PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nach 15 Jahen wieder Schmetterlinge im Bauch - bei einem anderen!



Inaktiver User
30.05.2006, 15:57
Hallo!

Bin gestern zufällig auf dieses Forum gestoßen - Schicksal! Schicksal war auch die Begegnung mit einem Mann, der mich von Beginn an magisch angezogen hat.

Aber ich fang lieber von vorn an. Ich bin seit 12 Jahre verheiratet. Meinen Mann schätze ich sehr als Menschen, sexuell habe ich allerdings nie die große Erfüllung gefunden. So naiv wie ich damals war, dachte ich immer, es würde noch kommen. Wir haben ein gemeinsames Kind. Ich hatte in der Schwangerschaft stets größte Lust auf Sex, er wollte nicht, da er Angst hatte dem Ungeborenen zu schaden.Nach der Schwangerschaft war es dann bei mir vorbei. Stress und so. Das ist aber bis heute geblieben (unser Sohn ist nun 10 Jahre alt!). Das Steicheln meines Mannes macht mich einfach nicht an, ist eher lästig. Ein Zungenkuss würde mich wohl ein bischen antörnen, aber er lutscht eher an meinem Körper herum. So gehe ich dem Sex eher aus dem Weg und wenn, dann schau ich, da ich es schnell hinter mich bringe. Das ganze hat mich die letzten Jahre auch nicht sonderlich gestört, da ich selbst nicht die Aktivste in Punkto Sex bin.

Durch einen Zufall ist mir nun vor 4 Jahren ein Mann über den Weg gelaufen, der mich von unserer 2. Begegnung an sexuell angezogen hat. Er ist verheiratet wie ich, lebt relativ weit weg und somit sind unsere Treffen rar und kompliziert. Er hat das ganze auch mit der Begründung, dass ich ja "glücklich" verheiratet sei, bisher abgeblockt. Er lebt zwar noch in einem gemeinsamen Haus mit Frau und Tochter, allerdings getrennt. Sie reden nur noch das Notwendigste miteinaner. Wir haben uns ab und zu getroffen, viel rumgeknutscht, gestreichelt und angetörnt - mehr mangels Gelegenheit nicht. Dann haben wir uns über ein Jahr nicht mehr gesehen, blieben aber locker telefonisch in Verbindung. Erst als wir uns dann wieder getroffen und ich ihm erzählt habe, dass ich in ihn verliebt war (ja ich hatte geglaubt es sei vorbei), hat wohl auch er angebissen. Seitdem telefonieren wir ständig miteinander. Ich hab Schmetterlinge im Bauch. Ich bin erregt, wenn ich nur seine Stimme höre, ganz zu schweigen, wenn ich ihn sehe. Wenn er mich auch nur versehentlich berührt, bin ich wie elektrisiert. Allein bei dem Gedankenn an ihn, bekomme ich eine feuchte Scheide. Ich verstehe mich selbst nicht mehr, wo ich mich doch immer selbst als etwas prüde angesehen habe. Wohlgemerkt bin ich 50 Jahre jung bzw. alt und fühle mich im Moment ................ wie 30. Mein Mann war nicht der erste Mann in meinem Leben, ich habe vorher schon einige ausprobiert, es gab gute und auch schlechte in der Vergangenheit.

Vor kurzem hat sich nun die Gelegenheit gegeben, dass WIR zusammen ins Bett sind. Ich hab mich vor Verlangen nach ihm kaum noch beherrschen können. Ich glaube, ich habe ihn etwas überfordert, er hatte etwas Probleme mit der Errektion (hatte schon länger mit keiner Frau mehr geschlafen), aber mit etwas Nachhilfe hat es dann doch noch geklappt.

Als er dann weg war, kamen die Gewissensbisse. Ich bin eigentlich ein treuer Mensch und verachtete immer Männer mit Verhältnissen. Und jetzt ich! Für Spekulationen was die Zukunft betrifft, finde ich es noch zu früh. Von meinem Mann will ich mich im Moment meines Sohnes wegen nicht trennen. Allein leben will ich auch nicht. Von meinem "Schicksalsmenschen", wie ich IHN nenne, will ich aber auch nicht lassen. Ich bin sicher, das ganze wird in ganz, ganz vielen Tränen enden. Im Moment will ich einfach dieses Kribbeln im Bauch genießen! Habe keine anderen Gedanken mehr und es fällt mir schwer mich auf meine Arbeit und Familie zu konzentrieren. Im übrigen bin ich auch sicher, dass ER nicht zu mir passt. Er ist politisch konserativ - ich nicht, er hat ein total ätzendes, langweiliges Hobby, er mag deutsche Schlager (igitt!).

Da ich mit niemanden darüber sprechen kann, finde ich das Forum eine gute Sache. Vielleicht gibt es noch mehr Frauen, die so etwas erleben, erlebt haben. Freue mich auf Reaktionen, gleich welcher Art.

Kraaf
30.05.2006, 17:36
Den prallvollen Parallelstrang hast ja schon gefunden. :smirksmile:

Prijon
30.05.2006, 17:52
Ich fasse mal zusammen, was ich verstanden habe:

- Du willst nicht alleine leben
- Du bleibst wegen Eures Sohnes bei Deinem Mann

(übrigens: Das widerspricht sich - Du schiebst das Kind vor...)

Den anderen willst Du so richtig auch nicht.

Jetzt weiß ich also, was Du alles nicht willst. Und ich weiß, dass Du mit dem anderen ins Bett willst.

Du kannst mich gerne korrigieren - aber wo DU wirklich stehst, das kann ich nicht erkennen.

Grübelnd,
Prijon

Inaktiver User
30.05.2006, 17:55
Dann schließe ich mich 'mal an.

Was hast Du denn für Eure Ehe getan? Bist Du Dir sicher, dass Ihr da keinen Schwung 'reinbringen könnt?

Gruß, Leonie

Inaktiver User
30.05.2006, 18:00
Leonie, entschuldige meinen Sarkasmus: Hast du diese Sätze irgendwo gespeichert und rufst sie immer und immer wieder ab? Wir (bösen Fremdgeherinnen) tun ständig etwas für unsere Partner. Nur deshalb sind wir innerlich so zerrissen. Glaube mir, keine von möchte den Lebenspartner verletzen und wir kämpfen, kämpfen, ....

Inaktiver User
30.05.2006, 18:06
Engelslocke,

hier in der BriCom können wir doch nur deshalb etwas raten und diskutieren, weil es typische Fälle gibt.
Und es ist nun einmal typisch und sehr häufig, dass Ehen vernachlässigt werden, dass nicht richtig miteinander geredet wird, etc. Die Beziehung zu vernachlässigen heißt ja nicht, dass man nichts für den Partner tut.

Und ein Fremdverlieben sollte immer Anlass sein, auf die Ehe zu schauen und diese weiterzuentwickeln - das ist fortlaufend notwendig. Aber eben sehr selten.

Und deshalb kann und werde ich das auch noch viele viele Male schreiben - weil es eben viele viele Male eine wichtige Frage ist.

Gruß, Leonie

Inaktiver User
30.05.2006, 18:42
Hallo Prijon,
nun muss ich doch schmunzeln. Er ist zutreffend und ich danke, da du mich mit dem Kopf darauf stößt wo mein Problem ist. Das ist das, was ich mit meinem Beitrag will, auf richtige Gedanken kommen. Das weiß ich!. Wahrscheinlich das einzigste, was ich im Moment weiß. Außerdem will ich mit dem anderen ins Bett und eigentlich will ich auch meinen Mann, nur nicht im Bett. Zerrissen - wie Leonie richtig bemerkt. Bei dem anderen spielt auch schon etwas Liebe mit, sonst würde er mir doch aus dem Kopf gehen. Meinen Mann schätze ich sehr als Partner, wir können gut zusammen leben, entfernen uns aber in letzter Zeit voneinander. Was aber jetzt nichts mit dem anderen zu tun hat.
Mercedes

Inaktiver User
30.05.2006, 18:58
Mercedes51, hallo!

