PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwangerschaftsdiabetes



Ruhrpott
09.06.2006, 12:46
Hallo zusammen!

Ich (bald 32) bin in der 35. Woche schwanger. Lange ist es also nicht mehr hin. Leider hat man bei mir letzte Woche eine Schwangerschaftsdiabetes festgestellt. Bis dahin waren alle Werte und das Wachstum des Babys absolut okay und im "Normbereich".

Die Diagnose hat mich natürlich ein klein wenig umgehauen, weil ja auch Risiken fürs Kind bestehen. Leider hat die Diabetologin mich ein wenig allein gelassen, gemeint, dass ich jetzt 4 Mal am Tag meinen Blutzuckerspiegel messen solle und nie über 120 kommen darf. Das klappt auch überwiegend ganz gut, aber ein paar "Ausreißer" habe ich dennoch.

Meine Frage: Hat jemand von Euch Erfahrung mit Schwangerschaftsdiabetes? (Ich fühl mich im Moment ziemlich alleine damit...)
Was habt ihr in der Situation gegessen, damit ihr keinen Hunger hattet, aber dennoch nicht zu hohe Blutzuckerwerte hattet?
Habt ihr in einer speziellen Klinik mit Kinderklinik entbunden oder in einem "normalen" Krankenhaus?

Auf eure Antworten freue ich mich jetzt schon!

Liebe Grüße ausm Pott von
Ruhrpott

Tigerente
09.06.2006, 14:48
Hallo Ruhrpott,

bei mir beginnen nun in der 33. Woche die Zuckerwerte ein wenig aus dem Ruder zu laufen. Meine Diabetologin hat mich erstmal eine Woche messen lassen, um zu sehen, bei welchen Lebensmitteln das passiert, und dann beraten, was ich besser bleiben lasse. Ich hoffe mal, das wird bei Dir genauso sein. Wenn es Dir nur durch Ernährung gelingt, die Werte in diesen Normbereichen zu halten, muss Du Dir um Dein Kind keine Sorgen machen.
Was Du immer essen kannst, wenn Du Hunger hast, und den Zucker im Rahmen halten sollte: Milchprodukte, evtl. mit Obst und selbst mit wenig Zucker gesüßt (Quark ist super), Vollkornbrot mit Käse oder Wurst, Ei, Fisch und Fleisch, Gemüse, wenn Obst, dann insbesondere Apfel. Genaueres sollte Dir Deine Diabetologin dann sagen. Sei vorsichtig mit Getränken wie Obstsäften und alkoholfreiem Bier.

Vielleicht meldet sich Zuckerschnecke auch noch, die hatte es wohl etwas heftiger und früher als wir beide.

Ich war auch etwas erschrocken, dass es sich bei mir so entwickelt hat, aber nach 'ner Nacht drüber schlafen finde ich es halb so wild.

Liebe Grüße, Tigerente

PS: Ich entbinde zwar in einer Klinik mit Kinderklinik, aber das hat andere Gründe.

Inaktiver User
09.06.2006, 16:29
Hallo, Ruhrpott,

ich hatte in den letzten 4 Monaten meiner Schwangerschaft auch Schwangerschaftsdiabetes. Das ist ja echt nicht schön, daß Du Dich jetzt so mit Deiner Ernährung alleingelassen fühlst, aber ich bin sicher, Du bekommst das hin, so schwierig ist es nämlich nicht, wenn Du Dich an ein paar Regeln hältst. :smile:

Mit den "üblichen" Sattmachern wie Kartoffeln, Nudeln, Brot oder Reis, aber auch Milch (aber nicht Joghurt, Quark oder andere Milchprodukte, die meisten haben kaum BE), Obst und allen Arten von Zucker mußt Du jetzt aufpassen, weil diese Lebensmittel viele BE haben und Deinen Blutzucker hochtreiben. Die meisten Gemüse dagegen kannst Du fast unbegrenzt essen, da sie kaum BE haben.

Was ich zB. sehr gern als Zwischenmahlzeit gegessen hab, war ein großer Tomatensalat mit Mozzarella. Der machte gut satt, hielt auch lange vor und hatte kaum BE. Auch viele andere Rohkost-Salate eignen sich zum Sattwerden, weil man einfach viel davon essen darf.

