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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Ehefrau aufklären?



Inaktiver User
18.07.2006, 20:01
Ich versuche, es kurz zu machen:

Eine Freundin von mir hat seit zwei Jahren eine heimliche Beziehung zu einem verheirateten Mann. Beide haben Kinder.
Sie will diesen Mann ganz für sich. Sagt ihm seit 8 Wochen, er soll es seiner Frau sagen. Er tut das nicht, sagte aber "naja, es gibt wohl nur zwei Lösungen: entweder sagst du es meiner Frau oder ich". Er trennt sich weder von seiner Frau noch von meiner Freundin.

Weil nun 2 Monate nichts passiert ist, hat sich meine Freundin jetzt entschlossen, es der Frau selbst zu sagen. Sie hat ihr einen Brief geschrieben, in dem minutiös alles aufgeschrieben ist, was zwischen den beiden war. Das Ergebnis des Ganzen steht noch aus.

Wie findet ihr das mit so einem Brief?

Verwerflich? Unmoralisch? Verständlich?

Tante_Karla
18.07.2006, 20:11
Wie findet ihr das mit so einem Brief?

Verwerflich? Unmoralisch? Verständlich?



Ich fände das nur gut, wenn sie noch einen Strauss Blumen mitgeschickt hätte :freches grinsen:

Sorry, aber lies mal den Strang "Blumen für die Betrogene".

annika
18.07.2006, 20:12
waren denn blumen mit dabei? :gegen die wand:

CoolCat
18.07.2006, 20:14
Ochje....zum x-ten Mal:
Männer, die sich trennen wollen, tun das sehr schnell oder gar nicht.
Nach zwei Jahren würde ich mich an ihrer Stelle trennen, aber nicht solche Spielchen abziehen. Siehe Nebenstrang.

LG, CoolCat

Inaktiver User
18.07.2006, 20:18
Sie hat ihr einen Brief geschrieben, in dem minutiös alles aufgeschrieben ist, was zwischen den beiden war. Das Ergebnis des Ganzen steht noch aus.

Wie findet ihr das mit so einem Brief?

Verwerflich? Unmoralisch? Verständlich?



Wäre seine Sache das zu klären.
Minutiös aufgeschrieben was zwischen den beiden war und der Ehefrau mitteilen? nun, ich halte deine Freundin für ein ziemliches Miststück und den Mann für ein Arsch****, schönen Gruß von mir.
Einfach nur absolut billig sowas. Poppt zwei Jahre mit dem Kerl rum und nach 2 Jahren fällt ihr ein, der Frau einen Brief zu schreiben, weil sie den Kerl unbeding WILL?
Kann man nur hoffen, dass deine Freundin den Kerl bekommt, sie haben sich verdient.

Kraaf
18.07.2006, 20:34
*g* Zitronenmond,

du bist mutig. Aber weil du es bist und auch in diesem Strang: ich finde das Verhalten deiner freundin daneben.

CoolCat beschreibt es ganz richtig. Da will sich einer eben nicht trennen.

Was ist denn die Message deiner Freundin? "Ich will deinen Mann. Nur er, er will mich noch nicht richtig. Also fetzt euch und jag ihn zum Teufel und mir damit hoffentlich in die Arme."

Die Ehefrau soll also instrumentalisiert werden und es richten. An seiner Stelle. Für deine Freundin. Die Ehefrau soll ihm sozusagen den den berühmt-berüchtigten Blumenstrauss in die Hand drücken, mit einem Briefle, das nun lautet: "behalt den Boten!"

Unwahrscheinlich, dass sie "gewinnt". Und deswegen ist die Situation nicht einmal wirklich anders wie im Parallelstrang. Er hat sich eben nicht entschieden. Sie sich deswegen aber auch nicht vom ihm getrennt. Dann bleiben wenigstens der Scherbenhaufen und das ganze Brimborium.

Wenn er "geschickt" ist, wird er seiner Frau die Affäre gestehen, sagen, er habe sich bereits getrennt und für sie entschieden und deine Freundin versuche nun, sich zu rächen. Und so ganz falsch ist das eigentlich nicht einmal.

nettes Grüssle
Kraaf

Prijon
18.07.2006, 20:56
Muss am Wetter liegen. Die Geliebten fliegen tief. Zum Teil mit Blumen...

@ Zitronenmond,

wie findest DU denn die Aktion?

Aladin
18.07.2006, 21:09
Hallo Zitronenmond,

mein Rat in solchen Situationen ist für viele hier nicht neu, aber er ist halt gut: gib Deiner Freundin 3 x-beliebige Pornos. Die soll sie sich ansehen, damit sie etwas besser versteht, was im Kopf dieses Mannes und fast aller anderen Männer vorgeht. Der Brief an die Ehefrau erübrigt sich dann vermutlich.

Gruss Aladin

Levade
18.07.2006, 21:20
Hihi,

der aaaaarme Kerl!

Er wird sie scheinbar einfach nicht los - die Geliebte.
Durch die Blume funktionierte es schon nicht und der Zaunpfahl könnte sich als unbequemer Bumerang erweisen. Wie Mann es macht, macht Mann es falsch.

Sie sind doch eigentlich ganz süss: wollen keinem wirklich weh tun.
Jungs halt.



Sieht sowas gern ganz entspannt,
Levade
:Sonne:

Inaktiver User
18.07.2006, 21:27
Er tut das nicht, sagte aber "naja, es gibt wohl nur zwei Lösungen: entweder sagst du es meiner Frau oder ich".



Das ist ja ein Sonnenscheinchen, der Knabe! :freches grinsen:

Und er hat eine Lösung vergessen:

Die Freundin hakt ihn unter, hat in der anderen Hand ein Blumensträußchen, sie gehen MITEINANDER, wie sich das anständiger Weise gehört zur Ehefrau.

Er: "Schatz, WIR möchten dir etwas sagen!"
Freundin: "Schön, sie endlich kennenzulernen, Frau Fischer. Ich vögel ihren Mann schon seit zwei Jahren und nehme ihn heute endgültig mit. Wo sind seine Hemden? Ach, könnten sie das bitte noch schnell bügeln, da kommt es ihnen sicher auch nicht mehr darauf an .... ich tu's so ungern."

- Mir wäre das als Ehefrau jedenfalls die liebste Variante. Dann käme ich auch nicht auf die Idee dem Weichei hinterherzurennen und er hätte ganz schnell seine Ruhe.
Und das will doch Deine Freundin, oder?
Und die Deals werden sowieso unter den Frauen ausgehandelt, denkt sie.

Also: Dann mal nicht so kompliziert, sondern direkt hinmarschieren, seine Koffer packen, mitnehmen.

Brief ist altmodisch.

:knicks:

Inaktiver User
18.07.2006, 22:47
Er tut das nicht, sagte aber "naja, es gibt wohl nur zwei Lösungen: entweder sagst du es meiner Frau oder ich".



Das ist ja ein Sonnenscheinchen, der Knabe! :freches grinsen:

Und er hat eine Lösung vergessen:

Die Freundin hakt ihn unter, hat in der anderen Hand ein Blumensträußchen, sie gehen MITEINANDER, wie sich das anständiger Weise gehört zur Ehefrau.

Er: "Schatz, WIR möchten dir etwas sagen!"
Freundin: "Schön, sie endlich kennenzulernen, Frau Fischer. Ich vögel ihren Mann schon seit zwei Jahren und nehme ihn heute endgültig mit. Wo sind seine Hemden? Ach, könnten sie das bitte noch schnell bügeln, da kommt es ihnen sicher auch nicht mehr darauf an .... ich tu's so ungern."

- Mir wäre das als Ehefrau jedenfalls die liebste Variante. Dann käme ich auch nicht auf die Idee dem Weichei hinterherzurennen und er hätte ganz schnell seine Ruhe.
Und das will doch Deine Freundin, oder?
Und die Deals werden sowieso unter den Frauen ausgehandelt, denkt sie.

Also: Dann mal nicht so kompliziert, sondern direkt hinmarschieren, seine Koffer packen, mitnehmen.

Brief ist altmodisch.

:knicks:





Die Leda..!
Das nenne ich mal pragmatisch! :blumengabe:

Kappuziner
19.07.2006, 01:20
Leute, ihr seid super!
Ich kann nichts mehr hinzufügen...
ausser, einfach, sag deiner Freundin, ohne Scheiß, sie ist für sich verantwortlich, nicht für ihn. Nichts, was er sich nicht zu sagen traut, könnte sie mit der gleichen Wirkung aussprechen.
So ists. Die Menschen gehn auseinander, bleiben zusammen, gehn auseinander... als ein dritter, der dazu kommt, ist man nie "dabei". Auch wenn mans glaubt. Diese Geschichten werden zwischen den beiden geschrieben. Und das braucht die Zeit, die es braucht. Abkürzungen gelten nicht.

Sandra71
19.07.2006, 09:58
Er tut das nicht, sagte aber "naja, es gibt wohl nur zwei Lösungen: entweder sagst du es meiner Frau oder ich".



Das "oder" fällt in dem Fall ja wohl schonmal flach :zwinker:

Ich würde den Brief nicht abschicken...aber jedem das Seine. Was ist denn überhaupt die Option, wenn sie es durch Deine Freundin erfährt?

Ich glaube nicht, dass er sich dann von seiner Frau trennt. Es sei denn, sie stellt ihm die Koffer vor die Tür (gezwungene Trennung also)...und sowas würde ich nicht haben wollen.

Entweder bringt er das aus freien Stücken oder er lässt es...für mich ist der Typ ein absolutes Weichei.

Dani
19.07.2006, 10:26
Sie hat ihr einen Brief geschrieben, in dem minutiös alles aufgeschrieben ist, was zwischen den beiden war. Das Ergebnis des Ganzen steht noch aus.

Wie findet ihr das mit so einem Brief?

Verwerflich? Unmoralisch? Verständlich?



Wäre seine Sache das zu klären.
Minutiös aufgeschrieben was zwischen den beiden war und der Ehefrau mitteilen? nun, ich halte deine Freundin für ein ziemliches Miststück und den Mann für ein Arsch****, schönen Gruß von mir.
Einfach nur absolut billig sowas. Poppt zwei Jahre mit dem Kerl rum und nach 2 Jahren fällt ihr ein, der Frau einen Brief zu schreiben, weil sie den Kerl unbeding WILL?
Kann man nur hoffen, dass deine Freundin den Kerl bekommt, sie haben sich verdient.




Emily wie sie leibt und lebt. :allesok:

Aber genau das habe ich auch gedacht.

Wenn man minutiös alles aufschreibt,klingt das nicht nach Liebe, sondern nach Rache, wenn der Mann sich doch nicht traut.

Roses
19.07.2006, 11:27
Hallo Zitronenmond,



Weil nun 2 Monate nichts passiert ist, hat sich meine Freundin jetzt entschlossen, es der Frau selbst zu sagen. Sie hat ihr einen Brief geschrieben, in dem minutiös alles aufgeschrieben ist, was zwischen den beiden war. Das Ergebnis des Ganzen steht noch aus.

Wie findet ihr das mit so einem Brief?

Verwerflich? Unmoralisch? Verständlich?




So, wie ich das verstehe, hat sie den Brief schon längst abgeschickt, oder täusche ich mich??

Ich finde unmoralisch, daß Deine Freundin die Stirn hat, 2 Jahre lang mit diesem Mann eine Affäre zu haben und sich nicht einmal( wie es scheint ) Gedanken darüber macht, daß sie in eine fremde Beziehung eindringt.
Verwerflich, daß sie aus der Länge der Affäre ableitet, Anspruch darauf zu haben, diesen Mann ganz für sich haben zu dürfen.

Es ist sowieso ein Irrglaube: man kann niemals jemanden ganz für sich alleine haben. Menschen sind keine Besitztümer.

Ich finde es absolut charakterlos, daß sie so einen Brief schreibt, das ist für mich Gewalt und gegen Gewalt habe ich etwas.

Verständlich finde ich, daß jemand wütend sein kann und sich hilflos fühlen, nämlich, weil ein anderer Mensch nicht das tut, was man sich in den Kopf gesetzt hat.

Die Brechstange zu benützen, finde ich trotzdem alles andere als akzeptabel.


Ich möchte ja niemandem etwas Schlechtes wünschen, aber manchen Menschen wünschte ich schon, daß sie sich selbst einmal in der Situation der hintergangenen Ehefrau wiederfänden.


Viele Grüße

roses :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Deana35
19.07.2006, 12:41
Hallo Zitronenmond,

meiner Ansicht nach ist ER für seine Ehe und sein Leben verantwortlich und hat diese Dinge selbst zu regeln.

Deine Freundin hat in deren Leben/Ehe nichts zu suchen. Daher sollte sie sich auch raushalten und Dinge, die sie und ihn betreffen nicht an die Ehefrau weitergeben um ein eigenes/egoistisches Ziel - diesen Mann zur Trennung zu bewegen - zu erreichen.

Das einzige was Deine Freundin für sich regeln kann/sollte ist IHR eigenes Leben und da sollte sie sich ernsthaft fragen, warum sie in eine solche Situation geraten ist, warum sie an diesem Mann hängt und ob sie noch Selbstachtung vor sich selber hat, wenn sie soetwas tut, einen Brief voll mit intimen Details zu schreiben und zu riskieren jemandem damit unendlich weh zu tun !

Ich verurteile niemanden in einer solchen Situation, jedoch sollte man solche Situationen nutzen um über sich selber nachzudenken und sein Leben zu ändern !

Grüße
Deana

Nele030
19.07.2006, 12:47
Hallo Zitronenmond,
ich hätte meiner Freundin davon abgeraten, weil ich es auch völlig daneben finde.
Aber du hast jetzt viele Meinungen. Mich würde nun auch mal interessieren, wie du das Verhalten deiner Freundin findest?

Inaktiver User
19.07.2006, 13:00
Er tut das nicht, sagte aber "naja, es gibt wohl nur zwei Lösungen: entweder sagst du es meiner Frau oder ich".



Das ist ja ein Sonnenscheinchen, der Knabe! :freches grinsen:

Und er hat eine Lösung vergessen:

Die Freundin hakt ihn unter, hat in der anderen Hand ein Blumensträußchen, sie gehen MITEINANDER, wie sich das anständiger Weise gehört zur Ehefrau.

Er: "Schatz, WIR möchten dir etwas sagen!"
Freundin: "Schön, sie endlich kennenzulernen, Frau Fischer. Ich vögel ihren Mann schon seit zwei Jahren und nehme ihn heute endgültig mit. Wo sind seine Hemden? Ach, könnten sie das bitte noch schnell bügeln, da kommt es ihnen sicher auch nicht mehr darauf an .... ich tu's so ungern."

- Mir wäre das als Ehefrau jedenfalls die liebste Variante. Dann käme ich auch nicht auf die Idee dem Weichei hinterherzurennen und er hätte ganz schnell seine Ruhe.
Und das will doch Deine Freundin, oder?
Und die Deals werden sowieso unter den Frauen ausgehandelt, denkt sie.

Also: Dann mal nicht so kompliziert, sondern direkt hinmarschieren, seine Koffer packen, mitnehmen.

Brief ist altmodisch.

:knicks:






Yepp, die Variante finde ich gut.
Was ist das denn für ein Fred?

Ich stell mir vor, ich solle seiner Frau sagen, dass ich ihn übernehme!
Soll ich dann mit der Ehefrau dann auch noch eine Ablösesumme vereinbaren, oder wie?

Inaktiver User
19.07.2006, 13:13
Es sollten viel mehr Geliebte Briefe an die Ehefrauen schreiben.

Das wäre dann ein Ende mit Schrecken. Der nächste Gang des Triebhaften führt dann ins Puff statt zum nächsten Vögelein.

Die Nutten im Puff schreiben wenigstens keine Briefe.

Die Beschäftigungsquote in den Freudenhäusern dürfte ebenfalls ansteigen. Somit wird auch noch der Arbeitsmarkt entlastet.

Ich finde Briefe schreibende Geliebte einfach nur ekelhaft. Ohne Stolz. Ohne Ehre. Jagd den Popper einfach zur Türe hinaus, wenn er sich nicht zu Euch bekennt. Behaltet einen Rest von Würde.

Das Augen öffnen von Ehefrauen stellt sich u. U. als Körperverletzung heraus.
Faule Ausrede, ihr die Wahrheit über ihren Sunnyboy stecken zu wollen.

Das eigene Hemd ist es, welches der Geliebten näher sitzt als der Mantel der Ehefrau.

Es scheint sehr zu befiedigen, ein Arschloch zu sein.

Tante_Karla
19.07.2006, 13:13
Ich stell mir vor, ich solle seiner Frau sagen, dass ich ihn übernehme!
Soll ich dann mit der Ehefrau dann auch noch eine Ablösesumme vereinbaren, oder wie?



Ich habe vor Jahren mal ein Buch gelesen, da ging die Ehefrau samt Gepäck ihres Gatten zur Geliebten - gemeinsam mit einer Freundin, Tante, oder sowas - und einer umfangreichen Gebrauchsanweisung:

Sie packte sein Haarwasser aus, sein extrastarkes Deo weil "er schwitzt nachts ja immer so furchtbar", seine Flanell-Pyjamas "im Winter ist er sehr empfindlich", für die Geliebte ein Päckchen Ohropax "wegen seines Schnarchens", sie schrieb ihr auf, wann er welche Medikamente zu nehmen hätte usw.

Es war sehr lustig und die Geliebte wurde von Minute zu Minute unsicherer, ob sie diesen Mann im Alltag überhaupt will...
Wie es ausgegangen ist, weiss ich nicht mehr.

Tammy
19.07.2006, 13:33
Aber so selten sind solche Aktionen von Geliebten doch gar nicht..... und manchmal kommen sie damit auch an ihr Ziel (vermeintliches Ziel). Hab auch ne schöne Variante :ooooh:: Ich wurde von dem Exfreund der Geliebten meines Mannes angerufen und über alles "aufgeklärt". Er konnte es einfach nicht mitansehen, dass seine Exfreundin so darunter litt, dass mein Mann sich nicht getrennt hat. Sie hatte erreicht, was sie wollte, ich hab meinen Mann rausgeschmissen und er ging mit gepacktem Köfferchen direkt zu ihr.

Eine Freundin von mir erhielt einen Anruf von der Geliebten ihres Mannes, in dem sie ihr mitteilte, dass sie ein tolles Wochenende gehabt hätten etc. Das übliche Bla-Bla eben. Auch da "gewann" die Geliebte!

Diesen Frauen ist nur zu wünschen, dass sie irgendwann genauso behandelt werden, nämlich von der neuen Geliebten. Aber wie hier schon gesagt, man sollte froh sein, so einen Typen los zu sein, er und seine Geliebte haben sich verdient.... :freches grinsen:

tammy

Tante_Karla
19.07.2006, 14:13
Ich würde so ein Weichei ja gar nicht haben wollen, der nur zu mir kommt, weil er ein Bett und ein Dach überm Kopf braucht.

Zaza
19.07.2006, 14:15
Also all dieser "Edelmut" all derjenigen, die den Standpunkt vertreten "... BLOOOOSSSSS NIX der Ehefrau etwas erzählen UM der EHEFRAU nicht WEHZUTUN ... "

... denn die Geliebte hat ja AUSSCHLIESSLICH nur BÖSES im Sinn ... die Ehefrau dagegen ist die Edle, Hilfreiche, Gute ... das arme Opfer halt ... :heul:

... Sorry Leute ... :zahnschmerzen:

1. Würde mich mal SEHR interessieren, von welcher Warte aus dieser Standpunkt vertreten wird - ... kommt diese Ansicht von Ehefrauen, Geliebten, Männern mit Geliebten ... oder von wem genau?

2. Es ist ja SOOOO BÖÖÖSEBÖÖÖSE von einer Geliebten, wenn sie die Ehefrau aus ihrem UNWissenden Dornröschenschlaf herausholt ... denn damit verletzt die böse, böse Geliebte aus ausschliesslich niederträchtigen Beweggründen - wie z. B. Rache! - die arme, arme Ehefrau ... die GARANTIERT GLÜCKLICHER und BESSER dran wäre, wenn sie auch weiterhin belogen und betrogen und vom geliebten Mann derart verar***t wird!

Ist die Welt wirklich SO EINFACH für Euch - hier die Guten, da die Bösen???

3. Könnt Ihr mir EINEN, nur EINEN EINZIGEN Grund nennen, warum es für die EHEFRAU BESSER sein soll, weiterhin die Blöde und verar***te zu bleiben???

4. Letztendlich ist es doch EGAL von WEM sie die Wahrheit erfährt - wichtig ist doch nur, DASS sie sie mal erfährt! Dabei spielen die möglichen oder auch unmöglichen Beweggründe einer Geliebten, die die Ehefrau aufklärt, überhaupt GAR KEINE Rolle!

UND ...

5. Wieso masst IHR Euch eigentlich an, für andere Leute - z. B. betrogene Ehefrauen! - zu WISSEN, was für diese GUT oder UNGUT sein soll, was EHEFRAUEN über IHRE EHEMÄNNER wissen DÜRFEN und was nicht???

Sorry - aber diese Schizophränie ist mir nicht nachvollziehbar! :grmpf:

Zaza

Inaktiver User
19.07.2006, 14:21
Sind wirklich zwei Seiten hier. Die Betrogenen und die Betrüger. Und die, denen so etwas natürlich nie passieren kann.

Es gibt genügend Männer, die ihre Frauen betrügen, sie aber niemals verlassen würden.
Weil sie - tatsächlich - lieben. Manchmal sogar zwei Frauen.
Manchmal wollen sie auch nur poppen. Aber hier kommt ja wieder der Eigentumsanspruch auf. Ausschließlichkeitsdenken.

Ich liebe mein Auto. Mache aber gerne Probefahrten. So what?

Kraaf
19.07.2006, 14:26
Nun Zaza,

kommt die "Aufklärung" der Ehefrau direkt von der konkurrierenden Geliebten, hat es noch etwas besonders Demütigendes und nötigt sie vielleicht sogar zu einer spontanen Überreaktion.

Wirklich "fair" finde ich das nicht. Vielleicht kann uns Tammy auch etwas dazu schreiben?

nettes Grüssle
Kraaf

Sabarcane
19.07.2006, 14:32
Letztendlich ist es doch EGAL von WEM sie die Wahrheit erfährt - wichtig ist doch nur, DASS sie sie mal erfährt! Dabei spielen die möglichen oder auch unmöglichen Beweggründe einer Geliebten, die die Ehefrau aufklärt, überhaupt GAR KEINE Rolle!



Das seh ich fundamental anders. Was mich so stört an diesen Infoaktionen ist die Verlogenheit der betroffenen Geliebten. Zuerst mal nach Leibeskräften v**** , und wenn's dann aus irgend einem Grund nicht mehr so toll ist, sich plötzlich edelmütig darauf besinnen, dass die betrogene Ehefrau ja ein Recht darauf hat, die Wahrheit über ihren ach so triebgesteuerten Gatten zu erfahren.

Aber um Dich zu beruhigen: ich finde solches Verhalten nicht nur von Geliebten abscheulich, sondern ganz generell von allen Menschen, die diese Mentalität (auch in anderen Lebensbereichen) an den Tag legen. Wer zuerst kräftig vom "Fehlverhalten" eines anderen profitiert, um ihn danach dafür blosszustellen, hat meines Erachtens nicht viel Charakter.

Inaktiver User
19.07.2006, 14:37
Also all dieser "Edelmut" all derjenigen, die den Standpunkt vertreten "... BLOOOOSSSSS NIX der Ehefrau etwas erzählen UM der EHEFRAU nicht WEHZUTUN ... "



was ist das denn für ein Schwachsinn?
Wer hat denn geschrieben, dass es aus dem Grund ist?
Erstens ist es Sache des Mannes, zweitens, wenn sie schon meint ihr Maul aufmachen zu müssen, kann sie das gleich tun und nicht nach zwei Jahren, drittens, was soll die blöde Nummer, alles minutiös aufzuschreiben?





... denn die Geliebte hat ja AUSSCHLIESSLICH nur BÖSES im Sinn ... die Ehefrau dagegen ist die Edle, Hilfreiche, Gute ... das arme Opfer halt ... :heul:



ach, du meinst, wenn eine Geliebte nach 2 Jahren damit rüber kommt, weil SIE den Mann will und sie das alle "mutiös" aufschreibt, dann tut sie das um die Ehefrau zu erfreuen? oder tut sie das vielleicht deshalb, dieses minutiös aufschreiben um die Frau letztendlich so in Wut zu bringen, dass diese ihren Kerl endlich raus schmeißt und die Geliebte ihn endlich hat - denn Zitronenmond schrieb ja genau dieses, dass die Freundin ihn endlich will....

neee du, die hat das bestimmt ganz ganz lieb gemeint :-) blöd nur, dass sie die Blümchen vergessen hat und die Pralinen, das wäre noch glaubwürdiger gewesen.




1. Würde mich mal SEHR interessieren, von welcher Warte aus dieser Standpunkt vertreten wird - ... kommt diese Ansicht von Ehefrauen, Geliebten, Männern mit Geliebten ... oder von wem genau?



Ehefrau :-)



2. Es ist ja SOOOO BÖÖÖSEBÖÖÖSE von einer Geliebten, wenn sie die Ehefrau aus ihrem UNWissenden Dornröschenschlaf herausholt ... denn damit verletzt die böse, böse Geliebte aus ausschliesslich niederträchtigen Beweggründen - wie z. B. Rache! - die arme, arme Ehefrau ... die GARANTIERT GLÜCKLICHER und BESSER dran wäre, wenn sie auch weiterhin belogen und betrogen und vom geliebten Mann derart verar***t wird!



siehe oben, darum geht es gar nicht!



Ist die Welt wirklich SO EINFACH für Euch - hier die Guten, da die Bösen???



du meine Güte, hier ging es um eine ganz einfache Frage, da hat jeder eine Meinung zu, für mich ist sie ein Miststück, für dich kann sie eine ganz liebe nette Frau sein, die völlig selbstlos der Frau mal endlich Bescheid sagen wollte....jo, ist doch ok...



3. Könnt Ihr mir EINEN, nur EINEN EINZIGEN Grund nennen, warum es für die EHEFRAU BESSER sein soll, weiterhin die Blöde und verar***te zu bleiben???



es ging um die Frage was wir vom Verhalten der Geliebten halten!




5. Wieso masst IHR Euch eigentlich an, für andere Leute - z. B. betrogene Ehefrauen! - zu WISSEN, was für diese GUT oder UNGUT sein soll, was EHEFRAUEN über IHRE EHEMÄNNER wissen DÜRFEN und was nicht???



wer maßt sich hier was an?, wir schreiben hier unsere Meinung, genau so wie du das tust.
Wer sich übrigens was anmaßt, ist die Geliebte, welche einen Brief schreibt und meint die Frau informieren zu müssen, SIE meint zu wissen, was gut ist für die Frau.



Sorry - aber diese Schizophränie ist mir nicht nachvollziehbar! :grmpf:

Zaza



ja, DAS finde ich auch schizophren!

Tante_Karla
19.07.2006, 14:40
3. Könnt Ihr mir EINEN, nur EINEN EINZIGEN Grund nennen, warum es für die EHEFRAU BESSER sein soll, weiterhin die Blöde und verar***te zu bleiben???




Ich kenne tatsächlich Frauen (und auch Männer) die mit der Einstellung leben "was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss".

Soll ich mir da anmassen, bestimmen zu wollen, was die - oder derjenige zu wissen hat und was nicht?

Es gibt Paare, die leben eine offene Beziehung und erzählen sich von ihren Sexabenteuern. Dann gibt es Paare, da ist klar, dass sich jeder auch auswärts vergnügen darf, nur darüber gesprochen werden soll bitte nicht.

Keiner kann wissen, wie die Beziehung des Ehepaars aussieht und da hat sich meiner Meinung nach auch kein Dritter einzumischen und für die ultimative Wahrheit zu sorgen.
Das hat ausschliesslich der Partner zu machen uns sonst keiner.

Inaktiver User
19.07.2006, 14:44
3. Könnt Ihr mir EINEN, nur EINEN EINZIGEN Grund nennen, warum es für die EHEFRAU BESSER sein soll, weiterhin die Blöde und verar***te zu bleiben???




Ich kenne tatsächlich Frauen (und auch Männer) die mit der Einstellung leben "was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss".

Soll ich mir da anmassen, bestimmen zu wollen, was die - oder derjenige zu wissen hat und was nicht?

Es gibt Paare, die leben eine offene Beziehung und erzählen sich von ihren Sexabenteuern. Dann gibt es Paare, da ist klar, dass sich jeder auch auswärts vergnügen darf, nur darüber gesprochen werden soll bitte nicht.

Keiner kann wissen, wie die Beziehung des Ehepaars aussieht und da hat sich meiner Meinung nach auch kein Dritter einzumischen und für die ultimative Wahrheit zu sorgen.
Das hat ausschliesslich der Partner zu machen uns sonst keiner.



@Tante_Karla:
Richtig! :blumengabe:

Roses
19.07.2006, 16:16
Hallo Zaza,

ich glaube nicht, daß man in einer bestimmten Rolle( Geliebte, Ehefrau, Betrüger...) sein muß, um zu diesem Thema eine Meinung abgeben zu können.

Das Einzige, was man braucht, ist ein bißchen Einfühlungsvermögen für andere Menschen und wahrscheinlich auch eine gewisse Lebenserfahrung.

Nur Eines bleibt sicher : die Ehefrau ist in diesem Fall tatsächlich das Opfer, denn sie ist die Einzige in diesem Spiel, die nicht selbst entscheiden durfte.!!!

Ganz nebenbei würde mich schon auch interessieren aus welcher Rolle diese Deine eigene Wut hier geboren ist??



Viele Grüße

roses:blumengabe:

Inaktiver User
19.07.2006, 16:52
Zaza ich stimme dir voll und ganz zu! :allesok: :blumengabe:

Zaza
19.07.2006, 17:46
Zaza ich stimme dir voll und ganz zu! :allesok: :blumengabe:



Merci! :blumengabe:

Zaza

Sadness
19.07.2006, 17:55
Jaja,

immer die Geliebten die das so uneigennützig den Frauen erzählen wollen, um diesen Mal die Augen zu öffnen.. :gegen die wand:

Sag deiner Freundin einen guten Rat von einer betrogenen Ehefrau...

Wenn sie mient, sie muss es agen, dann soll sie das tun und dann soll sie ihre Augen aufmachen, sich umdrehen und rennen...will sie in x-Jahren an der Stelle der langen Beziehung stehen, heimlich betrogen seit Jahren um dann von der moralisch so integren Geleibetn aufgeklärt zu werden.

Wärs nicht so traurig, wärs zum lachen...

Zaza
19.07.2006, 17:59
Ganz nebenbei würde mich schon auch interessieren aus welcher Rolle diese Deine eigene Wut hier geboren ist??

Viele Grüße

roses:blumengabe:




Hallo Roses,

ich schreibe aus der Sicht einer Ehefrau, die ich bin!

"Betrogen" wurde ich bisher in dieser Beziehung nicht - soweit es mir bekannt ist.

Meine "Wut" resultiert aus den Beobachtungen in meiner Umgebung, Familen- Freundes- und Bekanntenkreis.

Und meine Beobachtung bisher:

Solange jemand AHNUNGSLOS ist, z. B. eine Ehefrau, hat eine "Geliebte" die besten Karten!

Wenn eine Ehefrau jedoch WEISS, dass sie betrogen wird, hat sie auch die Chance etwas zu verändern!

NUR DANN kann ein/e Betrogene über ihr/sein eigenes weiteres Leben entscheiden, wenn sie/er WEISS was gespielt wird! Und ob er/sie das so mitmachen will oder nicht!

NUR DANN kann sie/er auch entscheiden, ob sie/er um ihre Beziehung kämpfen will - oder dem Typen/der Tussi den Laufpass gibt!

Getreu dem Motto "WISSEN ist MACHT!" - "UNwissen ist OHNmacht!"

Ich würde es IMMER WISSEN WOLLEN!

Und WER bitte sollte sich für MICH ANMASSEN und entscheiden sollen, ob ICH etwas über meinen Mann wissen DARF oder NICHT???

Das wäre doch ENT-mündigung! :nudelholz:

Zaza

Zaza
19.07.2006, 18:06
3. Könnt Ihr mir EINEN, nur EINEN EINZIGEN Grund nennen, warum es für die EHEFRAU BESSER sein soll, weiterhin die Blöde und verar***te zu bleiben???




Ich kenne tatsächlich Frauen (und auch Männer) die mit der Einstellung leben "was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss".



Ja, die kenn ich auch!



Soll ich mir da anmassen, bestimmen zu wollen, was die - oder derjenige zu wissen hat und was nicht?



Wenn das so klar ist und zwischen den Partnern so vereinbart, dann natürlich nicht!



Es gibt Paare, die leben eine offene Beziehung und erzählen sich von ihren Sexabenteuern. Dann gibt es Paare, da ist klar, dass sich jeder auch auswärts vergnügen darf, nur darüber gesprochen werden soll bitte nicht.



Warum denn nicht, wenn es denn so "in Ordnung" ist? Wo ist denn dann bitte das Problem, wenn DOCH darüber geredet würde?



Keiner kann wissen, wie die Beziehung des Ehepaars aussieht und da hat sich meiner Meinung nach auch kein Dritter einzumischen und für die ultimative Wahrheit zu sorgen.
Das hat ausschliesslich der Partner zu machen uns sonst keiner.



EIN Partner entscheidet ALLEIN, was der/die andere wissen darf und was nicht?

Und wie funktioniert das im realen Leben?

Entweder man ist sich einig über eine offene Beziehung - dann dürfte es doch auch kein Problem darstellen, wenn sich einer von beiden ausser-ehelich vergnügt!

Und wenn KEINE offene Beziehung vereinbart wurde, einer der Partner also KEINE ausser-eheligen TechtelMechtel dulden will - DANN hat er/sie umso mehr das RECHT alles zu erfahren!

Zaza

Zaza
19.07.2006, 18:11
Also all dieser "Edelmut" all derjenigen, die den Standpunkt vertreten "... BLOOOOSSSSS NIX der Ehefrau etwas erzählen UM der EHEFRAU nicht WEHZUTUN ... "



was ist das denn für ein Schwachsinn?
Wer hat denn geschrieben, dass es aus dem Grund ist?
Erstens ist es Sache des Mannes, zweitens, wenn sie schon meint ihr Maul aufmachen zu müssen, kann sie das gleich tun und nicht nach zwei Jahren, drittens, was soll die blöde Nummer, alles minutiös aufzuschreiben?





... denn die Geliebte hat ja AUSSCHLIESSLICH nur BÖSES im Sinn ... die Ehefrau dagegen ist die Edle, Hilfreiche, Gute ... das arme Opfer halt ... :heul:



ach, du meinst, wenn eine Geliebte nach 2 Jahren damit rüber kommt, weil SIE den Mann will und sie das alle "mutiös" aufschreibt, dann tut sie das um die Ehefrau zu erfreuen? oder tut sie das vielleicht deshalb, dieses minutiös aufschreiben um die Frau letztendlich so in Wut zu bringen, dass diese ihren Kerl endlich raus schmeißt und die Geliebte ihn endlich hat - denn Zitronenmond schrieb ja genau dieses, dass die Freundin ihn endlich will....

neee du, die hat das bestimmt ganz ganz lieb gemeint :-) blöd nur, dass sie die Blümchen vergessen hat und die Pralinen, das wäre noch glaubwürdiger gewesen.




1. Würde mich mal SEHR interessieren, von welcher Warte aus dieser Standpunkt vertreten wird - ... kommt diese Ansicht von Ehefrauen, Geliebten, Männern mit Geliebten ... oder von wem genau?



Ehefrau :-)



2. Es ist ja SOOOO BÖÖÖSEBÖÖÖSE von einer Geliebten, wenn sie die Ehefrau aus ihrem UNWissenden Dornröschenschlaf herausholt ... denn damit verletzt die böse, böse Geliebte aus ausschliesslich niederträchtigen Beweggründen - wie z. B. Rache! - die arme, arme Ehefrau ... die GARANTIERT GLÜCKLICHER und BESSER dran wäre, wenn sie auch weiterhin belogen und betrogen und vom geliebten Mann derart verar***t wird!



siehe oben, darum geht es gar nicht!



Ist die Welt wirklich SO EINFACH für Euch - hier die Guten, da die Bösen???



du meine Güte, hier ging es um eine ganz einfache Frage, da hat jeder eine Meinung zu, für mich ist sie ein Miststück, für dich kann sie eine ganz liebe nette Frau sein, die völlig selbstlos der Frau mal endlich Bescheid sagen wollte....jo, ist doch ok...



3. Könnt Ihr mir EINEN, nur EINEN EINZIGEN Grund nennen, warum es für die EHEFRAU BESSER sein soll, weiterhin die Blöde und verar***te zu bleiben???



es ging um die Frage was wir vom Verhalten der Geliebten halten!




5. Wieso masst IHR Euch eigentlich an, für andere Leute - z. B. betrogene Ehefrauen! - zu WISSEN, was für diese GUT oder UNGUT sein soll, was EHEFRAUEN über IHRE EHEMÄNNER wissen DÜRFEN und was nicht???



wer maßt sich hier was an?, wir schreiben hier unsere Meinung, genau so wie du das tust.
Wer sich übrigens was anmaßt, ist die Geliebte, welche einen Brief schreibt und meint die Frau informieren zu müssen, SIE meint zu wissen, was gut ist für die Frau.



Sorry - aber diese Schizophränie ist mir nicht nachvollziehbar! :grmpf:

Zaza



ja, DAS finde ich auch schizophren!



Nun hast Du SOOO VIIIEEEL geschrieben - aber nix gesagt!

Meine KONKRETEN Fragen hast Du NICHT konkret beantwortet - nur das übliche "darum- geht-es-hier-doch-gar-nicht-bla-bla ..."

Meine Frage steht immer noch:

WELCHEN konkreten VORTEIL hat es für eine betrogene Ehefrau, wenn sie NICHT weiss was läuft und weiterhin belogen, betrogen und verar***t wird?

Nenn mir bitte wenigstens EINEN!

Zaza

Inaktiver User
19.07.2006, 18:13
Hallo Leute!

Hui, das sind aber viele Antworten.
Erstmal: Sorry, ich hatte einen Parallel-Fred nicht mitbekommen, in dem sowas offenbar schon abgehandelt wurde. War so eine Spontaneingebung, das hier mal zu posten.

Ehrlich gesagt interessierte mich am meisten, ob es Ehefrauen gibt, die sagen "Mensch, so ein Brief hätte mir geholfen, dann hätte ich mich nicht weiter hinters Licht führen lassen."

Ihr habt nach meiner persönlichen Meinung gefragt. Diese habe ich auch meiner Freundin mitgeteilt:

+ Ich würde so einen Brief nicht schreiben, sondern würde mich einfach von dem Typ trennen, wobei ich noch nicht mal etwas über 2 Jahre mit einem Verheirateten hätte, so wie ich mich kenne...

+ Ich bin der Meinung, dass dies vermutlich die einzige Art ist, den Mann wirklich ganz zu kriegen (weil seine Frau ihn daraufhin rausschmeißt)

+ Ich selbst würde NIEMALS so einen Weichei-Mann dann haben wollen. Nie!

+ Ich finde es nicht unmoralisch, den Brief zu schreiben. Es ist unzweifelhaft Sache des Ehepaares, was zwischen ihnen passiert. Was auch immer als Ergebnis dabei herauskommt, wird auch weiterhin ihre ureigene Sache sein. Ich glaube einfach nicht, dass daran die "Wahrheit" etwas ändern kann.

Öhm, werde ich jetzt gesteinigt?

Ich sag mal so: Das Grundproblem ist doch - tut man der Ehefrau eher einen Gefallen damit, wenn sie weiterhin nichts weiß? Also in die Situation könnte man ja auch als Freundin der Ehefrau kommen beispielsweise. Wie gesagt: Am meisten hatten mich Reaktionen von Ehefrauen, bzw. Betrogenen interessiert. Da ich noch nie ernsthaft betrogen worden bin, kann ich mich da eigentlich nicht wirklich hineindenken.

Prijon
19.07.2006, 18:16
Und WER bitte sollte sich für MICH ANMASSEN und entscheiden sollen, ob ICH etwas über meinen Mann wissen DARF oder NICHT???


Ist doch in diesem Fall glasklar: Die Geliebte. Also eine für die Frau womöglich wildfremde Person.

Sie entscheidet nach dem Zeitraum xy mal eben: JETZT soll sie es wissen.

Nicht auch entmündigend?


Fragt sich
Prijon

Zaza
19.07.2006, 18:16
Nun Zaza,

kommt die "Aufklärung" der Ehefrau direkt von der konkurrierenden Geliebten, hat es noch etwas besonders Demütigendes und nötigt sie vielleicht sogar zu einer spontanen Überreaktion.



Demütigendes???

Ich persönlich fände das Hintergehen, Belügen, Betrügen, kurz den MISSBRAUCH meines Vertrauens als DEMÜTIGEND!

Die Beweggründe irgendeiner Tucke wären mir sowas von SCHEI**EGAL!

Über DIE könnt ich nur lachen - wenn überhaupt irgendetwas!



Wirklich "fair" finde ich das nicht. Vielleicht kann uns Tammy auch etwas dazu schreiben?

nettes Grüssle
Kraaf



WAS ist nicht fair?

Zaza

Inaktiver User
19.07.2006, 18:19
Ablösesumme vereinbaren, oder wie?



:freches grinsen: :lachen:

Inaktiver User
19.07.2006, 18:21
@Zaza
diese Frage haben hier schon mehrere User/innen beantwortet, warum sollte ich das wohl auch noch einmal wiederholen?
Wenn du es vorher schon nicht kapiert hast, glaubst du, du kapierst es dann, wenn es zum dritten, vierten oder fünften Mal geschrieben wird?

Inaktiver User
19.07.2006, 18:21
Sie entscheidet nach dem Zeitraum xy mal eben: JETZT soll sie es wissen.

Nicht auch entmündigend?



Tschä, Prijon, genau das ist die Frage.

Andersherum: Wird die Ehefrau nicht auch durch die heimliche Untreue entmündigt? Ist das okeer?

Zaza
19.07.2006, 18:23
Und WER bitte sollte sich für MICH ANMASSEN und entscheiden sollen, ob ICH etwas über meinen Mann wissen DARF oder NICHT???


Ist doch in diesem Fall glasklar: Die Geliebte. Also eine für die Frau womöglich wildfremde Person.

Sie entscheidet nach dem Zeitraum xy mal eben: JETZT soll sie es wissen.

Nicht auch entmündigend?


Fragt sich
Prijon



Toll, Prijon! :erleuchtung:

Dann sag doch mal bitte, WANN die/der (ahnungslose/r) Betrogene/r den ZEITPUNKT bestimmen kann, OB und WANN er/sie es wissen will oder nicht, dass er/sie betrogen wird!

Zaza

Zaza
19.07.2006, 18:25
@Zaza
diese Frage haben hier schon mehrere User/innen beantwortet, warum sollte ich das wohl auch noch einmal wiederholen?
Wenn du es vorher schon nicht kapiert hast, glaubst du, du kapierst es dann, wenn es zum dritten, vierten oder fünften Mal geschrieben wird?



@EmilyStrange

Dein Name ist Programm!

Fragt sich nur WER hier was nicht kapiert?

Zaza

Inaktiver User
19.07.2006, 18:27
Ha!
Ich habe den Blumen-Strang gefunden... puh, da habe ich ja noch viel zu lesen...

Nur eins vorweg: Ich habe meine Freundin sehr, sehr eindringlich gefragt, ob sie diesen Mann denn wirklich ganz und gar haben will (könnte man mir ja auf den Bauch binden, so ein Weichei... also näää), und sie sagt, sie will ihn nun mal endgültig haben.

Insofern ist dies ein kleiner, aber feiner Unterschied zur Racheaktion mit dem Blumenstrauß, oder?

Inaktiver User
19.07.2006, 18:27
Zaza, schmeiß mal ne Valium ein und am besten noch was gegen hohen Blutdruck, du bist ja ganz aus dem Häuschen :schild genau:

Inaktiver User
19.07.2006, 18:28
ZsaZsa und Emily, lasst doch mal das Beharken hier... Mööönsch!

Prijon
19.07.2006, 18:28
Am meisten hatten mich Reaktionen von Ehefrauen, bzw. Betrogenen interessiert. Da ich noch nie ernsthaft betrogen worden bin, kann ich mich da eigentlich nicht wirklich hineindenken.

Also,
ich war ja nun auch in der Rolle des Betrogenen. Es lief sehr lange.

Im Rückblick weiß ich: Es gab etliche Indizien, Verdachtsmomente. Mitwisser und Andeutungen von Mitwissern. Es gab gaaanz deutliche, von meiner Frau gelegte Spuren.

Ich habe vor alle dem so lange die Augen verschlossen, so lange ich selbst nicht in der Lage war, der (greifbaren) Wahrheit ins Gesicht zu schauen. Ich konnte aus diesem System durch vorübergehende Trennung erst dann aussteigen, als ich selbst stark genug dazu war. Da habe ich es dann auch getan - wobei mir zu dem Zeitpunkt die Frage der Treue auch gar nicht so wichtig war. Mir ging's nicht gut in der Beziehung, es ließ sich daran nichts ändern - also musste ich gehen. Mit dieser Trennung war ich dann endlich auch soweit, der ganzen Wahrheit ins Gesicht zu schauen.

Hätte der Typ mir (mit Blumen oder ohne....) einen solchen Brief geschrieben, es wäre eine für alle drei Beteiligten womöglich nicht mehr beherrschbare Situation entstanden. Ich halte solche Aktionen für nackte, schiere Gewalt.

Prijon


edit:

Dann sag doch mal bitte, WANN die/der (ahnungslose/r) Betrogene/r den ZEITPUNKT bestimmen kann, OB und WANN er/sie es wissen will oder nicht, dass er/sie betrogen wird!

Die Frage ist damit auch beantwortet, oder?

Dass wir hier von Betrug reden und dass es im Wesen dieser Dinge liegt, höchst unschön zu sein, das ist wohl klar.

Inaktiver User
19.07.2006, 18:31
Ich halte solche Aktionen für nackte, schiere Gewalt.



Ich auch!

Inaktiver User
19.07.2006, 18:32
Ha!
Ich habe den Blumen-Strang gefunden... puh, da habe ich ja noch viel zu lesen...

Nur eins vorweg: Ich habe meine Freundin sehr, sehr eindringlich gefragt, ob sie diesen Mann denn wirklich ganz und gar haben will (könnte man mir ja auf den Bauch binden, so ein Weichei... also näää), und sie sagt, sie will ihn nun mal endgültig haben.

Insofern ist dies ein kleiner, aber feiner Unterschied zur Racheaktion mit dem Blumenstrauß, oder?



weißt du Zitronenmond, das hier "Sie hat ihr einen Brief geschrieben, in dem minutiös alles aufgeschrieben ist, was zwischen den beiden war" , das ist einfach ekelhaft.
Warum in aller Welt muss sowas sein? Was soll das? Muss man da noch so richtig eins oben drauf setzen, nochmals so richtig nachtreten? Ne, das ist einfach nur so richtig besch......

Woltera
19.07.2006, 18:33
Tach zusammen...

Der Brief soll DAS tun, was der "Beglücker" selbst nicht gebacken bekommt, eine Entscheidung zugunsten der Geliebten... einen Mann, den ich mit Gewalt (und diese Aktion ist in meinen Augen ein Gewalttätigkeit, hat eine Vorschreiberin auch so empfunden) über die Ziellinie treiben muß wie einen störrischen widerspenstigen Esel, den könntet Ihr mir nackt auf den Bauch binden, neeee, sowat willichnich...

Eine Außenbeziehung über zwei Jahre zu führen ohne sich von der Erstbeziehung zu trennen IST die Entscheidung. Er will nicht. warum soll er die Kuh kaufen für ab und zu ein bißchen Milch? (hab ich schon gehört, Männergespräch am Nebentisch, nicht meine Erfindung :gegen die wand:)

Es ist für die Geliebte ein Armutszeugnis, meiner Meinung nach wird eine Frau mit mehr Selbstwertgefühl für SICH entscheiden und irgendwann gehen... aber es ist nur meine bescheidene Meinung :knicks:

Mein Exmann hat vor der Hochzeit nochmal eine Nacht bei der Ex verbracht. Ich hätte es gern VOR der Hochzeit gewußt, ich hätte ihn in den Wind geschossen... aber ich hätte es von IHM erfahren wollen, nicht von seiner Ex. Ich habe es von Ihm erfahren aber erst nach einigen Jahren Ehe (15) in der Zeit, als es anfing zu kriseln... tja alles nicht so einfach...

ach ja. ich war mal eine FASTGELIEBTE... der Mann war frischgetrennt, so hab ich ihn näher kennengelernt (kolläsche) als wir uns näherkamen hab ich mitbekommen, daß er mit seiner Frau zusammenlebt, weder an Auszug noch ähnliches denkt und nachdem das gesackt ist hab ich mich zurückgezogen. gottlob hab ich nicht mit ihm geschlafen :yeah: seit über einem Jahr schlawenzelt er immer mal wieder um mich rum, aber er darf ansehen was er NICHT kriegt :fg engel:

aber was frau selbst tun würde und was nicht muß jede für sich entscheiden... aber als letztes Druckmittel die Ehefrau zu informieren, nee, da fehlt jedes Verständnis meinerseits, sorry...

kann auch total nach hinten losgehen... "das ist diese Woche schon der dritte Brief, unsere Sekretärin hat Urlaub, wir kommen gar nicht mehr nach"

"stellen sie sich hinten an, alle Damen schön der Reihe nach"

so manch betrogene Ehefrau is ja sowat von schlachfäddisch!!!

Woltera

Inaktiver User
19.07.2006, 18:36
Prijon,

OT, aber aus Neugier.

Heißt das, dass Mitwisser, Freunde etc. auch nichts Deutliches sagen sollten?

Hier in der BriCom wird immer wieder berichtet, dass das besonders schlimm war, dass auch die Freunde das Spiel mitgespielt haben.

Also sollte ich meiner besten Freundin auch nichts sagen, wenn ich weiß, dass ihr Mann sie betrügt (was ja eine Situation ist, die vermutlich nicht oft vorkommt.)

Gruß, Leonie

Prijon
19.07.2006, 18:39
was ja eine Situation ist, die vermutlich nicht oft vorkommt

Deswegen wäre eine Antwort auch Spekulation.

Bei uns gab es Hinweise so nach dem Motto "wie kommst Du damit klar, dass die den so oft trifft". Kam ich gar nicht mit klar, habe aber den Starken gemimt. Ich musste erst RICHTIG stark werden, um meine Schwäche zugeben zu können.

Prijon

Kraaf
19.07.2006, 18:40
...Rollenkonfusion... Geliebte ist Mittäterin und eben nicht die vertraute Freundin der Ehefrau... Outing ist Akt der Hysterie... Rache... Politik der verbrannten Erde... Panikreaktionen der Ehefrau nicht abschätzbar, aber genau die werden instrumentalisiert... usw. ... blabla...

Mir ist das eigentlich im Ergebnis ziemlich egal, aber aus diesem Strang werde ich mit Sicherheit Ledas Beitrag,"Arm in Arm untergehakt..." in Erinnerung behalten :freches grinsen:

:smirksmile: Kraaf

Inaktiver User
19.07.2006, 18:41
Ha!
Ich habe den Blumen-Strang gefunden... puh, da habe ich ja noch viel zu lesen...

Nur eins vorweg: Ich habe meine Freundin sehr, sehr eindringlich gefragt, ob sie diesen Mann denn wirklich ganz und gar haben will (könnte man mir ja auf den Bauch binden, so ein Weichei... also näää), und sie sagt, sie will ihn nun mal endgültig haben.

Insofern ist dies ein kleiner, aber feiner Unterschied zur Racheaktion mit dem Blumenstrauß, oder?



Nein ist es nicht.

Lies doch bitte den Vorgängerstrang (http://www.brigitte.de/forum/showflat.php?Cat=0&Board=51&Number=2006109&page=7& view=collapsed&sb=5&o=&fpart=1) des Blumenstrangs (http://www.brigitte.de/forum/showflat.php?Cat=0&Board=51&Number=2119548&page=0& view=collapsed&sb=5&o=&fpart=all) gleich mit, ursprünglich war die Sache genauso wie bei Deiner Freundin. Erst wollte sie ihn ganz für sich alleine und deshalb die Ehefrau anrufen - nach einem Strang in der BriCom und einem Monat verdauen, hatte sie die ruhmreiche Blumenidee -> Geliebten abschießen, aber mit großem Rummel.

Also, die Strangeröffnerin ist durchaus entwicklungsfähig.

Deine Freundin auch?

Lass Deine Freundin doch beide Stränge lesen, schaden kann es nicht und wenn's ihr nutzt, dann wär's ja auch o. k. :smirksmile:

Inaktiver User
19.07.2006, 18:44
was ja eine Situation ist, die vermutlich nicht oft vorkommt

Deswegen wäre eine Antwort auch Spekulation.

Bei uns gab es Hinweise so nach dem Motto "wie kommst Du damit klar, dass die den so oft trifft". Kam ich gar nicht mit klar, habe aber den Starken gemimt. Ich musste erst RICHTIG stark werden, um meine Schwäche zugeben zu können.

Prijon



was meinst du Prijon, spielt auch der Zeitpunkt eine Rolle, hätte für dich der Zeitpunkt eine Rolle gespielt, hättest du es ganz zu Anfang eher (von Freunden vielleicht) wissen wollen?

Kappuziner
19.07.2006, 18:51
da tun einem ja die Ohren weh beim lesen...

Leonie & Prijon,
es gab hier mal einen Thread, in dem es um diese Frage ging, ich glaube, ich habe auch was geschrieben, denn es gab diesen Fall tatsächlich mal in meinem Bekanntenkreis. Mit ihr war ich ganz gut befreundet und dann lernte ich Leute kennen und so beim Smalltalk erfuhr ich, dass die eine andere Person für seine Freundin hielten, wohl aus gutem Grund. Sprich, ich hatte relativ starke Hinweise, dass er ein Doppelleben führte (in der Hinsicht bin ich auch ein gebranntes Kind). Letzten Endes habe ich genau das getan, worüber ich mich bei den Freunden meines damals betrügerischen Freundes geärgert habe, nämlich nichts.
Aber zu dem Grund stehe ich noch immer: ich habe mir überlegt, wenn ich etwas sage, bin ich verantwortlich für das, was ich anrichte und ich muss als Freundin zur Verfügung stehen. Und ehrlich gesagt wollte ich mich nicht so da reinhängen.

Als Geliebte die Ehefrau informieren finde ich total übel.
Ich war selber auch Geliebte und ich kenne diese (natürlich total ungerechtfertigte) Aggression, die man gegen die Ehefrau entwickelt, einfach weil sie existiert. Und diese schlechten Gefühle sind natürlich die Triebkraft für einen solchen Brief und dsa ist einfach übel. Von wegen "Aufklärung" "Frauensolidarität", mit einer solchen Aktion spricht man diesen Begriffen Hohn.

Eine Frau kenne ich, die einen solchen Brief bekommen hat. Da stand nur ein Satz drin "Ich schlafe schon so und so lange mit XXX (ihrem damaligen Lebensgefährten"). Dieser Brief hat - wenn auch 2 Jahre später - zu dem Ende einer 15jährigen Beziehung geführt. Ohne diesen Brief wäre die Beziehung auch zu Ende gegangen. Vielleicht später, vielleicht auch früher, denn die beiden sind damals quasi aus Trotz erstmal enger zusammengerückt.
Ich fragte sie mal, was sie von dieser Frau hält und sie sagte "ich verstehe nicht, wie sie sich als Frau so erniedrigen konnte"
Dem ist nichts hinzuzufügen...

Prijon
19.07.2006, 18:52
@ Emiliy,

eher nicht.

Zaza vertritt ja hier sehr vehement die reine Lehre. Der huldige ich auch.

Aber dann bitte in der Reihenfolge:

- Partner teilt mit "da ist was passiert, bei mir fliegen Schmetterlinge"
(DAS wusste ich)
- PAAR redet über die Konsequenzen, wie geht es wem, wie geht man damit um, wenn was passiert
(das haben wir getan)

WENN dann aber das Kind trotzdem in den Brunnen fällt (was bei uns auch deshalb geschehen ist, weil ich mich mehr und mehr zurückgezogen habe = SCHWÄCHE), dann setzen Formen von Verstrickung ein, die - wenn überhaupt - nur das betroffene Paar lösen kann. Dritte haben da dann nichts verloren.

Aladin
19.07.2006, 18:52
WELCHEN konkreten VORTEIL hat es für eine betrogene Ehefrau, wenn sie NICHT weiss was läuft und weiterhin belogen, betrogen und verar***t wird?




Hallo Zaza,

wie so viele Frauen wird auch diese Ehefrau ihrem Mann zu Beginn ihrer Beziehung signalisiert haben, dass dies ein Thema ist, über das er mit ihr nicht offen sprechen kann. Ihr war vermutlich klar, dass Männer nicht monogam sind, weil sie sich selbst aber als etwas ganz Besonderes empfand, wird sie davon ausgegangen sein, dass ihr Mann ihr treu ist. Es gibt also nicht hier die gute Ehefrau und dort den bösen Ehemann, sondern ein - ziemlich weit verbreitetes - Dilemma.

Wenn es reicht, jedem die volle Wahrheit zu sagen, der keinen Vorteil daraus hat sie nicht zu wissen, dann sei bitte so konsequent und sag sie auch wirklich jedem. Viel Spass dabei :aetsch:

Gruss Aladin

Inaktiver User
19.07.2006, 19:00
@ Emiliy,

eher nicht.

Zaza vertritt ja hier sehr vehement die reine Lehre. Der huldige ich auch.

Aber dann bitte in der Reihenfolge:

- Partner teilt mit "da ist was passiert, bei mir fliegen Schmetterlinge"
(DAS wusste ich)
- PAAR redet über die Konsequenzen, wie geht es wem, wie geht man damit um, wenn was passiert
(das haben wir getan)

WENN dann aber das Kind trotzdem in den Brunnen fällt (was bei uns auch deshalb geschehen ist, weil ich mich mehr und mehr zurückgezogen habe = SCHWÄCHE), dann setzen Formen von Verstrickung ein, die - wenn überhaupt - nur das betroffene Paar lösen kann. Dritte haben da dann nichts verloren.



Es ist natürlich optimal, wenn die Partner schon quasi im Vorfeld darüber reden, so halten wir das auch.
In deinem Fall sehe ich das absolut so wie du, das ist eine Sache der Partner.
Finde ich klasse, dass ihr es so geschafft habt! :-)

*************

Ich denke aber auch an die vielen Fälle, in denen leider nicht miteinander gesprochen wird, da würde ich, um auf Leonies Frage einzugehen, von Freunden! erwarten, das sie mich sofort aufklären und nicht, dass sie dass Betrügerspiel mitspielen - allerdings kennen meine Freunde auch meine Meinung - und ich ihre, dazu.

Bonita33
19.07.2006, 19:05
Prijon,

OT, aber aus Neugier.

Heißt das, dass Mitwisser, Freunde etc. auch nichts Deutliches sagen sollten?

Hier in der BriCom wird immer wieder berichtet, dass das besonders schlimm war, dass auch die Freunde das Spiel mitgespielt haben.

Also sollte ich meiner besten Freundin auch nichts sagen, wenn ich weiß, dass ihr Mann sie betrügt (was ja eine Situation ist, die vermutlich nicht oft vorkommt.)

Gruß, Leonie



Also ich selber fände es schrecklich, wenn meine beste Freundin wüsste, das mein Freund/Mann etwas mit einer anderen hat und es mir nicht sagt. Aber ich habe selber erlebt, das das eine Freundschaft ganz schön auf die Probe stellen kann.
Vor einigen Jahren war ich zusammen mit einer anderen Freundin in der traurigen Lage so eine Botschaft übermitteln zu müssen. Und das immer und immer wieder.... unsere Freundin wollte damals kaum noch etwas darüber wissen, weil sie in ihrer Liebe immer wieder den Lügen des Freundes geglaubt hat.
Das war schon hart und es war ein langer Weg, bis sie sich endlich getrennt hat und es hat unsere Freundschaft anfangs auch arg belastet :niedergeschmettert:

Zum eigentlich Thema: ich finde es auch armselig als Geliebte die Ehefrau zu unterrichten. Aber genauso armselig finde ich in diesem Fall ihr das quasi zu überlassen.

Ich finde da passt immer noch der Spruch, wie man selber behandelt werden möchte, sollte man auch andere behandeln.

Bonita

Prijon
19.07.2006, 19:12
Ich denke aber auch an die vielen Fälle, in denen leider nicht miteinander gesprochen wird, da würde ich, um auf Leonies Frage einzugehen, von Freunden! erwarten, das sie mich sofort aufklären und nicht, dass sie dass Betrügerspiel mitspielen - allerdings kennen meine Freunde auch meine Meinung - und ich ihre, dazu.


Hallo Emily,

noch einmal: Wenn so ein Ding dann ans Laufen kommt, dann hast Du eine Reihe von Verstrickungen. Das ist dann kein "Spiel" mehr. Da geht es mehr und mehr Menschen Scheiße (bei uns übrigens auch zwei Kindern, die die Tatsachen lange vor mir realisiert hatten)

Mit den Freunden - ich habe meine Frau gefragt: Sie hat es ausschließlich Frauen erzählt - da greift womöglich Solidarität, oder?

Ich habe dann auch mal mit einer der Betroffenen gesprochen, ohne Vorwurf oder so. Die hat mir geschildert, wie es war: Quasi im Rausgehen, schon im Flur habe ihr meine Frau das erzählt. Sie sei wie vom Donner gerührt gewesen - "warum erzählt die mir das jetzt?" und "wie gehe ich damit jetzt um?".

Naja,
Vergangenheit. Nicht immer schön.

Inaktiver User
19.07.2006, 19:28
Zum eigentlich Thema: ich finde es auch armselig als Geliebte die Ehefrau zu unterrichten. Aber genauso armselig finde ich in diesem Fall ihr das quasi zu überlassen.



Bonita, was meinst du mit dem zweiten Satz? Meinst du mich?

Overflyer
19.07.2006, 19:31
Jetzt hab ich mich bis hierher durchgewurschtelt und bin immer noch nicht schlauer. Hat sie den Brief jetzt abgeschickt oder nicht?

Prijon
19.07.2006, 19:46
Bonita, was meinst du mit dem zweiten Satz? Meinst du mich?

Von der Logik her kann damit eigentlich nur der Ehemann gemeint sein. Habe ich jedenfalls so verstanden.

Prijon

Inaktiver User
19.07.2006, 19:49
Oh sorry: Ja, der Brief ist abgeschickt.

Ändert aber irgendwie nix am Problem, oder?

Nach dem Lesen der vielen Beiträge (versacke gerade bei den Blumen...) kommt mir ein Gedanke ganz speziell in den Sinn: Es hat sowas PÄDAGOGISCHES. Es hat was Erzieherisches...

Ich bin mir, was die "moralische" Seite angeht, einfach nicht schlüssig. Wie gesagt, ich selbst täte sowas niemals. Weil = kein Weichei wollen.

Und was mir auch noch klar geworden ist: Ich finde, ich lag mit meinen Fragen schon richtig. Also den vielen Fragen danach, ob sie den Mann wirklich will. Wenn ja, (also wenn man wirklich so ein Weichei haben will - der Typ da scheint es ja geradezu drauf angelegt zu haben, dass SIE es ihr steckt, wenn ihr mich fragt...) also wenn ja, dann ist das wohl die einzige Möglichkeit, dieses Weichei zu kriegen.

Nochmal zurück zum Ausgangspunkt meines Postings: Es hat sowas Erzieherisches, den Leuten die Wahrheit um die Ohren zu brezeln. Man lässt den anderen nicht die Zeit, die sie brauchen (?), um sich dieser Wahrheit zu stellen. Man verfügt, wann der Punkt gekommen ist, sich dieser zu stellen. Das hat was sehr Pädagogisches. Und es hat auch was von Machtstreben und von Gewalt, ja.

Wobei ich nach wie vor glaube, dass das Leben sich eh seinen Weg so bahnt, wie das Leben das will.
Pädagogische Aktionen: Ich habe auch nur von den Lehrern etwas angenommen, von denen ich etwas annehmen wollte.

Macht diese Aktion jetzt eine Ehe kaputt oder war sie das vorher schon?
Ich finde die Antwort darauf nicht so leicht wie die meisten hier.
Seht es mir nach!

Inaktiver User
19.07.2006, 19:52
Bonita, was meinst du mit dem zweiten Satz? Meinst du mich?

Von der Logik her kann damit eigentlich nur der Ehemann gemeint sein. Habe ich jedenfalls so verstanden.

Prijon





Aaaaah, verstehe.
Ja, das ist äußerst armselig. Schaut so aus, als wenn er das seiner Geliebten beinah "aufdrückt". (Man beachte bitte die Anführungszeichen, keine Haue dafür, bitte)

Prijon
19.07.2006, 20:09
Hallo Zitronenmond,

Du schreibst in Deinem ersten Posting:

SIE WILL diesen Mann ganz für sich. Sagt ihm seit 8 Wochen, ER SOLL
es seiner Frau sagen. Er tut das nicht, sagte aber "naja, es gibt wohl nur zwei Lösungen: entweder sagst du es meiner Frau oder ich"

Die Hervorhebungen sind von mir.

SIE WILL. ER SOLL. Was ER WILL, das steht da nirgends. Deshalb halte ich diese Aussage

Schaut so aus, als wenn er das seiner Geliebten beinah "aufdrückt".

auch für SEHR gewagt. Mein Tipp: Die drückt (auch) IHM was auf, was der gar nicht wirklich will.

Dass er feige ist und ein Weichei und was nicht alles - unbestritten. Aber hier ist ein System geschaffen worden (AUCH von ihr), das zwei Jahre lang offensichtlich super funktionierte. Und jetzt wird mit Gewalt daran herumgedoktert, weil IHR das plötzlich einfällt.

Deine Freundin hat sich freiwillig in die Rolle der Geliebten befördert. Das ist ihre Entscheidung. Dass es nur einen Weg gibt, aus dieser Rolle rauszukommen, das ist hier in der BriCom doch 1000mal beschrieben worden: Ihn loslassen mit der Aufforderung, seine Dinge zu klären und dann wiederzukommen.

Kommt er nicht zurück, dann hat er ihr nie gehört... Und wenn er zurückkommt, dann in diesem Fall nur, weil seine Frau ihn rausgeschmissen hat. Dann hat die Geliebte ihn nach meinem Verständnis gestohlen.

Prijon

Inaktiver User
19.07.2006, 20:12
Kommt er nicht zurück, dann hat er ihr nie gehört... Und wenn er zurückkommt, dann in diesem Fall nur, weil seine Frau ihn rausgeschmissen hat. Dann hat die Geliebte ihn nach meinem Verständnis gestohlen.



:ooooh:

Echt? Kann man Ehemänner stehlen?
Ist ganz ernst gemeint die Frage: Wieso sollte das funktionieren können?
Er kann doch nur gestohlen werden, wenn die Ehefrau ihn nicht mehr will, oder?

Prijon
19.07.2006, 20:19
Er kann doch nur gestohlen werden, wenn die Ehefrau ihn nicht mehr will, oder?

Also,
als neulich mein Autoradio verschwunden war, da habe ich das ganz sicher nicht gewollt... Auch wenn ich das z.T. durch eigene Dummheit verschusselt habe (das Auto war nicht abgeschlossen)

Gehst Du auch auf den Rest meines Postings ein - den fand ich nämlich wichtiger...

Und noch was:

Er kann doch nur gestohlen werden, wenn die Ehefrau ihn nicht mehr will, oder?

Ob das Autoradio (öhm - der Kerl) gestohlen wird, das entscheiden also die Ehefrau ( = Autobesitzerin) und die Geliebte ( = Autoradiohabenwollende). Warum sollte das Autoradio auch was zu melden haben....

Inaktiver User
19.07.2006, 20:27
Macht diese Aktion jetzt eine Ehe kaputt oder war sie das vorher schon?
Ich finde die Antwort darauf nicht so leicht wie die meisten hier.
Seht es mir nach!




Das kann niemand prognostizieren. Ich kann nur aus eigener Erfahrung beisteuern, dass viel Projektion im Spiel ist, wenn von der "armen Ehefrau, die von nichts eine Ahnung hat, und dringend aufgeklärt werden muss" ausgegangen wird. Da geht es eigentlich gar nicht um diese Frau, sondern darum, sich mit den eigenen Befürchtungen und Ängsten, betrogen zu werden, nicht anerkannt oder wertgeschätzt zu werden, auseinander zu setzen.

Wie Prijon andeutet: Es ist meiner Einschätzung nach eher die Ausnahme, dass eine Partnerin, ein Partner GAR KEINE Ahnung haben, was da vorgeht. Meist gibt es Anzeichen, Ahnungen, ungute Gefühle, aber manchmal ist der Zeitpunkt, sich der Thematik und all dem, was sie nach sich ziehen wird zu stellen einfach noch nicht gekommen. Aussenstehende können eine Beziehung nicht beurteilen, können den Zeitpunkt der Auseinandersetzung nicht erzwingen, sie handeln aufgrund eigener Annahmen, Interpretationen, Projektionen, und sie mischen sich in etwas ein, das sie nichts angeht. Eine Ehe führen die Ehepartner miteinander, und sie müssen ihre Beziehung klären, genau wie auch die Geliebten IHRE Beziehung klären müssen.

Ich halte auch die Einmischung von Freunden für fragwürdig, jedenfalls dann, wenn es sich um eine "Aufklärungsaktion" handelt. Wenn man als Freund nicht die Hände still halten kann, dann gibt es andere Möglichkeiten, für Bewegung zu sorgen, beispielsweise indem man den betrügenden Partner dazu animiert, aktiv zu werden.

Befremdlich finde ich darüber hinaus das Bild der PartnerInnen, das hier gezeichnet wird, und sie als eine Art unmündige, ahnungslose Kinder in absoluter Opferposition darstellt. Ich halte das für eine sehr einseitige Betrachtungsweise, die vernachlässigt, dass hinter scheinbarer Unwissenheit auch Leugnung, Verdrängung, bewusstes Tolerieren oder inner"betriebliche" Vereinbarungen stecken können und andere Menschen das Recht haben, selbst zu bestimmen, wann sie sich einer Situation auf welche Weise stellen möchten. Dritte, egal wie wohlmeinend, handeln übergriffig, weil sie den Beteiligten die Chance nehmen, in ihrem eigenen Tempo zu ihren eigenen Erkenntnissen zu gelangen.

Bedenklich finde ich auch, dass die Aktionen der Geliebten in manchen Beiträgen einen fast caritativen Anstrich bekommen, und ganz klar offen legen, wie die Machtverteilung gesehen wird: Schiefe Ebene zu Gunsten der Geliebten. In der Praxis ist dies allerdings häufig gerade NICHT der Fall, und exakt aus diesem Grund ensteht der Drang der Geliebten, die Ehefrau "einzuweihen" - um die eigene Ohnmacht zu bekämpfen, um sich Gehör, Gesicht, Körper zu verschaffen, nicht länger ein Schattendasein zu fristen, sondern selbst ins Rampenlicht der Beziehung treten zu können, offiziell zu werden.

Vertrauensbrüche sind Zäsuren, die zum Bruch von Beziehungen, aber auch zu ihrer Erstarkung führen können. Sie können Initialzündung zur gründlichen Aufarbeitung und Neufundamentlegung einer Beziehung sein, oder aber Stagnationen auflösen und zu einer Trennung führen, oder aber völlig neue Beziehungsformen hervorbringen, beispielsweise eine dauerhafte offene Beziehung. Ich finde es wichtig, Verantwortlichkeiten klar zu definieren und nicht über eigenen Ängsten, Befürchtungen und dem, was die meisten für "richtig" halten, zu vernachlässigen.

Wer sich auf eine heimliche Affäre einlässt, geht eine stillschweigende Vereinbarung ein, und er begeht letztlich genau so einen Betrug an DIESER Vereinbarung, DIESER Beziehung, wenn er bei seinem eingebildeten oder echten Rivalen, "petzt" wie der betrügende Part an der Primärbeziehung. Die Vertrauensbrüche setzen sich im Grunde nur fort, eine Lösung wird immer komplexer. Der Konflikt dahinter - mangelnde Anerkennung und Ausschliesslichkeit - wird nicht direkt ausgetragen, sondern soll an die Primärbeziehung delegiert und über sie aufgelöst werden. Statt Anerkennung direkt zu fordern und die Affäre aufzulösen, wird der Konflikt an den Partner delegiert, der die Vorlage liefern soll, eine Entscheidung triggern.

Wichtig wäre, dass alle Beteiligten lernen, für ihre Bedürfnisse offen einzutreten, Verantwortung für sich selbst und ihre Beziehungen zu übernehmen, und genau dies geschieht beim "Petzen" meines Erachtens eben nicht.

Grüssle
Seawasp

Inaktiver User
19.07.2006, 20:31
@ Prijon: Ja, Schatz, mache ich! :freches grinsen:



SIE WILL. ER SOLL. Was ER WILL, das steht da nirgends. Deshalb halte ich diese Aussage

Schaut so aus, als wenn er das seiner Geliebten beinah "aufdrückt".

auch für SEHR gewagt. Mein Tipp: Die drückt (auch) IHM was auf, was der gar nicht wirklich will.



Das sehe ich genauso wie du.
Ich schrub es oben schon: Was mir daran nicht gefällt, ist dieses Pädagogische, dieses ich-weiß-was-für-euch-gut-ist.



Aber hier ist ein System geschaffen worden (AUCH von ihr), das zwei Jahre lang offensichtlich super funktionierte. Und jetzt wird mit Gewalt daran herumgedoktert, weil IHR das plötzlich einfällt.



Diesen Aspekt sehe ich auch als den gewalttätigen an (Zeitpunkt bestimmen).
Worin ich mir uneins bin ist die Tatsache an sich.
Überall hier schreiben die Leute von den Handyrechnungen etc., die Unklarheit, die Lügen, die dann kommen. Es kommen doch auch so dauernd Lügen.
Das, was zusammenbricht, ist doch ein Lügengebäude.
Und es gibt halt einen Teil in mir, der sagt, dass eigentlich nichts besseres passieren kann, als ein Lügengebäude zusammenbrechen zu lassen - um etwas Neues, Besseres aufzubauen.

Was ich auch sehe: An dem Lügengebäude hat er, aber ebenso auch die Geliebte gestrickt. Die Ehefrau nicht. Oder jedenfalls nicht so direkt. Das ist mir daran so unklar: Ist das Gemeinere die Verletzung der Ehefrau, die jetzt die Wahrheit erfährt? Gemein ist doch das Lügengebäude an sich. Und da sagt was in mir: gut, wenn das zusammenkracht.

Aber wie gesagt, ich könnte eine Beziehung schon nicht auf einer Lüge aufbauen, ist mir nicht vergönnt. Wobei ich jetzt nicht eine auf reine Seele machen will: Ich hatte in grauer Vorzeit schon mal ein Techtel mit einem Verheirateten, allerdings nur sehr kurz, eben weil das nicht ging für mich.



Deine Freundin hat sich freiwillig in die Rolle der Geliebten befördert. Das ist ihre Entscheidung. Dass es nur einen Weg gibt, aus dieser Rolle rauszukommen, das ist hier in der BriCom doch 1000mal beschrieben worden: Ihn loslassen mit der Aufforderung, seine Dinge zu klären und dann wiederzukommen.



Ich würde es genauso machen. Aber wer sagt, dass dies der einzige machbare Weg ist?
Legt es der betrügende Ehemann nicht regelrecht drauf an, erwischt zu werden?
So ein Doppelleben ist doch prädestiniert dafür, irgendwann aufzufliegen.
Oder wie siehst du das?

Inaktiver User
19.07.2006, 20:37
Wichtig wäre, dass alle Beteiligten lernen, für ihre Bedürfnisse offen einzutreten, Verantwortung für sich selbst und ihre Beziehungen zu übernehmen, und genau dies geschieht beim "Petzen" meines Erachtens eben nicht.



Seawasp, ein tolles Posting!
Ich werde meiner Freundin diesen Fred mal zu lesen geben.

Inaktiver User
19.07.2006, 20:48
Wichtig wäre, dass alle Beteiligten lernen, für ihre Bedürfnisse offen einzutreten, Verantwortung für sich selbst und ihre Beziehungen zu übernehmen, und genau dies geschieht beim "Petzen" meines Erachtens eben nicht.



@Seawasp: Stimmt, letztendlich kann auch wirklich nur jeder für sich entscheiden, ob er nun seine Bedürfnisse offen vertreten will oder nicht. Auch das "Verantwortung für sich selbst und seine Beziehungen zu übernehmen" ist eine Entscheidung, die man anderen nicht überstülpen kann.

@Zitronenmond: Dein Hinweis, dass das Aufdecken etwas pädagogisches und erzieherisches an sich hat, ist gut, soweit hab ich gar noch nicht gedacht.

Es heißt doch: "Der Schüler sucht sich seinen Lehrer." Vielleicht ist das gerade der Punkt, die Geliebte kann nichts anstoßen, was das Ehepaar nicht auch selbst will.
So gesehen ist die Geliebte wirklich "ohnmächtig", daher wahrscheinlich auch diese unverhältnismäßige Wut.

Es ist wie so häufig:
Wenn's verquer ist, kann man fast nichts richtiges machen
und wenn's passt, kann man fast nichts falsches machen.

Inaktiver User
19.07.2006, 20:51
@Seawasp: Stimmt, letztendlich kann auch wirklich nur jeder für sich entscheiden, ob er nun seine Bedürfnisse offen vertreten will oder nicht. Auch das "Verantwortung für sich selbst und seine Beziehungen zu übernehmen" ist eine Entscheidung, die man anderen nicht überstülpen kann.



Ich glaube, das ist genau der springende Punkt, an dem ich herumknacke... :grmpf:

Wenn es nicht möglich ist, die Entscheidungen jemand anderem überzustülpen, dann ist es eben nicht möglich. Die anderen sind ja auch erwachsen, und werden sich zu wehren wissen.

Laufrad
19.07.2006, 21:11
Ich halte auch die Einmischung von Freunden für fragwürdig, jedenfalls dann, wenn es sich um eine "Aufklärungsaktion" handelt. Wenn man als Freund nicht die Hände still halten kann, dann gibt es andere Möglichkeiten, für Bewegung zu sorgen, beispielsweise indem man den betrügenden Partner dazu animiert, aktiv zu werden.



Und wie stellt man das am Besten an?

Ich frage aus gutem Grund. Ich habe den Verdacht, dass der Mann einer Freundin seit 3 Jahren eine (mehrere?) Freundin hat. Alles nur Indizien, keine "Beweise".

Vorsichtige Fragen an meine Freundin, Jahre her, "Findest du das nicht erstaunlich, dass seine Firma ihm die halbe Woche Hotelübernachtungen am Firmensitz (man wohnt etwas entfernter vom Arbeitsplatz) zahlt?" wurden derart, hm, arglos, beantwortet, dass ich kein weiteres Wort verlor.

Es gab noch anderes, neue Hobbies verbunden mit Kursen fern von daheim etc., ihre Reaktion immer so überzeugend überzeugt... soll ich etwa den Stier bei den Hörnern packen: "Ich glaube, da steckt eine andere Frau dahinter" Beweisen kann ich NIX! Dabei weiß ich vermutlich sogar, wie sie heißt... :zahnschmerzen:

Oder steht mir gar nicht zu, mich da einzumischen?

Puh, da soll bloß mal nicht der Vorwurf kommmen, ich hätte es seit Jahren geahnt...

Inaktiver User
19.07.2006, 21:20
@Seawasp: Stimmt, letztendlich kann auch wirklich nur jeder für sich entscheiden, ob er nun seine Bedürfnisse offen vertreten will oder nicht. Auch das "Verantwortung für sich selbst und seine Beziehungen zu übernehmen" ist eine Entscheidung, die man anderen nicht überstülpen kann.



Ich glaube, das ist genau der springende Punkt, an dem ich herumknacke... :grmpf:

Wenn es nicht möglich ist, die Entscheidungen jemand anderem überzustülpen, dann ist es eben nicht möglich. Die anderen sind ja auch erwachsen, und werden sich zu wehren wissen.



Klar werden sie sich zu wehren wissen.
Und die Art, wie sie das tun, wird sicher Bände sprechen.
Kann ein Ende mit Schrecken werden, ein Schrecken ohne Ende oder oder...

Glaubst Du, Deiner Freundin ist überhaupt klar, was sie da tut?
Hat sie die Nerven für so eine Rosskur?

Levade
19.07.2006, 21:21
Das eine ist die eventuelle Verdrängung bestimmter Verdachtsmomente der Ehefrau und ihr Alltagsleben MIT eben diesem Mann.

Dagegen stellen wir nun die Verliebtheit der gestohlenen, unter Lügen konstruierten ->Momente<- der Geliebten.

Und sagen, man solle bloß nicht so tun, als sei die Ehefrau das arme Würstchen in diesem Spiel.

Ernsthaft?

Zaza
19.07.2006, 21:23
Macht diese Aktion jetzt eine Ehe kaputt oder war sie das vorher schon?
Ich finde die Antwort darauf nicht so leicht wie die meisten hier.
Seht es mir nach!




Das kann niemand prognostizieren. Ich kann nur aus eigener Erfahrung beisteuern, dass viel Projektion im Spiel ist, wenn von der "armen Ehefrau, die von nichts eine Ahnung hat, und dringend aufgeklärt werden muss" ausgegangen wird. Da geht es eigentlich gar nicht um diese Frau, sondern darum, sich mit den eigenen Befürchtungen und Ängsten, betrogen zu werden, nicht anerkannt oder wertgeschätzt zu werden, auseinander zu setzen.



Wen meinst Du nun? WESSEN Befürchtungen und Ängste?



Wie Prijon andeutet: Es ist meiner Einschätzung nach eher die Ausnahme, dass eine Partnerin, ein Partner GAR KEINE Ahnung haben, was da vorgeht. Meist gibt es Anzeichen, Ahnungen, ungute Gefühle, aber manchmal ist der Zeitpunkt, sich der Thematik und all dem, was sie nach sich ziehen wird zu stellen einfach noch nicht gekommen.



Ja, manchmal ist das so.

Aber oft auch nicht - es kommt durchaus vor, dass die (Ehe-)Partner schlichtweg keine Ahnung haben, in Sicherheit gewiegt werden, wenn sie Misstrauen äussern und ihnen "das blaue vom Himmel" gelogen wird!



Aussenstehende können eine Beziehung nicht beurteilen, können den Zeitpunkt der Auseinandersetzung nicht erzwingen, sie handeln aufgrund eigener Annahmen, Interpretationen, Projektionen, und sie mischen sich in etwas ein, das sie nichts angeht.



Letztendlich kommt es IMMER darauf an, inwiefern das "Einmischen" von den Betroffenen erwünscht ist!

Wenn ich mitbekommen würde, dass "ALLE" ausser mir - Verwandte, Freunde, Bekannte! - GEWUSST hätten, dass ich hintergangen und betrogen würde aber MIR niemand etwas sagen würde - dann hätten sie ALLE miteinander bei mir bis in alle Ewigkeit verschi**en!



Eine Ehe führen die Ehepartner miteinander, und sie müssen ihre Beziehung klären, genau wie auch die Geliebten IHRE Beziehung klären müssen.



Hübsche Worte - und wie wäre das Deiner Meinung nach zu praktizieren?



Ich halte auch die Einmischung von Freunden für fragwürdig, jedenfalls dann, wenn es sich um eine "Aufklärungsaktion" handelt. Wenn man als Freund nicht die Hände still halten kann, dann gibt es andere Möglichkeiten, für Bewegung zu sorgen, beispielsweise indem man den betrügenden Partner dazu animiert, aktiv zu werden.



Wie gesagt - letztendlich kommt es IMMER darauf an, wie weit das "Einmischen" von den Betroffenen erwünscht wird!



Befremdlich finde ich darüber hinaus das Bild der PartnerInnen, das hier gezeichnet wird, und sie als eine Art unmündige, ahnungslose Kinder in absoluter Opferposition darstellt. Ich halte das für eine sehr einseitige Betrachtungsweise, die vernachlässigt, dass hinter scheinbarer Unwissenheit auch Leugnung, Verdrängung, bewusstes Tolerieren oder inner"betriebliche" Vereinbarungen stecken können und andere Menschen das Recht haben, selbst zu bestimmen, wann sie sich einer Situation auf welche Weise stellen möchten. Dritte, egal wie wohlmeinend, handeln übergriffig, weil sie den Beteiligten die Chance nehmen, in ihrem eigenen Tempo zu ihren eigenen Erkenntnissen zu gelangen.



Wie schon oben erwähnt - natürlich gibt es diese Möglichkeiten! Aber es gibt auch andere, dass die Betrogenen tatsächlich ahnungslos sind!



Bedenklich finde ich auch, dass die Aktionen der Geliebten in manchen Beiträgen einen fast caritativen Anstrich bekommen, und ganz klar offen legen, wie die Machtverteilung gesehen wird: Schiefe Ebene zu Gunsten der Geliebten. In der Praxis ist dies allerdings häufig gerade NICHT der Fall, und exakt aus diesem Grund ensteht der Drang der Geliebten, die Ehefrau "einzuweihen" - um die eigene Ohnmacht zu bekämpfen, um sich Gehör, Gesicht, Körper zu verschaffen, nicht länger ein Schattendasein zu fristen, sondern selbst ins Rampenlicht der Beziehung treten zu können, offiziell zu werden.



Ist das jetzt nicht auch Deinerseits pure Annahme, Interpretation, Projektion ...?



Vertrauensbrüche sind Zäsuren, die zum Bruch von Beziehungen, aber auch zu ihrer Erstarkung führen können. Sie können Initialzündung zur gründlichen Aufarbeitung und Neufundamentlegung einer Beziehung sein, oder aber Stagnationen auflösen und zu einer Trennung führen, oder aber völlig neue Beziehungsformen hervorbringen, beispielsweise eine dauerhafte offene Beziehung.



Klar - wenn die Karten offen auf dem Tisch liegen, dann MUSS reagiert werden! Es führt zu diesem oder auch jenem Ausgang, wie Du so schön schreibst ...

Und?



Ich finde es wichtig, Verantwortlichkeiten klar zu definieren und nicht über eigenen Ängsten, Befürchtungen und dem, was die meisten für "richtig" halten, zu vernachlässigen.



Wie meinst Du das? Beispiel?



Wer sich auf eine heimliche Affäre einlässt, geht eine stillschweigende Vereinbarung ein, und er begeht letztlich genau so einen Betrug an DIESER Vereinbarung, DIESER Beziehung, wenn er bei seinem eingebildeten oder echten Rivalen, "petzt" wie der betrügende Part an der Primärbeziehung.



Glaubst Du wirklich, dass es SO einfach ist?



Die Vertrauensbrüche setzen sich im Grunde nur fort, eine Lösung wird immer komplexer.



Von wem - wem gegenüber?



Der Konflikt dahinter - mangelnde Anerkennung und Ausschliesslichkeit - wird nicht direkt ausgetragen, sondern soll an die Primärbeziehung delegiert und über sie aufgelöst werden.



Nun ja ... wenn der "fest vergebene" Partner immer wieder beteuert ... " ... BALD ... BALD lasse ich mich scheiden ... BALD ... " ... dann ist es doch logisch, dass das der/die Geliebte auch irgendwann erwartet, oder?



Statt Anerkennung direkt zu fordern und die Affäre aufzulösen, wird der Konflikt an den Partner delegiert, der die Vorlage liefern soll, eine Entscheidung triggern.



Siehe mein Satz eins drüber! :allesok:



Wichtig wäre, dass alle Beteiligten lernen, für ihre Bedürfnisse offen einzutreten, Verantwortung für sich selbst und ihre Beziehungen zu übernehmen,



... und das sieht in der Praxis WIE aus? Nehmen wir mal konkret diesen Fall hier, den Zitronenmond schildert.

Wie sähe das in diesem Fall KONKRET aus?



und genau dies geschieht beim "Petzen" meines Erachtens eben nicht.



Irgendwie "hübsche Worte", hübsche Theorie ... und alles sehr pauschal!

Was passiert denn Deines Erachtens beim "Petzen"?

Zaza

Levade
19.07.2006, 21:30
Schaut so aus, als wenn er das seiner Geliebten beinah "aufdrückt".



In diesem Fall sehe ich das auch so. Darum ja mein "Zaunpfahl-Posting".
Er hat vielleicht ihr die Entscheidung aufbrummen wollen. Aber vielleicht hat er einen schlimmen Fehler gemacht indem er annahm, sie sei so feige oder unentschlossen wie er. Vielleicht dachte er auch, das ganze Theater sei
->Theater.

Nun hat "er" den Brief daheim.
"Schaun´wir mal", würde ich - nicht unspitzbübisch grinsend - sagen.



:schild uups:
Levade

Inaktiver User
19.07.2006, 21:41
Wichtig wäre, dass alle Beteiligten lernen, für ihre Bedürfnisse offen einzutreten, Verantwortung für sich selbst und ihre Beziehungen zu übernehmen,



... und das sieht in der Praxis WIE aus? Nehmen wir mal konkret diesen Fall hier, den Zitronenmond schildert.

Wie sähe das in diesem Fall KONKRET aus?



Nuja, da muss ich für meinen Teil ja mal sagen: Ich an ihrer Stelle hätte mich getrennt und gesagt: "Wenn du frei bist, kannste wiederkommen." Damit hätte ich für mich Verantwortung übernommen. Er hätte dann für sich Verantwortung übernehmen müssen - gehen oder bleiben.

Übrigens muss ich anmerken, dass es meiner Freundin, so wie ich die Sache sehe, keineswegs um einen karitativen Aspekt gegenüber der Ehefrau geht. Sie sagt, sie will diesen Mann haben. Es ist absolut eigennützig gedacht. Und zum "minutiös" darlegen ist zu sagen, dass sie darstellt, wielange das alles geht - keine Details aus dem Intimleben oder so.

Ach herrje...

So`n blödes Problem hatte ich noch nie um mich herum. :knatsch:

Im Nachbarstrang (ich bin jetzt ungefähr beim 200. Posting) gibt es allerdings etliche Ehefrauen, die sagen, sie waren froh, das erfahren zu haben. Es scheint genau zwei Fraktionen zu geben - die, die es dann genau wissen wollen und die, die es einfach nicht wissen wollen. Wie beim Thema Krebs-Krankheit. Bei dem Vergleich muss ich allerdings sagen: Da teilen die Betroffenen das selbst mit, ob sie es wissen wollen.

Inaktiver User
19.07.2006, 21:45
Und sagen, man solle bloß nicht so tun, als sei die Ehefrau das arme Würstchen in diesem Spiel.

Ernsthaft?



Levade, genau dieser Punkt ist bei mir unklar.
Ich habe ja gerade was geschrieben zum "selbst entscheiden, was man wissen will".
Aber ich vertraue auf das Erwachsensein der Ehefrau - ich sehe sie nicht als armes Würstchen.

Zaza
19.07.2006, 21:45
Wie auch immer ...

ich finde es höchst befremdlich, wenn in so einer Situation "Aussenstehende" - welche die Schreiberlinge hier nun mal sind! - den eigentlich Beteiligten "Rechte" und "Pflichten" zuteilen oder absprechen, über Menschen und ihre Gefühle WERTEN, URTEILEN und vor allem VERurteilen!

Sind die Gefühle einer "liebenden Ehefrau" MEHR wert, als die Gefühle einer "liebenden Geliebten"?

Ist Liebe nicht Liebe?

Ist eine Liebe MEHR wert als eine andere?

Und WER will sich anmassen darüber zu urteilen, WESSEN Liebe "legal" ist und wessen nicht???

Das tut die Mehrheit hier!

Es geht um Gefühle, um Liebe, um Sex ... die ureigensten und stärksten menschlichen Bedürfnisse und Triebe ... die manchmal - oder vielleicht auch MEISTENS??? - seltsame Blüten treibt und noch seltsamere, verschlungene und verworrene Pfade einschlägt!

Und SELBSTVERSTÄNDLICH weiss hier JEDE/R, wie er sich political correct zu verhalten HAÄTTE und das SELBSTVERSTÄNDLICH auch TÄÄÄTE, WENN er oder sie ... uswusw ... usf ... !

Ist doch alles GAAANZ Easy! :zwinker:

Zaza

Inaktiver User
19.07.2006, 21:47
Ist eine Liebe MEHR wert als eine andere?



Um diesen Punkt geht es meiner Freundin wohl auch. Sie hat das Gefühl, ein Recht zu haben.

Werden sehen, wie das ausgeht...

Zaza
19.07.2006, 22:07
Es sollten viel mehr Geliebte Briefe an die Ehefrauen schreiben.



Ja, das find ich auch! :allesok:



Das wäre dann ein Ende mit Schrecken. Der nächste Gang des Triebhaften führt dann ins Puff statt zum nächsten Vögelein.



Hat halt Vor- und Nachteile, wie wir alle wissen ... der Triebhafte belastet die Haushaltskasse - oder sein Taschengeld :zwinker: - ... und die Vögelein gehen leer aus!



Die Nutten im Puff schreiben wenigstens keine Briefe.



Och ... das sach mal nich´...



Die Beschäftigungsquote in den Freudenhäusern dürfte ebenfalls ansteigen. Somit wird auch noch der Arbeitsmarkt entlastet.



Du vergisst, dass der Konsument schliesslich auch Geld in Umlauf bringen muss, wenn die Beschäftigungsquote ansteigen soll ... ist halt überall so! :smirksmile:



Ich finde Briefe schreibende Geliebte einfach nur ekelhaft. Ohne Stolz. Ohne Ehre.



Nun ja ... wenn Du denn unbedingt irgendwelche Worte suchst dafür, dass es für DICH evt. ganz schlicht und einfach UN-Vorteilhaft wäre, wenn Deine Frau dahinter käme ... aber hast Recht ... ganz einfache, schlichte Tatsachen, lassen sich manchmel als aufgeblähte Worte verpackt besser verkaufen ... und bei dem einen oder anderen Vögelein mögen sie sogar ziehen ... :zwinker:



Jagd den Popper einfach zur Türe hinaus, wenn er sich nicht zu Euch bekennt. Behaltet einen Rest von Würde.



... ist DAS rührig ... :heul: :heul: :heul:



Das Augen öffnen von Ehefrauen stellt sich u. U. als Körperverletzung heraus.



Von WEM war die "Körperverltzung" doch gleich ausgehend ... ???



Faule Ausrede, ihr die Wahrheit über ihren Sunnyboy stecken zu wollen.



Ist es nicht egal, wie es benannt wird?



Das eigene Hemd ist es, welches der Geliebten näher sitzt als der Mantel der Ehefrau.



Und was sitzt dem Sunnyboy am nächsten ... ?



Es scheint sehr zu befiedigen, ein Arschloch zu sein.



Wie kommst Du bloss darauf?

Zaza

Prijon
19.07.2006, 22:14
Hallo Zaza,

ich finde es höchst befremdlich, wenn in so einer Situation "Aussenstehende" - welche die Schreiberlinge hier nun mal sind! - den eigentlich Beteiligten "Rechte" und "Pflichten" zuteilen oder absprechen, über Menschen und ihre Gefühle WERTEN, URTEILEN und vor allem VERurteilen!


Tust Du etwas anderes?

Fragt
Prijon

Inaktiver User
19.07.2006, 22:17
Und SELBSTVERSTÄNDLICH weiss hier JEDE/R, wie er sich political correct zu verhalten HAÄTTE und das SELBSTVERSTÄNDLICH auch TÄÄÄTE, WENN er oder sie ... uswusw ... usf ... !



Hallo Zaza,

jetzt mal ganz ernsthaft. Bist Du tatsächlich der Meinung, dass es mir um "political correctness" geht? Hier in diesem Strang und auch im Blumenstrang?

Dass Du aufgebracht bist, sehe ich.
Nur, ich kann nicht nachvollziehen, warum Du so kämpfst.
Jedes Posting gibt doch lediglich die Meinung des Verfassers wieder.
Ich sehe hier verschiedenartige und vielfältige Meinungen und Denkansätze.

Gegen wen kämpfst Du so vehement?

Liebe Grüße
binauchda

Zaza
19.07.2006, 22:21
@Korsar



Sind wirklich zwei Seiten hier. Die Betrogenen und die Betrüger. Und die, denen so etwas natürlich nie passieren kann.



Nein, es sind noch viel mehr Seiten hier!




Es gibt genügend Männer, die ihre Frauen betrügen, sie aber niemals verlassen würden.



... aus welchen Gründen auch immer!




Weil sie - tatsächlich - lieben. Manchmal sogar zwei Frauen.



Manchmal ... manchmal auch nicht!




Manchmal wollen sie auch nur poppen.



... liegt so in der menschlichen Natur ... Und?




Aber hier kommt ja wieder der Eigentumsanspruch auf. Ausschließlichkeitsdenken.



Dein Pech! - Deine Frau ist nicht Dein Eigentum! Wenn sie unbedingt mit einem anderen poppen will, als mit Dir ... oder gar noch einen anderen liebt, neben Dir ...

... steht Dein Eigentumsanspruch nur Dir selbst im Wege!




Ich liebe mein Auto. Mache aber gerne Probefahrten. So what?



Ist doch prima! :allesok:

Und währenddessen wird DEIN geliebtes Auto für Probefahrten benutzt, so rostet wenigstens nix ein!

So what??? :zwinker:

Zaza

Zaza
19.07.2006, 22:30
Hallo Zaza,

ich finde es höchst befremdlich, wenn in so einer Situation "Aussenstehende" - welche die Schreiberlinge hier nun mal sind! - den eigentlich Beteiligten "Rechte" und "Pflichten" zuteilen oder absprechen, über Menschen und ihre Gefühle WERTEN, URTEILEN und vor allem VERurteilen!


Tust Du etwas anderes?

Fragt
Prijon



Wo habe ich es denn genauso gemacht?

Zaza

Prijon
19.07.2006, 22:31
Noch ein Gedanke....

Zitronenmond schrieb:

Was ich auch sehe: An dem Lügengebäude hat er, aber ebenso auch die Geliebte gestrickt. Die Ehefrau nicht. Oder jedenfalls nicht so direkt. Das ist mir daran so unklar: Ist das Gemeinere die Verletzung der Ehefrau, die jetzt die Wahrheit erfährt? Gemein ist doch das Lügengebäude an sich. Und da sagt was in mir: gut, wenn das zusammenkracht.


Mir ist das in der Konsequenz auch nicht klar. Aber trotzdem ein paar Gedanken dazu.

Eigentlich will aufgrund unserer gesellschaftlichen Prägung keiner ein Lügengebäude, oder? Trotzdem geschieht es, dass sie entstehen. In diesem Fall ist lange gebaut worden an diesem Gebäude. Es gibt eine Reihe von Baumeistern, es war (als wissende und begleitende Freundin) wohl auch Zitronenmond in einer Nebenrolle am Bau beteiligt.

Es ist ein sehr solides, stabiles, massives Gebäude geworden im Laufe von zwei Jahren. Mit einer Menge Leute, die drin oder drumherum sind. Und jetzt kommt einer von diesen vielen Leuten und legt eine Lunte an die Sprengladung, die dieses Lügenhaus in die Luft jagt.

Das wird viele Opfer kosten. Auch die Luntenlegerin - sie hat doch gar keinen Abstand zu dem Feuerwerk, das sie veranstaltet hat.

Prijon

Tante_Karla
19.07.2006, 22:33
Wenn ich mitbekommen würde, dass "ALLE" ausser mir - Verwandte, Freunde, Bekannte! - GEWUSST hätten, dass ich hintergangen und betrogen würde aber MIR niemand etwas sagen würde - dann hätten sie ALLE miteinander bei mir bis in alle Ewigkeit verschi**en!




Bei mir auch. Eine Geliebte ist aber weder eine Verwandte noch eine Freundin oder eine Bekannte - auch nicht, nachdem sie 2 Jahre mit meinem Mann geschlafen hat. :freches grinsen:

Ich hatte solch ein Gespräch auch mal im Freundeskreis (und damit meine ich wirklich Freunde und nicht irgendwelche Bekannte) ich weiss, wer es wissen wollen würde und wer nicht. Und ich weiss, wann und wie ich den Mund aufmachen würde und wann nicht aber darum geht es doch gar nicht, oder?

Prijon
19.07.2006, 22:33
Wo habe ich es denn genauso gemacht?



Ich erlebe Dich hier die ganze Zeit als wertend, zerpflückend, be- und verurteilend.
Und als aggressiv.

Sorry,
Prijon

Prijon
19.07.2006, 22:33
Männer und Technik....


Post war doppelt

Aladin
19.07.2006, 22:37
Wenn ich mitbekommen würde, dass "ALLE" ausser mir - Verwandte, Freunde, Bekannte! - GEWUSST hätten, dass ich hintergangen und betrogen würde aber MIR niemand etwas sagen würde - dann hätten sie ALLE miteinander bei mir bis in alle Ewigkeit verschi**en!




in einer solchen Situation würde ich mich fragen, was ich falsch gemacht habe

Zaza
19.07.2006, 22:55
Wo habe ich es denn genauso gemacht?



Ich erlebe Dich hier die ganze Zeit als wertend, zerpflückend, be- und verurteilend.
Und als aggressiv.

Sorry,
Prijon



Keine Ursache!

Mag sein, dass sich manches von mir aggressiv liest - aber bei vielem, was ich hier lese, kann ich nur den Kopf schütteln!

Und vor allem ... Hinterfragen von "Meinungen" ist unerwünscht, habe ich festgestellt!

Und dann wäre da noch mein leicht cholerisches Temperament ... :smirksmile:

Sorry! :Sonne:

Zaza

Inaktiver User
19.07.2006, 22:58
Also, ihr Lieben, obowohl in dem Blumen-Strang ja das meiste gesagt wurde - er ist nur so saulaaaaaang :regen:, danke ich euch für eure Beteiligung. Hilft mir bei meinem Selbstfindungsprozess sehr.

Tante Karla,



Ich hatte solch ein Gespräch auch mal im Freundeskreis (und damit meine ich wirklich Freunde und nicht irgendwelche Bekannte) ich weiss, wer es wissen wollen würde und wer nicht. Und ich weiss, wann und wie ich den Mund aufmachen würde und wann nicht aber darum geht es doch gar nicht, oder?



Vielleicht geht es doch genau darum. :erleuchtung:

Es gibt Frauen, die wollen es nicht wissen (gute und plausible Erläuterungen dazu im Blumenstrang) und es gibt Frauen, die wollen es - möglichst sofort - wissen, im Prinzip egal, wie.

Nun also das Dilemma: Habe ich überhaupt von außen das Recht, etwas zu sagen, obwohl ich nicht sicher weiß, ob diejenige es überhaupt wissen will?

Ist eben doch der Knackpunkt: Das Entscheidende ist nicht der Dritte von außen, sondern das Ehepaar selbst. Da muss geklärt werden, ob man sowas wissen will / soll / darf oder nicht. Da muss geklärt werden, wie mit Untreue umgegangen wird.

Der Ehemann wird also doch erst dadurch zum "Betrüger", wenn er sich quasi nicht das "OK" seiner Frau eingeholt hat. Bei Ehepaaren, wo klar ist, dass etwas anderes (die Kinder, das Haus etc) absolut im Vordergrund steht, was auch durch "außerhäusige Betriebsamkeit" nicht ins Wanken gebracht werden kann, steht die Ehe wie ein Bollwerk. Tut sie aber eben nicht mehr, wenn der eine aussteigt, heimlich agiert, sich woanders etwas holt, statt den Konflikt mit seiner Frau anzugehen.

Was ich meine, ist: Das Wissen-wollen oder nicht muss beim Ehepaar geklärt werden. Der Ehemann in diesem Fall muss klar haben, was passiert, ob seine Frau das wissen wollte oder nicht. Ist das nicht geklärt, dann gibt es ja erst die Möglichkeit zu diesen weitreichenden Verwicklungen.

In diesem Fall weiß der Ehemann doch ganz genau, was ihm bei Entdeckung blüht...
Er muss doch sowieso damit rechnen, dass das irgendwann auffliegt, so blöd kann doch niemand sein.

Inaktiver User
19.07.2006, 23:00
Und vor allem ... Hinterfragen von "Meinungen" ist unerwünscht, habe ich festgestellt!



Hm, das wundert mich jetzt aber, ich bin doch auch ständig beim Hinterfragen von allem und jedem, aber dass das unerwünscht sei, ne, den Eindruck hab ich wirklich nicht. :blumengabe:

Inaktiver User
19.07.2006, 23:03
Wenn ich mitbekommen würde, dass "ALLE" ausser mir - Verwandte, Freunde, Bekannte! - GEWUSST hätten, dass ich hintergangen und betrogen würde aber MIR niemand etwas sagen würde - dann hätten sie ALLE miteinander bei mir bis in alle Ewigkeit verschi**en!




in einer solchen Situation würde ich mich fragen, was ich falsch gemacht habe



Ich auch. :ooooh:

Prijon
19.07.2006, 23:05
Hm, das wundert mich jetzt aber, ich bin doch auch ständig beim Hinterfragen von allem und jedem, aber dass das unerwünscht sei, ne, den Eindruck hab ich wirklich nicht.

Aber da macht der Ton die Musik.

Zazas Hinterfragen kommt bei mir als Hinterfragen gar nicht an. Die zerpflückt.

Was jetzt o.T. war

Zaza
19.07.2006, 23:07
Also, ihr Lieben, obowohl in dem Blumen-Strang ja das meiste gesagt wurde - er ist nur so saulaaaaaang :regen:, danke ich euch für eure Beteiligung. Hilft mir bei meinem Selbstfindungsprozess sehr.

Tante Karla,



Ich hatte solch ein Gespräch auch mal im Freundeskreis (und damit meine ich wirklich Freunde und nicht irgendwelche Bekannte) ich weiss, wer es wissen wollen würde und wer nicht. Und ich weiss, wann und wie ich den Mund aufmachen würde und wann nicht aber darum geht es doch gar nicht, oder?



Vielleicht geht es doch genau darum. :erleuchtung:

Es gibt Frauen, die wollen es nicht wissen (gute und plausible Erläuterungen dazu im Blumenstrang) und es gibt Frauen, die wollen es - möglichst sofort - wissen, im Prinzip egal, wie.

Nun also das Dilemma: Habe ich überhaupt von außen das Recht, etwas zu sagen, obwohl ich nicht sicher weiß, ob diejenige es überhaupt wissen will?

Ist eben doch der Knackpunkt: Das Entscheidende ist nicht der Dritte von außen, sondern das Ehepaar selbst. Da muss geklärt werden, ob man sowas wissen will / soll / darf oder nicht. Da muss geklärt werden, wie mit Untreue umgegangen wird.

Der Ehemann wird also doch erst dadurch zum "Betrüger", wenn er sich quasi nicht das "OK" seiner Frau eingeholt hat. Bei Ehepaaren, wo klar ist, dass etwas anderes (die Kinder, das Haus etc) absolut im Vordergrund steht, was auch durch "außerhäusige Betriebsamkeit" nicht ins Wanken gebracht werden kann, steht die Ehe wie ein Bollwerk. Tut sie aber eben nicht mehr, wenn der eine aussteigt, heimlich agiert, sich woanders etwas holt, statt den Konflikt mit seiner Frau anzugehen.

Was ich meine, ist: Das Wissen-wollen oder nicht muss beim Ehepaar geklärt werden. Der Ehemann in diesem Fall muss klar haben, was passiert, ob seine Frau das wissen wollte oder nicht. Ist das nicht geklärt, dann gibt es ja erst die Möglichkeit zu diesen weitreichenden Verwicklungen.

In diesem Fall weiß der Ehemann doch ganz genau, was ihm bei Entdeckung blüht...
Er muss doch sowieso damit rechnen, dass das irgendwann auffliegt, so blöd kann doch niemand sein.



?

Inaktiver User
19.07.2006, 23:07
Ist eine Liebe MEHR wert als eine andere?



Um diesen Punkt geht es meiner Freundin wohl auch. Sie hat das Gefühl, ein Recht zu haben.



Hoffentlich weiß sie, dass sie zwar ein Recht auf ihre Liebe, aber kein Recht auf eine offizielle Beziehung zu ihrem Affärenmann hat. Und was die Liebe angeht: Sie wusste doch sicherlich von Anfang an, dass er verheiratet ist. Anstatt das Strohfeuer rechtzeitig auszustampfen und alles daranzusetzen, ihm aus dem Weg zu gehen, bis der Hormonhaushalt wieder ausgeglichen ist (was anderes ist es anfänglich eh nicht), hat sie sich für die Affäre entschieden - und somit zugelassen, dass ihrerseits im Laufe der Zeit Liebe daraus wird. Ihre Verantwortung! Daraus nun weitere "Rechte" abzuleiten, ist absurd.

Inaktiver User
19.07.2006, 23:13
Ihre Verantwortung! Daraus nun weitere "Rechte" abzuleiten, ist absurd.




Hm, da hast du wohl Recht. :freches grinsen:

Möglich ist das nur auf dem Hintergrund des Mannes, der dieses Liebeslodern seinerseits kräftig anpustet und am köcheln hält oder eben weitergehende Versprechen und Liebesschwüre tut...

Und letzlich ist es eine Frage, wie weitreichend die Rechte der Ehe noch gelten, wenn einer betrügt - mal so global formuliert. Das wird das Ehepaar jetzt neu festlegen müssen.

Johanna, mir geht es nicht um Legalisierung von Nebenbeibeziehungen. Ich könnte sowas nicht und wäre stinksauer, wenn mein Partner sowas anfangen würde.

Meine Unklarheit bezieht sich auf das Rausrücken mit der Wahrheit.

Inaktiver User
19.07.2006, 23:16
?



War ich konfus?
Ja, war ich. :heul:

Wenn ein Arzt mir sagt, dass ich unheilbar an Krebs erkrankt bin - ist er dann schuld, weil er nicht wusste, dass ich zur nicht-wissen-wollen-Kategorie gehöre?
Bzw. umgekehrt? Macht er sich schuldig, wenn er mir die Wahrheit ersparen will, ich aber eine bin, die sie wissen will?

Prijon
19.07.2006, 23:18
Möglich ist das nur auf dem Hintergrund des Mannes, der dieses Liebeslodern seinerseits kräftig anpustet und am köcheln hält oder eben weitergehende Versprechen und Liebesschwüre tut...


Sorry, Zitronenmond - das ist nur halbrichtig. Möglich wird das auch, weil sie sich auf genau dieses Spiel eingelassen hat. Sie hat in diesem Ding einen genau so aktiven Part gespiet wie der Gespiele.

Prijon

Zaza
19.07.2006, 23:32
Ist eine Liebe MEHR wert als eine andere?



Um diesen Punkt geht es meiner Freundin wohl auch. Sie hat das Gefühl, ein Recht zu haben.



Hoffentlich weiß sie, dass sie zwar ein Recht auf ihre Liebe, aber kein Recht auf eine offizielle Beziehung zu ihrem Affärenmann hat. ... Ihre Verantwortung! Daraus nun weitere "Rechte" abzuleiten, ist absurd.



Und wer hat darüber zu urteilen, entscheiden, bestimmen was für "Rechte" eine Geliebte hat oder nicht hat?

Du?

Du tust es jedenfalls - mit welchem Recht?

Zaza

Inaktiver User
19.07.2006, 23:46
Sorry, Zitronenmond - das ist nur halbrichtig. Möglich wird das auch, weil sie sich auf genau dieses Spiel eingelassen hat. Sie hat in diesem Ding einen genau so aktiven Part gespiet wie der Gespiele.



Sorry, Prijon, aber wenn der Mann keine Anstalten zur Untreue macht, dann kann sie sich die Zähne ausbeißen und es wird nix passieren.

Ich sagte "Möglich wird es nur durch..." und gemeint war ihr immer mehr verlieben.
Hätte er sich nicht darauf eingelassen, hätte sie sich wohl unweigerlich entlieben müssen.

Der Ausgangspunkt in solchen Betrugsgeschichten ist für mich eindeutig der Ehepartner, der sich rauszieht und was Anderes anfängt.... heimlich.

MistressWeatherwax
19.07.2006, 23:48
Aber geht es denn wirklich um Liebe? Oder das "Recht auf Liebe"? Den Briefeschreiberinnen und Blumenschickerinnen geht's doch größtenteils um ihre verletzte Eitelkeit und um Rache.
Der Brief ist sozusagen der erste Kanonendonner der Schlacht die da heißt "Was hast du, was ich nicht hab und wann krieg ich das endlich".
Entweder dass klappt und Fifi packt die Koffer oder er bleibt im Körbchen.
Die Gefühle der Ehefrau - spielen die da wirklich für die Geliebte eine Rolle?
Oder das hehre Ansinnen, dass sie endlich die Wahrheit erfahren soll?
Ich glaube nicht.
Und das ist dann Liebe?
Mahlzeit.

Prijon
19.07.2006, 23:48
Und wer hat darüber zu urteilen, entscheiden, bestimmen was für "Rechte" eine Geliebte hat oder nicht hat?

Du?

Du tust es jedenfalls - mit welchem Recht?


Nein Zaza,

das ist einfach falsch. Die Geliebte hat das entschieden. In dem Moment nämlich, als sie sich mit diesem Status zufrieden gab. Die hat das zwei Jahre lang getan. Sie hat kein Recht darauf, jetzt auf einmal mit Gewalt eine Veränderung herbeiführen zu wollen.

Gruß,
Prijon

Inaktiver User
19.07.2006, 23:56
...Der Brief ist sozusagen der erste Kanonendonner der Schlacht die da heißt "Was hast du, was ich nicht hab und wann krieg ich das endlich".
Entweder dass klappt und Fifi packt die Koffer oder er bleibt im Körbchen.



Das ist wohl die Wahrheit.
Aber niemand hat (jedenfalls hier) behauptet, dass es um die Gefühle der Ehefrau geht.
Es geht um die Gefühle zu ihrem Ehemann und dass die Geliebte den für sich haben will.

Müssen die Gefühle der Ehefrau geschont werden deiner Ansicht nach? Und wenn ja, warum? Eine Antwort interessiert mich.

Prijon
19.07.2006, 23:57
@ Zitronenmond,

ist das jetzt die Suche nach der Schuldfrage?

- es gäbe keine Geliebten, wenn es keine untreuen Ehemänner gäbe.
- es gäbe keine untreuen Ehemänner, wenn es keine Frauen gäbe, die als Geliebte zur Verfügung stünden.

Das eine bedingt das andere. Ist völlig logisch, oder?! Und dann ist dann eigentlich nur noch die Frage spannend,warum jeder von denen so ist. Im Fall Deiner Freundin also: Warum lässt sie sich so lange auf einen offensichtlich gebundenen Mann ein? Das hat mit IHR zu tun und nicht mit ihm...

Prijon

Inaktiver User
19.07.2006, 23:58
Und wer hat darüber zu urteilen, entscheiden, bestimmen was für "Rechte" eine Geliebte hat oder nicht hat?



Die Geliebte und der Mann, mit dem sie die Affäre hat. Sie hat kein Recht darauf, dass er sich trennt. Und selbst wenn die Ehefrau ihn rausschmeißt, hat sie kein Recht darauf, dass der Mann dann zu ihr kommt.

In Angelegenheiten, die nicht von der Entscheidung des Geliebten abhängig sind, kann sie tun und lassen, was sie will, solange sie sich nicht strafbar macht. Natürlich kann sie die Ehefrau informieren - ist ja nicht illegal. Fraglich ist nur, ob diese Aktion mit dem gewünschten Erfolg gekrönt sein wird. Kann klappen, muss aber nicht.

Inaktiver User
19.07.2006, 23:58
@ redneb



Die Geliebte hat das entschieden. In dem Moment nämlich, als sie sich mit diesem Status zufrieden gab. Die hat das zwei Jahre lang getan.



Darin stimme ich dir zu.



Sie hat kein Recht darauf, jetzt auf einmal mit Gewalt eine Veränderung herbeiführen zu wollen.



Warum nicht?

Inaktiver User
20.07.2006, 00:01
@ Zitronenmond,

ist das jetzt die Suche nach der Schuldfrage?



Von mir aus nicht, Prijon, ich hatte den Eindruck, du fängst damit an... :blumengabe:

Prijon
20.07.2006, 00:03
Warum nicht?

Weil man in keiner Beziehung mittendrin die Spielregeln einseitig ändern kann.

Und zur Schuldfrage:

ich hatte den Eindruck, du fängst damit an..

Im Leben nicht. Ich bin wirklich ein Gegner von Begriffen wie "Schuld", "Opfer" oder "Täter". Ich benutze sie auch nicht. Ich kenne (ganz gut) Dreiecke. Ich weiß, wie stabil die mit der Zeit werden. Und was passiert, wenn einer von den Dreien, die dessen Statik garantieren, plötzlich aussteigt.

Inaktiver User
20.07.2006, 00:19
Weil man in keiner Beziehung mittendrin die Spielregeln einseitig ändern kann.



Da hast du Recht.
Aaaaber, hier hat die Geliebte nach 2 Jahren darauf gedrängt, dass sich die Spielregeln ändern. Offen. Unverdeckt. Sie wollte es so nicht weiter mitspielen - nur mit offenen Karten der Ehefrau gegenüber. Wie in jeder Beziehung finde ich grundsätzlich legitim, dass man irgendwann die Spielregeln ändern will.
Das wäre meiner Ansicht nach der Zeitpunkt gewesen, wo er sich klar entscheiden musste. Er hätte einfach gehen können. Und zwar seit längerem. Und so gesehen hat er es aus meiner Warte praktisch "darauf angelegt".

Er hätte mit der Heimlichkeit (oder mit der heimlichen Beziehung) längst einen Schlussstrich ziehen können und müssen.



Ich kenne (ganz gut) Dreiecke. Ich weiß, wie stabil die mit der Zeit werden. Und was passiert, wenn einer von den Dreien, die dessen Statik garantieren, plötzlich aussteigt.



Interessanter Gedanke, das mit der Stabilität...

Richtet sich womöglich auch die Betrogene "ganz gut" damit ein? Bitte nicht als Schuldzuweisung auffassen!
Vielleicht ist es das, weshalb ich dem Lügengebäude den Einsturz wünsche.

Inaktiver User
20.07.2006, 00:24
Meine Unklarheit bezieht sich auf das Rausrücken mit der Wahrheit.



Das ist auch verdammt schwierig. Es hat diesen Beigeschmack von "Schicksal spielen".

Einerseits hat Deine Freundin keine Verantwortung für die Ehefrau. Verantwortlich für sie ist bedingt nur der Ehemann, da er der Vater ihrer Kinder ist - um derentwillen. Deine Freundin kann sich also sagen, es ist das Problem der Ehefrau, wie sie mit der Offenbarung des Treuebruchs umgeht. Als erwachsene, reife Frau sollte diese bodenständig genug sein, damit fertigzuwerden.

Andererseits möchte ich nicht in der Haut Deiner Freundin stecken, wenn die Ehefrau in irgendeiner Form "durchdreht".... sich dann einzureden, dass sie es früher oder später ohnehin irgendwie erfahren hätte - so kaltschnäuzig ist wohl kaum jemand. Ich zitiere mal aus Sheilas Thread: "Ich habe schon mit der Frau gesprochen, sie erlitt dabei einen Nervenzusammenbruch. Sie ist 35, hat einen 8jährigen Sohn, ist natürlich alleinerziehend. Es war für sie "der Mann". Als ich ihr sagte, dass wir erst 4 Wochen getrennt sind, brach sie in einem Weinkrampf zusammen. Die Arme! Sie schrie, kreischte, heulte, das ganze Programm." Da reichen schon die geschriebenen Worte, dass mir ganz anders zumute wird. Und es könnte noch schlimmer kommen.... wer kann das vorhersehen? Und wer würde sich dann doch nicht irgendwie schuldig fühlen?

Inaktiver User
20.07.2006, 00:27
GuteGüte, ist die Ehefrau nun endlich aufgeklärt, oder was? :unterwerf:

Zitronenmond, schreib doch mal der Freundin eine SMS und frag nach aktueller Rückmeldung bzw. Explosionsmeldungen aus dem Zielgebiet.


:entspannen:

Prijon
20.07.2006, 00:28
Das wäre meiner Ansicht nach der Zeitpunkt gewesen, wo er sich klar entscheiden musste. Er hätte einfach gehen können. Und zwar seit längerem. Und so gesehen hat er es aus meiner Warte praktisch "darauf angelegt".



Ich habe seitenlang gelesen (auch von Dir) er sei ein Weichei. Wieso traust Du es ihm jetzt zu, zu agieren?! Pure Theorie...

Punkt C im Dreieck: Das kann ich nur aus meiner Warte beurteilen, was ich schon tat. Ich habe die Stabilität aus Schwäche lange gewährleistet.

Gute N8

Prijon

Inaktiver User
20.07.2006, 00:35
GuteGüte, ist die Ehefrau nun endlich aufgeklärt, oder was? :unterwerf:



Morgen. Heute wird das nix mehr.

Eigentlich habe ich ja auch ein eigenes Leben. Vielleicht sollte ich mich mal mehr darum kümmern. :unterwerf:

Ebenfalls Gute N8

Aladin
20.07.2006, 06:26
Meine Unklarheit bezieht sich auf das Rausrücken mit der Wahrheit.



Die Wahrheit gibt es nicht, nur Deine oder meine Wahrheit. Was geschieht, wenn jemand seine Wahrheit ständig loswerden muss, hat Heinrich von Kleist in "Michael Kohlhaas" beschrieben. Ist sprichwörtlich geworden.

Aladin
20.07.2006, 06:29
Der Ausgangspunkt in solchen Betrugsgeschichten ist für mich eindeutig der Ehepartner, der sich rauszieht und was Anderes anfängt.... heimlich.



Ein weiterer Ausgangspunkt ist das Signal eines Partners, sich mit einem wesentlichen Aspekt der Wirklichkeit des anderen nicht auseinandersetzen zu wollen.

Aladin
20.07.2006, 06:34
- es gäbe keine Geliebten, wenn es keine untreuen Ehemänner gäbe.
- es gäbe keine untreuen Ehemänner, wenn es keine Frauen gäbe, die als Geliebte zur Verfügung stünden.

Das eine bedingt das andere. Ist völlig logisch, oder?!



das ist logisch nicht korrekt, denn es fehlen eine Menge weiterer Prämissen. Z.B. die, dass dauerhafte Monogamie von Anfang an von beiden Seiten als Treue definiert wird und dass diese Art von Treue vereinbart ist.

Inaktiver User
20.07.2006, 08:58
@ Laufrad:



Und wie stellt man das am Besten an?

Ich frage aus gutem Grund. Ich habe den Verdacht, dass der Mann einer Freundin seit 3 Jahren eine (mehrere?) Freundin hat. Alles nur Indizien, keine "Beweise".



Eine Möglichkeit, die ich sehe, wäre, das Gespräch mit dem Ehemann zu suchen und ihn mit Deinem Verdacht zu konfrontieren - dies allerdings wirklich nur dann, wenn Du Dir sicher bist, dass Dein Verdacht begründet ist.

Denn das, was Du hier beschreibst:



"Findest du das nicht erstaunlich, dass seine Firma ihm die halbe Woche Hotelübernachtungen am Firmensitz (man wohnt etwas entfernter vom Arbeitsplatz) zahlt?" wurden derart, hm, arglos, beantwortet, dass ich kein weiteres Wort verlor.

Es gab noch anderes, neue Hobbies verbunden mit Kursen fern von daheim etc., ihre Reaktion immer so überzeugend überzeugt... soll ich etwa den Stier bei den Hörnern packen: "Ich glaube, da steckt eine andere Frau dahinter" Beweisen kann ich NIX! Dabei weiß ich vermutlich sogar, wie sie heißt...



...KANN auf eine Affäre hindeuten, MUSS es aber nicht. Mein Partner und ich sind beispielsweise viel unterwegs, und Aussenstehende, die selbst vielleicht eher reguläre Arbeitszeiten mit "normalen" Jobs haben, könnten durch die Art und Weise, wie wir arbeiten und auch privat miteinander umgehen, möglicherweise durchaus auf den Gedanken kommen, dass bei uns etwas nicht stimmt, weil wir phasenweise sehr wenig gemeinsame Zeit haben. Eine Affäre gibt´s allerdings bei uns derzeit nicht - weder bei mir, noch bei meinem Liebsten :smirksmile:.

Selbst wenn Du mit Deinem Verdach Recht hättest - offenbar MÖCHTE Deine Freundin ihrem Mann glauben, sie scheint Deine zarten Andeutungen bewusst nicht als das sehen zu wollen, was sie sind. Sicherlich gehst Du nicht davon aus, dass Deine Freundin dumm ist - sie ist also vermutlich genauso gut in der Lage, die Situation einzuschätzen und Schlüsse aus dem Verhalten ihres Mannes zu ziehen, wie Du es bist. Möglicherweise hat sie jedoch GRÜNDE, seien sie nun bewusst oder unbewusst, derzeit ihre Beziehungswelt durch Konflikte, die eine Konfrontation mit sich bringen würde, nicht belasten zu wollen oder zu können. Natürlich tut Dir als Freundin diese "Ignoranz" weh - aber die Entscheidung, das Thema offensiv anzugehen, kannst Du ihr nicht abnehmen. Wenn sie entscheidet, Deinen dezenten Nachfragen und Hinweisen kein Gehör schenken zu wollen oder zu können, dann ist das imho zu respektieren.

Was Du in meinen Augen tun KÖNNTEST, wäre, wie gesagt, selbst das Gespräch mit dem Ehemann zu suchen. Ich halte es für legitim, einem anderen Menschen mitzuteilen, dass ich WEISS (wenn ich mir denn wirklich sicher bin), was da gerade läuft, dieses Wissen als belastend in Hinblick auf die Loyalität der Freundin/dem Freund gegenüber empfinde, und nicht länger bereit bin, schweigender Mitwisser zu sein. Auf diese Weise gebe ich demjenigen Gelegenheit, Stellung zu nehmen und die Dinge SELBST zu bereinigen, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Grüssle
Seawasp

Bonita33
20.07.2006, 09:01
Zum eigentlich Thema: ich finde es auch armselig als Geliebte die Ehefrau zu unterrichten. Aber genauso armselig finde ich in diesem Fall ihr das quasi zu überlassen.



Bonita, was meinst du mit dem zweiten Satz? Meinst du mich?



Hallo Zitronenmond,

nein ich meinte nicht dich. :blumengabe:

Ich bezog es auf den Auspruch:
"Er tut das nicht, sagte aber "naja, es gibt wohl nur zwei Lösungen: entweder sagst du es meiner Frau oder ich"." im Ausgangsposting.

Das der Mann es quasi der Geliebten überläßt, ob sie Bescheid gibt. Für mich klingt das einfach feige, denn wenn man jemanden mal geliebt hat, sollte man soviel Respekt für ihn aufbringen ihm, bzw. hier ihr auch zu sagen, das die Beziehung zu Ende ist.

Hoffe ich konnte es jetzt besser ausdrücken :smile:

Lieben Gruß
Bonita

Inaktiver User
20.07.2006, 09:14
@zaza

wie ich darauf komme? weil ich all das selbst erlebt habe. wie viele der hier schreibenden und wertungen verteilenden können das von sich behaupten?

ich liebe es, wenn theoretiker den praktikern erzählen wollen, was sache ist.

Tammy
20.07.2006, 09:16
Nun muss ich mich auch nochmal melden. Aus Sicht einer Betroffenen kann ich nur sagen, ich hätte es gerne erfahren. Aber doch bitte von meinem Ehemann. Denn schließlich war er derjenige, der uns alle in diese Situation gebracht hatte. Nun, er war war feige, wußte nicht, was er tun sollte. An einem Tag wollte er sich von mir trennen, am anderen Tag von ihr.
Dieses ganze Hickhack konnte sie wohl nicht mehr ertragen und hat dann ihrerseits die "Zügel" in die Hand genommen. Sie hat gehofft, dass ich ihn rausschmeisse und hatte ja auch Erfolg. Mir blieb ja auch keine andere Wahl, mit so einem Typen wollte ich nicht mehr zusammen sein. Der so feige ist.

Was ich nur nie verstanden habe ist, dass es Frauen gibt, die glauben auf diese Art und Weise eine glückliche Beziehung beginnen zu können. Ich könnte mein Glück nicht auf sowas aufbauen, mit so einem Weichei.
Und ich bin auch fest der Meinung, dass die Geliebten mir ihrer "Aufklärungsaktion" nicht der armen, betrogenen Ehefrau mal klarmachen wollen, was für'n mieses *A....**** sie doch da zu Hause haben. Denn diesen Typen wollen sie ja haben und sie lieben ihn ja angeblich auch. Sondern sie wollen ganz klar eine Entscheidung erzwingen und das geht am einfachsten, wenn sie die Ehefrau aufklären.

Tammy

Inaktiver User
20.07.2006, 09:44
@ Zaza:



Wen meinst Du nun? WESSEN Befürchtungen und Ängste?



Die derjenigen, die hier kommentieren und schreiben, und aus IHREM jeweiligen Erfahrungs/Erlebnis/Gefühlskontext heraus schreiben. Du beispielsweise, die Du relativ heftig auf bestimmte Haltungen reagierst, was offenbart, dass diese Haltungen bei Dir wunde Punkte berühren.

Gilt für mich natürlich ebenso.



Aber oft auch nicht - es kommt durchaus vor, dass die (Ehe-)Partner schlichtweg keine Ahnung haben, in Sicherheit gewiegt werden, wenn sie Misstrauen äussern und ihnen "das blaue vom Himmel" gelogen wird!



Das ist meines Erachtens wiederum eine Frage der Betrachtungsweise. Um jemanden in Sicherheit zu wiegen, muss derjenige Bereitschaft mitbringen, sich wiegen zu lassen. Wenn sich in einem Beziehungsgefüge etwas ändert, ist das normalerweise spürbar, über viele, viele Kleinigkeiten. Wer will von aussen tatsächlich beurteilen, ob es sich um ein BEWUSSTES Ausblenden dieser Kleinigkeiten und Veränderungen handelt oder um "Blödheit" und Unfähigkeit zu erkennen, dass man "eingewickelt" wird?



Wenn ich mitbekommen würde, dass "ALLE" ausser mir - Verwandte, Freunde, Bekannte! - GEWUSST hätten, dass ich hintergangen und betrogen würde aber MIR niemand etwas sagen würde - dann hätten sie ALLE miteinander bei mir bis in alle Ewigkeit verschi**en!



Wie realistisch ist es Deiner Meinung nach, dass eine Situation, die derart offensichtlich ist, dass "ALLE", wie Du schreibst, von ihr wissen, DIR verborgen bleibt? Denkst Du nicht, dass es handfeste Gründe haben muss, wenn etwas, das greifbar im Raum steht, von demjenigen, den es betrifft, nicht wahrgenommen, sondern ausgeblendet wird?

Was Du in dem Moment, in dem andere "verschissen" haben, tust, ist, Verantwortung für Deine Beziehung zu delegieren und Dich selbst in der Rolle des Opfers zu sehen. Deinen Eigenanteil - Wegschauen, nicht aufmerksam für Veränderungen sein, Konfliktscheu, zulassen, dass die Kommunikation einschläft etc - blendest Du aus und überträgst ihn an Aussenstehende, indem Du sie zu einer Art "Obermama" machst, die Dir sagen sollen, was in Deiner Beziehung passiert und wie Du damit umgehen solltest.

DORT, in dieser Delegation von Verantwortung und Aufmerksamkeit für das, was innerhalb der Beziehung passiert, liegt im Fall des Falles imho bereits ein wichtiger Grundstein für das mögliche Entstehen einer Affäre.



Hübsche Worte - und wie wäre das Deiner Meinung nach zu praktizieren?



Fällt Dir zu diesem Thema nicht mehr ein als eine sarkastische Nachfrage? Mit wem möchtest Du Beziehungsgespräche führen, egal ob es nun um positive oder negative Themen geht - mit den Menschen, mit denen Du diese Beziehung führst und die tatsächlich aktiv an dieser Beziehung partizipieren, oder mit Deiner Nachbarin, die von Tuten und Blasen zwar keine Ahnung, aber sicher eine sehr dezidierte Meinung hat?

Beziehungsklärung bedeutet, sich auseinanderzusetzen - miteinander Gespräche zu führen, zu entscheiden, ob Bereitschaft vorhanden ist, an der Beziehung zu arbeiten. Gemeinsam zu ergründen, was schief gelaufen ist, wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte, emotional Resumee zu ziehen - was war, was ist, was könnte zukünftig sein?, zu klären, was sich beide Partner wünschen, wie sich diese Wünsche umsetzen lassen, wie beide es schaffen, zukünftig auch im Alltag im Dialog zu bleiben, wie sie sich gemeinsame Freiräume im Alltag schaffen können, wie der Umgang mit Dritten zukünftig gestaltet werden soll, welche ANDEREN Modelle für eine Beziehung es gibt, und ob diese für einen selbst akzeptabel sein könnten, wie Konflikte zukünftig konstruktiv gelöst werden könnten, wie der Umgang mit Privatspähre geregelt werden kann (...) - die Liste ist endlos. Es geht darum, AUFMERKSAMKEIT und ACHTSAMKEIT und ein Gefühl füreinander zu entwickeln und zu lernen, diese auch im Alltag nicht einschlafen zu lassen. Dabei kann eine Aussenstehender - Therapeuten ausgenommen - normalerweise nicht helfen. Therapeuten helfen ebenfalls nur bedingt - sie können nur da Hilfestellung leisten, wo das Paar auch tatsächlich die Bereitschaft zur Arbeit mitbringt und diese Arbeit auch leistet. Es geht um Dialog, nicht darum, ÜBEREINANDER zu sprechen.

Gleiches gilt für die oder den Geliebten. Auch DIESE Beziehung unterliegt einer Dynamik, an der beide Beteiligten Anteil haben, und diese Dynamik ist es, die die Gesprächsgrundlage liefert. Beispielsweise in Hinblick darauf, ob die/der Geliebte weiterhin bereit ist, eine Affäre zu sein, oder sich wünscht, dass die Primärbeziehung aufgelöst wird. Nicht mit dem Ergebnis, es heimlich der Ehefrau zu stecken, um hintenherum zum Gewünschten zu kommen, sondern durch die Übernahme von Eigenverantwortung: Ja, ich habe mich auf eine Affäre mit Dir eingelassen, aber das kann ich jetzt nicht mehr verantworten, es geht mir nicht gut dabei. Deshalb muss ich mich von Dir trennen, wenn Du mir keine andere Perspektive für uns aufzeigen kannst.

DAS ist für mich Beziehungsklärung INNERHALB der Beziehung, ohne Verantwortung an Dritte abzugeben und zu erwarten, dass über einen Brief an die Ehefrau die gewünschte Bewegung in die Sache kommt.



Nun ja ... wenn der "fest vergebene" Partner immer wieder beteuert ... " ... BALD ... BALD lasse ich mich scheiden ... BALD ... " ... dann ist es doch logisch, dass das der/die Geliebte auch irgendwann erwartet, oder?



Ist es das für Dich? Für mich wäre es das sicher nicht. Ich hätte in einem solchen Fall gern klare Vereinbarungen, die ich auch einfordern würde. Hält sich mein Partner nicht an seine Worte, kann er nicht länger mein Partner sein, das bin ich mir selbst schuldig. Es ist meine Verantwortung mir selbst gegenüber, die ich vernachlässige, wenn ich in einer Beziehung bleibe, in der ich mich dauerhaft unwohl fühle. Dazu bin ich - und ich spreche hier wirklich von mir selbst, nicht für andere - nicht bereit. Wenn Du oder jemand anders das für sich anders sieht, dann ist das völlig in Ordnung. Allerdings darf sich imho derjenige dann nicht beschweren, wenn sich tatsächlich nichts ändert. Da, wo ich nicht in der Lage bin, konsequent mir und anderen gegenüber zu sein, darf ich mich nicht über das AUSBLEIBEN von Konsequenzen wundern.

Wie "man" Verantwortung für seine(!) Beziehung übernimmt, habe ich weiter oben grob skizziert. Es gibt viele Wege, die zum Ziel führen, und wenn ich selbst glaube, nicht voran zu kommen oder einfach zu tief in der Krise stecke, kann ich mir therapeutische Unterstützung suchen, um wieder sichereren Boden unter den Füssen zu bekommen.



Irgendwie "hübsche Worte", hübsche Theorie ... und alles sehr pauschal!




Zaza, Du unterstellst hier und in anderen threads offensichtlich gern, dass diejenigen, die schreiben, keine praktische Erfahrung haben und nur hübsche Theorien verbreiten - wie steht es denn mit Dir? Hast Du praktische Erfahrung als Geliebte oder als Betrogene?

Ich kann von mir sagen, dass ich eine Affäre mit meinem Partner be- und verarbeitet habe - als Betrogene. Ich würde also nicht konstatieren, dass es sich um hübsche Worte handelt. Im Gegensatz zu Dir kann ich diese Worte ganz praktisch mit Erfahrung, Erlebtem, Durchlebtem füllen. Wie übrigens auch Prijon.

Natürlich müssen Aussagen hier eher pauschal bleiben - uns (und damit ganz nebenbei auch Freundinnen, Verwandten, Nachbarn) fehlt der EINBLICK in Details, wir können in einem anonymen Forum keine spezifischen Analysen vornehmen, sondern nur auf einer eher allgemeinen Basis argumentieren.

Was genau beim "Petzen" passiert, habe ich beschrieben. Würdest Du einen Text nicht in Einzelsätze zerpflücken, bleibe der Sinn des Geschriebenen auch erhalten.

Grüssle
Seawasp

Inaktiver User
20.07.2006, 10:14
Wie findet ihr das mit so einem Brief?

Verwerflich? Unmoralisch? Verständlich?



Hallo,

die einzige Person, die in diesem Fall die Ehefrau aufzuklären hat, ist meiner Meinung nach der Mann.

Wenn seine Frau alles erfährt, wird es für sie sowieso schmerzhaft genug sein, aber dann auch noch einen so ausführlichen Brief von der Geliebten zu bekommen, das ist das allerletzte! Ich weiß, wovon ich spreche, bin selbst eine betrogene und verlassene Ex-Ehefrau und leide noch heute, nach Jahren unter der Trennung. Aber wenigstens hat sich die damalige Geliebte meines Ex nicht eingemischt. Mir hat es auch so gereicht, hatte einen Nervenzusammenbruch, war aufgrund dessen ewig krank geschrieben und in psychotherapeutischer Behandlung. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte so einen Brief bekommen ... ich weiß nicht, was ich in einer solchen Schocksituation getan hätte.

Was ich nach wie vor nicht verstehe, warum muss es ein verheirateter Mann sein? Kann nur immer wieder sagen Finger weg! Ich könnte das einer anderen Frau nicht antun. Wenn die Beziehung nicht stimmt, dann soll er sich doch trennen und sich dann nach einer neuen Liebe umsehen!

LG

Pusteblume

SerinaL
20.07.2006, 11:30
Ich schreibe unter dem Nick meiner Frau,weil ich mich nicht anmelden möchte:

Vieles hier hat sie mir vorgelesen,erzählt und etwas habe ich jetzt selber gelesen. Ich bin männlich,43 seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen und seit fast 19 Jahren verheiratet.
Vor ein paar Jahren gab es bei uns eine Krise, während der ich zweimal Sex mit einer gemeinsamen Freundin hatte.Ich will nicht darüber schreiben,wieso und warum es dazu kommen konnte.Es ist passiert und nun ein Teil unserer Lebens- und Liebesgeschichte. Dieser Freundin habe ich immer gesagt,wie sehr ich meine Frau Liebe, auch während der schweren Zeit damals. Nachdem es passierte, konnte ich meiner Frau nicht mehr in die Augen sehen, geschweige denn sie küssen oder mehr. Meine Frau und Ich setzten ein Gespräch an. Als alles raus war, weinte sie, ich ging vor die Tür,eine rauchen und rief besagte Freundin an, das ich es meiner Frau gesagt habe.Und egal, wie meine Frau entscheidet, es wird kein gemeinsames Leben mit ihr geben.Als ich zuende geraucht hatte ging ich zu meiner Frau und es wurde eine lange,wortenreiche Nacht.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, sie hätte meiner Frau einen Brief geschrieben (vielleicht noch mit Blumen,wie im Nachbarstrang..), dann wäre ich geplatzt vor Wut.
Es steht ihr in keinster Weise zu, sich das Recht zu nehmen die Ehefrau "aufzuklären", das ist Sache des Mannes.
Kann und will die Geliebte nicht länger auf die "Freiheit" des Mannes warten,steht es ihr Frei, die Beziehung zu ihm zu beenden oder auf Pause zu setzen, bis er sich entschieden hat. Und gehandelt hat...

Ich als Mann würde so eine Geliebte in den Wind schiessen.Wenn mir das passiert wäre und meine Frau mich rausgesetzt hätte, zu dieser "Geliebten" würde ich nicht mehr gehen.Denn so hätte ich nur gemerkt, welches Miststück sie ist.

Gruß W. (Ehemann und Geliebter von Serina)

MistressWeatherwax
20.07.2006, 11:30
...Der Brief ist sozusagen der erste Kanonendonner der Schlacht die da heißt "Was hast du, was ich nicht hab und wann krieg ich das endlich".
Entweder dass klappt und Fifi packt die Koffer oder er bleibt im Körbchen.



Das ist wohl die Wahrheit.
Aber niemand hat (jedenfalls hier) behauptet, dass es um die Gefühle der Ehefrau geht.
Es geht um die Gefühle zu ihrem Ehemann und dass die Geliebte den für sich haben will.

Müssen die Gefühle der Ehefrau geschont werden deiner Ansicht nach? Und wenn ja, warum? Eine Antwort interessiert mich.





Kann man die Gefühle der Ehefrau überhaupt "schonen"? Ihr da freundlich-therapeutisch sagen: "Duu, dein Leben in den letzten X Jahren war eine Lüge, der Mann - der da, der dir einst ewige Treuer vor dem Altar/im Standesamt schwor - der hat seit X Jahren eine anderen in seinem Herzen/ Bett."

Ich weiß ja, ich bin da etwas altmodisch, aber wenn man jemanden heiratet, dann geht man doch im allgemeinen davon aus, dass man bis ans Ende seiner Tage mit diesem Partner zusammenbleibt. Jaja, Scheidungsstatistiken usw. - aber es geht doch um die Idee, oder? Wozu sonst heiraten - wegen Ehegattensplitting? Rechten an Kindern und Nachnamen? Günstigere Kredite? Jämmerlich geringer Steuerersparnis?
Wenn man nach einer Weile feststellt, dass das vielleicht doch nicht so gut klappt, kann man sich immer noch scheiden lassen.
Aber während einer Ehe jahrelange Nebenbeziehungen zu führen, ist einfach demütigend für Geliebte und Ehefrau - beide werden gleichermaßen verarscht.
Ich finds auch ein bisschen merkwürdig, dass immer durch die Hintertür versucht wird, der Ehefrau die Schuld an der Affäre in die Schuhe zu schieben - sie hat ihren Mann nicht aufmerksam genug beobachtet, da musste er sich eben was anderes suchen, ist doch ganz natürlich.
Schuld haben meiner Meinung nach nur zwei: Der Mann und die Geliebte.
Und die ganzen Offene-Beziehung-Freunde: Finde ich toll, dass das für euch so klappt, aber ich ganz persönlich mag das nicht. Ich teile nicht gern, nicht meinen Nachtisch, und schon gar nicht mein Leben mit einer Frau, die ja am liebsten mein Leben übernehmen würde.

Inaktiver User
20.07.2006, 11:32
Ich halte auch die Einmischung von Freunden für fragwürdig, jedenfalls dann, wenn es sich um eine "Aufklärungsaktion" handelt. Wenn man als Freund nicht die Hände still halten kann, dann gibt es andere Möglichkeiten, für Bewegung zu sorgen, beispielsweise indem man den betrügenden Partner dazu animiert, aktiv zu werden.




Meine Schulfreundin heiratete mit 18 Jahren. Sie vögelte wie wild durch die Gegend und ich war ihr Alibi. Ihrem Mann sagte sie, sie sei mit mir verabredet. Sie schrieb an ihrem Geliebten Gedichte, die wir abends an einem Ort brachten, wo er sie finden konnte. Des öfteren habe ich sie ins Gebet genommen, ihre Situation zu klären (Einnahme von Antidepressivum, Migräneanfälle, plötzliches Umkippen und und und). Mir gegenüber war sie unzuverlässig, Verabredungen und Einladungen zu meinem Geburtstag wurden nicht abgesagt, sie kam einfach nicht, Entschuldigungen kamen auch nicht. Ich bin immer auf sie zugegangen, von ihr kam nichts, kein Telefon von ihrer Seite aus, nichts.

Eines Tages war das Maß voll und ich sagte ihr, wenn sie nichts ändert werde ich ihrem Mann von ihrer Fremdgeherei erzählen. Ich habe nichts gesagt, weil mich ihre Ehe nichts angeht, weil meine Motivation aus den ständigen Verletzungen ihrerseits hervorging und ich hatte nicht den Eindruck, dass es ihrem Mann schlecht ging. Es gab dann mal ein Gespräch zwischen uns, aus dem ich entnehmen konnte, dass sie alles nimmt, was sie bekommen kann auch bei meinem Freund hätte sie nicht halt gemacht. Seitdem haben sich unsere Wege getrennt.

Sie ist heute 52 Jahre alt, sind heute noch verheiratet, die Silberhochzeit war schon und sie haben 2 erwachsene Kinder. Vor einiger Zeit traf ich sie und sie ließ eine Bemerkung los: Man wird mit dem Alter ruhiger. Na dann war doch alles zu etwas nutze.

Ich kann nicht sagen, ob ich heute auch schweigen würde. Ich denke, wenn ich merke, dass ein Partner/-in etwas von Fremdgeherei ahnt oder wenn ich merke, es geht ihm/ihr in der Beziehung nicht gut da würde der gute alte Zaunpfahl als Wink dienen. Wenn ich aber merke, der andere hat keine Ahnung, ich würde meinen Mund halten.

Inaktiver User
20.07.2006, 11:37
Verheiratete Männer kommen mir nicht ins Haus. Sie können mir erzählen was sie wollen, die Geschichten kenne ich alle, sie sollen nach Hause gehen, sich trennen, dann können sie sich bei mir wieder melden und sehen wir weiter.

Tante_Karla
20.07.2006, 12:12
Meine Schulfreundin heiratete mit 18 Jahren. Sie vögelte wie wild durch die Gegend und ich war ihr Alibi. Ihrem Mann sagte sie, sie sei mit mir verabredet. Sie schrieb an ihrem Geliebten Gedichte, die wir abends an einem Ort brachten, wo er sie finden konnte. Des öfteren habe ich sie ins Gebet genommen, ihre Situation zu klären (Einnahme von Antidepressivum, Migräneanfälle, plötzliches Umkippen und und und). Mir gegenüber war sie unzuverlässig, Verabredungen und Einladungen zu meinem Geburtstag wurden nicht abgesagt, sie kam einfach nicht, Entschuldigungen kamen auch nicht. Ich bin immer auf sie zugegangen, von ihr kam nichts, kein Telefon von ihrer Seite aus, nichts.

Eines Tages war das Maß voll und ich sagte ihr, wenn sie nichts ändert werde ich ihrem Mann von ihrer Fremdgeherei erzählen.



Nicht ändern in Bezug auf das Rumvögeln oder in Bezug auf ihr damaliges Verhalten Dir gegenüber?
Das kommt irgendwie nicht so klar rüber.

Inaktiver User
20.07.2006, 12:16
- es gäbe keine Geliebten, wenn es keine untreuen Ehemänner gäbe.
- es gäbe keine untreuen Ehemänner, wenn es keine Frauen gäbe, die als Geliebte zur Verfügung stünden.

Das eine bedingt das andere. Ist völlig logisch, oder?!



das ist logisch nicht korrekt, denn es fehlen eine Menge weiterer Prämissen. Z.B. die, dass dauerhafte Monogamie von Anfang an von beiden Seiten als Treue definiert wird und dass diese Art von Treue vereinbart ist.



Da stimme ich Aladin zu.
by the way: habe selten zuvor so´n unreflektierten Unfug gelesen!

Inaktiver User
20.07.2006, 12:29
Meine Schulfreundin heiratete mit 18 Jahren. Sie vögelte wie wild durch die Gegend und ich war ihr Alibi. Ihrem Mann sagte sie, sie sei mit mir verabredet. Sie schrieb an ihrem Geliebten Gedichte, die wir abends an einem Ort brachten, wo er sie finden konnte. Des öfteren habe ich sie ins Gebet genommen, ihre Situation zu klären (Einnahme von Antidepressivum, Migräneanfälle, plötzliches Umkippen und und und). Mir gegenüber war sie unzuverlässig, Verabredungen und Einladungen zu meinem Geburtstag wurden nicht abgesagt, sie kam einfach nicht, Entschuldigungen kamen auch nicht. Ich bin immer auf sie zugegangen, von ihr kam nichts, kein Telefon von ihrer Seite aus, nichts.

Eines Tages war das Maß voll und ich sagte ihr, wenn sie nichts ändert werde ich ihrem Mann von ihrer Fremdgeherei erzählen.



Nicht ändern in Bezug auf das Rumvögeln oder in Bezug auf ihr damaliges Verhalten Dir gegenüber?
Das kommt irgendwie nicht so klar rüber.



In Bezug auf ihr ganzes Leben, Krankheiten, Medikamente, rumvögeln und ihr Verhalten mir und insbesondere ihrem Mann gegenüber, alles hing zusammen.

