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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : habe kinderwunsch, er nicht. Soll ich verheiratet bleiben?



Assnath
17.07.2006, 00:22
Hallo,
ich bin ganz neu hier im Forum. Ich hoffe, von Euch einige erhellende Gedanken zu bekommen.
Ich bin fast 37, in zweiter Ehe mit einem Mann verheiratet, der fünf Kinder hat. Diese fünf Kinder leben mit uns zusammen, und ich kümmere mich so gut es geht um sie. Ich möchte sehr gerne ebenfalls ein Kind oder, falls es noch möglich ist, zwei oder drei eigene Kinder haben.
Ich habe vor der Hochzeit vor 1,5 Jahren sehr klar gesagt, dass ich Kinder möchte. Aber er will nicht so recht... Es hat bis jetzt nicht geklappt, und bei der Fruchtbarkeitsbehandlung hindert er mich zwar nicht, aber unterstützen tut er mich auch nicht.
Wenn ich ihn verlasse, weiss ich nicht, ob ich einen anderen Mann zum Heiraten und Kinderkriegen finde. Aber ich will auch nicht mit einem Mann zusammenbleiben, wenn der mir nicht dazu verhelfen will, ein Kind zu bekommen.
Ich weiß nicht ob ich mit ihm zusammenbleiben soll. Was ratet ihr mir?
Beste Grüße,
Assnath.

N_i_c_k
17.07.2006, 00:56
Mach es doch so. (http://www.df7cb.de/stuff/Unser_Baby_ist_schwarz.jpg)

Inaktiver User
17.07.2006, 06:35
Hallo Assnaht,
Schau doch mal im 'Gebrauchter Mann..' oder 'Gehoeren Kinder ...' Strang, da gibt es seitenweise Diskussionen zu diesem Thema.

Viel Erfolg
Beachgirl

Inaktiver User
17.07.2006, 14:40
Assnath,

so ganz verstehe ich noch nicht.

Ihr verhütet nicht - d.h. doch, dass Dein Mann jedenfalls nichts gegen ein Kind hat.

Aber es hat (seit 1,5 Jahren?) noch nicht geklappt mit dem Kind.
Das ist nichts Besonderes - ein Jahr lang macht man sowieso keinen Aufstand - und in Deinem Alter ist die Wahrscheinlichkeit, dass es überhaupt nicht mehr klappt schon 25%. Das ist von der Natur aus nun einmal so.

Und jetzt möchtest Du eine Fruchtbarkeitsbehandlung - was für eine? Hat Dein Arzt irgendetwas gesagt, was angebracht wäre?
Bist Du denn schon untersucht worden, führst Du eine Temperaturkurve, um zu beurteilen, ob die 2 .Phase des Zyklus ggf. zu kurz ist ... ?

Und was genau erwartest Du von Deinem Mann? Woraus folgerst Du, dass er nicht so recht will?
Dass er eine aufwendige Fruchtbarkeitsbehandlung (in vitro) ablehnt - das könnte ich verstehen. Auch wenn er mit Dir Kinder möchte - das ist doch noch einmal etwas anderes. Sowieso hat eine solche Behandlung ja immer noch nur eine relativ kleine Erfolgschance.

Ich hätte nie einen Mann geheiratet, der keine Kinder möchte - insofern finde ich eine Trennung, weil der Kinderwunsch nicht passt, nicht abwegig.
Aber in Deinem Fall habe ich den Eindruck, dass Du Dich in etwas hineinsteigerst. Und hätte kein Verständnis, wenn Du Dich trennen würdest. Es sei denn, Du erklärst uns das noch genauer.

Gruß, Leonie

Inaktiver User
17.07.2006, 16:03
Hallo Assnath,
wie ich deinem Thread entnehmen kann, hat dein Mann dir schon vor Eheschließung gesagt, das er keine Kinder will?

Die Chance, jemanden zu etwas zu bewegen, was er nicht will, ist ziemlich aussichtslos.