Unabhängig von deiner Affäre finde ich das, was du über dein Sexualleben mit deinem Mann schreibst schon ziemlich merkwürdig.
Da Sex für dich doch scheinbar sehr wichtig ist, solltest du vielleicht mal mit ihm darüber reden, was natürlich nicht leicht ist nach so langer Zeit.
Das geht auf die Dauer nicht gut, selbst wenn du jetzt die Finger von dem anderen lässt.
Hälst du es noch für möglich, das sich bei dir und deinem Mann etwas diesbezüglich verändert??
Also, ich könnte so nie im Leben leben. Da hat es jeder andere echt leicht!!
Man scheint ja nur auf den richtigen Knopf drücken zu müssen.
Ich galueb ja nicht, dass Affären immer ihren Urspung in Defiziten in der Partnerschaft haben, aber bei dir ist es definitiv so.....

Inaktiver User
30.05.2006, 19:06
Was hast Du denn für Eure Ehe getan? Bist Du Dir sicher, dass Ihr da keinen Schwung 'reinbringen könnt?

Gruß, Leonie



Hallo Leonie

Es muss ja nicht immer nur am fehlenden schwung liegen dass eine ehe nicht mehr funktioniert. es kann auch sein, dass die liebe abhanden gekommen ist, die entwicklung in gegensätzliche richtungen gegangen sind, die vorstellungen die vor 20 jahren gepasst haben jetzt nicht mehr passen, weil wir uns in den 20 jahren verändert haben.

tja, bei der strangerstellerin ist es sicher der fehlende gute sex, die sie dazu trieb eine affäre zu haben.

mit diesem teil wäre ich vorsichtig, denn begehren hält nie lange an.


grüsse
lara

Inaktiver User
30.05.2006, 19:17
tja, bei der strangerstellerin ist es sicher der fehlende gute sex, die sie dazu trieb eine affäre zu haben.

mit diesem teil wäre ich vorsichtig, denn begehren hält nie lange an.




da sollte man aber drauf achten. Ich finde schon , dass Begehren auch über Jahre anhalten kann. Und wenn es eben nicht so ist und du erfahren musst, dass dein Partner dich eben nicht mehr begehrt, ist das schon echt deprimierend und mir kann keine Frau erzählen, dass sie das so locker hinnimmt. Vor allem nicht wenn man älter wird....da helfen die ganzen Statements , wie "wir verstehen uns echt gut und der Alltag klappt so hervorragend " nichts. Das ist Frust pur.
:niedergeschmettert: :niedergeschmettert:
LG helecho

Inaktiver User
30.05.2006, 19:18
Ja natürlich, Lara, ich sage ja nicht, dass man in jede Ehe neuen Schwung bringen kann. Aber viel öfter, als man denkt, und man sollte es doch wenigstens versuchen.

Und das mit dem nachlassenden Begehren habe ich noch nie verstanden - aus heutiger Sicht hatte ich in jungen Jahren wenig (und sowieso noch nie auf einen anderen Mann).

Mercedes,

hast Du schon einmal an Eheberatung gedacht?

Gruß, Leonie

Prijon
30.05.2006, 21:06
sexuell habe ich allerdings nie die große Erfüllung gefunden. So naiv wie ich damals war, dachte ich immer, es würde noch kommen. Wir haben ein gemeinsames Kind. Ich hatte in der Schwangerschaft stets größte Lust auf Sex, er wollte nicht, da er Angst hatte dem Ungeborenen zu schaden.Nach der Schwangerschaft war es dann bei mir vorbei. Stress und so. Das ist aber bis heute geblieben (unser Sohn ist nun 10 Jahre alt!). Das Steicheln meines Mannes macht mich einfach nicht an, ist eher lästig. Ein Zungenkuss würde mich wohl ein bischen antörnen, aber er lutscht eher an meinem Körper herum. So gehe ich dem Sex eher aus dem Weg und wenn, dann schau ich, da ich es schnell hinter mich bringe. Das ganze hat mich die letzten Jahre auch nicht sonderlich gestört, da ich selbst nicht die Aktivste in Punkto Sex bin.


Ich kann das gut verstehen, Mercedes. Ich habe genau das Thema auch ganz lange ausgeblendet. Habe mir vorgemacht, dass "das" für mich nicht so wichtig ist. Jetzt ändert sich das und ich sehe, wie schwer es ist, meine Partnerin da "mitzureißen".

Du hast gedacht "es wird schon noch kommen" und gehofft, dass sich das sozusagen von selbst ergibt. Tut es aber nicht. Das ist natürlich zunächst einmal Dein Problem - Leonies sicherlich sehr vorwurfsvoll 'rüberkommende Bemerkung "was hast Du DENN getan" hat da schon ihre Berechtigung. Weil: Es gab eine Basis (nämlich die der Beziehung mit ziemlich wenig Sex), auf der ihr bis dato ganz gut gelebt habt. Jetzt verändert sich das bei DIR.

Wenn sich eines der beiden Individuen, die ein Paar bilden, plötzlich mehr oder wenig heftig bewegt, muss sich das andere nicht automatisch mitbewegen. Da gibt es ganz sicher keine Gesetzmäßigkeit. Selbst WENN man darüber redet, ist es ungeheuer schwierig, eine aus dem Gleichgewicht geratene Wippe wieder in die Waage zu bekommen. Und gerade über dieses Thema zu reden ist ungeheuer schwierig, finde ich - bei meiner Frau kommt als Reaktion ganz oft "ich genüge Dir also nicht". Es ist fast unmöglich, darauf etwas zu antworten.

Ich sehe es für mich so: Es gibt ganz viele Dinge, da sind wir in der Waage. Und es gibt eben eines, da ist das noch nicht so.

Wenn ich das mal auf Dich zu übertragen versuche: Eine Beziehung hat viele Ebenen. Es liest sich so, als seien (auch) bei Euch die meisten davon in der Waage. Nur eben die eine nicht.

Bei dem anderen scheint das (DIESES EINE!!!) Gleichgewicht zu stimmen. SCHEINT - so wie Du das beschreibst, kann das doch auch so dolle nicht gewesen sein, oder?!

Ich finde es übrigens sehr spannend, dass Deine Wahl "dafür" auf jemanden gefallen ist, der doch eigentlich als Partner nicht in Frage kommt, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Ich würde mal in mich gehen und mich fragen, was mir DAS eigentlich sagen soll. Es gibt ja schließlich noch andere Männer auf dieser Welt als dieser Schlagerliebhaber. Wenn Du Dich jetzt aber ausgerechnet in den verguckst - heißt das dann, dass Du tatsächlich für eine Trennung nicht bereit bist? Könnte ja sein, oder?!

Waren nur so Gedankenanstöße (hoffe ich mal). Lass es mich wissen, wenn Du zu einer für Dich tragbaren Lösung gekommen bist...

Gruß,
Prijon

Jogni
30.05.2006, 22:36
Bei meinem Mann und mir (beide fast 50) kamen die Schmetterlinge zurück, als die Kinder groß waren und ich ihn nach berufsbedingter mehrmonatiger Abwesenheit vom Flughafen abholte. War ein tolles Gefühl. Wie frisch verliebt. Wenn man gelassener wird, ausschlafen kann, etwas mehr Zeit für sich hat und nicht jeden Tag damit rechnen muss, dass sich so eine kleine Nervensäge nachts oder morgens ins Ehebett schleicht, das hilft schon.
Die andere Seite, Schmetterlinge nach 17 Jahren kenne ich auch. Das Gefühlsdurcheinander habe ich noch nicht verarbeitet. Ich liebe meinen Mann, meine heile Welt soll so bleiben wie sie ist, aber wenn ich den anderen nicht wenigstens einmal im Leben noch treffen kann ... weiß nicht, dann bin ich unglücklich. Und wenn ich ihn treffe, wird das Chaos vielleicht nur noch größer.
Was "Frau" fehlt, ist vielleicht nur ein Stückchen Elefantenhaut und Dickfelligkeit, sich das zu nehmen, was man möchte und kein Drama draus zu machen. Blöd ist nur, so etwas tut immer weh, dem Partner, einem selbst, dem Schattenmann ...
Ich kann keine perfekte Lösung anbieten, aber drüber reden (schreiben) können, hilft schon.

