PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hundeherr (14) bellt sehr sehr viel .....



Inaktiver User
03.05.2012, 12:13
Hallo liebe Hundenkenner(innen) hier,
mein Problem derzeit ist siehe oben !

Ich habe gerade eine Woche Urlaub und den Hund einer Bekannten bis
Samstag in Pflege, der ist auch total süß, ein echter Knuff.Aber sobald ich mal
kurz die Whg. verlassen muss ohne ihn (Müll runter bringen, kurz einkaufen usw)
bellt er infernalisch und , laut Nachbarin, ohne Pause:unterwerf:

Ich gehe 4 mal täglich mit ihm Gassi,bin rund um die Uhr quasi für ihn da,
wenn ich zuhause bin bellt er so gut wie gar nicht, sobald abends mein Freund
kommt ist er total "brav" - vor Männern hat er Angst.
Ansonsten ist der Süße noch ziemlich fit.Hat jemand Tipps?:blume:

TajMahal
03.05.2012, 12:28
Wäre es dein Hund, könnte man am Alleinbleiben arbeiten. Aber bis Samstag? Eher nicht.
Möglicherweise wird der Schnuffel auch so langsam taub? Ich kenne es von meinen Katzen, je älter desto lauter.

Ich schätze er ist entweder allein unsicher oder findet es blöd dass du aus seinem Einflussbereich entschwindest. Da wirst du in den drei Tagen nichts ändern können, ausser lieb zu den Nachbarn sein :smirksmile:

katelbach
03.05.2012, 15:57
Ich glaube auch, dass es am Alleinsein liegt. Die Bellerei ist bei alten Hunden oft eine Dominanznummer.
Wenn der Hund bellt, bekommt er Aufmerksamkeit in der Form, dass Du ganz schnell wioeder da bist, ihn ermahnst, mit ihm sprichst oder ihn beruhigen willst.

Mein Oller macht das inzwischen auch. Er macht auf sich aufmerksam. Er ist ja auch taub, das spielt in dem Fall sicher auch eine Rolle, und ein bisschen dement wirkt er auch manchmal.
Auf der anderen Seite setzt er das Gebell schlau ein. Er findet oft den richtigen Dreh nicht, um die ersten beiden Treppenstufgen zu nehmen. Da wird dann so lang gebellt, bis ich ihn einweise.

Ziva
03.05.2012, 17:54
Karlotte - back deiner Nachbarin einen leckeren Kuchen :smirksmile:

Bis Samstag wird sich am Verhalten des Hundes nicht viel ändern.
Geh einfach viel mit ihm spazieren (wenn es sein Alter erlaubt),
damit er etwas abgelenkt wird.

jethrotullpe
04.05.2012, 02:15
Da wird ein alter Hund eine Woche in eine neue Umgebung gepflanzt. Nicht nur ist Frauchen nicht da, die Umgebung ist anders, riecht anders, der Alltag sieht anders aus...
Der Hund sieht vielleicht nicht mehr so gut, hat andere Beschwerden, alles ist ploetzlich anders.

Da wundert es mich nicht, wenn er dann aus Angst bellt, wenn er mal allein gelassen wird. Er weiss ja nicht, ob du nun auch nicht mehr wiederkommst, aus seiner Sicht ist Frauchen ploetzlich weg ( 'Urlaub' ist ja kein Konzept fuer einen Hund), fremde Umgebung..

Halts einfach durch bis Samstag. Gib ihm extra Streicheleinheiten. Und die Idee mit dem Kuchen, die ist gut.

apfelschnecke
05.05.2012, 20:40
Unser Hund, sonst total locker im Alleinsein, hat sogar nach dem Umzug gebellt, wenn wir die Wohnung verlassen haben... der andere, auch inzwischen gut ans Alleinsein gewöhnt, bellte, wimmerte und scharrte stundenlang, wenn die hundesitterin während unseres Urlaubs die Wohnung verlies. Alles Ungewohnte erzeugt Unsicherheit, gerade bei älteren Tieren. Wenn deine Nachbarin genervt ist, nimm ihn einfach mit runter. Kuchen ist ja auch immer gut;)!

Inaktiver User
10.05.2012, 09:08
Bei einem alten Hund sollte man immer auf der Rechnung haben, dass

a) er gesundheitliche Probleme haben kann, die auf das Verhalten Einfluss nehmen,

b) der Cortisol-Spiegel im Alter schlicht ansteigt. Das hat auch Auswirkungen auf Verhalten, das mit Cortisol korreliert ist. Alte Hunde sind oft sehr anhänglich, haben Probleme mit dem Alleinsein, ängstigen sich eher, und können dann beispielsweise in Situationen, die sie früher problemlos meisterten, bellen, winseln, manchmal auch nach vorn gehen und schnappen,

c) die Sinnesleistungen, Kräfte und Fähigkeiten nachlassen, was wiederum Angst auslösen, und insbesondere in ungewohnten Situationen, in denen Vertrautes & Rituale als Stütze fehlen, Probleme verursachen kann,

d) der Hund dement werden kann. Demenz hat auch bei Hunden viele Gesichter. Bellen, Winseln, Orientierungslosigkeit, Hochschrecken aus dem Schlaf, Schnappen, grosse Anhänglichkeit und Unsicherheit beim Alleinsein können auftreten.

Hat man das auf dem Schirm, wird vieles erklärbar. Man kann schauen, was man tun kann, um den Hund ein bisschen fitter zu machen - Karsivan beispielsweise kann hilfreich sein. Man sollte den Hund regelmässig durchchecken lassen, und dafür sorgen, dass er keine unnötigen Schmerzen ertragen muss. Manches muss man einfach erdulden und lernen, damit zurecht zu kommen. Auch für Hunde ist das Alter eine Herausforderung.

Innerhalb einer kurzen Zeitspanne und bei einem Gasthund kann man diesbezüglich meines Erachtens gar nichts tun, ausser: das Beste aus der Situation machen.

Inaktiver User
10.05.2012, 09:38
Da wird ein alter Hund eine Woche in eine neue Umgebung gepflanzt. Nicht nur ist Frauchen nicht da, die Umgebung ist anders, riecht anders, der Alltag sieht anders aus...
Der Hund sieht vielleicht nicht mehr so gut, hat andere Beschwerden, alles ist ploetzlich anders.

Da wundert es mich nicht, wenn er dann aus Angst bellt, wenn er mal allein gelassen wird. Er weiss ja nicht, ob du nun auch nicht mehr wiederkommst, aus seiner Sicht ist Frauchen ploetzlich weg ( 'Urlaub' ist ja kein Konzept fuer einen Hund), fremde Umgebung..

Halts einfach durch bis Samstag. Gib ihm extra Streicheleinheiten. Und die Idee mit dem Kuchen, die ist gut.


Ja, genau!

Und: Ob er wirklich "ohne Pause" bellt? Ich hatte auch mal eine Nachbarin, die das behauptete, aber alle anderen sagten, das sei Quatsch.