haben, wird man auch durch die Trennung nicht los.


lg, Lm[/QUOTE]


Ganz lieben Dank :liebe:

Dieclou
21.08.2009, 16:29
Liebe Entwederoder,

ich denke, dieses Identitätslose ist ein Grund, warum wird dort gelandet sind. Das heißt nämlich auch, dass wir keine Maßstäbe haben, an denen wir andere messen. Und Konsequenzen ziehen, wenn wir bemerken, dass es dort andauernd eine Verletzung der eigenen Bedürfnisse gibt.

Das zu ändern ist der einzige Weg raus aus dem Schlammassel. Dann bist Du aber richtig draußen. Weil Du mit festen Bedürfnissen und Maßstäben Männer wie Deinen Ex sehr zeitig aussortierst. Womöglich gar nicht mehr anziehst. Für mich war das, als ich das Gefühl RICHTIG wahrgenommen habe, ein guter Grund, in Therapie zu gehen. Und ich bin jetzt, ein Vierteljahr später, überzeugt davon: Das war die beste Entscheidung, die ich in meinem Lebenje getroffen habe. Du musst mit diesem Problem nicht alleine klarkommen......

LG
Babette

entwederoder
21.08.2009, 17:52
Liebe Entwederoder,

ich denke, dieses Identitätslose ist ein Grund, warum wird dort gelandet sind. Das heißt nämlich auch, dass wir keine Maßstäbe haben, an denen wir andere messen. Und Konsequenzen ziehen, wenn wir bemerken, dass es dort andauernd eine Verletzung der eigenen Bedürfnisse gibt.

Das zu ändern ist der einzige Weg raus aus dem Schlammassel. Dann bist Du aber richtig draußen. Weil Du mit festen Bedürfnissen und Maßstäben Männer wie Deinen Ex sehr zeitig aussortierst. Womöglich gar nicht mehr anziehst. Für mich war das, als ich das Gefühl RICHTIG wahrgenommen habe, ein guter Grund, in Therapie zu gehen. Und ich bin jetzt, ein Vierteljahr später, überzeugt davon: Das war die beste Entscheidung, die ich in meinem Lebenje getroffen habe. Du musst mit diesem Problem nicht alleine klarkommen......

LG
Babette

Liebe Babette,
seit dem ich hier bin, wird mir Therapie empfohlen.
Mag für die Empfehlenden der richtige Weg gewesen sein. Und sie meinen es, denke ich sicher gut mit mir :smile:.
Ich weiß für mich, dass es nicht mein Weg ist.
Halte mich bitte nicht für hochmütig oder überheblich oder was auch immer. Vielleicht liegt es daran, das ich versuchen würde, während ich therapiert werde, den/ Therapeuten/Therapeutin zu durchleuchten.
Kann mich ja manchmal selbst nicht ausstehen, weil ich derartig misstrauisch bin allem fremden gegenüber, dass ich mich selbst oft hinterfrage. Und ein Therapeut ist ein fremder Mensch. Er wird
b e z a h l t. Ich mag es nicht, wenn es um "bezahlte" Gefühle geht.
Es hat, glaube ich, etwas mit Vertrauen, Urinstikt, nicht fallen lassen zu tun. Ich gehe auch sehr sehr selten zum Arzt. Zum einen hasse ich Wartezimmer und warten zu müssen, da vergesse ich dann schon warum ich da bin. Wenn ich dann (als Kassenpazient) nach zwei Stunden endlich dran bin, will ich, so krank ich mich auch fühle nur noch nach Hause. Ich könnte die Pest haben, nur raus, heim. Bitte keine Experimente mit mir.
Wenn ich es dennoch fertig kriege, den Mund aufzumachen, ins nächste Zimmer, warten, anschauen, abgefertigt, Medikamente und tschüss. Ne, kann ich mir sparen.
Hexenschuss, Banscheidenvorfall, wie auch immer, Zähne zusammenbeißen und weitermachen. (O.k., Zähne sind schon ziemlich abgerieben, Zahnarzt darf sich freuen :freches grinsen:).

