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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Glaubt ihr mit vierzig noch an die Liebe?



Inaktiver User
23.05.2006, 23:27
Glaubt ihr mit vierzig noch an die Liebe? :peinlich:

Ich meine nicht Verliebtheit. Die funktioniert auch mit Ü40 noch. Besonders, wenn das Objekt der Begierde ausreichend hübsch :kuss: und unerreichbar (weil verheiratet) ist.

Nein, ich meine die Liebe, die man vor dem Altar schwört. Diese Liebe, über die Fromm in seinem Büchlein Kunst die Liebens geschrieben hat

Im Akt der Liebe, im Akt der Hingabe meiner selbst, im Akt des Eindringens in den anderen finde ich mich selbst, entdecke ich mich selbst, entdecke ich uns beide, entdecke ich den Menschen.

Glaubt ihr noch an den Seelenpartner, der irgendwo auf euch wartet, der die Antwort auf die Frage euerer Existenz ist, mit dem ihr euch auf ewig vereinigen wollt? Oder habt ihr ihn gar gefunden?

Oder ist das alles ein Schmarren, Flausen im Kopf :knatsch:, mit denen es nie gelingen wird, den Alltag zu gestalten?

Inaktiver User
24.05.2006, 00:31
Glaubt ihr mit vierzig noch an die Liebe?



Ja.

Und wie!
Mit über 40 mehr als jemals zuvor.

:zauberer:

farbtupfer
24.05.2006, 00:45
NEIN.....
aber mit über 50 !!!!!!

:freches grinsen: :blumengabe: :Sonne: :kuss: :fg engel: :krone auf: :blumengabe: :wangenkuss:

Inaktiver User
24.05.2006, 08:12
Ein Buch mit schmutzig schwarzem Einband, der Titel auf lila Hintergrund, eine Ullstein-Eule, gekostet hat es DM 4,80. Ich habe es aber nicht gekauft, sondern geliehen bekommen und nie zurückgegeben. Im Buch sind Kernsätze über die Kunst des Liebens unterstrichen. Obwohl sie schon kursiv gedruckt waren. Auf der vordersten und hintersten Seite wurden Herzen, Peace-Zeichen und ein Love in dicken gebogenen Buchstabe gemalt.
Ich muss schon ein wenig lächeln über das Buch. Es sieht aus wie ein vertrockneter Brautstrauß. Wenn ich mein Lächeln vor einen Spiegel halte, wirkt es auch ein wenig spöttisch. Es sind doch einige Jahre ins Land gegangen ...

Witchcraft
24.05.2006, 08:18
Ja logisch, habe meine jetzigen Mann mit 44 Jahren kennen- und lieben gelernt und wir haben in diesem Jahr (ich bin jetzt doch immerhin 47!!) geheiratet. Obwohl wir beide schon einmal geschieden wurden, wir glauben an unsere Liebe und dass es dieses Mal bis zum Ende unseres Lebens hält.

lg

witchcraft

Adler fangen keine Fliegen

Inaktiver User
24.05.2006, 08:48
@ Markgraf
Ich hab das Ding auch und habe es "damals" verschlungen, es war sozusagen Pflichtlektüre.
Und schon damals haben sich die Theorien in diesem Buch oft arg mit dem Alltagsleben gekabbelt. Trotzdem war man guten Willens. :smirksmile:
Heute:
Ja, ich glaube immer noch und wünsche mir, daß es DAS jetzt ist für immer (über Altar oder nicht ließe sich allerdings jetzt streiten, aber vor den Akltar zu treten ist ja m. E. eine Art "Rahmenhandlung").
Ich bin zuversichtlich weil es sich einfach gut anfühlt, so rund, stimmig, passend, so, wie ich noch nie eine Beziehung beschrieben hätte.

LG
S.
:blumengabe:

Inaktiver User
24.05.2006, 09:32
na hör mal....in dem alter fängst doch erst richtig an.....
gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

Miracle41
24.05.2006, 09:55
Ein klares NEIN !!

Jahrelang belogen, hintergangen, gedemütigt, verbogen, unter Druck gesetzt, ausgenützt und benützt worden und von den ehemals romantischen Vorstellungen ist nur noch Ernüchterung und grenzenloses Misstrauen geblieben.
Und nicht nur einmal und jetzt reicht es, ich hab keine Lust mehr.
Traurig darüber bin ich nicht - eher erleichtert und mit dem Wissen dass doch mancher Kelch an mir vorübergeht.

Inaktiver User
24.05.2006, 10:01
Lieber Markgraf,

ich habe meinen Seelenpartner bereits gefunden- wir haben uns nur noch nicht persönlich kennengelernt :zauberer: :smirksmile:

Aber ich bin davon überzeugt, dass das bald passieren wird :lachen:

Ich unterhalte mich des öfteren via diverser Methoden mit meinem Unbewussten, die Bilderwelt ist ja nicht so direkt zugänglich wie ein Buch :buch lesen:
Tja- und wem begegnete ich da vor ein paar Tagen? Amor persönlich, der seinen Bogen mit eingelegtem Pfeil genau auf mein Herz gerichtet hatte. Ich musste lachen- und er auch.
Ich bin sehr gespannt, wann der Pfeil fliegt.....

:krone auf: Nugat

Inaktiver User
24.05.2006, 10:16
Ich bin meinem Allerliebsten in meinen 40ern begegnet, er ist meine ganz, ganz große Liebe und mein Traummann.....!

So intensiv und innig hätte ich in jüngeren Jahren nicht lieben können, ihm geht´s genauso.

Inaktiver User
24.05.2006, 10:43
So intensiv und innig hätte ich in jüngeren Jahren nicht lieben können, ihm geht´s genauso.



That`s it.

Wir hatten ja früher nix.... nur theoretische Theorien und nicht mal Angst vorm Tod. :krone auf:

Inaktiver User
24.05.2006, 11:35
Ich glaub auch an die Liebe ueber 40, aber unbedingt, wenn ich das lassen wuerde, wuerde ich auch die Hoffnung verlieren. Und das moechte ich definitiv nicht !!!

Gruss von der 41-jaehrigen Lunita aus der :Sonne: :cool: :ahoi:

Appollonia
24.05.2006, 16:04
Mit 41 meinen Traummann kennengelernt und nach 3 Tagen bedauert, dass der Mensch an sich nur ungefähr 80/90 Jahre alt wird, weil ich mit ihm Jahrhunderte beisammen sein möchte! Jetzt sind es zweieinhalb Jahre und es geht uns sehr gut miteinander, wir haben einen kleinen Sohn bekommen, im Herbst kommt das zweite Kind, ich habe mich in meinem Leben noch nie so wohlgefühlt!
Und über das besagte Buch von Erich Fromm habe ich einmal eine Arbeit geschrieben!
Mein Freund liest solche Bücher nicht, er hat diese liebende Haltung zur Welt einfach von Natur aus.
Appollonia

Inaktiver User
24.05.2006, 17:07
Schöne Frage.

Der Glaube an die romantische Romeo-und-Julia-Liebe ... eher nein.

Für mich ist Liebe jetzt eher ein Lebensgefühl. Umfasst viel mehr. Ist anders. Kann sich in einem Kinderlachen verbergen, in einer Tasse Tee, in einem schönen Gedanken, in einem frischen Windstoß...

na, so ungefähr :blumengabe:

Vielleicht ist das auch ein bisschen das, was Fromm meinte. Ich war von dem Buch einst begeistert, inzwischen hab ich weitgehend vergessen, was drin stand.

Apfeltasche

Inaktiver User
24.05.2006, 19:31
Bin erst 38, poste aber trotzdem mal. Ich glaubte 18 Jahre lang an diese Seelenverwandschaft. Seit kurzem ist dieser Traum ausgeträumt. Ich bin wieder neu verliebt mit mächtig schlechtem Gewissen. Gebe es Seelenverwandschaft, hätte ich mich nicht so gehen lassen. Die große Liebe ist es immer für eine gewisse Zeit. Der Rest ist Kompromissbereitschaft.

Vielleicht erlebe ich aber mit 40 eine Wandlung. Würde mich freuen.

Eure traurige Engelslocke

Inaktiver User
24.05.2006, 20:02
Ja, auch nach einigen Irrläufern mit mächtig großen Stolpersteinen auf dem Weg, ja ich glaube daran das mir mein Seelenpartner noch begegnet und an die große Liebe auch noch, oder gerade. Wie auch immer, es gibt sie irgendwo da draussen.
:fg engel:

Inaktiver User
24.05.2006, 22:26
Oh, ich muss etwas einschränken.
Das mit dem "Seelenpartner".
Wenn man verliebt ist, fühlt sich das ja schomma so an wie Seelenverwandtschaft - ist es ja womöglich auch.
Aber eigentlich ist es so, dass ich wohl bis 40 eher an so einen, ich nenne es mal "Traummann" glaubte, also an einen geträumten Mann, einen, dem ich das exakt zu mir Passende andichtete. Ein Traum von einem Mann, mit dem ich sozusagen "blind" die Liebe leben kann.
SOWAS glaube ich heute nicht mehr.
Und das entspannt ungemein.

Woran ich allerdings mehr denn je glaube, ist die Liebe.
Liebe zum eigenen Leben, zu allem, was mich umgibt. Der Windstoß und so.
Und ich glaube daran, dass Liebe, wenn man sich in die Nähe begibt, stattfindet - egal, ob "Traummann" oder nicht.
Nun ja, und da ich es erlebt habe, weiß ich ganz einfach, dass das gerade mit über 40 möglich ist - ganz anders allerdings, als früher geglaubt, und zwar richtig gut.

Also so gesehen: Ich glaube an die Liebe und ich glaube, dass Vertrauen möglich ist und Nähe. Ich glaube aber nicht mehr an "Seelenverwandte", die irgendwo herumlaufen, denen ich nur schicksalsmäßig noch nicht begegnet bin. Sondern ich glaube an die Bereitschaft zur Liebe. Meine und die von anderen. Und damit können dann die Unterschiede (und alles, was nicht "passt") überbrückt werden.

Inaktiver User
24.05.2006, 22:51
Die Liebe zur Natur - an die mag man gerne glauben. Die Blümchen werden einen schon nicht enttäuschen und kränken.
Aber erstickt die Bindung an einen anderen Menschen nicht in den übersteigerten Erwartungen der Liebe? Mit Vierzig hat man doch erlebt, dass es irgendwann endet, nicht weil einer die Schuld hat, sondern weil die Welt so anders ist als bei Fromm.

Alive
24.05.2006, 23:18
"Mit 41 meinen Traummann kennengelernt und nach 3 Tagen bedauert, dass der Mensch an sich nur ungefähr 80/90 Jahre alt wird, weil ich mit ihm Jahrhunderte beisammen sein möchte! " :schild genau:

Mein lieber Freund! Das ist wahre Liebe. So ein Statenment habe ich bislang noch nicht gehört. Der ultimativste Liebesbeweis den man sich vorstellen kann. Das gibt Hoffnung!

Inaktiver User
24.05.2006, 23:29
@Markgraf

Das ist es ja. Die Vorstellung, dass "Liebe alles gut macht", dass Liebe etwas ist, das "passiert", was uns "geschenkt" wird, etwas, das bleibt, für immer und ewig, dass ein Mensch einem ALLES geben kann ... davon verabschiedet man sich wohl irgendwann, mit 40 oder früher. Das ist eher was für Dichter und Erich Fromm (vielleicht).

Und das ist, wie du sagst, Zitronenmond, befreiend. Sehr. Denn ansonsten müsste man sich ja auch arg defizitär fühlen.

Denn es gibt etwas, was bleibt. Vertrauen. Freundschaft. Zusammenhalten, auch wenn es manchmal schwer ist. Oder aber auch: Etwas empfinden für irgendjemanden, irgendwann, irgendwo - ohne deshalb gleich "besitzen" und "konservieren" zu wollen. Etwas, was man in sich selbst bewahrt und nicht von anderen fordert.

Paul Feyerabend schrieb das in seiner sehr bewegenden Autobiographie, kurz vor seinem Tod. Er möchte, dass das, was von ihm bleibt, seine Liebe ist. Nichts anderes. Nicht seine schlauen Gedanken, seine Kritik. Und er meinte sicher nicht nur die Liebe zu seiner Lebensgefährtin. Sondern etwas anderes, das ich nicht ausdrücken kann.

Apfeltasche

Funkellstern
24.05.2006, 23:44
Aber erstickt die Bindung an einen anderen Menschen nicht in den übersteigerten Erwartungen der Liebe? Mit Vierzig hat man doch erlebt, dass es irgendwann endet, nicht weil einer die Schuld hat, sondern weil die Welt so anders ist als bei Fromm.



Durch übersteigerte Erwartungen erstickt die Liebe sicher irgendwann. Ist das aber nicht genau der Punkt? Ich glaube schon sehr lange nicht mehr daran, dass Liebe bedeutet, mit einem Partner Hand in Hand, im Hintergrund erklingen schluchzend die Geigen, in Richtung Sonnenuntergang zu laufen und fürderhin existiert noch nicht mal mehr das Wort Konflikt.
Mit mittlerweile 45 sehe ich vieles realistischer. Dass Liebe existiert und erlebbar ist, ist für mich aber nach wie vor realistisch und kein "frommes" Wunschdenken.

Und ebenso realistisch ist für mich, dass das Ende einer Liebe auch immer der Anfang von etwas Neuem sein kann. Dass dieses Neue dann vielleicht nicht enden muss, weil ich inzwischen um meine Schwächen weiß und daran arbeite, mehr in mir ruhe, für mich besser abwägen kann, was wirklich wichtig ist und was die Aufregung gar nicht wert ist.

Ich glaube nicht nur an die Liebe, ich erlebe in meinem Umfeld immer wieder, dass sie möglich ist. Auch auf Dauer.

Funkell

Inaktiver User
25.05.2006, 07:53
@Markgraf

Die Hawaiianer sagen: Liebe bedeutet, glücklich sein mit....
(dem Partner, der Partnerin, dem Leben, den Blümchen, dem Job... :zauberer:)

Das heißt nicht, dass alles immer eitel Sonnenschein und heile Welt ist. Es bedeutet aber- jetzt bezogen auf Partnerschaft- etwas zu ändern, aktiv heilend einzuwirken, wenn du dich nicht mehr glücklich fühlst in deiner Beziehung, und dich aus ihr zu lösen, wenn Glück und Wohlbefinden trotz aller Bemühungen nicht mehr erreichbar sind.
Glück ist unser aller Geburtsrecht, teilbar, leb-bar und genießbar mit Anderen :-)))

Daher kann Liebe keine "übersteigerten Erwartungen" haben. Besteht ein solcher Anspruch, ist es keine Liebe. Es gibt tausend innere Haltungen, beliebig kombinierbar, die nur zu gern mit Liebe verwechselt werden: Abgeben der Eigenverantwortung, Angst vor dem Alleinsein, Gewohnheit, Machtansprüche, emotionale Verstrickungen, Abhängigkeit, Bequemlichkeit, um ein paar aufzuzählen.

Sicher haben wir alle mit 40 ( und auch mit unter 40 :smirksmile:) erlebt, dass eine/mehrere Liebesbeziehungen zu Ende gegangen sind, obwohl wir einmal geglaubt haben, sie hielten lebenslang.
Das liegt aber nicht daran, dass die Welt so anders ist als bei Fromm, oder dass es keine dauerhafte Liebe gibt. Natürlich ist die Welt anders als bei Fromm- er hatte, wie jeder Mensch, seine eigene Wahrheit durch seine persönliche Perspektive. Wir sehen alle nur einen kleinen Ausschnitt des großen Ganzen.

Wenn wir älter werden und ein bisschen dran arbeiten, schaffen wir es sogar, unsere Perspektiven zu verschieben. Frei nach dem klugen Spruch: Wir können nie den ganzen Kuchen haben, aber wir können uns aussuchen, welches Stück wir nehmen. Es steht uns frei, unsere Betrachtung der Welt und unser Bild von uns selbst und anderen Menschen bewusst zu verändern, indem wir Glaubenssätze und innere Muster verändern. Mit Liebe;-))

Die Liebe per se ist unvergänglich- aber Beziehungen sind es nicht. Sie haben nur den Hauch der Ewigkeit im glücklichen JETZT der Liebe. Wenn ich heute mit meinem Seelenpartner (für mich ist das der Mann, mit dem ich glücklich bin) eine erfüllende Partnerschaft habe und davon überzeugt bin, dass wir bis an unser Lebensende glücklich miteinander sein werden, bestehen insofern gute Chancen, als dass ich mit meinen Gedanken, Träumen, Gefühlen und Handlungen mir meine Welt und damit natürlich auch meine Beziehungen zu anderen mit selbst erschaffe.

Die Welt ist so, wie wir sie sehen - alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis. Die Liebe als stärkste Kraft im Universum ist allgegenwärtig, wenn wir uns erlauben, sie in allem, was existiert, wahrzunehmen. Und sie ist ewig. Deshalb bleibt der Anteil in einer gescheiterten Beziehung, der wirklich Liebe war, auch ewig bestehen. Auch wenn ich mich trenne und den anderen Menschen nie wiedersehe.



LG Nugat

Lanya65
25.05.2006, 11:07
@Markgraf

Genau die Ausgabe hatte ich auch mal, die ist aber seit Jahren verschwunden, wahrscheinlich irgendwem ausgeliehen und nie zurückgekriegt :freches grinsen:

Ich gehöre auch eher in die Fraktion der Desillusionierten, was aber daran liegen mag, dass auch ich zu lange auf das "Heilmachen" meiner Defizite oder Bedürfnisse durch einen Mann gewartet habe. Ich versuche, gut zu mir zu sein und mir darüber klar zu werden, was mir wann weh tut, wann ich warum Angst habe. Seitdem scheint meine Ausstrahlung positiver zu sein (sagen viele, die mich länger kennen).
Es folgte: ein umfassenderes Verständnis von Liebe, etwa so, wie Zitronenmond es beschrieben hat. Ich lebe jetzt in traumschöner Umgebung (am Meer) und habe eine neue Freundin gefunden. Auch das ist eben ein Anteil an der überall vorhandenen Liebe.

Lanya

Inaktiver User
25.05.2006, 14:25
Ach, der gute alte Erich Fromm, Markgraf,



Nein, ich meine die Liebe, die man vor dem Altar schwört. Diese Liebe, über die Fromm in seinem Büchlein Kunst die Liebens geschrieben hat
Im Akt der Liebe, im Akt der Hingabe meiner selbst, im Akt des Eindringens in den anderen finde ich mich selbst, entdecke ich mich selbst, entdecke ich uns beide, entdecke ich den Menschen.




der hat uns damals ganz schön Flausen in den Kopf gesetzt, was?
Was mich angeht, hat es mir wohl auch Energie zufließen lassen, so ein schönes Ideal zu haben, ja, es hat auch beschwingt und mir Mut gegeben, mich auf Abenteuer einzulassen.

Aber das Ideal ist leider auch so sehr ideal. Hatte so wenig mit den konkreten Menschen zu tun, die mich umgaben und umgeben - und auch ich habe dieses Ideal ja nie erfüllen können.
Mensch, was habe ich mich in den Jahren mit der Fromm als Bibel im Handgepäck geschämt für meine Eifersucht und Kleingeistigkeit, die doch nicht wegzudiskutieren war. Wie ein kleines Mädchen habe ich die Fäuste geballt und das aus mir weggewünscht. Dann Augen auf: Alles noch da. Die ganze Mickrigkeit und alle Verlustangst auch.
Die feministischen Kampfparolen haben ja dann auch fleißig darüber weggetäuscht, dass "das Problem" nicht nur "in" den Männern liegt... sondern.... und für diese einfache Weisheit hat es leider so verdammt lange gedauert, einzig und allein in mir selbst.



Ich gehöre auch eher in die Fraktion der Desillusionierten, was aber daran liegen mag, dass auch ich zu lange auf das "Heilmachen" meiner Defizite oder Bedürfnisse durch einen Mann gewartet habe. Ich versuche, gut zu mir zu sein und mir darüber klar zu werden, was mir wann weh tut, wann ich warum Angst habe.



Lanya, das hast du aber schön geschrieben!
Genau das ist es wohl.
Solange man von dem idealisierten anderen den reinen, puren Seelenfrieden erwartet (besiegelt vor dem Altar, heile heile Gänschen, jetzt wird garantiert alles gut), vergibt man sich die Chance, selbst weiterzuwachsen, auf sich zu schauen, sich selbst zu verzeihen und gnädig mit sich zu werden. Und erst, wenn das gelungen ist, kann man ja auch anderen verzeihen und ihnen gnädig werden.

Mit über 40 weiß ich, weil ich einen Sohn habe und weil es Liebesbeziehungen gab, die kamen und gingen, dass man nichts festhalten kann, nichts "behalten" und "haben" kann, schon gar nicht die Liebe. Illusion ist nicht die Liebe gewesen, sondern das Klammern ans Festhalten wollen.

Im Rückblick würde ich sagen: Ich habe Fromm viel zu früh gelesen. Begreifen konnte ich das damals noch gar nicht. Zum "Sein" war ich noch zu jung, und vielleicht ist es ja auch Aufgabe der Jugend, sich erstmal um das "Haben" zu bemühen. Verwerflich ist doch nur, wenn man das Haben später nicht mehr verwerfen kann. Und wie will man auch "Sein" können, wenn man niemals etwas hatte?

So ist Fromm etwas wie ein riesiger Anspruch, im Prinzip eine hohle Parole gewesen, an die ich mich geklammert habe, als wenn ich sie selbst erfüllen könnte. Heute - mit über 40 - brauche ich solche theoretischen Theorien nicht mehr. Heute kann ich den Wind spüren als Wesentliches, und kann einen echten, nahen Augen-Blick wahrnehmen als Moment der Liebe.

Mehr geht eigentlich sowieso nicht. Und das ist es dann auch schon: die Liebe, wenn man sie im Moment leben lässt und wahrnimmt.

Inaktiver User
25.05.2006, 15:19
>Im Akt der Liebe, im Akt der Hingabe meiner selbst, im Akt des Eindringens in den anderen finde ich mich selbst, entdecke ich mich selbst, entdecke ich uns beide, entdecke ich den Menschen.>

Daran glaube ich - und auch daran, dass ich es erleben werde :lachen:
Es ist die Verschmelzung der beiden Pole in der sexuellen Vereinigung - männlich und weiblich, Yin und Yang, die Überwindung der Polarität im JETZT durch die Kraft der Liebe.

Das kann aber immer nur ein Aufblitzen sein, eine Ahnung vom All-Einen. Ein Lebens-und Liebesideal, geschweige denn irgendwelche Ideologien, lassen sich aus einer mystischen Erfahrung nicht basteln.

Inaktiver User
25.05.2006, 17:24
Nugat, ich glaube du bist ziemlich verliebt :blumengabe:

Fast alle glauben an die Liebe, aber jede hat sein persönliches Verständnis von Liebe.

Zur Liebe gehört Mut. Liebe nur aus der Angst heraus ist schwierig. Da waren sich, so glaube ich, alle einig.
Manche sind ja richtige Weltumarmerinnen. Manchmal möchte man aber doch auch selber umarmt werden? :blumengabe: :kuss:

Die Liebe zu einem anderen Menschen verlangt mehr Mut als die Liebe zur Natur oder die Liebe zu allem. Gell? Und wird man älter, verändert man sich. Das macht es nicht unbedingt leichter. Manchmal brauche ich noch Nähe, und dann viel drängender als früher. Aber genau dann ist niemand da.
Es gibt aber auch Tage, da zucke ich bei jeder Berührung zusammen. Sage ich nein und weise zurück? Oder lasse ich mich fallen in die fremde Hand auf meiner Haut und gebe nach?
Vor zwanzig Jahren hätte ich mir um so etwas keinen Kopf gemacht. Aber so ab Vierzig bin ich schwieriger geworden, leicht zickig könnte man fast sagen. :nudelholz:
Fromm sagt, dass man die Liebe erlernen kann. Dann könnte man sie aber auch verlernen? :heul:

Aber viele von euch aber sagen: jetzt erst recht! Woran merkt ihr das?

