PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dossier: Hauptsache jung?



BRIGITTE Community-Team
08.08.2006, 14:38
Liebe Userinnen,

(mit etwas Verspätung...) das aktuelle Dossierthema: Jung aussehen um jeden Preis - wie stehen Sie dazu? Mehr dazu lesen Sie hier (http://www.brigitte.de/frau/gesellschaft/dossier_hauptsache_jung/index.html).

Angeregte Diskussionen wünscht

Ihre Brigitte.de-Redaktion

keinname
08.08.2006, 21:58
hauptsache reich – mein motto. im bezug auf männer jedenfalls.

aber jedem das seine. obwohl, über 40 sollte frau die haare ja nicht mehr lang tragen - finde (nicht nur) ich. die verona poth ist ja nu auch schon 38 … zeit wird's also, muß sie mal drüber nachdenken.

Inaktiver User
08.08.2006, 22:25
Wisst ihr, was ich am Älterwerden so erfrischend finde? Es wird immer nebensächlicher, wer was warum von einem denkt. Zumindest geht es mir so.

Ich halte es für schlicht so: Ich pflege mich, ich achte auf mich (und ich hau auch gern mal über alle STränge), aber ich renne meiner Jugend nicht hinterher. Wozu auch? Ich finde, man darf sehen, dass man gelebt hat; mein Gesicht, das bin ich. Das ist alles mehr oder minder schwer erarbeitet, erLEBT.

Irgendjemand sagte mal: Älter werden ist nichts für Feiglinge. Oder: Wer nicht alt werden will, der muss halt jung sterben. ;-)

Zuza

Mappie
17.08.2006, 14:56
Liebe Userinnen,

(mit etwas Verspätung...) das aktuelle Dossierthema: Jung aussehen um jeden Preis - wie stehen Sie dazu? Mehr dazu lesen Sie hier (http://www.brigitte.de/frau/gesellschaft/dossier_hauptsache_jung/index.html).

Angeregte Diskussionen wünscht

Ihre Brigitte.de-Redaktion
„Alt werden ist nichts für Feiglinge“ dies Aussage ist, soviel ich weiß, von der Schauspielerin Bette Davis gemacht worden und das trifft den Kern der Sache sehr genau.

Da die Menschen nun mal , statistisch gesehen viel älter werden als früher, warum sollen sie sich wünschen dann ein Drittel ihres Lebens „alt“ sein zu „müssen“? Warum darf sich zwar die Anzahl der Lebensjahre nach hinten verschieben , aber nicht der Beginn des Alters? Es ist doch verständlich, dass man das Leben nicht 20,30 oder gar 40 Jahre in Puschen vorm Fernseher erleben ,sondern aktiv daran teilnehmen will, nur in einer anderen Lebensphase eben. Warum sollen von 101 statistischen Frauenjahren 60 scheiße sein?
Ich bin 58 und habe mich nie alt gefühlt oder mir irgendwelche Gedanken gemacht bis ich Ende 40 von außen darauf gestoßen wurde.( Und zwar nicht bei extrem jugendlichen Aktivitäten oder Kleidung, sondern bei ganz normalen Dingen die meine Lebensqualität betrafen) Und von da an immer wieder mal und immer öfter.
Und ich denke dass dies auch anderen älteren Menschen so geht und sehe darin auch eine Begründung dafür, dass Menschen versuchen mit Cremes und Sport und vielleicht auch OP`s sich auch äußerlich so jung darzustellen wie sie sich innerlich fühlen.
Denn es herrscht doch nun mal die allgemeine Ansicht, dass das „alt“ aussehen gleichbedeutend ist damit, nicht mehr in der Lage zu sein irgendetwas noch wirklich auf die Reihe zu bringen. Selbst wenn man beweist, dass man durchaus noch seinen Mann oder seine Frau stehen kann, wird das Alter höher bewertet als das Können. Diese Erfahrung habe ich inzwischen mehr als einmal machen müssen.
Das ist frustrierend und auch diskriminierend.
Ich habe keine Hormontherapien über mich ergehen lassen und trotzdem keine Osteoporose.
Und meine Knochen tun mir noch nicht mal weh. Ja, sogar Altersflecken habe ich immer noch nicht ( ist das noch normal?)Ich bin nicht sehr sportlich, fahre im Sommer 2 bis 3x die Woche Rad und mache im Winter Gymnastik und versuche mich einigermaßen vernünftig zu ernähren und auch im normalen! Rahmen etwas für mein Äußeres zu tun. ( Und vor einer „Creme für graue Greisen-Epidermis“ würde ich mich auch nicht angesprochen fühlen – aber Frau Kürthy vielleicht?)
Was ich will, und ich denke die meisten Älteren und Alten wollen genauso wie die „Jungen“ - einfach so leben wie sie es für sich selbst am Besten empfinden.
Ich will in keine Schublade gesteckt werden, die mir vorschreibt wie ich mich zu verhalten habe und keine Vorurteile darüber hören welche Gebrechen ich altergemäß haben sollte und auch keine Vorurteile was ich noch zu leisten imstande bin.
Ich will daran gemessen werden wer ich bin und nicht an der Zahl meiner Jahre
Unter diesen Umständen wäre mir das Älterwerden ziemlich „wurscht“!

Mappie

Inaktiver User
17.08.2006, 22:55
Für mich haben charismatische Menschen das gewisse Etwas von Frische, Eleganz, Jugend, dass mich auf solche Details wie Falten, Altersflecken, etcetera erst gar nicht achten lässt.

Aaaaaaaber,.......................auch meine Oberschenkel verändern sich, meine Hände werden schrumpeliger, für meinen Hals brauche ich irgendwann einen Dauerschal, wenn ich meine Socken anziehe und meinen rechten Oberarm beobachte wird er etwas knitteriger, verschränke ich meine Arme vor der Brust ist mein Dekollteeee auch nicht mehr ganz glatt, wo im Gesicht vorher beim Lachen Grübchen zu finden waren sind jetzt Falten.

Manchmal wünschte ich 10 Jahre jünger zu sein, dann würde ich Mutter in einem SOS-Kinderdorf werden.

Lieber Gott, gebe mir mehr Hirn oder einen steinreichen alten Mann. Den kitzel ich dann tot und alles wird gut.

Karamia

Poinsettia
18.08.2006, 10:17
und gestern lief im TV "Der Tod steht ihr gut"......

.......passt!

Inaktiver User
21.08.2006, 14:30
Hauptsache jung aussehen? Lieber gesund, interessant, fit, gepflegt, attraktiv aussehen...ein Typ sein, seinen Stil gefunden haben, zu wissen, was man will und das auch nach aussen verkörpern.
Immer mehr ein Individuum sein, unverwechselbar, innen wie aussen, gerne auch mit ein paar Falten. Die Schminktipps von Jahrzehnten vermischen, wenns gefällt, Neues ausprobieren als Versuch, nicht als Zwang...freisein von Modezwängen, Modefarben.
Und nein - ich will mit 48 keine Ballonröcke anziehen, keine Cowboystiefel, ich mag keine Rüschen und ich hasse Zipfelröcke.
Zigeunermode ist nichts für mich - und ich stehe dazu.

Ich will mir gefallen. Sonst kann ich jemand gefallen, aber das ist nicht mehr so wichtig.
Ich halte mir die Option offen, mich liften zu lassen, wenn mir die Falten lästig werden. Ansonsten treibe ich Sport, ernähre mich gesund und lache mindestens einmal am Tag herzlich.
Bis jetzt reicht das - ich gefalle mir. Wem ich nicht zusage, der darf gerne wegsehen.
Lg Ruby

Inaktiver User
31.08.2006, 20:12
Lieber Gott, gebe mir mehr Hirn oder einen steinreichen alten Mann. Den kitzel ich dann tot und alles wird gut.

Karamia


:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

@Ruby
Ich bin grad auf der Suche nach Cowboystiefeln :ooooh: :ooooh:
und dabei bin ich.........:ooooh: :freches grinsen:
Colonna

Mappie
02.09.2006, 17:01
Oh je! Ich bin 58 und habe mir:krone auf: letzten Herbst Cowboystiefel gekauft, die ich auch in diesem Jahr noch tragen will.

Inaktiver User
02.09.2006, 17:18
Ich glaube es war die zweite Ausgabe der Brigitte " Woman " die ich mir im Winterurlaub kaufte. Auf der vorletzten Seite gab es etwas kolumnenartiges, so möchte ich es mal beschreiben..

Eine leitende Redakteurinnen erzählte den Damen ü 40, dass es ja nun an der Zeit sei, es normal zu finden, immer öfter Photos von sich zu zerreißen und auf jüngere Frauen neidisch zu schauen.

Ich dachte mir, na bevor in der nächsten Ausgabe ne Tenalady beifügt ist und die Rangliste der besten Schönheitschirurgen drin vorkommt und ich noch mehr von diesem depp-rimierendendem Gejammer lesen muss, das auch noch als launige Kolumne verkauft werden soll, werde ich diese Zeitschrift bestimmt nicht mehr kaufen..:cool: :smile:

Inaktiver User
02.09.2006, 18:10
@Linwen
Grauslich diese Frauenzeitschriften; immer am Bedürfniserzeuger und ohne Bedürfnisse zu erkennen, dabei von Frauen gemacht :gegen die wand: Vermutlich lassen sie sich nur so verkaufen; kann sein, dass kaum eine (Frau) mit der Realität zu tun haben will.
Colonna

Inaktiver User
03.09.2006, 14:07
Hallo Colonna

und es ist sooo verrückt: in einer dieser Zeitschriften mit der Zielgruppe 20-35 jährige ( ??? ) Frauen las ich von einer Erhebung, die besagte, dass viele Frauen zwischen 25 und 30 beim Sex bestimmte Bewegungen vermeiden, weil ihr Körper dann nicht dem der Gazetten- und Leinwandfrauenkörper entspricht.
Das fand ich gruselig..
Und in den Zeitungen der ganz jungen Frauen erzählt man davon, dass ein Mädel, dass Gr. S trägt, sich dick fühlen muss. Was sie dann auch tut, wenn sie versucht sich in das als angesagt dargestellte S-Modell einer Jeans von Miss-sixty zu quetschen..
Momentan Röhrenjeans..olala..

Völlig irre finde ich es, dass Frauen eingeredet werden soll, dass sie diesen Blick auf sich und andere Frauen haben sollen. Es geschieht ja, dass Frauen wunderschöne Frauen sehen und dann zielsicher ein Minimakel heraus picken, das thematisieren....ich finde das völlig abstrus..und auch das verrät ja viel über den Blick auf sich selbst, denn diese Frauen betrachten sich ja auch selbst so.

Inaktiver User
03.09.2006, 17:25
@Linwen
Mein Gott, Walter!! Kann ich da nur ausrufen :freches grinsen:
Ich hab ein wenig über mich nachgedacht, mir überlegt, ob ich junge Frauen beneide, und ich denke, ich kann die Frage wahrheitsgemäss verneinen. Mich stören manche Dinge an mir, die möglicherweise mit dem Älterwerden einhergehen, aber ich beneide junge Frauen nicht um das Einzige, das sie mir voraushaben, ihre Jugend. Es ist beinahe traurig, zu lesen, was du in deinem posting schreibst. Vielleicht entstehen solche Sorgen in einer Zeit des wirtschaftlichen Umschwungs, der beängstigenden Veränderungen, die nicht wirklich handhabbar sind, und lenken den Blick auf Dinge, die wir glauben, in den Griff bekommen zu können.
Aber die Frage ist auch: wie geht es den Männern?
In einem Interview mit einem älteren männlichen Fotomodell, der fast immer mit ganz jungen Frauen abgelichtet wird, sagt der Mann, ihm täten die Frauen leid, ihnen würde das Altern weit grössere Sorgen bereiten, als den Männern.
Weiters sagen in dem Film "Jackie Brown" zwei sehr hässliche Polizisten (einer gespielt von Michael Keaton) um die 50 zu einer 45jährigen Frau, die in die Mühlen des Gesetzes gerät, in ihrem Alter könne sie es sich nicht leisten, den Job zu verlieren, in ihrem Alter sei das meiste gar nicht mehr möglich, und ein über 60jähriger Verehrer meint, sie solle sich über ihren mit dem Alter grösser gewordenen Hintern keine Sorgen machen, er könne sie da beruhigen :gegen die wand: :smirksmile:
Nun ja, solange solche Aussagen in einem Tarantino-Film gemacht und von der (attraktiven) Protagonistin ohne den mindesten Sarkasmus mitgetragen werden, brauchen wir uns nicht zu sehr zu wundern, welche Auswüchse der Jugend- und Schönheitskult hat und wie sehr er die Frauen einzwängt und wie wenig wieder einmal die Männer Probleme damit haben.
Gruss Colonna

Inaktiver User
08.09.2006, 09:59
hauptsache reich – mein motto. im bezug auf männer jedenfalls.

aber jedem das seine. obwohl, über 40 sollte frau die haare ja nicht mehr lang tragen - finde (nicht nur) ich. die verona poth ist ja nu auch schon 38 … zeit wird's also, muß sie mal drüber nachdenken.

Ich finde nicht dass sie das muss. Sie sieht klasse aus und warum sollte sie auf Grund eines Datums im Personalausweis plötzlich kurze Haare tragen. Es gibt kaum Frauen denen kurze Haare stehen.
Ich bin 41 und habe schulterlange Haare. Muss frau jetzt wirklich in Sack und Asche gehen nur weil sie älter wird? Das mit den Haaren ist doch nur der Anfang.