Wenn der Wunsch so stark ist, hätte ich ihn nicht geheiratet.
Auf Dauer wird sowas frustrierend.

Was ist dir wichtiger?

Die Liebe zu deinem Mann oder ein eigenes Kind?
Dementsprechend würde ich entscheiden.

Assnath
18.07.2006, 11:36
Vielen Dank für Eure Nachrichten!

Im Forum "Der gebrauchte Mann" gibt es tatsächlich viele Beiträge dazu, und ich habe jetzt mal einiges gelesen, danke für den Tipp.

Tja... Ich habe vor der Hochzeit mehrfach so klar wie möglich gesagt, dass eine Heirat nicht in Frage kommt wenn er kein Kind will. Ich war so brutal-klar wie möglich, einfach, damit das wirklich ankommt. Und er hat es aber irgendwie nicht verstanden. Er hat es irgendwie nicht richtig "gehört", sondern ausgeblendet, runtergespielt.

Gut, wir verhüten nicht, aber wenn er, was in etwa drei bis vier Zyklen vorgekommen ist, an meinen fruchtbaren Tagen nicht mit mir schläft, dann ist das auch Verhütung.

Das, was er sagt, geht in beide Richtungen: manchmal hat er schon gesagt, dass er ein Kind mit mir will, dass es ein Mädchen sein sollte, welchen Namen sie haben könnte... aber er sagt eben auch anderes, er geht nicht zur Spermauntersuchung, er läßt mich allein zum Frauenarzt gehen. Morgen früh gehe ich ins Krankenhaus für eine Laparoskopie. Mal sehen, ob er mich hinbringt, besucht, etc., oder ob ich mich da wieder irgendwie allein fühle.

Soweit erstmal,
mit lieben Grüßen,
Assnath.

Inaktiver User
18.07.2006, 12:27
Was war eigentlich die Voraussetzung für die Ehe?
Liebe?
Oder die Funktion des Mannes als Samenspender?

Da schliess ich mich Annaengel im übrigen an.

Tante_Karla
18.07.2006, 13:17
Gut, wir verhüten nicht, aber wenn er, was in etwa drei bis vier Zyklen vorgekommen ist, an meinen fruchtbaren Tagen nicht mit mir schläft, dann ist das auch Verhütung.




Ist das denn Zufall oder Absicht?

Edelherb
18.07.2006, 13:20
@Assnath, ich finde, Du gehst mit Deinem Mann sehr hart ins Gericht.

Ich kann mich teilweise in Deine Situation einfühlen. Ich bin bei uns ebenfalls die, die ein Kind stärker will. Mein Freund tut nichts dagegen (praktischerweise hasst er auch Kondome), aber jeden Monat ist er froh, wenn es nicht geklappt hat (wir haben momentan auch wahrhaftig nicht die besten Umstände, aber wann hat man die...). Und so schade ich das finde: er hat genauso ein Recht darauf, wie ich auf meinen Kinderwunsch.

Ich überlege auch, es mal langsam untersuchen zu lassen. Ob mein Freund auch bereit wäre, ein Spermiogramm machen zu lassen, weiss ich noch nicht. Sicherlich hätte er Hemmungen.

Ich finde es jedenfalls einen Riesenunterschied, ob jemand überhaupt kein Kind will, oder nur nicht bereit ist, dafür große medizinische Taten in Kauf zu nehmen.

Ein Kinderwunsch ist kein Recht auf ein Kind, das gibt es nie im Leben.

Und Dein Ehemann hat auch keine Pflicht, mit Dir zu schlafen. Wenn er sich jetzt jedesmal an den fruchtbaren Tagen verweigern würde, wäre sicherlich eine Diskussion fällig. Aber so gelegentlich darf auch ein Mann nicht wollen.

Grüße,
Edelherb

Inaktiver User
18.07.2006, 13:33
Zumal der Ehemann bereits 5 Kinder hat, die mit im gemeinsamen Haushalt leben.

