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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auftrag über mehrere Monate - mit dem Preis runtergehen?



velvetground
28.08.2012, 13:42
Als Anfängerin stehe ich vor der Frage, ob es üblich ist, bei einem Auftrag, der über drei Monate Vollzeit geht, mit dem Preis bei seinem üblichen Stundenlohn runterzugehen oder ob man bei seinem üblichen Stundenlohn bleibt. Der Kunde möchte einen Pauschalpreis genannt haben, für mich wäre es jedoch einfacher, meine Stunden abzurechnen, da ich solch ein Projekt noch nie durchgeführt habe und den Arbeitsaufwand überhaupt nicht einschätzen kann. Die veranschlagten 3 Monate Vollzeit sind die Zeit, mit denen der Kunde rechnet. Für mich ist es als Anfängerin einerseits wichtig, den Job zu bekommen um die Erfahrung sammeln zu dürfen, andererseits möchte ich mich auch nicht unter Wert verkaufen bzw. nicht kostendeckend arbeiten. Wenn ich mir jedoch bei meinem geplanten Stundenlohn 3 Monate Vollzeit ausrechne, komme ich auf eine Summe, die mir wahnsinnig hoch erscheint. Was würdet ihr mir raten?

Inaktiver User
28.08.2012, 14:10
bei realistischen stundenlohn dabei bleiben!!!!!! orientier dich an vergleichbaren leistungen!

du hast dir sicher einen realistischen stundenlohn errechnet- also.....

als anfängerin hab ich mich auch weit unter wert verkauft, weil ich mich nicht getraut habe, zu verdienen, was ich verdiene....

und war dann hocherfreut über die "hohe summe" haha, dabei waren noch keine steuern etc weg....weil es ja brutto war...

liebe grüße!

frangipani
28.08.2012, 14:10
Hm, ich sehe deinen Zwiespalt, gerade als Anfängerin möchte man keine Neukunden verprellen.

Aber du sagst, der Kunde rechnet mit 3 Monaten Vollzeit, also wird er sich schon ausgerechnet haben, wieviel er ca. zu zahlen hat. Du bist sicher noch günstiger, als wenn er jemanden festangestellt hat, selbst wenn dir die Summe jetzt hoch erscheint.

Du hast dir ausgerechnet, wieviel du am Tag umsetzen musst, um über die Runden zu kommen.
Ich würde den normalen Stundensatz nehmen. Du blockierst dir 3 Monate lange weitere Projekte, die du sonst ja auch zum normalen Stundensatz abrechnen würdest.
Und wenn dieser Auftraggeber zufrieden ist und dich weiterempfiehlt, möchtest du ja dort nicht auch billiger arbeiten wollen.

velvetground
28.08.2012, 14:36
Ihr habt ja recht, doch wie argumentiere ich das ggü. dem Kunden? Er will nicht nur einen Pauschalpreis, eigentlich hätte er gerne eine Preisspanne angegeben. Wa
rum jedoch die Spanne? Ist sowas üblich? Und muss ich im Angebot aufführen oder mich im Gespräch erklären, wie ich auf meine Summe komme? Also dass ich doch mit Stunden gerechnet habe als mit Textzeilen oder Webseiten? Und im Endeffekt mein Pauschalpreis die Berechnung von Stunden als Grundlage hat? Es geht um die Neubetextung einer kompletten Webseite, das sind über 100 Seiten, die ich auf den ersten Blick auch gar nicht alle überblicken kann. Welche Berechnungsgrundlage schlagt ihr für das Projekt vor und was macht man, wenn das Projekt kürzer oder länger als erwartet dauert?

Mr_McTailor
28.08.2012, 14:40
Wie verkaufst Du Deine Leistung denn normalerweise? Stunden- oder Tageweise? Und wie bist Du ausgelastet?

Ich würde einen "Mengenrabatt" durchaus in Betracht ziehen. Wenn Du normalerweise mit einer zeitlichen Auslastung von 50% rechnest stehst Du Dich natürlich besser, wenn Du jetzt 100% Auslastung für (z.B.) 90% des Normalpreises verkaufen kannst.

