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Inaktiver User
30.07.2006, 15:22
Paula hat neulich geschrieben, dass sie zum ersten Mal auf die Frage nach "Kindern" offen und angstfrei antworten konnte, ohne zu weinen, ohne zu leiden.

Ein deutliches Zeichen der Heilung, des Fortschrittes...


Mir ist das im Gedächtnis geblieben, weil bei mir auch Heilungszeichen kommen.

Ich kann wieder Kirchenglocken ertragen.
Ich kann wieder kleine Kinder mit Freude ansehen, selbst wenn sie meinem Sohn ähnlich sind.


Wie wäre es, wenn wir hier in diesem Strang unser Augenmerk richten auf das, was wieder "heil und ganz" geworden ist in unserer Seele ?!

Laßt uns doch mal bewußt werden, wie gut es uns schon wieder geht :yeah:
Schreibt hier doch bitte mit !

Nicht nur für uns selber, auch für die, die diese Schritte erst noch machen werden.
Damit sie sehen und glauben können, es wird wirklich wieder besser.

Wenn ich mir überlege - wie war ich noch vor ein, zwei Jahren, vor 4 Jahren und wie bin ich jetzt? Was für ein Unterschied, was für eine Wohltat sich das vor Augen zu führen, dass das Leben neue Kräfte schenkt, dass Trauerenergie gewandelt werden kann !





Lavendelmond grüßt alle, die auf dem Weg sind :wangenkuss:

Inaktiver User
31.07.2006, 15:58
Liebe Lavendelmond,

was für ein schöner und vor allem hoffnunggebender Strang ...

Das Jahr 2006 wurde für mich - bisher - ein Jahr der Hoffnung und Zuversicht. Zu Beginn des Jahres hatte ich arg zu kämpfen mit immer wieder aufsteigenden Tränen, großer Sehnsucht und bleischwerem Herzen. Der für mich so bedeutungsschwere Monat April war wie immer schlimm und nur sehr schwer überlebbar.

Die Wende für mich brachte der Mai - seit Ende Mai etwa erlebe ich durchgängig eine Hoch-Zeit. So viele Dinge kann ich genießen, in mir aufsaugen und festhalten. War es das ungewohnt und konstant schöne Wetter? Die Begeisterung und Freude der Weltmeisterschaft? Ich weiß es nicht - aber ich weiß, daß ich noch nie so lange am Stück fröhlich war, seit die neue Zeitrechnung nach dem Tod von Alexandra begonnen hat.

Wichtig war für mich mit Sicherheit die Entscheidung, mich mehr den "lebendigen Dingen" zu widmen. Meine Zeiten in Trauerforen waren wichtig und gut für mich und meine Entwicklung. Es war in Ordnung, mich mit Leuten zu unterhalten, die dasselbe fühlen wie ich, die durch dieselbe Hölle laufen und den Schmerz nachempfinden können, den ich spüre. Die Trauerforen, die Menschen, die ich dort kennen- und schätzengelernt habe, die vielen Treffen mit anderen verwaisten Eltern, das war ganz wichtig und richtig für mich.
Aber genauso wichtig ist die Erkenntnis, daß man irgendwann an einem Punkt ankommt, wo man merkt: ich bin dort nicht mehr gerne. Es zieht mich runter, von immer neuen und schrecklichen Schicksalen zu hören, Trauer und Hilflosigkeit zu spüren.
Sich innerlich verabschieden von diesen Orten - und als Besucher immer wieder kommen. So halte ich es und so kann ich damit leben.

Dem Leben wieder zuwenden - die Trauerliteratur ins Regal stellen, aber nicht mehr separat auf ein eigenes Brett, sondern neben die "normalen" Bücher.

Im Brigitte-Forum stöbern - Menschen kennenlernen, deren Probleme beachten, Blödsinn schreiben, schmunzeln, neue Freunde gewinnen.

Über meinen Schatten springen - in ein fremdes Gästebuch schreiben und nicht denken: es antwotet eh keiner - sondern voller Freude feststellen, daß eine Antwort kommt.

Lernen, mit Verletzungen von außen zu leben. Mit einem Schulterzucken unliebsame Einträge im Gästebuch löschen und nicht darüber nachdenken. Sich mit anderen Meinungen auseinandersetzen und annehmen, was selber zu abwegig erschien.

Die düsteren Tage kommen wieder, das weiß ich. Allerspätestens dann, wenn Trauergestecke in den Blumenläden stehen und die Straßen voller Herbstlaub sind. Wenn die Tage kürzer werden und die Gedanken automatisch schwerer ... ich weiß es, daß das alles wieder auf mich zukommen wird. Aber diesmal hatte ich eine längere und intensivere Phase des Luftholens, des Seeleerholens, ganz viele Sonnenstrahlen im Speicher, der Akku voll.

Dieses Jahr 2006 hat mir viel gebracht - neue Freunde, neue Bekanntschaften, neue Sichtweisen. Wieder unbeschwerter Lachen können und merken, es ist nicht schwer, auf andere Menschen zuzugehen.
Mein großer Schritt war im Januar der Gang zum Bricom-Stammtisch hier in Stuttgart. An einem Tag, der für mich unglaublich düster war und nicht enden wollte, den ich grübelnd und voller Selbstzweifel verbracht hatte, bin ich losmarschiert - und Stunden später lächelnd nach Hause gefahren.

Erste Schritte. Manchmal so schwer. Und doch so einfach.

Vor wenigen Wochen mich selbst überwunden und den Ort aufgesucht, an dem mir damals die Todesnachricht meiner Tochter übermittelt wurde. Auf einem Bahngleis am Hauptbahnhof.

Und derselbe Hauptbahnhof verliert so plötzlich seinen Schrecken, wenn Dich jemand in den Zug setzt und wie ein Fels in der Brandung am Gleis stehen bleibt und wartet, bis Du abfährst. Als Zeichen: Du bist nicht allein.

Ein sehr lieber Freund von mir hat mich gestern besucht und etwas sehr Schönes zu mir gesagt. "Du hast Dein inneres Leuchten wieder, Paula."

Die Trauer um Alexandra wird immer da sein. Mal stärker und mal schwächer. Aber ich habe in mir diese Zuversicht, daß sie ein anderes Gesicht und eine andere Dimension angenommen hat.

Und ich werde immer das bleiben, was mir eine liebe Freundin erst geschrieben hat:

Paula mit Alexandra im Herzen.

Eisbaer71
01.08.2006, 16:08
Hallo Lavendelmond,

ich danke Dir für Deine Idee mit einem so hoffnungsvollen Strang.

Ich mußte dabei an das Lieblingsbuch meiner Kinder aus Zeiten, als sie noch viel kleiner waren, denken. Es handelte von einer kleinen Feldmaus, die im Sommer
die Sonnenstrahlen für die langen, dunklen Wintertage sammelte.

Vielleicht können wir ja ähnlich, durch das Bewußtmachen der Fortschritte, anderen
oder uns selbst ein kleines Kraftpolster für weniger gute Momente schaffen.

Ich selbst habe im letzten Herbst, nach dem Tod meines Freundes vor zwei Jahren, den Start in ein neues Leben, so wie er es sich für mich gewünscht hätte, nach einigem Zögern gewagt.
Ein Leben, das dem Leben, welches ich mit meinem verstorbenen Freund vor seiner Krankheit führen wollte, so unheimlich ähnlich und doch anders ist.

Das mir dieser Neuanfang jedoch so schwer fallen würde, hätte ich nicht gedacht. Zu oft neigte ich dazu, mich sofort wieder in mich zurückzuziehen, wenig von mir preiszugeben, wenn es einmal persönlich wurde.

Umso mehr habe ich mich letzte Woche über ein eigentlich kleines Erlebnis gefreut.
Mein jetziger Freund und ich stehen mit einem flüchtigen Bekannten zusammen und unterhalten uns. Die Rede kommt auf Dinge, die ich bei meinem Umzug mitgebracht habe, und Stefan sagt:
" Die gehörten Dirk, M.'s Freund, mit dem sie zusammengelebt hat, bevor sie hierherkam, unserem gemeinsamen Freund." Und ich stehen daneben, kann mich genauso unbefangen weiter darüber unterhalten, ohne abzublocken oder das Thema zu wechseln, freue mich riesig über seine Geste.

Es war/ist sicher für uns beide ein gewaltiger Lernprozeß, aber es geht. Dirk ist ein Teil von mir, ohne ihn wäre ich nicht das, was ich jetzt hier bin, beruflich und privat.
Dieser Teil und die gemachten Erfahrungen werden immer zu mir dazugehören, trotzdem kann ich auch wieder nach vorne schauen, mein Leben weiterleben, neue Erfahrungen zu den gemachten dazufügen.

Die Bricom hat ihren Anteil dazugegeben. Ich hätte mir vorher nie vorstellen können, so viel Persönliches von mir in einem Forum preiszugeben und so viel Unterstützung zu erfahren.

Ganz sicher werden auch wieder dunklere Tage kommen, aber ich hoffe, auch diese bewältigen zu können, und ich werde dabei nicht alleine sein.

Ganz liebe Grüße an alle

Eisbaer :blumengabe:

Pemaus
02.08.2006, 21:00
Hallo,
auch ich finde das eine schöne Idee. Ich befinde mich zur Zeit auch im Aufbruch. Ich möchte es mal so ausdrücken. Ich versuche aus den Scherben meines Lebens wieder einen Krug zu kleben. Er ist dann zwar nicht mehr heile, aber ich hoffe man kann noch was mit ihm anfangen. 3,5 Jahre ist es nun schon, dieses Leben ohne Claudia. Ich möchte mein Leben jetzt wieder Leben, für mich meinen Mann und meine Kinder. Ich möchte wieder Lachen, wieder fröhlich sein. Jetzt ist wieder Zeit dafür. Meine kleine Tochter hat es mir gezeigt, es ist Zeit. Sie sagte total wütend, ihr seit ja immer nur schlecht gelaunt. Und ich muß sagen es geht mir besser nach diesem Entschluß. Ich habe die Sonne aufgesaugt für die langen grauen Tage die kommen werden. Ich hoffe es hilft. Nein die Zeit heilt nicht alle Wunden, aber sie läßt sie vernarben und mit den Narben, ja da kann man leben!
LG
Petra

Eva2
05.08.2006, 09:54
ja, sehr schön hier.
dachte ich doch gestern, ich bin *bekloppt* ich rede mit verstorbenen...
im februar ist mein schwiegervater gestorben, lungenkrebs.
am tag seiner beerdigung hatten wir ne grosse feier in der schänke, ein gast feierte seinen geburtstag. es war so schwer, die *gute, lustige wirtin* zu spielen.... gegen 3.00 nachts (und ich hatte den ganzen tag ein schlechts gewissen, warum wir den gästen nicht einfach abgesagt hatten...) *hörte ich meinen schwiegervater*
er sagte: mädel, gut so! und jetzt trinken wir auch einen wein, aber den GUTEN
dann hab ich den gästen die noch da waren gesagt was es für ein tag für uns war, und der geburtstagsgast hat mit mir geweint.
am 24.6. hab ich meine freundin verloren, und gestern abend habe mit ihr gebabbelt....
aber ich weiss auch, es gehört zu heilung, darüber zu reden, schreiben....
wenn ich hier bei euch bin, empfinde ich alles *bekloppte* so normal!
eine nachbarin sagte mal, der tod ist immer um uns rum.
wir sehen ihn nur nicht.
also sie meinte damit die akzeptanz!
gestern kam dann eine mail, von einem freund der cousin ist auf dem weg zu seiner hochzeit tötlich verunglückt...
irgendwie mag ich keine neuen nachrichten mehr...
ich bin mal flapsig gesagt: die sterber-ei leid!
aber im august ist mir immer so.
für andere mags der november oder so sein....
letzendlich weiss ich noch nicht mal was ich euch sagen wollte...
die trauer-welle ist da, aber ich will nicht untergehen.
eva

Inaktiver User
05.08.2006, 11:14
Liebe Eva,
die Trauerwelle ist da? Du musst nicht untergehen

sei eine Wellenreiterin ! :blumengabe:




L.

Madame_butterfly
05.08.2006, 20:14
Ihr Lieben,

die "Trauerwelle" kann ich mit ganzem Herzen nachempfinden. Sie ist ein grausamer, bleierner Feind - und es ist schwer, sich ihr zu entziehen. Es mag wohl ein tiefer Ausdruck unserer nicht enden wollenden Sehnsucht sein, die diese dunklen Momente immer wieder einmal auslösen, der Wunsch, unseren Lieben ganz nahe zu sein, sie zu küssen und in unseren Armen zu wiegen.

An jenem Tag im August, an dem unser Töchterchen gestorben ist, da dachte ich: "Heute beginnt der erste Tag vom Rest unseres Lebens ..." Ich beobachtete die Zeiger der Uhr, in der stillen Zuversicht, dass jede Sekunde, die vergeht, uns unserem kleinen Mädchen näher bringt ... ich wollte ohne unser Kind nicht sein ...

Doch da war auch eine Kraft, die mir die Ohnmacht nahm und mir half, mein Leben weiter auszurichten und an unserer Liebe festzuhalten. Ich bin sicher, dass diese Kraft aus dem Himmel geschickt wurde. In vielen Momenten habe ich das deutlich gespürt - und spüre es noch heute.

Ob es aber eine "Heilung" gibt, ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass unsere Liebe ein Versprechen ist, die uns hilft zu leben und uns das Wiedersehen flüstert. Und daran halte ich fest, mit meinem ganzen Herzen!

Eva2
06.08.2006, 09:27
und warum läuft im radio: der weg....? von grönemeyer (maier-ist ja egal)
weil ich lernen soll damit umzugehen!
vor kurzem war mal meine alte sportehrerin bei uns in der schänke... die sagte:
ab fünfzig kamen die *einschläge* immer näher.
jetzt ist sie 86 und alle freundinnen sind nicht mehr da.
allerdings, muss ich auch immer dran denken was eine mutter die 3 ihrer kinder verloren hat sagte:
männer und freunde weichen von der seite.
kinder aus dem herzen, und der schmerz vergeht nie!
aber wir suchen ja heilung....
freude, das es nachkommen gibt, das ein schmetterling kommt...lebbe geht weiter..
nein ich will euch nicht runterziehen. ich will surfen

Inaktiver User
06.08.2006, 11:46
Ob es aber eine "Heilung" gibt, ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass unsere Liebe ein Versprechen ist, die uns hilft zu leben und uns das Wiedersehen flüstert. Und daran halte ich fest, mit meinem ganzen Herzen!


Liebe Madame Schmetterling :smirksmile:

ich greife mir mal diesen Abschnitt als Zitat heraus.

Heilung...

Wenn wir diesen Begriff verwenden, setzt es eine Verletzung oder Krankheit voraus

unheil im Sinne von "nicht mehr ganz"

In der Tat sind wir nicht mehr vollständig, nicht mehr dieselben - nach dem einschneidenden Ereignis, nach dem Verlust, der unfreiwilligen Trennung

Wunden im Herzen, in der Seele
weit offen
andere streuen unwissentlich Salz in diese Wunden

Ich denke, wenn diese Wunden langsam verheilen und letztlich - nach einigen erneuten kleinen Rissen - dann geschlossen sind, vernarbt sind, und etwas Neues in uns herangewachsen ist....

ein neues Bewußtsein unserer Selbst,
ein neuer Lebensinhalt,
ein neue Art die Welt zu sehen und Menschen zu begegnen


ja, dann können wir sagen: wir sind wieder heil und ganz und lebendig

und :krone auf: unserer Selbst

Die Narben freilich, die bleiben sichtbar, auch wenn sie noch im Lauf der Zeit verblassen werden.
Narben machen auch Schmerzen, bei "Wetterwechsel" und sie sind auch ein Störpotential im energetischen Gefüge
Körpernarben ebenso wie Seelennarben

*lächel*
Ich habe an "Narbentagen" immer einen alten Haudegen vor meinem geistigen Auge , vernarbt und wettergegerbt oder eine alte Frau, faltig und mit eisgrauen Haaren...

SCHÖNE Menschen, gezeichnet vom Leben - Menschen, die ihre Vergangenheit ehren und angenommen haben und nicht verbergen.


Seht her! So bin ich. So und nicht anders. Seht in mein Gesicht und seht in mein Herz. Jede Falte, jede Narbe erzählt eine Geschichte meines Lebens.

Ich bin mein eigenes Gestaltgewordenes Lebensbuch.
Kommt und lest in mir.






Ich liebe meine Erden- und meine Himmelsmenschen und ich liebe wieder mein Leben und auch mich - und das macht mich heil und ganz und ich finde immer wieder neue kleine Zeichen meiner Heilung.




Sonntagsgedanken im August
Lavendelmond

Hagazussa
06.08.2006, 12:15
ein liebes hallo an alle, die zu diesem thema geschrieben haben. ich war jetzt schon länger nicht mehr hier im forum und ausgerechnet heute lese ich hier das, was mich zur zeit auch bewegt .... der todestag meines sohnes nähert sich, am 24.8.05 ist er gestorben. und wenn ich das vergangene jahr anschaue - anfangs hätte ich nicht gedacht, dass ich es überlebe/weiterleben kann. jetzt stelle ich fest, dass es möglich ist, dass die wunden heilen und natürlich narben bleiben, die auch wieder schmerzen können, so wie lavendelmond es beschreibt. andererseits bin ich in tiefen getaucht, die mir wohl sonst verschlossen geblieben wären. ich habe dort ein urvertrauen wieder gefunden, das über lange jahre verborgen war. mein leben ist viel intensiver geworden, achtsamer und einfacher und dafür bin ich dankbar.
liebe grüsse an alle, die auf dem weg zur heilung sind - es gibt sie, die heilung, wenn wir bereit sind, uns zu öffnen, bei mir hat der schmerz und die trauer diese öffnung bewirkt.

Madame_butterfly
06.08.2006, 17:37
:blumengabe: Liebe Lavendelmond,

ganz lieben Dank für deine liebevolle Antwort. Vielleicht haben wir ein unterschiedliches Verständnis des Wortes "Heilung". Doch Deine Bilder der Heilung berühren mich sehr und ich kann sie auch gut nachvollziehen.

Weißt Du, ich habe ein anderes Bild, sehe das so:

Trauernde sind Menschen mit einem gläsernen Herzen, das einen feinen Riss hat. Wird ihr Herz in unsanfter Weise berührt, so mag es entzwei gehen, zerspringen. Und deshalb ist es allein wichtig, alles zu tun, dass dieses Herz nicht zerbricht, dass es gestützt und getragen wird, mit Behutsamkeit, mit Respekt und ... in Liebe.

Und da wir unser eigenes Herz manchmal nicht (er)tragen können, so hilft uns der Himmel und manch himmlischer Helfer ... Daran glaube ich ganz fest.

So hält manchmal das, was einen Riss hat, noch sehr, sehr lange ... wie meine Lieblingskaffeetasse, aus der ich um so lieber trinke ... :tassenkasper:

Madame_butterfly
06.08.2006, 17:58
:wangenkuss: Liebe Hagazussa,

Deine Zeilen haben mich sehr bewegt, und ich möchte dir eine liebevolle Umarmung schicken. Ich werde am 24. August ganz feste an Dich denken und eine Kerze für Deinen Sohn entzünden ... Unser Töchterchen ist am 23. August verstorben, darum weiß ich, wie schlimm die folgenden Tage sein werden.

Mein Herz ist in diesen Tagen bei Dir, und ich wünsche Dir für den 24. August ganz viel Kraft und einen besonderen leuchtenden Sonnenstrahl, der Dein Herz erwärmt und Deine Tränen trocknet, vielleicht auch ein Vöglein, das allein für Dich und alle großen und kleinen Freunde Deines Sohnes singt ...

Hagazussa
07.08.2006, 12:46
liebe madame butterfly, danke für deine lieben worte, ja, auch ich werde am 23.8. an dich denken und dich in die arme nehmen. liebe grüsse hagazussa

Madame_butterfly
08.08.2006, 20:21
:blumengabe: Liebe Hagazussa,

ich danke Dir von Herzen ... und schicke Dir eine liebevolle Umarmung.

Inaktiver User
10.12.2006, 14:21
Ich schubse mal diesen Strang hoch, er soll Mut machen denen, denen es grad nicht so gut geht !

Miriam68
10.12.2006, 16:13
Danke fürs Hochschubsen, Lavendelmond, ich hätte diesen Strang sonst übersehen!

Soeben habe ich hier alles durchgelesen. Aus der Trauer bin ich noch nicht raus - ist ja erst drei Monate her, seit meine Schwester starb - aber ich spüre, wie die Lebensfreude wieder an meine Tür klopft.

Ich bemerke dies an folgenden einfachen Dingen:

Ich mag wieder meine alten Lieblingsfilme sehen, zum Beispiel "Herr der Ringe". Ich kann mich, von einem gelungenen Frisörbesuch zurückgekehrt, wieder über mein Aussehen freuen. Ich verwende gelegentlich wieder Parfum. Ich freue mich über die schöne Aussicht auf den See aus meinem Fenster. Ich freue mich über die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt (vor wenigen Wochen ging sie mir kalt am A.... vorgbei).

Dies merke ich seit ein, zwei Wochen.

Letzten Freitag kam ein ganz deutliches Zeichen: Ich wachte am Morgen erfrischt vorm Wecker auf (keine Selbstverständlichkeit) und konnte ohne bleierne Müdigkeit aufstehen. Am Tag darauf wachte ich von selbst mit guter Laune auf, der Kloss im Hals war nicht weg, aber sehr klein.

Das ist keine Selbstverständlichkeit! Ich lauf seit dem späten Frühling (damals am meine Schwester mit ner Thrombose ins Krankenhaus) mit Angst im Nacken (und dementsprechend Kopfweh) und Kloss im Hals rum.

Ich merk auch jetzt noch: Es ist noch nicht durch. Die Trauerwellen werden nochmals kommen. Mir grauts vor den Festtagen und vorm Januar, dem Geburtsmonat meiner Schwester. Aber auch in dieser grauen Suppe verstecken sich möglicherweise schöne Momente.

:blumengabe:

Inaktiver User
10.12.2006, 19:04
Ja, gutes Hochschubsen.
Gestern war ich, 57, allein(!) in einem Benefiz-Rockkonzert.Nur mal vorbeigucken. Geblieben bin ich bis 1.00 Uhr. Lebendig, halbtaub, den Beat in der Magengrube vibrierend.
Es hat mir so gut getan, Menschen zu erleben, die Spaß an dem hatten, was sie taten. Voller Inbrunst sich die Kehle aus dem Leib sangen und wie Tennisbälle über die Bühne schoßen. Herrlich, Leben pur.
Ach,ja. So war mein Leben doch manchmal auch.

Pemaus
11.12.2006, 09:17
Auch ich habe den gestrigen Tag genossen. Wir waren mit Freunden auf einem schönen Weihnachtsmarkt und ich konnte es einfach zulassen. Zulassen fröhlich zu sein, zu lachen, etwas zu trinken, sich einfach treiben zu lassen. Dies ist mir in den letzten Wochen mal wieder so schwer gefallen. Gestern konnte ich den Ring um mein Herz, meine Seele wieder ein wenig weiter machen.
LG
Petra

Inaktiver User
13.12.2006, 12:10
Heute bin ich sehr glücklich :Sonne:

Ich habe mir selber ein Geschenk gemacht, obwohl "sehr teuer"
(136 Euro)
Für die meisten hier wird das wohl viel Geld sein, für mich auch.

Aber da ich im Januar eine "größere Summe" Geld ausbezahlt bekomme, habe ich darauf vorgegriffen - denn dieses Geschenk kann ich nur jetzt auf dem Weihnachtsmarkt kaufen.

Die Tatsache, dass ich mir das wert bin, diese Kette zu kaufen
(Sonnenstein), ist für mich ein Zeichen der Heilung. Vielleicht sogar weniger ein Zeichen der Heilung von der Trauer, eher Heilung von einem Mangel an Selbstwertgefühl, Selbstsicherheit als Frau. (das ist echt Vergangenheit - ich weiß inzwischen genau um meinen "Wert")

das hier ist ein Sonnenstein (http://www.kristalldruse-shop.de/images/Sonnenstein2.jpg)
stellt euch den in "klein und zahlreich" vor - dann habt ihr ungefähr ein Bild von meiner Kette der Freude !

Ich fühle die Kraft dieser Steine, sie wird warm und ich fühle mich, als ob ich mit frischer Kraft aufgeladen werde...

Kybele
13.12.2006, 12:46
Heute bin ich sehr glücklich :Sonne:

Ich habe mir selber ein Geschenk gemacht, obwohl "sehr teuer"
(136 Euro)
Für die meisten hier wird das wohl viel Geld sein, für mich auch.

Aber da ich im Januar eine "größere Summe" Geld ausbezahlt bekomme, habe ich darauf vorgegriffen - denn dieses Geschenk kann ich nur jetzt auf dem Weihnachtsmarkt kaufen.

Die Tatsache, dass ich mir das wert bin, diese Kette zu kaufen
(Sonnenstein), ist für mich ein Zeichen der Heilung. Vielleicht sogar weniger ein Zeichen der Heilung von der Trauer, eher Heilung von einem Mangel an Selbstwertgefühl, Selbstsicherheit als Frau. (das ist echt Vergangenheit - ich weiß inzwischen genau um meinen "Wert")

das hier ist ein Sonnenstein (http://www.kristalldruse-shop.de/images/Sonnenstein2.jpg)
stellt euch den in "klein und zahlreich" vor - dann habt ihr ungefähr ein Bild von meiner Kette der Freude !

Ich fühle die Kraft dieser Steine, sie wird warm und ich fühle mich, als ob ich mit frischer Kraft aufgeladen werde...