Dazu noch ein Zitat: "Wenn ich ihn verlasse, weiss ich nicht, ob ich einen anderen Mann zum Heiraten und Kinderkriegen finde. Aber ich will auch nicht mit einem Mann zusammenbleiben, wenn der mir nicht dazu verhelfen will, ein Kind zu bekommen."

Da würd ich mir ernsthaft überlegen, welchen Stellenwert Männer und namentlich dieser überhaupt haben. Nur als "Beschäler"? Ohne Recht auf einen freien Willen?
Da gibt es auch Samenbanken.

Zoidberga
18.07.2006, 16:32
Moment, bevor ihr sie völlig auseinander nehmt: Sie hat vor der Hochzeit klipp und klar gesagt, dass sie Kinder will - Da hätte er ebenso klipp und klar sagen müssen, "Ich nicht". Hat er aber nicht, also konnte sie davon ausgehen, dass er doch Kinder will. Was hat das denn mit "Samenspender" zu tun? Wieso wird sofort an der Liebe der Frau gezweifelt, wenn sie sagt, sie möchte Kinder? Man könnte doch genauso an der Liebe des Mannes zweifeln, der nicht bereit ist, ihr diesen offensichtlich sehr intensiven Wunsch zu erfüllen?

So eine Situation ist nicht einfach und schlichte Schuldzuweisungen bringen da meiner Meinung nach nichts.

Edelherb
18.07.2006, 17:00
@zoidberga: ich würde Dir zustimmen, wenn er wirklich gesagt hätte, dass er keine Kinder will.

Das kann ich aber hier bisher nicht herauslesen. Er besteht nicht auf Verhütung, hat lediglich ein paarmal während der fruchtbaren Tage nicht mit ihr geschlafen. Wofür es viele Gründe geben kann. Und vielleicht ist er auch nicht bereit, *alles* dafür zu tun, um noch irgendwie ein Kind zu bekommen (Hormone, künstliche Befruchtung etc.). Auch das kann ich verstehen. Aus diesen Tatsachen zu schliessen, dass er kein Kind will und man mal lieber eine Ehe auflöst, finde ich etwas gruselig. Da frage auch ich mich, welchen Stellenwert hier einerseits die Ehe und auf der anderen Seite der Kinderwunsch haben. Wenn der Kinderwunsch soviel wichtiger ist, als der Mann dazu, denke ich auch an Besamer.

Aber vielleicht meldet sich Assnath ja nochmal und teilt uns selbst mit, warum sie diese Schlüsse zieht.

Grüße,
Edelherb

Inaktiver User
18.07.2006, 18:01
interesante Diskussion :allesok:



Moment, bevor ihr sie völlig auseinander nehmt: Sie hat vor der Hochzeit klipp und klar gesagt, dass sie Kinder will - Da hätte er ebenso klipp und klar sagen müssen, "Ich nicht". Hat er aber nicht, also konnte sie davon ausgehen, dass er doch Kinder will



Also, das sehe ich ein wenig anders, wieso sollte er ein Rückzieher machen, wenn Sie kinder will und er nicht?
Ich denke, der, der was will, sollte die Konsequenzen ziehen.

Und gerade dann, wenn das ein sehr wichtiger wunsch ist, würde ich vor einer Eheschließung wissen woll, ob er sich da definitiv drauf einläßt.


Erinnert mich stark an langjährige beziehungen, wo manche Frauen das Ziel der Eheschließung sehen und sich wundern, das der Freund nicht auf die Idee kommt. Wenn sie ihn gefragt hätten, hätte er nicht nein gesagt, aber auch nicht Ja.

Wischiwaschi-Gerede ist das für mich, entweder man sagt ja oder nein, sich auf Wischiwaschi-Gerede in zwischenmenschlichen Beziehungs-Zielsetzungen zu verlassen, bringt i.d.R. nur Frust.