Allerdings würde ich dann den Festbetrag für die 3 Monate festschreiben und nicht für das Projekt bis zur Fertigstellung. Sonst dauert das Ding nachher ein Jahr und Du bist im Eimer.

So zur Orientierung: Ich nehme 1/3 des vereinbarten Preises bei Auftragserteilung (faktisch also vorab), 1/3 bei Erreichen eines vorher definierten Milestones und 1/3 bei Abnahme bzw. zum Enddatum.

Inaktiver User
28.08.2012, 14:46
Arbeiten Angestellte auch preisreduziert, wenn sie länger als drei Monate bleiben dürfen? Ich habe dies nur dann in Betracht gezogen, wenn der Auftrag a. monatlich ein deutliches Umsatzvolumen ausmachte und b. der Auftrag "open end" angelegt war. Drei Monate sind normale Projektarbeit.

Inaktiver User
28.08.2012, 14:54
Und muss ich im Angebot aufführen oder mich im Gespräch erklären, wie ich auf meine Summe komme? Also dass ich doch mit Stunden gerechnet habe als mit Textzeilen oder Webseiten? Und im Endeffekt mein Pauschalpreis die Berechnung von Stunden als Grundlage hat? Es geht um die Neubetextung einer kompletten Webseite, das sind über 100 Seiten, die ich auf den ersten Blick auch gar nicht alle überblicken kann. Welche Berechnungsgrundlage schlagt ihr für das Projekt vor und was macht man, wenn das Projekt kürzer oder länger als erwartet dauert?

Quatsch, was geht den Kunden Deine Kalkulation an? Eine Webpräsentation mit 100 Seiten - was ist das für ein Großunternehmen (oder meinen die nur, sie hätten viel zu sagen ;- )), dass dies an eine Anfängerin gibt? Aber egal. Warum nicht seitenweise abrechnen?

Inaktiver User
28.08.2012, 15:14
Der Kunde möchte einen Pauschalpreis genannt haben, für mich wäre es jedoch einfacher, meine Stunden abzurechnen, da ich solch ein Projekt noch nie durchgeführt habe und den Arbeitsaufwand überhaupt nicht einschätzen kann.

Das ist aber nicht das Problem des Kunden. Er muss nachher die Rechnung zahlen können, wenn der Dienstleister schon seinen Aufwand und damit die Kosten nicht abschätzen kann, wie soll er denn seine Ausgaben kalkulieren?
Du solltest schon ungefähr erarbeiten, wie lange Du für eine Website (ist damit eine komplette Präsentation gemeint oder die einzelnen Texte der Seite?) benötigst. Es ist leider so, dass sich das nie hundertprozentig ermitteln lässt. Erfordern die Texte z. B. Recherche, dauert es deutlich länger. Benötigst Du bei der Recherche Hilfe von z. B. Ingenieuren des Unternehmens, kann sich so eine Sache deutlich hinziehen ; -)

Mr_McTailor
28.08.2012, 15:23
Ihr habt ja recht, doch wie argumentiere ich das ggü. dem Kunden? Er will nicht nur einen Pauschalpreis, eigentlich hätte er gerne eine Preisspanne angegeben. Wa
rum jedoch die Spanne? Ist sowas üblich? Und muss ich im Angebot aufführen oder mich im Gespräch erklären, wie ich auf meine Summe komme? Also dass ich doch mit Stunden gerechnet habe als mit Textzeilen oder Webseiten? Und im Endeffekt mein Pauschalpreis die Berechnung von Stunden als Grundlage hat? Es geht um die Neubetextung einer kompletten Webseite, das sind über 100 Seiten, die ich auf den ersten Blick auch gar nicht alle überblicken kann. Welche Berechnungsgrundlage schlagt ihr für das Projekt vor und was macht man, wenn das Projekt kürzer oder länger als erwartet dauert?

Naja, ob Du jetzt pro Zeiteinheit oder pro Seite kalkulierst, spielt doch überhaupt keine Rolle. Wenn Du vier Stunden an einer Seite sitzt, kalkulierst Du eben den 4fachen Stundensatz pro Seite.

