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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sehr sehr schöne Internetseite...



murmeltier
21.06.2006, 01:50
Nachdem ich sie schon länger in meinem Profil verlinkt habe, gehe ich jetzt mal etwas offensiver in die "Werbung" :smirksmile: :zwinker: :freches grinsen:


Wenn ihr Lust habt, schaut mal auf:

www.schuldig-geboren.de (http://www.schuldig-geboren.de)

Meine beiden Weibsen sind auch vertreten. :yeah: (na, wer findet sie? :freches grinsen:)


Es würde mich sehr freuen, wenn ihr den Link - so er euch gefällt - auch weiterverbreiten könntet, z.B. per Mail oder Mundpropaganda oder wenn ihr ihn als Link auf eure HP aufnehmt. Man kann ihn z.B. auch als Signatur in Foren setzen, in denen man schreibt (ja, hier ist es leider verboten, aber es gibt ja noch ein Internet jenseits der BriCom :cool: )

Solltet ihr selbst ein oder mehrere Fotos beisteuern wollen (was natürlich super wäre), schaut bitte unter die Rubrik "Mitmachen, da findet ihr alle nötigen Infos. Ich bin dabei auch gerne in jeder Form behilflich, z.B. beim Bearbeiten.

Auch über nette Gästebucheinträge freut man sich.

Liebe Grüße

Natalie


P.S. Ich weiß, dass diese Art der Darstellung auch vielen, die an sich keine Vorurteile gegenüber diesen Hunden haben, aufstößt. Ich bin aber der Meinung, dass dies der EINZIGE Weg ist, eine bestimmte Klientel von Leuten (nämlich die geBILDeten) überhaupt zu erreichen. Natürlich sind weitergehende Informationen und Fakten notwendig, findet man auch alles über Links auf dieser Seite.

Aber um überhaupt Aufmerksamkeit und Gehör zu bekommen, MUSS man nunmal auf das Niveau gehen, auf dem die breite Masse absprechbar ist. Und das sind eben Fotos und eindeutige Aussagen (mögen sie auch pauschal und überzogen sein).
Nur so hat man die Chance der Gehirnwäsche der Medien, die nur mit bluttriefenden und äußerst suggestiven Schlagzeigen und Fotos (z.B. von gähnenden Hunden!) Stimmung gegen diese Rassen macht.

Aktuelles Beispiel: 2 Kinder wurden getötet, ein drittes wurde schwer im Gesicht verletzt. Ganz zweifellos furchtbar tragische Begebenheiten :niedergeschmettert:

Die Hunde, die dies getan hatten waren:
Ein Husky, ein Jack-Russel-Terrier und ein Schäferhund-Rottweilermischling.
Was für ein Hund war neben der Schlagzeile "Wieder Kinder von Hunden getötet" ÜBERALL abgebildet? Ein Pitbull :unterwerf:

Wir wollen mit dieser Seite niemanden ermutigen, sich einen Pitbull oder Bullterrier als Kuscheltier zuzulegen. Was wir wollen, ist das Bild dieser Hunde in den Köpfen der Leute ein ganz klein wenig geraderücken...

Mausilikatze
21.06.2006, 07:28
Guten Morgen, Natalie,

super-schoene Seite :yeah:

Vielen Dank dafuer :blumengabe:

Liebe Gruesse - Mausi :wangenkuss:++

Gartenzwergin
21.06.2006, 07:52
Liebe Natalie,

sehr schöne, liebevoll gestaltete Seite :wangenkuss:

Ich wünsche all diesen Hunden einen so liebevollen Besitzer, wie du es bist.

Wenn man, wie ich, jahrelang in Berlin gelebt hat, ist es nicht zu verdenken, dass man sich lieber keinen Kampfschmuser ins Haus holt. Auch wenn man vom Kopf her weiß, dass es nicht der Hund, sondern ausschließlich der Besitzer ist, der die Tiere aggressiv macht. Das Potential ist - rassebedingt - leider da. Natürlich kann man da keinen Hund so richtig ausschließen...

Ich sage immer zu meinen Kindern, auch wenn wir es hier mit einem "harmlosen" Mops zu tun haben, so ist er doch ein Hund und jeder Hund reagiert ungehalten, wenn er provoziert wird.

Liebe Grüße
Gartenzwergin :blumengabe:

Honey
21.06.2006, 08:15
Hallo Gartenzwergin,

da stimme ich Dir voll und ganz zu: Selbst der Mops ist ein Hund und in manchen Situationen kommt selbst hier noch der "Wolf" durch....

Grüße,
honey

Horus
21.06.2006, 08:33
Pssssst ... ich sag wohl besser nicht zu laut, dass einer der Hunde, mit denen ich gestern wie im Nebenstrang beschrieben am und im Fluss herumgetollt bin, auch eine "Problemrasse" war ...

... und siehe, ich lebe nicht nur noch, sondern hatte nie auch nur die geringsten Bedenken, obwohl ich den Hund nicht einmal wirklich kannte.

Inaktiver User
21.06.2006, 14:11
Liebe Natalie,

es ist eine der schönsten Internetseiten, die ich kenne und ich besuche sie immer wieder - allein schon der wunderbaren Fotos wegen! Obwohl ich eher eine "Katzen- und Hasenmama" bin ...

Mein Liebslingsbild ist übrigens Dein altes Avatar - die schwarzweiße Katze, die sich an den Hund schmiegt :allesok:

Viele Grüße,

Paula :blumengabe:

Inaktiver User
21.06.2006, 14:13
:smirksmile: sehr schöne Seite, die habe ich mir schon ein paar Mal angeschaut.

Vorab, ich kenne mich zwar sehr gut mit den nordischen Rassen aus (hat ja jeder so sein Steckenpferd, bzw. -hund :freches grinsen:), habe aber überhaupt keine Ahnung von den so genannten "Kampfhunden" und ich kenne auch die Rassebezeichnungen nicht...

Meine Madame hat nur einen Kumpel beim Gassi (sie hat ja eh wenige, da sie eine Zicke ist), der wohl ein Mix ist, aber voll besteuert (ich kann mich nicht an den Betrag erinnern, weiß aber noch, dass ich ungefähr so :ooooh: geschaut haben muss), mit Wesenstest, Halterüberprüfung etc.pp.

Sein Besitzer erzählt inzwischen jedem, es sei ein Boxermischling, da die Leute dann nicht mehr schreiend ihre Kinder wegpacken (ist ihm schon passiert, wieder :ooooh: meinerseits).

Lange Rede, kurze Frage: wenn ich mich recht erinnere, dann fing das doch mit einem totgebissenen Kind vor einigen Jahren an (das schlimmstmögliche für eine Familie, sicher!, aber kann das nur eine Rasse??), kann mir jemand erklären, wieso dann auf einmal x-Rassen auf den Index kamen und nach welchen Kriterien? Wo kommt der Begriff "Kampfhund" überhaupt her? Und wieso gibt es nur zwei Meinungen: entweder totaler Familienhund oder aber Kindertöter? Und wieso gilt das für so viele Rassen? Ist das mediengemacht, steckt da "ein wahrer Kern" drin, ist das totaler Murks?

Ich kenne nur diesen Mix, der sich sehr charmant und geduldig von Madame Husky auf den Nerven herumtrampeln lässt und wohl auch ein Familienhund ist. Murmeltier, mein Rechner weigert sich, dein Profil aufzumachen, ich sehe leider nur eine weiße Seite... hast du vielleicht ein paar Links für mich (gerne per PN)?

Lustig, dass du genau heute den Thread dazu aufmachst, gestern traf ich den bösen, bösen Hund ( :smirksmile:) nämlich seit langem einmal wieder und dachte mal wieder darüber nach...

Meine Fragen sind nicht provokativ gemeint, ich war gestern Abend nur geplättet, dass der Besitzer quasi seinen Hund schon "verleugnen" muss, um seinen Frieden beim Gassi zu haben...

LG
Estrella

Inaktiver User
21.06.2006, 14:21
Kommando zurück, bzw. Diskussionsfreigabe, sorry! Mein Rechner funktioniert wieder (es lebe unsere IT :jubel:) und ich habe deine Seite jetzt erst vollständig anschauen können...

Aber die wahre Frage nach dem Ursprung konnte ich für mich nicht klären, bzw. ich versteh's einfach nicht...

Inaktiver User
21.06.2006, 14:33
Ich bin keine Hundehasserin, trotzdem habe ich Angst, wenn ein großer Hund auf mich zugerannt kommt. Wenn ich dann die Besitzerin bitte, ihn festzuhalten, heißt es „dää tuut nix“. Darüber ärgere ich mich dann. Ich möchte eben nicht, dass der Hund zu mir kommt, an mir hochspringt etc. Auch nicht, wenn er nix tut. Und wegrennen ist gefährlich, dann sieht der Hund mich als Beute und beißt womöglich noch zu.
Wenn ich „Kampfhunde“ sehe, wechsele ich automatisch die Straßenseite – nicht weil ich die Hunde hasse, sondern weil ich Angst habe. Ein Hund kann ja noch so lieb sein, aber das sehe ich ihm nicht an. Und wenn er dann doch auf mich oder meinen Sohn losgeht? Dann ist das Leben vorbei.
In meiner Heimatstadt ist vor zwei Wochen ein 5-jähriger Junge von einem Hund zerbissen worden. Er fiel hin, der nicht angeleinte Hund sah ihn als Beute an und biss sich in dem Köpfchen des Jungen fest – der Junge lebt noch, ist aber sehr schwer verletzt.

Gestern Abend regte sich ein Mann auf, weil kleine Kinder Angst vor seinem Pudel hatten. Sollen sie doch Angst haben … er aber argumentierte so: wenn ein Hund merkt, dass die Kinder Angst haben, dann beißt er. Sollte er dann den Hund nicht doch lieber an die Leine nehmen?

Nichts gegen Hunde, es gibt wirklich sehr nette und niedliche Hunde. Aber in manchen Punkten verstehe ich die Hundehalter auch nicht.
Ich bleibe jedenfalls dabei, dass ich manchen aus dem Wege gehe und eben nicht den direkten Kontakt wünsche.

murmeltier
21.06.2006, 15:31
Hallo,

euch allen erstmal herzliches Dank für das Lob :blumengabe:




Aber die wahre Frage nach dem Ursprung konnte ich für mich nicht klären, bzw. ich versteh's einfach nicht...



Also kurz und recht oberflächlich, aber für Einsteiger recht gut gehalten ist diese Seite: "Kampfhunde" (http://www.tierschuetzer.net/tierschutz/kampfhund/kampfhund.html)

Schon etwas differenzierter ist diese Seite:
http://www.la-pirata.net/start.html

Unter Hunderassen findest du vielleicht deine Fragen beantwortet. Interessantes ist auch unter Experten oder Statistiken zu sehen.

Nordische Hunde finde ich im übrigen auch wunderschön. Rein optisch sind sie für mich die einzigen, die an "meine" Rassen ranreichen. Charakterlich würden sie nicht richtig zu mir passen denke ich, was nicht heißen soll, dass ich sie nicht mag (führe im Tierheim gelegentlich Huskies und Malamutes aus).

Besonders schön finde ich Akita Inus *schwärm*

Sevillana, auf dein Posting gehe ich gleich noch ein. Jetzt muss ich meine "Monster" Gassi führen... :smirksmile:

LG

Natalie

murmeltier
21.06.2006, 18:31
Ich bin keine Hundehasserin, trotzdem habe ich Angst, wenn ein großer Hund auf mich zugerannt kommt.



Verständlich.



Wenn ich dann die Besitzerin bitte, ihn festzuhalten, heißt es „dää tuut nix“. Darüber ärgere ich mich dann. Ich möchte eben nicht, dass der Hund zu mir kommt, an mir hochspringt etc. Auch nicht, wenn er nix tut.



Auch das ist verständlich und von der Halterin ein Unding. Ich erlaube prinzipiell nicht, dass meine Hunde frontal auf fremde Leute zurennen oder gar springen. Das gäbe sofort einen Rüffel für den Hund und eine Entschuldigung bei der Person.
Es würde auch nicht vorkommen, da sie - wenn überhaupt - nur dann springen, wenn man sich ihnen direkt zuwendet (anspricht, streichelt, runter beugt) und nicht einfach so. Das kann man Hunden beibringen.

Ich leine meinen Hund nicht immer an, wenn andere Leute zugegen sind (also in der Stadt oder so natürlich schon, aber z.b. im Wald nicht), aber ich habe sie soweit im Abruf, dass sie andere Leute nicht bestürmen oder belästigen. Sollte mich mal jemand direkt auffordern sie festzuhalten, würde ich das natürlich tun. Kam aber noch nicht vor. Kommen Jogger oder Radfahrer vorbei, lasse ich sie generell absitzen. Speziergänger müssen - wenn sie nichts anderes erbeten - damit leben, dass die Hunde auch mit Abstand um sie rum laufen - aber eben nicht sie ansteuern oder gar berühren.
Bisher hat sich noch niemand beschwert, weil meine Hunde fremde Leute generell gänzlich ignorieren, es sei denn, sie trenen in Konkat zu ihnen.



Und wegrennen ist gefährlich, dann sieht der Hund mich als Beute und beißt womöglich noch zu.



Richtig, wegrennen oder losbrüllen ist das Falscheste was man machen kann. Ich würde in so einem Fall der Halterin den Besuch der Hundeschule ans Herz legen. Sicher kann es vorkommen, dass ein Hund mal nicht 100%ig gehorcht. Aber in dem von dir geschilderten Fall, wurde ja nicht mal versucht auf den Hund einzuwirken udn das ist wirklich nicht in Ordnung.



Wenn ich „Kampfhunde“ sehe, wechsele ich automatisch die Straßenseite – nicht weil ich die Hunde hasse, sondern weil ich Angst habe.



Das finde ich sehr schade. Und eben genen solche irrationalen Ängst soll diese Webseite ein kleiner Schritt sein, denn "Kampfhunde" sind keinesfalls gefährlicher als andere Hunde.
Ich werfe niemandem seine Angst vor. Ich kann sie - aufgrund der tendenziösen Berichterstattung - sogar verstehen (ich hatte das sogar auch mal!) Ich finde es einfach furchtbar schade und ich weiß aus eigener erfahrung, dass man das sher gut ablegen kann. Man soll ja nicht jeden "Kampfhund" freudestrahelnd beschmusen (das wäre auch unangebracht) und einen gesunden Respekt sollte man vor jedem Hund bewahren. Aber ANGST allein aufgrund der Rassezugehörigkeit ist sicher übertrieben.

Damit ich ANGST vor einem Hund habe, gehört schon was dazu, da muss er schon geifernd, fletschend und knurrend in der Leine hängen oder ein Herrchen am oberen Leinenende haben, was auf mich nicht berechbar wirkt.

Wie das Herrchen/Frauchen dabei rüberkommt, ist ohnehin in meinen Augen eine wichtige Sache. Wenn mich jemand mit meinen Mäusen trifft, habe ich eherlich gesagt kein wirkliches Verstädnis dafür, wie man Angst vor den beiden haben kann (zuaml wir oft von einem Kater oder einem Welpen begleitet werden). Gib meinen Hund (vorallem Lilou) in die Hände eines 2 Meter großen, kahlgeschorenen, springerstiefeltragendem Mannes und leg ihr ein Nietenhalsband mit Kettemleine um und ich verstehe es schon eher.
Verstehst du - es liegt weniger am Hund, als an der Aufmachung des Hund-Halter-Gespanns, ob man ANgst hat. Denke ich mir zumindest. In dne Händen des zuletzt beschriebenen Menschen hätte ich auch vor einem Boxer oder Schäferhund Angst.



Ein Hund kann ja noch so lieb sein, aber das sehe ich ihm nicht an.


Hmm, das stimmt nur bedingt. Man sieht einem Hund natürlich nicht immer an, ob er lieb ist oder nicht. Aber MEISTENS sendet ein Hund bevor er schnappt sehr wohl bestimmte Signale aus, die gar nicht schwer zu erkennen sind. Ein Hund der schwanzwedelns und hechelnd mit zurück gelegten Ohren auf einen zuwackelt wird vermutlich nicht beißen. Kommt er mit steifem Gang, hochgezogenen Lefzen, Rückenkamm und starrem Blick ist Vorsicht geboten.



Und wenn er dann doch auf mich oder meinen Sohn losgeht? Dann ist das Leben vorbei.



Von solchen Dramatisierungen halte ich nichts... Es sterben jedes Jahr weit mehr Menschen durch Schweine, Pferde, Zecken oder Bienen als durch Hunde. Das Leben vorbei ist nach nicht mal 0,1% aller Hundeangriffe. Und die wenigsten Menschen werden einfach so auf der Straße gebissen. Über 80% der Hundebisse geschehen im Revier des Hundes bzw. betreffen dem Hund gut bekannte Menschen!
Und davon ab werden mehr Menschen von ANDEREN Hunden als von "kampfhunden" getötet, so dass du konsequenterweise dann ALLEN großen Hunden durch streßenweite wechseln aus dem Weg gehen müssten und nicht nur den "Kampfhunden".



In meiner Heimatstadt ist vor zwei Wochen ein 5-jähriger Junge von einem Hund zerbissen worden. Er fiel hin, der nicht angeleinte Hund sah ihn als Beute an und biss sich in dem Köpfchen des Jungen fest – der Junge lebt noch, ist aber sehr schwer verletzt.



Ja, sowas ist leider eine kritische Situation für manche Hunde - unabhängig von der Rasse. Ein Hund, der solche tendenzen hat, sollte niemals frei laufen dürfen, wo sich Kinder aufhalten. Besser noch wird er in ihrer Gegenwart mit Maulkorb gesichert. Aber bitte im EINZELFALL und nicht pauschal ganze Rassen.



Gestern Abend regte sich ein Mann auf, weil kleine Kinder Angst vor seinem Pudel hatten. Sollen sie doch Angst haben … er aber argumentierte so: wenn ein Hund merkt, dass die Kinder Angst haben, dann beißt er.



Richtig ist, dass MANCHE Hunde auf angst anderer Menschen mit Aggressivität reagieren. Hat nichts mit der Rasse, sondern mit dem individuellen Charakter des Hundes zu tun, z.B. sein Dominanzbestreben und damit, wie der Hund geführt wird (fehlt z.b. ein souveräner Halter?)



Sollte er dann den Hund nicht doch lieber an die Leine nehmen?

Selbstverstädnlich sollte er das. Wenn ich weiß, dass ich einen Hund habe, der auf die Angst von Kindern mit beißen reagiert, MUSS dieser gesichert sein, Mindestens mit Leine, in dicht besiedelten Gebieten besser noch mit Maulkorb.



Nichts gegen Hunde, es gibt wirklich sehr nette und niedliche Hunde. Aber in manchen Punkten verstehe ich die Hundehalter auch nicht.
Ich bleibe jedenfalls dabei, dass ich manchen aus dem Wege gehe und eben nicht den direkten Kontakt wünsche.




Dagegen hat keiner was. Auch Hundehalter müssen akzeptieren, dass sich Menschen eine eingehaltene Individualdistanz zu ihren Hunden erbitten. Die Straßenseite zu wechseln - und das aufgrund der Rassezugehörigkeit eines Hundes, die gar nichts über seinen charakter aussagt - finde ich sehr übertrieben und auch nicht im Sinne deines Kindes, dem du damit deine übertriebene Angst weitergibst. Sowas finde ich immer besonders schade.

Liebe Grüße

Natalie

Inaktiver User
21.06.2006, 18:33
Hm, ich habe mich jetzt mal durch die links geschmökert (danke!) aber ich kapiere immer noch nicht, warum ausgerechnet der "Kampfhund" so dran glauben muß. Liegt das wirklich nur an dieser Hinterhofkampfgeschichte?

Fast schon beruhigend für mich finde ich übrigens, dass der Husky in den Beißstatistiken auch auftaucht. Fragt man mal die "Rassekenner" (und das sind fast alle, die schon mal Snow Dogs von Disney gesehen haben :knatsch:), ist der Husky das Lamm unter den Hunden. Nicht, dass ich dem nicht prinzipiell zustimmen würde, meine Madame ist ein großes freundliches Schaf, für das ich aber NIEMALS die Hand ins Feuer legen würde. Nicht falsch verstehen, aber ich sehe agressives Potential eben in jedem Hund und persönlich wurde ich immer nur von Dackeln und Schäferhunden gebissen, wobei die Dackel wesentlich schlimmer waren.

Interessant finde ich auch das Argument einer Userin, dass "Kampfhunde" böse und agressiv aussähen, liegt das vielleicht an der häufig vorkommenden schwarzen/dunkelbraunen Farbe? Im Tierheim wurde mir erzählt, dass alle schwarzen Tiere, egal ob Hund oder Katze etc. schwer vermittelbar seien, auch hier sehe ich keinen Grund.

Wie gesagt, ich kenne nur den Gassikumpel, der meiner Einschätzung nach ein Amer.-Pitbull-nochwas-Mix ist und der Besitzer versteht selbst die Welt nicht mehr, den brauche ich bestimmt nicht nach den Gründen zu fragen, der ist schon froh, wenn überhaupt noch einer mit seinem Hund spielt...

Ich raff's einfach nicht, wo das auf einmal herkam, das war doch auch nichts Neues, dass die Hunde früher anderen Einsatz gefunden haben oder?

aok
22.06.2006, 08:14
Es ist einfach so, dass kleine Hunde süß aussehen und niedlich und unschuldig.
Aber die sind oft viel giftiger als Große.
Manche Rassen sehen auch einfach böser aus oder gefährlicher, was weiß ich. Aber einem Dackel traut man eben weniger "Zubeißen" zu als einem Rottweiler.
Wird auch immer in den Köpfen bleiben.

Love77
22.06.2006, 17:29
Sorry, diese Hunde werden mit Sicherheit, nicht einfach so
als Kampfhunde beschimpft.

Mit Sicherheit, sind nicht alle gefährlich, aber sie sind unberechenbar.
wie jedes Tier. Klar ist auch das ein giftiger kleiner Yorki, Westi, Dackel,
etc. keinem Menschen größeren Schaden anrichten kann.

Diese Kategorie Kampfhunde und gefährliche Hunde, müssen vorsichtig behandelt
werden. Natürlich sind es süße Bilder, und diese Hunde werden Ihrem Besitzer,
oder Familienmitglieder in den seltensten Fällen was tun. Aber was ist wenn fremde Menschen kommen?? Was ist wenn, ein solcher Hund erschreckt wird, ein Kind im am Schwanz zieht?? Gar nicht dran zu denken!!

Mit Sicherheit, sind nicht alle gleich agressiv, aber es steckt in jeden dieser und
auch anderen Hunden. Ein Hund möchte sein Herrchen oder Frauchen beschützen!!

Solche Hunde müssen in erfahrene Hände, diese Hunde müssen an der Leine gehalten werden. Wenn ein Kampfhund oder gefährlicher Hund den Wesenstest besteht, dann besteht auch keinen Leinezwang (außerorts) oder Maulkorbzwang. Das Hunde in gebauten Gebieten an der Leine zuführen sind trifft für alle Hunde zu und steht in jeder Polizeiverordnung.

Ich würde nie einen solchen Hund, mit einem Säugling oder Kleinkind alleine lassen, niemals.

Ich liebe Tier, aber man darf manche Tiere und Rassen nicht verniedlichen.

Ich weiss, jetzt gehen mit Sicherheit viele auf mich los. Aber dies ist meine Meinung.

Ein Menschenleben, steht immer noch vor einem Tierleben!!!!

Inaktiver User
22.06.2006, 20:56
Irgendwie finde ich es sehr schade, daß einige wenige Vollidioten es geschafft haben, ein paar (teilweise sehr alte) Hunderassen so in den Dreck zu ziehen, daß es den „normalen“ Liebhabern dieser Rassen nicht mehr vergönnt ist, in Ruhe spazieren zu gehen, ohne beschimpft zu werden oder mitansehen zu müssen, wie Passanten ganz schnell die Straßenseite wechseln.

Einiges ist zu diesem Thema ja auch schon im „Allgemeinen Forum“ geschrieben worden, deshalb muß ich es hier ja nicht wiederholen.

Eines wollte ich aber noch zu Kindern und Hunden sagen:



...Was ist wenn, ein solcher Hund erschreckt wird, ein Kind im am Schwanz zieht??...



Kinderhände haben nicht an der Rute eines Tieres zu ziehen und genauso haben sie nichts in den Augen, der Nase oder den Ohren eines Tieres zu suchen und es ist Sache der Eltern, dies einem Kind beizubringen sowie auch den Respekt vor dem Tier. Tiere sollte man auch nicht mit Absicht erschrecken, das kann nämlich ganz schön daneben gehen. Man kann ein Tier nicht behandeln, wie es einem gerade in den Kram paßt. Das hat mit „Menschenleben geht vor Tierleben“ nichts zu tun. Ein Tier ist ein Lebewesen und kein Spielzeug.



Ich würde nie einen solchen Hund, mit einem Säugling oder Kleinkind alleine lassen, niemals.



Ich würde gar keinen Hund, schon gar nicht mit einem Säugling oder Kleinkind alleine lassen. Noch nicht einmal einen Rehpinscher oder Chihuahua. Da können alte Eifersüchteleien aufbrechen und auch ein kleines Hundegebiß kann in einem Kinderarm oder -gesicht viel Unheil anrichten (wenn mein Dackelmischling gähnt, kann ich auch die Verwandtschaft zum Wolf ganz klar erkennen – alleine schon die Fangzähne :ooooh:

Auf Hundezeitung.de ist ein (wie ich finde) sehr guter Artikel zu Kindern und Hunden

Hundezeitung (http://www.hundezeitung.de/ratgeber/kind.html)

Pianoforte

Inaktiver User
22.06.2006, 21:17
Love,
ein "Kampfhund" ist ein Hund, der für einen Hundekampf mißbraucht wird.

Viele Rassen die als "Kampfhunde" bekannt gewordenen Hunderassen haben ihren Ursprung im sogenannten "Blood Sport", ohne Zweifel. Ein Rottweiler gehört dazu ebenso wenig wie ein Rhodesian Ridgeback oder ein Dobermann. Trotzdem werden diese Hunde auf Rasselisten der "gefährlichen" Hunderassen geführt. Es gibt keine "gefährlichen" Hunderassen. Es gibt gefährliche Individuen von Hunden, die noch nicht mal an ihrer Rasse festzumachen sind.

Selbst innerhalb einer Rasse schwankt das Verhalten von Hunden ganz erheblich. Und warum? Weil das Verhalten eines Hundes maßgeblich durch seine Umwelt - seine Erziehung und seine Haltung - beeinflusst wird.



Ein Hund möchte sein Herrchen oder Frauchen beschützen!!



Ein Hund, der dies tut, ist schlecht erzogen.



Diese Kategorie Kampfhunde und gefährliche Hunde, müssen vorsichtig behandelt
werden.



Kannst du mir sagen, warum?



Natürlich sind es süße Bilder, und diese Hunde werden Ihrem Besitzer,
oder Familienmitglieder in den seltensten Fällen was tun.



Ebenso wenig oder ebenso sehr wie jeder andere Hund.



Was ist wenn, ein solcher Hund erschreckt wird, ein Kind im am Schwanz zieht?? Gar nicht dran zu denken!!



was, wenn ein Kind am Schwanz eines Irish Setters zieht?



Ich liebe Tier, aber man darf manche Tiere und Rassen nicht verniedlichen.



man sollte überhaupt kein Tier (oder Rasse) verniedlichen. Denn das macht jedes Tier zur Karrikatur seiner Art und spricht meiner Meinung nach von einer völligen Nichtachtung gegenüber einem anderen Wesen.

Grüße
Bim

Love77
23.06.2006, 08:23
:pc kaputt: :pc kaputt: :pc kaputt:

Guten morgen, jetzt hab ich soviel geschrieben und plötzlich war alles weg!!

Es waren mit Sicherheit keine Vollidioten, sonder diese Hunde sind am häufigsten negativ Aufgefallen. Ok, wir verwenden nicht mehr den Ausdruck Kampfhunde, sondern
gefährliche Hunde. Als gefährlicher Hund würde ich im überigen noch viel mehr Hunderassen bezeichnen....

Ein Kind sollte niemals einem Tier schmerz zufügen, egal ob Meerschweinchen, Hase, Hund oder Katz, ich würde auch nicht sagen es hat was mit schlechter Erziehung zu tun ein 1 jähriges Kind, weiss einfach noch nicht was es darf und was nicht. Selbst wenn die Eltern dabei sind es, kann man es manchmal einfach nicht verhindern.

Mit verniedlichen meinte ich die sehr sehr schöne Internetseite, wo man die Hunde mit süßen Sprüchen verniedlicht hat.

Jeder HUndebesitzer sollt erst mal einen Test machen, ob er den Hund auch erziehen kann, ich find es mehr wie verantwortungslos, wenn ich seh wie ein Hund mit seinem Frauchen oder Herrchen spazieren geht.

Schönen Tag
Love

Inaktiver User
23.06.2006, 10:43
Hallo zusammen,

ich habe im Netz gerade einen zum Thema "Aggressivität und Beißen" gut passenden, sehr interessanten und lesenswerten Artikel von Erik Zimen gefunden. Und ich stelle fest, dass ich mein Buch "Der Hund" von Zimen mal wieder aus dem Bücherregal holen sollte...

Hier der Artikel (http://www.meyerhermann.de/unten/Dr.E.Zimen/zimen.html)

LG,
Zuza

murmeltier
23.06.2006, 11:03
Love, du hast leider mit dem, was du schreibst Unrecht.

Wie kommst du darauf, dass diese Hunde am häufigsten negativ aufgefallen sind?
Wie kommst du darauf, dass es schlimmer ist, wenn ein Kind einem dieser Hunde am Schwanz zieht als wenn es das bei einem anderen Hund tut?
Wie kommst du darauf, dass diese Hunde gefährlicher sind als andere?

Würdest du dafür bitte auch nur einen einzigen plausiblen Grund oder Beweis bringen? Ich versichere dir, dass es nicht so ist.

Im Übrigen ist schon deine Grundannahme eine ganz falsch, wenn du sagst: Sie täten ja sicher der eigenen Familie nichts, aber Fremden schon.
80%(!) aller Hundeangriffe - bei ALLEN Rassen - finden im eigenen Revier des Hundes statt bzw. auf einen Menschen, den der Hund schon kennt. Das ist bei diesen Hunden nichts anderes als bei anderen.

Was diese süßliche Darstellung auf der Internetseite betrifft, das kann ich sogar vetshenen. Ich stimme da jedoch Bim zu - das wäre auch nicht besser, wenn statt Staffs und Pitties da Schäferhunde und Golden Retriever mit Kindern abgebildet wären. Das Prinzip ist das selbe und enteweder man mag diese Art der Darstellung oder man mag sie nicht, weil man sie als Verniedlichung und mangelndem Respekt vor Tieren empfindet. Dabei ist es dann jedoch egal, um welche Tiere es geht.

Ich bin dennoch der Ansicht, dass dies ein Weg ist, um Leute zu erreichen. Fakt ist, dass sehr viele Menschen denken, dass "solche Hunde" nur im rotlicht Milieu, bei Nazis und Junkies leben. Fakt ist auch, dass diese Annahme falsch ist, da die meisten dieser Hunde in Familien mit Kindern leben - nur das wollen wir zeigen.

Genau so wie sich hartnäckig das Gerücht hält, diese Hunde seien generell und immer unverträglich mit anderen Tieren - auch dazu kann man schöne Fotos sehen: Mit anderen Hunden, mit Katzen, mit Kaninchen usw.

Und mehr soll einem diese Seite erstmal nicht sagen. Nicht dass es die allerliebsten und tollsten Hunde überhaupt sind, die man auf der Straße sofort ungefargt knuddeln soll, sondern einfach, dass es Hunde wie alle anderen auch sind, die sich ganz einfach so verhalten, wie sie es gelernt haben, wie sie sozialisiert wurden und geführt werden.

Dass es unter ihnen - vorallem bei den Rüden - auch Exemplare gibt, die etwas schwieriger zu händelt sind, weil sie dominant und mutig sind, stelle ich nicht in Abrede. Das ist jedoch bei vielen Jagdhunden, Herdenschutzhunden usw. nicht anders und ist eben auch nicht generell der ganzen Rasse zuzuschreiben.

Ich möchte Bim im übrigen nochmal ausdrücklich zustimmen, dass das Verhalten auch innerhalb einer Rasse ganz beträchtlich schankt. Ich habe hier 2 Hunde gleicher Rassenmischung sitzen. Sie sind deratitg unterschiedlich, dass es mir immer wieder die Sprache verschlägt Sowohl in Temperament, Selbstbewusstsein, Verhaltebn usw.

Love, du drescht hier ganz schön Phrasen (ist nicht böse gemeint) - kannst du irgendetwas von deinen Aussagen belegen? Ich kann sie nämlich widerlegen... Mit sämtlichen Statistiken und mit vielen wissenschaftlichen Meinungen. Hast du mal die Links angeklickt, die ich für Estrellalulana oben gepostet hatte? Würde ich dir empfehlen.

By the way: Staffordshire-Bullterrier stehen hier auch mit auf der "Kampfhundliste", obwohl sie nur 35-41 cm hoch werden. In Großbritannien sind diese Hunde fast so verbreitet, wie hier der Schäferhund. Sie sind dort die beliebtesten Familienhunde und werden "Nanny Dogs" genannt. Eine ganze Weile waren es auch diese Hunde (Bullterrier z.B.), die sehr häufig für die Therapie mit behinderten Kindern eingesetzt wurden, was ihnen auch den Spitznamen "nurse Dog" einbrachte. (Mittlerweile sinkt das Image dieser Hunde immer mehr und die Retriever sind mehr im kommen, das hat aber nichts damit zu tun, dass Bullies und Co. nicht sehr gut dafür geeignet waren).

Diese Rassen zeichnen sich - wenn sie nicht durch falsche/fehlende Sozialisation gänzlich versaut wurden - normalerweilse durch eine sehr große Menschenfreundlichkeit aus und eine sehr hohe Toleranz gegenüber Irritationen, z.B. durch Kinder. Souveränität und eine hohe Reizschwelle sind in seriösen Zuchten schon seit über 100 Jahren oberstes Zuchtziel.Im Klartext bedeutet dass, es im großen und Ganzen ungefährlicher ist, wenn ein Kind einem Bullterrier am Schwanz zieht, als wenn es das bei einem Jack Russel Terrie oder einem Schäferhunde oder einem Dackel tut. Deshlab sind sie ja auch für diese Therapiearbeit bevorzugt worden.

Liebe Grüße

Natalie

Love77
23.06.2006, 12:38
Hi,

Ich spreche in soweit aus Erahrung, dass ich dieseHUnderassen nicht für ungefährlich halt, da ich ein Ordnungsamt der Gemeinde .... leite. Ich leider schon, Hunde wegnehmen hab lassen müssen, die als Kampfhunde mißbraucht wurden. Z.B. für Bewachungen von Lagerhallen, für fahrten, mit dem LKW ins Ausland.

Diese Hunde hatten Personen und ander Hunde angegriffen. Mit Sicherheit, nicht unerklärlich, sie wurden so erzogen. Fakt ist, dass ein solcher Hund, der ein großes gewaltpotenzial hat nicht in der öffentlichkeit umherlaufen darf.

Ich wünsche ein schönes Wochenende..

murmeltier
23.06.2006, 12:59
Love, das ist ja völlig unbestritten, dass Hunde mit GEwaltpotential nicht in der Öffentlichkeit rumlaufen dürfen. Und Hunde einzuziehen, die Menschen gebissen haben ist ja auch völlig richtig - ebenso wenn Hudne so offensichtlich missbraucht werden, wie du e shier beschreibst.

Du sagst aber doch slebst, dass sie eben falsch gehalten wurde. Was hat das dann mit der Rasse zu tun? Kommt sowas nicht genau so mit anderen Rassen vor?

Es ist definitiv nicht richtig, dass diese Hunde öfter beißen als es andere Hunderassen tun. Auch prozentual nicht, also wenn man die Häufigkeiten der Rassen berücksichtigt.
Es ist auch nicht richtig, dass andere Hunde "nur beißen" diese Hunde aber "sofort töten". Auch das besagt z.B. die Statistik der tötlichen Hundebisse.

Imm wieder wird hier argumentiert, dass man aber von "normalen Hunden", nicht höre, dass sie Kinder totbeißen. Von "Kampfhunden" höre man dies aber öfter. Dies liegt einzig und allein an der Art der berichterstattung. Ein Beispiel zeigte ich oben. Kinder werden getötet bzw. verstümmelt von Husky, Jack Russel und Schäferhund-Rotti-Mix und man bildet aber einen Pittbull neben der Schlagzeile ab. Wenn ein Schäferhund oder ein dackel beißt, steht es klein auf Seite 30, wenn ein Pitbull beißt - selbst wenn es im Auslands ist(!) - steht es auf der Titelseite. So entsteht ein völlig falsches Bild von Häufigkeiten.

Fakt ist, JEDER Hund kann töten. Bei einem Baby - und die sind öfter Opfer als man meint - reicht dazu auch ein Rehpinscher... In der Schweiz wurde ein Baby von einem Yorkshire-Terrier getötet...

Ich stelle hier mal die Statistik ein, die zeigt, wie viele Kinder in Deutschland in den letzten knapp 40 Jahren von welchen Hunderassen getötet(!) wurden:

18. November 1968 (Landau, Pfalz): 14 Tage altes Baby von Schäferhund totgebissen.

8. März 1971 (Wunsiedel in Oft.): Vierjähriger von Schäferhund totgebissen.

23. August 1972 (o O): Doggen töteten 6jährigen Knaben

25. April 1973 (Waiblingen): Der 10jährige Junge St. F. von zwei Schäferhunden getötet.

23 März 1974 (Saarland): Deutsche Dogge tötet 6jähriges Nachbarskind.

30. September 1974 (Herne):12jähriger K.D.K. von Schäferhunden getötet.

16. Oktober 1974 (Dinslaken): Der 8jährige T.B von Schäferhündin getötet.

Silvester 1976 (Rödental b. Coburg): Ein Leonbergerrüde tötete 6jährigen Knaben

Januar 1977 (Karlsruhe): 5jähriger Junge von zwei Schäferhunden getötet.

5. April 1977 (Berlin-Frohnau): Deutsche Dogge tötete den 3jährigen

13. August 1977 (Delmenhorst): Schäferhund tötet 7jährigen

1982 (Berlin): Zwei Dobermannhunde töteten 6jährigen Jungen.

1982 (Recklinghausen): Zwei Schäferhunde töteten 5jährigen Jungen und verletzten die abwehrende Tante.

Juni 1983 (München): Sibirischer Husky sprang durch Fenster und tötete 10 Tage alten Säugling.

28. Januar 1985 (Gießen): 10jähriges Mädchen beim Eisschlittern von zwei Schäferhunden getötet.

18. Mai 1985 (Flensburg): Zwei Schäferhunde fielen über Mädchen her-11jährige totgebissen.

2. August 1985 (Peulendorf b. Bamberg): Jagdhund biß dreijähriges Mädchen tot.

November 1989 (Buchholz/Nordheide): Ein in der Familie lebender Mischlingshund tötet einen Säugling durch Abbeißen des Kopfes

20. März 1989 (Karlruhe): Tod eines 4jährigen jngen durch drei Schäferhunde die auf dem Rückweg vom Hundeplatz waren.

19. Mai 1989 (Ofterdingen): Tod eines 7jährigen Jungen durch zahlreiche Bisse eines Schäferhundes.

12.Juli 1993 (Bissendorf bei Hannover): Dogge fügt Mädchen tödliche Bisswunden zu.

9. April 1996 (Ansberg): Rottweiler beißen Fünfjährigen tot.

21. Juli 1996 (Droysendorf bei Bamberg Bayern): Kind durch Schäferhund getötet.

15. Februar 1997 (Zwickau): Kleine Meldung. (FAZ in 66 Worten: Ein Schäferhund hat am Freitag in Zwickau einen sieben Tage alten Säugling totgebissen).

28.4.1998 (Dreetz Mecklenburg-Vorpommern): Theresa (6) von 3 Rottweilern getötet.

14. Februar 1999 (Stralsund und Mechelen in Belgien): Aggressive Rottweiler töten zwei Kinder.

Juni 2000 (Hamburg): Der Fall Volkan - Pitbull tötet 6-jährigen

8. August 2001 (Lutzhorn, Krs. Pinneberg): Ein elf Jahre altes Mädchen vom Schäferhund des Vaters todgebissen.

28. März 2002 (Rheinland-Pfalz/Zweibrücken) Am Donnerstagnachmittag wurde ein 6-jähriger Junge bei Hornbach, Landkreis Südwestpfalz, von zwei Rottweilern angefallen und tödlich verletzt


Ich habe mich jetzt mal rein auf Kinder bezogen, da diese am häufigsten als Opfer von "Kampfhunden" genannt werden und auch am häufigsten betroffen sind.

Wir halten fest, In Deutschland wurden bisher getötet:

15 Kinder durch Schäferhunde
4 Kinder durch deutsche Doggen
4 Kinder durch Rottweiler

1 Kind durch Dobermänner
1 Kind durch Leonberger
1 Kind durch Pitbulls
1 Kind durch Huskys
1 Kind durch Jagdhunde
1 Kind durch Mischlinge

Insgesamt 29 Kinder.

EINES durch einen Kampfhund im eigentlichen Sinne, 28 durch NICHT-Kampfhunde.
Wenn man Rottweiler und Dobermänner mit in die Kategorie nimmt (wo sie urpsrünglich nicht rein gehören) sind es noch immer 6 zu 23...

KEIN einziges durch einen Bullterrier, einen Stafford, einen Staff-Bull oder einer Bulldogge. Trotzdem stehen sie auf den Listen der "gefährlichen Hunde".
Ist das fair?

Ich möchte hier nicht sagen, dass "andere Rassen" (z.B. der Schäferhund) auf die Liste gehören. Da gehört gar keine Rasse drauf. Sowas ist immer im Einzelfall zu entscheiden. Es gehtr mir auch nicht darum mit dem Finger auf andere zu zeigen udn zu sagen "Das sind die wahren Bestien" - wäre ja Unsinn. Wa sich zeigen will, ist dass JEDER Hund, vorallem jeder große Hund Tötungspotential hat und es datum albern ist, nur EINIE Rassen als "gefährlich" zu bezeichnen.

Die Auflagen an Hundehalter ALLER Rassen, sollten generell erhöht werden. Sprich Führungszeugniskontrolle, Sachkundenachweis, Pflicht zum Chippen und Pflicht zur seperaten Haftpflichtversicherung. Evtl. auch Pflicht zum Hundeschuldbeushc bzw. zur Absolvierung eines simplen Gehorsamstests, wie Sitz, Platz, Bleib, Fuß.

Dann wären Rasselisten völlig überflüssig... Damit rettet man nämlich nicht einen einzigen Kind das Leben.

LG

Natalie

Inaktiver User
23.06.2006, 13:18
Diese Hunde hatten Personen und ander Hunde angegriffen. Mit Sicherheit, nicht unerklärlich, sie wurden so erzogen. Fakt ist, dass ein solcher Hund, der ein großes gewaltpotenzial hat nicht in der öffentlichkeit umherlaufen darf.



Love, schade, dass du die Argumente, die Nathalie oder Bim anführten, gar nicht wirklich annehmen magst. Das oben Zitierte ist der Knackpunkt, das Problem wird ursächlich durch falsche Erziehung hervorgerufen, ob nun bewusst oder unbewusst, das sei dahingestellt. Die Daumenschrauben sollten wesentlich stärker bei den Menschen, die Hunde züchten, aufnehmen, aufziehen, erziehen angesetzt werden. DA liegt der Hund begraben. Jeder, der es darauf anlegt, wird es z.B. schaffen, aus einem als absolut freundlich, kinderlieb und familientauglichen geltendem Hund wie z.B. einem Labrador ein ätzend aggressives Viech zu machen, aber dazu schrieb ich in Nathalies Thread im allgemeinen Forum schon etwas.

Und wenn du gar ein Ordnungsamt einer Gemeinde leitest, dann kannst evtl. du erklären, mit welcher Begründung nur Halter von größeren Hunden z.B. einen Sachkundenachweis erbringen müssen, Halter von kleineren Rassen aber nicht? Das ist so ein Kokolores! Ich finde das absolut unverständlich! Wenn ich mir anschaue, zu was für blöden Fiffis wirklich eine Menge Leute z.B. kleine Hunde machen und sich einbilden, mit ihrem Hund umgehen zu können, dann könnte ich in die Tastatur beißen! Ich erlebte einen "süßen, kleinen" Dackel, der sich in der Hand seiner Halterin dermaßen verbiss, weil sie ihm einen fremden Ball wegnehmen wollte, dass sie ihre Hand nicht mehr richtig benutzen kann, weil Nerven geschädigt wurden. Oder ein älterer Herr, der seinen Yorkshire-Terrier am lang ausgestrecktem Arm am Halsband hängend an mir und meiner Labradorhündin vorbeitrug, derweil sein armer Hund hysterisch in der Luft zappelte und aggressiv bellte und schnappte. Wenn ich SOWAS sehe, Love, dann könnte ich platzen. Was glaubst du, was passiert, wenn ein Kind diesen Hunden zum Beispiel unbedacht am Schwanz zieht, weil sie ja so klein und niedlich sind? Ich möchte das Kind nicht sein, ehrlich nicht.

Ich verstehe wirklich nicht, warum das Problem der Hundehaltung von den Ländern nicht dort angepackt wird, wo der Kernpunkt des Problems liegt: bei den Haltern und Züchtern. Warum zieht man sich noch, wenn es z.B. darum geht, Hundeführerscheine als Pflicht für ALLE Hundehalter einführen, egal ob sie einen Pudel oder einen Staff haben?

Zuza

Mausilikatze
23.06.2006, 13:48
Ich verstehe wirklich nicht, warum das Problem der Hundehaltung von den Ländern nicht dort angepackt wird, wo der Kernpunkt des Problems liegt: bei den Haltern und Züchtern. Warum zieht man sich noch, wenn es z.B. darum geht, Hundeführerscheine als Pflicht für ALLE Hundehalter einführen, egal ob sie einen Pudel oder einen Staff haben?

Zuza



:allesok: :allesok: :allesok:

Love77
23.06.2006, 17:02
Murmeltier ich möchte dir ja gar nicht mehr wiedersprechen :allesok:

Ich kann leider keine Gesetze entwerfen, dass können nur Politiker, leider....

ich finde auch, dass jeder Hundehalter, für hunde ab einer gewissen größe,
ein führungszeugnis, sachkundenachwei, haftfpf. besuch einer Hundeschule nachweisen sollte. ganz ehrlich, bei einem dackel, pinscher, würde ich ein führungszeugnis übertrieben finden. Hundeschule sollte pflicht für alle halter sein.

Inaktiver User
23.06.2006, 17:14
Love,

warum das alles nur ab einer gewissen Größe?

Zuza

Morrigan1967
16.09.2006, 01:16
Hi,

Ich spreche in soweit aus Erahrung, dass ich dieseHUnderassen nicht für ungefährlich halt, da ich ein Ordnungsamt der Gemeinde .... leite.

Love, nimm es mir bitte nicht krumm, doch das halte ich für kein einwandfreies Indiz bezüglich Fachwissen.
Ich erinnere mich noch allzu deutlich an das Telefonat mit der Dame vom Odnungsamt meiner Heimatstadt, die mich - da sie ja nun glücklicherweise gerade einen Besitzer eines sog. Kampfhundes am Hörer habe (O-Ton) - bat, ihr den Unterschied zwischen Maulkorb und Halti zu erklären. Und diese Dame war expliziet für die Listenhunde zuständig !
Es gäbe noch andere Anekdoten, doch das würde zu weit führen und wir säßen morgen noch hier.
Fakt ist : weil man mit der Umsetzung von Gesetzen betraut ist, ist damit noch lange kein Wissen über Rassen im allgemeinen und Hundeverhalten im speziellen zwingend verbunden. Das wäre lediglich wünschenswert.

Habt ihr nur Hunde eingezogen, die "gefährlichen" Rassen angehörten ? Wenn ich bedenke, welche Voraussetzungen zur Haltegenehmigung eines solchen Hundes vonnöten sind und nicht jeder Hanswurst die erfüllen kann, müssen also bei euch entweder sehr viele brave Bürger mit lupenreinem Führungszeugnis leben, die fast alle einen solchen Hund halten, oder eben viele, die einen solchen Hund illegal halten, um eine so hohe Quote zu erfüllen. Zumindest sprichst du Vertreter dieser Rassen so deutlich an, daß der Eindruck entsteht, ihr Anteil sei besonders hoch.
Eine Bekannte, die ebenfalls beim Ordnungsamt arbeitete hat jedenfalls Hunde völlig unterschiedlicher Rassen einziehen müssen. Die hatte es scheinbar etwas abwechslungsreicher. ;)
Auch bei unserem Hundetrainer, der außerdem eine Hundepension hat, in der die Stadt auch beschlagnahmte Hunde unterbringt, hat durchweg "gemischtes" Publikum, und wenn "Kampf"-Hunde eingezogen wurden, dann selten wegen irgendwelcher Vorfälle als vielmehr deswegen, daß der Halter nicht die erforderlichen Unterlagen vorweisen konnte.

Leider bedienst du dich vieler Klischees. Alleine das widerlegt deine Sachkenntnis.
Zur Geschichte der Pitdogs (die einzigen Hunde, auf die der Begriff Kampfhunde wirklich zutrifft und die beileibe nicht nur dem American Pitbull Terrier angehören; eine Bezeichnung also, die lediglich einen Aufgabenbereich beschreibt, und keine Rasse) : diese Hunde wurden nicht nur auf Gameness hin selektiert, sondern auch auf Menschenfreundlichkeit, und auf beide Eigenschaften wurde gleichermaßen viel Wert gelegt. Mal ganz abgesehen davon, daß die Pitdogs fast immer in Familien mit Kindern lebten (und nochmal ganz deutlich : wir sprechen hier vom zum Kampf ausgebildeten Hunden, die sicher nicht nur Couchpotatos waren), weil sie einfach die Geldeinnahmequelle des kleinen Mannes darstellten der nicht unbedingt den großen Garten mit Zwinger zur Unterbringung hatte, mußten diese Hunde sich im Kampf bei einer Unterbrechung anfassen und rausnehmen lassen. Der Hund, der dabei einen Menschen biß, hatte es hinter sich und wurde noch an Ort und Stelle getötet. Er mußte also in einer Extremsituation auf der Höchststufe des Selbsterhaltungstriebes, in einem Kampf um Leben und Tod trotzdem eine so hohe Reizschwelle haben, die Menschenhand, die reingreift nicht zu beißen.
So, und nun spreche ich dir mal die freundliche Empfehlung aus, wenn sich die Gelegenheit bietet in eine Keilerei zwischen zwei x-beliebigen "normalen" Hunden reinzugreifen, die nicht einmal einen Beschädigungskampf führen sondern lediglich einen Kommentkampf, und viel Spaß dabei. Hinterlass vorher deine Adresse, damit wir dir Blumen schicken können. :smirksmile:

Du fragst dich durchaus zu recht, weshalb denn dann ausgerechnet diese Rassen so in Verruf geraten sind. Da haben wir einmal die, die den Mythos des unbesiegbaren Bulldogs heute noch feiern, weiterhin die, denen das eine Mordsangst macht und denen diese Kraftpakete schon optisch unheimlich sind, geben dem ganzen noch eine Prise Gänsehautfeeling hinzu und ein Gerüchtepülverchen, und fertig ist die Suppe. Die Grundstimmung ist also schon mal keine Gute gewesen, und interessanterweise haben die, die am lautesten über die Pitbulls schimpfen, noch nie einem live gegenübergestanden und können auf einem Bild einen Staffbull nicht von einem Bulli unterscheiden (hat sich bis heute übrigens nicht geändert).

Zum Eklat kam es mit Volkan, dem kleinen Jungen aus Hamburg, der getötet wurde.
Mit dem "Haupttäter" Zeus haben wir einen mehrfach auffälligen Hund, der mit Auflagen versehen war, die kein auch nur ansatzweise pflichtbewußter Ordnungsamt-Mitarbeiter jemals überprüft hat, auch nicht, nachdem Hinweise aus der Bevölkerung eingingen, die alarmierende Meldungen bezüglich des Hundes machten.
Nachdem man nun also behördlicherseits die Angelegenheit gründlich versaubeutelt hatte, mußte die aufgeregte und verständlicherweise sowohl verängstigte als auch geschockte Menge beruhigt werden. Also gebe man dem Mob ein Bauernopfer. So groß war die "Kampfhunde"-Lobby nie, als daß sie wirksam dagegen etwas hätte ausrichten können. Hätte anders ausgesehen, wenn man dasselbe mit dem Deutschen Schäferhund versucht hätte, vom dem es übrigens auch eine nicht unbeachtliche Liste mit tödlichen Beißvorfällen gibt.

Und so wurden überhastet und die angebotene Hilfe von Experten ignorierend Verordnungen aus dem Boden gestampft, um der Menge zu zeigen : "Sehet her, wir tun etwas, wir haben die wahren Schuldigen gefunden und nun kriegt euch bitte wieder ein, wo wir euch doch so schön beschützen.
(Das das einschlägige Klientel mittlerweile auf andere Hunderassen umgestiegen ist und damit Schindluder betreibt, das Problem damit also keinesfalls gelöst wurde, merkt schon keiner.)" :smirksmile:

Du führst als Negativbeispiele eingezogener Hunde solche an, die dazu erzogen wurden, Objekte zu bewachen und die auffällig wurden. Es sollte mich doch sehr wundern, wenn Besitzer eines Firmengeländes , LKW-Fahrer und ähnliche durch die Bank weg ein ausreichendes Fachwissen in der Ausbildung eines Schutzhundes besäßen und ihr Hund entsprechend ausgebildet wäre. De facto kann ein lediglich scharfgemachter Hund nur eine tickende Zeitbombe sein und bei passender Gelegenheit gefährlich werden. Doch auch das hat beileibe nichts mit der Rasse zu tun, sondern lediglich mit dummen und leichtsinnigen Besitzern.
Du schreibst, für einen kleinen Hund seien Vorsichtsmaßnahmen nicht wirklich nötig, weil sie keinen nennenswerten Schaden anrichten können. Falsch ! Der Schaden beginnt schon dort, wo ein unerzogener Kleinhund einfach auf die Straße rennt und einen Unfall verursacht, oder in einem Anfall von Größenwahn einen großen Hund angeht, weil das doch so utziputzi drollig ist ("Och guck mal, der mutige kleine Schatz"), worauf sich der Große gefälligst nicht zu wehren hat. Ein Verhalten, das normalerweise unter Hunden völlig asozial ist. In der Natur würde ein Canide, wäre er klar im Kopf, niemals einen größeren angreifen. Das passiert jedoch immer wieder, und daraus entstehen Vorfälle, die naturgemäß für den Kleinen unschön enden können und für die dann der Halter des großen Hundes zur Verantwortung gezogen wird.
Nur zwei Beispiele von vielen, die, alle aufgezählt den Rahmen sprengen würden und beweisen : wenn Sachkunde, dann bitteschön für Halter ALLER Rassen.
Übrigens möchte ich empfehlen sich einmal anzuschauen, wie das aussieht, wenn z.B. ein niedlicher kleiner Jack Russel zubeißt. Oder ein Dackel. Rassen, die dazu gedacht sind, in Höhlen geschickt zu werden und dort ziemlich wehrhaftes Wild zu stellen und möglichst sogar herauszuholen. Ein Biß von einem solchen Hund im auch für ihn leicht zu erreichenden Kopf-oder Halsbereich eines Kleinkindes ist fatal. Es gibt nicht nur erwachsene Menschen auf der Welt, und auch Kleinhunde können zu einer Gefahr werden.
Wir haben in unserer Hundeschule übrigens eine Frau, die dort - als letzten von vielen Versuchen - ihren Jack Russel so erziehen will, daß er sie nicht ständig anfällt, wenn sie auf ihn einwirkt. Bei der letzten Stunde hatte sie eine nicht unbeträchtliche Bißwunde am Unterarm, der Arm war vom Handgelenk bis zum Ellebogen blau. Der süße kleine Racker hätte statt der Außenseite des Armes ebenso die Innenseite erwischen und eine Arterie lebensgefährlich verletzen können. Tief genug war der Biß. Da brauch mir keiner etwas darüber zu erzählen, daß Kleinhunde nicht gefährlich werden können.

Zum nächsten Punkt : wenn du es als das non plus ultra erachtest, zum Schutz vor gefährlichen Hunden all das zu absolvieren, was du aufgezählt hast, dann wäre es ebenso angebracht, daß die Behörden Verantwortung übernehmen, die mehr beinhaltet als das Prüfen von Unterlagen auf ihre Vollständigkeit und den Vollzug von gerichtlichen Anordnungen, die erst erfolgen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Dann bitteschön erwarte ich auch auch etwas mehr Einsatzfreude und Arbeitseifer bei Hinweisen auf schlechte Hundehaltung, Meldungen wegen Tierquälereien usw. Solche Bedingungen gehen Vorfällen nämlich oftmals voraus, nur leider bequemt sich kaum ein Beamter, solchen Hinweisen auch mal nachzugehen. Ich arbeite im Tierschutz und habe das oft genug erlebt.
Verantwortung einfach nur weiterzugeben, statt Hand in Hand zu arbeiten, ist ja auch sehr viel einfacher.

Widersprechen muß ich allerdings auch den Fürrednern, die allen Ernstes behaupten, alle Hunde seien gleich. Ihr lieben Leute, eure Argumentation ist ja ansonsten schön und gut, aber DAMIT macht ihr euch unglaubwürdig. Wenn alle Hunde gleich sind, wozu gibt es dann die Rassehundezucht ? Lediglich zur Schöpfung eines optisch individuellen Hundes ? Blödsinn ! Mit der Zucht werden auch rassespezifische Eigenheiten gefördert, die sogar vorrangig.
Nicht vergessen darf man dabei allerdings, daß bei Rassen, die zum Kampf gezüchtet wurden, die ursprüngliche Verwendung zumeist sehr viel weiter zurückliegt als z.B. bei jagdlich geführten Rassen. Dennoch habe ich im Laufe der Jahre festgestellt, daß bei ehemaligen "Kampfhunde"-Rassen (aber auch bei Rassen, die auf wehrhaftes Wild eingesetzt werden, die also auf erhöhtes Angriffsverhalten und Unerschrockenheit hin gezüchtet wurden) öfter ein latent vorhandener Hang zur Rauflust vorkommt als bei anderen Rassen. Nicht generell bei jedem dieser Hunde - bei manchem gar nicht, bei anderen nur schwach ausgeprägt, aber eben durchschnittlich häufiger. Ihr bedient euch des Merkmals der Menschenfreundlichkeit, die aus der Zuchtselektion dieser Rassen resultiert, und verleugnet gleichzeitig die Kehrseite der Medaille. Das dadurch eure gesamte - ansonsten ja völlig richtige - Argumentation wenig glaubwürdig wirkt, seht ihr oftmals nicht.

Nun kommt jedoch das große "Aber" : zum einen kann man dem durch gute Frühprägung, umsichtige Sozialisierung und Erziehung hervorragend entgegenwirken. Da widerum wären wir an dem Punkt angelangt, wo Love schreibt, daß diese Hunde nur in geeignete Hände gehören, worin ich ihr völlig recht gebe. Allerdings heißt "geeignet" für mich nichts anderes als jemand, der mit den Eigenschaften seines Hundes harmoniert und mit ihnen umzugehen versteht, ebenso, wie ein Rentner kein geeigneter Halter für einen triebigen Deutsch Kurzhaar ist und dieser (der Jagdhund, nicht der Rentner) in die Hände eines Besitzers gehört, der ihn entweder jagdlich führen will oder zumindest in der Lage ist, den Hund anderweitig auszulasten und dann auch genug Fachwissen hat, den Jagdtrieb zu kanalisieren. Auch dafür eignet sich nicht jeder. So könnte man das auf jede Rasse bezogen weiterführen.

Zum anderen sind Agressivität gegen Artgenossen und Menschenagressivität zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Da wird jedoch oftmals nicht differenziert. Wenn ein Hund mit anderen nicht verträglich ist, bedeutet das noch lange noch nicht, daß er auch einen Menschen beißen würde und in der Regel ist das auch nicht der Fall.

Als Fazit meines zugegeben langen Redeflusses würde ich mir also vor allem von beiden Seiten - den Gegnern und den Befürwortern der angeblich gefährlichen Rassen - mehr Objektivität und Ehrlichkeit wünschen, sowie Lernbereitschaft und die Bereitschaft zu mehr Verständnis und Toleranz. Beide Seiten und ein harmonisches Miteinander würden davon profitieren.

Morrigan1967
16.09.2006, 01:57
Ganz vergessen .

Noch etwas zur Verniedlichung, die auf der verlinkten Seite angeblich getätigt wird : auch Hunde "gefährlicher" Rassen haben eine Seite, die man durchaus als niedlich bezeichnen könnte und ich sehe nun auch nichts Verkehrtes daran, die ebenfalls hervorzuheben, vor allem, wenn ansonsten nur Negatives in den Vordergrund gerückt wird.
Wenn ich Babybilder veröffentlichen will, stelle ich ja schließlich auch nicht nur die ins Netz, wo der Zwerg vor lauter Brüllen kurz vorm Kollaps steht, der Inhalt der Windel in einer bräunlichen Suppe an den Achseln wieder rausquillt und er mittig den Mittagsbrei erbricht.

Nochmal in aller Deutlichkeit : natürlich gibt es gefährliche Hunde, doch die sind immer und ausschließlich (ausgenommen, der Auslöser ist eine Krankheit) Ergebnis fehlerhafter Behandlung in mindestens einem dieser Bereiche : Prägung, Sozialisierung und Erziehung.
DAS ist für alle Hunde gleich welcher Rasse allgemeingültig !
Es betrifft immer nur einzelne Hunde, darum ist es sowohl falsch als auch wenig wirksam, als Prophylaxe eine ganze oder gar mehrere Rassen auszurotten , was das langfristige Ziel der Verordnungen sein soll. Das ist nichts anderes als eine publikumswirksame Maßnahme und zudem das Pferd von hinten aufgezäumt. Das Grundübel wird dadurch nicht beseitigt. Die Besitzer, die ihren Hund so versauen, daß er zu einer Gefahr wird, werden immer einen Hund finden, und wenn nicht einen sog. "Kampfhund", dann eben einen anderen.


@ Nadine
Schöne Seite, auch wenn ich sie bereits kannte (deine beiden HPs übrigens ebenfalls).