Inaktiver User
31.05.2006, 08:41
Ss ist nicht so, dass mein Mann mich nicht mehr begehrt. Das tut er durchaus. Es ist nur so, dass er mich - im übrigen schon bei unserem Kennnelernen - sexuelll noch nie so richtig angemacht hat. Ich knutsche zum Beispiel gern, das törnt mich an, er überhaupt nicht. Darüber haben wir schon erfolglos gesprochen. Ich finde er ist sexuell einfach ein Egoist. Die Hauptsache Orgasmus. Ich glaube er hat noch nicht einmal gemerkt, dass ich noch nie einen mit ihm hatte, obwohl ich ihm da nichts vormache.
Sicher begehre ich meinen Mann trotzdem - aber eben nur selten. Im übrigen seit es den anderen gibt, geschieht das auch bei meinen Mann öfter. Das ist wohl das einzige, was in dieser Situation gut tut.
Worüber ich mich selbst in meiner Situation so wundere und mich nicht wiedererkenne, ist, dass ich noch nie viel Wert auf Sex gelegt habe. Jetzt aber wird es zum Thema Nr. 1. Und das nur, weil mir jemand begegnet ist, der allein mit einer kurzen Berührung einen Elektroschock in mir auslöst.
Wahrscheinlich sind es nur lange unterdrückte, unerfüllte Gefühle, die durch diesen Menschen erwacht sind und die wie Seifenblasen zerplatzen würden, wenn das tägliche Leben hinzukommt. Vielleicht ist das der Vorteil meiner Affäre, dass er ca. 2,5 Stunden Autofahrt entfernt wohnt. Da sieht man sich nicht oft.
Vielleicht sollte ich das ganze nicht zu ernst nehmen und meine Schmetterlinge im Bauch ab und zu genießen, ausleben und dann wieder ganz normal ins tägliche Leben eintauchen? Vielleicht das beste, wenn die Gefühle nicht so stark wären und ich nicht das Problem hätte, dass ich (fasst) an nichts anderes mehr denken kann als an ihn.
Ich muss daran arbeiten.
Mercedes

Inaktiver User
31.05.2006, 09:07
Und Mercedes, genau DAS funktioniert nicht. Ich dachte auch, einfach nur die Schmetterlinge genießen, nicht weiter nachdenken, kein schlechtes Gewissen haben, nur die schönen Gefühle genießen.

Laß dir sagen, du entwickelst mehr und mehr Gefühle für diesen neuen Mann. Ich habe für mich entschieden, die Affaire zu beenden. Und was ich will, schaffe ich. Erspare dir diesen Weg und die vielen, vielen Tränen. Arbeite mit deinem Mann an eurer Beziehung. Ich habe auf die gut gemeinten Postings der Anderen bzgl. meiner Geschichte NICHT gehört. Leider! Es kam alles genau so. Und die vielen Tränen, die Traurigkeit, das ungerechte Behandeln meiner Kinder und meines Mannes - mal abgesehen von dem schlechten Gewissen meinem Mann gegenüber - hätte ich mir wirklich schenken können. Das war es nicht wert.

Drücke dir die Daumen, dass du eine für dich tragbare Entscheidung trifft. Ich für meinen Teil freue mich, mein Mann kommt heute abend nach Hause und wir haben 5 Tage am Stück zusammen. Diese Freude fühlte ich einige Zeit nicht. Bin froh, dass es sich geändert hat.

Alles Gute! Engelslocke

Sabarcane
31.05.2006, 09:41
Wahrscheinlich sind es nur lange unterdrückte, unerfüllte Gefühle, die durch diesen Menschen erwacht sind ...





Vielleicht sollte ich das ganze nicht zu ernst nehmen und meine Schmetterlinge im Bauch ab und zu genießen, ausleben...



Ich verstehe nicht, weshalb viele Menschen versuchen, mit resignativer Dickfelligkeit Ersatzbefriedigung zu suchen, statt sich dem wirklichen Problem zu stellen und es zu beheben. Vermutlich, weil es auf den ersten Blick der einfachere Weg ist? Finde ich ziemlich kurzsichtig.

Die Feststellung, dass Mercedes offenbar starke, bisher verdrängte und unerfüllte Sehnsüchte hat, sollte meines Erachtens eigentlich dazu führen, dass sie sich mit diesen im Rahmen ihrer Ehe auseinandersetzt. Heisst, entweder versucht sie, ihr Sexleben mit ihrem Mann wieder zu beleben, oder sie stellt für sich fest, dass sie ohne guten Sex nicht leben kann und orientiert sich neu. Ersteres scheint nicht sehr erfolgsversprechend zu sein, zu letzterem hat Mercedes nicht den Mut, da sie nicht allein sein will. Also steckt sie ihre Energie lieber in die Verdrängung ihrer latenten Schuldgefühle und befriedigt sich anderswo. Ich glaube kaum, dass das auf Dauer gut gehen kann...

Inaktiver User
31.05.2006, 14:51
Danke Prijan, Deine Gedankenanstöße helfen mir sehr. Ich beneide Deine Frau um einen so einsichtigen, gefühlvollen Menschen. Ich hoffe, ich bekomme meine Geschichte auch hin. Wie Du siehst, arbeite ich ja an mir und bin zu dem sicherlich vernünftigen Entschluss gekommen, dass ich das ganze beenden werde, bevor es zu spät ist. Ob meine Schmetterlinge mitmachen, kann ich noch nicht sagen. Da hab ich noch etwas Befürchtungen doch wieder schwach zu werden, wie so viele andere hier auch.
Aber das ist ja wohl noch nicht alles, was ICH zu tun habe. Ich werde versuchen, mit meinem Mann eine neue, ganz neue Basis zu finden. Ich weiß, das geht nicht von heute auf morgen und wird eine lange Geschichte werden. Aber ich werde es versuchen. Und wenn es schief geht? Dann ist vielleicht alleine leben doch besser als mit einem langweiligen Hobbyangler. Der bleibt dann vielleicht mein "Schattenmann" an den ich gern zurückdenke. Jetzt werd ich melanchonisch. Noch ist's ja nicht so weit..... Bitte unterstützt mich weiter.
Ich werde berichten, wie es mir geht. Nochmals Danke, Du, nein ihr alle, habt mir sehr geholfen.
Mercedes

Inaktiver User
02.06.2006, 23:31
Hallo,

wollte Euch berichten, wie es mir geht.

Anruf kam, ich voller guter Vorsätze zum nächsten Treffen (erst abgesagt, dann doch ). Ich hatte vor, ihm meine Überlegeungen kund zu tun und Abschied zu nehmen.

Ich: Du ich hab 'nen Mann mit dem will ich's noch mal versuchen. Ich habe ien Kind, auf das ich Rücksicht nehmen muss und will."

Er: "Ja, ich verstehe Dich total. Das würd ich auch so machen. Ich hab Dich lieb." (hat er noch nie gesagt)

Ich: (Schluck, eigentlich habe ich ihn ja auch lieb) wie soll es weitergehn? Du bist mehr oder wenier verheitatet und ich will meine Ehe nicht auf's Spiel setzen,

Er: Ich habe zu früh geheiratet, wir haben uns auseinander gelegt. Dich verstehe ich. Ich würde wegen des Kindes auch Rücksicht nehmen. Ich hab Dich lieb. Wir werden uns eine länger Zeit nicht sehen..... (umständehalber: Krankenhaus, Kur etc.), ich hab jetzt schon Sehnsucht.