Vielleicht, muss ich echt vorm Ende stehen und zwangsweise therapiert werden (würde das helfen?).
Fühle mich jetzt etwas in meiner Argumention in die Enge getrieben.
Sitze jetzt vor dem PC und muss heulen. Ich habe so viel Angst.
Einmal in meinem Leben habe ich mich gezwungen zu vertrauen und es war ein Fehler.
Ich könnte mich nicht einlassen. Ich weiß dass.
Vertrauen heißt, sich einlassen, die Konrolle über sich nicht mehr zu haben.
Einmal und verloren.
Und auf dem Markt sind sicherlich so viele Menschen, die einen Beruf ausüben der anderen schadet.
Dazu gehören sicher nicht nur Therapeuten.

Wahrscheinlich gebe ich ein ziemlich kaputtes Bild ab.
Glaube, dass ich auch ziemlich zerstört bin. Denke aber, wenn man mir Mut macht und mich lieb hat und akzeptiert, wie ich bin, meine Ängste nicht als therapiebedürftig sieht, sondern als real vorhanden (wäre froh, wenn ich einen Elektriker kennen würde, der hier mal einiges klärt und einen It-ler) akzeptiert, wäre mir extrem geholfen.

Liebe Babette,
ich habe zwei Baustellen. Die eine ist die Gefühlebene, da leide ich nach wie vor und sehr. Da kann ich mir Krücken schaffen. Ich lerne ganz liebe Menschen kennen unter anderem dich.

Die andere Baustelle ist der Medienweg: sprich Telefon, Internet, Stromleitungen and so on.
Wie gesagt, so Kleinigkeiten, in der Bri antworten, in Texten Buchstaben einfügen wollen und dann nur überschrieben werden, Texte gelöscht bekommen, in anderen Net-Seiten zusehen zu müssen, das man völlig gelöscht wird, bzw. eine Seite aufzurufen, bei der dann nur die Namensseite gelöscht wird und der Rest bleibt, und der Partner am näcshten Tag mit schwarzen Augenringen sagt "Du weißt genau, was ich meine".
Hm, jeder, der es kennt und erlebt hat, weiß, worum es geht.

Diese Baustelle kann ich nicht bearbeiten, da mir dazu Informationen fehlen. Und diese Baustelle beängstigt mich. Dabei kann mir auch kein Therapeut helfen.
Nur: Vergiss es. Kann ich nicht, da es wie eine drohende Wolke über mir schwebt.

Dieclou
21.08.2009, 19:39
Liebe Babette,
seit dem ich hier bin, wird mir Therapie empfohlen.
Mag für die Empfehlenden der richtige Weg gewesen sein. Und sie meinen es, denke ich sicher gut mit mir :smile:.
Ich weiß für mich, dass es nicht mein Weg ist.
Halte mich bitte nicht für hochmütig oder überheblich oder was auch immer. Vielleicht liegt es daran, das ich versuchen würde, während ich therapiert werde, den/ Therapeuten/Therapeutin zu durchleuchten.
Kann mich ja manchmal selbst nicht ausstehen, weil ich derartig misstrauisch bin allem fremden gegenüber, dass ich mich selbst oft hinterfrage. Und ein Therapeut ist ein fremder Mensch. Er wird
b e z a h l t. Ich mag es nicht, wenn es um "bezahlte" Gefühle geht.

Es geht in einer Therapie überhaupt nicht um Gefühle. Abgesehen natürlich von Vertrauen. Es geht darum, dass Dir ein Mensch, der weiß, warum Menschen handeln, wie sie handeln, aufzeigt, warum Du so leidest - und Du mit dessen HIlfe so nach und nach das Dich selbst schädigende Verhalten ändern kannst.

