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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie fühlt sich der oder die Betrügende ?



Engelchen79
10.07.2006, 14:31
Hallo Ihr Lieben...
Ich habe hier schon einiges darüber gelesen, wie sich die oder der Geliebte fühlt und wie sich die oder der Betrogene fühlt.

Ich habe jedoch noch nicht allzuviel über den Betrügenden gelesen.

Was geht in einem vor, wenn man den Menschen, den man eigentlich liebt betrügt. Oder ist es so, dass man den Menschen gar nicht mehr liebt, wenn man ihn betrügt ? Wird man nicht dabei von seinem Gewissen aufgefressen oder ist einfach nur der Reiz an der Sache ?

Hat man immer die Angst, dass irgendwann alles auffliegt oder lässt man es irgendwann drauf ankommen, dass es auffliegt ?

Und wie ist es, wenn die Affäre beendet ist, führt ihr dann wieder eine ganz normale Ehe / Beziehung wie vorher auch ? Oder ist man danach immer auf der Suche nach einem neuen Abentheuer ? Schreibt bitte alles, was ihr zu diesem Thema zu berichten habt. Ich freue mich ...

Cariad
10.07.2006, 14:39
Freddy hat es gewusst:



I'm just the pieces of the man I used to be
Too many bitter tears are raining down on me
I'm far away from home
And I've been facing this alone
For much too long

I feel like no-one ever told the truth to me
About growing up and what a struggle it would be
In my tangled state of mind
I've been looking back to find
Where I went wrong

Too much love will kill you
If you can't make up your mind
Torn between the lover
And the love you leave behind
You're headed for disaster
'cos you never read the signs
Too much love will kill you
Every time

I'm just the shadow of the man I used to be
And it seems like there's no way out of this for me
I used to bring you sunshine
Now all I ever do is bring you down

How would it be if you were standing in my shoes
Can't you see that it's impossible to choose
No there's no making sense of it
Every way I go I'm bound to lose

Too much love will kill you
Just as sure as none at all
It'll drain the power that's in you
Make you plead and scream and crawl
And the pain will make you crazy
You're the victim of your crime
Too much love will kill you
Every time

Too much love will kill you
It'll make your life a lie
Yes, too much love will kill you
And you won't understand why
You'd give your life, you'd sell your soul
But here it comes again
Too much love will kill you
In the end...




Grüße, Cariad

Inaktiver User
10.07.2006, 14:44
Hallo Engelchen,

es kommt immer darauf an, aus welcher Motivation man betrügt.

Wie habe ich mich gefühlt, als ich meinen Ex-Mann betrogen habe. Frei und glücklich. Ich hatte das Gefühl, endlich wieder zu leben. Den ganzen Beziehungsschei** einfach mal zu vergessen.

Ich war recht leichtsinnig, manchmal denke ich, mein Ex muss etwas geahnt haben und wollte es nicht wissen. Er hat es mir sehr leicht gemacht, mich immer wieder für ein Wochenende aus dem Familienleben auszuklinken. Mir war alles so egal, dass ich nicht besonders vorsichtig war. Ich hatte nie ein schlechtes Gewissen.

Ich habe meine Ehe und diese Affäre gleichzeitig beendet. Ich war wütend auf meinen Ex-Mann. Dass er sich so mies verhalten hat, dass es so weit kam, ihn zu betrügen. Ich war nie stolz darauf. Aber ich kann auch nach ein paar Jahren noch sagen, dass mir diese Zeit der Affäre unheimlich gut getan hat. Es war das Beste, was ich für mich in diesem Moment tun konnte. Und es war verdammt guter Sex :freches grinsen:

Inaktiver User
10.07.2006, 16:15
In meinem Fall, ich bin diejenige, die betrügt, ist es so, dass ich sehr wohl unter einem extrem schlechten Gewissen leide, dieses versuche ich aber auszublenden, so weit es eben geht.

Trotzdem ist es mir möglich, weiterhin eine normale Ehe zu führen, mit allem, was dazu gehört....

Cryforhelp

Kraaf
10.07.2006, 16:34
Hi Engelchen,

*klickst* du hier (http://www.brigitte.de/forum/showflat.php?Cat=0&Board=51&Number=2025736&Forum=A ll_Forums&Words=kraaf%20verliebt%20liebe%20rausch& Match=And&Searchpage=0&Limit=25&Old=1year&Main=200 9468&Search=true#Post2025736) und hier. (http://www.brigitte.de/forum/showflat.php?Cat=0&Board=Beziehungstheater&Number= 1785072&Forum=All_Forums&Words=kraaf%20verliebt%20 liebe%20rausch&Match=And&Searchpage=0&Limit=25&Old =1year&Main=1784826&Search=true#Post1785072)

Meine Erfahrung bzw. mein Erleben.

nettes Grüssle
Kraaf

Inaktiver User
10.07.2006, 17:32
Wie fühlt sich der oder die Betrügende ?

Ich weiß es nicht, kann mir aber vorstellen, das der oder die gar nix fühlt, denn zum Fühlen müsste das Gehirn an sein, das passt aber dann nicht zum Betrügen....hach wie verfahren.. :zahnschmerzen:

Tante_Karla
10.07.2006, 17:47
Was geht in einem vor, wenn man den Menschen, den man eigentlich liebt betrügt. Oder ist es so, dass man den Menschen gar nicht mehr liebt, wenn man ihn betrügt ? Wird man nicht dabei von seinem Gewissen aufgefressen oder ist einfach nur der Reiz an der Sache ?




Was geht in einem vor? Schwierig zu erklären, ich war damals eigentlich die ganze Zeit "zerrissen". Einerseits total glücklich weil total verliebt und andererseits total unglücklich, weil ich wusste, dass ich da gerade eine ziemlich miese Nummer abziehe.

Ja, das schlechte Gewissen war höllisch und ich wusste, wenn ich es ihm sage, ist das das Ende der Beziehung. Gleichzeitig wusste ich, dass ich es ihm irgendwann sagen MUSS weil ich nicht mit so einer Lüge eine Beziehung weiterführen kann und weil er es nicht verdient hat, angelogen und betrogen zu werden.

Rückblickend glaube ich sagen zu können, dass mir sowas nie nie wieder passiert.