Auch wenn ihr Mann nicht verhütet, er läßt sie an den fruchtbaren Tagen zappeln, wahrscheinlich hat er mit fruchtbaren Tagen seine Erfahrung, da würde ich die Konsequenzen ziehen.

Was will ich? was ist oberste Priorität?
Einen Mann, den ich liebe!
Ein Kind und einen Mann, den ich liebe!


Alles Gute für die Bauchspiegelung, Daumendrück :blumengabe:

Inaktiver User
18.07.2006, 18:06
er läßt sie an den fruchtbaren Tagen zappeln,



Jetzt lassen wir die Kirche 'mal im Dorf. Drei oder vier Mal in 18 Monaten.

Assnath hat uns noch nichts geschrieben, was darauf hinweist, dass er kein Kind will. Nur nicht so dringend wie sie.

Gruß, Leonie

Zoidberga
18.07.2006, 19:33
"Sich auf Wischiwaschi-Gerede in zwischenmenschlichen Beziehungs-Zielsetzungen zu verlassen, bringt i.d.R. nur Frust."

Jawohl, das stimmt (und könnte übrigens in vielen Strängen hier stehen, finde ich)!
Das habe ich auch kritisieren wollen, ich meinte nicht, dass er sie nicht hätte heiraten sollen, sondern, dass er damals (wie sie) eine klare Ansage hätte machen müssen. Und jetzt übrigens auch. Da wir viel zu wenig über die Beziehung und die Umstände wissen, traue ich mich nicht, was Konkretes zu raten, außer: Redet mit einander! Je offener, umso besser.

Was Anderes: Warum steht das eigentlich unter "Treue und Lügen in der Liebe"???
Und noch was: Auch Männer, die noch keine Kinder haben und wirklich welche wollen, haben oft große Probleme mit einer Fruchtbarkeitsbehandlung, zumindest am Anfang. Und zwar nicht aus rationalen Gründen (Finanzierung, Chancen etc.), sondern weil es ihnen irgendwie Angst macht, dass an ihrer Männlichkeit gekratzt wird, dass ein Arzt das übernimmt, was eigentlich im heimischen Bett geschehen sollte etc. etc. Keine Ahnung, ob das auch hier relevant ist, wollte es nur mal angemerkt haben. Rein medizinisch steht übrigens bei 37 Jahren und 1,5 Jahren Üben tatsächlich eine Diagnose an und nicht mehr Warten.

Assnath
20.07.2006, 23:49
Danke für Eure Nachrichten!

Liebe Achhja: Die Voraussetzung für unsere Ehe war und ist Liebe. Aber wenn ein Mann mir 1000mal sagt, daß er mich liebt, aber kein Kind von mir will, dann glaube ich ihm kein Wort.

Liebe Tante_Karla: Er weiß ganz genau wann meine fruchtbaren Tage sind, und wenn er ausgerechnet dann nicht mir mir schläft, kann ich das wirklich nur als Absicht verstehen. (Sonst ist er nämlich kein Abstinenzler)

Liebe Edelherb: Ja, ein Kinderwunsch ist kein Recht auf ein Kind, das ist mir klar. Ein Kind ist nur mein großer Wunsch. Aber wie ein Mann eine damals 35jährige Frau heiraten kann die klipp und klar sagt, dass sie Kinder will und dass für sie Verhütung nicht in Frage kommt, und der dann eben mit "erst mal warten" und "später vielleicht" kommt, das will mir auch nicht einleuchten.

Liebe Zoidberga: Danke für Deine warmen Worte. Sie tun mir gut... Manche zweifeln an meiner Liebe, aber ich zweifele eben an der seinen. "Liebe ist Geben", daran glaube ich, und er gibt eben nicht so wie ich erhoffte.

