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Inaktiver User
21.03.2006, 17:44
von Penny wurde die Wörterbörse mit den folgenden Worten ins Leben gerufen:

"In einem Schreibforum gibt es die Idee der Wörterbörse. Das finde ich ziemlich gut als Schreibübung. Einer schmeisst 5 Worte in die Runde (das mache ich dann mal ) und ein anderer schreibt dazu eine kurze Geschichte... Der darf dann wieder 5 Worte (sollten natürlich keine Spezialbegriffe sein, die kein Mensch kennt) in den Raum werfen... Habt ihr Lust?! Die Geschichten dürfen natürlich auf Inhalt etc. diskutiert werden..."

und ich möchte diese Idee wieder aufgreifen und wieder zum Leben erwecken!

Also ALLE, die SPAß daran haben: MACHT MIT!!!!

Für diejenigen die Regeln brauchen, mach ich mal den folgenden "alten" Vorschlag:

entstanden aus den Vorgaben: Vergissmeinnicht * Vorschrift * Muskelkraft * Leere * veruntreut

vergissmeinnicht :blumengabe:

*blödeleien und gockeleien sind in maßen oder maßlos erlaubt* :yeah: * vorschrift hin oder auch her regelbrüche mit veruntreuten, begründeten oder unbegründeten ansprüchen sind ebenfalls legitim* :allesok: *darüberhinaus sind leere worte ohne bedeutung und inhalt zulässig* :lachen: *Schreibmuskel können müssen aber nicht aktiviert werden* :zwinker: *wörter sind wörter ob benutzt oder unbenutzt* :blumengabe: *wörter bleiben wörter auch wenn man sie mehrmals verwenden sollte* :freches grinsen: *hauptsache bleibt, dass sie verwendet werden, wie oft, wann, durch wen bleibt jedem selbst überlassen* :cool: *auch zahlen, andere Alphabete dürfen verwendet werden* :smirksmile: *chaos kann auch spaßfördernd wirken und wird deshalb ausdrücklich zugelassen* :yeah: *löschungen können von seiten der beteiligten vorgenommen werden, wann immer sie lust dazu verspüren* :smile: *für änderungen von einträgen gilt das gleiche* :lachen: *haue ist unter gefahr von kraftvoller rückhaue zulässig* :yeah: *alle launen, ja auch die meckerlaune, weil menschlich, sind willkommen* :allesok: *wer diese regeln ändern möchte, der möge dies tun* :smile: *wer gegen eine, mehrere oder alle diese Regeln verstößt, dem passiert nichts! aber auch rein gar nichts!* :zauberer:

Neue Wörter: Abenteuer * Neuanfang * lustvoll * Gänseblume * hungrig :blumengabe:

Inaktiver User
23.03.2006, 12:29
ohne regeln beachten zu wollen, schreibe ich einfach mal los.

mit dem neuanfang tun sich manche menschen sehr schwer. :regen:

haben sie doch in ihrem alten leben ein totales (gefühls)-chaos. da steht manche wie eine verlassene gänseblume auf einem trostlosen acker und wäre schon gern in ihrem ganzen wesen lustvoll. was zählt es da schon, wenn manche hungrig nach einem abenteuer sind - ist doch nicht gleich zu setzen mit einem lustvollen neuanfang. doch gehört dazu, dass vorschrift und nörgelei ausser acht gelassen werden muss. gefühlvolles denken kann nun mal nicht durch muskelkraft ersetzt werden. zuerst allerdings gilt es, die leere zu füllen und vergissmeinnicht ist da vielleicht nicht das richtige rezept. denn vergissmeinnicht lässt keinen neuanfang zu. hungrig ist man/frau da eher nach anderen dingen. und so wird wohl die gänseblume weiter allein den öden acker bewohnen. dabei veruntreut sie in diesem chaos auch negative gefühle, die ihr nicht gehören und tritt dann eine reise in ein abenteuer der ganz anderen art an.

Neue Wörter: wegwerfen * stabil * Himmel * Geheimnis * Lüge

Inaktiver User
23.03.2006, 15:22
"Wieso bieten sie ihre Texte nicht bei Verlagen an," hatte sie der Dozent gefragt.
"Ich habe es schon mehrfach versucht, niemand will sie haben," antwortete sie mit einem quergestellten Grinsen.
Das war eine Lüge, aber er hatte es nicht bemerkt.
In ihrer Schreibtischschublade hütete sie drei Angebote von Verlagen, die, obwohl sie jung und unerfahren war, den normalen Autorensatz zahlen wollten. Ein Verlag hatte sogar ein garantiertes Festhonorar angeboten.
Das war ihr kleines Geheimnis. Zu wissen, sie könnte jederzeit etwas aus ihrem Talent machen, wirkte so, als würde sie es nicht vergeuden und wegwerfen. Oder wäre es Vergeudung, wenn sie ihre poetischen Kleinode den Verlagen zum Geldverdienen in den Rachen werfen würde?. Himmel! Keine stabilen Aussichten für junge Autorinnen. Sie seufzte und schob mit dem Stapel Arbeit ab, den ihr der Dozent hinterlassen hatte.

Meerjungfrau * Sonnenbrand * Komik * Nudelsauce * Eifersucht
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
eifrig * hässlich * sortiert * teewurstfarben * unökonomisch

Inaktiver User
24.03.2006, 12:15
Einer Meerjungfrau gleich schwamm sie der Sonne entgegen. Ihre gedanken weilten bei der fernen Geliebten, die sicher immer noch eifrig damit beschäftigt war, eine vernünftige Nudelsauce zu kreieren. Ob der darin enthaltenen Komik musste sie laut lachen. Dabei kam Wasser in Mund und Nase, was bei ihr prompt zu einem hässlichen Husten führte. Sie begann wie wild zu schwimmen. Natürlich waren ihre hastigen Schwimmbewegungen nun nicht nur unökonomisch, sondern führten auch dazu, dass sie schnell ermüdete. Deshalb drehte sie sich nach einer Weile und schwamm langsam in Rückenlage, wobei sie verwundert bemerkte, dass sie wohl einen Sonnenbrand bekommen haben musste. Denn das Wasser brannte zuerst am Rücken und nach einer Weile spürte sie ein angenehmes Gefühl von Kühle. Als sie sich nun langsam, immer noch in Rückenlage befindend, dem Ufer näherte, nahm sie aus den Augenwinkeln eine Frau wahr, die in einem Badeanzug steckte, der teewurstfarben alles bisher Gesehene um Längen schlug. Es schien, als würde dort eine Wurst schwimmen, die gleich am Platzen war. Belustigt verfolgte sie mit ihren Blicken eine Weile das Treiben dieser Person. Dabei musste sie wieder an ihre Geliebte denken. Ob wohl Eifersucht bei der aufkäme, wenn sie mit der Teewurst flirten würde. Ein erneuter Lachkrampf schüttelte sie, aber diesmal hatte sie aufgepasst und da sie eh noch auf dem Rücken schwamm, schluckte sie auch kein Wasser und hatte sich schnell wieder sortiert.

Hitze * Phantasie * Keller * Wut * Theater
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sicher * ordentlich * biegsam * pedantisch * katastrophal

Inaktiver User
24.03.2006, 15:43
Ich bin krank. Ernsthaft krank. Von Hitze geplagt liege ich in meinem Bett und starre aus dem Fenster mir gegenüber. Wut überkommt mich. Warum ich, der das Leben mit all seinen Facetten Spaß macht. Warum ich, die für einen Augenblick des Genusses jegliche Vernunft vergessen kann. Sicher ich lebe nicht ordentlich , nicht wie es sich gehört, doch ist das ein Grund mich mit dieser kaum heilbaren Krankheit zu strafen. Allein gelassen in meinem kalten Bett.

Ich schließe die Augen. Vor mir erscheint ein Theater stück, das ich immer geliebt habe. Biegsam e Elfen spielen in einem Wald Versteck. Sie irren sich, verwirren sich und heilen sich schlussendlich. Sie tauchen urplötzlich auf und verschwinden, wenn es für sie an der Zeit ist. Die Nacht ist ihre Bühne, der Wald ihr Theater.

Ich falle immer tiefer und tiefer und tiefer...

Bis ich mich in einem Keller wieder finde. Auf Regalen stehen pedantisch bis ins Kleinste gestapelte Gläser. In ihnen befinden sich präparierte Blumenteile. Es riecht muffig. Mir wird schlecht. In meiner Phantasie öffnen sich die Blumen. Sie beginnen zu blühen und zu duften.

Ich bin in einem Garten. Es ist Tag. Die Sonne strahlt und weckt mich.

Ein besorgtes Gesicht beugt sich über mich und murmelt:

Gut, dass Du endlich wieder da bist. Seit fast zwei Monaten warten wir darauf, dass Du aus deinem Koma erwachst.
Ein paar Tage länger und es hätte katastrophal e Folgen gehabt.

Arme greifen nach mir und versuchen mich aufzurichten. Doch ich sehne mich zurück nach der Dunkelheit, in der ich mich geborgen fühle, in der ich nicht weiß was gut, schlecht, falsch oder richtig ist. Hier gibt es keine Verantwortung, keine Verurteilung, keine Vernunft, sondern nur Leben und Liebe. Ich will nicht mehr denken, nicht an morgen, nicht an den Tag. Es ist einfacher das Leben im Wald.

Ich drehe mich zur Seite, schließe meine Augen und beginne eine neue Reise...

Neue Wörter: tanzen * Frühling * unvernünftig * Traum* gewissenlos :blumengabe:

Inaktiver User
24.03.2006, 17:15
Auf meiner grossen Spielwiese liegend, drehe ich mich im Schlafe unruhig hin und her.

Ich träume.

In meinem Traum möchte ich tanzen. Tanzen in den Frühling, den ich so sehr herbeisehne.

Ich möchte dort viele unvernünftige Dinge tun. Dinge, an die ich im Wachzustand nicht mal im Traum denken würde.

Gewissenlos würde ich dort mit den Gefühlen der Menschen spielen und hätte meinen Spass daran.

Aber es wäre nur ein Traum, denn in Wahrheit möchte ich nicht gewissenlos sein. Darum beschäftige ich mich im Traum auch nur mit so unvernünftigen Dingen wie;
im Frühling zu tanzen und mich tanzend einer mir noch unbekannten Liebe hinzugeben, was zwar unvernünftig ist, aber nicht gewissenlos.

neue wörter:

Heizung * Stille * Prostitution * Heimkehr * Widerwille
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sittsam * nörgeln * biegen * durcheinander * kuscheln

Inaktiver User
26.03.2006, 23:10
Heizung * Stille * Prostitution * Heimkehr * Widerwille
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sittsam * nörgeln * biegen * durcheinander * kuscheln

Ihre HEIMKEHR hatte sie sich anders vorgestellt. Sie war vollkommen DURCHEINANDER und empfand WIDERWILLEN beim Betreten ihrer Wohnung. Die STILLE irritierte sie .
Ein Frösteln durchlief ihren Körper und sie bemühte sich, die kaputte HEIZUNG in Gang zu bringen.
Sie hatte ein großes Bedürfnis danach, sich in ihrem Bett zu verkriechen und mit jemandem zu KUSCHELN . Sie nahm den großen Teddybären vom Regal und verkroch sich mit ihm unter der Decke.
Sie schloß die Augen und ließ die letzten Stunden noch einmal Revue passieren.
Warum hatte sie sich in diesen Mann verliebt, dessen Hobby es war, zu NÖRGELN - sie konnte sich selbst nicht verstehen. Vor allen Leuten dort hatte er sie beschimpft , der PROSTITUTION bezichtigt. Angeblich hatte sie sich zur Schau gestellt und war nicht so SITTSAM , wie er sich das von einer Frau erwartete.
Auf BIEGEN und Brechen hatte er versucht, sie nach seinen Vorstellungen zu formen, doch sie hatte sich zur Wehr gesetzt. Es tat weh, aber sie hatte sich entschieden- gegen ihn...

Gegenwehr - Trauma- Kurve - Garant - Warnung
liebenswert - anschleichen - verwegen - spielen - beklagenswert

Inaktiver User
27.03.2006, 00:42
Sie lag am Strand und schaute sinnend auf die lärmende Brandung, die sich in immer kleiner werdenden Wellen bis fast an ihre Decke vorarbeitete. Ein Stück von ihr entfernt stand ein Schild mit einer eindeutigen Warnung. Sie fand es beklagenswert, dass noch nach so langer Zeit - der zweite Weltkrieg lag ja immerhin schon Generationen zurück - immer noch das Trauma bestand, durch Blindgänger oder vergessene Minen getötet werden zu können.

Sie sah in der Nähe Kinder spielen, die sich der Gefahr, in der sie schwebten, nicht einmal bewusst waren. Gleichzeitig sah sie ihnen gern zu, wenn sie verwegen beim Anschleichen die Kurve bekamen und ihre kindlichen Gegner sich ohne nennenswerte Gegenwehr im Spiel ergaben.

Kinder, Garanten der Zukunft, liebenswert und doch auch chaotisch - eine neue Generation vielleicht besserer Menschen...

Schreibtisch * Taschenlampe * Rucksack * Kugelschreiber * Depression
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fahren * schreien * zerbrechen * begreifen * nicken

Inaktiver User
27.03.2006, 14:12
Schreibtisch * Taschenlampe * Rucksack * Kugelschreiber * Depression
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fahren * schreien * zerbrechen * begreifen * nicken

Sie setzte sich an ihren SCHREIBTISCH - unwillkürlich mußte sie NICKEN .. sie hatte einen festen Vorsatz - sie wollte an ihrer DEPRESSION nicht ZERBRECHEN .
Es war schwer für sie, BEGREIFEN zu müssen, daß sie in einem seelischen Tief angelangt war, nach allem , was in letzter Zeit vorgefallen war , ein Schmerz, der sie fast zerriß . Manchmal hatte sie einfach das Bedürfnis , zu SCHREIEN - alles herauszuschreien, was sich in ihrem Inneren nicht mehr zuschütten und begraben ließ.
Heute war ein Frühlingstag mit strahlendem Sonnenschein, lieblichem Vogelgezwitscher und sie fühlte die Hoffnung in sich erwachen.
Sie hatte vor, ihren RUCKSACK zu packen- nur mit dem Allernötigsten- und zu ihrem kleinen See zu FAHREN , den sie so liebte, um Abstand zu gewinnen, einzutauchen in die Natur, die Ruhe, die sie dort immer so wohltuend empfunden hatte.
Etwas Kleidung, Proviant und natürlich Papier und KUGELSCHREIBER , um ihre Gedanken zu Papier bringen zu können und - nicht zu vergessen- die TASCHENLAMPE für ihre nächtlichen Streifzüge am See entlang.

Stil - Trotzreaktion - Wasser - Lieblosigkeit - Haß
trivial - sprachlos - erlangen- zerstören - katastrophal

Inaktiver User
27.03.2006, 16:24
Es war eine eigentlich recht überflüssige Trotzreaktion und sie war sich dessen sehr wohl bewusst.

Kein guter Stil, Aufmerksamkeit zu erlangen. Alles war so trivial und machte sie sprachlos, weil Hass eben nicht gut als Ratgeber ist.

Was war eigentlich geschehen?

Die Lieblosigkeit der Begegnung hatte sie verletzt. Es war katastrophal, wie sie selbst nun damit umging. Ihr war sehr wohl bewusst, sie würde mehr zerstören an dem, was war, als aufbauen.

Und da sie schon seit jeh her nah am Wasser gebaut hatte, liefen ihre Tränen und vermählten sich untereinander und wurden zu einem kleinen salzigen See auf der ansonsten spiegelblanken Oberfläche ihres Schreibtisches.


Piraten * Fussboden * Magazin * Sonnenbank * Rasenmäher
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langsam * düster * verrufen * billig * gespalten

Inaktiver User
28.03.2006, 09:01
Piraten * Fussboden * Magazin * Sonnenbank * Rasenmäher
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langsam * düster * verrufen * billig * gespalten


Sein Nick im Chat war Piraten hans. Er mochte es die stundenlangen Gespräche mit wildfremden Frauen. Es war dort so schön einfach sie anzuquatschen, einfacher als in seiner Kneipe, wo er schon jede kannte und vor allem jeder ihn kannte. Und so vernachlässigte er langsam Stück für Stück seine Kontakte zu den Freunden. Wie im Rausch betrat er Nacht für Nacht den Treffpunkt in einem bekannten Frauen magazin . Ab und zu traf er sich „wirklich“ mit seiner Chatpartnerinnen, aber diese Treffen brachten ihm nicht den gewünschten Erfolg. Es waren plötzlich zu viele Informationen, die auf ihn einprallten und bei manchen vermisste er das strahlende Lächeln, das ihm auf dem zugesandten Foto versprochen wurde. Hans war seit drei Jahren geschieden und eigentlich ganz zufrieden mit seiner Gesamtsituation. Die Samstagnachmittage gehörten nun komplett ihm. Da war niemand mehr, der ihm düster prophezeite, dass es mal wieder an der Zeit wäre den Rasenmäher zu schwingen oder ihn in zu einem Bummel in Einkaufszentren nötigte. Doch nicht nur die Samstagnachmittage standen ihm zur freien Verfügung, sondern auch die restlichen sechs der Woche. Seine Welt, die vor der Trennung aus Treffen mit Pärchen bestand, löste sich mit dem Abgang seiner Ex immer weiter auf. Nicht, dass er sie vermisste, es blieb nur ein Gefühl der Eintönigkeit, das ihm von Jahr zu Jahr mehr zu schaffen machte. Im Chat fand er vermeintliche Ablenkung wohl Wissend, dass er bereits süchtig war nach diesem nächtlich stattfindenden parallelen Leben. Er wurde mutiger und kannte bereits alle Nicks von Vollmond bis Platt fuss . Über Neuankömmlinge freute er sich deshalb besonders. Keine war vor seinem Anflüstern sicher. Er galt bereits nach kurzer Zeit schon als verrufen . Was aber niemanden sonderlich störte. Im Gegenteil es machte Spaß mit jemandem wie ihm zu schreiben. Anders als im realen Leben verhalf ihm dieser Ruf erst recht zu vielen neuen Bekanntschaften. Bis er Sie am Kölner Rheinufer traf. Sie war eine Frau um die 50. Ihr Foto versprach eine aufregende Begegnung, ihre bisherigen Gespräche im Chat verliefen witzig bis interessant, manchmal wenn sie beide in sehr guter nächtlicher Stimmung waren auch erotisch und so lies er sich auf ein erstes Treffen mit ihr ein. Wiederum wie so oft wurde er jedoch enttäuscht. Ihm fehlten die Worte während des Spaziergangs. Sie setzten sich auf eine Bank , quatschten über Gott und die Welt, doch in Gedanken schweifte er ab und dachte darüber nach ob und wann er jemanden finden konnte, der ihm möglichst billig die gesprungenen Boden fliesen in seiner Küche reparierte. Auch sie war enttäuscht, denn sie bemerkte seine gedankliche Abwesenheit. Doch anders als die anderen sprach sie ihn konkret darauf an und forderte ihn damit heraus. Sie nervte mit Fragen wie Warum bist du denn hier so anders? Bist du schüchtern? Ist der Teil hier, den ich von dir kennen lernen gespalten von dem wie ich dich im Chat erlebte? Er konterte mit einem Mir geht es bei dir genauso. Er empfand das Ganze als anstrengend und im Stillen suchte er den Knopf, um aus dieser Sache auszusteigen. Unzufrieden gingen sie auseinander. Jeder für sich arbeitete diese Treffen bei sich zu Hause und alleine auf. Was war passiert? Warum klappte es nicht? Wo waren der Witz, die Anspannung und die nächtliche Aufregung geblieben? Lag es am Sonnen schein?

Neue Wörter: Taktik * Verantwortung * lustig * Sternzeichen * aufdringlich

Inaktiver User
28.03.2006, 10:12
Neue Wörter: Taktik * Verantwortung * lustig * Sternzeichen * aufdringlich

Ich habe eine besondere TAKTIK und entziehe mich der VERANTWORTUNG , indem ich behaupte, daß ich nur deswegen so AUFDRINGLICH bin, weil ich im STERNZEICHEN Widder geboren bin.
Man könnte auch sagen, daß ich LUSTIG bin, aber das ist wohl mein Naturell :smirksmile:

sprichwörtlich * verloren * Spielplan * Ruhepol * Spätherbst

Inaktiver User
28.03.2006, 12:19
Es herrschte sprichwörtlich die Ruhe vor dem Sturm. Ich hatte meinen Spielplan im Spätherbst verloren und suchte deshalb vorsichtshalber meinen Ruhepol auf...


Kannibale * Kompost * Musik * Tresen * Teppich
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hausieren * lebendig * forsch * trübe * erwarten

LENALY
28.03.2006, 13:49
Kannibale * Kompost * Musik * Tresen * Teppich
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hausieren * lebendig * forsch * trübe * erwarten

Ein :regen:sass am und hörte . Er hatte die Nase voll vom , nett sein war nicht sein Ding. Er war lieber und grimmig, so dass alle Angst vor ihm hatten. Nur so fühlte er sich gut und . Hier in der Stadt durfte man keine Menschen essen. Alles was ihm Spass macht war verboten. Seine Frau war schon ganz zimtzickig :nudelholz:. Sie von ihm eine Entscheidung. Er wollte noch ein Bier trinken, dann seinen verdamten Hausiererkoffer auf den schmeissen, seine Frau holen, um mit ihr in den Wald gehen. Da ist es zwar kalt und es gibt auch keinen , doch dort kann man tun was man möchte und Wanderer fangen, dass kann man dort auch.

LENALY
28.03.2006, 13:55
Kannibale * Kompost * Musik * Tresen * Teppich
-------------------------------------- --------
hausieren * lebendig * forsch * trübe * erwarten

Ein trüber Kannibale sass am Tresen und hörte Musik. Er hatte die Nase voll vom hausieren, nett sein war nicht sein Ding. Er war lieber forsch und grimmig, so dass alle Angst vor ihm hatten. Nur so fühlte er sich gut und lebendig. Hier in der Stadt durfte man keine Menschen essen. Alles was ihm Spass macht war verboten. Seine Frau war schon ganz zimtzickig :nudelholz:. Sie erwartet von ihm eine Entscheidung. Er wollte noch ein Bier trinken, dann seinen verdamten Hausiererkoffer auf den Kompost schmeissen, seine Frau holen, um mit ihr in den Wald gehen. Da ist es zwar kalt und es gibt auch keinen Teppich , doch dort kann man tun was man möchte und Wanderer fangen, dass kann man dort auch.



Neue Worte:

Telefon * Schinkenbrot * Gummistiefel * Rücklicht * Aschenbecher
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laufen* raufen* kaufen* schaufen* taufen

Viel Spass

Inaktiver User
28.03.2006, 14:14
Telefon * Schinkenbrot * Gummistiefel * Rücklicht * Aschenbecher
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laufen* raufen* kaufen* schaufen* taufen

Sie legte das TELEFON auf und aß noch schnell ein SCHINKENBROT.
Ein Blick aus dem Fenster bestätigte ihre Vermutung- es goß wie aus KÜBELN , also mußte sie wohl in GUMMISTIEFELN zum Auto LAUFEN . Das RÜCKLICHT war kaputt , ob es wohl möglich war, ein Lämpchen an der Tankstelle zu KAUFEN ?
Ach ja, der ASCHENBECHER war auch wieder randvoll und mußte dringend geleert werden.
Als sie den Mantel vom Haken nahm, hörte sie die Kinder im Kinderzimmer schreien . Mein Gott, mußten sie denn immer miteinander RAUFEN ? Sie legte ihr Ohr an die Tür und versuchte zu hören, worum es ging, aber alles was sie verstehen konnte, war etwas, das sich anhörte wie " SCHAUFEN" oder " TAUFEN " . Naja, sie würden sich schon nicht die Köpfe einschlagen, während sie mit dem Auto beschäftigt war.

Viehtransport * Kaufrausch * Lebensmittel * Flugzeug * Spiel
klaglos * traurig * vertrösten * voluminös * zuhören

Inaktiver User
28.03.2006, 15:40
Das Telefon klingelt. Verschlafen stehe ich langsam auf. Ich schaue blinzelnd auf die Uhr und könnte mir die Haare raufen.Wer zum Henker ruft um diese gottlose Zeit an. Ich will zum Telefon laufen und stolpere dabei über einen auf dem fussboden stehenden Aschenbecher, in dem sich ein angebissenes Schinkenbrot mit einigen, mit Lippenstift verschmierten Zigarettenkippen den Platz teilt. Endlich halte ich den Hörer in meiner leicht zitternden Hand und führe ihn an mein Ohr, um ihn sofort wieder entsetzt weit von mir zu halten. Eine ätzende Schreistimme schimpft unter asthmatischem Schnaufen auf mich ein. Ich verstehe nur; man muss mich auf einen andren Namen taufen. Ich sei ein weiblicher Rambo und solle ja schnellstens ein neues Rücklicht kaufen, welches ich wohl in einem Anfall geistiger Umnachtung mit einem Gummistiefel zerdeppert hätte. Ich sehe den Hörer an, als wäre es ein giftiger Skorpion und lege angewidert auf, ohne ein Wort zu sagen. Dann schlurfe ich herzhaft gähnend zu meinem Bett zurück und lasse mich, bereits halb schlafend, darauf fallen.


Parade * Nachttopf * Gespielin * Untreue * Kettensäge
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schnarchen * atmen * abschneiden * kämpfem * treiben

Inaktiver User
28.03.2006, 15:41
ohhhh - was nun?

:fg engel:

Inaktiver User
28.03.2006, 15:56
Mein Kaufrausch war schnell verflogen. Traurig verfolgte ich den Viehtransport mit meinen Augen. Was ich sah, nahm mir die Lust, Lebensmittel einzukaufen.

Klaglos warteten die zusammengepferchten Tiere auf ihren Tod, der für sie Erlösung bedeutete.Wer würde auch ihrem Schreien zuhören, sie vertrösten auf ein Leben nach dem Tode. Hatten Tiere eigentlich einen Gott?

Ich mache dem Spiel meiner Gedanken ein Ende. Zu voluminös blähen sich unbeantwortete Fragen auf und ich muss schliesslich noch mein Flugzeug erreichen.



Schlampe * Feuerwehr * Tabak * Finanzamt * Lanze
-----------------------------------------------
brechen * pflanzen * krümmen * tragen * klauen

Inaktiver User
29.03.2006, 10:19
Schlampe * Feuerwehr * Tabak * Finanzamt * Lanze
-------------------------------------- ---------
brechen * pflanzen * krümmen * tragen * klauen

Im FINANZAMT war heute wirklich nichts zu tun und so packte er langsam seine Jause aus und verspeiste genüßlich seine Orange. Die Kerne legte er vor sich auf den Tisch und reihte sie fein säuberlich auf, statt sie in den Abfallkübel zu werfen.
Sein Jüngster hatte momentan den größten Spaß damit, Kerne zu PFLANZEN , er würde sie also einpacken und ihm mitbringen.
Gedankenverloren saß er da und dachte an SIE.
Sollte er sich wirklich Mühe geben, eine LANZE zu BRECHEN für diese SCHLAMPE , diese Kleptomanin ? Musste sie jetzt auch noch den TABAK KLAUEN ?
Nein, er würde keinen Finger für sie KRÜMMEN !
Er hatte keine Lust, sich weiter mit diesem Gedanken zu TRAGEN und ging ans Fenster, um einen Blick hinauszuwerfen . In diesem Augenblick hörte er den Alarm und von Ferne konnte er bereits das Folgetonhorn der FEUERWEHR wahrnehmen.

Deodorant * Fliege * Flaschenhals * Vertrauensbruch * Folge
verdreht * kratzen * machtlos * fein * zerstören

Inaktiver User
29.03.2006, 10:47
hihihi. die finde ich süss, die geschichte camille :allesok: :freches grinsen: :blumengabe: :schild genau:

Inaktiver User
29.03.2006, 13:28
Deodorant * Fliege * Flaschenhals * Vertrauensbruch * Folge
verdreht * kratzen * machtlos * fein * zerstören


Ärgerlich scheuche ich eine sehr aufdringliche Fliege vom Flaschenhals der angefangenen Chiantiflasche. Ich fühle mich machtlos diesem Quälgeist ausgeliefert. Es ist heute eh alles verdreht.

Ist es der Person eigentlich nicht klar?

Durch ihren Vertrauensbruch wird sie mich zwar nicht zerstören, aber fein ist das auch nicht gerade.

Als Folge dieser Gedanken stört mich nun auch noch mein eigenes Deodorant und vor Nervosität beginne ich mich zu kratzen.


Abwasch * Abgrund * Galeere * Klavier * Kette
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sägen * schreien * verraten * umgarnen * begreifen

Inaktiver User
29.03.2006, 14:14
Oh Psychedelica - Dein Avatar ist die Krönung! :freches grinsen:

Inaktiver User
29.03.2006, 17:56
Abwasch * Abgrund * Galeere * Klavier * Kette
-------------------------------------- ------------------
sägen * schreien * verraten * umgarnen * begreifen

Sie konnte es nicht BEGREIFEN , was ihr heute Mittag widerfahren war.
Hatte sie sich wirklich beim ABWASCH von ihm UMGARNEN lassen ?
Da tat sich wirklich ein ABGRUND in ihr auf.
Hoffentlich hatte sie sich nicht durch ihre Blicke VERRATEN . Andächtig hatte sie ihm gelauscht - mit Teller und Geschirrtuch in der Hand , seinen Ausführungen über GALEEREN, Sträflingen, KETTEN - was für ein Thema für einen Flirt !
So ganz nebenbei noch die Kinder - Annette , die gerade den Flohwalzer auf dem KLAVIER übte und Jonas, der zu SCHREIEN begann, weil ihr Spiel ihn hinderte, darüber nachzudenken, ob er SÄGEN mit ä oder e schreiben mußte.

Vielfalt * Spielraum * Klagemauer * Fläche * Starrsinn
begreifen * verräterisch * flach * trompeten * klein

Inaktiver User
29.03.2006, 20:21
Vielfalt * Spielraum * Klagemauer * Fläche * Starrsinn
begreifen * verräterisch * flach * trompeten * klein


Der Boden vom Spielraum war verräterisch blank. Auf der gesamten Fläche verteilt, lag eine Vielfalt von Instrumenten, mit denen man trommeln und trompeten konnte.

Einer Klagemauer gleich starrte die Rückseite eines Klaviers voller Starrsinn auf den Boden, der sich flach vor ihm ausbreitete und aus dieser Perspektive klein erschien.

Dabei konnte das Klavier nicht begreifen, was es hier unter all den Kinderinstrumenten zu suchen hatte.


Berserker * Yggdrasil * Brennessel * Glockenspiel * Taube

gähnen * werfen * lamentieren * springen * liebkosen

Inaktiver User
29.03.2006, 21:58
Berserker * Yggdrasil * Brennessel * Glockenspiel * Taube

gähnen * werfen * lamentieren * springen * liebkosen

Regieanweisung :
Wie ein BERSERKER in den BRENNESSELN um YGGDRASIL , den Weltenbaum SPRINGEN
, dabei das GLOCKENSPIEL von Papageno durch die Gegend WERFEN, natürlich LAMENTIEREN , anschließend eine weiße Taube LIEBKOSEN und ins Geäst setzen --------- während das Publikum GÄHNEN muß.

Nachricht * Glaubensfrage * Drahtseil * Klang * Liebe
befreien * friedlich * versprechen * nebulös * niemals

Inaktiver User
29.03.2006, 22:01
:fg engel: hihihi, wär ich gern dabei und würde zugucken :schild genau:

Inaktiver User
29.03.2006, 22:15
Nachricht * Glaubensfrage * Drahtseil * Klang * Liebe
befreien * friedlich * versprechen * nebulös * niemals


Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe! Grad war es noch so friedlich und nun das.

Es war eine Glaubensfrage, das Drahtseil in schwindelnder Höhe unter dem Klang von nebulöser Musik zu überqueren.

Bei aller Liebe, aber ich würde sowas niemals tun. Deshalb beschliesse ich auch, mich unverzüglich von diesem Gedanken zu befreien und auch nicht darüber zu reden, damit ich mich ja nicht versprechen kann.


Zivilisation * Gewalt * Rodeo * Waschlappen * Keilkissen
bedanken * naserümpfen * zutschen * schlittern * parieren

Inaktiver User
30.03.2006, 08:59
Zivilisation * Gewalt * Rodeo * Waschlappen * Keilkissen
bedanken * naserümpfen * zutschen * schlittern * parieren

Bedeutet ZIVILISATION nicht Kultur ? Zeugen RODEOS etwa von Kultur, wenn Männer beweisen wollen, daß sie keine WASCHLAPPEN sind und deshalb ein Tier mit GEWALT dazu bringen wollen, zu PARIEREN ? SCHLITTERN wir da nicht in eine Art von Tierquälerei?
Welches Spiel -die Damen der Schöpfung sitzen aufgetakelt auf den Rängen,ein Getränk in den Händen, ZUTSCHEN läßig an den Strohhalmen , BEDANKEN sich mit freundlichen Blicken für die Darbietung, oder bestrafen NASERÜMPFEND die schlechte Leistung.
Quintessenz - die Verlierer liegen mit einem KEILKISSEN unter dem gebrochenen Bein im Krankenhaus - " durchgefallen" bei der Mutprobe...

Strümpfe * Schwachsinn * Schneckenhaus * Frage * Tragweite
verrucht * schlagkräftig * tanken * hüpfen * flachbrüstig

Inaktiver User
30.03.2006, 09:19
Zivilisation * Gewalt * Rodeo * Waschlappen * Keilkissen
bedanken * naserümpfen * zutschen * schlittern * parieren

Zivilisation wonach klingt das?
Nach Naserümpfen , nach Arroganz, nach sich bedanken für vermeintlichen Schutz, nach parieren vor Fortschritten in Wissenschaft und Technik? Bietet sie uns Raum für das Schlittern in eine Gefühlswelt jenseits des Verstandes?
Wann ist ein Mensch zivilisiert?
Zählen Rodeo und Stierkampf zu zivilisierten Freizeitbeschäftigungen oder sind sie Ausdruck einer nicht besiegbaren Rohheit, die jedem Menschen innewohnt?
Sind Waschlappen zivilisiert oder sind Waschlappen im Grunde Wilde, die dem Drang nach einer stets den Wegen der Vernunft folgenden Entscheidungsfindung aus dem Weg gehen, indem sie sich vielleicht aus Selbstschutz jammernd in ihre Feigheit zurückziehen?
Bietet ein gesundes Rückgrat Sicherheit vor Gewalt ?
Wann wird ein Mensch krank?
Wenn er sich zivilisieren lässt oder wenn er sich der heilenden Wirkung von Keilkissen entzieht und neben seinem Verstand intuitiv seine Bauchgefühle wirken lässt? Wovon bekommt er Verdauungs-, Stoffwechsel-, Kreislaufstörungen, Karies und Neurosen?
Litten Steinzeitmenschen unter diesen Krankheiten?
Konnten sie wegen eines Mangels an Zahnduschen, an desinfizierenden Mundspülungen und elektrischen Zahnbürsten weniger gut zutschen als wir?
Waren sie auch süchtig nach Nikotin, Alkohol, Weingummis, Rucola oder Keksen?
Wann hört der Mensch auf natürlich zu sein?
Gab es in Urzeiten weniger Kriege und mehr Frieden als heute?
Passen natürliche Reaktionen zu einer zivilisierten Lebensweise?
Hat es uns etwas gebracht zu wissen, dass die Erde keine Scheibe ist?
Wohin hat uns die Zivilisation vom ideographischen Schreiben zur Computertechnologie gebracht?
Fragen über Fragen, nützen sie uns?
Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt bleibt…? :zahnschmerzen:

Neue Wörter von Camille :wangenkuss::
Strümpfe * Schwachsinn * Schneckenhaus * Frage * Tragweite
verrucht * schlagkräftig * tanken * hüpfen * flachbrüstig

Psyche, dein Bildchen macht mich ganz fertisch, isch fühl misch hüpnotisiadiert... :unterwerf:

Inaktiver User
30.03.2006, 10:58
Strümpfe * Schwachsinn * Schneckenhaus * Frage * Tragweite
verrucht * schlagkräftig * tanken * hüpfen * flachbrüstig


Welch ein Schwachsinn!

Die Frage war einfach, waren sich die Werbeleute der Tragweite dieser Aktion, die schlagkräftig angekündigt wurde, wirklich bewusst?

Ein Model zu kreieren, welches verrucht aussah und flachbrüstig Strümpfe an den ohren hängen hatte.

Auf dem Plakat waren bären am hüpfen, während man sie in einem überdimensional vergrösserten Schneckenhaus mit einem Whiskyglas in der Hand sitzen sah, wo sie am tanken war.

Paradies * Sonne * Pfarrer * Antichrist * Kapital

unvergessen * verdrossen * verspielt * grantig * labern

Belladonna
30.03.2006, 13:02
Paradies * Sonne * Pfarrer * Antichrist * Kapital
unvergessen * verdrossen * verspielt * grantig * labern

Danke psy :kuss:

Oh Mann, die labern da wieder rum in der Glotze !!! Ein Pfarrer , der sich künstlich über Antichristen aufregt, der das unvergessene Paradies mit seiner ganz eigenen Art und Weise versucht zu definieren ???

Warum müssen auch solche Menschen versuchen Kapital daraus zu schlagen? Sie verspielen damit ihren Rest an Glaubwürdigkeit, die schon längst nicht mehr glaubwürdig ist.

Ich werde trotzdem in Ruhe und ohne Verdrossenheit die letzten Strahlen der Sonne genießen und weniger grantig mit meinem Leben umgehen!!


Ofen * Schnee * Liebe * Rassismus * Verwirrung

beleidigt * absichtlich * kindisch * verrückt * traurig

Inaktiver User
30.03.2006, 14:12
Ofen * Schnee * Liebe * Rassismus * Verwirrung

beleidigt * absichtlich * kindisch * verrückt * traurig

Ich weiß, ich bin KINDISCH .. Nach dem Spaziergang im SCHNEE wollte ich unbedingt den OFEN anheizen, du weißt ja, wie sehr ich diese schwarzen Bolleröfen mag !
Du hast mich ABSICHTLICH damit VERRÜCKT gemacht, daß du gesagt hast, es wäre kein Holz im Häuschen. Und dann hast du nocb für VERWIRRUNG gesorgt mit deinem " Vortrag" über RASSISMUS .
Ich hätte lieber etwas über LIEBE gehört - zuerst war ich TRAURIG, jetzt bin ich BELEIDIGT . Nie wieder fahr ich mit dir übers Wochenende in dieses Häuschen!

Klavierstunde* Tradition * Schlaganfall * Straße * Mauer
stoisch* flüchtig * strafen * schnüffeln* markieren

Inaktiver User
30.03.2006, 14:31
Klavierstunde * Tradition * Schlaganfall * Straße * Mauer
stoisch* flüchtig * strafen * schnüffeln * markieren


Die Klavierstunde ist bei uns schon Tradition.

Ich stehe am Fenster und schaue flüchtig auf die Mauer des Hauses auf der gegenüber liegenden Seite der Strasse. Belustigt sehe ich zu, wie dort Hunde schnüffeln und ihr Revier markieren.

Es ist schon über die Zeit und ich bin einem Schlaganfall nahe, weil sie noch nicht da ist. Stoisch sehe ich auf die Uhr und überlege mir, ob ich sie dafür strafen werde, denn Tradition ist schliesslich Tradition.