Inaktiver User
25.05.2006, 17:45
Zitronenmond. Hast du denn nicht Svende Merian gelesen. "Der Tod des Märchenprinzen."
Auch hier wohnt ein Frauenfeind.

Der Titel schon genial. Das war doch der totale Abgesang auf die romantische Liebe. Heute wohl unerträglich zu lesen. Aber drückte doch so wunderbar diesen ewigen Zwiespalt aus zwischen dem Sichverlieben-Sicherverlieren und dem Anspruch, sich selbst ernst zu nehmen und Eigenständigkeit zu entwickeln. Und regte doch so dazu an, theoretische Theorien zu entwickeln, die in der praktischen Praxis so grandios scheiterten.

Und nun: Die Welle der neuen gefühlten Weiblichkeit nach Hera Lind und ihrer unzähligen Nachfolgerinnen. Gähn.

Apfeltasche

Hope42
25.05.2006, 17:49
NEIN!!!
Aber vielleicht irgend wann wieder!

Inaktiver User
25.05.2006, 18:05
Lieber Markgraf, ich bin tatsächlich ziemlich verliebt- habe aber dabei keine Ahnung, in wen. Wie gesagt, ich kenne den Mann noch nicht.
Aber als Weltenumarmerin umarme ich ihn und alles und jeden schon mal mental :lachen: :yeah:

Was man in den Kosmos sendet, kommt zu einem zurück :smirksmile:

Später mehr, ich gehe gleich mit einer Bekannten einen Wein trinken.

:prost: und allen einen schönen Abend

Inaktiver User
25.05.2006, 21:41
Puh, Markgraf, alte Säge....

Du willst es aber wissen.
Was eigentlich?



Manchmal möchte man aber doch auch selber umarmt werden? :blumengabe: :kuss:



Manchmal.
Und manchmal nicht.
So, wie du es schreibst.
Manchmal braucht man Nähe, manchmal schreckt man zurück.

Schwierig, zu erklären, was ich meine, weil die Worte so abgelutscht sind und man (du) deshalb etwas überliest, was wichtig ist.
An blindes Verständnis glaube ich nicht mehr.
Aber ich glaube an den Mut zur Liebe, der immer ein Mut zur Nähe ist.

Nähe.
Kleines Wort, große Bedeutung.
Es heißt, der Geliebten mutig zu offenbaren, dass man gerade zurückschreckt. Dass man auch nicht weiß, warum. Um Geduld bitten. Um Verständnis bitten. Sich selbst gnädig sein in allen Fehlern und im Misstrauen.



Manchmal brauche ich noch Nähe, und dann viel drängender als früher. Aber genau dann ist niemand da.



Manchmal brauchst du.... noch?
Wünscht du, dass diese Sehnsucht aufhört?



Sage ich nein und weise zurück? Oder lasse ich mich fallen in die fremde Hand auf meiner Haut und gebe nach?



Beides. Jedes, wenn es dran ist.



... leicht zickig könnte man fast sagen. :nudelholz:



:ooooh: Das tut mir Leid für die Leute, die dich lieben - oder lieben könnten. :zwinker:



Aber viele von euch aber sagen: jetzt erst recht! Woran merkt ihr das?



Keine Panik, Markgraf, wenn es losgeht, merkstes schon.
Sagte mein Frauenarzt übrigens damals auch, als ich fragte, woran ich merken würde, dass die Geburt kurz bevorstünde... :erleuchtung:

Inaktiver User
25.05.2006, 21:51
Zitronenmond. Hast du denn nicht Svende Merian gelesen. "Der Tod des Märchenprinzen."



Na klaro.
Was für`n Scheiß!
Aus heutiger Sicht natürlich.
Aber damals fühlte ich mich ja noch geborgen in theoretischen Theorien und habe über weite Strecken mit Frau Merian mitgelitten. Gottogott... :peinlich:

Gerade erst vorvorgestern las ich beim alten Schmidbauer noch was zu Svende und Arne:

"Svende tut so, als wären ihre Schwierigkeiten durch Arnes Lernunfähigkeit und Ignoranz entstanden. Trotzdem weint sie um ihn. Die Satire [die Antwort "Ich war der Märchenprinz] gibt den schwarzen Dummheitspeter zurück. Aber Arne weint nicht. Er ist in seiner zynischen Überlegenheit erstarrt."

Ja, eine echte Glanznummer der Frauendramatik, dieses Buch.
Und du hast recht: Es war der totale Abgesang auf romantische Liebesideale, vor allem aber auch ein (Armuts)Zeugnis der Unfähigkeit zu lieben und den anderen als das zu lieben, was er ist, und nicht als Bastelmaterial für den perfekten Mann zu betrachten.

Übrigens waren früher verdammt wenig (zugegebene) Gefühle im Spiel, immer nur Kopfsalat. Ätzend!

Inaktiver User
25.05.2006, 21:54
Beflügelt von 2 Gläsern Mesto blanco: Liebe REIN aus Angst heraus, ob zu einer Blume oder einem Menschen, halte ich für unmöglich.
Wenn ich postuliere- und das tue ich- dass Liebe bedeutet, glücklich sein mit.... verträgt sich Anspannung/Angst nicht mit Glücklichsein/Entspannung.
Das sind Kehrseiten der Medaille.
Polarität.
Genau wie gut/böse, schwarz/weiß......laut/leise.
Das heißt dann logischerweise auch, dass zur Liebe durchaus AUCH Angst gehört... :freches grinsen:

Wenn ich umarme, kommt IMMER etwas zurück. Vielleicht anders oder auf einer anderen Ebene, als ich das im Moment gerne hätte, aber ich fühle mich immer reich beschenkt.

Ja, ich glaube auch, dass es Mut braucht zur Liebe. Den Mut, sich selbst Glück und Wohlbefinden zuzugestehen. Den Mut, aus dem Vollen zu schöpfen und zu wissen, der Brunnen ist unerschöpflich :smile:. Den Mut, den Focus auf das Positive zu lenken, den Reichtum, der in allem steckt, und nicht auf die Verkrustungen, Narben, Verletzungen und negativen Denkmuster. Den Mut zum Leben, zur Veränderung, zu mir selbst, zu allem anderen :zauberer:

Ich bin verdammt froh und dankbar, dass ich älter bin und mich ständig verändere :yeah: Für mich ist alles
ins Fließen gekommen in meinem ganz eigenen Rhythmus, ich habe das Gefühl, dass sich alles genau so zusammenfügt, wie es für mich richtig ist.

Ich entdecke soviel Neues, was mich innerlich berührt und weiter bringt. Manches ist leicht, manches schmerzlich, so vieles wunderschön und spannend und traurig und schwer und leicht.

Nähe brauchen finde ich so normal wie atmen- wenn du schreibst "manchmal brauche ich noch Nähe", dann liest sich das so, als würdest du daran arbeiten, keine mehr zu brauchen, und mit 80 hast dus dann geschafft :ooooh:. Dass in dem Moment dann keiner da ist kenne
ich auch :blumengabe: Tough ****** :heul:.

Distanz brauchen finde ich ebenso normal wie atmen- wenn ich zurückzucke bei einer Berührung, zucke ich, ich schalte da nicht den Kopf ein. Möglicherweise sieht die Welt in 5 Minuten schon wieder anders aus :knicks:.

Ich bin ab 40 mehr und mehr ICH SELBST geworden und werde es immer mehr - es gibt viele Leute, die mich anders kannten, die das als "zickig" bezeichnen würden :freches grinsen:. Tough ****** - für sie :aetsch:

Ja, ich glaube auch, dass man Liebe erlernen kann. Ich befinde mich gerade im Studium :lachen:
Verlernen, wenn man sie einmal gelernt hat, kann man sie aber nie, nie mehr. Das war gerade das Thema meiner Seminar-Arbeit :smirksmile:

Weißt du was? Ich glaube, wir müssen nur offen und dankbar sein für die Kraft der Liebe. Den Rest erledigt sie ganz allein. Wenn wir sie lassen.

LG Nugat

Emiliana
25.05.2006, 22:11
Liebe Nugat!
Prost, und ein wirklich schöner Beitrag. Gehe mit dem Lächeln, was beim Lesen entstand jetzt ins Bett. Danke

Inaktiver User
25.05.2006, 22:14
Verlernen, wenn man sie einmal gelernt hat, kann man sie aber nie, nie mehr.



:allesok:

Trink ruhig öfter mal einen Mesto blanco. :prost:

Lanya65
25.05.2006, 22:46
Danke fürs Kompliment, Zitronenmond :blumengabe: Ist auch alles noch ziemlich frisch, dass ich das so sehe und schreiben kann. Und ist natürlich Ergebnis eine richtig harten Bruchlandung und des darauffolgenden Aufrappelns.

Inaktiver User
25.05.2006, 23:23
Keine Angst, Zitronimoni, ich komme nicht mit neuen Fragen.

Ich wollte mich nur für die vielen liebevollen Antworten bedanken. :blumengabe: :blumengabe:

Manche drucke ich aus, falte daraus Sorgenpüppchen und lege sie mir unter Kopfkissen. So wie das Buch vom guten Fromm. Man soll ja auch im Schlaf lernen können. :schlaf gut: :schlaf gut:

Inaktiver User
26.05.2006, 08:57
Ehrlich gesagt macht es mir mehr Angst, wenn du aufhörst, Fragen zu stellen, Graf!

Sorgenpüppchen sind ja auch nicht schlecht, aber ich bin immer mehr fürs Praktische, wie wäre es mit

+ tanzen gehen
+ auf die Wiese setzen (nee, nicht heute ins Nasse...)
+ im Cafè den Frauen hinterhergucken...

na, halt sowas, bisschen mehr draußen, drinnen im Leben???

Inaktiver User
26.05.2006, 09:22
Hallo Nugat,
Du hast es so beschrieben wie ich es auch empfinde, :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

:fg engel:

Mutus
26.05.2006, 09:32
Ich glaubte (nicht mehr) an die Liebe
und sie kam.

Ich glaubte (wieder) an die Liebe
und sie ging.

Ceridwen
26.05.2006, 10:16
Hallo Nugat,
Du hast es so beschrieben wie ich es auch empfinde, :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

:fg engel:



ICH AUCH!!!! :blumengabe:

Inaktiver User
26.05.2006, 11:21
Ja! Ich glaube an die Liebe und an die unglaubliche Kraft der Liebe.

Ich hatte meinen Glauben an die Liebe verloren, bin durch dunkle Täler gestolpert, wollte von der Liebe und vor allem von Männern nichts mehr wissen, hatte neue Wege gefunden, begann wieder bergauf zu klettern, gestärkt von dunkeln Erfahrungen...

Hatte einen Panzer um mein Herz gelegt, durch den kein Licht und kein Schmerz dringen konnte, dachte ich.
Und dann traf es mich wie ein Blitz, ohne Vorwarnung, einfach so, der Panzer war gebrochen und mitten in mein Herz schien ein Sonnenstrahl, so leuchtend und hell, dass er alle Dunkelheit vertrieb. Ganz scheu und schüchtern schaute ein zartes kleines Pflänzchen zwischen den geborstenen Seiten meines Panzers hervor und wurde von Stunde zu Stunde mutiger und kräftiger.