Ich: Ich hab Dich auch lieb.

Bin ich nicht Blöd? Total erlegen, seinem Charme. Es hat so gut getan. Treffen ohne Sex, aber mit beideseitigem Verlagen . Abschied ohne Termin aber mit dem Wissen, uns irgendwann wieder zu sehen.

Mir tut es gut, dass er jetzt weiß, dass ich mich nicht von meinem Mann trennen möchte. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass auch er seine Situation nicht ändern möchte . Und trotzdem Schuldgefühle........... und trotzdem Schmetterlinge ...............

Gute Nacht
Mercedes

Vienna50
03.06.2006, 14:13
liebe mercedes!

du stehst sicherlich nicht alleine da mit deinen gefühlen, es gibt sehr viele frauen die so wie du denken, aber sich nie trauen es auszusprechen, ich kann dir nur raten, lies mal das buch "ich habe einen liebhaber, die gebrauchtsanweisung" von der martina rellin, das wird dir sicherlich sehr viel weiter helfen, denn ich bin genau seit über einem jahr in der gleichen situation wie du, es hat mir sehr viel geholfen und habe wieder mein gleichgewicht wieder gefunden! es wird auch dir sehr viel weiter helfen. gefühle kann man einfach nicht so auf und abdrehen wie den elektrischen strom und warum sollte man auch ganz auf sie verzichten!

denke nur man lebt nur einmal! und das sollte man in unserem alter auch voll genießen!

Inaktiver User
03.06.2006, 14:45
Hallo ihr Lieben (liebe Liebenden?),

jetzt lese ich zum zweihundertsten Mal so eine Geschichte.
Was mir inzwischen durch den Kopf geht: Sex scheint doch - kann ich drehen und wenden wie ich will - immer noch so etwas wie Tabuthema zu sein.

Nebenan wird diskutiert, wie man miteinander klar kommt, wenn einer ordentlich und der andere schlunzig ist. Oder wie man die Sache mit dem Geld regelt. Nur mal so als Beispiel. Da ist es manchmal auch nicht ganz klar, wieviel man bereit ist, aufzugeben und was man unbedingt braucht zum Glücklichsein. Aber ich habe halt den Eindruck, dass dieses ominöse "Reden über Sex" eben doch viel schwieriger ist, dass die Grenzen schon im eigenen Kopf gesetzt werden.

Ich hab ja nun nicht auf der Bettkante des Paares hier gesessen, aber ich kann mir ehrlich gesagt nicht so richtig vorstellen, wie das Sprechen gelaufen ist. Ich sag`s mal so: dieser Ego-Mann, der nicht küsst und nur einen (schnellen?) Orgasmus haben will, ist, glaube ich, nie richtig gefordert worden, andere Seiten der Sexualität auszuleben. Liegt ja wohl auch daran, dass frau eben schnell bereit war, der Sexualität in ihrem eigenen Leben einen geringen Stellenwert einzuräumen.

Das sagt sich immer so leicht dahin "ich dachte, es kommt noch, es sei nicht so wichtig", aber in Wirklichkeit hat man sich selbst doch einen wesentlichen Aspekt des eigenen Lebens unterschlagen. Mich wundert es ü-ber-haupt nicht, wenn der sich dann mit Myriaden von Schmetterlingen die Beachtung zurück erobert. (Alte Indianer-Weisheit: Der Körper kennt die Antwort)

Die Sexualität wird also (erstaunlich leichtfertig, wie ich finde) abgespalten vom "eigentlichen" Leben, in dem Kind, Essen, Arbeit, Garten etc wichtig sind. Also alles, außer Sex. Ich persönlich habe ja eine ziemlich ganzheitliche Sicht von Sexualität, das ist nicht nur der Orgasmus, sondern auch das Fühlen und Leben der eigenen Geschlechtlichkeit. Das nimmt ja sogar ohne Partner einen erheblichen Raum im Leben ein - wenn man es lässt.

Ich empfinde diese Abgespaltenheit von Sexualität in dieser Geschichte sehr extrem. Auch bei dem anderen Mann, der ja ansonsten nicht der Kracher zu sein scheint. Mit dem kann man halt nicht leben, aber dafür geilen Sex haben.

Ich glaube aber, dass Sexualität erst dann "richtig" losgeht, wenn man ihr mit offenem Visier ins Auge schaut. Wenn man, wie Leonie mal so schön gesagt hat, mit der Faust auf den Tisch haut und sagt "verdammt nochmal, das will ich aber in meinem Leben haben!" Wenn man sich nicht abspeisen lässt mit Mickrigkeiten, wenn man sich nicht selbst abspeist damit, müsste es richtiger heißen.

Tja, was fällt mir Praktisches ein?
Vielleicht würde ich dem Ehemann klipp und klar sagen, dass ich daran arbeiten möchte, und zwar JETZT, ein aufregenderes Sexleben hinzukriegen. Ich würde vielleicht küssen zur Bedingung machen? Vielleicht auch vereinbaren, dass abwechselnd jeder einmal dran ist, die "Bedingungen" festzulegen und der andere mitmacht, genauso wie der eine es sich wünscht. Die Stränge sind ja eigentlich voll von guten Ideen hier.

Es kommt mir einfach so vor, als wenn der feurige Kämpfergeist, den fast alle Frauen hier bei allen möglichen Themen an den Tag legen, beim Thema Sex schlapp macht und zu einem kleinen, unsicheren, pessimistischen Flämmchen verkümmert. Warum eigentlich? Es ist ein immens wichtiger Teil des Lebens und man hat ein Recht auf Glück. Oder?

Wenn ich mir vorstelle, dass die Ehefrau hier mal richtig auf die Sahne haut und alles Mögliche mit Wucht durchzieht, dann sehe ich einen Ehemann vor mir, der zwar erst auch nicht weiß, wie ihm geschieht, aber der vermutlich im Laufe der Zeit hochgradig begeistert sein wird - und womöglich auch für sich zum ersten Mal ein aufregendes Sexleben entdeckt.

Das wär doch schön. :ahoi:

Inaktiver User
03.06.2006, 17:57
Hallo Mercedes !

Ich verstehe nicht so ganz, weshalb der 2,5 Stunden von dir entfernte Mann eine solche Anziehung auf dich ausübt. Ist es nur der Sex oder hab ich das falsch verstanden ?
Wenn ich mich in einen Mann verliebe, dann muss ich auch mit dem auf einer Wellenlänge liegen, nicht 100%, sondern so ungefähr. Aber du schilderst das so, als ob er total entgegengesetzte Ansichten hat. Ich weiß, Musik ist nicht das Wichtigste und man redet auch nicht die ganze Zeit über Politik. Aber die Anschauungen darüber resultieren doch auch aus ganz bestimmten Ansichten über das Leben oder auch über Kleinigkeiten, die das Leben ausmachen - und umgekehrt.
Bei mir ist das jedenfalls so, dass wenigstens so ungefähr eine gedankliche Übereinstimmung herrschen muss. Sonst verliebe ich mich auch nicht gleich *g*.

Inaktiver User
04.06.2006, 15:20
@ Vienna

Danke für den Buchtip, werde ich mir auf jeden Fall besorgen.
Du schriebst, Du lebst seit ca. 1 Jahr in der gleichen Situation. Ich wüsste da gern mehr. Die Bemerkung mit dem Strom, den man nicht einfach abstellen kann, gefällt mir.

@ Zitronenmund

Das wäre wirklich schön. :knicks: Man kann sich selbst aber auch nicht von einem Tag auf den anderen ändern. Wenn ich das ganze 12 Jahre lang hingenommen habe, habe ich 12 Jahre lang verpasst mir Wucht durchzuziehen. Das war wohl mein Fehler an der ganzen Geschichte. Nun fällt es mir doch etwas schwer. Aber man sagt ja, es ist nie zu spät....