Den Auftraggeber wird das nicht interessieren, der fragt sicher nur nach dem Gesamtpreis. Zum einen wird er ein Budget haben, in das Du mit Deinem Angebot passen muss, zum anderen will er nicht überrascht werden; z.B. damit dass es am Ende viel länger dauert als angesagt und er beim Vorstand die Mehrkosten rechtfertigen darf.

Unter dem Strich ist es halt eine Wette darauf, ob Du im Mittel unter oder über dem kalkulierten Zeitmaß für die Seite bleibst. Was bedeutet "über 100 Seiten"? 102 oder 190? Die Monate Okt Nov und Dez haben zusammen etwa 75 Arbeitstage. Wenn Du nur den Text abliefern musst (also kein HTML-Gefrickel) scheint mir das eine lösbare Aufgabe zu sein.

wildwusel
28.08.2012, 15:53
Ihr habt ja recht, doch wie argumentiere ich das ggü. dem Kunden? Er will nicht nur einen Pauschalpreis, eigentlich hätte er gerne eine Preisspanne angegeben. Warum jedoch die Spanne?

Ich habe so etwas firmenintern gemacht, das ist nicht ganz das gleiche, aber ich werf das mal in den Raum:

Wenn ich ein Angebot geschrieben habe, habe ich die Tätigkeit in Arbeitspakete aufgeteilt, die jeweils einen Zeitaufwand und einen Preis hatten, und der Kunde konnte sich dann zusammenstellen, was er daraus gemacht haben wollte. Auf deine Situation übertragen könnte das sein, "Erstellen eines statischen Website-Protypen; Befüllen/Texten; Fremdsprachen; Forum; dynamische Inhalte; Einarbeiten des Webmasters; Support", und der Kunde konnte dann auswählen, daß er vielleicht lieber jemand anderes texten läßt und ich lieber ein Forum einrichten soll, oder so etwas. Oder er will alles und bucht dann eben mehr als drei Monate. Wichtig ist, das so aufzubereiten, daß du wirklich jeden Schritt sauber machen und abschließen kannst, und dem Kunden eine Auswahl zu bieten, die für ihn nachvollziehbar und sinnvoll ist und ihn nicht überfordert.

Die Zeitabschätzung muß dann aber passen, sonst gibt es Nachtschichten, miserablen Stundenlohn und Nervenkrisen. Das nimmt dir keiner ab. Und du mußt auch die Begehrlichkeiten des Kunden abwehren, der deine schön geplanten Arbeitsschritte mit ständigen Anrufen, daß er das doch in Blau will und das doch in Rosa und ob das auch unter Netscape 4 läuft und wenn nein, warum nicht, sabotiert.

Aus der Softwareentwicklung gibt es die "Pi mal daumen" Regel der Zeitabschätzung: Du peilst über den Daumen, wie lange du brauchst. Und dann nimmst du das mal Pi (3,14) :lachen:. Damit bin ich immer gut gefahren.

legrain
28.08.2012, 15:59
gibt es bei euch bei der innung einen honorarspiegel freischaffender texter?

velvetground
29.08.2012, 09:32
Nein, ich bin in keiner Innung.

wildwusel
29.08.2012, 10:07
Nein, ich bin in keiner Innung.

Innungen und Gewerkschaften veröffentlichen ihre empfohlenen Preise bzw Tarife oft, da es nicht in ihrem Interesse ist, wenn Leute "unter Preis" arbeiten. Danach mal zu googeln oder rumzufragen ist m.E. gut investierte Zeit. Ich hatte mal einen Link bei ver.di dazu, ist aber lange her.

luciernago
30.08.2012, 11:00
>So zur Orientierung: Ich nehme 1/3 des vereinbarten Preises bei
>Auftragserteilung (faktisch also vorab), 1/3 bei Erreichen eines vorher
>definierten Milestones und 1/3 bei Abnahme bzw. zum Enddatum.

genau so rechne ich mit meinen kunden auch ab.

den kunden der TE kann ich verstehen. ich habe auch schon webseiten in auftrag gegeben (als kunde in dem fall) und wollte vorher einen festpreis. alles andere waere mir zu vage gewesen.