Chaoshexe
09.09.2006, 18:27
OOOPS da habe ich aber ein Problem, denn ich werde nächstes Jahr 50 Jahre alt und habe immer noch längere rote Haare:freches grinsen:
Ansonsten kleide ich mich auch nicht unbedingt immer soooo altesentsprechend, es sei es ist für eine fast 50jährige altersentsprechend wenn sie ihr Bauchnabelpiercing in Jeans oder Lederhosen zeigt:freches grinsen:
Solange ich die Figur dazu habe trage ich was ich will und fühle mich darin wohl.

Grüssle

Chaoshexe (die aber auch aus beruflichen Gründen gerne ihr Bäuchlein zeigt:smirksmile: )

Inaktiver User
11.09.2006, 11:41
Niemand ist automatisch schön, nur weil er/sie jung ist.
Und niemand ist automatisch häßlich, nur weil er/sie so langsam aber sicher fuffzig werden.
Und nein, wirklich niemand muss in Sack und Asche gehen, nur weil er/sie ältern wird: großes Vorbild für mich: meine Schwiegermutter, stolze 78, die sich vor einigen Wochen einen richtig schicken Hosenanzug gekauft hat. Die Figur hat sie, Gr. 42 - und sie würde einen Lachkrampf bekommen, wenn jemand ihr seniorengerechte Kleidung mit Gummibündchen und kleinem Blümchenmuster aufwollte...sie sieht in Jeans klasse aus und ist bis heute der Meinung, daß man aus jedem/r was machen kann, wenn man sich nur Mühe gibt. So möchte ich auch mal altern!

@ Colonna
hast Du Deine Cowboy-Stiefel gefunden?
Ich mag sie eigentlich nicht, weil sie mir nicht stehen, genauso wenig wie Volants, Rüschen oder diese zur Zeit so hippen Zigeunerröcke ;-)
Männer haben auch Probleme mit dem Altwerden - aber es äußert sich anders. Manchmal versuchen sie, junge Frauen rumzukriegen, fahren auf einmal dicke fette Sportwagen und tragen Lederhose.
Dann rasiert er sich die Haare entweder ganz ab oder lässt seinen Restbestand auf die Schultern wachsen. Mann agiert dann hektisch im Fitness-Studio oder rennt mit rotem Kopf, japsend und in Infarktnähe durch den Wald. Anschliessend brüstet man sich in der Sauna lauthals mit tollen Sexabenteuern, lässt sich sogar die Haare vom Rücken rasieren und trägt gerne Goldkettchen.
Gönnerhaft wird auf die jungen Kerle geschimpft, mangelnde Erfahrung, große Klappe, nichts dahinter. Und in beruflicher Hinsicht ist mann eh der Allseligmachende, ohne ihn geht gar nicht und der Chef ist eh die allergrößte Flasche, besondern wenn Chef noch jünger ist.
Man(n) redet nicht über Probleme, sondern packt mehr oder weniger kreativ an - und manchmal macht man(n) sich dabei gerne ein wenig lächerlich.
Wir Frauen leiden kommunikativer - diskutieren, reden...und deshalb glaubt man im Allgemeinen, wir hätten mehr Probleme mit dem Alter. Stimmt gar nicht - wir machen es halt nur publik.
Und Tarantino?
Ich mag den Kerl nicht, und seine Filme auch nicht. Zu zynisch, zu blutig, zu unsensibel, zu schmerzverliebt, zu detailverliebt, was Grausamkeit und Horror angeht. Ist halt nicht mein Ding...aber es gibt ja genug anderen SChwachsinn, der unterhaltsam ist.

Liebe Grüße sendet Dir Ruby

Inaktiver User
11.09.2006, 17:37
@Ruby:

Ich muss mir mal ne dicke, fette Scheibe von Deinem tollen Humor abschneiden :smile:


Niemand ist automatisch schön, nur weil er/sie jung ist.
Und niemand ist automatisch häßlich, nur weil er/sie so langsam aber sicher fuffzig werden.

Dies scheint den meisten klar zu sein...UND DOCH ist die Gleichung "jung=schön" und "alt=hässlich" tief im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert...lang genug eingehämmert worden?

Nette Grüße von mir

Inaktiver User
11.09.2006, 22:09
@Ruby
Ich hab die Stiefel noch nicht, leider, denn ich würd sie schon gerne tragen.
Nun ja, ich denke halt, der Unterschied ist schon da, der zwischen uns Frauen und den Männern. Die Männer haben ein späteres Ablaufdatum, daran gibt es (derzeit noch) nichts zu rütteln. Und viele Frauen verbiegen sich ganz schön, um Männern (und nicht nur dem, den sie mögen) zu gefallen, und lassen sich viel zu viel bieten.
Aber mein Lebensgefühl ist jetzt in dieser Zeit gerade so unbeschreiblich schön. Ich hatte es früher nicht, ich fühlte mich einfach nicht so gut; zufrieden kann ich gar nicht sagen, das wäre zu abgeschlossen, es ist so, als wäre alles möglich.
Und einige Filme von Tarantino mag ich sehr. Pulp fiction z.B. oder - für mich ein wahrer Frauenfilm, mit der umwerfenden Uma Thurman - Kill Bill.
Gruss Colonna

Inaktiver User
12.09.2006, 09:40
Nun ja, ich denke halt, der Unterschied ist schon da, der zwischen uns Frauen und den Männern. Die Männer haben ein späteres Ablaufdatum, daran gibt es (derzeit noch) nichts zu rütteln. Und viele Frauen verbiegen sich ganz schön, um Männern (und nicht nur dem, den sie mögen) zu gefallen, und lassen sich viel zu viel bieten.

Moin, Colonna,
und genau das verstehe ich nicht.
Schau Dir mal die Frauen um 40/50/60 an - da sind ein paar superattraktive Exemplare dabei. Ist ja auch kein Wunder, sie pflegen sich, ziehen sich modisch an und lassen sich nicht hängen. Noch nie hatten Frauen soviel Möglichkeiten, attraktiv zu
bleiben, noch nie wussten wir soviel über gesunde Ernährung.
Und dann schau Dir mal so manchen älteren Herrn an: grau oder Halbglatze, oft Übergewicht, ein Mann hat keine Chance sich mittels Make-Up aufzupeppen und männliche Mode ist sehr viel ungnädiger als weibliche. Es gibt keinen weiten Rock für Männer, keine hohen Schuhe, mit denen man das Übergewicht etwas "relativieren" könnte, kein Push-Up gegen das KeinHinterninderHose-Syndron...und die meisten Toupets kann man bequem aus 2 km Entfernung outen.
Und dennoch meinen wir Frauen, Kerls hätten das günstige Verfallsdatum. Haben sie nicht, aber sie haben ein besseres Image, intelligentere Werbestrategien und : sie zeigen nicht, wenn sie leiden oder wie sie leiden.


Aber mein Lebensgefühl ist jetzt in dieser Zeit gerade so unbeschreiblich schön.

Das kann ich seit einigen Monaten unterschreiben. Ich musste erstmal akzeptieren, daß ich in den Wechseljahren bin, meine Fruchtbarkeit zuende geht, ich Oma sein könnte und mein Leben nicht mehr ewig währt. Das war nicht einfach, aber ich habe es geschafft. Jetzt fühle ich mich wirklich prima, seelisch - auch wenn ich gesundheitlich nicht mehr so supergut drauf bin und die Zeit meiner Höchstleistungen vorbei ist.

Ich hatte es früher nicht, ich fühlte mich einfach nicht so gut; zufrieden kann ich gar nicht sagen, das wäre zu abgeschlossen, es ist so, als wäre alles möglich.
Und einige Filme von Tarantino mag ich sehr. Pulp fiction z.B. oder - für mich ein wahrer Frauenfilm, mit der umwerfenden Uma Thurman - Kill Bill.

Naja - dafür futtern wir beide gerne Sachertorte und haben auch sonst einiges gemeinsam ;-)

@ Brueghel
Danke für Dein Lob - manche sagen, ich wäre ziemlich sarkastisch...
Ich glaube wirklich, daß man uns das Jung= schön und alt = häßlich so lange eingehämmert hat, bis wir es gefressen haben.
Die meisten Filme bestätigen genau dieses Vorurteil, ältere Damen dürfen höchstens als sympatische asexuelle Haushälterinnen/liebe Mama oder Oma eine wenig wichtige Nebenrolle ausfüllen - oder sie verkörpern den Archetypus Hexe und sind böse, neidisch, stark geschminkt und so gar nicht fürsorglich und liebevoll...
aber davon lassen wir uns nicht ärgern, nicht wirklich ;-)

Liebe Grüße sendet Euch Ruby

Inaktiver User
12.09.2006, 09:42
Nun ja, ich denke halt, der Unterschied ist schon da, der zwischen uns Frauen und den Männern. Die Männer haben ein späteres Ablaufdatum, daran gibt es (derzeit noch) nichts zu rütteln. Und viele Frauen verbiegen sich ganz schön, um Männern (und nicht nur dem, den sie mögen) zu gefallen, und lassen sich viel zu viel bieten.

Moin, Colonna,
und genau das verstehe ich nicht.
Schau Dir mal die Frauen um 40/50/60 an - da sind ein paar superattraktive Exemplare dabei. Ist ja auch kein Wunder, sie pflegen sich, ziehen sich modisch an und lassen sich nicht hängen. Noch nie hatten Frauen soviel Möglichkeiten, attraktiv zu
bleiben, noch nie wussten wir soviel über gesunde Ernährung.
Und dann schau Dir mal so manchen älteren Herrn an: grau oder Halbglatze, oft Übergewicht, ein Mann hat keine Chance sich mittels Make-Up aufzupeppen und männliche Mode ist sehr viel ungnädiger als weibliche. Es gibt keinen weiten Rock für Männer, keine hohen Schuhe, mit denen man das Übergewicht etwas "relativieren" könnte, kein Push-Up gegen das KeinHinterninderHose-Syndron...und die meisten Toupets kann man bequem aus 2 km Entfernung outen.
Manche Männer haben auch schlicht keinen Bock, was für ihr Äußeres zu tun, und finden sich dennoch supi.
Viele Frauen sind da kritischer - oft zu kritisch, finde ich.
Und dennoch meinen wir Frauen, Kerls hätten das günstige Verfallsdatum. Haben sie nicht, aber sie haben ein besseres Image, intelligentere Werbestrategien und : sie zeigen nicht, wenn sie leiden oder wie sie leiden.


Aber mein Lebensgefühl ist jetzt in dieser Zeit gerade so unbeschreiblich schön.

Das kann ich seit einigen Monaten unterschreiben. Ich musste erstmal akzeptieren, daß ich in den Wechseljahren bin, meine Fruchtbarkeit zuende geht, ich Oma sein könnte und mein Leben nicht mehr ewig währt. Das war nicht einfach, aber ich habe es geschafft. Jetzt fühle ich mich wirklich prima, seelisch - auch wenn ich gesundheitlich nicht mehr so supergut drauf bin und die Zeit meiner Höchstleistungen vorbei ist.

Ich hatte es früher nicht, ich fühlte mich einfach nicht so gut; zufrieden kann ich gar nicht sagen, das wäre zu abgeschlossen, es ist so, als wäre alles möglich.
Und einige Filme von Tarantino mag ich sehr. Pulp fiction z.B. oder - für mich ein wahrer Frauenfilm, mit der umwerfenden Uma Thurman - Kill Bill.

Naja - dafür futtern wir beide gerne Sachertorte und haben auch sonst einiges gemeinsam ;-)

@ Brueghel
Danke für Dein Lob - manche sagen, ich wäre ziemlich sarkastisch...
Ich glaube wirklich, daß man uns das Jung= schön und alt = häßlich so lange eingehämmert hat, bis wir es gefressen haben.
Die meisten Filme bestätigen genau dieses Vorurteil, ältere Damen dürfen höchstens als sympatische asexuelle Haushälterinnen/liebe Mama oder Oma eine wenig wichtige Nebenrolle ausfüllen - oder sie verkörpern den Archetypus Hexe und sind böse, neidisch, stark geschminkt und so gar nicht fürsorglich und liebevoll...
aber davon lassen wir uns nicht ärgern, nicht wirklich ;-)

Liebe Grüße sendet Euch Ruby

Inaktiver User
12.09.2006, 20:09
dennoch meinen wir Frauen, Kerls hätten das günstige Verfallsdatum. Haben sie nicht, aber sie haben ein besseres Image, intelligentere Werbestrategien und : sie zeigen nicht, wenn sie leiden oder wie sie leiden.




@Ruby
Das ist vielleicht der Knackpunkt :smirksmile: .
Einer 50jährigen Freundin wird gerade der unansehnliche Mann von einer 30jährigen ansehnlichen Frau ausgespannt :ooooh: .

Und ja, nicht nur Sachertorte.....und es muss nicht Tarantino sein :freches grinsen: :freches grinsen:
Colonna

Inaktiver User
13.09.2006, 09:41
[QUOTE=Colonna]@Ruby
Das ist vielleicht der Knackpunkt :smirksmile: .
Einer 50jährigen Freundin wird gerade der unansehnliche Mann von einer 30jährigen ansehnlichen Frau ausgespannt :ooooh: .

...oh Schande...
So einen Fall hatten wir auch in der Bekanntschaft. Eine junge Frau baggert und gräbt einen netten erfolgreichen Herrn um die Fuffzig an, der verheiratet ist und auch noch Kinder hat...die junge Frau "erobert" ihn - er verlässt seine Familie. Was für ein Triumpf :-(
Nun hat sie was sie wollte, aber...
Er ist älter, hat keinen Bock auf ihre anstrengenden Hobbys, die er erst so toll fand, mag ihre Musik nicht, kommt mit dem Nachwuchs, der sich mittlerweilen eingestellt hat, nicht klar.
Sie ist immer öfters abends alleine weg, und ihn sieht immer öfters alleine durch den Wald laufen...sie findet ihn jetzt alt und langweilig statt interessant und weltmännisch. Und er soll schon zutiefst bedauert haben, seine Ex-Familie verlassen zu haben.
Ein Zurück gibt es nicht mehr, denn seine Ex möchte nichts mehr mit ihm zu tun haben...