Rennfahrer * Astsäge * Birkenschuh * Wolf * Holzbein
belämmert * versoffen * anziehend * einsam * präventiv

Inaktiver User
30.03.2006, 21:50
Rennfahrer * Astsäge * Birkenschuh * Wolf * Holzbein
belämmert * versoffen * anziehend * einsam * präventiv

einsam er birkenschuh sucht leidensgenossin - bin ein schaf im wolf spelz - nur wenn nötig versoffen , männlich und deshalb niemals belämmert - hobbys hab ich viele - gerne auch rennfahrer innen, wenn sie schnell kommen - größte schwäche: ungeduld - präventiv maßnahmen sind absolut unnötig - ich fresse keine - komm und säge an meinem ast - klopf auf holz und schenk mir nicht nur dein bein - wirst schon sehn was du davon hast - es wird sich lohnen - zieh dich warm an... :ooooh:

neue wörter: *kaleidoskop* *sternenfunkeln* *bitterböse* *achtung* *frühlingshaft* *wie du mir so ich dir* *liebenswert*

Inaktiver User
30.03.2006, 22:16
LooooooooL aziza :fg engel: :blumengabe:

Inaktiver User
31.03.2006, 21:35
neue wörter:
*kaleidoskop* *sternenfunkeln* *bitterböse* *achtung* *frühlingshaft*
*wie du mir so ich dir* *liebenswert*

Ich sehe durch ein Kaleidoskop (http://www.die-maus.de/sachgeschichten/kaleidoskop/) zum nächtlichen Himmel und ergötze mich am bunten, flimmernden sternenfunkeln. Plötzlich steht ein Polizist vor mir, der mich bitterböse anschnauzt, was ich allein zu dieser nächtlichen Zeit auf einer Parkbank zu suchen habe.

Aus Achtung vor dem Gesetz bleibe ich zwar liebenswert, denke jedoch bei mir: *wie du mir so ich dir*, lächle ihn frisch frühlingshaft an und zeige ihm mit hinter meinem Rücken gehaltener Hand den *Stinkefinger*.


Psychose * Zahnarzt * Klöppel * Garnele * Metadon
ärmlich * kauern * lustlos * bequem * goutieren

Inaktiver User
01.04.2006, 10:24
Psychose * Zahnarzt * Klöppel * Garnele * Metadon
ärmlich * kauern * lustlos * bequem * goutieren

Hast du den neuen Roman von Renate KLÖPPEL gelesen ? Richtig, " der Mäusemörder" heißt ihr 1.Werk. Ich hatte neulich einen Termin beim ZAHNARZT und da ich eine lange Wartezeit in Kauf nehmen mußte, habe ich es mir im Wartezimmer BEQUEM gemacht und gelesen.
Du findest, es sei dort ÄRMLICH eingerichtet und man müßte auf viel zu kleinen Sesseln KAUERN ? Natürlich, da muß ich dir zustimmen - aber was erwartest du dir von einem Mann, der seine Patienten mit METADON behandelt und in der Mittagsapause LUSTLOS an einer GARNELE knabbert. Ach, und hast du seine Abhandlung über PSYCHOSEN gelesen- dieser Mann traut sich doch etwas zu - das kann man doch nicht GOUTIEREN !

Wochenende * Fliegengitter * Stundenglas * Ruhe * Trost
fliehen * spotten * flach * lästig * ausdauernd

Inaktiver User
01.04.2006, 12:26
Wochenende * Fliegengitter * Stundenglas * Ruhe * Trost *
fliehen * spotten * flach * lästig * ausdauernd *

An diesem Wochenende möchte ich nur meine Ruhehaben, vor der Hektik des Alltags fliehen. Das Wetter steht auf schön und ich hole schon mal das Fliegengitter hervor, damit bei geöffnetem Fenster keins von diesen Plagegeistern in meine Wohnung eindringt.

Es ist auf Dauer lästig, immer das Stundenglas vor Augen, Trost in dem Gedanken ans Wochenende zu finden.

Ich habe mir vorgenommen, mit meinen Inliners mehr zu üben, um einerseits ausdauernd zu werden, zum andern aber auch wendig genug, nicht nur dort, wo es flach ist, zu fahren, sondern auch in der Halfpipe eine einigermassen gute Figur zu machen, ohne Angst, dass die Kiddys über mich spotten.



Paris * Säbel * Krokodil * Karaoke * Luminanz
surfen * reden * abstreiten * bagatellisieren * tricksen

Inaktiver User
01.04.2006, 13:04
Paris * Säbel * Krokodil * Karaoke * Luminanz
surfen * reden * abstreiten * bagatellisieren * tricksen

Mein Wochenendausflug nach PARIS war ein voller Erfolg, das kann niemand ABSTREITEN .
Du fragst nach meinen Erlebnissen?
Ein Nachmittag im Kasperltheater - Kasperl erschlägt das KROKODIL mit einem SÄBEL unter großem Beifall der Kinder .
Ein Abend in einem seltsamen Lokal mit REDEN und KARAOKE verbracht- Halsschmerzen vorprogrammiert.
Die letzte Nacht mit einem jungen Computerfachmann gefachsimpelt und gelernt, was LUMINANZ ist - jaja, nicht nur ..
Am Bahnhof letzendlich Kaffee inclusive SURFEN im internet als gemütlichen Ausklang genossen.
Nein- hör jetzt bitte auf, das alles zu BAGATELLISIEREN . TRICKSEN wir uns doch nicht immer gegenseitig aus und sagen wir, wir hatten beide ein abwechslungsreiches Wochenende .

Streithähne * Frohsinn * Sucht * Startschwierigkeiten * Spott
fraglich * dienstbar * nagen * erübrigen * stattlich

Inaktiver User
01.04.2006, 14:39
Streithähne * Frohsinn * Sucht * Startschwierigkeiten * Spott *
fraglich * dienstbar * nagen * erübrigen * stattlich

Meine morgendlichen Startschwierigkeiten tragen mir den Spott meiner Freundin ein. Zweifel nagen an mir, ob ich denn jemals in der Lage sein werde, den Frohsinn ihres allmorgendlichen Rituals zu verstehen. Es dürfte sich dabei erübrigen, diese Sache so aufzubauschen, dass wir letztendlich als Streithähne(nicht hühnchen?) aufeinander losgehen.Wobei es fraglich bleibt, ob nicht eine gewisseSucht dienstbar gemacht wird, um stattlich zu erscheinen.

Badeunfall * Präzision * Quanten * Nudistin * Spassvogel
irreversibel * tolerant * katastrophal * beliefen * nominell

Inaktiver User
02.04.2006, 20:58
Badeunfall * Präzision * Quanten * Nudistin * Spaßvogel
irreversibel * tolerant * katastrophal * beliefen * nominell


Elfriede, stell dir vor, was meiner Schwägerin gestern passiert ist!

Deine Schwägerin, die Ilse, die, die sich immer über alles und jeden so aufregt und ganz selten nur, Spaß versteht?

Ja, die mein ich, du kennst sie ja. Stell dir vor, sie hatte einen Unfall . Es war zum Glück nicht so katastrophal .

Wieso? Was ist passiert? Moment, wart mal ich werd grad irre ...

Ach, lass doch mal deine Vers schreibereien und hör mal zu.

Ich schreib keine Verse, ich mach Sudoku und das macht mir Spaß und mich wahnsinnig!

Also sie wollte bade n und da hat sie in die Wanne das Wasser eingelassen und dann klingelte das Telefon und unter einer Stunde tratscht die ganz selten, egal welcher Vogel da gerade am Telefon ist.

Ja, bei mir hat sie neulich auch angerufen und sich mächtig beschwert über ihre Nachbarin, weil die hat doch eine Sauna in ihrem Haus und nach jedem Saunagang tanzt sie - also die Nachbarin wie so eine - ach wie heißt das noch gleich nudel - ne

Meinste Nudistin ?

Ja genau - sie tanzt dann wie so eine Nudistin eben durch den Garten und das mochte sie nicht. Die andern drumherum finden es klasse, aber die Ilse halt nicht. Sie sagte je mehr Saunagänge umso mehr Zuschauer be - ne ver liefen sich dann zum Gucken an den Fenstern.

Ach die Ilse regt sich über alles Mögliche auf. Ich sag ihr dann immer lass doch die Leute leben wie sie wollen! Sei doch mal tolerant , sag ich dann immer zu ihr.

Zum Glück sind es ja die anderen. Also die, die es toll finden, wenn da plötzlich mal was los ist um sie herum und es nicht immer nur so langweilig ist. Mal ein bisschen Abwechslung tut uns allen doch gut, oder? Nicht immer nur Rasenmäher und so und andern beim Bücken zugucken wenn die diese Quanten ne Quecken rausreißen müssen.

Jedenfalls als sie wieder zurückgekommen ist, also ins Bad, da war plötzlich das ganze Wasser weg. Sie hat vergessen diesen Stöpsel da reinzumachen. Und das Wasser war die ganze Zeit einfach so weggelaufen. Also hat sie es wieder eingelassen und den Stöpsel wie sagte sie noch, mit einer peniblen Präzision in den Ausguss gesteckt. Aber als sie in die Wanne wollte, als die dann endlich voll war und sie schon nackt war, da klingelte es unten an der Tür. Sie also noch völlig in Gedanken und runter vor die Tür, weil es klingelt ja selten bei ihr. Und da steht doch ein Typ von den Gaswerken vor ihr, guckt sie an und murmelt irgendwas von wegen wo der Zähler wäre, denn da gäb es nominelle Unstimmigkeiten oder so was in der Art mit der Abrechnung, weil sich mein Bruder doch so über die hohe Nachzahlung aufgeregt hat, das wär irgendwie nicht so plaus ibel was sie da nachzahlen müssten und so. Er hat dann etwas verlegen geguckt und sich gewundert, dass da eine Nackte vor ihm steht und da hat die Ilse dann gemerkt, dass sie ja gar nichts an hat und dass in dem Moment auch noch die Krause von gegenüber am Fenster steht und glotzt. Ilse hat dann sofort die Tür zugeschlagen und erst mal tief Luft geholt.

Ach die Arme, wie konnte ausgerechnet sie das vergessen?

Na sie hat sich dann den Bademantel angezogen, ist noch mal zur Tür, aber der Typ war schon weg. Als sie dann endlich in die Wanne steigen wollte, kam mein Bruder nach Hause. Sie hat dann aber trotzdem gebadet. Nur als sie fertig war und rausstieg, da kam dann die Krause an die Tür. Sie konnte hören, dass es die Krause war, weil die mit Willy gesprochen hat. Ob die Ilse denn krank wäre und Hilfe bräuchte und so. Ilse wurde dann so hektisch, dass sie auf dem nassen Boden ausrutschte und sich fast das Bein brach. Sie hat dann so laut geschrieen, dass ihr Mann und die Krause gleich zu ihr ins Bad stürzten, um zu gucken was da los ist. Die riefen dann gleich vor Schreck den Notarztwagen und dann kamen fünf Minuten später auch noch zwei Sanitäter, aber zum Glück hatte sie da den Bademantel schon an, den hat ihr der Willy dann schon umgelegt.

Und was ist nun mit ihr? Musste sie im Krankenhaus bleiben?

Ne, ein Fuß war nur verstaucht und sie ist noch mal mit dem Schrecken davon gekommen. Aber sie hat wohl ziemlich geflucht und irgendwas gesagt von wegen wer im Glashaus sitzt und so. Das weiß ich von meinem Bruder, der hat mir das dann erzählt, weil er wissen wollte was sie damit wohl gemeint hat.

Na da wird sie wohl so ein bisschen recht gehabt haben mit ihrem Glashaus, oder?

Ja, das hab ich meinem Bruder dann auch gesagt, aber der hat das nicht so verstanden. Sie soll ihm das besser mal selbst erklären oder?

Neue Wörter: * Wald * waghalsig * Lüneburger Heide * Bierbauch * trocken * klar wie Kloßbrühe * dies und das * :blumengabe:

Inaktiver User
02.04.2006, 21:32
Neue Wörter: * Wald * waghalsig * Lüneburger Heide * Bierbauch * trocken * klar wie Kloßbrühe * dies und das

Es ist doch wirklich KLAR WIE KLOSSBRÜHE , daß Aziza die geborene Schrifststellerin ist.
Sie schreibt über DIES UND DAS - egal worüber, sie ist eloquent, amüsant, eben ein " Naturtalent"!
Bei ihren Beiträgen bleibt kein Auge TROCKEN..
Du weißt nicht, wer Aziza ist?- Aber natürlich kennst du sie- diese hübsche Brünette, die in der LÜNEBURGER HEIDE wohnt . Ihr Mann heißt Otto , ein netter Mensch mit einem kleinen BIERBAUCH , der WALD über alles liebt - kein Wunder, wenn man in der Heide wohnt. :smirksmile:

Trotzreaktion * Klingelfee * Stauraum * Thema * Klamotten
flüchtig * naß * spähen * traben * niedlich

Inaktiver User
02.04.2006, 21:43
Neue Wörter: * Wald * waghalsig * Lüneburger Heide * Bierbauch * trocken * klar wie Kloßbrühe * dies und das *

Da laufe ich also durch den Wald, waghalsig, wie ich bin.
Plötzlich trete ich aus dem Wald hervor uns sehe vor mir eine flache Landschaft, die ich dank meines eidetischen Gedächtnisses sofort als Lüneburger Heide identifiziere.

Von weitem sehe ich einen Schäfer mit Bierbauch auf mich zukommen und merke erst jetzt, wie trocken mein Mund ist.

Waghalsig gehe ich auf den bärtigen Kerl zu. Als ich bei ihm bin, wechseln wir einen kurzen Gruss und reden über dies und das.

Für mich ist klar wie Klossbrühe, dass ein Schäfer immer was zu trinken mit sich führt. Also frage ich ihn einfach...

Doch der fängt plötzlich an, laut zu lachen, was mich konsterniert blicken lässt. Er faselt etwas von Görnen, die die Lüneburger Heide unsicher machen und normale Getränke in Heideschnäpse verwandeln.

Ja, so fing also mein Abenteuer in der Lüneburger Heide an...


Streetfighter * Kamillentee * Bazille * Paradigma * Laserkanone *
träge * unsicher * lasziv * betrunken * paradiesisch *

Inaktiver User
02.04.2006, 21:45
Ohhhhhh - war wohl irgendwie zu langsam... hallo camille :ahoi:

Inaktiver User
02.04.2006, 21:55
Trotzreaktion * Klingelfee * Stauraum * Thema * Klamotten
flüchtig * naß * spähen * traben * niedlich


Es ist eine reine Trotzreaktion, dass ich gleich wieder zu traben beginne und eine neue geschichte schreibe.

Welche Klingelfee mag mich geritten haben, das Thema Woerterboerse für mich zu verinnerlichen.

Da sitze ich also in meinen Klamotten und versuche, in den Stauraum meines Kopfes zu spähen. Nicht alles, was ich dort finde, ist auch niedlich.

Flüchtig durchforste ich alle Ecken und mache mich schliesslich fast nass vor Freude, doch noch etwas einigermassen Vernünftiges zu finden.


Streetfighter * Kamillentee * Bazille * Paradigma * Laserkanone *
träge * unsicher * lasziv * betrunken * paradiesisch *

Inaktiver User
03.04.2006, 09:09
Streetfighter * Kamillentee * Bazille * Paradigma * Laserkanone *
träge * unsicher * lasziv * betrunken * paradiesisch *

Otto wachte nach einer aufregenden Nacht im Grase der Lüneburger Heide unter einer halbvertrockneten Kiefer auf.

Betrunken vor Glück reckte er fast schon lasziv anmutend all seine Schäferglieder.
Er goss sich aus seiner Thermoskanne den letzten Rest des inzwischen kalt gewordenen Kamillentee s nach.
Es war paradiesisch was er in seinem letzten Traum erlebt hatte.

Seine Schafe um ihn herum blökten vor sich hin und begannen träge zwischen den sanften Hügeln ihre Suche nach essbaren Kräutern.

Welche Klingelfee hat mir diesen Traum geschenkt, sinnierte er mit einem Lächeln auf den Lippen.

Das kann auch nur einem Schäfer passieren, der sich aus freien Stücken für diesen Beruf entschieden hat.
Damals als er, der ehemalige Streetfighter , sich von der Welt abwandte und in Natur und Natürlichkeit ein neues sinnvolleres Leben suchte.

Ein Leben unabhängig von dem im 21. Jahrhundert vorherrschenden Paradigma s.
Ein Leben unabhängig von Denkweisen, die einem von außen zum Denken vorgegeben werden.

Nein, er wollte sich durch seine Entscheidung weitab von Kultur und Zivilisation zu leben, lösen von dem zwanghaften Anspruch allem und jedem gerecht werden zu müssen.

Manchmal aber nur manchmal ödete ihn die Öde der Heide zwar an, aber dann dachte er schnell an das hektische Großstadttreiben, an vermeintlich märchenhaft wirkende Filme mit Laserkanonen , an verrauchte Restaurants und Kneipen und an den gestiegenen Mietpreis seines Koffers in Berlin, von dem er sich trotz allem noch nicht trennen konnte.
Das Zimmer in seiner ehemaligen Wohngemeinschaft wollte er nicht aufgeben, bot es ihm doch Zuflucht, wenn ihn die heidische Einsamkeit ab und an traurig in ihren Bann zieht… Ja, so ganz –heitlich und rund war sein Leben eben immer noch nicht.
Und jetzt nach diesem Traum wusste er auch was ihm zu seinem Glück noch fehlte…

Er strich sich mit der Hand über seinen durch die Einöde inzwischen nicht unerheblich geschrumpften Bierbauch, grinste genüsslich dem Traum nachspürend in die aufgehende Sonne, verscheuchte mit der anderen Hand eine Mücke, die auf hinterhältige Art versuchte sein Blut mit Bazille n zu verseuchen und folgte dem Weg seiner Schafe während er sich geschickt einhändig und in keinster Weise unsicher seine erste Morgenzigarette drehte…

Heute Nacht ja heute Nacht würde er versuchen aus Traum Wirklichkeit werden zu lassen und er dankte im Stillen der Klingelfee, die ihm durch diese gigantisch schöne Eingebung zu dieser Einsicht verholfen hatte... :zwinker:

Neue Wörter: * unverheiratet * :yeah: * heimlich * :cool: * unanständige Sachen * :peinlich: * Wacholder * :blumengabe: *Geburtstagstorte* :hunger: * genießen * :fg engel: * Heuschnupfen * :gegen die wand: * erwartungsvoll * :lachen: * regnerischer Frühlingstag * :regen: * zuckersüß * :schlaf gut:
:blumengabe:

Liebe Psyche, auch von mir die herzlichsten Glückwunsche zu deinem heutigen Geburtstag!!! :wangenkuss:

Inaktiver User
03.04.2006, 11:31
Neue Wörter: * unverheiratet * * heimlich * * unanständige Sachen * * Wacholder * *Geburtstagstorte* * genießen * * Heuschnupfen * * erwartungsvoll * * regnerischer Frühlingstag * * zuckersüß *


Ausgerechnet ein regnerischer Frühlingstag beschert mir einen ausgewachsenen Heuschnupfen.

Statt meine Geburtstagstorte, die so zuckersüss ist, zu geniessen, trinke ich nun für meine (statt auf meine) Gesundheit heimlich einen Wacholder.

Dies ist ein von den Görnen der Lüneburger Heide extra hergestellter Likör, der Menschen, die unverheiratet sind, nicht nur unanständige Sachen machen lässt, sondern dem auch Heilkräfte zugeschrieben werden.

Erwartungsvoll lausche ich also nun nach der Einnahme dieses Zaubertrankes in mich hinein, kann jedoch nichts vernehmen, ausser dem Glucksen in meinem Bauch. Ob das bereits die beschriebene Heilkraft ist?

Wir werden es sicher in einer der nächsten Folgen erfahren.

Samariterin * Pommes * Troika * Liebesnest * Propaganda *
trostlos * weinerlich * charismatisch * lobend * irgendwie *

Lillybett
04.04.2006, 15:02
Samariterin, Pommes, Troika
, Liebesnest, Propaganda,
trostlos, weinerlich,
charismatisch,
lobend, irgendwie



Es war irgendwie trostlos in unserem Liebesnest. Nachdem lulu mich verlassen hatte, hing ich so rum. Alles erinnerte hier an sie.
Hätte ich nichts sagen sollen? Wäre sie sonst noch bei mir?

Aber es war doch die Wahrheit! So oft hatten wir darüber gesprochen: erzähl mir alles von deinen Wünschen, sagte sie. Sag mir, was dich anmacht!.

und dann hatte ich es ihr gesagt: lass uns mal nen Dreier machen, so eine Troika: du und ich und noch eine Frau!Für uns beide , für dich und für mich. Wie findest du das?
Sie könnte uns ja als Samariterin dienen; weißt du , was ich meine, hatte ich Lulu gefragt. Ich hab das mal in so einem Propaganda-Blättchen gelesen.....

Und dann war es passiert: meine Lulu war ausgerastet, empört und ich? ich konnte mich nicht zurücknehmen. weinerlich beharrte ich auf meinen Wünschen wie ein verzogenes Kind.
Und Lulu, das muss ich lobend erwähnen, beruhigte sich, und verließ mich mit einem langgezogenen: Ich geh jetzt. Und ich weiss noch nicht , ob ich wiederkomme.
Sie sah so enttäuscht aus, wandte sich jedoch beim Hinausgehen noch einmal nach mir um, bedachte mich mit ihrem charismatischen Lächeln und Fragte:
Willste du auch ne Pommes?


neue Wörter:
Sonnenbrand, Gallenkolik, Sturm, Wellen, Balkon
blaublütig, mehrfach, verlockend, drückend, ankommen

Inaktiver User
04.04.2006, 15:27
neue Wörter: Sonnenbrand, Gallenkolik, Sturm, Wellen, Balkon
blaublütig, mehrfach, verlockend, drückend, ankommen


All das Warten darauf, dass der Zaubertrank der Görne hilft, führte lediglich dazu, dass ich mehrfach einer Gallenkolik nahe war. In Wellen fühlte ich sie gleich einem Sturm in meinem Innern ankommen.

Durch die lange Zeit des untätigen Herumstehens und Wartens bekam ich einen schmerzhaften Sonnenbrand, der mich, da ich nicht nur sensibel, sondern auch blaublütig bin, arg deprimierte.

Die Sonne stand hoch am Firmament und es war - da kein windzug ging - sehr drückend. Es war für mich verlockend, mir von den nicht sichtbaren Görnen zu wünschen, sie mögen mich nach Berlin auf meinen Balkon zaubern, auf dem ich mich jetzt sicher wohler fühlen würde...


Kamikaze * Strandbar * Vereinigung * Hühnersuppe * Prozess *
rollen * quasselte * scheinbar * vorüber * ruinös *

Lorolli
04.04.2006, 15:30
Sonnenbrand, Gallenkolik, Sturm, Wellen, Balkon
blaublütig, mehrfach, verlockend, drückend, ankommen

Ich liege auf meinem Balkon mit einem heftigen Sonnenbrand. Ausserdem leide ich seit dem letzten Urlaub an einer Gallenkolik. Dabei war der Urlaub so schön. Hohe Wellen und am abend der Sturm haben bleibende Eindrück hinterlassen. Tagsüber war es allerdings drückend heiß. Das wurde noch durch die Anwesenheit des blaublütigen jungen Prinzen verstärkt. Verlockend war sein Angebot, den abend gemeinsam am Strand zu verbringen.
Mehrfach haben wir dort tolle Abende verbracht. Hoffe nun sehnlichst, dass seine versprochenen Liebesbriefe bei mir ankommen.

Blüte, Frost, Bienen, Frust, Ostern
windig, frösteln, depressiv, hoffen

Lorolli
04.04.2006, 15:31
:heul: Psyche war schneller

Inaktiver User
04.04.2006, 15:33
liebe lorolli, das macht doch nix! im gegenteil so sehen wir auch mal, wer welche assoziationen bei bestimmten wörtern und wortkombinationen hat :freches grinsen: :kuss:

Melony
04.04.2006, 15:38
:allesok: Lillybett

Ach wie ich mich freue! :yeah: Bald werde ich auf einem Balkon oder einer Terrasse sitzen, natürlich geschützt vor Sonnenbrand und Sturm. Doch zuerst muss ich dort ankommen wo ich hin will... :gegen die wand: Das viele Essen wird mir keine Gallenkolik bereiten und vom vielen Trinken wird mir sicher blaublütig oder so... :lachen: Wellen werde ich schlagen, aber leider nicht zu Gesicht bekommen. :knatsch: Macht nix, die drückende Schwüle wird mich für diesen Nichtanblick entschädigen. Es ist verlockend dort zu bleiben, aber da ich euch vermissen werde, komme ich bestimmt wieder zurück. :smirksmile:

Melony, die euch mehrfache :blumengabe: und :kuss: da lässt und euch vielleicht aber nur vielleicht ein wenig Sonne mitbringen wird... :zauberer:


Neue Wörter: Neid - Missgunst - Eifersucht - Geldmangel - traurig - zurückbleiben - gönnerhaft ... und was euch sonst noch so einfällt :smile:

Melony
04.04.2006, 15:46
Hallo ihr Beiden, :lachen:

ich liege gerade vor Lachen am Boden... Ja, waren schöne Wortvorgaben von Lillybett, auf die wir uns gleichzeitig gestürzt haben...

:ahoi: Loro, schöne Geschichte!!! :wangenkuss:


Wörter von Psyche: Kamikaze * Strandbar * Vereinigung * Hühnersuppe * Prozess *
rollen * quasselte * scheinbar * vorüber * ruinös *

Wörter von Lorolli: Blüte, Frost, Bienen, Frust, Ostern
windig, frösteln, depressiv, hoffen

Inaktiver User
04.04.2006, 16:09
Psychedelicas neue Wörter:
Kamikaze 1* Strandbar * Vereinigung 1* Hühnersuppe 1* Prozess 1*
rollen 1* quasselte 1* scheinbar 1* vorüber 1* ruinös *

Lorollis neue Wörter:
Blüte1, Frost1, Bienen1, Frust1, Ostern1
windig1, frösteln1, depressiv1, hoffen1

Melonys neue Wörter:
Neid1 - Missgunst1 - Eifersucht1 - Geldmangel 1- traurig1 - zurückbleiben1 - gönnerhaft1 ... und was euch sonst noch so einfällt1
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Plötzlich war ich tatsächlich auf meinem alten Balkon in Berlin! Aber was war das für eine Umgebung? Um mich herum sah ich es rollen und eine Vereinigung von Nudisten quasselte unaufhörlich genau unter meinem Balkon, was mich fast dazu brachte, als Kamikaze zu mutieren und literweise Hühnersuppe auf die Menge zu schütten.

Doch nur scheinbar verlor ich meinen Kopf. Sicher war das bald vorüber und ein wegen eines Ausrasters ausgelöster Prozess wäre sicher ruinös für mich.

Statt dessen erfreue ich mich nun an der ersten Blüte, die sich nach dem Frost vorwitzig zeigt, obwohl es ziemlich windig ist.

Da kommt frau schnell ins Frösteln und kann nur hoffen, dass es über Ostern nicht zu Frust kommt, der mich deperessiv macht, sondern dass das Summen von fleissigen Bienen mein Gemüt erfreut.

Missgunst und Neid gehört dabei nicht zu meinem Repertoire. Zwar leide ich unter permanentem Geldmangel, doch bin ich nicht traurig darüber. Ich kann schon mal im Urlaub zurückbleiben, ohne in Eifersucht zu verfallen.

Allerdings werde ich stinkig, wenn ihr gönnerhaft seid und was euch sonst noch so einfällt, eure scheinbare Omnipotenz zu beweisen.


Pestizide * Kapitalist * Romantik * Motherboard * Wüste *
problemlos * formidabel * wichtigtuerisch * labil * zensiert *

Lorolli
04.04.2006, 17:22
Pestizide, Kapitalist, Romantik, Motherboard, Wüste
problemlos, formidabel, wichtigtuerisch, labil, zensiert


Heute wurde problemlos mein neues Motherboard in den PC eingebaut. Der Techniker tat sehr wichtigtuerisch und hätte am liebsten meine Festplatte zensiert.
Schimpfte dabei das Bill Gates ein Kapitalist sei, dem es an jeglicher Romantik fehle.
Aber zum Glück befasse er sich ja nur mit Windows, sonst würde er noch Pestizide in der Wüste ausstreuen lassen.
Dabei kannte dieser gute Mann noch nicht einmal den Unterschied zwischen formidabel und kompatibel.



Spargel, Polen, Regen, Heisshunger, Figur
arbeitslos, unwirsch, müde, fremd

Inaktiver User
04.04.2006, 17:49
Spargel1, Polen1, Regen1, Heisshunger1, Figur1
arbeitslos1, unwirsch1, müde1, fremd1


Als ich in mein Wohnzimmer zurückkehre, weil Regen mir ins Gesicht peitscht und gleichzeitig die Balkontür hinter mir schliesse, fühle ich mich irgendwie müde und fremd.

Ich bin unwirsch, weil ich einen Heisshunger nach Steaks in mir verspüre, dem ich aber nicht nachgeben möchte, um meiner Figur nicht zu schaden.

Im Fernsehen zeigen sie grade einen Haufen deutscher Arbeiter, die zwar arbeitslos sind, aber keine Lust haben, sich für einen Hungerlohn auspressen zu lassen. Es ist Spargelzeit und aus Polen kommen immer noch viele Arbeitswillige, die unter Preis Spargel stechen.

Ja, auf Spargel, der frisch vom Feld kommt, hätte ich jetzt auch Appetit.


Razzia * Tubus * Chamäleon * Fanfare * Neopren *
schummeln * giftig * launisch * kontraproduktiv * gerissen *

Lorolli
04.04.2006, 19:04
Razzia, Tubus, Chamäleon, Fanfare, Neopren
schummeln, giftig, launisch, kontraproduktiv, gerissen

Nachdem ich nun den launischen Techniker endlich los war, hätte ich vor Freude eine Fanfare spielen können. Da das aber kontraproduktiv gewesen wäre, liess ich es lieber bleiben.
Schnell nahm ich meinen Neoprentaucheranzug und ging an den Fühlinger See um zu tauchen.
Dort fand aber gerade eine Razzia statt, da jemand giftige Chemikalien in den See gekippt hatte. Die Polizei hatte gerade einen Tatverdächtigen festgenommen. Er war sehr gerissen und wechselte seine Aussagen wie ein Chamäleon die Farbe. Aber alles schummeln nützte nichts, die Polizei fand ein Tubus ähnliches Gebilde in seinem Wagen und er musste alles zugeben.

Politik, Giftmüll, Bestechung, saubere Weste, Kinder
prüfen, unbrauchbar, unkontrollierbar

Inaktiver User
04.04.2006, 20:34
Politik1, Giftmüll1, Bestechung1, saubere Weste1, Kinder1
prüfen1, unbrauchbar1, unkontrollierbar1

Grade noch träumte ich von frischem Spargel, da werde ich unsanft vom Nachrichtensprecher aus meinen Träumen gerissen.

Politik ist das Thema und wie immer geht es dabei darum, dass die Beseitigung von Giftmüll unkontrollierbar ist.

Kinder, die im illegal entsorgten Giftmüll spielen, werden todkrank. Doch das interessiert den Politiker nicht. Er trägt nach aussen eine saubere Weste und die verabschiedeten Gesetze sind für solche Fälle unbrauchbar, da die Herren, die ja angeblich eine saubere Weste haben, sich gegenseitig auf Verlässlichkeit prüfen, was ja wohl der Treppenwitz des Jahrhunderts ist.

Bestechung und Korruption sind nun mal nicht nur in Drittländern die Renner, sondern werden bei uns regelrecht kultiviert.


Podest * Scharade * Placebo * Schwein * Regime *
anwesend * trotzig * vorsichtig * behende * dominant *

Lillybett
04.04.2006, 20:42
Politik, Giftmüll,Bestechung, saubere Weste, Kinder,prüfen, unbrauchbar, unkontrollierbar.

Wenn Kinder 16 werden und zum 1. Mal wählen dürfen, interessieren sie sich gelegentlich manchmal immer öfter für Politik
Meistens meinen sie ja, dass Politiker sowieso unbrauchbar für die Durchsetzung jugendlicher Ideen sind, da diese schon fast zum Giftmüll gerechnet werden müssten.

Da ich selbst politisch aktiv bin, muss ich den Jugendlichen leider ganz häufig zustimmen.
Ich prüfe schon lange die saubere Weste unserer Kommunalpolitiker und finde doch nur viele Schmutzspuren, die von unsachgemäßer Bestechung herrühren.
Soll ich deswegen meinen Kindern empfehlen, nicht wählen zu gehen, weil Politik unkontrollierbar geworden ist?
Ich meine nein!!!!!!!! Wagt die Demokratie, mischt euch ein, geht wählen und macht selber Politik.

neue Wörter: NordicWalking ,Astloch ,Fieberkurve ,Fanschal ,Meister, allwissend, immer öfter , aufbrausend, Löchrig, andauernd

Inaktiver User
04.04.2006, 21:09
Neue Wörter Psychedelica:
Podest 1* Scharade1 * Placebo 1* Schwein 1* Regime 1*
anwesend 1* trotzig 1* vorsichtig 1* behende 1* dominant 1*

Neue Wörter Lillybett:
NordicWalking1 ,Astloch1 ,Fieberkurve1 ,Fanschal1 ,Meister1,
allwissend1, immer öfter1 , aufbrausend1, löchrig1, andauernd1
-----------------------------------------------------------------------

Da sitzen sie nun alle, die Umweltverschmutzer aus unserem Regime und nicht etwa aus Ländern, von denen wir es am ehesten erwarten würden.

Sie sitzen im Fernsehen auf dem Podest und spielen den Zuschauern eine Scharade vor.

Einige von den Zuschauern rufen verständlicherweise:

"Du Schwein spielst mit dem Leben unserer Kinder, nur des Geldes wegen."

Security ist anwesend, hält sich aber vorsichtig im Hintergrund.

Borniert sitzen die Geschmähten und versuchen, dominant zu wirken, während die Rufer trotzig den Politikern Paroli bieten.

Behende verteilen Freunde der Politiker Rosen unter die anwesenden Damen, um ein friedlicheres Klima zu erzielen. Doch kommt das lediglich einem Placebo gleich.

Eine Gruppe von aufgewühlten, sportlich getunten Damen, die gerade vom Nordic Walking gekommen sind, bedrohen mit ihren gefährlich aussehenden Stöcken immer öfter den Meister, der diese Runde leitet.

Dieser ist aufbrausend, macht auf allwissend und versucht andauernd, in einem nebulösen Astloch unterzutauchen.

Während einer der Missetäter nervös an seinem Fanschal nestelt, machen ihm die Zuschauer begreiflich, wie löchrig die Argumente der Verschmutzer sind. Einer Fieberkurve gleich geht die Stimmung mal auf und mal ab.

Nach dem Ende der Diskussion weiss niemand mehr, worum es eigentlich ging. Der Meister verschwindet in seinem Astloch und die getunte Damengruppe macht weiter mit Nordic Walking.


Pazifist * Journalist * Artdirektor * Kleinbahn * Verbrecher *
genügsam * chauvinistisch * trübe * gelehrig * morbide *

Lorolli
04.04.2006, 22:20
Unsere morbide Kleinbahn wird noch immer von Verbrechern weiter betrieben. Der gelehrige Journalist hat keine Chance gegen die Verbrecher der Gesellschaft vorzugehen.
Die Aussichten, dass sich durch den Einsatz des Artdirektor etwas ändern, sind äusserst gering. Die Pazifisten unserer Stadt haben zwar eine Demo angesagt, aber die Aussichten auf Erfolg sind sehr trübe.
Hoffen wir mal das die oposition etwas mehr chauvinestisch und weniger genügsam ist.
Hoffen wir, dass unsere Gesellschaft nicht total morbit ist.



Nacht, Halbmond, Vorstellungsgespräch, Schlafstörung
stottern, einfühlsam, neidisch

:-) viel spass

Lillybett
04.04.2006, 22:34
Artdirektor Pazifist Journalist Kleinbahn Verbrecher genügsam chauvinistisch trübe gelehrig morbide


Der Artdirektor schaute auf seine Uhr. Wieso kam der Journalist nicht, der ihn zur neuen Austellung: Morbides in der Kunst des 21. Jahrhunderts" interviewen wollte.
War er aufgehalten worden? Normalerweise kam er doch mit der Kleinbahn,die aber heute auch noch nicht am Museum gehalten hatte,
Langsam wurde der Direktor ungeduldig. Hatte er sich doch am Nachmittag mit dem Pazifisten Friedensreich Hundertwasser verabredet, der ihm eine Werkausstellung in Aussicht gestellt hatte.
Oh ja, er war ein Mann, der ungern im Trüben fischte. Gelehrig wie er war, hatte er immer gerne die dicken Fische an der Angel, die auch ihm als Kunstmäzen zum Ruhme gereichten.
Und nun das:
Kein Journalist in Sicht. Sichtlich verärgert griff er zum Handy und rief in der Redaktion an. Hoffentlich griff nicht die Journalistin vom Feuilleton zum Hörer. Der Artdirektor ärgerte sich schon wieder: Diese Dame hatte ihm doch anlässlich einer Vernissage, als er ihr Dekollete bewunderte, als chauvinistisches Schwein beschimpft.
So eine lila frauenbewegte! Schande über sie, dachte er nur.
Hier Redaktion Weltbild, meldete sich die Stimme, die seltsam verhalten wirkte.
Der Artdirektor polterte sofort los. Er sei ja ein genügsamer Mensch, aber ihn so lange warten zu lassen, sei ja wohl eine Unverschämtheit....
Leider, flüsterte die Stimme, leider sei mit dem Kommen des Kollegen nicht mehr zu rechnen. Sie schnupfte noch mal leise. Er ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen.


Neue Wörter:
wortlos, stimmgewaltig, eiscreme, Frühlingserwachen, Opernball, lustlos, MP3 Player, einsam, müde, gewaltig

Inaktiver User
05.04.2006, 00:22
Neue Wörter Lorolli:
Nacht1, Halbmond1, Vorstellungsgespräch1, Schlafstörung1
stottern1, einfühlsam1, neidisch1

Neue Wörter Lillybett:
wortlos1, stimmgewaltig1, Eiscreme1, Frühlingserwachen1, Opernball, lustlos1, MP3 Player1, einsam1, müde1, gewaltig1
-----------------------------------------------------------------------

Das Vorstellungsgespräch war beendet und Sophie trat - vom langen Sitzen unsicher auf den Beinen - in die, nur vom Licht des Halbmond erhellte Nacht.

Es machte ihr nichts aus, dass dieses Gespräch so lange angedauert hatte, da sie eh seit langem an einer Schlafstörung litt.

Auf ihr plötzliches Stottern beim Erscheinen der Personalleiterin hatte diese recht einfühlsam reagiert. Sophie fühlte sich verwirrt - verwirrt durch ihre Gefühle, die verrückt spielten, als sie die Frau ansah. Sie war nicht neidisch auf die atemberaubende Schönheit, aber es war da etwas, was sie wie ein Magnet anzog.

Wortlos, sie, die normalerweise stimmgewaltig ihre Meinung vortrug, betrachtete sie die Frau und fühlte in sich ein Frühlingserwachen. Lust auf Eiscreme überkam sie und lustlos hörte sie sich die vollmundigen Sprüche über den neuen MP3-Player an, der gewaltig in seiner Funktionalität zu sein schien.

Sie fühlte sich in diesem Augenblick sehr einsam und müde. Nicht einmal die Aussicht, bald mit einer Freundin zum Opernball gehen zu können, vermochte sie aus ihrem Tief zu reissen. Auf einmal wusste sie: sie war verliebt - verliebt in diese Frau, die vor ihr sass...


Trieb * Gewalt * Herrschsucht * Huhn * Paris *
trötig * hamstern * voluminös * krachend * beeindruckend *

Lillybett
05.04.2006, 14:14
Trieb, Gewalt, Herrschsucht, Huhn, Paris,trötig, hamstern, voluminös,krachend, beeindruckend



Geschafft. Journalist Schmidtke war mit sich zufrieden. Gerade rechtzeitig hatte er den Artikel zu Ende geschrieben und mit der Überschrift: TRIEBtäter in PARIS gefasst" versehen. Entspannt lehnte er sich auf dem Schreibtischstuhl zurück, streckte die Arme in die Luft und atmete tief ein.
Nichts wie weg von all dieser GEWALT, über die er tagtäglich schreiben musste. Und auch in der Redaktion war nicht überall Frieden. Ein Kollege, der ein BEEINDRUCKENDes Imponiergehabe an den Tag legte, um nicht zu sagen, an HERRSCHSUCHT litt, war wie immer, damit beschäftigt, auch Schmidtke möglichst unauffällig zu mobben.
Dennoch war der Posten des stellveretretenden Ressortleiters immer noch nicht vergeben worden. War das ein gutes Zeichen für ihn, überlegte Schmidtke? Ich bin immer noch im Rennen, dachte er. Nur nicht klein kriegen lassen, meine Gene sind gut. Oma hatte auch durch ihr Organisationstalent beim HAMSTERN den Krieg prima überlebt.