@TE
darf ich fragen, was die gesamtsumme fuer die 3 monate ist, die du dem kunden netto berechnen wirst?

kalkuliere fuer dich intern 4 monate ein und rechne ab wie oben vorgeschlagen. und, ganz wichtig: definiere den inhalt gut . . nicht dass das eine never-ending-programmierung wird, weil der kunde hier und da gerne noch was dazuhaben moechte.

alles schriftlich fixieren!

luciernago :blumengabe:

Promethea71
30.08.2012, 11:15
Ich schließe ich dem an, was die meisten hier geschrieben habe.

1.) du musst den Auftrag und den Umfang der Arbeiten möglichst genau definieren und schriftlich fixieren, dass ist sowohl in deinem als auch dem Interesse des Auftraggebers

2.) natürlich ist die Summe für drei Monate hoch, aber in der Zeit verdienst du auch nichts anderes und hast ggfl. noch nicht mal Zeit für weitere Acquise. Du bist selbstständig und musst mit deinem Einkommen nicht nur dein tägliches Leben finanzieren, sondern auch die Krankenkasse, die Altersvorsorge, die Einkommensteuer ggfl. die Gewerbesteuer und musst Rücklagen für schlechtere Phasen, Urlaub und Krankheit schaffen ..... erscheint dir die Summe jetzt immer noch ZU hoch ?

3.) du solltest mindestens den Stundenlohn für die drei Monate berechnen.

Wenn du dich unter Wert verkaufst, denkt der Auftraggeber deine Arbeit ist nichts wert und du versaust dir die Preise für die Zukunft.

Inaktiver User
01.09.2012, 07:08
Schade, mich hätte interessiert, welche Schlüsse die TE für sich aus der Diskussion gezogen hat.

Antje3
01.09.2012, 17:15
Von den Freiberufler, mit denen ich befreundet bin und die seit Jahren vernünftig "im Geschäft" sind, bekommen ich immer wieder gesagt, wie wichtig es ist, ein ausführliches und genaues "Pflichtenheft" zu haben, das Vertragsbestandteil ist. Damit meine ich eine detaillierte Beschreibung der Aufgabe.

Sonst sind die nachfolgenden Wünsche unendlich, die dem Kunden noch einfallen - und Du arbeitest zu den "über 100" Seiten noch 10 Varianten dazu aus!

"geht das auch größer, bunter, blinkend, die paar Seiten mehr...."

Antje

ikara
01.09.2012, 17:50
Schade, mich hätte interessiert, welche Schlüsse die TE für sich aus der Diskussion gezogen hat.

Der Strang ist doch erst drei Tage alt! :zwinker:

Ich würde gerne aus Einkäufer-Sicht etwas dazu sagen. Klar hat man es lieber mit Festpreisen zu tun und zwar deshalb, weil man es intern besser darstellen kann und vor allem weil man nicht das Risiko tragen möchte, dass der Dienstleister sich selber vielleicht vollkommen falsch einschätzt. Gerade Anfängern kann das passieren. Dann gibt es auch noch Dienstleister, die absichtlich an der unteren zeitlichen Grenze ihr Angebot machen, später aber gerne die 30%ige Überschreitung ihrer eigenen Kalkulation stundenweise bezahlt haben wollen. Das sorgt nur für Unfrieden. Außerdem kostet die Prüfung der Abrechnung viel mehr Zeit. Ich will nicht nachvollziehen müssen, ob jede der aufgelisteten Stunden stimmt.

Andererseits kennen auch Einkäufer die Preise am Markt. Wenn jemand vollkommen unter Wert anbietet, ruft das eher Mißtrauen hervor als Freude über das niedrige Angebot.

Ich würde es an Stelle der TE folgendermaßen machen: Normaler Stundensatz x 8 Stunden x der Tage, die man benötigt. Auf das Ergebnis schlägt man 10 % drauf. Dann bietet man als Festpreis an und läßt sich stufenweise um max. die aufgeschlagenen 10% wieder runterhandeln. Für einen Einkäufer zählt mehr der darstellbare Verhandlungserfolg, als der Endpreis - mit dem hat man letztendlich sowieso schon gerechnet.
Wenn dann dann noch die Darstellung der Leistung bzw. der Ergebnisses stimmt, kann eigentlich nix schiefgehen. Bei wirklich großen Projekten ist die von wildwusel vorgeschlagene Darstellung in Arbeitspaketen sinnvoll, weil man zwar einerseits Festpreise anbieten, aber auch komplikationslos Zwischenabrechnungen machen kann.