EvaFee
10.07.2006, 21:39
Mir ging es ziemlich so wie Tante_Klara!

Soo verliebt und glücklich und sooo ein schlechtes Gewissen. Und dann fand ich es ganz merkwürdig, dass ich meinem damaligen Freund nicht davon erzählen konnte, wie es mir gerade geht.
Und das ganze verbunden mit dem Satz "das hat mit dir nichts zu tun". Ich habe wirklich so empfunden.

Und heute kenne ich auch die Gründe: in Wirklichkeit hatte ich mich aus der Beziehung zu meinem Freund längst verabschiedet, wollte / habe eher eine Freundschaft gelebt.

Und trotzdem: auch ich bin mir sicher: so etwas tue ich nie mehr. Ich will nie mehr die Menschen, die mir am wichtigsten sind so hintergehen und ich will nie mehr so unglücklich sein!

... und jetzt habe ich endlich gefunden, auf welcher CD von Queen "too much love will kill you" ist: made in heaven.
(damals gabs noch richtige Musik! - oder eben damals gerade nicht mehr :heul:)

Ypnowoman2
10.07.2006, 22:33
wie fühlt sich die Betrügende? ich fühlte mich schlecht. Ich war stinkwütend auf mein Mann weil er mich so weit gebracht hatte, dass ich ihn betrügen musste - so war meine Einstellung damals. Blödsinn, aber man ist erst später schlauer.
Und mir ging es gleichzeitig verdammt gut. Weil ich mich wieder lebendig und "Frau" fühlte.
Gewissensbisse? Keine Spur. Ich hatte meinen Mann deutlich gewarnt, er hat mir aber leider nicht geglaubt.
Bei mir ist der Fall aber anders, weil ich mir einen Lover gezielt gesucht habe, also spielte Verliebtheit keine Rolle. Und weil ich ihn benutzt habe um wieder Energie zu haben um an meiner Ehe zu arbeiten. Das war zwar ein alternativer Weg, aber er war für mich der richtige. Es wieder tun? Nein, weil es mich von meinem Mann arg entfremdet hat und das war das Schwierigste an den ganzen Prozess. Es hat aber was Gutes gehabt: ich habe das Vertrauen und den Respekt in den meisten verheirateten Männer verloren, und das macht sie für mich auf sexueller Basis komplett uninteressant.

Thea35
11.07.2006, 03:00
man fühlt sich vom Partner unabhängig(er), wobei ich im nachhinein erkannt habe, was bei uns im argen lag, er hatte mich vorher unsäglich verletzt, und mit dem Betrügen, habe ich meine eigene Mitte wiedergefunden, ihn nicht mehr so (lebens)-wichtig empfunden, mich von ihm nicht "abhängig" gefühlt...allerdings lief das alles eher unbewusst ab, viel später habe ich das erkannt, wie fremd er mir in dieser Zeit war, wie distanziert unsere ganze Beziehung, obwohl auf oberflächlicher Ebene gut...also bei uns war es eindeutig ein nicht offen ausgetragener Konflikt, und ich würde es niemals wieder tun ! Ganz sicher bin! denn erst heute ist mir so richtig bewusst, was ich ihm damit angetan habe, und das war es definitiv nicht wert......für mich ein Lernprozess (den ich allerdings für immer für mich behalte) und auch die Erkenntnis, dass eine täglich gelebte Liebe niemals zu einem Seitensprung führen würde, sondern vorher schon eine Entfremdung eingetreten ist...und das ist eben Beziehungsarbeit, jeden Tag aufs neue und ich werde die entstandene Intimität, Nähe, Geborgenheit und Sicherheit ganz sicher nicht mehr aufs Spiel setzen....ich hab mich selten so lebendig gefühlt....

Thea

Inaktiver User
11.07.2006, 15:59
wie fühlt sich die Betrügende? ich fühlte mich schlecht. Ich war stinkwütend auf mein Mann weil er mich so weit gebracht hatte, dass ich ihn betrügen musste - so war meine Einstellung damals. Blödsinn, aber man ist erst später schlauer.

Hut ab davor, dass Du wenigstens noch die Einsicht hattest, dass diese Einstellung wirklich der größte Blödsinn ist. Das schaffen nur wenige das zu erkennen. :allesok:

Inaktiver User
11.07.2006, 23:01
Hi,
ich habe mich nicht wirklich schlecht dabei gefühlt. Ich hatte Angst erwischt zu werden, aber aus ganz anderen Gründen, als viele andere Betrügende.

Ich habe mich dabei im Großen und Ganzen wohl gefühlt und dadurch mir selber eingestanden, dass das Leben zu kurz ist, um etwas zu akzeptieren das man nicht hinnehmen muß.

Ich denke die Beweggründe sind entscheident dafür wie man sich fühlt.
Erst als ich mich trennte hatte ich ein schlechtes Gewissen, aber jetzt geht es mir richtig gut. :jubel:
Und bin froh das ich dadurch zu mir selbst gefunden habe.

Grüsse
Moncheri :blumengabe:

Inaktiver User
11.07.2006, 23:44
Ich bin immernoch der Meinung, wer betrügt, liebt keinen von den beiden. Weder den Betrogenen noch den Geliebten (wer hat eigentlich dieses Wort erfunden. In "Geliebter" steckt doch das Wort Liebe drin), wenn er sich zu keiner der beiden Seiten bekennt und Entscheidungen trifft.

Kommt mir jetzt nicht wieder damit, man liebt ANDERS oder was weiß ich. Betrug ist Betrug. Ob mit schlechtem Gewissen oder ohne.

Es ist purer Egoismus. Hauptsache, dem Betrügenden geht es gut dabei.

Und wer sich schlecht dabei fühlt - ja, mein Gott, dann muss man was an seinem Leben ändern. Zumindest Farbe bekennen.

Ich glaube, eigentlich haben die Betrüger keine weiteren Probleme als die, wie sie ihr Bedürfnis nach...was weiß ich, was - es gibt ja da wohl verschiedene Gründe...stillen können.
Wer wirklich richtige Probleme hat, der hat auch keinen Sinn für irgendwelche Betrügereien.

Inaktiver User
12.07.2006, 09:10
"Wer wirklich richtige Probleme hat, der hat auch keinen Sinn für irgendwelche Betrügereien."
__________________________________________________ ____

... oder gerade weil man richtige probleme hat, ist man empfänglich für eine affäre, für einen anderen mann, für "urlaub vom alltag"...

Inaktiver User
12.07.2006, 09:12
"Ich habe mich dabei im Großen und Ganzen wohl gefühlt und dadurch mir selber eingestanden, dass das Leben zu kurz ist, um etwas zu akzeptieren das man nicht hinnehmen muß."
__________________________________________________ ________

hallo moncheri,

manchmal gelingt mir das auch... das ist dann ein tolles gefühl! :yeah:

Engelchen79
12.07.2006, 10:20
Ich bin immernoch der Meinung, wer betrügt, liebt keinen von den beiden. Weder den Betrogenen noch den Geliebten wenn er sich zu keiner der beiden Seiten bekennt und Entscheidungen trifft

Naja es ist in vielen Fällen auch so, dass man sich nicht entscheidet, gerade weil man beide liebt. Wenn man keinen von beiden liebt, warum sollte man sich dann auch für einen entscheiden ? Dann sollte man doch auch in der Lage sein, einen Schlußstrich zu ziehen.

Es ist purer Egoismus. Hauptsache, dem Betrügenden geht es gut dabei

Glaub mir, aus Erfahrung kann ich sagen, dem Betrügenden geht es nicht gut dabei. Man durchlebt ein totales Gefühlchaos. Ist hin und hergerissen. Ich kann das natürlich nur aus meiner Sicht sagen. Vielleicht ist es anders bei jemandem, der bewußt auf der Suche nach einer Affäre ist. Ich bin mehr oder weniger in die Sache hineingeschlittert.

Wer wirklich richtige Probleme hat, der hat auch keinen Sinn für irgendwelche Betrügereien.

Naja wenn in einer Beziehung wirklich alles 100 % stimmt und des keine Probleme gibt, warum sollte man dann Betrügen ? Wenn nicht, dann liegen meist irgendwelche Probleme vor.

Ypnowoman2
12.07.2006, 11:21
Wer wirklich richtige Probleme hat, der hat auch keinen Sinn für irgendwelche Betrügereien.

Naja wenn in einer Beziehung wirklich alles 100 % stimmt und des keine Probleme gibt, warum sollte man dann Betrügen ? Wenn nicht, dann liegen meist irgendwelche Probleme vor.




Ich denke die obere Aussage bezieht sich mehr auf Probleme die nicht direkt die Beziehung zwischen zwei Menschen betrifft. Sondern etwas wie schwerwiegende finanzielle Probleme oder ein schwerkrankes Kind oder ein Pflegefall zu Hause um den sich beide kümmern.
Wenn es so gemeint ist, dann stimme ich der voll zu.

Inaktiver User
12.07.2006, 11:27
Sondern etwas wie schwerwiegende finanzielle Probleme oder ein schwerkrankes Kind oder ein Pflegefall zu Hause um den sich beide kümmern.



Ich bin mir nicht sicher - aber gibt es da nicht auch Leute (Männer?), die da ausbrechen?
Dahin, wo es scheinbar keine Probleme gibt - und weil sie das Gefühl haben, zu Hause "zu kurz zu kommen"?
Weglaufen ist ja einfacher als Verantwortung zu übernehmen.

Fragender Gruß,

Leonie

SerinaL
12.07.2006, 11:35
Wer wirklich richtige Probleme hat, der hat auch keinen Sinn für irgendwelche Betrügereien.

Naja wenn in einer Beziehung wirklich alles 100 % stimmt und des keine Probleme gibt, warum sollte man dann Betrügen ? Wenn nicht, dann liegen meist irgendwelche Probleme vor.




Ich denke die obere Aussage bezieht sich mehr auf Probleme die nicht direkt die Beziehung zwischen zwei Menschen betrifft. Sondern etwas wie schwerwiegende finanzielle Probleme oder ein schwerkrankes Kind oder ein Pflegefall zu Hause um den sich beide kümmern. Wenn es so gemeint ist, dann stimme ich der voll zu.





Ein Schwerkrankes Kind und Geldsorgen betreffen durchaus auch die Beziehung zwischen zwei Menschen.Auch wenn es äusserlich kaum mit zu bekommen ist.Ich habe es selber erlebt.

Gruß Serina

Lena1234
12.07.2006, 11:40
Ein Schwerkrankes Kind und Geldsorgen betreffen durchaus auch die Beziehung zwischen zwei Menschen.Auch wenn es äusserlich kaum mit zu bekommen ist.Ich habe es selber erlebt.

Gruß Serina


Jo, bei uns waren auch ein Todesfall und Krankheit zuviel des Guten ... Aber ich habe grade deshalb gedacht uns kann nichts auseinander bringen ... vertan ,vertan ...

Prijon
12.07.2006, 11:50
Aber ich habe grade deshalb gedacht uns kann nichts auseinander bringen ... vertan ,vertan ...

Wieso vertan?

Ihr seid doch nicht auseinander, oder? Das hat noch nicht einmal diese Affäre bewirkt.

Du solltest positiver denken...

Prijon

Lena1234
12.07.2006, 11:59
Aber ich habe grade deshalb gedacht uns kann nichts auseinander bringen ... vertan ,vertan ...

Wieso vertan?

Ihr seid doch nicht auseinander, oder? Das hat noch nicht einmal diese Affäre bewirkt.

Du solltest positiver denken...

Prijon






Hast ja recht.
Aber könnte ja durchaus noch sein dass die Trennung noch kommt. Bis jetzt ist ein Jahr vergangen und das Kopfkino läuft immer noch ... Manchmal denke ich es wär einfacher gewesen die Platte zu putzen und neu anzufangen.

SerinaL
12.07.2006, 12:08
Hallo Lena,

bei uns ist es mehr als vier Jahre her. Wir sind zusammen, es ist seit dem nichts mehr passiert (ojaaaa...das glaube ich ihm!) und wir arbeiten beide viel an uns und unserer Ehe.Und doch: Manchmal taucht das Kopfkino noch auf. Aber es wird weniger und es tut nicht mehr so weh.