Da fiel es Schmidtke siedend heiss ein: er hatte ja silvia, die Redaktionsassistentin für heute Abend zum Essen bei sich zu Hause eingeladen. Und das HUHN war immer noch nicht im Bachofen. Sivia, seine Gedanken schweiften kurz ab, mit der VOLUMINÖSen Oberweite!
"you are the sunshine of my life" stimmte er noch im Büro an, leicht TRÖTIG hörte sich das nach der langen Erkältung noch an, und verliess im Eilschritt seinen Arbeitsplatz. KRACHEND fiel die Tür hinter ihm ins Schloss.

neue Wörter:
Diät, Negerküsse, flockig, Weichspüler, tausendmal, abheben, durchmachen, verschachtelt, Ohrwurm, automatisch

Inaktiver User
05.04.2006, 18:15
neue Wörter:
Diät1, Negerküsse1, flockig1, Weichspüler1, tausendmal1, abheben1, durchmachen1, verschachtelt1, Ohrwurm1, automatisch1


Ich renne fluchend durch die Wohnung. Tausendmal habe ich gesagt, man möge wegräumen, was man bei mir benutzt hat. Ich räume schon ganz automatisch alles weg, wenn ich es nicht mehr benötige.

Ich sollte Diät halten, aber der Frust darüber, dass die offen gelassene Flasche mit Weichspüler nun locker flockig meinen Fussboden bedeckt, verführt mich dazu, Negerküsse in einem Umfang zu mir zu nehmen, der nicht normal ist.

Dazu kommt, dass ich seit heute morgen einen Ohrwurm in meinem Kopf habe, bei dem ich kreischend abheben könnte.

Was muss ich denn noch durchmachen und wie verschachtelt können Gedankengänge sein, die mich dazu bringen, solchen Blödsinn zu schreiben...


Pizzaservice * Krone * Barbier * Axiom * Haltestelle *
polieren * verkehren * puristisch * radikal * empathisch *

Lorolli
06.04.2006, 14:35
Pizzaservice, Krone, Barbier, Axiom, Haltestelle
polieren, verkehren, puristisch, radikal, empathisch


Heute morgen entdeckte ich an der Haltestelle eine
wunderschöne Werbung eines neuen Pizzaservice.
Werde mir also heute abend, nach dem Besuch der
Oper " Der Barbier von Sevilla " eine " puristische "
Pizza bestellen und denke, dass sie radikal einfach
sein wird. Muss sie dann eben mit etwas Käse, Oliven usw. aufpolieren
Da ich aber eher empathisch als vornunftbetont bin und ich die
Werbung für eine puristische Pizza klasse fand,
gehe ich das Risiko mit dem neuen Pizzaservice ein.
Verkehre ja auch nicht immer im selben Lokal, sonst
hätte ich bestimmt letzte Woche die interessante
Diskussion über Axiom nicht mitbekommen.

Gewalt, Perfektionismus, Presse, Skulptur, Export
friedlich, kleinlich, sparsam, ungläubig

Inaktiver User
06.04.2006, 14:50
Gewalt1, Perfektionismus1, Presse1, Skulptur1, Export1
friedlich1, kleinlich1, sparsam1, ungläubig1

Ungläubig stehe ich vor der filigranen Skulptur. Ich, die ich so sparsam im Umgang mit Superlativen bin, glaube ich doch an den Perfektionismus, komme mir direkt kleinlich vor, dieses Kunstwerk nach Geld bewerten zu wollen.

Die Presse ergeht sich ebenfalls in lautstarken Lobpreisungen und würdigt den Künstler, der friedlich versuche, der Gewalt in der Welt mit den Mitteln der Kunst zu begegnen und sicher für den deutschen Export ein Verkaufsschlager sei.


Trommelfall * Kaserne * Raute * Kreolen * Mutant *
halbieren * posaunte * fragend * changiert * diagnostizierend *

Lorolli
06.04.2006, 15:30
Trommelfell, Kaserne, Raute, Kreolen, Mutant
halbieren, posaunte, fragend, changiert, diagnostizierend


Heute kam ich bei meinem Einkaufsbummel,
habe mir wunderschöne Kreolen gekauft, an
der Kaserne vorbei.

Ein Offizier brüllte die neuen Rekruten
dermaßen an, dass mir fast das Trommelfell
geplatzt ist.

Also ging ich zu ihm und schaute ihn fragend an.
Er diagnostizierde meinen erstaunten Blick richtig und
posaunte heraus, dass er versuche, seinen
Rekruten zu erklären, was eine Raute sei, aber
sie verstünden es einfach nicht. Deshalb müsse
er eben laut werden.

Auf meinen Einwand, dass die jungen Menschen
bestimmt besser zuhören, wenn er seine Lautstärke
halbiere, meinte er nur lakonisch, die hören doch
nur noch zu, wenn im TV Serien wie " Mutant X "
laufen. Und ausserdem changiere ihn meine Meinung
überhaupt nicht, er würde sein Verhalten und
Auftreten bestimmt nicht mehr ändern.

Promille, Rottweiler, Gewitter, Strasse, Psychologie
ängstlich, rennen, tolpatschig, frierend

Inaktiver User
06.04.2006, 16:27
Promille, Rottweiler, Gewitter, Strasse, Psychologie
ängstlich, rennen, tolpatschig, frierend

Also bitte, Lorolli, schau dir diesen Mann dort drüben an, er hat doch eindeutig einige Promille zu viel :wie?:! Tolpatschig wie der junge Rottweiler an seiner Seite tappt er die Straße entlang, blickt sich ängstlich suchend um . Wenn er könnte, würde er rennen, das sieht man seinem Blick an.
Naja, Alkoholiker leiden ja immer an Verfolgungswahn, lehrt die Psychologie.
Ach komm, gleich zieht ein GEwitter auf, wir sollten uns beeilen, um ihm zu entkommen!
Ich möchte nicht naß und frierend im Kaffeehaus sitzen!

Klabautermann * Streich * Tragik * Frohsinn * Titel
fraglich * staunen * kleidsam * fix * steuern

Lorolli
06.04.2006, 17:05
Klabautermann * Streich * Tragik * Frohsinn * Titel
fraglich * staunen * kleidsam * fix * steuern


Der junge Matrose fand seine neue Uniform sehr kleidsam und freute sich auf die
nächste große Fahrt.
Sein Kollege erzählte ihm aber, auf diesem Schiff würde der Klabautermann spuken.
Das fand er nun doch sehr fraglich und überlegte sich, dass er einen Streich aushecken würde. Frohsinn war ihm schon immer lieber als Tragik.
Fix überlegte er sich etwas, um die Schiffssbesatzung zum staunen zu bringen.

Er fragte den Kapitän, ob er ihm nicht einen Titel als Schiffsclown verleihen könne.
Das fand der Kapitän nun nicht so lustig und der Matrose musste nun zur Strafe, bei
der vorgeschriebenen Rettungsübung, das Rettungsboot steuern.


Übermut, Polizei, Hausbesetzung, Studenten, Computer
wohnungslos, unzufrieden, fremd, sozial

Inaktiver User
06.04.2006, 19:10
Übermut1, Polizei1, Hausbesetzung1, Studenten1, Computer1
wohnungslos1, unzufrieden1, fremd1, sozial1


Voller Übermut liefern sich Studenten mit der Polizei eine Strassenschlacht.

Andere Studenten, die wohnungslos sind und fremd in der Stadt machen im allgemeinen Gedränge eine Hausbesetzung.

Derweil sitzt ein Hacker, der mit dem allem unzufrieden ist, am Computer, um der Hausbesetzung Legalität zu verschaffen und so den Leuten, die sozial im Abseits stehen, Hilfestellung zu geben.


Engelsflügel * Pastorentochter * Defloration * Corn Flakes * Kamera *
pulsierend * regnerisch * langatmig * vorübergehend * qualmende *

Belladonna
06.04.2006, 22:21
Engelsflügel * Pastorentochter * Defloration * Corn Flakes * Kamera *
pulsierend * regnerisch * langatmig * vorübergehend * qualmende



Mit Engelsflügeln gleich schwebte die Pastorentochter , die ihre Defloration bereits hinter sich hatte, auf ihrem Weg ins Dorf an kleinen Geschäften vorbei, die in der Vorsaison vorübergehend geschlossen hatten.

Das pulsierende Leben der kleinen Oase im Süden Englands wird erst wieder einsetzen wenn die regnerische Phase beendet sein wird.

Sie hatte ihre Kamera stets umgeschultert und ist ständig auf der Suche nach neuen Motiven für die neue Tourismusbroschüre ihres Dorfes. Auf dem Weg in den Supermarkt lief ihr eine alte Bekannte über den Weg die ihr langatmig eine nicht interessante Geschichte erzählte und dabei mehrere qualmende Zigaretten einfach auf den Boden fallen ließ. Nachdem sie ihre Corn-Flakes im Supermarkt gekauft hatte machte sie sich auch prompt wieder auf den Heimweg um sich wieder aufzuwärmen!!


Chaos * Verlustangst * Butter * Unfallgefahr * Blumenwiese *
Bezeichnend * introvertiert * ängstlich * rutschig * katastrophal*

Inaktiver User
06.04.2006, 22:37
Chaos 1* Verlustangst 1* Butter1 * Unfallgefahr 1* Blumenwiese 1*
Bezeichnend 1* introvertiert 1* ängstlich 1* rutschig 1* katastrophal1*

Welch ein Chaos!

Suzanne war nicht nur introvertiert, sondern bedeutete eine echte Unfallgefahr, weil sie besonders ängstlich die Blumenwiese umrundete.

Die Strasse dort war extrem rutschig und es war bezeichnend für sie, statt Butter bei die Fische zu tun, ihrer Verlustangst auf eine Art, die geradezu katastophal war, nachzugehen.


Jet * Kompressor * Prügelstrafe * Planung * Hackebeil *
theoretisch * antizipativ * kapitalistische * verschroben * kontrolliert *

Lorolli
06.04.2006, 23:29
@ belladonna, klasse, macht doch richtig spass

Inaktiver User
07.04.2006, 00:05
Liebe Belladonna, :ahoi:

ich freue mich, dass du den Weg hierher nicht nur zum Lesen gefunden hast. Mach weiter so... :allesok: :yeah: :schild genau: :fg engel:

Inaktiver User
07.04.2006, 00:30
Jet * Kompressor * Prügelstrafe * Planung * Hackebeil *
theoretisch * antizipativ * kapitalistische * verschroben * kontrolliert *


Professor Doktor Hackebeil mag ja ein wenig verschroben sein, doch ist seine Planung durchaus antizipativ ausgerichtet.

Natürlich gibt es eine Reihe von Menschen, die ihm bereits die Prügelstrafe angedroht haben, weil er das kapitalistische Gesundheitssystem gezielt desavouriert.

Selbst wenn er im Jet zu einem Kongress unterwegs ist, beschäftigt er sich theoretisch damit, wie in Deutschland das Gesundheitswesen kontrolliert wird. Dabei verdichten sich seine Gedanken, als würden sie durch einen Kompressor fliessen.

Paranoiker, Diätkost, Labskaus, Nudelsalat, Musketier
scheinbar, pragmatisch, ziellos, hustend, gerissen

Inaktiver User
07.04.2006, 04:59
Paranoiker1, Diätkost1, Labskaus1, Nudelsalat1, Musketier1
scheinbar1, pragmatisch1, ziellos1, hustend1, gerissen1

Boahhhh eyy - was für ein Paranoiker ist der Typ, der an der Ecke steht und scheinbar ziellos seine unruhigen Augen die Strasse auf und ab laufen lässt.

Er ist gekleidet wie ein Musketier, scheint dem Roman von Alexander Dumas direkt entstiegen. Erzählt mir was von Diätkost und schiebt sich dabei löffelweise mir eher suspekt aussehenden Labskaus in den weit geöffneten Mund.

Er scheint pragmatisch zu sein, kommt mir aber, wie ein Tuberkulosekranker hustend, eher gerissen vor, wie jemand, der gerne Menschen hintergeht.

Während er also noch an seinem Labskaus herum kaut, mustert er mich mit seinen Augen und bietet mir aus einer offen vor ihm stehenden Dose Nudelsalat an, den ich jedoch dankend ablehne.

Terrorakt * Kannibale * Feuerzeug * Kerosin * Paketschnur *
schmusig * akribisch * lebendig * behütet * kalibrieren *

Inaktiver User
07.04.2006, 07:34
Guten Morgen, ihr Lieben! :wangenkuss:

Ich hoffe, Ihr habt gut geschlafen und seid Heute fleissig am Schreiben... :fg engel:

Inaktiver User
07.04.2006, 15:18
Terrorakt * Kannibale * Feuerzeug * Kerosin * Paketschnur *
schmusig * akribisch * lebendig * behütet * kalibrieren *

Nein, es ist kein Terrorakt, wenn ich dich bitte, das Meßgerät kalibrieren zu lassen - ich hab doch nicht von dir verlangt, daß du Kerosin in ein Feuerzeug einfüllst, oder?
Und bitte, warum wickelst du die Paketschnur so akribisch auf- hat das deine Mutter immer von dir verlangt ? Ich denke manchmal wirklich, du wurdest von ihr zu sehr behütet.
Ach ja- und bitte iß dieses Hühnchen jetzt nicht wie ein Kannibale - du verdirbst ganz die gute Stimmung, dabei wäre ich gerade so schmusig aufgelegt..
Trotz alledem- hab ich dir schon gesagt, daß ich dich liebe ? I want you " tot oder lebendig"- entschuldige, war jetzt ein dummer Scherz - lebendig natürlich- sehr lebendig !

Klavier * Spaßvogel* Trampelpfad * Prüderie * Flaschenpost
filigran * lästig * stehen * verlaufen * gerade

Lorolli
07.04.2006, 15:51
Klavier * Spaßvogel* Trampelpfad * Prüderie * Flaschenpost
filigran * lästig * stehen * verlaufen * gerade

Gestern ging ich über einen Trampelpfad Richtung Küste. Leider habe ich mich dabei verlaufen, denn ein Spaßvogel hat mich in die falsche Richtung geschickt. Gerade als ich umkehren wollte, sah ich vor mir ein Haus mit wunderschönen filigranen Gardinen.
Also blieb ich stehen und hörte plötzlich Klaviermusik. Ganz abrupt brach die Musik ab und ich hörte nur noch jemanden schimpfen, wie lästig doch das Klavierüben sei.
Dann sah ich ein junges Mädchen aus dem Haus laufen mit einer Flasche in der Hand.
Ich ging dem Mädchen nach und sah, dass es wohl eine Flaschenpost ist, denn sie warf sie in das Meer.
Als sie zurück kam, sprach ich das Mädchen an und fragte, welche Nachricht denn in der Flaschenpost sei. Sie lachte nur und sagte, das ist ein Hilferuf. Sie hoffe,
dass ein hübscher Wassermann diese Flaschenpost findet und kommt, um sie aus der Prüderie ihres Elternhauses zu retten.

Phantasie, Gefühl, Intuition, Metaphern, Zeit
verbal, sinnlich, analytisch


Hoffe, dass ist schwierig :freches grinsen:

Soll euch von Melony grüssen.

Inaktiver User
07.04.2006, 16:21
Phantasie1, Gefühl1, Intuition1, Metaphern, Zeit1
verbal1, sinnlich1, analytisch1


"Hallo?"

Ich bleibe abrupt stehen und drehe mich um, zu sehen, wer mir da verbal ein "Hallo" zuruft.

Eine hübsche Mittdreissigerin lächelt mich an, was meine Phantasie sofort anregt. Ichlächle zurück und schaue sie fragend an.

"Kennen wir uns?"

Immer noch lächelnd, nickt sie und sagt dann, während sie ihren Kopf sinnlich etwas zur Seite neigt:

Natürlich kennen wir uns! Weisst du nicht mehr, der Urlaub im vergangenen Jahr?"

Ich schaue genauer hin... natürlich ist Zeit vergangen, aber doch nicht so viel. Plötzlich weiss ich es wieder, oder genauer gesagt, meine Intuition sagt es mir:

"Du bist Kathrin:"

Diesmal lacht sie laut auf und schaut mir direkt in die Augen - sie hat diesen Blick, der eine Frau schwach werden lässt. Mein Gefühl fängt an zu rotieren. Ich, die sonst so analytisch vorgehe, merke, wie ich anfange zu flattern.

Immer noch breit lächelnd und meine augen dabei fixierend sagt sie dann:

"Na, du Königin der Metaphern, erinnerst dich also an mich. Redest du immer noch so häufig in Vergleichen?"

Ich will etwas sagen, jedoch irgendwie ist gerade in diesem Augenblick meine Stimme abhanden gekommen. Also nicke ich nur und lächle zurück, mir dabei vorkommend, wie ein an Land geworfener Fisch.


Praline * Mehrzahl * Rondell * Kakerlake * Weinberg *
transpirieren * deformiert * grantig * allergisch * patzig *

danke lorolli für die grüsse von melony

Inaktiver User
08.04.2006, 11:40
..schön, Psychedelica :blumengabe:

Inaktiver User
08.04.2006, 14:12
Praline * Mehrzahl * Rondell * Kakerlake * Weinberg *
transpirieren * deformiert * grantig * allergisch * patzig *

Donna Leones Weinberg liegt so weit ab vom Schuss, dass sie ins transpirieren kommt, bei der Bewältigung des Fussmarsches. In der Mehrzahl der Fälle ist sie ja mit ihrem altersschwachen Moped unterwegs. Doch diesmal muss sie laufen, was ihre Stimmung auf den Nullpunkt bringt und sie grantig erscheinen lässt. Sie hatte nämlich grad erst einen Unfall mit ihrem Lieblingsfortbewegungsmittel und das liegt nun deformiert im hinter dem Haus befindlichenRondell. Während sich Donna Leone beim Laufen eine Praline zwischen ihre halb geöffneten Lippen schiebt, zertritt sie energisch eine ihr über den Weg laufende riesige Kakerlake, gegen die sie allergisch ist. Dem ihr entgegen kommenden Dorfpfaffen, der meint, das sei auch ein Lebewesen Gottes, gibt sie patzig zur Antwort, dass die Kakerlake dann ja bei ihrem Herrn sei und es doch gut getroffen habe, dass ausgerechnet ihr Fuss die Kakerlake ins göttliche Paradies befördert habe, wo sie nun sicher als Obergeist aller Kakerlaken darüber wachen werde,dass andere ihrer Spezies nicht ihren Füssen zu nahe kämen.

*Büchse der Pandorra*, Waterloo, Zentrifuge, Nonplusultra, Sextant
krakeelen, sinniert, persifliert, phänomenal, subsumieren

Inaktiver User
08.04.2006, 15:19
*Büchse der Pandorra*1, Waterloo1, Zentrifuge1, Nonplusultra1, Sextant1
krakeelen1, sinniert1, persifliert1, phänomenal, subsumieren1



Sarah liegt in ihrem Wohnzimmer auf dem Bärenfell vor dem mächtigen Kamin, in dem ein wärmendes Feuer lustig prasselt.

Ihre Gedanken gehen in die Vergangenheit - an einen geschichtsträchtigen Ort, der allgemein als Waterloo bekannt ist, an dem ein gewisser Napoleon sein ganz persönliches Waterloo erlebt hat.

Sie sinniert darüber nach, wie sich wohl Napoleon gefühlt haben muss, als sich für ihn in Waterloo die Büchse der Pandorra öffnete.

In ihrer Phantasie persifliert sie den Helden aus der Vergangenheit und wirft einen kurzen unwirschen Blick zum halb geöffneten Fenster, welches direkt zur Strasse führt, auf der irgendwelche Leute krakeelen.

Doch ist dies nur ein kurzer Ausflug in die Realität. Achselzuckend verdrängt sie den Lärm aus ihren Gedanken und beschliesst, ihn als weiteres Übel zu all den anderen negativen Erscheinungsformen dieser Gesellschaft zu subsumieren. Einen kurzen Moment laufen ihre Gedanken dabei wild wie in einer Zentrifuge durcheinander.

Dann fokussiert sich ihr Blick und richtet sich auf den Sextant, der auf dem Kamin liegt und der das Nonplusultra an Handwerkskunst darstellt - eine Meisterarbeit, die phänomenal in ihrer Einzigartigkeit ist.

Das Krakeelen auf der Strasse steigert sich nun zu einem fast schmerzhaften Crescendo, was Sarah veranlasst, sich von ihrem Bärenfell graziös zu erheben, zum Fenster zu schreiten und es zu schliessen.


Tortenheber * Zwangsversteigerung * Armbanduhr * Karotte * Teleobjektiv *
obsessiv * besessen * verhätscheln * anbrennen * filettieren *

Lillybett
09.04.2006, 13:20
Tortenheber, Zwangsversteigerung,Armbanduhr, Karotte, Teleobjektiv,
obsessiv, besessen, verhätscheln,anbrennen, filitieren,

Harry schaute auf die Armbanduhr . Nun hockte er schon seit über 1 Stunde im Gebüsch im Garten auf der Lauer. Das Teleobjektiv lag einsatzbereit neben ihm. Aber nichts tat sich.
Die Ehefrau, die ihn beauftragt hatte, das Haus nebst Nochgatten ins Visier zu nehmen, war wie besessen von dem Gedanken, ihrem zukünftigen Exmann zu schaden.
Seine obsessive Neigung zu einer Dame aus horizontalen Gewerbe sollte Harry auch dokumentieren. "Er liess schon zu unserer besten Ehezeit nichts
anbrennen ", hatte sich die Frau beklagt.
Harry kaute an einer Karotte . Liebevoll dachte er an seine Frau, die ihn so
verhätschelte , wenn er zu Hause war. Er genoss es einfach, sich bei ihr fallen lassen zu können ..........
Da ! Hatte sich nicht etwas an der Terassentür des Hauses bewegt? Jemand zog die Gardinen zur Seite. Eine Frau, spärlich bekleidet reckte ihren Arm in die Luft.
Harry griff die Kamera. Irgendetwas hatte sie in der Hand, das bedrohlich spitz in die Luft ragte. Sah wie ein Tortenheber aus oder eher doch wie ein Kochmesser.
Harry drückte ununterbrochen auf den Auslöser. Er erstarrte. War das nicht.........er schaute noch genauer hin. Die Frau tobte und schien zu schreien. Ihr Gesicht war wutverzerrt.
War das nicht seine Auftraggeberin, die da im Haus sah?
Und wer war bei ihr? Ihr Mann?
Harry fröstelte. Er hatte die Frau als wildentschlossen erlebt. Was machte sie da, mit dem Messer in der Hand? Zum Filitieren war es gut geeignet, und nun als Waffe?
Genau diese Frau hatte ihm vor kurzem noch gesagt, dass sie, wenn Harry die angeblichen Exzesse ihres Mannes dokumentiert habe, ihm das Haus wegnehmen wolle.
Sein heißgeliebtes Haus wolle sie zur ZWANGSVERSTEIGERUNG anbieten und ihn ausnehmen, wie eine Weihnachtgans!
Im Inneren des Hauses schien ein Kampf zu toben. Die Gardine war gerade zu Boden gerissen worden.
"Bleib an der Kamera, dachte Harry, bleib am Ball."

Lillybett
09.04.2006, 13:25
neue Wörter

Osternest Wurmbefall, Fingernagel, Hochwasser, Blütenduft,
kratzig, reduzieren, optimieren, querdenkend, lasziv

Lorolli
09.04.2006, 15:25
Osternest Wurmbefall, Fingernagel, Hochwasser, Blütenduft,
kratzig, reduzieren, optimieren, querdenkend, lasziv

Beim basteln des Osternestes mit den kratzigen Materialien habe ich mir doch jetzt tatsächlich einen Fingernagel abgebrochen. Leider konnte ich kein frisches Moos holen,
da alles vom Hochwasser überschwemmt ist. Es wird wirklich Zeit, dass der Hochwasserschutz endlich optmiert wird und die Einsprüche der querdenkenden Gegner der Hochwasserschutzmauer sich reduzieren.
Der Frühling mit seinem Blütenduft und den vielen verschiedenen lasziven Gerüchen könnte so schön sein. Statt dessen überall stinkendes Wasser und ganz viele Ratten. Muss wirklich auf meine Haustiere achten, sonst leiden sie demnächst wieder unter Wurmbefall und ich muss viel Geld für den Tierarzt ausgeben.


Palmsonntag, Atheist, Moschee, Gewalt, Vollmond
from, neidisch, ausländerfeindlich, unbeliebt, bescheiden

Inaktiver User
09.04.2006, 16:08
Palmsonntag1, Atheist1, Moschee1, Gewalt1, Vollmond1
fromm1, neidisch1, ausländerfeindlich1, unbeliebt1, bescheiden1

Palmsonntag

Was ist das eigentlich, ein Palmsonntag?

Ist das ein Sonntag unter Palmen, fernab unserer geschäftigen Welt, wo niemand ausländerfeindlich ist und die Menschen sehr wohl fromm sein können, ohne die Gewalt zu verherrlichen?

Oder ist der Palmsonntag lediglich auf den christlichen Brauch zurück zu führen und bezeichnet den Sonntag vor Ostern?

Einen Sonntag, an dem niemand neidisch sein sollte, an dem die Menschen bescheiden sind und zufrieden mit dem, was ihnen ihr Gott gegeben hat?

Macht sich ein Atheist in unserem Land unbeliebter, als ein Gäubiger, der statt in die Kirche zu gehen, eine Moschee aufsucht?


All diese Fragen werde ich ernsthaft bedenken, wenn ich an einem Sonntag unter Palmen dem Meeresrauschen bei Vollmond lausche und dem Spiel der Wellen zusehe...


Partikel * Genom * Randale * Troika * Pogrom *
technisch * solide * trautes * bescheiden * antiquarisch *

Inaktiver User
09.04.2006, 18:17
Palmsonntag1, Atheist1, Moschee1, Gewalt1, Vollmond1
fromm1, neidisch1, ausländerfeindlich1, unbeliebt1, bescheiden1


am Palmsonntag ruhen die Menschen aus
die Moschee ist voll und das Gotteshaus
ein Atheist hat damit nichts im Sinn
er ist nicht fromm - drum geht er nirgends hin
auch neidisch ist er keinesfalls
hat keine Gewalt oder andres am Hals
wer ausländerfeindlich wird ausgesiebt
der macht sich bei Menschen recht unbeliebt
wer bescheiden an seinem Leben baut
wer fromm ist, sich seinem Gott anvertraut
wen nächtens bei Vollmond die Liebe berührt
der wird am Palmsonntag so richtig verführt

sorry - mir war grad langweilig...

neue wörter von seite 9:
Partikel * Genom * Randale * Troika * Pogrom *
technisch * solide * trautes * bescheiden * antiquarisch *

:fg engel:

Lorolli
09.04.2006, 18:40
Hallo Psyche,

wunderschöne Geschichte und vorallem das Gedicht, einfach super.
Werde dafür sorgen, dass dir öfter langweilig hier ist, wenn wir dann so schöne Gedichte bekommen.
:blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Lorolli
10.04.2006, 16:00
Partikel * Genom * Randale * Troika * Pogrom *
technisch * solide * trautes * bescheiden * antiquarisch *


Nun sitze ich seit gestern Nachmittag vor dem PC und grübele, wie ich aus den
Wörtner PARTIKEL; GENOM; RANDALE; TROIKA; POGROM; TECHNISCH; SOLIDE; TRAUTES; BESCHEIDEN; ANTQUARISCH eine vernünfitge Geschichte hinbekomme.

Antiquarisch im Zusammenhang mit Troika und Pogrom wäre natürlich eine Möglichkeit.
Technisch solide im Zusammenhang mit Partikel bzw. in dem Fall Russpartikel bei Dieselfahrzeugen gefällt mir auch nicht. Da könnte ich dann natürlich noch das Genom
unterbringen, da es ja durchaus wahrscheinlich ist, dass durch die Russpartikel die
DNA-Analysen verändert werden.

Zu Randale fällt mir wiederum viel zu viel ein. Fussballrandale, Randale auf Schulhöfen, Randale vor dem Frauenhaus. Also auch hier kann ich mich nicht entscheiden.

Also ziehe ich mich jetzt bescheiden in mein trautes Heim zurück.


Kulturkreis, Information, Kosmos, Konsequenz, Erinnerung
visuell, baufällig, eingebildet, unlogisch, präzise

Inaktiver User
10.04.2006, 16:11
hihihi lorolli, das hast du lustig geschrieben :freches grinsen:
ich habe eben unterm schreibtisch gelegen, als ich das gelesen habe - hab es mir vorgestellt, wie du mit gramgefurchter stirn :regen: vor dem pc sitzt und kleine wölkchen aus deinen ohren steigen :fg engel:

wünsche dir einen wunderschönen tag - mal sehen, wann ich zeit habe, hier was zu schreiben... vielleicht wirds ja was und im moment ist mir so gaaaarnicht langweilig liebe lorolli, aber vielen dank für deine schmeichelhaften worte :wangenkuss: :blumengabe: :knicks:
und nu bin ich erst mal wieder verschwunden im allgemeinen trubel meines realen lebens :aetsch: :schild genau:

Inaktiver User
10.04.2006, 16:40
Kulturkreis1, Information1, Kosmos1, Konsequenz1, Erinnerung1
visuell1, baufällig1, eingebildet1, unlogisch1, präzise1

Etwas aus unserem Kulturkreis

Ohne eingebildet erscheinen zu wollen, möchte ich doch behaupten, dass auf das grosse Ganze bezogen, unser Kulturkreis einen eigenen kleinen Kosmos innerhalb der von Menschen gesetzten Grenzen darstellt, dessen Regeln und Gesetze so manches mal unlogisch erscheinen, aber in letzter Konsequenz aufzeigen, dass es durchaus möglich ist, ein System, welches baufällig ist, durch intelligente Information doch recht präzise an unsere moralisch-ethischen Wertvorstellungen anzupassen.

Die Erinnerung an Fehler aus vergangener Zeit mag uns dabei helfen, diesen Prozess zu beschleunigen, was sich dann natürlich auch auf andere Bereiche auswirkt, die wir rein visuell wahrnehmen.

Paradebeispiel * Troublemaker * Jongleur * Handtasche * Schlüsselbund *
jubeln * wiederkehrend * einsaugen * stornieren * fieberte *

Inaktiver User
10.04.2006, 17:40
Paradebeispiel * Troublemaker * Jongleur * Handtasche * Schlüsselbund *
jubeln * wiederkehrend * einsaugen * stornieren * fieberte *

Ach, wie habe ich diesem Konzert entgegengefiebert. Sehnsüchtig hatte ich auf die Ankündigung gewartet - gleich den ersten Moment genutzt, um die Karten per Internet zu buchen. Alle Teufel schienen sich gegen mich verschworen zu haben und ich war schon dabei, alles wieder zu stornieren, aber Fortuna war mir hold und half, alle Widernisse aus dem Weg zu räumen.
Dann endlich der ersehnte Abend - vorne in der ersten Reihe hab ich atemlos die herrliche Musik in mich eingesaugt, dabei die Handtasche aufgeregt an mich gepreßt mit dem schweren Schlüsselbund, den ich mir für sogenannte " troublemaker" eingepackt hatte.
Diese spezielle Melodie, die immer wiederkehrend in meinem Kopf herumspukte- neulich als Paradebeispiel für einen " Ohrwurm" im Radio gespielt - ließ mich jubeln.
Wie sehr ich diesen Abend genossen habe - nur den Jongleur in der Pause hätten sie sich sparen können....

Frühlingserwachen* Spielraum * Stehvermögen * Partnervermittlung * Fragestunde*
stiefmütterlich * krass * stemmen * fließen * kläglich

Inaktiver User
10.04.2006, 19:06
Frühlingserwachen1* Spielraum 1* Stehvermögen 1* Partnervermittlung 1* Fragestunde*
stiefmütterlich 1* krass 1* stemmen 1* fließen * kläglich1


Frühlingserwachen - unsere Sonne, die uns bisher so stiefmütterlich behandelt hat, verwöhnt uns nun mit ihrem wärmenden Glanz.

Da bekommen wir kleinen Menschen wieder Stehvermögen und haben Spielraum, Neues zu beginnen und alles nicht mehr so krass zu sehen.

Denn sich gegen die Natur zu stemmen lässt uns letztendlich kläglich scheitern.

Auch Singles nutzen das schöne Wetter, um bei einer Partnervermittlung neue Kontakte zu knüpfen. Dem geht natürlich eine Fragestunde voraus, in der die Vorlieben und sonstige Details der Aspiranten einfliessen.

Wie man sieht, ist also alles auf Frühlingserwachen ausgerichtet ...


Melkschemel * Trophäe * Rapunzel * Chauvinist * Karambolage *
trittfest * anorganisch * beliebig * souverän * plastisch *

Lillybett
10.04.2006, 19:36
Frühlingserwachen, Spielraum, Stehvermögen,Partnervermittlung , Fragestunde,
stiefmütterlich, krass, stemmen, kläglich,Fließen,

Die Nacht zieht sich endlos lang hin. Herbert wälzt sich schlaflos hin und her. Schlafen...das wär jetzt gut, denkt er. Aber seine Gedanken sind wie fixiert auf diese eine in der [b]Partnervermittlung , als er KLÄGLICH versagte.

So gut hatte er sich vorbereitet, seinen Körper trainiert, Gewichte gestemmt für den Muskelaufbau, sich krasse Klamootten gekauft für den ersten , so wichtigen Eindruck und dann....

Wieso bin ich eigentlich zur Partnervermittlung gegangen?, grübelt Herbert schon wieder und setzt sich im Bett auf. Freundinnen, mal hier und mal da, haben mir doch gereicht. Ich hatte meine Spielräume , aber da war etwas, was fehlte.

Im April vor 4 Wochen wusste er eines Morgens nach leidenschaftlichem Frühlingserwachen , was es war.
Er wollte die Frau fürs Leben finden, eine Familie gründen, nicht mehr stiefmütterlich rumstehen, wenn ihn eine der Freundinnen versetzte.

Und so war der Entschluss gefallen zur Partnervermittlung zu gehen.
Herbert fröstelt, obwohl er sich wieder unter der Bettdecke verkrochen hat. Seine Gedanken fließen wieder in dieses unsägliche Büro mit der distanziert adretten Dame.
Sie fragt und fragt und er muss unzählige Bögen ausfüllen, und dann fällt die einzig entscheidende Frage, an der er gescheitert ist.
"Wie steht es, um ihr Stehvermögen"
Herbert stöhnt laut auf, vergräbt sich noch weiter unter der Bettdecke und die ersten Tränen fließen......



neue Wörter:
Bauchspeck, Staubsauger, Nagelfeile, Botox, Bratwurst,
hinterrücks, barmherzig, direkt, flexibel, ausrutschen

Inaktiver User
10.04.2006, 21:01
neue Wörter:
Bauchspeck1, Staubsauger1, Nagelfeile1, Botox1, Bratwurst1,
hinterrücks1, barmherzig1, direkt1, flexibel1, ausrutschen1


Da sehe ich nun die "Hausfrau des Jahres", wie sie virtuos mit ihrem Staubsauger durchs Haus fegt, hinterrücks alles platt walzt, was ihr in den Weg kommt. Unter ihrer zu engen Kittelschürze sieht man den wogenden Bauchspeck, der versucht, das ihn einengende Kleidungsstück zu sprengen.

Ihr haftet der Geruch von Bratwurst und allerlei anderen Dingen an, von denen wir, die wir barmherzig sind, lieber schweigen.

Fast hätte sie durch das Getöse des Staubsaugers die Klingel überhört, die direkt neben der Tür hängend, horrormässige Geräusche von sich gibt.

Umständlich schaltet sie das tosende Ungetüm ab und geht vorsichtig zur tür, um diese zu öffnen. Dabei achtet sie darauf, nicht die frisch gebohnerten Stellen zu betreten, denn sie könnte ja darauf ausrutschen.

Vor der Tür steht ihre beste Freundin Adelheid, die es mit ihrem Haushalt nicht so genau nimmt. Dafür arbeitet sie lieber an sich selbst herum und trägt ständig eine Nagelfeile bei sich, die sie flexibel einzusetzen weiss. Ihr Gesichtsausdruck ist dabei immer ein wenig starr, was wohl auf die Unterspritzung ihrer Stirnfalten mit Botox, einem Gift des Bakteriums Clostridium botulinum zurückzuführen ist. Ausser dieser kleinen Marotte ist ihre Freundin aber ansonsten ganz normal...


Prediger * Schubkarre * Magistrat * Erntedankfest * Kampfsporttechnik *
übellaunig * verfressen * gelähmt * prahlerisch * snobistisch *

Inaktiver User
10.04.2006, 21:42
Liebe Lillybett,

es tut mir leid, dass ich Sekunden schneller als Du meine Geschichte gepostet habe. So etwas aber auch - tztztz...

Zur Strafe werde ich nun die ganzen Wörter, die da unnütz rumhängen - liegen zu einer neuen Geschichte verarbeiten. :schild nein: oder doch? hmmmmmm :schild genau:

Inaktiver User
10.04.2006, 22:09
alte wortliste psy:
Melkschemel 1* Trophäe1 * Rapunzel 1* Chauvinist 1* Karambolage 1*
trittfest1 * anorganisch 1* beliebig 1* souverän 1* plastisch 1*
neue wortliste psy:
Prediger 1* Schubkarre 1* Magistrat 1* Erntedankfest 1* Kampfsporttechnik 1*
übellaunig 1* verfressen 1* gelähmt 1 * prahlerisch 1* snobistisch 1*

Mein Gott, diese lächerliche Trophäe ist zwar trittfest,aber sie nervt auch. Wer stellt sich schon einen Melkschemel als Kunstwerk ins Wohnzimmer.

Übellaunig betrachte ich dieses Teil, welches sich so plastisch meinem Auge darbietet und mit welchem ich so gerne Karambolage spielen würde.

Statt souverän darüber hinweg zu sehen, fühle ich mich bei seinem Anblick wie gelähmt. Da steht es nun prahlerisch an seinem Platz, gibt sich wie ein Chauvinist und sieht auf eine snobistische Art auf mich herunter, die mich zu einer alternden Rapunzel degradiert.

Ich schalte das Fernsehgerät ein und sehe als erstes diesen Prediger, der Worte von sich gibt, die beliebig austauschbar sind. Ich schalte um und da gibt es einen Beitrag zum Erntedankfest, in dem der Magistrat einer nicht näher bezeichneten Stadt Bauern mit Schubkarre durch die Strassen jagt, die sich bewegen, als beherrschten sie die hohen Künste der Kampfsporttechnik.

Wenn ich dann sehe, wie verfressen einige der Politiker sind, würde ich schon gern Blausäure oder andere Verbindungen, die ebenfalls anorganisch sind, dem Essen beimengen.


Triumph * Pharisäer * Numismatiker * Endrophine * Schmalzstulle *
belustigt * charakterlich * unterschwellig * porös * genuin *

Lillybett
10.04.2006, 23:56
hä, was ist los, psy?
Sekunden schneller??????????????
Als ich anfing zu schreiben, war dein Beitrag noch nicht drin!.

Ich brauch eben länger als du für eine Geschichte.
Macht ja nix.

Du hast das Beste daraus gemacht und wieder alle frei herumschwirrenden Wörter zu einer tollen Geschichte verarbeitet.

Lilly

Inaktiver User
11.04.2006, 08:38
Die Magd

die Magd mit ihrem Melkschemel
ist trittfest und cool
schimpft die Kuh als verfressen
findet snobistisch nen Swimmingpool
selbst Rapunzel aus dem Märchen
die den Chauvinist nicht mag
poppt heimlich mit dem Prediger
am Erntedankfest-Tag


Die Schubkarre voll Mist
den Magistrat nicht gewählt
als Trophäe den Redner
der so prahlerisch erzählt

Chemie anorganisch
sie übellaunig verdreckt
ihre Kampfsporttechnik pflegend
weil sie gelähmt, wenns ihr suspekt


Beim Billard Karambolage
spielt souverän sie am Tisch
und flucht auch mal plastisch
denn beliebiges Fluchen hält sie frisch

Inaktiver User
11.04.2006, 08:41
Guten Morgen, ihr lieben :fg engel:

und nicht vergessen, dieses sind immer noch Eure Wörter...

Triumph * Pharisäer * Numismatiker * Endrophine * Schmalzstulle *
belustigt * charakterlich * unterschwellig * porös * genuin *

Viel Spass !!!

Lorolli
11.04.2006, 13:15
Triumph * Pharisäer * Numismatiker * Endrophine * Schmalzstulle *
belustigt * charakterlich * unterschwellig * porös * genuin *

Gestern fand eine große Auktion alter Münzen statt. Viele Numismatiker waren gekommen und ich lauschte belustigt ihren Gesprächen. Unterschwellig spürte ich, wie angespannt sie alle waren, die Endrophinausschüttung in ihren Körpern stieg wohl gewaltig an.
Keiner wollte dem anderen den Triumpf gönnen, die seltene Münze, auch wenn sie schon etwas porös war, zu ersteigern. Einer der Numismatiker erwies sich als Pharisäer und verlangte nochmals genaue Auskunft darüber, ob diese Münze auch wirklich genuin sei.

Ein Museumsdirektor appelierte an die Teilnehmer und bat sie um die charakterlich Stärke, den Preis nicht in die Höhe zu schrauben, damit auch das Museum eine faire Chance habe.

Leider hat es nichts genutzt und der "Pharisäer" hat schließlich die Münze ersteigert.

Bei einer Berliner Weisse und Schmalzstulle habe ich versucht,den Museumsdirektor in der Cafeteria zu trösten.


Strategien, Management, Motivation, Dialog, Repräsentationssystem
verstehen, kinästhetisch, visuell, konstruiert

Belladonna
11.04.2006, 14:21
Strategien, Management, Motivation, Dialog, Repräsentationssystem
verstehen, kinästhetisch, visuell, konstruiert


Lisa saß im Meeting und versuchte angestrengt dem Dialog zu folgen. Während das Management sich gerade über die neuen Strategien und dem daraus resultierenden neuen Repräsentationssystem ausließ, schweiften ihre Gedanken immer in die gleiche Richtung ab. Sie konnte und durfte gar nicht daran denken was passieren würde, wenn sie nach Hause kommt.

Soll ein Mensch verstehen wie ein Mann so reagieren kann. Es zu ahnen ist eine Sache, es dann aber auch noch visuell wahrzunehmen ist wieder eine ganz andere. Er hat seine Sachen gepackt … wortlos. Wie kann ein solch kinästhetischer Mensch nur so reagieren. Sogar sein selbst konstruiertes Modellflugzeug hat er mitgenommen. Nichts vergessen, was sie an ihn erinnern könnte.

Aber … Schluss jetzt mit diesen Gedanken! Fehlende Motivation hier in diesem wichtigen Meeting führt nur dazu, dass sich das Leben noch komplizierter gestaltet. In diesem Sinne … Augen zu und durch!!


Wellen * Schlachtfeld * Sakrileg * Parlamentswahlen * Venus
Redaktionell * belesen * verwirrt * gefühlsbetont * pessimistisch

Inaktiver User
11.04.2006, 14:51
Lorolli und Belladonna !!! :kuss:

sehr schöne Geschichten habt ihr beide geschrieben. Es macht Spass mit euch allen gemeinsam zu schreiben! :blumengabe: :knicks: :jubel: :schild genau:

Inaktiver User
11.04.2006, 15:15
Wellen 1* Schlachtfeld 1* Sakrileg 1* Parlamentswahlen 1* Venus1
Redaktionell 1* belesen 1* verwirrt 1* gefühlsbetont 1* pessimistisch1

Es sind Parlamentswahlen und wie immer geben sich die Wähler sehr gefühlsbetont.

Zuvor müssen viele politische Fragen geklärt werden. Da ist dieser sinnlose Krieg - ein Schlachtfeld, auf dem die Soldaten in Wellen gegen den Feind anrennen und sterben.

Da können Menschen schon pessimistisch werden, selbst jene, die sehr belesen sind, weil es als ein Sakrileg aufgefasst wird, das auch noch redaktionell vor aller augen auszubreiten.

In einer Zeit, in der der Planet Venus uns mit seinen geheimnisvollen voller Gefühl steckenden Strahlen verwirrt, sollten Kriege abgeschafft und ausschliesslich die Liebe propagiert werden.

Karosserie * Spundloch * Primzahl * Bootsanhänger * Traverse *
synästhetisch * rudimentär * holperig * kapitulierend * beherzt *

Inaktiver User
11.04.2006, 19:43
Karosserie 1* Spundloch 1* Primzahl 1* Bootsanhänger 1* Traverse 1*
synästhetisch 1* rudimentär 1* holperig 1* kapitulierend 1* beherzt 1*

Der Spanner

Hihihihi - Sabine und ich amüsieren uns königlich. Nicht weit von uns entfernt sitzt in einem schreigelben Fass, welches synästhetisch die Augen reizt, ein notgeiler Spanner und beobachtet uns durch ein darin befindliches Spundloch.

Daneben die verrottetende Karosserie eines einstmals stolzen Sportwagens, dessen Teile nur noch rudimentär vorhanden sind.

Wir befinden uns auf einem unbefestigten Weg, der holperig an einer verlassenen Tankstelle endet.

Vor der neuen Umgehungsstrasse kapitulierend sind die ehemaligen Besitzer schon seit Jahren von hier weg und haben beherzt in einer anderen Kleinstadt neu angefangen. Möglich wurde das dadurch, weil der jüngste Spross der Familie - ein Mathegenie - die Mersennsche Primzahl, die bislang die grösste bestätigte der Welt war, noch übertroffen hat.

Ehrungen und ein satter Geldregen waren die Folge. So konnten die ehemaligen Tankstellenbesitzer ihren altersschwachen Bootsanhänger, den sie normalerweise für Umzüge benutzten, endlich gegen einen richtigen Truck mit Auflieger eintauschen. Um das ganze Gefährt zu versteifen, liessen sie extra eine Traverse in den Auflieger einziehen.

So gerüstet ging ihr Umzug ohne Zwischenfälle über die Bühne...


Querelen, Maximum, Torso, Kapitulation, Terra,
mondän, diabolisch, kratzig, lüstern, paradiesisch,

Inaktiver User
11.04.2006, 21:49
* Re: Neue Wörterbörse

Querelen, Maximum, Torso, Kapitulation, Terra,
mondän, diabolisch, kratzig, lüstern, paradiesisch

Sie hatten ein Rendez-vous beim umstrittenen Denkmal der Stadt, du weißt schon, der Torso des berühmten Stadtbaumeisters Vincent K.
Madame zeigte sich in einem mondänen Outfit und Monsieur betrachtete lüstern ihren paradiesischen Körper.
Er umarmte sie mit einem diabolischen Grinsen und sein kratziges Kinn streifte ihr zartes Gesicht.
Wie gerne hätte er ihr terra incognita erforscht, doch statt der Kapitulation erreichte er ein Maximum an Querelen.

Jazzkeller * Vibrafon * Stauraum * Ventilator * Schrott
tanzen * vorgaukeln * kleinlich * alternativ * notdürftig

Inaktiver User
11.04.2006, 22:25
Jazzkeller 1* Vibrafon 1* Stauraum 1* Ventilator 1* Schrott1
tanzen 1* vorgaukeln 1* kleinlich * alternativ 1* notdürftig1


Im Jazzkeller vom alten Baptiste, der von New Orleans nach Berlin gezogen war, als die guten alten Tage des Free Jazz ihren Triumph feierten, spielte Ramirez auf seinem alten Vibrafon, welches er vorher notdürftig repariert hatte, gegen den Lärm des sich stetig drehenden Ventialators an.

Das alte Vibrafon war Ramirez ans Herz gewachsen, obwohl es eigentlich nur noch Schrott war.

Ramirez wusste sehr wohl, sich etwas vorgaukeln, würde den notwendigen Prozess des Abnabelns von seinem Lieblingsinstrument nur verzögern. Alternativ dazu könnte er natürlich das Vibrafon im Stauraum seines Campers unterbringen und damit in sentimentalen Augenblicken dazu greifen, er würde mit seinen Gefühlen nicht kleinlich sein und die Puppen ordentlich tanzen lassen.

Alle diese Gedanken waren jedoch keine Beruhigung für ihn und voller Trauer nahm er im Stillen Abschied von seinem geliebten Vibrafon...


Babyface * Wapiti * Origami * Psychiatrie * Schmollmund *
pikiert * kariös * kapriziös * nonchalant * rächend *

Inaktiver User
11.04.2006, 23:56
Babyface * Wapiti * Origami * Psychiatrie * Schmollmund *
pikiert * kariös * kapriziös * nonchalant * rächend *

Direkt nach der Entlassung aus der Psychiatrie ging Walter in das kleine Lokal von Johnny , um einen zu heben. Dabei fiel ihm immer wieder das nonchalante Lächeln von Schwester Iris mit dem Schmollmund ein, die ihm die tägliche Injektion verabreicht hatte. Es schauderte ihn, wenn er daran dachte, wie kapriziös sie sich beim Aufziehen der Spritze bewegte.
Pikiert schenkte ihm der Barkeeper mit dem Babyface eine Cola ein " normalerweise gibt es bei uns nur alkoholische Getränke" . Walter beantwortete dies mit einem Lächeln, indem er seine kariösen Zähne zeigte.
In Gedanken versunken, faltete er aus dem Entlassungsschein der Psychiatrischen Anstalt ein Origami - und siehe da, es wies eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Wapiti auf. Er ballte seine Hand zur Faust und - in Gedanken an die schrecklichen Tage in der Klinik - hieb er rächend auf das unschuldige Papierkunstwerk ein.

Spielraum * Spurenelemente * Ersatzmann * Heimwerkermarkt * Kahn
enden * erklären * winterlich * tagsüber * äußerlich

Inaktiver User
12.04.2006, 00:06
Suuuuuper Camille, ich schmeiss mich gleich wech :fg engel:

Inaktiver User
12.04.2006, 01:09
Spielraum 1* Spurenelemente1 * Ersatzmann 1* Heimwerkermarkt 1* Kahn1
enden 1* erklären 1* winterlich 1* tagsüber 1* äußerlich1

Eine Leiche zum Frühstück Teil I

Sergeant Pepper von der Mordkommision wirkt äusserlich eher wie ein Eisblock. Langsam schlendert er durch den Heimwerkermarkt. Seinem wachsamen Auge entgeht dabei nicht die geringste Spur. Im Vorbeigehen wirft er einen flüchtigen Blick auf ein ander Wand hängendes Poster, auf dem der deutsche Torwart Kahn zu sehen ist, wie er mit einer langen Stange einen Kahn durch einen Kanal manövriert.

Während auf dem Poster Sommer ist, ist es hier im Ort zur Zeit recht winterlich. Ein Angestellter des Marktes versucht ihm zu erklären, dass er heute nur der Ersatzmann für seinen kranken Kollegen ist und eigentlich tagsüber nie im Laden arbeitet.

Derweil haben seine Leute die Leiche fotografiert und aufmerksam begutachtet. Detectiv Hansen kommt zu ihm rüber, streift dabei im Gehen die Gummihandschuhe ab und steckt sie in die Tasche, aus der er sodann eine Packung Lucky Strike hervorholt. Mit einer geschickten Klopf- Wurfbewegung schnippt er eine Zigarette aus der Schachtel und sich zwischen die Lippen.

"Also Chef..." er nimmt einen tiefen Zug aus seiner Zigarette - "der Tote muss nix ordentliches gegessen haben in den letzten Wochen, denn ihm fehlen wichtige Spurenelemente.

Nachdenklich sieht Pepper seinen Freund an:

"Haben wir Spielraum, was die Todeszeit angeht?"

Hansen kratzt sich nachdenklich am Kinn:

"Vielleicht 1 stunde plusminus, aber genaues kann ich erst sagen, wenn er obduziert wurde. Mich würde interessieren, warum musste er so enden?"

Pepper zuckt die Achseln und sagt lakonisch:

"Weiss nicht, mache ich mir später Gedanken drüber. Komm, lass uns erst mal bei Billy einen genehmigen."

Hansen nickt schweigend und beide verlassen Schulter an Schulter die Stätte des Grauens.


Elektrizität * Marmelade * Froschschenkel * Tyrannei * Yakuza *
flambieren * energisch * goutieren * alarmiert * organisiert *

Inaktiver User
12.04.2006, 08:25
Ach, Psychedelica - eine Leiche zum Frühstück - was für eine Freude für einen Krimi-Fan.. und ab heute nur noch mit Bodyguard in den Heimwerkermarkt :freches grinsen: ..

Inaktiver User
12.04.2006, 11:31
huhuuuu camille :lachen:

es freut mich, dass du es magst, leichen zum frühstück serviert zu bekommen :freches grinsen:

vielleicht sollte ich eingedenk deiner worte bzüglich das betreten eines heimwerkermarktes mit bodyguard deine einleitenden worte *eine leiche zum frühstück* als titel für weitere folgen nehmen :fg engel:

Lorolli
12.04.2006, 18:54
Elektrizität * Marmelade * Froschschenkel * Tyrannei * Yakuza *
flambieren * energisch * goutieren * alarmiert * organisiert *


Die Tyrannei in Japan durch die Yakuza hat in letzter Zeit alarmierent zugenommen.
Das organisierte Verbrechen muss nun ganz energisch bekämpft werden. Damit so entsetzliche Dinge wie letzte Woche, als die gesamte Elektrizität Tokias lahmgelegt wurde und ein der Täter sich dabei praktisch selbst flambiert hat, nicht wieder vorkommen können.

Der Bekennerbrief der Yakuza war an der langen Mauer des Polizeipräsidiums mit roter Marmelade geschrieben. Der oberste Chef der Sicherheitsbehörde sagte in der Pressekonferenz: " das können wir nicht länger goutieren " und versprach verstärkt gegen die Xakuza vorzugehen.


Osternacht, Hexentanz, Auferstehung, Kannibalen, Jerusalem
extrem, unübersichtlich, grundlegend, digital, sinnlich

Inaktiver User
12.04.2006, 19:01
Jerusalem - Zwei Tage und die Osternacht

Erleben Sie das ebenso sinnliche wie unübersichtliche Jerusalem, mit grundlegender Besichtigung der Hügel des Hexentanzes sowie der Kapelle der heiligen drei Kannibalen, in der angeblich die Auferstehung Christi digital festgehalten worden sein soll. Jetzt buchen!

Maiglöckchen * Strapse * Kulturschock * Fernsehansagerin * Waldmeister
stur * ganzheitlich * gefiltert * sittsam * mauve-farben

Inaktiver User
12.04.2006, 19:26
Osternacht1, Hexentanz1, Auferstehung1, Kannibalen1, Jerusalem1
extrem1, unübersichtlich1, grundlegend1, digital1, sinnlich1

Eine Leiche zum Frühstück Teil II


Als Seargent Pepper und Detective Hansen die Schwingtür zu Billys Bar aufstossen, schlägt ihnen extrem lauter Lärm entgegen. Auf der kleinen Tanzfläche in der Mitte der Bar tanzt eine einzelne Frau mit atemberaubend langen Beinen sehr sinnlich zum Takt der Musik.

Rundum stehen Männer mit Whiskygläern in ihren Händen, die mit Stielaugen - hungrigen Kannibalen gleich - diese Frau ansehen.

In dem Gewuhle der kleinen Bar ist es unübersichtlich und das Gewoge und Gedränge ähnelt mehr einem Hexentanz.

Pepper sieht sich mit einem amüsierten Lächeln um, schaut zuerst zu der tanzenden Frau und dann in die Runde, Hansen freundschaftlich in die Seite boxend:

"So grundlegende Bedürfnisse wie Whisky und schöne Frauen kann mann in der Tat nur in einer Bar stillen,"

meint er dann, fröhlich feixend.

Hansen nickt zustimmend und überlegt dabei schon, ob er die Osternacht nun mit der kleinen Brünetten oder doch lieber mit der vollbusigen Rothaarigen aus der Dechiffrierabteilung des Departments verbringen soll. andererseits, so überlegt er, könnte er ja den neuen Fernseher ausprobieren, der jetzt total digital arbeitet. Er spricht es nicht laut aus, nimmt sich aber vor, dem Trubel, der durch Auferstehung Christi und diesem ganzen Rummel um Jerusalem dadurch zu entkommen, dass er seine eigene Auferstehung im Bett feiert.

Solcherart zu einem Entschluss gekommen, steuert er den dicht belagerten Bartresen an und bestellt für Pepper und sich einen Whisky Soda...


Vielfalt * Mehrzahl * Zirkelbezug * Laternenpfahl * Flyer *
geronnen * programmatisch * luminiszent * esoterisch * glücklich *

Inaktiver User
12.04.2006, 19:28
ööööööhm ... da war ich diesmal wohl zu langsam :freches grinsen:

na ja, mal sehen, wie ich das nun wieder hinkriege...

es gibt ja dann wieder mehr wörter

Neue Wörter Zitronenmond:
Maiglöckchen * Strapse * Kulturschock * Fernsehansagerin * Waldmeister
stur * ganzheitlich * gefiltert * sittsam * mauve-farben
Neue Wörter Psychedelica:
Vielfalt * Mehrzahl * Zirkelbezug * Laternenpfahl * Flyer *
geronnen * programmatisch * luminiszent * esoterisch * glücklich *

:fg engel: :blumengabe:

Inaktiver User
12.04.2006, 20:20
Neu Wörter Zitronenmond:
Maiglöckchen 1* Strapse 1* Kulturschock 1* Fernsehansagerin 1* Waldmeister1
stur 1* ganzheitlich 1* gefiltert 1* sittsam 1* mauve-farben1
Neue wörter Psychedelica:
Vielfalt 1* Mehrzahl 1* Zirkelbezug .* Laternenpfahl 1* Flyer 1*
geronnen 1* programmatisch 1* luminiszent 1* esoterisch 1* glücklich 1*

Eine Leiche zum Frühstück Teil III


Gerade dreht sich Hansen mit den Getränken in beiden Händen jonglierend vom Tresen weg, um zu Pepper zu gehen, da rempelt ihn eine stark angetrunkene Frau an, die er sofort als die Fernsehansagerin von Kanal CW-2 identifiziert. Ihr ohnehin schon recht knapp sitzender Rock ist seitlich aufgerissen, was ihre Beine und die sie zierenden Strapse aber vorteilhaft zur Geltung bringt.

Es ist für Hansen eine Art Kulturschock, diese Frau, die er schon seit langem auf eine mehr esoterisch angehauchte Art verehrt, weder sittsam, noch ganzheitlich glücklich zu sehen.

Sie ist schon lange an ihm vorbei, da schaut er noch nach ihr, bemerkt fast überdeutlich die aufreizende mauve-farben kolorierte Bluse und hat eine Vielfalt von Gerüchen, die ihr anhaften, in seiner Nase. Es riecht nach Waldmeister, ein leichter Duft von Maiglöckchen und eine Mehrzahl nicht näher identifizierbarer anderer Gerüche, die seine feine Nase noch nicht gefiltert hat.

Pepper reisst ihn aus seinen Gedanken:

"Was guckst du so stur hinter der her - das ist nicht deine Gehaltsklasse, Freund."

Hansen nickt abwesend mit seinem Kopf, ohne das Gehörte wirklich aufgenommen zu haben. Einem Laternenpfahl gleich steht er nur da und hängt weiter seinen Gedanken nach. Ein Bild taucht vor seinem inneren Auge auf - die Leiche im Baumarkt. Ihr Blut war schon geronnen, als sie dort eintrafen. Seine Gedanken wandern im Kreis - wie in einem Zirkelbezug. Einer jungen Frau, die ihm im Vorübergehen einen Flyer in die Hand drückt, nickt er ebenfalls abwesend, zu.

In Gedanken versucht er bereits, programmatisch ein Szenario nachzubauen, welches ihm helfen soll, den Fall zu lösen. Dabei überlegt er auch, ob die Leiche nicht vielleicht auch gleich mal mit dem neuen Röntgengerät untersucht werden sollte, dessen Luminiszent deutlich verbessert ist, gegenüber dem alten Gerät.

Doch dann schüttelt er sich, schaut auf sein in der hand befindliches Whiskyglas, in dem die kleinen Eisstückchen bereits den Wärmetod gestorben sind und schüttet das Zeug mit einer einzigen kippenden Bewegung in seinen offenen Mund, wo der Whisky sofort seine wohltuende Wärme entfaltet.


Plattenbau * Katasteramt * Prägung * Leumund * Ebene *
malochen * treudoof * ablachen * konzentrieren * untertauchen *

Inaktiver User
13.04.2006, 09:59
Liebe Lillybett :wangenkuss:

Dein gramzerfurchtes Gesicht vor Augen konnte ich die Nacht nur sehr schlecht schlafen :freches grinsen:
Ich sah Deine Tränen Sturzbächen gleich die Wangen herabfluten und hatte die Vision eines ertränkten Computers.

Also machte ich mich schweissgebadet und in Sorge, dass auch mein Domizil Deinen Tränen zum Opfer fallen könnte, daran, Dir einige lobende Worte zukommen zu lassen :yeah: :freches grinsen:


Die Lillybett
geht nicht ins Bett
statt dessen schreibt sie cool im Thread
Die Worte setzt sie wunderbar
Satz für Satz und Paar für Paar
dafür dank ich, Lillybett
ein Wort von mir - ich find Dich nett
nun weine nicht mehr voller Gram
ich lob Dich doch, Frau Tugendsam

:fg engel:
In diesem Sinne noch viel Spass beim Schreiben Dir und allen anderen hier :allesok: :schild genau: :knicks: :blumengabe:

Inaktiver User
13.04.2006, 12:56
Plattenbau * Katasteramt * Prägung * Leumund * Ebene *
malochen * treudoof * ablachen * konzentrieren * untertauchen *

Als er gestern Abend , müde vom Malochen in seine Wohnung kam, trat er auf den Balkon hinaus und ließ seinen Blick in die Runde schweifen - Plattenbau vom Feinsten, Prägung 70er Jahre .. dieser Anblick und der Rückblick auf den vergangenen Tag ließ ihn nur einen Gedanken hegen " abtauchen" !
Was war heute in ihn gefahren, daß er den Pausenclown abgeben mußte, treudoof Geschichten aus seinem Leben erzählte, bei denen sich die anderen einen ablachen mußten, während er sich konzentrieren mußte, nicht aus der Rolle zu fallen.
Sollte er morgen wirklich zum Katasteramt gehen, um sich seinen Leumund bestätigen zu lassen, oder lieber sein Bündel packen und verschwinden .... müde schloß er die Balkontür, schlafen, den neuen Tag kommen lassen und dann entscheiden....

Grauen * Schlafbedürfnis * Fragebogen * Windschatten * Schlägerei
spindeldürr * schmal * nicken * ausbessern * träge

Lillybett
13.04.2006, 13:03
Plattenbau, Katasteramt, Prägung,Leumund, Ebene,
malochen,treudoof, ablachen, konzentrieren, untertauchen,


Herzallerliebste psychedelica,

Da du mich in deinen Kommentaren hattest UNTERTAUCHEN lassen und meine PRÄGUNG aufs Schreiben unbeachtet blieb, hatte ich vor, hier nicht mehr zu MALOCHEN.

Dein Schreiben gerade hebt nun unseren Austausch auf eine ganz andere EBENE, die meinem LEUMUND sehr gut tut.

Meine Lust, mich wieder auf die Wörterbörse zu KONZENTRIEREN ist wieder da und auch die Lust auf ABLACHEN über eure witzigen Geschichten.

Alternativ hatte ich mir eigentlich vorgenommen, mein Schreibtalent beim KATASTERAMT überprüfen zu lassen, um dann beim Verfassen der PLATTENBAU- Hausordnungen tätig zu werden.

Das ist mir durch dein äußerst entgegenkommendes Schreiben erspart geblieben, psychedelica.
Ich danke dir!

:blumengabe: :wangenkuss:

und verbleibe für immer

Deine TREUDOOFE Lilly

Lillybett
13.04.2006, 13:08
Huch Camille: du warst schneller!!!

ich war schon wieder etwas zu spät und habe doppelt geschrieben.

Da ich aber meine neuen Wörter vergessen habe, ist das ja alles gar nicht schlimm!

Mit Camille `s Wörtern geht es somit weiter....................

Inaktiver User
13.04.2006, 13:09
Ein paar Minuten nach mir, liebe Lilly- und da du keine neuen Wörter hineingestellt hast, hier noch einmal meine zur Erinnerung :


Grauen * Schlafbedürfnis * Fragebogen * Windschatten * Schlägerei
spindeldürr * schmal * nicken * ausbessern * träge

Inaktiver User
13.04.2006, 13:23
Grauen 1* Schlafbedürfnis 1* Fragebogen 1* Windschatten 1* Schlägerei1
spindeldürr * schmal 1* nicken 1* ausbessern 1* träge1

Eine Leiche zum Frühstück Teil IV


Am nächsten Morgen erscheint ein angeschlagener Pepper, in seinem Windschatten Hansen, der träge vor Schlafbedürfnis hinter ihm hertrottet.

Das Grauen einer durchzechten Nacht, die abschliessend auch noch in einer Schlägerei endete, ist Beiden deutlich ins Gesicht geschrieben.

Die etwas angejahrte Sekretärin, deren Silhouette nicht nur schmal ist - böse Zungen meinen ja, sie sei spindeldürr - wedelt mit einem Fragebogen in ihre Richtung, dabei ein verschmitztes Lächeln aufsetzend.

Pepper und Hansen nicken grüssend in ihre Richtung.


"Sagen sie Manuela, was ist das für ein Fragebogen und was gibt es Neues? - Ach ja, ist der Kaffee fertig?"

Pepper, der brummig-freundlich diese Worte ausgesprochen hat, sieht die Sekretärin fragend an.

Diese hält kurz inne, das Blatt zu schwenken und schenkt Pepper ein süssliches Lachen;

"Der Kaffee ist fertig, aber ich schätze mal, sie haben noch soviel Kraft, ihn sich selbst einzuschenken. Der Fragebogen hier bezieht sich auf ihren Dienstwagen. Die Rechnungsabteilung würde gern wissen, wie es dazu kam, dass sämtliche Sitzpolster im Wagen zerfetzt sind und meint nur, sollte es sich dabei um den Zerstörungstrieb ihres Hundes gehandelt haben, müssten sie den Schaden selbst ausbessern.

Hansen, der aufmerksam zugehört hat, grinst in Richtung Pepper und begibt sich sodann zur Kaffeemaschine, wo er für Pepper und sich einen Kaffee eingiesst...

Protestkundgebung * Arsenal * Feuerkraft * Strukturanalyse * Behavior *
praktikabel * süffisant * unmöglich * arriviert * derangiert *
.

na gut dann schreibe ich mal als nächstes :fg engel:

einen wunderschönen tag wünsche ich euch :wangenkuss: :knicks: :blumengabe: :blumengabe:

Inaktiver User
13.04.2006, 15:41
Ach, Psychedelica- so spar ich mir den Krimi am Abend- eigentlich geht die Mimi ja nie ohne Krimi ins Bett, dafür braucht Camille jetzt die Leiche zum Frühstück! :freches grinsen:

Inaktiver User
13.04.2006, 18:36
Super, Psychedlica! :allesok:

Mehr Baumarktkrimi!

* Wasserstand * Klobürste * Fremdenverkehr * Tischkante * Kommandante*
* silbrig * schwül * gesegnet * winzig * glühend *

Inaktiver User
13.04.2006, 19:35
* Wasserstand 1* Klobürste 1* Fremdenverkehr 1* Tischkante 1* Kommandante 1*
* silbrig 1* schwül 1* gesegnet 1* winzig 1* glühend 1*

Eine Leiche zum Frühstück Teil V

Hansen, der sich ja bereits im Kopf zurecht gelegt hat, wie an den Fall *Baumarktleiche* heran zu gehen sei, reicht seinem Freund Pepper einen Pott mit schwarzem, dampfendem Kaffee. Beide gehen an ihren Schreibtisch. Hansen wirft sich in seinen Drehstuhl, während Pepper sich nur auf die Tischkante hockt und nachdenklich an dem glühend-heissen Kaffee nippt.

Den Fragebogen, den ihm die Sekretärin bezüglich der Polsterung seines Dienstwagens gereicht hatte, hat er winzig zusammengeknüllt und mit einem gekonnten Weitwurf in den neben dem Schreibtisch stehenden Papierkorb geworfen - Treffer!

Im Office ist es schwül und der Kommandante, wie das Team der Mordkommission liebevoll ihren Chef nennt, rennt mit weit geöffnetem Hemd im Raum herum, auf die schon wieder mal defekte Klimaanlage laut fluchend.

Catherine, die altgediente Putzfrau des Hauses, kommt kreischend in den Raum, eine silbrig glänzende Klobürste in ihrer gummibehandschuhten Hand schwenkend.

"Überschwemmung!",

schreit sie und sieht dabei alle im Raum mit einem strafenden Rundumblick an.

"Gleich wird es bei euch reinschwappen, der Wasserstand im Klo ist schon so hoch, dass er die Schwelle bald überschreitet."

Hansen prustet laut los, hält aber sofort inne, als er ihren strafenden Blick auf sich gerichtet sieht.

"Gesegnet sei eure Dussligkeit, dass ihr eure Toilette auch dem Fremdenverkehr zur Verfügung gestellt habt. Habe ich euch nicht gesagt, ihr sollt immer abschliessen? Nun haben wir die Superverstopfung!",

schimpft sie missmutig und schwingt weiter ihre Klobürste.

Pepper und Hansen schauen sich amüsiert an und sind sich auch ohne Worte einig, ihren Arbeitsplatz sofort in Billys Bar zu verlegen...

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alte Wörter Psy
Protestkundgebung 1* Arsenal 1* Feuerkraft 1* Strukturanalyse * Behavior 1*
praktikabel 1* süffisant 1* unmöglich 1* arriviert 1* derangiert 1*
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Beide erheben sich nahezu gleichzeitig und steuern die Tür an. Doch es ist unmöglich, an der immer noch zeternden Putzfrau, die mit der Feuerkraft eines Gatling- Maschinengewehrs ein ganzes Arsenal an Schimpfwörtern abschiesst, vorbei zu kommen.

Süffisant grinsend schaut der Kommandante zu, wie sie tänzelnd versuchen, der wirbelnden Klobürste auszuweichen und durch die Tür zu entweichen.

Endlich haben sie es mit einem kleinen Trick geschafft und stehen erleichtert aufatmend im düster-kühlen Flur. Am Fahrstuhl ist ein Riesentumult und als sie sich nähern, sehen sie Schilder und Transparente auf denen steht, dass Klofrauen und Klomänner auch Rechte besitzen. Es ist eine spontan von ihrer Putzfrau angeregte Protestkundgebung, die zwar in seiner Gesamtheit nicht unbedingt praktikabel ist, aber Eindruck hinterlässt.


Eine Xanthippe aus der Verwaltung taucht völlig derangiert aus dem Gewuhle der Protestierenden auf. Sie, die sonst so arriviert ist, macht nun einen völlig aufgelösten Eindruck.

Pepper erinnert sich noch voller Grausen daran, wie sie ihn einmal zu einem Meeting geschleppt hat, welches autistische Störungen als Thema hatte. Applied Behavior Analysis nannte sich diese Therapieform, die auch gleich eine passende Strukturanalyse anbot.

Pepper und Hansen verzichten darauf, sich auf Diskussionen bezüglich des Fahrstuhls einzulassen und benutzen die Treppen...


Paprika * Fernweh * Lateralplan * Paradigma * Matriarchat *
logistisch * emanzipatorisch * kleinkariert * voluminös * zerrissen *

Lorolli
13.04.2006, 22:05
nun hatte ich so schön geschrieben, aber eben nicht im editor, und bri hat alles verschluckt. :heul: Nun will ich heute nicht mehr. :schlaf gut:

Inaktiver User
14.04.2006, 00:05
Och, Lorolli, nun wollte ich grad gucken was du so schreiben tust und nun steht da nix von dir... :heul:
Aber zum Glück hast du mir ja was zum Lesen geschickt, danke! :wangenkuss:

Lorolli
14.04.2006, 12:42
Paprika * Fernweh * Lateralplan * Paradigma * Matriarchat *
logistisch * emanzipatorisch * kleinkariert * voluminös * zerrissen *


Das Fernweh hatte Paul mal wieder gewaltig gepackt. Also besucht er in Düsseldorf die "Boot 2006" um sich eine kleine Yacht anzusehen. Eine emanzipatorisch auftretende voluminöse Dame erklärte ihm die Vor- und Nachteile von großen und kleinen Lateralplänen. Dabei war Paradigma ihr Lieblingswort und Paul dachte, kleinkariert wie er nun mal ist, aus welchem Matriarchat mag diese Dame wohl entlaufen sein.
Vollkommen zerrissen und unschlüßig ging er erste einmal ins Restaurant und bestellte sich eine Portion Gulasch mit extra scharfem Paprika.

Er kaufte sich anschließend bei einem Bootsbauer eine kleine Yacht. Um den Ausstellungsstand der emanzipierten Dame macht er einen großen Bogen. Das war nicht seine Welt. Er wird wohl immer ein Macho bleiben und ganz bestimmt nicht zugeben, das
es Frauen gibt, die mehr von Lateralplänen und Paradigmen verstehen als er.


Bundesbahn, Moskau, Wahlfälschung, Zar, Musik
verächtlich, unzufrieden, lieblos, kalt, unruhig

Lorolli
14.04.2006, 12:44
Hurra, bri hat meine Geschichte nicht verschluckt. :yeah:

Wünsche euch einen schönen Karfreitag.
Lorolli :blumengabe:

Inaktiver User
14.04.2006, 13:18
Guten Tag liebe Lorolli,

menno, was bin ich froh, dass es endlich bei Dir geklappt hat mit dem Text. Hatte ja schon einen Sonderposten Tempos bestellt und zurecht gelegt, falls es diesmal wieder nix wird. Dachte mir, Deine Tränchen müssten doch getrocknet werden :fg engel:

Aber nu ist ja alles gut und wie ich sehe, bleiben Machos eben Machos und halten nix vom Matriarchat :freches grinsen:

Ach übrigens, noch ein Rat: am besten ist es, alles vorher in Notepad einzugeben. Bei einem eventuellen Servercrash bleibt so wenigstens Dein Text erhalten.

Linke Maustaste auf Start, dann Linke Maustaste auf Ausführen. In die Schreibzeile notepad eingeben und Enter drücken. Das wars. Solange Ihr in Ausführen nichts verändert, bleibt das Wort notepad dort stehen.

na denne einen schönen Karfreitag :wangenkuss: :blumengabe: :knicks:

-psy-

Inaktiver User
14.04.2006, 14:10
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Bundesbahn1, Moskau1, Wahlfälschung1, Zar1, Musik1
verächtlich1, unzufrieden1, lieblos1, kalt1, unruhig1
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Eine Leiche zum Frühstück Teil VI

Vom Treppenhaus aus gehen beide Detektive direkt in die Tiefgarage des Departements, welches lieblos mit einer graugrünen Farbe gestrichen wurde und dadurch sehr kalt wirkt.

Hansen sieht als erster Peppers Dienstwagen und zielgerichtet eilen beide darauf zu. Pepper schliesst auf und wirft einen Blick ins Innere. Er wirkt dabei mehr als unzufrieden, was beim Anblick der zerfetzten Polster auch verständlich ist. fast verächtlich klingen seine Worte, als er sich darüber auslässt, wozu so eine blöde Rechnungsabteilung denn gut sei, wenn sie nicht mal den Schaden an seinem Dienstwagen ersetzen lassen wolle.

Hansen ist unruhig, denn ihm geht die ganze Zeit über etwas im Kopf herum, den Fall "Baumarktleiche" betreffend.

Beide sitzen eine Weile ohne zu reden im Wagen, während Pepper das Radio anstellt und Musik zum Entspannen sucht. Auf CBS kommen grade News und beide hören zu.

In Deutschland will die Bundesbahn alle Fahrpläne abschaffen und die Züge individuell durchs Land rollen lassen - na toll! Ob das wohl ein Chaos gibt? Die Deutschen! tztztz...

Beide sehen sich grinsend an - na ja, Krautfresser.

Die Nachrichtensprecherin verliest die nächste Meldung, sie kommt aus Moskau und besagt lapidar, dass Putin sich zum neuen Zar hat ausrufen lassen.

Aber das ist für Pepper und Hansen eh nichts Neues, da Putin ohnehin bislang unumschränkt in Russlang geherrscht hat.

Die neueste Meldung kommt aus Italien. Der Obermafiosi Berlusconi scheint endlich abgewählt, will dies aber nicht wahrhaben und spricht deshalb von Wahlfälschung.

Ein altbekanntes Mittel, eine Wahlniederlage nicht als Niederlage einzugestehen, sondern Intrigen zu vermuten.

Pepper hat genug gehört, startet den Wagen und fährt langsam aus der Tiefgarage auf die Strasse, wo er sich routiniert in den fliessenden Verkehr einfädelt...


Paranoia * Konsole * Doublette * Verzeichnis * Alarmknopf *
schraffiert * garstig * gemeingefährlich * unterzuckert * behende *

Inaktiver User
14.04.2006, 14:57
Da sich dieser Krimi wohl noch etwas hinzieht, dachte ich, eine kurze Übersicht wäre nicht schlecht:

Hintergrundinformationen zu Eine Leiche zum Frühstück

Baumarkt: Der Ort, an dem alles begann

Billys Bar: Lieblingsbar von Pepper und Hansen - hier können sie in Ruhe ihre aktuellen Fälle besprechen und dazu einen guten Whisky schlürfen. Ausserdem ist die Bar nur drei Querstrassen vom Police-Departement entfernt.

Chef der Mordkommission: seine Leute nennen ihn liebevoll "Kommandante"

Seargent Pepper: leitender Detektiv der Mordkommission im Aussendienst

Detective Hansen: Peppers direkt untergeordneter Mitarbeiter und bester Freund

die angejahrte Sekretärin: spindeldürre Person, von der noch öfter die Rede sein wird

Catherine: eine wortgewaltige Putzfrau, die im aktuellen Mordfall eine "zündende" Idee hat

ReeDee
14.04.2006, 22:18
matriarchat - wären das goldene zeiten?
emanzipatorisch gesehen bestimmt!
amazonen und co. als paradigma
die herren leiden ja leider meist unter fernweh
wie also lösen wir das problem logistisch - männerghettos?
die gehege müssten dem freiheitsdrang entsprechend volumiös sein.
in diskussionsecken sollten so dringende angelegenheiten
wie handicap, lateralplan und allgemeine potenz ausgiebig disputiert werden können
- wir hingegen machten uns gedanken um die haltung
hübsch wären kleinkarierte anzüge -
farblich gestaffelt - rot für die liebe u.s.w.
- bei grün ist noch hoffnung
- kein paprika verfüttern - das gibt blähungen
und dann haben wir das problem mit den zerrissenen zäunen....
und wer repariert uns die dann????
die blaukarierten :-)

Inaktiver User
15.04.2006, 06:24
Leider hat ReeDee vergessen, 10 neue Wörter vorzugeben, so dass also meine Wörter noch gültig sind:

Paranoia * Konsole * Doublette * Verzeichnis * Alarmknopf *
schraffiert * garstig * gemeingefährlich * unterzuckert * behende *

MephistoHH
15.04.2006, 08:02
Paranoia * Konsole * Doublette * Verzeichnis * Alarmknopf *
schraffiert * garstig * gemeingefährlich * unterzuckert * behende *


Na denn probier ich mich da auch mal dran.

Mürrisch blickte Leander in die Dunkelheit eines nassgrauen Novembermorgens.
In Gedanken hing er immer noch dem Alptraum der letzten Nacht nach.