Mercedes

Inaktiver User
04.06.2006, 15:34
Hallo Florett!

Das mit der enormen Anziehungskraft habe ich mir auch schon überlegt.

Dieser Mann ist mir in einer Situation regelrecht über den Weg gelaufen, in der ich überhaupt nicht im entferntesten an andere Männer gedacht habe. Da glaube ich an Schicksal.

Es ist aber auch so, dass ich das Kribbeln im Bauch genieße. Sicher spielt aber hier auch die Entfernung und die doch relativ wenigen Begegnungen eine Rolle, man hat nicht so viel Zeit miteinander zu diskutieren und kennt sich einfach nicht so gut, als wenn man sich 3 mal wöchentlich trifft. Zum anderen zieht mich dieser Mann einfach an mit seiner Art, seinem Blick, seiner Stimme etc., was man vielleicht auch als blindes Verliebtsein deuten könnte. Aber so sind sie nun mal, die Gefühle, wenn sie verrückt spielen.

Gruß Mercedes

Inaktiver User
04.06.2006, 15:48
liebe zitronenmond,
dein posting ist sehr wahr, hat mich sehr gerührt.

was mich immer wieder wundert allerdings (vor allem @leonie,prijon] ,ihr seid so vehement der ansicht, dass gemeinsame, erfüllte sexualität lernbar ist.

was, wenn der andere sagt "nein, ich will aber nicht küssen, dich so und so nicht berühren, ich will das , was dir fehlt, nicht, kann es dir nicht geben.
daran ist meine ehe gescheitert. und ich habe 17 jahre "verzichtet" auf meine sehnsüchte, meine ganzheitliche vorstellung der sexualität. (und täte es heute noch, hatte mein ex nicht den schlussstrich gezogen, aus- vordergründig? -anderen gründen)
ich glaube nicht, dass das, was zitronenmond geschildert hat, mit JEDEM menschen möglich ist.

und es gibt eben viele ehen, die trotzdem lange bestand haben. einfach, weil die sexuelle wunscherfüllung (jetzt nicht auf einzelne techniken, praktiken, sondern auf das gemeinsame erleben einer erfüllten sexualität bezogen) uns nicht erlaubt ist, wie zitronenmond schreibt, nach wie vor ein tabu ist.

liebe grüße
p.

Melis
04.06.2006, 15:53
Hallo Mercedes,

ich verstehe Dich unheimlich gut. Bin seit auch seit 15 Jahren mit meinem Mann zusammen, habe kein Kind , begehre einen anderen Mann und schaffe es nicht mich zu trennen. Der begehrte Mann wohnt etwa 300 km weiter entfernt, ausser einer menge mails und telefonate sehen wir uns nicht häufig. Bei ihm fühl ich mich frei, glücklich und unbeschwert...
Das geht jetzt seit über einem Jahr so und ich schaffe irgendwie den Absprung nicht.
Einerseits hab ich einen Mann, mit dem ich sehr gut auskomme (freundschaftlich), andererseits sind es körperliche und seelische wünsche die mich an diesen anderen Mann binden...Ich weiß momentan auch nicht weiter.
Ich dachte, ich schreib Dir mal...Du bist nicht allein!
Ich drück Dich, denn ich weiß wie Du Dich fühlst.

Melis
04.06.2006, 15:56
@ Pfingstrose

Du hast soooo Recht!

Shiva59
04.06.2006, 17:42
Hallo zusammen,

würde gern meine Erfahrung beitragen:

**** Das sagt sich immer so leicht dahin "ich dachte, es kommt noch, es sei nicht so wichtig", aber in Wirklichkeit hat man sich selbst doch einen wesentlichen Aspekt des eigenen Lebens unterschlagen. Mich wundert es ü-ber-haupt nicht, wenn der sich dann mit Myriaden von Schmetterlingen die Beachtung zurück erobert. (Alte Indianer-Weisheit: Der Körper kennt die Antwort) ****


Mir ging es als junge Frau auch so, aber: ich wußte ja gar nicht, was ich da versäume. Ich hielt es nicht für so wichtig, weil ich einfach keine Ahnung hatte, wie es sein kann.

Und dann sind solche ungeahnten, überraschenden Gefühle natürlich mehr als überwältigend :smile:

Schöne Grüße
Shiva

Inaktiver User
04.06.2006, 18:18
ihr lieben,
ich möchte dieses doch eher allgemeine thema nicht in diesem strang weiter erörtern (sorry, mercedes, dass wir deinen strang da ein bisserl ins allgemeine gezogen haben) und habe einen eigenen zum thema gleich nebenan eröffnet.
:blumengabe:

Vienna50
04.06.2006, 22:42
liebe mercedes!

hab dir eine postnachtricht hinterlassen! als trost und als weiterhilfe. wenn man das buch von der martina rellin liest, dann sieht mann-frau die ganz sache etwas anders, besonders wenn einer- e schon viele jahre verheiratet ist. immer wieder taucht dieses thema im forum auf und immer wieder werden die frauen geteert und gefedert! sicherlich ist es nicht einfach das alles mit seinem gewissen zu vereinigen, dass schon jahrhundert lang uns von unserer "ehrenwerten" gesellschaft vorgegaukelt wurde, was mann-frau zu tun hat und was sich schickt oder nicht!

ich kann nur sagen ich habe über einen jahr einen liebhaber und es geht mir gut damit! der eine ist mein tägliches leben und der andere ist ein teil meines lebens, der mich vollkommen zur frau macht und wo ich mich erhole und kraft sammle.

so mit dieser aussage komme ich sicherlich hier, bei vielen ehefrauen in die hölle aber ich steh dazu!

Inaktiver User
04.06.2006, 23:02
liebe mercedes!

hab dir eine postnachtricht hinterlassen! als trost und als weiterhilfe. wenn man das buch von der martina rellin liest, dann sieht mann-frau die ganz sache etwas anders, besonders wenn einer- e schon viele jahre verheiratet ist. immer wieder taucht dieses thema im forum auf und immer wieder werden die frauen geteert und gefedert! sicherlich ist es nicht einfach das alles mit seinem gewissen zu vereinigen, dass schon jahrhundert lang uns von unserer "ehrenwerten" gesellschaft vorgegaukelt wurde, was mann-frau zu tun hat und was sich schickt oder nicht!

ich kann nur sagen ich habe über einen jahr einen liebhaber und es geht mir gut damit! der eine ist mein tägliches leben und der andere ist ein teil meines lebens, der mich vollkommen zur frau macht und wo ich mich erhole und kraft sammle.

so mit dieser aussage komme ich sicherlich hier, bei vielen ehefrauen in die hölle aber ich steh dazu!



Du sprichst weiter oben davon, dass man GENIEßEN sollte. Jaaaaaa, ich bin unbedingt dafür. Aber nicht auf Kosten eines anderen, nämlich des Partners und nicht auf Kosten des Liebhabers, dem man die Zukunft verbaut.
Profitieren tut letzten Endes NUR die Betrügerin davon und die beiden anderen Männer werden ausgenutzt. Den einen für den Alltag, für die Sicherheit, den anderen fürs Frausein.
Ich weiß, dass man die Gefühle nicht immer so steuern kann. Man kann aber für klare Verhältnisse sorgen, indem man im Ergebnis niemandem was vormacht.

Das oder so ähnlich wurde schon tausendfach im Forum gesagt.

Genießen - ja. Aber nicht auf Kosten Ahnungsloser. Nicht mit Lügereien und sonstiger Vormacherei.
Und das hat nichts mit dem was zu tun, was sich schickt und was sich nicht schickt. Das hat was mit Egoismus und Feigheit zu tun, aber nichts mit Fairness.

Und mit LIEBE hat das erst recht nichts zu tun. Ist es auf Dauer, ist es eiskalte Berechnung.

