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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleine Zeichen ...



Inaktiver User
09.06.2006, 11:36
Ich hatte heute Morgen das Bedürfnis, meinen allerersten Morgenkaffee draußen zu mir zu nehmen, auf der kleinen Bank vor dem Küchenfenster. Da saß ich dann, noch ganz zerstrubbelt und verschlafen, mit meinem dampfenden Kaffee, leicht frierend und schaute in den Garten hinaus, um mich herum Vogelzwitschern.

Auf einmal hab ich ihn gesehen: einen bunten Schmetterling. Wild tanzend am Zaun zum Nachbarn, unermüdlich, auf und ab, hin und her. Minutenlang hat er für mich gezaubert - mich verzaubert. Ich war ganz gefangen von diesem Moment - "herzberührt".

Für diejenigen, die es nicht wissen:
Schmetterlinge haben für die Eltern verstorbener Kinder eine ganz besondere Bedeutung - wir sehen sie als Gruß, als Zeichen, als Trost. Ich habe zu den unmöglichsten Jahreszeiten Schmetterlinge gesehen und sie sind mir meist dann um die Nase geflattert, wenn diese rot vom Weinen und ich voller Verzweiflung war.

Meine heutige Begegnung mit dem Schmetterling trägt mich warm durch den Tag und ist ein wunderschönes Geschenk von einem wunderbaren, kleinen Wesen - ganz weit weg, und doch so nah.

Paula

Inaktiver User
09.06.2006, 19:43
Liebe Paula,

dein Posting erinnert mich sehr an einen Text von Elisabeth Kübler-Ross, den ich nach dem Tod meines Vaters gelesen habe. Er hat mir Trost gespendet:

Jener Tod, von dem uns die Wissenschaftler überzeugen wollen, existiert in Wirklichkeit überhaupt nicht. Der Tod ist ganz einfach das Heraustreten aus dem physischen Körper, und zwar in gleicher Weise, wie der Schmetterling aus seinem Kokon heraustritt. Der Tod ist ein Hinübergehen in einen neuen Bewusstseinszustand, in welchem man fortfährt zu fühlen, zu sehen, zu hören, zu verstehen, zu lachen und wo man befähigt ist, weiterhin zu wachsen.

Alles Liebe...Jela

Madame_butterfly
18.07.2006, 20:00
Liebe Paula,

es hat mein Herz weit werden lassen, deine Erzählungen über dein „Schmetterlingsflüstern“ an jenem frühen Sommermorgen zu lesen. Es ist einfach wundervoll zu sehen, wie viele „kleine Zeichen“ an uns vorüber fliegen … wie viele Grüße uns aus der Welt hinter der sichtbaren Grenze, dem Himmel, geflüstert werden … Lieben Dank dafür!

Eine kleine Geschichte möchte ich heute ergänzend hinzufügen. Es war der 23. August 2002, der zweite Todestag unseres Kindes. Die Sonne scheint und suggeriert ungnädig Erinnerungen an jenen heißen Sommertag, an dem unser kleines Mädchen diese Welt gegen ihr Paradies eingetauscht hat. Einmal mehr haben mein Mann und ich diesem schmerzlichen Tag, der unsere Herzen so bang gefangen nimmt, ein wenig ängstlich entgegen gesehen. Doch Thomas und ich hatten seit Freya’s Tod beschlossen, ihren Todestag gemeinsam, Hand in Hand, vorüber gehen zu lassen. Sehr gerne gehen wir gemeinsam zum Grab unseres Kindes. Aber manchmal geht auch ein jeder allein, und diese Momente sind auch wichtig, selbst wenn wir wissen, dass unser Kind nicht wirklich in seinem Grab liegt, dass dort nur seine kleine Hülle beigesetzt ist, denn seine Seele (und das spüren wir in vielen Momenten), die ist ganz woanders ...

Es sollte ein heißer Sommertag werden. Thomas schlug vor, die kleinen Rosenherzen, die ich am Abend zuvor gesteckt hatte, gleich in der früh auf Freya’s Garten zu legen. Er war sehr, sehr traurig – und ich sah, dass er geweint hatte. Es dauert seine Zeit, bis er wieder heimkam. Und da strahlte er über das ganze Gesicht und erzählte. Als er die Herzen auf Freya’s Grab legte, kam ein kleiner Bläuling angeflogen und blieb die ganze Zeit an seiner Seite. Immer und immer wieder umkreiste ihn dieser wunderschöne winzig kleine, himmelblaue Schmetterling. Bläulinge haben wir in unserer Region in Oberbayern nie zuvor gesehen! Vorzugsweise halten sich bei uns Kohlweißlinge, Große Füchse oder Admiräle auf. Mit dem Bild von unserem Kind und diesem hübschen zarten Bläuling in seinem Herzen besuchte mein Mann unsere kleine Kirche. Er betete und entzündete ein Licht für unser Mädchen. Als er die Kirche verließ fand er vor der Kirchenpforte eine kleine Schwungfeder von einer Taube. Heißt es nicht, „Engel lassen immer wieder einmal eine Feder zu uns hinunter schweben, damit wir ihre Gegenwart wahrnehmen …“?! – Und so haben ihn der kleine Bläuling und die „Engelsfeder“ ein wenig getröstet und er erzählte mir lächelnd davon. Wenig später gingen wir dann gemeinsam zum Grab unseres Kindes. Und siehe da! Der kleine Bläuling mit den zarten himmelblauen Flügeln flatterte noch immer über Freyas Grab, setzte sich hier und da auf eine Rosenblüte, um Nektar zu saugen – und flog nicht davon!

Am frühen Nachmittag telefonierte ich mit meiner allerbesten Freundin, die viele hundert Kilometer von uns entfernt wohnt. Sie hatte ein wunderhübsches Gesteck und liebe Gedanken zu Freya’s Grab schicken lassen, und ich wollte mich gleich bei ihr bedanken. Gerade an solch schmerzlichen Jahrestagen ist es so schön, wenn man sich ein wenig aufgehoben und getröstet fühlen darf. Und dann erzählte mir meine Freundin diese wunderbare Geschichte, die ich als „synchronistisches Ereignis“ betrachte. Hier ist das Erlebnis, welches mir meine Freundin erzählte: „Stell dir vor, heute früh, da hatte ich ein wenig Zeit für mich. Also beschloss ich, mich mit einem Buch auf die Sonnenliege zu legen. Aber ich musste immer wieder an Freya und euch denken! Mit einem Mal bemerkte ich, wie mehrere »kleine himmelblaue Schmetterlinge« mich und meine Liege umkreisten. Eine ganze Weile lang flogen sie um mich herum! Hast du solche hellblauen kleinen Schmetterlinge schon einmal gesehen?“ Ich musste lächeln und antwortete: „Ja, gerade erst vor wenigen Minuten, am Grab unserer kleinen Maus hat auch uns ein kleiner Bläuling umkreist und ist nicht von unserer Seite gewichen …“

Nun, deutlicher kann ein Zeichen wohl kaum ausfallen, als dass zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten, um die Herzen von Freunden diese doch seltenen zarten Tagfalter fliegen. Und diese kleinen Bläulinge, sie haben uns von unserem kleinen Mädchen geflüstert und uns geholfen, dass wir alle Traurigkeit dieses Tages in ein wenig lichte Zuversicht wandeln konnten.

Steht der Schmetterling in vielen Kulturen und auch in der christlichen Symbolik für die „vollkommene Verwandlung“, für das (Weiter-)Leben nach diesem Leben, so waren wir ein wenig getröstet. Unsere himmelblauen Schmetterlinge, diese hübschen Bläulinge, sie waren ein Gruß von unserem Kind aus seinem Himmel. Und sie sollten uns flüstern: „Hallo, Mami, Papili! Seid nicht traurig, ich bin bei euch – und all meine Liebe!“

Mit unseren Herzen voller Liebe und umschließender Wärme haben wir es geschafft, auch jenen zweiten Todestag zu durchstehen und konnten ihm sogar ein wenig Liebreiz in der Erinnerung an einen himmlischen Bläuling abgewinnen … unsere Kinder, so fern und doch so nah …

Eine liebevolle Umarmung an alle,
eure madame butterfly *

*in diesem Zusammenhang klingt mein Nickname vielleicht doch ein wenig eigenartig??!! :smirksmile:

Lillian2207
19.07.2006, 11:37
Liebe Paula,

ich bin erst seit kurzen in diesem Forum, mein Verlobter André ist vor elf Wochen bei einem Autounfall ums Leben gekommen und ich habe hier Zuflucht gesucht. Ich habe viele Deiner Beiträge gelesen und bin ganz betroffen! Du hast mal geschrieben, das Dir aufgefallen ist, das viele Bekannte schon kein Wort mehr über Deinen schweren Verlust verlieren und ich möchte dir sagen: Auch wenn es bei mir erst elf Wochen her ist, so sind mir Andrés Eltern jetzt schon die Einzigen geblieben, die ebenso trauern und mit denen ich täglich darüber reden kann. Wie kann das sein? Wieso gehen alle einfach so zum Alltag zurück?

In der nächsten Woche ist mein Geburtstag, André hätte sich bestimmt was ganz romantisches für mich ausgedacht! Der bevorstehende Tag macht mir furchtbare Angst. Ich will mich nur verstecken! Gestern ruft meine beste Freundin an und fragt mich ob ich an meinem Geburtstag Lust hätte mit auf einen Party zu gehen. Mein "Nein" hat sie nicht verstanden (sonst ist sie nie so unsensibel!) und hat sogar gesagt, das sie dann halt alleine dort hingehen wird.... wie können die Menschen glauben, das man so schnell über den TOD eines Menschen kommen kann! Eigentlich müsste die Welt stehen bleiben!!!!!

Deine Erzählung über die schöne Begegnung mit dem Schmetterling fand ich sehr tröstlich. Ich habe ähnliches erlebt! Nach der Beerdigung meines Schatzes sind wir über den Friedhof Richtung Parkplatz zurückgegangen. In meiner Verzweiflung und Trauer habe ich erst gar nichts bemerkt, bis meine Mutter mich auf ein kleines Eichhörnchen am Rande des Weges aufmerksam gemacht hat. Der kleine Kerl saß da und hat mich mit großen Augen angeguckt und ist nicht weggelaufen. Ich bin stehen geblieben und habe mich hingehockt. Einen Moment ist das Kerlchen noch beblieben, dann war es weg. Wochen später war ich bei einer Wahrsagerin. Sie hat mit André Kontakt aufgenommen und sagte doch dann zu mir, das mein Verlobter auch auf seiner Beerdigung gewesen wäre. Er wäre als kleines Tier dort gewesen und ich hätte ihn auch gesehen! Er wollte mir dort nochmal nahe sein....

Ist das nicht alles unglaublich. Natürlich habe ich mich nie vorher mit solchen Sachen auseinandergesetzt, aber seitdem lese ich viel über Seelenwanderung und Grüße aus dieser anderen Welt. Vielleicht glaube ich auch nur an das alles um mich an etwas festhalten zu können, aber so viele Menschen mit Ihren Erlebnissen können sich doch nicht irren!

Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft. Fühl dich gedrückt und verstanden!
Lillian

Vemi
20.07.2006, 12:20
Ich warte seit 1 1/2 Jahren auf solch liebevolle Zeichen meiner Mum...Oder ich seh sie nicht :heul: :heul: :heul:

Madame_butterfly
20.07.2006, 13:19
Liebe Vemi,

ich möchte dich gerne trösten und dich bitten, nicht traurig zu sein. Die Zeichen oder vielmehr liebevollen Botschaften von unseren Liebsten in ihrer Welt hinter der sichtbaren Grenze kommen sehr oft genau dann, wenn wir gar nicht damit rechnen.

Es sind auch nicht immer nur sichtbare Zeichen. Sehr oft sind es „kleine Hallos“, zum Beispiel in einem Song im Radio, der die Antwort auf deine Frage enthält, oder ein besonderer Geruch, den du wahrnehmen kannst, der dich an deine Mum erinnert. Das Kinderzimmer unserer verstorbenen Maus ist an manchen Tagen erfüllt mit ihrem typischen Babyduft, den ich so sehr vermisse. Ich bin ganz zuversichtlich, dass auch deine Mum einen dir vertrauten Weg und ein Zeichen wählt, an dem du sie unverwechselbar erkennen kannst.

Ich weiß nicht, wie es dir geht. Zu mancher Stunde wird mein Herz ganz weit und ist voller Liebe und umschließender Wärme. Das sind die Momente, in denen ich deutlich spüre (und mittlerweile fest versichert bin), dass unser kleines Mädchen mit all seiner Liebe bei mir ist. Spürst du manchmal auch dieses einnehmend schöne Gefühl?

Doch ich bin auch sicher, dass viele Zeichen unbemerkt bleiben. Auch ich habe in den fünf Jahren seit dem Tod unseres Töchterchens lernen müssen, meine Ratio, meinen Verstand, weniger wichtig zu nehmen als das innere Gefühl, um diese Zeichen als tatsächliche Liebesbotschaften zuzulassen. Das war wirklich ein spiritueller Erfahrungsprozess. Und weißt du, da sage ich mir immer wieder: „Wunder geschehen eben nur, wenn ich sie auch zulasse ...“

Mittlerweile vertraue ich auch darauf, dass ich viele Zeichen bekomme und an manchen vorbei gehe (ich bin ja nur ein Mensch). Doch um mit Martin Buber zu sprechen, bin ich heute auch „ausgerüstet, um aus der Kraft der Geheimnisse zu leben.“ Damit möchte ich sagen, auch wenn wir keine Zeichen bekommen, wir können darauf vertrauen, dass unsere Liebsten an unserer Seite weiterleben, dass sie uns ständig begleiten, uns inspirieren und uns ihre Liebe schicken ... und dass wir sie einst wieder in unsere Arme schließen dürfen. Denn unsere Liebe war und ist ein „Versprechen“.

:wangenkuss:Ich umarme dich und wünsche dir von Herzen ein hoffnungsfrohes Zeichen, das dich tief in deinem Innersten berührt und deine Tränen trocknet ...

Vemi
20.07.2006, 13:34
Hallo,
danke für deine tröstenden Worte.
In der Nacht nach Mamas Tod(ich war bei ihr als sie ging)Wachte ich auf und war sicher mich hielt jemand im Arm,es war der Bruchteil einer Sekunde,aber ich spürte eine Umarmung.Mein Mann lag weit weg :schlaf gut:

Ich glaube generell gabs schon mal Zeichen,so zBerzählte meine Tochter anfangs immer wieder "oma war da",einmal auch"oma war kurz da,sie hatte keine zeit,weil sie noch zu meinem Bruder wollte"-in der besagten Nacht wachte ich durch das brabbeln meines Sohnes auf,er war zu der Zeit etwa 4Monate alt und gluckste und kicherte,als ob jemand Späße mit ihm machte.
In solchen Momentan wollte ich soooo gern glauben,dass Mama da war,aber der Verstand... :niedergeschmettert:
Ich hätte einfach gern eine Antwort auf die Frage wie es ihr geht,sie hat so furchtbar gelitten und hatte schreckliche Angst vor der ewigen Dunkelheit(sie glaubte nicht an das "Danach").
Sieht sie mich,weiss sie um meine tiefe Liebe?
Ihr Tod kam trotz Krebs plötzlich,sie fiel von einem Tag auf den anderen in einen Dämmerschlaf bis sie starb.An klärende Gespräche war nicht mehr zu denken-sie hatte den Gedanken an den Tod nicht zugelassen,es war tabu.
Schlußendlich haben wir entschieden,dass sie nicht weiter gequält werden soll,dass sie nur Flüssigkeit und Morphium bekommt aber keine anderen (Versuchs-)Medikamente mehr.Wir wußten das ist der sichere Tod.
Die schlimmste Entscheidung meines Lebens-den Menschen,den ich so dringend brauchte loslassen zu müssen,ohne Rat von ihr...
Ich sitze hier und bin sooo traurig,sie fehlt mir nach 1 1/2 Jahren mehr denn je,den mein Leben geht weiter und damit passiert immer mehr,das sie miterleben sollte.

Bloodyzicke
20.07.2006, 14:11
Hallo,

erstmal möchte ich dir, Vemi, sagen, dass die Zeichen kommen, und wie du sagst sind sie schon da. Das heißt dass du schon ein Stückweit diese Dinge zulassen kannst. Auch wenn einem der Verstand sagt das gibt es nicht, so lass ihn reden, egal ob es wirklich ein Zeichen ist oder nicht, glaube einfach daran und denk nicht drüber nach, denn manchmal weiß der Verstand einfach weniger als das Herz. Ich schicke dir eine ganz feste Umarmung und wünsche dir, dass du die Grüße deiner Mutter einfach zulassen kannst.


Nun möchte ich noch etwas über "meine" Zeichen schreiben.
Ich habe auch gewartet und war ganz verzweifelt dass nichts kommt.
Nun weiß ich dass er da ist. Und das auf ganz verschiedene Arten.

Mal ist es nur das Gefühl der Umarmung, mal ein Traum, aber ganz besonders in realen Dingen.

Die zwei schönsten Erlebnisse möchte ich nun schildern.

In den letzten beiden Wochen hatten zwei meiner Freundinnen Geburtstag und ich hatte richtig Angst hinzugehen, weil wir immer ein Trupp von vier Pärchen waren, nun ind es nur noch drei plus meine Wenigkeit. Und ich hatte solche Angst, dass es dot besonders bewusst wird.

Ich bin dann trotzdem gegangen. Auf dem ersten Geburtstag habe ih den Schmetterling erst gar nicht bemerkt, bis meine Freundin mich drauf aufmerksam machte, und sagte "Stefan hat mich nicht vergessen, er ist auch gekommen." Und der Schmetterling blieb immer in der Nähe so lange ich da war, mal ist er zu den Jungs rüber und schwirrte da rum, aber kam immer wieder zurück. Und auch auf dem zweiten Geburtstag war ein Schmetterling in meiner Nähe. Er hat mich nicht allein gelassen.

Ich weiß, man sagt eigentlich, Schmetterlinge seien Grüße von den Kindern diee man verloren hat, aber vielleicht hat er diesen Weg gewählt, weil er es immer so süß fand wenn ich "hallo, mein Baby" gesagt habe.

Toyo
22.07.2006, 21:27
Heute haben wir (Familie und so) die Wohnung von meiner Freundin "ausgeräumt". Ich bin so gegen 7 uhr losgefahren und hatte schon heute morgen einige Schmetterlinge gesehen, die um mich herumschwirrten. Ok, ist jetzt im Moment Schmetterlingszeit und vielleicht hab ich auch einfach mehr darauf geachtet/gesehen. Dann kam ich dort an und ich hab gepackt, geräumt und geschleppt. Um 9 Uhr kam Eva2 vorbei und hat Kaffee und Brötchen gebracht. Kleiner Plausch am Rande. Danach wieder gepackt und geschleppt. Ich hab in der Zeit nicht einen Schmetterling gesehen. Beim Wegfahren bin ich noch bei Eva2 vorbeigefahren und hab ihr die Kanne usw. vorbeigebracht. Kaum bin ich auch dem Auto gestiegen und hab die Sachen zusammengesucht, kam wieder ein Schmetterling (kleiner oder großer Fuchs) und ist um mich herumgeschwirrt.

Beim Ausräumen im Haus fand ich, war keine gute Stimmung. So willste das, brauchste das usw. Als ich dann zu Hause war, und hab die Sachen aus dem Auto geräumt hatte ich wieder Schmetterlinge.

Ich bin mir inzwischen sicher, dass sie das alles so nicht wollte. Und dass sich die Fussnägel bei ihr rollen, was da abgeht.

Hoffe, hab jetzt nicht zu wirr geschrieben, denn das ganze hat mich doch sehr mitgenommen. Vielleicht versteht ihr doch, was ich meine. Für mich waren das Zeichen.

Toyo

Vemi
23.07.2006, 08:22
Ich habe zu den unmöglichsten Jahreszeiten Schmetterlinge gesehen und sie sind mir meist dann um die Nase geflattert, wenn diese rot vom Weinen und ich voller Verzweiflung war.






Weihnachten sah ich einen Schmetterling in der Kirche.Ich starrte die ganze Zeit wie gebannt auf ihn und habe mich lange gefragt wie das möglich ist.Meine Augen waren auch rot und geschwollen vom Weinen an diesem besonderen Tag,als ich sie NOCH mehr vermißte als sonst....

Allerdings verlor ich meine Mama,kein Kind.

Übrigens ,liebe Paula, deine Posts berühren mich tief.
Viel Kraft.

Inaktiver User
23.07.2006, 12:56
Liebe Toyo,

was für eine schwere Aufgabe, eine Wohnung auszuräumen. Das hat so etwas Endgültiges und außerdem stelle ich es mir schwer vor, die persönlichen Dinge in die Hand zu nehmen und sie wegpacken zu müssen. Möchte man nicht am liebsten alles aufbewahren, weil es ein Stück Verbindung darstellt ... ?

Die Schmetterlinge, da bin ich mir sicher, waren ein Gruß. Eine kleine Aufmunterung, vielleicht auch ein Danke für das, was Du geleistet hast. Ich denke, daß Schmetterlinge Dich von nun an immer begleiten werden. Nicht nur jetzt, im schönen Sommer, wo es sie in großer Fülle gibt und sie für uns selbstverständlich sind. Du wirst auf Schmetterlinge stoßen, wenn es eigentlich gar keine mehr geben dürfte. Nicht nur die lebendigen, die flatternden. Es gibt auch Schmetterlinge in Menschengestalt, es gibt Schmetterlingsgefühle und Flügelschläge, die einen unvermutet streifen in Momenten, in denen man am Ende ist und meint, Berührungen gar nicht wahrnehmen zu können.