Hallo Lavendelmond,

he, da sind wir ja in einer ähnlichen Situation...:smile:

Bekomme im Januar auch eine größere Summe Geld ausgezahlt und habe meinen Lieben und mir davon auch schon das eine oder andere Weihnachtsgeschenk gemacht.
Insbesondere das Geschenke auswählen für die Anderen gibt mir immer sehr viel; eine Freundin von mir sagt immer: "Egal was Du schenkst, Hauptsache es kommt von Herzen!". Und mit dem Herzen bin ich beim Geschenkekauf (und auch beim Geschenke überreichen) immer voll dabei.:smile:

Für mich ist es auch ein Zeichen von Selbstbewusstsein, wenn man sich ,auch wenn gerade keine festlichen Anlässe wie Weihnachten oder Ostern anstehen, ab und zu auch mal ein Geschenk selber macht. Als "Belohnung" sozusagen, wenn man z.B. eine schwierige Lebensphase erfolgreich überstanden hat oder im Studium eine wichtige Klausur bestanden hat.:smile:

Habe mir in dem Zusammenhang zu meinem Vordiplom vor zweieinhalb Jahren auch etwas sehr Schönes gegönnt, nämlich eine Mondsteinkette. Die trage ich heute noch mit Freude, sie ist wirklich etwas ganz Besonderes für mich!:smile: Und hat in meinen Augen auch zu Recht eine heilende, magische Wirkung...

Dir ganz viel Freude mit Deiner neu erworbenen Sonnensteinkette, lass Dich von ihr verwöhnen!:smile: :smirksmile:

Herzliche Weihnachtsgrüße,

Kybele

Inaktiver User
13.12.2006, 13:16
Wie schön, da haben wir hier im Strang "Sonne und Mond" vereint ;-)

dir auch viel Freude weiterhin mit deiner Kette !



(einen Mondstein habe ich meiner Nichte geschenkt, als sie vom Mädchen zur Frau wurde)

Inaktiver User
13.12.2006, 18:20
Heute bin ich sehr glücklich :Sonne:

Ich habe mir selber ein Geschenk gemacht,[/I]

Liebe Lavendelmond,
das finde ich toll und ist wirklich ein Zeichen, dass es Dir gutgeht. Nach dem Tode meines Partners habe ich das auch gelernt - erstmalig. Heute habe ich mit fast allen in meiner Umgebung - bis auf den Kindern - abgesprochen, dass wir uns Weihnachten nichts mehr schenken. Das erspart uns allen den Weihnachtsstress. Dafür habe ich dann die ganze Weihnachtszeit Musse, für mich selbst nach einem schönen Geschenk die Augen aufzuhalten.
Dir viel Freude mit Deiner wunderbaren leuchtenden Sonnenkette.
Kranich

Eva2
19.12.2006, 10:56
Ihr alle,
Lavendelmond, das war jetzt ein Zeichen (mit dem hochschupsen)
- und so einen ähnlichen Stein hab ich auch, meine es ist ein Rosenquarz- allerdings war der gar nicht teuer, und die Verkäuferin meinte er ist für LIEBE im Herzen.

Gestern war wieder so ein Tag, und ich dachte:
hört das denn NIE auf. Fühlte mich elend und traurig, nur durch eine ganz andere Sache ausgelöst... und hatte sowas von Sehnsucht nach meiner Freundin.... wäre so gern hingefahren mit ihr meine Probleme bequatschen...

Da klingelt mein Handy und Toyo war dran.
Sie ist auch eine Freundin von meiner Freundin. HIER in Bri hat Toyo damals gepostet...und wir haben uns vorher gar nicht gekannt.
Klar haben wir über unsere verstorbene Freundin gesprochen, aber ANDERS. Mehr wie es den Kindern, die sie zurücklassen musste, so geht....

die Wellen kommen immer mal, aber sie sind nicht mehr so *verschlingend*
hoffe nur, ich hab Euch jetzt nicht "runtergezogen"
es gibt Tage, da könnte ich nicht mal im Traueforum posten, dann lese ich nur, und heule.

Möchte Euch allen aber auch mal was zurückgeben.
Mein allerherzlichstes DANKE das es Euch gibt.
:kerze:
eva

Inaktiver User
19.12.2006, 11:33
Ich habe auch was Positives beizutragen:

Neulich saß ich bei den Eltern meines vor fast genau drei Jahren verstorbenen Lebensgefährten zusammen. Ich ging ihnen im letzten Jahr etwas aus dem Weg, weil ich nicht mehr in ihre Trauer hineingezogen werden wollte. Ich WOLLTE nicht mehr trauern. Nun war ich aber da, es hatte mir auch selbst gefehlt, und habe von meinem neuen Freund erzählt. Sehr aufbauend: Sie freuten sich mit mir, als sei ich ihre Tochter, und nicht in erster Linie Stellvertreterin ihres Sohnes auf Erden.

Puh. Gesagt isses.

Es ist ganz klar: Das Leben will gelebt sein. Das zeigt mir jeder Muskel und jede Faser meines Körpers.
Aber andererseits würde ich auch nach drei Jahren sagen: Nichts ist mehr so, wie es mal war. Und eigentlich Gottseidank! Denn ich mag mich jetzt lieber, ich habe viel Unwichtiges als unwichtig erkannt und brauche das nicht mehr. Hat doch was! Es gibt meinem Leben mehr Tiefe.

Inaktiver User
19.12.2006, 14:43
das ist schön, Zitronenmond !
freut mich für dich

...und Rosenquarz steht wirklich für "Liebe" (auch zu sich selbst)


du hast heute uns etwas sehr wichtiges gesagt: das Leben will gelebt sein

das kann man nur unterstreichen ;-)

amaruschka
19.12.2006, 19:42
Liebe Lavendelmond, freue mich erst mal, ein paar Zeilen von dir zu lesen. Und als ich das Bild von deinem Sonnenstein gesehen habe, konnte ich mir die Kette ganz gut vorstellen. Und meine kalten Füße unterm Schreibtisch fangen an zu prickeln und werden ein bisschen wärmer...
Ich freue mich für dich über diese Kette. Du hast in diesem Jahr wieder so viele Schritte gemacht und ich weiß, wie schwer es oft ist, seinen eigenen Wert wahrzunehmen und zu würdigen. Das hast mit dieser Kette gemacht und vor meinem inneren Auge sehe ich, wie das Licht dieser Kette etwas Neues zum blühen bringt und alte Wunden in ein sanftes Licht hüllt. Da ist doch wirklich ein Stück Heilung!
Freu mich mit dir!
Liebe und weihnachtliche Grüße vom Bodensee
Amaruschka

Overflyer
20.12.2006, 16:35
Hallo zusammen,

bin auch erst durch das Hochschubsen auf diesen Strang gestoßen. Was ich hier gelesen habe, hat mich tief berührt. Hier herrscht eine so friedliche Stimmung.

Lavendelmond hat so viele Dinge geschrieben, die ich auch so sehe:
Schöne Menschen, gezeichnet vom Leben...
Eine neue Art, die Welt zu sehen und den Menschen zu begegnen.

Ich empfinde jetzt viel mehr Liebe für die Menschen. Kürzlich habe ich mal gelesen: Der Weg zu dieser Liebe führt durch das Tor der Verzweiflung. Da ist was dran.

Und auch ich spüre Heilung, auch wenn es erst fast 3 Monate her ist. Mich überkommt dann immer so ein Gefühl des inneren Friedens, des "In-sich-Ruhens". Geht euch das auch so?

Die Idee mit der Thematik hier finde ich sehr schön und ich werde sicher öfter mal zu euch reinschauen.

Seid llieb gegrüßt
Overflyer

Inaktiver User
28.01.2007, 17:43
Ich leiste zur Zeit Schwerstarbeit. Ich habe eine kleinere Wohnung gefunden und muß jetzt noch einmal intensiv prüfen, was in mein neues Leben mit soll.
Was wie ein riesiger Berg war, löst sich jetzt in einzelne Bestandteile auf. Ich erlaube mir, manche Dinge, die mein Mann mochte, nicht zu mögen. Ich verschenke Bücher, verkaufe Möbel, rangiere aus. Und heute habe ich mit dem denkbar schlechtestem Gewissen, die Eisenbahnanlage verkauft, die keiner unserer Söhne haben wollte (aber alle wollten, dass sie bei mir wie die lt. 30 Jahre im Wohnzimmer stehen bleibt).
Ich sitze und rechne und plane. Suche Handwerker, reiche Urlaub ein. Seit gestern liege ich wieder mit einer dicken Grippe auf der Nase. Nichts, was ich jetzt tue, ist einfach, manches sehr schmerzhaft und manchmal schockt mich meine eigene Radikalität. Aber ich bin dabei, wieder Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.
Grüße an alle 3- Schritt-vor- und- zwei- zurück-KämpferInnen

Inaktiver User
28.01.2007, 18:47
Grüße an alle 3- Schritt-vor- und- zwei- zurück-KämpferInnen

Ach, Mensch, da sprichst du mir aus der Seele.

Diese zwei Schritte zurück mache ich auch immer wieder.
Bei mir ist zwar etwas grundsätzlich anderes zu verarbeiten, da ich meinen verstorbenen Lebensgefährten noch gar nicht lange kannte und auch nicht mit ihm zusammengewohnt habe. Die Tatsache, dass der Tod so krawumm ins Leben krachen kann und eigentlich alles zerstört, ist brachial. Natürlich ist nicht "mein ganzes Leben zerstört" dadurch, aber in gewisser Weise ist eben nichts mehr, wie es einmal war. Mit der Möglichkeit des Todes zu leben ist für mich etwas sehr, sehr Konkretes geworden. Ich vermisse durch dieses Erlebnis plötzlich Sicherheit, die es (wie dieses Erlebnis lehrt) sowieso nicht geben kann. Da beißt sich die Katze dauernd in den Schwanz. Puh!

Es geht so: einatmen, ausatmen. Linker Fuß, rechter Fuß. Und mir gnädig sein, nicht zuviel von mir verlangen. Und ich miste auch aus in meinem Leben. Das ist hart und gleichzeitig total spannend.

Inaktiver User
29.01.2007, 07:51
Ich leiste zur Zeit Schwerstarbeit. Ich habe eine kleinere Wohnung gefunden und muß jetzt noch einmal intensiv prüfen, was in mein neues Leben mit soll.
Was wie ein riesiger Berg war, löst sich jetzt in einzelne Bestandteile auf. Ich erlaube mir, manche Dinge, die mein Mann mochte, nicht zu mögen. Ich verschenke Bücher, verkaufe Möbel, rangiere aus. Und heute habe ich mit dem denkbar schlechtestem Gewissen, die Eisenbahnanlage verkauft, die keiner unserer Söhne haben wollte (aber alle wollten, dass sie bei mir wie die lt. 30 Jahre im Wohnzimmer stehen bleibt).
Ich sitze und rechne und plane. Suche Handwerker, reiche Urlaub ein. Seit gestern liege ich wieder mit einer dicken Grippe auf der Nase. Nichts, was ich jetzt tue, ist einfach, manches sehr schmerzhaft und manchmal schockt mich meine eigene Radikalität. Aber ich bin dabei, wieder Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.
Grüße an alle 3- Schritt-vor- und- zwei- zurück-KämpferInnen



WOW, Sontagskatze !
:yeah:
Das ist jetzt echt hart für dich, aber gutgutgut
Weiter so!!

Ich freue mich für dich, alle Achtung. Das ist mutig, das ist harte Arbeit, das ist not-wendig im wahrsten Sinne des Wortes.
Du tust damit allen Beteiligten was Gutes.

Wenn wir "das Alte" nicht hinter uns lassen,
können wir nicht "dem Neuen" offen und frei entgegen gehen.

Behalte nur das an Dingen, die du auch in deinem Herzen trägst.
Ich habe damals auch geprüft, geordnet, sortiert, entsorgt, und nur das aufgehoben, womit Herzblut verbunden ist.
Und über diese Dinge freue ich mich von Herzen, wenn ich sie mal wieder betrachte (was seltener vorkommt).
Aber es ist gut zu wissen: "sie sind da, wenn ich will"

Und das Wichtigste hat man ohnehin ständig parat:
Die Liebe und die Erinnerung !


Sontagskatze, ein ganz dickes :kuss: für dich und viele :blumengabe::blumengabe::blumengabe:

Inaktiver User
29.01.2007, 07:55
Es geht so: einatmen, ausatmen. Linker Fuß, rechter Fuß. Und mir gnädig sein, nicht zuviel von mir verlangen. Und ich miste auch aus in meinem Leben. Das ist hart und gleichzeitig total spannend.

Liebe Zitronenmond,
das "zu sich selber gnädig sein" und nicht zuviel von sich zu verlangen, das ist immens wichtig.
Was ich aber erst im Nachhinein begriffen habe, *schnief*

Habe gerade mal wieder eine "Retourkutsche" von meinem Körper geschenkt bekommen, gerade rechtzeitig.
Und ich nenne das ganz bewußt: ein Geschenk !

Auch für dich viele :blumengabe::blumengabe::blumengabe: und ein :kuss:

teichmuschel
29.01.2007, 09:48
Die Tatsache, dass der Tod so krawumm ins Leben krachen kann und eigentlich alles zerstört, ist brachial.

wie wahr !!!

Liebe Zitronenmond,

Du hast ja so recht. Mit dem plötzlichen Tod meiner Mutter ist mein Leben aus den Fugen geraten. Es ist jemand gestorben, der mich nie hätte verlassen sollen - egal wie alt ich werde (paradox -ich weiß). Ich hatte ein sehr inniges und gutes Verhältnis zu meiner Mutter und obwohl ich schon seit mehr als 20 Jahren nicht mehr in meinem "Kindheits-Zuhause" wohne ist der Verlust dieses Zuhauses groß und tut fürchterlich weh. Und zu der Trauer um meine Mutter kommen nun Dinge aus der Vergangenheit hinzu, die ich irgendwie verarbeiten muss. Ich war noch nie der Kämpfertyp, umso schwerer tue ich mir nun mit dieser Konfrontation.
Es geht mir besser als noch vor ein paar Monaten aber das "dumpfe" Gefühl in der Brust will nicht weichen und ich hangle mich so von Tag zu Tag.

Liebe Grüße
Teichmuschel

Vemi
06.02.2007, 12:29
Seht her! So bin ich. So und nicht anders. Seht in mein Gesicht und seht in mein Herz. Jede Falte, jede Narbe erzählt eine Geschichte meines Lebens.

Ich bin mein eigenes Gestaltgewordenes Lebensbuch.
Kommt und lest in mir.[I]







Auf der Trauerfeier sprach die Trauerrednerin auch vom Lebensbuch meiner Mutter.Sie fragte,wieviele graue Seiten es wohl habe,wieviele sonnig gelbe?Da musste ich furchtbar weinen,weil die grauen und schwarzen Seiten in diesem harten Leben ganz sicher überwiegen.
Ich hoffe aber sehr,dass sie die Sonnenseiten in ihrer Seele mit hinüber getragen hat und die Sorge und das schlechte Gewissen einfach loslassen konnte.
Das wünsche ich ihr von ganzem Herzen-denn selbst im Todeskampf war einzig Sorge,Bereuen und Angst spürbar.Wie sehr wünsche ich,sie hat wenigstens einen Hauch unser aller unendlicher Liebe mitgenommen-ihre blieb hier,mein Sohn,der sie nur einmal sah,liebt sie sehr,er schickt Küsse in den Himmel und sagt der Oma Gute Nacht in den Sternenhimmel.

Inaktiver User
07.02.2007, 22:05
-denn selbst im Todeskampf war einzig Sorge,Bereuen und Angst spürbar.

Auch so ein Thema: WIE jemand stirbt.
Und kein einfaches.


Wie sehr wünsche ich,sie hat wenigstens einen Hauch unser aller unendlicher Liebe mitgenommen-ihre blieb hier,mein Sohn,der sie nur einmal sah,liebt sie sehr,er schickt Küsse in den Himmel und sagt der Oma Gute Nacht in den Sternenhimmel.

Ich bin sicher: sie hat die Liebe mitgenommen.

Hab heute eine Todesmeldung bekommen, auf der Karte stand:

"Ich bin jetzt bei denen, die mich liebten,
und warte auf die, die mich lieben."

Schön.

Monkele
07.02.2007, 22:08
"Ich bin jetzt bei denen, die mich liebten,
und warte auf die, die mich lieben."


Das ist schön und hört sich sehr tröstlich an!

Monkele

Vemi
08.02.2007, 08:20
Ich las hier gerade, dass Rosenquarz für die Liebe steht, wie schön!
Instinktiv nahm ich von den Sachen meiner Mutter nämlich eine uralte Rosenquarzkette mit passendem Armband,welche nun an meinem Bett liegen.

Inaktiver User
24.02.2007, 11:06
Ich bin jetzt oft in dem Krankenhaus, in dem unser Sohn die schlimmste Zeit seines/unseres Lebens durchmachte, weil meine Mutter jetzt in der Neurochirurgie liegt.

Beim ersten Mal nach Jahren dort im KH, erlitt ich eine psychosomatische Entgleisung.

Inzwischen aber kann ich fast stressfrei dieses Gebäude aufsuchen.
Gestern ging ich sogar in den Konferenzraum (war gerade keiner da, ich schlich mich hinein), wo der Professor mit mir saß und die Bilder zeigte, die den baldigen Tod des Jungen verkündeten. Tumor über Tumor.... zu viele, um sie zählen zu können.

Ich ging also in diesen Raum und spürte nach.
Kein Echo. Kein Entsetzen. Nur ein grauer Schatten als Gefühl.
Alles weit weg.
Neutral.
Gut.

Das Damalige existiert nicht mehr.

:yeah:

Es ist nur noch eine Erinnerung, wenn ich es will. Und wenn ich nicht will, ist es nicht mehr da.

Jetzt habe ich sogar den Mut gefaßt, nochmals das Hospiz aufzusuchen. 5 Jahre ist es her. Jedes Jahr wollte ich dorthin um mich nochmals zu bedanken, aber ich war nicht dazu fähig.

Dieses Jahr aber kann ich, glaube ich.

Und DANN kann ich wirklich alles abschließen.

Die Orte nochmals aufgesucht zu haben, und zu erleben, dass das alles wirklich und wahrhaftig nur noch Vergangenheit ist!

:Sonne:

Inaktiver User
24.02.2007, 11:35
Die Orte nochmals aufgesucht zu haben, und zu erleben, dass das alles wirklich und wahrhaftig nur noch Vergangenheit ist!

:Sonne:

Schön, dass Du da wirklich einen wichtigen Schritt machen konntest. Ich freue mich für Dich, weiß ich doch selbst gut genug, dass das auch ein wesentlicher Teil der Heilung ist. :blumengabe:

Obwohl ich ja von mir sicher bin, dass es mir gut geht, konnte ich diesen Schritt noch nicht gehen, werde ihn vielleicht auch nie gehen. Der Gedanke, in den 10. Stock des Hochhauses zu gehen, aus dem mein Freund gesprungen ist, an eben dem Fenster zu stehen und runter zu schauen, läßt mich nach wie vor schaudern. Es ist einfach Angst vor dem dann zu fühlenden Entsetzen.
Kranich

prinzessin01979
25.02.2007, 14:11
Obwohl ich ja von mir sicher bin, dass es mir gut geht, konnte ich diesen Schritt noch nicht gehen, werde ihn vielleicht auch nie gehen. Der Gedanke, in den 10. Stock des Hochhauses zu gehen, aus dem mein Freund gesprungen ist, an eben dem Fenster zu stehen und runter zu schauen, läßt mich nach wie vor schaudern. Es ist einfach Angst vor dem dann zu fühlenden Entsetzen.
Kranich

Liebe Kranich, du sprichst mir aus dem herzen. Mein brüderchen sprang ja auch, aus der höhe in den tod... auch ich kann einfach nicht den ort aufsuchen, wo er gestorben ist. Letztens stieß ich im internet auf dieses gebäude ( zufall? ) u. ich dachte ich krach zusammen, bei dem anblick.
Ich weiss nicht, ob ich jemals diesen ort aufsuchen werde, vielleicht in 1 jahr, in 5 in 30 oder viell. auch nie... noch schwanke ich immer hin und her- trägt das aufsuchen des ortes nun zur heilung bei oder nicht? ...

Melissa

Inaktiver User
25.02.2007, 14:33
trägt das aufsuchen des ortes nun zur heilung bei oder nicht? ...


Tja, schwer zu sagen.
In diesem Fall erinnert der Ort ja nicht an gute Zeiten, sondern ist Symbol für das freiwillige aus dem Leben gehen - kann man das so sagen?

Seid ihr eigentlich nicht furchtbar sauer auf euere Toten, die euch haben hängen lassen? :ooooh:

Ricarda44
25.02.2007, 15:52
@ Zitronenmond: JA.

Inaktiver User
25.02.2007, 15:54
@ Ricarda: Ich auch.

Schon so, wo es um eine Krankheit ging. Aber wenn sich jemand auch noch in den Tod stürzt, ich weiß gar nicht, ob ich das verzeihen könnte.

prinzessin01979
25.02.2007, 16:19
@ Zitronenmond

Ich muss sagen, ich war bis jetzt nicht ein einziges mal wütend auf meinen bruder. Meine eltern schon, sehr sogar.

Ich weiss nicht, warum ich es einfach nicht sein kann. Ich glaube, es steht seine verzweiflung dazwischen, die er gehabt haben muss... wenn ein mensch sich entscheidet oder anders gesagt, so verzweifelt ist, dass er keinen anderen ( aus- ) weg mehr findet, als den tod, dann kann ich nicht böse sein.. nein, eher tieftraurig, dass mein brüderchen sich mit dem leben so gequält zu haben scheint.

Und wenn ich wütend bin, ist es auf mich. ( nichts bemerkt zu haben usw. )

Hillie
25.02.2007, 16:28
Die Tatsache, dass der Tod so krawumm ins Leben krachen kann und eigentlich alles zerstört, ist brachial.

wie wahr !!!

Liebe Zitronenmond,

Du hast ja so recht. Mit dem plötzlichen Tod meiner Mutter ist mein Leben aus den Fugen geraten. Es ist jemand gestorben, der mich nie hätte verlassen sollen - egal wie alt ich werde (paradox -ich weiß). Ich hatte ein sehr inniges und gutes Verhältnis zu meiner Mutter und obwohl ich schon seit mehr als 20 Jahren nicht mehr in meinem "Kindheits-Zuhause" wohne ist der Verlust dieses Zuhauses groß und tut fürchterlich weh. Und zu der Trauer um meine Mutter kommen nun Dinge aus der Vergangenheit hinzu, die ich irgendwie verarbeiten muss. Ich war noch nie der Kämpfertyp, umso schwerer tue ich mir nun mit dieser Konfrontation.
Es geht mir besser als noch vor ein paar Monaten aber das "dumpfe" Gefühl in der Brust will nicht weichen und ich hangle mich so von Tag zu Tag.

Liebe Grüße
Teichmuschel

Liebe Teichmuschel,
es mag Zufall sein, der Tag, an dem du dies hier geschrieben hast, ist der Geburtstag meiner Mutter (sie wäre 94 geworden). Im August 2003 ist sie bei uns im Haus friedlich eingeschlafen und sie fehlt so unendlich. Auch wenn es jeden Tag ein bisschen besser wird, es tut immer noch sehr weh.
Ich drücke dich
Hillie

Inaktiver User
25.02.2007, 16:29
Und wenn ich wütend bin, ist es auf mich. ( nichts bemerkt zu haben usw. )

Ja, das ist da fast immer so, wenn man so verlassen wurde.

Weißt du was? Ich kenne deinen Bruder ja nicht, aber diesen Ablauf finde ich sooo ungerecht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass du etwas hättest ändern können. Das glaube ich wirklich nicht.

Andererseits ist es sehr, sehr traurig, wenn jemand überhaupt keine Hoffnung hat fürs Leben. Das ist so wie mit schwerst abhängigen Menschen auch, die man in der Familie hat. Es ist eigentlich nicht auszuhalten und ich glaube, man muss diese Menschen auch etwas loslassen, im Sinne von: ihren Weg gehen lassen, auch wenn der noch so fremd ist.

Sei nicht wütend auf dich.
Vielleicht ein Moment, um mal stinkwütend auf Gott zu sein.

Ricarda44
25.02.2007, 16:49
Ich kann alles verzeihen, wenn ich es verstehen kann.
Ich könnte verstehen und verzeihen, wenn jemand weiß, er hat viele grausame Qualen vor sich und beschließt deshalb, seinem Leben ein Ende zu setzen.

Ich kann es nicht verstehen, dass ein Mensch, der auch Verantwortung übernommen hat für das Leben anderer, z. B. der Kinder, wenn dieser sich aus dem Leben "stiehlt".
Einer, der eine heile Welt hatte, ein Leben im normalen Standard mit sicherem Job, Haus, Familie, gesund, geachtet, geliebt, geschätzt, Freunde und blablabla.
Einer, dem zwischenmenschliche Kommunikation kein Fremdwort war zu allen Themen im Leben.

War's zu viel Alkohol?
Eine Nachbarin meinte "Männer und ihre Anflüge von Selbstmitleid und Katzenjammer, 'ne Buddel Korn im Kopf und scheiss auf den Rest der Welt. Wer weiß, was ihn "geritten" hat."

Der, der gegangen ist, war nicht mein Mann und auch nicht der Vater.
MEIN Mann und der liebevolle Vater hätten das nie getan.
Oder er hat uns die ganzen Jahre lang angelogen.
Ich weiß nicht, was ich glauben soll.