Manchmal ist es das Allerschlimmste, wenn sich Wünsche erfüllen ;-)
Schönen Tag wünscht Dir Ruby

Inaktiver User
13.09.2006, 09:45
In dem von mir beschriebenen Fall hat der Mann eine erfolgreiche Anwaltskanzlei und die junge Frau ist Anwältin; ich denke, die schlechten Erfahrungen für letztere werden sich in Grenzen halten.
Und wenn sie 50 ist, ist er 70. Sie bleibt also die Schönere :freches grinsen: :freches grinsen:
Colonna

Marinasala
25.04.2012, 22:02
Naja, warum keine offenen Haare? ich bin 58 und trage meine Haare immer noch lang und offen. Selbst wenn immer mehr graue dazu kommen, ist mir das egal. Es hat nichts damit zu tun, unbedingt jung erscheinen zu wollen, sondern es gefällt mir einfach.

Susanne246
29.03.2013, 12:24
Jung sieht aus, wer sich jung fühlt. Wer versucht die "Jugend" um jeden Preis zu erhalten, schwimmt gegen einen Strom, der stärker ist, als man selbst ist. Bei manchen "OP-Unfällen", die man im Fernsehen zur Ansicht vorgesetzt bekommt, kann einem nur schlecht werden.

Männer, die sich von einer 45-jährigen Frau den Körper einer 20-jährigen wünschen, sollten zunächst an sich selbst hinunterschauen. Zu einer reifen Frau gehört ein reifer Körper :smile: Die wenigsten 20-jährigen sind außerdem im stande sich so sexy zu bewegen, wie eine ältere Frau.

Zum Thema lange Haare: ich kenne eine Frau, die inzwischen über 65 ist und die ihre Haare immer offen getragen hat. Sieht immer noch toll aus. Es kommt natürlich wie immer darauf an.

Inaktiver User
29.03.2013, 13:52
Zum Thema Haare überhaupt: Ich kann nicht verstehen, wieso es ein Thema ist, ob jemand die Haare lang oder kurz trägt. :wie?:
Das sollte doch wohl ausschließlich davon abhängen, was einem steht und gefällt - weder macht die Haarlänge automatisch alt bzw. jung, noch sehen alle Frauen mit dergleichen Haarlänge gleich gut aus. Und die Haarlänge allein ist auch kein Indiz dafür, ob jemand "in Sack und Asche" geht oder es eher glamourös liebt.

Aber genau solche Plattitüden werden von Frauenzeitschriften und entsprechenden albernen Fernsehsendungen verbreitet - dass so viele Frauen diesen Unsinn auch noch verinnerlichen, finde ich ziemlich deprimierend.

lapoupeequiditnon
29.03.2013, 17:00
...der Strang ist uralt...nämlich von 2006 und tatsächlich wird er neu belebt durch das Reden über lange Haare...

Fakt ist : lange Haare an Frauen ( am Kopf ) sind bei Männern beliebt...

und da Frauen Männern gefallen wollen ( bis auf die, die davon reden statt dessen lieber ein gutes Buch lesen zu wollen ;-) ), dürfen dürfen sie ihre langen Haare auch noch "im Alter" tragen ohne heute als Hexe oder potenzielle Ehebrecherin verbrannt zu werden

Meist wird das Haar älterer Damen und Herren etrwas schütter und schon deshalb ist langes schönes Haar Ausdruck von Attraktivität..Vitalität... dem was man leider nur "der Jugend" zuspricht...wenn man falsch denkt...

Männer verlieren ihr Kopfhaar manchmal unschön--- als Kränzchen... und können sich noch in die moderne Ganzglatze retten...

die ja nun schon bei jüngeren Männern aktuell ist...

Inaktiver User
29.03.2013, 21:10
hauptsache reich – mein motto. im bezug auf männer jedenfalls.

aber jedem das seine. obwohl, über 40 sollte frau die haare ja nicht mehr lang tragen - finde (nicht nur) ich. die verona poth ist ja nu auch schon 38 … zeit wird's also, muß sie mal drüber nachdenken.

Und warum bist du der Meinung???

Ich habe selber lange Haare und es hat bestimmt nichts mit dem Alter zutun, sondern eher mit der Einstellung:-)

sabbeltussi
29.03.2013, 21:41
Warum sollte man sich absichtlich alt machen...mit Kurzhaarfrisur und Faltenrock???.....
Hatten auch mal die Diskusion in der Familie...da meinte eine , das man ab 40 doch keine langen Haare mehr tragen könne. Hmm wieso das nicht ???...
Ich finde lange Haare weiblich....sexy....egal in welchem Alter...solange Frau sich damit wohl fühlt ..!!!
Ausserdem ist 50 das neue 40....die menschen werden immer älter...sind viel länger attraktiv.
Und die Frauen die meinen...mit 40 ihre Haare kurz zu tragen..evtl noch ne Dauerwelle machen zu lassen...."Oma" KLamotten zu tragen...bitteschön !!..Man kann sich auch selber alt machen !!!

Ullalla
29.03.2013, 23:03
Und wieso macht eine Kurzhaarfrisur älter?
Habe ich etwa übersehen, dass Frau ab einem bestimmten Alter auf den gewohnten Haarschnitt verzichten muss, Haare wachsen lassen soll (egal, wie besch...eiden das aussieht), und dann sieht sie jünger aus? Warum soll, muss sie das überhaupt: jünger aussehen???

So ein Quatsch.

Und 50 ist genauso wenig das neue 40 wie Schwarz das neue Weiß ist. Das habe ich noch nie begriffen. Schwarz ist Schwarz, Weiß ist Weiß, 40 ist 40 und 50 ist fuffzig.

Inaktiver User
30.03.2013, 08:20
Und wieso sollte man zu einer Kurzhaarfrisur automatisch einen Faltenrock tragen (müssen)...?

Cinja
30.03.2013, 12:51
Wahrscheinlich kennt ihr keinname und ihre Beiträge gar nicht mehr? Sie ist ja schon länger gesperrt.

Ich glaube, ihr Beitrag war ironisch gemeint. :smirksmile:

Inaktiver User
30.03.2013, 15:43
Und die Frauen die meinen...mit 40 ihre Haare kurz zu tragen..evtl noch ne Dauerwelle machen zu lassen...."Oma" KLamotten zu tragen...bitteschön !!..Man kann sich auch selber alt machen !!!

Aua. Das nenne ich mal beschränkte Weltsicht. :unterwerf:

HandsomeGuy
12.06.2013, 18:02
Das frage ich mich immer wieder?

Weil: Meiner Meinung nach wird die Jugend und das junge Erwachsensein häufig glorifiziert. Man läuft herum und denkt: "Früher war alles besser". Weit gefehlt, denn auch früher hatte man kleine und große Sorgen. Nur, die vergisst man eben leicht. Auf Englisch: Graduation Goggles (grob übersetzt: Abschlussbrille). Denn in jungen Jahren ist man finanziell oft knapp, muss wichtige Entscheidungen treffen, die das ganze Leben prägen werden, wobei man vom Leben selbst recht wenig Ahnung hat.

Somit denke ich man sollte im heute leben und nichts auslassen und bereuen. Ich lebe so, wie ich mich fühle. Und wer damit nichts anfangen kann, der darf das getrost jedem erzählen außer mir :)

Inaktiver User
13.06.2013, 13:42
Und wieso sollte man zu einer Kurzhaarfrisur automatisch einen Faltenrock tragen (müssen)...?

Ich empfehle dann noch derbe braune Gesundheitsschuhe um den Look zu vervollständigen, Stützstrümpfe in dezentem beigebraun, eine Queen-Handtasche - und als nettes kleines Accessoire einen Rollator.

Klar - alle Kurzhaarigen sind alt, oder ;-)))

Latona
13.06.2013, 15:22
Das Schlimmste am Altwerden ist eigentlich, dass man den größten Teil seines Lebens - und damit seine ganzen Möglichkeiten - schon hinter sich hat. Wenn man jung ist, hat man sie noch vor sich.

Talent83
14.06.2013, 09:25
Ich bin in diesem Jahr 30 geworden (was eine Katastrophe) :)

Nein überhaupt nicht. Ich lasse mir nicht nachsagen, in den letzten 10 Jahren Dinge verpasst zu haben, oh Nein. Ich habe versucht viel mitzunehmen und nicht auszulassen. Das bedeutet nicht, dass ich alle Drogen und Parties mitgenommen habe, die dort am Wegesrand waren. Ich habe immer versucht, mich so zu verhalten wir ich mich fühle. Und das werde ich beibehalten.

Im Sinne von: "Heute sind die Guten Alten Zeiten von morgen."

"Graduation Goggles" --> Haha

brighid
14.06.2013, 09:34
Das Schlimmste am Altwerden ist eigentlich, dass man den größten Teil seines Lebens - und damit seine ganzen Möglichkeiten - schon hinter sich hat. Wenn man jung ist, hat man sie noch vor sich.

das schöne am älterwerden ist- die gelassenheit die sich einstellt (ok, einstellen kann)

weil man/frau eben nicht mehr das gefühl hat bei allem dabei sein zu "müssen".

wenn man älter ist- hat man/frau so manche erfahrung schon hinter sich- und muss sie nicht noch erst erleben und abhaken.

Inaktiver User
14.06.2013, 09:50
das schöne am älterwerden ist- die gelassenheit die sich einstellt (ok, einstellen kann)

weil man/frau eben nicht mehr das gefühl hat bei allem dabei sein zu "müssen".

wenn man älter ist- hat man/frau so manche erfahrung schon hinter sich- und muss sie nicht noch erst erleben und abhaken.


Auf die Gelassenheit warte ich noch.
naja - ich bin ja auch erst zarte 55.
Überall dabei sein? Nee - wie denn auch: sähe blöde aus, wenn ich in einer Dico rumhüpfen würde, beim Volleyball-Beach-Team will einen auch keiner mehr :-/

Die besten Dinge des Lebens liegen hinter einem - sie erfüllen mich bis heute mit Dankbarkeit und echter Freude...davon kann ich zehren.

Neue Erfahrungen gibts auch noch - aber ob die so lecker sind? Sehen wirs mal positiv:
Juchuuuu!! Ich krieg ne künstliche Hüfte!!
Supi!! Endlich die dritten Zähne!!!
spitze!! Mein erster Rollator...
genial!! Mein erster Tag im Altenheim..

Neenee, Leute, Jugend ist da schon prickelnder :-)

brighid
14.06.2013, 09:56
mit 55 von vergangenem zehren?

ist mir mit meinen zarten 52 zu tröge. ich geniesse mein leben und beach-volley-ball habe ich eh noch nie gespielt.

Inaktiver User
14.06.2013, 10:20
mit 55 von vergangenem zehren?

ist mir mit meinen zarten 52 zu tröge. ich geniesse mein leben und beach-volley-ball habe ich eh noch nie gespielt.


Von Altem zehren und Leben geniessen schliesst sich nicht aus :-)

gezeitenfrau
14.06.2013, 17:29
Das Schlimmste am Altwerden ist eigentlich, dass man den größten Teil seines Lebens - und damit seine ganzen Möglichkeiten - schon hinter sich hat. Wenn man jung ist, hat man sie noch vor sich.

Wenn man sie denn zu nutzen weiß......:zwinker:

brighid
14.06.2013, 17:34
Neue Erfahrungen gibts auch noch - aber ob die so lecker sind? Sehen wirs mal positiv:
Juchuuuu!! Ich krieg ne künstliche Hüfte!!
Supi!! Endlich die dritten Zähne!!!
spitze!! Mein erster Rollator...
genial!! Mein erster Tag im Altenheim..

Neenee, Leute, Jugend ist da schon prickelnder :-)

das kann frau auch positiv sehen.

hüfte- hurra- ich kann mich auch wieder ohne schmerzen bewegen. ich bin jung genug, dass sie mich überhaupt noch operieren.

dritte zähne------------------ habe ich teilweise ja jetzt schon. schreckt mich keinen meter.

mein erster rollator? brauche ich nicht- habe ja ne neue hüfte.

mein erster tag im altenheim: ich muss meine wäsche nicht mehr selbst waschen, werde versorgt, im zweifelsfall sogar gefüttert- hey und wenn ich keine laune habe- bin ich halt mal ein bisschen alterszickig.

das leben könnte schlimmer sein. :musiker:

gezeitenfrau
14.06.2013, 20:36
Ich will auch alt werden dürfen:beleidigt: !!
Denn: ja, das ist ein Privileg was auch heute nicht selbstverständlich ist, musste ich selbst
schmerzlich erfahren- bei meinem Mann ua.
Bei mir sehe ich vor allem die Vorteile: meine Jugend war alles in allem unprickelnd,
ein bisschen davon hole ich "im Alter" nach,egal ob mit Rollator (habe Rheuma), aber 100%
ohne Faltenrock und -wenn möglich- auch ohne allzu ätzende Gesundheitsschlappen.:lachen:
Klar wäre es schön den Jetzt-Zustand noch 30 Jahre zu konservieren,wird aber eh nicht klappen,warum
dann ständig jammern und sich in Horrorvisionen suhlen ?! Jünger macht das bestimmt nicht.