Viel Glück mit Deinem Angebot! :blumengabe:

Inaktiver User
03.09.2012, 12:28
Der Strang ist doch erst drei Tage alt! :zwinker:



Ups, mein Zeitgefühl ... Komisch, ich hatte ihn als uralt in Erinnerung ;- )

velvetground
03.09.2012, 23:31
Hallo an alle,
Erstmal danke für eure hilfreichen Antworten :smile:
Ich habe mir das ganze jetzt nochmal durch den Kopf gehen lassen und bin von euren Argumenten, den echten Stundenpreis zu berechnen, überzeugt. Den gebe ich als Pauschalpreis an. Da werde ich noch 10% draufschlagen, sodass ich mich noch runterhandeln lassen kann. Der Gedanke, dass es psychologisch wichtig ist, dass der Kunde den Erfolg hatte beim Handeln - egal was für einen Preis er dann zahlt - leuchtet ein. :zwinker:
Auch den Umfang des Auftrags möchte ich vorher genau dokumentieren, für den Kunden und für mich, auch wenn das dann eine sehr aufwändige Angebotserstellung wird.

luciernago
04.09.2012, 11:31
velvet,

schoen, dass wir helfen koennen.

wenn du das auftragsvolumen bezifferst, bekommst du von mir (seit 22 jahren selbstaendig) ein kaufmaennisches urteil.

luciernago :blumengabe:

ps: lass dich 30/40/30 bezahlen sprich 30 % bei auftragserteilung, 40 % nach lieferung (also nach den 3 monaten) und 30 % nach abnahme.

wobei die abnahme immer etwas kritisch ist . . da habe ich schon lange warten muessen und wenn nur mitarbeiter x keine zeit fuer die abnahme hatte.

frank60
06.09.2012, 07:08
Hallo an alle,
Erstmal danke für eure hilfreichen Antworten :smile:
Ich habe mir das ganze jetzt nochmal durch den Kopf gehen lassen und bin von euren Argumenten, den echten Stundenpreis zu berechnen, überzeugt. Den gebe ich als Pauschalpreis an. Da werde ich noch 10% draufschlagen, sodass ich mich noch runterhandeln lassen kann. Der Gedanke, dass es psychologisch wichtig ist, dass der Kunde den Erfolg hatte beim Handeln - egal was für einen Preis er dann zahlt - leuchtet ein. :zwinker:
Auch den Umfang des Auftrags möchte ich vorher genau dokumentieren, für den Kunden und für mich, auch wenn das dann eine sehr aufwändige Angebotserstellung wird.
Immer diese Anfängerfehler. 10% draufschlagen um runtergehandelt zu werden. Viel unglaubwürdiger kann man seine eigene Kalkulation kaum darstellen.
Wenn der Kunde nach einem Rabatt oder Nachlass fragt schaue ich den doof an, überlege kurz und frage, auf welchen Teil der Leistung er verzichten kann, denn diesen Teil würde ich aus der Leistung ausklammern und ihm als Nachlass verkaufen.
Ich weiß, es ist eine häufig im Schwabenland anzutreffende Unart.
Ich frage dann schon manchmal entnervt, ob die glauben, dass ich nicht kalkulieren kann.
Im Übrigen sind die „Nachlassverhandler“ die miesesten Rechnungszahler, nach meiner bescheidenen 20ig jährigen Erfahrungen.

luciernago
06.09.2012, 10:23
>Ich weiß, es ist eine häufig im Schwabenland anzutreffende Unart.

so ist es.
ich sitze im schwabenland und habe diese rabatt-geschichte schon mehrfach durchgezogen . . immer in uebereinstimmung mit einkaeufern. diese werden oft von den firmen genoetigt, rabatte herauszuquetschen. sozusagen als legitimation fuer ihren beruf.

ich verkaufe nicht nur im schwabenland und kann aus meiner ueber 20-jaehrigen erfahrung sagen, dass dieses unsinnige rabattgefeilsche primaer im schwabenland auftritt.

luciernago :blumengabe: