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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stern-Artikel: Seitensprung traumatisiert



Tszimisce
13.06.2006, 11:58
Hier ist ein recht interessanter Artikel (http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Seitensprung-Lebenslanges-Trauma/563015.html) zum Thema Seitensprung und seine Folgen. Vieles davon kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Das ständige Kopfkino, die Verletzlichkeit, die ohnmächtige Wut. Der Haß. Been there, done that. Ich glaube nicht, daß eine Beziehung nach einem Seitensprung (wie fröhlich sommerlich-hüpfend das doch klingt!) wieder so werden kann wie früher. Neu, vielleicht, auf anderer, mißtrauischerer Basis. Aber nichts ist dann mehr so, wie es vorher war.

Lelayna
13.06.2006, 12:34
Einen ähnlichen Artikel gab es letzten Monat über diese Studie im fokus.

Ich kann leider allem, was diese Wissenschaftler herausgefunden haben, nur zustimmen:

Das Ergebnis: Tatsächlich leiden Menschen, die von ihrem Partner betrogen wurden, unter ähnlichen Symptomen wie bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung, die etwa durch Misshandlung oder grauenvolle Kriegserlebnisse ausgelöst werden kann.

So haben vier von fünf befragten Frauen noch nach sechs Monaten so genannte intrusive Gedanken: Wieder und immer wieder sehen sie die quälenden Einzelheiten vor ihrem inneren Auge - wie ihr Mann eine andere küsst, sie berührt, verführt. Bei Männern sehen die Zahlen ganz ähnlich aus. "Diese Gedanken stellen eine ganz schlimme Belastung dar", sagt Ragnar Beer. "Ähnlich wie Vergewaltigungsopfer oder Unfallzeugen durchleben die Betrogenen die Situation immer wieder." Manche leiden sogar ihr Leben lang, können sich nie wieder richtig verlieben.

Leider kann es keiner, der es nicht selbst durchgemacht hat, nachvollziehen und es ist für mich immer noch (nach 4 Monaten Trennung und 2 Affären meines Ex, von denen ich weiß) traumatisch. Gerade heute Nacht habe ich wieder von ihm geträumt. Und immer sind diese Träume ganz schrecklich für mich - sie handeln davon, daß er mich wieder belügt. Es wiederholt sich in ganz vielen Nächten und hört nicht auf.

Ich verstehe nicht, warum ein Mensch, der einen angeblich liebt, mir so etwas antun kann und hoffe nur, daß nicht nur Betrogene den Artikel lesen.

Dani
13.06.2006, 13:40
In dem Artikel wird geschrieben, dass Mangel an Zufriedenheit im Bett, den Parnter in die Arme eines anderen treibt.

Das glaube ich nicht unbedingt. Mein letztes traumatisches Erlebnis und ich hatten beinahe täglich Sex drei Jahre lang und dennoch hat ihn das nicht davon abgehalten, sich woanders auszuprobieren.

Tszimisce
13.06.2006, 13:46
Ich hatte den Artikel so verstanden, daß bei einer Umfrage die Mehrzahl der Befragten "Unzufriedenheit" als Ursache angegeben haben. Die werden sicherlich nicht alle ein Wahrheitsserum inhaliert haben, insofern kann man bestimmt auch "Langeweile" oder "Gelegenheit" dafür einsetzen.

Kraaf
13.06.2006, 14:03
Tszimisce,

wie vorher? DAS kann ja nun wirklich keiner wollen oder? :smirksmile:

Erstaunlich viele versuchen das trotzdem. Trotz des von ihnen entdeckten Seitensprunges:
36% der betrogenen Männer und 26% der betrogenen Frauen vermeiden es, mit dem Partner über den Seitensprung zu reden.

Und klar, das zukünftige (zumindest anfängliche) Misstrauen hat seine Daseinsberechtigung. Es existiert und man muss lernen damit umzugehen. Meine Beiträge etwa zur "Bringschuld" des Betrügenden oder auch meine Akzeptanz, das Geltenlassen von "Eifersucht" haben ja einen Hintergrund.

Aber in dem Konflikt liegt eben auch die Chance, dass es zukünftig ehrlicher, offener, tabuloser (frei von falscher Scham, aber Respekt) und vor allem lustvoller und lebhafter zugeht.

Stattdessen lese ich in dem Artikel:

Das Ergebnis: Tatsächlich leiden Menschen, die von ihrem Partner betrogen wurden, unter ähnlichen Symptomen wie bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung, die etwa durch Misshandlung oder grauenvolle Kriegserlebnisse ausgelöst werden kann.

Hier in der Bricom können und müssen wir ach so häufig lesen, wie schnell man in eine Affäre hineinrutscht. Alles Misshandler? Alles Kriegsverbrecher? Hallo?

Ich ziehe mir diesen Stiefel so jedenfalls nicht an. Ich liebte sie und verliebte mich. Ich war überwältigt. Ich war naiv. Kann Liebe etwas Schlimmes sein? Ich dachte auch, Hilfe, ich liebe zwei Frauen. Ich fühlte mich geil und irgendwann hilflos in dem Rausch und klar, heute weiss ich auch, ich kann und muss nicht alles haben.

Nicht, dass ich das Traumarisiko wegreden oder beschönigen will. Aber Kriegsverbrecher? Was soll das? Wem nützt das?

Es sind auch noch andere Dinge, die mir in dem Artikel aufstossen. Aber dazu will ich ihn zunächst einmal mit der Süssen durchquatschen.

Den Link zur eigentlichen Studie finde ich dagegen schon wesentlich interessanter. Z.B. sind handelt es sich bei 80 % der Seitensprünge um Affären!
*klick* (http://www.theratalk.de/studie_seitensprung_betrogene_dauer_seitenspruenge .html)

Ich finde das einen ganz erheblichen Unterschied, denn der Kriegsverbrechervorwurf wird ganz pauschal erhoben. Auch soweit es um einen situativen ONS geht. Also hallo, darüber hatte ich einst als "Opfer" gegrinst, weil es - einmalig, abgeschlossen, reingerutscht - meine Beziehung so ganz und garnicht bedohen konnte und es einfach zu süss war, wie sie da zerknirscht und verlegen und voller reuiger Liebe vor mir stand. :freches grinsen:

Ich meine jedenfalls, hier in der Bricom von euch ständig weit bessere Beiträge rund um Affären und Seitensprünge zu lesen. Und ja, uch zur Prävention, dem Danach und dem Wieweiter.

:blumengabe: Kraaf

Inaktiver User
13.06.2006, 14:10
@Dani: Täglich Sex zu haben bedeutet ja nicht unbedingt zufrieden mit dem Sex zu sein...

Inaktiver User
13.06.2006, 14:26
Hallo Kraaf,

bitte Vorsicht bei Umkehrschlüssen!

Es geht überhaupt nicht darum Fremdgänger zu Kriegsverbrechern zu machen.
Auch nicht um eine vordergründige und festzuschreibende Täter-Opfer-Einteilung. - Was btw zur Zeit leider sehr ins populärpsychologische übergeht und dort fälschlicherweise als Synonym für "Gut-und-Böse" verwendet wird.

Sondern es geht darum, was Fremdgehen bei den Betrogenen auslösen kann.
Nicht mehr - aber auch nicht weniger.
Und ich finde das kann man durchaus so stehen lassen und auch so bezeichnen.
Ich hatte mich aus anderen Gründen ein bißchen mit Posttraumata beschäftigt und habe dann massivsten VertrauensMISSBRAUCH erfahren. Ich habe lange gebraucht, um meine eigenen Reaktionen darauf zu akzeptieren .... aufgeklärt, reflektiert und verständnisvoll für mich und meine Umwelt, wie ich bin :freches grinsen: . Erst dachte ich, ich spinn. Das sind ja posttraumatische Symptome .... :grmpf: und wagte kaum, das zu denken ..... ist aber so.

Lieber Gruß, Leda

Inaktiver User
13.06.2006, 14:44
Wenn die Hauptursache fürs Fremdgehen schlechter Sex ist, dann ist ja klar, dass der besser werden muss, wenn die Beziehung an der ganzen Sache nicht scheitern soll.
Nur, wenn ich mir als Frau ständig vorstellen muss, wie mein Kerl mit einer anderen im Bett war, steigert das nicht gerade meine Lust auf ihn. Wenn ich keine Lust habe, weise ich ihn ab. Er ist wieder frustriert und irgendwann kommt es halt wieder zum Seitensprung, weil er seine Bedürfnisse missachtet fühlt...
Ich kann die Frauen verstehen, die so reagieren. Es ist sehr schwer, über den eigenen Schatten zu springen und einen Fremdgänger wieder in die Arme zu schließen und die leidenschaftliche Geliebte zu spielen, nur damit der Tropf ja zu Hause bleibt.

Unter diesen Umständen würde ich lieber verzichten. Soll der Depp doch zu der anderen gehen.

Kraaf
13.06.2006, 15:10
Sondern es geht darum, was Fremdgehen bei den Betrogenen auslösen kann.
Nicht mehr - aber auch nicht weniger.



Okeee Leda,

und ja, das ist schon noch eine ganz andere Dimension, als wenn es nur heisst "du hast Spass? Ist das gegenüber deinem Partner fair".

Den Link zur Studie hab ich mal gespeichert. Den zum Artikel nicht. Ein wenig Trotz muss sein. *g*

Dir auch ein liebes Grüssle
Kraaf

Inaktiver User
13.06.2006, 15:15
Ist bei mir genauso, früher war ich total aufgeschlossen mit meinem Mann, hab alles mitgemacht und ihn auch verführt, haben auch Filmchen gesehen. Seid dem Vorfall wo er mich so schändlich hintergangen hat, wo ich mich um den kranken Vater kümmerte, ist nichts mehr wie vorher. Ich bin verklemmt und gehemmt, ich bekomme Wut auf Frauen in Filmen oder Werbung, der Sex ist nicht mehr so toll.

Das alles kann ein Betrug beim Partner auslösen.

Im Endeffekt muss ich jetzt bei mir therapieren lassen was mein Partner auch verbockt hat. Also hab ich noch dabei die Arschlochkarte gezogen.

Lg Krebs

Inaktiver User
13.06.2006, 16:36
Sondern es geht darum, was Fremdgehen bei den Betrogenen auslösen kann.
Nicht mehr - aber auch nicht weniger.



Okeee Leda,

und ja, das ist schon noch eine ganz andere Dimension, als wenn es nur heisst "du hast Spass? Ist das gegenüber deinem Partner fair".



Sorry, Kraaf :smirksmile:

aber das kann ich nun wieder nicht unkommentiert stehen lassen:
Es ist nicht eine ganz andere Dimension - sondern es ist etwas gaaanz Anderes / streng genommen hat es damit NICHTS zu tun:
Es ist nämlich die vorurteilsfreie Betrachtung bzw. Untersuchung einer bestimmten Gruppe. OHNE Ansehen (und schon ganz ohne Ver-/ Be-urteilung) der "Auslöserseite".

Betroffenheit macht es natürlich schwierig zu abstrahieren ..... und Du darfst auch gerne Deine persönlichen Schlüsse und Konsequenzen daraus ziehen .... :buch lesen:

:kuss:

Kraaf
13.06.2006, 17:39
Es ist nicht eine ganz andere Dimension - sondern es ist etwas gaaanz Anderes / streng genommen hat es damit NICHTS zu tun:



och menno Leda,

nicht, dass mir ein Zacken aus dem Kraafen-Krönchen fallen würde, nur weil ich mich jetzt als tumber Depp oute. Ich rätsel also mal munter an deinem Posting herum. Schade halt, wenn der Erklärbär im Schwimmbad herumtollt. Aber ich mag auch nicht nur Postings zum Thema "welche Tagestemperatur ist optimal für Swingerclubbesuche" verfassen. Also bleibe ich mal dran.

Die Kernaussage der Untersuchung ist für mich in etwa die: Seitensprünge des Partners können zu durchaus massiven Traumata führen. Kein individuelles Einzelschicksal, sondern eine derart häufige Verletzungsfolge, dass sich sagen lässt: wer betrügt, gefährdet nicht nur seine Beziehung, sondern eben auch nachhaltig die Gesundheit des Partners.

DAS ist für mich diese andere Dimension. Die mögliche Intensität einerseits. Die hohe Wahrscheinlichkeit andererseits.

Der häufig zu lesende zartmoralisch-sportliche Denkanstoss "wirklich fair ist das aber nicht", ist angesichts der drohenden Verletzungsfolgen im Grunde verharmlosend und Pillepalle.




Betroffenheit macht es natürlich schwierig zu abstrahieren .....



Jaja. Aber was denn eigentlich abstrahieren? Und wozu? So schrecklich ist Betroffenheit oft garnicht. Weil sie mit einem Selbst zu tun hat. Eben gerade nicht schlau-akademisch abgehoben oder kumpelhaft-stammtischmässig subnivelliert.

Aaaargs. Klär mich auf. :smirksmile:

resthaarraufend *g*
Kraaf

Prijon
13.06.2006, 18:07
Aber ich mag auch nicht nur Postings zum Thema "welche Tagestemperatur ist optimal für Swingerclubbesuche" verfassen. Also bleibe ich mal dran.

Kraaaaaaaaaaaaaaaaaaf,
danke für den Lacher des Tages. Jetzt ohne konkreten Hintergrund: Im Moment ist zu heiß. woll?!

Ich rätsel also mal munter an deinem Posting herum. Schade halt, wenn der Erklärbär im Schwimmbad herumtollt

Ich verstehe überhaupt nicht, was es da zu rätseln gibt. Es gibt Symptome. Die sind erst einmal ganz isoliert zu betrachten. Eine Verbrennung ist - rein klinisch betrachtet - eine Verbrennung, völlig egal, was sie ausgelöst hat.

ICH glaube, dass die Wunden dann besonders tief sind, wenn man nicht aktiv an deren Heilung arbeitet. Und dagehören eben zwei zu, die das beide WOLLEN. Ich erlebe (hier) Paare mit ganz unguten Mechanismen. Hast Du mal das gelesen, was "Wissenschaftler" hier heute geschrieben hat? Dessen Partnerin macht den "klein", weil er eben nicht mit der Verletzung klar kommt - für mich Psychoterror der allerübelsten Art. Und er selbst unterwirft sich dem und begehrt nicht massiv dagegen auf. Eine Spirale, die bei denen jetzt schon zwei Jahre dauert. Unfassbar.

Gruß,
Prijon

Kraaf
13.06.2006, 19:06
Okee, danke Prijon :blumengabe:

Die von dir genannten Postings habe ich nachgelesen. Destruktive Dauerbeziehungen. Da fehlen mir selbst zum halbwegs solidarischen Mitlesen die Nerven bzw. das Einfühlungsvermögen. Das überfordert schlichtweg mich und meinen eigenen Erfahrungsschatz. :knatsch:

nettes Grüssle
Kraaf

Prijon
13.06.2006, 19:30
Da fehlen mir selbst zum halbwegs solidarischen Mitlesen die Nerven bzw. das Einfühlungsvermögen. Das überfordert schlichtweg mich und meinen eigenen Erfahrungsschatz

Spannendes Statement - und irgendwie symptomatisch. Mein Erfahrungsschatz reicht (leider - und das hat mit nicht geheilten Verletzungen nichts zu tun) gut aus, um mich in Wissenschaftler hineinzufühlen.

Vielleicht sind es ja dieser individuellen Hintergründe, die z.B. auch die unterschiedlichen Reaktionen auf den Stern-Artikel (und auf vieles andere hier...) ausmacht.

heiße Grüße,
Prijon

Mirca
13.06.2006, 19:34
hm,
also ich tu mich schwer mit dieser Vorwurfsschiene - diese konsequent zu ende gedacht hiesse ja, mensch darf seine Beziehung nicht beenden weil damit ein anderer mensch schwer verletzt wird und deshalb muss in dem Dilemma: die eigenen Gefuehle und damit sich selbst verletzen oder die des Partners die Waage grundsätzlich zugunsten des Partners ausschlagen.
Das ist unmenschlich. Unmenschlich im Sinne von: es verstoesst gegen die menschliche Natur. Und überträgt auch ganz ungesund die Verantwortung für das eigene Leben auf den Partner oder die Partnerin.
Mal ganz provokativ gesagt: nur weil jemand nicht in der Lage ist zu verzeihen ist der (oder die) die den Seitensprung begeht noch nicht automatisch der schlechte mensch der dies dem anderen angetan hat. Er (oder sie) hatte Gefuehle für jemand anderes und diese dann auch in die Tat umgesetzt.
Was zum Teufel sollte er denn sonst machen? Diese wegamputieren? Wenn wirklich von beiden ein Neuanfang danach gewollt ist dann gehoert auch die Arbeit daran, ihm (oder ihr) das zu verzeihen dazu. Wer die nicht hinkriegt kann keinen Neuanfang machen.

Mir klingt das hier ein wenig allzu wehleidig und als Naturgesetz, dass Vergebung nicht moeglich sei. Und um nichts anderes geht es: um Vergeben. Wer das nicht hin kriegt der (oder die) liebt auch nicht.

Nein, ich habe den Artikel nicht gelesen nur die Postings hier. Und da wird ja sehr deutlich dass er als weiteres Argument im Sinne von "sieh, was Du mir angetan hast" benutzt wird. Ja, Leben ist manchmal eine Zumutung. Liebe auch.
Das, was passiert ist in der jeweiligen Beziehung ist ein Ergebnis des Zusammenseins von 2 Menschen. Die beide dazu beigetragen haben dass die Geschichte genau so gelaufen ist wie sie nun mal gelaufen ist. Sich nachträglich den grossen Märtyrer-Orden am Goldband zu verleihen mag ja temporär hilfreich sein. Es ändert daran aber nichts...

Gruesse
Mirca

Tszimisce
13.06.2006, 20:29
Mirca, es ist ein Unterschied, ob man betrogen wird, teilweise mehrfach oder jahrelang, oder ob einem der geliebte Partner gleich sagt "ich liebe jemanden anderen". Vielleicht solltest du doch vorher mal den Artikel lesen. Es geht hier nicht um Schuldzuweisung oder "böse Fremdgeher". Es geht um die Folgen von etwas, was diejenigen, die am meisten darunter leiden, nicht verhindern durften, weil ihnen die Möglichkeit dazu nicht gegeben wurde.

Daß es Ausnahmen gibt, Leute, die einen Seitensprung achselzuckend hinnehmen oder keinen großen Schock davon kriegen, das kann ich sogar glauben. Aber ich denke nicht, daß es die Mehrheit ist.

Für mich kann ich sagen: den Betrug meines Exmannes habe ich überwunden. Ich kann wieder vertrauen und mich auf andere einlassen. Aber meinem Exmann werde ich nie verzeihen, denn er hat mir sehr viel innerlichen und äußerlichen Schaden zugefügt. Und einen solchen gnadenlosen, rücksichtslosen, grausamen Egoismus kann, will ich nicht verzeihen.

Übrigens halte ich ein Ende mit Schrecken immer besser als einen Schrecken ohne Ende - das zum Gedankengang, daß man Beziehungen ja nicht beenden "dürfte", wegen des seelischen Schadens.

Dani
13.06.2006, 22:06
@Dani: Täglich Sex zu haben bedeutet ja nicht unbedingt zufrieden mit dem Sex zu sein...



Wir hatten Firstclasssex.
Und beide waren wir mehr als zufrieden. Es war für beide im Bett PERFEKT und SENSATIONELL.

Ich weiss, warum er fremdgegangen ist, der Sex hatte bei uns nichts damit zu tun, anders als im Sterntext , wo das als ursächlich dargestellt wird.