Es hat, glaube ich, etwas mit Vertrauen, Urinstikt, nicht fallen lassen zu tun. Ich gehe auch sehr sehr selten zum Arzt. Zum einen hasse ich Wartezimmer und warten zu müssen, da vergesse ich dann schon warum ich da bin. Wenn ich dann (als Kassenpazient) nach zwei Stunden endlich dran bin, will ich, so krank ich mich auch fühle nur noch nach Hause. Ich könnte die Pest haben, nur raus, heim. Bitte keine Experimente mit mir.
Wenn ich es dennoch fertig kriege, den Mund aufzumachen, ins nächste Zimmer, warten, anschauen, abgefertigt, Medikamente und tschüss. Ne, kann ich mir sparen.
Hexenschuss, Banscheidenvorfall, wie auch immer, Zähne zusammenbeißen und weitermachen. (O.k., Zähne sind schon ziemlich abgerieben, Zahnarzt darf sich freuen :freches grinsen:).

Vielleicht, muss ich echt vorm Ende stehen und zwangsweise therapiert werden (würde das helfen?).

Nein. Therapie ohne den Willen des zu Therapierenden funktioniert nicht. Nie.

Fühle mich jetzt etwas in meiner Argumention in die Enge getrieben.
Sitze jetzt vor dem PC und muss heulen. Ich habe so viel Angst.

Das kann ich mir gut vorstellen. Eine Therapie bedeutet schließlich nichts geringeres, als sich selbst, seine Wahrnehmung und sein Selbstbild in Frage zu stellen. Das ist hammerhart. :blumengabe: Was Du jetzt tust, dieses extreme sich beschäftigen mit diesem Mann, ist eine Vermeidungsstrategie, weil Du da nicht hinschauen willst. Kann auch gutgehen. Aber glücklich wirst Du so vermutlich nicht.

Einmal in meinem Leben habe ich mich gezwungen zu vertrauen und es war ein Fehler.
Ich könnte mich nicht einlassen. Ich weiß dass.
Vertrauen heißt, sich einlassen, die Konrolle über sich nicht mehr zu haben.

Diese Einstellung ist eventuell ein Teil des Problems.

Einmal und verloren.
Und auf dem Markt sind sicherlich so viele Menschen, die einen Beruf ausüben der anderen schadet.
Dazu gehören sicher nicht nur Therapeuten.

Wahrscheinlich gebe ich ein ziemlich kaputtes Bild ab.
Glaube, dass ich auch ziemlich zerstört bin. Denke aber, wenn man mir Mut macht und mich lieb hat und akzeptiert, wie ich bin, meine Ängste nicht als therapiebedürftig sieht, sondern als real vorhanden (wäre froh, wenn ich einen Elektriker kennen würde, der hier mal einiges klärt und einen It-ler) akzeptiert, wäre mir extrem geholfen.

Und da sind wir wieder an genau dem Punkt, warum Du in Deiner Ehe gelandet bist. Warum sollte sich ein wirklich gesunder, mittiger Mann auf Dich einlassen? Der wird eine stabile, gute Partnerschaft suchen. Das geht aber mit Dir nicht. Du schreibst selbst, dass Du Dich nicht einlassen kannst, kein Vertrauen hast. So jemand hätte gar kein Interesse, Dich näher kennenzulernen. Um es mal mit den Worten von Leonie auszudrücken: Ein gesunder, mittiger Mensch sucht sich einen Partner, kein Projekt. DU bist aber ein Projekt. Und aus genau diesem Grund reagierst Du auf so starke Signale und Kicks, wie Dein Ex sie Dir gegeben hat. ER hat Dir das Gefühl gegeben, dass er Dich annimmt. Das war Fassade, er wollte etwas erreichen. Es ging ihm nicht um Dich. Und auch beim nächsten Mal wirst Du wieder auf solche starken Signale, die Geborgenheit versprechen, reagieren. Und es wird wieder eine Niete sein. Weil ein wirklich mittiger Mensch weiß, dass eine solche Geborgenheit entsteht, wächst, sich entwickelt. Der wird solche Signale also niemals aussenden. Das machen nur die Kranken!