Ich freue mich auf Freiheit,nicht mehr immer "müssen zu müssen" (womit ich jetzt nicht die Blase
meine..:smirksmile:), mein Leben ist so durchgetaktet und die Zeit reicht nie für alles
was schön wäre.
Endlich das tun können was jetzt nur mit Glück ab und zu mal geht...herrlich !
Wenn mein jüngster Sohn auf eigenen Füssen steht und ich nicht mehr arbeite,das dauert aber
noch,erlaube ich mir einfach mal so zu leben wie ich möchte und vorher nicht konnte.
Enkelkinder zB. kann man genießen und dann wieder bei den Eltern abgeben, auch herrlich.
Nicht, dass ich mein Leben im Hier und Jetzt nicht auch genieße,aber es regiert eben überwiegend
Pflicht statt Kür, ist ja auch normal.
Gerne würde ich mit meinem Partner alt werden :liebe:wir haben noch viel vor.
Wenn das Leben mir weitere Schicksalsschläge erspart,meine Kinder und Enkelkinder (im Januar
kommt, hoffentlich geht alles gut, Nr. 2) gesund und munter bleiben ,bin ich dafür
wahnsinnig dankbar.Was können einem da ein paar Wehwehchen kratzen ?!
Ich glaube diese Gruselvisionen vorm Altwerden haben nur die noch nicht wirklich "Alten".
Das "Mittelalter" ist für etliche Frauen einfach nur sch...; habe ich hier gelernt.
Aber das wird besser.Die vielen wirklich alten, die ich beruflich kenne,sind trotz diverser
Einschränkungen und Leiden in der großen Mehrheit zufrieden bis glücklich und setzen immer
gerne noch ein Jahr nach dem anderen drauf.Klar gibt es Alzheimer,Demenz und andere
Schrecklichkeiten-davor habe ich auch Angst.Aber es muss nicht so kommen und manchmal
sorgt man sich über Dinge die niemals eintreten, dazu habe ich keine Lust.
Unter Umständen graust es einem vor einem Zustand der gar nicht eintreten wird, weil man früh
abtreten muss-das wäre also nur vertane Zeit und Lebensqualität die HEUTE fehlt...

Inaktiver User
15.06.2013, 10:27
Ein ganz kurzes Resumee:
meine Kindheit war nicht einfach...meine Jugend zuerst auch nicht. Es fing an, richtig klasse zu werden, als ich 16, 17 war...
da hatte ich eine tolle Clique um mich, den KOpf voller Ideale..
Meine Zeit als junge Frau war einfach toll!! Ich habe früh geheiratet und bin bis jetzt in einer glücklichen Langzeitehe...
wir haben viel gesehen, viel erlebt...viel erreicht. Hatte früh jede Menge Selbstbewusstsein - und wusste, was ich wollte..

Ich habe wirklich schöne, interessante Jahre als Tänzerin hinter mir...und den Kopf voller wunderschöner Erinnerungen.
Warum soll ich nicht ein bisschen davon zehren...das tut gut und freut einen auch noch im Nachhinein...

jetzt, nach den Wechseljahren, geht es mir wieder ganz gut (nicht super toll - aber ganz gut).
Es ist alles langsamer geworden, nicht mehr so selbstverständlich, und gerade dieses "man kann - aber muss nicht" zeigt einem, dass man nicht mehr so gefragt ist wie früher..und es langsam aber sicher den Berg runter geht.

Das ist keine Horrorvision - das ist nacker Realismus.Ähnlich wie der Altersheimaufenthalt: das ist Endstation. Liest man Berichte zu Gewalt gegen Alte dort, kann einem schon mal das Grausen kommen...

Für mich gilt jedenfalls: ich freu mich trotzdem (trotz Altwerdens) des Lebens...aber nicht wegen...
ES ist gut, Dinge zu akzeptieren, die man nicht ändern kann und das Beste draus zu machen..

bertrande
15.06.2013, 15:14
Mensch, Ruby, wie alt bist Du denn???:lachen:

Erst mal in Ruhe 50 werden und Du wirst sehen, was da alles möglich ist. :in den arm nehmen:
Ich habe mit 50 Sachen gemacht, die ich in meiner Jugend überhaupt nicht konnte. Und nicht nur ich, auch andere Freundinnen haben das so erlebt.
Und ich kenne Leute, die mit 80 Jahren einfach bloß erstaunlich sind. :lachen:

Hätte ich mir mit 37 Jahren auch nicht so vorgestellt. Da dachte ich mal, es geht jetzt automatisch abwärts. :cool:

gezeitenfrau
15.06.2013, 15:41
Vor den Wechseljahren habe ich auch Angst.Noch merke ich nix,aber kommen werden sie.
Es hilft ja alles nix- da muss frau durch.
So schöne Jugendjahre hatte ich nicht und meine Kindheit war einfach unbeschreiblich
furchtbar.Das klingt jetzt übertrieben,aber es war leider so.Wenn ich mit meinem
Bruder ab und zu mal darüber rede,enden die Gespräche meist(wie aus einem Munde)mit:
"naja, aber wir haben es überlebt".....:knatsch:
Und dann kam mein 1.Freund,den ich mit schlafwandlerischer Sicherheit so "ausgesucht" habe
dass der Horror von zuhause sich fortsetzte.Psychologen werden das wohl irgendwie erklären können,
sodaas sich der Horror nahtlos fortsetzte; knapp 16 war ich da.
Nee, Jungsein unter solchen Irrungen,Wirrungen und so destruktiv-das macht nicht glücklich.
Was ich für einen Haufen an "Mangelempfindungen",Komplexen und weiß der liebe Gott sonst alles
mit mir herumtrug,war eine schwere Last."Gerettet" hat mich mein Mann,der mich so nahm wie ich
war.Er war in fast allem das totale Gegenteil und hätte "Bessere" haben können,aber er wollte
mich trotzdem.Anfangs war es hart,aber es wurde immer besser,mit gerade 20 bekam ich unseren Sohn,
was nicht einfach war wegen eben dieser ganzen Bürden,die ich mitbrachte ich wollte die Supermom
des Universums werden usw...:unterwerf:) Bei meiner Tochter Jahre später war ich schon viel gelassener.
Die verdammt ungerechte Sch.....war das mein Mann 2001 schwer erkrankte und 2004 mit noch nicht 43 Jahren sterben musste-ungerecht !
Als ich einige Jahre später eine neue Liebe fand, war der Mann damals schon schwer krank,
ich wusste das und ließ mich trotzdem darauf ein.Wir bekamen auch einen Sohn (heute 5),
2009 ging auch er.Beide Männer haben mich extrem geprägt im positiven Sinne,weil sie mir halfen
meine Potenziale zu entwickeln,in jeglicher Hinsicht-wofür ich unglaublich dankbar bin.
Es ist schön lieben zu dürfen und sich geliebt und angenommen zu fühlen,auch wenn man ein
schwieriger Mensch ist in vielem.
Die Trauer um geliebte Menschen ist für mich das Schrecklichste was es gibt,grausam.
Und das wird immer mehr,je älter man wird.
Ich mag den Tod so gar nicht, nee.Auch wenn eines unserer Haustiere geht ist das immer nur:heul:
Mit allem kann ich leben und mich arrangieren,nur damit nicht (wirklich)daher ist mein eigener Verfall,
also das Altwerden,keine so schlimme Vorstellung.Ich glaube jeder Mensch bleibt mental den
Lebensphasen ein Stück weit verhaftet in denen es besonders schön und/oder besonders schrecklich war,
von den schrecklichen Phasen habe ich gelernt,aber die schönen Phasen möchte ich zuletzt "mit-
nehmen" dürfen, auf die letzte Reise,-egal wohin sie gehen mag.
In meinem Beruf sehe ich so oft Menschen sterben (bei uns stirbt niemand allein) und jedesmal
ist es ein "einmaliges Wesen", etwas das so nie wiederkommen wird und lässt mich nicht kalt,
egal wer diese Menschern früher waren,wie sie aussahen,was sie taten.Und jedesmal merke ich das
da noch was ist,also nicht nur die Hülle,das wir auf der Durchreise sind,ganz woanders hin, dass es
noch eine Art übergeordnetes Prinzip gibt das hinter allem steht.Man mag es Gott nennen oder
auch nicht benennen können- mich tröstet diese (natürlich sehr subjektive) Empfindung sehr.
Auch wenn ich nicht mehr gefragt sein werde,irgendwas oder irgendwer fragt weiter:smirksmile:

Diese Gelassenheit und das ich wieder lebe,nicht nur existiere,wie jahrelang nach den Verlusten,
nimmt mir die Angst vor der Zukunft.Das Altwerden nicht easy ist,das ganze Gelaber von "Bestage"
usw nervig ist-ohne Frage.Die wollen nur die Kohle der Älteren,immerhin ist die ja teilweise doch etwas
üppiger als in der Jugend, aber das auch nur bei manchen.Altersarmut muss schrecklich sein.
Zu wissen das man da ganz gut über die Runden kommen wird ist hilfreich.

Wenn ich mit 80,90 oder wann immer, trotz diverser Gebrechen mal sagen kann: "es hat sich doch
gelohnt-alles in allem..." wäre das schön.:smile:

Inaktiver User
15.06.2013, 17:42
Mensch, Ruby, wie alt bist Du denn???:lachen:

Erst mal in Ruhe 50 werden und Du wirst sehen, was da alles möglich ist. :in den arm nehmen:
Ich habe mit 50 Sachen gemacht, die ich in meiner Jugend überhaupt nicht konnte. Und nicht nur ich, auch andere Freundinnen haben das so erlebt.
Und ich kenne Leute, die mit 80 Jahren einfach bloß erstaunlich sind. :lachen:

Hätte ich mir mit 37 Jahren auch nicht so vorgestellt. Da dachte ich mal, es geht jetzt automatisch abwärts. :cool:


hihi..
Zarte 55 :-)

Ich habe mit 35 halt Sachen gemacht, die ich jetzt, mit 55 nicht mehr kann.
Aber...ich konnte es mal und das..das nimmt mir keiner mehr.
Und weißt du was?? Das ist echt toll..(wie Eingemachtes - da kannst du auch im Herbst noch den Sommer schmecken ;-)

Meine Oma sagte mir mal, man muss früh genug anfangen, schöne Erinnerungen in seinem Leben zu sammeln - ist quasi wie eine "Sparkasse" für Glück...davon kann man lange lange zehren, sich lange dran freuen, Dankbarkeit empfinden.

All das schliesst ja nicht aus, dass man trotzdem noch was Neues erlebt - sich freut, sich wundert...

Inaktiver User
15.06.2013, 17:44
Vor den Wechseljahren habe ich auch Angst.Noch merke ich nix,aber kommen werden sie.
Es hilft ja alles nix- da muss frau durch.
So schöne Jugendjahre hatte ich nicht und meine Kindheit war einfach unbeschreiblich
furchtbar.Das klingt jetzt übertrieben,aber es war leider so.Wenn ich mit meinem
Bruder ab und zu mal darüber rede,enden die Gespräche meist(wie aus einem Munde)mit:
"naja, aber wir haben es überlebt".....:knatsch:
Und dann kam mein 1.Freund,den ich mit schlafwandlerischer Sicherheit so "ausgesucht" habe
dass der Horror von zuhause sich fortsetzte.Psychologen werden das wohl irgendwie erklären können,
sodaas sich der Horror nahtlos fortsetzte; knapp 16 war ich da.
Nee, Jungsein unter solchen Irrungen,Wirrungen und so destruktiv-das macht nicht glücklich.
Was ich für einen Haufen an "Mangelempfindungen",Komplexen und weiß der liebe Gott sonst alles
mit mir herumtrug,war eine schwere Last."Gerettet" hat mich mein Mann,der mich so nahm wie ich
war.Er war in fast allem das totale Gegenteil und hätte "Bessere" haben können,aber er wollte
mich trotzdem.Anfangs war es hart,aber es wurde immer besser,mit gerade 20 bekam ich unseren Sohn,
was nicht einfach war wegen eben dieser ganzen Bürden,die ich mitbrachte ich wollte die Supermom
des Universums werden usw...:unterwerf:) Bei meiner Tochter Jahre später war ich schon viel gelassener.
Die verdammt ungerechte Sch.....war das mein Mann 2001 schwer erkrankte und 2004 mit noch nicht 43 Jahren sterben musste-ungerecht !
Als ich einige Jahre später eine neue Liebe fand, war der Mann damals schon schwer krank,
ich wusste das und ließ mich trotzdem darauf ein.Wir bekamen auch einen Sohn (heute 5),
2009 ging auch er.Beide Männer haben mich extrem geprägt im positiven Sinne,weil sie mir halfen
meine Potenziale zu entwickeln,in jeglicher Hinsicht-wofür ich unglaublich dankbar bin.
Es ist schön lieben zu dürfen und sich geliebt und angenommen zu fühlen,auch wenn man ein
schwieriger Mensch ist in vielem.
Die Trauer um geliebte Menschen ist für mich das Schrecklichste was es gibt,grausam.
Und das wird immer mehr,je älter man wird.
Ich mag den Tod so gar nicht, nee.Auch wenn eines unserer Haustiere geht ist das immer nur:heul:
Mit allem kann ich leben und mich arrangieren,nur damit nicht (wirklich)daher ist mein eigener Verfall,
also das Altwerden,keine so schlimme Vorstellung.Ich glaube jeder Mensch bleibt mental den
Lebensphasen ein Stück weit verhaftet in denen es besonders schön und/oder besonders schrecklich war,
von den schrecklichen Phasen habe ich gelernt,aber die schönen Phasen möchte ich zuletzt "mit-
nehmen" dürfen, auf die letzte Reise,-egal wohin sie gehen mag.
In meinem Beruf sehe ich so oft Menschen sterben (bei uns stirbt niemand allein) und jedesmal
ist es ein "einmaliges Wesen", etwas das so nie wiederkommen wird und lässt mich nicht kalt,
egal wer diese Menschern früher waren,wie sie aussahen,was sie taten.Und jedesmal merke ich das
da noch was ist,also nicht nur die Hülle,das wir auf der Durchreise sind,ganz woanders hin, dass es
noch eine Art übergeordnetes Prinzip gibt das hinter allem steht.Man mag es Gott nennen oder
auch nicht benennen können- mich tröstet diese (natürlich sehr subjektive) Empfindung sehr.
Auch wenn ich nicht mehr gefragt sein werde,irgendwas oder irgendwer fragt weiter:smirksmile:

Diese Gelassenheit und das ich wieder lebe,nicht nur existiere,wie jahrelang nach den Verlusten,
nimmt mir die Angst vor der Zukunft.Das Altwerden nicht easy ist,das ganze Gelaber von "Bestage"
usw nervig ist-ohne Frage.Die wollen nur die Kohle der Älteren,immerhin ist die ja teilweise doch etwas
üppiger als in der Jugend, aber das auch nur bei manchen.Altersarmut muss schrecklich sein.
Zu wissen das man da ganz gut über die Runden kommen wird ist hilfreich.