Liebe Annaengel: Gute Gedanken, danke! Danke auch für die guten Wünsche zur Bauchspiegelung. Deinen Worten "sich auf Wischiwaschi-Gerede in zwischenmenschlichen Beziehungs-Zielsetzungen zu verlassen, bringt i.d.R. nur Frust" stimme ich 100%ig zu. Ich hab halt gedacht, ich hätte Klartext geredet, aber bei ihm kam es nur wie Wischiwaschi an.

Vielleicht bin ich in das falsche Forum geraten, was mir nicht klar war, als ich das allererste mal postete. Soll ich umziehen? Irgendwie schien es mir damals der Titel "Über Treue und Lügen" passend.

Die Bauchspiegelung war gestern früh, bis heute mittag war ich im Krankenhaus. Es ist alles ganz normal und in Ordnung, und nichts musste operiert worden. Dafür bin ich dankbar. Und ich hoffe, dass jetzt die Hormone helfen...

Mit lieben Grüßen,
Assnath.

Inaktiver User
21.07.2006, 12:30
:allesok:
freut mich, das bei der Bauchspiegelung alles in Ordnung war.

Genesungswünsche :blumengabe:

Edelherb
21.07.2006, 13:02
@assnath;



Ja, ein Kinderwunsch ist kein Recht auf ein Kind, das ist mir klar. Ein Kind ist nur mein großer Wunsch. Aber wie ein Mann eine damals 35jährige Frau heiraten kann die klipp und klar sagt, dass sie Kinder will und dass für sie Verhütung nicht in Frage kommt, und der dann eben mit "erst mal warten" und "später vielleicht" kommt, das will mir auch nicht einleuchten.



Was mir noch nicht ganz klar ist: hast Du das vorher, also vor der Hochzeit, angekündigt und er hat es zur Kenntnis genommen? Oder habt ihr eine echte zweiseitige Vereinbarung gehabt? Hat er jemals mehr dazu gesagt als "jaja" und "mal sehen" (sinngemäß)?

Seit wann sagt er "erst mal warten"? Schon vor der Hochzeit oder jetzt erst?

Grüße,
Edelherb

Assnath
21.07.2006, 18:44
Annaengel, danke für die Genesungswünsche.

Edelherb, wir haben vor der Hochzeit mehrmals darüber gesprochen. Und ich habe jedesmal klar gesagt, dass ich mir Verhütung - welche auch immer - nicht vorstellen könne, und dass ich eben hoffe Kinder zu bekommen.
Er nahm es zur Kenntnis, kam dann aber immer wieder an mit Sätzen wie "es gäbe ja auch sanftere Verhütungsmethoden als die Pille, falls ich keine Hormone schlucken wolle"; ich hatte jedoch klar gesagt dass ich mir Verhütung generell nicht vorstellen kann.
Oder er schlug vor, erst mal 1, 2 oder 3 Jahre zu warten, bis unsere Ehe gefestigt sei, und dann eben die Verhütung wegzulassen.
Ich habe auch das abgelehnt.

Wir waren bei einer Mediatorin, da kam klar raus, dass
1. wir uns entscheiden müssen und dann je nachdem die Konsequenzen ziehen müssen,
2. und er Ängste hat, weil hat bei seinen fünf Kindern das so lief, dass die (psychisch kranke) Mutter ihn verlassen hat, und er sich allein um die Kinder kümmern mußte. Dass diese Angst bei mir aber nicht bestehen müßte, weil ich eben gesund und normal sei.

Beste Grüße,
Assnath.

sandfloh
23.07.2006, 19:44
Wir waren bei einer Mediatorin, da kam klar raus, dass
1. wir uns entscheiden müssen und dann je nachdem die Konsequenzen ziehen müssen,
2. und er Ängste hat, weil hat bei seinen fünf Kindern das so lief, dass die (psychisch kranke) Mutter ihn verlassen hat, und er sich allein um die Kinder kümmern mußte. Dass diese Angst bei mir aber nicht bestehen müßte, weil ich eben gesund und normal sei.