Er, der nun wirklich nicht als gemeingefährlich zu bezeichnen ist, war in seinem Traum in die Galerie Tortours eingebrochen und hatte eine Plastik von Renoir gestohlen, die nun auf der Konsole seines Wohnzimmers seinen Platz gefunden hatte.
Aufmerksam geworden auf die Plastik war er durch das Verzeichnis der Galerie, die das gute Stück als eine absolute Rarität pries. Es handelte sich um eine eher unscheinbare Figur eines garstig wirkenden älteren Herren mit Regenschirm. Am Ende der Vernissage hatte er sich auf dem Herrenklo versteckt und als alle gegangen waren, hatte er sich behende durch die Dunkelheit bewegt direkt auf den exponierten Standort der Plastik zu. Bevor er sie sich zu eigen machen wollte, wollte er noch kurz einen stillen Blick darauf werfen. Er tastet nach dem Lichtschalter und drückte ihn. Sofort wurde der raum in gleissend rotes Licht getaucht und ein ohrenbetäubendes Tosen erklang aus den Lautsprechern. Er hatte versehentlich den Alarmknopf gedrückt. Der Schock überkam ihn und er fühlte sich wie unterzuckert, fast unfähig sich zu bewegen.
Der Weg nach Hause kam ihm unendlich lang vor und nach jedem zweiten Schritt schaute er nach imaginären Verfolgern so daß es ihm am Ende so vorkam als litte er schon an Paranoia.
In der Sicherheit seiner eigenen 4 Wände holte er die kleine Plastik unter dem Mantel hervor und betrachtete sie sich im Detail. An der schraffierten Unterseite der Plastik entdeckte er den unverkennbaren Schriftzug Made in Taiwan und wusste, daß er nur die Doublette des so entzückenden Kunstwerkes gestohlen hatte.

Und hier also die 10 neuen Wörter
Instantsuppe*Lichtbogen*Konferenz*Tiefenrausch*Kas senhäusschen*
zerzaust*individuell*konvergieren*herzlich*leiden*

Inaktiver User
15.04.2006, 08:52
Meine liebe Seuchenkuh Mephi :freches grinsen: :kuss:

für dein erstes mal haste aber ne ganz ordentliche Arbeit abgeliefert :fg engel:
Mach weiter so :allesok:

-psy-

Inaktiver User
15.04.2006, 12:02
------------------------
Und hier also die 10 neuen Wörter
Instantsuppe1*Lichtbogen1*Konferenz1*Tiefenrausch1 *Kassenhäusschen1*
zerzaust1*individuell*konvergieren1*herzlich1*leid en1*
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Eine Leiche zum Frühstück Teil VII


Hansen ist immer noch tief in Gedanken versunken, seine Haare sind vom Wind, der durch das halbgeöffnete Seitenfenster bläst, total zerzaust. Er denkt an den Fall und an die Konferenz, die heute stattfindet. Ein Hungergefühl nagt in ihm und er
schaut, ob sie nicht bald an dem Strassenstand sind, an dem er von der Verkäuferin so herzlich angelacht wird, wenn er bei ihr eine Instantsuppe bestellt.

Doch Pepper fährt heute, nicht am Stand haltend, direkt zu Billys Bar. Eine viel zu kleine Parklücke nutzt er, schräg in die Lücke hinein und halb auf den Bürgersteig zu fahren. Beide steigen aus und gehen in die Bar, wo sie sich sogleich an ihren Stammtisch begeben, der rechts seitlich immer für sie reserviert ist.

"Ist dir eigentlich mal aufgefallen, dass keine der vielen Mosaiksteine, die wir über den Baumarktfall besitzen, mit Teilen aus anderen Fällen konvergieren?",

fragt Hansen seinen Freund unvermittelt. Der sieht sich immer noch leise schmunzelnd in der Bar um und nickt abwesend. Hansen verzieht sein Gesicht schmerzvoll. Pepper schaut ihn nun aufmerksam an und meint:

"Du musst nun nicht gleich leiden, weil ich dir nicht meine volle Aufmerksamkeit schenke."

Dabei verzieht er sein Gesicht zu einem breiten Grinsen. Hansen muss nun auch schmunzeln und beide lachen sich schliesslich offen an. Ihre Getränke kommen an den Tisch und sie nehmen erst mal einen Schluck. Dann wischt sich Hansen bedächtig mit seinem Handrücken den Mund ab und formuliert einen seiner Gedankengänge:

"Sieh mal, es gab so viele Ungereimtheiten direkt in diesem Baumarkt. Zum Beispiel waren die Innenflächen beider Hände der Leiche verbrannt, als wären diese beim Lichtbogenschweissen verbrannt worden. Na und dann dieses komische Zeichen auf der Stirn, dass wir auch draussen am Kassenhäuschen gesehen haben. Die Farbe war ja noch nicht mal trocken dort."

Pepper, der aufmerksam zugehört hat, wiegt seinen Kopf nachdenklich hin und her:

"Es könnte sich hier um einen Ritualmord handeln, zumal dieses Zeichen in der schwarzen Magie häufig verwendet wird. Allerdings verstehe ich noch nicht ganz, wo zum Teufel sich unsere Leiche diesen Tiefenrausch in einem Baumarkt zugezogen haben soll. Die Blutuntersuchung hat ergeben, dass die Person an einer schweren Stickstoffvergiftung litt und unter Umständen auch ohne diesen Mord gestorben wäre."

Nach dieser, für ihn eigentlich ungewöhnlich langen Rede nimmt er einen grossen Schluck aus seinem Glas. Hansen sieht ihn überrascht an:

"Das wusste ich noch garnicht - da werden wir wohl noch viele Laufereien haben und als erstes denke ich, sollten wir die Tauchschulen mal unter die Lupe nehmen."

Pepper nickt zustimmend und deutet lächelnd zur Tanzfläche, wo wieder mal eine mutige junge Frau freudig ihr Bestes und das auch noch sehr individuell, beim Tanzen gibt...


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Paradontose * Schlüpfergummi * Gemüseeintopf * Sozialkritiker * Mansardenwohnung *
bereitwillig * karg * gemeinsam * höhnisch * zigeunerhaft *
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MephistoHH
15.04.2006, 13:35
Psy meine vergrippte Pute :kuss:

Lichtbogenschweissen. Ich bin hingerissen


Liebe Grüsse von der Seuchenkuh

Lorolli
15.04.2006, 13:52
Paradontose * Schlüpfergummi * Gemüseeintopf * Sozialkritiker * Mansardenwohnung *
bereitwillig * karg * gemeinsam * höhnisch * zigeunerhaft *

Die 90-jährige Tänzerin Marischa sitzt in ihrer Mansardenwohnung und träumt von ihrem
früheren Leben. Tolle Auftritte hatte sie vorallem in Spanien und wie hat sie die spanische Küche geliebt.
Jetzt hat sie einen Gemüseeintopf vor sich stehen, denn durch ihre Paradontose hat sie fast keinen Zahn mehr im Mund und kann deshalb nur noch püriertes zu sich nehmen.
Nun muss sie sich aber beeilen, denn für heute Nachmittag hat sich Besuch angesagt und sie muss vorher noch den Schlüpfergummi in ihre Leggin ziehen. Dabei denkt sie wehmütig an ihre tollen zigeunerhaften Kostüme.

Schnell stellt sie die Teetassen auf den Tisch und da klingelt es auch schon.
Herr Petersen, ein namhafter Sozialkritiker hat sie um ein Gespräch gebeten.
Bereitwillig erzählt sie aus ihrem früheren Leben. Gemeinsam mit ihrem Partner ist sie durch die Welt getingelt.
Herr Petersen fragt sie etwas höhnisch, ob sie denn nichts bereue und heute unter ihrem kargen Leben leide.

Nein, ich möchte auf keinen Fall mit Ihnen tauschen Herr Petersen und so ein angepasstes eintöniges Leben führen wie sie.
Ich habe gelebt und vieles erlebt, das kann mir keiner mehr nehmen und ich bin hier
in meiner kleinen Mansardenwohnung mit meinen Träumen glücklich.

Osterfeuer, Tierschutz, Verein, Umweltverschmutzung, Brauchtum
feiern, nachdenklich, unverfroren, wetteifern, unsozial

Inaktiver User
15.04.2006, 15:26
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Osterfeuer1, Tierschutz1, Verein1, Umweltverschmutzung1, Brauchtum1
feiern1, nachdenklich1, unverfroren1, wetteifern, unsozial1
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Eine Leiche zum Frühstück Teil VIII


Neben der Tanzfläche steht die neunzigjährige Marischa, eine ehemalige Tänzerin, die zu ihrer Zeit in Europa grosse Erfolge feierte und schaut recht nachdenklich der jungen Frau, die sich so unverfroren lasziv bewegt, beim Tanzen zu. Sie, die sich dem Brauchtum gesellschaftlicher und transzendentaler Sitten und Bräuche verschrieben hat, steht in einem äusserst ambivalenten Widerstreit ihrer Gefühle der jungen Frau gegenüber.

Pepper erhebt sich als Erster, reckt und streckt sich ein wenig, sieht auf den sitzenden Hansen herab und sagt:

"Lass uns los gehen, etwas für unser Gehalt tun, nicht dass unser Verein beim Bürgermeister in Verruf kommt, wir würden zu viel feiern."

Hansen erhebt sich leichtfüssig, zeigt nickend mit dem Kopf zum Tresen und meint lakonisch:

"Okay, aber wir nehmen vorher noch ein "Osterfeuer"."

Pepper lacht:

"Dieses eklig scharfe Zeug sollen wir uns jetzt antun? Ist gut, aber auf deine Verantwortung, nicht, dass ich wegen Umweltverschmutzung zur Rechenschaft gezogen werde, weil ich das Zeug wieder ausspucke."

Hansen hat wortlos grinsend zugehört und steuert zielgerichtet den Bartresen an, wo er sogleich zwei "Osterfeuer" bestellt.

"Hey Partner, stehst du unter Tierschutz, oder warum kommst nicht her? Mich allein trinken lassen ist absolut unsozial, also setz deinen Arsch in Bewegung!"

Pepper lacht laut auf, ist mit ein paar grossen Schritten neben seinem Freund, ergreift das Glas und kippt es todesverachtend mit einem Ruck in seinen Mund. Ein Ekel schüttelt ihn, er verzieht sein Gesicht, aber das dauert nur einen kurzen Moment. Hansen hat sein Glas ebenfalls leergemacht und beide gehen dem Ausgang entgegen, zum Abschied einigen Bekannten zuwinkend...


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Schmarotzer * Katapult * Fliegengewicht * Marihuana * Tschaikowski *
buddeln * kanalisieren * inoffiziell * verunsichert * losgelöst *
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MephistoHH
15.04.2006, 15:43
Osterfeuer, Tierschutz, Verein, Umweltverschmutzung, Brauchtum
feiern, nachdenklich, unverfroren, wetteifern, unsozial


Ist Ostern noch das, was es mal war?

Nachdenklich stimmt der Bericht eines Hamburger Boulevardblattes. Auch dieses Jahr werden am Karsamstag wieder viele Osterfeuer entlang der Elbe brennen.
Erinnert wird an ein Ereignis des letzten Jahres, als mehrere tote Lämmer am Elbstrand gefunden wurden. Zunächst kam die Hamburger Umweltbehörde wegen der Umweltverschmutzung auf den Plan. Immerhin waren die toten Kadaver unsachgemäss entsorgt worden. Auch der Tierschutz wurde auf den Plan gerufen.
Ebenso wurde eine SoKo Osterlamm gegründet, die dem Vorfall auf den Grund gehen sollte.
Die Ermittlungen führten damals zu einer Gruppe der Schafbefreier, die sich selbst als Verein zur Erhaltung der sachgemässen Schafhaltung bezeichneten.
Unverfroren gab der Vorsitzende Michael G. zu Protokoll, daß man in besagter Nacht an besagter Stelle in den Ostersonntag hineinfeiern wollte.
Um einem guten Züchterjahr zu danken, habe man als Brauchtum sozusagen ein Opfer gebracht. Das es nun in diesem Jahr sich gleich um mehrere Lämmer handelte, läge daran, daß rivalisierende Gruppen innerhalb des Vereins jeweils haben eigene Opfer bringen wollen und somit um die Gunst eines guten Zuchtjahres wetteiferten. G. habe damals nicht verstanden, warum es um diesen Brauch ein so grosses Aufsehen gebe, ja sogar der Tierschutz sich gegen den Verein wende, der doch nur das Beste des Schafes im Sinn habe. Auch würde er seit diesem Vorfall von bekannten gemieden und findet das Verhalten der Allgemeinheit unsozial.Immerhin habe sich keiner von denen nach den Beweggründen erkundigt.
Seit Juni vergangen Jahres sitzt G. in Untersuchungshaft. Der Verein wurde zwangsaufgelöst.
Hoffen wir, daß in diesem Jahr die Lämmer bestimmungegemäß ihren Weg lediglich in den Kochtopf und nicht mehr in die Elbe finden.


Katarakt*Interessenskonflikt*Knoblauchpresse*Zündk erze*Duschkopf*
beissen*liquide*ominös*lallen*braten*

MephistoHH
15.04.2006, 15:45
ups psy, da warste schneller als ich :freches grinsen:

Inaktiver User
15.04.2006, 15:59
macht nix, meine süsse seuchenkuh :freches grinsen:
dafür gibte es eben zweimal 10 wörter :fg engel: :schild genau:

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neue Wörter psy
Schmarotzer * Katapult * Fliegengewicht * Marihuana * Tschaikowski *
buddeln * kanalisieren * inoffiziell * verunsichert * losgelöst *
-----------------------
neue Wörter mephi
Katarakt*Interessenskonflikt*Knoblauch presse*Zündkerze*Duschkopf*
beissen*liquide*ominös*lallen*braten*
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Lorolli
15.04.2006, 17:47
neue Wörter psy
Schmarotzer * Katapult * Fliegengewicht * Marihuana * Tschaikowski *
buddeln * kanalisieren * inoffiziell * verunsichert * losgelöst *
-----------------------
neue Wörter mephi
Katarakt*Interessenskonflikt*Knoblauch presse*Zündkerze*Duschkopf*
beissen*liquide*ominös*lallen*braten*


Marischa steht noch immer in der Bar und beobachtet die junge
Tänzerin. Sie denkt so bei sich, dieses Fliegengewicht könnte
aber nicht nach der Musik von Tschaikowski tanzen.
Die brauchte ein Katapult um losgelöst und nicht so
verunsichert über die Tanzfläche zu wirbeln.

Jetzt ist Marischa in einem Interessenkonflikt, soll sie die
junge Frau ansprechen ? Vorsichtig bahnt sie sich einen
Weg zur Tanzfläche und denkt dabei, nun muss ich aber doch
bald zum Augenarzt und die Kataraktoperation machen lassen.

Die Musik hat aufgehört und Marischa bittet die ominöse
Tänzerin zu sich an einen Tisch.

Diese kann aber leider nur noch lallen und beschimpft
den Barbesitzer als Schmarotzer der ihr das versprochene
Marihuana nicht verkaufen will, obwohl sie doch ausnahmsweise
mal liquide ist. Marischa nimmt die Tänzerin mit zu sich nach
Hause und kauft unterwegs erstmal etwas zum braten, Kräuter
und Knoblauch, eine Knoblauchpresse hat sie ja noch aus Spanien,
denn sie braucht bestimmt etwas zum beissen zwischen die Zähne,
so dünn und mager wie sie ist.

Endlich sind sie in der kleinen Mansardenwohnung angekommen
und Marischa schaut sich die junge Frau etwas näher an. Zu ihrem
Erstaunen muss sie feststellen, dass es sich nicht um eine junge
Frau handelt, sondern um einen noch sehr jungen Mann. Sie denkt
so bei sich, der würde besser noch im Sand buddeln, als in
einer Bar zu tanzen.

Er ist inzwischen wieder einigermaßen klar und bedankt sich
bei Marischa und fragt sie, ob er sich für das Essen irgendwie
revanchieren könne. Marischa bittet ihn, ihr einen neuen Duschkopf
zu besorgen. Er verspricht es ihr, muss aber erst die Zündkerzen
an seinem Mofa austauschen.

Marischa gibt ihm den guten Rat mit auf den Weg, seine Pläne für
die Zukunft einmal genau zu kanalisieren.
Inoffiziell erkundigt sich aber bei dem Streetworker ihres
Viertels nach Hilfe für den jungen Mann.

Bauchtanz, Kopftuch, Schüleraustausch, Alkohol, Sperrstunde
Turteln, stehlen, inkonsequent, gefährlich, unkontrolliert

MephistoHH
15.04.2006, 17:49
neue Wörter psy
Schmarotzer * Katapult * Fliegengewicht * Marihuana * Tschaikowski *
buddeln * kanalisieren * inoffiziell * verunsichert * losgelöst *
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neue Wörter mephi
Katarakt*Interessenskonflikt*Knoblauch presse*Zündkerze*Duschkopf*
beissen*liquide*ominös*lallen*braten*< br />-----------------------


ui wat viele neue wörter, also gut.


Ein heisser Tag auf der Rennbahn. Aus den Lautsprechern ertönt Tschaikowski. Die Menschenmassen die dem alljährlichen Spektakel in Baden-Baden beiwohnen wollen, werden durch emsige Wachleute in die einzelnen Bereiche kanalisiert.
Heute sollte ein guter Tag zum Wetten sein. Der alte Spieler wettet nun schon seit 40 Jahren, Pferde, Hunde, Fußball. Nun Hunden nicht mehr so gerne, seitdem ihm ein Champion mal beissen wollte. Offiziell ist er vom Wettgeschäft zurückgetreten. Richtig, er wettet weniger und ist daher auch liquide, aber inoffiziell kann er sich dem eigenwilligen Charme eines Rennens nicht entziehen.
Er betrachtet sich zunächst die heutigen Pferde. Da alle Reiter ja bekanntlich Fliegengewichte sind kommt es halt doch auf das Pferd an. Die Nummer 7 mit dem ominösem Namen Hellboy buddelt lustlos in der hinteren Ecke des Paddock. Das wird wohl nie ein Champion werden denkt sich der alte und schreitet in Richtung Wettbüro, erst ein wenig verunsichert, aber dann mit Vorfreude auf die kommende Wette. Vielleicht gelingt ihm ja heute der grosse Sprung.
Eigentlich hätte er zu Hause renovieren müssen. Seine Frau lag ihm schon seit langem in den Ohren damit ein neues Wohnzimmer haben zu wollen. Sie war schon seit langem Trinkerin. Zum Abschied lallte sie ihm hinterher, was für ein Mistkerl und Schmarotzer er doch sei und das sie ihm mit Sicherheit bei seiner Rückkehr eins mit der Pfanne (der gusseisernen versteht sich) überbraten werde. Einmal hatte sie versucht ihn mit dem Duschkopf zu erwürgen, aber hatte alkoholbedingt weder die Kraft noch die Standfestigkeit für ein solches Vorhaben besessen und sich letzten Endes nur selbst in den Duschkopf verwickelt.
Von den Paddocks aus schritt er vorbei an den Kabinen der Jockeys. Ein leichter Duft von Marihuana lag in der Luft. Die Wettbüros fest im Blick und losgelöst von seinen Alltagssorgen und seinen Interessenskonflikten schritt er zielstrebig voran. Er zückte sein Portenmonnaie. Seine rechte Hand zierte ein grosser Verband und ein Pflaster.
Der Verband verbarg eine mittlere Risswunde, die er sich beim wechseln der Zündkerze zugezogen hatte. Das Pflaster verdeckte die Spuren einer Quetschung, die er sich mit der Knoblauchpresse zugezogen hatte.
Er setzte 2000 € auf Nummer 12 Starlight blue. Ein leichtes Zittern überkam ihn als Geld und Wettschein getauscht wurden. Es war dieses unbeschreibliche Hochgefühl des Setzens und der Unsicherheit darüber ob man jemals etwas von dem Geld wieder sehen würde.
Es wurde das erste Rennen ausgerufen und die Menschen strömten, einem Katarakt gleich die Treppen der Arena hinunter zu ihren Sitzen.
Dann, die Startglocke ertönt und wie von einem Katapult abgeschossen fliegen 10 Pferde in Richtung Ziel. Noch ist Starlight blu an 3. Stelle……….

Tampon*Möbelpolitur*Kneifzange*Schokolade*Priemeln *
Husten*biegsam*windig*lustvoll*schütten

ReeDee
15.04.2006, 20:29
manno Psy,
nun hab ich mich mal getraut - und was kommt: Sie kennt die Spielregeln nicht! Bißchen dröge... und nicht sehr ermutigend :heul:

Inaktiver User
15.04.2006, 20:43
Hallo ReeDee,

das ist doch nun wirklich kein Beinbruch!
Versuch es mal mit den nachfolgenden Wörtern und wenn Deine Geschichte fertig eingestellt ist, dann packst Du unten drunter eben 10 neue Wörter
Viel Spass und nicht verzagen... :schild genau: :blumengabe:
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Lorollis neue Wörter:
Bauchtanz, Kopftuch, Schüleraustausch, Alkohol, Sperrstunde
Turteln, stehlen, inkonsequent, gefährlich, unkontrolliert
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Mephistos neue Wörter:
Tampon*Möbelpolitur*Kneifzange*Schokolade*Priemeln *
Husten*biegsam*windig*lustvoll*schütten
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-psy- :blumengabe: :knicks: :allesok:

Inaktiver User
15.04.2006, 22:34
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Lorollis neue Wörter:
Bauchtanz1, Kopftuch1, Schüleraustausch1, Alkohol1, Sperrstunde1
turteln1, stehlen1, inkonsequent1, gefährlich1, unkontrolliert1
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Mephistos neue Wörter:
Tampon1*Möbelpolitur1*Kneifzange*Schokolade1*Priem eln1*
Husten1*biegsam1*windig*lustvoll1*schütten1
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Eine Leiche zum Frühstück Teil IX


Als sie im Wagen sitzen, lachen sie noch einmal herzlich über die Oma und die junge Frau auf der Tanzfläche, ohne zu ahnen, dass diese junge Frau in Wahrheit ein junger Mann ist, der hier seinen Bauchtanz vorführt und von dem nur die alte Marischa weiss, dass unter dem Kopftuch ein Mann steckt, der durch seine Probleme, sich als Frau zu fühlen, zum Alkohol greift und bis zur Sperrstunde im Alkoholrausch davon träumt, eine schöne und begehrenswerte Frau zu sein.

Sein feminines Äusseres, die Art, unkontrolliert zu turteln, kann aber auch gefährlich sein, denn eine Bar ist kein Platz für einen Schüleraustausch. Letztendlich ist es inkonsequent, sich auf diese Art aus der Realität zu stehlen.

Von all dem wissen Pepper und Hansen nichts. Hansen bietet Pepper ein Stück von seiner Schokolade, der sie nimmt, sich verschluckt und gleich darauf von einem heftigen Husten geschüttelt wird. Aus seiner Nase tropft es herab und Hansen will sich am liebsten ausschütten vor Lachen. Er kramt aus dem Handschuhfach einen Tampon, der, weiss der Himmel wie, da hingekommen ist und meint nun, dieser sei biegsam genug, in Peppers Nase zu verschwinden und dort lustvoll dafür zu sorgen, dass Peppers Nase nicht mehr tropfen werde.

Es ist ziemlich windig draussen und Hansen schliesst das Seitenfenster. Als ein Drugstore in Sicht kommt, bittet Hansen Pepper, kurz zu stoppen, da er für seine Frau noch Möbelpolitur mitbringen will. Nebenan ist ein Strassenstand mit Blumen und Hansen kauft auch gleich noch ein paar Primeln, die er in seinem Vorgarten einzusetzen gedenkt.

Plötzlich richtet sich Pepper jäh auf in seinem Sitz und klopft sich mit der flachen Hand an die Stirn, was ein laut klatschendes Geräusch verursacht.

"Der oder die Täter müssen wirklich denken, wir ziehen uns unsere Hosen mit der Kneifzange an.",

meint er. Hansen staunt nicht schlecht und überlegt, was sein Freund ihm damit wohl sagen wolle...

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Tanto Jutsu Do * Kerosin * Verrat * Mobilmachung * Horizontalwinkelpeilung *
schwächlich * synchronisieren * herumirren * schlingern * gerinnend *
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Lorolli
15.04.2006, 22:37
Klasse, ich lach mich schibbelig, aber jetzt sollen mal die anderen schreiben. :schild genau:

ReeDee
15.04.2006, 22:59
Unkonrolliert überfiel ihn ein Schütteln -
war jetzt nicht Sperrstunde - und er lief immer noch hier rum?
was machte er hier?
er besann sich - war das was er tat gefährlich?
- nein der Krieg ist längst vorbei
obwohl er in seinen Träumen immer präsent ist
nein, er war da in der Neuzeit
da wurde diskutiert ob Kopftuch oder nicht -
Schüleraustausch - wer weiß wohin die enkel gehen -
bloß nicht zu weit - was wird aus mir?
was beschäftigen die sich mit Bauchtanz, wo ich sie doch brauch?
die stehlen die Zeit mit mit Nichtigem
was turteln sie rum wenn ich Hilfe brauch?
und trinken Alkohol, obwohl ich seit ein paar Jahren weiß
wie schlecht das Zeug für die Gesundheit ist.
Um Gottes willen , ich bin nicht inkonsequent - ich bin bloß alt....

Einbildung - Schmerzen - Morphium - Herz - Hunde-
aetzend- überfordert - doof - krasse femdwort (wo alle nachgucken müssen - frei wählbar), gespannt

MephistoHH
15.04.2006, 23:27
Tanto Jutsu Do * Kerosin * Verrat * Mobilmachung * Horizontalwinkelpeilung *
schwächlich * synchronisieren * herumirren * schlingern * gerinnend *


Miller betrat wie an jedem Dienstag pünktlich den Drugstore an der 7. Ecke Mayfair. Ziel war es, die neueste Ausgabe von Tanto Jutsu Do –Weekly zu erstehen. Zwar hat er selbst den Sport nie ausgeübt, jedoch war sein Interesse während seiner Zeit bei der Navy geweckt worden, welcher bei den nationalen Ausscheidungen im Tanto Jutsu Do teilnahm.
15 Jahre hatte er der Navy treue Dienste geleistet, aber als er der Mobilmachung in den Irak Widerstand leistete wurde er unehrenhaft wegen Verrates aus dem Dienst entlassen. Da seine Navigationskenntnisse an Land nicht wirklich einsetzbar waren, kehrte er der See und somit auch seiner geliebten Horizontalwinkelpeilung den Rücken.
Nach kurzen Umwegen über mehr oder weniger schlüpfrige Jobs, hatte er nun eine Anstellung als Fahrer eines Kerosinhandels gefunden. Für gewöhnlich schenkte er seiner Umgebung keine grosse Aufmerksamkeit. Heute jedoch betrachtete er interessiert einen Mann mittleren Alters mit einem Tampon in der Nase, der schlingernd in den Gängen des Drugstore herumirrte, offensichtlich auf der Suche nach einem Taschentuch oder einem blutstillenden Mittel, wobei er bei dem ominösen Mann keine Blutflecken oder geronnenes Blut erkennen konnte.
Er trat vor zur schwächlich beleuchteten Kasse. Dort brauchte es eine weile, bis der Latino, der fasziniert vom neuesten Kinoschlager mit Angelina Jolie, einen eher kläglichen Versuch unternahm die Dialoge in seine Heimatsprache zu synchronisieren.
Als er bezahlt hatte, klemmte er sich die Zeitschrift unter den Arm und verliess den Drugstore in Richtung Westen.



Echolot*Apfelsinenbaum*Dübel*Faraday´scher Käfig*Gesangbuch*
Trainieren*windeln*abstürzen*antizyklisch*abergläu bisch*

Inaktiver User
15.04.2006, 23:48
HalliHallo....

die neuen Wörter sind wieder verdoppelt:

ReeDees neue Wörter:
Einbildung - Schmerzen - Morphium - Herz - Hunde-
aetzend- überfordert - doof - krasse femdwort (wo alle nachgucken müssen - frei wählbar), gespannt

Mephistos neue Wörter:
Echolot*Apfelsinenbaum*Dübel*Faraday´s cher Käfig*Gesangbuch*
Trainieren*windeln*abstürzen*antizykli sch*abergläubisch*

viel Spass dabei
:yeah:

-psy-

Lorolli
15.04.2006, 23:50
Alles Klasse, aber heute nichts mehr von mir :schlaf gut:

MephistoHH
16.04.2006, 00:41
ich bin auch voll des Schlafes und freue mich auf neue Geschichten

Inaktiver User
16.04.2006, 02:07
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ReeDees neue Wörter:
Einbildung1 - Schmerzen1 - Morphium1 - Herz1 - Hunde1-
aetzend1- überfordert1 - doof1 - krasse fremdwort1 (wo alle nachgucken müssen - frei wählbar), gespannt1
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Mephistos neue Wörter:
Echolot1*Apfelsinenbaum*Dübel*Faraday´scher Käfig1*Gesangbuch1*
Trainieren1*windeln1*abstürzen*antizyklisch1*aberg läubisch1*
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Eine Leiche zum Frühstück Teil X

"Was meinst du damit, die Hosen mit der Kneifzange anziehn?",

fragt Hansen. Pepper überlegt kurz, sieht auf die Strasse und ruft auf einmal:

"Das gibts doch nicht! Schau doch mal, existiert das nur in meiner Einbildung,da läuft ja noch einer mit nem Tampon in der Nase rum!"

Hansen schaut in Richtung Drugstore und sieht in der Tat einen Kerl, dem ein Stück vom Tampon aus der Nase schaut, mit einer kleinen Schnur daran, die beim Gehen hin und her schaukelt. Hinter ihm tritt ein breitschultriger sportlicher Typ auf die Strasse, bleibt kurz stehen, um sich in zwischen den hohl gehaltenen Händen eine Zigarette anzuzünden. Seine Haare sind kurz geschnitten und alles in allem erinnert sein ganzes Gebaren an einen Menschen, der militärisch ausgebildet wurde. Seiner Hautfarbe nach könnte es ein ehemaliger Marine sein, überlegt Hansen. Also einer, der besser mit einem Echolot umgehen kann, als ein Gesangbuch in Händen zu halten oder sich den ganzen Tag in einem Faraday´schen Käfig, genannt Automobil herumfahren zu lassen.

"Erinnerst du dich noch an das Zeichen auf der Stirn des Toten und draussen am Kassenhäuschen vor dem Baumarkt?",

wendet sich Pepper fragend an Hansen. Dieser nickt bestätigend und wartet darauf, was das Ganze soll. Pepper holt seinen Notizblock hervor und blättert darin herum. dann hält er inne und fragt mehr prophylaktisch, ob Hansen eigentlich abergläubisch sei. Dieser schüttelt amüsiert seinen Kopf:

"Ich glaube nicht an sowas, eher habe ich ein Herz für Hunde."

"Manchmal kannst du ganz schön ätzend sein, mit deinem Pragmatismus;"

meint darauf, gutmütig lächelnd, Hansens Freund.

"Der Tote hatte ausserdem Spuren von Morphium im Körper, was den Schluss nahelegt, dass die Schmerzen bezüglich des Tiefenrausches so gross waren, dass er Morphium dagegen nahm. Hier hätten wir auch noch einen Ansatzpunkt. Es wäre ja wohl doof, der Spur nicht zu folgen und ich bin mal gespannt, wo sie uns hinführt."


Hansen hat ruhig zugehört und fängt plötzlich an, laut zu lachen. Pepper schaut irritiert auf:

"Habe ich dich grad überfordert mit meinen Ausführungen?"

Hansen wischt sich - immer noch lachend - eine Träne aus dem Gesicht:

"Nein, du hast mich nicht überfordert, ich habe heute früh ne Sendung gehört, da ging es um Jugendsprachen und in Deutschland haben die sogar ein Wort dafür: kanakisch!

Welch eine krasse Fremdwort, hihihi..."

Hansen kann sich immer noch nicht beruhigen. Pepper schaut ihn verständnislos an und meint nur:

"Pass auf, dass es nicht schlimmer wird, nicht, dass wir dich noch windeln müssen. Aber du kannst ja schon mal langsam trainieren, deine sicher bald einsetzende, aber schnell wirkende, Inkontinenz zu beherrschen."

steigert sich Pepper in seinen Worten, seinen Freund dabei fröhlich anlächelnd.

"Übrigens nennt man so etwas antizyklische Kommunikation."

Hansen lächelt leicht und winkt dann ab. Mit einem mal springt er aus dem Wagen und läuft zu diesem Strassenstand, an dem er die Primeln gekauft hatte. Minuten später lässt er sich wieder in die immer noch zerfetzten Autopolster fallen und hält dabei in beiden Händen einen kleinen Apfelsinenbaum.


"Der ist für meine Frau, die liebt sowas."

meint er nur lakonisch.

Pepper hält immer noch seinen göffneten Notizblock in Händen und schaut auf die Zeichnung, die er am Tatort gemacht hatte. Sie hat Ähnlichkeit mit einem gespreizten Dübel oder einer gespreizten Hand. Er erinnert sich, was Catherine, die Putzfrau ihm sagte, als sie das Zeichen sah: Es sei eine magische Rune mit dem Namen Algiz, die dazu diene, Menschen nicht abstürzen zu lassen, die selbstsüchtige Ziele verfolgten. Ob das wirklich so relevant für diesen fall war? Nachdenklich kratzte er sich mit seinem Kugelschreiber hinterm Ohr...


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Behauptung * Zauberstab * Schreibtischunterlage * Malheur * Quarantäne *
nekromantisch * ineffizient * kapitulierte * beschrieb * symptomatisch *
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ReeDee
17.04.2006, 22:40
Madame Lülü war puterrot vor Zorn: diese dumme Ziege! Stellte sie doch glatt die Behauptung auf, dass sie, Madame Lülü ineffizient arbeiten würde. Madame umklammerte ihren Zauberstab so fest, das kleine zornrote Fünkchen aus der Spitze schossen. Wütend schlug sie mit ihm auf ihre Schreibtischunterlage, worauf hin die Schreibtischlampe explodierte. Schnell beschrieb sie mit dem Stab ein paar Kreise und das Ding setzte sich wieder zusammen. Diese esotherische Tusse Evelyn, nekromanisch und stur - die sah in jedem Kaffeedreck Unheil - blöde abgedrehte Kuh, irgend einen Geist hatte die immer neben sich laufen!! Um sich zu beruhigen, ging sie in den angrenzenden Stall. Dieses Verhalten war symtomatisch für sie. Sie beruhigte sich schnell beim Anblick ihres ganzen Stolzes: In Menschen verwandelte Schweine!!. Ihre Widersacherin regte sich immer darüber auf. Ständig lag sie ihr in den Ohren, dass sie das umgekehrt machen müsse um eine gute Hexe zu sein. Aber was sollte das?? Die Herausforderung war ungleich größer. Aus einem Menschen ein Schwein zu machen - das war ja wohl mehr als simpel , aber andersrum? Madame ging eben in Sachen Zauberei lieber den unkonventionellen Weg. Sicher dem ein oder anderen Menschenschwein passierte mal ein Malheur, wie z.B. fressen wie ein Schwein, aber das geschah eher selten und fiel auch nicht weiter auf. Wenn es gar nicht anders ging, kam es eben eine Weile in Quarantäne. Madame kapitulierte nicht gerne - fast alle Schweine wurden vorbildliche Menschen! Ja, hatte sie nicht sogar beobachtet wie Evelyn dem Waldemar schöne Augen machen wollte? Vielleicht sollte sie jetzt mal rübergehen und ihr erzählen wie süß Waldi als Ferkel war...

Fremdwort * Lachsalve * Profilneurose * Pusteblume * Schatzinsel
diagonal * dankbar * ungläubig * katzbuckeln * seidenmatt

Lorolli
17.04.2006, 23:22
Klasse ReeDee habe nochmal so richtig gelacht, ehe ich ins Bett gehe. :schlaf gut:

Inaktiver User
18.04.2006, 09:17
guten morgen!!! :yeah:

na siehste, reedee... schöne geschichte hast du geschrieben. hab ich dir doch gesagt, dass du es kannst :schild genau: mach weiter sooooo :allesok: :blumengabe:

Lorolli
18.04.2006, 14:00
Fremdwort * Lachsalve * Profilneurose * Pusteblume * Schatzinsel
diagonal * dankbar * ungläubig * katzbuckeln * seidenmatt

Katzbuckeln ist und war für Marischa immer ein Fremdwort. Ungläubig schaute sie auf die Menschen, die es allen recht wollen und dadurch eine heftige Profilneurose entwickelten.

Lieber setzte sie sich auf eine Frühjahrswiese und träumte davon, es wäre ihre Schatzinsel und schaute versonnen den fliegenden Propellern der Pusteblume nach.

Es störte sie dabei nicht, dass eine Gruppe junger Leute neben ihr heftig an ihren
seidenmatten Fahrrädern schraubten und dabei eine Lachsalve nach der anderen zu ihr schallte. Sie war dankbar, hier auf der Wiese sitzen zu können und am Himmel die diagonal laufenden Kondensstreifen der Flugzeuge zu sehen.

Endlich war wieder Frühling und sie konnte ihre kleine Mansardenwohnung öfter verlassen und so am Leben der anderen als stille Zuschauerin teilnehmen.


Faszination, Mittagspause, Unordnung, Regeneration, Klinik
ruhelos, unzufrieden, beeindruckt, chatten, kinästhetisch

Belladonna
18.04.2006, 22:15
Faszination, Mittagspause, Unordnung, Regeneration, Klinik
ruhelos, unzufrieden, beeindruckt, chatten, kinästhetisch

Katharina stand in ihrer Mittagspause vor den Schaufenstern in der glitzendernden bunten Lichterwelt des weihnachtlich geschmückten New York. Voller Faszination betrachtete sie die Auslagen! Ein Mann rempelte sie von der Seite an um dann ruhelos und hektisch das Weite zu suchen. Wie kann man von dieser Pracht eigentlich nicht beeindruckt sein? Doch eigentlich nur wenn man andere Probleme hat?

Eigentlich war sie unterwegs um eine Kleinigkeit für ihre Mutter zu besorgen die in der Herz- Klinik lag. Sie wurde am vergangenen Montag eingeliefert nachdem sie fast leblos in der Küche liegend gefunden wurde. Sie musste sich noch an verschiedenen Küchenutensilien versucht haben festzuhalten, denn alles lag in einer einzigen Unordnung um sie herum verstreut. Kochlöffel, Mehl, Milch, verschiedene Schüsseln …alles ein heilloses Durcheinander. Sie atmete kaum noch. Gott sei Dank war der Notdienst extrem schnell zur Stelle um sie zur nahegelegenen Klinik zu bringen . Den Umständen entsprechend ging ihr es auch schon wieder besser. Sie wird nach ein paar Tagen der Regeneration in ein Sanatorium verlegt. Aber auch da muss erst noch ein passendes Sanatorium gefunden werden.

Katharina, die ein sehr kinästhetischer Mensch ist, fühlt sich einfach nur allein gelassen und unzufrieden im Moment. Nichts klappt mehr, alles geht ihr sehr schwerfällig von der Hand. Sogar das chatten am Abend bringt sie nicht mehr auf andere Gedanken. Aber ist es auch ein Wunder? Die heile glitzernde Welt da draußen trügt. Es wurde ihr wieder einmal aufgezeigt, wie schnell sich ein glückliches Leben durch einen plötzlich eintretenden Umstand ändern kann. Aber deswegen den Kopf in den Sand stecken? Niemals.