Inaktiver User
13.06.2006, 23:12
Na, na @Kraaf; tumber Depp mit latenter Abhängigkeit vom schwimmenden Erklärbär - das wollen wir mal nicht gehört haben, sondern unter akuten Hitzewallungen laufen lassen! :freches grinsen:

Aaalso - ja, ich habe es ungefähr so gemeint, wie Prijon (:blumengabe:) dann erläutert hat: Verbrennungen können zu Narben führen. Unabhängig davon, wie es zur Verbrennung kommt.

Es ist im Artikel wie auch hier im Thread so gut wie nicht die Rede von der Fremdgängerseite. Die ist schlichtweg mal überhaupt nicht angesprochen. Witzigerweise kam aber Deine Reaktion genau aus dieser Richtung. Incl. Abweisung der Kriegsverbrecherzuschreibung, die nirgends stattfand. Somit also 2x am Thema vorbei.

Du magst zwar mit Deiner Schlußfolgerung:


... dass sich sagen lässt: wer betrügt, gefährdet nicht nur seine Beziehung, sondern eben auch nachhaltig die Gesundheit des Partners.


nicht Unrecht haben.

Aber ich beharre an der Stelle sehr oberlehrerhaft auf Einhaltung des Themas, weil mit diesem Schwenk auf die Fremdgängerseite (die hier nicht gemeint ist), also hin zur Perspektive des Fremdgängers, sofort eine völlig danebene Diskussion eröffnet wird (s. @Mircas Folgeposting), die der Ausgangsaussage überhaupt nicht mehr gerecht wird. Und das kann mich bei einigen Themen - nicht nur aus eigener Betroffenheit - immerhin so wütend machen, dass ich gerne etwas für einen Verstehenskonsens tue. :nudelholz: :smirksmile:

Nachtgrüßle, Leda

Inaktiver User
13.06.2006, 23:48
hm,
also ich tu mich schwer mit dieser Vorwurfsschiene - diese konsequent zu ende gedacht hiesse ja, mensch darf seine Beziehung nicht beenden weil damit ein anderer mensch schwer verletzt wird und deshalb muss in dem Dilemma: die eigenen Gefuehle und damit sich selbst verletzen oder die des Partners die Waage grundsätzlich zugunsten des Partners ausschlagen.
Das ist unmenschlich. Unmenschlich im Sinne von: es verstoesst gegen die menschliche Natur. Und überträgt auch ganz ungesund die Verantwortung für das eigene Leben auf den Partner oder die Partnerin.
Mal ganz provokativ gesagt: nur weil jemand nicht in der Lage ist zu verzeihen ist der (oder die) die den Seitensprung begeht noch nicht automatisch der schlechte mensch der dies dem anderen angetan hat. Er (oder sie) hatte Gefuehle für jemand anderes und diese dann auch in die Tat umgesetzt.
Was zum Teufel sollte er denn sonst machen? Diese wegamputieren? Wenn wirklich von beiden ein Neuanfang danach gewollt ist dann gehoert auch die Arbeit daran, ihm (oder ihr) das zu verzeihen dazu. Wer die nicht hinkriegt kann keinen Neuanfang machen.

Mir klingt das hier ein wenig allzu wehleidig und als Naturgesetz, dass Vergebung nicht moeglich sei. Und um nichts anderes geht es: um Vergeben. Wer das nicht hin kriegt der (oder die) liebt auch nicht.

Nein, ich habe den Artikel nicht gelesen nur die Postings hier. Und da wird ja sehr deutlich dass er als weiteres Argument im Sinne von "sieh, was Du mir angetan hast" benutzt wird. Ja, Leben ist manchmal eine Zumutung. Liebe auch.
Das, was passiert ist in der jeweiligen Beziehung ist ein Ergebnis des Zusammenseins von 2 Menschen. Die beide dazu beigetragen haben dass die Geschichte genau so gelaufen ist wie sie nun mal gelaufen ist. Sich nachträglich den grossen Märtyrer-Orden am Goldband zu verleihen mag ja temporär hilfreich sein. Es ändert daran aber nichts...

Gruesse
Mirca



@Mirca, da fällt mir fast der Unterkiefer ab. Ich bin mir nicht sicher, ob Dein Posting wirklich zu diesem Thread gehört. Welche "Vorwurfsschiene" meinst Du denn?

Es gibt hier keine Vorwurfsschiene (s. auch meine Antwort an Kraaf) und deshalb ist Dein "zu Ende denken" an der Stelle und auf diese Art völlig absurd.

Und wo geht es um nicht verzeihen / vergeben können bzw. um Märtyrertum?

Es mag sein, dass Du nicht verstehst worum es hier geht und dass Du nicht weißt, was posttraumatische Belastungsstörungen sind. - Unabhängig davon, wie diese zustande kommen und wie auch immer die jeweiligen Ausprägungen aussehen. Es gibt diese z.B. auch nach Verkehrsunfällen.

Dann bist Du aber besser damit beraten, wenn Du Dich bei heiklen Themen verständnislos im Stillen wunderst und Dich sonst bitte mit solchen Statements zurückhältst. Ich übersetze mal in ein vergleichbares Bild, wie das, was Du geschrieben hast, zu verstehen ist:
Du kannst auch genau so gut zu einem zehenamputierten Balletttänzer sagen, er solle nicht so rumzicken und entweder sein Training genau wie vorher wieder aufnehmen oder endlich angemessen cool die Umschulungsmaßnahme zum KFZ-Mechaniker beginnen.
Reichlich zynisch also.

Gruß, Leda

AlterStein
14.06.2006, 08:05
Hallo zusammen!

Ich will nur ganz kurz dazu schreiben:
Wenn Mann oder Frau betrogen wird - passiert aus welchen Gründen auch immer ein Vertrauensbruch und dieser Vertrauensbruch hinterläßt Schäden (Narben) und Narben bleiben ein Leben lang ... die wird man immer spüren .. immer sehen.

Auch ich hab die Symptome alle hinter mir!

Ich wurde auch mehrmals betrogen und ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich daran zweifle, ob ich wirklich wieder absolutes Vertrauen aufbauen kann. In meinen Augen gehört zur Liebe / zur Beziehung Vertrauen und wenn das nicht mehr möglich ist, bezeichne ich mich als beziehungsunfähig.

Sex ist für mich was besonders - ein Geschenk für den Mann, den ich liebe und nicht irgendein Hüpferchen durch die Betten. Sex ist für mich, mich fallenzulassen - jemanden alles zugeben was ich habe! Und dabei bin ich nicht prüde - ich bin unheimlich gerne Frau!!! Und ich zeig es auch.

Gruß
Ulrike

Wwwichbinsde
14.06.2006, 12:28
Hi, ich kann den Artikel auch bestätigen. Katastrophales Erlebnis. Belogen, betrogen und dann noch benutzt werden, um den Absprung zu "sichern". Hammer...

Und wenn man sich dagegen wehrt, bekommt man umgehend die Moral-Apostel-Kappe übergestülpt und gesagt, man hätte ja keine Ahnung vom realen Leben... :gegen die wand:

Carlo63
14.06.2006, 14:05
Traumatisiert, jo genau !

Es ist schon lange her >13 Jahre, aber immer noch ziemlich präsent.
Ich war nicht fertig, nein, ich war halbtod !

OK, Sie hat es "nach einer Woche" wieder gelassen.

Wir haben uns neu verliebt, die Hormonwirkungenauf UNS gerichtet.
Ein gemeinsamer Kraftakt ohne gleichen.

Bis heute verstehe ich aber nicht warum SIE das gemacht hat, und denke "kann jeder Zeit wieder vorkommen".

Ich bin schon unruhig wenn Sie mich nicht gleich lächelnd begrüsst, und "Klammer" gelegentlich an Ihr rum. Das nervt Sie ... logo .. und die Spirale dreht sich ...

Sie "verbietet" sich seitdem alles was "Spaß" machen könnte ... das nervt mich ... denn es ist ja (seitdem) Klar was "alles geht" , -> wenn Sie will ...
Und ich hätte gern mal MEHR "Spaß" ...

Warum ist Sie wieder "da" wenn Sie "das" doch nicht zulässt, das blockiert MICH!

Also auf der Ebene, so "ohne jede Vorwarnung" ist das ein Hammer den auch ein Mann nur ganz schwer verdauen kann. Ich knabbere schon 13 Jahre und manchmal :heul:, schon der Gedanke es KÖNNTE so kommen, reicht. Was wieder, da oft objektiv gesehen grundlos, Sie nervt ...

Psychose ?

Hanninanni
14.06.2006, 14:41
Ich denke, jeder, der einmal betrogen wurde, weiß, welche Symptome des Schmerzes es gibt. Man kann nicht essen, nicht schlafen, das Herz rast, die Gedanken kreisen und lassen einen nicht mehr zur Ruhe kommen u.s.w. Es ist ja nicht nur der Körperliche Betrug, der einen so sehr schmerzt. Viel schlimmer ist das Belogenwerden. Ich denke, man hat ja zu seinem Partner ein ähnliches Vertrauensverhältnis aufgebaut wie zu seinen Eltern, wenn nicht sogar mehr und der Partner weiß ja fast alles von einem, die schönen und auch die dunklen Seiten. Und wenn dieses Vertrauen auf einmal wegbricht, ist schon unwiderbringlich etwas verloren. Auch nach Monaten bin ich nicht mehr der, der ich mal war und ein Teil meiner Lebensfreude will sich noch nicht einstellen. Ich mache meinem Mann ja gar nicht zum Vorwurf, dass er sich in eine Andere verliebt hatte, aber wie er dann damit umgegangen ist und wie klein er mich damals gemacht hatte (sicher auch, weil ich mich dann so klein gefühlt habe), ich denke, das werde ich niemals vergessen können und das wird mein Leben sicherlich auch weiterhin beeinflussen.

Ob wir wieder eine gute Ehe führen oder nicht, ob ich einen anderen Partner haben werde oder auch nicht, der "Betrug" hat mich für immer verändert, ob ich das will oder nicht und vielleicht sollten die "Betrügenden" sich überlegen, ob es nicht einfach nur fair ist, ehrlich zu sein. Der Schmerz wäre sicherlich auch da, aber man würde wenigstens noch die Achtung und den Respekt des anderen spüren und käme sich nicht so weggeworfen vor.

