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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Geburtenkontrolle UND Hunde



Igel224
31.07.2006, 14:14
Hallo ihr Lieben

Im Zusammenhang mit meinem Welpen (weiblich) ist noch eine Gretchen-Frage aufgetaucht.
Wie haltet ihr es mit der Geburtenkontrolle?
Operieren, Spritze oder gar nichts?

Meine alte Hündin bekam 4 Jahre lang die Spritze, dann wurde sie operiert und ging aus dem Leim. :heul: Klar, das war unsere Schuld. Aber wir hatten auch nicht mit soviel Raffinesse gerechnet. Wenn sie bei mir unten nichts mehr bekam, ist sie eine Stock höher und wenn sie dort nichts kriegte wieder Retour zu mir. Und Appetit nicht Hunger hatte sie ja immer. Dieses mal soll einiges anders und hoffentlich besser laufen.

Ich danke euch schon mal für Eure Tipps und Erfahrungen (Ich muß das Rad ja nicht unbedingt neu erfinden).

Inaktiver User
31.07.2006, 14:38
Ich habe nach 78473 für und wider "gar nichts" gewählt. Madame ist allerdings auch nicht scheinschwangergeplagt (1x hatten wir das nur) und bis heute (8 Jahre geworden im Juli) pumperlgsund.

Es gab Tierärzte, die mir die Spritze empfahlen, andere versuchten mich zur Kastration zu überreden (erhöhte Krebsneigung??) mein jetziger Tierarzt hält aus Tiersicht nichts von Hormonen, operiert aber Hündinnen, die gerne scheinträchtig werden, wie er es mit den Familienjuwelen von Rüden hält, habe ich nie hinterfragt... :freches grinsen:

Mir geht die Sauerei natürlich auf die Nerven, 2-3 Wochen Getröppel und zerrissene Unterhosen sind schon nicht soo toll, aber es gibt schlimmeres, ist ja ein reiner Frauenhaushalt (den kastrierten Kater rechne ich nicht so als Mann dazu :smirksmile:)...

LG
Estrella

lenita
31.07.2006, 14:51
Gibt es denn vernünftige Gründe, die gegen eine Kastration sprechen?
Ist es denn für die Hündin nicht eine Qual, läufig zu sein, ohne "zum Zug" zu kommen :freches grinsen:?

lg lenita

Inaktiver User
31.07.2006, 15:21
Hi Igel,

meine Hündin habe ich mit einem Jahr, 3 Monate nach der ersten Läufigkeit operieren lassen. Die erste Läufigkeit war ganz schlimm. Das Gesäuge dick und die Hündin hat sich überall Socken geschnappt und sie unter ihren Bauch gelegt.

Gut gegen die blutigen Folgen kann man etwas tun. Es gibt ja diese schicken Unterhosen beim Fressnapf. Die hat meine sich nun des nachts immer ausgezogen :zwinker:

Was mit dem Rüden los war, brauche ich gar nicht zu erwähnen :freches grinsen:

Vorrangig habe ich das getan, weil die Chance von Gesäugekrebs wesentlich größer ist, wenn die Hündin nicht kastriert wird.

Ich habe einen Tierarzt gewählt, der eine damals relativ neue Methode angewandt hat. Und zwar wird die Gebärmutter dabei nur teilweise entfernt. Das sollte zur Folge haben, dass die Hündin keine Probleme mit der Hormonumstellung hat.

Und was soll ich sagen, ich bin davon immer noch begeistert.

Meine Ziege hat kein Gramm zugelegt, ist rank und schlank. Keine Veränderung des Wesens, gar nix. Sie ist fit, agil und in ihrer Energie nicht zu bremsen. So wie ein übermütiger Junghund, trotz ihrer 3 Jahre.....

Würde ich jeder Zeit wieder machen.

Mit den anderen Sachen, Spritzen und so habe ich keine Erfahrung.......

Wenn der Hund zu Scheinschwangerschaft neigt, würde ich es immer machen. Es wird sonst zur Qual für das Tier......

Grüße Peppi

Inaktiver User
31.07.2006, 21:09
Wir haben beide Hundemädels im Alter von 6 Monaten kastrieren lassen ( also alles raus)
Zu Einen wegen der Läufigkeiten ( und damit einhergehenden Rüden ums Haus herum), zum Anderen wegen der Krebsgefahr, die den meisten älteren Hündinnen droht.
Absichtlich VOR der ersten Läufigkeit( Grund: im Alter auftretende Tumore maligner Genese haben oft hormonale Ursachen. Hormone werden mit der ersten Läufigkeit "aktiv").
Beide sind schlank( Tipp meiner TÄ im Vorfelde: Ein Drittel Futter weglessen für seche Wochen und sehen, wie der Hund sich macht.Mag sie noch genausoviel laufen oder wird sie faul? Und dann darauf einstellen) und werden von Rüden und anderen Hündinnen als Weibsen wahrgenommen, somit keine "Irritationen".( TÄ hat einen nutzlosen Stumpf des Uterus stehenlassen, daher für andere Hund als Mädel wahrnehmbar)
Die eine hat die OP in 2 Tagen weggesteckt, die andere ( etwa 7 Jahre vorher) hat eine satte Woche gelitten.