Wenn ich mit 80,90 oder wann immer, trotz diverser Gebrechen mal sagen kann: "es hat sich doch
gelohnt-alles in allem..." wäre das schön.:smile:



DAs ist ein wunderschönes, warmherziges Posting...
Ich kriege eine Gänsehaut, wie schön und gleichzeitig traurig du über TRauer und Verlust schreibst...habe auch so viele schon verloren...bald wird eins meiner Haustiere gehen...
SChön, wenn man da an was glauben kann.
Bei mir klappt das manchmal - manchmal nicht.

Wenn ich einen Toten sehe, merke ich deutlich, das da was fehlt, was vorher da war...die Seele lebt wohl doch ewig...

gezeitenfrau
16.06.2013, 16:30
Den Tod begreifen können wir nie wirklich,nur mit der Gewissheit leben-daran muss
und kann man sich gewöhnen.
Ich persönlich bin der Überzeugung das wir zwar zu 99% aus schnöder Materie bestehen,
biochemische Prozesse den Ablauf des Lebens und leider auch Alterns bestimmen,bei
jedem anders,aber in den naturgegebenen Grenzen.
Aber diese symbolischen 1% "Rest", das sind wir, also das was uns ausmacht.Und das ist nicht
den Gesetzen der Materie unterworfen -somit unsterblich.Kann ja sein das diese "1%" die
Materie,also alles was man von uns sieht und woran wir zuweilen so hadern:smirksmile:
erschaffen hat-und nicht umgekehrt.Beweise gibt es dafür zwar nicht,aber sehr viel schlauere
Leute als ich denken teilweise ähnlich,beweisen lässt sich sowas wahrscheinlich nie.
Nach meinen Todesfällen,aber auch schon als Kind und verstärkt seit der Pubertät habe ich
sehr viele "Phänomene" wahrgenommen die mich in dieser Überzeugung bestärkten und die
vielen vielen "Zeichen",die ich von den Toten bekam und noch immer ab und zu erhalte-bin damit
regelrecht "zugeballert" worden und es machte mir auch Angst-haben mir dahingehend meine
Zweifel genommen."Verrückt":peinlich: bin ich nicht(laut Ärzten),und alles was man rational
erklären und begründen kann habe ich mir erklärt- aber einiges bleibt eben trotzdem übrig....
Mein "großer Bruder",er arbeitet als Biochemiker in einem ganz und gar rationalen und absolut
über jeden Verdacht esoterischer Beeinflussung erhabenen Bereich,ist auch so gestrickt seit
jeher.Für mich sehr tröstlich, dass auch schlaue Leute "so" sein können

Aber dieses (für mich) Wissen macht das Leben und Älterwerden im Hier und Jetzt nicht
besser und nur bedingt einfacher- mein Rheuma wird jedenfalls davon nicht besser:freches grinsen:
Und der Tod ist immer noch sch......-auch wenn es später anderswo irgendwie weitergeht.

Wenn ich mal wieder mistig drauf bin, schlecht schlafen konnte, morgens die Gelenke weh
tun und der Spiegel mir die Zunge rausstreckt, fällt mir oft mein verstorbener Freund und
Geliebter ein.Der ist innerhalb von wenigen Jahren vom sportlichen,beruflich erfolgreichen
und mitten im Leben stehenden Mann zum "Pflegefall" und zuletzt auch Rollstuhlbenutzer
geworden.Aber öfters sagte er mal "ich fühle mich sooo jung" und er meinte das auch so!
Wie subjektives Befinden vom"objektiven Zustand" abweichen kann ! OK,alt war er ja auch
nicht,wurde er gar nicht,starb mit knapp über 50 und sah trotz Krankheit jünger aus.Aber
viele andere in der Situation denken an Sterbehilfe und wie sie die Fahrt in die Schweiz
organisieren können:knatsch:!Mein Mann war ähnlich in seinem Charakter,der jammerte nie,
sah immer das was noch ist und nicht was er verloren hatte durch die Krankheit.
An diesen Menschen werde ich versuchen mich festzuhalten,bis ich hoffentlich alt aber
geistig klar das letzte Mal atme....

Hazelnut-Eyes
17.06.2013, 19:46
Ich bin Jung und genieße es Jung zu bleiben. Die Jugend wird glorifiziert? Zu Recht, denn wenn ich irgendwann mal keine Zähne mehr hab und auf dem Weg zum Tod bin, dann kann ich daran nichts positives finden. Den tod begreifen? Ich lebe heute und möchte lieber mein Leben leben, als mein Leben damit verschwenden den Tod zu begreifen. Wer das natürlich tun möchte, kann das tun. Denn wichtig ist es das man später das Gefühl hat, dass das eigene Leben so "Gut gelaufen" ist.

gezeitenfrau
17.06.2013, 21:16
Ich bin Jung und genieße es Jung zu bleiben. Die Jugend wird glorifiziert? Zu Recht, denn wenn ich irgendwann mal keine Zähne mehr hab und auf dem Weg zum Tod bin, dann kann ich daran nichts positives finden. Den tod begreifen? Ich lebe heute und möchte lieber mein Leben leben, als mein Leben damit verschwenden den Tod zu begreifen. Wer das natürlich tun möchte, kann das tun. Denn wichtig ist es das man später das Gefühl hat, dass das eigene Leben so "Gut gelaufen" ist.

Es soll heutzutage sehr gute Implantologen geben.....:smile:

Inaktiver User
18.06.2013, 05:28
Es soll heutzutage sehr gute Implantologen geben.....:smile:

Ja, und auch Schönheitschirurgen....

Aber, was solls?
Wer das möchte solls halt tun.

Ansonsten hat jung sein nicht unbedingt was mit dem Alter zu tun oder mit falschen Zähnen.
Es ist eine geistige Einstellung.

Jung ist ja auch neu.
Ein junger Tag ist ein neuer Tag zum Beispiel.

Ich bin heute froh und dankbar, dass ich noch mal anfangen musste.

Mein Singleleben hat soo viele Optionen.
Das hat mir früher gefehlt.
Auch wenn ich längst nicht alle Möglichkeiten ausschöpfe.

Bae
18.06.2013, 06:33
Ich bin Jung und genieße es Jung zu bleiben.

und wie stellst du das an? Was mich betrifft, ich werde jeden Tag einen Tag älter. Und ich bin definitiv kein Kind mehr und auch kein Teenager mehr. (zum Glück, meine ich - war eine schreckliche Zeit, so völlig abhängig von Plänen anderer Leute)




Die Jugend wird glorifiziert? Zu Recht, denn wenn ich irgendwann mal keine Zähne mehr hab und auf dem Weg zum Tod bin, dann kann ich daran nichts positives finden.

Auf dem Weg zum Tod sind wir alle, und ob wir diesen Weg mit oder ohne Zähne gehen, dürfte wesentlich von der Zahnhygiene abhängen.



Ich lebe heute und möchte lieber mein Leben leben, als mein Leben damit verschwenden den Tod zu begreifen.

Das ist ja kein Widerspruch - gerade weil mir der Tod bewusst ist; die Endlichkeit; kann ich ja das Hier und Jetzt geniessen. Durchaus im bittersüssen Bewusstsein, dass jedes Mal das letzte Mal sein kann. Sei es, dass ich das letzte Mal einen Menschen traf, oder auch etwas Kleineres - dass ein Lieblingsrestaurant auf einmal schliesst, ohne dass ich davon weiss, dass ein Mensch verreist und nicht mehr Teil des Alltags ist... gerade der Tod macht jeden Moment des Lebens kostbar.

grüsse, barbara

Inaktiver User
18.06.2013, 09:39
Ich bin Jung und genieße es Jung zu bleiben. Die Jugend wird glorifiziert? Zu Recht, denn wenn ich irgendwann mal keine Zähne mehr hab und auf dem Weg zum Tod bin, dann kann ich daran nichts positives finden. Den tod begreifen? Ich lebe heute und möchte lieber mein Leben leben, als mein Leben damit verschwenden den Tod zu begreifen. Wer das natürlich tun möchte, kann das tun. Denn wichtig ist es das man später das Gefühl hat, dass das eigene Leben so "Gut gelaufen" ist.


Recht hast du!
man sollte das "Eisen schmieden. solange es heiß ist.." Jugend, Fitsein, geistig auf der Höhe sein, Attraktivität, Vitalität - all das ist vergänglich. Meistens weiß man das erst zu schätzen, wenn es zu spät ist..
In der Jugend (ich seh das mal ganz großzügig, bis ca. 40), ist die Zeit, sich Dinge zu erschaffen, Karriere zu machen, aktiv zu sein, eine Familie zu gründen...nicht, dass dies im Alter unmöglich ist (okay - Babies kriegt man mit Ü 50 nicht mehr..), aber es wird wesentlich schwieriger, man muss mehr mit seiner Kraft haushalten.
Die leichtigkeit geht einem verloren.

Den Tod begreifen kann eh keiner. Wir können alle nur mutmaßen...aber ich glaube, dass ich am Ende meines Lebens sagen möchte, dass ich ein erfülltes Leben hatte, und nicht, dass ich schon lange vor meiner Zeit nur schwarze und traurige Gedanken hatte..man muss seine Zeit nutzen...und sich und andere gut behandeln.
ES gibt ein interessantes Buch: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen...

All das heißt nicht, dass es im Alter nichts Neues mehr gibt ode rman resigniert in der Ecke hocken sollte.
Aber...es fällt schwerer, aktiv zu werden, man ist nicht mehr so leichtfüssig und steckt Dinge nicht mehr so einfach weg.

Inaktiver User
18.06.2013, 09:41
Es soll heutzutage sehr gute Implantologen geben.....:smile:

...und andere :-((

Ich erlebe gerade bei eienr Bekannten ein Drama in dieser Richtung...das einzig Gute daran: sie hat schon 5 kg weniger...

Ich bin heilfroh, dass ich noch meine eigenen Beisserchen habe, hüte sie wie meinem Augapfel und hoffe, dass ich noch lange
auf Implantate, Gebiss und ähnlichen Kram verzichten kann..

bertrande
18.06.2013, 12:35
"Man sollte das Eisen schmieden, solange es heiß ist."
Gilt das denn nicht auch für Menschen ab 50?
Jugenderinnerungen sind schön, wir lachen auch manchmal über den Blödsinn, den wir damals gemacht haben.
Aber sollte man nicht vor allem seine Energie (wenn sie denn schon beschränkter ist) darauf verwenden, jetzt auch noch neue Erfahrungen zu machen, statt sie damit zu verschwenden, allzu oft wehmütig in alten Erinnerungen zu schwelgen? Nicht, dass aus der Erinnerung an Vergangenes eine Bremse für das Hier und Jetzt wird.
Was nützte denn ein faltenfreies Gesicht, wenn man mit dem Leben praktisch schon abgeschlossen hat?
Klar, können wir keine großen Bäume mehr ausreißen, aber so ein ganz kleines???Vielleicht auch ein nicht ganz so kleines? Das müsste doch drin sein. :cool:
Wenn nicht, warum nicht Bäume pflanzen?

Wie oft erzählen junge Leute davon, wie schön es doch in der Kinderzeit war? :lachen:

Inaktiver User
18.06.2013, 14:40
"Man sollte das Eisen schmieden, solange es heiß ist."
Gilt das denn nicht auch für Menschen ab 50?
Jugenderinnerungen sind schön, wir lachen auch manchmal über den Blödsinn, den wir damals gemacht haben.
Aber sollte man nicht vor allem seine Energie (wenn sie denn schon beschränkter ist) darauf verwenden, jetzt auch noch neue Erfahrungen zu machen, statt sie damit zu verschwenden, allzu oft wehmütig in alten Erinnerungen zu schwelgen? Nicht, dass aus der Erinnerung an Vergangenes eine Bremse für das Hier und Jetzt wird.
Was nützte denn ein faltenfreies Gesicht, wenn man mit dem Leben praktisch schon abgeschlossen hat?
Klar, können wir keine großen Bäume mehr ausreißen, aber so ein ganz kleines???Vielleicht auch ein nicht ganz so kleines? Das müsste doch drin sein. :cool:
Wenn nicht, warum nicht Bäume pflanzen?