,

Inaktiver User
14.06.2006, 17:36
@Mirca:



hm,
Er (oder sie) hatte Gefuehle für jemand anderes und diese dann auch in die Tat umgesetzt.
Was zum Teufel sollte er denn sonst machen? Diese wegamputieren?



Nein, nicht amputieren - aber vorher mit dem aktuellen Partner Schluss machen, damit es nicht zu Lug und Betrug kommt! Gegen Liebe sagt keiner was - was daran stört ist der BETRUG!



Und um nichts anderes geht es: um Vergeben. Wer das nicht hin kriegt der (oder die) liebt auch nicht.




Ah so - und wer fremd geht liebt dann also ganz stark? Als Provokation könnte man das genauso gut auch umdrehen: wer fremd geht liebt auch nicht.

Carlo63
15.06.2006, 09:41
@Mirca:



hm,
Er (oder sie) hatte Gefuehle für jemand anderes und diese dann auch in die Tat umgesetzt.
Was zum Teufel sollte er denn sonst machen? Diese wegamputieren?



Nein, nicht amputieren - aber vorher mit dem aktuellen Partner Schluss machen, damit es nicht zu Lug und Betrug kommt! Gegen Liebe sagt keiner was - was daran stört ist der BETRUG!
So einfach geht die Uhr nicht ... bei uns war das mehr Hals über Kopf ..
Und "Hals über Kopf" Schluss machen wollte Sie wohl nicht.
So "einfache Lösungen" gibt es manchmal nicht



Und um nichts anderes geht es: um Vergeben. Wer das nicht hin kriegt der (oder die) liebt auch nicht.




Ah so - und wer fremd geht liebt dann also ganz stark? Als Provokation könnte man das genauso gut auch umdrehen: wer fremd geht liebt auch nicht.
Kontext verdreht, nur wer wirklich liebt wird die Kraft aufbringen, in der defensiven Situation, das durchzustehen. Ist aber ein Kraftakt sondersgleichen.
1. Den Partner überzeugen das das vielleicht keine "sooo gute Idee" ist, während der verliebt auf 150% Hormon, durchs Leben zieht.
2. Sich selber in den Griff bekommen, Trauer, Wut, Magenschmerzen
(Ich habe angefangen Tee zu trinken, zu rauchen und überhaupt, x KG abg. in Tagen ...)
3. ZUSAMMEN trotzdem eine gemeinsame Zukunft planen und Leben
4. Und versuchen relativ kurzfristig das Negative durch Positives "überzustreichen"
Wir sind dann (habe ich einfach gebucht .. Überraschung ...:freches grinsen:, eine Woche nach Malle, haben uns das richtig gut gehen lassen. In jeder Form :cool: .
War wohl der Beste Urlaub meines Lebens.

Hätte und würde ich Sie nicht (so) lieben, wär mir das auch nur ein ganz wenig "mehr" egal gewesen .. das wärs dann auch gewesen.

Aber Narben bleiben ... aber was solls ... die Zeit dreht keiner zurück !

Dani
15.06.2006, 13:06
Mal ganz provokativ gesagt: nur weil jemand nicht in der Lage ist zu verzeihen ist der (oder die) die den Seitensprung begeht noch nicht automatisch der schlechte mensch der dies dem anderen angetan hat. Er (oder sie) hatte Gefuehle für jemand anderes und diese dann auch in die Tat umgesetzt.
Was zum Teufel sollte er denn sonst machen? Diese wegamputieren? ruesse
Mirca



Mal ganz provokativ zurück:

Wenn man mit jemandem ins Bett will ,kann man diese Gefühle unterdrücken und "es" einfach nicht tun, weil man seinem Partner mehr schadet als man umgekehrt Vergnügen hat.

Wenn man so argumentiert wie Du, müsste ja jeder Richter zu einem Vergewaltiger sagen: Na ja, er hatte eben diese Gefühle, sollte er sich die wegamputieren?

Verstehst Du, was ich meine?
Man ist seinem Treiben und Wünschen nicht hoffnungslos ausgeliefert, man kann dagegen steuern, wenn man tatsächlich an der Fortführung seiner Beziehung interessiert ist.

Wenn man seine Beziehung aber nicht fortführen will, wie wäre es denn mal mit Trennung?
Man beendet mit Anstand eine Sache und geht dann als freier Mensch in die nächste Beziehung.

Ausserdem kann man jemanden unendlich lieben, aber warum sollte man diesem Menschen erlauben, dass der einen mit Füssen tritt?
Warum sollte ich aus Liebe gezwungen sein, mich wie einen Hund verprügeln zu lassen und demjenigen auch noch zu verzeihen?

Was hat das mit echter Liebe zu tun?

Schliesslich besteht ein Mensch nicht nur aus Liebe zum anderen, sondern man hat auch eine Selbstliebe, die einen schützt.

Weil ich mich selbst auch liebe, erlaube ich nicht, dass ein anderer Mensch, dfen ich liebe, mich demütigt und mein Vertrauen missbraucht.

Carlo63
15.06.2006, 13:50
@Dani

So einfach ist die Welt nicht ... Deine Meinung ist VÖLLIG aktzeptabel, aber es gibt VIELE Menschen, Millionen in D, die sehen das anders.

Deine Sicht läuft auf etwas hinaus, das sich in der Literatur "serielle Monogamie" nennt. Wers mag ...
Guck Dir (zum Beispiel) den Altkanzler Schröder an ... bei der wievielten (offiziellen) ist der ?
Oder Beckenbauer ...
Um nur mal ein Paar Prominente zu nennen, das gibt es "im kleinen" genauso.

Das ist ein (inzwischen weit verbreitetes) Verfahren mit Sex und Leidenschaft (DA! kommt es her) umzugehen.

Aber da gibt es ja noch mehr Varianten ... die anders als bei der Fassung auch erlauben eine Langzeitbeziehung "trotzdem" zu haben ...

Lies mal "5 Lügen die Liebe betreffend" (Buchtitel, siehe Amazon oder so), ich sage Dir so ist es ... und nun ... alle N Jahre die Frau wechseln ?

Nie mal "zur Ruhe" kommen ? Immer Ex und Hopp ?

Eine von MIR bevorzugte Variante ist sich in die eigene Frau (muss die aber auch können) neu verlieben, das sind wir jetzt beim 4ten "Durchgang" .. aber das ist schon erstaunlich ... immer so in 5-8 Jahre "Abstand".

Wir hätten ja (wie viele um uns rum) auch schon 4 x den Lebenpartner wechseln können ... mein Ding nicht ..

Und wir werden dabei immer toleranter ... und kommen uns trotzdem immer noch ! näher.

Deine Lösung ist für Dich OK, aber nicht DIE Lösung für alle ...

Inma
15.06.2006, 14:13
Danke, Tszimisce, für den Link zu dem Artikel!

Ich finde es klasse, in einer Zeit, in der Affairen und Betrug mir allgegenwärtig erscheinen, auch mal die Perspektive der Betrogenen zu sehen. Und darin auch meine Erfahrungen wiederzufinden.

Ich habe lange gebraucht, um mir einzugestehen, dass der Betrug meines Partners mich traumatisiert hat.
Dazu kam, dass ich mir durch den Versuch, das zu tolerieren, aus Angst, ihn zu verlieren, noch selbst eine Menge Wunden zugefügt habe.

Kürzlich hat er mich nun verlassen, viele Jahre nach dem Betrug. Und einer der Gründe war wohl, dass das mit dem Aufarbeiten des damaligen Betrugs, meinem Misstrauen, meinen Schwierigkeiten zu verzeihen, nicht wirklich geklappt hat.

Für mich war/ist es ein Trauma.

LG - Inma

Carlo63
15.06.2006, 15:41
@Inma

Gut zu verstehen, fühle Dich gedrückt !
:blumengabe:

Wwwichbinsde
15.06.2006, 16:12
Carlo, der seriellen Monogamie geht oft Fremdgehen voraus. Siehe Deine eigenen Beispiele.

Aber wie auch immer, in dem Artikel gehts darum, was belogen und betrogen werden, auslösen kann. Und wenn das jetzt 10x den Betrügenden unangenehm ist, zu sehen was angerichtet wurde, ist es dennoch ganz genau so!

Theorien über: was wann wie sein SOLLTE nützt da nicht viel und tröstet Dich leider auch nicht wenn Du drinhängst.

Carlo63
16.06.2006, 12:40
@Wwwichbinsde
Ähhh, das ich ein "betrogener" bin .. mitsamt Trauma, letztlich, ist Dir aber klar ?

Gerade heute Morgen hatten wir deswegen wieder unnötig Stress ...

ich wollte lediglich MEINE Meinung zum Ausdruck bringen, das auch ein Seitensprung nicht das Ende von allem sein muss ... obwohl das ganz einfach gewesen wäre .. keine Kinder, kein Vermögen. Just leave ...

Aber nee ... nicht mein(unser?) Ding ...

Aber jeder wie er/sie will und vor allen kann. Ich glaube bleiben ist anstrengender, verbindet aber auch ziemlich ...

Wwwichbinsde
16.06.2006, 12:54
@ Carlo,

war vielleicht jetzt büschen verwirrend... :freches grinsen:

Im Prinzip sind wir uns einig. Seitensprung ist keine Lösung bei Beziehungsproblemen, lenkt vielleicht zeitweise ab, aber danach kommts oft umso dicker... für den, der betrogenen wird auf jeden Fall.

Die Seite des Betrügenden kann ich nur erahnen, hab ich noch nie und habs auch nicht vor... Die andere Seite - wie Du - kenn ich.