Karambolage * Feuer * Paranoia * Lachen * Therapeut
Becircen * kontrollieren * geistesgegenwärtig * lieblich

ReeDee
18.04.2006, 22:24
Faszination, Mittagspause, Unordnung, Regeneration, Klinik
ruhelos, unzufrieden, beeindruckt, chatten, kinästhetisch

Fazination Mittagspause - isses denn nicht schön? Endlich hat man mal Zeit für sich. Die Pause dient der Regeneration aller Recourcen und des Make ups. Außerdem hat man die Gelegenheit mal ausgiebiger mit der Kollegin die Probleme mit Männe zu bequatschen. Die Unordnung des Schreibtisches kann ich gut übersehen. Das muß, sonst wird man wohlmöglich noch ruhelos, Solche Gefühle führen nur mit Infarkt in die Klinik, das überlass ich lieber dem Chef - der ist sowieso permanent unzufrieden mit mir. Ich versteh das nicht! Nur wegen dem kleinen Bisschen chatten, das ich tu? Dann hab ich versucht, ihn wenigstens mit meiner Intelligenz zu beeindrucken - als der sagt : Frau Müller, jetzt machen Sie doch mal endlich hinne - wie lange muß ich denn noch warten? Sag ich: Chef!! - ich kann mich doch nicht zweiteilen, außerdem bin ich kinästetisch (das tolle Wort hab ich letztens auf einer Party aufgeschnappt und fand es soooo cool). Da war er beeindruckt, und sagte nix mehr und ich konnte den Rest des Arbeitstages ungestört weiter chatten. Am nächsten Morgen hatte ich dann unglaublicher Weise die Kündigung! Ob ihm mein neues Styling nicht gefallen hat? Oder ob das tolle Wort doch nicht so das Richtige war? Vielleicht sollte ich doch mal nachschlagen, was es bedeutet - aber es hörte sich echt geil an!

Katzenklo * Humbug * Kaffeebohne * Mehltau * Nasenstüber
renovieren * downloaden * rübergemacht * flexibel * neurotisch

Lorolli
18.04.2006, 22:58
Na dann, nichts wie ran, sind ja mal wieder 20 Wörter :schlaf gut:

MephistoHH
18.04.2006, 23:11
Karambolage * Feuer * Paranoia * Lachen * Therapeut
Becircen * kontrollieren * geistesgegenwärtig * lieblich
Katzenklo * Humbug * Kaffeebohne * Mehltau * Nasenstüber
renovieren * downloaden * rübergemacht * flexibel * neurotisch

OK wieder 19 neue Worte und los geht’s.

Hermine Echternach schnippte mit einer eleganten Handbewegung die Kaffeebohne ins Feuer. 42 Jahre lebte Sie nun in dem Jugendstilhaus an der Königstrasse. Sie hatte sich aufgrund ihrer neurotisch-kontrollierenden Art den Beinamen Else Kling der Königstrasse eingehandelt. Doch genauso genervt wie ihre Mitbewohner waren, so sehr liebten sie die fröhliche ältere Dame mit dem herzlichen Lachen mit dem sie an guten Tagen auch jeden noch so grantigen Mitmenschen becircen konnte. Mit Ihrem Kontrollwahn konnte man die Paranoia bekommen aber noch war es bei keinem der Mitbewohner soweit gekommen, dass er hätte einen Therapeuten aufsuchen müssen. Hätte man ihr den Vorwurf des Kontrollwahns gemacht, sie hätte es als Humbug abgetan.
Anno 1964 hatte Hermine bei Nacht und Nebel rübergemacht. Geblieben war ihr nur ein alter verknöcherter Rosenstrauch an dem schon der Mehltau nagte. Leider war die Pracht des Rosenstrauchs nach einer Karambolage mit einem nachbarlichen Mercedesmodell fast sprichwörtlich dem Boden gleichgemacht worden. Hermine, die grade ein paar verwelkte Blüten aus dem Strauch entfernen wollte, hatte sich selbst nur nur einen geistesgegenwärtigen Sprung in die nebenliegende Buchsbaumhecke retten können. Andreas, der Nachbar, der sowohl für den Rosenschaden als auch für Hermines Hechtsprung verantwortlich war, wurde mit einem Nasenstüber sowie der Verpflichtung für den Rest des Jahres das Katzenklo der Gemeinschaftskatze sauber zu halten bestraft. Nachdem Hermine sich vom ersten Schock und von der Enttäuschung über den zerstörten Rosenstrauch erholt hatte, konnte sie über die ganze Situation herzlich lachen.
Einen Tag später klingelte Andreas an Hermines Tür. Mit lieblicher Stimme überreichte er Ihr einen Essengutschein für zwei im besten Restaurant der Stadt, welchen er aus dem Internet dowongeloadet hatte. Er wolle sich nochmals entschuldigen. Mit dem Essenstermin seit er ganz flexibel.
In 10 Minuten würde er sie abholen. Hermine freute sich schon riesig auf den schönen abend und legte noch einen Scheit aufs Feuer damit sie es bei der Heimkehr noch warm haben würde.



Heimweh* Advokat*Güterzug*Supermarkt*Elbstrand*
Endlos* antrainiert*imaginär*infiziert*indirekt

Inaktiver User
19.04.2006, 12:48
eine sehr schöne geschichte mephistohh :allesok:

wenn du html-code benutzt, musst du allerdings auf einiges achten; < br > ist zeilenschaltung und hat keinen endtag. ich nehme an, das sollte der endtag für < b > sein, also fett. dann käme der slash vor das B < / b >

viele liebe grüsse und einen schönen tag noch :kuss: :fg engel:

tanfana

Shidah
19.04.2006, 14:05
Hallöchen, nun ich schreibe gerne-Geschichten -Gedichte.Nun blicke ich dennoch nicht ganz durch (grummel) welche Worte geht es nun.
Vergißmeinnicht ....???Oder habe ich die Worte nun übersehen-die Neuen?

Lorolli
19.04.2006, 14:08
Heimweh* Advokat*Güterzug*Supermarkt*Elbstrand*Endlos* antrainiert*imaginär*infiziert*indirekt< br />



Hallo Shidah,
schön das du mitschreibem möchtest. Die neuen Wörter stehen immer am Ende der
letzten Geschichte. Habe sie dir reingesetzt. Viel Spass beim schreiben, freue mich
auf deine Geschichte.

Gruss Lorolli

Belladonna
19.04.2006, 19:00
Heimweh* Advokat*Güterzug*Supermarkt*Elbstrand*
Endlos* antrainiert*imaginär*infiziert*indirekt


Achtung Achtung … es fährt durch ein Güterzug auf der Durchreise von Dresden nach Hamburg am schönen Elbstrand !!!

So ertönte eine Stimme über die Lautsprecheranlage eines kleinen Bahnhofes irgendwo im Osten Deutschlands. Menschen wichen vom Bahngleis zurück. Der angekündigte Zug donnerte schier endlos vorbei und hinterließ eine imaginäre Spur, die niemand so recht deuten konnte. Stille trat ein auf dem Bahnhof. Absolute Stille!

Die indirekte Beleuchtung der Bahnhofsvorhalle warf ein gespenstisches Licht auf die Bahngleise. Menschen die sich vorher unterhalten hatten, verstummten in scheinbarer Agonie und schienen infiziert von der unheimlichen Durchfahrt des Donnerzuges. Langsam aber sicher kehrte wieder Farbe in die Gesichter der Menschen zurück. Eine Familie, bepackt mit prall gefüllten Supermarkt -Tüten, schaute sich ehrfürchtig um. Ein Advokat nesstelte verstört an seiner Aktentasche rum und blickte wie erstarrt auf den Boden. Ein kleines Kind ließ seinen Tränen freien Lauf ob dieser skurrilen Stimmung. Eine ältere Frau wiederholte wie antrainiert immer wieder die gleichen Bewegungen.

Die schrille Stimme ertönte erneut aus den uralten Lautsprechern: Bitte Vorsicht an Gleis „ Heimweh “ … es fährt ein der Zug nach Nirgendwo!


Mafia * Weltmacht * Kuriosität * Apartheid * Beschäftigung *
Gewitzt * raffiniert * eloquent * riskant * beleidigt *

Belladonna
19.04.2006, 19:01
Uahhhhhhhhh .... :wie?:

das war wohl zu viel fett :smirksmile:

aber ich lass das jetzt ... ihr werdet die Worte schon finden :smirksmile:

Ciaoooo
Belladonna :fg engel: :kuss:

Inaktiver User
20.04.2006, 11:14
Mafia * Weltmacht * Kuriosität * Apartheid * Beschäftigung *
Gewitzt * raffiniert * eloquent * riskant * beleidigt *

Weißt du- meine Lieblings-Beschäftigung ist es, mit dir zu diskutieren.
Wir sind beide eloquent , nicht wahr - und ja, du mußt es mir nicht sagen, ich bin auch schnell beleidigt.. aber manchmal versteigst du dich in deinen Ansichten.
Zum Beispiel neulich, dieses Gespräch über Apartheid - die Meinung, die du da vertrittst, ist wohl reichlich riskant.
Was das Thema Mafia und ihren Versuch, die Weltmacht an sich zu reißen betrifft, bin ich ja mittlerweile schon gewitzt - auch eines deiner Reizthemen.
Aber ist es nicht eine Kuriosität, daß sich zwei Menschen so gut verstehen und gleichzeitig so heftig streiten können ??

Tragödie * Untergangsstimmung * Freudenfeuer * Schlaflosigkeit * Spuren
fraglos * friedlich * verhören * staunen * kleinlich

Belladonna
20.04.2006, 11:42
Tragödie * Untergangsstimmung * Freudenfeuer * Schlaflosigkeit * Spuren
fraglos * friedlich * verhören * staunen * kleinlich


Meine Schlaflosigkeit bringt mich um den Verstand. Jede Nacht, püntklich um 2.00 Uhr wache ich auf. Wälze mich von einer Seite auf die andere. Ich muss immer nur staunen dass meine innere Uhr so pünktlich in der Nacht reagiert. Eigentlich sollte ich doch friedlich schlafen, oder?

Diese Schlaflosigkeit hinterlässt natürlich seine Spuren . Ich wache morgens gerädert auf, meist mit einer Welt untergangsstimmung die zum Himmel schreit. Wenn der Tag mit Grübeleien beginnt, dann ist das für mich fraglos eine Stimmung die sich auf alle um mich herum auswirkt. Dass ich kleinlich sei ist dann noch das Geringste was ich zu hören bekomme. Ich komme mir vor als würde mich jemand verhören … ständiges Nachgefrage über meine schlechte Laune geht mir dermaßen gegen den Strich, dass ich es manchmal schon als Tragödie empfinde. Warum muss alles und jeder auch ständig auf mir herumhacken? Der Tag bzw. die Nacht wird wieder eintreten an der ich selig lächelnd aufwache bzw. durchschlafe. Spätestens dann werde ich ein Freudenfeuer veranstalten.


Faultier * Wellness * Tanzschule * Orchester * Lebensmittel
Agieren * bestürzt * kess * optimistisch * berufstätig

Inaktiver User
20.04.2006, 12:10
Danke für die vielen schönen Geschichten

Hallo Ihr Lieben, :wangenkuss:

ich möchte Euch mal allen Dankeschön sagen, für die vielen schönen Geschichten, die Euch immer zu den vorgegebenen Wörtern einfallen.

Ich wurde jetzt von einigen von Euch direkt angesprochen, warum ich meinen Baumarktkrimi Eine Leiche zum Frühstück nicht weiter schreibe.

Es tut mir leid, aber ich habe seit einigen Tagen wahnsinnige Kopfschmerzen und ausserdem habe ich eine Schreibblockade, die es mir unmöglich macht, vernünftige Sätze zu formulieren.

Sobald ich mich besser fühle, werde ich auch wieder schreiben (speziell für Dich natürlich, Camille *ggg*, denn ich weiss ja, dass Dir mein Krimi fehlt).

In diesem Sinne ganz liebe Grüsse

von Eurer

Psychedelica :kuss:

Inaktiver User
20.04.2006, 15:26
Faultier * Wellness * Tanzschule * Orchester * Lebensmittel
Agieren * bestürzt * kess * optimistisch * berufstätig

Bestürzt sehe ich dich mit einem riesigen Einkaufskorb voller Lebensmittel aus dem Feinkostladen kommen!
Ich war doch wirklich optimistisch, daß ich dich davon abgebracht habe, wie ein Faultier immer zu Hause zu sitzen, und zu essen.
Du sitzt nicht immer zu Hause? Sicher, du bist berufstätig, aber nach der Arbeit, was tust du da für die Wellness? Agieren, nicht stagnieren heißt die Devise !
Konnte ich dich wirklich nicht für die Tanzschule begeistern? Am Samstag lockt dort sogar ein Orchester, das relativ kess aufspielt, also kein Langeweilerclub!
Du gelobst Besserung? :allesok:, dann bin ich zufrieden...

Beratung * Anzeige* Schönheitsfehler * Spiegel * Nähmaschine *
kleidsam * traut * fleißig * rätseln * streben

Belladonna
20.04.2006, 17:13
Kurz und knackig ... oder doch nicht ??? :smirksmile:

Beratung * Anzeige* Schönheitsfehler * Spiegel * Nähmaschine *
kleidsam * traut * fleißig * rätseln * streben


Es stand zu lesen in einer Anzeige im Abendblatt:

Suche junge fleißige Frau mit Schönheitsfehler ,
morgendliches Spiegel-Spiel ist anzustreben
Nähmaschine erwünscht um mich kleidsam auf die Welt loszulassen
Trautes Heim – Glück allein?
Es wird zu rätseln sein ob eine solche nicht erst gebacken werden muss!
Für eine etwaige Beratung bei infrage kommenden KandidatInnen stehe ich gerne zur Verfügung!


Kastration * Digital * Gelenke * Zugfahrt * Möwe
Gelenkig * leicht * beruhigend * kirre * zärtlich

ReeDee
20.04.2006, 21:30
Kastration * Digital * Gelenke * Zugfahrt * Möwe
Gelenkig * leicht * beruhigend * kirre * zärtlich

Endlich hat die Katze ihre Kastration hinter sich gebracht. Hat die uns kirre gemacht während ihrer Rolligkeit! Wo sie ging und stand gurrte sie wie eine Möwe auf Hochzeitsflug - oder schrie so. dass man an eine Zugfahrt dachte, wenn der Zug sich einem unbeschrankten Bahnübergang nähert! Gelenkig dehnte sie ihren Körper und zeigte uns die ganze Zeit in voller Pracht ihr Hinterteil! Neidisch wird man, wenn man sieht, wie Katzen ihre Gelenke verdrehen können. Zärtlich lieben wir sie - doch was konnten wir tun um ihr die Sache zu erleichten? Beruhigend auf sie ein zu sprechen wirrkte ebenso wenig, wie wie der Versuch digital Geld zu drucken. Es ist nicht leicht eine frischgebackene Katzenmutter einer zugelaufenen Streunerin zu sein! (ein Tatsachenbericht :lachen:)

Vater*Hund*Nonnen*Hochzeitskleid*Blattschuss*
kotzen*klagen*gewonnen*genial*daneben* :lachen:

Inaktiver User
21.04.2006, 02:25
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Vater1*Hund1*Nonnen1*Hochzeitskleid1*Blattschuss1*
kotzen1*klagen1*gewonnen1*genial1*daneben1*
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Eine Leiche zum Frühstück Teil XI


Hansen wirft einen flüchtigen Blick auf die Zeichnung, wendet sich ab, um gleich danach ruckartig seinen Kopf zurück zu drehen.

"Das ist doch eine Rune..."

sagt er. Pepper nickt;

"Ja, ich weiss, Catherine, unsere Putzfrau, hat mir das auch schon erklärt. Was weisst du denn von Runen?"

Dabei sieht er seinen Freund fragend an. Der überlegt eine Weile, scheint unschlüssig, ob er reden soll und überwindet sich dann:

"Also der Vater meiner Frau ist irgendwie auf so nem Altertumstrip. Ich versteh ja nix davon. Er beschäftigt sich wohl auch mit Runenmagie. Hat doch tatsächlich bei unserer Hochzeit an das Hochzeitskleid meiner Frau - also seiner Tochter - eine Glücksrune aus Elfenbein angebracht. Ihr war das ziemlich unangenehm. Schliesslich wurde sie in ihrer Kindheit von Nonnen erzogen. Na ja und ich stand daneben und fühlte mich wie ein Hund, der kotzen muss. Aber ansonsten kann ich nicht klagen, im Gegenteil - zwischenzeitlich habe ich in ihm einen guten Freund gewonnen."

Pepper pfeift durch die Zähne:

"Na Mensch, das ist doch genial, ein echter Blattschuss! Da kann er uns doch sicher bei der Rune behilflich sein."

Hansen nickt nachdenklich:

"Du hast recht, ich werde mich mal mit ihm unterhalten..."


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Marzipan * Höhenkoller * Troubadur * Vernissage * Alchimist *
beerdigen * verköstigen * greifbar * implizierte * emotionslos *
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Habe mich doch zu einer kurzen Stippvisite aufraffen können. Viel Spass :wangenkuss: :blumengabe:

Inaktiver User
21.04.2006, 20:59
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Marzipan * Höhenkoller * Troubadur * Vernissage * Alchimist *
beerdigen * verköstigen * greifbar * implizierte * emotionslos *


Wer hätte gedacht, daß diese Vernissage gestern ein so großer Erfolg wird.
Anfangs litt ich fast unter einem Höhenkoller - mußte man denn die Bilder wirklich auf dieser unmöglichen Empore aufhängen?
Die Stimmung war zu Beginn eher so, als ob man jemanden beerdigen müßte , die Menschen standen völlig emotionslos herum und knabberten am dargebotenen Marzipan, jetzt sag mir , kann man die Besucher nicht anders verköstigen?
Der Galeriebesitzer hatte sogar einen Troubadour mit Leier aufgeboten, was nicht immer gute Stimmung impliziert - Troubadix schien greifbar nahe, wenn du verstehst, was ich meine.
In den Bildern waren übrigens so viele Goldeinlagen, als ob der Künstler Alchimist wäre - ich denke, sie sind so schwer, daß sie beinahe vom Haken fallen.

Persönlichkeit* Eierkuchen`* Schönheitsfehler * Trägheit * Buch-Edition
fliehen * steuern * flott * richtig * schmälern

farbtupfer
22.04.2006, 03:07
Persönlichkeit* Eierkuchen`* Schönheitsfehler * Trägheit * Buch-Edition
fliehen * steuern * flott * richtig * schmälern

:kuss:Hallo erstmal...schön, wieder hier mitmachen zu können...

Gestern am Herd.
(*denk*:Nach der Trägheit der letzten Tage müsste man mal wieder was essen...reiner Selbsterhaltungstrieb)


Kühlschrank öffnen: grausame Bilanz.
(*denk*:mit Prosecco, Milch und Eiern kannste auch kein Dreisternemenü zaubern)


Fett in die Pfanne. Eier aufschlagen.Mit Milch und einen Schuss Mineralwasser quirlen.
(*denk*: die Eierkuchen werden meinen Bauch auch nicht schmälern...)


So. Das Fett ist heiss genug. Rein mit der Eiermasse.
(*denk*: eigentlich bin ich eine äusserst skurrile Persönlichkeit mit einigen kleinen und noch mehr grossen Schönheitsfehlern)


Flott die Eierkuchen wenden.
(*denk*: kannst ja nicht ständig vor der Realität fliehen und dich in diese blödsinnige neue Buch-Edition vergraben)


Richtig gut riechen sie, die Eierkuchen.
(*denk*: du musst lernen, dein leben besser zu steuern )



NEUE Vorgaben:
* Polierbürste * Fürst * langgestreckt * Argumentation * Ohrensausen *
* Traualtar * Bulette * Burgtheater * Wehleidig * Muskelriss *

Inaktiver User
22.04.2006, 08:20
Herzlich willkommen liebe Farbtupfer :zauberer:

Deinem Nick entsprechend auch ein paar Farbtupfer für dich ausstreu...

Schön, dass du mitmachst - wunderbarer Einstand :allesok:

Einen wunderschönen guten Morgen Ihr anderen alle und - hoffentlich - einen schönen S<font color="yellow">onnen[/COLOR]<font color="pink">tag[/COLOR] :wangenkuss: :yeah: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :knicks:

psychede<font color="brown">li[/COLOR]ca:fg engel:

Inaktiver User
22.04.2006, 15:46
NEUE Vorgaben:
* Polierbürste * Fürst * langgestreckt * Argumentation * Ohrensausen *
* Traualtar * Bulette * Burgtheater * Wehleidig * Muskelriss *

Der Hauptdarsteller des neuen Burgtheater - Renners " Der Fürst bekam Ohrensausen" hat sich doch leider gestern im Fitness-Studio beim Training so langgestreckt, daß er dabei einen Muskelriß erlitten hat.
Sicher ist er auch wehleidig, aber kann er bitte in diesem Stück mit einem Gipsbein zum Traualtar " schreiten"?
Da hilft keine Argumentation- er wird morgen doch lieber mit einer Bulette vor dem TV sitzen und sich den neuesten Baumarktkrimi ansehen : "Der Mord mit der Polierbürste" !

Schrott * Flohpulver * Wasserschlauch * Schlampigkeit * Frust
trivial * frivol * sperrig * trotzen * sprühen
trivial *

Caretaker
22.04.2006, 17:06
Vorgaben:
Schrott * Flohpulver * Wasserschlauch * Schlampigkeit * Frust
trivial * frivol * sperrig * trotzen * sprühen
trivial *

Frivol wäre es zu sagen, dann kratz dich halt, nur weil kein Flohpulver mehr im Haus war, die Katze samt Untermieter aber schon.
Er hatte aus Schlampigkeit vergessen, es bei einem sonst trivialen Einkaufsbummel zu besorgen. Nicht, dass es ihm zu sperrig war, i wo, es war ja ein Pulver, das sich in Wasser löste und mit dem Wasserschlauch aufgesprüht werden konnte, aber nein, es sollte nicht sein.
So saß er einsam, nur die Katze leistete ihm Gesellschaft, mit einer gehörigen Portion Frust vor dem Fernseher und trotzte dem Bedürfnis, sich zu kratzen. Er seufzte: "Mein Leben ist ein Haufen Schrott" und kraulte die Katze, deren Untermieter sich an ihm gütlich taten.

So - jetzt ist der Schrott auch drin - wie konnte ich nur!
Sorry!

Neue Worte:
Allergie * Regen * Kuchen * Uhrzeit * Nagelschere

Inaktiver User
22.04.2006, 17:11
Caretaker- deine Geschichte gefällt mir sehr, aber darf ich etwas " gemein" sein und dir sagen, daß du meinen " Schrott" unterschlagen hast ? :smirksmile:

Inaktiver User
22.04.2006, 18:16
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Neue Worte:
Allergie1 * Regen1 * Kuchen1 * Uhrzeit1 * Nagelschere1
und natürlich camilles "Schrott"1
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Eine Leiche zum Frühstück Teil XII


Hansen steht vor der schweren Eingangstür, die einen festungsartigen Charakter hat und klingelt. Es ist das Haus seines Schwiegervaters, vor dem er um diese etwas ungewöhnliche Uhrzeit im Regen steht und fröstelnd auf Einlass wartet.

Hansen hat eine Allergie gegen fast alles und gegen den selbstgebackenen Kuchen seiner Schwiegermutter im besonderen.

Die Tür öffnet sich und sein hünenhafter Schwiegervater steht, eine Nagelschere in seiner Hand haltend, vor ihm.

Einladend gestikuliert er mit der Nagelschere und tritt zur Seite, damit Hansen eintreten kann. Dieser folgt kopfnickend der einladenden Geste und betritt das Haus.

In der riesigen Eingangshalle der Villa steht eine Skulptur, die Hansen in seiner künstlerischen Unbedarftheit eher für Schrott gehalten hätte, wenn ihm nicht seine Frau erklärt hätte, was das für ein kostbares Kunstwerk sei.

Im Wohnzimmer geben sich die beiden Männer freundschaftlich die Hand und genehmigen sich einen Chivas Regal auf Eis. Hansen räuspert sich, sucht umständlich in seinen Taschen und zieht schliesslich einen gefalteten Zettel hervor, den er langsam und sorgfältig entfaltet, auf den Wohnzimmertisch legt und mit den Fingern glättet. Neugierig tritt Hansens Schwiegervater an den Tisch und stösst überrascht einen kehligen Laut aus, der an das Knurren eines Hundes erinnert, als er die darauf abgebildete Rune sieht...

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neue Wörter:
Paradiesvogel * Zwille * Barocksessel * Schmutzfink * Lude *
gewissenhaft * ungewöhnlich * spätestens * dramatisch * hochdramatisch *
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Caretaker
22.04.2006, 18:44
Die Worte:
Paradiesvogel * Zwille * Barocksessel * Schmutzfink * Lude *
gewissenhaft * ungewöhnlich * spätestens * dramatisch * hochdramatisch

"uaaahhh" seufzte im hochdramatischen Ton der Lude "Schmutzfink". Er hieß so, weil er tagein tagaus in seinem Barocksessel saß und sich nur erhob, um die mit der Zwille abgeschossenen Paradiesvögel aufzuheben. Ansonsten tat er nichts, er ließ sich von seinen Damen bedienen, die - selber geschminkt wie ein Paradiesvogel - für seinen Unterhalt sorgten. Dieser sehr ungewöhnliche Seufzer ließ Miranda aufblicken, die wie immer neben dem Barocksessel saß, um dem "Schmutzfink" gewissenhaft jeden Wunsch zu erfüllen. Spätestens jetzt vermutete sie, dass sich eine dramatische Wendung in ihrer aller Leben abzeichnen würde. Aber welche?
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So, hoffentlich habe ich nicht wieder was vergessen?!

Neue Worte:
Bratwurstbrötchen, Torwandschießen, Pfützen, Verlosung, Langeweile

Caretakerin

Lorolli
22.04.2006, 18:47
Paradiesvogel * Zwille * Barocksessel * Schmutzfink * Lude *
gewissenhaft * ungewöhnlich * spätestens * dramatisch * hochdramatisch *

Marischa sitzt in ihrem gemütlichen Baracksessel und denkt mal wieder an früher.
Da war dieser hochdramatische Zwischenfall in der Arena in Barcelona. Sie hatte sich ungewöhnlich gewissenhaft auf diesen Auftritt vorbereitet. Ihr Kostüm als Paradiesvogel brachte ihr donnernden Applaus und dann dass, dieser eifersüchtige Lude hat doch tatsächlich mit seiner Zwille auf sie gezielt.
Natürlich wurde er sofort überwältigt und es bestand die Gefahr, dass es dramtisch ausgeht. Aber die Ordner gingen schnell genug dazwischen und haben ihm wahrscheinlich davor gerettet, ernsthafte Verletzungen zu erleiden. Allerdings sah er nicht mehr chic und elegant aus, sonder eher wie ein Schmutzfink. Spätestens jetzt war es Marischa klar, dass sie diesen Luden niemals wiedersehen wollte.

Orientierung, Blamage, Ungewissheit, Abschaum, Galavorstellung
ruhelos, gierig, neidisch, unbekümmert, distanzlos

Caretaker
22.04.2006, 19:01
Orientierung, Blamage, Ungewissheit, Abschaum, Galavorstellung
ruhelos, gierig, neidisch, unbekümmert, distanzlos
---

"Was ist hier los" fragte sich ruhelos Miranda, die sonst eher unbekümmert dem Luden zur Hand - oder auch mit einem Gefühl der Distanzlosigkeit - zum Dings ging.
Der Lude flüsterte heiser - seit er gierig aus der mit Toilettenreiniger gefüllten Whiskeyflasche trank, die ihm sein Abschaum von Konkurrent in die Bar gestellt hatte, konnte er nur noch im Flüsterton kommunizieren - "bring mich in die Galavorstellung heute Abend um 20 Uhr, ich _muss_ Marischa noch einmal wiedersehen!"
"Marischa? Die Marischa, die sich so unbekümmert in ihrem Paradiesvogelkostüm auf der Bühen bewegte, als wären die Federn angewachsen?!" dachte Miranda neidisch.
Zur eigenen Orientierung, um Verwechslungen vorzubeugen, fragte sie den "Schmutzfink", ob er sich denn nicht mehr an die Blamage erinnern könne, damals, als er mit seiner Zwille auf Marischa geschossen hatte. Ihr war klar, dass ihr Gefühl sie nicht getrogen hatte, etwas würde sich verändern ...
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neu:
Zauberei, Krimi, Applaus, Paranoia, Käsekuchen

Inaktiver User
22.04.2006, 19:31
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Neue Worte CaretakerIn:
Bratwurstbrötchen1, Torwandschießen1, Pfützen1, Verlosung1, Langeweile1
neue Wörter Lorolli:
Orientierung1, Blamage1, Ungewissheit1, Abschaum1, Galavorstellung1
ruhelos1, gierig1, neidisch1, unbekümmert1, distanzlos1
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Eine Leiche zum Frühstück Teil XIII

Hansen sieht ihn amüsiert an und sagt:

"Weisst du, ich habe Hunger. Bevor du an Langeweile stirbst, könntest du mir vielleicht ein Bratwurstbrötchen von deiner Köchin machen lassen. Hunger macht mich immer ruhelos und ich bin dann total gierig auf ein Bratwurstbrötchen."

Sein Schwiegervater lacht unbekümmert dröhnend, wobei sich sein mächtiger Brustkorb anspannt und man sehr gut die sportlich betonte Figur sieht, was Hansen neidisch zur Kenntnis nimmt.

"Wir gehen morgen Abend zur Galavorstellung ins "Winston". Wollt ihr nicht mitkommen?",

fragt er dann Hansen. Dieser schweigt einen Moment und sagt dann:

"Ich würde schon gern, aber dieser Abschaum hält uns im Moment so in Atem, dass es mir schwerfällt, mich auf andere Dinge zu konzentrieren, da ich zur Zeit sehr distanzlos meiner Arbeit gegenüber bin. Die Ungewissheit, was der neue Tag bringen wird, ob ich auch immer richtig kombiniere, oder die Orientierung verliere und dann vielleicht noch eine Blamage erleide, lässt mir einfach keine Ruhe."

Hansens Schwiegervater nickt verständnisvoll.

"Hat dir meine Tochter - also ja jetzt deine Frau - eigentlich mal erzählt, was ich immer mit ihr gespielt habe, um sie "alltagstauglich" zu machen?"

Hansen schüttelt verneinend den Kopf.

"Also - wenn meine Tochter sich ganz schlecht fühlte, habe ich den Garten hinter dem Haus unter Wasser gesetzt. Da waren dann viele Pfützen. Wir machten eine Art Verlosung und wer gewann, durfte ein Torwandschiessen veranstalten. Der Gag war natürlich, das der Verlierer der Verlosung sich vor dieser Torwand aufbauen musste und zur Zielscheibe wurde."

Hansen grinst...

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neue Wörter:
Praktikantin * Nebelschwaden * Klimperkasten * Gesangsverein * Klarinette *
klaustrophobisch * hermetisch * autonom * schrill * provinziell *
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Inaktiver User
22.04.2006, 19:49
da wir beide gleichzeitig geschrieben haben, müssen die nächsten, die schreiben, von uns beiden die wörter nehmen:

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neue Wörter Caretaker:
Zauberei, Krimi, Applaus, Paranoia, Käsekuchen
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neue Wörter Psychedelica:
Praktikantin * Nebelschwaden * Klimperkasten * Gesangsverein * Klarinette *
klaustrophobisch * hermetisch * autonom * schrill * provinziell *
------------------------

viel spass :fg engel:

-psy-

Caretaker
22.04.2006, 20:33
@psy:
Warum gibst du immer 10 Worte vor, ich dachte 5 wären "Standard" und wenn dann parallel einer schreibt gibt's noch mal 5 dazu?

Bin noch neu hier, daher frage ich ...

:blumengabe:

Caretakerin

Inaktiver User
22.04.2006, 20:36
hi caretakerin,

wenn du mal zurück blätterst, wirst du sehen, dass wir das schon die ganze zeit so machen - ist auch etwas spannender, weils natürlich auch schwieriger wird :fg engel:
aqlso mach was draus *sfg* und schreib schön und wenn doppelt so wie wir beide, dann verdoppeln sich die wörter zwangsläufig, denn es stehen ja nun von uns beiden wörter drin und die wollen verwurstet - ähhhh verarbeitet werden :schild genau: :kuss: :blumengabe:

und nun viel spass :fg engel: :knicks:

Caretaker
22.04.2006, 20:55
@psy: ich verstehe das mit den Worten trotzdem nicht, weil ich ja dann meine eigenen mit reinstricken muss ... egal.

neue Wörter Psychedelica:
Praktikantin * Nebelschwaden * Klimperkasten * Gesangsverein * Klarinette *
klaustrophobisch * hermetisch * autonom * schrill * provinziell *

ich nehme jetzt nur die Worte von psy, sonst müsste ich ja meine eigenen verbraten! :smirksmile:
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Miranda hakte sich beim Luden "Schmutzfink" unter und führte ihn zum Fahrstuhl.
Das war immer der kritischte Moment, da "Schmutzfink" in engen Räumen sofort klaustrophobisch wurde. Er begann auch dieses Mal wenige Schritte vor der Aufzugstür zu zittern und verlangte, das eine Stockwerk zu Fuß zu bewältigen.
Sein Appartement lag über einer Kneipe, die den bezeichnenden Namen "Klimperkasten" trug. Regelmäßig probte hier der örtliche Gesangsverein, der trotz vielen Übens nicht über provinzielles Niveau hinauskam.
Hören konnte man den Gesangsverein nicht - gottseidank war der Probenraum hermetisch abgeschlossen - aber die häufigen Rauchpausen der Sänger führten zu einer Rauchdichte, die wie Nebelschwaden das Treppenhaus durchwaberten. Der Vorteil war, dass man aufgrund des Rauchgeruchs den vom Luden ausgehenden Gestank nicht mehr so deutlich roch. Plötzlich durchschnitt ein schriller Schrei die Stille - die neue Praktikantin des Chorleiters war über die Klarinette des Kneipenwirts gestolpert. Dieser hatte sie kurz neben einem Barhocker abgestellt, um sie später dem begnadeten Tenor zum Verkauf anzubieten. Eine Klappe der Klarinette brach ab - "so werde ich nie ein autonomes Leben führen können" unterhielt sich die Praktikantin im Selbstgespräch.
---

und dann halt doch noch meine dazu:
Zauberei, Krimi, Applaus, Paranoia, Käsekuchen

Die Praktikantin holte sich erstmal ein Stück Käsekuchen, um ihre aufgebrachten Nerven zu beruhigen.
Dann lief ihr ein Schauer über den Rücken, sie hatte das Gefühl, eine große Gefahr nähere sich ihr. "Ich werde langsam paranoid! Hinter jeder Ecke vermute ich Verfolger, sollte wohl mal weniger Krimis lesen ...".
Doch ihr Gefühl trog sie nicht, schließlich ging vor der Tür gerade der Lude vorbei.
Sie öffnete die Tür zum hermetischen Proberaum, die ein leises Schmatzen von sich gab. Sie lauschte dem Gesang - die Klänge umschlungen sie, schmeichelten ihren Ohren, die Härchen an ihren Armen richteten sich auf - was das schön! Wie durch Zauberei klang der Chor unerwartet himmlisch, saubere Intonation, perfekte Tempi, Modulationen zum Niederknien. Sie brach in spontanen Applaus aus.

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neue Worte:
Entführung, Schnaps, Strapse, Wasser, Fernbedienung

Caretakerin

Inaktiver User
22.04.2006, 22:20
Entführung, Schnaps, Strapse, Wasser, Fernbedienung

Sie liest am Samstag-Abend die Zeitung : " Schatz, hast du von der Entführung der jungen Frau gelesen? Ich kann dir nur eines sagen, wenn sie , statt Schnaps Wasser getrunken hätte und nicht einen Minirock mit kessen Strümpfen und Strapsen getragen hätte, wäre es nie dazu gekommen! " und aufblickend , in tadelndem Ton " und bitte lege die Fernbedienung auf den Tisch, wenn du mit beiden Händen das Popcorn in dich hineinschaufelst"!

Schadenersatz * Spätfolgen* Schädlinge * Sporttasche * Strenge *
fliehen * kleinlich * frappant * spröde * untersagen

farbtupfer
23.04.2006, 02:42
Schadenersatz * Spätfolgen* Schädlinge * Sporttasche * Strenge *
fliehen * kleinlich * frappant * spröde * untersagen

BRICO-PHARM
FRAPPANT RETARD-KAPSELN
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G E B R A U C H S I N F O R M A T I O N
Liebe Patientin,lieber Patient !
Bitte lesen sie folgende Gebrauchsinformation aufmerksam durch, da sie wichtige Informationen über Spätfolgen enthält.
Bei Nichtbeachtung kein Schadensersatz.


Zusammensetzung:
1 Kapsel enthält:
300mg zerkleinerte Schädlinge

Darreichungsformen:
Originalpackungen zu 20, 30, 40, 50 und 100 Kapseln

Anwendungsgebiete:
Anwendung und Tragen von Sporttaschen

Gegenanzeigen:
Wann dürfen sie Frappant Retard-Kapseln nicht einnehmen?
Sie dürfen Frappant Retard-Kapseln nicht einnehmen bei:
-fliehen der Sportanlage
-kleinlich veranlagter Bademeister
-spröde wirkender Turnlehrerinnen

Was müssen sie in der Schwangerschaft beachten ?
Während der letzten drei Monate der Schwangerschaft darf Frappant Retard-Kapseln
nur unter äusserster Strenge des behandelnden Heilpraktikers eingenommen werden

Nebenwirkungen:
Um eventuelle Nebenwirkungen zu vermeiden, untersagen wir von der Brico-Pharm jegliche Tätigkeit ausserhalb der Foren, des Chats und der Wortbörsen

Bei Fragen wenden sie sich an ihren Apotheker, Provider oder Rechtsanwalt. :schild genau:

P.S.: macht riesigen Spass hier !! :kuss:


NEU: *Gesamtkunstwerk * Charisma * Nachschlagewerk * anheizen * Erdbeerbowle *
existenziell * zehnjährige/s * Glühbirne * marode * Fleischfachverkäuferin *

Lorolli
23.04.2006, 10:19
Gesamtkunstwerk * Charisma * Nachschlagewerk * anheizen * Erdbeerbowle *
existenziell * zehnjährige/s * Glühbirne * marode * Fleischfachverkäuferin *

Endlich ist es Frühling und Marischa freut sich über die Einladung ihrer Nachbarn aus der Parterrewohnung zur Edbeerbowle. Während Herr Schulz die defekte Glühbirne der
Terassenbeleuchtung austauscht und anschließend zum ersten mal in diesem Jahr den Grill anheizt, regt sich Frau Schulz immer noch über die Fleischfachverkäuferin auf, die ihrer Meinung nach trotz zehnjähriger Berufserfahrung keine Ahnung von gutem Grillfleisch hat.
Sie meinte, es wundert sie nicht, das die Fleischerei existenziell bedroht ist, wenn solch unfähiges Personal beschäftigt wird und ausserdem wäre die Einrichtung inzwischen auch mehr als marode.
Marischa lächelt darüber nur und überreicht ihr Gastgeschenk. Es ist ein Nachschlagewerk über die moderne Tanzkunst des letzten Jahrhunderts.
Frau Schulz, die wenig Charisma besitzt, stellt es ziemlich unbeindruckt in ihr Bücherregal, wo auch schon das Gesamtkunstwerk " Tanztheater der Antike " steht.