Unsere Ehe ist heute schöner als in den letzten Jahren vor seinem Seitensprung. Es ist nur einmal passiert, ich merkte sofort, da ist was nicht in ordnung...
Heute sind wir froh, alle Hürden überwunden zu haben und wollen nächstes Jahr (sind dann 20 Jahre verheiratet) unsere Kirchliche Trauung nachholen.

Ich wünsche dir Glück...Serina

Engelchen79
12.07.2006, 12:12
Hey... Ich möchte gerne mehr über die Betrügenden wissen und nicht über die Betrogenen...

Lena1234
12.07.2006, 12:12
Hallo serina!
Das freut mich für euch und läßt mich hoffen. Wir versuchen auch unsere partnerschaft besser zu leben als vorher, und meistens gelingt das auch. Nur eben manchmal ...
Wir sind auch schon 20 Jahre zusammen. Das macht es umso schwerer alles hinzuwerfen. Man hat schließlich das halbe leben miteiander verbracht, ist quasi zusammen *groß* geworden. Ich hoffe dass ich in 4 Jahren dasselbe sagen kann wie du :blumengabe:

liebe Grüße,
Lena

Lena1234
12.07.2006, 12:14
Hey... Ich möchte gerne mehr über die Betrügenden wissen und nicht über die Betrogenen...


Sorry, ich werd mich jetzt zurückhalten :smirksmile:

Prijon
12.07.2006, 12:15
Hallo Serina,

was für ein schöner Beitrag - bei uns passiert das mit der neuen Trauung im September, auch an unserem 20. Hohzeitstag...

Ich finde das, was Du zum Kopfkino schreibst, wichtig. Ich habe mich (nach 2,5 Jahren) mit seiner Existenz arrangiert. Es ist da, gelegentlich. Es eghört jetzt zu unserer Ehe, weil eben auch diese Affäre zu unserer Ehe gehört. Sie hat auch eine Bedeutung für unsere Ehe.

Prijon

SerinaL
12.07.2006, 12:23
Hallo Serina,

was für ein schöner Beitrag - bei uns passiert das mit der neuen Trauung im September, auch an unserem 20. Hohzeitstag...

Ich finde das, was Du zum Kopfkino schreibst, wichtig. Ich habe mich (nach 2,5 Jahren) mit seiner Existenz arrangiert. Es ist da, gelegentlich. Es eghört jetzt zu unserer Ehe, weil eben auch diese Affäre zu unserer Ehe gehört. Sie hat auch eine Bedeutung für unsere Ehe.

Prijon



:allesok: genauso ist es..

LG Serina

Inaktiver User
12.07.2006, 14:46
und ich würde nie für mich sagen können, dass mir das nicht noch einmal passiert.... .....


das unterschreibe ich sofort :smirksmile:

gruß
consuela

Inaktiver User
12.07.2006, 15:52
Tja, interessant ! Dann würd ich sagen, auf gehts!

Wenns so gut tut ist halt nur doof, dass man so viel lügen muss, gell!
Aber warum eigentlich?
Warum nicht dazu stehen und dem Konflikt ins Auge blicken?
Meine Vermutung:
Man will den anderen schonen und man will sich selbst schonen.
kurz gesagt: Angst vor den Konsequenzen

Ich würds nicht aushalten, aber da hat wohl jeder seine eigene "Wertepyramide"

schönen Mittwoch noch!
marie :Sonne:

Inaktiver User
12.07.2006, 16:20
bei den meisten, die betrügen ist es doch so, dass sie ganz einfach beides haben wollen.

zum einen die sicherheit und das gewohnte zu hause,
zum anderen das abenteuer und die spannung mit der affäre!

sollte ich meinem freund sagen, er möchte sich doch bitte von seiner frau für mich trennen und mit mir zusammenleben, der würde mir den vogel zeigen und ich ihm umgekehrt auch!

ist aber auch eine, von anfang an abgesprochene sache....

ich sage damit nicht, dass das gut ist, aber bei mir/uns funktioniert es so.

Mirage
12.07.2006, 21:17
Hallo Engelchen,
das Thema beschäftigt mich selbst schon fast ein Jahr, da muss ich unbedingt meinen Senf zu abgeben:
ich habe mich unheimlich gut gefühlt und klar und sicher, dass ich das/ihn will. Gleichzeitig hatte ich meinem Partner gegenüber natürlich schon ein schlechtes Gewissen, Scham aber nur soweit, wie er mir nicht zwischengefunkt ist. Hat er mich irgendwie "gestört" wie dass er zum Beispiel angerufen hat und mit mir reden wollte, ich aber eigentlich auf dem Sprung zum anderen war, bin ich regelmäßig völlig ausgeflippt. Rückblickend muss ich also sagen, ich war ganz schön wahnsinnig (das habe ich auch manchmal gespürt, dass das echt gaaanz dünnes eis ist auf dem ich da gerade rumhüpfe)und vorallem ungekannt egoistisch. Das ist jetzt schon ne ganze Zeit her, und ich habe mich auch getrennt und bin immer noch mit dem anderen zusammen, habe also keine klassische Doppelbeziehung geführt (ich war im Ausland und also räumlich getrennt, so dass sich das Lügen aufs Tefelon beschränkt hat), aber das ist wie ein schleichendes Gift, dass mir immer bewusster wird. Wie leicht das geht, jemanden anzulügen und zu betrügen, wie fix sich Gefühle wandeln können. Ich habe in meiner neuen Beziehung immer wieder Panikattacken, die ich mühsam nur mit viel Vernunft niederkämpfen kann. Gleichzeitig falle ich leicht in eine Demutshaltung, weil ich ja schon mein Talent als Aas bewiesen habe, nicht vertrauensfähig bin und das eh ein bisschen lächerlich ist, wenn ich über Treue rede. Insofern gilt auch für mich: ich habe das in der damaligen Situation vielleicht für nicht anders machbar gehalten, ich kann mir aber im Moment keine Konstellation vorstellen, in der ich das wieder machen würde, denke, ich hatte Wahlmöglichkeiten und war letztlich für alle Beteiligten scheisse (kann mir schon vorstellen, dass eine durch Affäre ausgelöste Krise, die man dann packt, auch was gutes tun kann in einer eh problematischen Paarbeziehung. Das ist dann aber eher nach dem Motto, mach das Beste draus und jeder Mist hat auch sein Gutes. Das tut einfach saumäßig und vorallem saumäßig lange weh, so hintergangen zu werden). Ich habe bei meinem alten Partner etwas ganz fundamental kaputt gemacht, unwiedergutmachbar, und mein neuer Partner war auch verunsichert und nicht besonders glücklich in der ersten Zeit. Und ich habe mich zwar nicht in der Phase selbst mies gefühlt, fühle mich aber im nachhinein zunehemend schlechter, dass ich sowas machen konnte.

Inaktiver User
12.07.2006, 23:20
Ich empfand es wie einen Drogenrausch. Man läuft den ganzen Tag lachend durch die Gegend, ein wahnsinnig gutes Gefühl. Man fühlt sich auf einmal wieder hübsch und attraktiv, ich war unheimlich verliebt. Nachts heimliche Telefonate, heimliche Treffen - die einzige Ernüchterung war der ständige Blick zur Uhr und dann irgendwann die Gewissheit zu haben -so jetzt muss ich nachhause zurück - um dann in das fade und immergleiche Gesicht des Lebenspartners schauen zu müssen. Man denkt nur an den hüschesten, intelligentesten und attraktivsten Mann auf der ganzen Welt. Endlich mal guter Sex, knutschen bis einem die Lippen weh tun. Man schläft wieder gerne, weil man so schön einschlafen kann wenn man an ihn denkt. Und dieses Gefühl des Vermissens - ja das gab es auch und es war so unendlich schlimm.

Inspirierend war es für meine Ehe nicht, ich mochte gar nicht mehr mit meinen Mann ins Bett. Nicht während der Affäre, lange Zeit nicht vorher und auch nicht hinterher.
Ich beendete die Ehe. Der Ehemann wollte nicht, fing an zu betteln, zu heulen, drohte sich umzubringen. Ich gab nach - aber die letzten Jahre der Ehe war es nur ein nebeneinander herleben. Ein schlechtes Gewissen hatte ich nie. Ich empfand es so, als ob ich einfach das Recht dazu gehabt hätte.

Inaktiver User
13.07.2006, 00:04
Ich empfand es wie einen Drogenrausch. Man läuft den ganzen Tag lachend durch die Gegend, ein wahnsinnig gutes Gefühl. Man fühlt sich auf einmal wieder hübsch und attraktiv, ich war unheimlich verliebt. Nachts heimliche Telefonate, heimliche Treffen - die einzige Ernüchterung war der ständige Blick zur Uhr und dann irgendwann die Gewissheit zu haben -so jetzt muss ich nachhause zurück - um dann in das fade und immergleiche Gesicht des Lebenspartners schauen zu müssen. Man denkt nur an den hüschesten, intelligentesten und attraktivsten Mann auf der ganzen Welt. Endlich mal guter Sex, knutschen bis einem die Lippen weh tun. Man schläft wieder gerne, weil man so schön einschlafen kann wenn man an ihn denkt. Und dieses Gefühl des Vermissens - ja das gab es auch und es war so unendlich schlimm.

Inspirierend war es für meine Ehe nicht, ich mochte gar nicht mehr mit meinen Mann ins Bett. Nicht während der Affäre, lange Zeit nicht vorher und auch nicht hinterher.
Ich beendete die Ehe. Der Ehemann wollte nicht, fing an zu betteln, zu heulen, drohte sich umzubringen. Ich gab nach - aber die letzten Jahre der Ehe war es nur ein nebeneinander herleben. Ein schlechtes Gewissen hatte ich nie. Ich empfand es so, als ob ich einfach das Recht dazu gehabt hätte.





:blumengabe:

Ich finde erstens deinen Beitrag so richtig schön nachvollziehbar.

Zweitens warst du ehrlich zu deinen Gefühlen und letzten Endes zu deinem Mann. Aber nicht wie so manche, die ein schlechtes Gewissen haben, aber dem betrogenen Mann zu Hause heile Welt vorspielen.

Ich kanns jetzt nicht anders ausdrücken :smirksmile:

Engelchen79
13.07.2006, 12:22
Danke Drecksratte......
Genauso würde ich es auch in Worte fassen... Ich fühle mich nachdem ich meine Affäre beendet habe wirklich besch..ich kann nicht mehr mit meinem Mann schlafen.. Ich bin jedoch nicht soweit, es zu beenden....

Inaktiver User
13.07.2006, 12:28
Mich würde mal interessieren, ob es bei den "Betrügenden" (doofe Bezeichnung irgendwie) dann auch mal den Gedanken gab: ....eigentlich ist das, was ich zu Hause habe, doch nicht so schlecht, wie ich es die ganze Zeit gedacht habe" ??? Was mache ich hier eigentlich ? ...Hilfe...ich will hier weg.

*mal ganz gespannt ist*

Engelchen79
13.07.2006, 13:01
Sicher kamen diese Gedanken.. Bei mir aber meist hinterher. So wie: Was habe ich da schon wieder gemacht ? Warum habe ich das gemacht ? Habe ich das wirklich nötig ? Während ich mit meinem Lover zusammenwahr, kamen mir solche Gedanken nicht. Es war halt wie im Drogenrausch.

Inaktiver User
13.07.2006, 13:02
"....eigentlich ist das, was ich zu Hause habe, doch nicht so schlecht, wie ich es die ganze Zeit gedacht habe" ??? Was mache ich hier eigentlich ? ...Hilfe...ich will hier weg."

diesen gedanken habe ich fast jedes wochenende (obwohl ich nie dachte, dass mein mann "schlecht" ist!), wenn ich z.b. abends mit meinem mann auf der couch sitze und denke: ach, was ist das alles schön ruhig und entspannt um mich herum... so soll es bleiben... :allesok:

und dann kommt der montag, dann kommen "seine" mails, die gemeinsamen heimlichen treffen.... die droge ist dann wieder verfügbar und wird dankend angenommen.... es ist wirklich wie eine sucht.

Lena1234
13.07.2006, 13:09
ach, was ist das alles schön ruhig und entspannt um mich herum... so soll es bleiben... :allesok:





Man(n)/Frau ist schneller in dem Alter wie man denkt wo man vor allem das ruhige und entspannte braucht wie die Luft zum leben.
Sollte man in jungen Jahren mal drüber nachdenken. Das Nest für später baut man sich selber ... :smirksmile:

Inaktiver User
13.07.2006, 15:32
@ eva

:allesok: :wangenkuss: :blumengabe: :ahoi: :zwinker:

Inaktiver User
17.07.2006, 19:21
Hallo,

habe lange nicht mehr in die BriCom geschaut. Den Strang finde ich ganz interessant, obwohl hier eigentlich schon alles gesagt ist.

Himmelhoch jauchzend :yeah:, zu Tode betrübt fühle ich mich. :zahnschmerzen:

Ich gebe aber allen Recht die behaupten, dass man erst dann ein Affäre sucht, wenn die Ehe bereits irgendwo nicht mehr stimmt. Obwohl mir selbst das erst bewusst wurde, als ich mich außerhäusig verliebt habe.

Warum interessiert die Strangöffnerin eigentlich dieses Thema?

Liebe Grüße
Mercedes

Engelchen79
17.07.2006, 20:23
Ganz einfach: Weil bis vor Kurzem eine Affäre hatte, die sich über ein Jahr hingezogen hat. und ich wollte einfach nur mal wissen, ob ich alleine mit diesem Thema darstehe. Aber wie ich sehe ja nicht. Ich wirklich hin und hergerissen. Im großen und ganzen kann ich einfach nur sagen, dass es mir das ganze Jahr über ziemlich mies ging. Aber jetzt ist alles wieder gut...

Inaktiver User
17.07.2006, 22:00
Hallo Engelchen,

Ich weiche zwar vom Thema ab, aber wie meinst du das " jetzt ist alles wieder gut....

Schreibe Dir eine PN.

Gruß Mercedes

Inaktiver User
21.07.2006, 13:57
... Und weil ich ihn benutzt habe um wieder Energie zu haben um an meiner Ehe zu arbeiten. ... Es hat aber was Gutes gehabt: ich habe das Vertrauen und den Respekt in den meisten verheirateten Männer verloren, und das macht sie für mich auf sexueller Basis komplett uninteressant.




Darf ich das so interpretieren, dass die Erkenntnis, dass verheiratete Männer leicht für Affären verfügbar sind, dazu führt, ihnen Vertrauen und Respekt zu entziehen?

Inaktiver User
21.07.2006, 14:31
So, nun aber auch noch mein Beitrag zur Ausgangsfrage:

Ich fühle mich gut, weil ich den besten Sex meines Lebens genieße.

Ich schäme mich, weil ich meine Frau belüge und weil ich meiner Freundin nicht geben kann, was sie verdient.

Ich möchte weder auf guten Sex noch auf meine Frau verzichten. Als ich die Beziehung zu meiner Freundin einging, war ich soweit, dass ich meine sexuellen Bedürfnisse nicht länger hinter den Wunsch, die Beziehung zu meiner Frau aufrecht zu erhalten zurückstellen wollte und bin somit bewußt das Risiko einer Trennung von meiner Familie eingegangen.

Meine Freundin nimmt sehr viel Rücksicht auf meine familiäre Situation. Ich habe auch ihr gegenüber ein sehr schlechtes Gewissen, weil ich ihr mit der Geheimhaltung unserer Beziehung sehr viel abverlange. Deshalb habe ich ihr schon mehrfach nahe gelegt, die Beziehung zu mir zu beenden, weil ich ihre Situation als heimliche Geliebte ihrer unwürdig finde.

Ich habe auch schon einige Anläufe genommen, die Beziehung zu meiner Freundin von mir aus zu beenden, mit dem Ergebniss, dass sie mir gedroht hat, in diesem Fall meine Frau über unsere Beziehung zu informieren, was mich letztlich immer wieder bewogen hat, meinen Trennungswunsch zurück zu nehmen.

Meine Ehe funktioniert wesentlich besser seit ich mit meiner Freundin zusammen bin. Ich habe das Gefühl, dass ich mit meiner Frau wesentlich besser auskomme, seit sexuelle Bedürfnisse zwischen uns kein Thema mehr sind.

Ich glaube, dass meine Frau schon irgendwie ahnt, dass ich meine Sexualität auf andere, ihr unbekannte Weise lebe. Wahrscheinlich ist ihr damit auch mulmig aber letzlich findet sie es wahrscheinlich bequemer nicht wirklich daran zu rühren.

So liebes Engelchen , nachdem ich mich jetzt dem Mob preisgegegen habe, möchte ich aber auch noch mal etwas mehr von Deiner Geschichte lesen.

ciao

Hobo

Prijon
21.07.2006, 16:32
@ Hobo,

darf ich nach Deinem Alter und nach dem Deiner Frau fragen?
Prijon

Engelchen79
21.07.2006, 16:58
So liebes Engelchen , nachdem ich mich jetzt dem Mob preisgegegen habe, möchte ich aber auch noch mal etwas mehr von Deiner Geschichte lesen.



Du willst wirklich meine Geschichte lesen ? Nun ja ich fange einfach mal: Ich bin 27 Jahre jung und seit vier Jahren mit meinem Mann verheiratet. Wir sind seit 9 Jahren ein Paar. Vor einem Jahr habe ich dann M2 kennengelernt.

Ich war immer diejenige, die sagte, so was würde mir nie passieren. Bevor ich soetwas tue, beende ich lieber meine Beziehung. Tja nun kann ich sowas nicht mehr verurteilen. Sicher ist es auch so, dass ich viel zu jung geheiratet habe. Was natürlich keine Entschuldigung dafür ist, dass ich mich auf eine Affäre eingelassen habe. Anfangs ging es mir nur um den Sex, den wirklich guten Sex.

Ich habe es einfach durchgezogen ohne Rücksicht auf Verluste. Ich fühlte mich gut. Ich hatte den ganzen Tag über ein Lächeln auf den Lippen und auch meine Ehe funtionierte plötzlich wieder.