Das Schönste in dieser Liebe ist, nicht nur selbst zu lieben, sondern genauso geliebt zu werden. Und jede Geste wird bestimmt von Liebe. Und obgleich wir das nicht für möglich halten, weil wir so übervoll sind mit Liebe für den andern scheint unsere Liebe immer weiter zu wachsen und wir stehen fassungslos daneben und staunen.
"Lieben heißt nicht, sich ständig in die Augen zu schauen, sondern gemeinsam in die gleiche Richtung zu blicken"

Ich glaube, weil wir uns erst mit Ende 30 kennengelernt haben und beide eine, wenn auch ganz unterschiedliche, Vorgeschichte haben, wissen wir dieses Geschenk ganz anders zu würdigen. Alles ist vergänglich, vor allem das Leben, jede Sekunde ist kostbar, unser Leben und unser Glück ist das, was wir daraus machen. Welch ein besonderes Glück ist es, wenn 2 Menschen gemeinsam das Gleiche wollen, dasselbe Ziel vor Augen haben und die Kostbarkeit des Augenblicks zu schätzen wissen. Sich aufeinander einlassen, sich hingeben und fallen lassen können und miteinander verschmelzen können, alles vergessend, die Grenzen verwischend zwischen ihm und mir... Sich freuen heim zu kommen, sehnsüchtig auf die Zeit des Zusammenseins wartend, ganz gleich wie alltäglich die gemeinsame Zeit auch sein mag. In Gedanken beim Partner verweilen, wenn man sich längere Zeit trennen muss, fühlen wenn es dem Partner gut oder schlecht geht. Und trotz all dieser Nähe, oder vielleicht auch gerade deshalb, Freiräume lassen können, Möglichkeiten schaffen auch allein sein zu wollen und zu können, nur um sich wieder auf die gemeinsame Zeit freuen zu können.

Ja so ist das bei uns. Wir sind schon 10 Jahre zusammen und wir tun alles um gesund zu leben, nur um möglichst viel Zeit miteinhander haben zu können...

meta1
26.05.2006, 11:47
Ein klares NEIN !!

Jahrelang belogen, hintergangen, gedemütigt, verbogen, unter Druck gesetzt, ausgenützt und benützt worden und von den ehemals romantischen Vorstellungen ist nur noch Ernüchterung und grenzenloses Misstrauen geblieben.
Und nicht nur einmal und jetzt reicht es, ich hab keine Lust mehr.
Traurig darüber bin ich nicht - eher erleichtert und mit dem Wissen dass doch mancher Kelch an mir vorübergeht.








Jep.
Dem kann ich auch nur zustimmen.

Inaktiver User
26.05.2006, 12:09
NEIN !!
benützt worden
nur noch Ernüchterung
grenzenloses Misstrauen
keine Lust mehr
Traurig bin ich nicht




Hauptsache, warme Füße, sagte meine Oma immer.
Ich glaube, warme Füße waren für sie der allumfassende Ausdruck für glücklich sein.
Also: Hauptsache, man ist glücklich!

Inaktiver User
26.05.2006, 12:22
NEIN !!
benützt worden
nur noch Ernüchterung
grenzenloses Misstrauen
keine Lust mehr
Traurig bin ich nicht




Hauptsache, warme Füße, sagte meine Oma immer.
Ich glaube, warme Füße waren für sie der allumfassende Ausdruck für glücklich sein.
Also: Hauptsache, man ist glücklich!




Tja, warme Fuesse hab ich eigentlich immer ... seufz ...

Lunita!

Inaktiver User
26.05.2006, 12:28
NEIN !!
benützt worden
nur noch Ernüchterung
grenzenloses Misstrauen
keine Lust mehr
Traurig bin ich nicht




Hauptsache, warme Füße, sagte meine Oma immer.
Ich glaube, warme Füße waren für sie der allumfassende Ausdruck für glücklich sein.
Also: Hauptsache, man ist glücklich!




Tja, warme Fuesse hab ich eigentlich immer ... seufz ...

Lunita!



Und ich habe immer kalte Füße, meine Oma sagte immer kalte Füße, warmes Herz :zauberer:
Ups das war jetzt aber OT
und zum Thema,
mit so einer Einstellung wäre ich nicht Glücklich, auch wenn die Erfahrungen noch so bitter gewesen sind, so habe ich den Glauben an die Liebe nicht verloren.
:fg engel:

Inaktiver User
26.05.2006, 12:36
kalte Füße, warmes Herz :zauberer:



Das ist ja völlig falsch zitiert!
Hat deine Oma falsch gelesen?

Warme Füße, warmes Herz muss es heißen.
Das ist dann auch nicht OT... also, tz...

meta1
26.05.2006, 12:44
Ich kenn das aber auch:
kalte Füße, warmes Herz.

Ceridwen
26.05.2006, 12:59
Ich auch, Meta!
Und an die Macht der Liebe werde ich immer glauben!!

Ceridwen

Inaktiver User
26.05.2006, 13:52
Mein Herz ist auch warm, bin ein warmherziger Mensch von Natur aus .. Ausnahmen bestaetigen die Regel ....

:schild genau:

Aetschi,
Lunita :Sonne:

hillary
26.05.2006, 15:05
Ja,
auch wenn mich der Mann meines Herzens nach vielen Jahren Freundschaft und 4 Jahren Liebe heute vormittag mit einer Mail beglückt hat in dem er mir mitteilt, das er mich nie wiedersehen und nie wiederhören will.
Er hat sich ausgeliebt, bei mir wird es noch sehr lange dauern.
Ob danach mal wieder ein Mensch so tief in mein Herz kann? Ich wünsche es mir...
Hilly

Inaktiver User
26.05.2006, 15:21
Ja,
auch wenn mich der Mann meines Herzens nach vielen Jahren Freundschaft und 4 Jahren Liebe heute vormittag mit einer Mail beglückt hat in dem er mir mitteilt, das er mich nie wiedersehen und nie wiederhören will.
Er hat sich ausgeliebt, bei mir wird es noch sehr lange dauern.
Ob danach mal wieder ein Mensch so tief in mein Herz kann? Ich wünsche es mir...
Hilly



Oh, das hört sich nicht so gut an, ich schieb Dir mal einen großen haufen Trost rüber, kannst Du sicher gebrauchen.
Es hilft zwar nicht wirklich, aber es lindert vielleicht für den Moment.
:blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Fühl Dich umarmt
Engel :fg engel:

Roady
27.05.2006, 15:20
Ob danach mal wieder ein Mensch so tief in mein Herz kann? Ich wünsche es mir...
Hilly


da kannst du dir gaaaanzz sicher sein!!!
:blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :Sonne: :Sonne: :Sonne:

Inaktiver User
27.05.2006, 23:11
..ohh, was war das jetzt schön zu lesen!
(und ein lautes lachen durchdrang den raum bei der erinnerung an den märchenprinzen)
vielen dank euch allen :blumengabe:

und für dich, hilly, ein blümchen, auch wenns grad nicht ausreicht, fürchte ich :blumengabe:

Vaseline
28.05.2006, 14:31
Liebe ist ein Teil des Lebens!

Liebe ist ein Stück vom ewigen Glück!

Liebe ist ein Gefühl, das unbeschreiblich ist!

Jeder hat in seinem Leben das Recht, seinen Pendent zu finden - dran glauben muß man aber auch.

Einen romantischen Sonntagnachmittag
vaseline :wangenkuss:

Inaktiver User
29.05.2006, 16:05
@Markgraf,
na klar, Liebe ist das Thema meines Lebens, schon immer gewesen, und wird es auch immer sein! Eine glückliche Partnerschaft? Tja, das ist natürlich was ganz anderes ... ganz schwer, und doch so einfach!
LG
Aprippine

Inaktiver User
29.05.2006, 20:57
Falls noch Platz unter deinem Kopfkissen ist, Markgraf, hier noch ein paar Gedanken zur Guten Nacht :smirksmile:



Von der Liebe

Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.

Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin,
Auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.

Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie,
auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettertn kann
wie der Nordwind den Garten verwüstetet.

Denn so, wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich.
So wie sie dich wachsen lässt, beschneidet sie dich.
So wie sie emporsteigt zu deinen Höhen
und die zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne zittern,
steigt sie hinab zu deinen Wurzeln
und erschüttert sie in Ihrer Erdgebundenheit.

Wie Korngarben sammelt sie dich um sich.
Sie drischt dich, um dich nackt zu machen.
Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.
Sie mahlt dich, bis du weiß bist.
Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist;
Und dann weiht sie dich ihrem heiligem Feuer,
damit du heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl.

All dies wird die Liebe mit dir machen,
damit du die Geheimnisse deines Herzens kennenlernst
und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.

Aber wenn du in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst,
dann ist es besser für dich, deine Nacktheit zu bedecken
und vom Dreschboden der Liebe zu gehen.
In die Welt ohne Jahreszeiten,
wo du lachen wirst, aber nicht dein ganzes Lachen,
und weinen, aber nicht all deine Tränen.

Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.

Liebe besitzt nicht, noch läßt sie sich besitzen;

Denn die Liebe genügt der Liebe.

Und glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken,
denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen Lauf.

Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen.

Aber wenn du liebst und Wünsche haben mußt, sollst du dir dies wünschen:
Zu schmelzen und wie ein plätschernder Bach zu sein,
der seine Melodie der Nacht singt.

Den Schmerz allzu vieler Zärtlichkeit zu kennen.
Vom eigenen Verstehen der Liebe verwundet zu sein;
Und willig und freudig zu bluten.

Bei der Morgenröte
mit beflügeltem Herzen zu erwachen
und für einen weiteren Tag des Liebens dankzusagen;

Zur Mittagszeit zu ruhen
und über die Verzückung der Liebe nachzusinnen;

Am Abend mit Dankbarkeit heimzukehren;
Und dann einzuschlafen
mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen
und einem Lobgesang auf den Lippen


Khalil Gibran

Inaktiver User
30.05.2006, 06:34
Im Moment ist mir mehr nach Hölderlin zu Mute.

Ich baue meinem Herzen ein Grab,
damit es ruhen möge;
ich spinne mich ein,
weil überall es Winter ist;
in seligen Erinnerungen
hüll ich vor dem Sturme mich ein.

Liegt es am Wetter? :regen:

Inaktiver User
30.05.2006, 07:49
Sonne und Sinn

Sich wie die Blüte
dem Sinn des Lebens
öffnen.
Die Sonne suchen.

Ernst Ferstl


Das Einspinnen in selige Erinnerungen ist aber tatsächlich ein Schlüssel, mit dem du dem selbtst gebauten Winter-Grab jederzeit Richtung Frühling entschlüpfen kannst :smirksmile:

Und das funktioniert so:
Gemütlich hinsetzen, Augen zu, ein paar Mal bewusst atmen und dabei entspannen.
Die Aufmerksamkeit in Gedanken auf eine SCHÖNE, GLÜCKLICHE Erinnerung lenken und dabei bleiben. Sie ausmalen und auskosten in den buntesten Farben mit allen Sinnen: Wie riecht es, schmeckt es, was gibt es zu hören, zu fühlen, zu ertasten, zu sehen in diesem "Film?"
Dabei bleiben, die wohligen Gefühle genießen.

Augen auf und du fühlst dich durch_sonnt.

Ist nugatgetestet und funktioniert :musiker: :zauberer:

Schönen Tag!

Wolfsstern
30.05.2006, 17:07
Ich glaube nicht an die Liebe UNTER 40.

Nach der Pubertät das erste Mal nicht verliebt
Das erste Mal mehr
Das erste Mal Liebe
oder das, was man dafür hält

Verliebt verlobt verheiratet
Und plötzlich keine Freiheit mehr
durch die die durch Verantwortung
gestutzten Flügel

Alltag nach den hormonalen Wirren des Erwachsenwerdens
Die Frage nach Richtig und Falsch
Die Frage nach gesellschaftlichen Regeln
Die Frage nach Benimm
Die Frage: Darf ich da wieder raus?

Die Frage: Was ist Liebe?
Routiniert eingespielter Alltag eines altgedienten Paares
Sexuelle Knalleffekte geheimer Seitensprünge
Zärtliche Nähe ohne Höhepunkte
Sehnsucht nach scheinbar Unerreichbaren

HEUTE habe ich keine Angst vor Verantwortung
ist gesellschaftliche Mißachtung unwichtig
gehe ich unangepasst den Weg meines Herzens
und habe zumindest eine Ahnung davon, was Liebe ist

Und das sie nichts mit ewigglücklichem Dahinschweben
auf Wolke 7 zu tun hat, sondern jeden Tag ein neuer Alltag ist
Verantwortung tragen kann, Höhepunkte findet
und immer wieder ein erotisches Feuerwerk entfacht.

