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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Familienbett und mobiles Kind - wie absichern?



Louette
17.04.2012, 13:20
Hallo zusammen,

ich habe folgendes "Problem". Unser Sohn ist knapp 6 Monate alt und schläft nur im Familienbett. Nun geht er seit einiger Zeit in den Vierfüßlerstand, wippt und er dreht sich, d.h. er ist ziemlich mobil geworden und ich habe Angst, dass er aus dem Bett fällt, insbesondere, wenn ich nicht dabei bin.
Unser Bett steht frei im Raum und hat leider keine Begrenzungen am Kopf- und Fußende. Auf meiner Seite steht das (nicht genutzte) Beistellbettchen, das bisher neben dem Stillkissen als Rausfallschutz diente. Da es selbst gebaut ist, ist es nicht sonderlich hoch, so dass ich meinen Sohn dort nicht mehr reinlegen mag. Er kam mir gestern entgegen gekullert, zum Glück in Richtigung großes Bett, aber er hat mich auch im großen Bett schon im Vierfüßler begrüßt,...
Wie habt ihr euer Bett gesichert?
Als erste Maßnahme, werden wir es in den nächsten Tagen an der einen Seite an die Wand stellen, so dass unser Kleiner dort liegen kann und mit dem Stillkissen abgesichert wird. Aber ich weiß nicht wie lange das noch gut geht.
Er ist noch zu klein um zu verstehen, dass es am Ende des Bettes runter geht und "rückwärts" versteht er auch noch nicht, zumal er dafür auch motorisch noch nicht weit genug ist.

Habt ihr Tipps?

Liebe Grüße
Louette

P.S.: Er schläft nachts nur mit Körperkontakt, so dass ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich sinnvoll ist, wenn wir sein Gitterbett ins Schlafzimmer holen und ans Bett stellen, selbst wenn wir eine Gitterseite abmontieren,...

Halina
17.04.2012, 13:35
P.S.: Er schläft nachts nur mit Körperkontakt, so dass ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich sinnvoll ist, wenn wir sein Gitterbett ins Schlafzimmer holen und ans Bett stellen, selbst wenn wir eine Gitterseite abmontieren,...
Das Bett könnte die andere Seite absichern (also eine Seite Wand, eine Seite Gitterbett).

Es gibt ja zwei Probleme: 1. Das schlafende, unruhige Kind, das man mit Stillkissen und ähnlichen Begrenzungen gut "im Zaum" halten kann und
2. das wache Kind, das auf Wanderschaft geht.
Letzteres finde ich persönlich wirklich gefährlich, zumindest, bis die Kinder zuverlässig selbständig vom Bett klettern können (bei uns ging das mit 9-10 Monaten gut).

Ich würde in der Phase kein Kind allein im FB schlafen lassen. Wir hatten unser Kind immer auf dem Boden zu liegen - auf einer kleinen Kindermatratze oder bei Besuch auf einer 4fach gefalteten Decke.

Es gibt wohl auch Sicherheitsgitter (ähnlich wie Herdschutzgitter), die man zur Sicherung des FB anbringen kann. Damit habe ich keine Erfahrung, weil wir zu Hause allesamt bodennah schlafen und ein "herausfallendes" Kind lediglich ein "von der Matratze rollendes" Kind ist.

Dawn3007
17.04.2012, 22:19
Hallo Louette,

das Problem hatten wir damals auch, meine Tochter schlief im offenen Babybett und es gab auch mehrere Seiten unseres Bettes, die frei im Raum standen.

Wir haben dann unser Babyphone genutzt, das auch bei Bewegungen ansprang. So konnte man dann hören, wenn sie wach war und konnte dann schnell dazu kommen. Nur einmal hatte ich es zwar angeschaltet, aber vergessen, dass der Stecker draußen war. Da ist sie dann auch glatt über das komplette Bett gerobbt und auf der anderen Seite runter gepurzelt. Zum Glück ist nichts passiert!

Und auf die Idee, sie auf den Boden zu legen, bin ich damals gar nicht gekommen! :peinlich: Da werd ich dann zu gegebener Zeit drauf zurückkommen (und ansonsten sicherstellen, dass das Babyphone wirklich an ist).

Wiesenkraut
17.04.2012, 23:10
wir habens ähnlich gelöst wie Dawn. Bei uns steht der Laptop im Schlafzimmer, ich hab dort Skype installiert, eine externe Webcamera angeschlossen, damit ich das Ding nicht direkt ans Bett stellen muss. Den Schlepptop meines Freunds stellen wir abends ins Wohnzimmer und überwachen dann über Skype das Geschehen eine Etage höher.
Bis das Fünkchen richtig wach ist, bin ich oben.
Zum Einschlafen wird sie in der Mitte des Bettes abgelegt und bis heute ist sie *toitoitoi* erst einmal aus dem Bett gefallen, das war allerdings vor der Überwachung.