Prijon
20.07.2006, 12:39
by the way: habe selten zuvor so´n unreflektierten Unfug gelesen!

Oh, ich stehe nach wie vor zu meiner Aussage, dass es untreue Ehemänner nur deshalb geben kann, weil es Frauen gibt, die als Geliebte zur Verfügung stehen.

Aladin und Gyldensternchen gehen von anderen Beziehungen aus als ich, nämlich von ABGESPROCHEN nicht monogamen. Von denen ist hier aber irgendwie gar nicht die Rede, sonst würden Blümchen und Briefchen und so doch ins Leere laufen müssen.

Prijon

Inaktiver User
20.07.2006, 12:51
Kann man die Gefühle der Ehefrau überhaupt "schonen"? Ihr da freundlich-therapeutisch sagen: "Duu, dein Leben in den letzten X Jahren war eine Lüge, der Mann - der da, der dir einst ewige Treuer vor dem Altar/im Standesamt schwor - der hat seit X Jahren eine anderen in seinem Herzen/ Bett."



Hallo MistressWeathernochwas (was ein komplizierter Nick..)

Ich hatte es anders gemeint: Ist es sinnvoll, die nichts-sehen-wollende Ehefrau zu schonen, indem man nichts sagt. Das war meine Frage.

So ein Brief ist ja nun das Gegenteil von Schonung.

Inaktiver User
20.07.2006, 13:05
@Zitrone

ich weiß nicht, ob du dieses Thema objektiv diskutieren kannst. es gibt halt diese zwei Lager: informieren oder es lassen. Und beide Lager haben offensichtlich eine ganz grundsätzliche Haltung dazu.
Zu einem Ergebnis kommt man da nicht und deine Fragen (die ich auch durchaus hätte) sind sehr theoretisch gestellt, da gibt es wieder abweichende und subjektive Empfindungen, Meinungen und Erlebnisse.
In zwei Strängen wurde das Thema sehr ausführlich diskutiert und mir fallen dabei 2 Dinge ein:
Warum wird der Betrüger so dermaßen ausgeklammert aus der Entscheidung und wie geht den jetzt die Frau des Freundes deiner Freundin (huch, was für Schleichwege... :freches grinsen:)mit ihren vermutlich neuen Erkenntnis um? Was bringt deine Freundin dazu, so ein feiges Exemplar unbedingt haben zu wollen? Glaubt sie, bei ihr wird alles anders?

Dieser Mann ist ein Feigling, denn er macht seine Entscheidung von der Geliebten abhängig und nicht von seinen eigenen Gefühlen! "Ich sags nicht, meine Gelibete wirds wohl tun. Dann weiß ich wenigstens, welche Frau ich denn nun wirklich nehmen soll"

Neenee, da sperrt sich bei mir alles :nudelholz:

Gibts Neuigkeiten, klär uns auf oder frag nach, wir sind schließlich auch nur neugierige Weibsbiler, wozu treib ich mich hier rum, anstatt fleißig zu arbeiten? :schild genau:

Gruß Al...

Zaza
20.07.2006, 13:11
'

Inaktiver User
20.07.2006, 13:28
Nun melde ich mich als "ehemalige" Geliebte zu Wort. Ich habe nicht alles gelesen.... vielleicht schreibe ich etwas, was bereits gesagt wurde. Sorry dann dafür!

Ich hatte mehrere Jahre eine erfüllende Beziehung zu einem verheirateten Mann.

Die Prämissen waren klar: er liebte seine Frau und ohne sie wäre er ein Nichts gewesen (das ist definitiv so, auch heute noch!) Ich war sozusagen der Lecker-Schmecker on top. Diese Rolle war klar definiert. Ich hätte auch nichts anderes gewollt. Hätte er seine familiäre Situation geändert, ich hätte ihn nicht haben wollen. Als Geliebter war er OK (mehr als das!), als Partner... never! Unsere Ansage war ebenso klar: hätte irgendjemand irgendwann mal irgendwas gemutmaßt: wir hätten geleugnet, je ein Verhältnis gehabt zu haben.

Als ich die Beziehung nach ca drei Jahren bendetete, war er am Boden zerstört. Klar. Es war ja auch sehr angenehm für ihn. Loyale Ehefrau, loyale Geliebte.

Mich in seine Familiensituation einzumischen, wär mir im Traum nicht eingefallen. Das sehe ich genauso wie der Gatte von SerinaL. Es ist das Ding der Ehepartner, nicht der Geliebten, in der Hinsicht aktiv zu sein.

Die Geliebte ist nun mal in der Warteschleife und hat keinerlei Ansprüche. Unter der Prämisse ist sie angetreten, auch wenn er behauptet, sie wäre die Liebe seines Lebens und blablabla...

Andernfalls müssen erst klare Verhältnisse geschaffen werden.

Das war früher immer mein Spruch, wenn mich verheiratete Männer anbaggerten: "Schick mir deinen unverheirateten Bruder!" Und so sollte Frau es halten... will sie nicht die Dritte in der Dreiecksgeschichte sein.

Inaktiver User
20.07.2006, 13:39
Gibts Neuigkeiten, klär uns auf oder frag nach, wir sind schließlich auch nur neugierige Weibsbiler, wozu treib ich mich hier rum, anstatt fleißig zu arbeiten? :schild genau:



Jau, Al, ich frag mich inzwischen auch, was ich hier eigentlich mache.
Aber gestern hat mich der Tag mit diesem Thema immerhin zu einer unverrückbaren eigenen Meinung geführt. Immerhin!

Ich habe kurz mit ihr telefoniert. Sie hört nix, bisher keine Reaktion.
Immerhin: Sollte der Brief von ihm abgefangen worden sein, will sie ihn nicht nochmal schreiben. Sie sagt, sie hätte für sich jetzt durch diese Hauruck-Aktion klargekriegt, dass sie so nicht weitermachen will. Das wäre ihr jetzt ganz klar.

Den Strang hier hat sie "überflogen" und meint "die Argumente kenne ich alle schon".
Klar: Der Brief ist ja nun nicht mehr aufhaltbar und insofern nützt es nicht viel, sich im Nachhinein klarzumachen, dass es vielleicht einen anderen Weg gegeben hätte. Was die Frau sehr deutlich sagt: Sie will nicht mehr verheimlicht werden. Das ist ihre Forderung - und das wohl schon seit längerem inklusive vorheriger Botschaft an den Mann "wenn du es nicht machst, tue ich es". Sie sieht die Beziehung zu dem Mann als etwas Ernsthaftes und will das durchziehen.

Wenn ich mehr weiß, informiere ich euch. :cool:

Inaktiver User
20.07.2006, 13:48
Hallo Zaza,

sorry, deine Antworten sind mir meist zu lang :freches grinsen: und zusehr im Dialog mit Seawasp.

Aber dazu möchte ich noch etwas sagen



Was spricht gegen erwünschte Bewegung in der Sache?



Von wem ist Bewegung gewünscht?

Von der Geliebten ist Bewegung erwünscht.

Von dem Mann ist offenbar keine direkte Bewegung erwünscht, wenn ja, dann nur "theoretisch", er lässt es sich abnehmen. Wenn er Bewegung wünschen würde, könnte er was tun.

Ob von der Ehefrau Bewegung gewünscht wird, weiß kein Mensch. Es geht wohl im Kern um die Frage, ob man das Recht hat, jemanden, der (ich überspitz es jetzt mal) durchaus bewegungslos verharrend sein Leben in einer halbgehangenen Beziehung weiterleben würde (aus welchen Gründen auch immer) aufscheuchen darf und mit der bitteren Wahrheit konfrontieren.

Dass es Frauen gibt, die alles wissen wollten als Ehefrauen - unbestritten. Ich denke mal, du und ich gehören dazu. Die Frage ist also: Haben wir deshalb "mehr Recht", weil wir mit einer Lüge nicht leben könnten? Ist unsere Lebenshaltung "besser" und rechtfertigt damit, anderen auch "anempfohlen" zu werden?

Andere Frauen können (und wollen vielleicht sogar) mit einer Lüge leben. Der Grund ist dann vielleicht gerade, dass sie eben NICHT den Konflikt austragen können (oder wollen?). Deshalb finde ich es so "pädagogisierend".

Inaktiver User
20.07.2006, 13:53
by the way: habe selten zuvor so´n unreflektierten Unfug gelesen!

Oh, ich stehe nach wie vor zu meiner Aussage, dass es untreue Ehemänner nur deshalb geben kann, weil es Frauen gibt, die als Geliebte zur Verfügung stehen.

Aladin und Gyldensternchen gehen von anderen Beziehungen aus als ich, nämlich von ABGESPROCHEN nicht monogamen. Von denen ist hier aber irgendwie gar nicht die Rede, sonst würden Blümchen und Briefchen und so doch ins Leere laufen müssen.

Prijon



Moment, auf die nicht-sexuell-monogamen Beziehungen habe ich mich nicht explizit bezogen.

Logisch ist, dass der Mann nur fremdgehen kann, wenn es irgendwo auf dem Planeten eine Frau gibt, die er begatten "darf".

Dabei wurde ausser Acht gelassen, dass die Frau vielleicht gar nicht weiss, dass der Mann gebunden ist.
Oder, dass er mit einem Mann fremdgeht, weil er bisexuell ist.
Ja, so was gibt´s auch - und das nicht so selten.

Es ist für mich völlig absurd die Geliebten (oder auch Prostituierte) für das Fremdgehen von Ehemännern verantwortlich zu machen - das ist unreflektiert.
Das Thema ist komplexer!

Oder wolltest Du alle unverheirateten Vaginas der Welt zugipsen? :freches grinsen:
...damit die Männer nicht zum fremgehen verführt werden - ist doch albern.


Auf der anderen Seite kann ich die aber-er-wollte-sich-doch-trennen-Leier auch nicht mehr hören.
Mädels: Reihenfolge einhalten lassen! Sonst wird das in den seltensten Fällen was.

SerinaL
20.07.2006, 13:54
Dass es Frauen gibt, die alles wissen wollten als Ehefrauen - unbestritten. Ich denke mal, du und ich gehören dazu. Die Frage ist also: Haben wir deshalb "mehr Recht", weil wir mit einer Lüge nicht leben könnten? Ist unsere Lebenshaltung "besser" und rechtfertigt damit, anderen auch "anempfohlen" zu werden?

Andere Frauen können (und wollen vielleicht sogar) mit einer Lüge leben. Der Grund ist dann vielleicht gerade, dass sie eben NICHT den Konflikt austragen können (oder wollen?). Deshalb finde ich es so "pädagogisierend".



Ich als Ehefrau würde es auch wissen wollen, aber ganz sicher nicht auf diese Art und Weise! Es ist nicht Baustelle der Geliebten, sonder die des Mannes. Und der hat das eben zu regeln.

Gruß Serina

Inaktiver User
20.07.2006, 14:01
Oder wolltest Du alle unverheirateten Vaginas der Welt zugipsen? :freches grinsen:



Gyldensternchen!
Finden die Männer dann nicht ein Schlupfloch in unzugegipsten verheirateten Vaginas der Nachbarinnen?

Die Alternative wären eine Art Keuschheitsgürtel für die Männer. :freches grinsen:

Inaktiver User
20.07.2006, 14:05
Es ist nicht Baustelle der Geliebten, sonder die des Mannes. Und der hat das eben zu regeln.



So sehe ich das auch, Serina!

[Blöder Witz]Und wenn es sich um so eine Flasche von Bauarbeiter handelt, dann wird das zwischen den Frauen geregelt - nennt man das dann Frauensolidarität oder Matriarchat? [/Blöder Witz]

Inaktiver User
20.07.2006, 14:07
Merci Zitrone,
meine Neugier ist (vorerst :freches grinsen:) befriedigt!

Ich billige nicht ihre Handlung, aber ich kann sie verstehen. Nur, wenn sie es nüchtern betrachtet, ist es der Mann nicht wert, weil er sich nicht von sich aus zu ihr bekennt. Dafür gibts keine Unterlassungsgründe. Es sei denn den einen: er liebt seine Frau mehr als deine Freundin!
An ihrer Stelle würde ich das Weite Suche.
Aber das wird sie alles selber wissen...

Hitzegruß :Sonne:

Inaktiver User
20.07.2006, 14:09
Oder wolltest Du alle unverheirateten Vaginas der Welt zugipsen? :freches grinsen:



Gyldensternchen!
Finden die Männer dann nicht ein Schlupfloch in unzugegipsten verheirateten Vaginas der Nachbarinnen?

Die Alternative wären eine Art Keuschheitsgürtel für die Männer. :freches grinsen:



Du hast mich zu 100% verstanden - manche Männer würden dann eben wahlweise mit den Schafen aus von der Nachbarweide oder dem nächsten Astloch p*****.

These:
Die meisten Frauen sollten doch so vernünfitg sein, verheiratete oder gebundene Männer nicht als erste Wahl zu bevorzugen, oder?
Oder bin ich naiv und es gibt Frauen, die dringend verheiratete Männer wollen.
Ich hoffe doch mal, dass die in der Minderheit sind.

Zaza
20.07.2006, 14:11
Hallo Zaza,

sorry, deine Antworten sind mir meist zu lang :freches grinsen: und zusehr im Dialog mit Seawasp.



Dann lies doch die kürzeren - da stehen auch die Antworten auf Deine Fragen unten drin! :smirksmile:



Aber dazu möchte ich noch etwas sagen



Was spricht gegen erwünschte Bewegung in der Sache?



Von wem ist Bewegung gewünscht?

Von der Geliebten ist Bewegung erwünscht.

Von dem Mann ist offenbar keine direkte Bewegung erwünscht, wenn ja, dann nur "theoretisch", er lässt es sich abnehmen. Wenn er Bewegung wünschen würde, könnte er was tun.

Ob von der Ehefrau Bewegung gewünscht wird, weiß kein Mensch. Es geht wohl im Kern um die Frage, ob man das Recht hat, jemanden, der (ich überspitz es jetzt mal) durchaus bewegungslos verharrend sein Leben in einer halbgehangenen Beziehung weiterleben würde (aus welchen Gründen auch immer) aufscheuchen darf und mit der bitteren Wahrheit konfrontieren.

Dass es Frauen gibt, die alles wissen wollten als Ehefrauen - unbestritten. Ich denke mal, du und ich gehören dazu. Die Frage ist also: Haben wir deshalb "mehr Recht", weil wir mit einer Lüge nicht leben könnten? Ist unsere Lebenshaltung "besser" und rechtfertigt damit, anderen auch "anempfohlen" zu werden?

Andere Frauen können (und wollen vielleicht sogar) mit einer Lüge leben. Der Grund ist dann vielleicht gerade, dass sie eben NICHT den Konflikt austragen können (oder wollen?). Deshalb finde ich es so "pädagogisierend".



Zitronenmond,

unbestritten, dass jede/r für sich selbst entscheiden muss/kann/soll, ob er/sie bestimmte Dinge wissen will oder nicht!

Ich habe in diesem Thread MEINE persönlichen Ansichten und Standpunte dargelegt - und erhebe ganz sicher nicht den Anspruch auf Allgemeingültigkeit!

Warum jemand bestimmte Dinge lieber NICHT wissen will ... da gibt es die unterschiedlichsten Gründe!

Einer davon könnte u. a. sein, dass "Wissen" bestimmte Konsequenzen nach sich zieht, manchmal auch bestimmte Entscheidungen, die ein Mensch manchmal ganz einfach nicht treffen und tragen kann - oder auch nicht will!

Was auch immer und wie auch immer man es drehen und wenden will und welcher Ansicht über "Rechte" oder "Nicht-Rechte" der einzelnen Beteiligten man auch sein mag:

Jede/r der Beteiligten ist letztendlich für sich selbst und seine Entscheidungen verantwortlich - und wenn eine Geliebte irgendwann für sich bestimmte Konsequenzen zieht ... dann ist das sehr wohl IHR Recht und m. E. legal!

Der Geliebte und seine Ehefrau sind genauso frei in ihren Entscheidungen!

So eine Aktion wie die Deiner Freundin wirkt sich als "Katalysator", als "Prozess-Beschleuniger" aus, der letztendlich nichts anderes bewirkt, als eine SOWIESO ANSTEHENDE Entscheidung zeitlich voranzutreiben!

Das kann man finden wie man will - Fakt ist, dass uns allen nur eine begrenzte Zeit in diesem Leben zur Verfügung steht, und warum sollte jemand - hier Deine Freundin! - seine kostbare Lebenszeit damit verplempern, auf die Entscheidungen ANDERER zu warten und IHR Leben allein vom Tempo ANDERER abhängig machen?

Warum sollte Deine Freundin darauf warten, bis es ihrem Lover und seiner Ehefrau IRGENDWANN - oder auch nie! - einmal einfällt ihre Beziehung "zu klären"?

SIE möchte JETZT wissen, ob es für sie und ihren Lover eine gemeinsame Zukunft gibt oder nicht - und nicht evt. in 5 Jahren erfahren " ... ach nee ... lieber doch nicht!"

Daher finde ich solche "Katalysator-Aktionen" nach wie vor - im Sinne ALLER Beteiligten! - sehr sinnvoll und begrüssenswert!

Zaza

Inaktiver User
20.07.2006, 14:18
Sicher gibt es die "Frage der Betrachtungsweise" - aber es gibt auch die Fälle, wo ganz bewusst gelogen, hintergangen und betrogen wird, alle (berechtigten!) Misstrauensäusserungen der Ehefrau als "Paranoia" tituliert werden und man(n) höchstens noch mehr darauf bedacht ist, sämtliche "Vorsichtsamssnahmen" NOCH penibler einzuhalten, um sich nicht erwischen zu lassen!

Das kannst Du nun sehen wie Du willst - solche Fälle gibt es!



Zaza,

das Thema wurde hier schon sehr häufig diskutiert - Du versuchst imho, die Eigenverantwortung auszuklammern. Fakt ist aber, dass, wenn ich ein schlechtes Bauchgefühl habe, dieses aber nicht ernst genug nehme, und mir mein Bauchgrummeln wiederholt "ausreden" lasse, ich tatsächlich Anteil daran habe, dass es jemandem fortgesetzt gelingt, mich zu belügen.




Das läuft unter dem Begriff "Freundschaft" und "Loyalität"! - Für mich persönlich keine leeren Worte!



Das sind sie für mich auch nicht. Dennoch würde ich andere Wege gehen - beispielsweise eher mit dem "Betrüger" sprechen und ihm Gelegenheit geben, die Sache selbst in Ordnung zu bringen, als mich als Aufklärer einzuschalten, und im Gegensatz zu Dir würde ich auch nicht von anderen erwarten, mich "aufzuklären" - ich denke, dass ich mein Privatleben auch ohne Intervention von Dritten ganz gut regeln kann.



Nur ... zu so etwas gehören IMMER ZWEI!

Was empfiehlst DU - Deine obigen Worte berücksichtigend! - dem "Fremdgeher", wie ihn z. B. Korsar beschreibt?



Ich habe DEUTLICH geschrieben, dass zu dieser Beziehungsarbeit BEIDE Partner gehören. Ist nur einer dazu bereit, führt das letztlich zu nichts, daher verstehe ich Deine Emphase diesbezüglich nicht - ich hatte doch bereits geschrieben, dass das Paar GEMEINSAM arbeiten wollen muss, wozu also jetzt noch einmal die Betonung, dass dazu zwei gehören?

Darüber hinaus spreche ich keine Empfehlungen aus - jeder findet seinen Umgang mit dem Thema selbst, wichtig ist nur, dass das Paar INTERN einen lebbaren Konsens findet. Korsar oder die von ihm zitierten Menschen haben offenbar eine andere Haltung in Bezug auf Ausschliesslichkeit. Ausschliesslichkeit IST ein schwieriges Thema, weil es schmerzhaft ist zu erkennen, dass Menschen komplexe Wesen sind, und zeitgleich mehr als einen Menschen lieben können. Das passt nicht zum romantisierten "bis dass der Tod..", das die meisten Menschen als gegebenen Treueansatz voraussetzen, ohne jemals offen darüber diskutiert und echte Vereinbarungen miteinander getroffen zu haben. Manche lösen dieses Dilemma "Gefühle / Treue und Ausschliesslichkeit" über Affären, andere haben offene Beziehungen, wieder andere - dazu gehöre ich - verlangen von sich selbst, im Fall des Falles Entscheidungen zu treffen, ohne deshalb aber die Gefühle zu verleugnen. Wichtig finde ich dabei nur, dass ein Paar intern sich einig über das Thema ist. Ein Treuebruch kann Anlass sein, dieses Thema miteinander zu klären.

Darüber hinaus kann ich mit Deinen "Einsätzern" wenig anfangen - einerseits ist es Dir zuviel Text und unübersichtlich, andererseits verstehst Du meine Argumentation nicht, oder findest sie widersprüchlich, auf der einen Seite kritisierst Du mangelnde Praxis, auf der anderen Seite ist es nicht Recht, wenn jemand deutlich macht, dass er praktische Erfahrungen hat, weil Du Dich damit ausgeklammert fühlst - all das darüber hinaus, ohne dass Du wirklich schlüssig Deine eigene Position über ein stures Beharren auf Deinem Standpunkt hinaus argumentativ untermauern würdest - das ist mir ein bisschen zu dünn, vor allem angesichts der Tatsache, dass hier eine Menge user die Dinge für sich ganz anders betrachten.

Du handhabst es für Dich anders, als ich es tun würde und für richtig halte. Und damit: salve.

Grüssle
Seawasp

Inaktiver User
20.07.2006, 14:21
SIE möchte JETZT wissen, ob es für sie und ihren Lover eine gemeinsame Zukunft gibt oder nicht - und nicht evt. in 5 Jahren erfahren " ... ach nee ... lieber doch nicht!"

Daher finde ich solche "Katalysator-Aktionen" nach wie vor - im Sinne ALLER Beteiligten! - sehr sinnvoll und begrüssenswert!




Darf ich hier Wetten annehmen wie´s ausgeht?

Oder ist das unmoralisch?

Wenn ich so drüber nachdenke, könnte man aus der Unentschlossenheit auch herauslesen, dass es ihm eigentlich egal ist wer mit ihm zusammenlebt - hautsache, er muss sich nicht drum kümmern.


Anmerkung:
Ein Katalysator ist übrigens im technischen wie im chemischen Sinne etwas völlig anderes!

Im vorliegenden Fall wird durch die Aktion eine Reaktion in eine von mehreren Richtungen eines Entscheidungsbaums gelenkt - das kann ein katalysator nicht.
Er beschleunigt oder ermöglicht eine raktion mit vorgegebenem Ausgang!

Inaktiver User
20.07.2006, 14:25
Der Geliebte und seine Ehefrau sind genauso frei in ihren Entscheidungen!

.... warum sollte jemand - hier Deine Freundin! - seine kostbare Lebenszeit damit verplempern, auf die Entscheidungen ANDERER zu warten und IHR Leben allein vom Tempo ANDERER abhängig machen?

Warum sollte Deine Freundin darauf warten, bis es ihrem Lover und seiner Ehefrau IRGENDWANN - oder auch nie! - einmal einfällt ihre Beziehung "zu klären"?

SIE möchte JETZT wissen, ob es für sie und ihren Lover eine gemeinsame Zukunft gibt oder nicht - und nicht evt. in 5 Jahren erfahren " ... ach nee ... lieber doch nicht!"

Daher finde ich solche "Katalysator-Aktionen" nach wie vor - im Sinne ALLER Beteiligten! - sehr sinnvoll und begrüssenswert!

Zaza



alles richtig, bis auf den letzten Satz...


es geht nicht, dass die Geliebte entscheidet, indem sie Briefchen schreibt. Sie kann nur für sich aktiv werden und sagen: "Ich will ihn oder ich will ihn nicht mehr." Den Rest muss er tun. Das scheint er nicht zu wollen (siehe meinen Beitrag oben weiter...*Männer* *Augenroll*)

Konsequenterweise müsste sie ihn in den Wind schießen...dann ist die Sache geklärt!

Zaza
20.07.2006, 14:28
Der Geliebte und seine Ehefrau sind genauso frei in ihren Entscheidungen!

.... warum sollte jemand - hier Deine Freundin! - seine kostbare Lebenszeit damit verplempern, auf die Entscheidungen ANDERER zu warten und IHR Leben allein vom Tempo ANDERER abhängig machen?

Warum sollte Deine Freundin darauf warten, bis es ihrem Lover und seiner Ehefrau IRGENDWANN - oder auch nie! - einmal einfällt ihre Beziehung "zu klären"?

SIE möchte JETZT wissen, ob es für sie und ihren Lover eine gemeinsame Zukunft gibt oder nicht - und nicht evt. in 5 Jahren erfahren " ... ach nee ... lieber doch nicht!"

Daher finde ich solche "Katalysator-Aktionen" nach wie vor - im Sinne ALLER Beteiligten! - sehr sinnvoll und begrüssenswert!

Zaza



alles richtig, bis auf den letzten Satz...


es geht nicht, dass die Geliebte entscheidet, indem sie Briefchen schreibt.



Und warum soll das nicht gehen?

Zaza

Inaktiver User
20.07.2006, 14:31
unfreundlicher Akt?

Inaktiver User
20.07.2006, 14:33
unfreundlich?

..............abartig finde ich das in der Situation!

SerinaL
20.07.2006, 14:35
Der Geliebte und seine Ehefrau sind genauso frei in ihren Entscheidungen!

.... warum sollte jemand - hier Deine Freundin! - seine kostbare Lebenszeit damit verplempern, auf die Entscheidungen ANDERER zu warten und IHR Leben allein vom Tempo ANDERER abhängig machen?

Warum sollte Deine Freundin darauf warten, bis es ihrem Lover und seiner Ehefrau IRGENDWANN - oder auch nie! - einmal einfällt ihre Beziehung "zu klären"?

SIE möchte JETZT wissen, ob es für sie und ihren Lover eine gemeinsame Zukunft gibt oder nicht - und nicht evt. in 5 Jahren erfahren " ... ach nee ... lieber doch nicht!"

Daher finde ich solche "Katalysator-Aktionen" nach wie vor - im Sinne ALLER Beteiligten! - sehr sinnvoll und begrüssenswert!

Zaza



alles richtig, bis auf den letzten Satz...


es geht nicht, dass die Geliebte entscheidet, indem sie Briefchen schreibt.



Und warum soll das nicht gehen?

Zaza



Weil die Geliebte der Ehefrau die Entscheidungsfreiheit nimmt,wann sie was wissen will! So einfach! :schild genau:

Zaza
20.07.2006, 14:49
Der Geliebte und seine Ehefrau sind genauso frei in ihren Entscheidungen!

.... warum sollte jemand - hier Deine Freundin! - seine kostbare Lebenszeit damit verplempern, auf die Entscheidungen ANDERER zu warten und IHR Leben allein vom Tempo ANDERER abhängig machen?

Warum sollte Deine Freundin darauf warten, bis es ihrem Lover und seiner Ehefrau IRGENDWANN - oder auch nie! - einmal einfällt ihre Beziehung "zu klären"?

SIE möchte JETZT wissen, ob es für sie und ihren Lover eine gemeinsame Zukunft gibt oder nicht - und nicht evt. in 5 Jahren erfahren " ... ach nee ... lieber doch nicht!"

Daher finde ich solche "Katalysator-Aktionen" nach wie vor - im Sinne ALLER Beteiligten! - sehr sinnvoll und begrüssenswert!

Zaza



alles richtig, bis auf den letzten Satz...


es geht nicht, dass die Geliebte entscheidet, indem sie Briefchen schreibt.



Und warum soll das nicht gehen?

Zaza



Weil die Geliebte der Ehefrau die Entscheidungsfreiheit nimmt,wann sie was wissen will! So einfach! :schild genau:



Tja, da muss die Ehefrau wohl auf "IHRE Entschedungsfreiheit" besser aufpassen und diese nicht so grenzenlos ANDEREN zur Disposition freigeben!

Mit anderen Worten:

Da ja jeder für sich selbst verantwortlich ist - auch die Ehefrau für SICH! - muss SIE eben dafür sorgen, dass SIE gar nicht erst in so eine Situation kommt, in der sie ANDEREN ausgeliefert ist, dass DIESE für sie entscheiden, wann sie als Ehefrau bestimmte Dinge erfahren darf und wann nicht!

Ganz einfach!

Zaza

Inaktiver User
20.07.2006, 14:51
SIE möchte JETZT wissen, ob es für sie und ihren Lover eine gemeinsame Zukunft gibt oder nicht - und nicht evt. in 5 Jahren erfahren " ... ach nee ... lieber doch nicht!"

Daher finde ich solche "Katalysator-Aktionen" nach wie vor - im Sinne ALLER Beteiligten! - sehr sinnvoll und begrüssenswert!




Anmerkung:
Ein Katalysator ist übrigens im technischen wie im chemischen Sinne etwas völlig anderes!

Im vorliegenden Fall wird durch die Aktion eine Reaktion in eine von mehreren Richtungen eines Entscheidungsbaums gelenkt - das kann ein katalysator nicht.
Er beschleunigt oder ermöglicht eine raktion mit vorgegebenem Ausgang!



... und deshalb ist der Brief auch keine Katalysator-Aktion sondern ein Handgranatenwurf. Letztendlich direkt ins eigene System - die "Geliebte" gehört nämlich durchaus dazu.

Was sie tut ist also als eine massive "Regel-" bzw. "Grenzverletzung" zu verstehen. Grenzen gibt's auch innerhalb von Systemen, so z.B. zwischen Eltern und Kindern.

Das Ding wird ihr also erstmal gehörig um die Ohren fliegen. - Letztendlich ist das ja ihr Ansinnen: Wahrgenommen werden und Auflösung des Systems. Wird ihr gelungen sein. Welche (dauerhaften) Schäden bei den Beteiligten zu verzeichnen sind wird man sehen.

Allerdings: Nestbau im Bombenkrater :knatsch: ..... schöner Wohnen bzw. schöner Leben stelle ich mir anders vor. Mindestens mit einem konstruktiveren Fundament.