Allerdings reagiert jeder Körper anders auf die verschiedenen Lebensmittel. Was Du also blutzuckermässig gut oder weniger gut verträgst, wirst Du schnell durch Ausprobieren herausfinden.

Bei mir war problematisch, daß ich, als ich mit der veränderten Ernährung begonnen hab, plötzlich angefangen habe abzunehmen wie blöde, 8 kg in den ersten 3 Wochen. An sich wär das natürlich nichts schlechtes gewesen, aber in der Schwangerschaft geht das eben nicht, weil sonst Schlackenstoffe freigesetzt werden, die dem Baby schaden. So wurden die letzten 4 Monate meiner Schwangerschaft eine Gratwanderung zwischen niedrige Blutzuckerwerte halten, dabei aber nicht noch viel mehr abnehmen. Aber ich habe es auch hinbekommen, mein Sohn wurde gestern vor 4 Wochen mit ganz normalen 3240g geboren. Und unmittelbar nach der Geburt war auch mein Schwangerschaftsdiabetes verschwunden. :smile:

Ich habe meinen Sohn übrigens in einem ganz normalen Krankenhaus bekommen, war absolut unproblematisch.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Ernährungsumstellung und daß die letzten Wochen Deiner Schwangerschaft schnell herumgehen. :blumengabe:

LG, Lissana

Ruhrpott
09.06.2006, 22:02
Herzlichen Dank für eure Antworten Tigerente und Lissana!

Das beruhigt mich wirklich. Herzlichen Glückwunsch zum Baby Lissana!

Es tut wirklich gut zu lesen, dass es auch noch andere Frauen mit dem "Problem" gibt. Eben komme ich vom Fußballgucken und Grillen. Da habe ich einfach das Fladenbrot weg gelassen, alles andere ganz normal mitgenommen und meine Werte sind prima. Ich gönne mir an Tagen, an denen die Zuckerwerte im Normbereich sind, 2 Stückchen Diätschokolade. Das wird dann richtig zelebriert.

Mir macht es Mut, dass sofort nach der Geburt der Diabetes weg ist. Und dass du dein Baby in einem ganz normalen Krankenhaus bekommen hast.

@Tigerente: Ich wünsche dir noch ein paar schöne Wochen!!

Liebe Grüße ausm Pott von
Ruhrpott

zuckerschnecke
10.06.2006, 08:54
Hallo Ruhrpott,
ich hatte seit der 20. Woche Schwangerschaftsdiabetes und mußte auch sofort Insulin spritzen (vor jeder Mahlzeit und für die Nacht). Mit einer Ernährungsumstellung hätte ich das nicht auffangen können - leider mußte ich zusätzlich auf frisch gepresste Säfte verzichten. Ansonsten ist es so, wie Lissana es beschrieben hat. Nicht jeder verträgt alles gleich gut. Es kann sich zudem im Laufe der Schwangerschaft verändern. Neben der latent vorhandenen Insulinintoleranz kamen bei mir sicher 2 Faktoren hinzu: ich habe Zwillinge bekommen und musste mit Schwangerschaftsbeginn mit dem Sport aufhören. Das den den Diabetes begünstigt. Aber auch bei mir ist der am Tag der Entbindung verschwunden. Trotzdem messe ich noch weiterhin (wenn auch unregelmäßig) und mache einmal im Jahr einen Glukosetoleranztest. Nach der Statistik bekommen 50% der Frauen innerhalb der nächsten 5 Jahre Diabetes Typ 2.

Du hast doch nur noch 5 Wochen; das geht ganz schnell rum. :lachen: Das wird schon.