Sommerwarme Schmetterlingsgrüße schicke ich Dir, liebe Toyo -

Paula

Inaktiver User
23.07.2006, 12:58
Liebe Verni,

ich schicke Dir einen besonders lieben Gruß durch den Tag. :blumengabe:

Paula

Vemi
24.07.2006, 14:42
Jetzt hab ich Gänsehaut!

Condolezza
24.07.2006, 16:48
...

Madame_butterfly
24.07.2006, 23:40
:blumengabe: Liebe Paula,

der Froschkönig ist einfach wunderbar, ich liebe ihn! Wie schön, dass du dieses Bild der "Umwandlung" für dich gewählt hast!!! Mich hat dein Motiv aber noch aus einem weiteren Grund so besonders berührt: In dem Kinderzimmer unserer verstorbenen kleinen Freya hängt an der Wand eine Garderobenleiste, die gleichzeitig ein "Froschkönig" ist. Ganz oft hat der Froschkönig von ihr ein Bussi bekommen, und sie hat entzückt gerufen: "Da! Froschkönig!" Und seit einigen Monaten verbindet mich noch mehr mit dem Froschkönig, nämlich ein ganz besonderes Zeichen von unserer kleinen Maus.

Es war Ende März dieses Jahres. Ein Samstagmorgen. Ich bin im Bad, in der Badewanne, und Thomas holt die Zeitung herein und blättert unten im Flur so flüchtig vor sich hin. Mit einem Mal höre ich unmittelbar aus dem Zimmer neben mir Musik. Es ist Freyas Zimmer! Und darin spielt deutlich hörbar ihre Spieluhr! Und sie spielt nicht nur einen Ton, sondern eine ganze Linie, eine ganze Sequenz des Liedes. Und das nach mehr als 5 ½ Jahren! Seit Freyas "Umwandlung" habe ich das hübsche dickbauchige Stoffbärchen nie mehr aufgezogen! Es hängt noch immer unverrückt im Kinderzimmer an dem Kleiderhaken „Froschkönig“, direkt über Freyas Schlafanzug. Und man musste früher wirklich sehr fest an der Schnur ziehen, um die Spieluhr zu aktivieren. Freya selbst hatte damals noch nicht die Kraft dafür.

Ich war sprach- und fassungslos. Thomas rief gleich nach mir. Er hatte es ebenfalls ganz deutlich gehört. Tränen liefen über meine Wange. Doch dann erinnerte ich mich. Hatte ich mir nicht gerade in der Woche zuvor ein "besonderes" Zeichen aus dem Himmel gewünscht?“ Selbst wenn ich weiß, dass unsere Liebsten, die uns vorausgegangen sind, im Licht behütet leben, so ist ein Zeichen hier und da so wunderbar für die „traurige“ Seele ... Ein Herzenszeichen von Freya war die Antwort. Doch es sollten noch Stunden vergehen, bis ich abends die tatsächliche Auflösung oder vielmehr noch die Botschaft erkennen sollte, die mir das Spielen der Spieluhr vermitteln wollte. Ja, dieses Spielen war mit einer eindeutigen Botschaft verbunden. Es war mehr als ein kurzer Gruß, mehr als ein „Hallo, ich bin bei euch!“

Es führt zu weit, die Auflösung jetzt in aller Ausführlichkeit hier aufzuschreiben. Aber das Spiel der Spieluhr und die Botschaft, die hierin lag, haben mir einmal mehr die Gegenwart unseres kleinen Mädchens und des Himmels versichert und ein Lächeln um meinen Mund gezaubert ...

:smile: Deshalb danke ich dir nochmals aus ganzem Herzen für deinen "Froschkönig"! Ich werde ihn immer wieder lächelnd betrachten ...

Liebe Grüße

Inaktiver User
25.07.2006, 10:13
Liebe Madame Butterfly,

wie schön, daß Dir mein Froschkönig gefällt - auf der Suche nach einem neuen Avatar bin ich spontan auf ihn gestoßen und er hat mich zum Lächeln gebracht, dieser freche Kerl.

Der Frosch hat in meinem Leben einen besonderen Platz - vor etwa drei Jahren erklang eines Abends von unserem Gartenteich ein lautes "Quak!". Wir dachten erst, wir haben uns verhört, aber bald stellte sich heraus, daß wir ein neues Haustier haben: einen Frosch. Er war einfach da, von jetzt auf nachher. Nun muß ich erwähnen, daß wir am Rande eines Naturschutzgebietes wohnen, er hatte es also nicht so weit und aus irgendwelchen Gründen schien es ihm bei uns zu gefallen.

Wir nannten ihn "Herrn Martin" und Herr Martin war bald in der gesamten Nachbarschaft bekannt (nur eine Nachbarin mag ihn nicht und verklagt uns bis ins Unendliche, aber das ist eine andere, sehr unschöne Geschichte). Herr Martin quakt Abend für Abend in den schönsten Frosch-Tönen, manchmal war er über Tage still, eine Zeit lang sogar ganz verschwunden, aber er blieb uns immer treu.

Wenn mal wieder eines unserer Nachbarkinder mit mir am Teich steht, mit klebrig verschmiertem Mündchen, die kleine Hand in meiner, vertrauens- und erwartungsvoll an mich geschmiegt, staunende Augen auf die Fische gerichtet und wenn dann Herr Martin sein langgezogenes "Quaaaaaak!" ertönen läßt und neben mir zwei aufgeregte Füßlein zu treppeln beginnen vor Freude und ein Strahlen sich ausbreitet auf einem kleinen Kindergesichtchen, dann bin ich mir absolut sicher, daß Herr Martin genau gewußt hat, warum er sich ausgerechnet meinen Garten ausgesucht hat.

Fast könnte ich wetten, er ist einem kleinen, tanzenden Schmetterling gefolgt.

Ich sende Dir die Melodie Eurer Spieluhr durch den Sommertag und hoffe, der Wind trägt sie in Form von schönen Gedanken direkt zu Dir.

Sei gegrüßt und umarmt

von Paula
mit Herrn Martin :smirksmile:

Vemi
25.07.2006, 12:22
Paula,
darf ich fragen wie lange deine Tochter tot ist?
Wie alt war sie?

Bei deinen Posts laufen mir regelmäßig die Tränen.

Toyo
08.08.2006, 00:16
Gestern Abend, der Fernseher läuft wie immer so nebenbei. Ich setze mich hin und das Programm schaltet um. Kann garnicht sein, weil ich mit dem Drücker immer vorm Fernseher stehe um dass überhaupt war passiert.

Also hatte ich schwarzes Bild im Fernseher und hab nur noch gefragt, Wo bist du?? was willst du mir sagen???

War das ein Zeichen?? Oder spinne ich jetzt. Oder die Elektronic. Oder was weis ich. Wobei ich spüre (vielleicht bilde ich mir das auch nur ein), dass die noch da ist und genau schaut, was ich so mache.

KANN DAS SEIN??

Toyo

Inaktiver User
11.08.2006, 22:46
der Fernseher läuft wie immer so nebenbei. Ich setze mich hin und das Programm schaltet um. Kann garnicht sein, weil ich mit dem Drücker immer vorm Fernseher stehe...
War das ein Zeichen?? Wobei ich spüre (vielleicht bilde ich mir das auch nur ein), dass die noch da ist und genau schaut, was ich so mache.
KANN DAS SEIN??

Oh ja, das kann sein!

Auch bei uns sind Dinge passiert, bei denen wir sicher waren, ein Zeichen zu bekommen.
Mein Bruder starb mit 22 bei einem Motorradunfall. Er hatte Telematik studiert und war der Techniker in der Familie.

3 Tage nach seinem Unfall schaltete meine Schwester morgens die Kaffeemaschine ein. Die hatte verschiedene Leuchtanzeigen. Wenn auch die für Heißwasser leuchtete, konnte man das gewünschte Produkt wählen.
Nun, alles leuchtete, und meine Schwester fragte, wie sie es immer getan hatte, wenn sie mal zuhause war (sie lebt über 300 km weit weg): „Gerd, möchtest Du auch einen?“
Kaum hatte sie den Satz zu Ende gesprochen, gingen schlagartig alle Lichter aus.
Hm.
Der Stecker saß fest in der Steckdose. Wir checkten den Sicherungskasten – alles in Ordnung.
Nochmal aus, ein – nichts. Die digitale Uhr am Herd zeigte seelenruhig die Zeit an.
Allgemeine Ratlosigkeit.
Meine Mutter rief, nicht ganz ernstgemeint: „Gerd, Hilfe! Von uns kennt sich doch keiner aus!“ Zack! gingen die Lichter sofort wieder an. Meine Schwester meinte trocken: “Er will also keinen.“

Nach dem Begräbnis fuhr meine Schwester wieder nach Hause. Sie hatte damals ein altes Auto, dessen Armaturenbeleuchtung (Tacho, Tankanzeige…) seit knapp einem Jahr nicht mehr funktionierte. Unterwegs kam sie an Gerds Studienort (150 km entfernt) vorbei und ging nochmal in seine Wohnung, um sich auch hier von ihm zu verabschieden. Es war schon Abend, als sie sich losreißen konnte. Sie startete den Wagen - die Armaturenbeleuchtung strahlte ihr entgegen.

Ich weiß noch genau, wie die Stimmung bei uns nach der Kaffeemaschinen-Geschichte umgeschlagen ist, wenn auch nur vorübergehend. Wir waren alle wie betäubt von dem entsetzlichen Schmerz, doch nachdem er sich so „gemeldet“ hatte, konnten wir wieder lächeln.

Inaktiver User
18.08.2006, 20:31
Ein ganz normaler Urlaubstag, endlich Sonne und Wärme nach ewigem Regen und Kälte. Der spontane Entschluß, mit den Kindern der Urlaubsfreunde ins Legoland zu fahren - was war ich fröhlich, entspannt, gespannt, lustig, neugierig. Kindheitserinnerungen, süßes Eis, den Tag genossen, den Sonnenschein auf der Nase gespürt -

Der Keulenschlag kam plötzlich und vollkommen unerwartet. Zwischen lachenden und fröhlichen Familien - die Erkenntnis, daß all das, was ich hier und jetzt erlebe, meinem Kind vorenthalten wird. Die Erkenntnis, daß sie all das niemals wird sehen können, kein Karusselfahren, keine Zuckerwatte - sie hat mich zittern lassen. Aber statt der üblichen Tränen und Panik kam eine Riesenwut über mich. Ich war wütend, einfach nur irre wütend. Der Tag war gelaufen. Auf die fragenden Blicke meiner Begleiter, die mich ja kaum kennen, antwortete ich mit "Kopfschmerzen". Wie in Watte gepackt lief ich nebenher.

Der Rest des Tages wurde zur Qual.
Und dann entdecke ich schräg gegenüber an einem Eisstand meinen Ex-Mann, den Vater meiner Tochter.
Wir haben keinen Streit, aber die Kontakte der vergangenen Jahre dienten ausschließlich der Frage der Grabpflege etc.
Ihm jetzt so zu begegnen und auch noch in einem Moment der Trauer, das war mir nicht recht, zumal er seine Kinder dabei hatte, die ich noch nie "live" gesehen hatte. Ich hatte eine panische Angst davor, daß sie meiner Tochter ähnlich sehen. Das wäre wohl zuviel gewesen an diesem Tag ...

Ich habe es geschafft, ihn zu begrüßen, auch seine Buben, die meiner Tochter absolut nicht ähneln. Wir haben wenige Sätze gewechselt, er kaufte gerade Eis für die Kinder. Beiläufig werfe ich einen Blick auf seinen aufgeklappten Geldbeutel - eine kleine Fotocollage war da zu sehen. Seine Frau, seine Buben - und ganz oben rechts ein Foto von unserer Tochter. Dasselbe, das ich auch bei mir trage.
Er hat meinen Blick bemerkt und war ganz verlegen.

Später dann liefen wir über den Riesenparkplatz auf der Suche nach unserem Auto. Ich laufe quer durch eine Reihe und stehe auf einmal vor einem Auto mit dem Kennzeichen meiner Heimatstadt, blicke auf die Initialien - sehen Kindersitze hinten drin und stelle fest: es ist das Auto meines Ex-Mannes. Ich will schon weiterlaufen, da seh ich es: auf der riesen Ablage im Frontbereich steht zwischen Taschentüchern und Kugelschreibern einer kleiner, roter Lackschuh. Ohne ihn in der Hand zu haben, weiß ich, daß es Größe 20 ist. Das Gegenstück dazu begleitet mich Tag für Tag bei mir im Auto. Es ist der erste Laufschuh unserer Tochter.

Den Rest des Tages habe ich mit der Gewissheit verbracht, daß es unsere Kleine war, die mir einen hellen Lichtstrahl geschickt hat, als es um mich zappenduster wurde. Es trägt mich heute ein Gefühl des Verstandenwerdens und der Verbundenheit zu meinem Ex-Mann.

Paula
mit warmen Mandelstückchen im Bauch

Inaktiver User
20.08.2006, 20:40
Paula, das war kein kleines Zeichen mehr, das waren riesige Zeichen :blumengabe: :wangenkuss: !

ness
15.09.2006, 15:27
hey
ich habe meinen opi verloren. am palmsonntag.
als wir zu ostern nach dem "feiern" wieder nach hause fuhren,habe ich den schönsten regenbogen meines lebens gesehen. in allen farben. riesig groß. wir sind mit dem auto sogar durchgefahren!!! die regentropfen auf dem auto haben sogar die farben des regenbogens angenommen!!!
ich hätte gern, dass dies ein zeichen meines opis war.

Bloodyzicke
15.09.2006, 19:25
Dann nimm es an. Als Zeichen, als Gruß, als liebe Geste.
Lass es einfach zu, ohne drüber nachzudenken und zu Zweifeln.

Inaktiver User
18.09.2006, 09:05
Ich habe ein Wochenende verbracht, das für mich ein einziges, großes Geschenk war … das Kind meiner Cousine wurde getauft und noch während sich alle für die Kirche fein machen, tritt meine Tante auf mich zu, ganz vorsichtig nimmt sie mich zur Seite und gibt mir einen Umschlag. Darin 6 Bilder meiner Tochter, die ich noch nicht kannte, Zufallsaufnahmen, längst zur Seite gelegt, ich brauchte lange, bis ich mich erinnern konnte an diesen Tag damals, diesen kurzen Besuch bei Onkel und Tante. Lachend sitzt sie auf dem Motorrad meines Cousins – was hatte sie damals eine Freude!

Wir sitzen in der Kirche, der Briefumschlag mit den wundervollen 6 Fotografien liegt in meiner Handtasche auf meinem Schoß – 5 Täuflinge warten auf den Segen und der Pfarrer verliest die ausgewählten Taufsprüche. Als er verliest:

Ich aber werde bleiben wie ein grünender Ölbaum im Hause Gottes; ich verlasse mich auf Gottes Güte immer und ewig. (Ps 52,10)

da wird mir ganz flau, denn es ist der Taufspruch meines Kindes. Der Taufspruch, den ich so oft verflucht und in Frage gestellt habe. Dieser Taufspruch erklingt an diesem Sonntag in einer kühlen, freundlichen Kirche, einem für mich fremden Kind gewidmet, wie eine leise Musik von ganz weit weg und doch so nah.

Bloodyzicke
25.09.2006, 20:53
Hallo allerseits,

ich habe am Samstag ein total schönes Erlebnis gehabt, was mir so wahnsinnige Kraft gegeben, aber auch genommen hat. Aber trotzdem war es einfach nur schön.

Ich war mit einer Freundin in München auf dem Oktoberfest.

Am frühen Abend sind wir dann noch in die Altstadt gefahren um ein wenig zu bummeln.
Ich habe sehr viel an meinen Schatz gedacht und fand es einfach nur schlimm ohne ihn eine neue Stadt anzuschauen. Schließlich hätte ich das sonst eben mit ihm gemacht. Als ich langsam immer trauriger wurde und dann gedacht habe. "München hätte dir auch gefallen und ich würde jetzt so gern deine Hand halten und deine typische Begeisterung sehen..." Da war es auf einmal...

"I'll see you when you get there"

Es war so nah und vorher war keinerlei Musik in den Straßen zu hören... Ich musste dann einfach rausfinden woher das kam.

Mit Tränen in den Augen habe ich dann diese Gruppe von Straßenmusikanten gefunden.

Ich war wie gelähmt, konnte einfach nicht weitergehen bevor sie aufhörten zu spielen. Und ich hatte einfach nur Tränen in den Augen. Mein Schatz hat mir in der letzten Zeit so sehr gefehlt, mehr noch als sonst, und nun sagt er quasi, wir werden uns wiedersehen, jedenfalls kam es mir so vor.

Ich war so glücklich über dieses kleine große Zeichen aber eben auch so unsagbar traurig, dass ich nur noch über solche Zeichen Kontakt zu ihm habe.

Aber wahre Liebe geht eben über den Tod hinaus, und so werden wir wohl nie aufhören uns zu lieben...

Liebe Grüße und eine gute Woche für euch alle.

Bloody

Inaktiver User
05.10.2006, 16:08
Zu meinem 37. Geburtstag vor wenigen Wochen bekam ich von meiner liebsten Freundin einen dicken Buchkalender geschenkt. Sie hat gelacht und sich ein wenig darüber lustig gemacht über meine Macke, alles zu notieren, Geburtstage, Gedenktage. Ich brauche inzwischen Stunden, um alle Daten von einem Jahr ins nächste zu übertragen.
Was haben wir gelacht an diesem 5. September, einen Tag nach meinem Geburtstag. Der kleine Max, ihr Sohn, hat mir ein Bild gemalt, Tante Paula und ihr Frosch (den er so gern besucht hat).

11 Tage nach dieser Begegnung ist meine Freundin mit ihrer Familie tödlich verunglückt, am 16. September.

Als ich heute den Kalender aus der Schublade nahm, es war eher eine Zufallsgeste, da finde ich die Zeichnung vom kleinen Max mittendrin, an die ich schon gar nicht mehr gedacht hatte. Mitten auf den Kalenderseiten finde ich kleine, schokobraune Fingertapser. Erinnerungen an einen warmen, fröhlichen Nachmittag mit selbstgemachtem Schokokuchen.

Die Kalenderseite ist der 16. September ...



Paula
auf der Suche nach kleinen Zeichen und großen Antworten

Inaktiver User
06.10.2006, 16:22
ach, Paula - zusammen gehen hat etwas verführerisches...

Frenchie
06.10.2006, 18:24
Liebe Paula

Immer wieder wenn Du mir in den Sinn kommst (und das ist sehr häufig in diesen Tagen), dann denke ich: Das Leben ist nicht fair!

Für alles andere fehlen mir die Worte.

Was Du beschreibst lässt mir das Herz gefrieren und gleichzeitig bleibt aber trotzdem ein warmes Gefühl dabei. Mir fallen immer die Streuner in Deiner Obhut ein...und so wie Du nach ihnen schaust, wird Deine Freundin und ihre Familie nach Deiner Kleinen schauen.

Wünsche Dir noch viele so wunderbare Zeichen!

:blumengabe:

Frenchie

ness
19.10.2006, 08:41
gestern am abend hab ich mit meinem lieben, verstorbenen opi zwiesprache gehalten. ich habe ihn gebeten, mir wieder einmal ein zeichen zu schicken. er fühlt sich so weit weg an und ich hatte das gefühl, die verbindung wär abgerissen.
zuvor hatte ich des öfteren regenbogen gesehen - so schön wie nie zuvor und hab sie als zeichen von ihm gedeutet.
heut in der nacht hab ich von einem regenbogen geträumt. er war riesig. ich hab ihn von unserem garten aus gesehen. die farben waren so schön und kräftig. und ich konnte ihn als ganzes sehen!!!!
vielleicht ist das ein kindischer glaube. vielleicht kann man das total rational erklären.
aber ich wünsche mir von herzen, dass es mein opi war, der da an mich gedacht hat und bei mir war.
und ich sage danke dafür.
ness

Inaktiver User
19.10.2006, 08:47
Für diejenigen, die es nicht wissen:
Schmetterlinge haben für die Eltern verstorbener Kinder eine ganz besondere Bedeutung - wir sehen sie als Gruß, als Zeichen, als Trost. Ich habe zu den unmöglichsten Jahreszeiten Schmetterlinge gesehen und sie sind mir meist dann um die Nase geflattert, wenn diese rot vom Weinen und ich voller Verzweiflung war.
Paula

ich bin tief berührt.... bin sprachlos.... habe tränen in den augen... gänsehaut.... würde jetzt gern weinen....

rosemarie23
02.11.2006, 21:19
Seit gestern lese ich Eure Geschichten und bin sehr betroffen von den einzelnen Schiksalen. Aber es ist auch so viel Tröstliches in den einzelnen Zeilen, wenn ich von den Zeichen lese, die Eure Lieben an Euch senden.
Ich habe am 23.12.1999 meine Mutter verloren, nach langem Leiden. Aber ich vermisse sie heute noch ganz schrecklich. Aber auch sie hat mir Zeichen hinterlassen und hilft mir auch heute oft noch, wenn ich sie darum bitte.
Aber das denkwürdigste Zeichen möchte ich Euch erzählen.
Meine Mutter hatte in ihrem Schrank einen kleine Schachtel mit vielen Liebesbriefen aufgehoben. Ich wusste davon und auch meine Tochter. Was ich nicht wusste, war, dass meine Mutter meine Tochter gebeten hatte, diese Briefe zu vernichten, wenn sie mal nicht mehr bei uns sei.
Am heiligen Abend - dem Tag nach dem Tod meiner Mutter- holten wir diese Brief und natürlich haben wir sie nicht gelesen. Nur das Datum des 1.Briefes fiel uns sofort auf, er war am 23.12.vor vielen Jahren geschrieben worden. Der 23.12. ist ihr Todestag.
Wir haben diese Briefe nach Rücksprache mit unserem Pfarrer mit in ihr Grab legen dürfen. Nachdem mein Vater schon einige Zeit vor meiner Mutter gegangen ist, sind die Briefe wieder bei den beiden, die sie geschrieben haben.
Ich weiss, dass das im Sinne meiner Eltern ist.