Doch plötzlich waren von meiner Seite aus zu viele Gefühle für M2 im Spiel, was die ganze Sache nicht einfacher machte. Es ging ein Jahr immer nur hin und her. Ich hatte ganze dreimal vor mich für ihn von meinem Mann zu trennen. Jedesmal wenn es soweit war, hat M2 einen Rückzieher gemacht und hat den Kontakt zu mir abgebrochen. Ich habe gelitten wie ein Hund. :heul: Ich habe mich selbst fertig gemacht. Konnte nachts nicht schlafen und habe kaum noch was gegessen. Ich habe in der ganzen Zeit fast zehn Kilo abgenommen. Ich habe einfach nicht gemerkt oder habe es nicht merken wollen, was ich alles aufs Spiel gesetzt habe.

Bis zu dem Zeitpunkt, als herauskam, dass auch mein Mann eine Affäre hatte. Es hat mir das Herz gebrochen. Aber ich hatte natürlich keinen Grund ihm irgenwelche Vorwürfe zu machen.
:allesok:
Mein Mann und ich haben beide daraus gelernt und hoffen, dass wir alles irgendwie wieder auf die Reihe kriegen. Obwohl ich noch täglich an M2 denken muss und er mir auch ständig über den Weg läuft. Es ist nicht einfach. Ich wünsche Euch allen viel Kraft. :allesok:

Inaktiver User
25.07.2006, 13:23
@ Hobo,

darf ich nach Deinem Alter und nach dem Deiner Frau fragen?
Prijon



Ja, darfst Du.

Ich bin knapp 50 und meine Frau ist vier Jahre älter.

Inaktiver User
25.07.2006, 13:34
@ Engelchen

Danke für Deine Geschichte. Wahrscheinlich empfinden wir doch alle ähnlich, wenngleich Frauen vielleicht etwas anders als Männer ...

Jedenfalls begegnen uns im Leben eben doch immer wieder Situationen, die nicht so idealtypisch sind, wie wir uns das vorstellen und wir müssen mit diesen Situationen umgehen und leben und dabei gehen wir dann eben auch manchmal Wege, die wir moralisch verurteilen und tuen den von uns geliebten Menschen etwas an, von dem wir nicht möchten, dass es uns angetan wird.

ciao

Hobo

Inaktiver User
25.07.2006, 13:57
ja, hobo

und ich finde, man fühlt sich immer etwas hin- und hergerissen....

ist halt alles nicht so einfach, wenn man ALLES haben will.

consuela :blumengabe:

yvie2002
25.07.2006, 14:48
Ich möchte auch mal eine Frage loswerden.
Wie seht ihr verheirateten Betrügenden in dieser Situation euer gegebenes Eheversprechen?
Habt ihr eurem Partner nicht mal versprochen ihn zu lieben und zu achten.
Liebe ist nicht vom Willen abhängig und läßt sich nicht steuern. Wohl aber der Umgang mit dem Partner. Und was ist mit der Achtung ihm gegenüber? Achtet man ihn noch ,wenn man ihn belügt und betrügt ?

Wie würdet ihr euch an seiner Stelle fühlen ?
Engelchen beschreibt es ja. Es hat sie erschüttert von seinem Betrug zu erfahren obwohl sie selbst ebenso gehandelt hat. Und da liegt meiner Meinung nach der hund begraben . Viele die sich beim Betrügen gut fühlen,würden sich kreuzunglücklich fühlen,würden sie ebenfalls betrogen.

Selbst wenn die Beziehung oder Ehe nicht mehr das ist ,was sie zu Anfang war,gibt es einem der Beteiligten dennoch nicht das Recht ,den anderen respektlos zu behandeln. Meiner Meinung nach tut man das aber,wenn man ihn hintergeht,aus welchen Gründen auch immer.

Yvie

Inaktiver User
25.07.2006, 16:27
Ich möchte auch mal eine Frage loswerden.
Wie seht ihr verheirateten Betrügenden in dieser Situation euer gegebenes Eheversprechen?
Habt ihr eurem Partner nicht mal versprochen ihn zu lieben und zu achten.
Liebe ist nicht vom Willen abhängig und läßt sich nicht steuern. Wohl aber der Umgang mit dem Partner. Und was ist mit der Achtung ihm gegenüber? Achtet man ihn noch ,wenn man ihn belügt und betrügt ?

Wie würdet ihr euch an seiner Stelle fühlen ?
Engelchen beschreibt es ja. Es hat sie erschüttert von seinem Betrug zu erfahren obwohl sie selbst ebenso gehandelt hat. Und da liegt meiner Meinung nach der hund begraben . Viele die sich beim Betrügen gut fühlen,würden sich kreuzunglücklich fühlen,würden sie ebenfalls betrogen.

Selbst wenn die Beziehung oder Ehe nicht mehr das ist ,was sie zu Anfang war,gibt es einem der Beteiligten dennoch nicht das Recht ,den anderen respektlos zu behandeln. Meiner Meinung nach tut man das aber,wenn man ihn hintergeht,aus welchen Gründen auch immer.

Yvie



:allesok: Danke für diesen Beitrag! :blumengabe:

Inaktiver User
28.07.2006, 15:32
Ich möchte auch mal eine Frage loswerden.
Wie seht ihr verheirateten Betrügenden in dieser Situation euer gegebenes Eheversprechen?
Habt ihr eurem Partner nicht mal versprochen ihn zu lieben und zu achten.
Liebe ist nicht vom Willen abhängig und läßt sich nicht steuern. Wohl aber der Umgang mit dem Partner. Und was ist mit der Achtung ihm gegenüber? Achtet man ihn noch ,wenn man ihn belügt und betrügt ?

Wie würdet ihr euch an seiner Stelle fühlen ?
Engelchen beschreibt es ja. Es hat sie erschüttert von seinem Betrug zu erfahren obwohl sie selbst ebenso gehandelt hat. Und da liegt meiner Meinung nach der hund begraben . Viele die sich beim Betrügen gut fühlen,würden sich kreuzunglücklich fühlen,würden sie ebenfalls betrogen.

Selbst wenn die Beziehung oder Ehe nicht mehr das ist ,was sie zu Anfang war,gibt es einem der Beteiligten dennoch nicht das Recht ,den anderen respektlos zu behandeln. Meiner Meinung nach tut man das aber,wenn man ihn hintergeht,aus welchen Gründen auch immer.