Ob Fremdgehen das Ende ist? Hab mal gelesen, dass nach Fremdgehen und trotzdem die Beziehung weiter führen, öfter das Gefühl beim Betrogenen nach und nach verschwindet. Weiß nicht, wie ich das jetzt ausdrücken soll: der Betrüger hat sich selbst ins Aus katapultiert und ist in der Achtung des Betrogenen gesunken und sinkt weiter... Bei mir ist es so. Erst ein Anflug von unbedingt Festhalten-wollen und dann der Sturz vom Sockel. Nicht nur wegen dem Sex ansich, sondern ganz besonders wegen des Verhaltens drumherum.

Inaktiver User
15.12.2006, 12:56
"Aus gegebenem Anlass" schubse ich diesen Thread 'mal hoch.

Was Fremdgehen mit dem Betrogenen - auch lebenslang - anstellen kann, scheint doch immer wieder unterschätzt zu werden.

Gruss, Leonie

Inaktiver User
16.05.2007, 21:47
schubs....

Inaktiver User
16.05.2007, 23:29
schubs....

sehr gute Idee! :allesok:

Gruß
Tönnchen

Inaktiver User
17.05.2007, 00:03
Der Artikel ist schon allein deshalb von unschätzbarem Wert, weil er endlich einmal das Leid der Betrogenen benennt, die sonst oft genug ein: "Stell dich nicht so an! Du reagierst über! Liebeskummer lohnt sich nicht!" etc an den Kopf geworfen bekommen und zu alle Unglück von den sogenannten Freigeistern als prüde oder weltfremd verschrieen werden, da ein Seitensprung heute vielfach als Kavaliersdelikt betrachtet wird.

Die Frage ist, welche gesellschaftlichen Konsequenzen zieht man daraus.
Rauchen schadet ihrer Gesundheit.
Fremdgehen schadet der Gesundheit ihres Partners.
Wie viel Aufklärung ist notwendig?
Tja ...

fisherman
17.05.2007, 02:18
Die Seite des Betrügenden kann ich nur erahnen, hab ich noch nie und habs auch nicht vor... Die andere Seite - wie Du - kenn ich.

Ob Fremdgehen das Ende ist? Hab mal gelesen, dass nach Fremdgehen und trotzdem die Beziehung weiter führen, öfter das Gefühl beim Betrogenen nach und nach verschwindet. Weiß nicht, wie ich das jetzt ausdrücken soll: der Betrüger hat sich selbst ins Aus katapultiert und ist in der Achtung des Betrogenen gesunken und sinkt weiter... Bei mir ist es so. Erst ein Anflug von unbedingt Festhalten-wollen und dann der Sturz vom Sockel. Nicht nur wegen dem Sex ansich, sondern ganz besonders wegen des Verhaltens drumherum.

SO, und hier mal eine Meldung vom M2, wie er hier so schön genannt wird...

Ich war zwar tierisch verknallt in die vergebene Angebetene, daß ich ALLES herum vergaß, nicht wahrhaben wollte, etc... aber Sex kam für mich ohne "geklärte Fronten" niemals in Frage, obwohl ich Bock dazu hatte, könnt Ihr Euch nicht vorstellen...

Letzenendes kam es auch nicht dazu, die ganze Geschichte flog auf, sie bei ihm raus und ich aus ihrem Leben... wenn wir uns nicht noch täglich bei der Arbeit gesehen hätten. Sie ignorierte mich ab diesem Zeitpunkt, was ich sehr schmerzlich fand, aber damit umgehen mußte. Sie kämpfte um ihn, ich kämpfte um sie...

Sie kamen wieder zusammen, sie VERLEUGNETE das mir gegenüber sogar auf wiederholtem Nachfragen, ABER JETZT KAPIER ICH AUCH WARUM:

Er reagierte nämlich genau richtig!!!! Was ich von Prijon so gelesen habe, wahrscheinlich ziemlich ähnlich: Er machte es ihr ZUNÄCHST so schwer wie möglich. Nämlich genau der zitierte "Sturz vom Sockel". Und der tut weh für den "Betrüger" und kostet sehr viel Kraft, woher nehmen? Ach ja, da war ja noch einer. Der einen nicht vom Sockel stürzt, sondern noch weiter hoch hebt...

So war es zumindest bei "uns"... Sie brauchte Kraft, um ihre Beziehung zu retten, ich gab sie ihr. Als ich mich auch verweigerte, setzte sie alle Hebel in Kraft, um zumindest mein "Begehren" sicherzustellen, aber nur immer soweit, daß der Rettungsversuch der alten Beziehung nicht in Gefahr war! Das ging so weit, daß nach Ausbleiben meiner "verzweifelten" SMS-Bombardements und Kontrollfahrten im Wohnort ihres Freundes (Ja, Herr Richter, ich bekenne mich des STALKINGS schuldig!) sie soweit ging, mir bei jeder möglichen Situation in der Firma aufzulauern, sei es morgens auf dem Firmenparkplatz zu warten, an der Raucherecke die gerade angezündete Zigarette (1 cm weggeraucht) auszudrücken, um vor mir auf dem Gang herzulaufen oder nach Feierabend den Moment abzupassen, daß sie noch möglichst weit direkt vor mir herfahren konnte...Auf der Arbeit klebte sie an mir wie der förmliche Kaugummi am Schuh!!!

(Wenn jetzt im Süddeutschen Raum seismologische Besonderheiten auftreten: Das sind die Felsbrocken, die mir vom Hrerzen fallen...geht gleich weiter...)

fisherman
17.05.2007, 03:00
..........................
auf meinem Handy kamen dann auch vermehrt Anrufe ohne Nummer, wo sofort wieder aufgelegt wurde... habe ich per SMS reagiert...(Einzelheiten lass ich mal aus, hab sogar mit Kuß "gedroht", wurde gleich 10 Minuten später herausgefordert!) wurde es weniger, wenn nicht, gings auf dem Festnetz weiter...sogar mitten in der Nacht, habe ích mit Fangschaltung gedroht, wurde es (vorläufig) schlagartig ruhiger...

Absolut KRANK, man stelle sich die Situation vor: Sie hätte mich wegen STALKING angezeigt. Daß ich sie unter entfernter Beobachtung im Privatleben hatte, weil sie mir meine "quälenden" Fragen nicht beantwortet hatte (Bist Du wieder mit Deinem Freund zusammen???"SAG ICH NICHT!"), geb ich sofort zu. Allerdings hätte ich sofort Gegenanzeige erstattet, weil sie mich im Geschäftsleben absolut nicht in Ruhe ließ (die Kollegen können ein Lied davon singen) plus die Anrufe ohne Nummer...Wenns nicht so kräfteraubend gewesen wäre, ich könnt mich bei der Vorstellung kaputtlachen, den Richter zur Seite zu nehmen um im Interesse aller Beteiligten eine einverbindliche Lösung unter 6 Augen und Ohren zu suchen....

Nächster Felsbrocken, heut ist Erdbeben in SW-Deutschland...

JA, ich hab ein mächtig schlechtes Gewissen meinem "Konkurrenten" gegenüber, weil wir uns ziemlich ähnlich sind, soweit ich weiß mit Hobbies und Musikgeschmack, ein potentieller Kumpel sozusagen, unter anderen Umständen...

Aber das erleichtert auch, weil ich jetzt weiß, woher dieses "Nichtabschließenkönnen" herkommt, d.h. dieses besch... Gefühl im Unterbewußtsein...

Und V.A. meiner neuen Partnerin gegenüber...

Nochmal Erdbeben....

Und gut....

china
17.05.2007, 06:47
mein beitrag war nicht zum thema passend. ziehe mich jetzt zurück und lese den artikel

@fisherman

ich fand deinen beitrag sehr interessant und in keiner weise unpassend, der obige satz war auf mich bezogen, sorry falls das falsch ankam

Inaktiver User
17.05.2007, 09:43
Hallo China,

so gesehen ist auch Krieg ein verzeihliches Delikt.

Wobei Delikt eine kleine Straftat ist.

Verbrechen wäre das richtige Wort.


das hat mir das herz zerbrochen.

Nein hat es nicht. Es gab nur einen ziemlichen Knacks in der harten Mauer, die Dein Herz umschließt.

Dein Herz schlägt noch immer. Sonst könntest Du hier nicht schreiben.

nathaliethor, die gerne auch mal provoziert, um zum Nachdenken anzuregen.

china
17.05.2007, 09:46
Dein Herz schlägt noch immer. Sonst könntest Du hier nicht schreiben.

und ich dachte immer "herz gebrochen" ist nur eine redensart...

Inaktiver User
17.05.2007, 09:52
Hallo China,

es gibt Menschen, die wirklich daran sterben.



und physische Grausamkeiten, wie sie durch krieg oder vergewaltigung passieren, kann man meiner meinung nach nicht mit fremdgehen vergleichen.

Ich zitiere Lukulla:


Unsere organischen Erkrankungen sind oft die sichtbare Ebene unserer seelischen Schieflage. Wenn wir Zahnschmerzen haben und zum Zahnarzt gehen, sagt jeder: wie überaus vernünftig von Dir.

.......

Warum wird der körperliche Schmerz oder die Körperliche Verletzung in unserer Gesellschaft höher bewertet als seelischer Schmerz? Wenn man dann noch weiss, dass jede körperliche Erkrankung ihren seelischen Gegenpunkt hat, wird dieses Denken absurd.

Wir könnten Milliarden an Krankenkosten für Kopfschmerztabletten und Rückenops (um nur die signifikanten Auswirkungen der seelischen Schieflage auf den Körper zu nennen) sparen,......

Grüße
nathaliethor

china
17.05.2007, 09:58
ich erklär mal wie ich es gemeint habe. das hab ich unglücklich formuliert.

ich bin der überzeugung, dass der meiste körperliche schmerz aus seelischem schmerz entsteht.

ich glaube auch, dass menschen daran sterben können.

nur: ich verstehe manchmal nicht, wo der gesunde selbsterhaltungstrieb bleibt, der spätestens dann einsetzen sollte, wenn man psychische und physische symptome hat

ich verstehe nicht, wieso manche in dieser situation ewig verharren, obwohl sie aktiv werden könnten.

und jem., der hilflos einem vergewaltiger ausgeliefert ist, kann nichts dagegen machen, kann seine situation nicht ändern.

das war es was ich eigentlich sagen wollte, es ist einfach zu heiss hier

Inaktiver User
17.05.2007, 10:06
und jem., der hilflos einem vergewaltiger ausgeliefert ist, kann nichts dagegen machen, kann seine situation nicht ändern.