Lieber Graf: Eine gute alte Freundin erzählte mir, als sie 77 wurde: Ihre schönste Zeit hätte sie im letzten Jahr gehabt. Im Bett: Ihr Partner war damals 83. Beide hatte sich fünf Jahre zuvor kennengelernt. Und die Liebe ihres Lebens gefunden, weil sie wussten, was Liebe heißt.

Lieben Gruß
Wolfsstern

Latona
31.05.2006, 23:42
Die Liebe, die ich mir wünsche, die ich mir unter Liebe vorstelle, ist mir bisher noch nicht begegnet.

Ich kenne die freundschaftliche Liebe, die jedoch wenig leidenschaftlich und wenig minniglich ist, ihr fehlt das Maßlose, das Vergötternde. Dann kenne ich die minnigliche Verliebtheit, die keine Liebe ist, weil sie nicht anhält. Am besten wäre beides zusammen, damit es für mich wahre Liebe wäre.

Ich selbst hab diese Art der Liebe durchaus schon empfunden, und nicht nur einmal. An irgendeiner Stelle waren meine Exen immer zu geizig: Der eine zu wenig großzügig mit verliebter Bewunderung, der andere zu wenig großzügig mit freundschaftlicher Nachsicht.

Mit Erich Fromm konnte ich gar nichts anfangen. Ich hatte immer den Eindruck, bei ihm darf man in der Liebe auf keinen Fall bedürftig sein, sonst sei man unreif. als ob wir nicht alle in der Liebe ein bisschen bedürftig wären.

Inaktiver User
01.06.2006, 01:47
Liebe Latona,

schön, dich hier zu lesen, so poetisch- minniglich :smirksmile:
Was jetzt nicht heißt, dass ich dich nicht auch sonst gerne lese :smile:
Ich lese dich immer gern.

Ich erzähle jetzt einfach mal was, was ich in Sachen Liebe- völlig altersunabhängig :cool: heute erfahren habe:
Ich schlummerte also zur Mittagszeit ein halbes Stündchen auf dem Sofa vor mich hin und wachte mit folgender Gewissheit auf, obwohl ich mich an keinen Traum erinnere:

Liebe IST jeder glück/freude- empfundene Moment des Austauschs mit einem anderen Wesen.
Sei es ein Mann, eine Frau, ein Baum, ein Kerzenschein, ein Stein - was auch immer.
Love is all around, in jedem Augenblick, wo ich Glück in einem Austausch mit einem beliebigen Wesen JETZT empfinde :smile:

Wenn ich das rückblickend oder gegenwärtig auf mein ganzes Leben anwende: WOW! Ich bin Dagoberta Duck inkarniert :yeah: Ich bin aber bitteschön REICH- nicht geizig :ooooh: :entspannen: Ich schmeiße gerne um mich, was es zu schmeißen gibt. Sogar mehr, als gut für mich ist, und ich weiß mittlerweile warum und warum ich das nicht mehr brauche und ziehe meine Grenzen.
Hm- aber ich schmeiße trotzdem gerne und lieber einmal zuviel als einmal zu wenig. Liegt vielleicht an meinen rheinischen Wurzeln. Kamellen und so... :schild genau:


Diese Erkenntnis hat meine Sicht auf meine vergangene Ehe sehr verändert. Es gab, aus dieser Perspektive betrachtet, sehr viele gute Momente des glücklichen Austauschs. Es gab auch eine Menge anderes, was letztlich im Lauf von vielen Jahren überwog und zur Trennung führte. Was mit 20 funktioniert, muss nicht mit 40 funktionieren :cool:

Was mein Mittagsschlaf mir noch offenbarte: keine Ahnung, wem ich nun beziehungsmäßigliebesmäßig begegne, der für viele Momente in einer ganz besonderen Weise für mich passt. Ich vertraue darauf, dass es genau der Richtige ist für mich im JETZT und wünsche dir genau das, was du dir wünschst :zauberer:


LG Nugat

Inaktiver User
01.06.2006, 09:31
Hi Markgraf,
vielleicht ein wenig weniger Fromm und Hölderlin und ein wenig mehr Optimismus. Ja, es gibt die ganz große Liebe auch noch in unserem reifen Alter. Ich weiss es, ich habe ihn gefunden, den Begleiter fürs Leben. Ist nicht immer alles nur Sonnenschein, ganz bestimmt nicht, aber die gemeinsamen "Sternstunden", die gemeinsam erreichte Nähe ist immer wieder überwältigend. Auch im Alltag, nach 23 gemeinsamen Jahren, ist die Liebe nicht untergegangen. Selbst das "Verliebtsein" gibts noch. Warum sollte das Herz auch mit 40 schon ruhen, warum sollte man sich einspinnen, wenn man noch gar nicht weiss, was die nächste Zeit bringt. Und lieber die echte Liebe mit 40,50 oder auch 60 statt mühsames Zusammensein mit 20 oder 30. Und dann gemeinsam mit 70 auf der Couch sitzen und Hölderlin lesen.....

Inaktiver User
01.06.2006, 10:29
Glaubt ihr mit vierzig noch an die Liebe? :peinlich:




Hallo,

ich glaube zwar immer noch an die Liebe :kuss:... aber ich zweifle stark daran, dass ich sie noch mal finden werde. :heul:

Loveday

Inaktiver User
01.06.2006, 11:15
...aber sicher doch, ich bin das beste beispiel dafür (49J., ü 20 jahre verheiratet, 4 kids, geschieden, verliebt, geliebt und inzw. nochmals geheiratet)

Inaktiver User
01.06.2006, 11:37
...aber sicher doch, ich bin das beste beispiel dafür (49J., ü 20 jahre verheiratet, 4 kids, geschieden, verliebt, geliebt und inzw. nochmals geheiratet)



Glückwunsch :jubel: zu so viel Glück! Ich freu mich für Dich.

Leider habe ich nicht so gute Erfahrungen machen können. Ich 44, 1 Kind, 18 Jahre verheiratet, seit 2003 mit einer Unterbrechung von 8 Monaten Single. Es mangelt zwar nicht an Männern, habe seitdem aber nur Frösche geküsst. Hab irgendwie ein sicheres Händchen für die, die nicht gut für mich sind. Hab mich aus lauter "Verzweiflung" :freches grinsen: bei einer Singlebörse angemeldet und wieder mit sicherer Hand voll daneben gegriffen.

Loveday

Inaktiver User
01.06.2006, 11:53
Liegt vielleicht daran, dass die meisten Männer Frösche sind.... Wünsche Euch allen den Prinzen im Froschteich :krone auf:, vielleicht läuft er Euch schon bald über den Weg. Ihr wisst ja: Hoffnung ist der flotte, farbenfrohe Pyjama, den wir uns über die Beulen und Schrammen des Tages ziehen.

eva44
01.06.2006, 12:01
@ Lillirosa

Widerspreche heftigst!!! Es sind nicht alle Männer, die einem über den Weg laufen, Frösche. Da gibt es ganz herrliche Exemplare.
Das Problem liegt vielmehr an der "Denke" über 40. Man geht nicht mehr wie ein Teenager oder Twen an eine Beziehung heran, nach dem Motto "so what", was kostet die Welt. Man ist erfahren und spürt schon sehr bald, ob eine Verbindung passend ist oder nicht und will keine unnötige Lebenszeit vergeuden. Einen Partner zu finden ist sehr leicht, doch einen Menschen ausfindig zu machen, der wirklich zu einem passt, ist unheimlich schwer.

Gruss

Eva

Inaktiver User
01.06.2006, 12:20
Keine Aufregung,
habe doch gar nicht gesagt, alle Männer sind Frösche! Selbstverständlich gibt es den ein oder anderen Prinzen. Den zu finden ist die Schwierigkeit. Habe meinen schon mit 16 kennengelernt und trotz mancher Probleme ist es mit Sicherheit der Mann, mit dem ich immer mein Leben verbringen wollte und will. Bestimmt ist es schwerer, mit 40 noch den richtigen Partner zu finden. Mit Sicherheit liegt es an der Erfahrung und der Lebensweisheit, aber hemmt zuviel Nachdenken nicht auch die Bereitschaft, sich auf eine neue Liebe einzulassen?

Inaktiver User
01.06.2006, 12:38
Keine Aufregung,
aber hemmt zuviel Nachdenken nicht auch die Bereitschaft, sich auf eine neue Liebe einzulassen?



Bei mir ist es nicht unbedingt das zuviel Nachdenken, dass es mit der Liebe nicht klappt. Ich war/bin auch bereit Kompromisse einzugehen, hab das auch getan, aber es ist trotzdem schief gegangen.

Leider lande ich trotz 44-jähriger Lebenserfahrung immer wieder bei Männern, die am Ende definitiv nur schnellen Sex wollen, denen die EINE Frau nicht genug ist. Diese Männer gleichen sich charakterlich immer sehr stark. :gegen die wand: Und ich müsste es doch eigentlich besser wissen, aber nein, ich fall immer wieder drauf rein.

Nun frag ich mich: Wo verstecken sich die "Frösche", die zum "Prinzen" werden? :zauberer:

Loveday

Inaktiver User
01.06.2006, 13:05
Um es mal mit den Worten von Morticia Addams zu sagen: "Man findet sie im Sumpf". Nein, Blödsinn, habe keine Ahnung, bin schon so lange nicht mehr auf der Suche. Sehe aber auch in meinem Freundeskreis, dass die nettesten Frauen (und auch die wirklich intelligenten) immer auf Typen reinfallen, die nix für sie sind. Ist wohl ein Verhaltensmuster, aus dem man nur schwer wieder rauskommt. Wo findet man Männer fürs Leben? Vielleicht würde ich mir ein ungewöhnliches Hobby zulegen und hoffen, dabei einen ungewöhnlichen und interessanten Mann kennenzulernen. Was machen nette Prinzen in ihrer Freizeit? Würde wahrscheinlich auch schiefgehn, da nett und interessant noch lange nicht treu und ehrlich bedeutet. Schwierig, schwierig...Ist es am Ende doch alles Glück, Zufall oder Bestimmung? :schild nein:

Inaktiver User
01.06.2006, 13:17
Was machen nette Prinzen in ihrer Freizeit? Würde wahrscheinlich auch schiefgehn, da nett und interessant noch lange nicht treu und ehrlich bedeutet. Schwierig, schwierig...Ist es am Ende doch alles Glück, Zufall oder Bestimmung? :schild nein:



:schild genau: Nett und interessant waren meine Frösche alle :freches grinsen: ... nur mit dem Rest, da hat es gehapert. :nudelholz:

Inaktiver User
01.06.2006, 14:50
Was machen nette Prinzen in ihrer Freizeit?



Fußball-WM gucken?

:fg engel:

Inaktiver User
01.06.2006, 15:24
Ich fürchte ja. Kenne zumindestens keinen, der das nicht tut. Zu allem Überfluss wohne ich auch noch in der Stadt, die eine Fanmeile absperrt und überall Großbildschirme aufstellt. Sollten die ganzen Prinzen also wirklich WM-Fans sein, dürfte die Auswahl ja gewaltig sein. Pech, dass ich keinen suche...Vermute unter grölenden Fussballern auch eher den ein oder anderen Frosch :krone auf:.

Macho
01.06.2006, 18:34
einen Menschen ausfindig zu machen, der wirklich zu einem passt, ist unheimlich schwer.


... und wenn man sich dann auch noch selbst im Weg steht ... noch schwerer

Macho

Inaktiver User
01.06.2006, 18:49
@loveday

... na ganz so einfach wie es sich anhörte war es leider auch nicht, das ging zu anfang rauf und runter, meine kids akzeptierten meinen neuen partner nicht (was man ja immer wieder hört) und wir brauchten fast vier jahre mit einer 8-monatigen unterbrechung, bis wir "homogen" waren, war ein stück harte arbeit, das kann ich dir sagen!!

Inaktiver User
01.06.2006, 20:09
Nicht jeder wird im Leben reich - die meisten bleiben sogar bettelarm. Mit der Liebe verhält es sich gewiss nicht anders. Sie ist nur wenigen vergönnt. Das Leben ist nun mal nicht gerecht. In den Zwanzigern kann sich noch so viel fügen, doch wenn die Erdenbahn sich dem Ende neigt, muss man sich wohl irgendwann eingestehen, dass es mit der großen Liebe nichts geworden ist. :niedergeschmettert:

Es ist eine bittere Wahrheit, an der man aber nicht verbittern muss. Es ist ja immer noch erlaubt, auf dem Rücken liegend in den Himmel zu träumen :blumengabe: und den vorbeiziehenden Wolken seine Liebe hinterherzuschicken. Nur werden sich die Wolken niemals für einen Kuss herabsenken. Eher für einen Hagelguss, so wie heute. :regen: :freches grinsen:

Ich habe aus dem Strang hier gelernt, dass es die Liebe gibt, sie aber - entgegen Fromm - nicht erlernbar ist. In der Liebe gibt es nur Anfänger(innen) und Naturtalente. :zauberer:

Inaktiver User
01.06.2006, 20:50
Warum neigt sich mit 40 die Erdenbahn dem Ende? Kann ich nicht so richtig nachvollziehen. Will ich übrigens auch nicht :schild nein:.Aber ein grosses Lob: Der Stil, in dem Du schreibst, ist ziemlich klasse!

Lynx
01.06.2006, 22:40
Ich habe aus dem Strang hier gelernt, dass es die Liebe gibt, sie aber - entgegen Fromm - nicht erlernbar ist. In der Liebe gibt es nur Anfänger(innen) und Naturtalente. :zauberer:




Es mag sein, dass der eine oder die andere für die Liebe "begabter" ist,
aber dann ist es doch, wie mit anderen Begabungen auch:

Begabung allein, ohne Bemühen, bringt dich nicht zu ungeahnten Höhen -
so wie umgekehrt der mäßig Begabte mit einigem Engagement weit kommen kann...

Für mich jedenfalls gilt nach über 20 Jahren:

Die Liebe zwischen meinem Mann und mir ist ein Geschenk, das uns aber vor einigen Jahren beinahe entglitten wäre, weil wir es nicht gepflegt haben.
Wir waren wohl nicht wirklich Naturtalente.
:smirksmile:

Wir haben sie uns neu erarbeiten müssen.
Und im Moment ist es einfach wieder wunderschön.


:yeah: :prost:

Inaktiver User
01.06.2006, 22:50
:knicks: Es ist kein Stil, nur eine Stimung. Aber Danke. :knicks:

Warum ? fagst du.

Ein Stein, von kräftiger Hand geworfen, fliegt steil in Richtung Himmel. Doch nach der Hälfte seiner Bahn, am höchsten Punkte, neigt er sich in Richtung Erde. Zuerst langsam, dann immer schneller, nähert er sich dem Ende seines Flugs.

Mitte 40 wendet sich die Kurve deines Lebens in Richtung Ende. So sind nun mal die Gravitationsgesetze des Alterns.

Im freien Fall greifen die Hände danach, sich irgendwo festzuhalten. Gemeinsam fällt es sich leichter.

Kleines Stelldichein auf der Titanic. In den Gängen schwappt schon das Wasser. Aber die Küche serviert noch Champagner. Den Rest gemeinsam auf der Zunge prickeln lassen - und sich anlächeln, wenn andere hysterisch werden. Rettung gibt es eh nicht.

Inaktiver User
01.06.2006, 23:39
Markgraf, das ist schööön.

Und schlägt den Bogen zum Strang zu den Gedanken an den eigenen Tod.

Ich bin auch ganz und gar gegen das ich-bin-ja noch-so-jung-und-schön-Gefasel. Das macht die Flugbahn nicht runder, sondern nur den Absturz steiler. Ka-wummm.

Also besser den Champagner genießen, so lange er schmeckt.

Vielleicht auch noch das Konzert geben: "Es war schön, heute abend für Sie spielen zu dürfen" :knicks:

Na und den Jack, den da unten auf dem Grund des Ozeans ... den bewahrt man auf diese Weise in bester Erinnerung ... als Illusion ...

:prost:

Apfeltasche

Inaktiver User
02.06.2006, 07:17
>Mitte 40 wendet sich die Kurve deines Lebens in Richtung Ende. So sind nun mal die Gravitationsgesetze des Alterns.

Im freien Fall greifen die Hände danach, sich irgendwo festzuhalten. Gemeinsam fällt es sich leichter.

Kleines Stelldichein auf der Titanic. In den Gängen schwappt schon das Wasser. Aber die Küche serviert noch Champagner. Den Rest gemeinsam auf der Zunge prickeln lassen - und sich anlächeln, wenn andere hysterisch werden.<

Ganz wunderbar ausgedrückt :zauberer:

Das ist doch ein überzeugender Grund, an die Liebe zu glauben :yeah:
Einer von ca. 100 000 :smirksmile:

In Abwandlung einer bekannten Gedichtzeile zu deinem Traum-Stelldichein mit einer Wolke: Wer Schmetterlinge rufen hört, der weiß wie Wolken küssen.

Hier scheint übrigens die Sonne, und der Himmel ist blendend blau.
Eindeutig Schmetterlings-Wetter :prost:

Inaktiver User
02.06.2006, 09:09
Rettung gibt es eh nicht.



Doch.
Gibt es.

Inaktiver User
02.06.2006, 09:28
Hallo Markgraf,
wünsche wohl geruht zu haben! Vielleicht sehe ich mich, sollte es denn unbedingt als Stein sein, noch nicht im freien Sturzflug nach unten. Vielleicht dauert der Moment des Verweilens am höchsten Punkt in der Luft, entgegen aller physikalischen Gesetze, doch ziemlich lange. Wenn man bedenkt, dass die Menschen in meiner Familie gerne so um die 100 Jahre alt werden, bleiben noch gute 60 Jahre für die Liebe. Ist das nicht eine schöne Vorstellung? Ich fühle mich auch nicht mehr superjung und dynamisch, aber mich die gesamte 2. Lebenshälfte ständig mit der eigenen Vergänglichkeit zu beschäftigen, das würde mich etwas sehr belasten. Selbstverständlich nehmen diese Gedanken auch in meinen Leben einen gewissen Raum ein, alles andere wäre Verdrängung, aber noch sind mir Leben und Liebe deutlich näher. Und ich bin schon neugierig auf die Liebe im Alter...

Inaktiver User
02.06.2006, 09:39
Vielleicht ist genau das das Missverständnis:

Mein Stein fliegt nicht senkrecht hoch, direkt auf die Sonne zu - tat er noch nie.
Er beschreibt eine schöne, wohlgeformte biegsame Kurve, die durchaus auch ganz schön vom Boden abgehoben hat, aber den Kontakt zur Erde niemals so geflohen ist.

Inaktiver User
02.06.2006, 09:50
Stelle mir gerade das Bild vor: Ein blauer Himmel und eine grosse Hand, die unundlich viele Steine wirft. Die Steine sehen alle anders aus, die Größe, die Form, alles verschieden. Und genauso unterschiedlich ist die Flugbahn: manche steigen steil nach oben um schon kurz danach wieder brutal auf der Erde aufzukommen, andere fliegen nur Zentimeter über dem Boden, dafür aber sehr lange, und wieder andere steigen wie ein Vogel steil der Sonne entgegen und bekommen einen großen Teil Licht ab.
Ist eine nette Vorstellung.

JoanR
03.06.2006, 08:57
Glaubt ihr an die Liebe mit 40

ich denke.... so verschieden die Menschen sind, so verschieden sind auch die Lieben.

Es gibt sicher einen Teil der Menschheit die an diese große Liebe glauben. Wenn sich zwei davon finden, dann kann es zu der einen großen Liebe werden, die du wohl meinst. Einer Liebe, die auch im Alter nach über 50 Ehejahren noch frisch ist und den Respekt und die Achtung vor dem Partner beinhaltet. Nicht weil es sich so besser leben lässt...sondern eben weil man den anderen liebt. Und da ist seelische Nähe und Sexualität alles mitinbegriffen. Das eine verlangt und will das andere spüren.
Dass es sie in dieser Weise gibt, davon bin ich überzeugt, weil ich sie in allernächster Nähe erleben durfte, bis der Tod sie trennte...und selbst da hat man das Gefühl die Bindung ist noch nicht zu Ende.... bzw bei einem zweiten Paar immer noch erleben darf.
Allerdings bin ich überzeugt, dass eine solche Liebe nicht nur selten ist, sondern auch viel Arbeit an sich und der Partnerschaft beinhaltet. Geschenkt wird sie nur am Anfang...da ist es eine Gnade sie zu finden.

Dann gibt es Menschen, die nicht an diese große Liebe glauben. Sie arrangieren sich und leben eine Partnerschaft, die auch gut fuktioniert. Sie lieben sich ein wenig durch die Gegend, suchen ihre Sehnsüchte in diversen Freundschaften bzw Affären, halten aber fest an ihrer Beziehung und da beide Partner ähnlich denken, halten auch diese Ehen lange...
Auch sie empfinden dieses Arrangement wohl als Liebe... und es ist wohl auch in gewisser Weise eine... nur vielleicht nicht die, die du gemeint hast Markgraf.


Wenn sich nun zwei Menschen aus diesen verschiedenen Welten treffen. Dann wirds wohl kritisch.

Wenn sie den Weg zueinander finden ist es möglich, dass der zweite sich vom ersten überzeugen lässt und wieder beginnt an die Liebe zu glauben. Im Innersten wollen wir das wohl alle, glaube ich.... die Sehnsucht danach ist jedenfalls da. Dann kann diese große Liebe weiter wachsen und mit beidseitigem Arbeiten und Wollen auch halten.

Sollte das nicht möglich sein, weil ja auch der zweite in einer Beziehung steckt, die gut funktioniert....sie sich lediglich gefunden haben, weil Lücken gefüllt werden wollten....dann wirds wohl zur Katastrophe.

Sie werden in ihre Welten zurückkehren und keiner wird sich mehr heimisch fühlen.

Der erste wird entweder weiter an diese große Liebe glauben... und wird sehr sehr lange Zeit alleine bleiben, wenn nicht auf Dauer...weil er sonst diesen Glauben an diese eine große Liebe aufgeben müsste. Und das kann er nicht, weil er ja gespürt hat, was es war...
oder er wird den Glauben daran aufgeben und sich in diverse Liebschaften stürzen....mit Sarkasmus und Bitterkeit auf die große Liebe reagieren...es ist ja alles nur Schein und Einbildung.... alle Gefühle sind doch nur hormongesteuert ect...es gibt sie eben doch nicht ..diese große Liebe...

Der zweite wird in sein Arrangement zurückkehren..... nur... es funktioniert auch hier nicht mehr so wie vorher.... denn er hat etwas erlebt, gefühlt, was er nicht vergessen kann. Er wird diese Sehnsucht danach jetzt noch mehr spüren und vor allem sie hat einen Namen. Sie ist nicht undefinierbar wie vor der Begegnung und man kann sie nicht mit diversen Ablenkungen (Freundschaften,Liebschaften) vergessen.
Bei ihm hat die Zeit vielleicht eine Chance. Sie kann es schaffen, diese Empfindungen über kurz oder lang zur Einbildung abzustempeln.

Eine Katastrophe ist es wohl für beide.

Ja, ich glaube an diese große Liebe. Und sie braucht keinen Altar und keinen Schwur für immer und ewig.... Sie hält ohne Ketten aber nicht ohne Arbeit. Es sind keine Flausen und das Leben lebt sich gut damit.
Sie kann aber auch sterben... auch daran glaube ich... aber wenn man sie pflegt

macht diese Liebe frei

JoanR

eva44
03.06.2006, 09:05
Liebe JoanR,

das ist eines der wunderbarsten Statements, die ich seit langem gelesen habe.

Grosses Kompliment!!!!! Es wird mich sicherlich heute über den Tag beschäftigen.


Lieben Gruss :blumengabe:



Eva

Inaktiver User
03.06.2006, 09:43
Hej JoanR
Du hast es sehr schön beschrieben, ein beeindruckender Beitrag.
Danke

:fg engel:

Inaktiver User
03.06.2006, 12:57
Hallo JoanR,
ich schließe mich an und muss mal schreiben, wie toll ich den Beitrag finde.
Mir kommt fast eine Gänsehaut beim Lesen. :buch lesen:
Was mich jetzt besonders beschäftigt, ist wie Du das mit der Arbeit an sich und der Partnerschaft meinst - es gibt ja nicht nur schöne Zeiten.
Liebe Grüße und schöne Pfingsten.

Carlo63
04.06.2006, 23:54
Ein klares NEIN !!

Jahrelang belogen, hintergangen, gedemütigt, verbogen, unter Druck gesetzt, ausgenützt und benützt worden und von den ehemals romantischen Vorstellungen ist nur noch Ernüchterung und grenzenloses Misstrauen geblieben.
Und nicht nur einmal und jetzt reicht es, ich hab keine Lust mehr.
Traurig darüber bin ich nicht - eher erleichtert und mit dem Wissen dass doch mancher Kelch an mir vorübergeht.








Jep.
Dem kann ich auch nur zustimmen.



Da habt Ihr, zudem mit DER Formulierung wohl einiges an Unglück erlebt, selbstverständlich ist das aber nicht. Es geht auch anders.
Es gibt auch andere Männer / Frauen.
Selbst von 15/17 bis 42 ... mit hoch und nieder, das ist klar.

Carlo, der durchaus noch an DIE Liebe glaubt, auch wenn einem nichts geschenkt wird.
:wangenkuss:

Aber vielleicht weis ich es nur nicht besser ? Da bleibe ich doch gern unwissend ...

JoanR
05.06.2006, 13:12
Liebe Carinow,

ich denke es ist das Erhalten der seelischen Nähe, das Nichtzulassen vom Abdriften,
was uns am meisten fordert, am schwersten ist und von beiden Seiten gewünscht und erarbeitet werden sollte.

Genaueres sollten wir die Paare fragen, die es schafften, diese Liebe so lange Zeit zu erhalten.. oder vielleicht noch besser...aus unseren eigenen Fehlern bisher lernen...

Ich will mal den Rat meines Vaters weitergeben. Er klingt so simpel und ist doch manchmal so schwer durchzuhalten:

Schlaft nicht ein, bevor ihr euch ausgesprochen habt.

Bei ihnen hatte es gewirkt.

JoanR

Inaktiver User
05.06.2006, 15:05
Liebe JoanR,
vielen Dank für Deine Erläuterungen.
Ich hab so danach gefragt, weil wir uns auch ewig kennen und Zeiten hatten, in denen wir eher nebeneinander her gelebt haben - ohne zu streiten, wir waren uns gar nicht darüber im Klaren. :ooooh:
Heute können wir es gar nicht fassen, so viel Zeit nicht vergeudet, aber doch sehr ungenutzt verlebt zu haben. Dabei hatten wir null Verpflichtungen dritten gegenüber.
Ich finde auch, der Spruch hat etwas sehr wichtiges. Es gab auch bei uns Zeiten, wo wir abends zerstritten ins Bett gedriftet sind - es hat uns gar nicht gut getan - die Zeiten der Aussprache kamen später.
Wir sind vielleicht auch zu harmoniebedürftig gewesen - und direkten Auseinandersetzungen lieber ausgewichen, als diese anzugehen. Und die Aussprachen sind aus heutiger Sicht unumgänglich, ja gar nicht zu vermeiden, will man zusammenbleiben. Dieser Wille muß aber da sein.
Heute sind wir beide wieder frisch verliebt, was in unserer Beziehung bereits mehrmals passiert ist.
Es gab immer wieder Wege zueinander zu finden.
:prost:

Inaktiver User
05.06.2006, 15:17
Liebe JoanR,
ich kann Dir nur Recht geben! Man lebt sich im Alltag viel zu schnell auseinander und muss ständig daran arbeiten, den anderen beim Weg durchs Leben nicht unterwegs irgendwo zu verlieren. Bin jetzt schon mein halbes Leben mit diesem , meinen Mann verheiratet und trotzdem muss ständig am Fortbestand der Liebe gearbeitet werden. Dazu gehört auch der Rat Deines Vaters, dem kann ich nur zustimmen. Die gemeinsam erreichte Nähe und Vertrautheit ist aber jede Mühe und auch jedes Durchhalten in manchmal stürmischen Zeiten (und vor allem in Flauten) wert :Sonne:.

Inaktiver User
05.06.2006, 15:24
Schöne Beiträge!

Was mich mal wieder auf den Kommentar bringt: Man muss Liebe auch wollen. :yeah:

Inaktiver User
05.06.2006, 21:09
Liebe Nugat,
ich werde mal an meinen Mittagsschläfchen arbeiten :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:! Liebe Grüße herbstblatt

Inaktiver User
22.06.2006, 15:09
Ja!Denn die Alternative (http://www.millan.net/funp/80/nomilk.html) ist fuachtbaaaa...

Inaktiver User
10.08.2006, 07:55
aber sicher doch!! habe vor kurzem (mit 49J.) a u s
l i e b e nochmal geheiratet....

Floh46
18.08.2006, 11:56
Hallo Markgraf,

ich habe meine große Liebe mit 46 gefunden. Ohne wenn und aber! Es stimmt einfach alles!
Grüssle Ines

Lisibach
20.08.2006, 19:03
Na aber ja doch!
Jetzt erst recht und die Liebe wird interessanter und intensiver.
Habe gerade das Buch:"Die Klatschmohnfrau" gelesen und es beflügelt einen gerade dazu an die Liebe zuglauben, ganz egal wie alt man ist.
Kann es nur empfehlen....

Lukulla
20.08.2006, 23:05
Ja!Denn die Alternative (http://www.millan.net/funp/80/nomilk.html) ist fuachtbaaaa...

Das ist ja süüs - dieser hüpfende Euter: :lachen:

deichhexe
22.08.2006, 08:42
ja ich glaube auch in unserem alter an die liebe.....hab sie ja gefunden....:freches grinsen: ...

und joan.......diesen rat befolgen wir jeden tag......:freches grinsen:

Inaktiver User
22.08.2006, 11:52
Mit Vierzig hat man doch erlebt, dass es irgendwann endet, nicht weil einer die Schuld hat, sondern weil die Welt so anders ist als Fromm.

Genau!

Kommt eine Frau zum Metzger." Ein Pfund kesselfrische Fleischwurst, aber bitte ohne Knoblauch."

Verkäuferin: "Ooooch, weshalb sagen sie das so traurig?"

Kundin: "Mein Mann ist gestern vor lachen explodiert."


Gruß,
Karamia

Inaktiver User
22.08.2006, 17:55
Ja!Denn die Alternative (http://www.millan.net/funp/80/nomilk.html) ist fuachtbaaaa...

oh Zitrönchen, wie süüüüß !!!!

Hast du noch mehr so niedliche Videos?

:krone auf:

Lukulla
22.08.2006, 21:24
....Kundin: "Mein Mann ist gestern vor lachen explodiert."

Ich hoffe, ich bin nicht die Einzige, die den Witz nicht kapiert hat. :wie?:

Inaktiver User
23.08.2006, 07:13
:lachen: ...Ich hab den Witz auch nicht kapiert, Lukulla, aber ich mache mir keinen Kopf deswegen. Der Hellespont ist ja noch weiter weg als Lutetia :cool:

Lukulla
23.08.2006, 16:34
Liebste Nugat, die Bri bildet. Nun weiss ich dass Hellespont eine Meerenge in der Türkei ist (vulgo die Dardanellen) und Lutetia der römische Name für Paris.

Nur ich bin noch nicht weiter :ooooh:

hillary
23.08.2006, 17:16
ich versteh weder den Witz, noch Nugats bonmot oder wie das heißt...
Kommt das jetzt weil ich naturblond oder doch tatsächlich mit ü40 frisch verliebt bin?

Hilly :cool:

Inaktiver User
23.08.2006, 17:30
@Hillary und Lukulla

Mein ähm, Bonmot (nett altmodischer Ausdruck, Hilly :freches grinsen: ) bezog sich auf Karamias Ex-Signatur, die da lautete, sich einen Kopf machen sei wie Fische zum Hellespont tragen.
Na ja, und mir kam der Fischverkäufer bei Asterix in den Sinn, der stets frische Fische aus Lutetia anpries :erleuchtung:
Zugegeben ein Forellen-Sprung :krone auf:

Was den explodierten Ehemann, den Wurstkessel und Markgrafs Zitat angeht, so kann uns da nur Karamia selbst weiterhelfen :buch lesen:

Hilly, ich gratuliere herzlichst zum frischen Verliebtsein und wünsche weiterhin viel Glück :wangenkuss:
Und wo ich grade dabei bin: :wangenkuss: in Mandelhülle mit Petersilienkartöffelchen für Lukulla

Rehbein
26.08.2006, 17:19
ja warum nicht, ich glaube jeden Tag daran und hoffe, dass ich ihn finde oder er mich

Lukulla
27.08.2006, 17:21
Glaubt ihr mit vierzig noch an die Liebe?

Gerade mit 40 +X!
Wenn nicht jetzt, wann dann? Mit 20 oder 30 ist man doch so voller Zweifel und weiss im Grunde nicht, was man will, was man kann, was man mag. Wie auch, man hat ja wenig Erfahrung.

Das Problem ist nur, wenn man älter ist, wird die Zeit so knapp und das "Warten" erscheint einem so lang.

Lukulla
27.08.2006, 17:30
... Karamias Ex-Signatur,..sich einen Kopf machen sei wie Fische zum Hellespont tragen. Na ja, und mir kam der Fischverkäufer bei Asterix in den Sinn, der stets frische Fische aus Lutetia anpries

Erleichtert, dann konnte ich das auch nicht verstehen, aber weil ich selten bis nie (:unterwerf: ) Asterix gelesen habe, wäre ich auch nicht auf eine Lösung gekommen. Aber Frischfisch aus Paris? Hat der gute Mann da nix verwechselt? :freches grinsen:

Besten Dank für die Petersilie, ich habe gerade meine asiatische Phase und bin am Entdecken einer Japandiät. :ooooh: Wobei, um mal beim Thema zu bleiben, mir asiatische Männer eigentlich nie gefallen. Zu klein, zu dünn, zu hohe Stimmchen, dieses auch zu ähm, klein, wie die Mär geht.

Aber vielleicht dient die 40+X Erkenntnis Phase der Überwindung von alten Schemata?

Inaktiver User
27.08.2006, 17:47
>Verleihnix (frz. Ordralfabétix)
ist Fischhändler und lässt sich, obwohl das Dorf direkt am Meer liegt, nur von den besten Sortimentern aus Lutetia per Ochsenwagen beliefern, was oft zu Diskussionen, auch handgreiflichen, über die Frische seiner Ware führt („Mein Fisch stinkt nicht!“). Seinen Vorrat vom letzten Jahr hat er immer bereit, wenn er für Streitereien Wurfgeschosse braucht. Grundsätzlich ist er aber nicht bereit, seine Fische zu verleihen, die ihm gelegentlich zurückgebracht werden.<

Liebe Lukulla, vielleicht gefällt dir ja Monsieur Verleihnix?
Ist groß und blond und athletisch (Fischweitwurf-Training und Stockfisch-Hanteln) und hat lange Haare :cool:

LG Nugat

Lisibach
30.08.2006, 14:17
Und ob!!!!!
Ich glaube,dass LIebe keine Altersfrage ist.
Das Buch"Die Klatschmohnfrau" bestärkt jeden, der will, sich der Liebe zu öffnen und einfach die Dinge geschehen zulassen. Denn wenn die Liebe will, dann kommt oder geht sie. Kommen ist natürlich viel viel schöner....

Lukulla
30.08.2006, 20:55
vielleicht gefällt dir ja Monsieur Verleihnix?
Ist groß und blond und athletisch (Fischweitwurf-Training und Stockfisch-Hanteln) und hat lange Haare

Ganz sicher (http://www.comedix.de/grafik/figuren/verleihnix.gif)!

Lukulla
30.08.2006, 20:56
Das Buch"Die Klatschmohnfrau" bestärkt jeden,.

Jetzt habe ich schon mehrere davon schwärmen hören, das macht neugierig. Kannst Du mal eine kurze Bechreibung geben, wovon das Buch handelt?