Yvie



Ich finde Du hast im Grunde Recht. Aber nur teilweise. Ich denke es gibt Gründe die einen dahin führen können, und würde es nicht unbedingt als falsch bezeichnen. Aber es ist respektlos, das stimmt!
Moncheri

Inaktiver User
28.07.2006, 22:41
an die Initiatorin des Threads:

ich fühle/fühlte folgendes: Jetzt, verdammt noch mal, schneide ICH mir eine Scheibe vom großen Kuchen namens LEBEN ab!

Und, um den vielen wiedersprechenden Gefühlen, die mich seit dem bewegen, Rechnung zu tragen: ich kann eigentlich nichts wirklich Erhellendes mehr dazu sagen, bzw. schreiben. Das Ganze kann und sollte man als Lebenserfahrung "verzeichnen", sich selbst in Grenzerfahrungen kennenlernen und Selbsterkenntnis und Selbstwertgefühl daraus schöpfen.
Grüße
Carminiaa

Woltera
30.07.2006, 11:03
Tach zusammen...

Ich verstehe sehr gut, wie es den "Betrügenden" geht... endlich wieder leben

hm... aber fühlt es sich immer noch gut an, wenn man daran denkt was passiert wenn "es" rauskommt? Fühlt es sich immer noch gut an, wenn dann die Hauptbeziehung einen solchen Knacks bekommt, daß sie zerbricht?

Die Welt ist verdammt klein und irgendwann kann man erwischt und enttarnt werden.... und dann? oder es werden Briefe mit oder ohne Blumen verschickt und dann geht die Bombe hoch... ist es das alles wert?

so richtig bis zu Ende gedacht? Hätte die Affaire der Ehe gutgetan wenn sie rausgekommen wäre? so hat sie erstmal nur einer / einem gutgetan und es hat in die Hauptbeziehung hineingestahlt...

aber ich bin da nur halbe Theoretikerin, ich war "nur" irre fremdverliebt und dann dadurch aufgewacht und jetzt geschieden.

alles Gute!

Woltera

MisterP
04.08.2006, 20:11
Ich habe dazu mal was gelesen, von einem Psychodoktor, der das ganze verscuht hatte mal wissenschaftlich zu betrachten.
Einer seiner Thesen war, dass der Betrügende mit einer Affäre - also mit all den Anstrengungen zu verheimlichen, zu organisieren usw. - eine indirekte und direkte Macht süber den anderen Partner (den Betrogenen) spürt und lebt... frei nach dem Motto: "Siehe her: Ich bestimme mein Leben selbst und mache, was ich will!"

Insofern trifft die Einschätzung des unabhängiger-sein-wollens und -fühlens einer der vorhergegangenen Schreiberinnen wohl diese These...

Ob das generell so ist, das weiss ich nicht mehr... ich denke, da ich relativ jung war und auch "meinen Mann in der Clique stehen" wollte, war das ein reiner Gruppenzwang (cool sein) oder muss-man-mal-ausprobiert-haben...

Diskutiere das aber mal mit meinem Schatz... ;)

Inaktiver User
04.08.2006, 21:19
Hi,
ist schon viel geschrieben zu dem Thema...:lachen:

Bei mir wars einfach die Wut auf meinen Mann, der viel alk trinkt, da seine eigentliche "Geliebte" immer für sich hat.

Gefühlt habe ich mich körperlich super...hatte einfach tollen Sex..
Psychisch schrecklich...die Lügen das Versteckspielen..
unheimlich zerrissen..und nicht wissen wo gehört man wirklich hin.
Und auch das Erleben der eigenen dunklen Seiten, daß ich nicht nur GUTMENSCH bin.

Heute..es ist jetzt 1 Jahr vorbei, dauerte insgesamt 2 Jahre..
ist es sehr mühsam, wieder auf mich zu schauen, erstmal mein Problem mit meinem Mann zu lösen...
Ich hab ganz schön Federn gelassen..
:wie?:
Fazit heute: Es hat gut getan um zu mir selber zu finden, doch muß ich jetzt mit den Folgen für mich klarkommen. z.B. nach den wirklich guten Aussprachen mit meinem Mann, hat sich vieles so wieder zurückgeschaukelt, dümpelt wieder so vor sich hin wie vorher. Der Alk ist nach wie vor Thema.

Ich würde diesen Weg nicht nochmal wählen, so hoffe ich.

grüße
:wie?:

Prakero
07.08.2006, 11:35
hallo blumenmond, ich habe eine ähnliche erfahrung hinter mir, auch mit glücksgefühlen und mit immer schlechter werdenden gefühlen wenn ich zu hause war.
im nachhinein, eine zeit, die mehr negatives hatte als verliebte gefühle....dennoch, frei nach edith piaf bereue ich nix!!
grüßle

Traumfee81
15.08.2007, 18:59
Hallo an alle,

es ist tatsächlich viel gesagt worden, dem ich mich nur anschließen kann. Am Schlimmsten ist wirklich das Gefühls-Wirr-Warr. Habe mich deswegen nach 1/2 Jahr von meiner Affäre getrennt, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Wir versuchen Freunde zu bleiben...sieht momentan aber nicht so aus, als ob es funktioniert.
Durch dieses Wirr-Warr habe ich mich auch immer wieder die Frage gestellt: Warum? Schließich liebe ich meinen Mann und möchte mit ihm zusammensein. Glücklich sind wir auch. Ich für mich bin bisher nur an folgenden Punkt gekommen, der bei dir, Engelchen, ähnlich sein könnte: Sehr früh verliebt und geheiratet (21 Jahre, demnächst werde ich 26) und nun das Gefühl, doch etwas verpasst bzw. nicht ausgelebt zu haben. Das Leben, was ich nun habe, ist genau so, wie ich es mir gewünscht habe...aber erst ein paar Jahre später ;-) Nur leider kann man ja nicht seinen Traummann zurückschicken...
Klingt vielleicht nach Ausrede, ist es eventuell auch, aber habe noch keine bessere Erklärung gefunden...
Hoffe, dass sich dieses Gefühl legt, damit ich nicht nochmal in die Situation komme - nein, es lässt sich nicht nur verstandesmäßig steuern.