Beste Grüße,
Assnath.



Hallo Assnath,

wenn ich das alles richtig gelesen habe, hat es aber eine solche Entscheidung nicht gegeben, oder? Du hast zwar klar deinen Kinderwunsch geäußert, er hat aber nicht klar "Ja" oder "Nein" gesagt.

Das ist natürlich eine schwierige Situation, weil ihr beide mit euren ganz eigenen Wünschen, Vorstellungen und auch Hoffnungen in die Ehe gegangen seid. Du hattest sicherlich die Hoffnung, dass aus seinem Zögern ein klares "Ja" für ein Kind wird, und er hatte vielleicht die Hoffnung, dass es entweder nicht funktioniert oder aber du den Kinderwunsch aufgibst oder zurückstellst.

Und auch wenn man in vielen Bereichen des Lebens einen Kompromiss finden kann, bei der Kinderfrage gibt es den nicht.

Du schreibst, du hättest ihn nicht geheiratet, wenn er ganz klar gegen ein Kind gesprochen hätte. Um es mal hart zu formulieren: Wenn er sich nie klar geäußert hat, sondern eigentlich immer seine Zweifel im Vordergrund standen, dann hätte deine konsequente Entscheidung eigentlich gegen den Mann ausfallen müssen, denn du hättest für dich ein klares "Ja" gebraucht. Du hattest aber sicherlich gute Gründe, ihn zu heiraten und liebst ihn, deshalb war dir diese Konsequenz nicht möglich.

Und selbst wenn er sich mit Begeisterung für ein Kind entschieden hätte, aber aus irgendwelchen medizinischen Gründen würde es nie funktionieren, auch nach verschiedenen Behandlungen...was wäre dann?

Und mal unabhängig vom "Wollen" - er hat bereits fünf Kinder bzw. IHR habt sie, denn du kümmerst dich bereits um sie...ich als pragmatischer Mensch denke da auch ein bisschen an die Finanzen. Haut das hin?

Es ist ein schwieriges Thema und in der Form gerade in der letzten Zeit häufig hier diskutiert worden, und ich glaube, eine Lösung, mit der beide gut leben können, gibt es kaum. Denn einen Menschen zu verlassen, obwohl man ihn liebt, um einen sehr ungewissen Weg zu gehen - mit Mitte 30 einen neuen Mann zu finden, der nicht nur Erzeuger, sondern auch liebender Vater sein will... - das ist eine harte und schwierige Entscheidung. Sonst hättest du sie vor der Hochzeit bei dieser ungewissen Situation eigentlich treffen und deinen Weg gehen müssen.

sandfloh

annika
23.07.2006, 20:17
hallo,

da ich in einer ähnlichen situation bin, kann ich deinen wunsch gut verstehen. trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, sind mir einige deiner aussagen unklar:

Zitat] Diese fünf Kinder leben mit uns zusammen, und ich kümmere mich so gut es geht um sie.

[/quote]

was heißt: so gut es geht?
und
diese fünf kinder könntest du für ein mögliches, zukünftiges eigenes kind verlassen?





Die Voraussetzung für unsere Ehe war und ist Liebe. Aber wenn ein Mann mir 1000mal sagt, daß er mich liebt, aber kein Kind von mir will, dann glaube ich ihm kein Wort.




wie hätte er es denn dann formulieren müssen, damit du es glaubst?

grüsse annika

Assnath
16.09.2006, 23:58
hallo,
nach einigen Wochen Abstinenz bin ich wieder da. Danke für alle Eure Gedanken!

Mein Mann hat in den letzten Monaten wirklich eine andere Richtung eingeschlagen. Ich glaube, dass könnte damit zusammenhängen, dass das schwanger-werden schwierig war und ich eine Fruchtbarkeitsbehandlung brauchte. Dadurch wurde das ganze zu einem "gemeinsamen Projekt". Er wünscht sich nun ein gemeinsames Baby.