Maibaum, Schmetterlinge, Urlaubsplanung, Apartheid, Tafelberg
unverwüstlich, kleinkariert, boshaft, unbelehrbar, pessimistisch

Caretaker
23.04.2006, 12:28
Maibaum, Schmetterlinge, Urlaubsplanung, Apartheid, Tafelberg
unverwüstlich, kleinkariert, boshaft, unbelehrbar, pessimistisch
---

Die Praktikantin war so beeindruckt von der Qualität des Chores, dass sie sofort mit der Planung einer Tournee begann. Da sie aus Erfahrung wusste, der Prophet im eigenen Land gilt nichts, steckte sie ein weites Ziel: Südafrika.
Das zeigte wieder einmal ihren unverwüstlichen Optimismus, wenn sie eines nicht war, dann pessimistisch.
Außerdem wollte sie schon immer mal den Tafelberg sehen, ihre Oma schwärmte ihr schon lange davon vor. Bis jetzt kam ein solch exotisches Ziel in ihrer Urlaubsplanung nicht vor, sie musste sich mit Oberbayern begnügen, da ihr kleinkarierter unbelehrbarer Verlobter - Lehramtsstudent im letzten Semester, Deutsch/Geschichte für Gymnasium - dort Jahr für Jahr zum Kraxeln hinfuhr. Man könnte ihm fast Boshaftigkeit unterstellen, wüsste man nicht, dass er er einfach nur spießig war und wie eine Kröte zum Laichen immer wieder an den gleichen Ort fahren musste.
Für die Praktikantin waren diese Urlaube immer eine besondere Qual, hob sie ihre schwarze Hautfarbe unter den weißhäutigen blonden Burschen und Mädel immer besonders hervor. Ihr Unbehagen ging so weit, nicht mitfahren zu wollen, so dass ihr Verlobter ihr eine umgekehrte Apartheid vorwurf - so als ob sie nichts mit den anderen zu tun haben wollte. Traurig stimmten sie solche Worte, sie liebte die Traditionen, schließlich lebte sie bereits in zweiter Generation in Deutschland, hatte einen deutschen Pass und war in der deutschen Grammatik sicherer als manch Oberbayer.
Nichts liebte sie mehr als beim Aufstellen des Maibaumes zuzusehen.
Die flatternden bunten Bänder, die sie immer an Schmetterlinge im Frühjahr erinnerte, die fröhliche Stimmung, all dies gehörte zu ihrer Kindheit und Jugend.
Aber vielleicht konnte sie in Afrika doch neue Wurzeln entdecken ...
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neue Worte:
Sonntagsbraten, Dauerregen, Lampe, Duschgel, Mülleimer

Caretakerin

Inaktiver User
23.04.2006, 17:01
Sonntagsbraten, Dauerregen, Lampe, Duschgel, Mülleimer

Otto, der Heideschäfer, hatte seine Traumfrau gefunden. In jener Nacht hatte er sich ein Herz gefasst und lebt seitdem, dank der Eingebung einer guten Fee, superglücklich mit seinen Schafen und dem neu hinzugekommenen Familienmitglied weiterhin in der Nähe von Lüneburg.
In ihrem Garten hausten zahlreiche Görne, weil die sich da so wohlfühlten, umgeben von wohlriechenden Kräutern, Marihuana, und den wiederauferstandenen Frühlingsstaudenblümchen. Ab und an füllten diese dankbaren Heidewesen die ein oder andere Tasche der Beiden mit Trinkbarem und erhielten im Gegenzug dafür den ein oder anderen mehr oder weniger gelungenen Witz.
Sie führten ein herrliches Leben umgeben von ihrer und der Heide-Natur.
Fernsehen brauchten sie nicht, die Neuigkeiten holten sie sich aus dem Internet und lediglich ein MP3 fähiger CD-Player versorgte sie wenn sie es brauchten mit dem Nötigsten.
Auf den Sonntagsbraten musste er zukünftig verzichten, denn seine Liebste war Vegetarierin. Sie überzeugte ihn angesichts der treu durch die Butzenscheiben ihres Heimes blickenden Lämmer von dieser einzigartigen Lebensform.
Der berüchtigte trostlose niedersächsische Dauerregen schreckte ihn nicht mehr und so verbrachten sie gemeinsam so manchen Abend unter ihrer brennenden Lampe in der Diele ihres alten Bauernhauses, um ihrer Spielleidenschaft zu frönen.
Die anfallenden und oftmals zermürbenden Arbeiten hatten sich beide aufgeteilt.
Er trug zukünftig den Mülleimer nach draußen und hielt ihr Plumpsklo sauber und sie kümmerte sich um ihre kleine Küche und seinen Seelenfrieden.
Auf Duschgel verzichtete er, nachdem sie ihn davon überzeugte, dass Plastikflaschen nur dazu beitragen, die Müllberge zu vergrößern und ihr Inhalt ohne große Mühe auch durch Kräuterseifen ersetzt werden kann.
Sorge bereitete ihm in letzter Zeit nur der wachsende Bauch seiner Geliebten...
Was war geschehen? Wie wird es enden? Würde er anbauen müssen? -Fortsetzung folgt-

Neue Wörter: *lachen* *Lust* *Leidenschaft* *lecker* *lamentieren* *lass die Sonne in dein Herz* :blumengabe:

Neue Spezialwörter für Farbtupfer (du weißt schon wofür...) :smirksmile:: *Geflügel* *Gefälle* *Gerümpel* *Gefahr* *wimmern* *hilflos* *Mitleid* *Mama* :wangenkuss:

Lorolli
23.04.2006, 17:32
lachen* *Lust* *Leidenschaft* *lecker* *lamentieren* *lass die Sonne in dein Herz*

So gegen 22.00 Uhr macht sich Marischa auf den Weg in ihre Mansardenwohnung. Sie hatte sich so auf diesem Frühlingsabend gefreut. Nun ja, das Essen war lecker und sie hatten extra für sie einen zarten Fisch gegrillt, da sie ja durch ihre Zahnprobleme nichts festes kauen kann.
Aber was nützt das alles, "lachen, Lust, Leidenschaft" kommt im Vokabular dieses Ehepaars nicht vor. Sie können stundenlang über alles lamentieren.

Marischa nimmt sich vor, ein schönes Bild mit dem Thema "lass die Sonne in dein Herz"
zu malen und es dem Ehepaar Schulz bei der nächsten Gelegenheit zu schenken.
Malen ist ja neben dem Tanzen ihr ganz großes Hobby. Leider geht es nicht mehr so gut wie früher. Die Augen machen einfach nicht mehr so mit und auch die Lichtverhältnisse in ihrer kleinen Mansardenwohnung sind nicht gerade ideal.

Aber da Marisch ein durch und durch optimistischer fröhlicher Mensch ist, macht sie aus allem das Beste.

Vollmond, Ufo, Gartenparty, Randalierer, Pessimisten
betrunken, kalt, meckern, intolerant, altmodisch

Inaktiver User
23.04.2006, 18:33
Vollmond, Ufo, Gartenparty, Randalierer, Pessimisten
betrunken, kalt, meckern, intolerant, altmodisch

Es war auf dieser altmodischen Gartenparty , und nur weil Vollmond war , der die Nacht erleuchtete, konnte man das Ufo deutlich erkennen.
Alle standen mit offenem Mund, sogar die Randalierer hielten inne und schauten und staunten..
Es war wirklich ein Erlebnis.. aber nachdem es verschwunden war , ging alles so weiter, wie vorher.
Ich möchte ja nicht meckern, aber selten habe ich so viele intolerante Menschen erlebt wie dort und die Diskussionen waren mühsam , besonders der betrunkene Pessimist war kaum zu ertragen.
Warum habe ich nur so lange ausgeharrt ? Erst als es so kalt war, daß ich mich kaum noch bewegen konnte, habe ich die Heimfahrt angetreten.

Swimmingpool * Gartenschlauch * Kaninchen * Sessel * Tischtennis *
reinigen * gelbgrün * sattsam * spielerisch* spüren

Belladonna
23.04.2006, 23:14
Swimmingpool * Gartenschlauch * Kaninchen * Sessel * Tischtennis *
reinigen * gelbgrün * sattsam * spielerisch* spüren


Lady Chester, eine sattsame Dame im mittleren Alter, saß gelangweilt an ihrem Swimmingpool und beobachtete den adretten Gärtner wie er mit dem Gartenschlauch die Blumenbeete bearbeitete. Spielerisch fuhr sie mit ihrer beringten Hand über das Kaninchen Hoppel, welches neben ihr lag. Ihre Gedanken drifteten in eine Richtung ab, die sie längst nicht mehr gekannte Gefühle spüren ließen. Auf dem Sessel der neben ihr stand, lag ein gelbgrün eingepacktes Geschenk, das sie für eine Freundin besorgt hatte. Sie hatte ein Buch gewählt mit dem Titel „ Reinigen Sie Ihre Gedanken … werden Sie frei“. Sie hatte noch überlegt, ob sie dieses Buch vielleicht doch nicht verschenken sollte? Denn immerhin ist es nicht unbedingt normal wenn man sich und seinen Gärtner auf einer Tischtennis -Platte wieder findet, oder ??? :freches grinsen:

Randale * Karies * Messe * Frivolität * Kette
Berauschend * geradeaus * beklemmend * morbide * lustig

Inaktiver User
24.04.2006, 01:19
Randale 1* Karies 1* Messe 1* Frivolität 1* Kette1
Berauschend 1* geradeaus 1* beklemmend 1* morbide 1* lustig1
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Eine Leiche zum Frühstück Teil XIV

... doch schnell wird Hansen wieder ernst.

"Weisst du Schwiegervater, es ist überhaupt nicht lustig, ja eher ziemlich morbide."

Sein Schwiegervater sieht ihn eine Weile schweigend an und nickt schliesslich:

"Tja, euer Job ist nicht gerade berauschend und wenn ich daran denke, dass wieder ein Haufen Irrer von der Kette gelassen wird..."

seufzt er kopfschüttelnd.

Hansen erzählt ihm nun in kurzen Sätzen, was bislang geschah und warum er es wichtig findet, dass sein Schwiegervater sich diese Rune ansieht. Er sieht dabei geradeaus in dessen Augen und erkennt darin zunehmendes Interesse.

Sein Schwiegervater fängt an zu dozieren, erzählt vom Ursprung der Runen, ihrer späteren Bedeutung in der Parapsychologie und über die Frivolität einiger, die damit zum Schaden der Menschen spielen.

Hansen findet einiges von dem, was er hört, ziemlich beklemmend und wäre jetzt viel lieber mit seinem Freund Pepper in Billys Bar.

Doch dann lässt ihn ein Satz aufhorchen. Da war die Rede von einer kürzlichen Randale einer sektenähnlichen Vereinigung, die auf einer dieser obskuren Messen eine skandalträchtige Message verbreiteten, die letztendlich in einem, von vielen Medien lautstark begrüssten Platzverbot endete.

Er zieht geräuschvoll die Luft durch seine halb geöffneten Lippen, um sogleich schmerzhaft das Gesicht zu verziehen. So ein Mist, denkt er sich. Diese blöde Karies und ich habe einfach keine Zeit für den Arztbesuch. Missmutig tastet er an seiner Wange herum.

"Wie war der Name dieses Vereins?",

fragt er dann seinen Schwiegervater. Der überlegt kurz und meint dann, es müsse sich um die Mitglieder Ritterorden der Hermionen handeln, deren Name auf eine der drei germanischen Stammesgruppen zurückzuführen ist, über die bereits der römische Schriftsteller Tacitus berichtete und denen man geschichtlich nachsagt, sie wären identisch mit den in anderen Schriften erwähnten Elbgermanen. Eins ihrer Hauptsymbole sei die Labrys, eine kretische Doppelaxt, die nicht nur im germanischen von grosser ritueller Bedeutung sei...

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Lockenpracht * Puderdose * Nekromant * Vernichtung * Schausteller *
wehleidig * abnorm * fotorealistisch * harpunieren * mumifizierte *

Caretaker
24.04.2006, 19:04
@psy: klasse Worte!! nämlich diese:
Lockenpracht * Puderdose * Nekromant * Vernichtung * Schausteller *
wehleidig * abnorm * fotorealistisch * harpunieren * mumifizierte *
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Miranda zog immer noch den Luden mit sich.
Sie dachte bei sich "was für eine Verschwenung, wenn ich eine solche Lockenpracht mein Eigen nennen könnte, würde ich die Haare waschen und pflegen und sie nicht mit dem eigenen Fett an den Kopf kleben." Sie schauderte bei diesem Gedanken.
Auf dem Weg zur Galavorstellung kamen die beiden an einer Kirmes vorbei.
Das erste was ins Auge fiel war ein Schausteller, der auf den Händen lief und mit abnorm großen Füßen auf ein Plakat wies, das in fotorealistischer Weise den Tafelberg darstellte.
Der Lude, ein großer Fan von Kirmes und Co., vergaß seinen Plan, die Dame seines Herzens zu besuchen und lenkte Miranda zu den bunten Buden.
Unterdessen massierte die Praktikantin ihren Zeh, der vom Zusammenstoß mit der Klarinette immer noch schmerzte. Wehleidig beklagte sie ihr Schicksal.
Wenn sie doch nicht schwarz, sondern höchstens milchkaffeebraun wäre!
Sie zückte ihre Puderdose und betrachtete sich im Spiegel. Es half nichts, wie poliertes Ebenholz glänzte ihr schwarz ihre Haut entgegen.
Sie beschloss, sich weiter den Tourneeplänen des Chores zu widmen und tippte eine lange Zifferernreihe in ihr Handy. "Spreche ich mit Madam Z?" fragte sie und als die Frage bejaht wurde, harpunierte sie ihren Gesprächspartner mit Fragen.
Als sie endlich einmal Luft holte, sagte die Stimme " Sie wollen ernsthaft, dass ich, die beste Nekromanin der Nordhalbkugel für Sie ihre Ahnen befrage, ob ein Auftritt in Afrika für ihren Chor erfolgversprechend ist? Für eine solche Anfrage brauche ich Material, mit dem ich arbeiten kann. Im Naturkundemuseum findet eine Wanderausstellung ägyptischer Kultur statt. Bringen Sie mir eine Mumie."
"Eine Mumie? Was habe ich denn mit einer Mumie zu tun?" Die Nekromantin erwiderte "den Schwingungen, die von Ihrer Person ausgehen, kann ich entnehmen, dass einer ihrer Vorfahren für die Vernichtung der ägaptischen Familie zuständig war und als Wiedergutmachung müssen Sie ...- tun Sie, was ich ihnen gesagt habe, es ist wichtig!"
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neue Worte:
genial - Phonograph - Nagelschere - rasant - auslegen

Carataker

Lorolli
24.04.2006, 19:53
genial - Phonograph - Nagelschere - rasant - auslegen

An diesem schönen Frühlingsabend geht es Marischa mal wieder so richtig gut. Ihr Rheuma hat sie heute noch nicht gespürt, aber dafür umso mehr die Lust mal wieder zu tanzen wie in früheren Zeiten.

Schnell schiebt sie den Tisch beiseite und holt hinter den Kleiderschrank eine große dünne Holzpalette als ideale Tanzfläche für einen Flamenco. Nun noch schnell den Phonographen aufstellen und es kann los gehen. Aber halt, irgendetwas drückt in ihren Tanzschuhen. Marischa setzt ihre Brille auf und besieht sich ihre Füsse. Ach das ist,
sie holt aus dem Badezimmer die Nagelschere und schneidet erstmal die Fussnägel.

Aber jetzt kann es los gehen, der Phonograph spielt einen Flamenco und Marischa tanzt
und träumt von dem tobenden Applaus früherer Jahre.

Erschöpft aber glücklich fällt sie in ihren Sessel.



Zufriedenheit, Emotionen, Widerstand, Kulturbanause, Signatur
unglücklich, aufsässig, dominant, polemisch, störend

Lorolli
24.04.2006, 19:54
@ Caretaker,
klasse deine Geschichten, aber du darfst 10 Wörter vorgeben, mache es mal psyche und
den anderen nicht zu einfach :schild genau:

Inaktiver User
24.04.2006, 20:02
okay, ich sehe, da hat lorolli schon was geschrieben... hmmm egal, ich setze meins trotzdem rein :freches grinsen:

neue Worte:
genial 1- Phonograph1 - Nagelschere 1- rasant1 - auslegen1
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Eine Leiche zum Frühstück Teil XV

Ein sehr nachdenklicher Hansen verlässt das Haus seines Schwiegervaters. Lange noch haben beide gesessen und sein Schwiegervater hat Geschichten über Geschichten parat gehabt über Runen, Sekten, Magie - also der Vater seiner Frau war in dieser Beziehung echt genial, wusste auf jede von Hansens Fragen eine Antwort, die er zudem noch rasant beantwortete.

Hansen hält gedankenverloren sein Notizbuch in Händen, dreht und wendet es und scheint unschlüssig, was er tun soll. Er überlegt, ob er Pepper anruft, damit sie gemeinsam die ihm vom Schwiegervater genannte Adresse aufsuchen. Schliesslich gibt er sich einen Ruck, schüttelt wie abwehrend seinen Kopf, setzt sich in seinen Wagen und fährt los - in Richtung der aktuellen Adresse, die der Hauptsitz der Ritter der Hermionen ist.

Vor der angegebenen Adresse stehen einige Leute rum, die ihn misstrauisch beäugen, als er aus seinem Auto aussteigt und auf das Haus zugeht. Ein hagerer, falkenäugiger Typ mit schlohweissem Haar nähert sich ihm und stellt sich schliesslich so vor Hansen, dass der , um ins Haus zu gelangen, um den Mann herumlaufen müsste. Hansen bleibt stehen und sieht den Mann fragend an:

"Wünschen sie etwas?"

nuschelt er mit halb geschlossenem Mund, sein Gegenüber dabei scharf fixierend. Dieser sieht ihn spöttisch lächelnd an und meint dann nur lakonisch:

"Hey Fremder, ich glaube, sie haben sich verlaufen."

Hansen hat keine Lust, dieses Spiel endlos in die Länge zu ziehen, setzt sein strengstes Dienstgesicht auf, zückt seinen Dienstausweis und raunzt den Mann an:

"Mordkommission! Machen sie mir bitte sofort den Weg frei."

Etwas verblüfft starrt der Hagere ihn an, macht dann Platz, so dass Hansen ungehindert das Haus betreten kann. Seltsame Töne erreichen sein Ohr. Töne, die von einer anderen Welt zu sein scheinen. Er folgt den Geräuschen und steht alsbald in einem grossen Raum, der angefüllt ist mit Bücherregalen, die sich unter Last förmlich zu biegen scheinen. Der Raum ist in einem Halbdunkel gehalten und Hansen kann nur schemenhaft etwas erkennen. Dann jedoch nimmt er im hinteren Bereich des Raumes eine Bewegung wahr und steuert zielgerichtet darauf los.

Vor ihm ist ein Tisch, an dem zwei Personen stehen, die er als männlich identifiziert. Auf dem Tisch steht ein uralter Phonograph, der ein Vermögen wert sein muss. Hansen hat so ein Gerät schon einmal in einem Technikmuseum gesehen. Es handelt sich um eines der ersten Aufzeichnungs- Wiedergabegeräte, die mittels einer Kurbel, einer Walze und einer speziellen Nadel in Rotation versetzt werden und je nachdem, wie der Zylinder aufgesetzt ist, nimmt man auf, oder spielt man ab. Tja, dieser Thomas Edison hatte schon was auf dem Kasten, denkt Hansen so bei sich.

Die beiden Personen haben nun seine Anwesenheit bemerkt und wenden sich ihm zu, wobei der eine der beiden eine ziemlich gefährlich aussehende Nagelschere in seiner Hand hält, die er nun wie anklagend auf Hansen richtet.

"Was haben sie denn hier verloren? Wer sind sie und wie kommen sie hier rein?"

Ein wahres Feuerwerk an Fragen, die Hansen jedoch nicht zu beantworten gedenkt. Sollen sie sein Schweigen ruhig falsch auslegen. Er steht da, lächelt und sieht die beiden an, dann langsam seinen Dienstausweis zückend und in die Höhe haltend -

"Mordkommission!"

Nur dieses eine Wort verlässt seine Lippen...


-----------------------------------
Kompanie * Maitresse * Schulschwänzerin * Parteibuch * Lokalpatriot *
präzise * liberalisierend * aktenkundig * voreingenommen * herausragend *
-----------------------------------

Inaktiver User
24.04.2006, 20:47
----------------------------------- Kompanie * Maitresse * Schulschwänzerin * Parteibuch * Lokalpatriot *
präzise * liberalisierend * aktenkundig * voreingenommen * herausragend

Der Herausgeber des Abendblattes war zufrieden. Der junge Lokalredakteur, dessen Einstellung er gegen den Widerstand der übrigen Mannschaft durchgesetzt hatte, war präzise in seiner Recherche , daß der Chef der Kompanie seine Position nicht auf Grund herausragender Leistungen, sondern allein wegen seines Parteibuchs innehatte.
Dabei war doch längst aktenkundig, daß er sich eine stadtbekannte Schulschwänzerin als Mätresse hielt. Man bedenke- ein junges Mädchen!!
Ohne voreingenommen sein zu wollen , war das eindeutig zu viel für die Lokalpatrioten der Stadt , obwohl sie doch immer wieder behaupteten, daß in der Stadt ein liberalisierendes Klima herrsche.

Fliehkraft * Schwung * Krater * Spleen * Tristesse *
kopieren * schlagkräftig * gründen * spät * spannend

Inaktiver User
24.04.2006, 21:22
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Psychedelica:
Kompanie 1* Maitresse * Schulschwänzerin * Parteibuch 1* Lokalpatriot 1*
präzise1 * liberalisierend * aktenkundig * voreingenommen * herausragend 1*
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Lorolli:
Zufriedenheit, Emotionen1, Widerstand1, Kulturbanause1, Signatur1
unglücklich, aufsässig1, dominant, polemisch, störend1
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Eine Leiche zum Frühstück Teil XVI

"Sie Kulturbanause",

zischt eine der beiden Personen mit hoher Fistelstimme aufsässig.

Hansen zuckt unberührt davon seine Achseln und wundert sich lediglich über die aufgewühlten Emotionen dieses Heinis.

"Ich ermittle in einer Mordsache und habe einige Fragen, wobei ich auf ihre Mitarbeit zähle und keinen Widerstand dulden werde."

Hansen hat sich warm geredet und in diesem Zustand wäre nicht mal eine Kompanie Lokalpatrioten mit Parteibuch in der Lage, ihn aufzuhalten.

Er beugt sich ein wenig vor und erkennt an der Signatur, die sich am Phonograph befindet, dass es sich um ein Original von Edison handelt. Für dieses Alter hat das Gerät einen herausragenden Klang und arbeitet bewundernswert präzise.

Die Fistelstimme meldet sich wieder zu Wort und Hansen empfindet das absolut störend.

"Hör zu, du kleine Schulschwänzerin",

zischt er:

"bleib die Maitresse von deinem Lover, der neben dir steht und geh mir nicht auf den Keks!"

Zufriedenheit strahlt die Person nun garnicht aus, sie wirkt eher unglücklich wegen Hansens beleidigenden Worten.

Nun meldet sich die zweite Person das erste mal zu Wort. Sie wirkt dominant und strahlt eine gewisse Kälte aus:

"Hören sie Detective, sie scheinen mir ziemlich voreingenommen und geben hier sehr polemisch Beleidigungen von sich, die alles andere, als liberalisierend sind. Ich bin Anwalt, werde das natürlich aufnehmen und somit aktenkundig machen."

Hansen starrt den Anwalt an, als sähe er eine eine Schwarze Mamba. Was will dieser Kerl von ihm? Er merkt, wie sein Blutdruck hochgeht...

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Rhododendron * Rapier * Vernunftehe * Schlagzeug * Produktion *
schusselig * verwegen * einsichtig * durchsichtig * normativ *
--------------------------

Inaktiver User
24.04.2006, 21:40
hmmm wer sagt denn, dass ein blitz nie zweimal in den selben baum fährt? :fg engel:

also Camilles neue wörter:
Fliehkraft * Schwung * Krater * Spleen * Tristesse *
kopieren * schlagkräftig * gründen * spät * spannend
-----------------------
meine neuen wörter:
Rhododendron * Rapier * Vernunftehe * Schlagzeug * Produktion *
schusselig * verwegen * einsichtig * durchsichtig * normativ *

und nun einen schönen abend - für heute habe ich genug *ggg* :fg engel: :kuss: :blumengabe: :knicks:

farbtupfer
24.04.2006, 23:25
Fliehkraft * Schwung * Krater * Spleen * Tristesse *
kopieren * schlagkräftig * gründen * spät * spannend

"Es ist soweit !!" rief Miriam überglücklich und tänzelte über den Parkplatz der französischen Zulassungs-Stelle.
Mit einem gekonnten eleganten Schwung (um den sie sogar 007 beneidet hätte) hüpfte sie in den kleinen roten Flitzer.
"Ein Traum wird wahr", dachte sie," es ist nie zu spät !"
Sogar die Nummernschilder verrieten ihren Spleen für James Bond-Filme:MP 007
Zielsicher steuerte sie auf die Küstenstrasse zu, brauste (natürlich mit erhöhter Geschwindigkeit) an der Riviera entlang und bog endlich ab in Richtung La Garde Freinet auf die kurvenreiche steile Strecke.
Die Fliehkraft glättete wohltuend ihre beginnenden Fältchen.
Die Titelmelodie von " You only live twice" dröhnte ohrenbetäubend aus dem offenen Verdeck, als sie zum Überholen ansetzte.
"James hätte jetzt auch überholt", beruhigte sie sich selber.
Relativ schlagkräftig streifte der klapprige VW-Bus die rechte Seite des nagelneuen kleinen roten Flitzers.
Wie ein Brummkreisel drehte sich das Auto, der Inhalt ihrer Gucci-Handtasche wirbelte in alle Himmelsrichtungen in die Luft und sie landeten in einem unterhalb der Serpentine liegendem Krater.
"Wo bin ich ?" sagte sie leise und blickte sich vorsichtig um.
"OH mon DIEUX!" .."Sie wacht auf !" rief eine aufgeregte Stimme.
"Wo ist mein Auto ? Wo ist meine Tasche ? und vor allem: WO BIN ICH ??"
"Gons ruisch, madame, sie sind im Hospital Bonjour Tristesse..."
"Na das ist aber spannend...was ist passiert??"
"Isch weiss nisch, madame, aber man hat sie gefunden in eine Krater au dessous de la route"
"Wer hat mich gefunden? und was ist passiert?"
"Madame, das darf isch aus Gründen von die Datenschütz nischt sagen, aber isch kann den Berischt für sie kopieren, si vous voulez"


NEU:*Ausnahme*Weinglas*Therapie*Nonkonformismus*Sc hlagseite*Dekadent*Mutterliebe*hörensagen*Feuer*Ki ttelschürze*

Inaktiver User
25.04.2006, 07:39
liebe farbtupfer,

das ist eine wunderschöne geschichte, aber warum hast du nicht alle wörter genommen? da sind nämlich 10 wörter von mir gewesen :schild uups: :schild genau: :fg engel:

also für den nächsten schreiberling:

meine neuen wörter:
Rhododendron * Rapier * Vernunftehe * Schlagzeug * Produktion * schusselig * verwegen * einsichtig * durchsichtig * normativ
FARBTUPFER NEU:* Ausnahme * Weinglas * Therapie * Nonkonformismus * Schlagseite * dekadent * Mutterliebe * hörensagen * Feuer * Kittelschürze *

Inaktiver User
25.04.2006, 08:55
meine neuen wörter:
Rhododendron * Rapier * Vernunftehe * Schlagzeug * Produktion * schusselig * verwegen * einsichtig * durchsichtig * normativ
FARBTUPFER NEU:* Ausnahme * Weinglas * Therapie * Nonkonformismus * Schlagseite * dekadent * Mutterliebe * hörensagen * Feuer * Kittelschürze

Mathilde zog sich ihre neue Kittelschürze an und holte sich ihre Zigaretten. Sie ließ das Feuerzeug aufschnappen und schaute gedankenverloren ins Feuer, bevor sie sich ihre Morgenzigarette anzündete.
Sie setzte sich an den Küchentisch und mußte plötzlich an ihre Kindheit denken, wenn Mutter schusselig den Morgenkaffee machte und die Brötchen schmierte. Sie war eine gute Mutter, aber Mutterliebe kannte Mathilde nur vom Hörensagen.
Wahrscheinlich hatte die Vernunftehe, die sie mit ihrem Mann eingegangen war , verbittert - es galt im Haus ja normativ nur das, was Vater sagte.
Welches Leben für eine Frau, die einmal so verwegen war. Ihr Nonkonformatismus war sprichwörtlich . Sie konnte sogar mit einem Rapier umgehen und Schlagzeug spielen- für damalige Zeiten einfach undenkbar! Auf der anderen Seite konnte sie manchmal auch richtig dekadent sein .. auf jeden Fall war sie eine ungewöhnliche Frau.
Dieses Leben dann, an der Seite eines ungeliebten Mannes trieb sie fast in den Wahnsinn.
Während ihr Mann sich mit der Produktion von Blumenkästen beschäftigte, begann sie, zur Flasche zu greifen.. schon morgens sah man sie mit einem Weinglas in der Hand, zu Mittag hatte sie dann deutlich Schlagseite und bald war eine Therapie angezeigt.
Sie ließ sich dazu überreden, aber je weniger sie trank, umso weniger aß sie auch- ihr Lebenswille erlahmte . Man konnte sehen, wie das Leben aus ihr schwand , ihr Gesicht wurde von Tag zu Tag durchsichtiger.
Nur selten gab es vor ihrem Ende gute Tage - Ausnahmen bildeten die wenigen Stunden, wenn sie im Garten neben ihrem geliebten Rhododendron saß und lächelnd die Blumen betrachtete.
Mathilde stand auf, wischte sich die Tränen aus den Augen und beschloß , heute auf den Friedhof zu gehen und Mutter ein paar Blumen aufs Grab zu legen.

Sprachlosigkeit * Gruppenraum * Geschenkgutschein * Rücktritt * Sonne *
spielen * feststellen * kläglich * neuerdings * glatt

Belladonna
25.04.2006, 09:42
Liebe Camille,

eine wunderschöne aber auch traurige Geschichte :niedergeschmettert: :kuss:

Liebe Grüße
Belladonna :blumengabe:

Inaktiver User
25.04.2006, 12:13
liebe camille,

ich möchte mich den worten von belladonna anschliessen und einfach nur sagen - toll!!!
Das gilt übrigens für alle, die momentan hier schreiben. ihr alle schreibt toll und jede von euch macht wirklich das beste aus den vorgegebenen wörtern. es macht mir spass, mit euch zusammen hier schreiben zu können.

ach ja, was mir ganz besonders gut gefällt, ist diese freundschaftliche athmosphäre, die nicht von konkurrenzneid getrübt wird. dies ist schliesslich kein spiel, bei dem frau etwas gewinnen kann, ausser der achtung und der anerkennung der anderen, die hier mitlesen und schreiben.

:allesok: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: :wangenkuss: :knicks:

eure

psychede<font color="orange">li[/COLOR]ca :fg engel:

Inaktiver User
25.04.2006, 12:32
:peinlich: :knicks: - danke -das Lob möchte ich zurückgeben und bei der Gelegenheit auch sagen: jeder hier hat seinen eigenen( natürlich guten) Stil, und es ist immer interessant und spannend die neuen Beiträge zu lesen - macht richtig Spaß hier in der Runde!

Übrigens- es warten die neuen Wörter, wer " traut" sich darüber??

Sprachlosigkeit * Gruppenraum * Geschenkgutschein * Rücktritt * Sonne *
spielen * feststellen * kläglich * neuerdings *

Caretaker
25.04.2006, 12:53
neue Worte: Sprachlosigkeit * Gruppenraum * Geschenkgutschein * Rücktritt * Sonne *
spielen * feststellen * kläglich * neuerdings *
---

Die Praktikantin überlegte, wie sollte sie es anstellen, eine Mumie aus einem Museum zu stehlen?! Es kam ihr kurz in den Sinn, ihre Oma bei der Nekromantin vorbeizubringen, da diese durch exzessive Aufenthalte in der Sonne selbst wie eine Mumie aussah.
Sie stellte jedoch fest, es würde weder Sinn machen, ihre Oma zu präsentieren, noch sich auf das Wagnis eienes Diebstahles einzulassen und beschloss daher, aufzugeben.
Dieser Beschluss umfasste sowohl das Fallenlassen der Tourneeidee, als auch den Rücktritt von ihren Job als Assistentin des Chorleiters. SO betrat sie den Gruppenraum, der, bis auf den Chorleiter, leer war.
Dieser versuchte gerade auf der Klarinette zu spielen, konnte ihr erwartungsgemäß aber nur ein paar klägliche Töne entlocken.
"Neuerdings gelingt mir nichts mehr" begann die Praktikantin ihre Kündigungsrede.
Sprachlosigkeit war dem Chorleiter ins Gesicht geschrieben, was erwartete sie von ihm?
Sie erklärte ihm ihre Situation, sparte auch nicht an Klagen über ihren Verlobten und weinte sich richtig aus.
Der Chorleiter nahm sie in dem Arm, tröstete sie und versicherte ihr, ihr Weggang würde dem Chor und ihm keinen Schaden zufügen. "Ich wünsche dir viel Glück auf deinem weiteren Weg! Hier, nimm diesen Geschenkgutschein. Damit kannst du dir auf der Kirmes 20 Lose kaufen - da sollte doch was schönes für dich dabei sein"!
Die Praktikantin nahm ihr Abschiedsgeschenk, wischte sich die Augen und ging, ohne sich noch einnmal umzudrehen.

Neue Worte:
Hotline, Telefonterror, Blumenvase, Mittagessen, Frustschokolade, Warmduscher, Radiergummi, Existensangst, Funkwecker, Smileys

Caretakerin

Inaktiver User
25.04.2006, 16:26
Neue Worte:
Hotline, Telefonterror, Blumenvase, Mittagessen, Frustschokolade, Warmduscher, Radiergummi, Existensangst, Funkwecker, Smileys


Eine Leiche zum Frühstück Teil XVII

Hansen zählt lautlos langsam bis zehn und spürt, wie sein Blutdruck sich dem normalen Wert annähert.

Diese Warmduscher

- denkt er so bei sich –

den ganzen Tag um sich zu haben, dann würde er sicher zentnerweise Frustschokolade inhalieren, die Hotline seines Psychologen okkupieren und irgendwann wegen Telefonterror vor Gericht gestellt werden, was sicherlich viel dazu beitragen würde, seine Existenzangst um den Faktor zehn zu erhöhen.

„Können sie mir etwas zu dieser Rune sagen?“

Er hält einen Zettel in die Höhe, auf der mit Kugelschreiber die bewusste Rune aufgezeichnet ist.

Beide werfen aus der Entfernung heraus einen kurzen Blick auf das Symbol, sehen sich einen kurzen Moment schweigend an, wenden ihre Köpfe Hansen wieder zu und schütteln wie auf Kommando gleichzeitig ihre Köpfe.

„Sie wissen also nicht, was das hier ist? Leute, ich habe Hunger und in meiner Lieblingsbar wartet mein Mittagessen auf mich. Also erzählt mir keine Geschichten. Es handelt sich wohl nicht um einen dieser Smileys, die ja jetzt in Emails so populär sind. Ich weiss, dass diese Rune für euren Verein eine wichtige Rolle spielt. Ehe ich also anfange, euch mit dieser antiken Blumenvase, die hinter euch steht, zu bearbeiten, wäre es also besser, ihr erzählt mir freiwillig was.“

Hansen macht ein drohendes Gesicht und die Andeutung einer Bewegung in Richtung der Beiden. Die Fistelstimme zuckt zusammen und sagt:

„Ist ja schon gut, Officer! Also ja, diese Rune ist ein Symbol unserer Vereinigung. Sie stellt das Gute dar.“

„Das weiss ich alles schon, ich will wissen, was ihr mit diesen Symbolen macht. Benutzt ihr die für rituelle Handlungen?“

Er schaut den Mann streng an, der sich unter diesem Blick wie eine Schlange windet und förmlich einschrumpft. Er schaut zu Boden, druckst herum, will gerade zum Sprechen ansetzen, da stösst ihn der Anwalt in die Seite:

„Miller, sie müssen hier garnix sagen. Sie stehen hier nicht vor Gericht. Wenn der Detective meint, mit harten Bandagen kämpfen zu müssen, das können wir auch. Ich bin mit dem Polizeipräsidenten eng befreundet und werde dafür sorgen, dass dieser Mensch hier in Zukunft nur noch Strafzettel an Autofahrer verteilen darf. Also halten sie einfach ihre Klappe.“

Hansen sieht ein, dass er hier nicht viel weiter kommt, unzufrieden ballt er in der Jackentasche seine Hand zur Faust, dabei einen Radiergummi anstatt der beiden Typen zwischen seinen Fingern zerkrümelnd.

Schroff nickt er ihnen zum Abschied zu, macht auf den Hacken eine Kehrtwendung und marschiert geradewegs zum Ausgang. Kurz vor der Tür lässt ihn ein schrilles Geräusch blitzschnell herumwirbeln. Seine Hand liegt auf dem Griff seiner treuen Colt Python, einem Sechsschüsser vom Kaliber 357 Magnum.

Doch sogleich entspannt er sich wieder und ein befreites Lächeln überzieht seine vorher wie versteinert wirkenden Gesichtszüge.

Hinter ihm in einem der Regale steht ein Funkwecker, dessen Alarm wohl jemand auf diese Uhrzeit eingestellt haben muss.

Hansen wendet sich wieder der tür zu und tritt auf die Strasse, die im gleissenden Sonnenlicht zu flimmern scheint.

Neue Wörter:
Misanthrop – Collage –Barbarei – Logopäde – Starregisseur
renitent – larvierend – inzestuös – parlieren -reglementieren

Lorolli
25.04.2006, 18:37
Misanthrop – Collage –Barbarei – Logopäde – Starregisseur
renitent – lavierend – inzestuös – parlieren –reglementieren


Marischa sitzt gemütlich bei einer Tasse Tee in ihrem gemütlichen
Sessel als es bei ihr Sturm klingelt.
Als sie die Türe öffnet, stürmt Sascha aus dem 2. Stock an ihr
vorbei und murmelt es von Barbarei.
Marischa fragt ganz vorsichtig nach, was denn los sei.

Sascha schimpft über seinen Logopäden, der alles streng reglementieren
will und von ihm nun auch noch erwartet, er solle doch einmal in
Französisch parlieren und das, wo er doch schon im deutschen Probleme
hat.

Und ausserdem erwarte der Deutschlehrer, das sie eine Abhandlung über
einen Misanthropen schreiben sollen und dazu ein geeignetes Theaterstück
aussuchen.

Marischa beruhigt Sascha erstmal und meint, da brauchst du doch nicht so
renitent zu sein, das bekommen wir schon hin.

Ich helfe dir gerne eine Zusammenfassung von Homo Faber zu schreiben,
es ist ja ein klassisches Stück über eine inzestuöse Beziehung.

Vorsichtig lavierend bringt Marischa Sascha dann noch dazu sich Gedanken über
ein geeignetes Theaterstück zu machen. Und zum Schluss ist Sascha davon über-
zeugt, das die Idee ein Stück von Moliere seinem Lehrer vorzuschlagen, ganz
allein von ihm stammt.

Als Marischa ihm dann noch verspricht ihn einzuladen, wenn nächste Woche ein
befreundeter Starregisseur sie besuchen kommt, ist seine Welt wieder in Ordnung.


Bibliothek, Laientheater, Lizenzgebühren, Aufsichtsbehörde, Frustration
Unfähig, bösartig, kosmopolitisch, national, unbeweglich

Inaktiver User
25.04.2006, 23:00
Bibliothek, Laientheater, Lizenzgebühren, Aufsichtsbehörde, Frustration
Unfähig, bösartig, kosmopolitisch, national, unbeweglich


Eine Leiche zum Frühstück Teil XVIII

Hansen überschattet mit einer Hand die Augen und sieht sich suchend nach seinem Wagen um. Der steht etwa zwanzig Meter von ihm entfernt, sorgfältig eingeparkt. Auf dem Bürgersteig vor dem Auto stehen einige merkwürdige Gestalten und am Wagen selbst lümmeln sich zwei Kerle, die den Eindruck von Bullenbeissern machen und selbst aus der Entfernung bösartig wirken.

Hansen bleibt einen Augenblick unbeweglich stehen. Dann setzt er sich entschlossenen Schrittes in Bewegung. In ihm kocht es und er fühlt ein geradezu körperliches Verlangen, seine Frustration durch Action abzubauen.

„Weg von meinem Wagen!“,

bellt er die Typen an. Seine ganze Haltung drückt Aggression aus. Nichts erinnert an den Weltbürger, der kosmopolitisch über den Dingen steht.

Die beiden Männer entfernen sich langsam vom Wagen, ihn dabei aber immer im Auge behaltend. Hansen bemerkt, dass sie versuchen, ihn in die Zange zu nehmen. Grimmig lächelnd schaut er ihnen entgegen und bereitet sich mental auf einen Kampf vor.

Instinktiv müssen die beiden Schlägertypen erkannt haben, dass ihnen hier einer gegenüber steht, der keine Angst vor ihnen hat und auch nicht vor einer Konfrontation zurück scheut.