Prijon
04.06.2006, 23:33
Ach Florett,

lohnt sich doch nicht. Als nächstes erzählt sie uns, dass das Zusammensein mit ihrem Mann ja auch viel schöner und für den befriedigender ist, weil sie doch so ausgeglichen von ihrem Lover kommt.

Haben wir doch schon alles 1000 mal gelesen. Mercedes ist schlau genug, auf diese Selbstrechtfertigungsgeschichten nicht hereinzufallen.

Und soso, ein Buch gibt es dazu auch? Geschrieben wird, was sich verkauft. Und Frauen wie sie bilden einen Markt, ganz klar.

immer wieder werden die frauen geteert und gefedert!


Hab ich hier bei Frauen noch nicht erlebt. Eher bei Männern. Aber eine solche Mär dient natürlich auch dazu, sich selbst im Spiegel überhaupt noch anschauen zu können.

Prijon

Inaktiver User
05.06.2006, 09:43
Da ist ja eine richtig heiße Diskussion entbrannt.

Ich lese und höre Eure Geschichten und Anregungen alle gern. Sie tragen zu meiner eigenen Meinungsbildung und -findung bei und deswegen habe ich letztendlich den Thread auch eingestellt. Aber man kann nicht nur im Kopf entscheiden. Bei einem Gefühlsmenschen wie mir, spielen auch eben diese Gefühle eine große Rolle. Also vielen Dank für Eure Beiträge und bitte weiter.


Prijon, Deinen Thread habe ich auch gelesen. Alle Achtung! Deine Bemerkung, dass ich schlau genug bin auf solche Selbstrechtsfertigungsgeschichten nicht reinzufallen, ehrt mich. Ich hoffe, ich bin schlau genug, mein Leben und meine Gefühlswelt in dem Maße in den Griff zu kriegen, dass ich eine so ausgeglichene Ausstrahlung bekomme wie Du.

Ich habe über Pfingsten das Haus voll Besuch (Verwandschaft), muss mich deshalb kurz fassen.

Mercedes

Sabarcane
06.06.2006, 08:58
@Zitronenmond:

:schild genau: :allesok:

Inaktiver User
06.06.2006, 10:03
Liebe Florett,

So schnell mag ich die Meinung von Vienna nicht verurteilen. Ich kenne die Geschichte von ihr nicht, sehe das aber aus meiner Situation so:

Liebhaber
Er hat lediglich ganz am Anfang einmal gesagt, er befinde ich in Trennung. Seither lebt er in einem Haus mit Frau und Tochter "getrennt" bzw. auseinandergelebt. Ich denke, da kann von Zukunft verbauen nicht die Rede sein.

Partner/Ehemann
Er profitiert im Moment (ich sage deutlich im Moment) von der Situation. Ehefrau gibt sich, bedingt durch ein schlechtes Gewissen, in jeder Hinsicht mehr Mühe im Zusammenleben, in der Konversation, im Bett.

Partnerin
Hat die meisten Probleme, bedingt durch Schuldgefühle, fühlt sich hin- und hergerissen. Muss aufgrund ihrer Erziehung und Einstellung eine Entscheidung treffen, die vielleicht für das gesamte Weiterleben entscheidend ist.

Ich kann Vienna durchaus verstehen, wenn sie die Situation genießt. Ich habe im Gegensatz zu ihr einfach das Problem, dass ich hinterfrage, warum ist es so gekommen. Ich gehe davon aus, dass ich mein Mann sehr enttäuscht wäre, wenn er es erfährt. Ich habe bis zu dem Zeitpunkt, in dem mir der andere über den Weg gelaufen ist, doch relativ viele Jahre eine mehr oder weniger problemlose Ehe geführt. Warum habe ich mich nicht früher gegen den Egoismus meines Mannes im Bett gewehrt? Warum hat mich der Alkoholkonsum meines Mannes (der unser zweites Problem ist) nicht in dem Maße gestört, dass ich auf den Tisch gehauen habe. Ich möchte die vielen Jahre mit meinem Mann nicht einfach hinschmeißen, ohne wenigstens versucht zu haben eine Lösung für das weitere Bestehen der Beziehung zu finden. Wenn ich aber beide Männer ohne Gewissenbisse und Schuldgefühle genießen könnte und wenn es allen gut täte - warum nicht?

Meine Schwiegereltern haben einmal zufällig ein Telefonat mit IHM mitbekommen. Meine Schwiegermutter meinte danach nur: " Wir haben nichts gehört". Die nachfolgende Reaktion meiner Schwiegermutter hat mir gezeigt, dass sie sehr großzügig mit einer solchen Situation umgeht, sofern das normale Familienleben dadurch nicht beeinträchtigt wird. Diese Einstellung ist vielleicht ähnlich der von Vienna.

Liebe Grüße
Mercedes

Inaktiver User
06.06.2006, 10:03
Liebe Florett,

So schnell mag ich die Meinung von Vienna nicht verurteilen. Ich kenne die Geschichte von ihr nicht, sehe das aber aus meiner Situation so:

Liebhaber
Er hat lediglich ganz am Anfang einmal gesagt, er befinde ich in Trennung. Seither lebt er in einem Haus mit Frau und Tochter "getrennt" bzw. auseinandergelebt. Ich denke, da kann von Zukunft verbauen nicht die Rede sein.

Partner/Ehemann
Er profitiert im Moment (ich sage deutlich im Moment) von der Situation. Ehefrau gibt sich, bedingt durch ein schlechtes Gewissen, in jeder Hinsicht mehr Mühe im Zusammenleben, in der Konversation, im Bett.

Partnerin
Hat die meisten Probleme, bedingt durch Schuldgefühle, fühlt sich hin- und hergerissen. Muss aufgrund ihrer Erziehung und Einstellung eine Entscheidung treffen, die vielleicht für das gesamte Weiterleben entscheidend ist.

Ich kann Vienna durchaus verstehen, wenn sie die Situation genießt. Ich habe im Gegensatz zu ihr einfach das Problem, dass ich hinterfrage, warum ist es so gekommen. Ich gehe davon aus, dass ich mein Mann sehr enttäuscht wäre, wenn er es erfährt. Ich habe bis zu dem Zeitpunkt, in dem mir der andere über den Weg gelaufen ist, doch relativ viele Jahre eine mehr oder weniger problemlose Ehe geführt. Warum habe ich mich nicht früher gegen den Egoismus meines Mannes im Bett gewehrt? Warum hat mich der Alkoholkonsum meines Mannes (der unser zweites Problem ist) nicht in dem Maße gestört, dass ich auf den Tisch gehauen habe. Ich möchte die vielen Jahre mit meinem Mann nicht einfach hinschmeißen, ohne wenigstens versucht zu haben eine Lösung für das weitere Bestehen der Beziehung zu finden. Wenn ich aber beide Männer ohne Gewissenbisse und Schuldgefühle genießen könnte und wenn es allen gut täte - warum nicht?

Meine Schwiegereltern haben einmal zufällig ein Telefonat mit IHM mitbekommen. Meine Schwiegermutter meinte danach nur: " Wir haben nichts gehört". Die nachfolgende Reaktion meiner Schwiegermutter hat mir gezeigt, dass sie sehr großzügig mit einer solchen Situation umgeht, sofern das normale Familienleben dadurch nicht beeinträchtigt wird. Diese Einstellung ist vielleicht ähnlich der von Vienna.

Liebe Grüße
Mercedes

Inaktiver User
09.06.2006, 18:23
Mercedes,

Du schreibst, dass Du durchaus Anteil daran hast, dass der Sex bei Euch nicht so toll ist - jedenfalls für Dich.

Zitronenmond hat es schön beschrieben - und wenn es nicht mit Wucht geht, dann vielleicht in kleinen Schritten?