LG, Zuckerschnecke

Schussel
10.06.2006, 12:20
Hallo!
Mal eine Zwischenfrage: Wie wurde denn bei Euch die Schwangerschaftsdiabetes entdeckt? Ich habe ein ziemlich großes Baby (35.SS), schon seit langem. Und der Test, der vor einigen Wochen gemacht wurde war im absoluten Normbereich. Wurde bei Euch der Test wiederholt? Oder gab es Anhaltspunkte im Urintest?
Gruß, Schussel

zuckerschnecke
10.06.2006, 12:48
Hallo Schussel,
bei mir wurde in der 19. Woche ein Glukosetoleranztest gemacht. Dafür kommt man nüchtern in die Arztpraxis; bestimmt den Blutzucker; trinkt dann eine Glukoseflüssigkeit und misst nach 1 bzw 2 Stunden erneut den Blutzuckerwert. Bei mir brauchte der Test nicht wiederholt zu werden, weil ich schon beim ersten Test "durchgefallen" bin. Wie wurde denn bei Dir getestet? Und was heißt "großes" Kind?
Bis Du den Blutzucker im Urin feststellen kannst, braucht es schon sehr lange. Dann ist er eigentlich schon zu hoch.

LG, Zuckerschnecke

Julla
10.06.2006, 13:16
@Schussel: Bei mir wurde der Test wiederholt, weil mein Kind auch für sehr groß gehalten wurde. Das kann immer mal vorkommen, dass sich das erst am Ende der Schwangerschaft entwickelt.

Aber Zucker im Urin ist nur bei der Hälfte der Frauen ein Zeichen für Diabetes, hat nicht unbedingt etwas zu sagen.

Inaktiver User
10.06.2006, 17:20
Bei mir wurde der Glucosetoleranztest gemacht, nachdem die FÄ Zucker im Urin gefunden hat. Vorher hielt sie es wohl nicht für notwendig, weil mein Baby grössen- und gewichtsmässig genau im Normbereich lag (was zum Glück bis zum Ende der Schwangerschaft so geblieben ist). Bei mir wurde auch gleich beim ersten Test Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert.

LG, Lissana

Schussel
11.06.2006, 12:01
Danke für Eure Antworten.
Bei mir wurde der Glucosetoleranztest irgendwann so um die 26.SS gemacht. Anhaltspunkt war schon da die Größe des Kindes (und vielleicht auch meine Gewichtszunahme). Der Test war im absoluten Normbereich, nicht grenzwertig oder dergleichen. Gemacht wurde er mit 3 Blutmessungen (nüchtern, nach 1 und dann nach 2 Stunden wieder). Da aber bereits mein erstes Kind ziemlich groß war, hat meine FA keine großen Befürchtungen gehabt (56cm, 4100g; ich bin eher klein und im nicht schwangeren Zustand auch relativ schlank). Mein noch ungeborenes Kind liegt schon seit gut 10-15 Wochen etwa 3 Wochen über der Durchschnittsgröße. Beim letzen Termin (in der 35.SS) wog es etwa 3200g. Wenn man bedenkt, daß da noch 6 Wochen bis zum ET liegen nicht gerade wenig. Ich weiß, daß es da ziemliche Meßungenauigkeiten gibt, aber zum einen lag die FA bei meinem 1. Kind schon gut, zum anderen scheine ich die Tendenz zu großen Kindern zu haben und die FA ist auch ganz "fit" in Ultraschallsachen (gutes Geraät, laufend Fortbildungen und macht auch die Spezialuntersuchungen).
Sind Wassereinlagerungen eigentlich ein Zeichen für Schwangerschaftsdiabetes? Und welche Rolle spielt der Blutdruck? Meiner ist nämlich eher niedrig als hoch.
Gruß, Schussel

Julla
11.06.2006, 12:04
@Schussel: Gestationsdiabetes ist ein Risikofaktor für Gestose.

Ruhrpott
11.06.2006, 13:58
Hallo Schussel!

Wassereinlagerungen und zu hoher Blutdruck können ein Zeichen für Diabetes sein.

Bei mir tanzte das Baby an einem Frauenarzttermin größenmäßig etwas aus der Reihe und mein FA hatte ein "komisches Bauchgefühl", so dass er mich zu diesem Glucosetoleranztest geschickt hat, der bei mir auch positiv ausfiel. Mittlerweile hat sich das Wachstum des babys aber wohl wieder relativiert. Am Mittwoch werde ich mehr sehen, dann ist der nächste FA-Termin. Drückt mir mal alle die Daumen!

@alle: Herzlichen Dank für euere aufmunternden Worte. Das tut echt gut!!!

