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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : badeunfall



Nathamel
26.07.2006, 02:25
es ist warm, seit wochen ist es warm. wir liegen am strand. dieses jahr mal nicht in frankreich, sondern "nur" an der ostsee. wir machen das beste daraus und toben in den wellen, die nur schwach ans mittelmeer erinnern.

unsere körper brutzeln vor sich hin, sogar mein mann wird braun, das passiert ihm sonst nicht. auf ein mal feuerwehr. notärzte. polizei. ein kind wird vermisst. fünf jahre alt. ich verstehe das nicht. das meer ist warm und flach. eine sandbank jagt die nächste, man muss weit laufen (schwimmen), um ins tiefe kühle zu gelangen.

das kind bleibt vermisst. es war mit dem 7-jährigen bruder zusammen. der wusste auch nicht, wo der lütte abgeblieben sein könnte. schließlich findet man ihn. tot. ertrunken.

nathamel.

Inaktiver User
26.07.2006, 09:44
Sehr tragisch - aber wo waren die Eltern und warum haben sie die beiden unbeaufsichtigt gelassen?
In dem Alter darf man das auf keinen Fall, an keinem Meer der Welt!
Kinder können in Pfützen ertrinken.

Gyldensternchen

Elwyn
27.07.2006, 17:13
Das ist echt tragisch!

Was für ein Schock für die Eltern, die werden sich jetzt sicher schuldig fühlen, ob nun zu Recht oder nicht!

:niedergeschmettert:


Gerade geht es sowieso durch die Presse, dass die Badeunfälle drastisch zunehmen. Ich war total geschockt als ich gehört habe, dass tatsächlich nur noch jeder Vierte schwimmen kann (kann das sein?).

Es wird generell beklagt, dass immer mehr kommunale Schwimmbäder zumachen, so dass die Leute vermehrt in Badeseen, Baggerseen und Flüssen baden, wo es gefährlicher ist.
Es gibt für Kids auch nicht mehr genug Schwimmunterricht.

Tahnee
27.07.2006, 18:33
Ich habe vorhin einen Beitrag gesehen, dass nur jedes 3. Kind zw. 5 und 10 Jahren schwimmen kann. Selbst das Seepferdchen-Abzeichen ist nicht vorhanden. Da frage ich mich zum einen schon, wo die Eltern sind und zum anderen, warum nicht genügend Schwimmkurse angeboten werden. Ich bin selbst an der Ostsee aufgewachsen und konnte bereits mit knapp 4 Jahren gut schwimmen, denn meine Eltern haben, gerade weil wir an der See gewohnt haben, entsprechend früh angefangen. Das nächste Schwimmbad wäre gerade mal 20 km weggewesen.

In der zukünftig 4. Klasse meiner Lütten können ebenfalls einige Kinder nicht schwimmen, grösstenteils Kinder aus Migrantenfamilien, die es selbst oft nicht können. Jetzt in der 4. Klasse kommt aber der schwimmkurs und da lernen sie es und alle freuen sich schon sehr darauf. :smirksmile:

LG Tahnee

Inaktiver User
27.07.2006, 21:52
In der Schule meiner Töchter war der Sport-Unterricht
(Sport und Spiel-Unterricht nannte man das in der ersten Klasse)
in eben der ersten Klasse 14-tägig unterteilt in Schwimm- und Sportunterricht.
Ab der zweiten Klasse gabs zum Sportunterricht zusätzlich die Schwimmstunden.
Offenbar haben wir grosses Glück gehabt!
Unsere Töchter konnten zwar auch vorher schon schwimmen,
aber durch die Regelmässigkeit entwickelte sich natürlich auch die notwendige Sicherheit.

Inaktiver User
27.07.2006, 23:19
Aber es gibt noch mehr Ursachen für Badeunfälle, nicht nur "Nicht schwimmen können". Insbesondere in fließenden Gewässern und natürlich im Meer ist es immer gefährlich, da nutzt ein Seepferdchen auch nicht viel. Manche Eltern machen richtig Druck, damit die Kinder möglichst früh schwimmen lernen, weil sie sich dann "sicher" fühlen. Aber sie müssen auf einen Fünfjährigen am Wasser *immer* aufpassen.

Inaktiver User
28.07.2006, 01:47
Was für ein Schock für die Eltern, die werden sich jetzt sicher schuldig fühlen, ob nun zu Recht oder nicht!