Es ist gewesen.
Und trotzdem präsent.
Es wird leichter, weil man sieht, dass andere Leute auch ihr Päckchen zu tragen haben.
Jeder kämpft darum, dem Leben wieder gute Seiten abzugewinnen. Zuerst nur aus Selbsterhaltungstrieb und Verantwortungsbewusstsein, dann, weil man es will.

Wir kriegen das schon hin!
Nicht weil wir müssen.
Weil wir wollen.
Weil wir Achtung vor dem Leben haben und die Menschen um uns herum lieben. Die lässt man nicht einfach "mal so" im Stich.

Das kann sich gerne mal jeder zu Gemüte führen, der sich mit Suizidgedanken schon mal getragen hat:

Wir sind nicht auf der Welt um glücklich zu sein.
Wir sind auf der Welt, um unsere Pflicht zu erfüllen.
Wenn wir unsere Pflicht erfüllen, gesellt sich das Glück hinzu.
(N.-B.Enkelmann)

Ricarda44
25.02.2007, 16:52
Hm, Lavendelmond wird uns am Ohr ziehen.
Oder zählt das auch hier als "Zeichen der Heilung"?

Inaktiver User
25.02.2007, 16:56
Ich kann dich gut verstehen, Ricarda, und dennoch: Es gibt Menschen, die können das einfach nicht glauben, dass das Glück tatsächlich dazukommt, später, dass man nur weitergehen muss, allein und mit der Kerze in der Hand. Wenn man tatsächlich keinerlei Hoffnung hat, dann glaubt man sowas nicht. Es ist mir unbegreiflich, wie das passieren kann, völlige Hoffnungslosigkeit, aber ich weiß, dass es sie gibt. Und ich glaube nicht, dass jemand daran schuld ist. Auch nicht derjenige, der sein Leben selbst beendet.

Inaktiver User
25.02.2007, 16:57
Oder zählt das auch hier als "Zeichen der Heilung"?

Meine Meinung: Ja, auch Wut auf die Toten zählt zur Heilung dazu.
Danach kommt dann ja auch wieder etwas anderes. :blumengabe:

Inaktiver User
25.02.2007, 17:49
Hm, Lavendelmond wird uns am Ohr ziehen.
Oder zählt das auch hier als "Zeichen der Heilung"?



:freches grinsen: *zupfzupf*


Lavendelmond meint: WUT zu empfinden und zu artikulieren, ist ein heilsamer Prozeß


Was ich eine archaische Stinkwut auf Gott hatte !!!! :ooooh:
Damals, im Hospiz... Meine Herren! Das ging auf keine Kuhhaut.
Ich hatte auch so einen "Hass" (?) auf Gesunde und weniger Kranke. Im Zimmer (also, das war noch im Krankenhaus, was ich jetzt erzähle) war auch ein Mann, ein Landwirt, der einen Motorradunfall gehabt hatte und seine Hände waren ziemlich gelähmt. Das Telefon klingelte, und er hatte solche Mühe, den Hörer abzuheben, und es klappte absolut nicht.
Meint ihr, ich hätte ihm geholfen?
Nicht die Bohne, ich tat so, als würde ich nichts davon mitbekommen.
Auch die Frau, die mit verbrühten Beinen draußen vorm KH stand und mich fragte, ob ich ein Handy hätte, damit sie ihren Mann anrufen kann.... ich hatte eines, sagte aber nein
Auch der Junge mit der Gehirnerschütterung, der trotzdem immer wieder aufstand und rausging zum Rauchen (Autounfall) .... was habe ich den verachtet und auch die sich sorgende Familie ging mir dermaßen auf den Geist - schließlich hatten die alle "Nichts" und mein Junge war todgeweiht!!!

Was für eine Wut.

Und was für ein Verhalten :peinlich: ich schäme mich zutiefst dafür, dass ich nicht hilfsbereit war und dem Mann, dessen Existenz als Landwirt am seidenen Faden hing, nicht mal den Telefonhörer reichen wollte.

Aber ich konnte damals nicht anders. Ich konnte die Welt nicht leiden und mich auch nicht und nicht mein Leben und überhaupt


Mit dem Abstand der Jahre habe ich jetzt Verständnis für meine Gefühle und mein Verhalten.
Peinlich ist es aber doch. Ich wünschte, ich könnte nachträglich diesen Leuten noch etwas Gutes tun

Nehmen wir es mal als Zeichen der Heilung, dass ich jetzt mit innerem Abstand darüber sprechen kann.

Dann will ich mich jetzt auch mal am Ohr zupfen :zwinker:

Inaktiver User
25.02.2007, 18:26
Seid ihr eigentlich nicht furchtbar sauer auf euere Toten, die euch haben hängen lassen? :ooooh:
Nein, nicht einen Tag - ich wußte von Anfang, dass er keine Entscheidung gegen mich, sondern für sich getroffen hat. Und ich habe respektiert und gelernt, dass es Entscheidungen im Leben gibt, die man nur für sich trifft, niemanden einbezieht und trotzdem nicht egoistisch ist. Dafür habe ich aber auch einige Zeit gebraucht. Mein Entsetzen war anfangs so groß, dass für ein weiteres Gefühl wie Wut kein Platz war. Als das Entsetzen kleiner wurde, hatte ich schon viel gelernt.

Damit das für Euch nicht zu sonderbar klingt, noch eine Erklärung, die mich wohl von Euch unterscheidet. Mein Freund hat sich 2001 das Leben genommen, unmittelbar nach dem Anschlag in New York im September. Wir haben die Bilder so oft gemeinsam gesehen, wie die Menschen aus den Hochhäusern gesprungen sind. Ich habe damals immer wieder behauptet, dass diese Menschen direkt nach dem Sprung nichts mehr merken, weder den Fall noch das Ankommen. Ich habe sogar noch gesagt, dass es nur hoch genug sein müsse. Ein paar Tage später ist er dann selbst gesprungen.

Alle Psychologen behaupten, dass Wut der beste Mechanismus für die Heilung ist, m. E. gibt es aber auch andere Wege, die wieder in ein gesundes und liebenswertes Leben führen.
Kranich

Inaktiver User
25.02.2007, 18:36
Ich kann alles verzeihen, wenn ich es verstehen kann.
Ich könnte verstehen und verzeihen, wenn jemand weiß, er hat viele grausame Qualen vor sich und beschließt deshalb, seinem Leben ein Ende zu setzen.

Ich kann es nicht verstehen, dass ein Mensch, der auch Verantwortung übernommen hat für das Leben anderer, z. B. der Kinder, wenn dieser sich aus dem Leben "stiehlt".
Einer, der eine heile Welt hatte, ein Leben im normalen Standard mit sicherem Job, Haus, Familie, gesund, geachtet, geliebt, geschätzt, Freunde und blablabla.
Einer, dem zwischenmenschliche Kommunikation kein Fremdwort war zu allen Themen im Leben.

War's zu viel Alkohol?
Eine Nachbarin meinte "Männer und ihre Anflüge von Selbstmitleid und Katzenjammer, 'ne Buddel Korn im Kopf und scheiss auf den Rest der Welt. Wer weiß, was ihn "geritten" hat."

Der, der gegangen ist, war nicht mein Mann und auch nicht der Vater.
MEIN Mann und der liebevolle Vater hätten das nie getan.
Oder er hat uns die ganzen Jahre lang angelogen.
Ich weiß nicht, was ich glauben soll.

Es ist gewesen.
Und trotzdem präsent.
Es wird leichter, weil man sieht, dass andere Leute auch ihr Päckchen zu tragen haben.
Jeder kämpft darum, dem Leben wieder gute Seiten abzugewinnen. Zuerst nur aus Selbsterhaltungstrieb und Verantwortungsbewusstsein, dann, weil man es will.

Wir kriegen das schon hin!
Nicht weil wir müssen.
Weil wir wollen.
Weil wir Achtung vor dem Leben haben und die Menschen um uns herum lieben. Die lässt man nicht einfach "mal so" im Stich.

Das kann sich gerne mal jeder zu Gemüte führen, der sich mit Suizidgedanken schon mal getragen hat:

Wir sind nicht auf der Welt um glücklich zu sein.
Wir sind auf der Welt, um unsere Pflicht zu erfüllen.
Wenn wir unsere Pflicht erfüllen, gesellt sich das Glück hinzu.
(N.-B.Enkelmann)
Ricarda, alles was Du im Moment empfindest ist richtig. Lass nur zu, dass sich Deine Empfindungen auch weiterentwickeln. Natürlich sieht man - meistens - jemandem kein körperliches Leid an, wenn er sich das Leben nimmt. Aber glaube mir - es ist auch in Büchern nachzulesen - die seelischen Qualen können viel grausamer sein. Es gibt ein Buch von einer amerikanischen Psychologin, die selbst schon mehrfach versucht hat, sich das Leben zu nehmen. Sie beschreibt dieses entserzliche Seelenleid.

Und jetzt sei mir bitte nicht böse. Den Satz von Enkelmann finde ich blöd und unsinnig. Wie könnten kleine Kinder glücklich sein, die das Wort Pflicht noch gar nicht kennen. Wir sind m. E. sehr wohl auf der Welt um glücklich zu sein, und von diesem Glück möglichst viel auszustrahlen und abzugeben, damit andere, die das mit dem Glück nicht so hinbekommen, auch ein wenig Sonnenlicht bekommen.

Kranich

Inaktiver User
25.02.2007, 19:40
Hallo Kranich!

Ach Mensch, ich sag`s mal einfach: Ich finde es klasse, dass man hier mit euch auch über Selbstmord reden kann. So. gesagt isses.


Alle Psychologen behaupten, dass Wut der beste Mechanismus für die Heilung ist, m. E. gibt es aber auch andere Wege, die wieder in ein gesundes und liebenswertes Leben führen.
Kranich

Ich glaube nicht, dass Wut der beste Weg ist, aber ich glaube, dass es als Teil zur Trauer dazu gehört. Und ich glaube, wenn sich jemand, den ich geliebt habe, so verabschiedet, wäre die Wut sehr groß.

Wobei es so ist, dass ich Menschen sehr nah bin, die in eurer Haut stecken, die also den Selbstmord von jemand anderem zu verdauen haben. Das gibt eine andere Perspektive, und ich fühle immer schnell viel Wut, wenn ich höre, jemand hat sich umgebracht. Ich sehe das so, dass man damit (mal abgesehen vom Selbstmord wegen unheilbarer Krankheit oder Ähnliches) den Zurückbleibenden etwas antut, weil man ihnen auf ewig das Gefühl gibt, versagt zu haben. Naja, ich hoffe, nicht, dass ihr das so seht. :blumengabe:

Inaktiver User
25.02.2007, 19:59
Ich sehe das so, dass man damit (mal abgesehen vom Selbstmord wegen unheilbarer Krankheit oder Ähnliches) den Zurückbleibenden etwas antut, weil man ihnen auf ewig das Gefühl gibt, versagt zu haben. Naja, ich hoffe, nicht, dass ihr das so seht. :blumengabe:

Nein, ich habe das für mich nie so gesehen. Ich habe für mich von Anfang entschieden, dass ich gar nicht die Macht habe, jemand Anderes am Leben zu halten oder am Sterben zu hindern. Was ich nur viel schlimmer fand, waren die kritischen Blicke derjenigen, die hinter der Hand flüsterten, was ist das denn für Eine, dass ihr Partner so etwas macht, ohne dass sie es verhindert hat. Das hat weh getan, weil ich die ersten 1-2 Jahre so viel mit mir zu tun hatte, mich selbst am Leben zu halten, dass ich nicht die Kraft hatte, mich auch noch gegen Andere zu wehren. Ich habe dann einfach drastisch mit Allen den Kontakt abgebrochen, die mir dieses komische Gefühl vermittelten. Das war manchmal vielleicht ungerecht, aber für mich gut - und es ging dann erst mal nur um mich und meine inneren Kämpfe. Da vestehe ich auch Lavendelmonds weiter oben beschriebenen Reaktionen gut.

Man hört ja oft, dass Selbstmörder vorher Zeichen geben, man es also doch verhindern könnte. Das stimmt sogar, als ich die Nachricht von seinem Tod erhielt, kamen die ganzen Zeichen wie eine Erleuchtung über mich. Es schien als würde sich aus ganz vielen kleinen Hinweisen ein Rätsel plötzlich lösen. Nur - wie hätte ich die Zeichen deuten sollen. Ich wäre nicht im Traum auf die Idee gekommen, dass so etwas passiert. Nicht einmal, nachdem ich zum 100. Mal die Menschen in NY springen sehen mußte, weil er sich das immer wieder angeschaut hat. Tja - hinter sind alle schlauer, das gilt hier auch.
Kranich

Inaktiver User
25.02.2007, 21:57
Kranich, danke für die Antwort!

Ich kann das gut verstehen, dass du mit Leuten gebrochen hast, von denen du dich nicht verstanden gefühlt hast. Ging mir auch so. Bis heute bin ich da manchmal sehr radikal.

Und: du hast eine wunderbare Signatur!

prinzessin01979
25.02.2007, 22:22
Man hört ja oft, dass Selbstmörder vorher Zeichen geben, man es also doch verhindern könnte. Das stimmt sogar, als ich die Nachricht von seinem Tod erhielt, kamen die ganzen Zeichen wie eine Erleuchtung über mich. Es schien als würde sich aus ganz vielen kleinen Hinweisen ein Rätsel plötzlich lösen. Nur - wie hätte ich die Zeichen deuten sollen. Ich wäre nicht im Traum auf die Idee gekommen, dass so etwas passiert. Nicht einmal, nachdem ich zum 100. Mal die Menschen in NY springen sehen mußte, weil er sich das immer wieder angeschaut hat. Tja - hinter sind alle schlauer, das gilt hier auch.
Kranich


Ja, genauso ging es mir auch... hinterher-nämlich dann wo es zu spät war, fielen mir aufeinmal auch ein paar verhaltensweisen von m. brüderchen ein, die schon darauf deuteten das " etwas " nicht stimmen musste... was tat ich, zu der zeit als er noch lebte, als man hätte ihn noch davon abhalten können? ... Ich tat es, als pupertierendes verhalten ab.. er war 16 jahre, ich dachte, dass es ja ein schwieriges alter ist und jungs da sowieso etwas anders ticken...
Nie kam ich im leben darauf, dass es ihm so schlecht geht, nie dachte ich auch nur eine sekunde daran, dass er sich das leben nehmen will... Und da unser kleiner eh immer eher verschlossen und eher ruhig war, machte es glaube nochmal schwieriger anzeichen von suizidialen verhalten zu deuten... Ja, hinterher ist man immer schlauer, nur das man in einem solchen " fall " nichts, aber auch gar nichts mehr ändern kann... und das tut verdammt weh.

Auch finde ich es richtig, dass du dich von bestimmten menschen distanziert hast. Solche leute wissen doch gar nicht, was sie einen damit antun, solche -hinter hand- gehaltenen vorwürfe.
Wenn sie nur einen tag solche extremen gefühle und diesen starken schmerz aushalten müssten, würden sie dann vielleicht ganz ganz ruhig werden... Ich finde solche menschen einfach nur daneben, von nichts ne ahnung haben aber mit vorurteilen ganz vorn dabei sein.

prinzessin01979
25.02.2007, 22:47
Ja, das ist da fast immer so, wenn man so verlassen wurde.

Weißt du was? Ich kenne deinen Bruder ja nicht, aber diesen Ablauf finde ich sooo ungerecht.

Andererseits ist es sehr, sehr traurig, wenn jemand überhaupt keine Hoffnung hat fürs Leben.

Sei nicht wütend auf dich.
Vielleicht ein Moment, um mal stinkwütend auf Gott zu sein.


Liebe Zitronenmond,

ja ungerecht ist es... " das alles "... es ist ungerecht, dass es ausgerechnet unsere familie trifft ( wobei ich sowas schrecklichen niemandem wünsche! ) , es ist ungerecht, dass er tod ist, dass wir ihn verloren haben.. es ist so ungerecht, dass wir wohl unser leben lang immer irgendwo darunter leiden müssen, es ist ungerecht dass meine lieben eltern es jetzt so unwahrscheinlich schlecht geht und es ist ungerecht, dass ich meinen bruder verloren habe und meine eltern auch nicht mehr die sind, die ich mal hatte... es ist einfach alles ungerecht.

Und auf gott wütend sein? mhm... hat er nicht den menschen den freien willen gegeben, in all den was sie tuen? Ist schwierig...

Inaktiver User
26.02.2007, 08:35
Und auf gott wütend sein? mhm...

Besser auf ihn als auf dich selbst. :blumengabe:

Ricarda44
26.02.2007, 10:10
Es ist gut, dass es Euch gibt.

Inaktiver User
26.02.2007, 10:56
Es ist gut, dass es Euch gibt.

Ja.
Es ist gut, wenn drüber gesprochen wird. Genauer gesagt: wenn drüber gesprochen werden kann.
Die meisten (anderen, oft die, die es nicht selbst erlebt haben) können das ja nicht, das macht so einsam.

prinzessin01979
26.02.2007, 11:30
Ich glaube,die meisten außenstehenden haben berührungsängste bei trauernden. Viele wissen nicht, was sie sagen sollen oder haben angst etwas falsches zu sagen...
Meistens ist es einfach nur hilfreich, dass sie da sind, einfach nur zuhören, sie müssen nicht viel sagen, manchmal reicht schon eine umarmung um unsere wunden seelen ein wenig zu " erhellen " .

Man fühlt sich natürlich bei menschen am besten verstanden, die " dasselbe " durchmachen ( mussten ) , doch wenn außenstehende sich zurückziehen und sich aus angst nicht mehr bei einem melden, dann tut das auch weh.

Und ich denke gerade suizid, ist in unserer gesellschaft immer noch ein tabuthema... wobei die statistik besagt, dass jedes jahr allein in deutschland es mehr suizidopfer gibt, als durch unfall z.b., welches die wenigstens wissen.

Ja, es ist gut, sich auszutauschen, und ich bin froh, dass ihr hier darüber schreibt. :blumengabe:

Ricarda44
26.02.2007, 11:52
Wobei es doch seltsam ist: Denn es gibt fast doppelt so viele Menschen, die durch Suizid ums Leben kommen pro Jahr als Verkehrstote.

Der Tod an sich ist wohl so ein Thema mit dem man sich nur dann gezwungenermaßen auseinandersetzt, wenn man ihn in nächster Nähe erlebt hat.

Man soll ja auch schließlich leben und nicht ständig über die trüben Stunden des Lebens nachdenken, wenn man nicht muss.
Und das ist auch gut so.

Ich find das gut, wenn man stundenweise dann immer wieder feststellt, dass es so viel zu erledigen gibt und dass man sich manchmal über andere Nichtigkeiten so schööööön AAAUUUFREGEN kann. Ich wäre vorhin beinahe unserem Schulleiter auf den Tisch gesprungen, so war ich auf 180!!!
Jawoll. Der kann froh sein, dass er aus meiner Sicht noch "Welpenschutz" genießt, sonst hätte ich wohl gebissen heute.

Ricarda44
26.02.2007, 11:52
Auch 'n Zeichen der Heilung. Das lege ich jetzt mal so fest.

Inaktiver User
26.02.2007, 11:58
Auch 'n Zeichen der Heilung. Das lege ich jetzt mal so fest.
:kuss: Ich mußte über das Wort "Welpenschutz" richtig lachen. Das werde ich in meinen Wortschatz mit aufnehmen. :blumengabe:

Und es ist mit Sicherheit ein Zeichen der Heilung, wenn man sich aufregt, unter der Decke hängt und dann statt mit bloßgelegten Nerven zu zittern, "Gnade" walten läßt.
Gut gemacht, Ricarda:krone auf:

Kranich

Inaktiver User
26.02.2007, 12:13
Welpenschutz für Chefs?
Super!
Oder ist er Leiter der Schule, die dein Kind besucht, Ricarda?
Ich hab dich praktisch vor mir gesehen, super!
*giggel*

Inaktiver User
26.02.2007, 12:15
Man soll ja auch schließlich leben und nicht ständig über die trüben Stunden des Lebens nachdenken, wenn man nicht muss.
Und das ist auch gut so.

Ja, schon.
Aber mir geht`s eigentlich nur mit Leuten gut, wo ich beides kann. Über den Tod sprechen und mich dann über den Schulleiter aufregen. Wenn beides nebeneinander sein darf.

Manchmal wird man ja auch blöd angeguckt, wenn man als Witwe lacht. (Wenn es noch nicht lange her ist) Na, ist doch wahr! Ist doch ein geheuchelter Mist ist das doch.

Vemi
26.02.2007, 12:23
:freches grinsen: *zupfzupf*


Lavendelmond meint: WUT zu empfinden und zu artikulieren, ist ein heilsamer Prozeß


Was ich eine archaische Stinkwut auf Gott hatte !!!! :ooooh:
Damals, im Hospiz... Meine Herren! Das ging auf keine Kuhhaut.
Ich hatte auch so einen "Hass" (?) auf Gesunde und weniger Kranke. Im Zimmer (also, das war noch im Krankenhaus, was ich jetzt erzähle) war auch ein Mann, ein Landwirt, der einen Motorradunfall gehabt hatte und seine Hände waren ziemlich gelähmt. Das Telefon klingelte, und er hatte solche Mühe, den Hörer abzuheben, und es klappte absolut nicht.
Meint ihr, ich hätte ihm geholfen?
Nicht die Bohne, ich tat so, als würde ich nichts davon mitbekommen.
Auch die Frau, die mit verbrühten Beinen draußen vorm KH stand und mich fragte, ob ich ein Handy hätte, damit sie ihren Mann anrufen kann.... ich hatte eines, sagte aber nein
Auch der Junge mit der Gehirnerschütterung, der trotzdem immer wieder aufstand und rausging zum Rauchen (Autounfall) .... was habe ich den verachtet und auch die sich sorgende Familie ging mir dermaßen auf den Geist - schließlich hatten die alle "Nichts" und mein Junge war todgeweiht!!!

Was für eine Wut.

Und was für ein Verhalten :peinlich: ich schäme mich zutiefst dafür, dass ich nicht hilfsbereit war und dem Mann, dessen Existenz als Landwirt am seidenen Faden hing, nicht mal den Telefonhörer reichen wollte.

Aber ich konnte damals nicht anders. Ich konnte die Welt nicht leiden und mich auch nicht und nicht mein Leben und überhaupt


Mit dem Abstand der Jahre habe ich jetzt Verständnis für meine Gefühle und mein Verhalten.
Peinlich ist es aber doch. Ich wünschte, ich könnte nachträglich diesen Leuten noch etwas Gutes tun

Nehmen wir es mal als Zeichen der Heilung, dass ich jetzt mit innerem Abstand darüber sprechen kann.

Dann will ich mich jetzt auch mal am Ohr zupfen :zwinker:
Oh ja,liebe Lavendelmond,deine Wut von damals kann ich so gut verstehen!

Auch ich war wütend, als sie so schrecklich litt.Es war/ist so unfair.Ich war sehr ungerecht damals,selbst auf meinen Mann war ich wütend,er hat sogar noch 2 gesunde Großmütter-ich verlor meine Mama.Wenn er meine hilflose Traurigkeit nicht verstand schrie ich ihn an,er wisse doch nicht wie es mir geht,er habe ja alle seine Lieben gesund um sich.
Es war natürlich auch eine dicke Portion Selbstmitleid dabei,was aber in der Trauer normal ist*denk*
Auch heute noch bemitleide ich mich selbst,ICH habe sie verloren,ICH bin jetzt allein.
Man ist nicht fair,wenn man verzweifelt ist,Lavendelmond,mache dir deshalb aber bitte keine Vorwürfe.
Viel unfairer als wir es je sein könnten ist nunmal das Leben.

Ricarda44
26.02.2007, 12:24
Ja, das war der "Chef" meines Schulkindes.
Aber den kriegen wir auch noch groß. Denk ich mal.

Na aber: Lachen ist ja wohl erlaubt.
Ich seh mich irgendwie gar nicht als "Witwe", ich fühl mich eher wieder als "überzeugter Single" oder "Frau mit Kindern".

Inaktiver User
26.02.2007, 12:54
Na aber: Lachen ist ja wohl erlaubt.
Ich seh mich irgendwie gar nicht als "Witwe", ich fühl mich eher wieder als "überzeugter Single" oder "Frau mit Kindern".
... und noch 2 Zeichen der Heilung:blumengabe:
Ich freu mich für Dich - weiter so:Sonne:

Ricarda44
26.02.2007, 14:01
Nun muss ich ja wohl bald aufpassen, dass ich hier als "geheilt" ENTLASSEN werde.
Oh, Gott!!! Geht's mir schlecht.

Inaktiver User
26.02.2007, 14:40
Nun muss ich ja wohl bald aufpassen, dass ich hier als "geheilt" ENTLASSEN werde.
Oh, Gott!!! Geht's mir schlecht.

:Sonne: Lange nicht mehr so herzlich gelacht wie über dieses Posting! Danke!

:krone auf:

Ricarda44
26.02.2007, 15:25
Ich muss mir jetzt 'n anderes Forum suchen.
Irgendwas mit Depression und Ängsten.
Oder ich mach mal irgendwo ein "Es-geht-mir-gut-Forum" auf.
Oder ich geh jetzt 'ne Runde auf die Couch.
Genau.
Das werde ich tun.

Inaktiver User
26.02.2007, 15:35
Dies Teufelchen, was du dir da als Avatar ausgesucht hast, das ist echt ein richtig gelungenes Foto von dir... :kuss:

Inaktiver User
26.02.2007, 16:02
Nun muss ich ja wohl bald aufpassen, dass ich hier als "geheilt" ENTLASSEN werde.
Oh, Gott!!! Geht's mir schlecht.

Damit zähle ich jetzt für heute 4 Zeichen der Heilung:zwinker:

Ich finde damit könntest Du meinen Strang "Mir geht´s wieder gut - ich liebe das Leben" auch noch ein wenig beleben. Bitte:blumengabe:

Aber bitte bleib in jedem Falle hier. Es tut auch gut, wenn man traurig ist, dass Jemand kommt und die Hand reicht, um den Weg ins Sonnenlicht zu zeigen.:wangenkuss: Und es tut auch gut, sich gegenseitig die Hand zu reichen.
Schön, dass Du da bist (und alle die hier mitschreiben auch):Sonne:
Kranich

Inaktiver User
26.02.2007, 21:25
Nun muss ich ja wohl bald aufpassen, dass ich hier als "geheilt" ENTLASSEN werde.
Oh, Gott!!! Geht's mir schlecht.


wundervoll, Ricarda ! :blumengabe:



@VEMI

Danke, für dein Verständnis :blumengabe:

Inaktiver User
26.02.2007, 22:36
@VEMI

Danke, für dein Verständnis :blumengabe:

Ich wollte noch sagen: Dein Beitrag über deine wütenden Gefühle damals, Lavendelmond, der ist mir ans Herz gewachsen! Ich finde es unendlich wertvoll, so ehrlich sein zu können. (Bessere Worte sind mir grad nicht eingefallen, hoffe, es klingt nicht so pathetisch)

Danke dafür! :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Inaktiver User
26.02.2007, 22:51
Ich habe heute mein Bild und meine Signatur geändert. Das Bild, um zu zeigen, wie schön der Himmel sein kann, auch wenn schwarze Wolken da sind. Und die Signatur passt so schön hierhin. Hier haben sich einige zusammen getan und können fliegen.

Wohltuend und beruhigend:wangenkuss: :entspann:

Inaktiver User
26.02.2007, 22:59
Hier haben sich einige zusammen getan und können fliegen.

Wohltuend und beruhigend:wangenkuss: :entspann:

Das sehe ich auch so! :entspann: & :kuss:

Ricarda44
27.02.2007, 07:48
Alle eine Runde knuddeln!!!

:yeah: :yeah: :yeah:


Und dann mal hier schauen:

http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=52486

Inaktiver User
27.02.2007, 08:06
*mitknuddel* (http://www.ich-knuddel-dich.de/knuddel-diddl.jpg)


*winzigesTränchenverdrück*

Ricarda44
27.02.2007, 08:39
Wie süüüüüüüß.......

Monkele
27.02.2007, 13:11
Alle eine Runde knuddeln!!!

:yeah: :yeah: :yeah:


Und dann mal hier schauen:

http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=52486

Danke, Ricarda! :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Monkele

Inaktiver User
27.02.2007, 18:24
Ich wollte noch sagen: Dein Beitrag über deine wütenden Gefühle damals, Lavendelmond, der ist mir ans Herz gewachsen! Ich finde es unendlich wertvoll, so ehrlich sein zu können. (Bessere Worte sind mir grad nicht eingefallen, hoffe, es klingt nicht so pathetisch)

Danke dafür! :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:




Liebe Zitronenmond,

ich habe zum allerersten Mal überhaupt darüber gesprochen.
Das weiß keiner aus meiner Familie :peinlich:, und auch nicht die Freunde.
Euch aber kann ich es sagen:blumengabe:

Inaktiver User
27.02.2007, 18:59
Liebe Zitronenmond,

ich habe zum allerersten Mal überhaupt darüber gesprochen.
Das weiß keiner aus meiner Familie :peinlich:, und auch nicht die Freunde.
Euch aber kann ich es sagen:blumengabe:

Danke für die Anerkennung und für die Freiheit, das zu tun, was Dir guttut. :wangenkuss:

Wenn ich so etwas lese, dann fühle ich mich mit meinen eigenen Erlebnissen nicht mehr einsam, mit meinen Gefühlen nicht mehr "hysterisch, übertrieben, durchgegedreht" und was ich sonst noch an Kommentaren damals bekommen habe. Ich habe damals aus lauter Wut auf das Leben nicht einmal meine Balkonkästen bepflanzen können. Ich fand es einfach zu ungerecht, dass ich damit was zum Leben erwecke, was ich bei einem Menschen nicht konnte. Als ich das laut gesagt habe, wollten mich sogar meine Familie "einweisen". Danach habe ich nie wieder über meine Gefühle gesprochen. Ich konnte doch nicht anders und kam mir dann auch irgendwie durchgeknallt vor. Wenn ich das jetzt von Dir lese, Lavendelmond, fühle ich mich endlich rehabilitiert. Ich war einfach normal, nur die Anderen waren mangels Erfahrung nicht in der Lage, damit umzugehen.

Kranich

Inaktiver User
27.02.2007, 21:09
Okay, dann noch den hier:

Ich hatte zwei oder drei Abende nach dem Tod meines Lebensgefährten, an denen mir die körperliche Nähe so sehr gefehlt hat, dass ich dachte, ich könnte jetzt raus und in die Kneipe an der Ecke gehen, und den nächstbesten Kerl da mitnehmen, Hauptsache, es fließt Blut durch die Adern.

Hab ich natürlich nicht gemacht, aber das Bedürfnis war da - und das kannte ich in der drastischen Form überhaupt nicht vorher.

Ricarda44
28.02.2007, 07:51
Was lernen wir draus?
Jeder verhält sich in seiner Trauer so oder anders.
Ich denke, wenn wir uns eines Tages dann mal wieder als "Außenstehende" betrachten werden, haben wir die
Erfahrung "Da sein, aber die/den Trauernden in seiner Arbeit
einfach nur anzuerkennen und einfach verstehen, dass es so ist wie es ist."

Jeder empfindet den Verlust anders und die Einmaligkeit des Einzelnen drückt sich dann auch in verschiedenen "Selbsthilfe-/-findungsaktionen" aus.
Da sein, verstehen wollen, Verständnis haben, Hoffnung geben.
Viel mehr kann man wohl nicht tun, wenn wir mal anderen helfen wollen.
Und selbst wenn wir von unseren eigenen Erfahrungen berichten, dass es "irgendwann wieder bergauf geht", werden die Betroffenen uns ungläubig ansehen und denken "Vielleicht für andere, aber für mich wohl nicht".

Wir wissen ja schließlich, wie wir das empfunden haben diese Hoffnungslosigkeit, dass da mal wieder 'n Sonnenstrahl in die Seele dringen könnte. Nach außen mag das ja alles einfach sein, mal wieder fröhlich zu sein, aber innen ist es doch viel, viel länger dunkel als die Umwelt es erahnen kann.

Erst wenn man es selber von innen her wieder merkt, dass der Stein auf der Seele, im Herzen und im Magen irgendwie wie durch eine Art "Brausetablette" aufgelöst wird, dann ist man einen großen Schritt weiter.

So gerne man es auch möchte, anderen schnell zu helfen: Bei Trauer funktioniert das nicht dieses "schnell". Es braucht seine Zeit.

So, genug der philosophischen Anwandlungen, ich muss jetzt einen Rundumschlag in Puncto Shopping machen: Staubsauger kaputt, Rasierapp. meines Sohnes "beißt" und Opa hat seine Brotmaschine zerdeppert.

Mädels, macht's gut, wir lesen voneinander!
Bis denne!

Inaktiver User
28.02.2007, 08:45
Staubsauger kaputt, Rasierapp. meines Sohnes "beißt" und Opa hat seine Brotmaschine zerdeppert.


So ist das Leben: Es hält die absonderlichsten Herausforderungen bereit. Macht´s gut! :blumengabe:

Inaktiver User
06.03.2007, 12:55
*und nochmal hochschubs*:blumengabe:

Inaktiver User
06.03.2007, 13:47
Komisch, genau heute schubst sich das Thema von selbst nach vorne. Mutter meines verstorbenen Freundes mailt mir, ob ich statt ihrer mit meinem Sohn ins Theater will. Weil ihr Mann wieder Schlaganfall hatte.
Verdammt, es sind nicht meine Schwiegereltern, denn mein verstorbener Freund hatte mich eben nicht geheiratet, der Sauhund.
Hörte am Wochenende von einem ähnlichen Fall, wo jemand (in ähnlicher Situation wie ich) den Kontakt mit der Familie dann nicht mehr wollte.
Ich bin unentschieden.

Inaktiver User
06.03.2007, 18:57
Hallo Zitronenmond,
das sind so Momente, wo so viel wieder hochkommt und die so schwierig sachlich zu entscheiden sind. Ich weiß nicht, warum Dein Freund Dich nicht geheiratet hat, aber können denn die Quasi-Schwiegereltern etwas dazu? Vielleicht wollen Sie so den Kontakt zu Dir aufrecht erhalten, denn Du bist ja trotzdem irgendwie ein Teil der gemeinsamen Vergangenheit mit Deinem Freund/Ihrem Sohn.

Ich habe mit der Familie meines Freundes auch keinen Kontakt mehr, aber nicht weil es nicht meine Schwiegereltern/Schwager waren, sondern weil sie sich einfach saublöd nach seinem Tod verhalten haben, und ich das auch nicht mit Trauer entschuldigen konnte.

Kranich

Inaktiver User
06.03.2007, 23:02
Nein, sie haben sich nicht saublöd benommen. Aber nicht verheiratet heißt halt auch definitiv nicht Teil der Familie zu sein. Ist mir hier zu intim, das alles detailliert aufzuschreiben.

Ricarda44
07.03.2007, 08:44
@ Kranich:

Dieses "saublöd benommen" kenne ich auch.

@ Zitronenmond:

Man kann sich auch als "nicht Teil der Familie zu sein" fühlen, wenn man mit dem Sohn verheiratet war.

Ich denke, man sollte sein Bauchgefühl entscheiden lassen, wie man weiter miteinander umgeht.
Ich hab für mich beschlossen, dass meine Schwiegereltern gerne hier immer gern kommen können, schon allein aus der Tatsache heraus, dass sie ja auch Großeltern sind.
Aber da sie sich vorher auch nicht so sehr involviert haben, wüsste ich jetzt keinen Grund, die Beziehung zu intensivieren.

Und oftmals bescheren mir ihre Handlungen negative Gefühle wie Unverständnis wenn sie z. B. sich bei meinen Schwestern erkundigen, was so läuft bei mir und meinen Kindern. Das finde ich recht merkwürdig. Wenn wir uns dann mal gegenüber sitzen, texten sie mich zu mit vielen lieben Worten und das ich immer "ihre Tochter" bleiben werde. Ich hab mich nie als "ihre" Tochter gefühlt. Also was soll das jetzt auf einmal? Ich bin kein Ersatz für ihren Sohn.
Wir können gerne den Kontakt halten, aber dass ich mich nun enger dort einbinden lasse, kommt mir nicht in die Tüte.

Vielleicht liegt es auch daran, dass sie sich die ganzen Jahre in erster Linie um ihr Wohlergehen gekümmert haben und uns immer dafür verantwortlich machen wollten, dass die Beziehungen zueinander gut laufen müssen. Da war mein Mann schon nicht immer begeistert von, wenn er dann mal wieder 'nen blöden Spruch von seinen Eltern abbekommen hat, weil wir uns ja soooo wenig kümmern. Sie wurden zu allen Feierlichkeiten eingeladen und wir waren auch öfter bei ihnen anläßlich solcher Gegebenheiten. Was sollte man denn noch tun?

Und wenn ich meinen Männe dazu jetzt befragen würde, würde ich seine Antwort bekommen: "Lass das mal alles schön wie es ist." Er hat sonst auch immer gesagt, er würde eher zu meinem Vater mit irgendwelchen Dingen gehen, weil er da wüsste, dass ihm dort eher geholfen wird als bei seinen eigenen Eltern.

Das werde ich meinen Schwiegereltern nun nicht unbedingt unter die Nase reiben, aber für mich ist diese Einstellung Grund genug zu sagen, ein netter Kontakt JA, aber involvieren lassen NEIN.

Als es darum ging, den Kindern Halt zu geben, hat sich die liebe Verwandtschaft meines Mannes auch zurück gezogen und mich alleine machen lassen. Und ich denke, ich habe es soweit - auch Dank vieler lieber Menschen in meiner Umgebung und auch hier im Forum - geschafft, dass ich sagen kann, bei uns ist irgendwie ein gutes Stück Alltag eingekehrt.

Man kann es mir übel nehmen, wenn ich jetzt sage, dass ich keine Lust habe, mich für das Seelenheil meiner Schwiegereltern einzusetzen. Aber irgendwo ist für mich auch Schluss. Für meine Kids fühle ich mich 100 % verantwortlich. Und ich bin sicher ein Mensch, der gerne hilft. Aber ich hab auch für mich beschlossen, mich nicht ausnutzen zu lassen. Man kann nicht immer nur erwarten, dass einem geholfen wird, wenn man selbst nicht bereit ist zu helfen.

Inaktiver User
14.03.2007, 15:30
:blume: Heute ist etwas vorgefallen.
Ich ging mit meiner Schwester, die zu Besuch war, Richtung nach Hause. Auf der Brücke stand ein altes Ehepaar mit seinen Fahrrädern. Meine Schwester bemerkte, dass was nicht stimmt mit den beiden, denn die Frau hielt ihren Mann krampfhaft fest.
Wir sprachen sie an, ob Hilfe benötigt wird. So war es. Wir merkten schnell, dass der alte Herr einen Schlaganfall erlitten hat. Die Frau erzählte, dass er am frühen Morgen Aufregung gehabt hat, weil sein Schwager ins Krankenhaus musste.
Der Mann wurde zusehends schwächer, ich stellte mich hinter ihn, stützte ihn, damit er nicht falle. Ich trug quasi sein ganzes Gewicht.
Meine Schwester rief einen Krankenwagen mit dem Handy. Der Wirt aus der Gaststätte, der am Ufer seine Tische und Stühle verteilte, sah uns wohl und brachte einen Stuhl. Die Frau weinte so und sagte "Ich werde ihn verlieren" (es war nicht sein erster Schlaganfall).
Wir streichelten die Frau, nahmen sie in die Arme und sprachen beruhigend mit dem Mann, der nicht ins Krankenhaus wollte. Er war "eingetrübt" (bewußtseinsvermindert) und dachte, er könne mit seinem Rad nach Hause fahren, aber er konnte ja nicht mal stehen.
Dann kam der Rettungswagen, die Frau bedankte sich weinend bei uns, nannte uns Engel.


Und wißt ihr was?
Mein Zeichen der Heilung ist:
Danach hatte ich nur ein Kribbeln in der linken Körperhälfte!
Ich musste nicht weinen, es kamen keine alten Bilder hoch, ich bin nicht in die Depression gerutscht und es geht mir jetzt immer noch gut, keine Spätreaktionen !

Dabei hatte mein Junge ja auch einen Schlaganfall erlitten nach einer der zahlreichen Hirn-OP´s.

Ich habe nicht mit Panik reagiert, ich konnte helfen und trösten :blume:

Wie sehr ich mich freue !
(auch über diese entzückenden TULPEN hier)

Monkele
14.03.2007, 15:42
Wie schön, Lavendelmond! :blumengabe: :Sonne:

*gleichmalblumenwiesepflanz*

:blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume:

Monkele

Inaktiver User
14.03.2007, 15:46
:kuss:

Ricarda44
14.03.2007, 15:59
@Lavendelmond:
Klasse reagiert!
Euer persönlicher Einsatz wird dem Ehepaar dankbar in Erinnerung bleiben.
Ihr habt da mit um einen Menschen gekämpft, der sich nicht helfen konnte. Ihr seid Helden des Alltags!

Und dass Du danach nicht von den Socken bist, ist ein sicheres Zeichen dafür, dass doch eine Menge Kraft in Dir steckt, anderen zu helfen.
Und manchmal hilft man über die Hilfe gegenüber anderen auch sich selbst.

Wunderbar reagiert! Respekt und Danke für den Mut und die Tat!

Weshalb ich dafür danke?
Weil es immer schon einer meiner größten Wünsche war, dass die Leute nicht wegsehen und vorbeilaufen an menschlichen Tragödien, sondern sich einsetzen und helfen.
Wenn das nur jeder tun würde..........

Inaktiver User
14.03.2007, 16:25
Lavendelmond - mir läufts kalt den Rücken runter. Ich freue mich so sehr für Dich.
Ganz viele Tulpen für Dich - als Zeichen der Heilung und des Frühjahrs, der Jahreszeit, in der die Natur uns zeigt, wie stark das Leben ist, dass es sich immer wieder durchsetzt.
:blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume:
Kranich

Inaktiver User
14.03.2007, 18:02
Weil es immer schon einer meiner größten Wünsche war, dass die Leute nicht wegsehen und vorbeilaufen an menschlichen Tragödien, sondern sich einsetzen und helfen.
Wenn das nur jeder tun würde..........

Das sehe ich auch so.
Super, Lavendelmond.

Inaktiver User
14.03.2007, 19:32
Mädels, ich danke euch ja sehr für das Lob,
aber das war doch nicht "alltagsheldenhaft":smirksmile:
das war einfach selbstverständlich

Gut, andere sind vorbeigegangen und ich wäre das auch, wenn nicht meine Schwester noch einmal zurückgeblickt hätte. Die beiden waren viel zu "unauffällig", dafür, dass sie so in Not waren. Sie hat nicht Hilfe gerufen, hat erst auf unsere Anfrage hin gesagt, "ja bitte Hilfe"

Ist das nicht schlimm? Sie hat wohl gar nicht damit gerechnet, dass jemand helfen würde.

Ich denke mal, (ehrlich!) dass Gottes Engel uns beide zur rechten Zeit da hingeführt haben.

Ein paar Gaffer standen natürlich auch da, einer kippte vor lauter gaffen sogar mein Fahrrad um, fast wäre meine Tasche in den Fluss gefallen - na schönen Dank auch!

Was mich heute am meisten berührt hat, dass wir, obwohl alle fremd, keinerlei Berührungsängste hatten. Wir haben sie in den Arm genommen und die Frau uns auch.
"Mensch-Sein und Gleich-Sein" gibt es immer noch in dieser Welt, so fremd sind Fremde gar nicht


Ich habe auch mal eine Frau im Elektrorollstuhl vorm Erfrieren bewahrt. Das Ding hatte seinen elektrischen Geist aufgegeben - kein Mensch weit und breit außer Lavendelmond. Gott, war das Ding SCHWER, sauschwer, so eine Art gepanzerter Rollstuhl, schwer zu beschreiben.
Ich habe sie zu ihrem Wohnheim geschoben, wirklich sprechen konnte sie auch nicht, weiß gar nicht mehr, wie ich den richtigen Eingang gefunden habe.

Sowas "passiert mir" öfter, aber selten so dramatisch, wie die beiden Beispiele.
Ich glaube, der Himmel setzt mich ganz gerne mal als "Bodenpersonal" ein :smirksmile:

Ricarda44
14.03.2007, 19:39
Gut dass es Dich gibt.

Inaktiver User
14.03.2007, 23:25
Wir Menschen sind Engel mit einem Flügel - um fliegen zu können müssen wir uns umarmen.

Lavendelmond, Du hast den Wahrheitsgehalt des Satzes bewiesen. Es stimmt einfach und wäre doch wirklich durch jeden machbar. Schön, dass es Menschen gibt, die das auch leben.:blumengabe:
Kranich

Ricarda44
15.03.2007, 08:22
Kranich, ich könnte wetten, dass unser Lavendelmond gleich wieder gegenan postet nach dem Motto "Ist doch normal".

Wehe, Lavendelmond!!!!
Das ist leider nicht normal in einer schnelllebigen Welt, die ganz oft geprägt ist durch Ignoranz, falschen Eitelkeiten, Selbstherrlichkeit und Egoismus. Ändern kann man das wohl nicht, nur abfedern. Die Masse der Menschen steht doch so unter Druck - sei es der des Erfolges oder Misserfolges, dass ihnen das Schicksal anderer völlig schnurz ist.

Nimm unsere verbalen Blumen einfach an!
Freu Dich dran und bleib so wie Du bist, Lavendelmond!

Inaktiver User
15.03.2007, 08:25
okay, okay....
ich bin ja schon brav und nehme jetzt einen Strauß von Blumen von euch in meine Arme und freue mich herzlich daran

:wangenkuss:











(wobei ich wirklich denke, es gibt viele "meiner Art" in dieser Welt, sie fallen bloß nicht so auf, weil sie still ihre "Arbeit" tun - wenn ich mich nicht so sehr über meine neue Nervenstabilität gefreut hätte, hätte ich auch gar nichts davon erzählt)

Inaktiver User
15.03.2007, 22:28
okay, okay....
ich bin ja schon brav und nehme jetzt einen Strauß von Blumen von euch in meine Arme und freue mich herzlich daran

:wangenkuss:




(wobei ich wirklich denke, es gibt viele "meiner Art" in dieser Welt, sie fallen bloß nicht so auf, weil sie still ihre "Arbeit" tun - wenn ich mich nicht so sehr über meine neue Nervenstabilität gefreut hätte, hätte ich auch gar nichts davon erzählt)


Und jetzt üben wir das nochmals, so dass ein herzliches "Stimmt, juchuu, ich bin toll. Gut, dass es mich - Lavendelmond - gibt." bei uns allen ankommt.

Und los geht´s.........:blumengabe:

Inaktiver User
16.03.2007, 06:53
Liebe Lavendelmond,

wenn damals, als mein Opa einen Schlaganfall erlitt, die Nachbarin, die ihn gesehen hat, so gehandelt hätte wie du, wer weiß ob Opa dann noch ein paar Tage hätte leben können? Es ist nicht selbstverständlich, sofort zu helfen! Ich danke dir und deiner Schwester für eure Hilfe an dem älteren Paar. JA, ihr wart von Engeln hingeleitet, da bin ich mir ganz sicher. Und diese Engel haben dir, liebe Freundin, gezeigt, dass du wieder ein Stückchen mehr geheilt bist.

Immer wenn M. mich anruft, denke ich an dich, weil er den gleichen Namen wie dein M. hat. Wenn du erlaubst, würde ich ihm gern von dir und deinem Erleben erzählen.

Liebe Lavendelmond, ich wünsche mir, dass immer ein solcher Engel in der Nähe ist, wenn jemand in Not gerät und dringend Hilfe benötigt. Bleib wie du bist. :blume::fg engel::blume:

Ricarda44
19.03.2007, 20:51
Ja, Zeichen der Heilung, ich spüre sie:

Da ist wieder mehr Konsequenz, nicht so überwiegend die innere Haltung "Komme ich heute nicht, komm ich halt morgen".

Da ist wieder das Engagement für andere, was mir lange Zeit sch....egal war, welche Sorgen und Nöte andere haben.

Da ist wieder ein wenig mehr Energie zurück gekehrt, wo ich früher viele Dinge über Tage und Wochen aufgeschoben habe, sind diese manchmal heute "mit links" einfach schon beseitigt ohne groß zu denken "Ich müsste......"

Es ist noch nicht alles im Lot, wird's wohl auch nie ganz werden. Aber es ist ganz viel wieder da, was ich doch so sehr in den vergangenen Monaten vermisst habe.

Was mir sehr geholfen hat auf diesem Weg?
Anderen Mut zu machen.
Selbst nach Wegen zu suchen.
Sich mit anderen auszutauschen (hier z. B.)
Und die Gewissheit ES HAT ALLES SEINE ZEIT.

Liebe Grüße an Euch!

Ricarda44
19.03.2007, 20:52
Ah, noch was:

Ich bin wieder zickiger geworden!!!
Jawoll.
Ich habe nicht mehr soooo viel Demut in mir, dass ich es hin nehme und still in mich hinein jammere. Ich wehre mich wieder.
Grrrrrrrrr.........

Inaktiver User
19.03.2007, 21:09
Zickig sein ist super.
Habe mit dem Thema Zickigkeit z.B. in der Bricomm einen unsäglich deprimierenden Schiffbruch erlitten, aber wisst Ihr was? Das macht mir nix aus. Und das, mit Verlaub, sehe ich als Zeichen der Heilung an.

Inaktiver User
19.03.2007, 21:11
Ah, noch was:

Ich bin wieder zickiger geworden!!!
Jawoll.

Ich kannte dich ja vorher nicht, aber:
ICH MAG ES!

prinzessin01979
19.03.2007, 22:01
Da ist wieder das Engagement für andere, was mir lange Zeit sch....egal war, welche Sorgen und Nöte andere habe



Liebe Ricarda,

ich freue mich für dich! Das sind auf jeden fall, kleine zeichen der heilung!

Ich bin noch nicht soweit, denn mir geht es so, wie dir es mal ging. Mir ist es sowas von sch... egal, was andere in meinem bekannten,- ja sogar freundeskreis für probleme haben... Es ist interessiert mich einfach nicht. Von mir aus, könnte die welt untergehen, auch dass ist mir herzlich egal.
Auch manche sachen, wie das kommende baby einer cousine, der arbeitsplatzverlust eines freundes, der zoff einer bekannten mit ihrem freund usw. geht mir glatt weg am ... vorbei,

Ich hoffe, dass ändert sich irgendwann mal wieder, mache mich aber auch nicht verrückt, wenn ich gegenüber der umwelt desinteressiert bin.

Lg,
Melissa

Ricarda44
19.03.2007, 22:16
Ja, ist schon komisch, welche Wege man so geht:

Traurigkeit, Wut, Enttäuschung, Frust, Entsetzen, Angst....

Hoffnungslosigkeit, Unverständnis, Verletzbarkeit, Versagensängste, Selbstzweifel, Klammern an Strohhalme......

Gleichgültigkeit, Ironie, Sarkasmus, Ruhe.....

Nichts mehr von sich und anderen ERWARTEN.

Ja und irgendwie kommt dann so nach und nach und Schritt für Schritt wieder Leben in den Menschen. Ich werde wieder süchtig nach Leben!
Nicht nach irgendwelchen Bestätigungen, sondern danach, das zu tun, was mir und anderen gut tut.

Inaktiver User
20.03.2007, 07:33
Ja, ist schon komisch, welche Wege man so geht:

Traurigkeit, Wut, Enttäuschung, Frust, Entsetzen, Angst....

Hoffnungslosigkeit, Unverständnis, Verletzbarkeit, Versagensängste, Selbstzweifel, Klammern an Strohhalme......

Gleichgültigkeit, Ironie, Sarkasmus, Ruhe.....

Nichts mehr von sich und anderen ERWARTEN.

Ja und irgendwie kommt dann so nach und nach und Schritt für Schritt wieder Leben in den Menschen. Ich werde wieder süchtig nach Leben!
Nicht nach irgendwelchen Bestätigungen, sondern danach, das zu tun, was mir und anderen gut tut.
Ricarda:wangenkuss:

Auch wenn jeder seinen Weg zu trauern findet, jeder Weg der Richtige ist - es scheint immer Schritte zu geben, die man einfach nicht auslassen kann.

Ein Zeichen der Heilung habe ich letztes Jahr schon gehabt, aber heute kam es wieder: Morgens wach werden und als ersten Gedanken haben, wie schön das Leben ist,. Sich nochmals in die Decke einkuscheln, fest stellen, dass die Sonne scheint und ein neuer Tag wartet.
Mein Zeichen der Heilung: kein Gedanke mehr an Tod und Traurigkeit, sondern es steht nur eines im Mittelpunkt: LEBEN
weil es schön ist, weil es mir gehört, weil es so einzigartig ist, dass ich jede Sekunde geniessen will:blume: .

Ricarda44
20.03.2007, 07:40
Das ist richtig: Jeder hat seinen persönlichen Weg. Wir sind ja auch unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Situationen.
Ich kann dazu nur sagen: Man muss vieles aushalten bis man wieder so weit ist, um das eigene Leben wieder für wichtig zu halten. Ich hoffe, wir können denen Mut machen, die IHREN Weg noch vor sich haben.

Inaktiver User
03.04.2007, 09:49
Kurzer Zwischenbericht:

Am Samstag hatten wir die inzwischen 4. Geburtstagsfeier meines verstorbenen Lebenspartners. Was erstens sehr schön war und mir zweitens im direkten Anschluss einen ziemlich heftigen Gefühlsabsturz mit Trauer, Verlustgefühl etc. beschert hat.

Das Gute: Ich konnte am nächsten Tag meinem neuen Freund davon erzählen (was ich so nicht unbedingt erwartet hatte) - und das war ganz, ganz, ganz toll. So.

Es ist so, dass ich inzwischen auch Seiten meines verstorbenen Freundes sehe, wo ich manchmal denke: Och, da habe ich es jetzt aber besser getroffen. Dann fühle ich mich einen Moment lang "schuldig", und dann denke ich, ach was, es ist okay, wenn ich mich an dem freue, was ich jetzt habe. Das hätte mein verstorbener Freund sich für mich gewünscht: dass ich was Neues finde. Und gut weiterlebe.

Grüße an euch!

Ricarda44
04.04.2007, 17:53
Ja, einerseits tut es einem ja leid, dass da solche Gedanken kommen, aber es ist nun mal so. Ich habe in letzter Zeit auch ab und zu gedacht "Siehste, wenn Papa jetzt dazu was sagen müsste, hätten die Kinder erstmal wieder 'ne gehörige Standpauke hinnehmen müssen uns sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ein fettes Nein eingefangen."
Irgendwie läuft vieles entspannter. Ist traurig, aber wahr.

Inaktiver User
04.04.2007, 20:42
Ricarda?
Gut, dass du da bist.

Ricarda44
05.04.2007, 18:24
Kannste glauben: Bin ich auch froh drüber.

Inaktiver User
10.04.2007, 09:40
Ich könnte alles zusammentreten heute.
Gestern rief eine Freundin an, der Mann, den sie spätberufen vor zwei Jahren heiratete, hat ein Bronchialkarzinom, er hatte schon vor sechs Jahren mit dem Rauchen aufgehört, trotzdem hat es ihn erwischt. Bisher keine Metastasen... aber Lungenkrebs ist einfach eine beschissene Diagnose.

Am Telefon habe ich agiert wie ferngesteuert. Ich hörte ihre Stimme mit diesem wagemutigen "Wir schaffen das schon"-Ton, er war ja auch im Hintergrund dabei. Ich habe diesen Tonfall mitgemacht und wusste doch gleichzeitig, wie es ihr geht.

Ach, Scheiße.
Wieso immer so nah an mir dran?

Ricarda44
11.04.2007, 08:55
Schlimme Geschichte. Aber wie ich Zitronenmond kenne, wird sie was unternehmen.
Vielleicht ein "Buch" zusammenstellen mit all unseren Mutmach-Storys?
Oder jede Woche eine solche Mutmach-Geschichte an ihre Freundin und ihren Mann senden?
Haben wir im Laufe der Zeit nicht viele solche Geschichten zusammengetragen, so dass wir diese doch beruhigt anderen zukommen lassen können?

Der Mensch wird durch das Denken gelenkt. Da können Geschichten anderer Hilfe und Aufmunterung sein, damit man sich selbst nicht aufgibt.

*einmalZitronenmondknuddel*

Los! Tu was!

Inaktiver User
27.04.2007, 23:09
:blume: :blume: :blume: hochschubs :blume: :blume: :blume:

In den ersten Monaten tut das schöne Frühjahrswetter noch weh, aber es gibt doch bestimmt einige, die plötzlich merken, dass sie die Farben, die Düfte, das Licht wieder geniessen können.:Sonne:

fuechsine
29.04.2007, 08:21
Die unergründliche Fügung hat mich erreicht. Ohne rechten Lebenswillen kam die Nachricht, dass mein Sohn Vater und ich wieder Oma werde. Wärme breitet sich aus, das Lächeln geht nicht mehr aus meinem Gesicht.
Ja, Schatz, das ist das Einzige, was helfen kann.

Inaktiver User
29.04.2007, 08:44
Die unergründliche Fügung hat mich erreicht. Ohne rechten Lebenswillen kam die Nachricht, dass mein Sohn Vater und ich wieder Oma werde. Wärme breitet sich aus, das Lächeln geht nicht mehr aus meinem Gesicht.
Ja, Schatz, das ist das Einzige, was helfen kann.


Glückwunsch :jubel:

von Herzen, tief aus dem Herzen :blumengabe:

Inaktiver User
29.04.2007, 12:13
Die unergründliche Fügung hat mich erreicht. Ohne rechten Lebenswillen kam die Nachricht, dass mein Sohn Vater und ich wieder Oma werde. Wärme breitet sich aus, das Lächeln geht nicht mehr aus meinem Gesicht.
Ja, Schatz, das ist das Einzige, was helfen kann.
Fuechsine, da lächele ich mit. Weißt Du schon, wann das Baby kommt?

Inaktiver User
29.04.2007, 12:17
Heute früh in der Kirche:
G. war hoch schwanger. Sie erwartete das dritte Kind. Am Donnerstag sah ich sie noch mit den beiden Kindern Fahrad fahren.
heute im Gottesdienst hatte sie ihr Baby auf dem Arm, es kam Freitag Abend. Ich konnte das Baby ansehen und mich mit der Mutter freuen. Das erste Mal, dass ich ein Neugeborenes ohne Tränen in den Augen sehen konnte, auch wenn ich jetzt schlucken muss und die Tränen kullern ...

Inaktiver User
29.04.2007, 14:24
ach ja, liebe Citro, die Sehnsucht - die bleibt !



schön, dass du dich mit der Mutter gemeinsam freuen konntest!

Inaktiver User
02.05.2007, 23:45
Stimmt Lavendelmond, die Sehnsucht bleibt.
Heute auf den Tag genau vor 5 1/2 Jahren habe ich ihn das letzte Mal gesehen. Es war genau wie heute auch Vollmond. Ich habe schon lange nicht mehr an die Vollmondnächte gedacht, aber als ich heute den Vollmond sah, mußte ich dann doch schlucken. Und da nutzt es auch nichts, dass jemand an meiner Seite war, mich in den Arm nahm und mit mir gemeinsam das silbrige Licht anschaute. Ist es ein Zeichen der Heilung, wenn es beim Schlucken bleibt, die Umarmung fester wird und ich froh bin, nicht alleine zu sein? In jedem Falle ist es doch ein Zeichen der Heilung, dass ich hier geblieben bin, und dass ich mein Leben heute wieder geniessen kann - ohne schlechtes Gewissen aus voller Überzeugung?

Ricarda, danke für diesen Strang. Meinen eigenen mag ich heute gar nicht sehen.

Lillian2207
03.05.2007, 09:58
Für Dich und Deinen Schatz, liebe Kranich! Schön das Du bei uns geblieben bist!

:kerze:

Lillian

Ricarda44
04.05.2007, 07:48
Liebe Kranich, den Strang hat Lavendelmond "gestrickt". Ich reiche mal weiter ;-)

Ricarda44
04.05.2007, 08:06
Noch was: Gestern habe ich 'ne Dreiviertelstunde mit meiner einzigen und liebsten Freundin telefoniert. Wir sehen uns relativ selten, aber sie meinte, wenn sie mich jetzt wieder so hört hat sie das Gefühl, da ist noch mehr Energie als vor dem Absturz. Ja, so fühle ich es auch.

Vielleicht kommt es auch daher, dass ich mir mittlerweile noch mehr zutraue als mit einem Partner, weil ich mir sage "Es kann soooo viel schief gehen im Leben, da hat man eh keinen Einfluss drauf, also mach das Beste aus deinem eigenen Leben!"
Irgendwie ist auch ein Großteil der vielen kleinen täglichen Ängste weg, bei denen ich mich immer wieder gefragt hab "Was ist, wenn dieses oder jenes eintritt...?"
Das Leben hat eine andere Qualität bekommen. Mehr Tiefe, mehr Verstehen, aber auch weniger Zweifel.
Das wird schon werden. Das alles viel schlimmer sein kann, haben wir ja erlebt.

Mögen uns die schlechten Erfahrungen im Leben und das Erlernen des Umgangs damit, das Herauskrabbeln aus dem eigenen tiefen seelischen Loch danach alles "Material" sein, aus dem wir ein festes Fundament für ein wieder selbstbewusstes, starkes und zukunftsorientiertes Leben bauen.

Alles muss einen Sinn haben. Und gerade die schweren Erfahrungen müssen uns wachsen lassen. Sonst hat der Tod unserer Lieben keinen Sinn.
Der eine oder andere mag sagen "Der Tod ist sowieso sinnlos", aber ich sage dazu: Man muss dem bitteren Schicksal den Stempel aufdrücken: "Ich habe akzeptiert. Ich lebe damit. Ich werde bewusst mein Leben gestalten und auch genießen."

Irgendwann kommt die Zeit für jeden.

Ricarda44
04.05.2007, 08:06
Upps, der war doppelt....

Inaktiver User
04.05.2007, 11:07
Irgendwie ist auch ein Großteil der vielen kleinen täglichen Ängste weg, bei denen ich mich immer wieder gefragt hab "Was ist, wenn dieses oder jenes eintritt...?"
Das Leben hat eine andere Qualität bekommen. Mehr Tiefe, mehr Verstehen, aber auch weniger Zweifel.
Das wird schon werden. Das alles viel schlimmer sein kann, haben wir ja erlebt.


Liebe Ricarda, das ist bei mir ganz, ganz genauso !

Ich behaupte sogar, dass ich mein Leben jetzt nicht so genießen könnte (die kleinen oft so unbeachteten Alltäglichkeiten...), wenn ich nicht diese schweren Jahre gehabt hätte.
Ich hätte nicht so eine Genussfähigkeit.
Alltag ist TOLL !
ALLES ist irgendwie schön oder aber eine Herausforderung.

Ich möchte nicht mehr tauschen mit dem "Vorher".
So, wie es jetzt IST, ist es gut.

Erstaunlich, oder?
Wie eine Qual sich so vollständig wandeln kann !

Inaktiver User
04.05.2007, 22:05
Oh je, Entschuldige Lavendelmond - ich war in dieser Vollmondnacht so durch den Wind, dass ich gar nicht mehr geschaut habe. Aber Ricarda hilft ja, dass Dein und mein Strang nicht versinken, in dem sie auch immer wieder hochschubst. Also Danke an Euch Beide.:Sonne:

Was Du schreibst kann ich nur bestätigen. Die letzten 5 Jahre waren so intensiv - auch wenn ich immer wieder mit dem Auslöser hadere, der Preis so unglaublich hoch war, ich möchte diese Auseinandersetzung mit mir, meinem Leben, meinen Werten und Erwartungen, meiner Umgebung, den Höhen und Tiefen nicht mehr missen. Ich habe etwas verloren, was mir unbezahlbar viel wert war und habe mich dadurch gewonnen.

Man sagt ja immer, dass Hass und Liebe die gleichen Gefühle mit umgekehrten Vorzeichen sind. Gibt es so ein Gefühl mit umgekehrtem Vorzeichen auch bei der Trauer? Was ist das Gegenstück zur Trauer? Lebensfreude, Gelassenheit - ich weiß es nicht. Was meint Ihr??

prinzessin01979
04.05.2007, 22:44
Und geht es euch auch so, dass die welt komplett anders wirkt (e) , seitdem ihr solch schweren verlust erlitten habt?

Ich kann es nicht genau beschreiben, wie ich das meine. Ich versuchs mal- mir ist aufgefallen, dass die natur anders auf mich wirkt, wie vorher. ( das leben vor brüderchens tod ) Das grün der bäume ist ein anderes grün, das blau des himmels- hat ein anderes blau, die strahlen der sonne wirken intensiver, wie jemals zuvor auf mich. Das sind ein paar Bsp., wie ich das meine.

Ich fahre durch die straßen unserer stadt u. sie sind anders wie vorher. Ich nehme ein vögelchen war- mit anderen augen- wie vorher. Ich sehe die wiesen und felder um mich herum- und auch das wirkt so anders auf mich- wie vorher...

Irgendwie ist alles anders geworden.....

( hab jetzt vielleicht etwas verwirrt geschrieben, aber viell. weiss ja jemand wie ich das alles meine )

Lg,
Melissa

Inaktiver User
04.05.2007, 23:01
Kann es sein, dass wir die Welt deswegen mit anderen Augen sehen, weil wir unsere Wahrnehmungen verändern mußten, um selbst weiterleben zu können?
Nach dem Tod meines Partners war mein Leben so ins Wanken geraten, dass ich es neu aufbauen mußte. Dazu gehörte eben auch, dass ich alles, was weiter Bestand haben sollte, genau betrachtet habe.
Ich kenne Deine Erfahrungen, Prinzessin. Aber an was es liegt? Ich weiß es nicht wirklich.
Grüße von Kranich

Inaktiver User
05.05.2007, 10:14
Die Wahrnehmung ändert sich tatsächlich. Man schaut genauer hin, intensiver, läßt die Welt mehr aufs sich wirken, ist offener...

Das "Gegenstück zu Trauer" ?
Keine Ahnung, aber erforschenswert - vielleicht wissen wir es sogar schon oder "leben das Gegenstück" ?

vielleicht ist es dieses:

du bist gegangen ohne mich! (Aufschrei/Trauergefühl)

du bist gewesen mit mir! (freudiges Erinnern/Dankbarkeit)

??? ??? ???

Ricarda44
05.05.2007, 10:24
Ich denke mal, jeder, der in diese Welt geboren wird, hält es doch für selbstverständlich, dass es so ist wie es ist. Das ist normal. Da braucht man sich keine weiteren Gedanken zu machen.
UNNORMAL wird es doch erst, wenn man Schicksalsschläge zu tragen hat, die einem das Selbstverständis von der Normalität rauben.

Wenn plötzlich alles anders ist.
Das Vertrauen und der Glaube an das Gute in den Grundfesten erschüttert, zerrüttet, zerrissen ist.
Du lebst dann noch, aber kein "normal Lebender" kann es nachvollziehen in welchem seelischen Chaos.

Ich vertraue nun ganz viel auf die "Selbstheilungskräfte" des Körpers und auch der Seele. Denn irgendwann kommt von dort das Signal "So kann es nicht weiter gehen!"
Und man beginnt eine neue Ära des Denkens, Fühlens und auch Handelns.

Wahrscheinlich ist es so, dass wir als Lebende, die aus der Normalität gerissen wurden, einen Teil "Neugeburt" selbst nach dieser schweren Zeit erleben. Unsere Sichtweisen werden intensiver. Deshalb ist wohl auch der Himmel blauer und das Gras grüner :-)

Ein kluger Mensch hat mal geschrieben, dass das Leben einer spiralförmigen Entwicklung gleicht. Und somit hat unser Leben "DANACH" jetzt eine andere Qualität auf einer höheren Stufe erreicht.

Das verstehen nur Leute wie DU und ich. Und ich meine, das reicht auch.
Nein, ich wünsche niemanden, dass er solche Erfahrungen erleben muss wie wir das hier gemacht haben, aber deshalb werden die "normalen" Leuts sich da auch nicht hineinversetzen können.

Ist doch aber schön, dass es möglich ist, sich untereinander auszutauschen. Nun stellt Euch vor, es gäbe das www noch nicht und jeder müsste in seinem Kämmerlein vor sich hin grübeln. Ich denke, auch diese Gemeinsamkeit hilft, bessere Wege zu gehen.

Mein Blau des Himmels heißt ab heute"Qualitätsblau"!
Genau.
Für andere ist es nur ein schöner blauer Frühlingshimmel.
Für mich was Besonderes.
Das müssen andere nicht verstehen ;-)

Inaktiver User
06.05.2007, 11:03
Zurück aus dem Urlaub!

Hier ist ja was los!


Ich habe etwas verloren, was mir unbezahlbar viel wert war und habe mich dadurch gewonnen.


Also, ich fang mal so an: Ich war ja nie in einer Kirche, bin nicht mal getauft, was ein anderes Thema ist...

Für mich ist praktisch gesehen nichts mehr wie es vor den beiden Todesfällen war. Blauerer Himmel, ganz andere Wichtigkeiten.

Ich glaube, das liegt an dem, was Kranich da wie im Laufen nebenbei verloren hat: der Verlust von dem, woran das Leben hing. Oder wovon man meinte, dass es daran hing. Ob das nun der Mann, die Schwester oder das Kind ist (na klar ist mir das jetzt bewusst, dass auch mein Kind verlierbar ist) - egal. Es liegt so offen auf der Hand (meine ich), was zählt im Leben, ist Liebe. Und sogar die ist verlierbar. Beziehungsweise der Mensch / das Objekt der eigenen Liebe.

Die große Frage ist dann: Wohin kann man dann mit der eigenen Liebe? An was pappt man sie ran? (Und ich weiß sehr wohl, dass es nichts nutzt, alles jetzt über meinem Sohn allein auszukippen und ihn womöglich am weggehen hindern zu wollen)

Macht es Sinn, die Liebe nochmal an einen anderen Mann ranzupappen (sehr schwieriges Thema....)? An die Kinder, die man ja auch gehen lassen will? Enkel - sind super, ich habe aber leider noch keine.

Und ich finde, der Himmel, die Ringelgänse, die Knutts und die Würmchen... die sind ja alle da und wollen gesehen und liebgewonnen werden. Und das geht prima! Außerdem: Jede Menge Leute um einen herum, die Unterstützung brauchen. Aufmunterung.

Es ist sowas wie die Liebe zum Leben an sich, finde ich. Unabhängiger von meiner eigenen Person.
Hat was mit Gott zu tun, meine ich, mit dem Erkennen der Verbundenheit von allem. Was ja auch tröstet, weil es die ganzen Toten miteinschließt, die sind ja auch immer mit dabei, bei den Ringelgänsen.

Und, ja, Ricarda, das www hat gerade bei diesem Austausch hier etwas, was magisch leuchtet, finde ichl.

prinzessin01979
06.05.2007, 12:10
Mein Blau des Himmels heißt ab heute"Qualitätsblau"!
Genau.
Für andere ist es nur ein schöner blauer Frühlingshimmel.
Für mich was Besonderes.
Das müssen andere nicht verstehen ;-)

Ricarda, - Mein Blau des Himmels heißt ab heute "Qualitätsblau" ! ... das find ich gut! :Sonne: :smirksmile:

Ihr habt recht, unsere wahrnehmungen scheinen wirklich eine andere geworden zu sein. Man sieht die welt aufeinmal anders. Und da haben wir schon wieder dieses " anders " . Weil nach einem solch schweren verlust einfach alles ... anders ... ist.

Manchmal, kommt mir auch einiges so unwirklich vor. Da gibt es tage, als würde ich unter einer glaskuppe sein- und komme mir vor, wie in eine art traum. Ganz komisch. Irgendwie bin ich anwesend- aber teilweise auch überhaupt nicht richtig da.

Ich finde es auch schön, dass es das www gibt, indem man sich so wunderbar austauschen kann. :blumengabe:

Liebe Grüße,
Melissa

Inaktiver User
06.05.2007, 18:27
Ich glaube, das liegt an dem, was Kranich da wie im Laufen nebenbei verloren hat: der Verlust von dem, woran das Leben hing. Oder wovon man meinte, dass es daran hing.

Hallo Zitronenemond,
schön, dass Du wieder aus dem Urlaub zurück bist. :Sonne: Wo warst Du denn? Irgendwo steht es vielleicht, aber ich weiß es nicht mehr.:peinlich:

Ein wenig mußte ich schon schlucken, als ich das gelesen habe. Wenn ich nicht schon viel von Dir gelesen hätte, wäre ich auch sehr betroffen, so weiß ich, dass ich entweder gerade mal wieder besonders dünnhäutig oder zu viel zwischen den Zeilen lese.

Aber trotzdem muss ich protestieren. Die Wirkung von meines Partners Selbstmord auf mich zu beschreiben, als hätte ich meinen Schlüsselbund beim Joggen durch die Felder verloren, finde ich nicht gut. Es gäbe für mich für Alles, was ich verliere, einen Ersatz oder eine Lösung, aber nicht bei einem Menschen. Den verliere ich jedenfalls nicht mal so nebenbei.

Und ob mein Leben an ihm hing, oder ich das meinte? Nein, dass glaube ich nicht. Dann wäre ich nicht mehr hier. Ich habe damals auch überlegt, ob unser beider Leben so miteinander verwoben sind, dass ich ihm hätte folgen müssen, alleine nicht mehr leben konnte. Aber ich habe festgestellt, dass jedenfalls meine Liebe nicht so weit ging, dass ich durch seinen Tod die Lebensfähigkeit verloren hätte. Die Liebesfähigkeit war weg, aber leben wollte ich - und auch nicht ewig in Trauer.

Ich habe aber auch nicht das Problem gehabt, wohin ich meine Liebe geben sollte. Vielleicht kann ich es nach 5 1/2 Jahren auch nicht mehr entsinnen, aber ich habe ein Buch über die Zeit geschrieben, über die ersten 2 Jahre. Und da kann ich heute noch nachlesen, dass ich einfach nciht mehr in der Lage war, irgendwelche Gefühle wahrzunehmen, einzuordnen oder auch anderen zu geben. Innerlich war bei mir so viel kaputt, dass das erstmal repariert, gehegt und gepflegt werden mußte.

So - Zitronenmond, das sollte jetzt nichts gegen Dich sein. Mir hilft es immer, wenn ich über Dinge aus einer anderen Sicht nachdenke. Insofern wirklich danke, aber ich sehe es anders, obwohl ich ja sicher bin, dass Du es auch nicht so siehst, wie ich es jetzt grad verstehen wollte. blume: :blumengabe: :blume:

Inaktiver User
06.05.2007, 18:45
Aber trotzdem muss ich protestieren. Die Wirkung von meines Partners Selbstmord auf mich zu beschreiben, als hätte ich meinen Schlüsselbund beim Joggen durch die Felder verloren, finde ich nicht gut.

:ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh:

Ogott!

So war das nicht gemeint.
Ich bin geschockt.

Neiheeen! Hilfe! Es tut mir Leid.
Ich lösch es jetzt mal nicht, damit man sieht, wie leicht das geht mit dem Verletzen, ohne, dass man überhaupt dran denkt.

Herrje!

Also, ich hab das so lapidar hingeschrieben, gemeint war etwas wie: du hast einen sehr wichtigen Satz "mal eben so hingeschrieben", um es netter zu formulieren, schrieb ich "wie mal eben im Laufen verloren". Gemeint war natürlich nur der SATZ, nicht dein Mann. Gott, näää, das würde ich niemals so sehen.

Au wei, und dann noch Selbstmord.
Das ist ja nochmal ein ganz anderes Thema, das sicher auch besondere Gefühlslagen für die Zurückgelassenen mit sich bringt.

Also, nochmal: Ich meine, dass genau diese Erfahrung, dass man nichts behalten kann, dass alles vergänglich ist, hinbringt zu einer eher "göttlichen" Sicht von allem Lebenden, was übrigens manchmal wirklich etwas "unwirklich" ist, weil es einem dann auf einmal ziemlich egal ist, ob man gerade zwanzig Cent zuviel bezahlt hat ... zum Beispiel.

Inaktiver User
06.05.2007, 18:53
:ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh: :ooooh:

Ogott!

So war das nicht gemeint.
Ich bin geschockt.

Neiheeen! Hilfe! Es tut mir Leid.
Ich lösch es jetzt mal nicht, damit man sieht, wie leicht das geht mit dem Verletzen, ohne, dass man überhaupt dran denkt.

Herrje!

Also, ich hab das so lapidar hingeschrieben, gemeint war etwas wie: du hast einen sehr wichtigen Satz "mal eben so hingeschrieben", um es netter zu formulieren, schrieb ich "wie mal eben im Laufen verloren". Gemeint war natürlich nur der SATZ, nicht dein Mann. Gott, näää, das würde ich niemals so sehen.

Au wei, und dann noch Selbstmord.
Das ist ja nochmal ein ganz anderes Thema, das sicher auch besondere Gefühlslagen für die Zurückgelassenen mit sich bringt.


Ich wußte, dass ich es irgendwie falsch verstehe, aber dass Du den Satz gemeint hast -:peinlich: die Deutsche Sprache hat manchmal zu viele Nuancen und Zwischentöne. Danke für den Hinweis.:blumengabe:

Mit den besonderen Gefühlslagen hast Du sicherlich recht. Da ist einerseits die Trauer, andererseits der schräge Blick der Umwelt (was muss das denn für eine sein, wenn der Partner das macht)und die eigene Wut auf den Partner, dass er das gemacht hat und der Hass auf sich selbst, dass man so versagt hat. Aber das gehört hier nicht hin.

Und wo warst Du nun im Urlaub?:smile:

Inaktiver User
06.05.2007, 23:18
Hi Kranich!

Puh, jetzt rutscht mir eine Steinlawine vom Herzen. :Sonne:
Heftig, wie schnell Missverstehen funktioniert.

Ich möchte das mit dem Selbstmord hier auch nicht diskutieren, aber ich kenne das Thema aus nächster Nähe, allerdings aus etwas anderer Perspektive (einen Menschen lieben, der direkter Hinterbliebener eines Menschen ist, der sich selbst tötete) - mir ist das nicht so fremd, wie du vielleicht meinst.

Ich war auf Sylt.
Mit Ausflug auf die Hallig Hooge, wo sich derzeit zwei Millionen Ringelgänse vollfressen für das Brüten in Grönland (mein Gott, bin ich froh, dass mein Sohn schon 17 ist :krone auf: ) und wo riesige Schwärme von Knutts sensationelle Flugmanöver hinlegen.

Ricarda44
07.05.2007, 08:11
Hallo, Ihr lieben Diskutiererinnen!

Einen Juhu-endlich-Nieselregen-Montagmorgen wünsche ich Euch!

Wisst Ihr, das mit dem "Verlieren" ist doch so ein Ding an sich. Man kann doch eigentlich gar nichts verlieren, was man nicht besitzt. Und irgendwo habe ich mich zu diesem Thema "jemanden besitzen" schon mal "ausgekippt".

Aber nochmal in Kurzform: Man kann NIE einen Menschen BESITZEN. Selbst Kinder sind nicht das EIGENTUM der Eltern. Eltern haben zwar ihre Rechte und Pflichten so wie Kinder auch, aber keinen Besitzanspruch.

Jeder ist ein eigenständiger Mensch. Und wenn ich mal von den Kiddys wegpeile und auf die Beziehung zwischen Mann und Frau zeige - was haben wir denn da?

Da waren einmal 2 selbständige, eigenständige Wesen, die sich verliebten. Und aus dieser Liebe heraus schworen sie sich ewige Treue, Zueinanderhalten und, und, und.
Schon allein diese Tatsache, sich solche Dinge zu versprechen, halte ich mittlerweile für absurd.
Denn es gibt im zwischenmenschlichen Bereich für nichts eine Garantie. Schon gar nicht für Gefühle.

Es ist doch so lange alles in Ordnung, wo 2 selbständige, eigenständige Menschen gern und FREIWILLIG beieinander bleiben. Es wird irgendwann zu Gewohnheit, man verlässt sich einfach drauf. Was ja auch gut ist.

Was nicht gut ist, ist, dass man sich über die Jahre das nicht mehr vor Augen führt, das EINER DEM ANDEREN NICHT GEHÖRT. Jeder ist und bleibt in seinen Entscheidungen ein eigenständiger Mensch.
Wer sein Versprechen ernst nimmt "...in guten wie in schlechten Zeiten" zum Partner zu halten, dem gebührt mein Respekt.
Wer an einer Partnerschaft festhält nur um der Partnerschaft Willen, der tut mir leid.
Leute, die sich entschließen, freiwillig ihr Leben zu beenden (und es zwingt sie ja nun echt niemand dazu und Hilfsangebote und Möglichkeiten gibt es zu Hauf) - das kann ich zwar nicht verstehen, aber mittlerweile akzeptieren.

Das Einzige, wofür ich ganz persönlich 100 % Verantwortung trage, ist MEIN Leben.

Um auf die Kids zurück zu kommen: Ja, man bekommt Kinder und ist eine ganze Zeit lang für sie verantwortlich, um ihnen einen oder mehrere Wege zu zeigen, wie sie das Leben vernünftig meistern können. Die Verantwortung liegt hier beim Zeigen, Vorleben, Erklären. Selbst hier etwas erzwingen zu wollen wäre absoluter Quatsch. Aber wie viele Leute tun das? Einfach nach dem Motto "Ich wäre so gern stolz auf Dich", "Was sollen denn die Leute sagen", usw.

Es sind Kinder, deren Seelen rein und frei sind. Und immer wenn wir in diese irgendwelche eigenen Wünsche hinein manifestieren, machen wir sie ein Stück unfreier und schieben sie in eine durch Erwachsene vorgedachte Bahn.

Und welch Entsetzen, wenn die Kids eines Tages ausbrechen und so ganz und gar anders sich entscheiden!

Ich lasse mal die ganze Gefühlswelt bei so einem Thema außen vor. Mir sind meine Kids auch das Allerwichtigste im Leben. Aber das ändert nichts daran, dass ich mich nicht zum Vorplaner ihres Lebens aufspielen darf. Und schon gar nicht, sie dazu zwingen darf, Dinge zu tun, die MEINEM Ego gut tun, aber nicht ihrem Selbst entsprechen.

Auch das ist eine Sache, die ich so Step by Step erkennen konnte.
Auch das ist ein Zeichen der Heilung.
Ein Zeichen dafür, dass Leben leben bedeutet und nicht das Dauerlaufen in einem Laufrad im Hamsterkäfig.

Um wieder auf uns Erwachsene zu kommen:
Wie ist denn das bei uns?
Wo ist denn unser Laufrad im Hamsterkäfig, dass sich schneller und schneller dreht um so schneller wir laufen?
Vor lauter Laufen sehen wir die Gefahr nicht mehr.
Es ist alles selbstverständlich.
Wir laufen und laufen und laufen.
Schneller!!!
Ja, noch schneller!!!!
Die Hamster nebenan machen es ja auch.

STOP!!!!!!

Alle schauen entsetzt, wenn dann einer aus diesem Hamsterlaufrad heraus fliegt.

Und weiter werde ich dazu nichts sagen.
Soll doch bitte einfach jeder für sich mal drüber nachdenken,
ob man nicht selbst auch im Laufrad hockt und bereit ist, dieses Spiel mit zu machen.

Zeichen der Heilung.
Für sich selbst.
Man erkennt sie irgendwann.

Inaktiver User
07.05.2007, 17:47
:blumengabe: Ricarda: Das hast Du schön geschrieben!

Inaktiver User
07.05.2007, 21:20
@Ricarda :allesok::allesok:

Ricarda44
12.05.2007, 20:28
Wie trägt denn so der Frühling zur allgemeinen Heilung der Seelen bei? Ich finde, das länger Hellsein ist auch schon 'ne tolle Sache, die vieles einfacher macht.

Inaktiver User
13.05.2007, 09:09
Wie trägt denn so der Frühling zur allgemeinen Heilung der Seelen bei? Ich finde, das länger Hellsein ist auch schon 'ne tolle Sache, die vieles einfacher macht.


jau - das viele LICHT :Sonne:

BALSAM !


und: das viele GRÜN und die bunten Frühlingsblumen


und das Gefühl "es beginnt wieder von Neuem"

und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne :zauberer:

silu
15.05.2007, 13:00
Hallo Ihr Lieben!

Seit dem Wochenende habe ich nun wieder eine eigene Wohnung. Mein Mann ist nun schon 9 Monate tot und ich habe ja in der Zeit (und auch schon während der Zeit der Pflege meines Mannes) bei meinen Eltern wieder gewohnt. Vor ein paar Wochen kam mir der Gedanke auszuziehen. Schon bei dem Gedanken an eigene vier Wände ging es mir ein wenig besser. Vorher war ich meist schlecht gelaunt, unzufrieden mit meiner Situation, genervt von allem und jedem. Kein schöner Zustand also. Tja, und nun ging alles recht schnell. Jetzt habe ich eine schöne (und noch sehr chaotische :) ) Wohnung. Ein Schritt in eine Zukunft. Doch es ist nicht leicht, ich habe noch nie alleine gewohnt. Und es war sehr schlimm, die ganzen Möbel und Kartons (die wir damals eingelagert hatten - und ich wusste schon damals, wenn ich diese Möbel das nächste mal sehe, wird mein Mann nicht mehr bei mir sein...) zu sehen und zu öffnen und auszupacken. Jeder Gegenstand erinnert mich an "unsere" Zeit. Und letzte Nacht habe ich zwei Stunden in alten Briefen gelesen, die ich alle in einer Kiste hatte, und furchtbar geweint. Alles tat mir weh. Alles schien mir dann wieder so sinnlos. Ohne ihn. Es ist wirklich mekrwürdig. Wenn ich mich mal einen kurzen Moment auf meine Zukunft freue (welch großes Wort, aber in seltenen Momenten tue ich das wirklich), dann habe ich kurz danach meist ein schlechtes Gewissen bzw wenn ich es mir dann recht überlege will ich gar keine Zukunft ohne meinen geliebten Schatz. Wie soll das nur funktionieren? Manchmal kommt mir mein Leben wie ein einziges Wartezimmer vor: ich warte darauf, dass was passiert, dass ich alt werde und die Zeit irgendwie vergeht und ich dann - wo auch immer - meinen Mann wieder sehen werde... Manchmal wünsche ich mir nichts sehnlicher als einen neuen Partner und schon im nächsten Moment kommt mir der Gedanke ganz absonderlich vor, es gibt eben keinen Ersatz für ihn, vielleicht finde ich nie wieder jemanden, der mich so liebt und den ich so lieben kann... warum auch, denn ich hatte ja den Mann fürs Leben gefunden...
Na toll, ein nicht gerade erbauender Eintrag hier in diesem Strang. Tut mir leid, daher versuche ich zumindest diesen Beitrag hier positiv zu beenden. Ich schaue aus dem Fenster und die Sonne scheint, ich werde mir gleich etwas kochen und ich freue mich über meine neue Wohnung, ich bin wieder ein wenig selbstständiger geworden. Ich fühle mich lebendiger. Mein Leben hat einen Schritt nach vorne gemacht - das heißt, meine Füße haben einen Schritt gemacht, nun muss ich noch den Körper "nachholen", damit so eine Art Gleichgewicht entsteht.

Ganz liebe Grüße von einer durcheinander-denkenden
Silu

Ricarda44
15.05.2007, 19:40
Ach, Silu, wenn man das so liest, könnte man traurig werden.
Wenn da nicht das Wissen und eigene Erleben wäre, dass Du diesen Weg noch ein Stückchen so für Dich gehen musst.

Wir haben es hier und in anderen Strängen schon öfter zum Ausdruck gebracht: ES HAT ALLES SEINE ZEIT.

Du bist noch im "Tal der Tränen", der schmerzlichen Erinnerungen gepaart mit zeitweiser Hoffnungslosigkeit.

Weißt Du eigentlich, Silu, dass ganz viele Menschen diese Wege gehen müssen? Und jeder hat seinen ganz, ganz persönlichen Schmerz und wird seine eigenen Erfahrungen aus dieser Zeit mitnehmen.

Und wenn da nicht die Erfahrung wäre von vielen anderen und auch von mir, dass diese Zeit schrittweise vorüber geht und sich neue Horizonte öffnen, dann müsste man verzweifeln.

Kannst Du uns, die selber durch solche Täler gegangen sind, vertrauen?
Du wirst es jetzt noch nicht wahr haben wollen, dass es eines Tages wieder leichter ums Herz wird, dass man das Leben intensiver erlebt, dass man durch diese Erfahrung als Persönlichkeit reifen kann.

Aber es ist so ziemlich sicher: ES WIRD!

Tue Dir und uns den Gefallen und schreib's Dir von der Seele. Dein Denken, Deine Trauer, Deinen Frust - all das, was einen so niederdrückt.
RAUS DAMIT!

Du hast Deine eigene Wohnung?
TOP!!!
Ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Das, was geschehen ist, ist nicht änderbar.
Wir müssen mit Tatsachen leben und sie auch so anerkennen.
Irgendwann werden die Seele und auch der Körper soweit sein, dass sie Dir sagen "He! Und was ist mit mir? Ich bin auch noch da."

Dieses "Ich bin" wird kommen.
Habe Geduld und denke dran, Du hast viele Leidensgenossen und ehemalige von diesen hier an Deiner Seite.

Sprich mit uns. Wir sind für Dich da.

O.k.?

Inaktiver User
19.05.2007, 15:05
Hallo zusammen!
Ich möchte mich auf silus Beitrag und den von Ricarda44 beziehen.
Nach dem Tod des Ehepartners ist die Gefühlswelt total durcheinander. Das ewige Auf und Ab, das schlechte Gewissen, wenn es mal wieder gut geht, das kenne ich zur Genüge. Manchmal überwältigen die Gefühle mich so sehr, dass ich es nicht in Worte fassen kann.
Aber da hat Ricarda44 Recht, wenn sie sagt, dass alles seine Zeit hat. Ich merke inzwischen, dass ich an manchen Tagen auch wieder eine Lebensfreude spüren kann, die mir früher so selbstverständlich war. Dann gibt es natürlich auch dunkle Tage, an denen mir alles schwer erscheint.
Ich versuche mir immer wieder klar zu machen, dass es mit jedem Tag (mehr oder weniger) aufwärts geht. Wahrscheinlich verläuft der Heilungsprozess in Wellenlinien.
Ich bin jedenfalls sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben und zu lesen, dass es Euch ähnlich geht wie mir. Es tut gut, dieses "Es wird!" Danke dafür und liebe Grüße!

Ricarda44
20.05.2007, 21:28
@hazel52:

Schau, ich hab das ganz bewusst empfunden, dass es SO wie es war, auf Dauer nicht weiter gehen kann.

Als ich mal beim Sport so meine gewohnte Runde drehte, merkte ich, dass mein Blick immer nur kurz vor den Füßen landete. Irgendwann ging der Blick dann hoch und ich fragte mich, weshalb ich diese "Kurzsichtigkeit" eigentlich habe. Ich hab mich sonst immer so über die Natur, den alten, einsamen Baum mitten auf dem Feld usw. gefreut.

Und dann habe ich beschlossen, ich werde mehr drauf achten.
Auf mich.
Auf meine Blickrichtung.
Und darauf, dass der Blick wieder weiter nach vorne geht.

Und seit dem - ist da wieder Zukunft.
Pläne, Optimismus und ein großes Stück persönlicher Freiheit.

Denn ICH BIN ja noch.
Und ich WILL LEBEN.

Was heißt LEBEN?

Das muss jeder für sich beantworten. Aber ich fühle mich wohler, wenn ich etwas im Leben bewegen kann, helfen kann, geben kann usw.

Ich stehe moralisch hinter allen, die diesen Weg noch vor sich haben und wieder LEBEN wollen. Das heißt ja nicht vergessen, sondern lindern und wieder Zukunft greifbar machen.

Ich drücke allen die Daumen und bin sicher: ES WIRD.

Ab nach oben mit diesem wichtigen Thema............*schubs*

Inaktiver User
23.05.2007, 15:56
Hallo Ricarda44,

ja, ich will auch leben und versuche, meinen Blick nach vorn zu richten.

Aber ich habe doch tatsächlich geglaubt, dass der Heilungsprozess schon weiter fortgeschritten wäre bei mir. Gerade weil ich bewusst Pläne mache und versuche, Zeit auch zu genießen.

Dennoch hat es gestern so einen richtigen Rückschlag gegeben und die Trauer hat mich wieder überfallen, ganz plötzlich und ohne Vorwarnung.

Also, ins Leben zurückfinden heißt auch, alles anzunehmen, was kommt: Gefühle; Menschen, die mir begegnen, um mit mir meine Trauer zu teilen. Was mir klar geworden ist, ist die Tatsache, dass ich ganz sicher sein kann, den Verlust meines Mannes allmählich und behutsam zu verarbeiten in der Art und Weise, wie sie für mich richtig ist. Auch das ist Heilung.

Liebe Grüße!

Inaktiver User
23.05.2007, 20:30
Also, ins Leben zurückfinden heißt auch, alles anzunehmen, was kommt: Gefühle; Menschen, die mir begegnen, um mit mir meine Trauer zu teilen. Was mir klar geworden ist, ist die Tatsache, dass ich ganz sicher sein kann, den Verlust meines Mannes allmählich und behutsam zu verarbeiten in der Art und Weise, wie sie für mich richtig ist. Auch das ist Heilung.


Darf ich dir einen :wangenkuss: dafür geben?

Heilung, die siebenhundertdreiundvierzigste:

Ein Mann, der Gitarre spielt und dies neulich auch vor 60 Angehörigen auf der Palliativstation tat, erzählte davon, sagte, er wäre hinterher völlig fertig gewesen, aber abends dann "komplett voll, ohne dass man etwas dazu sagen muss"... dieser Mann sagte, das sei das wahre Leben, nicht Freud mit seiner Sexualität, das seien alles Peanuts, aber das große Erleben, das sei das Gefühl: "Es ist einfach scheiße, wenn du nicht mehr da bist."

Recht hat er.
Dieses Gefühl muss ich lernen, in Gänze annehmen zu können.
Weil das trotzdem nicht heißt, dass man sich nicht freuen kann, oder leben kann.

Leben mit dem erlittenen Verlust zu leben. Was für eine große, herausfordernde Sache. Das Ganze eben.

Inaktiver User
25.05.2007, 17:53
Danke, Zitronenmond! Jetzt habe ich begriffen, dass ein Leben mit dem Verlust ja auch eine Chance sein kann.

Ich erlebe einen Reichtum an tiefgreifenden Gefühlen, der mich für immer von anderen Menschen, welche diese Erfahrung nicht gemacht haben, unterscheiden wird.

Wenn ich es also aus dieser Perspektive betrachte, verliert der Tod meines Mannes etwas von seinem Schrecken. weil ich meine Erfahrungen nicht mehr als Last, sondern als Bereicherung meines Lebens empfinde.

Inaktiver User
26.05.2007, 12:37
Ich erlebe einen Reichtum an tiefgreifenden Gefühlen, der mich für immer von anderen Menschen, welche diese Erfahrung nicht gemacht haben, unterscheiden wird.


Das ist wahr.
Es unterscheidet dich. Und zwar tiefgreifend.

Anders gesagt: Es ist nicht zu verstehen für die meisten.
Das tut (mir) auch weh.

Ricarda44
29.05.2007, 14:53
Hallo, Zitronenmond,

Zu Deiner Aussage:
"Anders gesagt: Es ist nicht zu verstehen für die meisten.
Das tut (mir) auch weh."

Erkenne die Aufgabe darin, nicht das Leiden.
Manche müssen negative Erfahrungen früher erleben, das heißt dann für uns aber auch, den anderen zu erlauben, es nicht verstehen zu müssen.

Ja, ich hätte mir auch manchmal gewünscht, andere könnten den Schmerz besser verstehen. Bis ich dann mich fragen musste: Weshalb sollten sie das tun? So tiefe, intensive Gefühle können Außenstehende nicht nachempfinden. Und weshalb soll man sie damit belasten.
Ich freue mich daran, dass viele solche tragischen Momente im Leben noch nicht durchmachen mussten. Sie leben unbeschwert und genießen. Ich gönne es ihnen aus ganzem Herzen. Dafür habe ich die Eigenschaft gewonnen, noch besser "hinter Fassaden" schauen zu können und aus Blicken besser lesen zu können.
So hat jeder was davon: Die einen ihre unbeschwerte Leichtigkeit, die anderen mehr Tiefgang und Verstehen.

Inaktiver User
30.05.2007, 15:18
Hallo Ricarda44,

heißt das, dass unbeschwerte Leichtigkeit und Tiefgang einander ausschließen? Ich glaube, dass es trotz (oder gerade wegen) unserer persönlichen schweren Erfahrungen möglich ist, das Leben zu genießen.

Auch wenn nicht alle meine Mitmenschen meine Gefühle nachvollziehen können, so denke ich dennoch, dass ich meine engsten Freunde mit meiner Trauer belasten darf.

Liebe Grüße!

Ricarda44
31.05.2007, 07:52
Nein, hazel, das schließt sich nicht aus. Nur, die Menschen mit NUR Leichtigkeit, haben die Erfahrung und das Wissen um den Schmerz und den Kampf nicht. Allerdings auch nicht das Wissen sagen zu können: Es geht weiter. Immer weiter.

Es ist schon so, dass ich auch manchmal "durchknalle" - in dem Sinne voller Übermut das Leben zu genießen. Da sind so viele Dinge im Leben, die es zu entdecken, zu erforschen, zu bearbeiten gibt; da ist die Schönheit des Frühlings, die SMSen lieber Menschen - und vor allem meine Kiddys morgens zu wecken, ist das allerschönste.

So wie heute morgen als meine Kleine (11), die sonst immer mault "Bin noch müde wie ein Hund" heute meinte, sie sei müde wie ein Schwein. Und irgendwie auf meine Bemerkung, es gäbe keine Schweine in lila Schlafanzügen, anfing leise in die Bettdecke zu kichern, was sich so nach und nach zu einem Lachanfall steigerte, weil sie wohl sich das Ganze bildlich vorstellte und sie dann endlich aus dem Bett fiel. RUMS! AUA! Tränen. Mein Spruch: "Lila Schweine weinen nicht!"
Da saß sie vor dem Bett und wusste nicht, was denn nun wirklich passieren sollte. Also tat sie beides: Lachen ohne Aufhören zu können und Weinen, weil's halt ein wenig weh tat, vor Lachen aus dem Bett zu fallen.

Ja, das Leben ist voller Gegensätze. Und an diesem Beispiel heute morgen habe ich wieder gesehen: Es steckt alles in uns. Gutes. Schlechtes.
Wir sollten uns nur öfter dran erinnern, wenn wir schlechte Phasen haben: DAS IST KEIN DAUERZUSTAND!
Oftmals vergisst man es aber, stimmts?

Inaktiver User
31.05.2007, 08:33
Nur, die Menschen mit NUR Leichtigkeit, haben die Erfahrung und das Wissen um den Schmerz und den Kampf nicht.

Menschen mit nur Leichtigkeit? Gibt es nicht.
Das Leben ist immer so:


Es steckt alles in uns. Gutes. Schlechtes.


Es gibt allerdings Menschen, die das Schlechte ignorieren möchten, verdrängen, und so tun, als gäbe es nur Leichtigkeit.
Das gibt`s schon.

Ricarda44
31.05.2007, 18:57
Jetzt muss ich aber mal gegen halten:
Die Menschen mit NUR Leichtigkeit gibt es doch!!!!
Nicht die Masse, aber doch so einige, die weder geistigen noch sonstigen Tiefgang haben.

Inaktiver User
31.05.2007, 20:45
...aber doch so einige, die weder geistigen noch sonstigen Tiefgang haben.

ach diiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeee. :knatsch:

Ricarda44
01.06.2007, 23:51
Was machen WIR denn hier UNTEN???!!!
Geht ja wohl gar nicht!
Ab die Post.........

Inaktiver User
02.06.2007, 17:01
Zitat von Ricarda 44:
Als ich mal beim Sport so meine gewohnte Runde drehte, merkte ich, dass mein Blick immer nur kurz vor den Füßen landete. Irgendwann ging der Blick dann hoch und ich fragte mich, weshalb ich diese "Kurzsichtigkeit" eigentlich habe. Ich hab mich sonst immer so über die Natur, den alten, einsamen Baum mitten auf dem Feld usw. gefreut. Und dann habe ich beschlossen, ich werde mehr drauf achten.
Auf mich.
Auf meine Blickrichtung.
Und darauf, dass der Blick wieder weiter nach vorne geht.



Ich muss es Euch erzählen. Genau das, was Ricarda beschrieben hat, habe ich gerade selbst erlebt. Ich dachte ja, ich wäre geheilt und mein Leben wäre zwar anders als vorher, aber schön und lebenswert für mich auch alleine. Ich hatte letztes Jahr eine kurze Affäre mit einem Mann, mit dem ich mir auch nicht mehr hätte vorstellen können, aber ich habe gedacht, er hat die Prinzessin wachgeküßt, jetzt kann ich mich auch wieder verlieben.

Ich habe mich aber nicht wieder verliebt. Ich lerne ständig, schon aus beruflichen Gründen Männer kennen - keiner interessiert sich für mich, und ich mich aber auch für Keinen. Erst habe ich gedacht, na gut ist eben so, aber dann fand ich es schon traurig. Also bin ich letzte Woche mal wieder zu meiner Trauerbegleiterin gegangen und habe gefragt, ob ich vielleicht immer noch trauern würde. Die Antwort: nein, aber ich laufe mit verschlossenen Augen durch die Gegend - ich merke gar nicht, dass sich jemand für mich interessiert.

Also habe ich letzte Woche angefangen, die Welt mit offenen Augen zu sehen und besonders auch mit lachenden Augen, die zu meinem Lebensgefühl passen. Und ich muss jetzt noch drüber lachen, was passiert ist. An einer Ampel stand auf der anderen Seite ein Mann, und seit bald 6 Jahren habe ich das erste Mal wieder bemerkt, dass mich jemand anschaut. Ich habe zurückgeschaut, wir sind gegenseitig in die Augen schauend aneinander vorbeigegangen und haben uns sogar nochmals umgedreht und gelacht.

Eine Kleinigkeit für die Welt, für mich ein Feuerwerk. Ich sehe wieder, der Schleier vor meinen Augen hat sich gelüftet. Ich sehe mehr als meine Füsse ,und es gibt es wieder - neben dem Lachen oder Flirten, Wahrnehmen von Blicken. Das ist doch wirklich ein weiteres Zeichen der Heilung. Danke Ricarda für Dein schönes Beispiel. :blumengabe:

Inaktiver User
02.06.2007, 18:36
Augen auf ! (http://www.cityinsight.at/blogs/media/Augen_Auf.jpg)
:zwinker:
und Augenblicke (http://www.falki-design.ch/pics/augen01.jpg)
(langes Bild, noch etwas runterscrollen)


Unsere Augen sind in der Tat unsere Tore zur Seele.

Trübe, verweinte Augen sehen nur den Kummer.

Strahlende Augen voller Leben fangen jedes Licht und Lachen ein :Sonne:



Wie steht es bei euch mit dem ATEM ?

Ricarda44
02.06.2007, 20:13
@ Kranich:
Das ist doch soooo schön. Passt genau in den Frühling diese Flirterei.....

@Lavendel
Was ist mit Atem?
Du meinst das simple Luft holen???
Oder das tiiiiiiieeeefe Atmen?

Och, mach mir mal den Erklärbär, büdde!!!!!
Ich bin zu faul zum Denken.

Inaktiver User
02.06.2007, 20:31
Ich meine den tiefen, energiespendenden Atem, die herrliche Luft die durch die Nase in die Lunge strömt...

Ich meine: nehmt ihr euch genug davon?
Es ist reichlich für alle da :smirksmile:

(das ist einer meiner "Schwachpunkte", ich atme oft zu flach)

Ricarda44
02.06.2007, 21:23
Hm, naja, wenn man so am PC sitzt, schnauft man wohl etwas flacher. Beim Sport oder Arbeiten draußen wird's dann schon intensiver. Jetzt gerade werde ich mal nicht soooo intensiv atmen (rauch nämlich gerade - iiiigitt!) ;-) und hab 'ne dicke Pizza im Bauch. Da fällt mir das Atmen im Allgemeinen schwerer.

Ich hoffe, es findet sich noch jemand, der was Gescheites sagen kann. Irgendwie ist mir heute Abend nicht mehr nach Denken obwohl ich hellwach bin. Na, passiert mal, net wahr?

Inaktiver User
02.06.2007, 21:55
Das war für mich auch ein Zeichen der Heilung, als ich im Frühjahr nicht mehr die Wut auf alles Blühende und Knospende hatte, weil es leben konnte und leben wollte. Als diese Wut gewichen war, habe ich wieder angefangen, das Frühjahr mit allen Düften, Farben und seiner ganzen Vielfalt aufzusaugen und im wahrsten Sinne des Wortes einzuatmen.

Das habe ich dieses Jahr besonders genossen - an den Blüten zu riechen, die feuchte Erde nach Regen einzuatmen. Aber Du hast recht Lavendelmond - das sollte ich noch viel bewußter machen und auch als etwas Heilendes wahrnehmen. :kuss:

Ricarda44
06.06.2007, 17:32
Oh, man, Ihr Lieben.
Meine Zeichen der Heilung sind sogar schon so fortgeschritten, dass ich mich schon anfange mit einer Dame in zwei anderen Strängen "herum zu zoffen". Die geht mir nur noch auf den Keks.
Nun frage ich mich doch echt, ob das ein Zeichen der Heilung ist oder ob ich weniger Toleranz habe. Aber eigentlich war ich vor und während der persönlichen Katastrophe auch geradlinig und hab mich nicht angebiedert.

Ich schätze, wenn ich so drüber nachdenke, da ist 'ne ganze Menge Power wieder, die raaaaauuuuus will.
Nur in diesem Fall nicht in die richtige Richtung. Ich muss mich mal wieder am Schlafittchen (oder heißt das Schlawittchen???) packen und cooler werden.

Erzählt doch bitte mal, wie es Euch so geht. Ich brauch mal Entspannung und entspannte Menschen um mich herum. Auch wenn Ihr nicht entspannt seid, erzählt!!! Euch kann ich (be)greifen, bei wenigen anderen kriege ich das einfach nicht hin.

Liebe Grüße!

Inaktiver User
06.06.2007, 18:27
Ich schreibe Schlafittchen mit F...

... und ich finde, daß es durchaus ein Zeichen der Heilung darstellt, wenn man auf die Barrikaden geht (und sich "zofft" - in welcher Form auch immer).

Außerdem kann es durchaus sein, daß man nach einem schweren Schicksalsschlag zu weniger Toleranz neigt. Man hat viel durchgemacht und kann dann oft nicht verstehen, worüber sich die Leute aufregen, die "mit heiler Haut" davongekommen sind.

Is' bei mir jedenfalls so.

:blumengabe: Weiterhin gute Genesung wünscht
Betsi, die bunte Kuh

Inaktiver User
06.06.2007, 21:51
Oh, man, Ihr Lieben.
Meine Zeichen der Heilung sind sogar schon so fortgeschritten, dass ich mich schon anfange mit einer Dame in zwei anderen Strängen "herum zu zoffen". Die geht mir nur noch auf den Keks.
Nun frage ich mich doch echt, ob das ein Zeichen der Heilung ist oder ob ich weniger Toleranz habe. Aber eigentlich war ich vor und während der persönlichen Katastrophe auch geradlinig und hab mich nicht angebiedert.

Ich schätze, wenn ich so drüber nachdenke, da ist 'ne ganze Menge Power wieder, die raaaaauuuuus will.
Nur in diesem Fall nicht in die richtige Richtung. Ich muss mich mal wieder am Schlafittchen (oder heißt das Schlawittchen???) packen und cooler werden.

Erzählt doch bitte mal, wie es Euch so geht. Ich brauch mal Entspannung und entspannte Menschen um mich herum. Auch wenn Ihr nicht entspannt seid, erzählt!!! Euch kann ich (be)greifen, bei wenigen anderen kriege ich das einfach nicht hin.

Liebe Grüße!

Das stimmt auch - die ersten 2 Jahre habe ich mich aus dem Thema "Tod, Trauer und Trauerbewältigung" nicht rausbewegt. Das hat sich mittlerweile geändert. Ich bin immer noch gerne hier, fühle mich geschützt und aufgehoben. Aber in den anderen Strängen ist das Leben, Lachen und Diskussionen - da bin ich inzwischen viel öfter. :blumengabe:

Inaktiver User
07.06.2007, 15:09
Dass man weniger Toleranz hat in der ersten Zeit, kann ich nur bestätigen.

Manchmal kenne ich mich selber nicht mehr und wundere mich über mich selbst. Und das bezieht sich nicht nur auf Toleranz , sondern auf Gefühle insgesamt. Ich nehme alles viel extremer wahr, brause leichter auf, ärgere mich schneller und auf der anderen Seite kann ich mich auch total freuen.

Ich habe meine Mitte einfach noch nicht wieder gefunden und glaube, das wird auch noch ein Weilchen dauern. Es gibt Tage, an denen kann ich das mit großer Gelassenheit akzeptieren und dann wiederum bin ich schrecklich unzufrieden mit mir und kann mich selbst nicht leiden.

Aber so ist das eben mit diesem ewigen Hin und Her. Geduld ist angesagt!

Noch etwas: Im Moment fühle ich mich hier in diesem Forum auch sehr gut aufgehoben und verstanden. Und ich bin froh, dass es diesen "Schonraum" gibt. In den anderen Foren werde ich mich schon noch genug austoben können- wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Liebe Grüße!

Ricarda44
07.06.2007, 20:47
@Bunte Kuh
Danke für das F
Kommt ja wohl auch nicht von Schneewittchen das Schlafittchen....
Ja, das kann durchaus sein, dass ich manchmal so denke, wenn man permanent durch irgendwelche Schlaubeutel behelligt wird, die einem 'n X für 'n U vormachen wollen, dass die doch erstmal halb so viel erleben und bewältigen sollen wie man selbst schon hinter sich hat und dann über ihre Sprüche nochmal nachdenken sollten.
Oh, Gott!!! Ist das 'n langer Schachtelsatz......
Ich bin schlecht. Ich kauf mich jetzt 'ne Tüte Deutsch.

@Kranich:
Mensch, Mädel, Du wechselst Deine Bildchen ja so schnell wie andere ihr Hemd *grins*. He, ist nicht bös gemeint, aber so schnell mal "am Foto erkennen" ist nicht mehr... Aber Dein Avatar hat mich schon mal überlegen lassen, ob's nicht mal wieder Zeit wird, mir einen ausgiebigen Badespass zu gönnen dort, wo das Wasser blau ist...... Was ist denn das eigentlich für'n "Tierchen? im Schwimmreifen?

@hazel52:
Na, ich denke, meine Mitte habe ich schon wieder gefunden. Aber ich habe das Gefühl, bei Leuten, die mir mit Absicht auf den Nerv gehen wollen, bin ich mittlerweile rabiater geworden.

Ich finde das schön, dass Du Dich hier wohl fühlst. So soll es auch sein. Ist ja auch ein Kraftquell hier, eine Ruheoase .....
Da passt Kranichs Avatar doch gut......*entspann*

Inaktiver User
08.06.2007, 20:17
:blumengabe: Ricarda, das war ganz banal ein Smiley in dem Schwimmreifen, aber heute bin ich wieder zu den Wurzeln zurückgekehrt, wie es dem Wesen des Kranichs auch entspricht.
:blume: :Sonne:

Ricarda44
09.06.2007, 08:13
Welche Wurzeln? Das musst Du mal bitte genauer erklären. Ich bin doch keine Hellseherin!
(Noch nicht!) *grins*

Inaktiver User
09.06.2007, 11:07
:ooooh: Ich habe unbändige Lust, mir die Zehennägel zu lackieren und Lidschatten zu kaufen


wenn das keine Zeichen der Heilung ist, dann weiß ich nicht :zwinker:

Ricarda44
09.06.2007, 11:14
Und weshalb lackierst Du Dir denn nun nicht die Lider und kaufst Dir endlich Zehennägel????

Ne, war umgekehrt.... Zehennägel lackieren und Lidschatten kaufen..... ;-)

Ja, mach doch einfach!!!
Wo liegt denn das Problem?
Aber bitte was Freches. Nix Braves!

Inaktiver User
09.06.2007, 11:18
Das Problem liegt darin, dass ich heute morgen umgeknickt und gestürzt bin.
Nun habe ich einen dicken Knöchel und ein blutiges Knie

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben :zwinker:

Für die Augen schwebt mir ein Goldton und lila-Pflaumenblau vor (habe grüne Augen)
und für die Zehennägel eigentlich ein braves, unauffälliges rosa Perlmutt
:peinlich:


Was freches, sagst du?
Mal sehen, was sich machen läßt :blumengabe:

Ricarda44
09.06.2007, 12:58
Mönsch, Lavendel, was machst Du für Sachen??? Dann kühl mal schön.... armer Hase......und das bei diesem Wetter.

Also, dass mit lila-pflaumenblau finde ich ja suuuper. Aber gold? Meinst nicht, dass vielleicht so ein wenig silber etwas kesser wirken würde? Wirkt zwar auch kühler (aber auch kühner!!!).

Nagellack - da hab ich so einen Nagelhärter in weiß-silber, der ist einfach nur super. Ich nutze ihn nur für die Fingernägel, aber die sind nach einiger Anwendung so fest, dass ich damit Metall schneiden kann *grins*
War 'n Scherz!

Lass Dich doch mal in verschiedenen Geschäften beraten. Sollst mal sehen, wenn Du in 3 Läden gehst, bekommst Du 3 Meinungen + Deine macht schon 4. + meine sind schon mal 5.

Und dann probierste halt alles aus und guckst, was Dir am besten gefällt. Grüne Augen sind soooo cool. Da muss man was tolles draus machen.

Inaktiver User
09.06.2007, 16:19
Silber dazu?
Klingt gut !


Ich habe jetzt einen Salbenverband (Mobilat)
Manno, ist das dick!
So´ne richtige "Kugel" habe ich jetzt am Außenknöchel, wenigstens blutet das Knie nicht mehr

Mein Mann meinte, als er nach Hause kam, man könne mich nicht mal allein auf die Straße lassen :smirksmile:

hihi... bei meiner letzten "ich tu´s allein"-Aktion im Garten (ein von den Vorgängern draußen stehengelassenes Möbelteil zerdeppern), habe ich mir einen Finger verletzt, weil ich den Schwung der Axt nicht richtig einschätzte und rasselte dann ins alte Holz, musste zum Tetanus-Impfen gehen
UND
:peinlich::peinlich: ich hätte mir mit der Axt fast ins Bein gehauen :peinlich::peinlich:

Und vor einem Jahr etwa bin ich nach einer Renovierungs-Aktion in der neuen Wohnung der Mutter auf der Straße umgekippt (Erschöpfung) und habe mir am Bordstein schwere Prellungen an Brust und Bauch zu gezogen. War blau-schwarz !
:ooooh:
Die Frau, die das sah aus der Ferne, kam an und sagte: "Na, SIE haben aber einen Satz gemacht! Ich bin ganz erschrocken"

und einmal wollte ich in einer Steckdose überprüfen, ob Strom drin ist.... nahm das "roteDingdafür" und steckte es rein, aber es war nicht der Stromtester, sondern ein roter Schraubenzieher
:lachen:
ist aber nix passiert, ich habe diverse Schutzengel bei mir rumflattern
:fg engel:


Nun ja, aber heute habe ich richtig schöne, gesunde Blutdruckwerte !
Ist doch auch was.
Und wenn es meinem Knöchel wieder gut geht, gehe ich zu Rossmann, die hatten da so eine schöne Kosmetik-Ecke, wo man auch ausprobieren darf

Inaktiver User
09.06.2007, 17:26
Welche Wurzeln? Das musst Du mal bitte genauer erklären. Ich bin doch keine Hellseherin!
(Noch nicht!) *grins*

Der Kranich ist in der Symbolik ein Seelentier, d. h. er begleitet Menschen- nicht nur von dieser Welt in ihre neue Welt, sondern immer bei Veränderungen. Im richtigen Leben ist der Kranich ein wunderbarer Vogel, der gerne da ist, wo es schön ist: in der Sommerhalbjahr bei uns und im Winterhalbjahr im sonnigen, warmen Süden. Aber - und das macht ihn für mich so wichtig - er vergißt nie seine Wurzeln. Der Kranich kehrt stets dahin zurück, wo er geboren wurde, er bleibt heimat- und erdverbunden.

Ich bin vielleicht nicht ganz so schön und grazil wie ein Kranich (an dieser Stelle bitte protestieren - vielen Dank:zwinker: ), aber ich begleite auch gerne Menschen. Und obwohl sich in meinem Leben so unglaublich viel verändert hat, ich sehr viel geschafft und mir erarbeitet habe, hoffe ich, dass ich die Bodenhaftung nicht verloren habe und nicht vergesse, wo ich herkomme, was gewesen ist.

@ Lavendelmond :blume: Ich puste den Schmerz mal weg - schau, da fliegt er. Und damit er nicht wiederkommt, lege ich schnell ein rotes Gummibärchen auf den Verband. Dann traut der Schmerz sich nicht zurück. :lachen: So haben das meine Eltern mit uns Kinder früher gemacht, wenn wir gefallen waren. :blumengabe:
Gute Besserung:Sonne:

Inaktiver User
09.06.2007, 18:39
ich danke fürs Gummibärchen

Rot (http://www.mehrzweckbeutel.de/staubsauger/images/beutelbilder/Paniertes_Gummibaerchen.jpg) ist meine Lieblingsbären-Farbe


(und dieser ist auch auf die Nase gefallen) :smirksmile:

Ricarda44
09.06.2007, 20:00
Also, Lavendelmond, wirklich!!!!!
Da hat Dein Männe aber recht.
Man(n) sollte Dich nicht aus den Augen lassen!
Beim Schreiben der Beiträge hier bricht Dir aber nicht ab und zu 'n Fingernagel ab oder so????

Ab morgen nur noch mit Helm, Schutzanzug, Motorradstiefel mit Protektoren und Handschuhen raus gehen!!!!!

Ricarda44
09.06.2007, 20:05
Kranich, ich finde den Protestsmilie nicht!!!!!

PROTEST, PROTEST, PROTEST!!!!

Nein, ich denke nicht, dass einer von uns die Bodenhaftung verliert auch wenn manche Tage rein weg von Freude und auch mal wieder Übermut durchzogen sind.

Aber was ich so für mich festgestellt habe: Ich bin viel kritischer geworden, aber weniger selbstkritisch mir gegenüber.
Da muss ich zwar erst noch 'ne Runde drüber nachdenken, wieso und weshalb das so ist. Aber das es so ist, steht schon mal fest.

Inaktiver User
09.06.2007, 21:16
Kranich, ich finde den Protestsmilie nicht!!!!!

PROTEST, PROTEST, PROTEST!!!!

Nein, ich denke nicht, dass einer von uns die Bodenhaftung verliert auch wenn manche Tage rein weg von Freude und auch mal wieder Übermut durchzogen sind.

Aber was ich so für mich festgestellt habe: Ich bin viel kritischer geworden, aber weniger selbstkritisch mir gegenüber.
Da muss ich zwar erst noch 'ne Runde drüber nachdenken, wieso und weshalb das so ist. Aber das es so ist, steht schon mal fest.

Nimm diesen Smiley: :blumengabe: - der ist doch viel netter:zwinker:

Ich wollte doch nicht sagen, dass nur ich kranichmäßig unterwegs bin, und alle Anderen die Bodenhaftung verlieren. Ich habe nur hier den Kranich für mich als Nickname gebunkert:freches grinsen:

Ich habe nach Lutz Tod ein Buch geschrieben über meinen Trauer- und Gesundungsweg. Da habe ich festgestellt, dass der Mensch eigentlich aus 3 Teilen besteht: einem Taurigen, Zurückhaltenden - einem Fröhlichen, das Leben geniessenden und eben einem Kranich, der die Beziehung zu anderen Menschen herstellt, und sie begleitet, wenn eine Beziehung besteht.

Also: Ihr seid alle zu einem Drittel Kranich:kuss: :blumengabe:

Inaktiver User
10.06.2007, 08:01
Liebe Ricarda,
meine Fingernägel sind eh kurzgehalten, da sie eher weich sind und nicht zum "Langwachsen" taugen - außerdem bringe ich so weniger Gartenerde mit nach Hause
:lachen:

Am PC ist mir noch nichts passiert, vielleicht sollte ich diesen einfach nicht verlassen
:erleuchtung:


Die Schwellung hat über Nacht nachgelassen :jubel:und das blutige Knie ist auch endlich trocken verschorft.

Inaktiver User
10.06.2007, 09:48
Die Schwellung hat über Nacht nachgelassen :jubel:und das blutige Knie ist auch endlich trocken verschorft.

Dann hilft es doch noch mit dem roten Gummibär:smile: Weiter gute Besserung.

Euch allen einen wunderbaren sonnigen Sonntag:Sonne:

Ricarda44
11.06.2007, 21:28
Hallo, Ihr Süßen,

wie geht's Euch?
@ Lavendel, was macht Dein Fuß???

@Kranich über Deinen Satz "Da habe ich festgestellt, dass der Mensch eigentlich aus 3 Teilen besteht: einem Taurigen, Zurückhaltenden - einem Fröhlichen, das Leben geniessenden und eben einem Kranich, der die Beziehung zu anderen Menschen herstellt, und sie begleitet, wenn eine Beziehung besteht." muss ich erstmal einige Tage nachdenken. Das ist für mein Hirn irgendwie im Moment zu schwer. Vor allem die Aufgabe des Kranichs darin.
Hm *grübel* wie muss ich mir das real vorstellen? Ich komm da noch drauf....

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Hatte heute ein laaaanges Telefonat mit meiner Schwiegermutter. Also ehrlich, ich bin eigentlich immer eher froh, wenn ich nichts von ihr höre auch wenn sie sonst ein netter, umgänglicher Mensch ist. Mir gefällt halt nur ihre Art nicht, zu mir so zu reden und zu meiner Schwägerin wieder anders.
Ja, sie hat ganz anders an ihrer Trauer zu arbeiten. War lange Zeit sehr lethargisch, ist überhaupt nicht aus dem Haus gegangen.

Ich dachte heute, na vielleicht kommen wir ja mal einmal um das Thema Tod herum, aber das klappt nicht. Manchmal komme ich mir vor wie 'n Therapeut, der sich selber helfen musste, um anderen wieder helfen zu können.

Mir wäre es lieber, der Kontakt würde langsam aber sicher einschlafen, denn ich hatte sie nicht an meiner Seite in unserer schweren Zeit. Da waren Fremde, mit denen man dumm rum tratschen konnte, wichtiger. Nun haben die Fremden ihre Neugier gestillt, plötzlich sind wir wieder wichtig?

Nein, ich blocke den Kontakt nicht ab, weil meine Tochter ihr Enkelkind ist. Aber ansonsten..... Ja, mein Schwiegervater tut mir noch leid, er war immer ein feiner Kerl und leidet sicher auch darunter, dass wir uns nicht mehr sehen. Aber ich will es irgendwie nicht mehr. Ich will jetzt meine Ruhe vor der Vergangenheit. Ich muss nicht zum Hundertsten Mal alles vorkauen und aus dem Leben berichten und mich und alle das Tausendste Mal fragen, warum das so gekommen ist.

X Möglichkeiten und keine wird's treffen. Und wozu auch muss man sich noch um das Warum kümmern. Es sind Tatsachen geschaffen worden, die man akzeptieren muss. Nein, ich bin im Grunde genommen total weich und sensibel, aber auf der anderen Seite der totale Realist.

Ich kann meine Schwiegermutter verstehen, aber ich will mein Leben hier und in Zukunft leben und nicht immer zu in der Vergangenheit schwelgen. Als Mutter empfindet man ganz, ganz anders. Da gebe ich Brief und Siegel drauf. Aber weshalb geht sie nicht zu 'ner Therapie, wie man es ihr geraten hat? Ändern können wir alle nichts.....

Ach das war schon so ein Telefonat, wo ich wieder viele gute Tipps für sie hatte, für den Gesundheitszustand meines Schwiegervaters und wo sie wieder viel optimistischer draus hervorgegangen ist.
Nur mir hat's meinem restlichen (Geburts)tag den Schwung und die Freude genommen. Und mein Sohn, der diesen einfach so mal vergessen hat und mit lautstarken Forderungen heute Mittag vor mir stand, hat dem noch das Krönchen aufgesetzt.

Ich werde nie wieder 45!!! Da könnt Ihr Euch drauf verlassen.
45ste Geburtstage lehne ich in Zukunft ab.
Gnadenlos.

Aber dann waren da die ganzen anderen Anrufe und SMSen, sooo lieb und sooo lang. Und das Wissen, da sind Leute, die kennen Dich von klein auf an und man merkt, das stimmt einfach die Chemie von A bis Z.

Hach jaaaaa.

Ich musste mich nur mal 'ne Runde aufregen...... Sorry. Aber ich denke, Ihr versteht mich am besten.

Liebe Grüße!!!!

Inaktiver User
11.06.2007, 22:12
Hi, Ricarda

LavendelmondFuss nimmt langsam die passende Lavendelfarbe an, ebenso das Knie

Aber sonst geht es mir gut :smirksmile:

Inaktiver User
11.06.2007, 22:13
Na wenn das SO ist...
Herzlichen
Glückwunsch
zu
Deinem
Geburtstag!

:blumengabe: Besser spät als nie, gell?!

Viele Grüße von Betsi, der Bunten

Monkele
11.06.2007, 22:33
Ich werde nie wieder 45!!! Da könnt Ihr Euch drauf verlassen.
45ste Geburtstage lehne ich in Zukunft ab.


da hast du recht! :schild genau:

:ooooh: Da stelle ich gerade mal wieder fest, dass ich eigentlich nie in den Geburtstagskalender schaue. :peinlich:

Auch von mir alles Gute zum Geburtstag (http://www.schwartings.com/emailstuff/Pictures/Happy_B-Day.jpg)! :blumengabe: :krone auf:

Mir steht der 45. ja auch bald bevor...

Monkey

Inaktiver User
11.06.2007, 22:34
Ricarda, du hast GEBURTSTAG ?


ohjeee, ich hätte dein Posting ganz und gar und gründlich lesen sollen
:peinlich::peinlich::peinlich: :gegen die wand:


Sorry :blumengabe:



Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag (http://www.zwischen-den-welten.com/images/kunde/gefuehl/bluemchen.jpg), meine Liebe ! :wangenkuss:

(der nächste Burzeltag wird sicher besser)


und noch einen
Geburtstagskuchen (http://www.dubistmeinfreund.de/gfx/grusskarten/d26161ac4c2c4834eac0279d9e0ca704.jpg) für dich :hunger::prost:

Ricarda44
12.06.2007, 07:31
Danke, danke, Ihr Lieben, für Eure guten Wünsche!

Ich bin immer wieder froh, wenn so ein "Drama" vorbei ist. Ich feiere meine Geburtstage grundsätzlich nicht. Und das "Tür-einlaufen-am-besonderen-Tag" ist nun nach einiger Disziplin auch endlich vorbei.

Dafür mache ich für meine Kids immer 'nen tollen Tag aus ihren Geburtstagen. An meinem wünsche ich mir einfach nur RUHE.
Machen, was ich will - also eigentlich das, was ich fast immer mache *grins*. Na, dafür habe ich so zwischendurch immer mal "Events", die so Knall auf Fall aus der Hüfte gezaubert werden... Das ist auch immer viel lustiger als diese ständigen Vorbereitungsaktionen und Planereien. Muss ich mir an meinem Tag nicht antun.

Lavendel: Du solltest Fuß und Bein nicht so öffentlich zeigen, sonst meinen einige Leute noch, dass sei jetzt IN.....
Kuchen ist verspeist!!!

Ich wünsche Euch einen schööööönen Tag!

Inaktiver User
12.06.2007, 08:55
Auch wenn du keine Lust drauf hast, Ricarda, hier musste noch durch (http://www.raffiswelt.de/geburtstagstorte.jpg), und das auch noch einen Tach zu spät!

Das ist Ricarda Prachenzsky, (http://www.prachensky.com/michael/bilderlager/familie/emma-grassmayr-auf-motorrad.jpg) eine Frau, die auch immer wusste, was sie wollte.

Ricarda44
12.06.2007, 10:49
Uff!!!
Soo viel Torte, menno!!! Wie lange muss ich da wieder ackern bis ich die Kalorien verbrannt hab?
Und das Foto - ja, das mit dem "Moped" passt bei mir schon.... aber die Kopfbedeckung ist ja grauselig.... ;-)
Danke, Zitrönchen!

Aber das Schönste war ja, dass meine ehemalige Chefin sich gestern telefonisch für heute früh bei mir angekündigt hat. Und da kam sie auch mit Blumenstrauß und 100 Euro. Ich war ja mehr als perplex! Erst hab ich überlegt, ob ich so bedürftig aussehe, aber das muss was anderes gewesen sein, dass sie und ihr Mann noch heute so (Arbeit)GEBERfreudig sind.
Ist das nicht schön? Ich freu mich einfach riesig über diese ständige Anerkennung von ihrer Seite, auch wenn ich nun schon über 'n halbes Jahr nicht mehr in der Firma bin.
Ha! Zitronenmond, für die "Kohle" kauf ich mir 'nen vernünftigen Helm!!!

Ricarda44
12.06.2007, 10:51
Aber nun mal wieder genug mit meinen Befindlichkeiten......
Thema: ZEICHEN DER HEILUNG:

WIE SEHEN EURE AUS????

Inaktiver User
12.06.2007, 14:52
Hallo Ricarda,

auch von mir noch ein verspäteter Glückwunsch zu Deinem Geburtstag!

Hatte gar keine Zeit, hier ins Forum zu schauen und war natürlich nicht auf dem Laufenden.

Bei mir gibt es kein neues (offensichtliches) Zeichen der Heilung. Wahrscheinlich mache ich aber trotzdem Fortschritte. Häufig denke ich, ich trete auf der Stelle, aber dann merke ich nach einiger Zeit, dass ich doch wieder irgend etwas kapiert habe.

Im Moment fühle ich mich einfach gut und habe den Eindruck, es gibt wieder so einen Hauch von Normalität in meinem Leben. Das ist ja schon was! Nach all der ständigen Angst und Sorge um meinen schwerkranken Mann und dem Schockzustand nach seinem Tod werde ich langsam, ganz langsam ruhiger.

Die traurigen Momente kommen immer noch (das ist ok so), aber in größeren Abständen. Ich habe auch keine Angst mehr davor, wieder in so ein tiefes Loch der Verzweiflung zu fallen. Wenn das so ist, dann ist es eben so und wird durchlebt! Gehört alles zum Trauerprozess.

Liebe Grüße!

Inaktiver User
12.06.2007, 16:02
:blumengabe: Herzlichen Glückwunsch nachträglich zu Deinem Geburtstag, Ricarda. Alles Liebe, Glück und Gesundheit.
Schön, dass es Dich gibt. Ich lese Deine Beiträge sehr gerne und habe schon viel von Dir gelernt :wangenkuss:


:Sonne: :blume: :Sonne: :blume:
:smile: :blumengabe: :smile: :blumengabe: :smile:

Ricarda44
12.06.2007, 21:24
Ist ja süüüüüß, Kranich. Vielen lieben Dank.

Das Stück Normalität ist ein so guter Schritt. Ich bin schon einen weiter. Du und hoffentlich alle anderen auch, werden merken, dass aus diesem tiefen Loch sich rauskämpfend, man noch ganz andere Energien freisetzen wird.

Wir bleiben dran und ich will es sehen, wie es sich bei Euch entwickelt!!!!

Es ist gut, dass wir uns hier gefunden haben. Auch das ist ein riesiges Zeichen der Heilung, das sich gegenseitig stärker machen. Auch wenn wir wohl weit voneinander entfernt wohnen, uns noch nie begegnet sind, kommt in unseren Worten immer wieder das Verständnis und ganz viel Menschsein zum Ausdruck.

Wir sind nicht allein.
Zu keiner Zeit.
Nicht im realen Leben und auch nicht im www.

Es ist eine Bereicherung für uns alle.

Es ist doch schön, dass es uns gibt!

teichmuschel
12.06.2007, 21:54
Ich frage mich immer und immer wieder, ob ich die Zeichen einer Heilung übersehe. Sind die Zeichen vielleicht so klein, dass ich sie nicht erkennen kann oder bin ich "noch" nicht bereit sie zu sehen?
Gerade eben hat mir eine Freundin erzählt, dass sie und ihre Geschwister den 75. Geburtstag ihrer Mutter vorbereiten. Meine Mutter wäre dieses Jahr auch 75. Jahre alt geworden. Sie hatte auch schon Pläne wie sie diesen Geburtstag feiern wollte. Und nun ......???? Mir laufen, wie so häufig, die Tränen über's Gesicht und ich vermisse meine Mam so sehr.
Doch, die Trauer ist an manchen Tagen nicht mehr ganz so "mächtig", aber so richtig wohl gefühlt habe ich mich nun seit 13 Monaten nicht mehr. Sie fehlt mir so sehr. Ich wünsche mir schon wieder ein mal ein paar Tage unbeschwert (erst jetzt bin ich mir über den Sinn dieses Wortes so richtig bewusst) zu erleben.
Aber vielleicht kommt es ja noch.

Liebe Grüße
Teichmuschel

Inaktiver User
12.06.2007, 22:35
Mir geht es auch so, Teichmuschel, ich habe auch das Gefühl, "unbeschwert" werde ich nie wieder sein. Obwohl ich lachen kann und fröhlich sein, aber es ist halt niemals völlig loslassende Unbeschwertheit.

Schade, eigentlich.

Aber es kommt etwas anderes dazu. Etwas Tieferes. Darüber freue ich mich auch sehr.

Ricarda44
13.06.2007, 07:56
Ich werde am Tag, wo meine Mutter 85 geworden wäre, mein Geschäft eröffnen. Weil es mir ein Wunsch ist, ihr ein Zeichen zu setzen. Alle, die wissen, wann sie Geburtstag hätte, werden wissen, weshalb ich das tue. Denn sie und mein Vater, dem es zum Glück wieder recht gut geht, sind meine persönlichen Kraft- und "Unkaputtbar"-quellen.

Inaktiver User
13.06.2007, 08:40
Och, was`n fürn Geschäft?

Inaktiver User
13.06.2007, 09:00
Och, was`n fürn Geschäft?

Genau-Ricarda -was´n fürn Geschäft?

:blumengabe: :Sonne:

Inaktiver User
13.06.2007, 10:54
:aetsch: ich weiß es schon, ich weiß es :aetsch:


*kicher*


Ich sag´s ja immer: Unsere Ricarda hat MUMM in den Knochen !
Mir fehlt ein bissl "Mumm" in den Gebeinen *g*, darum bin ich auch irgendwie gaanz stolz auf Ricarda, so als wäre sie meine große oder kleine Schwester

Tja, dann wartet mal schön bis Ricarda selber erzählt, dass sie eine F............. aufmacht :smirksmile:

Ricarda44
13.06.2007, 21:50
Lavendel, nun lass die beiden Süßen doch mal 'n wenig rätseln. Mal gucken, ob sie Dedektiv genug sind, um das raus zu bekommen.

F........ lassen wir doch mal so stehen.......

Na, macht mal.....

@Lavendel: Pssssssst!!!!

Inaktiver User
14.06.2007, 06:58
Schweigegelöbnis (http://www.cosgan.de/smiliegenerator/ablage/422/50.png)

Ricarda44
14.06.2007, 07:48
Good Mooooorning!!!!!!!!!!!!!!!!!! *gähn*
Wat is 'n dat für'n komisches Wetter heut?
Da soll ich wach werden???!!!

@Lavendel: Braves Mädchen!

Ricarda44
14.06.2007, 07:48
Ah gleich mal noch 'ne Frage:

Wie bringt man einen Frosch dazu "Jurk" zu sagen????

Inaktiver User
14.06.2007, 08:57
Feinkostabteilung auf`n Wochenmarkt? :smile:

Fischimbissbude? (Passt Sekt dazu, jawohl) :krone auf:

Französisches Bistro? :zwinker:

Fitness-Etage? :Sonne:

Friseurbetreuung? :lachen:

Frittenbude? :blumengabe:

Ricarda44
14.06.2007, 13:15
:schild ...uups:

Wären auch Ideen gewesen..... :smile:

Leider: :schild nein:

teichmuschel
14.06.2007, 13:20
Florabetrieb :blume:

Fangopackungenauflegefirma :wie?:

Flick- und Strickarbeiten :zwinker:

Fußpflege :freches grinsen:

Fahrbetrieb für z. Zt. Führerscheinlose :heul:

egal was es ist .......

auf jeden Fall

F....iel Glück :prost: und einen guten Start :kuss:

(Bin trotzdem gespannt was es ist)

Teichmuschel

Inaktiver User
14.06.2007, 13:24
Mumm, Mumm, Mumm... Möööööönsch!

Inaktiver User
14.06.2007, 13:24
Oder doch Fußpflege?

Faltfirma (Spezialisierung: Zitronenfalter)

Filettiereinheit (mobil)

HundeFrisör

Inaktiver User
14.06.2007, 13:26
Feinkostabteilung auf`n Wochenmarkt? :smile:

Fischimbissbude? (Passt Sekt dazu, jawohl) :krone auf:

Französisches Bistro? :zwinker:

Fitness-Etage? :Sonne:

Friseurbetreuung? :lachen:

Frittenbude? :blumengabe:


Wieso fängt denn Alles mit F an?:ooooh:

Nee Zitronenmond, Ricarda hat den Hinweis mit dem Frosch gegeben. :erleuchtung:

Vielleicht wird sie

Kaulquappenhebamme:blumengabe:

Froschstrassensperrenerrichterin:Sonne:

Französisches Restaurant - mit Frosch auf der Speisekarte Pfui Spinne :hunger:

dann gibt´s da doch eine Putzmittelfirma namens Frosch:smirksmile:

Ricarda - lass uns nicht so lange rätseln oder gib uns noch einen Hinweis:kuss:

Inaktiver User
14.06.2007, 14:54
Wieso fängt denn Alles mit F an?:ooooh:


Mannmann, rätselmäßig komme ich mir aber vor wie im Seniorenstift hier, *räusper*, nun reißt euch mal zusammen, Mädels. :nudelholz:

Also, wenn:


Ricarda macht eine F.......... auf

muss das ja wohl mit F anfangen und eine weibliche Form haben. Wird also eher eine Fischfangfregatte sein als eine Fotokino, eine Fregatte macht man aber nicht auf. Also... :stöhn:

Mehr Mühe!

Und da ich grade so schön biestig bin: Alles fängt nicht mit F an, sondern mit A.

teichmuschel
14.06.2007, 17:04
Also wenn es nach mir ginge würde ich momentan eine:

FAULENZEREI

aufmachen :schild genau:

Grüße
Teichmuschel

Ricarda44
14.06.2007, 19:10
Mädels, Ihr seid genial!!!!

Aber Feuerschluckerin habt Ihr vergessen!!!!!!
Wie könnt Ihr das nur vergessen????!!!!


Ist's aber auch nicht.

Lavendel, was sagst denn Du dazu?
Ist doch eigentlich sooooo einfach, oder?

Ich glaub', ich rück mal 'nen Tipp raus:
Hat was mit Schweißausbrüchen zu tun........ ;-)

Inaktiver User
14.06.2007, 19:14
ach, bei wem denn die Schweißausbrüche? :zwinker:

ich finde ja, du läßt die Damen ganz schön zappeln, ei wat biste erbarmungslos heute

:freches grinsen:

Sagen wir mal so als Tipp:

Es gehören mindestens ZWEI dazu ! (und einer schwitzt mehr als der andere)

Ricarda44
14.06.2007, 19:16
Aber Lavendel!!!! Das hört sich sehr nach was anderem an *griiiins*.

Schäm Dich!!!!

Inaktiver User
14.06.2007, 19:23
Was du immer gleich denkst !!!!

Schäm dich selber :zwinker:

Das mit dem Schwitzen hast du aber zuerst gesagt, jawoll


noch´n Hinweis für die unwissenden Damen hier:

wenn alles vorbei ist, ist eine Prüfung angesagt !

Rowellan
14.06.2007, 19:26
Fahrschule? :smirksmile:

Ricarda44
14.06.2007, 19:27
EINE????
T+P = 2

Ich erlöse die Mädels, wenn sie jetzt nicht drauf kommen per PN.

Inaktiver User
14.06.2007, 19:28
T+P=2 ?

:wie?:

Bitte erlöse mich auch per PN

Inaktiver User
14.06.2007, 19:30
Und da ich grade so schön biestig bin: Alles fängt nicht mit F an, sondern mit A.
:ooooh: :wie?: :lachen: :ahoi:
Jetzt sitze ich hier und lache - das mußte ich 3 x lesen, habe sogar hochgescrollt, weil ich sicher, dass Alles doch mit F anfing.:peinlich:

Super Zitronenmond:kuss: :Sonne:

Inaktiver User
14.06.2007, 19:35
EINE????
T+P = 2

Ich erlöse die Mädels, wenn sie jetzt nicht drauf kommen per PN.

Ich möchte auch erlöst werden per PN :kuss:

Inaktiver User
14.06.2007, 19:52
Ich will'f bitte auch wiffen, ich bin doch fo neugierig... :fg engel:

Inaktiver User
14.06.2007, 21:37
wenn alles vorbei ist, ist eine Prüfung angesagt !

Okay, das in Verbindung mit Schweißausbrüchen kann natürlich nur eine

FRITTENBUDE

sein.

Ha, in echt weiß ich es jetzt. Ricarda, irgendwann komm ich mal mit mein Benz angekachelt und besuch dich, ich schwör!

Monkele
14.06.2007, 21:43
Du bist ja sowas von fit und ich vermute mal, du gibst das in jeder Hinsicht weiter?! :freches grinsen:

Bitte auch mich Neugierdsnase per PN erlösen! :blumengabe:

Monkey, die jetzt erst mal noch ein paar andere Sachen nachlesen muss

teichmuschel
14.06.2007, 21:48
Allerliebste Ricarda,

Bei 2 und einer schwitzt mehr als der andere ????

Tanzschule - aber was dann T+ P = 2 noch mehr ???????:wie?:

Bin sowas von neugierig. Nu mach schon - raus mit der Sprache
sonst kann ich heute Nacht nicht ruhig schlafen und das willst Du ja sicher nicht.

Grüße
Teichmuschel

Ricarda44
15.06.2007, 07:52
So viel geballte Überzeugungskraft von Euch, da ist mir das per PN doch zu buckelig:

Jaaaaaa, es ist eine Fahrschule.

T = Theorie
P = Praxis

(Von wegen 1 Prüfung Lavendel..... ;-)

So, nun ist die Neugierde gestillt. Aber Ihr habt super tolle Ideen gehabt.

Was machen wir nun vor lauter Langeweile???
Ich glaub, ich brenn mir mal fix 'ne CD und mach mal Hausputz. Ist ja auch nicht zu warm, so dass ich nicht wirklich 'ne Ausrede zur Hand hab, um es sein zu lassen.

Und bevor jetzt von Eurer Seite wieder so gute Vorschläge kommen, die mich davon überzeugen, nix zu tun, verkrümel ich mich mal schnell wieder.....

Ich wünsche Euch einen guten Start in den Freitag. Bis später!!!!

Inaktiver User
15.06.2007, 07:55
ach soo, stimmt: 2 Prüfungen !


ist schon so lange her, dass ich drei Mal durchfiel, an die Theoretische dachte ich nicht mehr (die bestand ich beim ersten Mal)

hihi... ich grübelte über T-P

T = Trucks?
P = Pkw´s ?

also, falls ich mal in die Bredouille komme, den Führerschein machen zu müssen (Gott bewahre mich!), dann mache ich das bei DIR, Ricarda !

Inaktiver User
15.06.2007, 17:59
Oh je, Fahrschule - erinnert mich nicht daran. Ich oute mich:

Ich bin bei der Theorie durchgefallen - ich faule Socke:peinlich:

Aber wenn ich ihn wiederholen müßte, käme ich zu Dir, Ricarda.
:Sonne: Viel Erfolg und sonnige Zeiten:Sonne:

:zauberer: :yeah::blumengabe:

Ricarda44
15.06.2007, 18:59
Danke, danke, aber ich warne Euch: Wehe Ihr verliert Euren Lappen!!!! Dann fangt Ihr nämlich astrein beim kleinen Einmaleins wieder an: Spiegelarbeit, Schulterblick usw.
Hat den Vorteil, man hat nie wieder Nackenverspannung ;-)

Inaktiver User
15.06.2007, 19:42
Danke, danke, aber ich warne Euch: Wehe Ihr verliert Euren Lappen!!!! Dann fangt Ihr nämlich astrein beim kleinen Einmaleins wieder an: Spiegelarbeit, Schulterblick usw.
Hat den Vorteil, man hat nie wieder Nackenverspannung ;-)

:ooooh: Stimmt das? Dann melde ich mich an:zwinker: Muss ich vorher den Führerschein verlieren?:cool:

Ricarda44
15.06.2007, 19:57
Neeee, kannst ihn auch freiwillig abgeben wegen körperlicher Gebrechen *grins*

Inaktiver User
15.06.2007, 20:54
Neeee, kannst ihn auch freiwillig abgeben wegen körperlicher Gebrechen *grins*
:nudelholz:
Ein eindeutiges Zeichen der Heilung, um mal wieder zum Ausgangsthema zurück zu kommen: zu netten Mitmenschen frech sein:freches grinsen: :zwinker: :kuss: .

Ricarda44
15.06.2007, 21:05
*griiiins*
Aber Kranich, das ist "normaler" Umgangston in meinem Auto!!!
Wir stehen auch schon mal an einer Kreuzung und kommen nicht weg..... vor Lachen.
Und hinter uns hupt es.....

Ricarda44
15.06.2007, 21:13
Ups. Doppelt.

Ricarda44
15.06.2007, 21:13
Zeichen der Heilung:

Jaaaa.... hab vorhin gerade ein tolles Kompliment von einem ehemaligen Kollegen bekommen. Er meint, jedes Mal, wenn wir uns begegnen sehe ich echt 'n Stück jünger aus.

Vor ein paar Monaten hat er mir mal 'nen Job in seinem Büro angeboten, welches ich abgelehnt hab, weil mir das zu langweilig ist, den ganzen Tag dort rum zu hocken. Da meinte er schon, ich strahle eine Ruhe und Gelassenheit aus, dass man ganz entspannt werden würde, aber auch eine Bestimmtheit, die keine Widerrede zulässt.

Ja, ich fühl mich auch jünger als vor 1 Jahr, aber ich hab die Gelassenheit nicht mehr. Mir kribbelts. Ich muss mich mal wieder dolle in was reinschmeissen. Und das wird mein Job sein.
Die Kids sind über'n Berg mit Kummer und Trauer. Da hab ich dann auch wieder mehr Power.

Außerdem: Ich mache seit 1 Woche wieder jeden Tag Sport. Und das tut soooo gut. Und vor allen Dingen, man merkt es auch ratzfatz wieder an Beinen, Bauch und so......

Apropos Bein!!!!
Lavendel, wie geht's Deinem Fuß?
Hast schon Kosmetika gekauft zum "frech sein"?

Inaktiver User
15.06.2007, 22:14
Apropos Bein!!!!
Lavendel, wie geht's Deinem Fuß?
Hast schon Kosmetika gekauft zum "frech sein"?


Ricarda, mein Bein werde ich Montag früh zum Doktor tragen :smirksmile:
Mein Mann wollte ja, dass ich heute nachmittag noch gehe, aber da waren die Chirurgenpraxen schon zu.

Ist immer noch dick, und tut seit heute wieder mehr weh.
Ich habe es einfach zu sehr belastet, weil ich kaum Schmerzen hatte.
:peinlich:
(Als ehemalige Arzthelferin hätte ich es vielleicht besser wissen müssen)
Außerdem bin ich heute deswegen fast die Treppe runtergefallen, weil das Gelenk so wackelig ist.


Zum Lidschatten etc.: :peinlich::peinlich::peinlich:

noch nix eingekauft
das unbändige Gefühl ist mir abhanden gekommen




oje, mit dieser Antwort wirst du nicht zufrieden sein und läßt mich durch die Prüfung fallen !!!!!!!!
:zwinker:

Inaktiver User
15.06.2007, 22:30
*griiiins*
Aber Kranich, das ist "normaler" Umgangston in meinem Auto!!!
.....
Also bis gerade habe ich gedacht: Ich sitze in meiner Wohnung vor meinem PC und Du in Deiner Wohnung vor Deinem PC.:zwinker:

Wenn Du jetzt meinst, dass wir beide zusammen in Deinem Auto sitzen, hat eine von uns, was falsches oder zu viel getrunken oder geraucht, oder wie :ooooh: :wie?:

Ricarda44
16.06.2007, 08:25
Guuuuten Morgen!

Na, Ihr..... bei uns regnet das sooo schön vor sich hin. Da werden sich meine Blümchen draußen freuen...

@Lavendel:
Na, das ist ja meistens so, dass der "Schuster die schlechtesten Schuhe hat". Ja, schäm Dich, mit Wackelbein sich in Gefahr bringen!!! Ich glaub, wir müssen doch mal rüber kommen und Dir den Kopf waschen und Dich mal richtig medizinisch versorgen können. (Kranich, was trinkst Du???) ;-)
Ach, na ja, das andere hat alles Zeit. Mach Dich mal erst wieder fit. So ein körperlicher Schmerz ist ja auf Dauer auch nicht besonders reizvoll. Dann schone Dich mal und renn nicht so viel rum.

@Kranich:
Ach, Kranich, in Gedanken bin ich immer da, wo es am schönsten ist. Und das ist nun mal DIESER Platz im Auto. Ich hab gestern Abend ungefähr 3 Stunden mit einem "ehemaligen" gesimst, der ist heute noch so begeistert und glücklich über seinen Erfolg (19 Stunden insgesamt und gleich bestanden), dass er mir schon 2 Leute aus seinem Bekanntenkreis organisiert hat, die gleich anfangen wollen, wenn ich startklar bin.

Was macht Ihr denn heute so???

Inaktiver User
16.06.2007, 13:55
Was macht Ihr denn heute so???

Ich bin 1.) zur Abwechslung mal Hundemama und damit viel draußen unterwegs und 2.) muss ich mich in der Regenpause jetzt mal mit einer sehr diffizilen Insektenfrage beschäftigen. :zwinker:

Ricarda44
16.06.2007, 14:58
Au ja, nicht war.... Ist doch ein klasse Thema.
Ich könnt mich heut wegschmeissen vor Lachen....was da alles so schon gekommen ist......

Ich glaub, ich schreib das nochmal ein wenig um und stell das hier irgendwo rein. Dann könnt Ihr Euren "Senf" nochmal dazu geben.
Die Lachanfälle müssen größere Kreise ziehen......

Ich denke, ich packe es unter Tipps für ein glücklicheres Leben....

Inaktiver User
16.06.2007, 17:33
und 2.) muss ich mich in der Regenpause jetzt mal mit einer sehr diffizilen Insektenfrage beschäftigen. :zwinker:


Ach, du auch ???? :freches grinsen:

Ricarda44
16.06.2007, 17:37
Ich habe niemanden vergessen!!!!!
Werde ich mich doch nicht verhauen lassen......
Das erledigen dann schon andere :-)

Ciao, Mädels, bis bald!

Ricarda44
16.06.2007, 17:39
Liebe Kranich,

so langsam verblitze ich mir die Augen an den ständig neuen Bildchen. Das ist ja als würden Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter an einem Tag durchziehen.

Na, mach mal weiter so, wir beide tun nochmal was gegen Nackenverspannung, net wahr?!

Inaktiver User
17.06.2007, 22:11
Liebe Ricarda,
nun habe ich Lidschatten !!
Heute das erste Mal aufgetragen - das ist so ein "Trio", nennt sich Irland
Ein GRÜN, das genau das Grün meiner Augen trifft, dazu ein goldiges Beige (?) und ein sanftes Braun

schön :smile:

Ich hatte auch ein lila-rosa Duett in der Hand, auch schön, aber es hat mich zu sehr an meinen "bunten Fuß" erinnert.


Weder Mann noch Sohn haben mein Augenmakeup bemerkt.
War wohl zu dezent :lachen:

Inaktiver User
17.06.2007, 23:00
Fahrschule, Lidschatten... hier geschehen ja kleine und große Wunder!

Heute ist so ein Tag, an dem ich mich still freue über das Leben.