Die Technik war vorhanden. Es wäre natürlich unfug dafür 2 Rechner anzuschaffen, aber vielleicht gibts sowas ja auch bei euch im Haus.

Jouri
18.04.2012, 21:03
Ein Bettgitter haben wir für unseren großen Sohn. Er ist 3,5 Jahre alt und für ihn sichert es prima die offene lange Bettseite ab (ansonsten hat das Bett Kopf- und Fußteil und steht an der Wand). Für ein Baby hilft das Gitter aber nur bedingt weiter, da die Teile um die 1,06 Meter lang sind.

Und somit das Baby also immer noch genügend Platz hat, um sich aus dem Bett zu stürzen. :zwinker:

Ich weiß auch nicht, was so ein Teil macht, wenn sich der Kleine daran hochzieht. Mein Kleiner - auch sechs Monate alt - hat das Bettgitter vom Großen heute mit Fäusten und Zähnen bearbeitet und das hat es noch gut ausgehalten. :lachen:

allymcbeal31
20.04.2012, 20:53
Hallo Louette,

wir haben auch kurzerhand unser Bett abgebaut und schlafen nun erstmal auf dem Boden - also bis Mini aus dem Familienbett auszieht. Jetzt haben wir noch extra eine dritte große Matratze gekauft, die wird morgen mit hingelegt, weil auf 1,80 m wirds ein bisschen eng. Ich denke, die können wir dann auch weiternutzen, wenn Mini wirklich mal im eigenen Bett im Kinderzimmer schläft und einer von uns zum Einschlafen oder was auch immer daneben liegt. Ansonsten bestimmt auch gut zum Spielen und Toben zu gebrauchen.

Finde die Lösung mit den beiden Laptops aber für Auswärts-Übernachtungen ganz interessant.

Louette
20.04.2012, 21:41
Hallo zusammen,

erst einmal danke für eure Ideen.
Als Zwischenlösung haben wir jetzt erst einmal das Bett an die Wand geschoben und das Beistellbettchen ans Kopfende gepackt, so dass der Kleine sich entweder ans Fußende oder an die andere Seite vorarbeiten müsste. Dazu müsste er das Stillkissen und meine Bettdecke, die ich ebenfalls als Begrenzung nutze (an den Füßen, also keine Gefahr, dass er sie sich über den Kopf zieht) und das ganze so geräuschlos, dass das (sehr empfindliche) Babyphone nicht anspringt. Noch reicht das,...
Was wir danach machen, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Mir behangt die Videoüberwachung irgendwie nicht, die Technik wäre im Hause Louette vorhanden, aber irgendwie... Weiß nicht.
Ich glaube, dann baue ich lieber das Bett ab oder lege zumindest überall noch Matratzen ums Bett, damit der Kleine weich fällt.
Da unser Babyphone sehr empfindlich ist und auch beim leisesten Seufzen anspringt, hoffe ich, dass ich schnell genug bin, wenn der Kleine etwas von sich gibt.

Wach würde ich ihn definitiv nicht im Familienbett lassen bzw. tue es auch gar nicht. Wenn ich ihn oben alleine lassen muss, lege ich ihn in sein Gitterbettchen, was er auch okay findet, da dort Spielzeug drin ist.
Dass das Bett eigentlich zum Schlafen gedacht ist, ist ihm nicht klar.
Die Tage hatte ich ihn übrigens schlafend ins Beistellbettchen gelegt, wo er brüllend aufgewacht ist und kaum zu beruhigen war. Ich befürchte, er ist so halb aufgewacht und wusste nicht wo er ist,...

Da der Kleine ohne Begleitung sowieso nicht einschläft, ist es noch nicht ganz so akut, aber ich würde mich trotzdem über weitere Ideen freuen, vielleicht ist ja noch etwas für uns dabei. Ich hoffe, dass wir die Zeit überbrücken können, bis er begreift, wie er sicher aus dem Bett rauskommt (oder er alternativ in seinem Bettchen schläft).

Liebe Grüße
Louette

YersiniaP
23.04.2012, 20:47
Wir haben das Familienbett nach allen Seiten mit Gittern versehen, außer zur Wand natürlich. Die Gitter kann man auch selbst bauen, wenn du Interesse hast, verrate ich dir über PN, wie das geht.