Ich hatte also in etwa drei Zyklussen eine Hormonbehandlung, die aber nichts gebracht hat. Ich war auch im Krankenhaus für eine Bauchspiegelung, die ergeben hat, das alles normal ist.
In diesem Zyklus konnte ich keine Hormone nehmen, weil wir im Urlaub waren. Und nun ist meine Periode seit 5 Tagen überfällig. Wenn Sie morgen, am Sonntag, nicht kommt, sollte ich mir am Montag wohl mal einen Schwangerschaftstest besorgen...
Ich halte Euch auf dem laufenden,
mit bestem Gruss,
Assnath.

Assnath
26.09.2006, 00:36
Hallo,
wie versprochen, wollte ich Euch auf dem laufenden halten: Meine Mens ist leider gekommen, ich nehme wieder Hormone.
Beste Grüße,
Assnath.

RoteRosen
26.09.2006, 12:32
Jetzt habe ich diese ganze Diskussion mehr oder weniger amüsiert verfolgt. Darf ich mal die Frage stellen, wer diesen ganzen Kindersegen finanzieren soll? Wie kann man einem Mann, der schon fünf hungrige Mäuler nebst Ehegattin zu stopfen hat, noch ein weiteres zumuten? Und wahrscheinlich lebt die glückliche Familie in einer 3-Zimmer-Wohnung und wird zur Finanzierung der Haushaltskasse von der Super-Nanny und RTL aufgesucht.
Immer noch besser als zum Staat zu rennen.
Falls es noch niemand mitbekommen hat: die Welt ist überbevölkert und irgendwo in Afrika ist ein Kind, daß seine Eltern an AIDS verloren hat. Ob die sich vor der Heirat auch gefragt haben, ob ein Kinderwunsch vorhanden ist?

Assnath
26.09.2006, 23:19
RoteRosen,
Dein Beitrag ist ziemlicher Mist.
Wir haben beide Universitätsabschlüsse, arbeiten, und liegen weder Staat noch RTL auf der Tasche.
Klar, die Welt ist überbevölkert. Müssen wir deswegen verzichten, Kinder in die Welt zu setzen? Wir versuchen, unsere fünf Kinder zu fröhlichen und gesunden Menschen heranzuziehen, die in dieser Welt einen guten Beitrag leisten, Menschen helfen, der Gesellschaft dienen, etc.
Es tut mir leid um die Waisen in Afrika. Warum ich deswegen auf Kinder verzichten sollte, ist mir jedoch schleierhaft. (Deine Argumentation klingt genauso bescheuert wie: Iss Deinen Teller auf, denn die armen Kinderlein in Afrika wären froh wenn sie so einen leckeren Spinat hätten.)
Assnath.

Suburban_tribe
27.09.2006, 14:17
assnath,

laß dich nicht verunsichern. roterosens beitrag ist ziemlich weit daneben...

Inaktiver User
27.09.2006, 15:53
hallo,

da ich in einer ähnlichen situation bin, kann ich deinen wunsch gut verstehen. trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, sind mir einige deiner aussagen unklar:

Zitat] Diese fünf Kinder leben mit uns zusammen, und ich kümmere mich so gut es geht um sie.



was heißt: so gut es geht?
und
diese fünf kinder könntest du für ein mögliches, zukünftiges eigenes kind verlassen?


[/QUOTE]

Hallo assnath,

diese Frage blieb unbeantwortet und ich ehrlich gesagt auch über Deine Aussage gestolpert. So gut es geht? Heisst das, Du kommst nicht so klar aber möchtest dennoch quasi ein 6.?