Guck doch mal, was Du machst: Du erwartest, dass Dich jemand heile liebt. Das wird nie passieren. NIE! Wie soll das denn gehen????

Liebe Babette,
ich habe zwei Baustellen. Die eine ist die Gefühlebene, da leide ich nach wie vor und sehr. Da kann ich mir Krücken schaffen. Ich lerne ganz liebe Menschen kennen unter anderem dich.

Das ist auch so ein Punkt. Das hier ist ein anonymes Forum. Ich interessiere mich für das Thema, weil ich selbst betroffen bin. Also schreibe ich Dir. Ich kenne Dich nicht, Du kennst mich nicht. Trotzdem werde ich zur Krücke für Dich. Die will ich aber gar nicht sein. Erstens bin ich dafür nicht zuständig, zweites lerne ich ja selber gerade erst, ohne Krücken selbst zu laufen. Irgendwann wird mir die Diskussion zweifelsohne zu zirkulativ. Dann werde ich sie beenden. Ich bin nicht Deine Therapeutin.

Die andere Baustelle ist der Medienweg: sprich Telefon, Internet, Stromleitungen and so on.
Wie gesagt, so Kleinigkeiten, in der Bri antworten, in Texten Buchstaben einfügen wollen und dann nur überschrieben werden, Texte gelöscht bekommen, in anderen Net-Seiten zusehen zu müssen, das man völlig gelöscht wird, bzw. eine Seite aufzurufen, bei der dann nur die Namensseite gelöscht wird und der Rest bleibt, und der Partner am näcshten Tag mit schwarzen Augenringen sagt "Du weißt genau, was ich meine".
Hm, jeder, der es kennt und erlebt hat, weiß, worum es geht.

Diese Baustelle kann ich nicht bearbeiten, da mir dazu Informationen fehlen. Und diese Baustelle beängstigt mich. Dabei kann mir auch kein Therapeut helfen.
Nur: Vergiss es. Kann ich nicht, da es wie eine drohende Wolke über mir schwebt.

Liebe Entwederoder,

was ich Dir schreibe, mag hart klingen. Aber es ist Realität. Es ist, denke ich, an der Zeit, dass Du kapierst, dass Du eine erwachsene Frau bist und als solche vollständig alleine dafür verantwortlich, wie Du lebst. Du bist nicht dafür verantwortlich, dass Du verletzt worden bist, oft und tief. Aber Du bist in vollem Umfang dafür verantwortlich, dass Du keinen geeigneten Weg suchst, damit umzugehen. Therapie wäre sicher ein Weg, er ist sicher auch nicht der einzige.

Du aber bist in der Opferrolle. Das ist einfacher. Aber da bist Du nicht reingerutscht, da hast Du Dich reinbegeben. Und niemand anderes außer Dir selbst kann Dich da jemals wieder rausholen. Verstehst Du, was ich meine?

Liebe Grüße
Babette

entwederoder
21.08.2009, 21:15
Liebe Entwederoder,

was ich Dir schreibe, mag hart klingen. Aber es ist Realität. Es ist, denke ich, an der Zeit, dass Du kapierst, dass Du eine erwachsene Frau bist und als solche vollständig alleine dafür verantwortlich, wie Du lebst. Du bist nicht dafür verantwortlich, dass Du verletzt worden bist, oft und tief. Aber Du bist in vollem Umfang dafür verantwortlich, dass Du keinen geeigneten Weg suchst, damit umzugehen. Therapie wäre sicher ein Weg, er ist sicher auch nicht der einzige.

Du aber bist in der Opferrolle. Das ist einfacher. Aber da bist Du nicht reingerutscht, da hast Du Dich reinbegeben. Und niemand anderes außer Dir selbst kann Dich da jemals wieder rausholen. Verstehst Du, was ich meine?