SpezialEdition
31.08.2006, 01:32
schau mal da...:buch lesen: http://www.literarischealtersbilder.uni-koeln.de/dieKlatschmohnfrau.htm

Spezial

lillika.
10.09.2006, 20:03
Ja, ich glaube daran - weil die Vorstellung eines derartigen Seelenpartners einfach zu schön ist.

und irgendwo auf diesem planeten gibt es ihn: den menschen, der intuitiv versteht, wie ich denke und fühle .. den ich nur anschauen brauche, um zu wissen, was gerade in ihm vorgeht .. wo keine rechtfertigungen, keine langatmigen erklärungen notwendig sind .. wo es möglich ist, sich selbst im schweigen wohl zu fühlen.

Inaktiver User
10.09.2006, 21:26
@lillika

Das muss ich jetzt einfach mal kurz intuitiv zerpflücken :smirksmile:

Was die Theorie angeht, dass es für jeden Menschen einen einzigen idealen Seelenpartner gibt, so bin ich skeptisch :cool:
Wenn man diesem Ideal nachjagt, bei dem angeblich "alles stimmt", verpasst man womöglich das Gute direkt vor den Füßen :krone auf:

Ich glaube daran, dass es auf diesem doch ziemlich großen Planeten für jeden für uns nicht nur einen Partner/eine Partnerin gibt, sondern etliche, der/die ein besonderes Gespür für uns in einer bestimmten Lebensphase haben- und natürlich umgekehrt genauso.
Ich glaube auch, dass ein Schweigen mit diesem besonderen Menschen ( oder anderen besonderen Menschen) ganz besonders kostbar sein kann, so wie jeder geteilte harmonische Moment mit einem anderen Lebewesen kostbar ist.

Wenn du aber glaubst zu wissen, was in einem anderen Menschen vorgeht, wenn du ihn nur anschaust, so warne ich vor allzu viel Vertrauen in Telepathie. Kann eventuell in einem Moment passen- meistens aber meiner Erfahrung zumindest nach eher nicht. Fragen, hinschauen, hinhören, reden halte ich für unabdingbar.
Rechtfertigungen haben eh Hinkefüße in meinen Augen, langatmig muss gar nichts sein, egal mit wem :smirksmile: .

LG

Nugat

fiorina
17.09.2006, 18:42
nein, ich glaube an andere dinge. an lust und an die möglichkeit mit der nötigen kompromissbereitschaft auf beiden seiten daraus etwas grösseres, sprich längerfristiges, zu machen. kenne nur eine beziehung die über die jahre gehalten hat - und das ist die von meinen eltern :-)

gruss, fio

Itsme
23.09.2006, 21:54
Hallo,
habe heute diesen thread entdeckt und gelesen, weil ich keine Antwort habe. Zumindest wenn es um (lebens)lange Liebe geht. Habe meinen Ex-Mann einst sehr geliebt, blieb nichts von übrig, was für mich unvorstellbar war.
Liebe jetzt einen verheirateten mann, der sagt, mich auch zu lieben, aber wohl anders als ich ihn .........

Aber irgendwie glaube ich doch an die Liebe, nur vielleicht muss sie ein Stück zweckfreier sein als wir es erträumen?

Oder sie muss nicht ewig währen, ein gedanke, der uns angst macht, weil wir dann ja wieder loslassen müssen...


Wer weiss... Itsme

Lisibach
25.09.2006, 15:39
Oh ja, oh ja!
Und ich glaub sie ist mir begegnet!!!

Tabea57
26.09.2006, 09:53
Ich glaube weder, dass Liebe einem begegnen kann, noch dass sie ein Gefühl ist. Das ist Verliebtheit.
Ich glaube, Liebe ist vor allem eine Haltung, eine Einstellung...

Tabea57

Frida
26.09.2006, 10:03
ja ich glaube an liebe.

aber nicht daran, dass es sie nur einmal gibt, dass ein einziger sie erfüllen wird. es gibt abschnitte im leben und dafür die entsprechenden partner ( oder auch nicht ).
es ist auch möglich z.b. 2 menschen gleichzeitig zu lieben, jeden auf seine art. auch das gibt es. liebe beinhaltet so viel verschiedene gefühle und auch projektionen, so viel verschiedene zustände und erwartungen, dass es sehr schwierig ist von "der" liebe zu sprechen.

frida :smile:

Lisibach
26.09.2006, 11:13
Ich glaube weder, dass Liebe einem begegnen kann, noch dass sie ein Gefühl ist. Das ist Verliebtheit.
Ich glaube, Liebe ist vor allem eine Haltung, eine Einstellung...

Tabea57

Hallo!
Die liebe begegnet einem schon und sie ist auch sicher eine Haltungs-und Einstellungssache. Mir begegnet sie jeden Tag in den Gestalten meines Mannes und meiner Kinder!

Inaktiver User
26.09.2006, 20:17
Nein, ich glaube nicht an die Liebe zwischen zwei Partnern, z.B. an das klassische Mann/Frau Liebesverhältnis. Ich möchte gern dran glauben, aber ich denke, es gibt da so unendlich viele Erwartungen, Hoffnungen, Wünsche, die man auf seinen Partner projiziert, die nicht erfüllt werden, die man aber auch nicht realistisch betrachten kann, weil uns in Romanen, Popsongs, Presse, durch angeblich wundervolle Liebesbeziehungen, von denen man so hört usw. ein völlig schiefes Bild vermittelt wird. Ewige Liebe, alles stimmt, man entfernt sich nie voneinander, geitig, meine ich. Gibt es vielleicht in Einzelfällen. Aber nicht für die breite Masse.

Die Liebe zu den eigenen Kindern klammere ich davon aus. sicher gibt es Menschen, die ihre eigenen Kinder nicht lieben können, aber wenn das nicht der Fall ist, ist dasfür mich eine Liebe, die völlig bedingungslos ist.

Wenn das jetzt pessimistisch klingt: ich habe schon tiefe Gefühle für bestimmte Menschen, auch in Fällen, die ich mir gar nicht erklären kann. Aber zur klassischen Definition von Liebe gehört für mich , dass ich einem Menschen ohne Bedenken überall hin folgen kann, real und geistig, und das ist etwas, was die meisten Menschen überfordert.

Inaktiver User
26.09.2006, 21:05
Wenn das jetzt pessimistisch klingt: ich habe schon tiefe Gefühle für bestimmte Menschen, auch in Fällen, die ich mir gar nicht erklären kann. Aber zur klassischen Definition von Liebe gehört für mich , dass ich einem Menschen ohne Bedenken überall hin folgen kann, real und geistig, und das ist etwas, was die meisten Menschen überfordert.

Das klingt aber wirklich sehr traurig, NoirTigresse. :ooooh: Warum denkst du, dass es den Einen, dem du ohne Bedenken überall hin folgen kannst, nicht für dich geben sollte. Ich finde damit stellst du gar keine besonders hohen Ansprüche.

Gib die Hoffnung, dass du ihn oder er dich findet, bloß nicht auf.

Inaktiver User
26.09.2006, 22:08
Warum denkst du, dass es den Einen, dem du ohne Bedenken überall hin folgen kannst, nicht für dich geben sollte.
Weil ich ihn nicht gefunden habe. Weil ich niemanden kenne, der so jemanden gefunden hat. Weil ich gerade um meine innere Freiheit kämpfe (aber nicht Freiheit von einer großen Liebe, um Missverständnissen vorzubeugen) und nicht möchte, dass ich mich und meine Freiheit verliere, denn wenn man jemandem so folgt, wie ich es meine, dann ist es ungeheuer anstrengend bis unmöglich, seine Freiheit zu bewahren. Weil ich enttäuscht worden bin, indem ich mich der Illusion der Liebe hingegeben habe, ohne zu hinterfragen. Weil es den Menschen, der meinen (vielleicht nur momentanen) Ansprüchen genügt, nicht geben kann.

Ich denke, man kann mit einem Menschen glücklich und zufrieden sein, wenn man sich über die eigenen Illusionen im klaren ist und weiß, sie sind Illusionen. Das Ideal "Liebe" ist das nicht.

Inaktiver User
28.09.2006, 11:15
Weil es den Menschen, der meinen (vielleicht nur momentanen) Ansprüchen genügt, nicht geben kann.

Ich glaube das ist ein ganz wichtiger Punkt. Deine Ansprüche werden sich ändern und dann wird es den Menschen für dich geben.






Ich denke, man kann mit einem Menschen glücklich und zufrieden sein, wenn man sich über die eigenen Illusionen im klaren ist und weiß, sie sind Illusionen. Das Ideal "Liebe" ist das nicht.

Da gebe ich dir 100pro recht. :allesok: Illusionen haben mit Liebe nichts zu tun, und es ist ganz wichtig, dass man die Beiden unterscheiden kann.

Um noch mal auf die Eingangsfrage zurückzukommen.
Ganz klar: ich glaube an die Liebe. Auch noch mit vierzig. :smile:

Inaktiver User
07.10.2006, 15:10
Klar glaube ich noch an die Liebe - nach 26jahren Ehe und mit 48 Jahren. Liebe muss nicht vergehen, sie kann auch wachsen mit den Jahren. Liebe ist viel viel mehr als sexuelles Empfinden und Begehren.
Sie ist manchmal ziemlich unbeschreiblich - und manchmal glaube ich, daß ich Glück habe/hatte, sowas erleben zu dürfen.
Ich bin dankbar für diese Liebe.
Ruby

Maus1966
07.10.2006, 22:36
Ich würde sehr gerne dran glauben, aber nach 6 Jahren Single-Dasein bin ich doch etwas desillusioniert. Wenn die Liebe in den Dreissigern unerreichbar war, wird&#180;s mit Ü40 bestimmt auch nicht einfacher. Bin leider etwas mutlos geworden in letzter Zeit, und habe mit dem Thema Liebe schon fast abgeschlossen.
Maus

Inaktiver User
08.10.2006, 10:41
Die Liebe

sie kommt unverhofft in Dein Leben
dann wenn Du nicht damit rechnest, oder nicht mehr damit rechnen willst, weil Du zu viele Narben davon getragen hast, weil Du eine Mauer gebaut hast um Dich, weil Du unverletzbar sein willst.

Dann wird Dir ganz schwindelig vor lauter Gefühlen, die dir Angst machen, weil Du nicht damit gerechnet hast.

Du willst sie so gern zulassen, aber Du hast es verlernt Dich auf etwas einzulassen, was Dir Angst macht.
Die Liebe, ja sie ist etwas großes, es überwältigt Dich, wenn sie da ist, wenn Du im richtigen Moment am richtigen Ort warst.
Egal wie alt oder jung Du bist, es haut Dich um, macht Dein Leben anders.
Es entstehen Fragen die Du nur beantwortet bekommst, wenn du dich einlassen kannst, auf das was da kommt.
Wenn du es geniessen kannst, ohne die tausend Fragen die sie aufwirft.

Such sie nicht, sie kommt zu Dir und wenn sie da ist, dann lass sie zu und fühlt Dich gut damit, wenn sie dir begegnet, frag nicht nach den warum.


engel007

petersilie
09.10.2006, 13:44
Ja, ich glaube mit Mitte 40 noch an die Liebe, sogar mehr denn je und auf eine ganz andere Art und Weise als mit 20.

Wir haben bald Silberhochzeit, haben unser gestrichen Maß an Mist und Streit gemeinsam überstanden, gemeinsam eine Hand voller Kinder großgezogen, die damit verbundenen schlaflosen Nächte überlebt und starten jetzt nochmal durch in ein gemeinsames Leben zu zweit.

Für mich bedeutet Liebe heute Verlässlichkeit, uneingeschränktes Vertrauen, ein ganz warmes Gefühl. Die heiße Leidenschaft ist uns im Alltag meist abhanden gekommen, aber ich habe sie gerne eingetauscht gegen die o. g. Gefühle. Und für ein paar leidenschaftliche Nächte reicht sie allemal noch.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu sehr OT, aber es war mir ein Bedürfnis, auch als altgediente Ehefrau mein Bekenntnis zur Liebe abzugeben.