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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Selbständig" bei einem Franchise-Unternehmen



waldschabe
05.09.2012, 19:57
Bin erst seit ca. 3 Monaten selbständig und dies, wie schon der Titel sagt, in einem Franchiseunternehmen, allerdings als Freiberuflerin. Den Job den ich ausübe gibt es zu 95 % nur über die selbständige Tätigkeit.

Nun stelle ich fest, dass mir einige Dinge missfallen. Die starke Kontrolle, die Steifigkeit und der Zwang an einer Schulung für sehr viel Geld teilzunehmen, obwohl ich in der Zwischenzeit alles ohne Schulung beigebracht bekommen habe und bereits Geschäfte abgeschlossen habe. Ich kann keinen einzigen Schritt gehen, der nicht kontrolliert wird. Vielleicht habe ich mir etwas mehr Freiheit als Selbständige vorgestellt, auch wenn mir bewusst war, dass wenn ich für ein Franchiseunternehmen tätig werde, gewisse Regeln zu beachten sind.

Am meisten stören mich wöchentlichen Sitzungen, die Pflicht sind. Sie sind nicht schriftlich im Arbeitsvertrag fest gehalten, aber es ist eben ein ungeschriebenes Gesetz. Oder beispielsweise soll ich jetzt zu einem Action-Betriebsausflug, der mit einer Sportart behaftet ist, die ich persönlich überhaupt nicht mag, aber dort hin gehen "muss". Ich fühle mich wie angestellt, nur dass ich kein Geld dafür bekomme.

Bin ich als Freiberuflerin zu freiheitsliebend? Welche Erfahrungen habt Ihr mit Franchiseunternehmen und deren Verpflichtungen gemacht?

Lakritze
06.09.2012, 16:22
Ich habe etwas ähnliches erlebt, hieß allerdings nicht explizit Franchise. Das Prinzip war aber ähnlich: viel gemeinsam machen, wehe, man hatte mal keine Zeit, extreme Kontrolle, wehe, man wagte auf Urlaub zu gehen (zu einer Zeit, wo wenig zu tun war),...

Noch dazu: der Großteil der KollegInnen war schon älter. Als eher junges Gemüse wurde man sowieso nicht ernst genommen und musste sich den Status im elitären Club erst mal verdienen. :knatsch:

Schlimmer als jede Anstellung, die ich jemals hatte. Wie du sagst, mit dem Nachteil, dass ich nichts verdient habe, eher noch zusätzliche Kosten hatte.

Ich hab das Ganze etwa sechs Monate mitgemacht und mich dann verabschiedet - das war zum Glück problemlos möglich.

Möglich, dass ich zu freiheitsliebend bin. Ich habe Kolleginnen, die das akzeptiert haben und seit mittlerweile drei Jahren dabei sind.

LG
Lakritze

luciernago
11.09.2012, 09:39
diese beiden punkte widersprechen sich, damit ist eigentlich alles gesagt!

>Bin erst seit ca. 3 Monaten selbständig

> Arbeitsvertrag

entweder du bist selbstaendig oder hast einen arbeitsvertrag mit gehalt oder fixum mit provision. oder ist das kein arbeitsvertrag, sondern ein handelsvertretervertrag?

am besten verabschiedest du dich vom dem club . . der scheint mir nicht ganz serioes zu sein.

luciernago :blumengabe: