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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst vorm Straßenverkehr



Blocksberg77
30.07.2006, 12:45
Hallo zusammen,

ich habe seit 1996 meinen Führerschein. Ich habe beide Prüfungen mit 0 Fehlern bestanden und habe auch während der Fahrstunden nie unter Ängsten gelitten. Nun wollte ich auch nachher privat fahren doch sobald ich im Auto saß bekam ich Panik. Fazit war/ist das ich nie mehr alleine gefaren bin. In den ganzen Jahren hat mein Fahrleher mir mehrfach angeboten umsonst ne Stunde bei ihm zu machen. Sitzte ich in seinem Auto habe ich keine Angst. Bin ich dann wieder auf mich gestellt bekomme ich wieder Panik.

Nun haben meine Eltern uns einen Motorroller gekauft damit ich erst mal "klein" anfangen kann. Eigentlich soll mein Mann dann später damit zur Arbeit fahren damit ich mit unseren Kindern das Auto habe.
Donnerstag hatten wir dann den Roller und ich habe prompt nen kleenen Unfall gehabt da ich so aufgeregt war dem Roller ist nichts passiert aber ich habe zerkratze Beine und dat linke ist dick und blau. Tut aber nichts mehr weh.

Nun schieb ich schon nur Panik wenn ich an den Roller denke. Mein Mann meinte dann gestern ich solle doch versuchen das Auto zu nehmen. Wir wohnen hier an nem Einkaufszetrum wo die parkplätze Sonntags leer sind. Er meint ich solle da erst mal üben. Aber ich kann nicht mir wird schon schlecht wenn ich nur dran denke.

Ich verstehs nicht warum ich fahren kann wenn mein ehemaliger Fahrlehrer bei mir ist aber wenn ich alleine bin wird mir schlecht ich zitter und bekomme Heulkrämpfe. Ich möchte so gerne eigentlich Auto fahren aber die Angst ist größer.
Mir ist jetzt schon schlecht weil mein Mann wenn er nachher von der Arbeit kommt mit mir lernen will. Aber da klemmt was in mir. Kann man das irgentwie umschalten? So das ich keien Angst mehr habe? Spezielle Farhschulen ect?

Ich möchte es doch so gerne

Danke für´s lesen und evt. antworten

Inaktiver User
31.07.2006, 12:28
Hallo Bibi :ahoi: :freches grinsen:,

meine Freundin hatte ein ähnliches Problem. Ihre Angst schaukelte sich immer mehr hoch, je länger sie das Thema vor sich herschob. Irgendwann "überredete" ich sie zu einem Neuanfang in einer Verkehrsschule, wo Anfänger mit Führerscheininhabern als Beifahrer üben dürfen.

Der Vorteil war, dass sie sich nicht blamieren konnte (war eine ihrer großen Ängste), dass sie nichts wirklich "anstellen" oder falsch machen konnte und die "Sicherheit" meiner Person war immer noch da. Wir sind einige Male hingefahren und ich wurde von mal zu mal "unaufmerksamer", was sie merkte, aber da wir das sehr langsam angingen, konnte sie sich step by step hineinfinden.

Sie hatte übrigens kein Schlüsselerlebnis wie einen Unfall oder ähnliches, was diese Angst auslöste, es war einfach eine kleine Angst (die ja fast jeder Führerscheinneuling hat), die durch mangelnde Fahrpraxis zu einen riesigen Gespenst heranwuchs...

Vielleicht versucht ihr es mal mit so einem privaten Platz, da kannst du auch Verkehrssituationen üben, auf einem Parkplatz herumzufahren bereitet dich ja nur bedingt auf die Praxis vor.

LG und Kopf hoch!
Estrella

Inaktiver User
05.08.2006, 15:52
Vielleicht solltest du einfach bei Kartoffelbrei bleiben, Bibi? :smirksmile:

Oder einen Mehrfachhexspruch anwenden:

Ene mene Hosenfleck
Die Angst vorm Fahren ist jetzt weg!
Ene mene dunkle Gassen
Ich fahre mutig und gelassen!

Aber ich will dich nicht foppen - bin selbst jahrelang nur mit großer Angst gefahren. Vor allem vor der Autobahn habe ich mich gefürchtet. Es gibt wirklich nur eins, was da auf Dauer hilft, und das ist Übung. In kleinen Schritten. Erst mal nur reinsetzen (allein!). Dann auf dem, Übungsplatz fahren, später auf wenig befahrenen Straßen, und dann immer ein bisschen weiter. Je mehr du wie das Kaninchen auf die Schlange auf deine Angst schaust, desto schlimmer wird das alles.

Ich kenne auch Leute, die wegen ihrer unüberwindlichen Angst auf das Autofahren verzichten. Die schaffen das auch. Vielleicht solltest du dich nicht so unter Druck setzen (lassen).

Viel Erfolg wünscht Apfeltasche

Blocksberg77
15.08.2006, 14:30
Hallöchen zusammen,

erst mal danke für eure beiden Antworten. Ich habe einen Sonntag auf dem Parkplatz super gefahren und den nächsten Sonntag ging wieder nichts.
Dafür hat mein Mann mir jetzt nen Gefallen getan. Der hat sich an Dirk meinem alten Fahrlehrer gewendet und Dirk macht jetzt erst mal wieder Fahrstunden mit mir. Erst mit dem Fahrschulwagen damit er im Fall der Fälle eingreifen kann und dann in meinem privatem Wagen. Muss nur erst mal sehen wie das wird da er mir gesten noch keinen Termin für die erste Stunde sagen konnte.

Dafür habe ich die erste andere Angst super hinbekommen. Habe ja Panik vor Zahnärzten. Sollte gestern einen Zahn gemacht bekommen und da hieß es plötzlich es sind 3 Zähne die gemacht werden müssen. Tja und da war´s vorbei bei mir. Tränen über Tränen. Dann hab ich mich aber zusammen gerissen so das er einen machen konnte und die anderen beiden hat er heute morgen gemacht. Und heute habe ich nicht einmal heulen müssen. Das ist wie nen kleiner Sieg und darüber freue ich mich riesig.

Inaktiver User
14.09.2006, 11:54
das mit dem privaten wagen is doch ne gute lösung..bin ma gespannt was draus wird..dat packste schon ;)

sogar meine muddi hats geschafft, und sie hatte nach ihrem führerschein 30!! jahre lang angst vorm straßenverkehr!!
dann hat sie allen mut zusammengepackt und jetzt tuckert sie schön durch die wallapampa :))

ich drück däumchen