Liebe Grüße ausm Pott von
Ruhrpott

Tigerente
11.06.2006, 14:22
Hallo,

bei mir wurde in der 24. SSW ein Screening-Test gemacht, der grenzwertig ausfiel. Dann in der 26. der Glucose-Toleranztest, wobei der mit 87-164-118 lässig unter den WHO-Empfehlungs-Grenzwerten lag (90-180-140). Die Diabetologin meinte aber, 164 sei etwas grenzwertig, ein gutes Gefühl hätte sie nur, wenn der 1-Stunden-Wert unter 160 läge, da ich eben 2 Großeltern mit Typ2-Diabetes habe und über 35 bin. Da dachte ich noch, es sei Geldmacherei, dass sie es weiter überwachen wollte. Ich habe dann 1 Woche lang jeden Tag Zucker gemessen, beim Essen auch ziemlich viel Süßes gegessen, war alles im Normbereich. Mein Kind ist wachstumsmäßig bis heute im Normbereich. Ich habe dann 4 Wochen lang 1-2 Tage die Woche weitergemessen, und nun aber festgestellt, dass bei gewissen Dingen (bei mir eben alles, was mit Zucker gesüßt ist, sowie Weißmehlprodukte und alkoholfreies Bier) die Zuckerwerte etwas aus dem Ruder laufen. Insofern bin ich jetzt froh, dass die Diabetologin so vorsichtig war und meine FÄ mich gleich zu ihr überwiesen hat - denn jetzt nochmal 6 Wochen (bin seit gestern in der 34. Woche) auf die besagten Dinge zu verzichten, ist zum Glück nicht so schwer.

Deshalb nochmal an Schussel - wenn es Dir Sorgen macht, lass nochmal den Zuckerbelastungstest machen, das kann sich alles später entwickeln, vor allen Dingen frag Deine FÄ nochmal nach Deinen genauen Werten, die Du damals hattest.

Viele Grüße, Tigerente (deren Naturwissenschaftler-Herz ja diese ganze Austesterei, was welchen Effekt auf den Zucker hat, ja überaus spannend findet)

Schussel
11.06.2006, 17:49
Jetzt bin ich schon ein bißchen schlauer, danke. :allesok:
@Tigerente: Sorgen habe ich mir eigentlich bisher keine gemacht, bin nur durch diesen Strang aufmerksam auf die Risiken geworden (was ja eigentlich auch ganz gut ist). Ich habe mich gefragt, wie zu diesem recht späten Zeitpunkt eine Schwangerschaftsdiabetes festgestellt wurde; ob einfach routinemäßig nochmals getestet wurde. Und da die Größe des Kindes bei mir kein Hinweis darauf ist und auch mein Blutdruck tendentiell zu niedrig ist, vertraue ich einfach meiner FA. Ich kann mich ja nicht wöchentlich ins Blaue hinein auf alles testen lassen.

Robertina
11.06.2006, 22:57
@ Schussel,

ich bin auch ein wenig verunsichert, weil nach einem negativen Glucosetest (alle Werte deutlich unter dem Grenzwert) in der 29. Woche nun plötzlich Zucker im Urin (mit anschließend erhöhtem Zuckerwert im Blut) festgestellt wurde. Und das bei ähnlicher Ernährung wie bei vorangegangenen Tests. Was die US-Maße betrifft, so ist das Kind eher zu klein, beim Gewicht - wie immer das der Computer berechnet - aber guter Durchschnitt, eher schwerer. Die Ärztin meint, ein weiterer Glucosetest sei nicht notwendig und die Wassereinlagerungen seien normal. Mein Blutdruck ist sowieso eher zu niedrig. :wie?:

Robertina

Tigerente
12.06.2006, 08:24
Hallo Robertina,

ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es sich bei all den Leuten, bei denen SS-Diabetes diagnostiziert wird, wirklich um eine solche handelt, denn eine gewisse Erhöhung der Zuckerwerte im Laufe der Schwangerschaft durch die Hormone ist normal. Ich frage mich schon, wenn ich irgendwo lese, dass zwar bei 3 % der Schwangeren SS-Diabetes diagnostiziert wird, aber man eine Dunkelziffer von 15% oder mehr vermutet, ob es eine "Krankheit" geben kann, die 15% der Schwangeren haben (trotz allen Wohlstandspecks etc.) Manchmal habe ich das Gefühl, wir sollen alle in der Schwangerschaft perfekt sein.