Liebe Grüße
Babette

Liebe Babette,
glaube schon zu verstehen :blumengabe:
Gebe ja auch anderen oft Ratschläge bei Problemen "die ich meine kapiert" zu haben.
Nur leider habert es bei mir dann bei den Dingen, die ich "noch" nicht verstanden habe.

In meiner"Ex"-Beziehung sehe ich mich z.B. als extrem Naivling, aber nicht als Opfer im Sinne von "Opfer".
Ich habe 20 Jahre gegeben, gebangt, gehofft. Das ist richtig. Ich bin belogen, betrogen und hintergangen worden. Das galube ich zu wissen.
Als "Opfer" habe ich mich nie gefühlt. Nur einfach traurig. Sehr traurig, weil ich den Eindruck habe, das einfach alles schief gegangen ist, weil er nicht reden wollte. Kann das auch teils verstehen, da ich sehr extrem bin, wenn mir etwas zuwider ist. Und das wusste er. Er hatte eigentlich keine Chance mit mir über seine perversen (für mich) Wünsche zu reden. Ich hätte ihn verbal tot gemacht.

Weißt du vorauf ich hinauswill? Ich fühle mich eigendlich als Täter, da ich aktiv war, da ich getrieben habe, gewollt habe und unterdrückt habe. Ein Satz, der auch von anderer Seite gekommen ist
"Jetzt habe ich keine Angst mehr vor dir".
Dieser Satz hat mich sehr erschreckt.
Man (scheinbar mehrere Menschen) hatten Angst vor mir!
Warum? Ex hat gemeint, ich wäre sehr intensiv!

Als Opfer fühle ich mich nur, weil man nicht ehrlich zu mir war.

Ansonsten bin ich mir über meine Täterroller (Menschen in die für mich richtige Richtung treiben wollen, arbeiten um Ziele zu erreichen, ehrlich sein, strebsam usw. und so fort) wohl bewusst.

So lange ich mit Leuten keinen sehr nahen Kontakt habe, findet man mich auch als interessant und möchte den Kontakt halten.
Ich kann auch, wenn ich mich wohlfühle, sehr unterhaltsam sein :freches grinsen:

Später kristalisiert sich erst heraus, was Basis hat. Menschen, die Termine einhalten, Menschen, die zu dem stehen, was sie versprechen usw.
Menschen, die andere erst nehmen!
Für mich einfach Sachen, die mir zeigen, dass ich ernst genommen werde und genauso, das ich andere ernst nehme.

Seit dem ich Ex kennengelernt habe, habe ich von anderen gehört, er ist unangenehm. War schon immer so. Wenn Bekanntschaften, dann über mich. Später: Nö,wir haben die Beziehung genossen, weil d u süß, lieb, ehrlich und einfach nur angenehm bist. Der, der dabei war, den haben wir mitgenommen. Der wahr unanagenehm.

Aber, auch, wenn alles alleine viel besser läuft und gelaufen ist, ich mich gut fühle, wollte ich doch nie alleine sein.
Ich habe es gehasst, dass ich nie eine Familie hatte.
Ich hasse es immer noch.
Das Leben könnte so schön sein, wenn man in einer Gemeinschaft ist.

entwederoder
21.08.2009, 21:23
Liebe Babette,
glaube schon zu verstehen :blumengabe:
Gebe ja auch anderen oft Ratschläge bei Problemen "die ich meine kapiert" zu haben.
Nur leider habert es bei mir dann bei den Dingen, die ich "noch" nicht verstanden habe.

In meiner"Ex"-Beziehung sehe ich mich z.B. als extrem Naivling, aber nicht als Opfer im Sinne von "Opfer".
Ich habe 20 Jahre gegeben, gebangt, gehofft. Das ist richtig. Ich bin belogen, betrogen und hintergangen worden. Das galube ich zu wissen.
Als "Opfer" habe ich mich nie gefühlt. Nur einfach traurig. Sehr traurig, weil ich den Eindruck habe, das einfach alles schief gegangen ist, weil er nicht reden wollte. Kann das auch teils verstehen, da ich sehr extrem bin, wenn mir etwas zuwider ist. Und das wusste er. Er hatte eigentlich keine Chance mit mir über seine perversen (für mich) Wünsche zu reden. Ich hätte ihn verbal tot gemacht.