Wie oft erzählen junge Leute davon, wie schön es doch in der Kinderzeit war? :lachen:

Also ich halt mich aus rein praktischen Erwägungen an Unkraut ;-) - Bäume?? Nö. Und schon gar nicht bei dem Wetter...bei meinem Blutdruck ein Ding der Unmöglichkeit...

Ich möchte Bewusstsein dafür wecken, dass man seine Jugendzeit wert schätzt...möglichst schon als Junger..

Schöne Erinnerungen "sammeln", die einem gut tun, auf die man in schlimmen Zeiten zurück greifen kann - und ab und an mal ein Bäumchen zu entwurzeln ;-) - das eine schliesst das andere nicht aus.

Das heißt doch nicht, dass man mit dem Leben abgeschlossen hat, nur weil man dankbar für das viele Schöne ist, dass einem im Leben begegnet ist? Was ich hatte, weiß ich - was noch kommt, weiß ich nicht. Heißt ja nicht, dass ich fortan mit Kranz um den Hals auf dem Friedhof hocke...( wobei: so ein Kranz verdeckt ganz toll die Halsfalten..)

Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können :-))

Inaktiver User
18.06.2013, 15:25
"Man sollte das Eisen schmieden, solange es heiß ist."
Gilt das denn nicht auch für Menschen ab 50?
Jugenderinnerungen sind schön, wir lachen auch manchmal über den Blödsinn, den wir damals gemacht haben.
Aber sollte man nicht vor allem seine Energie (wenn sie denn schon beschränkter ist) darauf verwenden, jetzt auch noch neue Erfahrungen zu machen, statt sie damit zu verschwenden, allzu oft wehmütig in alten Erinnerungen zu schwelgen? Nicht, dass aus der Erinnerung an Vergangenes eine Bremse für das Hier und Jetzt wird.
Was nützte denn ein faltenfreies Gesicht, wenn man mit dem Leben praktisch schon abgeschlossen hat?
Klar, können wir keine großen Bäume mehr ausreißen, aber so ein ganz kleines???Vielleicht auch ein nicht ganz so kleines? Das müsste doch drin sein. :cool:
Wenn nicht, warum nicht Bäume pflanzen?

Wie oft erzählen junge Leute davon, wie schön es doch in der Kinderzeit war? :lachen:

Eben.
Komischerweise zehre ich nicht von den Erinnerungen als junge Frau.
Gern denke ich an die satte Zeit meiner Kindheit zurück. Das ist ein bisschen meine Plattform.

Und dann wärme ich mich an der Zeit meines so schön geglückten Familienlebens mit meinen Kindern.
Das Leben mit meinen kleinen, schönen Kindern.

Es gab auch für mich ne Zeit in der ich so sensationell aussah wie es eben nur in seinen Zwanziger - und Dreißigern geht.
Als Autos am Strassenrand anhielten, man seine Auftritt hatte ....

Mein Markenzeichen, meinen Typ habe ich mir erhalten können: Grazile Erscheinung mit trotzdem üppigen Rundungen.
Und, es gibt eher mehr Situationen als zu wenige dass mir Männer noch Avancen machen.

Ich fühle mich einfach im Sommer meines Lebens, reif wie Fallobst.

Mir wird allerdings schneller langweilig.
Ansonsten entspricht es überhaupt nicht meinem Charakter entweder zu viel Wert auf Äußerlichkeiten zu legen noch meinen Körper lieblos oder reparaturbedürftig zu beschreiben.

Bae
18.06.2013, 18:43
Ich möchte Bewusstsein dafür wecken, dass man seine Jugendzeit wert schätzt...möglichst schon als Junger..

ich kann nun keinen Grund sehen, warum ich ausgerechnet die Jugend schätzen sollte - jedes Alter, vom Baby bis zur Greisin, hat doch seine Sonnenseiten und seine Schattenseiten, und seine ganz besonderen Erfahrungen, die damit verbunden sind, die guten und die schlechten. Jugend hat die tollen Seiten, aber auch die doofen - zB während Jahren in einer Klasse fremdbestimmtes Programm abspulen zu müssen, schrecklich. Das erste Mal Rechnungen bezahlen, das erste Mal Steuererklärung ausfüllen, das erste Mal Gynäkologe, die Vorbehalte der Eltern gegenüber dem Freund... da gibt es sehr viele Dinge, denen ich keine Träne nachweine.



Das heißt doch nicht, dass man mit dem Leben abgeschlossen hat, nur weil man dankbar für das viele Schöne ist, dass einem im Leben begegnet ist?

nein, aber die erste Dankbarkeit gilt dem Hier und Jetzt. Hier und Jetzt stehen mir so viele tolle Dinge zur Verfügung... und die nutze ich. Jetzt.

grüsse, barbara

Inaktiver User
19.06.2013, 08:20
ich kann nun keinen Grund sehen, warum ich ausgerechnet die Jugend schätzen sollte - jedes Alter, vom Baby bis zur Greisin, hat doch seine Sonnenseiten und seine Schattenseiten, und seine ganz besonderen Erfahrungen, die damit verbunden sind, die guten und die schlechten. ....

nein, aber die erste Dankbarkeit gilt dem Hier und Jetzt. Hier und Jetzt stehen mir so viele tolle Dinge zur Verfügung... und die nutze ich. Jetzt.

grüsse, barbara

mach ich ähnlich mit einem fuß in der tür in der zukunft...
allerdings sind menschen unterschiedlich ausgerichtet,manche leben eher vergangenheitsbezogen,manche nur zukunfstorientiert..

als ich meine gesellenprüfung fürs schneiderhandwerk machte wurde ich von schneidermeistern geprüft ,die alle zwischen 85 und 95 waren und immer noch arbeiteten...das fand ich sehr erstaunlich und mir wurde klar, einen anzug noch nicht fertig gemacht zu haben ,scheint lebensverlängernd zu wirken!
übertragen ist es gut immer noch begonnende projekte zu haben ,die fertig gestellt werden müssen und immer wieder etwas anzufangen,das hält geistig fit und rege.nur vergangenheitszehrend zu leben wäre passiv und da beobachte ich im alter einen erheblich schnelleren verfall.wichtig ist das man sich fordert bis zur grenze und sich nicht zu sehr ausruht.man verlierst sonst viel schneller an kondition.

HandsomeGuy
19.06.2013, 09:49
ich kann nun keinen Grund sehen, warum ich ausgerechnet die Jugend schätzen sollte - jedes Alter, vom Baby bis zur Greisin, hat doch seine Sonnenseiten und seine Schattenseiten, und seine ganz besonderen Erfahrungen, die damit verbunden sind, die guten und die schlechten. Jugend hat die tollen Seiten, aber auch die doofen - zB während Jahren in einer Klasse fremdbestimmtes Programm abspulen zu müssen, schrecklich. Das erste Mal Rechnungen bezahlen, das erste Mal Steuererklärung ausfüllen, das erste Mal Gynäkologe, die Vorbehalte der Eltern gegenüber dem Freund... da gibt es sehr viele Dinge, denen ich keine Träne nachweine.


Ja, das denke ich auch. Weil in 10 Jahren von heute wird man genau HEUTE mit all seinen Sonnenseiten betrachten. Und dann in 20 Jahren von heute wird man den Zeitpunkt in 10 Jahren... usw..

Deshalb: genießen. Und das beste draus machen.

Das passt nicht 100%, aber irgendwie schon:

Baz Luhrmann - Everybody's Free To Wear Sunscreen - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=sTJ7AzBIJoI)

brighid
19.06.2013, 10:01
ich kann nun keinen Grund sehen, warum ich ausgerechnet die Jugend schätzen sollte - jedes Alter, vom Baby bis zur Greisin, hat doch seine Sonnenseiten und seine Schattenseiten, und seine ganz besonderen Erfahrungen, die damit verbunden sind, die guten und die schlechten. Jugend hat die tollen Seiten, aber auch die doofen - zB während Jahren in einer Klasse fremdbestimmtes Programm abspulen zu müssen, schrecklich. Das erste Mal Rechnungen bezahlen, das erste Mal Steuererklärung ausfüllen, das erste Mal Gynäkologe, die Vorbehalte der Eltern gegenüber dem Freund... da gibt es sehr viele Dinge, denen ich keine Träne nachweine.




nein, aber die erste Dankbarkeit gilt dem Hier und Jetzt. Hier und Jetzt stehen mir so viele tolle Dinge zur Verfügung... und die nutze ich. Jetzt.

grüsse, barbara


:blumengabe:

Inaktiver User
19.06.2013, 15:59
ich kann nun keinen Grund sehen, warum ich ausgerechnet die Jugend schätzen sollte - jedes Alter, vom Baby bis zur Greisin, hat doch seine Sonnenseiten und seine Schattenseiten, und seine ganz besonderen Erfahrungen, die damit verbunden sind, die guten und die schlechten. Jugend hat die tollen Seiten, aber auch die doofen - zB während Jahren in einer Klasse fremdbestimmtes Programm abspulen zu müssen, schrecklich. Das erste Mal Rechnungen bezahlen, das erste Mal Steuererklärung ausfüllen, das erste Mal Gynäkologe, die Vorbehalte der Eltern gegenüber dem Freund... da gibt es sehr viele Dinge, denen ich keine Träne nachweine.




nein, aber die erste Dankbarkeit gilt dem Hier und Jetzt. Hier und Jetzt stehen mir so viele tolle Dinge zur Verfügung... und die nutze ich. Jetzt.

grüsse, barbara

Wie unterschiedlich die Sichtweisen doch sind...
ich war stolz auf meine erste selbst ausgefüllte Steuererklärung...darauf, dass ich schon als recht junge Frau meine REchnungen selbst bezahlt habe. Der Gyn hat mir seinerzeit das Leben gerettet...und meine Eltern? Sie starben viel zu früh, um mich wirklich bei der Wahl meiner Partner beeinflussen zu können..ich wäre froh gewesen, sie noch einige Jahre länger rumnörgeln zu hören :-/
Dankbar für Dinge aus der Vergangenheit zu sein, heißt ja nicht, deshalb zu weinen...im Gegenteil...da kommt das warme, vitale und schöne Gefühl von früher wieder zurück, wärmend wie ein Sonnenstrahl..
Ich schaue halt auf das Positive, dass mir passiert ist - nicht auf das Negative.

All das heißt nicht, dass ich undankbar für das "jetzt" bin. Es ist halt anders als früher - manchmal auch schlechter - und manchmal halt auch schön..
Man freut in meinem Alter ja schon an allen möglichen Kleinigkeiten ;-), ich finde, so ein bisschen Melancholie gehört zum Altern dazu - obwohl das ja heutzutage verpönt ist.
Jugendzeit war für mich halt der Frühling des Lebens - dann kam der Sommer. Bald wirds herbstlich...ich liebe halt Frühjahr (obwohl ich eigentlich ein Wintertyp bin...;-)
Na und?

Latona
20.06.2013, 13:06
@ brighid
das schöne am älterwerden ist- die gelassenheit die sich einstellt (ok, einstellen kann)

weil man/frau eben nicht mehr das gefühl hat bei allem dabei sein zu "müssen".

wenn man älter ist- hat man/frau so manche erfahrung schon hinter sich- und muss sie nicht noch erst erleben und abhaken.Das stimmt, und das kann auch eine große Entlastung sein - zumal beim Älterwerden ja die Kräfte nachlassen. Man setzt Prioritäten bewusster. Gelassenheit als solche stellt sich mit der Reife ein, aber nicht automatisch mit dem Alter! Es gibt genug alte Menschen, denen es für diese Gelassenheit an Reife fehlt.

Mein Posting gilt vor allem für diejenigen, die mit dem, was sie bisher aus ihrem Leben gemacht haben, nicht zufrieden sind, diejenigen, die immer noch Angst haben, etwas für sie Wichtiges zu verpassen. Die geraten nämlich mit zunehmendem Alter wirklich unter Druck, weil sie merken, dass die noch verbliebene Zeit endlich ist, und bestimmte Zeitfenster gehen auch unwiderruflich zu - z.B. fürs Kinderkriegen.

Wer verantwortlich mit seiner Lebenszeit umgeht, sorgt dafür, dass Dinge, die einem wichtig sind, in der Zeitspanne, die dafür zur Verfügung steht, umgesetzt werden. Das bedeutet, dass man Prioritäten setzen muss, dass man einsieht, dass man nicht alles haben kann, und dass man sich mit der Wahl, die man getroffen hat, abfindet, weil es die für einen selbst bestmögliche war.

Wer sein Leben nur lebt, um es - nach welchen Maßstäben auch immer - zu optimieren, wird nicht unbedingt zum gelassenen Blick zurück kommen, denn vieles, was man bisher erreicht hat, wird eben nicht optimal gewesen sein. Es gibt Umstände, die kann man nicht kontrollieren, sondern nur das Beste daraus machen. Das sollte man tun und es sich auch verzeihen können, selbst wenn das Ergebnis nicht perfekt ist

Inaktiver User
20.06.2013, 14:57
Man freut in meinem Alter ja schon an allen möglichen Kleinigkeiten ;-)

Man könnte meinen, du bist 75.
Schreib lieber, dass DU dich in deinem Alter so verhältst, nicht "man."

Ich bin nur wenige Jahre jünger als du und ich gebe mich nicht mit Kleinigkeiten zufrieden, dazu bin ich wahrlich noch nicht alt genug. Meine Aktionslevel unterscheidet sich nicht von dem vor 15 Jahren.

donnamobile
20.06.2013, 15:14
Ich fühle mich im Prinzip immer noch jung, obwohl schon 55:grmpf:

Was mich stört ist der Gedanke, dass nicht mehr so viel "gute" Zeit vor mir bleibt. Und dass das Leben immer anstrengender wird, so empfinde ich das zumindest.