Hallo China,

Deine Antwort finde ich gut.

Höre ich dann richtig heraus, dass Du Deinem betrügenden Mann nicht hilflos ausgeliefert warst?

Ist schwanger sein nicht auch eine Art von Hilflosigkeit?

Ich finde das BRUTAL, was da gemacht wurde mit Dir. Es gibt Frauen, die verlieren dabei das Kind, wenn sie eine nicht so starke Konstitution haben. Aber weil Du stärker bist, ist der Betrug nicht weniger brutal an einem zu der Zeit recht hilflosen Menschen begangen worden.. Oder?

Und ich glaube, das man verzeihen kann. Das bringt aber nur Entwicklung für beide, wenn der andere tief empfundene Scham empfindet. Wenn es nur daher gesagt ist... wird es wiederholt - sogar oder gerade dann, wenn die Partnerin es weiß... Oder?

Aber, es ist nicht vorbei - bis es vorbei ist. Im Moment ist es für Dich wohl noch wichtig, bei Deinem Mann zu bleiben, weil es noch nicht alles geklärt ist für Dich.

Das ist okay!


ich verstehe nicht, wieso manche in dieser situation ewig verharren, obwohl sie aktiv werden könnten.

Mann kann nur, was man gelernt hat.

Welches Verhalten lernen Deine Töchter und haben es dann später zur Verfügung, wenn ihnen etwas ähnliches geschieht? Oder erkennen sie so einen Mann schon so frühzeitig, dass sie es nicht zulassen?

Grüße
nathaliethor

china
17.05.2007, 10:33
Hallo China,

Höre ich dann richtig heraus, dass Du Deinem betrügenden Mann nicht hilflos ausgeliefert warst?

Ist schwanger sein nicht auch eine Art von Hilflosigkeit?

das empfinde ich nicht so. das klingt jetzt blöd, aber ich weiss dass es nichts mit der schwangerschaft zu tun hatte, sondern mit unserer beziehung, die einfach nicht mehr gestimmt hat.




Und ich glaube, das man verzeihen kann. Das bringt aber nur Entwicklung für beide, wenn der andere tief empfundene Scham empfindet. Wenn es nur daher gesagt ist... wird es wiederholt - sogar oder gerade dann, wenn die Partnerin es weiß... Oder??

mein mann empfindet scham dafür. nur ich möchte ihm es jetzt nicht immerzu vorwerfen, denn dann hätte ich ihn nicht zurückkommen lassen dürfen. ich weiss, dass ich auch dinge falsch gemacht habe in der beziehung, ich habe ihn auch verletzt.


Aber, es ist nicht vorbei - bis es vorbei ist. Im Moment ist es für Dich wohl noch wichtig, bei Deinem Mann zu bleiben, weil es noch nicht alles geklärt ist für Dich.

es ist alles geklärt. mein mann und ich waren bereits getrennt und auseinandergezogen (weil ich das wollte), daraufhin hat er sich geöffnet, geredet. wir haben uns jetzt viel zeit gelassen und mit therapie und langsamen annährungs versuchen. es gibt noch viel liebe zwischen uns. wir versuchen es jetzt neu. mein mann weiss, wenn er mich nochmal betrügen sollte, dass er mich verliert. das ist dann seine sache.



Mann kann nur, was man gelernt hat.

man(n) kann auch dazu lernen



Welches Verhalten lernen Deine Töchter und haben es dann später zur Verfügung, wenn ihnen etwas ähnliches geschieht? Oder erkennen sie so einen Mann schon so frühzeitig, dass sie es nicht zulassen?.

wenn so etwas meiner tochter oder meinem sohn passiert, tut es mir leid für sie, aber dann hoffe ich sie haben von mir gelernt nicht den kopf zu verlieren, ihre dinge weiter durchzuziehen, wenn es möglich und gewünscht ist von beiden seiten auch zu verzeihen, mit fehlschlägen klarzukommen.

wie gesagt: wenn mein mann mich weiter betrügt werde ich das spüren und dann ist es vorbei. dann werden wir uns nicht im hass trennen, denn wir werden immer eine familie sein und menschen, die sich einmal sehr nahe waren

Inaktiver User
17.05.2007, 10:42
ich fuehle mich nicht traumatisiert und denke auch nicht staendig daran. das ist doch eine frage, wie viel man das selbst zulaesst. wenn ich ausrasten will und mich wegen einem anderen menschen selbst zerstoeren moechte

Trauma heisst nicht ausrasten. Vielleicht solltest Du den ganzen Artikel doch noch mal lesen.

Ich habe den Eindruck, dass vor lauter Intelligenz, vor lauter Verstehen, aufgrund Deines enormen Verstandes, das Gefühl keinen angemessenen Platz bekommt.

Und ich schreibe das, nicht, um Dich zu verurteilen, sondern weil ich ein Kopfmensch bin und einige Jahre meines Lebens völlig gefühllos durch die Gegeng lief. Es war fast zum Verrücktwerden, die Gefühle auszuhalten, die mir mein Verstand ausreden wollte oder rationalisieren konnte. Denn das hatte ich perfekt gelernt.


Mann kann nur, was man gelernt hat.

versus

man(n) kann auch dazu lernen

Natürlich. Ich nehme an, dass Du diesbezüglich dazu gelernt hast:

wenn mein mann mich weiter betrügt werde ich das spüren und dann ist es vorbei.

Denn vorher hast Du ihm ja noch hinterherspionieren müssen, weil Du Dir selber, Deinem Gefühl nicht so vertraut hast und es ihm beweisen musstest?

Verstehst Du?


dann werden wir uns nicht im hass trennen, denn wir werden immer eine familie sein und menschen, die sich einmal sehr nahe waren

Ich wünsche Dir, dass das so sein wird. Möchte Dir aber auch sagen, wie es sich anhört für mich:

... und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

nathaliethor

Inaktiver User
17.05.2007, 10:53
trotzdem, ich fuehle mich nicht traumatisiert und denke auch nicht staendig daran. das ist doch eine frage, wie viel man das selbst zulaesst. wenn ich ausrasten will und mich wegen einem anderen menschen selbst zerstoeren moechte, ist das mein problem und nicht in erster linie die schuld des fremdgehenden mannes. so sehe ich das. ich bin selbst fuer mein psychischers wohlergehen zustaendig und kann nicht immer auf andere zeigen und heulen


Hallo China,
dieser Beitrag wundert mich jetzt sehr, da ich hin und wieder in deinen Strang reingeguckt habe: Wenn DAS, was du an einigen Stellen schreibst, nicht "traumatisch" ist, dann weiß ich es nicht.

Natürlich bin ich für mein Wohlergehen selbst verantwortlich. Dieser Artikel (lies ihn mal) behauptet ja auch nicht, dass man sich nun im eigenen Schmerz suhlen sollte.
Die Hilflosigkeit, von der gesprochen wird, bedeutet doch nicht, dass der Betrogene sich nicht trennen könnte. Natürlich könnte er das. Aber er WILL es eigentlich nicht, weil er ihn ja noch liebt. Das vermittelt er auch seinem Partner. Der Partner seinerseits geht (scheinbar) darauf ein, betrügt aber weiter. Was nun? Aus dem Bauch heraus spüren wir das und - kontrollieren. Zu dem Zeitpunkt ist das Vertrauen schon weg und die Kontrolle hat einzig und allein den Zweck, Sicherheit für sich herzustellen. Dann kommt wieder ein Hammer: Man findet etwas.
Die Hilflosigkeit bezieht sich also darauf, dass man unfähig ist, bei dem Menschen, den man liebt, eine Verhaltensveränderung herbeizuführen.
Und selbst wenn ich mich trenne, WILL ich das eigentlich nicht. Man zwingt mich - gerade wegen des Selbsterhaltungstriebes. Täte man das nicht, würde man permanent verletzt. Das ist doch der Grund dafür, dass die Empfehlungen so oft lauten: Raus aus der Situation!



Zitat von Nathaliethor
Und ich glaube, das man verzeihen kann. Das bringt aber nur Entwicklung für beide, wenn der andere tief empfundene Scham empfindet. Wenn es nur daher gesagt ist... wird es wiederholt - sogar oder gerade dann, wenn die Partnerin es weiß... Oder??
Ja, Nathaliethor, das geht nur, wenn der andere Scham und Reue empfindet. Denn das zeigt mir, dass er den Schmerz begriffen hat, dass er spürt, was er gatan hat. Tut er es nicht, ist die Gefahr einer Wiederholung groß, denn wir alle lernen.
Man kann lernen: Mein Gott, was habe ich getan? Wo bin ich da reingerutscht? Was habe ich ausgelöst? Was habe ich zerstört? Warum habe ich das getan? Und wie kann ich es wieder gut machen?
Man kann aber auch lernen: Och, ist ja noch mal gutgegangen. Der andere lebt ja noch. Der wird sich schon dran gewöhnen. Alles halb so wild.Man gucken, wie es beim nächsten Mal ist.
Ich galube, jeder, der nicht wirklich "zerknirscht" ist über seine Handlung, kann man als Partner in der Pfeife rauchen.

Undine

Inaktiver User
17.05.2007, 10:55
Ich habe den Eindruck, dass vor lauter Intelligenz, vor lauter Verstehen, aufgrund Deines enormen Verstandes, das Gefühl keinen angemessenen Platz bekommt.