Weißt du vorauf ich hinauswill? Ich fühle mich eigendlich als Täter, da ich aktiv war, da ich getrieben habe, gewollt habe und unterdrückt habe. Ein Satz, der auch von anderer Seite gekommen ist
"Jetzt habe ich keine Angst mehr vor dir".
Dieser Satz hat mich sehr erschreckt.
Man (scheinbar mehrere Menschen) hatten Angst vor mir!
Warum? Ex hat gemeint, ich wäre sehr intensiv!

Als Opfer fühle ich mich nur, weil man nicht ehrlich zu mir war.

Ansonsten bin ich mir über meine Täterroller (Menschen in die für mich richtige Richtung treiben wollen, arbeiten um Ziele zu erreichen, ehrlich sein, strebsam usw. und so fort) wohl bewusst.

So lange ich mit Leuten keinen sehr nahen Kontakt habe, findet man mich auch als interessant und möchte den Kontakt halten.
Ich kann auch, wenn ich mich wohlfühle, sehr unterhaltsam sein :freches grinsen:

Später kristalisiert sich erst heraus, was Basis hat. Menschen, die Termine einhalten, Menschen, die zu dem stehen, was sie versprechen usw.
Menschen, die andere erst nehmen!
Für mich einfach Sachen, die mir zeigen, dass ich ernst genommen werde und genauso, das ich andere ernst nehme.

Seit dem ich Ex kennengelernt habe, habe ich von anderen gehört, er ist unangenehm. War schon immer so. Wenn Bekanntschaften, dann über mich. Später: Nö,wir haben die Beziehung genossen, weil d u süß, lieb, ehrlich und einfach nur angenehm bist. Der, der dabei war, den haben wir mitgenommen. Der wahr unanagenehm.

Aber, auch, wenn alles alleine viel besser läuft und gelaufen ist, ich mich gut fühle, wollte ich doch nie alleine sein.
Ich habe es gehasst, dass ich nie eine Familie hatte.
Ich hasse es immer noch.
Das Leben könnte so schön sein, wenn man in einer Gemeinschaft ist.

Nicht schon wieder, der Text ist zu kurz!
Ist er nicht und war er nicht.
Siehe Text: ist der zu kur
Liebe Babette,
glaube schon zu verstehen :blumengabe:
Gebe ja auch anderen oft Ratschläge bei Problemen "die ich meine kapiert" zu haben.
Nur leider habert es bei mir dann bei den Dingen, die ich "noch" nicht verstanden habe.

In meiner"Ex"-Beziehung sehe ich mich z.B. als extrem Naivling, aber nicht als Opfer im Sinne von "Opfer".
Ich habe 20 Jahre gegeben, gebangt, gehofft. Das ist richtig. Ich bin belogen, betrogen und hintergangen worden. Das galube ich zu wissen.
Als "Opfer" habe ich mich nie gefühlt. Nur einfach traurig. Sehr traurig, weil ich den Eindruck habe, das einfach alles schief gegangen ist, weil er nicht reden wollte. Kann das auch teils verstehen, da ich sehr extrem bin, wenn mir etwas zuwider ist. Und das wusste er. Er hatte eigentlich keine Chance mit mir über seine perversen (für mich) Wünsche zu reden. Ich hätte ihn verbal tot gemacht.

Weißt du vorauf ich hinauswill? Ich fühle mich eigendlich als Täter, da ich aktiv war, da ich getrieben habe, gewollt habe und unterdrückt habe. Ein Satz, der auch von anderer Seite gekommen ist
"Jetzt habe ich keine Angst mehr vor dir".
Dieser Satz hat mich sehr erschreckt.
Man (scheinbar mehrere Menschen) hatten Angst vor mir!
Warum? Ex hat gemeint, ich wäre sehr intensiv!