Inaktiver User
20.06.2013, 15:54
Man könnte meinen, du bist 75.
Schreib lieber, dass DU dich in deinem Alter so verhältst, nicht "man."

Ich bin nur wenige Jahre jünger als du und ich gebe mich nicht mit Kleinigkeiten zufrieden, dazu bin ich wahrlich noch nicht alt genug. Meine Aktionslevel unterscheidet sich nicht von dem vor 15 Jahren.

Schade, wenn "man" sich nicht an Kleinigkeiten freut - entgeht "einem" so einiges :-)

Basmati
20.06.2013, 16:04
Wer verantwortlich mit seiner Lebenszeit umgeht, sorgt dafür, dass Dinge, die einem wichtig sind, in der Zeitspanne, die dafür zur Verfügung steht, umgesetzt werden. Das bedeutet, dass man Prioritäten setzen muss, dass man einsieht, dass man nicht alles haben kann, und dass man sich mit der Wahl, die man getroffen hat, abfindet, weil es die für einen selbst bestmögliche war.

Wer sein Leben nur lebt, um es - nach welchen Maßstäben auch immer - zu optimieren, wird nicht unbedingt zum gelassenen Blick zurück kommen, denn vieles, was man bisher erreicht hat, wird eben nicht optimal gewesen sein. Es gibt Umstände, die kann man nicht kontrollieren, sondern nur das Beste daraus machen. Das sollte man tun und es sich auch verzeihen können, selbst wenn das Ergebnis nicht perfekt ist

Danke Latona - werde ich mir abspeichern!

Inaktiver User
20.06.2013, 16:10
Schade, wenn "man" sich nicht an Kleinigkeiten freut - entgeht "einem" so einiges :-)

Ach, du weißt ja genau, was ich meine.
Ich kann halt nicht nachvollziehen, wie man sich mit 55 schon als "alte Dame" empfinden kann.

Inaktiver User
20.06.2013, 18:33
Ach, du weißt ja genau, was ich meine.
Ich kann halt nicht nachvollziehen, wie man sich mit 55 schon als "alte Dame" empfinden kann.


Musst du ja auch nicht können :-)

Und...woher sollte ich wissen, was du meinst?? Ich bin zwar alt & weise - aber leider noch nicht hellsichtig ;-)

Inaktiver User
20.06.2013, 18:44
Ich bin nur wenige Jahre jünger als du und ich gebe mich nicht mit Kleinigkeiten zufrieden, dazu bin ich wahrlich noch nicht alt genug. Meine Aktionslevel unterscheidet sich nicht von dem vor 15 Jahren.
Ich freue mich sowohl an großen Dingen als auch an Kleinigkeiten, die mir früher einfach entgangen sind.
Mir geht es mir dem Alter gut; vielleicht besser denn je. Ich habe nicht das Gefühl, etwas Wesentliches verpasst zu haben und es ist ein gutes Gefühl, den Nachwuchs gescheit großgezogen zu haben. Es gibt viel Gutes, auf das ich zurückblicken kann und eine Reihe Dinge, denen ich erwartungsvoll entgegensehe. Ich wünsche mir meine Augen aus der Jugend zurück, aber ansonsten fand ich meine Jugend eine eher schreckliche Zeit. Mit 17/18 war ich extrem unglücklich, ab 20 ging's dann langsam besser. Früher war mein Leben Pflicht, jetzt ist es Kür.

Es gibt ein Haufen schreckliche Dinge, die ich nicht erlebt habe und z.T. gar nicht mehr erleben kann und dafür bin ich äußerst dankbar.

gezeitenfrau
20.06.2013, 19:49
Segres, mir ging es teilweise ähnlich:blumengabe:

Aber irgendwie bleibt man wohl seinen glücklichsten Lebensphasen verhaftet und es ist legitim
seine Jugend "zu betrauern",zumal das Älterwerden immer auch Brüche und Verluste mit
sich bringt.Ich denke manchmal,meine "glücklichstes Lebensphase" kommt noch-aber so wie es
jetzt ist darf es lange bleiben:smirksmile:
Bereut habe ich nur einiges-das aber gründlich-nicht genutze Chance zB..

Hottibotti
22.06.2013, 02:13
Das Schlimmste am Altwerden ist eigentlich, dass man den größten Teil seines Lebens - und damit seine ganzen Möglichkeiten - schon hinter sich hat. Wenn man jung ist, hat man sie noch vor sich.

Ja, aber wichtig ist doch letztlich, daß man seine Möglichkeiten genutzt hat. Dann gibt es im Grunde nichts, dem man nachtrauern müßte.

Hottibotti
22.06.2013, 02:21
mit 55 von vergangenem zehren?

ist mir mit meinen zarten 52 zu tröge. ich geniesse mein leben und beach-volley-ball habe ich eh noch nie gespielt.

Ich bin 50 und habe auch noch viel vor - reisen, die Welt sehen, beruflich noch mal was auf die Beine stellen... Vom Vergangenen zehren, das kann ich, wenn ich so alt bin, daß mir nur noch wenige Aktivitäten bleiben.

Inaktiver User
22.06.2013, 08:13
Vom Vergangenen zehren, das kann ich, wenn ich so alt bin, daß mir nur noch wenige Aktivitäten bleiben.
Ach, man kann sowohl als auch. Das ist sogar der Vorteil des jungen Alters (+50).

moonbeam10
22.06.2013, 12:10
Ich bin 50 und habe auch noch viel vor - reisen, die Welt sehen, beruflich noch mal was auf die Beine stellen... Vom Vergangenen zehren, das kann ich, wenn ich so alt bin, daß mir nur noch wenige Aktivitäten bleiben.

Genau so sehe ich das auch. Ich bin allerdings auch "erst" 46. Mein Plan für die nächsten ?? Jahre ist, soviel schöne Dinge zu erleben (und auch möglichst viel neues auszuprobieren) wie möglich. Ich habe in den letzten ein, zwei Jahren sehr viele Dinge zum ersten Mal getan, und diesen Trend möchte ich forstsetzen. Ich will mir nicht selber unnötige Einschränkungen wegen meines hohen Alters ;-) auferlegen.

Hottibotti
22.06.2013, 13:29
Ach, man kann sowohl als auch. Das ist sogar der Vorteil des jungen Alters (+50).

Naja, schöne Erinnerungen haben, das ist was anderes. Davon zehren heißt, sich aus der Vergangenheit das zu holen, was die Gegenwart nicht mehr hergibt. Das, was eben alte Menschen tun, wenn ihnen viele Dinge nicht mehr möglich sind.

Hottibotti
22.06.2013, 13:33
Genau so sehe ich das auch. Ich bin allerdings auch "erst" 46. Mein Plan für die nächsten ?? Jahre ist, soviel schöne Dinge zu erleben (und auch möglichst viel neues auszuprobieren) wie möglich. Ich habe in den letzten ein, zwei Jahren sehr viele Dinge zum ersten Mal getan, und diesen Trend möchte ich forstsetzen. Ich will mir nicht selber unnötige Einschränkungen wegen meines hohen Alters ;-) auferlegen.

Genauso sehe ich es auch. Neues auszuprobieren, auch sich neuen Herausforderungen zu stellen, das ist oft erstmal anstrengend, sorgt aber auch dafür, daß man nicht zu schnell um "alten Eisen" wird.

Inaktiver User
23.06.2013, 10:01
Naja, schöne Erinnerungen haben, das ist was anderes. Davon zehren heißt, sich aus der Vergangenheit das zu holen, was die Gegenwart nicht mehr hergibt. Das, was eben alte Menschen tun, wenn ihnen viele Dinge nicht mehr möglich sind.

Ich mische das.
Ich zehre von Erinnerungen an das, was mir nicht mehr passieren wird.
Und führe schöne Dinge zu, an die ich mich später erinnern kann - aber die sind halt anders als die Ereignisse aus meiner Jugend (die für mich die schönste aufregendeste Zeit meines Lebens war)

Es ist immer die jeweilige Lebensgeschichte, die den Umgang damit bestimmt.
Jemand, der einen Job hatte, der jugendverliebt ist (und der seinen Job geliebt hat) - wird diesen Zeiten nachtrauern - was legitim ist.

Und nein - ich glaube nicht, dass man ständig was Neues anfangen muss und sich Herausforderungen sucht, damit man jung bleibt. Das hat für mich eher was zwanghaftes - erinnert mich an den 60jähigen, der unbedingt noch Marathon laufen will oder den 75jährigen, der unbedingt mit seinem Motorrad nach Frankreich wollte...jetzt muss sein Sohn in dort abholen...die Gesundheit wollte nicht mehr.

Mir erscheint es da sinnvoller, Realist zu bleiben: Neues ja, wenn es mir begegnet, vernünftig und machbar erscheint - ansonsten denke ich daran, dass ich früher alles mögliche & unmögliche gemacht und erlebt habe und freue mich daran.

Es liegt an der jeweiligen Lebensgeschichte, wie man damit umgeht. Viele holen Dinge im Alter nach, die sie in ihrer Jugend nicht getan haben.

bertrande
23.06.2013, 11:55
Es ist immer die jeweilige Lebensgeschichte, die den Umgang damit bestimmt.
Es liegt an der jeweiligen Lebensgeschichte, wie man damit umgeht. Viele holen Dinge im Alter nach, die sie in ihrer Jugend nicht getan haben.

Da ist was dran. :erleuchtung:
Mit eine ganz große Rolle spielt wohl auch der persönliche gesundheitliche Zustand.


Ich bin z.B. der typische "Spätzünder" und habe erst ab ca. vierzig plötzlich begriffen, was ich alles "können kann". :lachen:
DAs war fast wie ein Rausch.
Meine Kindheit und Jugend war vielleicht etwas überbehütet. Mir wurde zuviel abgenommen und ich traute mir deshalb wohl weniger zu.

Ich meinte aber auch nicht, dass man in unserem Alter blinden Aktionismus, das Gleichziehen wollen mit jungen Leuten, zur Lebensdevise machen sollte. Es muss schon zu den körperlichen Gegebenheiten passen.
Aber Neues kann ja auch was ganz anderes sein, etwas Ruhigeres.
Wir haben z.B. vor zwei Jahren versehentlich ein Hotel in der toten Ecke von Sizilien gebucht (wir unterschätzten die Größe der Insel), weitab von den Sehenswürdigkeiten. Das wurde einer der allerschönsten Urlaube, die ich je erlebt habe.

moonbeam10
23.06.2013, 16:32
Ich mische das.
Ich zehre von Erinnerungen an das, was mir nicht mehr passieren wird.
Und führe schöne Dinge zu, an die ich mich später erinnern kann - aber die sind halt anders als die Ereignisse aus meiner Jugend (die für mich die schönste aufregendeste Zeit meines Lebens war)

Es ist immer die jeweilige Lebensgeschichte, die den Umgang damit bestimmt.
Jemand, der einen Job hatte, der jugendverliebt ist (und der seinen Job geliebt hat) - wird diesen Zeiten nachtrauern - was legitim ist.

Und nein - ich glaube nicht, dass man ständig was Neues anfangen muss und sich Herausforderungen sucht, damit man jung bleibt. Das hat für mich eher was zwanghaftes - erinnert mich an den 60jähigen, der unbedingt noch Marathon laufen will oder den 75jährigen, der unbedingt mit seinem Motorrad nach Frankreich wollte...jetzt muss sein Sohn in dort abholen...die Gesundheit wollte nicht mehr.

Mir erscheint es da sinnvoller, Realist zu bleiben: Neues ja, wenn es mir begegnet, vernünftig und machbar erscheint - ansonsten denke ich daran, dass ich früher alles mögliche & unmögliche gemacht und erlebt habe und freue mich daran.

Es liegt an der jeweiligen Lebensgeschichte, wie man damit umgeht. Viele holen Dinge im Alter nach, die sie in ihrer Jugend nicht getan haben.

Also, mit Mitte 50 sollte doch ein gesunder Körper eigentlich noch alles mitmachen können was er mit Mitte 30 oder Mitte 40 konnte solange wir nicht von Leistungssport auf hohem Niveau reden. Für mich hören sich deine Beiträge auch an als wärest du schon Mitte 60.

Warum hast du mit dem "Nachholen" ein Problem? Wenn man sein ganzes Leben lang eine Harley wollte (um ein Klische-Beispiel zu benutzen), sich es aber nicht leisten konnte oder wollte bzw. andere Prioriäten (Kinder?) hatte - warum ist es dann ein Negativum für dich, das dann im Alter nachzuholen? Und ich finde schon, dass du (ab-) wertende Ausdrücke benutzt.

moonbeam10
23.06.2013, 16:37
Ich bin z.B. der typische "Spätzünder" und habe erst ab ca. vierzig plötzlich begriffen, was ich alles "können kann". :lachen:
DAs war fast wie ein Rausch.


In der Phase bin ich gerade auch. Es ist ein tolles Gefühl! :yeah:

moonbeam10
23.06.2013, 17:06
Bei diesem Artikel musste ich an diesen thread denken:
Tragisches Unglück: Mann bricht bei Stuttgart-Lauf tot zusammen - Stadtbezirke - Stuttgarter Zeitung (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.tragisches-unglueck-mann-bricht-bei-stuttgart-lauf-tot-zusammen.ecb2c3b9-b60e-4b0f-99d6-e074f576755d.html)

Der Mann war 24.

Ob man mit 60 noch Marathon laufen könnte/sollte, ist denke ich eine individuelle Frage und keine, die man pauschal mit "nein" beantworten kann.

Und auch jüngere Menschen können unter Umständen in die Lage geraten, aus gesundheitlichen Gründen (durchaus auch unerwartet und überaschend) einen Urlaub abbrechen zu müssen. Einen Motorradtrip nach Südfrankreich finde ich persönlich auch nicht SO exzentrisch.