Wenn Du schreibst, das Streicheln Deines Mannes törnt Dich nicht an - das klingt nach einem Einstiegsproblem. Dein Mann begehrt Dich, kann Deine Lust aber nicht recht wecken - darüber kann man doch reden.
Mach' ein Einstiegsdrehbuch - so wie es Dir entspricht und ihm nicht zuwider ist. Und dann vereinbart, dass Ihr so anfangt - Dir zuliebe, aber dann machst Du es ihm leicht. Vereinbarungen können helfen - ganz bestimmt.
So wie es meinem Mann entspricht anzufangen, törnt es mich auch eher ab als an. Aber genauso haben wir das in den Griff bekommen. Wir haben z.B. für eine Weile die Vereinbarung gehabt, dass es immer außerhalb des Bettes anfangen muss, um Routinen zu brechen (ggf. sind wir halt wieder aufgestanden).

Versuch' es - schließlich müsste Deinem Mann doch auch gefallen, wenn Du so richtig in Fahrt kommst, oder nicht?

Alles Gute,

Gruß, Leonie

Inaktiver User
22.06.2006, 17:51
Leonie,

es hat zwar lange gedauert, ich möchte mich aber trotzdem wieder melden.

Reden finde ich total unerotisch und hat bisher nichts gebracht. Ich habe es nun mit "zeigen" und "antörnen" bei meinem Mann probiert. Er ist total darauf abgefahren und mich hat es in eine neuerliche innere Krise gebracht, da ich dabei nur an den anderen gedacht habe. Ein total beschissenes Gefühl, wenn man seinen Mann anmacht und dabei an einen anderen denkt. Für mich jedenfalls. :zahnschmerzen:

Ich komme einfach von den Gedanken an IHN nicht weg. In einem anderen Strang wurde geschrieben. Ich wache auf mit dem Gedanken an IHN und gehe ins Bett mit den Gedanken an IHN.

So geht es mir auch. Tagsüber versuche ich mich mit Arbeit abzulenken und überlege mir, wie ich meine bisherige Beziehung auf Trab bringen kann.

Gruß
Mercedes

Inaktiver User
23.06.2006, 14:12
Mercedes,

schön von Dir zu hören.

Ich rede zwar wie der Blinde von der Farbe - aber ich finde, das klingt nicht so schlecht. Immerhin zeigt es doch, dass bei ihm/Euch durchaus Potenzial ist, neuen Schwung zu bringen. Und in ein paar Wochen sind keine Wunder zu erwarten, sondern es kann nur eine Entwicklung auf den Weg gebracht werden.

Abgesehen von den Gedanken an den anderen - gefällt es Dir denn dann mit Deinem Mann. Macht Dich das an, kannst Du Dich bei ihm anstecken? Fühlst Du Schmetterlinge?

Und was machen gegen Gedanken, die man nicht möchte? Krampfhaft vermeiden geht nicht. Wie heißt es immer: Schonmal versucht, fünf Minuten nicht an Eiskaffee zu denken?
Aber vielleicht hilft das: Kein schlechtes Gewissen. Und die Gedanken weder mit Gewalt verdrängen, noch darauf konzentrieren. Du versuchst Dich auf Deinen Mann und die Gefühle beim Sex zu konzentrieren, und die Gedanken an den anderen lässt Du in Deinem Kopf herumhüpfen wie Affen auf einem Felsen.

Alles Gute,

Gruß, Leonie

Frida
23.06.2006, 14:56
@leonie

ich schätze deine ehe- nach allem was ich hier von dir gelesen habe- ist eine gute ehe vor allem auch deshalb, weil ihr eine richtig gute gemeinsame basis habt, ein zusammengehörigkeitsgefühl und eine zärtlichkeit(oder liebe, wie auch immer ), die auch durch schwierigkeiten ( die es bei euch ja sicher auch gibt ) keinen größeren schaden nimmt, weil sie eine "grundwahrheit" eurer beziehung ist, unverrückbar wie die liebe zum eigenen kind z.b.- eine wahrheit eben...schwierig auszudrücken, ich denke aber , du verstehst,was ich meine.
nun ist aber meiner erfahrung nach so eine tiefe zusammengehörigkeit leider eher selten und ich meine, dass es schwierig ist aus deiner warte zu verstehen, dass man eine beziehung, wie bei mercedes - denn da scheint das eben nicht so zu sein - nicht einfach mit irgendwelchen strategien, hilfsmitteln, dem guten willen ändern kann, bzw. zu etwas machen kann, was es wohl noch nie war.
liebe und begehren kann man nicht schaffen. sie sind da - oder eben aber nicht.
aus anfänglicher verliebtheit wird liebe oder eben nicht. das merkt man dann eben erst mit der zeit. was man für liebe halten wollte, ist es eigentlich oft gar nicht. man hat sich etwas vorgemacht, sich arrangiert etc. wie also soll ich einen mann begehren lernen, den ich eigentlich nicht mehr begehre? weil ich ihn nicht ( mehr ) liebe oder nie wirklich geliebt habe. woher soll das begehren für diesen mann kommen? begehren ist da- wie bei mercedes- aber es geht ums begehren selbst, nicht um den mann. ihr wunsch , die ehe nicht zu beenden ist wohl eher praktischer art und aus schlechtem gewissen, ich sage mal aber nicht aus wirklichen liebesgefühlen für ihren mann.
das ist aber bitte meine meinung, sozusagen als erfahrung meiner eigenen ehe. du stehst da - eines tages- und wirst dir darüber klar ( bzw. gestehst es dir endlich zu ) dass du nicht glücklich bist, dass dieser mann zwar ein lieber netter angenehmer mitbewohner/partner ist , aber dass es- wenn man ehrlich ist- kein größerer verlust für einen selber wäre, wenn er nicht mehr teil deines lebens wäre.
das ist keine liebe.
wieder das beispiel mit den kindern: NIE würden einem solche gedanken bei einem kind kommen- denn das ist liebe. und mit manchen, seltenen Begegnungen/Menschen kann man tiefe Gefühle dieser Art erleben- aber ich denke es ist leider sehr oft nicht so.

mercedes merkt das gerade wohl, der andere mann ist ein ausdruck dessen, was ihr fehlt- u.a. und sie wird wohl noch etwas genauer ihre ehe anschauen müssen und sich gegenüber ehrlicher darüber werden, was wirklich der grund für ihren "ausbruch" ist.

frida :blumengabe:

Inaktiver User
28.08.2006, 16:19
Hallo ihr Lieben!

ich finde es immer sehr schade, wenn so ein Strang entsteht und man plötzlich nichts mehr von dem/der Strangöffner/in hört.
Wie ist die Geschichte weiter gegangen?

Wie ist meine Geschichte weiter gegangen? Das will ich hier berichten:

Mein Liebhaber existiert immer noch und ich habe auch noch immer Schmetterlinge im Bauch. Und allen Gegnern dieser Doppelbeziehung zum Trotz geht es mir recht gut dabei.

Ich habe versucht, etwas mehr Pep in meine Ehe zu bringen. Das ist mir nur zum Teil gelungen. Mein Mann küsst mich zwar in der Zwischenzeit, es törnt mich aber immer noch nicht an. Sexuell ist immer noch nicht viel los. Dafür habe ich aber feststellen müssen, dass ich meinen Mann als Mensch sehr schätze und auch gern mit ihm zusammenlebe und ihn, im Moment jedenfalls, auf keine Fall verlassen möchte. Wir haben die gleichen Interessen und die gleiche Lebenseinstellung.

Ich habe versucht, einen Schlussstrich zu ziehen, bekomme es einfach nicht fertig. Mein Liebhaber zieht mich immer noch sehr stark an, ich habe aber inzwischen gelernt, hier Grenzen zu setzen. Ich weiß, dass der Alltag mit ihm auch anders aussehen würde und den möchte ich mit ihm eigentlich garnicht erleben. Er weiß das auch. Da er selbst noch in gewissem Maß gebunden ist, ist dies kein Problem zwischen uns. Außerdem vertritt er die Meinung, dass Ehepaare sich nicht trennen sollten, so lange ein Kind im Hause lebt.