:knicks:

Igel224
01.08.2006, 09:38
Danke erst mal an alle. ich komme darauf zurück. Jetzt wartet der Welpe und das Forum wird ja heute abgeschaltet.

Gartenzwergin
01.08.2006, 11:35
Hallo,

Olga ist jetzt 7 Monate alt und soll am Freitag kastriert werden. Ich leide jetzt schon wie ein Hund und habe Angst, dass bei der OP etwas schief geht. Aber ich habe auch wenig Lust auf reudige Rüden, Scheinschwangerschaften, Blutgetröppel und Gebärmutterkrebs...

Mein Tierarzt hat mir noch vor der ersten Hitze zum Eingriff geraten. Andere wiederum schlagen die Hände über den Kopf (Warum? Zu früh! etc.).

Ich weiß auch nicht, was richtig ist :wie?:

Gartenzwergin :blumengabe:

Fischerin2
03.08.2006, 17:34
Meine Hündin ist mit 15 Monaten am Dienstag kastriert worden. Sie war 1x läufig. Ist während der Läufigkeit ausgebüchst und hat dann entsprechende Spritzen bekommen.
Meine Tierärztin ist prinzipiell nicht für die Kastration, aber in Anbetracht unserer Wohnlage - letztes Haus bevor die Felder beginnen und jeder Rüde des Viertels läuft an unserm Haus vorbei - hat sie die Kastration befürwortet.
Hund geht's heut am dritten NachOP-Tag schon recht gut. Hat noch relativ wenig Appetit - wird schon werden.
Ich bin froh, dass sie es so gut überstanden hat, denn es ist kein kleiner Eingriff!

:allesok:

LG Fischerin

Gartenzwergin
03.08.2006, 20:42
Hallo Fischerin,

wir sind ja morgen reif:unterwerf: :niedergeschmettert:

Ich werde berichten.

Liebe Grüße
Gartenzwergin

Fischerin2
03.08.2006, 23:43
Alles Gute!!!
:entspann:

Luca wird zusehends munterer!
Heut waren wir zur Kontrolle - alles in Ordnung!

LG Fischerin

Igel224
06.08.2006, 09:20
Noch mal vielen Dank für eure Tipps. Dass man einen Teil der Gebärmutter (welchen eigentlich?) drinnen lassen kann, war mir neu. Ich werde mich mal weiter kundig machen. Wahrscheinlich werde ich sie operieren lassen, obwohl man immer mitleidet :zahnschmerzen:, wird es wohl das beste sein. Da in der Umgebung fast nur Rüden zu Hause sind, kommt eine Läufigkeit eher nicht in Frage, sonst komme ich nicht mehr zur Türe raus.:smirksmile:

Gilgit
07.08.2006, 09:03
Ich habe auch meine Hündinnen kastrieren lassen. Die erste mit 2 Jahren (hatte ich schon als Welpe) nachdem sie mehrmals läufig war und vor allem ständig scheinschwanger. Damals habe ich Rotz und Wasser geheult und es mir lange vorgeworfen.

Meine jetzige Hündin wurde auch mit 2 Jahren kastriert, sie kam direkt aus dem Tierheim. Ich habe viele TA kennengelernt, die kein Tier kastrieren möchten (weil nicht natürlich). Auf der anderen Seite sehe ich soviel ungewollten Nachwuchs im Tierschutz, dass eine Kastration die einzige Form der Kontrolle ist.
Ich würde aber die erste Läufigkeit abwarten.

Beide Hündinnen haben es gut verkraftet, meine ich.

die Kastration: Bei einer Kastration werden die Keimdrüsen operativ entfernt, beim männlichen Tier die Hoden, beim weiblichen die Eierstöcke. Durch diesen Eingriff wird die Produktion von Geschlechtshormonen verhindert und damit das Sexualverhalten komplett unterbunden.

@Igel - Sterilisation vs Kastration

zur Begriffbestimmung habe ich dies gefunden:

Kastration: Bei einer Kastration werden die Keimdrüsen operativ entfernt, beim männlichen Tier die Hoden, beim weiblichen die Eierstöcke. Durch diesen Eingriff wird die Produktion von Geschlechtshormonen verhindert und damit das Sexualverhalten komplett unterbunden.

Sterilisation: Im Gegensatz zur Kastration werden bei der Sterilisation die Keimdrüsen belassen und nur die Keimwege unterbunden, beim männlichen Tier die Samenleiter, beim weiblichen die Eileiter. Die Produktion von Geschlechtshormonen und damit das Sexualverhalten bleibt in vollem Umfang erhalten.

google mal, da steht auch einiges dazum im Web.

Igel224
15.08.2006, 20:08
Ich habe einen Tierarzt gewählt, der eine damals relativ neue Methode angewandt hat. Und zwar wird die Gebärmutter dabei nur teilweise entfernt. Das sollte zur Folge haben, dass die Hündin keine Probleme mit der Hormonumstellung hat.


Eine Frage: Weisst du welcher Teil entfernt wird? Wie muss man sich das vorstellen?

Ansonsten vielen Dank an alle für die Anregungen