Entschuldigung, aber das ist für mich "Verletzung der Aufsichtspflicht".
Ernsthaft, ich kann doch einem 7 jährigen nicht die Aufsicht, ohne Sichtkontakt, über seinen kleinen Bruder aufhalsen. Wie wird er sich denn sein lebenlang fühlen?

Elwyn
28.07.2006, 13:28
Was für ein Schock für die Eltern, die werden sich jetzt sicher schuldig fühlen, ob nun zu Recht oder nicht!




Entschuldigung, aber das ist für mich "Verletzung der Aufsichtspflicht".
Ernsthaft, ich kann doch einem 7 jährigen nicht die Aufsicht, ohne Sichtkontakt, über seinen kleinen Bruder aufhalsen. Wie wird er sich denn sein lebenlang fühlen?




@Eusebia

du hast ja Recht! Aber die ganze Familie ist für diesen Fehler nun auch massiv bestraft, meine ich!!!

:knatsch:

Inaktiver User
28.07.2006, 14:39
Was für ein Schock für die Eltern, die werden sich jetzt sicher schuldig fühlen, ob nun zu Recht oder nicht!




Entschuldigung, aber das ist für mich "Verletzung der Aufsichtspflicht".
Ernsthaft, ich kann doch einem 7 jährigen nicht die Aufsicht, ohne Sichtkontakt, über seinen kleinen Bruder aufhalsen. Wie wird er sich denn sein lebenlang fühlen?




So wie eine Kollegin von mir, deren Schwester in der Badewanne ertrank als sie 7 war. Die Kollegin war damals 9 und sollte alleine auf die Kleine zu Hause aufpassen. Unfassbar was manche Eltern ihren Kindern zumuten. :nudelholz:

Inaktiver User
28.07.2006, 18:11
es ist warm, seit wochen ist es warm. wir liegen am strand. dieses jahr mal nicht in frankreich, sondern "nur" an der ostsee. wir machen das beste daraus und toben in den wellen, die nur schwach ans mittelmeer erinnern.

unsere körper brutzeln vor sich hin, sogar mein mann wird braun, das passiert ihm sonst nicht. auf ein mal feuerwehr. notärzte. polizei. ein kind wird vermisst. fünf jahre alt. ich verstehe das nicht. das meer ist warm und flach. eine sandbank jagt die nächste, man muss weit laufen (schwimmen), um ins tiefe kühle zu gelangen.

das kind bleibt vermisst. es war mit dem 7-jährigen bruder zusammen. der wusste auch nicht, wo der lütte abgeblieben sein könnte. schließlich findet man ihn. tot. ertrunken.

nathamel.



Oh Gott! Dann bist du genau dort, wo mein Sohn gerade auf Konfirmandenfreizeit ist. Er rief mich tief geschockt an..

suha
08.08.2006, 17:52
na ja , verletzung der aufsichtspflicht finde ich nun ein bischen hart. wenn ich dran denke was bei uns hätte alles passieren können...... du kannst nun mal als eltern nicht alles kontrollieren was die kinder machen und mittlerweile ist ja auch hinreichend bekannt was sich aus dieser versuchten "überbehütung" ergeben kann. also vorsicht bitte mit vorschnellen urteilen und immer dankbar sein für das quentchen glück wenn nichts passiert ist.
lg suha

Daniela84
31.08.2006, 17:31
So traurig das Thema leider ist, sind dieses Jahr angeblich erstaunlich viele Menschen ertrunken. Die Meisten davon waren Kinder.

Also meine Geschwister und ich konnten mit 6 Jahren schwimmen. Bei mir hat meine Mama mal die Schwimmflossen vergessen und so musste ich eben mal ohne versuchen zu schwimmen. Hätte ich aber so oder so bald gemacht.

Wir durften zwar irgendwann alleine ins Freibad, aber an den See sind wir immer mit den Eltern. Sind sowieso mit dem Auto gefahren, aber ein Erwachsener ist immer mit ins Wasser.

Meine Tante kann auch nicht besonders gut schwimmen, aber ihre Kinder haben es trotzdem gelernt. Es ist doch wichtigl, dass sie es können. Schon allein, weil man dann im Sommer zusammen mit Freunden ins Freibad gehen kann.