So genieße ich die schönen Stunden mit meinem Liebhaber, den Alltag mit seinen Sorgen und Nöten und gewiss auch angehmen Seiten und Stunden mit meinem Mann. Mir ist allerdings auch bewusst, dass es meinen Mann sehr enttäuschen würde, wenn er davon erfahren würde. Deshalb gehe ich sehr diskret vor, was aufgrund der großen Entfernung zu meinem Liebhaber auch kein Problem ist.

Zwischenzeitlich habe ich sehr viel im Forum gelesen und weiß, dass viele Frauen und auch Männer in der gleichen Situation sind wie ich. Es würde mich interessieren, wie es diesen geht udn wie sie ihren Alltag meistern.

Mercedes

Inaktiver User
29.08.2006, 13:17
Mercedes,

Du weißt, dass ich das nicht in Ordnung finde - trotzdem möchte ich Dir danken, dass Du wieder berichtet hast.
Es ist genau wie Du schreibst - oft ist schade, dass man nicht erfährt, wie es weitergegangen ist.

Alles Gute,

Gruß, Leonie

Inaktiver User
29.08.2006, 15:09
Leonie,

ja ich weiß, dass du das nicht in Ordnung findest, was ich tu. Ich hatte ehrlich gesagt, auch mit einer ganzen Flut von Rügen und Ermahnungen gerechnet, als ich die Nachricht eingestellt habe.

Danke, dass du geantwortet hast. :blumengabe:

Mercedes

1963Vivien
29.08.2006, 15:55
Hi Mercedes,

habe Dir ein PN geschickt.

LG Vivien

Inaktiver User
29.08.2006, 15:57
Ich hatte ehrlich gesagt, auch mit einer ganzen Flut von Rügen und Ermahnungen gerechnet, als ich die Nachricht eingestellt habe.

Und Du hättest lieber, wenn ich so richtig draufhauen würde?

Mir würde da ja schon etwas einfallen - aber eigentlich habe ich von Untreue ja keine Ahnung.

Gruß, Leonie

joy38
07.09.2006, 14:38
@Mercedes: Du scheinst Dich ja mittlerweile ganz gut in Deiner Rolle zu fühlen und hast die anfänglichen Bedenken ansch.gut weggeschoben. Auch wenn Du es selbst ansprichst, aber wie wird Dein Mann darüber denken, wenn er von Deiner Beziehung zu Deinem Liebhaber erfährt. Ich sag´s Dir: Er wird sich mies vorkommen, betrogen, belogen und wenn er jemals die eigentl.Gründe für Deinen Betrug erfährt wird er sich auch noch wie ein Schlappschwanz vorkommen. Für das alltägliche Leben gut genug, für alles andere wie Sex und Zärtlichkeiten nicht. Mensch Mercedes, Du weisst ja gar nicht was Du da anrichtest, auch wenn Du argumentierst, dass er es ja nicht weiss. Du richtest Dich in Deiner Dreiecksbeziehung gerade gemütlich ein und hast Dich mit Deinen Bedenken arrangiert. Eine in meinen Augen sehr explosive Situation, da dort jemand ist der keine Chance hat sich damit auch zu arrangieren, bzw. eine Entscheidung zu treffen: Dein Mann.
Mach endlich die Augen auf und treffe eine Entscheidung. Wie auch immer die ausfällt, Deinem Mann bist Du das einfach schuldig.

Inaktiver User
07.09.2006, 16:45
Hallo Mercedes und all,

Zwischenzeitlich habe ich sehr viel im Forum gelesen und weiß, dass viele Frauen und auch Männer in der gleichen Situation sind wie ich. Es würde mich interessieren, wie es diesen geht udn wie sie ihren Alltag meistern.

Ich hab Deine Geschichte gelesen und Sie hat mich sehr berührt, weil es wie meine eigene ist, bzw . war.

Bei mir war es auch so, daß ich mit meinem Mann die Sexualität nicht so genießen konnte wie mit meinem Liebhaber. Und bitte, es geht hier nicht um irgendwelche Techniken ( Rückwärtsrolle über die Anrichte...:freches grinsen: ) sondern, wie Du schreibst Anziehung, Geruch, Sprache. Mein Mann hätte die gleichen Dinge tun können und es hätte mich nicht so erregt. Ich für mich glaube, es gibt einfach ein körperliches "Zusammenpassen" .
Und leider ist es wohl so, daß es nur begrenzt "machbar " ist, in diesem Bereich zusammenzufinden.

Zuerst schwebte ich auf Wolke 7, dachte mir, gut, dann hole ich mir den Bereich eben so. Das ging eine Weile und mein Erklärungsmuster vor mir selbst war:
Ich nehme meinem Mann ja nichts weg, er begehrte mich nicht, es
war für ihn ein 1maliges Zusammensein im Monat o.k. und er verlegte sich, wie schon ganz am Beginn unserer Beziehung so zum Alkohol hin.( Dieses Problem brachte er schon mit )
Mein Geliebter lebte damals in Scheidung.
So lief unsere Nebenbeziehung 2 Jahre. Anfangs gab es mir unheimlich Kraft ich weiß gar nicht, wie ich damals alles organisiert bekam. Muß mich selber über mich wundern.Später hat es mich innerlich zerrissen, auf der einen Seite der Genuß, das Verliebtsein und trotzdem immer das Damoklesschwert über der Situation. Und riesige Schuldgefühle eine so unwürdige Situation selbst mit herbeigeführt zu haben.

Als dann durch einen Zufall alles herauskam ist sehr viel zerbrochen bei meinem Mann, bei mir selbst, denn ich bin nicht besonders stolz darauf. :zahnschmerzen:

Trotzdem denke ich heute es mußte so kommen um unsere total festgefahrene Ehe und uns wachzurütteln.

Momentan weiß ich nicht, wie es ausgeht, doch ich möchte mit meinem Mann versuchen, jeder für sich und zusammen , Klarheit zu finden.

Weiß nicht, ob Dir meine subjektive Sicht hilft.
Möchte Dir einfach schreiben, daß ich gut weiß, wie es sich anfühlt in der Phase.
Und Leben ist immer Bewegung , doch manchmal begibt man sich, wenn große Sehnsüchte und Emotionen mit ins Spiel kommen auf sehr wackeliges Terrain und es läßt sich dann manches nicht mehr steuern.

einen guten Weg
Grüße

Murkami
07.09.2006, 17:45
Hab mich hier mal durchgelesen und da ist mir ein Sinnspruch eingefallen, den ich vor einiger Zeit gelesen habe.
Ich denke, er passt gut hier oder auch zu den Schattenbeziehungen nebenan rein. Ich möchte ihn hier - bewusst neutral, ohne Wertung schreiben, denn seinen Weg muss jeder selber für sich finden, man muss selber entscheiden, wie man ihn gehen möchte und kann.

"Manchmal merkst Du erst dann, dass Du etwas vermisst, wenn Du jemandem begegnest, der es Dir geben kann." (Urheber hab ich vergessen)

Murkami:smile:

Inaktiver User
08.09.2006, 15:42
"Manchmal merkst Du erst dann, dass Du etwas vermisst, wenn Du jemandem begegnest, der es Dir geben kann." (Urheber hab ich vergessen)

Murkami:smile:

STIMMT!!

grüsse
lara

Inaktiver User
09.09.2006, 20:54
@ Blumenmond

Das alles , was Du schreibst, ist mir auch schon im Kopf herumgegangen. Ich bin mir also voll bewusst, was ich riskiere. Trotzdem bringe ich es nicht fertig, einen Schlussstrich zu ziehen.

@ Murkami

Der Spruch ist gut. Danke!

Mercedes