Und ich finde, gerade DAS birgt eine ungeheure Gefahr!

china
17.05.2007, 11:13
@undine

ihr habt recht, ich hab das eigentlich auch rausnehmen wollen, bin nur nicht rechtzeitig dazu gekommen, ich hab das auf irgendwas anderes bezogen und deswegen hat es auch nicht reingepasst

sorry dafür

das mit dem gefühl stimmt. mein verstand ist leider auch nicht so grossartig, wie ich in meinen letzten beiträgen bewiesen habe:freches grinsen:

ist heute nicht mein tag...

Signora
17.05.2007, 13:07
Ich habe den Eindruck, dass vor lauter Intelligenz, vor lauter Verstehen, aufgrund Deines enormen Verstandes, das Gefühl keinen angemessenen Platz bekommt.



GENAUSO habe ich mich jahrelang verhalten! Und ich habe da im Leben schon ein paar mehr Päckchen mitbekommen. Auch die Monate nach Heraus-Finden der Affäre meines Partners während der Schwangerschaft mit unserer Tochter (sie ist jetzt 11 Monate alt) waren geprägt von Verstand, (ihn) Verstehen etc... Ich kann erstklassig analysieren. Meine tiefen Verletzungen aber habe ich nicht gesehen, nicht sehen wollen, nicht wirklich ernst genommen. Klar, ist ein frühkindlich erlernter Schutzmechanismus, weiß ich schon...

Nur - mein Gefühl hat diesmal nicht mehr mitgespielt. Jetzt, ein Jahr später, stehe ich da mit heftigsten Depressionen, nichts mehr da von der ehemals starken Signora. Bei mir geht nichts mehr. Und mir gefällt es überhaupt nicht, dass solche Begriffe wie "Trauma" und "Depressionen" auf mich zutreffen.

Aber das erst mal zulassen ist wohl der erste Schritt, endlich meine Gefühle ernst zu nehmen.

Trauma - ja!
Lebenslang? -den Gedanken finde ich erschreckend.

Ich fange gerade erst an, die ersten Schritte zu mir zurück zu gehen, mal sehen, was dabei heraus kommt.

china
17.05.2007, 13:16
Nur - mein Gefühl hat diesmal nicht mehr mitgespielt. Jetzt, ein Jahr später, stehe ich da mit heftigsten Depressionen, nichts mehr da von der ehemals starken Signora. Bei mir geht nichts mehr. Und mir gefällt es überhaupt nicht, dass solche Begriffe wie "Trauma" und "Depressionen" auf mich zutreffen.

Aber das erst mal zulassen ist wohl der erste Schritt, endlich meine Gefühle ernst zu nehmen.

Trauma - ja!
Lebenslang? -den Gedanken finde ich erschreckend.

Ich fange gerade erst an, die ersten Schritte zu mir zurück zu gehen, mal sehen, was dabei heraus kommt.


:blumengabe: danke für deinen beitrag!

hm darüber muss ich nochmal länger nachdenken.

wünsche dir alles gute !!!

Signora
17.05.2007, 13:18
@undine

ihr habt recht, ich hab das eigentlich auch rausnehmen wollen, bin nur nicht rechtzeitig dazu gekommen, ich hab das auf irgendwas anderes bezogen und deswegen hat es auch nicht reingepasst

sorry dafür

das mit dem gefühl stimmt. mein verstand ist leider auch nicht so grossartig, wie ich in meinen letzten beiträgen bewiesen habe:freches grinsen:

ist heute nicht mein tag...

China,

es geht doch gar nicht darum, "richtige" oder "falsche" Beiträge zu schreiben.

Auch ich verfolge - zwar nicht intensiv aber immer wieder ein bisschen - deine Beiträge. Du bist durcheinander, Kopf und Bauch streiten, du weißt, was du tun "solltest", manchmal erscheint das, was der Bauch fühlt und will, auch so uncool und so schwach gefällt man sich natürlich auch nicht.

Ja, jeder muss seinen eigenen Weg gehen, sei nicht überrascht, wenn auch deiner länger ist, als du jetzt ahnst...

Liebevolle Grüße

Signora
17.05.2007, 13:18
uuups...doppelt (und dreifach)

Signora
17.05.2007, 13:19
s.o.

Signora
17.05.2007, 13:19
s.o.

Barockengel
17.05.2007, 13:21
Hallo ...

da habe ich dann wohl noch Glück gehabt. Natürlich hat mich der Vertrauensbruch sehr stark verletzt, ich hätte ihm sowas auch niemals zugetraut.

Aber ich habe mir nie vorgestellt, wie er Sex mit einer anderen Frau hatte und das liegt wohl daran, dass unser Sex mehr als armseelig war ... und ich glaube ehrlich nicht, dass das an mir lag. Mein Ex-Mann war irgendwie verklemmt, nicht experimentierfreudig, nicht besonders erotisch und es war sowieso immer nur eine Sache von Minuten ... :peinlich:

Naja, ich habe schon ein paar Vergleichsmöglichkeiten und muss sagen, andere Männer hatten mit mir oder ich mit ihnen sehr intensive und abwechslungsreiche Erlebnisse und ich bin auch ziemlich aufgeschlossen, wenn es um Spielarten geht ...:ooooh:

Jedenfalls kann ich mir aus diesem Grund nicht vorstellen, dass mein Ex-Mann nun auf einmal der supertolle Mr. LoverLover ist, nein, bestimmt nicht.

Somit beneide ich keine Frau, die mit ihm ins Bett geht.

Aber meine Seele hat trotzdem höllisch gelitten, weil ich ihn als Freund verloren habe. Wir konnten uns sehr gut unterhalten, haben uns ohne Worte verstanden, waren auf einer Wellenlänge.

Keine Ahnung, ob man das schon als Trauma bezeichnen kann, wenn immer wieder mal die Trauer oder Wut hochkocht? Ich habe mich ja wieder verliebt und hatte von Anfang an vollstes Vertrauen, also habe ich wohl keine zu argen bleibenden Schäden durch die Trennung erlitten.

LG
Barockengel :Sonne:

Inaktiver User
17.05.2007, 13:51
war nicht zum thema passend. ziehe mich jetzt zurück und lese den artikel

Wieso darf ein M2 nicht auch etwas aus seiner Perspektive schreiben und wird so abgewürgt?

Dass die Geschichte dafür, dass sie von einem "M2" kam, vielleicht ein bisschen zu ausufernd erzählt wurde, die Meinung kann ich teilen, aber wenn er erzählt hat, dass für ihn Sex nicht "ohne geklärte Fronten" in Frage kam, finde ich, ist das hier mehr als passend!

Hat vielleicht auch mit Deiner Wut zu tun, Deine Reaktion, China, oder? (die ich sehr gut verstehen kann)

lunafee
17.05.2007, 22:04
Als Betrogene habe ich mich in genanntem Artikel vollkommen wiedergefunden. Ich fühle mich traumatisiert.

Ich habe unschöne psychosomatische Erkrankungen entwickelt, auf die ich gar nicht näher eingehen möchte. Weiterhin quälen mich Schlafstörungen, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Essstörungen und ein mich beschämender Kontrollzwang.
Gefühle wie Wut, Trauer, Ohnmacht oder ein übermächtiger Wunsch nach Nähe wechseln sich ab. Hier denke ich manchmal an das Stockholm-Syndrom.

Es vergeht kaum eine Stunde, an dem ich die Gedanken komplett ausblenden kann. Besonders heftig quälen mich innere Bilder, die mir dann Tränen in die Augen treiben. Oft sind es Kleinigkeiten, die ein gigantisches Kopfkino entfachen.

Die Affäre meines Mannes flog vor 10 Monaten auf. Dass sich bei mir noch keinerlei Besserung eingestellt hat, liegt vielleicht auch daran, dass er den Kontakt zu ihr weiter aufrecht erhält.

Ich habe ihm den Artikel zum lesen gegeben und ihn gefragt, warum er seiner Affäre den Link dazu nicht auch schickt. Wenn sie einen solch tollen Charakter hat, wie er sagt, wird es evt. auch ihr zu denken geben, was sie "mit" angerichtet hat.

Das Wort "lebenslang" klingt für mich in diesem Zusammenhang erschreckend. Eine Narbe wird mit Sicherheit zurückbleiben. Ich wünsche mir nur, dass diese tiefe Verletzung mein Leben nicht mehr allzulang bestimmt.

Signora
17.05.2007, 22:13
Liebe lunafee,

mir geht es ähnlich, obwohl der Kontakt zwischen meinem Partner und seiner Affäre lange schon nicht mehr besteht und ich an meinen "guten Tagen" wirklich sehen kann, dass er nur mit mir zusammen sein möchte.

Dieses Päckchen liegt mittlerweile komplett bei mir...

Hast du schon mal über Einzeltherapie nachgedacht? Es geht nämlich bei dem, was da ausgelöst wurde, nicht nur um eure Paargeschichte - ich lese viel bei dir mit und habe oft das Gefühl, in einen Spiegel zu schauen.

CaraLuna
17.05.2007, 22:17
Als Betrogene habe ich mich in genanntem Artikel vollkommen wiedergefunden. Ich fühle mich traumatisiert.

Ich habe unschöne psychosomatische Erkrankungen entwickelt, auf die ich gar nicht näher eingehen möchte. Weiterhin quälen mich Schlafstörungen, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Essstörungen und ein mich beschämender Kontrollzwang.
Gefühle wie Wut, Trauer, Ohnmacht oder ein übermächtiger Wunsch nach Nähe wechseln sich ab. Hier denke ich manchmal an das Stockholm-Syndrom.

Es vergeht kaum eine Stunde, an dem ich die Gedanken komplett ausblenden kann. Besonders heftig quälen mich innere Bilder, die mir dann Tränen in die Augen treiben. Oft sind es Kleinigkeiten, die ein gigantisches Kopfkino entfachen.

Die Affäre meines Mannes flog vor 10 Monaten auf. Dass sich bei mir noch keinerlei Besserung eingestellt hat, liegt vielleicht auch daran, dass er den Kontakt zu ihr weiter aufrecht erhält.