Hottibotti
23.06.2013, 17:17
Und nein - ich glaube nicht, dass man ständig was Neues anfangen muss und sich Herausforderungen sucht, damit man jung bleibt.

Das hat für mich eher was zwanghaftes - erinnert mich an den 60jähigen, der unbedingt noch Marathon laufen will oder den 75jährigen, der unbedingt mit seinem Motorrad nach Frankreich wollte...jetzt muss sein Sohn in dort abholen...die Gesundheit wollte nicht mehr.

Wenn Dir zu dem Thema Harausforderungen nur Negativbeispiele und Zwanghaftigkeit einfallen, dann laß es. Ich finds toll, wenn Leute im fortgeschrittenen Alter noch Dinge tun, die man ihnen nicht zugetraut hätte. Wenn die Entwicklungsrichtung nicht nur "Abbau" ist, sondern wenn auch hier und da noch ein bissel "Aufbau" drin ist. Wenn es wirklich nicht mehr anders geht, wenn man gebrechlich wird und die täglichen Verrichtungen schwerfallen, dann kann man sich immer noch zurücklehnen und vom Vergangenen "zehren".

Inaktiver User
23.06.2013, 17:18
Dossierthema: Jung aussehen um jeden Preis - wie stehen Sie dazu?

Habe heute einen Film mit Anja Kruse von 2008 gesehen... da war sie wohl 51/52J. alt, wenn die Altersangabe bei Wikipedia stimmt....

Sie war meiner Meinung nach auffallend schönheitsoperiert, hatte den Körper einer 30-jährigen, erschien zerbrechnlich wie ein Porzellanpüppchen und erschien auf den erste Blick recht attraktiv...

ABER - das alles wirkt auf den zweiten Blick recht künstlich und unpassend. Sie wirkte auf mich letztendlich eher wie eine 60-jährige auf voll jung getrimmt...

Ich denke, man kann auch natürlich schön altern :smirksmile:

Was mir zudem auffällt, ist der extreme Schlankheitswahn vieler deutscher Schauspielerinnen um die 40, z.B. Christiane Paul, die fast alle mit 30 noch mehr auf den Rippen hatten.
Klar - schlank wirkt jugendlicher, und ich sehe auch zu, dass ich schlank bleibe, weil ich´s schön finde, aber bei einigen ist es schon sehr extrem...

Hottibotti
23.06.2013, 17:23
Bei diesem Artikel musste ich an diesen thread denken:
Tragisches Unglück: Mann bricht bei Stuttgart-Lauf tot zusammen - Stadtbezirke - Stuttgarter Zeitung (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.tragisches-unglueck-mann-bricht-bei-stuttgart-lauf-tot-zusammen.ecb2c3b9-b60e-4b0f-99d6-e074f576755d.html)

Der Mann war 24.

Ob man mit 60 noch Marathon laufen könnte/sollte, ist denke ich eine individuelle Frage und keine, die man pauschal mit "nein" beantworten kann.

Und auch jüngere Menschen können unter Umständen in die Lage geraten, aus gesundheitlichen Gründen (durchaus auch unerwartet und überaschend) einen Urlaub abbrechen zu müssen. Einen Motorradtrip nach Südfrankreich finde ich persönlich auch nicht SO exzentrisch.

Gerade Marathonläufe können auch noch von älteren Menschen bewältigt werden - die entsprechende Kondition natürlich vorausgesetzt. Und der Motorradtrip in den Urlaub - nun, das hängt von der Planung ab. Wenn man keine Gewalttouren auf sich nimmt und genug Zwischenübernachtungen einplant - warum nicht??

Hottibotti
23.06.2013, 17:29
Klar - schlank wirkt jugendlicher, und ich sehe auch zu, dass ich schlank bleibe, weil ich´s schön finde, aber bei einigen ist es schon sehr extrem...

Hmm.. ja.. schlank und jugendlich ist so eine Sache. Bestimmte Alterserscheinungen werden gerade nach einer Gewichtsabnahme sichtbar. Dann zeigen sich Falten und Schlaffheit manchmal gerade dort, wo vorher das Fett für Fülle sorgte, typischerweise am Hals, am Busen, im Gesicht, am Bauch...

Inaktiver User
23.06.2013, 17:44
Hmm.. ja.. schlank und jugendlich ist so eine Sache. Bestimmte Alterserscheinungen werden gerade nach einer Gewichtsabnahme sichtbar. Dann zeigen sich Falten und Schlaffheit manchmal gerade dort, wo vorher das Fett für Fülle sorgte, typischerweise am Hals, am Busen, im Gesicht, am Bauch...

Eben drum sollte man, wenn man auf "schlank sein" Wert legt, dieses ab einem gewissen Alter (also wenn man merkt, dass man nicht mehr alles maßlos essen und trinken kann) kontinuiertlich "pflegen", d.h. nicht hungern, aber Ernährung umstellen... denn sonst passiert das, was du beschrieben hast...
Wenn man z.B. ab 50 von vollschlank oder füllig auf sehr schlank reduzieren will, ist das mit Sicherheit bei bei den meisten nicht mehr attraktiv.... die Haut hat ab einem gewissen Altern nun mal keine Spannkraft mehr...

Aber letztendlich ist das auch wieder bei jedem anders, da abhängig vom Hauttyp, Gewebebeschaffenheit, Gene usw.

Zudem gibt es Frauen die füllig attraktiver sind als schlank... das ist auch wieder typabhängig...
Es sollte einfach passen - das Gewicht zur Person und natürlich wirken :smile:

Hottibotti
23.06.2013, 18:20
Die Spannkraft der Haut läßt aber auch nach, wenn man nie dick war. Insofern ist es kein Unterschied, ob man nun kontinierlich sein Körpergewicht reguliert oder irgendwann mal mehr abnimmt (von Extremfällen mal abgsehen). Auch Menschen, die ein Leben lang sehr schlank waren, wirken irgendwann hager oder gar ausgemergelt, wenn das Unterhautfettgewebe immer dünner wird die Haut immer schlaffer. Da kann etwas mehr Körperfülle kompensierend wirken.

Inaktiver User
23.06.2013, 18:48
Die Spannkraft der Haut läßt aber auch nach, wenn man nie dick war. Insofern ist es kein Unterschied, ob man nun kontinierlich sein Körpergewicht reguliert oder irgendwann mal mehr abnimmt (von Extremfällen mal abgsehen). Auch Menschen, die ein Leben lang sehr schlank waren, wirken irgendwann hager oder gar ausgemergelt, wenn das Unterhautfettgewebe immer dünner wird die Haut immer schlaffer. Da kann etwas mehr Körperfülle kompensierend wirken.

Da hast du natürlich vollkommen recht... :smirksmile:

Bae
24.06.2013, 06:52
Da kann etwas mehr Körperfülle kompensierend wirken.

Wobei bewusstes Zunehmen für Magere genauso schwierig zu erreichen ist wie bewusstes Abnehmen für Füllige.

grüsse, barbara

Hottibotti
24.06.2013, 12:46
Sicher. Am besten ist wohl dran, wer über die Jahre moderat zunimmt, dabei aber immer im "grünen Bereich" (Normalgewicht) bleibt. Magere, die wirklich NULL zunehmen, haben aber zumindest keine gesundheitlichen Probleme aufgrund ihres Gewichts zu befürchten. Die gesundheitlichen Nachteile des Übergewichts wiegen dagegen im Alter noch viel schwerer als in jungen Jahren.

Inaktiver User
25.06.2013, 10:39
Bei diesem Artikel musste ich an diesen thread denken:
Tragisches Unglück: Mann bricht bei Stuttgart-Lauf tot zusammen - Stadtbezirke - Stuttgarter Zeitung (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.tragisches-unglueck-mann-bricht-bei-stuttgart-lauf-tot-zusammen.ecb2c3b9-b60e-4b0f-99d6-e074f576755d.html)

Der Mann war 24.

Ob man mit 60 noch Marathon laufen könnte/sollte, ist denke ich eine individuelle Frage und keine, die man pauschal mit "nein" beantworten kann.

Und auch jüngere Menschen können unter Umständen in die Lage geraten, aus gesundheitlichen Gründen (durchaus auch unerwartet und überaschend) einen Urlaub abbrechen zu müssen. Einen Motorradtrip nach Südfrankreich finde ich persönlich auch nicht SO exzentrisch.


Ich habe da mal mit einen Sportmediziner geredet - Marathon war mein ganzes Leben mein Traum, der leider vor 2 Jahren nach einer Krankheit platzte.
Der Sportmediziner meinte, es wäre für die meisten Menschen ungesund, für so ein Ereignis zu trainieren...es belastet extrem Kniegelenk ect, wenn man nicht ein Könner ist, sollte man in fortgeschrittenen Jahren lieber langsamer tun und sich viiieeel Zeit lassen. Leider merke ich, dass in meinem Umfeld etliche Ältere sich eben diese Zeit nicht lassen wollten. Einige meiner damaligen Mitläufer laufen jetzt gar nicht mehr...sie hatten einfach zu intensiv trainiert, sich konstant überfordert..es waren alles Leute in meinem Alter...

Was nun die Erinnerung angeht...soll ich jetzt weinen, dass ich keinen Marathon mehr hinkriege?
Oder mich lieber an die schönen, spannenden TRainingseinheiten erinnern, was für einen Spaß wir hatten...erscheint mir jetzt also sinnvoller.
Am Sonntag habe ich mal wieder - langsam - einen Teil meiner ursprünglichen Trainingsstrecke zurückgelegt...und da war es wieder - dieses tolle Gefühl beim laufen, obwohl ich lahm geworden bin und nie wieder meine ursprüngliche Leistung bringen werde..aber ich werde besser.
Für mich ist das ein Ansporn - eine tolle Erinnerung, die mir bis heute Kraft gibt.

Ob ein Motorradtrip empfehlenswert ist mit 75 - hängt schon davon ab, wie man mit 75 ist.
Aber wer mithalten will, ist deshalb manchmal unvernünftig - auch im Alter. "Unser" Kandidat hatte hohen Blutdruck, ihm war manchmal schwindelig - aber er wollte absolutnicht auf den TRip verzichten.
Man sieht: Alter schützt vor Torheit nicht.
Warum nicht lieber im alter langsam tun - statt unbedingt mithalten zu wollen, egal, ob beim Marathon oder sonst??
Ich finde es sinnvoll, mit seinen Kräften vorsichtig umzugehen.

Inaktiver User
25.06.2013, 16:14
Ruby,
ich lese gerade ein Buch das heißt: die erschöpfte Gesellschaft.
Darin beschreibt der Autor Stephan Grünwald die heutigen Senioren als "Herumtreiber".
Nie Zeit haben, immer auf der Suche nach Herausforderungen.

Statt ner Menge streichen und sich richtig auf was konzentrieren.

Ich finde das Buch sehr lesenswert. Der Autor ist Mitbegründer des rheingold Institus und verzichtet in seinem Buch auf das Zitieren jeglicher Statistiken.

Im Grunde genommen ist sein Buch ein Plädoyer für die Langeweile.
Und zwar für Menschen jeden Alters.

Er bezeichnet Deutschland als ein Land in dem die Menschen die Träume ausgegangen sind.

Da endet nun auch mein Schlenker.
Ich finde nämlich, ein gewisses und echtes Jungsein kann und sollte man sich immer erhalten.
Das ist nämlich die Fähigkeit zum Staunen, eine gewisse Einfachheit.

Das ist Kindlichkeit und Jungsein.
Schönen Tag noch für alle

bertrande
25.06.2013, 17:56
@Was-immer-es-gibt
Ein Plädoyer für die Langeweile? :lachen:
Das klingt zwar schlimm, aber es ist was Wahres dran.
Genuss wird durch Menge ja nicht unbedingt größer, es ist doch eher umgekehrt, dass Mangel Genuss verstärkt, oder überhaupt einen Wunsch erzeugt.
Ich glaube, es muss genug Zeit zwischen größeren Aktivitäten bleiben, damit sich die Lust auf eine Reise, eine Feier usw. entwickeln kann.
Vorher, damit man sich aufs Kofferpacken regelrecht freut.
Und auch hinterher muss Zeit bleiben für die Nachfreude.

Das Buch werde ich mir kaufen. Danke für den Tipp. :blumengabe:

Inaktiver User
26.06.2013, 06:52
bitteschön.
Das Buch ist so herrlich wissenschaftlich unwissenschaftlich geschrieben, lach.

Ich hab aber immer wieder Tage oder Phasen an denen ich merke: bin nur damit beschäftigt alles zu optimieren.
Mir hilft dann zwischendurch einfach ein Faulenzertag, ist wirklich erstaunlich wie sehr das wirkt.

Und, es kostet reinweg gar nix.

Inaktiver User
26.06.2013, 13:31
Langeweile ist nichts für mich...
aber das Gegenteil, hektisches Gewusel, um sich zu beweisen - auch nicht.
Damit erreicht man oft das Gegenteil: man möchte mithalten können, überanstrengt sich - und landet auf dem Bauch.
Ein jeder nach seinen Möglichkeiten und mit realistischer Selbsteinschätzung...

apfelfreundin
25.09.2013, 22:21
hauptsache reich – mein motto. im bezug auf männer jedenfalls.

aber jedem das seine. obwohl, über 40 sollte frau die haare ja nicht mehr lang tragen - finde (nicht nur) ich. die verona poth ist ja nu auch schon 38 … zeit wird's also, muß sie mal drüber nachdenken.

Selten so einen Blödsinn gelesen, denk mald darüber nach.