Da ich mir aber nicht sicher bin, spiele ich halt mit, weil um diese Jahreszeit die Ernährung, an die ich mich halten muss, leicht einzuhalten ist (Salat, Gemüse, wenn Obst, dann frisches, Fleisch und Fisch habe ich die ganze Schwangerschaft über sehr gerne und viel gegessen), und es mir sicher nicht schaden wird (und meiner Gewichtszunahme in den letzten Wochen auch nicht).

Wenn Du Dich unwohl fühlst, versuch Dich nochmal von Deiner FÄ in eine diabetologische Praxis überweisen zu lassen, die sich mit Schwangeren auskennt (deshalb gurke ich jetzt alle 2-4 Wochen einmal quer durch die Stadt), und wenn sie nicht mitspielt, zahl halt die 10 Euro Praxisgebühr. Oder versuch Dich an die hier beschriebene Ernährung zu halten. Und wenn süß, dann halt eben eher mit viel Fett (Sahneeis oder dunkle Schokolade).

Viele Grüße, Tigerente (hast Du eigentlich immer noch fast gleichen ET wie ich (29.7.)?

Robertina
12.06.2006, 09:20
Hallo Tigerente,

ich denke, dass heute viel mehr kontrolliert wird und deshalb auch mehr festgestellt wird als früher. Ich esse allgemein viele Süßigkeiten und versuche dies nun einzuschränken (dabei kommt mir das schöne Wetter sehr zugute), zumal auch ich während der ganzen Schwangerschaft sehr gerne Fisch und Fleisch esse. Außerdem warte ich die nächste Untersuchung ab und werde dann sehen (auch abhängig davon, ob die Testwerte nur leicht oder deutlich überschritten sind), ob ich etwas unternehmen muss.
Ja, mein ET ist immer noch kurz nach deinem, obwohl während der 16. und 22. Woche der Termin hin- und herdatiert wurde (erst eine Woche nach hinten, dann wieder zurück). Jetzt bin ich mit eingen Maßen meist ungefähr eine Woche zurück (was auch kein Anzeichen für ein Zucker-Kind ist), mal mehr, mal weniger. Aber da der ET sowieso nur ein Anhaltspunkt ist, mache ich mir darüber relativ wenige Gedanken.

Viele Grüße,

Robertina

Tigerente
12.06.2006, 10:36
Hallo Robertina,

ja, in einem anderen Strang schrieb jemand, ihr Mann, der Arzt ist, würde immer sagen, es gäbe keine gesunden Leute, nur solche, die noch niemand gründlich untersucht hat :smirksmile:. Wenn ich mir halt anschaue, dass ich bisher die unkomplizierteste Schwangerschaft habe, die man sich vorstellen kann (Übelkeit im Rahmen, bis 20. Woche noch Aikido gemacht, fahre fleißig lange Strecken mit dem Fahrrad, arbeite ohne Probleme bis MuSchu-Beginn und wohl noch eine Woche drüber hinaus, nicht die geringsten Anzeichen von vorzeitigen Wehen o.ä.), finde ich es halt verrückt, dass ich im Mutterpass schon 4 Kreuzchen bei Risikoschwangerschaft habe (über 35, vorangegangene Uterus-OP, Gestationsdiabetes, aktuell wieder Myom). Manchmal bin ich froh, dass ich schon "so alt" bin und außerdem mal wenige Jahre im weitesten Sinne im medizinischen Bereich gearbeitet habe, ich nehme das alles daher recht locker - aber aus Leichtsinn auf die Untersuchungen verzichten will ich auch nicht.
Das mit dem Termin ist wirklich sehr hypothetisch, wobei ich bei meinem aufgrund gewisser Umstände sehr sicher bin, dass der stimmt. Allerdings bin ich jetzt wegen der Diabetes-Diagnose sehr froh, dass die im KH meinen (deutlich längeren) Standardzyklus eingetragen haben, da wird es dann ein paar Tage länger dauern, bis irgendwer wegen Einleitung drängt...