Und immer wieder fällt mir auf, wenn ich ein Problem zu bewältigen habe, seh ich irgendwo die Zahlen 18.11. Auf einem Kennzeichen eines Autos oder auf einer Uhr. Ich bin sicher, damit gibt mir meine Mutter zu verstehen, sie schaut auf mich. Der 18.11. ist ihr Geburtsdatum.
Das tröstet mich sehr.

Ich wünsche Euch viel Zuversicht
Liebe Grüsse
Rosemarie

Frenchie
04.11.2006, 18:37
Habe gerade im Dunkeln nach meinen Telefon gegriffen. So ein schnurloses Ding mit einem Anrufbeantworter integriert in die Basis-Station, den ich aber schon seit über einem Jahr nicht mehr benutze, da er immer gesponnen hat...

Ich habe wohl irgendeine Taste gedrückt - von deren Existenz ich bisher noch gar nichts wusste - und plötzlich füllte die kräftige, sonore Stimme von Ralph den Raum: Hi, ein kleiner Gruss von mir, ich probiere es noch auf Deinem Handy, ansonsten bin ich jetzt wieder zu erreichen...

:heul::zauberer::jubel:

Frenchie

Bloodyzicke
08.11.2006, 22:17
Hallo allerseits,

ich weiß nicht ob es ein Zeichen ist, aber auf jeden Fall hat es mir ein schönes Gefühl gegeben gerade.

Stefan hatte die Angewohnheit T-shirts und Hemden nur kurz anzuziehen und dann wieder in den Schrank zu hängen.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, ich habe seine Sachen immer noch nicht ausräumen können. Alles was ich ab und an tue, ist mich in seine Sachen zu hüllen und an schöne Zeiten zu denken, oder wenn ich schlecht drauf bin ein Shirt von ihm zum Schlafen anzuziehen, in der Hoffnung, von ihm träumen zu können.

Gerade war es wieder so.
Ich nahm eins seiner Lieblingsstücke aus dem Schrank um darin zu schlafen, hatte es seit seinem Tod nicht in der Hand, hab mich erst jetzt wieder erinnert.

Ich nahm es also rus und wollte es anziehen. Doch dann musste ich kurz inne halten. Dieser Geruch... Es roch und riecht so sehr nach ihm. Es hat mich so zu Tränen gerührt, dass ich jetzt natürlich nicht schlafen kann, aber ich fühl mich ihm so nah gerade in diesem Moment, dass ich alles andere vergessen könnte.

Ich wünsche euch eine gute Nacht.

londongirl2000
14.11.2006, 18:58
Mir ist kürzlich auch was passiert, was mir noch einen kalten Schauer über den Rücken jagt... Ich habe ein Regal mit Büchern , in dem auch ein Foto meines verstorbenen Vaters steht. In diesem Regal habe ich seit MONATEN nichts verräumt, also nichts angefasst! Als ich abends ins Bett ging, tat es auf einmal in der Wohnung einen riesen Schlag. Ich, dem Herzkasper nahe, mache Licht an, und sehe, dass der Rahmen mit dem Foto aus dem Regal gefallen ist. Was man sich eigentlich gar nicht erklären kann, da ich wirklich nichts verräumt habe, und das Foto stand auch nicht gerade am Rand des Regals. Bis mir auf einmal auffiel, dass dieser Tag der Geburtstag meines Vaters war! So hat er sich also bei mir gemeldet und wahrscheinlich geschimpft, dass ich den Tag vergessen habe....:-) Ich habe dann nur zurück geschimpft, dass er mich in Zukunft nicht mehr so erschrecken soll....

Ich freue mich über solche Zeichen und hoffe, dass mir meine Oma, die heute verstorben ist, mir auch bald welche schickt.

Viele Grüße,
londongirl2000

LEBENSWEG
16.11.2006, 17:51
Vor einiger Zeit las ich den Beitrag von den Schmetterlingen...
seitdem fallen mir Ungewöhnlichkeiten im Alltag auf, die ich als
" kleinen Zeichen meiner verstorbenen Mutter " bewerte: heute war es ein Marienkäfer, der an der an der Fensterscheibe entlang kletterte. (Man beachte, es ist Mitte November!Gut, es war noch nicht wirklich kalt, aber TROTZDEM!!!)
Vor ein paar Wochen war es eine Möwe, wenngleich ich fast 500 km vom Meer entfern wohne...
Dieses magische Denken + meine Zeichen lassen mich schmunzeln und hoffen...

Herzliche Grüße!!!!

Nanne54
17.11.2006, 10:26
Ich sehe meinen Bruder immer wieder in Gestalt von anderen Menschen, danach kommt immer etwas positives für uns.
Das erste Mal ist mir das in einem Restaurant passiert, da war gerade ein vierteljahr weg, ein Mann saß an einem Nebentisch, mir mit dem Rücken zu gewandt, ich konnte meinen Blick nicht von ihm abwenden, ich habe wirklich gedacht das ist mein Bruder, die Haare, die Figur, die Gestik, die Kleidung, es kann sich keiner vorstellen was in mir ablief.
Das habe ich in den letzten Jahren so oft erlebt, aus der Nähe, oder es kam jemand unsere Straße hoch gelaufen,immer wenn ich etwas besonders Schweres hatte, und davon hatten wir wirklich viel, kam mein Bruder und alles wurde wieder gut.
Er hat immer zu mir gesagt, und denk dran, man sieht sich immer zweimal.
Wenn ich anderen davon erzähle, meinen die immer ich würde spinnen,deshalb bin ich so froh das es hier Menschen gibt, die nicht lachen.


Liebe Grüße Nanne

Pummel
15.12.2006, 12:27
Ja so kleine Zeichen können das Herz erwärmen.
Ich war um Nikolaus herum in Essen u. ging mit meiner Schwägerin zum Friedhof, ihr Vater war vor einigen Wochen gestorben. Ich nahm eine Rose mit und steckte sie in die Vase. Kaum war sie drin kam eine riesige Hummel angebrummelt, drehte ein paar Runden u. flog davon. Meine Schwägerin schaute mich an u. fragte 'was war das jetzt?' Ich sagte 'ein Zeichen'.
Vll wars auch nur ein Zufall, obwohl es war kalt u. neblig u. da fliegen doch keine Hummeln, egal, es war einfach schön.
Ich bin jedenfalls überzeugt davon, dass die Seelen Kontakt aufnehmen wollen u. können, wir nur meist zu sehr abgelenkt sind u. um es zu merken.

Pummel

ness
29.12.2006, 08:07
ich hab von meinem freund zu weihnachten unter anderem einen schafkalender bekommen.

ihr wißt ja, die zeichen, die ich bis jetzt bekommen hab, waren oft regenbogen(hoff ich:knatsch: )

auf diesem schafkalender war folgendes auf der titelseite:
ein schaf mit einem regenbogen. und darüber stand: alles wird gut.

mein freund weiß nix von den regenbogen...

wahrscheinlich is das eh überzogen und hat nix zu bedeuten. wahrscheinlich is das extrem lächerlich von mir.
ich würd euch das sicher ned erzählen, würdet ihr mich alle persönlich kennen.
wie kindisch werd ich eigentlich noch auf der suche nach zeichen?

auf alle fälle hängt der kalender jetzt über meinem bett.

ness

Inaktiver User
29.12.2006, 08:51
*** wie kindisch werd ich eigentlich noch auf der suche nach zeichen?***


wie war das noch, was Jesus damals sagte?

Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. (Matthäus 18, 1-5)



Liebe Ness, sei so sehr "Kind" wie du möchtest !
Ich halte das Zeichen für echt, ich habe schon oft gelesen/gehört, dass die, die uns vorausgegangen sind in die jenseitige Welt, Impulse/Inspirationen geben können, Entscheidungen beeinflussen - immer im guten Sinne.
Dein Freund wollte dir einen Kalender kaufen.... und da hat der Himmel dafür gesorgt, dass du einen mit REGENBOGEN bekommst... und dann steht auch noch darüber:
ALLES WIRD GUT


Freu dich, liebe Ness!
Wieder ein Zeichen mehr! Höre nicht auf, sie zu suchen. Sie weisen dir den Weg in ein neues Leben.



:blumengabe::blumengabe::blumengabe:

ness
29.12.2006, 09:58
danke, liebe Lavendelmond!!!

:heul: :heul: :heul:

ness

Inaktiver User
29.12.2006, 12:51
dein Avatarbildchen ist so schön !

noch ein Regenbogen (http://members.aon.at/chocolat2/regenbogen.jpg) für dich


liebe Grüße

prinzessin01979
29.12.2006, 16:37
Ein paar wochen nach dem tod meines kleines brüderchen im august 06, träumte ich von ihm:

Er stand mit ein paar jugendlichen zusammen, die ich alle nicht kannte. In einem art gang. Dann rief er mich an.

Er fragte ob ich ihm ein etwas geld geben könnte. *schmunzel*
Dann kam er zu mir, ich gab ihm das geld, er bedankte sich bei mir, umarmte mich und sagte ich hab dich lieb, schwesterherz.
Und dann war er weg...

Dieser traum war ziemlich intensiv und sehr real.
Ich hoffe so sehr, dass er mich da besucht hatte... das es ein zeichen war???

Lg,
Melissa

Inaktiver User
02.01.2007, 11:03
Liebe Prinzessin / Melissa,

ich habe jetzt ein paar Deiner Beiträge gelesen und Dein Verlust tut mir wirklich sehr, sehr Leid!!!!!!

Zu Deinem Traum möchte ich Dir gerne etwas erzählen: Mein Großvater verstarb vor zwei Jahren und meine Oma hat seitdem öfters solche Träume. Sie hingen ganz extrem aneinander und seitdem er verstorben ist, geht es meiner Oma sehr schlecht, sie ist ein...naja..."gebrochener Mensch". Sie schöpft allerdings viel Kraft aus solchen "Besuchen" von meinem Opa.

Was ich damit sagen möchte: Sieh es doch als ein schönes Zeichen, dass Dein kleiner Bruder Dich besucht hat und Dir gesagt, wie wichtig Du ihm bist...

Ich wünsche Dir viel Kraft!!!! :blumengabe:

Viele Grüße
Missy :krone auf:

Lillian2207
02.01.2007, 11:51
... ich hatte in den acht Monaten seit seinem Tod drei sehr reale Träume. Im ersten (nur ein paar Wochen nach dem Unfall) hat er mir zu verstehen gegeben, dass ich Ihn loslassen soll. Er hat mich regelrecht von sich gestoßen. Im zweiten war es ein Wiedersehen das schöner nicht hätte sein können. So innig so tief, mit viel Berührung und Verlangen, ich war so berührt. Aber jetzt im dritten Traum, eine Nacht vor Neujahr, da hat er mir einen Alltag mit sich aufgezeigt: wir im Café, wir in der gemeinsamen Wohnung, wir im Auto auf den Weg zu unseren Eltern....!? Das verstehe ich nicht? Wieso zeigt er mir sowas, was wir doch nie zusammen haben können? Warum? Kann sich das jemand erklären???

LG Lillian

prinzessin01979
02.01.2007, 22:46
Liebe Missy,

vielen, lieben dank für dein posting :blumengabe:
Ich hoffe ja auch, dass er da bei mir war u. sich durch den traum irgendwie bei mir verabschiedet hat...

Mir ist noch ein anderer traum von markus eingefallen. Wir tanzten zusammen in unseren ellis schlafzimmer.
Und ich kann kein walzer u. so tanzen.
Er sagte zu mir: na schwesterchen, du kannst aber nicht richtig tanzen, was? Ich lachte und sagte ja, kann ich auch nicht.

Da sagte er zu mir: Das bringe ich Dir noch später richtig bei!

Und dann war auch dieser traum zu ende.

Ich hatte mit meinen brüderchen nie irgendwo getanzt, außer als er baby war, auf dem arm von mir...

Dieser satz von ihm: das bringe ich dir später noch richtig bei, lässt mich ganz doll hoffen, dass ich ihn eines tages wieder sehe... und er mir dann richtig tanzen beibringt... :-)

@ Lillian

Ich denke, manchmal träumt man auch, von dingen, die man sich sehnlichst und ganz tief im herzen wünscht... und das man in seinen träumen auch geschehnisse verarbeitet, wo auch die zeiten dazu gehören, die du mit deinem schatz noch verbringen konntest...
anders kann ich deinen traum leider auch nicht deuten...
Warte auf einen nächsten traum mit Andre`, vielleicht findest du dann eine antwort zu diesem traum.

Fühl Dich ganz lieb von mir gedrückt!

Lg,
Melissa

Inaktiver User
03.01.2007, 11:31
Liebe Missy,

vielen, lieben dank für dein posting :blumengabe:
Ich hoffe ja auch, dass er da bei mir war u. sich durch den traum irgendwie bei mir verabschiedet hat...

Mir ist noch ein anderer traum von markus eingefallen. Wir tanzten zusammen in unseren ellis schlafzimmer.
Und ich kann kein walzer u. so tanzen.
Er sagte zu mir: na schwesterchen, du kannst aber nicht richtig tanzen, was? Ich lachte und sagte ja, kann ich auch nicht.

Da sagte er zu mir: Das bringe ich Dir noch später richtig bei!

Und dann war auch dieser traum zu ende.

Ich hatte mit meinen brüderchen nie irgendwo getanzt, außer als er baby war, auf dem arm von mir...

Dieser satz von ihm: das bringe ich dir später noch richtig bei, lässt mich ganz doll hoffen, dass ich ihn eines tages wieder sehe... und er mir dann richtig tanzen beibringt... :-)


Liebe Melissa,

das ist doch ein wirklich schöner Gedanke!!!

Ich wünsche es Dir auf jeden Fall...


Alles Liebe! :blumengabe:


Missy :krone auf:

verena2
04.01.2007, 10:39
Ein liebes Hallo an alle!
Habe im Internet nach "Zeichen von Verstorbenen" gesucht und bin auf diese Seite gestoßen. Es ist tröstlich, dass auch andere nach "Zeichen" suchen - bin mir schon so albern, einsam und verrückt vorgekommen. Meine Mutter ist im September gestorben. Auch bei mir gab es Begebenheiten, die ich anfangs als puren Zufall abtat, obwohl ich mir insgeheim nichts sehnlicher wünschte als von meiner geliebten Mutter ein Zeichen zu erhalten, dass es ihr gut ginge. Doch am 24. Dezember hat mich ein Erlebnis so berührt, dass ich nicht anders konnte als darüber ein Gedicht zu schreiben:
Am 24. Dezember letzten Jahres
ich beschwör´s, genau so war es:

Ein gold´nes Armband am Gelenk
- ´s war von Mutter ein Geschenk -
trat ich in eine Kirche ein,
wollte ihr ganz nahe sein.
Holte mir zwei weiße Kerzen,
spendete sie mit traur´gem Herzen
Wandte mich schon um zum Geh´n
blieb jedoch noch einmal steh´n.
Irgendetwas hielt mich ab,
als ob es da noch etwas gab ...

Da sah ich plötzlich auf ´nem Tuch
ein rot gebund´nes Kirchenbuch.
Ich war sofort in seinem Bann,
ging hin und ich begann
angestrengt zu überlegen
für die Mutter einen Segen.
Doch zu groß war noch der Schmerz,
es schwieg Verstand, es sprach das Herz...
und so schrieb ich in das Buch hinein:

“Will am liebsten bei dir sein,
Mütterlein, ich vermisse dich!
Komm zu mir und tröste mich.
Ach, gäb es doch im Jetzt und Hier
bloß ein Zeichen nur von dir.“

Kaum hatt´ ich diese Zeil´ beendet
und mich zum Gehen abgewendet,
löste sich wie von Geisterhand
von meinem Gelenk das gold´ne Band,
fiel herab und auf den Boden ...
... hab´ es weinend aufgehoben.

“Wie ist´s möglich, kann es sein?
Bist Du es, mein Mütterlein?!
Bist´ bei mir und tröstest mich?!
Mütterchen - ich liebe Dich!“

Hätt´ so gern noch mehr geschrieben,
wär´ am liebsten dort geblieben.
Habe meine Mutter so sehr vermißt,
doch nun weiß ich, dass sie bei mir ist.

Sorry, für den langen Eintrag! ;-)
Ich wünsche euch allen einen festen Glauben, viel Hoffnung und Mut!
AL verena

ness
04.01.2007, 11:27
Liebe Verena!!!

es tut mir sehr leid, dass deine liebe mama verstorben ist!!!!!

das gedicht is sehr schön!! und: nein, du bist ned allein mit zeichen suchen!!!!

ich kann deine sehnsucht nach zeichen sehr gut verstehen, ich mache es auch genauso. und manchmal bin ich auch sehr traurig, wenn ich denke, ich hab schon so lang kein zeichen mehr bekommen.

ich wünsche dir alles liebe und dass auch dein jahr besser werden möge.

ein vorsichtiges drücken von mir, wenn du das möchtest.

ness

Lillian2207
04.01.2007, 14:53
Liebe Verena,

ich habe Dein Gedicht gelesen und habe geweint!

Alles alles Gute für Dich! Ich drück Dich!
LG Lillian

Inaktiver User
07.01.2007, 23:51
Liebe Verena,

auch ich hatte gerade feuchte Augen...

Es tut mir sehr, sehr Leid, dass Du Deine Mutter verloren hast!!!


Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und dass Du ein schönes Jahr vor Dir hast...


Viele Grüße
Missy :krone auf:

verena2
08.01.2007, 09:39
Vielen herzlichen Dank für Eure lieben Worte und für´s Drücken!! :kuss: Es ist sooo schön verstanden zu werden und es tut mir gleichzeitig sehr leid, weil ich weiss, dass ihr auch einen schmerzhaften Verlust hinter euch habt! Ich weiß nicht, ob ihr folgendes englische Gedicht schon kennt, aber ich erlaube mir es an dieser Stelle hinein zu stellen. Möge es auch euch ein wenig Trost und Hoffnung spenden! Drücke euch alle ganz ganz fest! :blumengabe: Verena

Like a ship

Imagine you are standing on the seashore…

A ship at your side spreads her white sails
to the morning breeze
and starts for the blue ocean.

She is an object of beauty and strength.
You watch her until she hangs like a speck
where sea and sky meet,
and as she disappears,
someone exclaims,
“There, she is gone.”

Gone where?

Gone from your sight, that’s all.

She’s just as large in hull and mast
and spar as when she left your sight.
Her diminished size is in YOU,
not in HER.

And just at the moment
when someone at your side says,
“She is gone”,
there are other eyes
watching for her coming
and other voices
ready to take up glad shout,

“There she comes!”

That is what we call dying.
Life itself is eternal.
Death is like a horizon
and a horizon is
but the limit of our sight.

Jytte1982
10.01.2007, 13:00
Ich sehe meinen Bruder immer wieder in Gestalt von anderen Menschen, danach kommt immer etwas positives für uns.
Das erste Mal ist mir das in einem Restaurant passiert, da war gerade ein vierteljahr weg, ein Mann saß an einem Nebentisch, mir mit dem Rücken zu gewandt, ich konnte meinen Blick nicht von ihm abwenden, ich habe wirklich gedacht das ist mein Bruder, die Haare, die Figur, die Gestik, die Kleidung, es kann sich keiner vorstellen was in mir ablief.
Das habe ich in den letzten Jahren so oft erlebt, aus der Nähe, oder es kam jemand unsere Straße hoch gelaufen,immer wenn ich etwas besonders Schweres hatte, und davon hatten wir wirklich viel, kam mein Bruder und alles wurde wieder gut.
Er hat immer zu mir gesagt, und denk dran, man sieht sich immer zweimal.
Wenn ich anderen davon erzähle, meinen die immer ich würde spinnen,deshalb bin ich so froh das es hier Menschen gibt, die nicht lachen.


Liebe Grüße Nanne





Liebe Nanne!



So gehts mir auch:)

Heute vor genau einem halben Jahr ist mein Bruder gestorben!

Ich habe ihn jeden Tag in anderen Menschen wiedergesehen!
Das waren teilweise viel ältere Menschen, aber die Statur, die Haare....es war so zusammengeschmolzen und mein Herz hat dann hoffnungsvoll ausgesetzt und nach ein paar Minuten habe ich dann erst die "richtige" Person gesehen...

Das ging etwa drei Monate so und so grausam es auch erschien, fand ich es irgendwie beruhigend schön...
Da ich niemanden kannte, der das auch hat, dachte ich schon, dass ich jetzt wirklich durchdrehe.
Irgendwann später las ich mal eine Biographie und das Mädchen sah ihre verstorbene Schwester auch in anderen wieder.

Unserer jüngerer Bruder hat ein paar von seinen Gesten oder Floskeln unbewusst übernommen.... Ich finde das irgendwie schön. Ich selber habe mich auch schon dabei ertappt, wie ich typische Sprüche von ihm übernommen habe.

Irgendwann war diese Hoffnung, dass er noch lebt wohl weg, denn ich "sah" ihn nicht mehr..

Dann kam jetzt Weihnachten, Silvester und mein Geburtstag und (wie wohl bei allen) eine schlimme Zeit stand bevor!

Ich hatte mich sogar auf Weihnachten gefreut (wahrscheinlich noch dieses typische) und einen Tag vorher musste ich arbeiten (Shit-Einzelhandel) und jeder wünschte mir "Frohe Weihnachten" und ich fing auf einmal an zu weinen und konnte nicht mehr aufhören und meine Stimmung schwappte total um:(

Ab Weihnachten sah ich ihn dann wieder in den verschiedensten Personen... Ich dachte erst, dass das doch nicht sein kann, nach solcher Zeit?!
Jedenfalls habe ich "ihn" zwei Wochen lang ohne dieses fiese Herzaussetzen-Hoffnungsgefühl in anderen Leuten gesehen... Das war wie eine kleine Hilfe für mich:)

Da ich die Todesuhrzeit weiß, habe ich, warum auch immer, panische Angst vor dieser Uhrzeit! Bin zwar nicht so abergläubisch, aber ich habe bis jetzt es immer vermieden um diese Zeit auf die Uhr zu schauen...

Mir war nicht nach Geburtstag reinfeiern, also las ich ein bißchen, guckte fern und dachte es wäre schon 2h oder 3h, weil ich so fertig war.
Ich blickte auf mein Handy und es war genau 0:47h an meinem Geburtstag. Das war jetzt logisch kein Zeichen, aber es war das erste Mal, dass ich diese Zeit gesehen habe! Ich musste irgendwie lächeln und hatte KEINE Angst, wie ich es mir so vorgestellt hatte....

Was ich mir noch wünsche, wären schöne Träume:( und schöne Zeichen...

Ich habe eine zeitlang nur fiese Träume erlebt, in denen er sich abwendete oder tausend Leute in meinen Träumen starben...


Alles Liebe euch allen, Jytte

Monkele
01.06.2007, 23:16
Heute habe ich lange mit einer Freundin telefoniert. Ich erzählte ihr von dir, den kleinen Zeichen und diesem Strang.

Auch sie erlebt immer wieder ein Zeichen ihrer Mutter. Jedesmal wenn sie auf den Friedhof geht und es noch solches "Sauwetter" ist, wenn sie zu Hause losläuft, blinzelt spätestens dann die Sonne hervor, wenn sie an der kleinen Bank angelangt ist, die vor den Urnengräbern ist. Licht und Wärme, welch ein schöner Gruß, von einer Mama, die vermisst wird!

Ich sehe rote Mohnblumen und muss immer an die Geschichte denken, die du uns dazu gegeben hast. In Gedanken umarme ich dich fest!

Sei lieb gegrüßt, meine Herzensfreundin

Moni

amaruschka
02.06.2007, 20:41
Ich habe neulich auch ein kleines Zeichen bekommen, das für mich sehr besonders war. Da meine Mutter 400 Km entfernt von mir auf einem Friedhof liegt, kann ich sie dort nur selten besuchen. Und vermisse diese Besuche, weil ich mich dort doch noch ein bisschen mehr verbunden fühle. Als gerade wieder so ein Tag war, an dem ich gerne dort gewesen wäre, kam eine Mail von einer Freundin. Sie lebt inzwischen in Berlin und war neulich auf der Durchreise in Frankfurt (wo meine Mama liegt) und besuchte das Grab ihrer Mutter, die auch kürzlich gestorben ist.
Dann ging sie am Grab von meiner Mutter vorbei, weil sie den kleinen Steinengel, den ich dort hingestellt habe gerne anschauen wollte. Und in dem Moment lief ein Eichhörnchen zum Grab und setzte sich zu dem Engel. Ihr Mann hatte eine Kamera dabei und fotografierte das Eichhörnchen.
Diese Geschichte und das Bild hat mir meine Freundin per Mail geschickt und ich war sehr berührt, traurigfroh und getröstet.
Amaruschka

Datakrfj
13.06.2007, 20:57
Neulich bin ich hier in Berlin über einen U-Bahnhof gelaufen und plötzlich flog vor mir ein kleiner gelber Schmetterling (http://www.strassenmaler-info.de/desktopmotive_1/albums/userpics/10001/normal_oranger-schmetterling-3.jpg). Ich musste in diesem Moment so sehr an Paula und ihre Geschichten von Schmetterlingen denken, die sie schon an den unmöglichsten Orten gesehen hat und die ihr immer Kraft und Zuversicht gegeben haben.

Liebe Grüße
Data

Monkele
29.07.2007, 21:36
Heute habe ich um unseren Computer herum aufgeräumt. Mengen an kleinen Zetteln, Taschenrechner, Wörterbuch, Kalender und dann hab ich sie gesehen, deine Karte. Und das ein Tag vor meinem Geburtstag...

Ein kleines Zeichen

Die größten Geschenke, die wir einander machen können, sind die kleinen Zeichen der Zuneigung und Wertschätzung, mit denen wir einander sagen: Du bist mir wichtig, ich habe an dich gedacht, ich wünsche dir was...

Da war es wieder, ein Zeichen, an die du so sehr geglaubt hast. Ich vermisse dich sehr, liebe Herzenfreundin!

Heute habe ich endlich das Foto von unserem Ausflug aufgehängt. Es war schon lange im Rahmen, aber der Anblick schmerzte zu sehr. Du hälst die Tasche ins Bild, auf deren Kauf du so stolz warst und alles was damit verbunden war. Nun schaue ich von meinem Essplatz auf dich, genauso wie ich auf den kleinen Engel im Wohnzimmer schaue, wenn ich auf der Couch sitze, den du mir zu Weihnachten geschenkt hast.

Du fehlst und mein Herz tut mir weh!!!

Monkele

Datakrfj
29.07.2007, 21:43
Ach Monkele, ich denke auch so oft an sie und wie sie sich über ihre Tasche gefreut hat. An diesen wunderschönen Abend hier in Berlin mit ihr.

Sie weiß bestimmt wie sehr Du sie vermißt. :blumengabe:

Monkele
06.12.2007, 22:36
Dann "schubse" ich mal.

Wir sind uns begegnet
du hast Spuren hinterlassen
in mir
deine Handschrift, dein Zeichen
unauslöschlich
in meinem Herzen
hast du dir Raum geschaffen
für immer

:kerze: :blumengabe:

Inaktiver User
07.12.2007, 11:19
Liebe Moni,

für unsere Freundinnen,
die uns so viel gegeben haben
und in unseren Herzen
für immer bei uns bleiben

:liebe: :kerze: :liebe:

Denkt an uns und vergesst nicht
uns ab und zu mal ein kleines Zeichen
zu geben :engel:

Monkele
25.01.2008, 22:01
In den letzten Tagen hab ich wieder viel an meine Freundin gedacht und unter Anderem auch an diesen Strang.

Gerade habe ich Wäsche in das ehemalige Zimmer meiner Tochter gebracht. Ich schaue nach einer blauen Glockenblume auf der Fensterbank, die ich etwas vernachlässigt hatte :peinlich: und da sehe ich in dem kleinen Tonherz, das mit einer rosa Minikalanchoe bepflanzt ist, einen Marienkäfer! :ooooh: :liebe: Da sitzt er, zwischen einem Blatt und der Erde. Das hat mich so gefreut! :Sonne: :liebe:

Monkey, traurig-froh

Inaktiver User
29.01.2008, 16:38
Liebe monkey,

klick (http://www.florissimail.ch/blumenversand/images/Marienkaefer2.jpg)

... einer für dich und einer für Paula

Liebe Grüße,
malea

Monkele
29.01.2008, 16:48
Liebe monkey,

klick (http://www.florissimail.ch/blumenversand/images/Marienkaefer2.jpg)

... einer für dich und einer für Paula

Liebe Grüße,
malea

Dankeschön! :blumengabe:

Monkele
30.05.2008, 16:09
Gestern besuchte ich eine liebe Bri- Freundin. Das kleine Städtchen, in dem sie wohnt, war herrlich mit Blumen geschmückt! Keine Kreuzung oder Grünfläche, wo nichts Schönes wuchs! Auffällig dabei die vielen großen roten Mohnblumen. Da ist mir die Geschichte meiner Herzensfreundin wieder eingefallen, die sie unserem Stammtisch schenkte und ich suchte sie, um sie nochmals zu lesen. Und wisst ihr was sie ganz unten drauf geschrieben hat?

...von ganz weit weg und doch so nah... Wie recht sie hat, auch heute! :heul: :liebe:

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Der linke und der rechte Flügel

Es war einmal ein kleiner Engel im Himmel, der den unwiderstehlichen Wunsch empfand, sich mit seinen Flügeln nicht nur schützend über die Menschen zu stellen. Er wollte selber auf ihren Wegen und Straßen gehen, einer von ihnen werden.
Eines Tages sah er auf der Erde eine eben erblühte Mohnblume. Da schien es dem jungen Engel, als habe er im Himmel noch nie ein solches Rot gesehen. Seine Sehnsucht, den feurigen Mohn aus nächster Nähe zu betrachten, wuchs mit jedem Tag.

So trat er vor Gottes Angesicht und bat: “Lass mich bitte auf die Erde, lass mich doch ein Mensch unter Menschen werden.“ Sogleich trat ein weiser Engel hinzu und entgegnete: „ Weißt du auch, dass es auf der Erde nicht nur Sonne und Blumen gibt? Es gibt Stürme und Unwetter und allerhand Ungemütliches.“ „Ja“, erwiderte der kleine Engel, „ das weiß ich wohl. Doch sah ich auch einen Menschen, der hatte die Kraft, einen großen Schirm aufzuspannen, so dass zwei Menschen darunter Platz hatten und es schien mir, den Beiden könnte kein Unwetter etwas anhaben.“
Da lächelte Gott dem kleinen Besserwisser zu.

Die Zeit verging, und eines Tages erschien das junge Wesen erneut vor dem Thron Gottes. „ Ich habe mir noch mehr angesehen von der Welt. Es drängt mich mehr und mehr hinunter.“
Wieder trat der erhabene Engel vor und belehrte ihn: „Weißt du auch, dass es Nebel und Frost gibt und eine Unzahl verschiedener Arten von Glatteis auf der Erde?“
Da antwortete der kleine Engel: „ Ja sicher weiß ich um die Gefahren, doch sah ich auch Menschen, die teilten ihre warmen Mäntel. Und andere Menschen, die gingen bei Glatteis Arm in Arm.“
Erneut lächelte Gott dem himmlischen Erdenträumer zu.

Als wieder einige Zeit vergangen war, trat der kleine Engel zum dritten Mal in die Gegenwart Gottes und flehte: „Bitte, lass mich ein Mensch werden. Der Mohn blüht dort unten so unbeschreiblich rot. Mein Herz ist voll Sehnsucht nach diesem Feuer.“
Schon wieder trat der erhabene Schutzengel dazwischen. „Weißt du denn nicht, wie schnell diese Art von Blumen welkt, dass sie zerbrechlich und verwundbar sind?"
„Bestimmt, und ich weiß auch um die Sterblichkeit. Trotzdem gibt es kein roteres Rot in der Welt und in meinem Herzen. Es lässt mir keine Ruhe mehr."
Nun entsprach Gott dem Wunsch des unruhigen Geistes. Doch gemäß alter Tradition, musste dieser einen seiner beiden Flügel an der Himmelspforte abgeben.

