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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Insidon Antidepressivum



ingelein
03.08.2006, 20:10
Hallo ihr hier im Forum, vielleicht können einige von euch mir Tipps geben. Habe vor 3 Wochen von meinem Frauenarzt Insidon verschrieben bekommen. Aber nur für begrenzte Zeit, d.h., in 10 Tagen ist das Rezept aufgebraucht. Nun habe ich Angst, wie es weiter geht. Hat jemand hier vielleicht Erfahrung mit diesen Antidepressiva? Würde mich freuen, wenn ich hier Antworten bekäme. :niedergeschmettert:
lg

Lavendel
03.08.2006, 22:37
Hallo Ingelein,
habe vor ein paar Monaten, als es mir sehr schlecht ging, auch Insidon verschrieben bekommen. Ich hatte eher den Eindruck, dass es kein so starkes Medikament ist, d.h. ich fühlte mich etwas entspannter, ohne Nebenwirkungen. Nach 10 Tagen war die Packung dann leer und ich kam dann auch ohne Medikamente weiter klar.
LG Lavendel

Inaktiver User
04.08.2006, 16:24
Antidepressiva wirken erst nach einer gewissen Zeit. Die Gesamtumstimmung erfolgt allmählich. Insidon sollte mindestens 2 Wochen regelmäßig genommen werden. Ratsam ist eine durchschnittliche behandlungsdauer von 1-2 Monaten (steht so auch im Beipackzettel)

Inaktiver User
09.08.2006, 08:57
Hallo ihr hier im Forum, vielleicht können einige von euch mir Tipps geben. Habe vor 3 Wochen von meinem Frauenarzt Insidon verschrieben bekommen. Aber nur für begrenzte Zeit, d.h., in 10 Tagen ist das Rezept aufgebraucht. Nun habe ich Angst, wie es weiter geht. Hat jemand hier vielleicht Erfahrung mit diesen Antidepressiva? Würde mich freuen, wenn ich hier Antworten bekäme. :niedergeschmettert:
lg
Insidon ist das meistverschriebenste Antidepressiva, das auch von anderen Ärzten (wie in deinem Fall der Gyn) gerne verschrieben wird.
Es ist ein sehr "schwaches" Antidepressiva, wirkt nicht antriebssteigernd und depressionslösend, sondern vorrangig sedierend und angstlösend. Als "Antidepressiva" würde ICH es deshalb gar nicht beschreiben, sondern eher als Beruhigungsmittel bei depressiven Verstimmungen. Ich habe es auch eine Zeit lang genommen, habe mich damit entspannt gefühlt, war aber das falsche Medikament für mich.

Die Probleme, die ein Medikament gegen depressive Verstimmungen "nötig" machen, werden damit natürlich nicht gelöst. Wahrscheinlich ist es eher das, was dich beängstigt, wie es "weitergehen" soll. Welche Art der Problem- oder Konfliktlösung wurde dir denn vorgeschlagen? Ich denke dafür ist auch der Gyn der falsch Arzt. Ich würde mir Hilfe bei einem dafür zuständigen Arzt (Psychiater, psychologische Beratungsstelle).

LG
Bim

MM
09.08.2006, 21:30
Hallo Zusammen, ich würde mir auch kein Antidepressivum vom Gynäkologen verordnen lassen, ganz einfach, weil es nicht sein Fachgebiet ist, die Antidepressiva doch in den Hirnstoffwechsel eingreifen, bei falscher Dosierung und in Wechselwirkung mit bestimmten anderen Medikamenten gefährlich sind und auch gefährliche Nebenwirkungen haben können. Neurologen/Pschiater sehen täglich Menschen mit depressiven Störungen, sehen, wie stark die depressiven Störungen sind, ob überhaupt ein Antidepressivum richtig ist und variieren da Dosierung und Medikament sehr erfahren. Sie sagen dann auch, dass man auf keinen Fall schon nach kurzer Zeit selbstverantwortlich das Medikament wieder absetzen darf. So schnell wirkt das gar nicht und es können Absetzreaktionen kommen, weil das Medikament langsam ausgeschlichen werden muss.
Z.B. sind ja auch manche depressive Menschen suizidgefährdet und da muss auch sehr genau beobachtet werden in der Anfangsphase mit Medikamenten.

Die Ursachen für depressive Störungen müssen nicht irgend welchen tiefenpsychologischen Probleme sein, sondern können wirklich körperlich durch Hormonschwankungen bedingt sein wie ja auch bei der postnatalen Depression. Trotzdem ist ein Gynäkologe kein Fachmann dafür. Und wenn er ein ganz schwaches Medikament verordnet und es nicht wirkt, kann es auch gefährlich sein.

LG MM

Ella
16.08.2006, 20:15
Hallo!
ich habe beinahe ein jahr insidon genommen. vorher hatte ich ein richtiges antidepressiva weswegen mir die wirkung von insidon sehr schwach vorkam. dennoch hatte ich starke nebenwirkungen, als ich das medikament ganz abgesetzt habe. ich hatte ziemlich bald wieder meine alten symptome, angstzustände etc.
ich würde mir an deiner stelle auch einen anderen arzt als den gyn. suchen! insidon ist halt in dem sinne nicht abhängig- machend, hat aber nach meiner erfahrung auch wenig geholfen und schwer war es trotzdem sie abzusetzen.
würdest du (vielleicht in etwa) beschreiben, wieso du depressionen hast? insidon ist ja kein allzweckmittelchen...
ich wünsche dir alles gute
lg
ella

Inaktiver User
19.08.2006, 16:13
ich nehme insidon seit 8 jahren und bin sehr zufrieden damit.
was es allerdings in 10 tagen bewirken soll, ist mir schleierhaft, denn es wirkt auch erst nach einiger zeit.
ich würde da auch lieber zum facharzt gehen.
lg.gm.

Sentenza
20.08.2006, 09:45
Ich würde mit dem Problem zu einem Neurologen gehen. :-)

Inaktiver User
24.08.2006, 11:58
Hallo Ingelein !!

Wie geht es dir jetzt ? Nimmst du das insidon noch?

Ich habe das medikament über ein jahr eingenommen und es ist mir gut bekommen, allerdings in begleitung einer psychotherapie.
ich hatte zu anfang nur eine extreme mundrockenheit als nebenwirkung , die sich dann aber bald legte.

das absetzen erfolgte schrittweise über mehrere wochen , absolut ohne probleme und irgendwelcher nebenwirkungen.

Ich habe es damals wegen meiner depressionen bekommen ,hatte über monate schlafstörungen, kam aus em grübeln nicht mehr heraus.
es hat mir sehr gut geholfen , allerdings wirkt es wirklich erst nach 14 tagen, daher verstehe ich die verordnung von 10 tagen überhaupt nicht und kann dir nur raten zum fachmann, sprich neurologen/ psychiater zu gehen.

aber vielleicht geht es dir ja auch wieder besser ...?!

Lieben gruß Lolle