Viele Grüße, Tigerente

Robertina
12.06.2006, 10:44
Hallo Tigerente,

bei mir ist's ja ähnlich, bis auf einmal zwei Tage lang einen steinharten Bauch mit Schmerzen (aber ohne Kontraktionen) und zunehmende Wassereinlagerungen geht's mir auch blendend. Ich fühle mich gut und bin gelassen, deshalb beunruhigt mich auch der erhöhte Wert nicht übermäßig, allerdings denke ich, man kann ja ein wenig vorsichtig sein und auf die Ernährung achten, zumal ich schon 13 kg. zugenommen habe, auch dank eines sehr guten Appetits seit Beginn der Schwangerschaft (statt Übelkeit hatte ich Heißhunger :hunger:).
Die letzten Wochen werden wir bestimmt auch noch gut überstehen!
:zauberer:

Robertina

Schussel
12.06.2006, 13:32
Hallo!
Solange bei mir kein Zucker im Urin festgestellt wird, gehe ich jetzt einfach davon aus, daß der Glucosetest von damals noch gilt und alles in Ordnung ist. Ich werde versuchen etwas weniger Süßigkeiten zu essen :heul:. Meiner Gewichtszunahme wird dies sicher gut tun. Meine Überkeit in den ersten 20 Wochen war mit absolutem Heißhunger gepaart. :hunger: Dies hat zu einer Gewichtszunahme von 19 kg bisher geführt. :heul:
Gruß, Schussel

emilyelch
23.08.2006, 18:53
Hallo!

Ich hatte zwar keinen Schwangerschaftsdiabetes, bin aber seit 1980 Typ I Diabetikerin. Dadurch war ich vielleicht etwas besser vorbereitet, aber auch das ist nicht hilfreich.

Was das Essen anbelangt, solltest du darauf achten, Vollwertige Produkte zu dir zu nehmen, da diese den Blutzucker langsamer ansteigen lassen. Also z. B. Vollkornbrot statt Weißbrot, Naturreis statt geschälten. Viel Salat essen und wenig Kohlenhydrate. Evtl. auch auf die Eiweißzufuhr achten. Generell gilt einfach, ernähre dich vollwertig, dann ist es auf jeden Fall hilfreich.

Vermeide möglichst schnellwirkende Kohlenhydrate wie Säfte und zuckerhaltige Getränke, Süßigkeiten, Obst wie Bananen, Trauben sind auch nicht so gut. Keine Weißmehlprodukte.

Da du ja schon recht weit in deiner Schwangerschaft bist, besteht nicht mehr eine ganz so große Gefahr für Fehlbildungen, aber ein erhöhter BZ kann dazu führen, dass dein Kind in den letzten Wochen noch stark wächst und evtl. irgendwann die Versorgung durch die Plazenta nicht mehr ausreicht.

Geh vielleicht wirklich mal zu einem Diabetologen. Vielleicht kann ich dir einen in deiner Nähe raussuchen.

Oh je, ich sehe gerade, dass dein Beitrag ja schon ein paar Wochen alt ist und dein Kind schon da. Vielleicht kann ich anderen aber mit den Tipps weiterhelfen...

Tigerente
24.08.2006, 08:53
Nur zur Info, weil ich mich hier beteiligt habe:
ich habe am 3.8. einen gesunden Jungen mit nur 3250 g bei 53 cm zur Welt gebracht. Keine Anzeichen von Unterzuckerung nach der Geburt oder irgendwelchen Schädigungen durch Gestationsdiabetes. Eigentlich hätte die Geburtsklinik am 29.7. (ET) auf Einleitung gedrängt, aber sie haben das Kreuzchen im Mutterpass übersehen und ich habe sie nicht darauf hingewiesen. So ist die Geburt ganz normal in Schwung gekommen, ohne Schaden für's Kind. Sie waren hinterher nicht begeistert, haben aber nichts gesagt, da es ihr "Fehler" war und ja auch nichts passiert ist. Die Angelegenheit wurde deshalb nicht thematisiert, sie guckten nur reichlich pikiert, als ich sie nach der Geburt wegen Überwachung des Kindes auf das Kreuzchen bei Gestationsdiabetes hinwies. Ich habe zwar den Zuckerbelastungstest noch nicht gemacht, aber erstmal scheinen die Zuckerwerte super zu sein nach der Geburt.

Viele Grüße, Tigerente