Und so kam es, dass der kleine Engel auf der Erde die Suche nach seinem feurigen Mohnfeld etwas schwerfällig und mit Linksdrall begann. Der Weg führte ihn durch die weite Welt. Ständig wurde er aufgehalten; die Erde schien auf einmal nur noch aus Stürmen und Ungemütlichem zu bestehen. Je verzweifelter er suchte, umso mehr Unverständnis und Ablehnung fand er vor. Niemand wollte mit dem unerfahrenen Engel gemeinsame Sache machen; keiner spannte für ihn einen großen Schirm auf und einen wärmenden Mantel bekam er schon gar nicht. Waren etwa das flammende Rot der Mohnblume und all die guten Menschen auf der Erde bloß eine optische Täuschung aus dem Jenseits gewesen?

Doch das Verlangen war stärker als die Zweifel. Obwohl es aussichtslos schien, blieb er seiner Sache entschlossen treu. So gelangte er eines Tages müde an den Rand eines Abgrundes. In der ferne entdeckte er, jenseits eines gewaltigen Flusses, sein ersehntes Mohnfeld. Ein derart festliches Rot hatte er nun wirklich noch nie gesehen! Er meinte, das Blut von Mutter Erde vor sich zu haben. Der alt gewordene kleine Engel weinte vor Freude und Trauer zugleich, denn er musste einsehen, dass er diesen Graben ohne fremde Hilfe niemals würde überqueren können.

Während er vor sich hintrauerte, gesellte sich ein Wanderer zu ihm und gemeinsam bestaunten sie den unbeschreiblich glühenden Horizont. Gezeichnet von den Stürmen des Lebens überlegte der Engel: „So müsste denn wohl die Farbe der Liebe sein." „Ja, aber weißt du denn nicht, wie schnell diese Art von Blumen welkt, dass sie verwundbar und zerbrechlich sind?", hörte der ehemalige Himmelsbewohner seinen Begleiter flüstern. Und der Mensch, der einmal ein Engel gewesen war, erinnerte sich plötzlich an all das, was er einmal selber im Angesicht Gottes behauptet hatte: „Ja, ich weiß um ihre Sterblichkeit. Trotzdem gibt es kein roteres Rot in der Welt und in meinem Herzen. Diese Blumen sind wie die Liebe. Mag das Äußere auch verwelken, ihr Rot bleibt in meiner Seele."

Da blickten sich die beiden Wanderer ins Gesicht. Sie erkannten den letzten Funken Himmelslicht in den Augen des anderen. Und mit einem Schlag wussten sie, woher sie kamen, wozu sie gewandert und wohin sie noch unterwegs waren. Sie entdeckten auch, dass jeder von ihnen bloß einen Flügel besaß. Voller Freude umarmten sie sich. Ein Wunder geschah: Gemeinsam konnten sie fliegen, gelangten sogar zum feurigen Mondfeld und noch viel weiter...

So sind auch wir Menschen wie Engel mit nur einem Flügel. Wenn wir unser Ziel erreichen wollen, müssen wir einander umarmen.

Annahuna
16.10.2008, 07:06
Wir haben vor ein paar Tagen meine Mutter beerdigt und obwohl ich Ihr den Tod gönnte, erlöste er sie doch von einem schweren Krebsleiden, schmerzt der Abschied noch sehr.

Während ihrer Beerdigung, zu der ein paar hundert Menschen kamen, marschierte ein Idel durch die Trauernden, kam in die Kapelle und trollte sich dann wieder. Einige Menschen erzählten mir von diesem "heiteren" Idel.

Seit ein paar Tagen besucht mich ein Eichhörnchen, treibt sich vor der Balkontüre herum, sitzt auf dem kleinen Tisch vor dem Fenster und scheint sich mit mir zu Unterhalten.

Ich freu mich täglich über diesen Besuch und denke an meine Mutter.

Die Idee, nach Zeichen und Spuren zu suchen, finde ich wunderbr.

Anna

Monkele
26.10.2009, 22:40
Danke! :kuss: :zauberer:

Heute, gerade wo ich so einen Durchhänger hatte, hast du es mir geschickt, das kleine, große Zeichen. Ein ganzer Tisch voller himmlischer Schwestern und meine Aurelia (http://www.kraemer5.de/WebRoot/Store6/Shops/61178578/44F4/25CD/956D/802A/7798/C0A8/3083/1AD0/Himmlische_Schwester_Aurelia_stehend.jpg)mittendri n.

Deine Karte dazu nimmt mir jeden Zweifel, den andere Menschen versucht haben mir einzureden!

Liebe Herzensfreundin, du wirst mir immer fehlen!

Inaktiver User
27.10.2009, 22:46
[ editiert ]

So etwas gehört bestenfalls in eine PN

Inaktiver User
01.11.2009, 13:38
[ editiert ]

So etwas gehört bestenfalls in eine PN

:wie?:

Inaktiver User
01.11.2009, 13:47
Dieses ist ein schöner Thread, habe darin vieles gelesen, was mich sehr berührt :smile:
Heute bekam ich auch mal wieder ein Zeichen, nachdem der Tag sehr
grau, trübe und traurig angefangen hatte, lief exakt als mir zum heulen
zumute war, genau das Lied im Radio, dass ich mir seit Wochen wünsche und das ich auf CD derzeit nicht hören kann, da mein kleiner Sohn sie "versteckt" hat, das macht er gerne:smirksmile:
Es war nicht das erste Mal, das ich genau die Musik bekam, die ich in dem Moment so dringend brauchte.
Noch was lustiges, auch das sehe ich ganz klar als Zeichen,
sehr oft wenn ich abends im Bett und das Licht auf minimal gedimmt (wegen des Kleinen), etwas lese, geht wie von Zauberhand das Licht buchstäblich von selber einige Stufen höher.Da fällt mir jedesmal
ein, das mein Freund oft geschimpft hat, ich verdürbe mir die Augen , bei dem Licht .....seltsamerweise passiert das nie, wenn ich nur so
da liege, ohne zu lesen:liebe:

Inaktiver User
01.11.2009, 15:05
Liebe Sinn-sucht,
das ist wirklich im wahrsten Sinne des Wortes ein

"lichtvolles Zeichen"

:zauberer:

Ich freue mich für dich

Monkele
01.11.2009, 22:51
Hej Papi, ich hab dein spitzbübisches Grinsen heute vor mir gesehen! :freches grinsen: Selbst der Parkinson konnte dir das nicht ganz nehmen!

Im Auto von Mami lief eine CD von Angelika Milster. Mami erzählte mir, dass sie die nur gekauft hat, weil da ein Lied darauf ist, das du so gerne mochtest. Irgendwann warst du wohl allein in der Küche und hattest es im Radio gehört. Du warst enttäuscht, dass Mami es nicht mitgehört hat, aber ihr habt rausgefunden, welches Lied es ist. Dann haben wir es gehört, auf dem Rückweg vom Friedhof. Wieder zu Hause gehe ich in die Küche, mache das Radio an (Mami ist noch nicht drin in der Küche) und was kommt?! Genau, dein Lied (http://www.youtube.com/watch?v=WiCKPkEsqAE)! Ich hab sie dann gerufen, damit sie es auch selbst hört und hab ihr gesagt, dass das ganz bestimmt ein Gruss von dir ist! Welch ein kleines -großes Zeichen! :liebe: Danke! :zauberer:

Inaktiver User
03.11.2009, 21:48
Ach wie schön, Monkele :engel: :Sonne:

Augenstern
05.01.2010, 22:00
Ich hatte im Advent ein ähnliches erlebnis.AUf dem Weg zur Arbeit hab ich gerade an meinen verstorbenen Opa gedacht, ob er uns sieht, weihnachten da oben feiert und stolz auf uns ist dass wir noch imme als family fest zusammenhalten und für einander da sind wie er es uns immer vorgelebt hat.ALs ich aufschaue sehe ich plötzlich einen wunderschönen hellen Regenbogen vor mir (den tag war es grau bewölkt) und höre íhn in meinen Gedanken "freilich" sagen (das hat er ständig gesagt).Ich dachte "Danke Opa für das Zeichen" und dann war der regenbogen wieder weg.

Monkele
30.06.2013, 00:56
Hej Papi, ich hab dein spitzbübisches Grinsen heute vor mir gesehen! :freches grinsen: Selbst der Parkinson konnte dir das nicht ganz nehmen!

Im Auto von Mami lief eine CD von Angelika Milster. Mami erzählte mir, dass sie die nur gekauft hat, weil da ein Lied darauf ist, das du so gerne mochtest. Irgendwann warst du wohl allein in der Küche und hattest es im Radio gehört. Du warst enttäuscht, dass Mami es nicht mitgehört hat, aber ihr habt rausgefunden, welches Lied es ist. Dann haben wir es gehört, auf dem Rückweg vom Friedhof. Wieder zu Hause gehe ich in die Küche, mache das Radio an (Mami ist noch nicht drin in der Küche) und was kommt?! Genau, dein Lied (http://www.youtube.com/watch?v=WiCKPkEsqAE)! Ich hab sie dann gerufen, damit sie es auch selbst hört und hab ihr gesagt, dass das ganz bestimmt ein Gruss von dir ist! Welch ein kleines -großes Zeichen! :liebe: Danke! :zauberer:


Gestern musste ich an diesen Strang, an meinen Papi und die Frau, die zuerst über die kleinen Zeichen geschrieben hat, denken. :zauberer:

Wir sind auf der Heimfahrt von der Hochzeit meiner Nichte, die (zu früh) vor wenigen Tagen ein Baby bekommen hat. Unsere Tochter sagt zu mir, wie es wohl gewesen wäre, wenn der Opa das noch miterlebt hätte ...

Kurze Zeit später spielen sie das Lied (http://www.myvideo.de/watch/4931690/Bette_Midler_The_Rose)im Radio. Ich bin überzeugt mein Papi war dabei und bin dankbar für das 'kleine Zeichen' (auch wenn es mir die Tränen in die Augen getrieben hat)! :zauberer: :liebe:

Hochzeitstorte
11.09.2013, 09:46
Hallo,

ich habe vor drei Wochen meine jüngere Schwester, die auch Mutter von zwei süßen kleinen Kindern ist, verloren. Ich habe in diesem Forum ein bißchen Unterstützung gesucht und allein durchs Mitlesen schon viel Trost bekommen. Danke dafür! Und in diesem Thread habe ich mich richtig wohl gefühlt - mir begegnen auch viele Zeichen und es ist schön zu sehen, dass es vielen anderen auch so geht. Am Wochenende waren mein Mann und ich mit unseren beiden Jungs unterwegs(Ablenkung!) und im Auto schaltete ich das Radio ein - und das erste was ich höre sind die letzten Zeilen von "Caravan of Love": "She's my sister, she's my sister, don't you know..." Da flossen natürlich die Tränen, aber irgendwie war's auch schön.

Liebe Grüße,
Stephanie

Monkele
12.09.2014, 20:05
Hej Kappu,

da hast du dich aber vor drei Tagen mal wieder mächtig ins Bewußtsein gerückt! :smirksmile: Fliegt doch tatsächlich eine große Libelle an der Bushaltestelle in der Großstadt plötzlich um mich rum ... :zauberer:

Du bist in meinen Gedanken und das nicht nur, wenn ich 'deine' Lieder höre, sondern eben auch sonst, das ist schön!