Als Opfer fühle ich mich nur, weil man nicht ehrlich zu mir war.

Ansonsten bin ich mir über meine Täterroller (Menschen in die für mich richtige Richtung treiben wollen, arbeiten um Ziele zu erreichen, ehrlich sein, strebsam usw. und so fort) wohl bewusst.

So lange ich mit Leuten keinen sehr nahen Kontakt habe, findet man mich auch als interessant und möchte den Kontakt halten.
Ich kann auch, wenn ich mich wohlfühle, sehr unterhaltsam sein :freches grinsen:

Später kristalisiert sich erst heraus, was Basis hat. Menschen, die Termine einhalten, Menschen, die zu dem stehen, was sie versprechen usw.
Menschen, die andere erst nehmen!
Für mich einfach Sachen, die mir zeigen, dass ich ernst genommen werde und genauso, das ich andere ernst nehme.

Seit dem ich Ex kennengelernt habe, habe ich von anderen gehört, er ist unangenehm. War schon immer so. Wenn Bekanntschaften, dann über mich. Später: Nö,wir haben die Beziehung genossen, weil d u süß, lieb, ehrlich und einfach nur angenehm bist. Der, der dabei war, den haben wir mitgenommen. Der wahr unanagenehm.

Aber, auch, wenn alles alleine viel besser läuft und gelaufen ist, ich mich gut fühle, wollte ich doch nie alleine sein.
Ich habe es gehasst, dass ich nie eine Familie hatte.
Ich hasse es immer noch.
Das Leben könnte so schön sein, wenn man in einer Gemeinschaft ist.

dunnerlittchen
24.04.2010, 21:43
[QUOTE=Leave_me;6091040]Ich bin entsetzt über die heutigen Möglichkeiten der Privatspionage und habe zu dem Thema auch etwas gegoogelt.

Ist hier eigentlich jedem/jeder klar, dass die Rechtslage hier nicht eindeutig ist und man/frau ev. klagbar wird, wenn solche Methoden ohne Einwilligung des Betreffenden angewendet werden? Seid ihr euch bewusst, dass das ev. ein kriminelles Verhalten sein kann?



Ich lese hier sehr oft, dass der Zweck angeblich die Mittel heiligt. Der Betrogene/die Betrogene hat angeblich jedes Recht zu Kontrolle.
Das sehe ich nicht so.



Ich denke mir, dass bei einer Affäre die Beziehung schon länger nicht mehr wirklich in Ordnung war und daran sind immer zwei beteiligt.



Ändert die Kontrolle etwas an der Affäre?



Hat sie dann nicht stattgefunden?



Bessert die Kontrolle die Beziehung?



Meiner Meinung nach hat Kontrolle etwas mit Macht ausüben zu tun. Man/frau will den anderen so richtig eintunken und die Schlechtigkeit so richtig vorführen. Was glaubt ihr wie das beim Betrüger/in ankommt?



Wird das ihn/sie wieder zu euch zurück führen? Ich glaube kaum.



Ein weiteres Problem ist, glaube ich, dass man ja immer nur Teilbereiche ausspioniert. d.h. Dinge aus dem Zusammenhang reißt und dann kann das eigene Kopfkino so richtig los rattern. Die eigenen Interpretationen nehmen der Wahrheit jeden Raum weg und diese Interpretationen werden dann dem Partner an den Kopf geworfen und er/sie darf sich dann in einer endlosen Schleife rechtfertigen.



Ich kenn das und hab meinen Exmann nie betrogen. Es war grundlose Eifersucht und extremer Kontrollwahn. Unter diesen Situationen hab ich sehr gelitten. Und ich denk mir - wenn jetzt wirklich eine Affäre da war bzw. ist und sich der Partner wirklich schuldig fühlt, dann ist es noch viel ärger.