Gruß,
Scarlett

RoteRosen
27.09.2006, 17:34
Genau das ist doch der Punkt. Die ersten fünf Kinder müssen sich mit der - möglicherweisen - Scheidungssituation auseinandersetzen, leben bei einer neuen Mutter und, wie es zu lesen ist, so gut es geht. Andererseits gibt es doch genügend Männer, die mit einer Frau Kinder haben möchten. Also, stellt sich diese Frage doch überhaupt nicht. Außerdem, Frauen in Afghanistan oder in Afrika bekommen einfach Kinder angedreht, ob sie wollen oder nicht, dürfen sie jedes Jahr ein Kind gebähren. Und wir europäischen Frauen schreiben die Früchte der Emanzipation ab? Also, meine Meinung ist kurz und knapp: Scheidung, eine neue Beziehung aufbauen und Mutter sein mit 40 ist heute keine Schande mehr.

Und los: bitte attackiert mich, aber in Deutschland gibt es immer noch Meinungsfreiheit.

Assnath
27.09.2006, 21:43
Danke, Suburban_tribe, für die Unterstützung!

Scarlett39, warum habe ich "so gut es geht" geschrieben? Es geht mit den Kindern eigentlich ganz gut. Manchmal gibt es mit einem einen Konflikt, aber normalerweise mögen wir uns und verstehen uns gut.
"So gut es geht", damit meine ich zum Beispiel, dass diese Kinder wenig Zärtlichkeit gewohnt sind, ich sie aber gerne geben möchte, schon allein weil meine Mutter eine sehr zärtliche ist, und da habe ich noch kein Lösung gefunden, die mir 100%ig gefällt.
So gut es geht", das heißt, dass es eben nicht meine eigenen Kinder sind, dass ich sie nicht so gut kenne, wie man sein Kind kennt, dass uns viele Jahre an gemeinsamem Leben und gemeinsamen Erfahrungen fehlen.
"So gut es geht" heißt, dass sie anders erzogen wurden als ich erzogen wurde oder als ich sie erzogen hätte; sie sind prachtvoll, aber auch ein bißchen "verwildert", und sie haben sicherlich auch Schaden daran genommen, dass ihre Mutter sie nicht haben wollte und verlassen hat.
Es geht im allgemeinen gut, ich wünschte mir nur es wäre etwas herzlicher.

Ob ich sie für ein eigenes Kind verlassen würde? Ach, diese Frage stellt sich eigentlich nicht. Es geht mit meinem Mann jetzt sehr gut, nachdem die Anpassungsschwierigkeiten das erste Ehejahr ganz schön stürmisch gemacht haben. Wir sind nun schon eineinhalb Jahre verheiratet, und es wird immer besser, zwischen uns, mit den Kindern, und mit der Atmosphäre im Haus.

Beste Grüße,
Assnath.

Inaktiver User
28.09.2006, 18:56
Dankeschön fürs Antworten, Assnath!

Was meinst Du - kämen die Kinder mit einem Nachwuchs klar?

Grüße,
Scarlett

Assnath
28.09.2006, 23:10
Danke, Scarlett39, für die netten Worte.

Ob die Kinder mit einem kleinen Geschwisterchen zurechtkämen? Ich glaube schon. Die zweitjüngste (13jährig) wünscht sich, dass wir ein Kind bekommen, und die anderen würden sich sicherlich auch freuen und es liebhaben, da habe ich keine Zweifel. Den jüngsten (11jährig), der ein richtig typisches Nesthäkchen mit typischen Nesthäkchen-Allüren ist, würde es ein bißchen vom Sockel stürzen, aber das würde (mir zumindest) nichts ausmachen...

Die Mutter der Kinder ist, glaubt mein Mann, eifersüchtig, und versucht uns auf verschiedene Weise zu stören. (Es war sie, die meinen Mann verlassen hat und die Scheidung wollte. Mein Mann und ich lernten uns übrigens erst nach der Scheidung kennen.) Ein Kind würde hier auch noch einmal einen Akzent setzen, genau wie auch ein Umzug in eine andere Wohnung, die wir suchen, klar machen würde, dass hier etwas Neues entstanden ist, eine neue Familie.

So weit für heute,
beste Grüße,
Assnath.