Inaktiver User
20.07.2006, 14:59
Tja, da muss die Ehefrau wohl auf "IHRE Entschedungsfreiheit" besser aufpassen und diese nicht so grenzenlos ANDEREN zur Disposition freigeben!

Mit anderen Worten:

Da ja jeder für sich selbst verantwortlich ist - auch die Ehefrau für SICH! - muss SIE eben dafür sorgen, dass SIE gar nicht erst in so eine Situation kommt, in der sie ANDEREN ausgeliefert ist, dass DIESE für sie entscheiden, wann sie als Ehefrau bestimmte Dinge erfahren darf und wann nicht!

Ganz einfach!

Zaza





Ach so! Die Ehefrau ist selbst schuld, wenn sie betrogen wird?
:gegen die wand:

Ehefrauen, sperrt Eure Männer im Keller ein. :schild genau:

Mabellchen
20.07.2006, 15:01
Da ja jeder für sich selbst verantwortlich ist - auch die Ehefrau für SICH! - muss SIE eben dafür sorgen, dass SIE gar nicht erst in so eine Situation kommt, in der sie ANDEREN ausgeliefert ist, dass DIESE für sie entscheiden, wann sie als Ehefrau bestimmte Dinge erfahren darf und wann nicht!

Ganz einfach!

Zaza



Zaza

Hm was sagtest Du nochmal....wessen Geliebte bist Du??

Mabellchen

Inaktiver User
20.07.2006, 15:21
Da ja jeder für sich selbst verantwortlich ist - auch die Ehefrau für SICH! - muss SIE eben dafür sorgen, dass SIE gar nicht erst in so eine Situation kommt, in der sie ANDEREN ausgeliefert ist, dass DIESE für sie entscheiden, wann sie als Ehefrau bestimmte Dinge erfahren darf und wann nicht!

Ganz einfach!

Zaza



Zaza

Hm was sagtest Du nochmal....wessen Geliebte bist Du??

Mabellchen



Vom Blumenverkäufer? :freches grinsen: :schild genau:

SerinaL
20.07.2006, 15:45
Tja, da muss die Ehefrau wohl auf "IHRE Entschedungsfreiheit" besser aufpassen und diese nicht so grenzenlos ANDEREN zur Disposition freigeben!

Mit anderen Worten:

Da ja jeder für sich selbst verantwortlich ist - auch die Ehefrau für SICH! - muss SIE eben dafür sorgen, dass SIE gar nicht erst in so eine Situation kommt, in der sie ANDEREN ausgeliefert ist, dass DIESE für sie entscheiden, wann sie als Ehefrau bestimmte Dinge erfahren darf und wann nicht!

Ganz einfach!

Zaza



Achso...So ist denn die Ehefrau selber Schuld,wenn sie vom Mann betrogen wird und wenn die Geliebte meint der Ehefrau mal eben das Verhältnis mitzuteilen. Wenn ein Mann so eine Geliebte hat, braucht er zumindest keine Feinde mehr.
Geliebte...blöde Bezeichnung, denn wenn der Mann diese Frau tatsächlich lieben würde,würde er doch alle Hebel in Bewegung setzen um offen mit ihr zusammen sein zu können.

Kraaf
20.07.2006, 15:47
:erleuchtung:

Kleine Zwischenmitteilungen hätten doch auch was? Und vor allem ganz am Anfang gibt es jede Menge Klärungs- und Abstimmungsbedarf:


"Liebe Klara,

Du kennst mich nicht, aber von deinem Mann habe ich schon einiges über dich erfahren und gehört.

Folgendes bereitet mir gerade Kopfzerbrechen und leider ist Egon (Männer eben!) da etwas verschlossen und schüchtern und so brauche ich jetzt kurz deine Hilfe.

Er scheint geneigt und ich will es endlich auch. Aber zuvor möchte ich die Verhütungsfrage klären.

Verwendet ihr in der Beziehung Kondome bzw. wenn nicht, wann war denn dein letzter Aidstest?

Gibt es Praktiken, die er so überhaupt nicht mag?

Welche seiner Wünsche verweigerst du ihm denn so?

Du kannst ihm dein Antwortschreiben gerne auch verschlossen in die Hand drücken. Das spart die Briefmarke. Danke. "

Inaktiver User
20.07.2006, 16:16
Da ja jeder für sich selbst verantwortlich ist - auch die Ehefrau für SICH! - muss SIE eben dafür sorgen, dass SIE gar nicht erst in so eine Situation kommt, in der sie ANDEREN ausgeliefert ist, dass DIESE für sie entscheiden, wann sie als Ehefrau bestimmte Dinge erfahren darf und wann nicht!

Ganz einfach!

Zaza



Zaza

Hm was sagtest Du nochmal....wessen Geliebte bist Du??

Mabellchen



Das Gefühl hab ich schon lange - meines Erachtens redet sie sich die Situation etwas arg schön .............

Moerken
20.07.2006, 16:37
[ Wie findet ihr das mit so einem Brief?

Verwerflich? Unmoralisch? Verständlich? ]

Hallo Zitronenmond,

mich interessiert es brennend, ob deine Freundin mit dir darüber geredet hat, bevor sie diesen Brief losgelassen hat, und wenn ja, wozu hast du ihr geraten???

Gruß
moerken

Inaktiver User
20.07.2006, 16:40
:erleuchtung:

Kleine Zwischenmitteilungen hätten doch auch was? Und vor allem ganz am Anfang gibt es jede Menge Klärungs- und Abstimmungsbedarf:


"Liebe Klara,

Du kennst mich nicht, aber von deinem Mann habe ich schon einiges über dich erfahren und gehört.

Folgendes bereitet mir gerade Kopfzerbrechen und leider ist Egon (Männer eben!) da etwas verschlossen und schüchtern und so brauche ich jetzt kurz deine Hilfe.

Er scheint geneigt und ich will es endlich auch. Aber zuvor möchte ich die Verhütungsfrage klären.

Verwendet ihr in der Beziehung Kondome bzw. wenn nicht, wann war denn dein letzter Aidstest?

Gibt es Praktiken, die er so überhaupt nicht mag?

Welche seiner Wünsche verweigerst du ihm denn so?

Du kannst ihm dein Antwortschreiben gerne auch verschlossen in die Hand drücken. Das spart die Briefmarke. Danke. "






Was heißt hier kleine Zwischenmitteilungen?
Viel interessanter wäre doch der angehenden Geliebten eine Stil- und Formratgeber für den Umgang mit ihrer (un)heimlichen Ehefrau an die Hand zu geben.

Mit Tipps für die erste Kontaktaufnahme, also, wie stellt sich die Geliebte passenderweise vor? Schickt man der Ehefrau ganz am Anfang eine Pralinenschachtel mit Visitenkarte? Welche Farbe für's Briefpapier, mit oder ohne Duftmarke?...
Es gibt so vieles zu klären.

SerinaL
20.07.2006, 16:44
[quote]
Es gibt so vieles zu klären.



Also schreiben wir hier einen neuen Benimm-Ratgeber.... :schild genau:

Zaza
20.07.2006, 16:59
Da ja jeder für sich selbst verantwortlich ist - auch die Ehefrau für SICH! - muss SIE eben dafür sorgen, dass SIE gar nicht erst in so eine Situation kommt, in der sie ANDEREN ausgeliefert ist, dass DIESE für sie entscheiden, wann sie als Ehefrau bestimmte Dinge erfahren darf und wann nicht!

Ganz einfach!

Zaza



Zaza

Hm was sagtest Du nochmal....wessen Geliebte bist Du??

Mabellchen



Wer lesen kann ist klar im Vorteil! :allesok:

Zaza

Inaktiver User
20.07.2006, 17:01
Viel interessanter wäre doch der angehenden Geliebten eine Stil- und Formratgeber für den Umgang mit ihrer (un)heimlichen Ehefrau an die Hand zu geben.




Wird das jetzt zur Regel, dass man das Verhältnis aufdeckt und sich vorstellt?
Gilt das nur für künftige oder auch gehabte Liebschaften :erleuchtung:?
Darf ich auch differenzieren?


MUSS ich den Typne dann auch nehmen - wenn die Ehefrau ihn nicht mehr will?

Tante_Karla
20.07.2006, 17:03
MUSS ich den Typne dann auch nehmen - wenn die Ehefrau ihn nicht mehr will?



Mitgehangen - mitgefangen :freches grinsen:

Ich kenne tatsächlich einen Fall - allerdings war hier die Frau die "Betrügerin" und hatte einen "Geliebten" - die nachher von keinem mehr gewollt wurde. Weder vom Liebhaber noch vom Ehemann.

SerinaL
20.07.2006, 17:09
Viel interessanter wäre doch der angehenden Geliebten eine Stil- und Formratgeber für den Umgang mit ihrer (un)heimlichen Ehefrau an die Hand zu geben.




Wird das jetzt zur Regel, dass man das Verhältnis aufdeckt und sich vorstellt?
Gilt das nur für künftige oder auch gehabte Liebschaften :erleuchtung:?
Darf ich auch differenzieren?


MUSS ich den Typne dann auch nehmen - wenn die Ehefrau ihn nicht mehr will?



Du mußt natürlich einen Vertrag in dreifacher Ausführung machen. Notariell beglaubigt und unter Paragraph 1 Absatz 1 steht dann auch, das du dich zur Übernahme des Mannes in jedem Falle bereit erklärst.
Wir müssen hier jetzt wirklich mal Nägel mit Köpfen machen... :schild genau:

Inaktiver User
20.07.2006, 17:15
Mitgehangen - mitgefangen :freches grinsen:

Ich kenne tatsächlich einen Fall - allerdings war hier die Frau die "Betrügerin" und hatte einen "Geliebten" - die nachher von keinem mehr gewollt wurde. Weder vom Liebhaber noch vom Ehemann.



Tante_Karla,

hier in der BriCom gab es immer wieder Berichte, dass der Ehemann sich auch von seiner Geliebten getrennt hat, nachdem seine Frau ihn 'rausgeschmissen hat. Kommt mir auch ziemlich logisch vor - immerhin hat er sich auf die Geliebte ja unter ganz anderem Vorzeichen eingelassen.

Und wenn der Brief wirklich sein Ziel erreichen sollte, dass sich die Ehefrau trennt, würde ich vermuten, dass es hier genauso ablaufen würde und Zitronenmonds Freundin trotzdem nicht die neue Partnerin wird.

Aber ich rede wie der Blinde von der Farbe.

Gruß, Leonie

Inaktiver User
20.07.2006, 17:25
Aber ich rede wie der Blinde von der Farbe.

Gruß, Leonie




Wer will Dir denn hier die Lebenserfahrung absprechen? :blumengabe:
Genau darauf würde ich übrigens Wetten annehmen :ahoi:
Zum Schluss haben wir hier drei Singles im Angebot.

Inaktiver User
20.07.2006, 17:32
Mitgehangen - mitgefangen :freches grinsen:

Ich kenne tatsächlich einen Fall - allerdings war hier die Frau die "Betrügerin" und hatte einen "Geliebten" - die nachher von keinem mehr gewollt wurde. Weder vom Liebhaber noch vom Ehemann.



Tante_Karla,

hier in der BriCom gab es immer wieder Berichte, dass der Ehemann sich auch von seiner Geliebten getrennt hat, nachdem seine Frau ihn 'rausgeschmissen hat. Kommt mir auch ziemlich logisch vor - immerhin hat er sich auf die Geliebte ja unter ganz anderem Vorzeichen eingelassen.

Und wenn der Brief wirklich sein Ziel erreichen sollte, dass sich die Ehefrau trennt, würde ich vermuten, dass es hier genauso ablaufen würde und Zitronenmonds Freundin trotzdem nicht die neue Partnerin wird.

Aber ich rede wie der Blinde von der Farbe.

Gruß, Leonie



Hm, hat das nicht der Rudi gemacht, als ihm die Ehefrau starb, hat er sich von der Geliebten gelöst und kurze Zeit später jemand ganz anderes geheiratet.

Also, prinzipiell ist der in Aussicht gestellte Aufstieg der Geliebten zur Ehefrau mit vielerlei Fallstricken versehen.

@Zitronenmond, hat der "zukünftige" Ehemann Deiner Freundin eigentlich die Ehe versprochen, oder würde er mit ihr die "wilde" Ehe vorziehen, falls es denn mal so weit kommen sollte?
Hat er sich auf konkret benannte Zukunftsplanungen eingelassen?

Prijon
20.07.2006, 18:17
Genau darauf würde ich übrigens Wetten annehmen
Zum Schluss haben wir hier drei Singles im Angebot.


Weißt Du, was mich ärgert, Gyldensternchen?

Du hast mir da oben sehr harsch vorgeworfen, irgendwelche dummen, unreflektierten Dinge in den Raum zu stellen. Ich habe das durchaus auch persönlich genommen.

Und nun schreibst Du immer wieder Statements, die genau das bestätigen, was ich gesagt habe. Ich habe nämlich gesagt: Es gibt Betrüger. Und es gibt Geliebte. Das bedingt einander. Und das sind Systeme, in denen nicht einfach die Parameter verschoben werden können. Die Geliebte ist halt Geliebte und nicht Partnerin.

Mich ärgert das deshalb, weil es von einer für mich zentralen Frage wegführt. Es kann mir doch keiner erzählen, dass eine Frau nicht spätestens nach ein paar Wochen merkt, ob sie einen Mann GANZ haben kann oder nicht. Wer das merkt und sich trotzdem weiter auf diesen Mann einlässt - ist der denn dann nicht an einem Punkt seines Lebens angekommen, wo er gerade mal keine "100 Prozent-Partnerschaft" leben kann?

"Meiner" hat jedenfalls einen Mordsschreck bekommen, als ich mich von meiner Frau getrennt habe. Eine Beziehung mit ihr? Das wollte er nicht. War nicht vorgesehen. Das schreibt ja ein paar Seiten vorher auch die Frau, die ihren Standpunkt als Geliebte darlegt.

Ganz und gar unreflektierter Gruß,
Prijon

Tante_Karla
20.07.2006, 18:25
Also, prinzipiell ist der in Aussicht gestellte Aufstieg der Geliebten zur Ehefrau mit vielerlei Fallstricken versehen.




Ist es denn wirklich ein Aufstieg?
Ich kenne Geliebte, die wollen gar nicht mehr. Die wollen Spass, Sex, viel Freiheit und Freizeit, haben einen grossen Freundes - und Bekanntenkreis und wollen keinen Langweiler auf dem Sofa, der abends geschafft von der Arbeit kommt.

Inaktiver User
20.07.2006, 20:54
Also, prinzipiell ist der in Aussicht gestellte Aufstieg der Geliebten zur Ehefrau mit vielerlei Fallstricken versehen.




Ist es denn wirklich ein Aufstieg?
Ich kenne Geliebte, die wollen gar nicht mehr. Die wollen Spass, Sex, viel Freiheit und Freizeit, haben einen grossen Freundes - und Bekanntenkreis und wollen keinen Langweiler auf dem Sofa, der abends geschafft von der Arbeit kommt.



Die sind aber doch nicht die Zielgruppe von der wir hier reden, oder?
Briefeschreibende Geliebte haben den "Aufstieg" oder den "Ausstieg" vor Augen.
Die Briefeschreibenden sind die Unzufriedenen,
die anderen schweigen und genießen. :freches grinsen:

Laufrad
20.07.2006, 23:08
Danke für deine ausführliche Antwort, seawasp.



@ Laufrad:



Und wie stellt man das am Besten an?

Ich frage aus gutem Grund. Ich habe den Verdacht, dass der Mann einer Freundin seit 3 Jahren eine (mehrere?) Freundin hat. Alles nur Indizien, keine "Beweise".



Eine Möglichkeit, die ich sehe, wäre, das Gespräch mit dem Ehemann zu suchen und ihn mit Deinem Verdacht zu konfrontieren - dies allerdings wirklich nur dann, wenn Du Dir sicher bist, dass Dein Verdacht begründet ist.

Denn das, was Du hier beschreibst:



"Findest du das nicht erstaunlich, dass seine Firma ihm die halbe Woche Hotelübernachtungen am Firmensitz (man wohnt etwas entfernter vom Arbeitsplatz) zahlt?" wurden derart, hm, arglos, beantwortet, dass ich kein weiteres Wort verlor.

Es gab noch anderes, neue Hobbies verbunden mit Kursen fern von daheim etc., ihre Reaktion immer so überzeugend überzeugt... soll ich etwa den Stier bei den Hörnern packen: "Ich glaube, da steckt eine andere Frau dahinter" Beweisen kann ich NIX! Dabei weiß ich vermutlich sogar, wie sie heißt...



...KANN auf eine Affäre hindeuten, MUSS es aber nicht.



Das ist mir durchaus auch klar. Aber, Geschäftsreisen hat er auch früher gemacht. Doch was da seit einiger Zeit läuft, ist anders. Ich kenne z.B. sonst keinen Arbeitgeber, der Arbeitnehmern, die weiter entfernt vom Arbeitsplatz wohnen, unter der Woche (angeblich!) ein Hotelzimmer zahlt. Seine Position in der Firma ist nicht schlecht, aber er ist nicht "der hochbezahlte unersetzliche Experte", für den man Berge versetzt.

Auch sonst gibt es da Sachen, die sind einfach für mich eigentümlich. Und er ist ja nur der Mann einer Freundin! Müsste sie es nicht längst merkwürdig finden?



Selbst wenn Du mit Deinem Verdach Recht hättest - offenbar MÖCHTE Deine Freundin ihrem Mann glauben, sie scheint Deine zarten Andeutungen bewusst nicht als das sehen zu wollen, was sie sind.



Ob bewusst oder unbewusst, sie ist kein naives Huhn, aber "verheiratet", das heißt für sie irgendwie "Fort Knox". Ja, seawasp, sie möchte ihm wohl glauben, glaubt ihm einfach. Und ja, ihre "Ignoranz" tut mir weh. Weil ich das Gefühl habe, sie wird da verar******. Darf den familiären Alltag stemmen und garantieren, den er zwischendurch mal genießt, auch finanziert, keine Frage, aber eben nicht wertschätzt. Was sich, ganz abgesehen von der vermuteten Affaire, auch in seinem Verhalten, der geringschätzigen Art, wie er über seine Frau spricht, äußert.

Aber du hast recht, ich werde den Mund halten. Und falls sie mal ankommt, Trost braucht, weil sie entdeckt hat, dass ihr Mann eine andere hat, werde ich ebenfalls den Schnabel halten und NICHT im Stil von "ich hab's ja schon längst geahnt...." losreden.

Ihn ansprechen kann ich erstmal nicht. Es fehlen die Beweise. Selbst wenn, das was mich am meisten ärgert, sein mangelnder Respekt vor meiner Freundin, das könnte ich eh nicht ändern.

Grüße, LR

Inaktiver User
21.07.2006, 02:32
Hallo Moerken, (süßer Nick :freches grinsen:)



mich interessiert es brennend, ob deine Freundin mit dir darüber geredet hat, bevor sie diesen Brief losgelassen hat, und wenn ja, wozu hast du ihr geraten???



Sie hat mir erzählt, dass sie das vorhat mit dem Brief. Und sie hat gefragt, wie ich das finde. Nun hatte ich so spontan nicht diesen ganzen reflektierten Kram im Kopf, den ich JETZT habe (danke, Gemeinde!).

Aber meine Position war: Ich würde das nicht tun. Ganz klar. Weil ich niemals einen Mann wollte, der sich nicht aus freien Stücken und ganz für mich entscheidet. Ich habe sie ungefähr siebenmal und jedes Mal sehr ernst gefragt, ob sie denn diesen Mann wirklich ganz und gar für sich haben will - also wirklich die echte Next werden. Sie hat ja gesagt. Nun gut, das muss man dann ja glauben, oder?

Desweiteren habe ich versucht, das auf den Brief folgende Szenario auszumalen, bzw. die Alternativszenarien. Rache habe ich als Motiv übrigens nicht erkannt - höchstens an ihm? Man steckt ja nie wirklich drin, aber nach dem, was sie mir erzählte, war dem Mann seit längerem klar, dass sie unbedingt will, dass er die heimliche Beziehung jetzt öffentlich macht.

Ich habe ihr geraten, sich einfach so zu trennen mit einem klaren "wenn du von deiner Ehefrau getrennt bist, kannste kommen". Daraufhin sagte sie, dass sie ihn so nicht bekommen würde. Tschä, woraufhin ich dann wiederum "willst du ihn denn dann wirklich?" etc etc...

Es lief darauf hinaus, dass sie unbedingt reinen Tisch machen wollte / will. Sehenden Auges, dass sie den Mann dann verlieren kann, aber dann einfach endgültig sicher sein kann.

Sie fragte mich, ob ich den Brief unmoralisch fände und darauf habe ich nein gesagt. Dass es eine Bombe ist, die sie wirft, habe ich allerdings schon gesagt, und dass sie auch mit entsprechenden Konsequenzen rechnen muss.

Letztendlich habe ich zum Schluss gesagt, es wäre ihre Sache, und wenn sie das tun will, soll sie das tun - und hatte dabei das Gefühl, dass dies dann auch in Ordnung ist. Das Leben läuft so, wie es läuft. Auch in diesem Fall.

Ich fühle mich jedenfalls nicht "schuldig". Was mich allerdings (mit Wucht, aber eben erst im Nachhinein) bewegt, ist die Frage, ob man das Recht hat, jemandem die Scheu- oder Schutzklappen von den Augen zu reißen. So richtig einig werde ich mir da mit mir immer noch nicht. Ich vermute, dass auch die Augenverschließer ihre Methoden haben, der Wahrheit (oder was man dafür hält) zu begegnen. Und davon ab, wird sich "die Wahrheit" ja sowieso dann erst herausstellen, nämlich ob es stimmt, dass der Mann seine Geliebte soviel mehr liebt als die Ehefrau. Das wird sich ja erst noch zeigen. Von daher ist "die Wahrheit" vielleicht gar nicht so schlimm für die Ehefrau - wenn er z.B. bei ihr bleibt.

Ich persönlich würde es immer so machen, wie Seawasp das sehr schön beschrieben hat: Das, was die Beziehung angeht, in der Beziehung klären und nicht woanders. Und dank eurer Antworten ist mir einfach noch mal klar geworden, WARUM es für mich so ist.

Mabellchen
21.07.2006, 08:46
Zaza

Hm was sagtest Du nochmal....wessen Geliebte bist Du??

Mabellchen



Wer lesen kann ist klar im Vorteil! :allesok:

Zaza



Ups sorry hab ich gestern vergessen beim Posting: [Ironie on] und [Ironie off]

Emily, TanteKarla warum nur habt Ihr mich nicht darauf hingewiesen :freches grinsen:

Inaktiver User
21.07.2006, 09:07
Genau darauf würde ich übrigens Wetten annehmen
Zum Schluss haben wir hier drei Singles im Angebot.


Weißt Du, was mich ärgert, Gyldensternchen?

Du hast mir da oben sehr harsch vorgeworfen, irgendwelche dummen, unreflektierten Dinge in den Raum zu stellen. Ich habe das durchaus auch persönlich genommen.

Und nun schreibst Du immer wieder Statements, die genau das bestätigen, was ich gesagt habe. Ich habe nämlich gesagt: Es gibt Betrüger. Und es gibt Geliebte. Das bedingt einander. Und das sind Systeme, in denen nicht einfach die Parameter verschoben werden können. Die Geliebte ist halt Geliebte und nicht Partnerin.

Mich ärgert das deshalb, weil es von einer für mich zentralen Frage wegführt. Es kann mir doch keiner erzählen, dass eine Frau nicht spätestens nach ein paar Wochen merkt, ob sie einen Mann GANZ haben kann oder nicht. Wer das merkt und sich trotzdem weiter auf diesen Mann einlässt - ist der denn dann nicht an einem Punkt seines Lebens angekommen, wo er gerade mal keine "100 Prozent-Partnerschaft" leben kann?

"Meiner" hat jedenfalls einen Mordsschreck bekommen, als ich mich von meiner Frau getrennt habe. Eine Beziehung mit ihr? Das wollte er nicht. War nicht vorgesehen. Das schreibt ja ein paar Seiten vorher auch die Frau, die ihren Standpunkt als Geliebte darlegt.

Ganz und gar unreflektierter Gruß,
Prijon






Lieber Prijon!

Mir scheint, Du hast meine Kritik an Deiner Aussage in keinster Weise verstanden.
Nimm sie ruhig persönlich - ich finde es nämlich wirklich nicht gut, was Du so pauschal behauptet hast.

Männer betrügen nicht immer WEIL es Frauen gibt, die verheiratete Männer angraben oder WEIL es "Schlampen" gibt, sich als Geliebte nicht zu schade sind.
So einfach ist die Welt nämlich nicht.

Wenn Du das persönlich genommen hast - gut so!

Wenn ich Dich in dem Punkt missverstanden habe, tut es mir leid :blumengabe:

Gyldensternchen

Prijon
21.07.2006, 09:50
Männer betrügen nicht immer WEIL es Frauen gibt, die verheiratete Männer angraben oder WEIL es "Schlampen" gibt, sich als Geliebte nicht zu schade sind.
So einfach ist die Welt nämlich nicht.

Hallo Gyldensternchen,

so habe ich das nie gesagt. Du liest mich lange genug um zu wissen, dass mir solche moralischen Urteile fern liegen. Mir ging es einzig und allein um die gegenseitige "Abhängigkeit": Ohne Geliebte keine untreuen Ehemänner - und umgekehrt (die BIs lasse ich jetzt mal außen vor). Und die damit verbundene, für mich sehr spannende Frage: Was bewegt jemanden, sich in eine solche Beziehung zu begeben. Beim Betrügenden ist mir das schon einigermaßen klar. Aber nicht bei der bzw. demjenigen, der bereit ist, dieses Spiel SO lange mitzuspielen.

Für mich ist das in diesem Strang auch deshalb relevant, weil Zitronenmonds Freundin fast zwei Jahre lang in dieser Position verharrte und es sich dann vor acht Wochen (schreibt Zitronenmond) anders überlegte. Das ist irgendwie so, als wolle der Lagerarbeiter in meiner Firma übernächsten Monat Geschäftsführer sein, und zwar mittels einer Revolte.

Prijon

Inaktiver User
21.07.2006, 09:58
Okay, dann schütte ich einen Trog Asche über mein Haupt, entschuldige mich und gelobe Dir gegenüber Besserung.

Anregung zu Deiner Frage Was bewegt die Geliebte, sich darauf einzulassen?

*Nähkästchen aufmacht und daraus plaudert*
Für mich persönlich waren solche Konstellationen ohne echte Chance auf Happy End (restrospektiv betrachetet)..........immer eine sehr gute Gelegenheit, mich vor meiner eigenen Bindungsangst zu verstecken.
Man hatte jemanden auf den sich die Zuneigung konzentrierte, musste aber die Partnerschaft mit allen Konsequenzen, Verantwortungen, etzc. nicht leben.
Der potentielle Schmerz bei Enttäuschung ist vermeintlich geringer - man hat ja vorher geanht, dass er sich nicht trennen wird.


Vielleicht ist das ein potentieller Ansatz zur Erklärung.

Dani
21.07.2006, 11:49
Ich stell mir vor, ich solle seiner Frau sagen, dass ich ihn übernehme!
Soll ich dann mit der Ehefrau dann auch noch eine Ablösesumme vereinbaren, oder wie?



Ich habe vor Jahren mal ein Buch gelesen, da ging die Ehefrau samt Gepäck ihres Gatten zur Geliebten - gemeinsam mit einer Freundin, Tante, oder sowas - und einer umfangreichen Gebrauchsanweisung:

Sie packte sein Haarwasser aus, sein extrastarkes Deo weil "er schwitzt nachts ja immer so furchtbar", seine Flanell-Pyjamas "im Winter ist er sehr empfindlich", für die Geliebte ein Päckchen Ohropax "wegen seines Schnarchens", sie schrieb ihr auf, wann er welche Medikamente zu nehmen hätte usw.

Es war sehr lustig und die Geliebte wurde von Minute zu Minute unsicherer, ob sie diesen Mann im Alltag überhaupt will...
Wie es ausgegangen ist, weiss ich nicht mehr.



Das kenne ich von einem Bekannten von mir in Abwandlung:

Seine Frau hatte mitbekommen, dass er ein Liebchen hat. Hat seine komplette schmutzige Wäsche mitgenommen, ihr nach Hause gebracht und vor die Füsse gekippt mit den Worten "ganz oder gar nicht bitte schön" und ist wie eine Racheengel wieder abgerauscht.

Inaktiver User
21.07.2006, 12:07
*Nähkästchen aufmacht und daraus plaudert*
Für mich persönlich waren solche Konstellationen ohne echte Chance auf Happy End (restrospektiv betrachetet)..........immer eine sehr gute Gelegenheit, mich vor meiner eigenen Bindungsangst zu verstecken.
Man hatte jemanden auf den sich die Zuneigung konzentrierte, musste aber die Partnerschaft mit allen Konsequenzen, Verantwortungen, etzc. nicht leben.
Der potentielle Schmerz bei Enttäuschung ist vermeintlich geringer - man hat ja vorher geanht, dass er sich nicht trennen wird.


Vielleicht ist das ein potentieller Ansatz zur Erklärung.




Könnt von mir sein.

Nur hab ich mich nie mit einem verheirateten Mann eingelassen, ausser dem Einen, der damals schon in Scheidung lebte.
Verheiratete Männer sind für mich tabu. Die sollen sich einlassen, mit wem sie fröhlich sind - mit mir nicht.

Inaktiver User
21.07.2006, 14:18
*Nähkästchen aufmacht und daraus plaudert*

Ich war mal vor 175 Jahren, als ich noch jung und dumm war und deshalb studierte :freches grinsen: über ein Jahr lang in einen fest verbandelten Mann "verliebt". Kribbeln aus der Ferne, Schmetterlinge im Bauch, sobald er sich näherte, dann auch mal gemeinsames Essen in der Mensa, ein bisschen quatschen auf einer Fete... also kurzum: praktisch gar nix. Ist nie was geworden.

Das Gute an dem Jahr war: Ich war weiterhin solo, kein Mensch hat mir irgendwo reingequatscht, ich habe also schön selbständig mein Leben gelebt und habe vermutlich überhaupt nicht den Eindruck hinterlassen, als wenn ich was suchen würde. Und ab und zu ein bisschen Adrenalin.