Aus eigener Erfahrung sag ich euch, wenn ihr euren Partner endgültig von euch wegtreiben wollt, dann quält ihn mit Kontrollen und inquisitorischen Fragen.
Bei Kontrolle geht es um Macht und nicht um Liebe.



Und selbst wenn ihr euch entschlossen habt, diesen Mann will ich nicht mehr, er hat mir zu viel angetan, wollt ihr dann eure Beziehung wirklich so beenden? ihn noch zum Schluss kräftigst eintunken?
Da habe ich volles Verständnis ! Ich will auch wissen, wo ich dran bin! Und wenn man einen Partner hat der sagenhaft lügen kann und auch schon betrogen hat aber zu einer auseinandersetzung nicht in der Lage ist (er macht dann zu) muss man sich anders helfen z.B. mit Kontrolle,
Ich könnte mich nicht einfach trennen ,denn mein Partner ist ansonsten der sozialste und liebenswürdigste Mensch ,der mich zärtlich umsorgt .
Niemals hätte ich Untreue bei ihm vermutet. Leider bin ich nicht in der Lage ,diese Untreue die meines Wissens nach ,zur Zeit "nur "am Computer stattfindet ,ohne emotionalen Stress zu akzeptieren.Ich glaube ,um so mehr beweise ich finde ,umsomehr schaffe ich es vielleicht trotz seiner vielen positiven Seiten ,genug Wut zu entwickeln um gehen zu können. Vielleicht bin ich auch ein Beziehungsjunkey. So, und jetzt haut mich haltb in die Pfanne!

Inaktiver User
25.04.2010, 08:54
[QUOTE=entwederoder;6098492]
Da habe ich volles Verständnis ! Ich will auch wissen, wo ich dran bin! Und wenn man einen Partner hat der sagenhaft lügen kann und auch schon betrogen hat aber zu einer auseinandersetzung nicht in der Lage ist (er macht dann zu) muss man sich anders helfen z.B. mit Kontrolle,
Ich könnte mich nicht einfach trennen ,denn mein Partner ist ansonsten der sozialste und liebenswürdigste Mensch ,der mich zärtlich umsorgt .
Niemals hätte ich Untreue bei ihm vermutet. Leider bin ich nicht in der Lage ,diese Untreue die meines Wissens nach ,zur Zeit "nur "am Computer stattfindet ,ohne emotionalen Stress zu akzeptieren.Ich glaube ,um so mehr beweise ich finde ,umsomehr schaffe ich es vielleicht trotz seiner vielen positiven Seiten ,genug Wut zu entwickeln um gehen zu können. Vielleicht bin ich auch ein Beziehungsjunkey. So, und jetzt haut mich haltb in die Pfanne!


Mein einziger Kommentar dazu ist, dass Du ihn mit Deinem Verhalten genauso betrügst, wie Du es ihm vorwirfst.

Du begibst Dich selbst auf sein Niveau.

marylin
26.04.2010, 09:02
Ich könnte mich nicht einfach trennen ,denn mein Partner ist ansonsten der sozialste und liebenswürdigste Mensch ,der mich zärtlich umsorgt .
Niemals hätte ich Untreue bei ihm vermutet. Leider bin ich nicht in der Lage ,diese Untreue die meines Wissens nach ,zur Zeit "nur "am Computer stattfindet ,ohne emotionalen Stress zu akzeptieren.Ich glaube ,um so mehr beweise ich finde ,umsomehr schaffe ich es vielleicht trotz seiner vielen positiven Seiten ,genug Wut zu entwickeln um gehen zu können. Vielleicht bin ich auch ein Beziehungsjunkey. So, und jetzt haut mich haltb in die Pfanne!

Er ist liebenswürdig, zärtlich, umsorgend und hat überwiegend positive Seiten. Warum kann man nicht einfach mal zufrieden sein und genießen? Wieso suchst du Gründe, um "Wut zu entwickeln" wo keine Wut da ist? Du machst dir doch das Leben schwer!