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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Karies unter der Brücke



Nina49
13.07.2006, 23:11
Hallo, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Hatte im Urlaub Zahnschmerzen
und war jetzt beim Zahnarzt, der mir eröffnet hat, dass unter der Brücke an
beiden Brückenpfeilern massiv Karies ist, hab heute eine Wurzelbehandlung bekommen
und wenn alles gut geht bekomme ich eine neue Brücke.
Auf meine Frage, ob man das nicht hätte früher feststellen können, sagte mein
Zahnarzt, wenn man keine Schmerzen hat, wäre das schwer möglich.

Dazu muss ich sagen, ich gehe seit Jahren zweimal im Jahr zu Kontrolle, hatte vor
einem Jahr ein Röntgenbild vom gesamten Gebiss und vor zwei Monaten eine professionelle Zahnreinigung- und keiner hat etwas gemerkt.

Gibt es wirklich keine Möglichkeit (außer röntgen) zu kontrollieren, ob unter
der Brücke alles in Ordnung ist.
Würde mich freuen, wenn mir jemand einen Rat geben könnte.

Im voraus schon mal danke Nina

Noodie
14.07.2006, 10:47
Das hatte ich auch. Das Problem mit den Brücken ist dass sie vieles abschirmen - was unter der Brücke ist kann man auf dem Röntgenbild nicht erkennen.

Inaktiver User
23.10.2006, 16:51
Kenn ich auch. Bin regelmäßig zur Kontrolle gegangen und auf einmal löste sich die ganze Brücke. Darunter war Karies. Ärgerlich, aber wohl nicht zu vermeiden.

Pragma03
23.10.2006, 18:36
Hallo,

glaube, dass es wirklich schwierig ist, UNTER der Brücke genau festzustellen, ob Karies vorhanden ist. Eine gute Prophylaxe ist, dass man sich so ein Zahnzwischenraumbürstchen kauft und JEDEN Abend unter der Brücke eine Säuberungsaktion startet. Da sammelt sich ansonsten sehr viel Müll an und die Bakterien arbeiten natürlich frisch und fröhlich vor sich hin. Denn mit der Zahnbürste kommst du da ja nicht weit.

Probier´s jetzt einfach mal. Wenn du jetzt eine neue Brücke bekommst, lohnt es sich, gleich damit anzufangen. Viel Erfolg :lachen:.

Schönen Abend ...
pragma03

Inaktiver User
03.02.2007, 14:14
Hallo,
ich hatte das gleiche Problem mit meiner Bruecke. Allerdings war es bei mir so, das ich von Anfang an Probleme hatte, immer wieder tat der hintere Zahn - finden konnte man nichts. Bis ich letztes Jahr im Sommer erneut Zahnschmerzen bekomme habe und man feststellte dass sich die Bruecke am hinteren Zahn gelockert hat und eine fette Karies darunter war. Die Bruecke musste raus und der hintere Zahn musste wurzelbehandelt werden. Nun habe ich eine neue Bruecke bekommen und befuerchte, dass das gleiche Spiel mit dem vorderen Zahn losgeht. Hatte Tage nach dem Einsetzen noch Zahnschmerzen, das ist nun zwar besser geworden aber empfindlich ist er immer noch und es sind nun schon ca 6 Wochen vergangen..
Ciao, Lizy

Anastasia1960
03.02.2007, 16:53
Ein Bekannter hatte MASSIVSTE Zahnschmerzen unter der Krone. Er ging auch 2 x jährlich zur prof. Zahnreinigung.
Sein Zahnarzt konnte auf dem Röntgenbild NICHTS Ungewöhnliches erkennen.

Er tippte auf nächtliches Zähneknirschen welches die Schmerzen auslösen könnte. Er bekam eine schmerzstillende Spritze.
Am nächsten Tag (Samstag) wurden die Schmerzen noch schlimmer. Er ging zum Zahnärztlichen Notfalldienst, auch dieser konnte absolut nichts finden. Auch er machte eine Röntgenaufnahme. Die Ränder der Krone waren dicht.
Am folgenden Montag war er wieder mit unerträglichen Schmerzen bei seinem Zahnarzt und bestand daruf, dass man die Krone aufbohrte. Und siehe da, ein fürchterlicher Gestank erfüllte den Raum. Der Zahn war unter der Krone angefault. Wurzelbehandlung erfolgte....usw usw. immerhin ist er jetzt schmerzfrei, aber die Behandlung ist noch nicht abgeschlossen....

Miramele
05.02.2007, 11:01
Hallo Lizy,

Immerwieder extrem ärgerlich, aber leider nichts ungewöhnliches für mich. Als Zahntechnikerin, die letzten Jahre bei einem Top-Zahnarzt beschäftigt, kommen einem solche Fälle immer wieder unter. Einfach gesprochen, hat dein Zahnarzt den Pfeilerzahn nicht ausreichend von Kariesherden gesäubert oder die Kronenränder waren nicht dicht! das wird dein ZA kaum eingestehen und da kann man auch schlecht gegen angehen.
Bei Wackelkandidaten-Zähnen hat sich bei uns in der Praxis die Methode Langzeitprovisorium profiliert. Eine Brücke z.B. über Zähne die wurzelbehandelt wurden oder so eben noch dran vorbei gekommen sind, wird mit einer einfachen, aber dicht sitzenden kunstoffummantelten Brücke versorgt, die zur Kontrolle runtergenommen werden kann und bis zu einem Jahr im Mund verbleibt.

Leider kann man auf Röntenbildern nicht unter die Kronen gucken, das wäre schön!!

Inaktiver User
05.02.2007, 13:56
Hallo Miramele,

danke fuer deine Antwort! Sehr informativ!
Man hat ja selbst nicht genug Ahnung von der Zahnmedizin und fuehlt sich manchmal auch etwas ausgeliefert.. Gut etwas Insider Wissen zu bekommen ;-)

Viele Gruesse, Lizy

jobohrer
08.02.2007, 13:06
Hallo ,

ich habe ungefähr 15 Jahre Praxis gebraucht, um jetzt einigermaßen sicher eine Karies unter einer Krone zu finden. Einigermaßen heißt, dass mir grob geschätzt nur jede 3. Karies entgeht.

Ein durchgehendes Problem zeigt sich bei näherer Betrachtung des Öfteren: unbemerkt löst sich ein Brückenanker. Dann geht es dem Zahn dadrunter ganz rasant an den Kragen. So schnell wie dann die Karies rennt, kommt man als Behandler kaum mit. Das ist ja auch kein Wunder: Zahnbeläge, die keiner Hygiene zugänglich sind wachsen ungebremst im Spalt zwischen Krone und Stumpf, werden der Pumpeffekt ständig mit Nährstoffen versorgt und können machen, was sie wollen.

Dabei kann ein Brückenanker in 2 Monaten komplett zermatscht werden.

Viele Grüße

Joachim Wagner
www.zahnfilm.de

Inaktiver User
19.05.2007, 16:49
Hallo,
weiter oben hatte ich von meinen Brueckenerlebnissen geschrieben.. Mittlerweile ist der Zahn wurzelbehandelt und mein ZA hat erkannt (oder zugegeben), dass die Bruecke nicht richtig angepasst war, sprich, es gab einen minimalen Spalt. In drei Monaten werde ich eine neue Bruecke bekommen, die Kosten traegt der Zahnarzt. Es ist zwar aergerlich dass ich monatelang mit Schmerzen rumlief, eh die Praxis einsah, dass die Bruecke nicht ok war, aber letztendlich bin froh, dass ich keine Folgekosten tragen muss und es doch noch gut ausging.
Gruesse, Lizy