Ich habe ihm den Artikel zum lesen gegeben und ihn gefragt, warum er seiner Affäre den Link dazu nicht auch schickt. Wenn sie einen solch tollen Charakter hat, wie er sagt, wird es evt. auch ihr zu denken geben, was sie "mit" angerichtet hat.

Das Wort "lebenslang" klingt für mich in diesem Zusammenhang erschreckend. Eine Narbe wird mit Sicherheit zurückbleiben. Ich wünsche mir nur, dass diese tiefe Verletzung mein Leben nicht mehr allzulang bestimmt.

Liebe lunafee,

ganz aktuell und gerade erst vor 1/2 Stunde erfahren:
Meine Freundin aus Süddeutschland knabbert seit 4 (!) Jahren an dem seinerzeitigen Seitensprung ihres Partners... er hatte es anscheinend nicht nötig, mit ihr zusammen das Gewesene aufzuarbeiten und fühlte sich nur noch "genervt".
Letzte Woche hat sie ihn rausgeschmissen!!
Sie sagt, dass es sich weder gut noch schlecht, sondern ganz einfach RICHTIG anfühlt...

Cara

lunafee
17.05.2007, 22:27
Liebe lunafee,

mir geht es ähnlich, obwohl der Kontakt zwischen meinem Partner und seiner Affäre lange schon nicht mehr besteht und ich an meinen "guten Tagen" wirklich sehen kann, dass er nur mit mir zusammen sein möchte.

Dieses Päckchen liegt mittlerweile komplett bei mir...

Hast du schon mal über Einzeltherapie nachgedacht? Es geht nämlich bei dem, was da ausgelöst wurde, nicht nur um eure Paargeschichte - ich lese viel bei dir mit und habe oft das Gefühl, in einen Spiegel zu schauen.

Liebe signora,

Einzeltherapie mache ich bereits. Allerdings bisher nur bezogen auf unsere Paargeschichte.
Meine heftige Reaktion auf das Geschehene führe ich u. a. auch auf ein Kindheitstrauma zurück, das ich mit 15 Monaten erlitten habe. Wahrscheinlich müsste ich da nochmals genauer hinschauen.
Beim 1. Seitensprung meines Mannes vor 8 Jahren kam schlussendlich an die Oberfläche, dass mein Verhalten im Zusammenhang mit Gefühlen von Verlassenheit, Ablehnung oder Liebesentzug extrem ist. Die Therapeutin meinte damals, dass in meiner Kindheit etwas traumatisches vorgefallen sein müsse, was solche Reaktionen hervorruft. Nach Rücksprache mit meinen Eltern habe ich dieses Trauma gefunden. Meine Mutter hat mir die Geschichte erzählt. Ich kann mich selbst nicht mehr daran erinnern.
Was ich nun, seit über einem Jahr erlebe, ist mein persönlicher Supergau!

lunafee

Signora
17.05.2007, 22:31
Ich weiß, ich kann es nachfühlen...

lunafee
17.05.2007, 22:34
Liebe lunafee,

ganz aktuell und gerade erst vor 1/2 Stunde erfahren:
Meine Freundin aus Süddeutschland knabbert seit 4 (!) Jahren an dem seinerzeitigen Seitensprung ihres Partners... er hatte es anscheinend nicht nötig, mit ihr zusammen das Gewesene aufzuarbeiten und fühlte sich nur noch "genervt".
Letzte Woche hat sie ihn rausgeschmissen!!
Sie sagt, dass es sich weder gut noch schlecht, sondern ganz einfach RICHTIG anfühlt...

Cara

Dies bestätigt wiederum den hohen Prozentsatz der Beziehungen, die schließlich, manchmal auch noch nach Jahren, daran zerbrechen.

LG lunafee

CaraLuna
17.05.2007, 22:43
Dies bestätigt wiederum den hohen Prozentsatz der Beziehungen, die schließlich, manchmal auch noch nach Jahren, daran zerbrechen.

Das mag ja sein, lunafee, aber ich mag z. Zt. die Hoffnung (noch) nicht aufgeben...
Ein "2. Mal" würde ich allerdings wohl kaum verkraften...

lunafee
17.05.2007, 22:54
Das mag ja sein, lunafee, aber ich mag z. Zt. die Hoffnung (noch) nicht aufgeben...
Ein "2. Mal" würde ich allerdings wohl kaum verkraften...

Aus Deinem Posting lese ich, dass Du auch zum Kreis der Betrogenen gehörst.

Auch ich habe die Hoffnung noch nicht komplett aufgegeben. Bei mir war es das "2. Mal", aber wenn 8 Jahre dazwischen liegen, fängt man wieder von vorne an. Zumal das "1. Mal" ein Seitensprung war, und das "2. Mal" eine handfeste mehrere Monate dauernde Affäre.

Da es hier um das Thema Trauma, verursacht durch einen Seitensprung (Affäre), geht, war das jetzt OT.

CaraLuna
17.05.2007, 23:18
Aus Deinem Posting lese ich, dass Du auch zum Kreis der Betrogenen gehörst.

@luna
Ja... ich fühle mich ebenfalls "traumatisiert"... mal mehr und mal weniger... was mich mehr erschreckt ist, dass ich plötzlich Verhaltensweisen und Denkmuster an mir entdecke, zu denen ich früher gar nicht fähig gewesen wäre...

china
18.05.2007, 01:23
Wieso darf ein M2 nicht auch etwas aus seiner Perspektive schreiben und wird so abgewürgt?

Dass die Geschichte dafür, dass sie von einem "M2" kam, vielleicht ein bisschen zu ausufernd erzählt wurde, die Meinung kann ich teilen, aber wenn er erzählt hat, dass für ihn Sex nicht "ohne geklärte Fronten" in Frage kam, finde ich, ist das hier mehr als passend!

Hat vielleicht auch mit Deiner Wut zu tun, Deine Reaktion, China, oder? (die ich sehr gut verstehen kann)


oh, ich meinte meinen eigenen beitrag!!!!!!!!!!!!!!, den ich gelöscht hatte

SORRY fisherman und alle anderen!!! ich werde mic bestimmt nicht anmaßen irgendwelche beiträge außer meinen eigenen als unpassend zu bewerten.

Inaktiver User
18.05.2007, 02:31
oh, ich meinte meinen eigenen beitrag!!!!!!!!!!!!!!, den ich gelöscht hatte

SORRY fisherman und alle anderen!!! ich werde mic bestimmt nicht anmaßen irgendwelche beiträge außer meinen eigenen als unpassend zu bewerten.


Hallo liebe China,

dann nehme ich natürlich meine Bemerkung zu Deinem Kommentar zurück und behaupte das Gegenteil! :blumengabe: :smirksmile:

Ich hatte da eben das Gefühl, dass Du etwas überreagiert hattest, auch wenn ich das in Deiner Situation und aus Deiner Perspektive heraus vollkommen verstanden hätte! Aber dann war das wohl ein Missverständnis.

Einen schönen Freitag und lieben Gruß nach Peking
Tönnchen

china
18.05.2007, 05:01
kein problem tönnchen! wünsch dir auch nen schönen tag!

sebastiana
16.07.2007, 04:07
ich glaube voll und ganz an traumatische schäden die man erfährt wenn man erfährt, dass die person mit der man so eng ist und an dich man sich emotional so gebunden fühlt einen betrügt.
ich selber hatte in jungen jahren, so mit 18 jahren eine solche beziehung und ich kann sagen, dass diese mich mit sicherheit für alle weiteren nun nicht mehr folgenden beziehungen, sondern nur mehr affären, geschädigt hat.
ich bin einfach nicht mehr in der lage menschen zu vertrauen.
für längere zeit hat mich diese tatsache furchtbar belastet, mittlerweile gelernt damit umzugehen ohne verbittert zu sein.

vielleicht kann man sich selber auch nicht vertrauen?!

darüberhinaus ist es sehr wichtig im leben die nötige distanz zu allem zu finden um, wenn man ein sehr sensitiver charakter ist, körbe, kränkungen und zurückweisungen akzeptieren zu können.
das gefühl der "absoluten bindung" werde ich wohl unmöglich wieder erleben können.
aber vielleicht ist es im leben gerade wichtig einen mittelweg zu finden?

mäßige emotionen, mäßiges leid?

ich weiss es nicht....

Inaktiver User
31.07.2008, 10:22
Schubs

sternschnuppe2
07.12.2011, 16:53
Mich würde zu diesem Thema doch interessieren, welche Auswirkungen Betroffene nach dem Bekanntwerden von Seitensprüngen gespürt haben. Auch wie es ihnen nach längerer Zeit damit ging, ob und wie Vertrauen wieder aufgebaut werden konnte oder ob eine Trennung erfolgt ist.

Hat jemand Erfahrungen mit Einzeltherapie/Paartherapie gemacht und inwieweit hat diese Therapie bei der Verarbeitung des Ganzen helfen können?

kessie23
08.12.2011, 08:09
Mich würde zu diesem Thema doch interessieren, welche Auswirkungen Betroffene nach dem Bekanntwerden von Seitensprüngen gespürt haben. Auch wie es ihnen nach längerer Zeit damit ging, ob und wie Vertrauen wieder aufgebaut werden konnte oder ob eine Trennung erfolgt ist.

Hat jemand Erfahrungen mit Einzeltherapie/Paartherapie gemacht und inwieweit hat diese Therapie bei der Verarbeitung des Ganzen helfen können?

Sieh mal in dem Strang: "Vorwärts auf neuen Wegen ..." nach, da tauschen Betroffene sich genau über dieses Thema aus.

sternschnuppe2
08.12.2011, 09:40
Danke!

CleeBlatt
15.08.2017, 08:28
Ich habe gerade den Beitrag im Spiegel gelesen. Schon heftig, was ein Seitensprung in den Betrogenen auslöst. Ich könnte mir, glaube ich, nicht vorstellen, meinem Partner noch einmal vertrauen zu können. Am besten einen Cut machen und mit einem anderen Mann von neu anfangen. Denn wie soll ich jemanden weiterhin lieben können, der mir derartiges angetan hat?