War ne schöne Zeit, die mich vor einer Beziehung bewahrt hat... würde ich sagen.

Ach ja und heute ist das für mich gar nicht vorstellbar, außer, wie Gyldensternchen schreibt, wenn ich keine echte Nähe ertragen könnte und den Typ auf Sicherheitsabstand halten will.

Inaktiver User
21.07.2006, 14:22
Könnt von mir sein.

Nur hab ich mich nie mit einem verheirateten Mann eingelassen, ausser dem Einen, der damals schon in Scheidung lebte.
Verheiratete Männer sind für mich tabu. Die sollen sich einlassen, mit wem sie fröhlich sind - mit mir nicht.




@achja: Tausche einfach "verheiratet" gegen irgendwas anderes - das ist dem Verhaltensmuster wurscht :aetsch:

Aladin
21.07.2006, 18:35
Ich vermute, dass auch die Augenverschließer ihre Methoden haben, der Wahrheit (oder was man dafür hält) zu begegnen.



Kommt darauf an, was Du unter Augenverschließer verstehst: Wenn eine Frau die sexuelle Wirklichkeit ihres Mannes nicht wahrhaben will, wird eine ans Licht gekommene Affaire u.U. nichts daran ändern. Die wird dann eventuell als Ausrutscher abgehakt.

Inaktiver User
25.07.2006, 11:18
Ich vermute, dass auch die Augenverschließer ihre Methoden haben, der Wahrheit (oder was man dafür hält) zu begegnen.



Kommt darauf an, was Du unter Augenverschließer verstehst: Wenn eine Frau die sexuelle Wirklichkeit ihres Mannes nicht wahrhaben will, wird eine ans Licht gekommene Affaire u.U. nichts daran ändern. Die wird dann eventuell als Ausrutscher abgehakt.



Das sehe ich auch so - da könnte ich einige Bespiele nennen.

Ich schätze "Augenverschliesser" auch nicht als generelle Feiglinge vor der Wahrheit ein.
Manchen Menschen mag es sicherlich auch gelegen kommen, dass der Partner einen Teil der Sexualität nach extern verlagert (z.B. bei unterschiedlich ausgeprägten Bedürfnissen).

Da ich aus eigener Erfahrung weiss, wie die Umwelt (auch hier in der Bricom) auf das Bekenntnis "offene Beziehung" oder auch auf ein Zugeständnis dem Partner gegenüber reagiert - kann ich die Fassadenwahrung gut verstehen.
Da braucht man schon ein sehr gesundes Selbstbewusstsein und nerven wie Stahlseile - um sich das anzutun.

Rennsemmel
25.07.2006, 22:10
@ Zitronenmond: Gibt es eigentlich was neues von Deiner Freundin bzw. von der Noch-Ehefrau?!

Fragt sich Rennsemmel.

Inaktiver User
26.07.2006, 19:03
Nein, nichts Neues.

Ich habe den Riesenfehler gemacht, ihr den Link hierher zu schicken.
Viele Antworten sind einfach doch ziemlich hart und versuchen eigentlich gar nicht (von einigen Ausnahmen abgesehen) ihre Situation ernsthaft, bzw. differenziert zu berücksichtigen. Jetzt hat sie das Gefühl, ich hätte das im Nachhinein schlecht gemacht, was ich persönlich ja nicht so sehe. Aber jedenfalls möchte ich diesen Strang hier nicht weiterführen. Und ich möchte auch nichts davon hören so Richtung "siehste, sie kriegt es nicht gebacken".

Denn ich finde es eine mutige Tat, diesen Brief zu schreiben (der nicht gehässig oder rachsüchtig war) und die Wahrheit auf den Tisch zu legen. Und Mut gehört schon dazu, die Situation aktiv für alle Beteiligten in den Bereich der Klärung zu führen. Es war meine Frage, ob es "zumutbar" für die andere Frau ist. Und ich habe (wie ja bereits geschrieben) nichts an Argumenten gefunden, was komplett dagegen spricht, die Wahrheit auch der Ehefrau zuzumuten.

Mehr nicht dazu von mir. :regen:

Inaktiver User
26.07.2006, 19:56
Ich habe den Riesenfehler gemacht, ihr den Link hierher zu schicken.
Viele Antworten sind einfach doch ziemlich hart und versuchen eigentlich gar nicht (von einigen Ausnahmen abgesehen) ihre Situation ernsthaft, bzw. differenziert zu berücksichtigen. Jetzt hat sie das Gefühl, ich hätte das im Nachhinein schlecht gemacht, ...

Mehr nicht dazu von mir. :regen:



:schild uups: Zitronenmond, das tut mir leid :blumengabe: und ich hab Dir auch noch den Tipp gegen. Hatte nicht soweit gedacht, dass das auch für Dich nach hinten losgehen kann. Hm, vielleicht braucht man wirklich Forenerfahrung, um mit dem Ton und der Meinungsvielfalt klarzukommen.

Leicht wird übersehen, dass hier ja lediglich ein paar Worte gewechselt werden, aus denen sich dann jeder für sich ein Bild macht (und natürlich schmückt das jeder, der es liest, komplett anders aus. Jeder hat ja eine andere Lebenserfahrung und auch ein anderes Umfeld...).
Ich hoffe, ihr ist bewusst, dass ein Forum anonym ist.

Hoffentlich ist sie jetzt nicht all zu sauer auf Dich. :zahnschmerzen:

Inaktiver User
26.07.2006, 23:49
Ich hoffe, ihr ist bewusst, dass ein Forum anonym ist.

Hoffentlich ist sie jetzt nicht all zu sauer auf Dich. :zahnschmerzen:



Zum ersten: nein, ich glaube nicht. (Und eine wichtige Erfahrung für mich...)
Zum zweiten: Dein Hoffen hat nicht geholfen. :zahnschmerzen:

Zaza
27.07.2006, 10:24
Ich hoffe, ihr ist bewusst, dass ein Forum anonym ist.

Hoffentlich ist sie jetzt nicht all zu sauer auf Dich. :zahnschmerzen:



Zum ersten: nein, ich glaube nicht. (Und eine wichtige Erfahrung für mich...)
Zum zweiten: Dein Hoffen hat nicht geholfen. :zahnschmerzen:



Irgendwie verstehe ich nicht ganz, welches Problem Deine Freundin nun damit hat?

Das Forum ist doch anonym und eine Sache von verschiedenen Standpunkten aus beleuchtet, kann normalerweise doch nur von Vorteil sein ... oder habe ich irgendetwas verpasst ... ?

Zaza

Inaktiver User
27.07.2006, 12:02
Ich hoffe, ihr ist bewusst, dass ein Forum anonym ist.

Hoffentlich ist sie jetzt nicht all zu sauer auf Dich. :zahnschmerzen:



Zum ersten: nein, ich glaube nicht. (Und eine wichtige Erfahrung für mich...)
Zum zweiten: Dein Hoffen hat nicht geholfen. :zahnschmerzen:



Irgendwie verstehe ich nicht ganz, welches Problem Deine Freundin nun damit hat?

Das Forum ist doch anonym und eine Sache von verschiedenen Standpunkten aus beleuchtet, kann normalerweise doch nur von Vorteil sein ... oder habe ich irgendetwas verpasst ... ?

Zaza



Nun, sagen wir es mal so: Ein Forum ist wie ein Maskenball auf einem öffentlichen Marktplatz. Jeder kann zu allem und jedem eine Meinung abgeben. Das heißt aber auch, dass vieles was gepostet wird absolut nichts mit dem zu tun hat, um den es vermeintlich geht. Meist sagen die Postings vor allem etwas über den Poster aus. Und der - der sich hier in den heißen Stuhl setzt - bekommt vieles hingestellt, was gar nicht mit ihm selbst und seiner Situation zu tun hat. Ist so und ist in Foren auch ganz normal. Die Kunst bei dieser Sache ist, nicht alles persönlich zu nehmen und sich die Sachen - die einen selbst weiterbringen - aus der Vielzahl der Informationen herauszupicken. Das ist nicht leicht und vor allem in Strängen in denen es emotional hoch her geht, ist das verdammt schwer.

Und mich wundert jetzt - im nachhinein - nicht, dass jemand, der keine Forenerfahrung hat, erst einmal sauer wird, weil seine Privatsphäre nun in aller Öffentlichkeit zerrissen wird. Das wirkt doch so, als ob man die Boulevardpresse auf dem Hals hätte. Dass man allerdings nicht wirklich am Pranger steht - da alles in anonymer Öffentlichkeit abläuft - das muss man erstmal begreifen.

Deshalb kann ich jetzt im nachhinein durchaus verstehen, dass Zitronenmonds Freundin nicht gerade begeistert von dem ist, was hier abläuft.

Und es tut mir leid, dass ich den Vorschlag mit dem lesen lassen gebracht habe. Ich habe das alles nicht bedacht und es wäre schade, wenn daran jetzt eine Freundschaft zerbrechen würde.

Ich hatte weiter oben mal gefragt, ob Zitronenmond meint, dass ihre Freundin stark genug sei, für so eine Rosskur. Ich meinte damit, ob die Freundin das - was sie mit dem Brief lostritt - aushält. Dass auch dieses Forum und dieser Strang eine Art Rosskur ist, das hatte ich übersehen.

Die Anonymität und die Offenheit hier schafft eine "Nähe" bei gleichzeitiger "Distanz", damit klarzukommen, das muss man erst einmal gebacken bekommen.

Kraaf
27.07.2006, 12:28
:allesok: genau so, binauchda.

Und, der Brief ist ja längst draussen. Wer sind also diese anonymen Nasen, die sich erdreisten, das eigene Tun nachträglich zu bewerten, zu verurteilen und zu verdammen?


:blumengabe: Kraaf

Inaktiver User
27.07.2006, 12:34
Danke, Kraaf :blumengabe: und vielen Dank für Dein:

Sei gelassen und besonnen und es geschehen unglaubliche Dinge

Das hat mich weitergebraucht. :wangenkuss:

Lieben Gruß :prost: :Sonne:
binauchda

Woltera
27.07.2006, 12:56
Liebe Zitronenmond!

Lese Deine Postings gerne :blumengabe:

tja, garnicht so einfach, was gut gemeint ist, kommt nicht immer so an, sowas passiert eben ab und zu...

Deine Freundin hat mit ihrem Brief Tatsachen geschaffen, kann sein, daß sie eine Lawine losgetreten hat, der Schritt ist nicht mehr rückgängig zu machen. und dann liest sie "ihre Geschichte" hier im Forum mit Kommentaren, die Ihre Entscheidung dazu doch sehr in Frage stellen (by the way: ich sehe es genauso, kann mich aber schon in diese Situation hineinversetzen :wangenkuss:)

Laß es erstmal sacken bei ihr, es kann ja auch sein, daß die "Kritik" an ihr nagt und sie vielleicht nicht "sauer" auf Dich wäre wenn hier fast einhellige Zustimmung zu lesen gewesen wäre... meiner Meinung nach hält echte Freundschaft aus, daß man sich falsch verhalten hat oder sich eben so verhalten hat, wie der andere es nieeeeemals tun würde...

ein Beispiel?
ich wußte von meiner Freundin, daß sie eine Affaire hatte und war in der Zeit für sie da. Zeitgleich hatte ich selbst mich fremdverliebt, allerdings ohne Affaire. So hatten wir beide dasselbe Thema und es hat uns gutgetan darüber zu sprechen... aber ich bin auch seit Ewigkeiten mit ihrem Mann befreundet und ich hab meinen Mund gehalten. Ihr Mann und ich hatten heftige Diskussionen (sehr emotional, nicht laut) und ich habe meinen Standpunkt verteidigt, daß ich mich eben nicht einmische und die Botschaft überbringe, sondern war da Freundin und nichts anderes.

Er ist sehr reflektiert und wir haben eine bessere Beziehung als vorher, es ist denke ich wichtig, seinen Standpunkt oder in Deinem Falle die Entscheidung ihr den Link zu schicken noch mal zu überdenken. "würde ich es nochmal so tun?" und wenn nein, dann habt ihr eine Grundlage zum Reden und wenn ja, dann doch auch...

Also Zitrönchen, Kopf hoch, Du hast es nicht böse gemeint und DAS sollte Deine Freundin doch irgendwann akzeptieren. Ich wünsche Euch gute Gespräche nach der Abkühlphase... :prost:

Woltera

Inaktiver User
27.07.2006, 14:15
Danke, binauchda, du bringst das absolut genial auf den Punkt!



Und mich wundert jetzt - im nachhinein - nicht, dass jemand, der keine Forenerfahrung hat, erst einmal sauer wird, weil seine Privatsphäre nun in aller Öffentlichkeit zerrissen wird. Das wirkt doch so, als ob man die Boulevardpresse auf dem Hals hätte.



Exakt das hat sie gesagt. Paparazzi!



Dass man allerdings nicht wirklich am Pranger steht - da alles in anonymer Öffentlichkeit abläuft - das muss man erstmal begreifen.



In diesem Fall geht es ja auch nicht wirklich um sie, sondern um mich - was einen guten Grund abgegeben hätte, ihr diesen Strang nicht zu zeigen. Das war mein Fehler.



Ich hatte weiter oben mal gefragt, ob Zitronenmond meint, dass ihre Freundin stark genug sei, für so eine Roßkur. Ich meinte damit, ob die Freundin das - was sie mit dem Brief lostritt - aushält. Dass auch dieses Forum und dieser Strang eine Art Roßkur ist, das hatte ich übersehen.



Exakt so habe ich das auch gesehen und habe exakt an der gleichen Stelle übersehen, dass das Forum als "Draufhauen" empfunden wird. Bzw., ich habe damit ja jetzt "Routine" und halte einiges aus. Das habe ich ihr quasi auch unterstellt - dass sie das schon aushalten wird (weil ich es ja auch aushalten kann) und dass sie schon ihre Mechanismen und Stärken haben wird, um das nicht persönlich zu nehmen - aber nun habe ich mal erlebt, wie heftig das ankommen kann. Hui!

Kraaf
27.07.2006, 14:32
Lad sie ein, hier mitzumachen und mitzumischen. :blumengabe:

Ganz unbelastet. Sie muss sich ja nicht als "ich war die Briefschreiberin" bekennen oder sie macht uns klar, wieso wir z.T. in dieser Frage total auf dem Holzweg sind.

:smirksmile: Kraaf

Inaktiver User
27.07.2006, 14:33
Dass man allerdings nicht wirklich am Pranger steht - da alles in anonymer Öffentlichkeit abläuft - das muss man erstmal begreifen.



In diesem Fall geht es ja auch nicht wirklich um sie, sondern um mich - was einen guten Grund abgegeben hätte, ihr diesen Strang nicht zu zeigen. Das war mein Fehler.



Tja, das tut mir wirklich leid, denn ich hatte Dich in der ganzen Geschichte auch vergessen. Du wolltest Deiner Freundin helfen und hast Dir hier mehr oder weniger Supervision geholt - richtig schön anonym, wie es sich ja auch gehört. Ihre Integrität bleibt dadurch gewahrt.

Nur, jetzt bist Du in etwas hineingeschlittert, was Du Dir so nicht vorgestellt hast.

Ich finde es absolut legitim, dass Du Dir hier in diesem Strang Rückmeldungen geholt hast, um für Dich zu klären, wie Du mit der Situation umgehen willst und kannst.

Und das war mein Fehler, ich hatte nicht daran gedacht, dass hier in diesem Strang es eben nicht nur um die Dreiecksbeziehung geht. Ich hatte übersehen wer eigentlich im heißen Stuhl sitzt und das bist Du und nicht sie. Du bist der Helfer, der sich Hilfe holt um mit der Situation klar zu kommen. Die Helfer werden oft übersehen.

Ach Zitronenmond, im Nachhinein ist das alles wirklich klar und nachvollziehbar und doch, ich hab's nicht kommen sehen. :blumengabe:

Inaktiver User
27.07.2006, 14:44
@Zitrone

bring sie dazu, die letzen postings hier zu lesen oder druck sie ihr aus. Vielleicht versteht sie, dass man nicht sie als Person angreift, sondern ihr Thema eben allgemein eine diskussionsfreudige Meute beschäftigt.
Ich kann ihre Skrupel zwar verstehen, finde aber, das deine Veröffentlichung ihres Problems in keinster Weise an ihrer Privatsphäre nagt. Und sie sollte wissen, dass sie hier niemand verurteilt, in Anbetracht der Anonymität, weiß doch keiner von uns, welche Mechanismen in dieser Dreieckskonstellation wirklich abgelaufen sind. Letztlich gehts doch hier um eine theoretische Fragestellung für Betroffene oder Interessierte.

In diesem Sinne sollte sie sich hier umschauen, ich fürchte nur, sie wird vorerst genug davon haben.
Ich denke mal, sie kriegt sich wieder ein... :blumengabe:

Inaktiver User
27.07.2006, 15:31
...Letztlich gehts doch hier um eine theoretische Fragestellung für Betroffene oder Interessierte.



Stimmt :allesok: :schild genau:

Und letztlich weiß man in einem Forum nie, ob man nun über Realität oder Fiktion diskutiert. Das lässt sich nicht nachprüfen. Schon allein deshalb ist jede Fragestellung in einem Forum theoretisch.

Was die einzelnen Leser und Diskutanten (und oft genug Meinungs-Duellanten :fg engel:) für Schlüsse aus diesen Diskussionen ziehen, das bleibt jedem selbst überlassen. Aber das ist auch eine ganz andere Geschichte.

Inaktiver User
29.07.2006, 15:01
@Seawasp: Stimmt, letztendlich kann auch wirklich nur jeder für sich entscheiden, ob er nun seine Bedürfnisse offen vertreten will oder nicht. Auch das "Verantwortung für sich selbst und seine Beziehungen zu übernehmen" ist eine Entscheidung, die man anderen nicht überstülpen kann.





Klar werden sie sich zu wehren wissen.
Und die Art, wie sie das tun, wird sicher Bände sprechen.
Kann ein Ende mit Schrecken werden, ein Schrecken ohne Ende oder oder...

Glaubst Du, Deiner Freundin ist überhaupt klar, was sie da tut?
Hat sie die Nerven für so eine Rosskur?



So, nun muss ich mich doch noch mal zu Wort melden, obwohl ich eigentlich nichts mehr schreiben wollte. Mich wundert die ganze Geschichte nun doch sehr. Was ich nicht verstehe, wie kann jemand, der selbst den Schritt in die reale! Öffentlichkeit wagt und einen Brief schreibt, so sauer auf die virtuelle Öffentlichkeit reagieren? Das will mir nicht in den Kopf.

In dem Moment wo ich eine Brief abschicke, habe ich nicht mehr die Hand darauf, was damit passiert. Zur Ehefrau des Geliebten hat sie kein Vertrauensverhältnis. Wie auch? Selbst wenn eins bestanden hätte, spätestens mit dem Brief wäre es zerstört. Also, so ein Brief ist doch ganz schön gewagt für eine Geliebte, die im Verborgenen bleiben will. Wer weiß was der Ehefrau alles einfällt? Die könnte den Brief in die Zeitung setzten, wenn ihr danach wäre - jetzt mal überspitzt ausgedrückt. Also, wenn ich die Öffentlichkeit scheue - dann würde ich bestimmt keinen Brief an jemanden abschicken, der garantiert sauer auf mich werden wird.

Wenn ich aber einen Brief an eine Gegenspielerin und Feindin! im Kampf um den Geliebten abschicke, dann habe ich offenbar kein Problem damit, dass die Geschichte und der Kampf öffentlich wird. Ja, ich will das ja gerade zu.

Wie gesagt, ich kann die Reaktion nicht nachvollziehen. Es geht mir einfach nicht in den Schädel, wie jemand gleichzeitig so einen Brief schreiben und sauer auf Internet-Öffentlichkeit sein kann.

Ich persönlich würde solche Briefe nicht schreiben, da ich der Meinung bin, dass es Sache des Ehemannes ist für klare Verhältnisse zu sorgen. Solange er dies nicht tut, hat er sich - nach meinen dafürhalten - für die Ehefrau entschieden. Für mich steht das außer Frage. Und dann wäre mir persönlich die Schlammschlacht die so ein Brief anzettelt auch zuwider und ich würde mich selbst nicht so ins Licht der Öffentlichkeit zerren. Deshalb habe ich verstanden, warum jemand prinzipiell sauer auf diesen Strang werden kann. Aber: In diesem speziellen Fall kann ich es nicht verstehen.

Entweder war der Brief eine absolute Kurzschlussreaktion von jemanden, der die Auswirkungen einer solchen Bombe nicht bedacht hat oder hier ergeht sich jemand in Doppelmoral, frei nach dem Motto: "Nur die Krümel im eigenen Bett piksen. Die Krümel, die ich in die Betten anderer streue, stören mich ja nicht persönlich."

Inaktiver User
29.07.2006, 17:25
Ich finde das irgendwie putzig.

Da schreibt eine Frau einen Brief, um ihre "Rivalin aufzuklären", und echauffiert sich dann über das Verhalten eines Menschen, der im Grunde Ähnliches tut - Aufklärung suchen, allerdings (zunächst) nicht mit persönlichen Folgen wie im Fall der Briefschreiberin, sondern in einem anonymen Forum.

Wenn zwei Menschen etwas ähnliches tun, wird noch lange nicht mit demselben Mass gemessen, wie mir scheint.

Niedlich.

Es ist also okay, aggressiv eine "Brief - Bombe" in ein System zu pfeffern, auf dass es bitteschön implodiere - völlig wurscht, wie die ÜBRIGEN Beteiligten mit möglicherweise entstehenden Kollateralschäden umzugehen wissen - solange am Ende etwas Gutes für den Aggressor dabei heraus kommt und keiner so genau hinschaut, geschweige denn kommentiert, Devise: Immer hübsch bedeckt halten, während man auf Nachbar´s Rasen pieselt.

Es ist nicht okay - VERRAT!! VERRAT!! - wenn dieses Verhalten von anderen kontrovers in einem anonymen Forum diskutiert wird, weil einer der Kollateralschäden - eine Freundin mit Fragezeichen im Hirn - nach Feedback und Denk_an_stössen fahndet.

Wie gut, dass Freundschaften heutzutage beim kleinsten Konflikt NOCH zügiger bei der galaktischen Müllabfuhr landen als Ehen. Nicht auszudenken, müssten auch Freundschaften kostenintensiv geschieden werden.

Leicht ironische Grüssle
im Penicillin - geschädigten, postoperativen Zustand
Seawasp

Inaktiver User
29.07.2006, 17:50
Es ist also okay, aggressiv eine "Brief - Bombe" in ein System zu pfeffern, auf dass es bitteschön implodiere - völlig wurscht, wie die ÜBRIGEN Beteiligten mit möglicherweise entstehenden Kollateralschäden umzugehen wissen - solange am Ende etwas Gutes für den Aggressor dabei heraus kommt und keiner so genau hinschaut, geschweige denn kommentiert, Devise: Immer hübsch bedeckt halten, während man auf Nachbar´s Rasen pieselt.

Es ist nicht okay - VERRAT!! VERRAT!! - wenn dieses Verhalten von anderen kontrovers in einem anonymen Forum diskutiert wird, weil einer der Kollateralschäden - eine Freundin mit Fragezeichen im Hirn - nach Feedback und Denk_an_stössen fahndet.

Wie gut, dass Freundschaften heutzutage beim kleinsten Konflikt NOCH zügiger bei der galaktischen Müllabfuhr landen als Ehen. Nicht auszudenken, müssten auch Freundschaften kostenintensiv geschieden werden.

Leicht ironische Grüssle
im Penicillin - geschädigten, postoperativen Zustand
Seawasp



:schild genau: :allesok:

Stimmt und gleichzeitig kann man mal wieder an Nebenschauplätzen Dampf ablassen, statt die Angelegenheit da zu klären, wo sie wirklich klärbar ist - beim Ehemann und Geigenspieler.

Wenn er sich für sie entscheiden will, dann soll er eben Fakten schaffen. Tut er das nicht, na, das spricht doch eine deutliche Sprache. Da kann man sich dann auch komplett die Nebenschauplätze, Kollateralschäden und sonstigen Peinlichkeiten ersparen.

Tja, das wäre allerdings eine Herangehensweise an diese Dinge, die so manchem Aggressor zu harmlos ist, wie mir scheint.

Inaktiver User
30.07.2006, 22:44
Deswegen habe ich für mich (aus gegebenem Anlass) vor einiger Zeit entschieden, von meinen Freundinnen nicht wissen zu wollen, wann sie fremd gehen oder wenn sie in den Zustand einer Geliebten eines verheirateten Mannes eintauchen.

Notfälle mit bis zu drei Wochen Dauer ausgeschlossen, da bin ich gern für meine Freundin da. Alles andere bringt mich in Konflikt, ich nenne man es Loyalitätskonflikt oder Konflikt in meinen ethischen Grundsätzen oder wie auch immer.

Meine Freundinnen wissen dies auch ganz klar. Eine, die dies über längere Zeit nicht wahrhaben wollte, habe ich (nach vielen Gesprächen) verlassen (sorry und mit Bedauern). Ich will da nicht hineingezogen werden. Was im Roman, Krimi oder Film ganz prickelnd sein kann, muss ich nicht im Leben neben mir haben. Ich will nicht (letztlich auch irgendwann lästiger) Mitwisser (...) sein und das Leben ist mir auch so anstrengend genug. Da habe ich mir inzwischen ein Schutzschild aufgebaut.

Liebe Seawasp, gute Besserung!!!

Letzlich ist die Wahrscheinlichkeit (für mich) nicht ganz gering, dass ein Betrüger auch mich mal in meiner Freundinnenfunktion betrügen wird, wenn ich ihm nicht konform genug bin oder ... Sorry, nur meine unmaßgebliche Meinung. Da halte ich mich lieber fern.

Wenn in meiner Umgebung Beziehungen sind, die nur im Negativen verlaufen - und wo ich über lange Zeit gezwungen werde Papparazo zu sein, ziehe ich mich inzwischen auch nach einigen Warnunge zurück.

LG herbstblatt

Inaktiver User
21.08.2006, 13:10
hallo, ihr schimpft ja hier ale ganz fuerchterlich ueber die unehrenhafte Geliebte - koent ihr euch nicht vorstellen, dass sie esvielleicht auch aus der verzweiflung heraus getan hat? fuer sich, um klarheit zu schaffen? natuerlich, man laesst sich nicht mit verheirateten maenner ein, sehe ich auch so, aber manchmal kommt es anders... und zweitens als man denkt.. blabla;)

also ich jedenfalls halte eine solche reaktion zwar fuer doppelzuengig (weil s.o.), aber dennoch fuer menschlich und letzlich vielleicht sogar fuer klaerend. mindestens eine von den beiden kann ihn doch danach los sein - wenn sie es dann frei entscheidet zu wollen..
lieben gruss
saba

Inaktiver User
21.08.2006, 13:17
Och Saba, das war doch alles schon geklärt, aber danke nochmals für die Kopfwäsche!:kuss:

Inaktiver User
21.08.2006, 14:03
puh achso ja klar... habe mich eben bis jetzt hier durchgekaempft... sorry, sonst haett eich mich eher eingemischt alabaster ;)

Inaktiver User
25.08.2006, 12:05
Hallo Zitronenmond

Er: "Schatz, WIR möchten dir etwas sagen!"
Freundin: "Schön, sie endlich kennenzulernen, Frau Fischer. Ich vögel ihren Mann schon seit zwei Jahren und nehme ihn heute endgültig mit. Wo sind seine Hemden? Ach, könnten sie das bitte noch schnell bügeln, da kommt es ihnen sicher auch nicht mehr darauf an .... ich tu's so ungern."

(Ironie ein)

Und vielleicht ist die Ehefrau noch so nett, den 2 ein neues Bügeleisen mitzugeben, als Dank dafür, dass sie ihn endlich los ist.... (Ironie aus)

Aber im Ernst: Mich wundert immer wieder, was in sogenannten Beziehungen bzw. Ehen alles möglich ist. Reden die Menschen nicht mehr miteinander, was verstehen sie unter Beziehungen?

Ja, ich gebe es zu. Ich bin altmodisch und im Moment etwas verwirrt, dass solche Menschen, wie deine Freundin, sich solche Rechte herausnehmen können.

Versteht manchmal die Welt nicht mehr,
Gruß
Annette

MajaX
26.08.2006, 20:59
Ich kann es sehr gut verstehen, dass die Freundin diesen Brief geschrieben hat! Es muss kein Zeichen von Rache sein, sondern tiefste Verzweiflung und Verlustangst ihrerseits. Die Ehefrau darf ruhig wissen, was ihr Göttergatte WIRKLICH tut. Es ist auch unglaublich unfair, dass der Mann auf der einen Seite zwar die Geliebte hegt und pflegt, ihr Hoffnungen macht, in der entscheidenden Sekunde aber nicht den Mut hat, seiner Frau reinen Wein einzuschenken.
Offenheit und Loyalität schuldet der Mann beiden Frauen. Er darf sie nicht als Spielzeug benutzen. Verweigert er auf lange Sicht eine Entscheidung, braucht er sich nicht zu wundern, wenn für ihn entschieden wird. Ehrlich gesagt, als betrogene Ehefrau würde ich SEHR gerne wissen, was mein Mann so treibt. Wenn die beiden Damen schlau sind, jagen sie ihn beide zur Hölle! Verdient hat er es jedenfalls!!!
Beste Grüße - Maja

Lolalo
27.08.2006, 15:12
Wie auch immer ...

ich finde es höchst befremdlich, wenn in so einer Situation "Aussenstehende" - welche die Schreiberlinge hier nun mal sind! - den eigentlich Beteiligten "Rechte" und "Pflichten" zuteilen oder absprechen, über Menschen und ihre Gefühle WERTEN, URTEILEN und vor allem VERurteilen!

Sind die Gefühle einer "liebenden Ehefrau" MEHR wert, als die Gefühle einer "liebenden Geliebten"?

Ist Liebe nicht Liebe?

Ist eine Liebe MEHR wert als eine andere?


Geht es in dem Fall überhaupt noch um Liebe und ist Betrug = Liebe ?