Sie bleiben stehen, unfähig, eine intelligente Strategie zu entwickeln. Hansens Grinsen verstärkt sich. Vorsichtig und wachsam geht er an den Leuten vorbei an seinen Wagen, schliesst ihn auf und wirft einen letzten amüsierten Blick auf diesen Abschaum, ehe er sich relativ entspannt in das Polster seines Wagensitzes fallen lässt.

Er startet den Wagen, setzt den Blinker, sieht nach hinten, ob die Strasse frei ist und fährt los in Richtung Bibliothek, die sein nächster Anlaufpunkt ist.

Die Bibliothekarin, eine dralle jüngere Frau mit grossem Busen und einer schweren dunklen Hornbrille lächelt ihn grüssend an.

„Na, wieder mal im Land?“,

fragt sie ihn und strahlt dabei wie ein Honigkuchenpferd. Ganz offensichtlich ist sie in Hansen verknallt. Der mag die Frau zwar, aber er liebt seine Frau und das Gehabe dieser Person schmeichelt ihm persönlich als Mann. Ansonsten hat er keine weitergehenden Interessen.

„Ich suche einen Hinweis auf einen rituellen Mord, der vor etwa vierzig Jahren begangen wurde. Ich weiss nicht mehr genau, wo das war. Können sie mir da vielleicht weiter helfen?

Sie überlegt einen Moment und meint dann, sie könne vielleicht mal in der nationalen Datenbank nachsehen. Als Hansen dankend nickt, stürzt sie sich eilfertig auf den PC und füttert ihn mit irgendwelchen Fragen. Schon nach wenigen Sekunden scheint sie etwas gefunden zu haben. Sie liest kurz, wendet sich zu Hansen und sagt:

„Also hier gab es tatsächlich mal einen solchen Fall, da wurde die Aufsichtsbehörde eingeschaltet, weil wohl auch ranghohe Polizeioffiziere involviert waren.“

Hansen tritt interessiert und aufgeregt näher. Sein Jagdinstinkt ist geweckt.

„Gibt es nähere Einzelheiten?“,

fragt er.

Sie schaut wieder auf den Bildschirm, während ihre Finger blitzschnell über die Tastatur zu fliegen scheinen.

„Ja, hier ist noch was! Ein Laientheater sollte wohl irgendwelche Lizenzgebühren an einen obskuren Ritterorden bezahlen. Als die sich weigerten, kamen einige der Schauspieler unter sehr merkwürdigen Umständen ums Leben. Es wurde zwar ermittelt, aber dann wurden die Ermittlungen eingestellt und es ging das böse Gerücht, es hätten sich einige Leute in hohen Positionen dafür stark gemacht. Hier steht auch, es soll wohl auch einer der Gründer dieses Ordens ein sehr hoher Polizeibeamter gewesen sein.“

Hansen fragt erregt:

„Wie heisst dieser Orden?“…


neue wörter:
Revanche – Stalinismus – Geheimpolizei – *wie du mir, so ich dir* Notation
alarmieren – bagatellisiert – reanimieren – trommeln - verlieren

farbtupfer
25.04.2006, 23:36
&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;mal kurz reindrängel... :schild genau:

AN(psyche)DELICA :sorry, dass ich deine Worte nicht mit eingeflochten hatte...wollte nicht zu gierig erscheinen.. :hunger:

Möchte mal wissen, wie ich eine Woche ohne euch auskommen soll.. :knatsch:
Ab morgen bin ich unterwegs...freu mich schon auf die Rückkehr !

Ganz liebe Grüsse an alle von dem wandelnden farbtupfer


:blumengabe: :ahoi: :wangenkuss:

farbtupfer
26.04.2006, 00:38
Schnell vor der Abreise noch die längst überfällige Folge speziell für Aziza mit den Wunschworten vom 23.04.

Neue Spezialwörter für Farbtupfer (du weißt schon wofür...) : *Geflügel* *Gefälle* *Gerümpel* *Gefahr* *wimmern* *hilflos* *Mitleid* *Mama*


*Die Abenteuer von der kleinen Fee mit der Alabasterhaut,dem Regenpfeiffer mit den ausgefransten Flügeln, dem kleinen Eisbären und dem Katzenbaby.*
TEIL 7:

Schon von weitem konnte man die fröhliche Stimmung aus dem Palast hören...alle tanzten übermütig, lachten laut und sangen durcheinander, sodass keiner dieses leise Wimmern bemerkte, das aus dem Kellergewölbe drang.
Nur XYRANA spürte einen undefinierbaren kühlen Windhauch, der die Kerzen zum flackern brachte.
Sie folgte dem Hauch, der zur grossen Holztür führte.
Die Tür stand einen Spalt offen, und XYRANA spürte, dass eine gewisse Gefahr dort unten lauerte.
Langsam schritt XYRANA die steilen Steinstufen, die ein enormes Gefälle bildeten, hinunter.
Das silberne Gewand wehte um sie her, verschlang sich am eisernen Handlauf und sie drohte zu stürzen.
Doch ein Wesen wie XYRANA, die so kräftig wie ein Löwe, so schnell wie eine Schlange, so klug wie eine Eule und so behende wie Geflügel war, wusste sich selbstverständlich zu helfen. Sie raffte die Brokat- und Spitzenstoffe flink zusammen und huschte weiter die Treppe hinunter.
"Ma..ma..mamaa?...Mam..mam..mamaaa !!!" hörte sie ein hilfloses, dumpfes Flehen, das mitten aus dem Gerümpel ertönte.
Hilflos und mit entsetzt aufgerissenen Knopfaugen blickte ein winziges Mäuschen durch eine grosse, bauchige Glaskugel und versuchte verzweifelt, aus dieser Falle zu entkommen, in dem es ständig mit den klitzekleinen Vorderpfötchen am Glas kratzte.
XYRANA musste verstohlen lächeln bei diesem Anblick, liess sich aber nichts anmerken, kniete nieder und wandte sich voller Mitleid der kleinen Maus zu: " Ja was ist denn mit DIR geschehen ? Komm, ich helfe dir erst einmal aus deinem gläsernen Käfig!"
Behutsam griff XYRANA nach dem zitternden, fiepsenden Mäuschen.
"Jetzt erzählst du mir aber, wer du bist und wie du in diese Kugel gekommen bist, ja ?"
"j..j...ja.." stammelte die Maus.
" i..i..ich bi..bi..bin die Fa..Fa..Fanny !" stotterte sie und fuhr fort: " Wi..wi..wir wol..wol..wollten doch nur spi..spi..spielen, a...a..aber da bin ich in dieses blöde Ding gerutscht" ereiferte sie sich.
"Nun, und wo sind deine Spielkameraden?"
"Die haben sich ver..ver...versteckt !"

Fortsetzung folgt mit Sicherheit....ggg

Farbtupfer, nach Diktat verreist :cool:

Lorolli
26.04.2006, 20:23
Revanche – Stalinismus – Geheimpolizei – *wie du mir, so ich dir* Notation
alarmieren – bagatellisiert – reanimieren – trommeln – verlieren

Heute bekam Marischa Besuch von dem jungen Mädchen, dass mit ihren Eltern
in der Wohnung unter ihr lebte. Sie fragte höflich nach, ob sie sich sehr durch
ihr trommeln gestört fühle. Marischa lachte und meinte, erstens höre ich nicht
mehr so gut und zum anderen gefällt es mir, wenn junge Leute sich musikalisch
betätigen und da gehöre eben auch trommeln zu.
Sie brauche also keine Bedenken zu haben, dass sie die Polizei alarmieren würde.

Durch dieses Verständnis seitens Marischa`s wurde die junge Schülerin mutig und
fragte Marischa ob sie sich nicht vorstellen könne, in der Schule an einer Unterrichts-
stunde als Zeitzeugin teilzunehmen. Das Thema wäre der „Stalinismus und die
Geheimpolizei“. Da sie ja aus Russland käme, könnte sie bestimmt interessantes
dazu erzählen. Ihre MitschülerInnen dazu neigten zum Teil dazu, diese Geschichte
heute zu bagatellisieren.

Natürlich war Marischa dazu bereit und es wurde ein überaus interessantes Geschichts-
Stunde. Sie erzählte vor allem von ihrer Flucht aus Russland, die sie fast mit dem Leben
bezahlt hat. Eine polnische Familie hat sie im Wald gefunden und zu einem Arzt gebracht,
der sie reanimieren konnte. Als sie wieder gesund war und erwähnte, sie sei aber doch
Russin, warum man ihr trotzdem geholfen habe, meinten sie nur „wie du mir, so ich dir“
würden sie nur im guten auslegen und sicher gebe es auch genügend russische Familien,
die anderen Menschen - egal welcher Herkunft – helfen. Sie würden den Glauben an das
Gute im Menschen nicht verlieren und Marischa könne sich revanchieren, indem sie
sich bei ihnen meldet, wenn sie gut im Westen angekommen sei.

In der nächsten Unterrichtsstunde stand Musik auf dem Plan und Marischa fragte, ob
sie teilnehmen dürfe, da das Thema Notation in der Musik sie sehr interessiere.
Selbstverständlich war die Lehrerin einverstanden und Marischa erklärte zum Ende der
Unterrichtstunde dann noch
„ Das vorrangige Einsatzgebiet von Tanznotation ist die Dokumentation, Analyse und
Rekonstruktion von Choreografien, Tanzformen oder technischen Übungen.“

Die SchülerInnen waren so begeistert, dass sie Marischa fragten, ob sie noch einmal
käme um aus ihrem Leben zu erzählen.


Revolution, Pragmatismus, Südseeinsel, Wiederholung, Sonnensystem
Fabulieren, träumen, verniedlichen, in Frage stellen, systemorientiert

Inaktiver User
27.04.2006, 08:02
Revolution auf einer Südseeinsel

Der Pragmatismus einiger Diktatoren hin zur Technokratie treibt seltsame Blüten. Er negiert das fabulieren und träumen. Alles muss sich hier systemorientiert dem Pragmatismus unterordnen und ein in Frage stellen dieser Praxis ist nicht erlaubt. Da können Menschen nur hoffen, dass es in diesem Sonnensystem keine Wiederholung dieser Art von Pragmatismus gibt. Diese Idee der Machbarkeit zu verniedlichen kann nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich um ein menschenfeindliches System handelt, welches sich nur durch eine Revolution beseitigen lässt!

Neue Wörter:
Krawallmacher, Stinkbombe, Lokalmatador, Terminplaner, Leiterplatte
Irrelevant, säkular, prahlerisch, rasant, schematisch

Melony
27.04.2006, 19:31
Krawallmacher, Stinkbombe, Lokalmatador, Terminplaner, Leiterplatte
Irrelevant, säkular, prahlerisch, rasant, schematisch


Und hier, meine Damen und Herren, sehen Sie das aktuellste Werk von unserem Lokalmatador Rudi Krawallmacher .

Seine expressiven Farben leuchten förmlich stechend ins Auge, um uns säkular , fast wäre ich geneigt es als prahlerisch zu titulieren, seine rasant en schematisch dargestellten vermeintlich kontraproduktiven Ideen vor diesem postmodern anmutenden Hintergrund zu offenbaren.

Achten Sie bitte auch auf das ausdrucksstarke Element im hinteren oberen rechten Eck!

Ist es nicht göttlich wie sich die Leiterplatte als Ausdruck unseres technikzentrierten Weltbildes über den Terminplaner legt, um sich ganz verstohlen und keinesfalls irrelevant in unser tiefstes Inneres zu schmuggeln, so als wolle der Künstler uns damit kundtun, wie achtlos ja fast widersinnig wir mit unserer Lebenszeit umzugehen pflegen.

Die Krönung setzte Herr Krawallmacher jedoch mit der Stinkbombe im unteren südwestlichen Zipfel des Gemäldes.

Sie soll vermutlich als Mahnmal gegen alle unnütz verschwendeten und doch so dramatisch unheilstiftenden abgeworfenen Bomben unseres vergangenen Jahrhunderts stehen und uns aufrütteln so als wolle er damit einen Aufruf an alle Politiker richten:

Lasst ab von eurem Tun und handelt zukünftig konform mit den Menschenrechten der UNO sowie dem Grundgesetz entsprechend und vor allem wascht euch regelmäßig hinter den Ohren, damit ihr eure auditive Wahrnehmung auf die lautstark artikulierten Wünsche eurer Wählerinnen und Wähler lenken und gezielter einsetzen könnt.
Richtet euer Streben altruistisch nach deren Bedürfnisse und haltet ein mit eurem wohlgefälligen egoistisch orientierten Pragmatismus... :wie?:


neue Wörter: *Kirschblüten* *Japan* *Narzisse* *herzförmig* *blau* *methodisch* *rau* *Fledermaus* *Spaßvogel* *Joseph von Eichendorff* :blumengabe:

Inaktiver User
28.04.2006, 11:43
neue Wörter: *Kirschblüten* *Japan* *Narzisse* *herzförmig* *blau* *methodisch* *rau* *Fledermaus* *Spaßvogel* *Joseph von Eichendorff*

Gestern Abend war ich in der " Fledermaus". Also wirklich, ich habe ja schon allerlei unmögliche Inszenierungen erlebt, aber das hat dem Faß wirklich den Boden ausgeschlagen !
Der Bühnenbildner, dieser Spaßvogel, hat die Bühne ganz in Blau gehalten UND - jetzt höre und staune, hat dieses Stück tatsächlich nach Japan verlegt ! Da lachen doch wirklich die Hühner ...
Aber sehr methodisch ist er dabei nicht vorgegangen .. neben Kirschblüten hat er Narzissen gepflanzt - na , was jetzt, Japan oder Bad Aussee , frage ich dich..
Ja natürlich- es handelte sich ja um Theater und nicht um die raue Wirklichkeit, das Land der Fantasie eben .
Dazu fällt mir jetzt ein GEdicht von Joseph von Eichendorff ein.. aber keine Angst, ich rezitiere es nicht .. !! :smirksmile:

Kleiderfrage * Störenfried * Spleen * Haarflaum * Größenwahnsinn*
sprunghaft * speziell * probant* nähern * verlaufen

Inaktiver User
30.04.2006, 14:55
Ein wunderschönes Wochenende und einen fröhlichen Tanz in den Mai hinein

wünscht euch eure

psychede<font color="brown">li[/COLOR]ca:fg engel:

Melony
30.04.2006, 22:26
Kleiderfrage * Störenfried * Spleen * Haarflaum * Größenwahnsinn*
sprunghaft * speziell * probant* nähern * verlaufen

Dieser Probant zeichnet sich anhand seiner "R"s durch seinen Größenwahnsinn aus. Geschickt versucht er diese Tatsache dadurch zu vertuschen, dass er sie mal zwergenklein mal vulkankratergroß kalligraphiert. Vorsicht ist geboten denn richtig kann in diesem Fall auch falsch bedeuten.

Weiterhin bleibt mir sein Hang in speziell en Situationen als Störenfried aufzutreten, nicht verborgen. Sehr gut zu erkennen anhand seines Spleen s lediglich die "F"s linksseitig zu schreiben. Dieses Phänomen weist auf ein nicht geklärtes Problem in seiner frühen Kindheit vielleicht sogar während seines embryonalen Stadiums hin.

Nähern wir uns seinem sprunghaften Hang zur Schönschreiberei, die sich lediglich bei den "O"s vermuten lassen, so kann man ohne Zweifel feststellen, dass sein Haarflaum an manchen Körperteilen lockig bis krausig hochsteht, wobei man sich in diesem Fall nicht verlaufen darf, denn zu oft wurden und werden gerade die "O"s sehr missverständlich ausgedrückt. Es hängt von ihren Kapriolen in der Rundung ab.

Mit 100% iger Sicherheit weisen jedoch die nach rechts unten ausgerichteten "A"s auf einen stark gefühlsorientierten Charakter hin. Gefühle, besonders die aus dem Bauch heraus entstehenden, beweisen, dass er als sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll kategorisiert werden kann.

Die "G"s deuten darauf hin, dass er im Großen und Ganzen gelassen bis uninteressiert wirkt. Wenn er aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht er seine Umwelt durch sein überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.

Anhand der "T"s bleibt festzustellen, dass er weder als zuverlässig noch als vertrauenswürdig einzustufen ist. Bleiben Sie also auf dem Teppich und wittern Sie hinter jedem "T" ein weiteres "V".

Er ist durchaus bereit Hilfestellungen zu leisten, diese Vermutung ziehe ich aus der willkürlichen Anordnung seiner "L"s, die mal so und mal so schludrig aufs Papier gezogen werden. Den Hintergrund seiner Hilfestellung, sollten Sie jedoch auf jeden Fall einer näheren Tauglichkeitsprüfung ihrerseits unterziehen, bevor Sie sich in diese vermeintlichen Hilfsstellungen begeben.

Die Anstrengung bei der Ausführung seiner "F"s, verdeutlichen seinen Hang, bei Überanstrengung und unter Streß gelegentlich ins Schwitzen zu kommen. Treiben Sie es deshalb nicht zu weit mit ihm, denn sonst würden auf Sie, in bezug auf die Kleiderfrage , ungeahnte Schwierigkeiten zukommen. Besser wäre es, in dem mir vorliegenden Fall, ohne auszukommen.

Er ist trotz allem ein warmherziger Vertreter seiner Spezie und deshalb, lassen Sie es mich salopp formulieren, ran an den Speck, trotz schludriger Schrift.

Dürfte ich jetzt noch auf eine Schreibprobe ihrerseits hoffen!

Es grüßt mit freundlichen Grüßen
Max Graf

Mitglied im Bund der anerkannten staatlich ver(t)eidigten und somit seriösen Graphologen



Neue Wörter: *Sinnkrise* *Walpurgisnacht* *ängstlich* *verheißungsvoll* *Maibaum* *besoffen* *glücklich* *zwanghaft* *neunundsechzig* *Mitglied* :blumengabe:

Camille, dürfen wir demnächst im Chat oder in diesem Theater auf eine Rezitation eines Gedichtes von Eichendorff hoffen? :smirksmile:

Danke Psyche für die guten Wünsche zur Walpurgisnacht! :zwinker:

Inaktiver User
01.05.2006, 21:13
Neue Wörter: *Sinnkrise1* *Walpurgisnacht1* *ängstlich1* *verheißungsvoll1* *Maibaum1*
*besoffen1* *glücklich1* *zwanghaft1* *neunundsechzig* *Mitglied1*

Besoffen in die Walpurgisnacht


Sinnkrise nennt frau das, wenn sie in der Walpurgisnacht zwanghaft ängstlich den Maibaum umklammert und den Tag fürchtet, der doch so verheissungsvoll begann.Dabei sollte es für sie eigentlich eine Ehre sein, denn immerhin ist sie Mitglied der mächtigsten Hexenvereinigung Deutschlands und sie sollte darüber glücklich sein. Doch die magische neunundsechzig jagt ihr einen Schauer über den Rücken. Und so klammert sie sich fester an den Maibaum und wenn sie nicht gestorben ist, dann klammert sie noch heute...

Paradiesvogel, Neandertaler, Schabracke, Dildo, Pheromon,
liederlich, zimperlich, niveaulos, herzerweichend, penetrant

psychede<font color="orange">li[/COLOR]ca :fg engel:

Inaktiver User
02.05.2006, 13:39
Paradiesvogel, Neandertaler, Schabracke, Dildo, Pheromon,
liederlich, zimperlich, niveaulos, herzerweichend, penetrant

Wenn es also stimmt, daß Pheromone Substanzen sind , die von einem Individuum nach außen abgegeben werden und bei einem anderen Individuum der gleichen Art spezifische Reaktionen auslösen - hieße das doch, daß man so niveaulos, wie ein Neandertaler, so zimperlich wie eine Schabracke, so herzerweichend schön wie ein Paradiesvogel und so liederlich wie eine Schlampe sein kann - und trotzdem wird Mann oder Frau entsprechend reagieren :freches grinsen: - und hab ich dir schon gesagt, daß die Werbung für Dildos wirklich nicht so penetrant sein müßte? :zwinker:

Identitätskrise * Frust* Fluchtgedanken * Freudentaumel * Kragen *
zicken * prüde * sprachlos * gangbar * ertragen

Inaktiver User
02.05.2006, 14:30
Identitätskrise 1* Frust 1* Fluchtgedanken 1* Freudentaumel 1* Kragen 1*
zicken 1* prüde 1* sprachlos 1* gangbar 1* ertragen 1


Lustlos :niedergeschmettert:

Scheinbar befinde ich mich grad in einer schweren Identitätskrise, in der ich sprachlos meinem Frust fröne, der meinen Kragen platzen lässt und Fluchtgedanken in mir weckt, die weder wirklich gangbar sind, die ich aber auch nicht ertragen kann, ohne zu zicken oder besonders prüde sein zu wollen. Was also tun, wenn der Freudentaumel ausbleibt? ...

Fetischist * Karzinom * Magnesium * Brandschutztür * Mantelvertrag
hochnäsig * perplex * knülle * schizophren * bombastisch

-psy-

Melony
02.05.2006, 14:48
Was also tun, wenn der Freudentaumel ausbleibt? ...




Fetischist * Karzinom * Magnesium * Brandschutztür * Mantelvertrag
hochnäsig * perplex * knülle * schizophren * bombastisch

ich müsste ja eigentlich schon seit Stunden den Kühlschrank auffüllen gehn, aber ich kann doch Psyche nicht so hängen lassen... :wangenkuss:

Sei doch einfach mal eine Fetischistin!
Schmeiß dir Magnesium ein und versuche das Karzinom deiner Nachbarin zu vergessen. Den Mantel lass mal hängen, es ist warm draußen.
Achtung, bitte nicht knülle vor lauter Lustlosigkeit gegen die Brandschutztür laufen.
Kündige deinen Vertrag mit den bombastischen Mietpreisen, über die du sowieso dauernd gemeckert hast, und reib die Kündigung deiner hochnäsigen Vermieterin unter die Nase.
Dann packste die Koffer oder steck dir die Visakarte ein und komm zu mir nach Belgistan.
Wie das findest du jetzt schizophren? Diese Sichtweise find ich aber sehr einseitig.

Na ja, ist nicht das Goldene vom Ei, aber vielleicht finden blinde Körner ja auch mal Hühner. :cool:

Bis denne!

Neue Wörter: *so* *jetzt* *endlich* *gehe* *ich* *ins* *Aldi* *zum* *einkaufen* *weils da so billig ist* :blumengabe:

Inaktiver User
02.05.2006, 16:56
Neue Wörter: *so 1* *jetzt 1* *endlich 1* *gehe 1* *ich 1* *ins 1* *Aldi 1*
*zum 1* *einkaufen 1* *weils da so billig ist*

Liebe Melony,

ich will mal den Versuch unternehmen und gehe in mich. Jetzt bin ich also in statt neben mir. Ins Gebet lasse ich mich aber nicht nehmen, denn so läuft die Sache halt nicht. Du willst also einkaufen, aber nur für dich. Dabei habe ich dir doch zum x-sten male gesagt, nicht immer zu Aldi und ich dachte, du hast es endlich kapiert. Ich meine, deswegen ausschliesslich da zu kaufen, weils da so billig ist, ist doch blöd, oder...

Hmmmm, aber danken möchte ich dir schon dafür, dass du an mich gedacht hast.

*Pariser Mode* Phlegmatiker * Industriespion * Tarantel * Berserker
weggelaufen * unnatürlich * immens * kryptographisch * substitutionell

Inaktiver User
04.05.2006, 10:32
*Pariser Mode 1* Phlegmatiker 1* Industriespion 1* Tarantel 1* Berserker 1
weggelaufen 1* unnatürlich 1* immens 1* kryptographisch 1* substitutionell 1


Spionage - Spionage

Wer hätte das gedacht, dass Hausmeister Krause, dieser Phlegmatiker, einem Berserker gleich auf die entlaufene Tarantel zuspringt und ihr den Garaus macht. Das fanden viele von seinen Bekannten schon mehr als unnatürlich, denn sonst ist er doch immer weggelaufen, sobald es Schwierigkeiten gab. Dann stellt sich auch noch heraus, dass er, der Pariser Mode nicht von Humana unterscheiden kann, ein hochkarätiger Industriespion ist, der auf dem Gebiet der Verschlüsselung kryptographisch tätig ist und Verfahren, die substitutionell arbeiten, durch komplizierte Codes ersetzt, was zeigt, dass er immens was auf dem Kasten hat...

Lautsprecherboxen, Parabel, Andromeda, Henkersmahlzeit, Schuhplattler
androgyn, hermetisch, lukrativ, innovativ, erblich

farbtupfer
05.05.2006, 20:16
Von Tanfana:Lautsprecherboxen, Parabel, Andromeda, Henkersmahlzeit, Schuhplattler
androgyn, hermetisch, lukrativ, innovativ, erblich

Stau auf der A9 Richtung Garmisch-Partenkirchen.
Rechte Fahrspur *hermetisch* abgeriegelt, mit dem Hinweis, dass hier demnächst eine *innovative* Drängler-Falle eingerichtet wird.
Gelangweilt suche ich einen Sender, der mich den Ärger über den Verlust eines *lukrativen* Jobs ablenkt, falls ich nicht pünktlich bei meinem Alex*Andro-Gyn*(ökologen)bin.
Aus den *Lautsprecherboxen* ertönte gerade das neue Hörspiel aus Bayern, leise untermalt von den Jo-mei-*Schuhplattlern*.
"Do hob i a *Henkersmahlzeit* kriagt, bevors in den OP ging", sagte der Sprecher mit der sonoren Stimme.
"Homs di net *Parabel*isiert??"fragte die weibliche Stimme.
"Moanst narkotisiert? Naaa, dös war doch net nötig..nachdem i *an Dromeda* gritten hob war i ja eh taub!!" rief der erste.
"Jo furchtbar", erwiderte die helle Stimme, "is des erblich?"
Ok, dachte ich und legte meine lieblings-CD ein. :freches grinsen:

NEU : *Strafgericht* *Handyverbot* *Kurzschlusshandlung* *Weichei* *einsilbig* *Streichhölzer* *Strickleiter* *Laufwerk* *müde* *Totalausverkauf*

Inaktiver User
05.05.2006, 21:15
LOL Farbtupfer :fg engel: :blumengabe: :knicks:

farbtupfer
05.05.2006, 21:28
:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: delica: hob i mia denkt dass dich des gfreit hot :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Melony
05.05.2006, 22:56
farbtupfer, du bist klasse! :wangenkuss:
und jetzt auch noch bayrisch...

Inaktiver User
06.05.2006, 11:28
Wenn es also stimmt, daß Pheromone Substanzen sind , die von einem Individuum nach außen abgegeben werden und bei einem anderen Individuum der gleichen Art spezifische Reaktionen auslösen - hieße das doch, daß man so niveaulos, wie ein Neandertaler, so zimperlich wie eine Schabracke, so herzerweichend schön wie ein Paradiesvogel und so liederlich wie eine Schlampe sein kann - und trotzdem wird Mann oder Frau entsprechend reagieren :freches grinsen: - und hab ich dir schon gesagt, daß die Werbung für Dildos wirklich nicht so penetrant sein müßte? :zwinker:



:allesok: genial Camille

wie würde es denn anders herum verlaufen? wir frauen reagieren doch auch auf gerüche oder eben nicht...grübelgrübel

Neue Wörter von Farbtupfer :wangenkuss::

*Strafgericht* *Handyverbot* Kurzschlusshandlung* *Weichei* *einsilbig* *Streichhölzer* *Strickleiter* *Laufwerk* *müde* *Totalausverkauf*

Inaktiver User
06.05.2006, 11:31
NEU : *Strafgericht* *Handyverbot* *Kurzschlusshandlung* *Weichei* *einsilbig* *Streichhölzer* *Strickleiter* *Laufwerk* *müde* *Totalausverkauf*

Samstagvormittag- müde unterwegs im " fahrbaren Einkaufskorb", Augen mit Streichhölzern aufgespreizt - offenes Dach, superleises Laufwerk - nur kein Neid, hab ich vor dem Winter im Totalausverkauf in einer ARt Kurzschlußhandlung bei Firma XY für ein Spottgeld erstanden :freches grinsen:
Singend düse ich dahin - beobachte die anderen Autofahrer - natürlich jeder ein Handy am Ohr- trotz Handyverbot - da hilft doch wirklich kein Strafgericht - mann,frau ist kein Mensch ohne Handy am Ohr in allen Lebenslagen !
Die Gärten im Frühlingsblütenrausch, die Kinder überall am Werk- einen kleinen Jungen seh ich an einer STrickleiter im Baum hängen .. Mutter händeringend darunter..
Hilft wohl nichts gegen meine Müdigkeit- vielleicht ein beschwingtes Radioprogramm.. ach Gott, und was bzw. wen hör ich da, dieses einsilbige Weichei von Moderator, der immer so langsam und wenig redet, daß man sofort in Tiefschlaf verfallen möchte....

Motorradlärm * Spaziergänger * Trägheit * Spott * Spitzengeschwindigkeit *
filigran * medikamentös * strahlend * erklimmen * martern

Lorolli
06.05.2006, 17:49
Motorradlärm * Spaziergänger * Trägheit * Spott * Spitzengeschwindigkeit *
filigran * medikamentös * strahlend * erklimmen * martern

Familie Sonnenschein hat gerade ihren Picknickkorb und die Decken aus dem Auto geholt,
den Hügel erklommen und sich gemütlich niedergelassen. Frau Sonnenschein hat sich hingelegt und beobachtet die filigranen Blüten im strahlenden Sonnenschein.
Doch was ist das, schrecklicher Motorradlärm, bestimmt 20 schwere Maschinen rasen
mit Spitzengeschwindigkeit unten auf der Strasse entlang und martern die Ohren. Die wenigen Spaziergänger springen erschrocken zur Seite und dabei fällt ein älterer Herr um. Erschrocken springen die Sonnenscheins zur den Spaziergängern um Hilfe anzubieten.
Herr Sonnenschein leistet 1. Hilfe und der ältere Herr kommt wieder zu sich. Auf Nachfrage erzählt er, dass er wegen einer Kreislaufschwäche medikamentös behandelt wird und sein Arzt meinte, er müsse unbedingt seine Trägheit überwinden und viel an die frische Luft gehen. Seine Frau lacht voller Spott, das hast du nun davon. Ich wollte lieber auf der Terasse sitzen und gemütlich Kaffeetrinken, aber du musstest ja unbedingt laufen und dann auch noch auf der Strasse. Ist doch bekannt, dass hier im Frühjahr die illegale Rennstrecke für die Motorradrocker ist.

Familie Sonnenschein ist die Lust am Picknick nun auch vergangen und sie packen ein und fahren nach Hause. Unterwegs sagt Frau Sonnenschein zu ihrem Mann, weisst du,
wir machen jetzt das Picknick auf dem Balkon und du gehst nach oben und fragst Marischa, ob sie zu uns kommen möchte und mit uns essen und ein Gläschen Wein trinken.


Sommerabend, ungebetene Gäste, Ruhestörung, Benzin, Wahrnehmung
inclusiv, verheerend, unbestimmt, bösartig, aufreizend

Inaktiver User
06.05.2006, 18:21
Sommerabend, ungebetene Gäste, Ruhestörung, Benzin, Wahrnehmung
inclusiv, verheerend, unbestimmt, bösartig, aufreizend

Es ist ein warmer Sommerabend. Seidenweiche Luft umschmeichelt meine nackte Haut, die sich in einem goldbronzenen Farbton ungebetenen Gästen in ihrer Wahrnehmung als aufreizend darstellt, was ich jedoch persönlich als bösartig einstufe. Es ist manchmal verheerend, wie unbestimmt derartige Wahrnehmungen an andere Personen weiter gegeben werden, inclusiv all der Ängste, Phobien und Engstirnigkeiten, die in diesen Personen vereinigt sind. Da wirkt natürlich mein nackter Körper wie das berühmte Benzin, welches ich in ein bereits brennendes Haus schütte. Ruhestörung auf einem anderen Niveau - Ver-Störung, Störung des guten (was ist gut?) Geschmacks? Ich kann da nur eins sagen:

f u c k__y o u r s e l f ... :entspannen:

Güterwaggon, Razzia, Selbstmord, Verzweiflung, Todessehnsucht
hören, abdrehen, wegmachen, schneiden, zumachen

farbtupfer
07.05.2006, 01:44
Güterwaggon, Razzia, Selbstmord, Verzweiflung, Todessehnsucht
hören, abdrehen, wegmachen, schneiden, zumachen

Zwei engumschlungene Gestalten im offenen Güterwaggon.
Die Kulisse rast an ihnen vorbei.
Ihr geblümtes Sommerkleidchen ist so zerrissen wie ihre Selbstmord-Gedanken.
Er hält schützend seine Arme um ihre Schultern,da sich die Waggontür nicht zumachen lässt.
Voller Verzweiflung hören sie die sich nähernden Zivilbeamten.
"Schneiden !!" schreit der Regisseur, der nichts anderes im Sinn hat als diesen Film endlich abdrehen zu können.
"So kann ich nicht arbeiten !!"echauffiert er sich zum x-ten Mal.
"Mehr Todessehnsucht, meine Liebe !!"
"Und du, Pierre, denk daran- das hier ist keine Razzia im Rotlichtmilieu sondern ein Thriller !!"
Dann, sich dem Tontechniker zuwendend:"Kann endlich mal jemand diesen grässlichen Sound wegmachen ?!"

NEU: *Kragenweite *Salbei *Schmunzeln *Schnürsenkel *August *Liste *Schleier *Zusammenbruch *Brise *hundertfünfzigprozent *

Inaktiver User
07.05.2006, 02:04
NEU: *Kragenweite *Salbei *Schmunzeln *Schnürsenkel *August *Liste *Schleier *Zusammenbruch *Brise *hundertfünfzigprozent *

Sie konnte ein Schmunzeln nicht unterdrücken, als sie ihren Ex-Freund August mit dem Schleier sah. Er hatte sich nun tatsächlich um hundertfünfzigprozent gedreht und war ans *andere Ufer* geschwommen. Sie beschloss sogleich, ihn von ihrer Liste der noch möglichen Liebhaber zu streichen und registrierte dabei befriedigt, dass sie diesmal keinem Zusammenbruch nahe war, sondern dies eher als frische Brise in ihrem eher öden Leben ansah. Leider war ein neuer Liebhaber, der ihrer Kragenweite entsprach, nicht in Sicht, und der Verehrer, der ihr so eifrig nachstellte, roch penetrant nach Salbei und war ein eher tumber Verkäufer von Schnürsenkeln...

Phantom, Leichenschauhaus, Kalenderblatt, Tauchschule, Meridian
trocken, galvanisch, suizidal, albtraumhaft, frigide

farbtupfer
07.05.2006, 05:35
Phantom, Leichenschauhaus, Kalenderblatt, Tauchschule, Meridian
trocken, galvanisch, suizidal, albtraumhaft, frigide


...Dichter Nebel senkte sich über den alten Friedhof, die Kirchenglocken schlugen ihr erbarmungsloses, dumpfes Geläut,als das Phantom lautlos das galvanisch verarbeitete Tor zum Leichenschauhaus öffnete.
Der Vollmond tauchte die weissgefliesten Wände der Vorhalle in ein mattes Licht, sodass das Phantom sogar das Kalenderblatt im Vorraum erkennen konnte.
Wie erstarrt blieb es stehen: die Abbildung einer albtraumhaft trocken wirkenden Tauchschule hypnotisierten seinen stechenden Blick.
Da war sie wieder- die Erinnerung an die Hochzeitsreise:
diese kurze, heftige Ehe, in der er sich vorkam wie ein Meridian bei einem Foucaultschem Kreiselversuch, seine wunderbare, arrogante, frigide Frau, die suizidalen Gedanken nach ihrem gewaltsamen Tod.
Langsam dehte er sich um und betrat die Leichenhalle.
Da lag sie, makellos schön, die schwarzen langen Locken wie ein Kranz das zarte Antlitz umrahmend, die zierlichen Hände zum Gebet gefaltet.
Das Phantom beugte sich über sie, zitternd fuhren die Fingerspitzen über die kalte Haut ihrer Lenden und streichelten sanft ihre Scham, berührten behutsam den straffen Bauch und die festen kleinen Brüste.
Plötzlich veränderte sich das schmerzverzerrte Gesicht des Phantoms.
Ein diabolisches Grinsen und ein ersticktes Lachen füllte den Raum, als die Hände
ihren schmalen Hals abtasteten und keinerlei Würgemale spürten....

Neu: * Mutter * Duschvorhang * Aschenbecher * Strassenglätte * Nadelbaum * Neurose * Selbsterkenntnis * provozieren * unterlegen * Tablettenabhängigkeit *


( psychedelica- gib alles !!!)*ggg* :buch lesen:

Inaktiver User
07.05.2006, 06:36
Neu: * Mutter 1* Duschvorhang 1* Aschenbecher 1* Strassenglätte 1* Nadelbaum 1* Neurose 1* Selbsterkenntnis 1* provozieren 1* unterlegen 1* Tablettenabhängigkeit 1*


"Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Genialität",

sagte ich zu dem altklug wirkenden User, der mich provozieren wollte und dabei doch nur zeigte, wie tiefverwurzelt bereits seine Neurose war. Er fühlte sich permanent unterlegen und versuchte dies dadurch zu sublimieren, dass er seine skelletierte Mutter als Alibi vorschob, die er liebevoll seit Jahren in einem Duschvorhang eingewickelt im Schaukelstuhl seines seligen Grossvaters deponiert hatte. War es Alkohol- oder Tablettenabhängigkeit, die ihn bei Frust dazu brachte, mit dem Aschenbecher nach seiner Mutter zu werfen, oder im Strassenverkehr bei Strassenglätte mit brachialer Gewalt den nächststehenden Nadelbaum mit seinem Fahrzeug platt zu machen - wir wissen es nicht und werden es vielleicht auch nie erfahren...

Putenleber, Parkdeck, Garageneinfahrt, Medizinmann, Aborigini
hervorragend, kasteien, lapidar, krempelig, devot

farbtupfer
07.05.2006, 22:43
delica: :freches grinsen: :fg engel: :schild genau: :gegen die wand: :allesok: :wangenkuss:

Inaktiver User
08.05.2006, 15:52
Putenleber, Parkdeck, Garageneinfahrt, Medizinmann, Aborigini
hervorragend, kasteien, lapidar, krempelig, devot

Hallo- da bin ich wieder - hervorragend wie zuvor.. mein Australienurlaub liegt nun schon einige Tage hinter mir - lapidarer Kommentar meiner Familie " da bist du ja wieder" ... :unterwerf:
Ich kann euch nur sagen, es war einmalig . Ich habe so viel gesehen und jede Menge interessanter Leute kennengelernt. Heute noch träum ich von einem Aborigini - er war Medizinmann und hat mir Putenleber für mein Wohlbefinden empfohlen, damit ich nicht immer so krempelig bin :niedergeschmettert: - ach ja, nach Australien muß man fahren, um solch bahnbrechende Entdeckungen zu machen.. wer weiß, vielleicht hilft sie mir ja sogar, nicht mehr so devot zu sein.. ich muß wohl erst einmal abwarten.
Das Essen war auch hervorragend, ich mußte mich wahrlich nicht kasteien.. und jetzt steh ich in der Garageneinfahrt unseres Hauses und bemerke, daß ich das Auto auf dem Parkdeck des Kaufhauses vergessen habe... damit ist wohl zum Thema Putenleber alles gesagt :schild genau:

Tragödie * Starrsinn* Trägheit * Flausen * Splitter *
mustern * sträflich * bravourös * schlängeln * spitz

Inaktiver User
10.05.2006, 00:02
Tragödie 1* Starrsinn 1* Trägheit 1* Flausen 1* Splitter 1*
mustern 1* sträflich 1* bravourös 1* schlängeln 1* spitz

Die Tragödie meines Lebens begann damit, dass ich den Starrsinn eines lieben Menschen sträflich unterschätzte.

Bravourös umrundete ich die auf dem Boden liegenden Splitter, ohne sie ein zweites Mal zu mustern.

Dieser Mensch hatte nur Flausen im Kopf und verstand es, die Trägheit der Anderen zu nutzen. Er konnte sich permanent durchs Leben schlängeln und mit spitzer Feder die Schwächen der Menschen aufdecken…

Piraterie + Schwachsinn + Domestiken + Pissoir + Destabilisation
Gründlich, fossil, couragiert, entidealisiert, behindert